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Tödlicher Fahrradhelm

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Ulrich Mindrup

unread,
Jun 10, 2005, 7:32:24 AM6/10/05
to
In Hessen hat mal wieder ein Fahrradhelm ein kleines Kind das Leben
gekostet :-(

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,359877,00.html

Grüße

Ulrich

Patrick Kibies

unread,
Jun 10, 2005, 8:07:59 AM6/10/05
to
Ulrich Mindrup meinte

> In Hessen hat mal wieder ein Fahrradhelm ein kleines Kind das Leben
> gekostet :-(


> http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,359877,00.html

Das Kind ist aber gestorben, weil der Helm nicht bestimmungsgemäß genutzt
wurde. In jeder Helmanleitung ist nachzulesen, dass man zum Klettern diese
Helme nicht verwenden darf. Ich bezweifel, dass im Falle eines Sturzes ein
Helm unter normalen Umständen Verletzungen verschlimmern kann.

Hingegen habe ich mehrere Helme gesehen, die Sturzfolgen gemildert hat.

Bei einem Beispiel steckte ein Schotterstein vollständig im Helm, dieser
wäre sicher auch durch eine Schädeldecke gedrungen.

Helme können sicherlich Kopfverletzungen NICHT verhindern,
Wirbelsäulenschäden schonmal garnicht, aber die Druckverteilung und die
Knautschzone (Styropor wird zusammengedrückt). Dabei kann , auch für den
physikalischen Laien mit geringfügigen Schulkenntnissen nachvollziehbar,
eine Verringerung die Belastung verringert werden.


Das beliebte Argument, dass Helme die Risikobereitschaft erhöhen ist stark
Personenabhängig. Ich fahre sehr sicherheitsbewusst und fahre niemals ohne
Helm, schonmal garnicht abseits von Straßen. Auch mir haben Fahrradhelme
schon diverse Male "geholfen" (Laternentreffer --> Helm nahezu zerlegt -->
leichte Kopfschmerzen).

Ein Integralhelm(den ich leider (noch) nicht besitze schützen zusätzlich das
Gesicht. Ich halte die Diskussion Helm oder nicht jedenfalls auf DIESER
Basis für Sinnlos. Man kann genausogut Argumentieren, dass schonmal jemand
vom um den Hals gelegten Sicherheitsgurt erwürgt wurde, also bitte immer
schön die Begleitumstände betrachten.

Also Helme auf den Kopf und Radwege meiden...

>
> Grüße
>
> Ulrich

--
P@rick
Was bei Windows der Umfang eines "kompletten Betriebssystems" ist,
nennt man bei Linux eine Rescuedisk. [David Kastrup am 3.6.2004 in dcoulm]

Thomas Voigt

unread,
Jun 10, 2005, 8:19:22 AM6/10/05
to
Patrick Kibies wrote:
> Ich bezweifel, dass im Falle eines Sturzes ein
> Helm unter normalen Umständen Verletzungen verschlimmern kann.

Jehova!
Du bist neu hier, oder?


> Bei einem Beispiel steckte ein Schotterstein vollständig im Helm, dieser
> wäre sicher auch durch eine Schädeldecke gedrungen.

Aber sicher. Deshalb sind die Kinder vor 20 Jahren ja auch wie die
Fliegen an Schottersteinen gestorben.

tv

Gerald Eischer

unread,
Jun 10, 2005, 8:32:02 AM6/10/05
to
Patrick Kibies schrieb:

>
> Hingegen habe ich mehrere Helme gesehen, die Sturzfolgen gemildert hat.
>
> Bei einem Beispiel steckte ein Schotterstein vollständig im Helm, dieser
> wäre sicher auch durch eine Schädeldecke gedrungen.

*prust* Du hast eine Schädeldecke aus Styropor?
Erstaunlich, was sich manche Leute zusammenphantasieren!

Bernd, ein Shitelement mit Schotterstein gibt es noch nicht?

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://drffaq.freezope.org |
| Für OE-Nutzer: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html |

Ralf Bader

unread,
Jun 10, 2005, 9:43:54 AM6/10/05
to
Patrick Kibies wrote:

> Ulrich Mindrup meinte
>
>> In Hessen hat mal wieder ein Fahrradhelm ein kleines Kind das Leben
>> gekostet :-(
>
>
>> http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,359877,00.html
>
> Das Kind ist aber gestorben, weil der Helm nicht bestimmungsgemäß genutzt
> wurde. In jeder Helmanleitung ist nachzulesen, dass man zum Klettern diese
> Helme nicht verwenden darf.

Du hast keine Ahnung vom Tun und Lassen vierjähriger Kinder. Daß diese ihre
Salatschüsseln "bestimmungsgemäß" auf- und absetzen, ist reines Wunschdenken
weltfremder Theoretiker.

> Ich bezweifel, dass im Falle eines Sturzes ein
> Helm unter normalen Umständen Verletzungen verschlimmern kann.
>
> Hingegen habe ich mehrere Helme gesehen, die Sturzfolgen gemildert hat.

Bingo.

> Also Helme auf den Kopf

Es hat dir egal zu sein, was ich nicht auf meinen Kopf setze.

Raimund Huemmer

unread,
Jun 10, 2005, 9:42:14 AM6/10/05
to
Patrick Kibies <linux...@web.de> writes:

> Hingegen habe ich mehrere Helme gesehen, die Sturzfolgen gemildert hat.

Wow, ich bin beeindruckt. War das eine Versuchsreihe, einmal mit,
einmal ohne Helm, bei ansonsten gleichbleibenden Bedingungen? Wo kann
man diese Studie nachlesen?

> Ein Integralhelm(den ich leider (noch) nicht besitze schützen zusätzlich das
> Gesicht.

Genau, und eine Ritterrüstung schützt praktisch den ganzen Körper.


Gruss
Raimund

--
Life's too short to read boring signatures

Patrick Kibies

unread,
Jun 10, 2005, 9:42:37 AM6/10/05
to
Thomas Voigt meinte

> Patrick Kibies wrote:
>> Ich bezweifel, dass im Falle eines Sturzes ein
>> Helm unter normalen Umständen Verletzungen verschlimmern kann.
>
> Jehova!
> Du bist neu hier, oder?

Ich lese schon eine Weile mit und mir ist durchaus bewusst wie das Thema
"Helm" hier gesehen wird.<ballett> Jehova, Jehova</ballett>



>> Bei einem Beispiel steckte ein Schotterstein vollständig im Helm, dieser
>> wäre sicher auch durch eine Schädeldecke gedrungen.
>
> Aber sicher. Deshalb sind die Kinder vor 20 Jahren ja auch wie die
> Fliegen an Schottersteinen gestorben.

SO habe ich das nicht gesagt, aber das ist ein Risiko vor dem man sich
schützen kann und sollte. Erstickungsunfälle durch Fahrradhelme auf
Klettergerüsten sind jedenfalls kein Argument gegen Fahrradhelme beim
Fahrradfahren.

Elke Bock

unread,
Jun 10, 2005, 10:07:59 AM6/10/05
to
Patrick Kibies <linux...@web.de> schrieb:

>Ich fahre sehr sicherheitsbewusst und fahre niemals ohne
>Helm, schonmal garnicht abseits von Straßen. Auch mir haben Fahrradhelme
>schon diverse Male "geholfen" (Laternentreffer --> Helm nahezu zerlegt -->
>leichte Kopfschmerzen).

Was bin ich froh, nicht gar so sehr sicherheitsbewußt zu
fahren. Vermutlich ist es mir deshalb noch nie gelungen,
eine Laterne zu "treffen". :-P


elke
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.

Thomas Voigt

unread,
Jun 10, 2005, 10:11:00 AM6/10/05
to

Ah. Hatte ich doch glatt ueberlesen - so ein Laternentreffer erklaert
natuerlich einiges.

Tho"scnr"mas

Message has been deleted

Patrick Kibies

unread,
Jun 10, 2005, 10:24:30 AM6/10/05
to
Gerald Eischer meinte

> Patrick Kibies schrieb:
>>
>> Hingegen habe ich mehrere Helme gesehen, die Sturzfolgen gemildert hat.
>>
>> Bei einem Beispiel steckte ein Schotterstein vollständig im Helm, dieser
>> wäre sicher auch durch eine Schädeldecke gedrungen.
>
> *prust* Du hast eine Schädeldecke aus Styropor?

besser wäre es! Der Schädel ist nur minimal Verformbar, sagen wir einen
Millimeter bis er bricht. Wenn mein Kopf nun mit v=10m/s auf ein Hinderniss
prallt wirkt bei einer "Bremsung " auf diesem Millimeter eine Kraft von
F=am für a=v²/2s --> F=(100/2)*m --> Das fünfzigfache seiner Gewichtskraft.
Wenn ich nun einen Styrohelm um sagen wir 7mm Eindrücken wird auf Grund der
linearen Abhängigkeit die Kraf auf 50/7 reduziert und beträgt nur noch gut
dsa Siebenfache der Gewichtskraft!!

> Erstaunlich, was sich manche Leute zusammenphantasieren!

Uiuiui phantasieren?

Nein aber eine wesentlich härtere und somit weniger tolerante. Es macht
meines Erachtens schon Sinn den Schädel unter 'ne Styromütze zu packen.


> Bernd, ein Shitelement mit Schotterstein gibt es noch nicht?

Ein was?

Kristian Neitsch

unread,
Jun 10, 2005, 10:27:36 AM6/10/05
to
Am 10.Jun.2005 schrieb Ralf Bader:

> Patrick Kibies wrote:
>
>> Ulrich Mindrup meinte
>>
>>> In Hessen hat mal wieder ein Fahrradhelm ein kleines Kind das Leben
>>> gekostet :-(
>>
>>
>>> http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,359877,00.html
>>
>> Das Kind ist aber gestorben, weil der Helm nicht bestimmungsgemäß genutzt
>> wurde. In jeder Helmanleitung ist nachzulesen, dass man zum Klettern diese
>> Helme nicht verwenden darf.
>
> Du hast keine Ahnung vom Tun und Lassen vierjähriger Kinder. Daß diese ihre
> Salatschüsseln "bestimmungsgemäß" auf- und absetzen, ist reines Wunschdenken
> weltfremder Theoretiker.

ACK Erinnert ein bisschen an das Urteil das dem Hahn nur von 8-11 und 13-16
Uhr das Krähen erlaubt.

Kristian Neitsch
--
GNUpg available on subject "send GNUpg"

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Stephan Gerlach

unread,
Jun 10, 2005, 10:45:13 AM6/10/05
to
Patrick Kibies schrieb:

> Ich bezweifel, dass im Falle eines Sturzes ein
> Helm unter normalen Umständen Verletzungen verschlimmern kann.

Im "Fall eines Sturzes"...
Dazu muß dieser Fall aber erstmal eintreten.
Mitunter treten auch andere Fälle auf, wie der geschilderte.

