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Ketten-Ringtausch

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Sascha Dungs

unread,
Jul 25, 2018, 3:08:38 PM7/25/18
to
Servus,

ich meine in der Vergangenheit mitbekommen zu haben, dass es hier ein
paar Leute gibt, die zur Verlängerung der Lebensdauer des
Antriebstranges mehrere Ketten wechselnd austauschen.

Dazu zwei Fragen:

1. was ist da so das durchschnittlich praktizierte Wechselintervall in km?

2. wie macht Ihr das beim Kettentausch, nehmt Ihr da immer neue
Kettennietstifte oder gibt es Erfahrungen mit wiederverwendbaren
Kettenschlössern für 11-fach Ketten?

Vielen Dank!

--
Gruß,
Sascha

Lehrer...@web.de

unread,
Jul 25, 2018, 4:01:44 PM7/25/18
to
Am Mittwoch, 25. Juli 2018 21:08:38 UTC+2 schrieb Sascha Dungs:
> 2. wie macht Ihr das beim Kettentausch, nehmt Ihr da immer neue
> Kettennietstifte oder gibt es Erfahrungen mit wiederverwendbaren
> Kettenschlössern für 11-fach Ketten?

Es geht wohl eher darum, dass eine saubere Kette länger hält.
Und wenn man täglich fährt kann ich meine eine Kette in WD-50/Petroleum etc.
einlegen (zum säubern) und dannach wieder richtig ölen/schmieren.

Da ich mit Kettenschlössern einmal schlechte Erfahrungen gemacht habe, kommen
mir diese nicht mehr ins Haus. Bei 11-fach Ketten braucht man immer neue
Nietstifte, auch da ein Teil abbricht.

Die Quick-Link Kette CN-HG601 hat ein Kettenschloss dabei.
KMC Verschlussglied 11-fach, CL550S02

Ich nehme an, diejenigen, die keramische/ölfreie Schmierstoffe benutzen, machen
einen regelmäßigen Tausch, da die Schicht nicht lange hält. Auch gibt es Wett-
kampfketten, die noch einmal 2 - 5 Watt Energieersparniss birngen sollen
(vorgedehnt, eingelaufen und mit keramischen Schmierstoffen geschmiert).
Bei einer speziell behandelten Kette wird angegeben, dass die Schmierschicht für
200 Meilen ausgelegt ist.

Martin Wohlauer

unread,
Jul 25, 2018, 4:13:44 PM7/25/18
to
Am 25.07.2018 um 22:01 schrieb Lehrer...@web.de:
> Am Mittwoch, 25. Juli 2018 21:08:38 UTC+2 schrieb Sascha Dungs:
>> 2. wie macht Ihr das beim Kettentausch, nehmt Ihr da immer neue
>> Kettennietstifte oder gibt es Erfahrungen mit wiederverwendbaren
>> Kettenschlössern für 11-fach Ketten?
>
> Es geht wohl eher darum, dass eine saubere Kette länger hält.
> Und wenn man täglich fährt kann ich meine eine Kette in WD-50/Petroleum etc.
> einlegen (zum säubern) und dannach wieder richtig ölen/schmieren.
>
> Da ich mit Kettenschlössern einmal schlechte Erfahrungen gemacht habe, kommen
> mir diese nicht mehr ins Haus.

Welcher Art waren diese Probleme? Außer dass ich sie nicht unbedingt
werkzeuglos auf kriege, habe ich noch keine damit gehabt.

Grüßle,

Martin.

Sascha Dungs

unread,
Jul 26, 2018, 2:45:45 AM7/26/18
to
Am 25.07.2018 um 22:01 schrieb Lehrer...@web.de:

> Es geht wohl eher darum, dass eine saubere Kette länger hält.

Das mag ein Nebeneffekt sein. Ich hatte es bislang so verstanden, dass
der Abnutzungsmechanismus grob so funktioniert:

Kette nutzt sich ab, wird länger -> größere Abstand zwischen den
Gliedern -> stärkere Abnutzung auf den Zahnrädern -> nach Kettentausch
springt die Kette

Wenn man die Ketten jetzt regelmäßig tauscht, dann fährt man länger in
einem "Längungsbereich" und damit nutzen sich die Zahnräder weniger
schnell ab. Ich habe von über 10tkm gelesen, die auf diese Art mit einem
Satz Ritzel + Zahnkränze + (3) Ketten möglich seien.

