ich habe ein Rennrad mit einer 2-fach-Schaltung (vorn) - Campagnolo.
Hinten habe ich ein 9er-Ritzel (12-23). Seit längerem quäle ich mich
die Berge hoch. Hat jemand Erfahrung mit 13-26 oder 13-29? Wer kann
mir ein Übersetzungsverhältnis empfehlen?
P.S.: Ich möchte nicht auf 3-fach umbauen, da der Aufwand und das Geld
mich abschrecken.
Gruss
Michael
> Hallo,
>
> ich habe ein Rennrad mit einer 2-fach-Schaltung (vorn) - Campagnolo.
> Hinten habe ich ein 9er-Ritzel (12-23). Seit längerem quäle ich mich
> die Berge hoch. Hat jemand Erfahrung mit 13-26 oder 13-29? Wer kann
> mir ein Übersetzungsverhältnis empfehlen?
Ich fahre derzeit 53/39 mit 11-34(8-fach) werde aber wieder auf
11-32(9-fach) umrüsten.
Achja - ich hab ein 26"-HR
bye/bb
>
> Ich fahre derzeit 53/39 mit 11-34(8-fach) werde aber wieder auf
> 11-32(9-fach) umrüsten.
>
> Achja - ich hab ein 26"-HR
>
39/32 oder gar 39/34 auf ein 26"-Rad - ist das nicht schlimmer als 3-fach
vorne? Welches Einsatzziel hast Du mit dieser Wahl verfolgt, und bist Du
zufrieden?
Manfred
danke für diese wirklich ausführliche Antwort. Ich werde mir dann
wahrscheinlich eine 13-26-Kasette holen, da die echten Alpenpässe eher
selten vorkommen. (Obwohl der Verkäufe sagte, dass ich für die Fahrt
auf den Spitzingsee schon 13-29 brauchen könnte)
Das geht ja dann an die Grenze meines kurzen Schaltwerks. Ist da
vielleicht ein mittellanges empfehlenswert (würde mir dann anstatt
meines Veloce-Schaltwerks ein Chorus-Schaltwerk holen).
Gruss
Michael
On Tue, 01 Jun 2004 20:49:37 +0200, Manfred Dings
<m.d...@partiturspiel.de> wrote:
>On Tue, 01 Jun 2004 19:44:44 +0200, Michael Schulze
><michael...@go4more.de> wrote:
>
>>die Berge hoch. Hat jemand Erfahrung mit 13-26 oder 13-29? Wer kann
>>mir ein Übersetzungsverhältnis empfehlen?
>
>Ich kann mich nur zu den 10-fach Kassetten von Campa äußern.
>
>13-26 ist für mich die optimale Übersetzung für bergiges Gelände. Mit
>53er und 39er Blättern vorne kann ich bei 53x13 bis 60km/h mittreten
>(120 UPM). 39x26 wiederum ergibt die gleiche Entfaltung wie 42x28. Das
>war zu meiner Anfängerzeit die kleinste Übersetzung, die überhaupt
>gefahren wurde.
>
>Dazwischen hat man 13 bis 19 auf dem großen Blatt und 15 bis 19 auf
>dem kleinen einen Stufenkranz für jeden Wind in der Ebene. 53x21 ist
>auch noch fahrbar und überschneidet sich mit 39x16 - was ich
>praktische finde (der Wechsel der Kettenblätter ist damit etwas
>flexibler). 39x21 - 26 ist dann praxisgerecht abgestuft für
>Steigungen.
>
>Insgesamt ergeben sich 15 echte, eng abgestufte Gänge.
>
>Für Hochgebirgspässe (Alpen z. B.) würde ich allerdings die
>Zehnfachkassette 13-29 fahren. Das ergibt nur 14 Gänge, dafür aber mit
>2,82m eine extrem kleine Übersetzung, die fast an 30x23 auf einer
>Dreifachkurbel heranreicht. Eventuell noch 13er Ritzel durch einen
>12er für die langen Abfahrten ersetzen.
>
>Manfred Dings
Auf meinem neuen RR fahre ich weicheimäßig eine Chorus 13-29...
...und es gibt immer noch Steigungen, wo mir die Luft ausgeht
bye
Volker
> Wenn es damals, als ich das Rad kaufte, die Kompakt-Kurbeln schon im
> Angebot gegeben hätte, die Campagnolo demnächst heraus bringen will
> (laut "tour"), dann hätte ich mich lieber dafür entschieden und keine
> Experimente mit den Zahnkränzen angestellt.
Ritchey hat AFAIK Shimano-kompatible Kompaktkurbeln draussen. Es kann also
jetzt jeder, der mag, sowas fahren.
Gabriele
> 39/32 oder gar 39/34 auf ein 26"-Rad - ist das nicht schlimmer als 3-fach
> vorne?
Ich biete 24/34 auf ein 26"-Rad :-)
Und auf der anderen Seite sinds 54/11.
--
+ Ulli Horlacher + fram...@moep.bb.bawue.de +
+ "We don't brake for SPAMmers - BO-FH 666" +
> Bernhard Betancourt schrieb:
>
>>
>> Ich fahre derzeit 53/39 mit 11-34(8-fach) werde aber wieder auf
>> 11-32(9-fach) umrüsten.
>>
>> Achja - ich hab ein 26"-HR
>>
> 39/32 oder gar 39/34 auf ein 26"-Rad - ist das nicht schlimmer als 3-fach
> vorne?
Dreifach geht leider nicht an meinem Rad. Ich fahre einen Tieflieger und da
muss die Kette am VR vorbei. So schlank kann man die Gabel rechts gar nicht
bauen, dass das irgendwie ginge (ok - von Einarmschwingen mal abgesehen).
> Welches Einsatzziel hast Du mit dieser Wahl verfolgt, und bist Du
> zufrieden?
Ziele:
- so selten wie möglich das 39er-Blatt benutzen zu müssen.
- große Bandbreite (Alltagsrad)
- gute Abstufung im Arbeitsbereich
Die Ziele erreiche ich eigentlich mit beiden Kasetten(8) noch nicht ganz.
Dazu werde ich demnächst noch umrüsten auf ein Kettenblatt >=56 (hat hier
jemand sowas zufällig billig abzugeben?)
bye/bb
(1) Die 8-fach hatte ich nur mal ausprobiert, wegen dem 34er Pizzablech und
weil ich 8-fach Lenkerendschalter habe. Die Indexierung ist zwar nett aber
für 9-fach verzichte ich gerne wieder drauf.
> Dazu werde ich demnächst noch umrüsten auf ein Kettenblatt >=56 (hat hier
> jemand sowas zufällig billig abzugeben?)
Gebhardt?
http://www.gebhardt.cz/deutsch/rozmery/rozmery.htm
ich habe bei einem LBS etwa 30FRZ fuer ein 50Z hingeblaettert.
Gruss Martin
--
Part of this goes back to my theory that you only get as strong as your
smallest gear. If you only have one, that's how strong you get.
Mike Shaw in <bqltr4$vn1$4...@news8.svr.pol.co.uk>
Es gibt noch ein paar mehr Anbieter u.a. FSA und Stronglight. Die
Truvativ Kurbel ist bloß 48/38 und daher eher für Crosswettkampf
gedacht. 36 oder 34 wären für das kleinere Kettenrad besser gewesen.
Campa will 50/36, 50/34, 48/34 Kurbel auf den Markt bringen.
> danke für diese wirklich ausführliche Antwort. Ich werde mir dann
> wahrscheinlich eine 13-26-Kasette holen, da die echten Alpenpässe eher
> selten vorkommen. (Obwohl der Verkäufe sagte, dass ich für die Fahrt
> auf den Spitzingsee schon 13-29 brauchen könnte)
Eben. Daß man man für Alpenpässe eine extra kleine Übersetzung benötigt,
ist eines der kaum auszurottenden Radfahrer-Märchen. Die meisten großen
Alpenpässe sind leichter zu fahren als viele fiese Anstiege in den
Mittelgebirgen.
Ich wage auch zu bezweifeln, daß Du beim Wechsel von einem 23er auf
einen 26er als größten Zahnkranz das große "Aha"-Erlebnis haben wirst.
Du hast einen Gang mehr und es gibt noch genug Steigungen, wo auch das
nicht reichen wird.
Daß Du nicht mit großen Kosten auf 3fach umrüsten willst, ist natürlich
verständlich. Aber es gibt ja auch noch die leider wenig bekannte
Möglichkeit, eine 2fach-Kurbel mit kleinerem Lochkreis und kleineren
Kettenblättern zu nehmen. Googel mal in dieser Gruppe danach - soweit
ich mich erinnere, kann man eine 3fach-Kurbel ohne das kleinste
Kettenblatt dazu mißbrauchen. Der Lochkreis ist kleiner, sodaß z.B.
