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Gelsattel flicken?

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Christoph Gartmann

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Jun 28, 2011, 11:42:43 AM6/28/11
to
Hallo,

ein herzallerliebster Mitmensch hat mir in meinen neuen Gelsattel ein Loch
gestanzt von der Groesse einer 1-Euro-Muenze. Ich habe das mit "Duck-Tape"
notduerftig geflickt, frage mich jedoch, ob man das nicht besser reparieren
koennte? Da ich nicht der einzige sein duerfte, dem solcherlei passiert ist,
frage ich hier mal nach Ideen. Momentan denke ich an ein Stueck PVC plus
PVC-Kleber. Gibt es weitere Erfahrungen?

Viele Gruesse
Christoph Gartmann

--
Max-Planck-Institut fuer Phone : +49-761-5108-464 Fax: -80464
Immunbiologie und Epigenetik
Postfach 1169 Internet: gartmann@immunbio dot mpg dot de
D-79011 Freiburg, Germany
http://www.immunbio.mpg.de/home/menue.html

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Christoph Gartmann

unread,
Jun 28, 2011, 12:03:58 PM6/28/11
to
In article <qutj07t75rqv5fkmd...@4ax.com>, =?ISO-8859-1?Q?Rainer_Ma=ED?= <rai...@gmx.de> writes:
>gart...@nonsense.immunbio.mpg.de (Christoph Gartmann) schrieb:

>>ein herzallerliebster Mitmensch hat mir in meinen neuen Gelsattel ein Loch
>>gestanzt von der Groesse einer 1-Euro-Muenze.
>
>Gestanzt? Mit einem Locheisen oder Korkbohrer?

Ich war leider nicht dabei, aber es sieht so aus.

>Irgendwer hat mal selbstklebende transparente Folie empfohlen - gips als
>Fahrradflicken (z.B. Park Tool GP-2C) und "Schulbucheinbindefolie".
>Ersteres ist wohl besser, weil ziemlich dick (fester).

Danke.

>dem �brigens nie klar wurde, wof�r mensch Gels�ttel braucht

Na ja, ich wollte ein Modell, das dem Vorgaengermodell moeglichst aehnlich war.
Da gab es nur Gelmodelle :-(

Robert Bar

unread,
Jun 28, 2011, 5:21:13 PM6/28/11
to
Rainer Ma� <rai...@gmx.de> wrote:

> gart...@nonsense.immunbio.mpg.de (Christoph Gartmann) schrieb:
>
> >[...]
>
> Rainer,


> dem �brigens nie klar wurde, wof�r mensch Gels�ttel braucht

Um Umsatz zu generieren.

Das Gleiche gilt eigentlich auch f�r S�ttel aus Kuhh�uten

..., die sich bei Probefahrten heute - BTW. - als deutlich angenehmer
erwiesen haben als die gesamte Plastefraktion:
nix von wegen dem Gef�hl, einem brennenden Feuerzeug unterm Hintern
enteilen zu *m�ssen* ...

[zur�ck zu:]

> Rainer,
> dem �brigens nie klar wurde, wof�r mensch Gels�ttel braucht ...

Als ob Gels�ttel *der Versto� schlechthin* gegen unser aller
Lebensgrundlage auf diesen Planeten w�ren ...

Geht's noch?

Meingott, Rainer ...

Gels�ttel stehen auf derselben Sufe der Evolution wie Teflon-Pfannen:
Abfall-erungenschaften der Kosmodromie ...

Rindsgeh�utete Ges��tr�ger f�r HPV haben im Allgemeinen in etwa
denselben Charme wie mechanische Chronometer, Dampfmaschinen-Modelle,
Bernstein-Akronyme.
(�hhh, sorry, ich f�rchte, ich hab' mich verlaufen ...)

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Markus Luft

unread,
Jun 29, 2011, 5:00:35 AM6/29/11
to
On Tue, 28 Jun 2011 23:21:13 +0200, Robert Bar wrote:

> Rainer Maí <rai...@gmx.de> wrote:
>
>> gart...@nonsense.immunbio.mpg.de (Christoph Gartmann) schrieb:
>>
>> >[...]
>>
>> Rainer,

>> dem übrigens nie klar wurde, wofür mensch Gelsättel braucht
>
> Um Umsatz zu generieren.
>
> Das Gleiche gilt eigentlich auch für Sättel aus Kuhhäuten


>
> ..., die sich bei Probefahrten heute - BTW. - als deutlich angenehmer

> erwiesen haben als die gesamte Plastefraktion: nix von wegen dem Gefühl,
> einem brennenden Feuerzeug unterm Hintern enteilen zu *müssen* ...
>
Es gibt ja auch Gelsättel und Gelsättel.
Der am häufigsten genannte Kritikpunkt der genannte Brüchigkeit hat seine
Ursache ja im Außenmaterial. Es gibt brauchbare Gel-Rennsättel, die
ziemlich robust sind.
Einen mikro-perforierten Carbonsattel fände ich zumindest theoretisch mal
interessant...