--
Gruß,
Sascha

Anton Ertl

unread,
Jul 26, 2018, 3:58:28 AM7/26/18
to
Sascha Dungs <slf...@uni-duisburg.de> writes:
>Wenn man die Ketten jetzt regelmäßig tauscht, dann fährt man länger in
>einem "Längungsbereich" und damit nutzen sich die Zahnräder weniger
>schnell ab. Ich habe von über 10tkm gelesen, die auf diese Art mit einem
>Satz Ritzel + Zahnkränze + (3) Ketten möglich seien.

Also dafuer muss ich nicht durchrotieren. Meine letzte Kette hat
6407km gehalten (davon ~5200km auf meinem Rad) und ich habe danach
Ritzel und Zahnkraenze nicht gewechselt.

Davor habe ich in 11873km dreimal die Kette, zweimal das 20er-Ritzel,
einmal alle anderen Ritzel, und einmal den 42er-Zahnkranz gewechselt
(den 52er nicht). Wenn ich die erste Kette etwas frueher gewechselt
haette, haette das 20er-Ritzel vielleicht die ganze Zeit gehalten.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben

Sascha Dungs

unread,
Jul 26, 2018, 5:14:37 AM7/26/18
to
Am 26.07.2018 um 09:45 schrieb Anton Ertl:
> Sascha Dungs <slf...@uni-duisburg.de> writes:
>> schnell ab. Ich habe von ÃŒber 10tkm gelesen, die auf diese Art mit einem
>> Satz Ritzel + ZahnkrÀnze + (3) Ketten möglich seien.
>
> Also dafuer muss ich nicht durchrotieren. Meine letzte Kette hat
> 6407km gehalten (davon ~5200km auf meinem Rad) und ich habe danach
> Ritzel und Zahnkraenze nicht gewechselt.

Hm, das haut bei mir nicht hin. Die letzten beiden Male, als ich am
Alltagsrad den Kettenwechsel etwas verschlampt hatte, war anschließend
direkt ein Tausch des Ritzelpakets nötig. Und das waren weniger als 5tkm.

--
Gruß,
Sascha

Lehrer...@web.de

unread,
Jul 26, 2018, 5:43:54 AM7/26/18
to
Am Donnerstag, 26. Juli 2018 08:45:45 UTC+2 schrieb Sascha Dungs:
> Kette nutzt sich ab, wird länger -> größere Abstand zwischen den

Regelmäßig Kettenmesslehre drauf und wenn der Abstand zu groß wird:
Runter mit der Kette und auf den Wertstoffhof damit.
Dadurch wird die stärkere Abnutzung der Ritzel vermieden.

> Gliedern -> stärkere Abnutzung auf den Zahnrädern -> nach Kettentausch
> springt die Kette

Kann man vermeiden, wenn man die Kette regelmäßig prüft und ggf. gleich wechselt.
Natürlich ist das Benutzen von mehreren Ketten zulasten der Ritzel auch möglich,
würde ich aber nicht machen. Damit wird vermieden, dass die Ketten, wenn die
Ritzel runter sind, springen.
Vielleicht ist dies für eine Weltumrundung ein Thema aber nicht, wenn man billig
jederzeit an neue passende Ketten kommt.

Juergen

unread,
Jul 26, 2018, 6:22:11 AM7/26/18
to
Am Wed, 25 Jul 2018 21:08:35 +0200 schrieb Sascha Dungs

>ich meine in der Vergangenheit mitbekommen zu haben, dass es hier ein
>paar Leute gibt, die zur Verlängerung der Lebensdauer des
>Antriebstranges mehrere Ketten wechselnd austauschen.

Ich hab das mal bei meinem MTB Fully gemacht. Das "artgerecht" genutzt
wird, also viel Schotter und Erdwege, damit verbunden Sand und Schlamm

>Dazu zwei Fragen:

>1. was ist da so das durchschnittlich praktizierte Wechselintervall in km?

Ich hab alle 500 km gewechselt und hatte drei Ketten. Eine davon ist
dann gerissen obwohl sie laut Kettenlehre noch okay war.


>2. wie macht Ihr das beim Kettentausch, nehmt Ihr da immer neue
>Kettennietstifte oder gibt es Erfahrungen mit wiederverwendbaren
>Kettenschlössern für 11-fach Ketten?