> Hingegen habe ich mehrere Helme gesehen, die Sturzfolgen gemildert hat.
>
> Bei einem Beispiel steckte ein Schotterstein vollständig im Helm, dieser
> wäre sicher auch durch eine Schädeldecke gedrungen.

Sicher? Ein Stein im Styropoer legt auf den ersten Blick diese
Vermutung nahe; stimmen muß sie deswegen nich zwangsläufig.
Knochen halten mehr aus als Styropor.

> Dabei kann , auch für den
> physikalischen Laien mit geringfügigen Schulkenntnissen nachvollziehbar,
> eine Verringerung die Belastung verringert werden.

Unter günstigen Bedingungen, nämlich *wenn*(!) man im richtigen
Winkel auf ein Hindernis prallt.
Unter ungünstigen Bedingungen, nämlich *wenn* man aufgrund des
Helmes irgendwo hängen bleibt oder *wenn* man schräg aufkommt,
*kann* die Belastung u.U. sogar vergrößert werden.

> Ich fahre sehr sicherheitsbewusst und fahre niemals ohne
> Helm,

Mach das

> schonmal garnicht abseits von Straßen.

MTB-Fahren im Unterholz unterscheidet sich doch etwas vom
Straßenverkehr.

> Auch mir haben Fahrradhelme
> schon diverse Male "geholfen" (Laternentreffer --> Helm nahezu zerlegt -->
> leichte Kopfschmerzen).

Besser ist es, gar nicht erst die Laterne zu treffen.

> Ein Integralhelm(den ich leider (noch) nicht besitze schützen zusätzlich das
> Gesicht.

In der Tat, Integralhelme (z.B. Morottadhelme) dürften eine
bessere physikalische Schutzwirkung haben als Fahrradhelme.

> Ich halte die Diskussion Helm oder nicht jedenfalls auf DIESER
> Basis für Sinnlos. Man kann genausogut Argumentieren, dass schonmal jemand
> vom um den Hals gelegten Sicherheitsgurt erwürgt wurde,

Im Gegensatz zum Fahrradhelm wurde beim Sicherheitsgurt eine
Schutzwirkung (statistisch) nachgewiesen - zumindest für die
Insassen des Autos.

Passieren *kann* alles mögliche, entscheidend ist nun mal die
statistische Schutzwirkung.

--
Stephan

Er sollte mehr Bewegung machen. Dann erkältet er sich nicht so
leicht.
(Friedrich Volkmann über Jan Ullrich in d.r.f.)

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Arno Welzel

unread,
Jun 10, 2005, 10:55:29 AM6/10/05
to
Patrick Kibies wrote:

> Thomas Voigt meinte
>
[Schotterstein im Helm statt Schädel]


>>Aber sicher. Deshalb sind die Kinder vor 20 Jahren ja auch wie die
>>Fliegen an Schottersteinen gestorben.
>
> SO habe ich das nicht gesagt, aber das ist ein Risiko vor dem man sich
> schützen kann und sollte. Erstickungsunfälle durch Fahrradhelme auf
> Klettergerüsten sind jedenfalls kein Argument gegen Fahrradhelme beim
> Fahrradfahren.

Genau - was sind schon ein paar erstickte Kinder und das bisschen
potentielle Todesgefahr auf dem Spielplatz im Vergleich zu viel
grösseren Gefahr im Strassenverkehr - vor allem wo Kinder unter 7 Jahren
ja auch immer auf der Fahrbahn unterwegs sind... au weia...


--
Arno Welzel
http://arnowelzel.de
CD/DVD-Datenbank: http://arnowelzel.de/rwinfo/
EMail: usenet...@arnowelzel.de

Stephan Gerlach

unread,
Jun 10, 2005, 11:02:25 AM6/10/05
to
Patrick Kibies schrieb:

> Es macht
> meines Erachtens schon Sinn den Schädel unter 'ne Styromütze zu packen.

Dann sei konsequent und mache das nicht nur beim Radfahren.
Z.B. wenn man 'ne Treppe schnell runterrennt, kann man sich auch
ganz schön hinlegen. Oder beim Wandern im Wald.

Message has been deleted

Thomas Voigt

unread,
Jun 10, 2005, 11:05:31 AM6/10/05
to
Patrick Kibies wrote:
> Gerald Eischer meinte
>
>>Patrick Kibies schrieb:
>>>Bei einem Beispiel steckte ein Schotterstein vollständig im Helm, dieser
>>>wäre sicher auch durch eine Schädeldecke gedrungen.
>>
>>*prust* Du hast eine Schädeldecke aus Styropor?
>
> besser wäre es! Der Schädel ist nur minimal Verformbar, sagen wir einen
> Millimeter bis er bricht. Wenn mein Kopf nun mit v=10m/s auf ein Hinderniss
> prallt wirkt bei einer "Bremsung " auf diesem Millimeter eine Kraft von
> F=am für a=v²/2s --> F=(100/2)*m --> Das fünfzigfache seiner Gewichtskraft.

Jo. Haelt er aus ohne zu brechen. Gibt nur einen groesseren blauen
Fleck. BTDT.

> Wenn ich nun einen Styrohelm um sagen wir 7mm Eindrücken wird auf Grund der
> linearen Abhängigkeit die Kraf auf 50/7 reduziert und beträgt nur noch gut
> dsa Siebenfache der Gewichtskraft!!

Du verwechselst da was mit einer elastischen Verformung oder so. Ich
empfehle <http://myhome.iolfree.ie/~hardshell/physik.html>

EOT fuer mich, mein Hamsterbrand ist alle.

tv

Thomas Pröll

unread,
Jun 10, 2005, 11:25:32 AM6/10/05
to
On Fri, 10 Jun 2005 16:24:30 +0200, Patrick Kibies <linux...@web.de>
wrote:

>Wenn ich nun einen Styrohelm um sagen wir 7mm Eindrücken wird auf Grund
> der
> linearen Abhängigkeit die Kraf auf 50/7 reduziert und beträgt nur noch
> gut
> dsa Siebenfache der Gewichtskraft!!

Der Ansatz ist falsch, da die lineare Abhängigkeit nicht gegeben ist.
Ersetze die Bremswirkung des Helmes durch eine Feder, die sich 7mm
zusammendrücken läßt - Du kannst jedoch sehr harte oder sehr weiche Federn
verwenden. Eine sehr weiche Feder (Kugelschreiber) hat keinen
signifikanten Einfluß.

Solche Rechnereien habe ich schon vor Jahren gebracht, als ich noch an
Helme glaubte. Dieser Ansatz is straight-forward, übersieht allerdings
wichtige medizinische Fakten und berücksichtigt keine wissenschaftlich
strukturierte Vorgehensweise.

Also: Wo ist das Grundproblem? Was willst Du vor was schützen?
[ ] Skalp vor Blutungen
[ ] Schädelknochen vor Bruch
[ ] Gehirn vor linearer Beschleuigung
[ ] Gehirn vor rotatorischer Beschleunigung
[ ] Gehirn vor Eindringen von Objekten

Maximal zwei Zielvorgaben sind möglich.


Thomas

Alexander Reiter

unread,
Jun 10, 2005, 11:27:50 AM6/10/05
to
Arno Welzel wrote:
> Genau - was sind schon ein paar erstickte Kinder und das bisschen
> potentielle Todesgefahr auf dem Spielplatz im Vergleich zu viel
> grösseren Gefahr im Strassenverkehr - vor allem wo Kinder unter 7 Jahren
> ja auch immer auf der Fahrbahn unterwegs sind... au weia...

Trotzdem sind noch zu viele auf der Fahrbahn unterwegs. Darum: Mehr
Radwege! Könnte hier vielleicht einer auch nur eine Sekunde an die
Kinder denken?

--
»Nach der Schlacht von Leipzig sah man Pferde, denen drei, vier und noch mehr
Beine abgeschossen waren, herrenlos herumlaufen.«
-- Professor Johann Georg August Galletti (1750-1828)

Gerald Eischer

unread,
Jun 10, 2005, 11:33:33 AM6/10/05
to
Patrick Kibies schrieb:
> Gerald Eischer meinte

>
>>*prust* Du hast eine Schädeldecke aus Styropor?
>
> besser wäre es!

Die Evolution von Wirbeltieren hätte nicht stattgefunden. Hm, wäre für
die Erde vielleicht nicht einmal das Schlechteste gewesen.

> Der Schädel ist nur minimal Verformbar, sagen wir einen
> Millimeter bis er bricht. Wenn mein Kopf nun mit v=10m/s auf ein Hinderniss
> prallt

Aha. Keine Ahnung, aber groß mit Physik um sich schmeißen. Dass eine
Aufprallgeschwindigkeit von 10 m/s weit jenseits jeder Spezifikation
eines Fahrradhelmes liegt, ist dir offensichtlich völlig unbekannt.


> Nein aber eine wesentlich härtere und somit weniger tolerante. Es macht
> meines Erachtens schon Sinn den Schädel unter 'ne Styromütze zu packen.

Als Sonnenschutz taugt die durchaus, gegen Kälte leider nicht, dazu sind
zu viele Löcher drin.

>>Bernd, ein Shitelement mit Schotterstein gibt es noch nicht?
>
> Ein was?

http://bernd.sluka.de/Radfahren/bullshit_bingo.php

Fabian Rochner

unread,
Jun 10, 2005, 11:40:59 AM6/10/05
to
Alexander Reiter schrieb:

> Arno Welzel wrote:
>
>>Genau - was sind schon ein paar erstickte Kinder und das bisschen
>>potentielle Todesgefahr auf dem Spielplatz im Vergleich zu viel
>>grösseren Gefahr im Strassenverkehr - vor allem wo Kinder unter 7 Jahren
>>ja auch immer auf der Fahrbahn unterwegs sind... au weia...
>
> Trotzdem sind noch zu viele auf der Fahrbahn unterwegs. Darum: Mehr
> Radwege! Könnte hier vielleicht einer auch nur eine Sekunde an die
> Kinder denken?

Kinder dürfen und sollen auf dem Gehweg fahren, bis zu einem bestimmten
Alter, das mir gerade nicht einfällt. Danach sollten sie sich soweit
sicher im Verkehr bewegen können, dass sie auch die Fahrbahn benutzen
können. Ergo: Radwege helfen nicht wirklich, wenn man das Risiko für
Kinder im Straßenverkehr reduzieren will.

Gruß
Fabian Rochner

Christoph Maercker

unread,
Jun 10, 2005, 11:42:31 AM6/10/05
to
Patrick Kibies wrote:
> Das Kind ist aber gestorben, weil der Helm nicht bestimmungsgemäß genutzt
> wurde. In jeder Helmanleitung ist nachzulesen, dass man zum Klettern diese
> Helme nicht verwenden darf. Ich bezweifel, dass im Falle eines Sturzes ein
> Helm unter normalen Umständen Verletzungen verschlimmern kann.