Kombinationen von 36/50 oder sogar 34/48 möglich sind. In Verbindung mit
einem Zahnkranz der bis 26 oder gar 29 geht, hätte man dann
schätzungsweise 2 oder sogar 3 Gänge mehr am Berg, und *das* ist doch
schon richtig 'was!
> Das geht ja dann an die Grenze meines kurzen Schaltwerks. Ist da
> vielleicht ein mittellanges empfehlenswert (würde mir dann anstatt
> meines Veloce-Schaltwerks ein Chorus-Schaltwerk holen).
Die Länge das Schaltwerk-Käfigs hat keinen Einfluß auf den
größtmöglichen Zahnkranz, sondern der Abstand der (oberen) Leitrolle zum
Schaltwerk-Auge.
Wenn man weiß, was man tut, kann man auch ein 3fach-Kettenblatt mit
einem kurzen Schaltwerk kombinieren. Man darf sich dann nur nicht
verschalten (vorne großes KB und hinten großen ZK), dann kracht's im
Getriebe.
Andreas
--
funktion und design ____ www.andreas-hollmann.de
sportliche radtouren ___ www.der-bergschreck.de
> Campa will 50/36, 50/34, 48/34 Kurbel auf den Markt bringen.
Mann, daß ich *das* noch erleben darf.
Aber ich fürchte mal, daß die irgendwann wieder verschwinden, weil am
Radler-Stammtisch über solche Teile abgelästert wird...
Naja ich fahre demnächst durch die franz. Hochalpen, also alles
was so zwischen Montreux und Gap liegt. Also z.B. Großer St. Bernard, Iseran,
Galibier, Bonette, Cayolle usw. Die möchte ich beim besten Willen nicht
mehr mit einer 42-23 hochkurbeln. Hierbei ist es ja nich nur die
reine Steigung sondern vor allem auch die extreme Länge die man den
Berg hoch muss. Ich gebe zu mein Mitfahrer wird auch das wieder mit
39-25 kurbeln, er ist aber auch ein extrem guter und zäher Bergfahrer.
Das Timmelsjoch ist für ihn z.B. eine "Spielerei".
>Die meisten großen Alpenpässe sind leichter zu fahren als viele
>fiese Anstiege in den Mittelgebirgen.
Das es viele kleine Berge gibt, die hart sind bestreite ich nicht, aber
viele der in meinen Augen großen Alpenpässe sind auch nicht ohne.
>Ich wage auch zu bezweifeln, daß Du beim Wechsel von einem 23er auf
>einen 26er als größten Zahnkranz das große "Aha"-Erlebnis haben wirst.
Am Reiserad bin ich früher 42-28 gefahren und den Sprung (23 auf 28)
hat man extrem gemerkt. Das sollte man nicht unterschätzen.
Das war der sogenannte Rettungsring und das war gut so. Mittlerweile
habe ich lieber etwas mehr Reserve, also 30-28 :-)
Ciao,
ToM
> Tibor Pausz <pa...@stud.uni-frankfurt.de> wrote:
>
> > Campa will 50/36, 50/34, 48/34 Kurbel auf den Markt bringen.
> Mann, daß ich *das* noch erleben darf.
Sie wollen gleich angepaßte Umwerfer auf den Markt bringen und zwar das
ganze jeweils als Record, Chorus und Centaur als Carbonkurbel mit 170mm,
172,5mm und 175mm Länge. Hört sich nicht unbedingt nach einer
Eintagsfliege an.
> Aber ich fürchte mal, daß die irgendwann wieder verschwinden, weil am
> Radler-Stammtisch über solche Teile abgelästert wird...
In der tour stand, daß vor allem Anfragen aus Frankreich und Italien
dazu geführt hätten und einige Fahrradhersteller danach gefragt hätten.
Zu dem taugen die Compact Kurbel wunderbar als Crosskurbeln, eher
weniger die Weicherlösung. Auslieferung soll ab September erfolgen.
> Tibor Pausz <pa...@stud.uni-frankfurt.de> wrote:
>
>> Campa will 50/36, 50/34, 48/34 Kurbel auf den Markt bringen.
> Mann, daß ich *das* noch erleben darf.
Leider aus Plastik, mit proprietären Kettenblättern und nicht in der von
mir gesuchten Länge von 165mm: <http://tinyurl.com/2ohcu>. Da bleibe ich
lieber bei meinen altmodischen Kurbeln von Stronglight/Sugino. 110mm
Lochkreis ist keine wirklich neue Bauform.
> Aber ich fürchte mal, daß die irgendwann wieder verschwinden, weil am
> Radler-Stammtisch über solche Teile abgelästert wird...
Wohl nicht mehr als über Rentnerblätter. Die aktuelle Mode kommt ja von
der letzten Tour de France. Davon abgesehen finde ich 34/48 in bergiger
Umgebung ganz praktisch. Eine Dreifachkurbel wollte ich auch nicht gerne
mit meinen Rahmenschalthebeln durchnudeln.
Günther
>Es gibt auch Argumente diesseits des Stammtischniveaus, die gegen eine
>Kompaktkurbellösung sprechen.
>
>1. Der Sprung zwischen großem und kleinem Blatt ist so groß, daß bei
>10fach sich bei *eng* abgestuften Kränzen auf jedem Blatt 8 Gänge
>fahren lassen.
Der Sprung bei 50-36 ist kaum größer als bei üblichen 53-39.
>Auf dem Papier eine feine Sache, die aber den Nachteil
>hat, daß sich keine Gänge zwischen den Blättern überschneiden.
Das ist ein Problem des Stufenkranzes nicht der Kompaktkurbel.
>2. Je kleiner die Blätter, desto "härter" der Tritt. Wer wie ich in
>der Jugend mit dem 42er Blatt trainiert hat, für den fühlt sich schon
>ein 39er "hart" an.
Seit wann gibt es diese Stammtischlegende?
Bei sehr kleinen Ritzeln (11er, 12er, eventuell 13er) merkt man, dass
ein Ritzel einen Kreis nur annähernd, tätsächlich aber ein Vieleck
darstellt, was sich als Rucken beim Treten bemerkbar macht.
Von daher fühlt sich 39/12 vielleicht "härter" an als 42/13. Dieses
Phänomen hängt aber nur indirekt von der Größe des Kettenblattes ab.
>Für mich sind das zwei entscheidende Argumente gegen die
>Kompaktkurbel.
Ersteres ist kein Argument gegen Kompaktkurbeln, zweiteres ein kleiner
Nachteil, der IMO vom Vorteil der kleineren Übersetzung mehr als
aufgehoben wird.
>Die Tendenz zu immer kleineren Blättern (auch beim Mountainbike) kommt
>sicher vom Trend zu 9- und 10-fach -
Nein, die kommt vom Trend, sich bergauf nicht unnötig zu quälen. Beim
MTB wohl auch, weil sich aus einer Blechtafel mehr 42er als 48er
stanzen lassen.
>Kränzen hinten (die mit 52x42
>tatsächlich wenig Sinn machen).
Warum soll 52-42 mit 9- oder 10-fach keinen Sinn machen?
--
Gerald
| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://drffaq.freezope.org |
| Für OE-Nutzer: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html |
>
> Dreifach geht leider nicht an meinem Rad. Ich fahre einen Tieflieger und
> da muss die Kette am VR vorbei. So schlank kann man die Gabel rechts gar
> nicht bauen, dass das irgendwie ginge (ok - von Einarmschwingen mal
> abgesehen).
>
Ah - ich hatte noch das Rennrad vom OP im Kopf, bei Lieger ist das klar.
>
> Ziele:
> - so selten wie möglich das 39er-Blatt benutzen zu müssen.
> - große Bandbreite (Alltagsrad)
> - gute Abstufung im Arbeitsbereich
>
> Die Ziele erreiche ich eigentlich mit beiden Kasetten(8) noch nicht ganz.
> Dazu werde ich demnächst noch umrüsten auf ein Kettenblatt >=56 (hat
> hier jemand sowas zufällig billig abzugeben?)
>
Alles auf dem 39er als "Rettungsystem"?
Manfred
>Eben. Daß man man für Alpenpässe eine extra kleine Übersetzung benötigt,
>ist eines der kaum auszurottenden Radfahrer-Märchen. Die meisten großen
>Alpenpässe sind leichter zu fahren als viele fiese Anstiege in den
>Mittelgebirgen.
Danke,
ich werde das 13-26 Ritzelpaket nehmen. Dann kann ich auch mein
Schaltwerk weiter benutzen. Ich denke Veloce ist auch ausreichend.