Da Rad hatte einen 9fach-Antrieb. Ich habe immer die gleichen Schlösser
von SRAM wiederverwendet, ohne Probleme.

cu.
Juergen

--

\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für frei Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

Friedhelm Waitzmann

unread,
Aug 1, 2018, 8:51:50 PM8/1/18
to
Sascha Dungs:

>2. wie macht Ihr das beim Kettentausch, nehmt Ihr da immer neue
>Kettennietstifte

Nein, ich drücke immer irgendeinen Nietstift so weit heraus, dass
er noch in der Außenlasche stecken bleibt: Solange der Nietstift
noch nicht weit genug herausgedrückt ist, probiere ich nach jeder
einzelnen Umdrehung der Nietdrückerschraube, ob die Kette
aufgeht; denn einen ganz herausgedrückten Nietstift wieder
einzufädeln, ist schwierig.



Friedhelm

Sascha Dungs

unread,
Aug 2, 2018, 12:56:23 PM8/2/18
to
Am 02.08.2018 um 02:51 schrieb Friedhelm Waitzmann:

> Nein, ich drücke immer irgendeinen Nietstift so weit heraus, dass
> er noch in der Außenlasche stecken bleibt: Solange der Nietstift
> noch nicht weit genug herausgedrückt ist, probiere ich nach jeder
> einzelnen Umdrehung der Nietdrückerschraube, ob die Kette
> aufgeht; denn einen ganz herausgedrückten Nietstift wieder
> einzufädeln, ist schwierig.

Danke für die Antwort! Früher, bei 7-fach Schaltungsketten habe ich das
auch so ähnlich gemacht, aber ich war bisher davon ausgegangen, dass das
bei modernem Zeugs (11fach) gar nicht mehr geht, oder ganz böse
gefährlich ist...

--
Gruß,
Sascha

Patrick Rammelt

unread,
Aug 2, 2018, 4:22:28 PM8/2/18
to
Keine Ahnung, aber Kettenrisse sind nicht lustig. Gibt Leute hier die
nicht in den Wiegetritt gehen aus Angst vor Kettenrissen. Hatte auch mal
einen (unspektakulär), gehe aber weiterhin gerne und oft in den
Wiegetritt. Ich verwende dann aber doch lieber die offiziellen
Nietstifte, auch da ich auch mal mit zwei Kettenschlössern unzufrieden
war (knackten ständig). Wenn ich nicht zu faul bin rotiere ich aber
gerne mal die Kassetten, das geht dann deutlich einfacher.

--
Patrick

Gerald Eіscher

unread,
Aug 3, 2018, 10:12:38 AM8/3/18
to
Am 02.08.18 um 18:56 schrieb Sascha Dungs:
> Am 02.08.2018 um 02:51 schrieb Friedhelm Waitzmann:
>
>> Nein, ich drücke immer irgendeinen Nietstift so weit heraus, dass
>> er noch in der Außenlasche stecken bleibt: Solange der Nietstift
>> noch nicht weit genug herausgedrückt ist, probiere ich nach jeder
>> einzelnen Umdrehung der Nietdrückerschraube, ob die Kette
>> aufgeht; denn einen ganz herausgedrückten Nietstift wieder
>> einzufädeln, ist schwierig.
>
> Danke für die Antwort! Früher, bei 7-fach Schaltungsketten habe ich das
> auch so ähnlich gemacht,

Ohne den Kettenbolzen anschließend per Rohloff-Revolver zu vernieten,
fällt den Bolzen einfach raus und wieder rein zu drücken auch bei 7-fach
Ketten unter "grober Unfug". Beim Rausdrücken wird die Vernietung des
Bolzens abgeschert und dann hält der nicht mehr zuverlässig.
Diese Vorgehensweise war seinerzeit bei Buchsenketten zulässig, die im
Fahrradbereich mittlerweile fast ausgestorben sind.

> aber ich war bisher davon ausgegangen, dass das
> bei modernem Zeugs (11fach) gar nicht mehr geht, oder ganz böse
> gefährlich ist...

Bei 10- und 11-fach Ketten sind die Kettenbolzen bündig in der Lasche
versenkt, die lassen sich daher auch mit dem Rohloff Revolver nicht mehr
vernieten. Ohne Kettenschloss oder speziellem Verschlussstift geht bei
denen gar nix.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Gerald Eіscher

unread,
Aug 3, 2018, 10:28:31 AM8/3/18
to
Am 02.08.18 um 22:22 schrieb Patrick Rammelt:
>
> Ich verwende dann aber doch lieber die offiziellen
> Nietstifte, auch da ich auch mal mit zwei Kettenschlössern unzufrieden
> war (knackten ständig).

Knackende Kettenschlösser (SRAM, KMC, BBB) habe ich noch nicht erlebt.