Warum? So unglaublich, wie manche Unfälle ablaufen, halte ich es
durchaus für möglich, dass sich die Helmgurte beim Sturz vom Fahrrad
irgendwo verfangen und den Radfahrer strangulieren. Beispielsweise am
eigenen Lenker, an einer Stoßstange, am Rückspiegel oder an einem der
allseits beliebten Hindernisse auf "Radwegen".

> Hingegen habe ich mehrere Helme gesehen, die Sturzfolgen gemildert hat.
> Bei einem Beispiel steckte ein Schotterstein vollständig im Helm, dieser
> wäre sicher auch durch eine Schädeldecke gedrungen.

Solche Unfälle passieren beinahe täglich, oder?

> Helme können sicherlich Kopfverletzungen NICHT verhindern,
> Wirbelsäulenschäden schonmal garnicht, aber die Druckverteilung und die
> Knautschzone (Styropor wird zusammengedrückt). Dabei kann , auch für den
> physikalischen Laien mit geringfügigen Schulkenntnissen nachvollziehbar,
> eine Verringerung die Belastung verringert werden.

Nur, wie häufig passiert das denn?
Wenn jemand dermaßen ungünstig fällt, dass ihn ein Helm überhaupt vor
Kopfverletzungen schützt, hatte er keine Zeit mehr, angemessen zu
reagieren. Von der Ausnahme-Situation Sturz ist es wiederum die Ausnahme.


> Ich fahre sehr sicherheitsbewusst und fahre niemals ohne
> Helm, schonmal garnicht abseits von Straßen. Auch mir haben Fahrradhelme
> schon diverse Male "geholfen" (Laternentreffer --> Helm nahezu zerlegt -->
> leichte Kopfschmerzen).

Auf den Fahrbahnen, wo ich fahre, stehen zum Glück keine Laternen.

> Ein Integralhelm(den ich leider (noch) nicht besitze schützen zusätzlich das
> Gesicht.

Der Weg bis zum Radfahrer-Harnisch ist kurz, wie ich sehe.
BTW: Integralhelme gibt's beim Motorrad-Handel Deiner Wahl.

> Ich halte die Diskussion Helm oder nicht jedenfalls auf DIESER
> Basis für Sinnlos. Man kann genausogut Argumentieren, dass schonmal jemand
> vom um den Hals gelegten Sicherheitsgurt erwürgt wurde, also bitte immer
> schön die Begleitumstände betrachten.

Du hast insofern recht als derartige Unfälle nicht die Hauptargumente
gegen Fahrradhelme sind.

> Also Helme auf den Kopf und Radwege meiden...

Letzteres auf jeden Fall. Ersteres bitte auch im Haushalt beim
Fensterputzen, Glühbirnenwechsel, bei der Obsternte, im Auto, ...
alles kreuzgefährliche Tätigkeiten, Frag Deinen Versicherer, der weiß es.
--


CU Christoph Maercker.

RADWEGE sind TODSICHER!

Christoph Maercker

unread,
Jun 10, 2005, 11:45:55 AM6/10/05
to
Thomas Voigt wrote:
>> Vermutlich ist es mir deshalb noch nie gelungen, eine Laterne zu "treffen". :-P
> Ah. Hatte ich doch glatt ueberlesen - so ein Laternentreffer erklaert
> natuerlich einiges.

Bloß gut, dass es kein *Latrinen*-Treffer war. :-D
Wobei der ihm keine Kopfschmerzen bereitet hätte, der Helm hätte
allerdings auch nicht geholfen.

Message has been deleted

Gerald Eischer

unread,
Jun 10, 2005, 12:03:19 PM6/10/05
to
Christoph Maercker schrieb:

> Thomas Voigt wrote:
>
>>> Vermutlich ist es mir deshalb noch nie gelungen, eine Laterne zu
>>> "treffen". :-P
>>
>> Ah. Hatte ich doch glatt ueberlesen - so ein Laternentreffer
>> erklaert natuerlich einiges.
>
> Bloß gut, dass es kein *Latrinen*-Treffer war. :-D Wobei der ihm
> keine Kopfschmerzen bereitet hätte,

Sicher? Kürzlich hat jemand ein Foto mit Klos am Rad_weg! gepostet.

Und was glaubst du, wohin die Tür von diesem Scheißhaus
http://members.kabsi.at/eischer/gerald/bilder/rad_weg/operngasse/086_mhhh-lecker.jpg
auf geht?

Ulrich Mindrup

unread,
Jun 10, 2005, 12:27:38 PM6/10/05
to
Patrick Kibies schrieb:


>
> Das Kind ist aber gestorben, weil der Helm nicht bestimmungsgemäß genutzt
> wurde. In jeder Helmanleitung ist nachzulesen, dass man zum Klettern diese
> Helme nicht verwenden darf. Ich bezweifel, dass im Falle eines Sturzes ein
> Helm unter normalen Umständen Verletzungen verschlimmern kann.

Zeig mir bitte das vierjährige Kind, das Bedienungsanleitungen lesen
kann oder sich auch nur zuverlässig an die Anweisung seiner Eltern hält,
den Helm sofort nach dem Fahren mit dem Rad abzunehmen.

Von einem Fahrradhelm gehen auch -insbesondere für kleine Kinder massive
Gefahren aus. Der geschilderte Unfall war keineswegs der erste seiner Art.

>
> Hingegen habe ich mehrere Helme gesehen, die Sturzfolgen gemildert hat.
>
> Bei einem Beispiel steckte ein Schotterstein vollständig im Helm, dieser
> wäre sicher auch durch eine Schädeldecke gedrungen.

Dir scheint der Unterschied zwischen Knochen und Styropor nicht bekannt
zu sein :-(


>
> Helme können sicherlich Kopfverletzungen NICHT verhindern,
> Wirbelsäulenschäden schonmal garnicht, aber die Druckverteilung und die
> Knautschzone (Styropor wird zusammengedrückt). Dabei kann , auch für den
> physikalischen Laien mit geringfügigen Schulkenntnissen nachvollziehbar,
> eine Verringerung die Belastung verringert werden.

Helme können die Gefahr irgendwo hängenzubleiben deutlich erhöhen. Und
die tödlichen Folgen sind ja durchaus bekannt.
>
>
> Das beliebte Argument, dass Helme die Risikobereitschaft erhöhen ist stark
> Personenabhängig. Ich fahre sehr sicherheitsbewusst und fahre niemals ohne


> Helm, schonmal garnicht abseits von Straßen. Auch mir haben Fahrradhelme
> schon diverse Male "geholfen" (Laternentreffer --> Helm nahezu zerlegt -->
> leichte Kopfschmerzen).

Betrunken? Das würde auch die Kopfschmerzen erklären.


>
> Ein Integralhelm(den ich leider (noch) nicht besitze schützen zusätzlich das

> Gesicht. Ich halte die Diskussion Helm oder nicht jedenfalls auf DIESER


> Basis für Sinnlos. Man kann genausogut Argumentieren, dass schonmal jemand
> vom um den Hals gelegten Sicherheitsgurt erwürgt wurde, also bitte immer
> schön die Begleitumstände betrachten.

Wie wäre es mit einer Lederkombi mit entsprechenden Protoktoren für
Rückrat, Ober- und Unterarme, etc. Eventuell in schickem Schwarz, so im
Darth-Vader-Look? Die keuchenden Geräusche kämen dann ganz automatisch ;-)

>
> Also Helme auf den Kopf und Radwege meiden...

Bei mir kommt kein einziger Helm auf den Kopf, geschweige denn mehrere.

Ulrich

Wolfgang Strobl

unread,
Jun 10, 2005, 1:37:45 PM6/10/05
to
Patrick Kibies <linux...@web.de>:

>Ulrich Mindrup meinte
>
>> In Hessen hat mal wieder ein Fahrradhelm ein kleines Kind das Leben
>> gekostet :-(
>
>
>> http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,359877,00.html
>

>Das Kind ist aber gestorben, weil der Helm nicht bestimmungsgemäß genutzt
>wurde.

Und deswegen ist es dem Kind nur recht geschehen?

Die Vorstellung ist lächerlich, eine vorgebliche Schutzvorrichtung habe
nur bei einem fiktiven bestimmungsgemäßen Gebrauch zu funktionieren und
sie dürfe sich beim tatsächlich üblichen Gebrauch zu einer Gefahr
entwickeln.

>In jeder Helmanleitung ist nachzulesen, dass man zum Klettern diese
>Helme nicht verwenden darf.

Und man muß nicht weit schauen, um Narrenkappenpropaganda zu finden, die
sich einen Dreck um solche Zettelchen zu scheren, die i.d.R. schon im
Laden in die Tonne wandern.

http://www.mystrobl.de/ws/fahrrad/helme/KidHelmetWarning.html


>Ich bezweifel, dass im Falle eines Sturzes ein
>Helm unter normalen Umständen Verletzungen verschlimmern kann.

Bei Fußgängern mag dies zutreffen, weil sie sich selten schneller als
mit wenigen km/h vorwärtsbewegen. Bei Radfahrern kann dieser um den
Kopf herum montierte überdimensionierte Bremsbelag bei einem Sturzh i.W.
nur dazu führen, Wahrscheinlichkeit und Stärke des Typs Beschleunigung
zu erhöhen, gegen die das Hirn vergleichsweise schlecht geschützt ist:
die Rotationsbeschleunigung.

>
>Hingegen habe ich mehrere Helme gesehen, die Sturzfolgen gemildert hat.

Danke für den Beleg, daß Helme gefährden. Deine Einbildung, eine
Milderung einer Sturzfolge gesehen zu haben, die gar nicht sichtbar sein
kann, ist belanglos. Die Tatsache, daß Helmträger sowohl in solchen
Erzählungen als auch in den tatsächlichen Unfallstatistiken
überrepräsentativ häufig vertreten sind, sollte allerdings zu denken
geben.

>
>Bei einem Beispiel steckte ein Schotterstein vollständig im Helm, dieser
>wäre sicher auch durch eine Schädeldecke gedrungen.

Natürlich. Und Köpfe zerplatzen ja bekanntlich genau so wie Melonen
unter Verspritzen von reichlich roter Masse, wenn sie mit dem Boden
zusammentreffen. Das ist genau so wie mit den Autos, die bei jedem
Aufprall auf ein Hindernis sofort explodieren und in einem Feuerball
vergehen. Sieht man ja in jedem besseren Kinofilm.