Beim nächsten Rad wird es dann eben Chorus. Aber so komme ich mit ein
paar Euro hin - und nicht, wie mein Fahrradhändler mir riet - mit 300
Euro:
Er riet mir: Chorus 13-29 und Chorus mittellanges Schaltwerk
Ich habe jetzt im Internet gelesen, dass das nur bei 10fach vorhanden
ist. So ein inkompetenter Depp !!! Muss man denn alles selber
nachlesen?
Jetzt verdient er halt nur die 30 - 40 Euro für das Veloce
Ritzelpaket.
Gruss
Michael
>Jetzt verdient er halt nur die 30 - 40 Euro für das Veloce
>Ritzelpaket.
Bei mir würde er nur an einem 13er und einem 26er Ritzel verdienen.
>On 2 Jun 2004 20:03:50 GMT, "Gerald Eischer"
><Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>>Der Sprung bei 50-36 ist kaum größer als bei üblichen 53-39.
>
>Sprung von 53/19 auf 39x15 ist 6,8%. Das gleiche mit den Blättern 50
>und 34 ergibt 13,9% Unterschied. Letzteres ist nicht mehr eng gestuft,
>sondern entspräche auf dem gleichen Blatt hinten einem 2er Sprung.
Das hat *nichts* mit Kompaktkurbel zu tun, sondern ist eine Folge
deiner großen Zähnezahldifferenz vorne. Warum umbedingt 50-34, warum
nicht 50-36? Mit 56-40 hast du das gleiche Problem.
>>Das ist ein Problem des Stufenkranzes nicht der Kompaktkurbel.
>
>Richtig, aber Stufenkränze sind für mich nun mal was feines.
Schön. Aber laste bitte deren Probleme nicht der Kurbel an.
>Deswegen
>mag ich auch $himano nicht, weil die anstatt die Zahnkränze enger zu
>stufen einfach bei der Erweiterung von (n) auf (n+1)-fach außen neue
>Ritzel anbauen. Zumindest wenn rechts ein 12er oder gar 11er angebaut
>wird, frage ich mich, ob Hobbyfahrer das brauchen.
Mein Reden seit sie 9-fach herausgebracht haben. Mittlerweile haben sie
aber auch brauchbare Ritzelpakete im Programm.
>>>2. Je kleiner die Blätter, desto "härter" der Tritt. Wer wie ich in
>>>der Jugend mit dem 42er Blatt trainiert hat, für den fühlt sich schon
>>>ein 39er "hart" an.
>>
>>Seit wann gibt es diese Stammtischlegende?
>
>Ich pflege mich nicht an Stammtischen herumzutreiben. Ich habe in den
>letzten 18 Jahren Blätter von 38 bis 42 Zähnen sowie 50 bis 55 Zähnen
>spazieren gefahren, in verschiedensten Topographien. Ich würde
>jederzeit das Fahrgefühl eines 42er Blattes einem 39er vorziehen,
Halte ich für den gleichen Zauber wie "weichgetretene" Rahmen. Falls
sich wirklich etwas anders anfühlt, dann die dadurch benutzten kleineren
Ritzeln, nicht die kleineren Kettenblätter.
>Was Gerald Eischer als "Stammtischlegende" bezeichnet, haben Profis in
>den 60er, 70er und 80er Jahren durchaus berücksichtigt.
Die haben damals auch ihre Rahmen weich getreten.
>Eddy Merckx z.
>B. hat häufig ein 44er Blatt gefahren statt des 42ers, paradoxerweise
>sogar bei Bergrennen.
Der wird das 44er benutzt haben, weil er ein 42er nicht gebraucht hat.
>Warum werden auf der Bahn bei Sprintrennen vorne kleinere Blätter
>gefahren als bei Verfolgungsrennen, bei insgesamt ähnlichen
>Übersetzungen? Weil sich Systeme weniger Zähnen härter und spritziger
>anfühlen, solche mit mehr Zähne dagegen gleichmäßiger laufen.
Aha. Mir ist bislang nur aufgefallen, dass Übersetzungen mit weniger
Zähnen rauher laufen. Von "spritziger" keine Spur.
Was bedeutet "spritziger" aus physikalischer Sicht?
>>Ersteres ist kein Argument gegen Kompaktkurbeln, zweiteres ein kleiner
>
>Richtig, strenggenommen es ist nur ein Argument gegen zu große
>Abstände der Blätter.
Eben.
>>>Die Tendenz zu immer kleineren Blättern (auch beim Mountainbike) kommt
>>>sicher vom Trend zu 9- und 10-fach -
>>
>>Nein, die kommt vom Trend, sich bergauf nicht unnötig zu quälen. Beim
>
>Wieso? Es lassen sich doch hinten die Kränze vergrößern.
Da setzt das Schaltwerk die Grenze. Ritzel größer als 28 Zähne sind
meist nicht möglich und eine halbwegs feine Abstufung wäre auch dahin.
>>Warum soll 52-42 mit 9- oder 10-fach keinen Sinn machen?
>
>Weil man bei so "eng" abgestuften Kettenblättern hinten zwangsläufig
>Doubletten spazieren fährt.
Doubletten gab es schon mit 6-fach Zahnkränzen. Wenn 52-42/12-23 6-fach
seine Berechtigung hatte, dann hat 52-42/12-23 10-fach diese ebenso,
aber mit dem Vorteil der viel feineren Abstufung.
>> Die Ziele erreiche ich eigentlich mit beiden Kasetten(8) noch nicht ganz.
>> Dazu werde ich demnächst noch umrüsten auf ein Kettenblatt >=56 (hat
>> hier jemand sowas zufällig billig abzugeben?)
>>
> Alles auf dem 39er als "Rettungsystem"?
genau, das 39er-Blatt ist der Rettungsring.
Am liebsten wäre mir eine 9-fach-Kassette die so wie mein 8-fach-Kranz einen
großen Sprung zwischen 1. und 2. Gang hat (so ca. 34-26), denn dazwischen
brauch ich eigentlich nix.
Aber ich hab mir vorgenommen erstmal was von dem Zeug kaputtzufahren womit
der Keller noch (zu gut) gefüllt ist bevor ich neue Komponenten kaufe.
bye/bb
> >Nachteil, der IMO vom Vorteil der kleineren Übersetzung mehr als
> >aufgehoben wird.
>
> Jedem nach seinem Geschmack.
Nicht jeder hat die Kondition eines Eddy Merckx auf dem Höhepunkt seiner
Karriere.
> So wird ein Schuh daraus. Außerdem verschleißt die Kette bei kleinen
> Blättern vorne etwas schneller. Damit lassen sich auch ein paar Yen
> mehr verdienen - Kleinvieh macht auch Mist.
Die meisten Shimano MTB Kurbeln haben vorne 48 (für Trekkingräder) oder
44 (das übliche MTB größte Kettenblatt) und nicht 42 (hat das Shimano
schon einmal am MTB benutzt?).
> Nein, die kommt vom Trend, sich bergauf nicht unnötig zu quälen. Beim
> MTB wohl auch, weil sich aus einer Blechtafel mehr 42er als 48er
> stanzen lassen.
Die üblichen Shimano MTB Kurbel hat 44/32/22, daneben existiert auch
noch die 48/36/26 Variante, die meist an Treckking Räder verbaut wird.
Und die dürfte zahlenmäßig am meisten verkauft werden. Das
Komfortargument dürfte somit stichhaltiger sein.
Zudem möchte ich sehen wie jemand mit 39x29 sich die steilsten Anstiege
im Wald nach oben quält.
> Wieso? Es lassen sich doch hinten die Kränze vergrößern. 39x26
> entspricht ungefähr 34x23 und 30x20 oder auch 42x28.
Ach?
Und Du denkst, das kann jeder leicht fahren?
Und wenn er das nicht (mehr) kann, soll er dann das Rennradfahren lassen?
> So wird ein Schuh daraus. Außerdem verschleißt die Kette bei kleinen
> Blättern vorne etwas schneller. Damit lassen sich auch ein paar Yen
> mehr verdienen - Kleinvieh macht auch Mist.
Es geht mir ja sowas von sonstwo vorbei, ob ich für Ketten 50 oder 40 Cent
pro 100 km zahle - die Kosten dafür sind einfach lächerlich im Vergleich zu
vielen anderen Dingen, die fürs Radfahren anfallen.
Aber wenn Du nicht gern unnötigen Kosten verursachst: Rechne bitte mal
kaputte Knie gegen verschlissene Radantriebe auf? Wie, das mit dem Knie
zahlt die Krankenkasse? Und das passiert sowieso nur denen, die nicht
richtig trainiert sind und mit zu großen...*ups*
Gabriele
>>Jetzt verdient er halt nur die 30 - 40 Euro für das Veloce
>>Ritzelpaket.