Nietstifte sind halt ziemlich fummelig zu montieren und bislang habe ich
nur schnell verschleißende erlebt (Shimano in den 90ern, Miché 10-fach).
Sind die Nietstifte von Shimano mittlerweile verschleißfester?

Friedhelm Waitzmann

unread,
Aug 3, 2018, 10:30:27 PM8/3/18
to
[Kettennietstift nur so weit herausdrücken wie nötig, damit die
Kette aufgeht.]

Sascha Dungs:

>Danke für die Antwort! Früher, bei 7-fach Schaltungsketten habe ich das
>auch so ähnlich gemacht, aber ich war bisher davon ausgegangen, dass das
>bei modernem Zeugs (11fach) gar nicht mehr geht, oder ganz böse
>gefährlich ist...

Ich muss gestehen, ich habe Deine Frage nicht genau gelesen. Mit
mehr als 8fach habe ich keine Erfahrung, die Zweifel kann ich
also nicht ausräumen.

Wenn ich allerdings jedesmal einen neuen Stift nehmen müsste,
könnte ich die Ketten nicht rotieren. Dazu kommt, dass ich nicht
im Wiegetritt kurble, weil ich die Kraft lieber gleichmäßiger auf
den Antrieb bringe. Deshalb halte ich es für vertretbar,
Nietstifte mehrmals zu verwenden.


Friedhelm

Patrick Rammelt

unread,
Aug 4, 2018, 6:34:16 AM8/4/18
to
Gerald Eіscher wrote:
> Am 02.08.18 um 22:22 schrieb Patrick Rammelt:
>>
>> Ich verwende dann aber doch lieber die offiziellen
>> Nietstifte, auch da ich auch mal mit zwei Kettenschlössern unzufrieden
>> war (knackten ständig).
>
> Knackende Kettenschlösser (SRAM, KMC, BBB) habe ich noch nicht erlebt.
>
> Nietstifte sind halt ziemlich fummelig zu montieren und bislang habe ich
> nur schnell verschleißende erlebt (Shimano in den 90ern, Miché 10-fach).
> Sind die Nietstifte von Shimano mittlerweile verschleißfester?

Worin äußert sich das?
Fahre (seit es die SLT-99 nicht mehr gibt) überwiegend HG-91 (wobei die
wohl auch nicht mehr produziert werden) am Momptnbaik und Stadtgurk und
10-fach DA am RR (wohl auch nicht mehr problemlos zu bekommen).
Probleme mit den Nietstiften hatte ich bislang nur bei dem einen
Kettenriss (mir war beim zusammennieten schon aufgefallen, dass sich da
so ein winziger Metallring abgespleißt hatte, habs aber ignoriert). Ich
neige aber nicht dazu Ketten zu fahren bis sie von alleine
auseinanderfallen (wobei die DA-Ketten aber trotzdem gut 7-8 Mm halten).

--
Patrick

Wolfgang Strobl

unread,
Aug 4, 2018, 7:08:01 AM8/4/18
to
Am Sat, 4 Aug 2018 02:30:26 +0000 (UTC) schrieb
usenetf2...@spamgourmet.com (Friedhelm Waitzmann):

>Wenn ich allerdings jedesmal einen neuen Stift nehmen müsste,
>könnte ich die Ketten nicht rotieren. Dazu kommt, dass ich nicht
>im Wiegetritt kurble, weil ich die Kraft lieber gleichmäßiger auf
>den Antrieb bringe. Deshalb halte ich es für vertretbar,
>Nietstifte mehrmals zu verwenden.

Bei den 10fach-Ketten von Shimano, die wir an den Rennrädern aus 2010
verwendet haben (CN-6600), waren bisher immer jeweils zwei Nietstifte in
einem Plastikbeutelchen verschweißt beigepackt. Mehrfach verwendbar sind
die nicht, da man nach der Montage den Einfädelteil des Niets abbrechen
muß. Man kann aber ohne weiteres den zweiten Stift verwenden, wenn man
ein Mal rotieren möchte.

Ich gebe zu, daß ich beim Winterrad (sieben-fach) zwar ein oder zwei mal
rotiert habe, das später aber als zu umständlich aufgegeben habe.

Lieber die Kette etwas früher wechseln und dann zu einem passenden
Zeitpunkt Kette und Ritzelpaket gleichzeitig oder, bei dreifach,
gelegentlich dann auch ein Kettenblatt.