>
>Helme können sicherlich Kopfverletzungen NICHT verhindern,
>Wirbelsäulenschäden schonmal garnicht,

Auch das ist falsch. Die zwanzig Jahre alte Studie, in der ein kleines
Grüppchen von Medizinern aus dem Vergleich der Kopfverletzungsquote
einer Handvoll Kindern mit einer fehlerhaft gewählten Kontrollgruppe die
berüchtigten "86% weniger Kopfverletzungen" errechnete, wurde ein paar
Jahre später von einem Profi, einer ausgebildeten Statistikerin
analysiert. Dabei kam heraus, daß, wendet man die Rechenmethoden dieser
Studie auf dieselben Rohdaten an, Helme nahezu im selben Umfang auch
gegen Verletzungen unterhalb des Halses, also z.B. am Armen und Beinen,
wirken. Das hätte schon damals ausreichen müssen, diese Studie in die
Tonne zu treten. Aber wo ein Geschäft gewittert wird, setzt halt häufig
der Verstand aus.


>aber die Druckverteilung und die
>Knautschzone (Styropor wird zusammengedrückt). Dabei kann , auch für den
>physikalischen Laien mit geringfügigen Schulkenntnissen nachvollziehbar,
>eine Verringerung die Belastung verringert werden.

Aua. Sagen wir mal so: dieser Unsinn ist _nur_ für physikalische Laien
mit geringfügigen Schulkenntnissen nachvollziehbar. :-} Mit normalen
Schulkenntnissen sind die Erklärungsversuche durchaus verstehbar, warum
die von Laien vermutete Schutzwirkung im real life nicht festgestellt
werden konnten. Neben der Risikokompensation ist m.E. vor allem der
vergrößerte Wirkungsquerschnitt relevant, daneben vielleicht auch die
Folgen von so sonst nicht auftretenden Rotationsbeschleunigungen.


>Das beliebte Argument, dass Helme die Risikobereitschaft erhöhen ist stark
>Personenabhängig.

Hä?

>Ich fahre sehr sicherheitsbewusst und fahre niemals ohne
>Helm, schonmal garnicht abseits von Straßen.

Das _ist_ Risikokompensation. Der Helm bewirkt, daß Risiken eingegangen
werden, die man ohne ihn vermeiden würde. Etwa das Risiko, sich in
unwegsamem Gelände einem erhöhten Sturzrisiko auszusetzen. Unter der -
diskutablen - Annahme, daß der empfundenen Sicherheitsgewinn tatsächlich
das erhöhte Risiko ausgleicht, bleibt unter dem Strich ein konstant
gehaltenes effektives Gesamtrisiko.


>Auch mir haben Fahrradhelme
>schon diverse Male "geholfen" (Laternentreffer --> Helm nahezu zerlegt -->
>leichte Kopfschmerzen).

Faszinierend. Normal ist das nicht. :-}

Ansonsten, siehe oben. Die Tatsache, daß Helmträger sowohl in solchen
Erzählungen als auch in den tatsächlichen Unfallstatistiken
überrepräsentativ häufig vertreten sind, sollte sehr zu denken geben.

--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Walter Janné

unread,
Jun 10, 2005, 1:50:25 PM6/10/05
to
Patrick Kibies schrieb:

>Also Helme auf den Kopf und Radwege meiden...

Das muß man mir nicht sagen.
Ich meide Radwege wie die Pest und Helme meide ich auch.

Ähm...hat noch jemand Popcorn?

Walter
--
Hyppääjät Hyppää.

Message has been deleted

Walter Janné

unread,
Jun 10, 2005, 1:55:40 PM6/10/05
to
Elke Bock schrieb:

Du fährst nicht auf den richtigen Radwegen.

Walter
--
Die dünnsten Bücher der Welt:
6. Berühmte holländische Liebhaber

Gabriele Dirks

unread,
Jun 10, 2005, 2:41:10 PM6/10/05
to
Klaus Mueller <usenet...@radwegweg.info> wrote:
> Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> wrote:

> > Z.B. wenn man 'ne Treppe schnell runterrennt, kann man sich auch
> > ganz schön hinlegen. Oder beim Wandern im Wald.

> Duschen nicht vergessen.

Wo Du es sagst: Neulich, 203 km bei Regen, Hagel, Wind und ca 5°C.
Unfallfrei. Um dann anschließend in der Umkleide auf nassem Linoleum
auszurutschen und mir mit der Hilfe des Durchgangs zur Dusche Schienbein und
Hinterkopf gleichzeitig anzuditschen. *aua*

Gabriele

Ralf Stein-Cadenbach

unread,
Jun 10, 2005, 2:51:40 PM6/10/05
to
Bernd Sluka schrieb:

> Am Fri, 10 Jun 2005 15:42:37 +0200 schrieb Patrick Kibies:
>
>>SO habe ich das nicht gesagt, aber das ist ein Risiko vor dem man sich
>>schützen kann und sollte. Erstickungsunfälle durch Fahrradhelme auf
>>Klettergerüsten sind jedenfalls kein Argument gegen Fahrradhelme beim
>>Fahrradfahren.
>
>
> ... jedoch ein Argument gegen Fahrradhelme für Kinder.

Ein kritisches. In einem Flugblatt des ADFC las ich, daß an lösbaren
Helmverschlüssen für Kinderhelme gearbeitet wird. Diese würden zwar die
Schutzwirkung herabsetzen, aber das nimmt man in Kauf. Damit kommt man
dem ununterbrochenen Helmtragen einen Schritt näher. Die Argumetation
mit der Spielpatzgefahr ginge damit nach hinten los.

denkt

Ralf


Message has been deleted

Wolfgang Strobl

unread,
Jun 10, 2005, 3:16:41 PM6/10/05
to
Ralf Stein-Cadenbach <st...@cadenbach.de>:

Wer argumentiert denn?

Gabriele Dirks

unread,
Jun 10, 2005, 3:53:13 PM6/10/05
to
Klaus Mueller <usenet...@radwegweg.info> wrote:
> Fabian Rochner <redfe...@hotmail.com> wrote:

> > > Trotzdem sind noch zu viele auf der Fahrbahn unterwegs. Darum: Mehr
> > > Radwege! Könnte hier vielleicht einer auch nur eine Sekunde an die
> > > Kinder denken?

> Und deswegen forderst du Rad weg! e? Was hast du mit den Kindern vor?

Vielleicht der Form halber, damit es ihnen nicht so ergeht und sie auf dem
Gehweg erlegt werden:

http://www.express.de/servlet/Satellite?pagename=XP/index&pageid=1004370693392&rubrik=268&artikelid=1117300290822&regid=1

Eigentlich faszinierend, dass ein 14-jähriger nicht 1,40 m hoch gucken kann.
Baseballkappe (oder Helmkrempe?) hin oder her.

Gabriele

Message has been deleted

Thorsten Günther

unread,
Jun 10, 2005, 5:46:40 PM6/10/05
to
On Fri, 10 Jun 2005 16:24:30 +0200 Patrick Kibies <linux...@web.de>
wrote:
> Gerald Eischer meinte

>> *prust* Du hast eine Schädeldecke aus Styropor?
>

> besser wäre es! Der Schädel ist nur minimal Verformbar, sagen wir einen
> Millimeter bis er bricht.

Styropor in der Dicke von mehreren cm zerbreche ich im Gegensatz zu
handelsüblichen Schädeldecken mit einer Hand.

Thorsten

Message has been deleted

Walter Janné

unread,
Jun 10, 2005, 6:01:02 PM6/10/05
to
Arno Welzel schrieb:

>das bisschen
>potentielle Todesgefahr auf dem Spielplatz

Ein wenig Nervenkitzel bereichert doch das langweilige Leben unserer
zivilisationsgeschädigten HiTec-Generation. Und das kann man nicht früh
genug erfahren - eben auch schon im Kindesalter. Die einen klettern mit
Radhelmen behütet auf Spielplätzen herum, die anderen fahren eben auf
Radwegen.

Walter
--
24 Gründe warum Windows kein Virus ist
3. Falls früh genug entdeckt, kann man die meisten
Viren von einem Computer ohne einen Verlust von
Daten und Zeit entfernen.

Gerald Eischer

unread,
Jun 10, 2005, 6:00:19 PM6/10/05
to
Gabriele Dirks schrieb:

>
> Wo Du es sagst: Neulich, 203 km bei Regen, Hagel, Wind und ca 5°C.
> Unfallfrei. Um dann anschließend in der Umkleide auf nassem Linoleum
> auszurutschen und mir mit der Hilfe des Durchgangs zur Dusche Schienbein und
> Hinterkopf gleichzeitig anzuditschen. *aua*

[x] Duschh*lm- und Scheinbeinschützerpflicht NOW!

Patrick Kibies

unread,
Jun 10, 2005, 9:41:18 PM6/10/05
to
Klaus Mueller meinte

> Patrick Kibies <linux...@web.de> wrote:
>
>> Thomas Voigt meinte


>>
>> > Patrick Kibies wrote:
>> >> Ich bezweifel, dass im Falle eines Sturzes ein
>> >> Helm unter normalen Umständen Verletzungen verschlimmern kann.
>> >

>> > Jehova!
>> > Du bist neu hier, oder?
>>
>> Ich lese schon eine Weile mit und mir ist durchaus bewusst wie das Thema
>> "Helm" hier gesehen wird.<ballett> Jehova, Jehova</ballett>


>>
>> >> Bei einem Beispiel steckte ein Schotterstein vollständig im Helm,
>> >> dieser wäre sicher auch durch eine Schädeldecke gedrungen.
>> >

>> > Aber sicher. Deshalb sind die Kinder vor 20 Jahren ja auch wie die
>> > Fliegen an Schottersteinen gestorben.


>>
>> SO habe ich das nicht gesagt, aber das ist ein Risiko vor dem man sich
>> schützen kann und sollte. Erstickungsunfälle durch Fahrradhelme auf
>> Klettergerüsten sind jedenfalls kein Argument gegen Fahrradhelme beim
>> Fahrradfahren.
>

> Aber wie wäre es mit der Steigerung des Risikos schwerer
> Halswirbelsäulenverletzungen und Kiefertrümmerbrüche im Tausch gegen


wie erklärst du die? Die HWS-Verletzung ist noch nachvollziehbar --> Helm
polstert nach vorne auf, Kopf wird bei aufprall in den Nacken geschleudert.
Warum erhöht sich das Risiko für Kiefertrümmerbrüche (besonders bei
Integralhelmen)?

> eine etwas geringere Wahrscheinlichkeit für Kopfplatzwunden?
>
> Otternasen, Lerchenzungen, Hamsterbrand?

Römerkram? Nein Danke.


> Klaus

--
P@rick
Was bei Windows der Umfang eines "kompletten Betriebssystems" ist,
nennt man bei Linux eine Rescuedisk. [David Kastrup am 3.6.2004 in dcoulm]

Patrick Kibies

unread,
Jun 10, 2005, 9:46:44 PM6/10/05
to
Stephan Gerlach meinte

> Patrick Kibies schrieb:


>
>> Es macht
>> meines Erachtens schon Sinn den Schädel unter 'ne Styromütze zu packen.
>

> Dann sei konsequent und mache das nicht nur beim Radfahren.