> [zurück zu:]
>
>> Rainer,
>> dem übrigens nie klar wurde, wofür mensch Gelsättel braucht ...
>
> Als ob Gelsättel *der Verstoß schlechthin* gegen unser aller
> Lebensgrundlage auf diesen Planeten wären ...


>
> Geht's noch?
>
> Meingott, Rainer ...
>

> Gelsättel stehen auf derselben Sufe der Evolution wie Teflon-Pfannen:
> Abfall-erungenschaften der Kosmodromie ...
>
Ich seh schon das zukünftige Sattelmaterial bei Flüssigkristall-
Polymeren, nachdem die sich beim Pannenschutz schon bewährt haben...

> Rindsgehäutete Gesäßträger für HPV haben im Allgemeinen in etwa


> denselben Charme wie mechanische Chronometer, Dampfmaschinen-Modelle,
> Bernstein-Akronyme.

> (Ähhh, sorry, ich fürchte, ich hab' mich verlaufen ...)

Die Retro-Welle hat auch den Fahrradbau erfasst.
Edelux mit Lederüberzug fehlt noch...

Claus C. Plaass

unread,
Jun 29, 2011, 5:51:39 AM6/29/11
to
> Christoph Gartmann" <gart...@nonsense.immunbio.mpg.de> schrieb im
> Newsbeitrag news:iucspj$2vf$1...@news.belwue.de...
> Gibt es weitere Erfahrungen?

ja, hier: mehrfach positive, dauernd und "nachhaltig" (tm)
mit pvc-teichfolie kann man prima fahrradsaettel reparieren !

- riss, loch oder hohlitaet mit mossgummi fuellen
- dieses mit 2-seitigem kleber einkleben, zb pattex v henkel
- die duennere teichfolie ca 3cm ueberdeckend zuschneiden
- ueber enge radien bzw besondere friktionspunkte hinaus
- sattel und folie aufrauhen/schmirgeln und entfetten
- mit heissluftfoen aufwaermen und auf untergrund in form bringen
- zweiseitigen kleber wie pattex aufrtragen und gut ablueften lassen
- passend auflegen, korrektur schwer moeglich, andruecken
- kanten mit loetkolben angleichen

"lohnt" * nicht bei einem alten 10eur sattel und 2 linken haenden,
wohl aber, wenn der neue 40 eur sattel einen kleinen riss hat

ccp

* monetaer, abfallvermeidend, ethisch-moralisch (tm), alternativlos (tm)
gesehen

Helmut Springer

unread,
Jun 29, 2011, 6:27:00 AM6/29/11
to
Andreas Oehler <andreas...@gmx.de> wrote:
> Mein Fizik Pave am Reiserad ist jetzt 10 Jahre und >20.000km alt
> und noch nicht am Ende - kommt aber ja auch ohne Gel aus.

Mein Regal aus Kaenguru-Leder ist soweit der haltbarste mit
vermutlich doppelt so hoher Laufleistung. Aber auch da sieht man
schon Abtrag durch die Oberschenkel an den Seiten. Der Regal aus
Kalb war dort nach 20Mm durch. Der Flite ist schmaler und hat das
Problem nicht.

Das Deckleder selber war bis jetzt nie ein Problem, idR verstarben
Saettel an den Hinterkanten nach Sturz 8/

--
MfG/Best regards
helmut springer panta rhei

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Markus Luft

unread,
Jun 29, 2011, 1:14:24 PM6/29/11
to
On Wed, 29 Jun 2011 18:03:26 +0200, Rainer Maí wrote:

> Markus Luft <11-...@news.marquee-moon.de> schrieb:
>
> [Tütengelee unterm Hintern - Tüte inkontinent]


>
>>Die Retro-Welle hat auch den Fahrradbau erfasst. Edelux mit Lederüberzug
>>fehlt noch...
>

> Passt m.E. nicht. Gelcoat wäre viel schicker.
>
Der Herr B. wäre wohl schwer begeistert.
Das wäre dann auch gleich die nächste Stufe der Eskalation bei der
Diebstahlbekämpfung, der Dieb bleibt kleben.

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Cord Walter

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Jul 1, 2011, 4:32:56 AM7/1/11
to
Am 28.06.2011 17:42, schrieb Christoph Gartmann:
> Hallo,
>
> ein herzallerliebster Mitmensch hat mir in meinen neuen Gelsattel ein Loch
> gestanzt von der Groesse einer 1-Euro-Muenze. Ich habe das mit "Duck-Tape"
> notduerftig geflickt, frage mich jedoch, ob man das nicht besser reparieren
> koennte? Da ich nicht der einzige sein duerfte, dem solcherlei passiert ist,
> frage ich hier mal nach Ideen. Momentan denke ich an ein Stueck PVC plus
> PVC-Kleber. Gibt es weitere Erfahrungen?

Also ein kleineres Loch (Hier hatte der Bremshebel eines benachbarten
Rades gestanzt) im Sattel am Rad meiner Frau habe ich mal schlicht &
einfach auf Tour mit einem Schlauchflicken gedichtet.
Hat problemlos die Tour in Kroatien überstanden - und noch ca. 5 Jahre
Alltag plus Urlaub in Bretagne & Toskana :)

Bei Deiner Größe wird's aber wohl schwierig einen passenden Flicken zu
finden.