Bezüglich "im Wiegetritt kurbeln", daß kommt mir wie ein Mißverständnis
vor. Wiegetritt heißt, daß man im Stehen und mit Einsatz des ganzen
Körpers, also seines Gewichts bzw. seiner trägen Masse und mit mehr
Muskeln als beim Kurbeln im Sitzen fährt. Das bringt in der Tat mehr
Spitzenlast auf die Kette. Allerdings wäre einzuwenden, daß eine Kette,
die dabei reißt, von Anfang an kaputt war und diese irgendwann dann auch
bei weniger Last reißt. Daß der Verschleiß einer intakten Kette bei
"gleichmäßiger" Kurbelei kleiner sei, halte ich für ein nicht belegtes
Gerücht. Ketten verschleißen durch Abrieb der Lagerkrägen, das
manifestiert sich dann in der messbaren Kettenlängung, der Abrieb ist
i.W. verursacht durch kleinste Quarzsandpartikel, der in die nicht
gedichtete Kette eindringen. Dadurch, daß man den Abrieb durch weniger
Kraft verringert, ihn aber über einen längeren Zeitraum verteilt,
gewinnt man wenig oder gar nichts.


--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Sepp Ruf

unread,
Aug 4, 2018, 7:11:36 AM8/4/18
to
Am 04.08.2018 um 12:33 schrieb Patrick Rammelt:
> Gerald Eіscher wrote:
>> Am 02.08.18 um 22:22 schrieb Patrick Rammelt:
>>>
>>> Ich verwende dann aber doch lieber die offiziellen
>>> Nietstifte, auch da ich auch mal mit zwei Kettenschlössern unzufrieden
>>> war (knackten ständig).
>>
>> Knackende Kettenschlösser (SRAM, KMC, BBB) habe ich noch nicht erlebt.
>>
>> Nietstifte sind halt ziemlich fummelig zu montieren und bislang habe ich
>> nur schnell verschleißende erlebt (Shimano in den 90ern, Miché 10-fach).
>> Sind die Nietstifte von Shimano mittlerweile verschleißfester?
>
> Worin äußert sich das?

Darin, dass sie schneller verschleissen als die im Rest der Kette?
Ablesbar waere es, wenn die Kettenverschleisslehre hoeheren Verschleiss
anzeigt, wenn das Kettenglied mit dem Nietstift innerhalb des gemessenen
Kettenbereichs liegt als wenn ausserhalb.

Sascha Dungs

unread,
Aug 4, 2018, 7:12:05 AM8/4/18
to
Am 03.08.2018 um 16:12 schrieb Gerald Eіscher:

> Bei 10- und 11-fach Ketten sind die Kettenbolzen bündig in der Lasche
> versenkt, die lassen sich daher auch mit dem Rohloff Revolver nicht mehr
> vernieten. Ohne Kettenschloss oder speziellem Verschlussstift geht bei
> denen gar nix.

Gut, dann habe ich ja zumindest das intuitiv korrekt ausgeschlossen.
Kennst Du denn ein empfehlenswertes, wiederverwendbares Kettenschloss
für 11-fach? Ich habe bei Rose das KMC CL-550 (RS) gefunden, das wird da
als wiederverwendbar geführt, bei bike-components steht für das gleiche
(? oder doch nicht, kein RS) Schloss " Wiederverwendbar: Nein" im
Onlinekatalog.

--
Gruß, Sascha

Patrick Rammelt

unread,
Aug 4, 2018, 7:36:33 AM8/4/18
to
Das habe ich nicht geprüft. Ich hatte in der ferneren Vergangenheit (als
ich noch experimentierfreudiger war) schon Ketten bei denen die Glieder
irgendwann festgingen (meherere - nicht nur an der Nietstelle). Sowas
hatte ich bei den o.g. Ketten jedenfalls noch nicht. Ich müsste im
Keller immer noch n paar Altketten haben bei denen ich mal die
Nietstifte suche und rausdrücken könnte (weiß aber noch nicht, ob ich
echt Bock habe mir die Pfoten dafür einzusauen).

--
Patrick

Gerald Eіscher

unread,
Aug 4, 2018, 9:30:25 AM8/4/18
to
Am 04.08.18 um 13:36 schrieb Patrick Rammelt:
> Sepp Ruf wrote:
>> Am 04.08.2018 um 12:33 schrieb Patrick Rammelt:
>>> Gerald Eіscher wrote:
>>>>
>>>> Nietstifte sind halt ziemlich fummelig zu montieren und bislang habe ich
>>>> nur schnell verschleißende erlebt (Shimano in den 90ern, Miché 10-fach).
>>>> Sind die Nietstifte von Shimano mittlerweile verschleißfester?
>>>
>>> Worin äußert sich das?
>>
>> Darin, dass sie schneller verschleissen als die im Rest der Kette?
>> Ablesbar waere es, wenn die Kettenverschleisslehre hoeheren Verschleiss
>> anzeigt, wenn das Kettenglied mit dem Nietstift innerhalb des gemessenen
>> Kettenbereichs liegt als wenn ausserhalb.
>
> Das habe ich nicht geprüft.