Beim Radfahren bin ich einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Vor allem wenn ich
schnell mal ne Treppe runterfahre... Beim Radwandern im Wald brauche ich
sicherlich auch einen Helm.

> Z.B. wenn man 'ne Treppe schnell runterrennt, kann man sich auch
> ganz schön hinlegen. Oder beim Wandern im Wald.

Bindest du dich an, weil du von einer Bordsteinkante fallen kannst, bindest
du dich an wenn du in 120m Höhe an einer Antennenplattform arbeitest?

Setzt du einen Helm auf wenn du sagen wir zur Kirmes gehst und setzt du
einen Helm auf wenn du in einer Zeche anfährst?

Patrick Kibies

unread,
Jun 10, 2005, 9:55:58 PM6/10/05
to
Thomas Pröll meinte

> On Fri, 10 Jun 2005 16:24:30 +0200, Patrick Kibies <linux...@web.de>
> wrote:
>
>>Wenn ich nun einen Styrohelm um sagen wir 7mm Eindrücken wird auf Grund
>> der
>> linearen Abhängigkeit die Kraf auf 50/7 reduziert und beträgt nur noch
>> gut
>> dsa Siebenfache der Gewichtskraft!!
>
> Der Ansatz ist falsch, da die lineare Abhängigkeit nicht gegeben ist.
> Ersetze die Bremswirkung des Helmes durch eine Feder, die sich 7mm
> zusammendrücken läßt - Du kannst jedoch sehr harte oder sehr weiche Federn
> verwenden. Eine sehr weiche Feder (Kugelschreiber) hat keinen
> signifikanten Einfluß.

Der Helm sollte sich annähernd plastisch verformen, denke ich.

>
> Solche Rechnereien habe ich schon vor Jahren gebracht, als ich noch an
> Helme glaubte.

Ahja!

> Dieser Ansatz is straight-forward, übersieht allerdings
> wichtige medizinische Fakten und berücksichtigt keine wissenschaftlich
> strukturierte Vorgehensweise.

Wie müsste ich wissenschaftlich strukturiert vorgehen.

a) rational --> ich stelle mir ein Szenario vor. Das Zwillingspaar A und B
ist auf dem Fahrrad unterwegs. A trägt einen Helm b nicht. Beide fahren mit
einer Geschwindigkeit von 36km/h vor eine Laterne.

A wird zum einen einen matschigen Helm, zum Andern ziemliche Kopfschmerzen
und höchstwahrscheinlich eine Gehirnerschütterung haben und auch eine
lädierte HWS.

B dürfte seinen Kopfinhalt sonstwo suchen können.Bei Stürzen mögen Helme
nicht optimal schützen.Beim Auffahren auf ein Fahrzeug, dass mir die
Vorfahrt nimmt oder wenn jemand verträumt vor die La-*täng*-terne fährt
sollte ein gewisser Schutz gegeben sein,

b) empirisch --> Ich schaue mir die Folgen von Unfällen mit und ohne Helm an
--> ich kann kein Blut sehn...


> Also: Wo ist das Grundproblem? Was willst Du vor was schützen?
> [ ] Skalp vor Blutungen
> [ ] Schädelknochen vor Bruch

> [x] Gehirn vor linearer Beschleuigung
> [ ] Gehirn vor rotatorischer Beschleunigung
> [x] Gehirn vor Eindringen von Objekten

wobei der Schutz der Knochen kaum zu realisieren ist. rotatorische
Beschleunigung kann der Helm evtl. verstärken.

> Maximal zwei Zielvorgaben sind möglich.
>
>
> Thomas

--

Patrick Kibies

unread,
Jun 10, 2005, 10:00:03 PM6/10/05
to
Gerald Eischer meinte

> Patrick Kibies schrieb:
>> Gerald Eischer meinte
>>
>>>*prust* Du hast eine Schädeldecke aus Styropor?
>>
>> besser wäre es!
>
> Die Evolution von Wirbeltieren hätte nicht stattgefunden. Hm, wäre für
> die Erde vielleicht nicht einmal das Schlechteste gewesen.
>
>> Der Schädel ist nur minimal Verformbar, sagen wir einen
>> Millimeter bis er bricht. Wenn mein Kopf nun mit v=10m/s auf ein
>> Hinderniss prallt
>
> Aha. Keine Ahnung, aber groß mit Physik um sich schmeißen. Dass eine
> Aufprallgeschwindigkeit von 10 m/s weit jenseits jeder Spezifikation

Dafür kann man super damit rechnen...

> eines Fahrradhelmes liegt, ist dir offensichtlich völlig unbekannt.

Nö...

>
>> Nein aber eine wesentlich härtere und somit weniger tolerante. Es macht
>> meines Erachtens schon Sinn den Schädel unter 'ne Styromütze zu packen.
>
> Als Sonnenschutz taugt die durchaus,

schon, aber schwitzt man elendig unter den Plastikdeckeln. Insofern ist ohne
zur Kühlung angenehmer. Gegen kälte wirken die Mützen ganz gut. (In einem
meiner Helme ist ein Loch um die 2€-Stück größe drin. (BMX-Helm))

> gegen Kälte leider nicht, dazu sind
> zu viele Löcher drin.
>
>>>Bernd, ein Shitelement mit Schotterstein gibt es noch nicht?
>>
>> Ein was?
>
> http://bernd.sluka.de/Radfahren/bullshit_bingo.php

Aso. Na dann. Bei mir selbst brauchte ja noch kein Helm seine Fähigkeiten
beweisen, dennoch erscheint es mir weiterhin vernünftig zu sein die
Styromütze zu tragen, vor allem eben Abseits der Straßen.

Patrick Kibies

unread,
Jun 10, 2005, 10:01:59 PM6/10/05
to
Thorsten Günther meinte


Eben, der Helm soll ja auch geopfert werden!!

Wenn du Schädeldecke und Styropor stapelst und dann noch an Stelle von
Scherkräften Druckkräfte wirken lässt hast du wohl schlechtere Chancen. Da
wird die Styroschicht schon gut was an Energie aufnehmen.


> Thorsten

Patrick Kibies

unread,
Jun 10, 2005, 10:03:43 PM6/10/05
to
Ralf Bader meinte

> Patrick Kibies wrote:
>
>> Ulrich Mindrup meinte
>>
>>> In Hessen hat mal wieder ein Fahrradhelm ein kleines Kind das Leben
>>> gekostet :-(
>>
>>
>>> http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,359877,00.html
>>
>> Das Kind ist aber gestorben, weil der Helm nicht bestimmungsgemäß genutzt

>> wurde. In jeder Helmanleitung ist nachzulesen, dass man zum Klettern


>> diese Helme nicht verwenden darf.
>

> Du hast keine Ahnung vom Tun und Lassen vierjähriger Kinder. Daß diese
> ihre Salatschüsseln "bestimmungsgemäß" auf- und absetzen, ist reines

Ich war mal selbst vierjährig...


> Wunschdenken weltfremder Theoretiker.

danke. bin also weltfremd. klar.


>> Ich bezweifel, dass im Falle eines Sturzes ein
>> Helm unter normalen Umständen Verletzungen verschlimmern kann.
>>

>> Hingegen habe ich mehrere Helme gesehen, die Sturzfolgen gemildert hat.
>

> Bingo.


>
>> Also Helme auf den Kopf
>

> Es hat dir egal zu sein, was ich nicht auf meinen Kopf setze.

ist es mir auch... scheißegal sogar...

Patrick Kibies

unread,
Jun 10, 2005, 10:05:00 PM6/10/05
to
Elke Bock meinte

> Patrick Kibies <linux...@web.de> schrieb:
>
>>Ich fahre sehr sicherheitsbewusst und fahre niemals ohne
>>Helm, schonmal garnicht abseits von Straßen. Auch mir haben Fahrradhelme
>>schon diverse Male "geholfen" (Laternentreffer --> Helm nahezu zerlegt -->
>>leichte Kopfschmerzen).
>
> Was bin ich froh, nicht gar so sehr sicherheitsbewußt zu
> fahren. Vermutlich ist es mir deshalb noch nie gelungen,
> eine Laterne zu "treffen". :-P

man Fkuginsekt --> umschifft brille trifft auge.


> elke

Patrick Kibies

unread,
Jun 10, 2005, 10:11:15 PM6/10/05
to
Stephan Gerlach meinte

> Patrick Kibies schrieb:
>

>> Ich bezweifel, dass im Falle eines Sturzes ein
>> Helm unter normalen Umständen Verletzungen verschlimmern kann.
>

> Im "Fall eines Sturzes"...
> Dazu muß dieser Fall aber erstmal eintreten.
> Mitunter treten auch andere Fälle auf, wie der geschilderte.


>
>> Hingegen habe ich mehrere Helme gesehen, die Sturzfolgen gemildert hat.
>>

>> Bei einem Beispiel steckte ein Schotterstein vollständig im Helm, dieser
>> wäre sicher auch durch eine Schädeldecke gedrungen.
>

> Sicher? Ein Stein im Styropoer legt auf den ersten Blick diese
> Vermutung nahe; stimmen muß sie deswegen nich zwangsläufig.
> Knochen halten mehr aus als Styropor.

kann durchaus sein.


>> Dabei kann , auch für den
>> physikalischen Laien mit geringfügigen Schulkenntnissen nachvollziehbar,
>> eine Verringerung die Belastung verringert werden.
>

> Unter günstigen Bedingungen, nämlich *wenn*(!) man im richtigen
> Winkel auf ein Hindernis prallt.

macht man das nicht ;-)

> Unter ungünstigen Bedingungen, nämlich *wenn* man aufgrund des
> Helmes irgendwo hängen bleibt oder *wenn* man schräg aufkommt,
> *kann* die Belastung u.U. sogar vergrößert werden.

Das bestreite ich nicht, aber der Kopf ist dann immernoch gut geschützt.
Lediglich die Wirbelsäule...



>> Ich fahre sehr sicherheitsbewusst und fahre niemals ohne
>> Helm,
>

> Mach das


>
>> schonmal garnicht abseits von Straßen.
>

> MTB-Fahren im Unterholz unterscheidet sich doch etwas vom
> Straßenverkehr.

Ja doch, ein wenig.


>> Auch mir haben Fahrradhelme
>> schon diverse Male "geholfen" (Laternentreffer --> Helm nahezu zerlegt
>> --> leichte Kopfschmerzen).
>

> Besser ist es, gar nicht erst die Laterne zu treffen.

indeed



>> Ein Integralhelm(den ich leider (noch) nicht besitze schützen zusätzlich
>> das Gesicht.
>

> In der Tat, Integralhelme (z.B. Morottadhelme) dürften eine
> bessere physikalische Schutzwirkung haben als Fahrradhelme.