> Bei mir würde er nur an einem 13er und einem 26er Ritzel verdienen.
Meiner beschafft auch einzelne Ritzel. Man muss ihm halt nur sagen, welche
man braucht. Deswegen habe ich ein komplettes Packet, aus dem ich mich nach
Notwendigkeit bediene und dass ich dann wieder ohne Zeitdruck komplettieren
lasse.
BTW: Ich spiele mit dem Gedanken, mal zu testen, ob mein Schaltwerk
(Centaur, 9-fach) mit einem 28er Ritzel fertig wird. Ich berichte dann.
Gabriele
> Die meisten Shimano MTB Kurbeln haben vorne 48 (für Trekkingräder) oder
> 44 (das übliche MTB größte Kettenblatt) und nicht 42 (hat das Shimano
> schon einmal am MTB benutzt?).
die aeltere Alivio an meinem MTB hat 42-32-22 wie auch die aktuellen
Alivio Modelle. Frueher auch Deore-XT, -LX und andere.
In Deiner Aufzaehlung fe len auch noch die Shimpanso Kurbeln mit
46-36-26, XTR FC-M900.
>> Campa will 50/36, 50/34, 48/34 Kurbel auf den Markt bringen.
> Mann, daß ich *das* noch erleben darf.
> Aber ich fürchte mal, daß die irgendwann wieder verschwinden, weil am
> Radler-Stammtisch über solche Teile abgelästert wird...
Ach was. Glaubst Du wirklich, dass die Stammtischspezialisten überhaupt
sehen, ob das Kettenblatt nun 52 oder 50 Zähne hat? Von daher ist es
natürlich blöd, wenn Campa die Teile anders gestaltet als die mit dem 135er
Lochkreis, aber nun ja, die Lästerer werden auch älter.
Gabriele
> Zudem möchte ich sehen wie jemand mit 39x29 sich die steilsten Anstiege
> im Wald nach oben quält.
ueblich ist dafuer wohl 32/16...
guckst Du www.peterhorsch.de/Anleitung.htm
> An Steigungen gehe ich bis 39x26 runter; im Winter lege ich sogar
> 39x29 auf, auf dem $himano-Rad 39x28.
Liegt es überhaupt im Bereich Deines Vorstellungsvermögens, dass es Leute
gibt, die heilfroh sind, dass sie auch im Sommer unter manchen Umständen mit
26er Rädern (Umfang 1955 mm) 36:26 fahren können?
Gabriele
Und 24:30 entspricht 42:53. Wo krieg ich eine 13-53-Kasette samt
passendem Schaltwerk her? Und an manchen Stellen ist mir das noch
immer zu lang, also besser 13-70:-)
- anton
--
M. Anton Ertl Some things have to be seen to be believed
an...@mips.complang.tuwien.ac.at Most things have to be believed to be seen
http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/home.html
> ueblich ist dafuer wohl 32/16...
?
Das wage ich zu bezweifeln. Beim Crossfahren hat zwar man auch nicht so
kleine Gänge (da kommt die 2:1 wohl so ungefähr hin), aber da wird das
Rad an entsprechender Stelle geschultert und man trägt es hoch. Im
Wettkampf ist das noch ok, aber bei einer lockeren Tour will man nicht
an jedem steileren Anstieg das Rad schultern und es hoch tragen.
> die aeltere Alivio an meinem MTB hat 42-32-22 wie auch die aktuellen
> Alivio Modelle. Frueher auch Deore-XT, -LX und andere.
Aha, solange beschäftige ich micht nicht bewußt damit.
> In Deiner Aufzaehlung fe len auch noch die Shimpanso Kurbeln mit
^ Absicht oder geschickter Tippfehler?
> 46-36-26, XTR FC-M900.
Nicht wirklich, ich weiß, daß es sie gibt, aber setzt deren Stückzahl
das mal in Relation zu den anderen Kurbeln. Es ging im Grunde nur darum
zu zeigen, daß die kleinen Blätter eher aus Komfort als aus merkantilem
Interesse entwickelt wurden. Dafür verwendet ShimaNO schon andere
Features, die mehr Profit versprechen z.B. schlechte Dichtungen an den
Innenlagern und ähnliche S****.
> Martin Heimes <martin...@gmx.de> wrote:
>>In Deiner Aufzaehlung fe len auch noch die Shimpanso Kurbeln mit
> ^ Absicht oder geschickter Tippfehler?
Fe len vollstaendig zu schreiben waere falchs ;-)
Gruss martin
> Martin Heimes <martin...@gmx.de> wrote:
|>Tibor Pausz:
|>> Zudem möchte ich sehen wie jemand mit 39x29 sich die steilsten Anstiege
|>> im Wald nach oben quält.
>>ueblich ist dafuer wohl 32/16...
>
> ?
> Das wage ich zu bezweifeln.
ich hatte den Link zu Peter Horschs *Ein**gang* mit gepostet.
wenn Du nur einen Gang hast dann hast Du keine Wahl und Du wolltest so
jemand sehen...
>Auf dem Trekingrad hab ich z.B. die ähnlichen Übersetzungen 34:14 und
>42:17. Obwohl letztere einen Tick schwerer ist, empfinde ich den Gang
>beim rollen als angenehmer und leichter.
Das liegt einfach daran, dass ein 14er unrunder ist als ein 17er.
Anders formuliert, liegt das 17er näher am Ideal dem Kreis.
>Ich kann mir schon vorstellen, das jemand, der dafür sensibel ist, auch
>eine Differenz von 2-3 Zähnen am Kettenblatt bemerkt.
Der merkt nicht die 2-3 Zähne weniger des Kettenblatts, sonden den einen
Zahn weniger am Ritzel.
>Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Nein, die kommt vom Trend, sich bergauf nicht unnötig zu quälen. Beim
>> MTB wohl auch, weil sich aus einer Blechtafel mehr 42er als 48er
>> stanzen lassen.
>
>Die üblichen Shimano MTB Kurbel hat 44/32/22, daneben existiert auch
>noch die 48/36/26 Variante, die meist an Treckking Räder verbaut wird.
>Und die dürfte zahlenmäßig am meisten verkauft werden.
Auf Billigrädern findet sich meist 42-32-22. Bis vor zehn Jahren war
48-38-28 oder ähnliches üblich. Damals hatten die Antriebe eine längere
Lebensdauer.
>Zudem möchte ich sehen wie jemand mit 39x29 sich die steilsten Anstiege
>im Wald nach oben quält.
Wie kommst du auf 39?
Mit Campas Schaltungen kenne ich mich nicht aus, aber sowohl das
3fach 105er, als auch das zweifach bzw. dreifach RX100 Schaltwerk von Shimano
kommen damit noch klar. Ich bin dort jeweils 13-28 gefahren und das ging
problemlos. Nach der letzten Alpentour habe ich das 28er dann sogar
auf dem Rennrad drauf gelassen, da ich das 14er Ritzel was dafür
rausgeflogen ist nicht vermisse und ich mir so das mehrmalige Umschrauben
im Jahr spare.
Ciao,
ToM
Die wurden im Thread ddoch so sehr als kleineres Kettenrad für
(Renn-)räder propagiert. Und das hörte sich so an, als ob man generell
nichts kleineres als 39 nehmen sollte. ;-)
> ich hatte den Link zu Peter Horschs *Ein**gang* mit gepostet.
Die Farbgestaltung des Webseite erhöht nicht gerade meine Bereitschaft
sie zu lesen.
> wenn Du nur einen Gang hast dann hast Du keine Wahl und Du wolltest so
> jemand sehen...
Ja und da habe ich meine Zweifel, ich schrieb explizit "die steilsten
Anstiege". Die meiste Zeit fahr ich mich einer ähnlichen Übersetzung wie
2:1 herum auch im Gelände und auch kurze steile Anstiege. Aber wenn es
richtig aufwärts geht klappt das nicht mehr. Ok, ich habe da noch ein
Gewichtshandicap und wohl auch noch ein konditionelles, aber ich habe
noch niemanden gesehen, der locker im Wiegetritt besagte Anstiege
hochgefahren wäre, mit einer ähnlichen Übersetzung wie angesprochen.
>BTW: Ich spiele mit dem Gedanken, mal zu testen, ob mein Schaltwerk
>(Centaur, 9-fach) mit einem 28er Ritzel fertig wird. Ich berichte dann.
Ist das nicht ein Schaltwerk mit längerem Käfig? IIRC sind die bis
29 Zähne spezifiziert.
Befuerchtet Campagnolo, weder die Werkzeuge fuer geschmiedete
Kurbeln noch fuer passende Karbonarme refinanzieren zu koennen?
Jedenfalls heisst es zur Begruendung von letzterem, man habe so
wenig wie moeglich gegenueber den "normalen" Kurbeln aendern
wollen...