Empfielt sich.
Im Extremfall merkt man es daran, dass man bei jeder Kettenumdrehung
einen kleinen Ruck im Pedal spürt. War bei mir bei einer Shimano HG-90
der Fall (siehe oben).

> Ich müsste im
> Keller immer noch n paar Altketten haben bei denen ich mal die
> Nietstifte suche und rausdrücken könnte (weiß aber noch nicht, ob ich
> echt Bock habe mir die Pfoten dafür einzusauen).

Falls du es tust, wirst du sehen, dass sich die Lagerkragen mehr oder
weniger in den Verschlussstift eingegraben haben.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 4, 2018, 9:44:21 AM8/4/18
to
Am 04.08.18 um 13:11 schrieb Sascha Dungs:
> Am 03.08.2018 um 16:12 schrieb Gerald Eіscher:
>
>> Bei 10- und 11-fach Ketten sind die Kettenbolzen bündig in der Lasche
>> versenkt, die lassen sich daher auch mit dem Rohloff Revolver nicht mehr
>> vernieten. Ohne Kettenschloss oder speziellem Verschlussstift geht bei
>> denen gar nix.
>
> Gut, dann habe ich ja zumindest das intuitiv korrekt ausgeschlossen.
> Kennst Du denn ein empfehlenswertes, wiederverwendbares Kettenschloss
> für 11-fach?

11-fach habe ich noch nie benutzt, aber das 10-fach BBB scheint mir
haltbarer als die KMC zu sein.
https://bbbcycling.com/en_en/bch-11s-smartlink

> Ich habe bei Rose das KMC CL-550 (RS) gefunden, das wird da
> als wiederverwendbar geführt, bei bike-components steht für das gleiche
> (? oder doch nicht, kein RS) Schloss " Wiederverwendbar: Nein" im
> Onlinekatalog.

http://www.kmcchain.eu/connector-mtb-multispeed-11_speed
Die "non-reusable" rasten ein und sind an der Kerbe am Langloch erkennbar.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 4, 2018, 10:09:21 AM8/4/18
to
Am 04.08.18 um 04:30 schrieb Friedhelm Waitzmann:
>
> Wenn ich allerdings jedesmal einen neuen Stift nehmen müsste,
> könnte ich die Ketten nicht rotieren.

Dann kauf halt um wenig Geld ein paar Kettenverschlussglieder oder lass
die Rotiererei bleiben.

> Dazu kommt, dass ich nicht
> im Wiegetritt kurble, weil ich die Kraft lieber gleichmäßiger auf
> den Antrieb bringe. Deshalb halte ich es für vertretbar,
> Nietstifte mehrmals zu verwenden.

Für dich mag es vertretbar sein, bei jemand anders öffnet sich die Kette
dann bei einem Schaltvorgang an der beim Öffnen beschädigten Vernietung.
Solche Ratschläge sind fahrlässig!

Patrick Rammelt

unread,
Sep 23, 2018, 4:57:16 AM9/23/18
to
Mit etwas Verspätung (wg. Urlaub, extremer Unlust und anderen
Fahrradreparaturen) musste ich nun endlich doch mal die Kette am
Stadtrad erneuern (alt HG91, neu auch).
Habe mal zwei Fotos von dem Verschlussstift, einem beliebigen anderen
Bolzen und zum Vergleich einem "neuen" Verschlussstift gemacht. Aber
Achtung: Der "neue" zum Vergleich ist wahrscheinlich ein ganz alter
HG90-Stift, der offensichtlich etwas anders geformt ist (einen anderen
hatte ich jetzt nicht da, weil Shimano ja seit langem nur noch bei den
ganz teuren Ketten zwei Verschlussstifte beilegt).

<http://www.patricks-seite.de/bicycle/AbnutzungKettenbolzen1.jpg>
<http://www.patricks-seite.de/bicycle/AbnutzungKettenbolzen2.jpg>

Die Kette war lt. "Rohloff Caliber 2" überfällig. Der Bereich der
stärksten Abnutzung ist im ersten Bild jeweils im Bild oben zu sehen (so
dass man die Kante gegen den Hintergrund gut sieht) im zweiten zeigt sie
Richtung Kamera. Allzu dramatisch finde ich die Abnutzung am
Verschlussbolzen nicht (maßgeblich erscheint mir die Höhe des Höckers in
der Mitte).