Fahrradhelm und Integralhelm schließen sich mitnichten aus!


>> Ich halte die Diskussion Helm oder nicht jedenfalls auf DIESER
>> Basis für Sinnlos. Man kann genausogut Argumentieren, dass schonmal
>> jemand vom um den Hals gelegten Sicherheitsgurt erwürgt wurde,
>

> Im Gegensatz zum Fahrradhelm wurde beim Sicherheitsgurt eine
> Schutzwirkung (statistisch) nachgewiesen - zumindest für die
> Insassen des Autos.

ja.

> Passieren *kann* alles mögliche, entscheidend ist nun mal die
> statistische Schutzwirkung.

Mich interessiert nicht wiviel von hundert Gestürzten Vor- oder Nachteile
gehabt hätten. mich interessiert mein eigener Kopf und was so landläufig
unter Fahrradhelm verkauft wird schützt nicht mehr als so ein PLastik-Ü-Ei,
aber ich denke wir sprechen einfach von unterschiedlichen Gegenständen.

Jeder hat bei "Fahrrad" ein anderes Bild im Kopf, so auch bei "Fahrradhelm".

Patrick Kibies

unread,
Jun 10, 2005, 10:15:20 PM6/10/05
to
Christoph Maercker meinte

> Patrick Kibies wrote:
>> Das Kind ist aber gestorben, weil der Helm nicht bestimmungsgemäß genutzt
>> wurde. In jeder Helmanleitung ist nachzulesen, dass man zum Klettern

>> diese Helme nicht verwenden darf. Ich bezweifel, dass im Falle eines


>> Sturzes ein Helm unter normalen Umständen Verletzungen verschlimmern
>> kann.
>

> Warum? So unglaublich, wie manche Unfälle ablaufen, halte ich es
> durchaus für möglich, dass sich die Helmgurte beim Sturz vom Fahrrad
> irgendwo verfangen und den Radfahrer strangulieren. Beispielsweise am
> eigenen Lenker, an einer Stoßstange, am Rückspiegel oder an einem der
> allseits beliebten Hindernisse auf "Radwegen".


Schon...

>> Hingegen habe ich mehrere Helme gesehen, die Sturzfolgen gemildert hat.
>> Bei einem Beispiel steckte ein Schotterstein vollständig im Helm, dieser
>> wäre sicher auch durch eine Schädeldecke gedrungen.
>

> Solche Unfälle passieren beinahe täglich, oder?
>

Gottlob nicht!

>> Helme können sicherlich Kopfverletzungen NICHT verhindern,

>> Wirbelsäulenschäden schonmal garnicht, aber die Druckverteilung und die
>> Knautschzone (Styropor wird zusammengedrückt). Dabei kann , auch für den


>> physikalischen Laien mit geringfügigen Schulkenntnissen nachvollziehbar,
>> eine Verringerung die Belastung verringert werden.
>

> Nur, wie häufig passiert das denn?
> Wenn jemand dermaßen ungünstig fällt, dass ihn ein Helm überhaupt vor
> Kopfverletzungen schützt, hatte er keine Zeit mehr, angemessen zu
> reagieren. Von der Ausnahme-Situation Sturz ist es wiederum die Ausnahme.

Wie oft geschehen Autounfälle. Ich schnall' micht nicht mehr an...

>
>> Ich fahre sehr sicherheitsbewusst und fahre niemals ohne

>> Helm, schonmal garnicht abseits von Straßen. Auch mir haben Fahrradhelme


>> schon diverse Male "geholfen" (Laternentreffer --> Helm nahezu zerlegt
>> --> leichte Kopfschmerzen).
>

> Auf den Fahrbahnen, wo ich fahre, stehen zum Glück keine Laternen.

Ich schrieb schon irgendwo, dass ich plötzlich, durch ein Insekt, in meiner
Fähigkeit zu sehen derartig eingeschränkt war, dass ich dieses statistisch
kaum vorstellbare Meisterwerk vollbracht habe die einzige Laterne im
Umkreis von 80m zu treffen. Es war auf einem Schulhof, rundherum
asphaltierte Fläche...


>> Ein Integralhelm(den ich leider (noch) nicht besitze schützen zusätzlich
>> das Gesicht.
>

> Der Weg bis zum Radfahrer-Harnisch ist kurz, wie ich sehe.
> BTW: Integralhelme gibt's beim Motorrad-Handel Deiner Wahl.


>
>> Ich halte die Diskussion Helm oder nicht jedenfalls auf DIESER
>> Basis für Sinnlos. Man kann genausogut Argumentieren, dass schonmal

>> jemand vom um den Hals gelegten Sicherheitsgurt erwürgt wurde, also bitte


>> immer schön die Begleitumstände betrachten.
>

> Du hast insofern recht als derartige Unfälle nicht die Hauptargumente
> gegen Fahrradhelme sind.
>
>> Also Helme auf den Kopf und Radwege meiden...
>
> Letzteres auf jeden Fall. Ersteres bitte auch im Haushalt beim
> Fensterputzen, Glühbirnenwechsel, bei der Obsternte, im Auto, ...
> alles kreuzgefährliche Tätigkeiten, Frag Deinen Versicherer, der weiß es.

Patrick Kibies

unread,
Jun 10, 2005, 10:18:34 PM6/10/05
to
Ulrich Mindrup meinte

> Patrick Kibies schrieb:
>
>
>>
>> Das Kind ist aber gestorben, weil der Helm nicht bestimmungsgemäß genutzt
>> wurde. In jeder Helmanleitung ist nachzulesen, dass man zum Klettern
>> diese Helme nicht verwenden darf. Ich bezweifel, dass im Falle eines
>> Sturzes ein Helm unter normalen Umständen Verletzungen verschlimmern
>> kann.
>
> Zeig mir bitte das vierjährige Kind, das Bedienungsanleitungen lesen
> kann oder sich auch nur zuverlässig an die Anweisung seiner Eltern hält,

die (Eltern) das Kind ja beaufsichtigen sollen


> den Helm sofort nach dem Fahren mit dem Rad abzunehmen.

die dann direkt intervenieren MÜSSEN!!


> Von einem Fahrradhelm gehen auch -insbesondere für kleine Kinder massive
> Gefahren aus. Der geschilderte Unfall war keineswegs der erste seiner Art.

Leider, nur war es der Helm, oder war es die verletzte Aufsichtspflicht?!?

>> Hingegen habe ich mehrere Helme gesehen, die Sturzfolgen gemildert hat.
>>
>> Bei einem Beispiel steckte ein Schotterstein vollständig im Helm, dieser
>> wäre sicher auch durch eine Schädeldecke gedrungen.
>
> Dir scheint der Unterschied zwischen Knochen und Styropor nicht bekannt
> zu sein :-(

Doch...


>
> Helme können die Gefahr irgendwo hängenzubleiben deutlich erhöhen. Und
> die tödlichen Folgen sind ja durchaus bekannt.

leider...



>> Das beliebte Argument, dass Helme die Risikobereitschaft erhöhen ist
>> stark Personenabhängig. Ich fahre sehr sicherheitsbewusst und fahre
>> niemals ohne Helm, schonmal garnicht abseits von Straßen. Auch mir haben
>> Fahrradhelme schon diverse Male "geholfen" (Laternentreffer --> Helm
>> nahezu zerlegt --> leichte Kopfschmerzen).
>
> Betrunken?

Nie.

> Das würde auch die Kopfschmerzen erklären.

danke...


>> Ein Integralhelm(den ich leider (noch) nicht besitze schützen zusätzlich
>> das Gesicht. Ich halte die Diskussion Helm oder nicht jedenfalls auf
>> DIESER Basis für Sinnlos. Man kann genausogut Argumentieren, dass
>> schonmal jemand vom um den Hals gelegten Sicherheitsgurt erwürgt wurde,
>> also bitte immer schön die Begleitumstände betrachten.
>
> Wie wäre es mit einer Lederkombi mit entsprechenden Protoktoren für
> Rückrat, Ober- und Unterarme, etc. Eventuell in schickem Schwarz, so im
> Darth-Vader-Look? Die keuchenden Geräusche kämen dann ganz automatisch ;-)

Auf der Strecke, wieso nicht.

>>
>> Also Helme auf den Kopf und Radwege meiden...
>
> Bei mir kommt kein einziger Helm auf den Kopf, geschweige denn mehrere.

mist, der ist zu gut...


> Ulrich

Gerald Eischer

unread,
Jun 10, 2005, 7:27:42 PM6/10/05
to
Patrick Kibies schrieb:

>
> Der Helm sollte sich annähernd plastisch verformen, denke ich.

Und ich denke, du solltest die Uhr deines Rechners einstellen. Wenn ich
auf Postings antworte, die erst in drei Stunden geschrieben werden,
komme ich mir immer etwas seltsam vor.

> Wie müsste ich wissenschaftlich strukturiert vorgehen.
>
> a) rational --> ich stelle mir ein Szenario vor. Das Zwillingspaar A und B
> ist auf dem Fahrrad unterwegs. A trägt einen Helm b nicht. Beide fahren mit
> einer Geschwindigkeit von 36km/h vor eine Laterne.

Falls die Aufprallgeschwindigkeit ebenfalls 10 m/s sein soll:
Fahrradh*lm so gut wie wirkungslos, da weit außerhalb seiner
Spezifikationen beansprucht.

> A wird zum einen einen matschigen Helm, zum Andern ziemliche Kopfschmerzen
> und höchstwahrscheinlich eine Gehirnerschütterung haben und auch eine
> lädierte HWS.
>
> B dürfte seinen Kopfinhalt sonstwo suchen können.

Nein. Die Ergebnisse deiner makabren Versuche werden annähernd die
gleichen sein. Beim einen ist die Wahrscheinlichkeit die Laterne
überhaupt zu treffen etwas erhöht und es liegt anschließend zerbröseltes
Styropor eines versagenden H*lmes herum.
Immer wieder erstaunlich, welche Wunderdinge 2 cm Styropor zugeschrieben
werden.

> Bei Stürzen mögen Helme
> nicht optimal schützen.Beim Auffahren auf ein Fahrzeug, dass mir die
> Vorfahrt nimmt oder wenn jemand verträumt vor die La-*täng*-terne fährt
> sollte ein gewisser Schutz gegeben sein,

Schon einmal nachgedacht, warum es *Sturz*helm heißt? Genau, weil diese
Dinger vor Stürzen schützen sollen, also Aufprallgeschwindigkeiten von
unter 20 km/h. Aufprall auf Hindernisse kommt weder in den
Prüfvorschriften noch sonst irgendwo vor.


>>[x] Gehirn vor Eindringen von Objekten

Dazu existieren tatsächlich Helme. Früher waren sie aus Stahl und werden
nun nach und nach von Kevlarhelmen verdrängt. Radfahrer benutzen
derartige Helme allerdings äußerst selten.