--
MfG/Best regards
helmut springer
> Richtig, aber Stufenkränze sind für mich nun mal was feines. Deswegen
> mag ich auch $himano nicht, weil die anstatt die Zahnkränze enger zu
> stufen einfach bei der Erweiterung von (n) auf (n+1)-fach außen neue
> Ritzel anbauen. Zumindest wenn rechts ein 12er oder gar 11er angebaut
> wird, frage ich mich, ob Hobbyfahrer das brauchen. Profis sicherlich.
Genau. Da hat man dann die schönen engen Gänge in einem
Geschwindigkeitsbereich, den man nur bei schnellen Abfahrten erreicht -
und dort benötige zumindest ich keinen eng gestuften Gänge.
Andreas
--
funktion und design ____ www.andreas-hollmann.de
sportliche radtouren ___ www.der-bergschreck.de
> Ach was. Glaubst Du wirklich, dass die Stammtischspezialisten überhaupt
> sehen, ob das Kettenblatt nun 52 oder 50 Zähne hat? Von daher ist es
> natürlich blöd, wenn Campa die Teile anders gestaltet als die mit dem 135er
> Lochkreis, aber nun ja, die Lästerer werden auch älter.
...und irgendwann haben die Lästerer mit den dicken Gängen so kaputte
Knie, daß sie es sowieso nicht mehr vom Stammtisch weg bis zum Fahrrad
schaffen. Dann kommen solche Sätze wir: "Ja, früher bin ich auch viel
gefahren!"
>Guenther Schwarz <st...@gmx.de> wrote:
>> Leider aus Plastik, mit proprietären Kettenblättern und nicht in
>
>Befuerchtet Campagnolo, weder die Werkzeuge fuer geschmiedete
>Kurbeln noch fuer passende Karbonarme refinanzieren zu koennen?
Sieht so aus. Wohl nicht ohne Grund haben seit heuer die Chorus Kurbeln
den gleichen Kurbelstern wie die Record.
>Jedenfalls heisst es zur Begruendung von letzterem, man habe so
>wenig wie moeglich gegenueber den "normalen" Kurbeln aendern
>wollen...
Ich würde nichts an meinen vorhandenen 110er Kettenblättern ändern
wollen...
Bin aber gespannt, zu welchem Preis sie die Carbonkurbeln mit Aufdruck
"Centaur" anbieten werden.
3km/h sind eine meiner Kondition angepasste Geschwindigkeit fuer lange
15%-Steigungen. Allerdings faehrt man diese Geschwindigkeit mit
28"-Raedern auch mit 42:70 mit 39UPM. Bei etwas normaleren Steigungen
waere so eine Uebersetzung z.B. gut fuer 80UPM (statt 60 mit 42:53
oder 24:30).
Bei 53/36 fragt hin und wieder jemand interessiertes, was das sei
("Das ist aber nicht Standard, oder?"). Am Berg faellt die
offensichtlich kleine Uebersetzung bei 2x auf, ansonsten optisch der
grosse Sprung (bei 50/36 nicht gegeben). Aber das sind mEn eher
weniger die Stammtischspezialisten...
Und nun habe ich nach einer Beratung für Bayern folgende Empfehlung:
13-28
Dann kaufe ich ein Centaur-Schaltwerk dazu. Müßte eigentlich dann auch
funktionieren.
Gruss
Michael
On 2 Jun 2004 20:46:49 GMT, "Gerald Eischer"
<Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>Michael Schulze <michael...@go4more.de> schrieb:
>
>>Jetzt verdient er halt nur die 30 - 40 Euro für das Veloce
>>Ritzelpaket.
>
>Bei mir würde er nur an einem 13er und einem 26er Ritzel verdienen.
>Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>> Michael Schulze <michael...@go4more.de> schrieb:
>
>>>Jetzt verdient er halt nur die 30 - 40 Euro für das Veloce
>>>Ritzelpaket.
>
>> Bei mir würde er nur an einem 13er und einem 26er Ritzel verdienen.
>
>Meiner beschafft auch einzelne Ritzel. Man muss ihm halt nur sagen, welche
>man braucht. Deswegen habe ich ein komplettes Packet, aus dem ich mich nach
>Notwendigkeit bediene und dass ich dann wieder ohne Zeitdruck komplettieren
>lasse.
>
>BTW: Ich spiele mit dem Gedanken, mal zu testen, ob mein Schaltwerk
>(Centaur, 9-fach) mit einem 28er Ritzel fertig wird. Ich berichte dann.
>
>
>Gabriele
Das Schaltwerk wollte ich mir jetzt auch zulegen. Das hat eine
Kapazität von 30. Also schafft es ein 28 Ritzel, wenn Du hinten 12-28
und vorne 53,39 fährst.
Michael
>Du hast recht. bei 13-26 bräuchte ich auch nur das 26er.
Und ein 13er Abschlussritzel.
>Aber meine
>sind schon ziemlich gebraucht.
Falls die Kette nicht springt, nicht tragisch.
>Und nun habe ich nach einer Beratung für Bayern folgende Empfehlung:
>
>13-28
>
>Dann kaufe ich ein Centaur-Schaltwerk dazu. Müßte eigentlich dann auch
>funktionieren.
Könnte auch mit dem vorhandenen Schaltwerk funktionieren. Ich würde es
jedenfalls probieren.
[TOFU entsorgt]
> Ich habe lediglich darüber spekuliert, warum Shimano bei den
> MTB-Gruppen immer kleinere Zahnkränze baut. Ich denke, das hat
> betriebswirtschaftliche Gründe: weniger Materialverbrauch, geringfügig
> höherer Verschleiß.
"Compact Drive" oder "Micro Drive" (Suntour, AFAIR) werden oft wegen des
höheren Verschleißes kritisiert. Auch ich bin nicht begeistert über den
Verbrauch an Ketten, Kassetten und Kettenblättern. Allerdings hat mir
auch noch niemand gezeigt, wie man die im Gelände nützlichen
Untersetzungen im Bereich von 0.7 mit den am Rennrad üblichen
Kettenblättern und ohne Zwischengetriebe wie bei Florian Schlumpf
realisieren kann. Die dazu nötigen "riesigen" Ritzel (z.B. 40
Zähne bei einem 28er Kettenblatt) würden wohl auch nicht gut zu schalten
sein. Eine andere Geschichte ist natürlich, daß solche Antriebe oft bei
Rädern für die Straße eingesetzt werden, bei denen die kleinen Gänge
nur in Ausnahmefällen nützlich sind und den höheren Kosten kein Nutzen
gegenübersteht.
Günther
>>BTW: Ich spiele mit dem Gedanken, mal zu testen, ob mein Schaltwerk
>>(Centaur, 9-fach) mit einem 28er Ritzel fertig wird. Ich berichte dann.
> Ist das nicht ein Schaltwerk mit längerem Käfig? IIRC sind die bis
> 29 Zähne spezifiziert.
Yep, es hat schließlich mal für ein Triple gearbeitet. Wie lange gibt es
eigentlich schon Ritzelpackete von Campa mit bis zu 28 Zähnen?
Gabriele
> ...und irgendwann haben die Lästerer mit den dicken Gängen so kaputte
> Knie, daß sie es sowieso nicht mehr vom Stammtisch weg bis zum Fahrrad
> schaffen. Dann kommen solche Sätze wir: "Ja, früher bin ich auch viel
> gefahren!"
"...aber heute tue ich mir die Quälerei nicht mehr an." Sagte so eine
Helferin bei einer RTF zu mir, als sie mir die Punkte eintrug. Ich habe mich
doch etwas erschrocken und hoffe nur, dass ich das nie so sehen werde.
Gabriele
> Bei 53/36 fragt hin und wieder jemand interessiertes, was das sei
> ("Das ist aber nicht Standard, oder?").
Der Sprung ist ja auch wirklich etwas groß. Ich wundere mich immer noch,
dass der Umwerfer das klaglos schaltet.
> Am Berg faellt die
> offensichtlich kleine Uebersetzung bei 2x auf
Wer es da (bei mir) sieht, dem gefällt es, da fragt auch schon ab und an mal
einer, wie das zustande kommt.
> Aber das sind mEn eher
> weniger die Stammtischspezialisten...
Es gibt da zwei einfache Lösungen: Ein grinsendes "Ich bin eben ein Weichei"
und / oder blöde Sprüche als Filterkriterium nehmen.
Gabriele
>>(Centaur, 9-fach)
> Das Schaltwerk wollte ich mir jetzt auch zulegen. Das hat eine
> Kapazität von 30. Also schafft es ein 28 Ritzel, wenn Du hinten 12-28
> und vorne 53,39 fährst.