Zusatztfrage: Die Rohloff-Kettenlehre misst ja den Verscheleiß der
Rollen mit, der aber für die Kettenlängung irrelevant ist. Ich nehme an
die gehen dabei von einem bestimmten prozentualen Anteil an
Rollenverschleiß aus, der mit einkalkuliert ist?
Zusatzfrage 2: Ist jemandem schonmal ein deutlicher Unterschied
diesbezüglich zwischen verschiedenen Ketten aufgefallen?
Und ja ich sollte mir wahrscheinlich mal eine Verschleißlehre kaufen,
die das Problem nicht hat...

Grüsse,
Patrick



--
Patrick

Olaf Schultz

unread,
Sep 23, 2018, 6:29:33 AM9/23/18
to
Das ist der Anfang... danach geht es schneller weiter... zumindest bei
den hier meist gefahrenen KMC, SRAM.... egal ob am ,,Kettenschloß" oder
an den normalen Bolzen. Wobei ich im Chainglider/Rohloff mit der KMC X1
schon >10 Mm hinkriege... mal sehen, was die aktuelle EPT schafft...

> Zusatztfrage: Die Rohloff-Kettenlehre misst ja den Verscheleiß der
> Rollen mit, der aber für die Kettenlängung irrelevant ist.

Korrekt

Ich nehme an
> die gehen dabei von einem bestimmten prozentualen Anteil an
> Rollenverschleiß aus, der mit einkalkuliert ist?

Must Du Bernd fragen. Kann gut sein, daß Rohloff das auf die
SLT-Verschleißmuster hingebastelt hat...

> Zusatzfrage 2: Ist jemandem schonmal ein deutlicher Unterschied
> diesbezüglich zwischen verschiedenen Ketten aufgefallen?

Nicht systematisch beobachtet... so im Nachhinein... ältere SRAM hatt
gerne mal kompletten Rollenverlust.. Ich hatte (IIRC) mal einer
Bekannten Kettenabschnitte (4 gleichtzeitig gefahrene an einem Rad) für
Schliffbilder gegeben... ist nur nie was draus geworden... chronischer
Überfluß an Zeitmangel... und sowas kostet dann in Aufbereitung und
Auswertung schnell mehr Zeit als man zur Verfügung hat.

> Und ja ich sollte mir wahrscheinlich mal eine Verschleißlehre kaufen,
> die das Problem nicht hat...

Häh, AFAIK haben alle käuflichen diese
"Ichmessdenrollenverschleissmitfehler" eingebaut.... da ist nur
selberbauen angesagt oder einen genauen Zollstock* besorgen angesagt:-)
Alternativ hatte hierzugroups mal jemand ein latex-PS mit einer
Zoll-Markierung zur Verfügung gesellt.

Viele Grüße,

Olaf
*Zollstock, nicht Gliedermaßstab mit cm-Zeilung:-)


Gerald Eіscher

unread,
Sep 23, 2018, 4:07:10 PM9/23/18
to
Am 23.09.18 um 10:57 schrieb Patrick Rammelt:
>
> Die Kette war lt. "Rohloff Caliber 2" überfällig. Der Bereich der
> stärksten Abnutzung ist im ersten Bild jeweils im Bild oben zu sehen (so
> dass man die Kante gegen den Hintergrund gut sieht) im zweiten zeigt sie
> Richtung Kamera. Allzu dramatisch finde ich die Abnutzung am
> Verschlussbolzen nicht (maßgeblich erscheint mir die Höhe des Höckers in
> der Mitte).
>
> Zusatztfrage: Die Rohloff-Kettenlehre misst ja den Verscheleiß der
> Rollen mit, der aber für die Kettenlängung irrelevant ist. Ich nehme an
> die gehen dabei von einem bestimmten prozentualen Anteil an
> Rollenverschleiß aus, der mit einkalkuliert ist?

Meines Wissens haben die den Rollenverschleiß der (nicht mehr
hergestellten) Rohloff-Kette berücksichtigt.
Zum dem Thema existiert eine Usenet-Diskussion zwischen Jobst Brandt und
Onkel Bernd, wobei Jobst die Rohloff-Lehre abgelehnt und die Messung der
Bolzenabstände per Zollstock favorisiert hat. Rohloff war latürnich
anderer Meinung.