Bo-En Lo

unread,
Jun 10, 2005, 7:32:52 PM6/10/05
to
Gerald Eischer wrote:

> Bernd, ein Shitelement mit Schotterstein gibt es noch nicht?

Bernd sollte das nachbessern, weil das drf historisch gesehen unter
"spitze Steine" laeuft, auf die die Helmtraeger steckruebenmaessig
landen. Wo wir schon dabei sind, da fehlt auch noch der beruehmte Ast,
der staendig ueber Radwege haengt und gegen den schon viele Helmtraeger
gedonnert sind.

Gruss, Bo-En
(jetzt aber schnell ein Schluck TKognak!)

Patrick Kibies

unread,
Jun 10, 2005, 10:33:55 PM6/10/05
to
Wolfgang Strobl meinte

> Patrick Kibies <linux...@web.de>:


>
>>Ulrich Mindrup meinte
>>
>>> In Hessen hat mal wieder ein Fahrradhelm ein kleines Kind das Leben
>>> gekostet :-(
>>
>>
>>> http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,359877,00.html
>>

>>Das Kind ist aber gestorben, weil der Helm nicht bestimmungsgemäß genutzt
>>wurde.
>

> Und deswegen ist es dem Kind nur recht geschehen?

*schluck* das ist aber schon böswillig...


> Die Vorstellung ist lächerlich, eine vorgebliche Schutzvorrichtung habe
> nur bei einem fiktiven bestimmungsgemäßen Gebrauch zu funktionieren


wickelst du dir den Sicherheitgurt um den Hals? Bindest du Rettungswesten an
deine Beine? Das ist lächerlich...

> und
> sie dürfe sich beim tatsächlich üblichen Gebrauch zu einer Gefahr
> entwickeln.

was ist üblich, mit Fahrradhelmen zu klettern? Sie als Fußbänkchen zu
benutzen, oder beim Reifenwechseln das Aiuto darauf aufbocken?


>>In jeder Helmanleitung ist nachzulesen, dass man zum Klettern diese
>>Helme nicht verwenden darf.
>

> Und man muß nicht weit schauen, um Narrenkappenpropaganda zu finden, die
> sich einen Dreck um solche Zettelchen zu scheren, die i.d.R. schon im
> Laden in die Tonne wandern.

schade aber auch...


> http://www.mystrobl.de/ws/fahrrad/helme/KidHelmetWarning.html


>
>
>>Ich bezweifel, dass im Falle eines Sturzes ein
>>Helm unter normalen Umständen Verletzungen verschlimmern kann.
>

> Bei Fußgängern mag dies zutreffen, weil sie sich selten schneller als
> mit wenigen km/h vorwärtsbewegen. Bei Radfahrern kann dieser um den
> Kopf herum montierte überdimensionierte Bremsbelag bei einem Sturzh i.W.
> nur dazu führen, Wahrscheinlichkeit und Stärke des Typs Beschleunigung
> zu erhöhen, gegen die das Hirn vergleichsweise schlecht geschützt ist:
> die Rotationsbeschleunigung.

wenn man auf dem Boden aufschlägt. Wann tut der Kopf das? Dagegen ist man
durch Reflexe weitgehend geschützt. INteressanter ist der Schutz gegen
Objekttreffer (Mir schweben da Linienbusse, deren Fahrer mich irgendwie auf
der Abschussliste haben und Laternen, Schilder, Autos, die plötzlich quer
auf der Fahrbahn stehen).


>>
>>Hingegen habe ich mehrere Helme gesehen, die Sturzfolgen gemildert hat.
>

> Danke für den Beleg, daß Helme gefährden. Deine Einbildung, eine
> Milderung einer Sturzfolge gesehen zu haben, die gar nicht sichtbar sein
> kann, ist belanglos. Die Tatsache, daß Helmträger sowohl in solchen
> Erzählungen als auch in den tatsächlichen Unfallstatistiken
> überrepräsentativ häufig vertreten sind, sollte allerdings zu denken
> geben.

Das ist ein interessanter Denkanstoß. Ich werde mal bei Zeiten darüber
nachdenken.


>>
>>Bei einem Beispiel steckte ein Schotterstein vollständig im Helm, dieser
>>wäre sicher auch durch eine Schädeldecke gedrungen.
>

> Natürlich. Und Köpfe zerplatzen ja bekanntlich genau so wie Melonen
> unter Verspritzen von reichlich roter Masse,

hab ich das behauptet?

> wenn sie mit dem Boden
> zusammentreffen. Das ist genau so wie mit den Autos, die bei jedem
> Aufprall auf ein Hindernis sofort explodieren und in einem Feuerball
> vergehen. Sieht man ja in jedem besseren Kinofilm.

*seufz*

>>
>>Helme können sicherlich Kopfverletzungen NICHT verhindern,
>>Wirbelsäulenschäden schonmal garnicht,
>

> Auch das ist falsch. Die zwanzig Jahre alte Studie, in der ein kleines
> Grüppchen von Medizinern aus dem Vergleich der Kopfverletzungsquote
> einer Handvoll Kindern mit einer fehlerhaft gewählten Kontrollgruppe die
> berüchtigten "86% weniger Kopfverletzungen" errechnete,

eben

> wurde ein paar
> Jahre später von einem Profi, einer ausgebildeten Statistikerin
> analysiert. Dabei kam heraus, daß, wendet man die Rechenmethoden dieser
> Studie auf dieselben Rohdaten an, Helme nahezu im selben Umfang auch
> gegen Verletzungen unterhalb des Halses, also z.B. am Armen und Beinen,
> wirken.


spannend!

> Das hätte schon damals ausreichen müssen, diese Studie in die
> Tonne zu treten. Aber wo ein Geschäft gewittert wird, setzt halt häufig
> der Verstand aus.
>

leider. That's Marktwirtschaft.

>>aber die Druckverteilung und die
>>Knautschzone (Styropor wird zusammengedrückt). Dabei kann , auch für den
>>physikalischen Laien mit geringfügigen Schulkenntnissen nachvollziehbar,
>>eine Verringerung die Belastung verringert werden.
>

> Aua. Sagen wir mal so: dieser Unsinn ist _nur_ für physikalische Laien
> mit geringfügigen Schulkenntnissen nachvollziehbar. :-}


???


> Mit normalen
> Schulkenntnissen sind die Erklärungsversuche durchaus verstehbar, warum
> die von Laien vermutete Schutzwirkung im real life nicht festgestellt
> werden konnten.


> Neben der Risikokompensation ist m.E. vor allem der
> vergrößerte Wirkungsquerschnitt relevant, daneben vielleicht auch die
> Folgen von so sonst nicht auftretenden Rotationsbeschleunigungen.


Rotationsbeschleunigung ist nur bei Bodentreffern und merkwürdigen
Objekttreffern interessant. Bei meinem letzten Sturz (auf der Strecke) kam
beides nicht vor. Ich bin auf dem Bauch liegen gerutscht, das Kinn wurde
durch die reflektorisch eingestzten Hände geschützt. Die Hände durch
Handschuhe. Im Allgemeinen trifft man mich nur selten ohne Handschuhe auf
dem Fahrrad, die Hände sind genauso wichtig wie der Kopf...

Risikokompensation ist mE kein Argument. Ich fahr ohne Helm genauso wie mit
Helm, im Straßenverkehr. Außerhalb von Straßen und Wegen fahre ich nicht
ohne Helm. Somit mit Helm riskanter ;-)

>
>>Das beliebte Argument, dass Helme die Risikobereitschaft erhöhen ist stark
>>Personenabhängig.
>

> Hä?
sO


>>Ich fahre sehr sicherheitsbewusst und fahre niemals ohne
>>Helm, schonmal garnicht abseits von Straßen.
>

> Das _ist_ Risikokompensation. Der Helm bewirkt, daß Risiken eingegangen
> werden, die man ohne ihn vermeiden würde.

Nein, gäbe es keine Helme würde ich auf diesen Spaß nicht verzichten!

> Etwa das Risiko, sich in
> unwegsamem Gelände einem erhöhten Sturzrisiko auszusetzen. Unter der -
> diskutablen - Annahme, daß der empfundenen Sicherheitsgewinn tatsächlich
> das erhöhte Risiko ausgleicht, bleibt unter dem Strich ein konstant
> gehaltenes effektives Gesamtrisiko.

Die Rechnung geht nicht auf, das Gesamtrisiko außerhalb befestigter Wege ist
wohl immernoch größer als nackt auf der Straße radelnd,


>>Auch mir haben Fahrradhelme
>>schon diverse Male "geholfen" (Laternentreffer --> Helm nahezu zerlegt -->
>>leichte Kopfschmerzen).
>

> Faszinierend. Normal ist das nicht. :-}

OK fast zerlegt mag übertrieben sein, aber die Beule war schon deutlich
sichtbar, wenn ich mir vorstelle diese im Schädel zu haben, nein danke.

> Ansonsten, siehe oben. Die Tatsache, daß Helmträger sowohl in solchen
> Erzählungen als auch in den tatsächlichen Unfallstatistiken
>überrepräsentativ häufig vertreten sind, sollte sehr zu denken geben.

tut es auch...

Walter Janné

unread,
Jun 10, 2005, 8:39:42 PM6/10/05
to
Patrick Kibies schrieb:

>Stephan Gerlach meinte
>
>> Patrick Kibies schrieb:
>>
>>> Es macht
>>> meines Erachtens schon Sinn den Schädel unter 'ne Styromütze zu packen.
>>
>> Dann sei konsequent und mache das nicht nur beim Radfahren.
>
>Beim Radfahren bin ich einem erhöhten Risiko ausgesetzt.

Warum? Und welchem?

>Vor allem wenn ich
>schnell mal ne Treppe runterfahre...

Eine Treppe fährt man nicht hinunter. Außer man kann es - dann braucht
man keinen Helm.

> Beim Radwandern im Wald brauche ich
>sicherlich auch einen Helm.

Warum?

>
>> Z.B. wenn man 'ne Treppe schnell runterrennt, kann man sich auch
>> ganz schön hinlegen. Oder beim Wandern im Wald.
>
>Bindest du dich an, weil du von einer Bordsteinkante fallen kannst, bindest
>du dich an wenn du in 120m Höhe an einer Antennenplattform arbeitest?

Der Vergleich hinkt und ist Unfug.

>
>Setzt du einen Helm auf wenn du sagen wir zur Kirmes gehst

Nein. Genauso wenig wie beim Radfahren. Er ist unnötig.

> und setzt du
>einen Helm auf wenn du in einer Zeche anfährst?

Ja, aber keinen Radhelm, der wäre da unnütz.

Was wolltest Du gleich noch sagen mit diesen Fragen?