Wie schon an anderer Stelle geschrieben: Es ist ohnehin das längere
Schaltwerk, weil mal ein Triple am Rad war und es gut schaltet und mich
nicht so stört, dass ich viele Fragezeichen nur für ein kompakteres Aussehen
hinblättern würde.
Es ist aber wohl nicht nur die Kapazität eines Schaltwerks, die den Einsatz
begrenzt - nehme ich jedenfalls an? Die Hebelverhältnisse müssen ja auch so
sein, dass der Abstand zu den Ritzeln jeweils stimmt.
Gabriele
> auch noch niemand gezeigt, wie man die im Gelände nützlichen
> Untersetzungen im Bereich von 0.7 mit den am Rennrad üblichen
> Kettenblättern und ohne Zwischengetriebe wie bei Florian Schlumpf
> realisieren kann.
Tausche das kleine Kettenblatt gegen ein 24er. Hab ich so an 3 Fahrraedern
mit Rennrad-Kurbeln gemacht, also Abstufungen: 24/40/53. Funktioniert prima.
> sein. Eine andere Geschichte ist natürlich, daß solche Antriebe oft bei
> Rädern für die Straße eingesetzt werden
Bei mir gehts oft bergauf, da brauch ich das.
--
+ Ulli Horlacher + fram...@moep.bb.bawue.de +
+ "We don't brake for SPAMmers - BO-FH 666" +
> Gut, das ist beim MTB nicht so wichtig wie beim Rennrad. Dennoch:
> warum baut man nicht vorn 48-36-22? Oder wäre das nicht mehr
> schaltbar?
Zumindest soll man das nur mit einem DownSwing Umwerfer (die bei
Rennräder übliche Bauform) schalten können (offiziell max. 22 Zähne
Gesamtdifferenz, damit nur 48-36-26 Kurbel), diesen wiederum kann man
nicht überall montieren, da der Umwerfer höher montiert werden muß.
Einige MTB Rahmenformen kommen damit also nicht in Frage.
Inoffiziell soll das mit einem DownSwing Umwerfer problemlos
funktionieren.
> Tausche das kleine Kettenblatt gegen ein 24er. Hab ich so an 3 Fahrraedern
> mit Rennrad-Kurbeln gemacht, also Abstufungen: 24/40/53. Funktioniert prima.
Viele wollen aber keine Dreifachkurbel an ihrem Rennrad haben, da sind
Kompaktkurbel die einzig sinnvolle Alternative.
> 3km/h sind eine meiner Kondition angepasste Geschwindigkeit fuer lange
> 15%-Steigungen.
Dann mußt Du aber einen guten Gleichgewichtssinn haben, damit Du bei der
niedrigen Geschwindigkeit nicht umfällst.
Wie lang ist eine lange 15%-Steigung und wo gibt es die?
> [...] Das hat eine
> Kapazität von 30. Also schafft es ein 28 Ritzel [...]
Die Kapazität hat nichts mit dem größtmöglichen Zahnkranz zu tun,
sondern ist ein Maß dafür, wieviel Kette das Schaltwerk "einholen" kann
- eines mit langem Käfig kann eben mehr als eines mit kurzem Käfig.
Leider ist mir die Formel abhanden gekommen, wie man für eine gegebene
Übersetzung die notwendige Kapazität des Schaltwerks ausrechnet (stand
mal u.a. in "Reiseräder Supertourer", das ich leider nicht mehr habe).
> "...aber heute tue ich mir die Quälerei nicht mehr an." Sagte so eine
> Helferin bei einer RTF zu mir, als sie mir die Punkte eintrug. Ich habe mich
> doch etwas erschrocken und hoffe nur, dass ich das nie so sehen werde.
Ich habe auch nie verstanden, warum Fahrer/innen, die früher Rennen mit
einem Durchschnitt ab 35 km/h aufwärt gefahren sind, irgendwann einfach
mit dem Radfahren aufhören, wenn sie diese Leistung nicht mehr ganz
erreichen.
Wenn ich in dieser Situation wäre, fände ich es doch toll, vollkommen
entspannt auch noch mit Gepäck einen 25er Schnitt fahren zu können - da
kann man den Radurlaub doch noch besser genießen :-)
> Es gibt da zwei einfache Lösungen: Ein grinsendes "Ich bin eben ein Weichei"
> und / oder blöde Sprüche als Filterkriterium nehmen.
Oder dem Sprücheklopfer mal vorschlagen, eine Bergtour zusammen zu
fahren, damit man von seiner ach so überlegenen Trettechnik mit 42/23 am
Berg noch etwas lernen kann. Da habe ich schon oft erlebt, daß der
andere dann plötzlich aus beruflichen oder privaten Gründen im Moment
leider keine Zeit hat, oder irgendeinen exotischen Virus in sich trägt
und deshalb zu geschwächt ist.
> Ulli Horlacher <fram...@moep.bb.bawue.de> wrote:
>
> > Tausche das kleine Kettenblatt gegen ein 24er. Hab ich so an 3
> > Fahrraedern mit Rennrad-Kurbeln gemacht, also Abstufungen:
> > 24/40/53. Funktioniert prima.
>
> Viele wollen aber keine Dreifachkurbel an ihrem Rennrad haben
Warum eigentlich nicht?
Gruss
Raimund
--
Life's too short to read boring signatures
Campa hat das in deren 'Fragen und Antworten' sehr schön vorgerechnet:
"Q: Ich möchte gerne einige Beispiele zur Berechnung der Kompatibilität
zwischen Ritzelpaketen, Schaltwerken und Kettenradgarnituren sehen
A: Schauen wir uns hierzu ein praktisches Beispiel an:
Kann das Centaur 10 Speed-Schaltwerk mit dem Ritzelpaket 13-29 und der
Kettenradgarnitur 39-53 verwendet werden?
In der Beschreibung des Centaur 10 Speed-Schaltwerks ist aufgeführt:
min. Ritzel 11, max. Ritzel 29, Kapazität 30 und maximale vordere
Differenz 14.
Daher sind das kleinste und größte Ritzel einwandfrei kompatibel.
Schaltkapazität = (29-13) + (53-39) = 30
Vordere Differenz = (53-39) = 14
Das Centaur 10 Speed-Schaltwerk kann somit ohne weiteres mit dem
Ritzelpaket 13-29 und der Kettenradgarnitur 39-53 verwendet werden.
Zweites praktisches Beispiel:
Kann das Centaur 9 Speed-Schaltwerk mit dem Ritzelpaket 13-23 und der
Triple-Kettenradgarnitur 30-40-50 verwendet werden?
In der Beschreibung des Centaur 9 Speed-Schaltwerks ist Folgendes
aufgeführt: kleinstes Ritzel 11, größtes Ritzel 29, Kapazität 30 und
maximale vordere Differenz 14.
Das kleinste und größte Ritzel sind somit kompatibel.
Schaltkapazität = (23-13) + (50-30) = 30
Vordere Differenz = (50-30) = 20
Das bedeutet, dass das Centaur 9 Speed-Schaltwerk die maximale vordere
Differenz der Triple-Kettenradgarnitur nicht verträgt, hierzu müsste
dann das Centaur Triple 9 Speed-Schaltwerk verwendet werden, das eine
maximale vordere Differenz von 22 Zähnen aufweist."
Markus
>pa...@stud.uni-frankfurt.de (Tibor Pausz) writes:
>
>> Viele wollen aber keine Dreifachkurbel an ihrem Rennrad haben
>
>Warum eigentlich nicht?
Weil die gegenüber einer herkömmlichen Zweifachkurbel nach unten gerade
zwei Gänge mehr bieten, dafür aber mehr Schaltarbeit am Umwerfer
erfordern und weitaus mehr Probleme mit der Justage der Schaltung
machen.
Mit einer durchdachten Zweifachkurbel kommt man auf fast den gleichen
Übersetzungsbereich.
>On 2 Jun 2004 21:59:28 GMT, "Gerald Eischer"
><Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>>Schön. Aber laste bitte deren Probleme nicht der Kurbel an.
>
>Welche Probleme?
Das musst du wissen. Ich habe nichts gegen Stufenkränze in Verbindung
mit großen Zähnezahldifferenzen vorne.
>>Der wird das 44er benutzt haben, weil er ein 42er nicht gebraucht hat.
>
>Dann hätte er genausogut hinten einen Zahn weniger fahren können.
54-44 ließ sich mit den damaligen Umwerfern und Kettenblättern deutlich
besser schalten als 54-42. Dass er mehr als 52 Zähne fuhr, nehme ich an.
IIRC hat Merckx niedrige Trittfrequnzen bevorzugt.
>>dann hat 52-42/12-23 10-fach diese ebenso,
>>aber mit dem Vorteil der viel feineren Abstufung.