-cord

HS

unread,
Jul 1, 2011, 6:52:20 AM7/1/11
to
Am 2011-06-30 19:24, schrieb Rainer Maí:
> Andreas Oehler<andreas...@gmx.de> schrieb:
>
>> Thu, 30 Jun 2011 18:21:27 +0200, Hans Altmeyer:
>>
>>> Am 29.06.11 19:51, schrieb Andreas Oehler:
>>>>
>>>> Interessant! Wie dick ist die Teichfolie? Ich kenne sowas mit reichlich
>>>> 1mm dick - da scheinen mir die Schnittkanten schon störend.
>>>
>>> Wenn man das ordentlich macht, werden bei dickem Material die
>>> Schnittkanten wie bei der Lederverarbeitung geschärft, also zum Rand hin
>>> dünner geschliffen.
>>
>> Das zäh-weiche Zeug,
>
> Weich-PVC?
>
>> das ich als Teichfolie kenne, dürfte nicht sooo
>> leicht schleifend zu beabreiten sein. Mit schnellaufendem Werkzeug wird es
>> verschmieren, einem langsamen Werkzeug wird das Material eher ausweichen.
>> Wie genau würdest Du diese Aufgabe erledigen?
>
> Scharfes Messer?
> Wärme?

Vielleicht geht auch Kälte (Kältespray). Das Zeug könnte härter/spröder
werden und sich dann evt. besser schleifen lassen. Wenn es nicht zu
empfindlich wird.

Heino

>
> Rainer
>

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Cord Walter

unread,
Jul 1, 2011, 8:28:59 AM7/1/11
to
Am 01.07.2011 13:34, schrieb Andreas Oehler:
> Fri, 01 Jul 2011 10:32:56 +0200, Cord Walter:

>
>> Also ein kleineres Loch (Hier hatte der Bremshebel eines benachbarten
>> Rades gestanzt) im Sattel am Rad meiner Frau habe ich mal schlicht &
>> einfach auf Tour mit einem Schlauchflicken gedichtet.
>> Hat problemlos die Tour in Kroatien überstanden - und noch ca. 5 Jahre
>> Alltag plus Urlaub in Bretagne & Toskana :)
>
> Schlicht mit Gummilösung geklebt? War das Loch im Bereich der reibenden
> Hose? Wieviel Kilometer (die Jahre sind weniger relevant) hat das
> gehalten? Was genau für ein Typ Sattel war das?

Oh, Kilometer kann ich nicht wirklich sagen... aber das Loch war eher
seitlich-hinten, also nicht da wo regelmäßig Reibung auftritt. Das
dürfte zur Haltbarkeit beigetragen haben...

Geflickt wurde mit dem Standard-Flickzubehör aus einem dieser kleinen
grünen Kästchen (was anderes hat man in der kroatischen Provinz ja nicht
da ;) ).

Typ war glaube ich ein Selle Royal aus der "Lookin"-Serie...

-Cord

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Robert Bar

unread,
Jul 2, 2011, 7:59:40 AM7/2/11
to
Christoph Gartmann <gart...@nonsense.immunbio.mpg.de> wrote:

> ein herzallerliebster Mitmensch hat mir in meinen neuen Gelsattel ein Loch

> gestanzt ...

F�r einen kaputten "neuen"(!) Gelsattel d�rfte es Ersatz am Markt geben;
ist IMO insgesamt besser/billiger als zu versuchen, das besch�digte Teil
zu reparieren.

Anders sieht es f�r Produkte aus, deren Herstellung (sic!) mittlerweile
vom Markt verschwunden sind und an die sich der Arsch gew�hnt hat:
den 'Schneider Ergo Pro' beispielsweise ...


Christoph Gartmann

unread,
Jul 2, 2011, 8:45:51 AM7/2/11
to
In article <4e10e7ba...@n.nabendynamo.de>, Andreas Oehler <andreas...@gmx.de> writes:
>Sat, 02 Jul 2011 01:02:44 +0200, Hans Altmeyer:
>
>>Am 30.06.11 18:48, schrieb Andreas Oehler:
>>>
>>> Das zäh-weiche Zeug, das ich als Teichfolie kenne, dürfte nicht sooo

>>> leicht schleifend zu beabreiten sein.
>>
>>Zunächst: Teichfolie ist nicht gleich Teichfolie. Es gibt auch etliche
>>aus PE, die man gleich vergessen kann, weil sie sich nicht kleben,
>>sondern nur verschweißen lassen.
>
>Die schwarze Standard-Rollenware im Baumarkt ist aber wohl i.A. PVC.
>Wird sicher zu merkwürdigen Blicken führen, wenn Du von der 3m breiten
>Rolle einen 5cm breiten Streifen abschneiden läßt...

20cm von einer 2m breiten Rolle mit 0,5mm dickem Material kosteten heute
80 Cent. Weich-PVC-Kleber war noch im Fundus vorhanden. Der Flicken sitzt
jetzt, mal sehen wie sich das in der Laenge der Zeit machen wird. Raender
abschleifen geht nicht gut.

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