> Zusatzfrage 2: Ist jemandem schonmal ein deutlicher Unterschied
> diesbezüglich zwischen verschiedenen Ketten aufgefallen?
> Und ja ich sollte mir wahrscheinlich mal eine Verschleißlehre kaufen,
> die das Problem nicht hat...

Die von Pedros zum Bespiel. Für meinen Geschmack will die aber eine
Kette viel zu früh wechseln. Da kann man gleich bei einer
Verschleißlehre der Bauart Rohloff bleiben (Die Mighty kostet z.B. fast
nix und zeigt gleich wie die Rohloff an).

Ralph Aichinger

unread,
Sep 23, 2018, 4:13:20 PM9/23/18
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Gerald Eіscher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
> Die von Pedros zum Bespiel. Für meinen Geschmack will die aber eine
> Kette viel zu früh wechseln. Da kann man gleich bei einer
> Verschleißlehre der Bauart Rohloff bleiben (Die Mighty kostet z.B. fast
> nix und zeigt gleich wie die Rohloff an).

Was ist mit der Shimano-Lehre, hat die das Problem auch? Ich hab
irgendwo gelesen, daß die das durch die Vorspannung zwischen den
beiden Zapfen ausgleichen soll (bin aber ohne großen Glauben, ich
hab das Ding hier liegen):

https://www.instagram.com/p/BmlVtT1Afqu/

/ralph
>
--
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https://aisg.at
ausserirdische sind gesund

Michael Heydenbluth

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Sep 23, 2018, 7:36:59 PM9/23/18
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Am 23.09.2018 um 22:13 schrieb Ralph Aichinger:
> Gerald Eіscher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>> Die von Pedros zum Bespiel. Für meinen Geschmack will die aber eine
>> Kette viel zu früh wechseln. Da kann man gleich bei einer
>> Verschleißlehre der Bauart Rohloff bleiben (Die Mighty kostet z.B. fast
>> nix und zeigt gleich wie die Rohloff an).
>
> Was ist mit der Shimano-Lehre, hat die das Problem auch?

Nein, die mißt korrekt nur die Längung der Kette.

> Ich hab
> irgendwo gelesen, daß die das durch die Vorspannung zwischen den
> beiden Zapfen ausgleichen soll (bin aber ohne großen Glauben, ich
> hab das Ding hier liegen):
>
> https://www.instagram.com/p/BmlVtT1Afqu/

Man kann bei der Shimano-Lehre einen Fehler bei der Messung machen.

Durch die Vorspannung wird die "Rollenverschleiß wird fälschlich
mitgemessen"-Problematik kompensiert. Die Kette ist verschlissen, wenn
sie sich locker(!) an das Werkzeug anlegen läßt. Bei den normalen
Meßwerkzeugen ist es so, daß die Kette verschlissen ist, wenn sich das
Tool zwischen die Rollen bekommen läßt. Geht man mit derselben Methode
(Tool mit Kraft auf die Kette drücken) an die Sache heran, dann mißt man
nicht den Verschleiß, sondern drückt stattdessen die Feder zusammen.

Bei Shimano gilt: Für den Grobmotoriker scheint auch eine fast neue
Kette bereits verschlissen zu sein.

Zur von Gerald erwähnten Mighty: Ich habe sie auch und meine "reagiert"
viel zu spät. Zeigt sie "verschlissen 1 mm" an, dann ist das Ritzel
bereits im Eimer. Es ist halt ein Billigstanzteil, dessen sollte man
sich bewußt sein. Ein paar Feilenhiebe lösen das Problem nachhaltig oder
man ignoriert die 1mm-Seite und mißt ausschließlich mit der 0,75mm-Seite
(im Gegensatz zu Shimano hat die Mighty 2 Verschleißanzeigen).

Gerald Eіscher

unread,
Sep 24, 2018, 1:56:51 PM9/24/18
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Am 24.09.18 um 01:36 schrieb Michael Heydenbluth:
>
> Zur von Gerald erwähnten Mighty: Ich habe sie auch und meine "reagiert"
> viel zu spät. Zeigt sie "verschlissen 1 mm" an, dann ist das Ritzel
> bereits im Eimer.

Ich tausche eine Kette, wenn erstmals irgendwo die 1.0er Seite der
Mighty hineingeht. Ketten verschleißen nicht gleichmäßig, daher sollte
man immer an ein paar Stellen messen.


> Es ist halt ein Billigstanzteil, dessen sollte man
> sich bewußt sein.

Vielleicht hatte deine einen Grat, aber meine hat von Anfang an gleich
wie eine Rohloff angezeigt.
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