>
>Damit führe man überflüssige Ritzel spazieren, wie Cyrille Guimard
>schon beim Aufkommen von 6fach-Kränzen (!) lästerte.
Was ist daran überflüssig? Natürlich könnte man bei 5- oder 6-fach so
abstufen, dass es keine doppelten Gänge gibt, das würde aber viel
Schaltarbeit am Umwerfer bedeuten. Abgesehen davon, dass man sich
ein recht kompliziertes Schaltschema merken müsste.
>Hobbyfahrern im Flachland genügen sicher 21 Zähne, aber wofür braucht
>man dort eigentlich 10fach?
Gar nicht. Da könnte man mit einem Einfachkettenblatt fahren.
Seit ein paar Jahren.
Laut Br*g*lm*nn '99 waren Record und Chorus damals bis 26 Z, die
billigeren Zweifachschaltwerke bis 28 Z.
>Wie schon an anderer Stelle geschrieben: Es ist ohnehin das längere
>Schaltwerk, weil mal ein Triple am Rad war und es gut schaltet und mich
>nicht so stört, dass ich viele Fragezeichen nur für ein kompakteres Aussehen
>hinblättern würde.
Es wären nicht gar so viele FRZ.
>Es ist aber wohl nicht nur die Kapazität eines Schaltwerks, die den Einsatz
>begrenzt - nehme ich jedenfalls an? Die Hebelverhältnisse müssen ja auch so
>sein, dass der Abstand zu den Ritzeln jeweils stimmt.
Für den korrekten Abstand zu den Ritzeln sorgen die Federn im oberen
und unteren Gelenk und das Schrägparallelogramm.
Die 3-fach Schaltwerke haben einfach einen längeren Käfig. Ein Umbau
sollte möglich sein, allerdings sind Campas Ersatzteilpreise ziemlich
heftig.
Das war dann aber mit 26 oder 28 Zähnen vorne und maximal 28 hinten?
> Dann kamen 46er in Mode und heute finden sich im aktuellen
> ROSE-Katalog bei Neurädern nur noch 44-32-22 - Kombinationen, dafür
> aber hinten Pakete, die alle mit 11 Zähnen beginnen.
> Dennoch: warum
> baut man nicht vorn 48-36-22? Oder wäre das nicht mehr schaltbar?
Auch wenn Ulli 29 Zähne vorne schaltet: Ich vermute, daß die übliche
Differenz von 20 oder 22 Zähnen vorne nicht von ungefähr kommt und sich
wesentlich größere Abstände zumindest unter schwierigen Bedingungen und
unter Last nicht mehr gut schalten lassen. Damit bestimmt das kleinste
Kettenblatt und die kleinste Untersetzung die ganze Kurbel.
Günther
> Guenther Schwarz <st...@gmx.de> wrote:
>
>> auch noch niemand gezeigt, wie man die im Gelände nützlichen
>> Untersetzungen im Bereich von 0.7 mit den am Rennrad üblichen
>> Kettenblättern und ohne Zwischengetriebe wie bei Florian Schlumpf
>> realisieren kann.
>
> Tausche das kleine Kettenblatt gegen ein 24er. Hab ich so an 3 Fahrraedern
> mit Rennrad-Kurbeln gemacht, also Abstufungen: 24/40/53. Funktioniert prima.
Auch noch im Gelände und unter Last? Mit welchem Umwerfer? Bei meinem Rad
sind schon Wechsel von 32 zu 22 und umgekehrt unter schwierigen
Bedingungen oft etwas suboptimal.
>> sein. Eine andere Geschichte ist natürlich, daß solche Antriebe oft
>> bei Rädern für die Straße eingesetzt werden
>
> Bei mir gehts oft bergauf, da brauch ich das.
Liegerad oder Tandem am Albaufstieg fällt dann unter die von mir
erwähnten, weggekürzten "Ausnahmen".
Günther
> Campa hat das in deren 'Fragen und Antworten' sehr schön vorgerechnet:
>
> Kann das Centaur 9 Speed-Schaltwerk mit dem Ritzelpaket 13-23 und der
> Triple-Kettenradgarnitur 30-40-50 verwendet werden?
Offensichtlich ja.
> In der Beschreibung des Centaur 9 Speed-Schaltwerks ist Folgendes
> aufgeführt: kleinstes Ritzel 11, größtes Ritzel 29, Kapazität 30 und
> maximale vordere Differenz 14. [...]
> Das bedeutet, dass das Centaur 9 Speed-Schaltwerk die maximale vordere
> Differenz der Triple-Kettenradgarnitur nicht verträgt, hierzu müsste
> dann das Centaur Triple 9 Speed-Schaltwerk verwendet werden, das eine
> maximale vordere Differenz von 22 Zähnen aufweist."
Offenbar besitzen italienische Schaltkäfige einen von der Kurie
abgesegneten siebten Sinn, mit dem sie unterscheiden können, ob vorne
oder hinten geschaltet wurde :-)
Aber solange es den Umsatz fördert, ist natürlich gegen esoterisches
Marketing nichts einzuwenden.
Günther
Laenger als 2km, bei schlechter Kondition und/oder Gepaeck auch
deutlich kuerzer.
> wo gibt es die?
Bei Dienten gibt's eine Steigung, bei der ich mit 28:34 geschoben
habe. Den Zellerrain bin ich noch nicht mit dem Fahrrad gefahren,
aber der duerfte auch ziehmlich steil sein (oder gewesen sein, er
sollte irgendwann "saniert" werden). In Schottland habe ich einige
verdammt steile Strassen gesehen.
- anton
--
M. Anton Ertl Some things have to be seen to be believed
an...@mips.complang.tuwien.ac.at Most things have to be believed to be seen
http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/home.html
>Alain Descroix, der Mechaniker von Bernard Hinault, berichtet (in
>Hinault/Genzling, Im Rennsattel, deutsch Stuttgart 1988, S. 40ff.),
>daß Merckx bei leicht welligem Gelände 53/44 und 13-14-15-16-17-19
>gefahren habe. Bei Bergfahrten habe er das 44er Blatt einem 42er
>vorgezogen und ggf. 13-14-15-17-19-21 aufgelegt.
Damit ist alles klar. Warum sollte er ein schlechter schaltbares 42er
montieren, wenn ihm 44/19 ausreicht? Ein 18er statt dem 19er (vorne
42er) bringt bezüglich feinerer Abstufung fast nichts.
42/21 über Alpenpässe ist ganz schön heftig, Bjarne Riis ist dies
ebenfalls gefahren.
>39er Blätter oder noch kleinere gab es damals wohl noch nicht.
Der frühere Campa Lochkreis 144 mm ließ minimal 41 Zähne zu.
>Hobbyfahrern empfiehlt der Co-Autor Claude Genzling 42x28 oder 29. Das
>war 1986.
1986 gab es längst Kurbeln mit LK 130 und LK 135 mit minimal 38 Z
und 39 Z.
>> Tausche das kleine Kettenblatt gegen ein 24er. Hab ich so an 3 Fahrraedern
>> mit Rennrad-Kurbeln gemacht, also Abstufungen: 24/40/53. Funktioniert prima.
>
> Auch noch im Gelände und unter Last?
Ich fahre kein Gelaende und unter Last schalte ich nur 40/53.
Avchja: alles am Tandem.
> Mit welchem Umwerfer?
Etwas aelterem Shimano LX. Die neueren gehen leider nur noch bis 48 oder 50.
>> Bei mir gehts oft bergauf, da brauch ich das.
>
> Liegerad oder Tandem am Albaufstieg fällt dann unter die von mir
> erwähnten, weggekürzten "Ausnahmen".
Ich empfehlen auch nicht allen diesen extremen Schaltbereich. Nur denen,
die es brauchen, aber meinen es geht nicht.
--
+ Ulli Horlacher + fram...@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
> Warum eigentlich nicht?
Noch ein Grund: Optik
Viele stört halt das "Rentnerblatt" und sie wollen nur eine zweifach
Kurbel haben.
Gut. Ich wollte das nur noch mal klarstellen. Tilman hatte ja hier
kürzlich sehr anschaulich die Unterschiede zwischen Straße und
Querfeldein dargestellt.
>> Liegerad oder Tandem am Albaufstieg fällt dann unter die von mir
>> erwähnten, weggekürzten "Ausnahmen".
>
> Ich empfehlen auch nicht allen diesen extremen Schaltbereich. Nur denen,
> die es brauchen, aber meinen es geht nicht.
Hattest du dir nicht vor einiger Zeit einen Mutanten für solche
Situationen besorgt, für den du extralange Kurbeln gesucht hast?
Günther
> Ich habe auch nie verstanden, warum Fahrer/innen, die früher Rennen mit
> einem Durchschnitt ab 35 km/h aufwärt gefahren sind, irgendwann einfach
> mit dem Radfahren aufhören, wenn sie diese Leistung nicht mehr ganz
> erreichen.
Wenn ich Rennen mit einem 35er Schnitt fahren könnte, dann würde ich das
vielleicht sogar verstehen können. Dazu gehört nämlich ziemlich sicher eine
gehörige Portion Leistungsbewußtsein und -wille. Das kann nicht jeder
kompensieren.
> Wenn ich in dieser Situation wäre, fände ich es doch toll, vollkommen
> entspannt auch noch mit Gepäck einen 25er Schnitt fahren zu können - da
> kann man den Radurlaub doch noch besser genießen :-)
Ja klar. 25er Schnitt mit Gepäck. Ganz entspannt genießen.
Gabriele
> Oder dem Sprücheklopfer mal vorschlagen, eine Bergtour zusammen zu
> fahren, damit man von seiner ach so überlegenen Trettechnik mit 42/23 am
> Berg noch etwas lernen kann.
Och nö. Ich fahre dann doch lieber allein oder mit netten Leuten. Die beste
Rache ist nämlich sowieso immer ein gutes Leben - bzw. Spaß bei der Sache.
Gabriele
>> Viele wollen aber keine Dreifachkurbel an ihrem Rennrad haben
> Warum eigentlich nicht?
Bei mir: Dank sehr kurzer Kettenstreben (571er Laufräder, entsprechend
kleines Rad) ließ sich das Triple nur sehr schlecht schalten, besonders
unter Last nicht. Theoretisch 30 : 26 fahren zu können und dann praktisch
mit 40: 23 fahren zu müssen, ist in manchen Situationen echt unlustig. Dann
lieber verläßliche 36:26.
Das "normal große" Rad hat das Tiple behalten.
Gabriele
> Seit ein paar Jahren.
> Laut Br*g*lm*nn '99 waren Record und Chorus damals bis 26 Z, die
> billigeren Zweifachschaltwerke bis 28 Z.
Da frage ich mich doch wirklich gerade, warum ich das erst seit neulich
weiß. War das nie Thema hier?
Gabriele
> Für den korrekten Abstand zu den Ritzeln sorgen die Federn im oberen
> und unteren Gelenk und das Schrägparallelogramm.
Das wars, was ich meinte: Das Parallelogramm kann aber keine beliebigen
Gangsprünge schalten. Dem Schaltschritt nach innen entspricht ja immer ein
fixer Schritt nach unten, d.h. an kleine Schaltschritte angepaßten
Schaltwerke kann man nicht einfach so in einem MTB-Bereich einsetzen, egal
wie lang der Käfig ist. Oder ist das weniger kritisch als ich denke?
Gabriele
IIRC schon. Das 13-29 Ritzelpaket gibt es meines Wissens aber nur als
10-fach.
>Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Für den korrekten Abstand zu den Ritzeln sorgen die Federn im oberen
>> und unteren Gelenk und das Schrägparallelogramm.
>
>Das wars, was ich meinte: Das Parallelogramm kann aber keine beliebigen
>Gangsprünge schalten. Dem Schaltschritt nach innen entspricht ja immer ein
>fixer Schritt nach unten, d.h. an kleine Schaltschritte angepaßten
>Schaltwerke kann man nicht einfach so in einem MTB-Bereich einsetzen, egal
>wie lang der Käfig ist.
Der Käfig selbst hat auch einen Einfluß. Die obere Leitrolle ist so
angeordnet, dass sie bei noch vor schwenkendem Käfig nach unten schwenkt
und Platz für das größere Ritzel macht.
>Oder ist das weniger kritisch als ich denke?
Ist weniger kritisch. Eine Ausnahme sind die Schaltwerke von SRAM, die
funktionieren nur mit MTB-Zahnkränzen optimal.
> > Ich empfehlen auch nicht allen diesen extremen Schaltbereich. Nur denen,
> > die es brauchen, aber meinen es geht nicht.
>
> Hattest du dir nicht vor einiger Zeit einen Mutanten für solche
> Situationen besorgt, für den du extralange Kurbeln gesucht hast?
Du hast da was verwechselt: fuer meinen Turbostoker suche ich gerade
Rennrad-Tandemkurbeln mit 175 mm und "normaler" Abstufung, also 30/42/53.
Das 30er ist da nur als Rettungsring fuer lange steile Anstiege gedacht.
Ich bin mit dem letztes Jahr 240 km quer ueber die schwaebische Alb
gefahren mit einem 30er Schnitt und das ohne das 30er Blatt ueberhaupt zu
benutzen. Sogar die 30% Steigung (keine Uebertreibung, ist so
ausgeschildert) zwischen Schwaebisch Gmuend und Strassdorf hat er uns auf
dem mittleren Kettenblatt hochgewuchtet.
Meine normale Abstufung 24/40/53 fahr ich am Tandem, weil mein
Standard-Stoker und ich so schwaechlich sind :-)
Echte Maenner [TM] brauchen so was selbstverstaendlich nicht.
> Bei mir: Dank sehr kurzer Kettenstreben (571er Laufräder, entsprechend
> kleines Rad) ließ sich das Triple nur sehr schlecht schalten, besonders
> unter Last nicht.
Das kann aber auch am Umwerfer liegen. Mit einem Shimano 105 Triple
Umwerfer war ich auch die ganze Zeit am Fluchen trotz Lenkerendschalthebel:
kaum ein Gangwechsel ging sauber. Staendig hats gehakelt und gerasselt.
Alle Justiermassnahmen von meinem Radhaendler und auch von mir waren
vergeblich. Erst die Umruestung auf Shimano LX Umwerfer brachte die
(Er)Loesung: jetzt flutschen die Kettenblattwechsel nur so :-)
Den 105 Umwerfer fahr ich jetzt am Liegerad mit 22/32/44, geschaltet von
Suntour X-Press Daumenschalthebel. Die Kombination funktioniert auch
wieder problemlos. Was mich aber selber wundert :-)
> Guenther Schwarz <st...@gmx.de> wrote:
>> Hattest du dir nicht vor einiger Zeit einen Mutanten für solche
>> Situationen besorgt, für den du extralange Kurbeln gesucht hast?
>
> Du hast da was verwechselt: fuer meinen Turbostoker suche ich gerade
> Rennrad-Tandemkurbeln mit 175 mm und "normaler" Abstufung, also 30/42/53.
Oh entschuldigung, ich war auch wieder mal zu faul zum Nachschlagen und
habe mich auf mein kleines Köpfchen verlassen.
> Ich bin mit dem letztes Jahr 240 km quer ueber die schwaebische Alb
> gefahren mit einem 30er Schnitt und das ohne das 30er Blatt ueberhaupt zu
> benutzen. Sogar die 30% Steigung (keine Uebertreibung, ist so
> ausgeschildert) zwischen Schwaebisch Gmuend und Strassdorf hat er uns auf
> dem mittleren Kettenblatt hochgewuchtet.
Das macht ja das Tandemfahren fast so interessant wie ein HPW ;-)
Ich nehme an, der Unterhalt für eine solche Hilfe ist nicht ganz billig:
Berge von Nudeln, Steaks und Bier in Fässern.
Günther
>>Das wars, was ich meinte: Das Parallelogramm kann aber keine beliebigen
>>Gangsprünge schalten. Dem Schaltschritt nach innen entspricht ja immer ein
>>fixer Schritt nach unten, d.h. an kleine Schaltschritte angepaßten
>>Schaltwerke kann man nicht einfach so in einem MTB-Bereich einsetzen, egal
>>wie lang der Käfig ist.
>
> Der Käfig selbst hat auch einen Einfluß. Die obere Leitrolle ist so
> angeordnet, dass sie bei noch vor schwenkendem Käfig nach unten schwenkt
> und Platz für das größere Ritzel macht.
Zumindest, falls das Schaltwerk in Italien oder Japan entwickelt wurde.
>>Oder ist das weniger kritisch als ich denke?
>
> Ist weniger kritisch. Eine Ausnahme sind die Schaltwerke von SRAM, die
> funktionieren nur mit MTB-Zahnkränzen optimal.
Was ist optimal? Ein aktuelles SRAM Schaltwerk läuft bei mir zusammen mit
einer 13-23 Kassette zu meiner vollen Zufriedenheit. Allerdings ist mir
auch aufgefallen, daß das obere Rädchen bei jeder Einstellung recht weit
von den Ritzeln entfernt ist. Sollte SRAM ihren Ankündigungen Taten
folgen lassen und eine Gruppe für die Straße rausbringen, werde ich
womöglich versucht sein, für das MTB Schaltwerk eine anderweitige
Verwendung zu suchen.
Günther