Walter
--
50 Wege wie man andere in den Wahnsinn treibt:
6. Befestige Moskito-Netze rund um deinen Schreibtisch.

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Mathias Böwe

unread,
Jun 11, 2005, 2:50:41 AM6/11/05
to
Ulrich Mindrup <ulrich....@gmx.net> wrote:

> Bei mir kommt kein einziger Helm auf den Kopf, geschweige denn mehrere.

So dogmatisch würde ich das nicht sehen. Manche Helme halte ich für
recht sinnvoll. Ich denke da z. B. an Bauhelme, wenn man sich in
entsprechender Umgebung aufhält. Deinen obigen Satz würde ich erst nach
einer kleinen Änderung unterschrieben wollen:

s/H/Fahrradh/

Fatal ist im Zusammenhang mit Fahrradhelmen der unerschütterliche
Glaube, daß dieses Ding, daß ja grundsätzlich ähnlich *aussieht* wie
richtige Helme[1], dann auch grundsätzlich ähnlich "wirkt" - wie auch
immer dieses "Wirken" definiert ist.

Mathias

[1] Auch wenn mir keinerlei Informationen über nachgewiesene
Schutzwirkungen von Feuerwehrhelmen vorliegen, so halte ich es dennoch
für plausibel, daß diese bei Einsätzen z. B. in brennenden Gebäuden,
sehr sinnvoll sind und einen deutlichen Nettonutzen liefern. Ähnliches
gilt für andere richtige Helme. Sowas auf ein Styroporkäppchen zu
extrapolieren halte ich hingegen für mutig.

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Wolfgang Strobl

unread,
Jun 11, 2005, 3:19:07 AM6/11/05
to
Patrick Kibies <linux...@web.de>:

>Stephan Gerlach meinte
>
>> Patrick Kibies schrieb:
>>
>>> Es macht
>>> meines Erachtens schon Sinn den Schädel unter 'ne Styromütze zu packen.
>>
>> Dann sei konsequent und mache das nicht nur beim Radfahren.
>
>Beim Radfahren bin ich einem erhöhten Risiko ausgesetzt.

Nachweis? Radfahren ohne Helm ist nicht gefährlicher als Autofahren
oder Spazierengehen ohne Helm.


>Vor allem wenn ich
>schnell mal ne Treppe runterfahre...

Vor allem, wenn Du eine Treppe heruntergehst. Trägst Du beim
Treppensteigen brav Deinen Helm, Patrick?

--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Wolfgang Strobl

unread,
Jun 11, 2005, 3:27:29 AM6/11/05
to
Patrick Kibies <linux...@web.de>:

>Wolfgang Strobl meinte
>
>> Patrick Kibies <linux...@web.de>:
>>
>>>Ulrich Mindrup meinte
>>>
>>>> In Hessen hat mal wieder ein Fahrradhelm ein kleines Kind das Leben
>>>> gekostet :-(
>>>
>>>
>>>> http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,359877,00.html
>>>
>>>Das Kind ist aber gestorben, weil der Helm nicht bestimmungsgemäß genutzt
>>>wurde.
>>
>> Und deswegen ist es dem Kind nur recht geschehen?
>
>*schluck* das ist aber schon böswillig...

Ja, das fand ich auch. Warum schreibst Du also solche böswilligen Sätze?
M.E. kann Du Dich beim Missionieren für Helme nicht darauf herausreden,
das habst Du nicht gewußt und dafür seist Du nicht verantwortlich. Denn

>> Die Vorstellung ist lächerlich, eine vorgebliche Schutzvorrichtung habe
>> nur bei einem fiktiven bestimmungsgemäßen Gebrauch zu funktionieren


>wickelst du dir den Sicherheitgurt um den Hals? Bindest du Rettungswesten an
>deine Beine? Das ist lächerlich...

Das ist ziemlich dünn. Was Du hier als Ausrede anführst, sind
Missbräuche, die nicht zu erwarten sind und die auch nicht vorkommen.

Hingegen ist es aus div. Gründen, die Dir hier schon mehrfach erläutert
wurden, zu erwarten, daß Kinder Helme nicht jedesmall sofort absetzen,
wenn sie das Rädchen in die Ecke schmeißen und mit irgend etwas anderem
spielen. Das ist vorhersehbar, die Folgen sind vorhersehbar und die
vorhergesehen Schäden und Todesfälle sind bereits mehrfach eingetreten,
veröffentlicht und diskutiert worden. Und das schon vor Jahren. Tut es
nicht weh, das trotzdem beinhart zu ignorieren und vom Tisch zu wischen,
wie Du es hier versuchst?

>> http://www.mystrobl.de/ws/fahrrad/helme/KidHelmetWarning.html

Wolfgang Strobl

unread,
Jun 11, 2005, 3:33:02 AM6/11/05
to
Patrick Kibies <linux...@web.de>:

>Das ist ein interessanter Denkanstoß. Ich werde mal bei Zeiten darüber
>nachdenken.

Das ist eine gute Idee. Andere Leute schaffen das übrigens, bevor sie
anfangen, andere missionieren zu wollen. Und nehmen dann meistens
Abstand davon.

Wolfgang Strobl

unread,
Jun 11, 2005, 3:31:56 AM6/11/05
to
Patrick Kibies <linux...@web.de>:

>wenn man auf dem Boden aufschlägt. Wann tut der Kopf das? Dagegen ist man
>durch Reflexe weitgehend geschützt. INteressanter ist der Schutz gegen
>Objekttreffer (Mir schweben da Linienbusse, deren Fahrer mich irgendwie auf
>der Abschussliste haben und Laternen, Schilder, Autos, die plötzlich quer
>auf der Fahrbahn stehen).

Bitte liefere einen Beleg, daß Helme dafür vorgesehen sind, in solchen
Situationen zu wirken. Sie tun es nicht. Hier wurde schon so oft
vorgerechnet, daß sie aus technischen Gründen höchstens zufallsbedingt
wirken könnten, daß ich vorschlage, Du bemühst Tante Gurgle, um das
nachzulesen.

Elke Bock

unread,
Jun 11, 2005, 4:32:59 AM6/11/05
to
Walter Janné <schrottc...@nurfuerspam.de> schrieb:

>Patrick Kibies schrieb:


>> Beim Radwandern im Wald brauche ich
>>sicherlich auch einen Helm.
>
>Warum?

Och, wenn die Affen erst mal anfangen, mit Kokosnüssen zu
werfen...


SCNR.
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.

Elke Bock

unread,
Jun 11, 2005, 4:43:28 AM6/11/05
to
Thorsten Günther <guen...@dilgar.de> schrieb:

>On Fri, 10 Jun 2005 16:24:30 +0200 Patrick Kibies <linux...@web.de>
>wrote:
>> Gerald Eischer meinte
>
>>> *prust* Du hast eine Schädeldecke aus Styropor?
>>
>> besser wäre es! Der Schädel ist nur minimal Verformbar, sagen wir einen
>> Millimeter bis er bricht.
>
>Styropor in der Dicke von mehreren cm zerbreche ich im Gegensatz zu
>handelsüblichen Schädeldecken mit einer Hand.

°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Äh, was sind denn das für Läden, wo du da verkehrst?


mfg, elke

Alexander Reiter

unread,
Jun 11, 2005, 4:40:53 AM6/11/05
to
Klaus Mueller wrote:
> Die Mehrzahl der Reiter trägt Sturzkappen, die bis auf die Festitgkeit
> der Oberseite durchaus Ähnlichkeit mit Baseballkappen haben.

Das stimmt nicht. ;)

--
Unglaublich, aber wahr! Nicht alle US-Comics handeln von Superhelden.

Elke Bock

unread,
Jun 11, 2005, 4:43:29 AM6/11/05
to
Patrick Kibies <linux...@web.de> schrieb:

>Elke Bock meinte
>
>> Patrick Kibies <linux...@web.de> schrieb:
>>
>>>Ich fahre sehr sicherheitsbewusst und fahre niemals ohne
>>>Helm, schonmal garnicht abseits von Straßen. Auch mir haben Fahrradhelme
>>>schon diverse Male "geholfen" (Laternentreffer --> Helm nahezu zerlegt -->
>>>leichte Kopfschmerzen).
>>
>> Was bin ich froh, nicht gar so sehr sicherheitsbewußt zu
>> fahren. Vermutlich ist es mir deshalb noch nie gelungen,
>> eine Laterne zu "treffen". :-P
>
>man Fkuginsekt --> umschifft brille trifft auge.

Ach, die Bremsen waren auch kaputt?

Na, jedenfalls scheint dein Sicherheitsbewußtsein noch
ausbaufähig. Hoffentlich passiert das, bevor du anfängst,
mit schnellen/schweren Kfz durch die Gegend zu gurken.

Gerald Eischer

unread,
Jun 11, 2005, 5:02:42 AM6/11/05
to
Bo-En Lo schrieb:

>
> Bernd sollte das nachbessern, weil das drf historisch gesehen unter
> "spitze Steine" laeuft, auf die die Helmtraeger steckruebenmaessig
> landen.

Seit Jahren wird hier die Gefährlichkeit von TKs gepredigt und noch
immer liegen die einfach so in der Gegend herum. Entsetzlich!

> Wo wir schon dabei sind, da fehlt auch noch der beruehmte Ast,
> der staendig ueber Radwege haengt und gegen den schon viele Helmtraeger
> gedonnert sind.

Aktuell ist aber grad eine Baggerschaufel.

> (jetzt aber schnell ein Schluck TKognak!)

Klaus, er hat deinen Hamsterbrand umgelabelt!

Message has been deleted

H.- J. Kronemeyer

unread,
Jun 11, 2005, 5:20:46 AM6/11/05
to
Patrick Kibies <linux...@web.de> schrieb:

> a) rational --> ich stelle mir ein Szenario vor. Das Zwillingspaar A und B
> ist auf dem Fahrrad unterwegs. A trägt einen Helm b nicht. Beide fahren mit
> einer Geschwindigkeit von 36km/h vor eine Laterne.

Schau dir doch einmal diese Studie der Uniklinik Münster an:
http://www.egms.de/en/meetings/dgnc2004/04dgnc0134.shtml

Dabei ging es um Kopfverletzungen auch von Radfahrern. Allerdings
nicht die harmloseren wie Commotio, Schramme oder Kopfplatzwunde mit
denen jedes Provinzkrankenhaus fertig wird, sondern eher um die Art
von Verletzungen, die bei deinem Scenario auftreten würden. Das Fazit
ist sehr interessant. Es machte bei der Schwere der Verletzungen
überhaupt keinen Unterschied, ob der Radfahrer nun einen Helm auf
hatte oder nicht und man kam zu dem Schluss, das die heutigen Systeme
nicht schützen und bessere System entwickelt werden müssten.
Wozu nun einen Helm aufsetzten, der eh nur kleinere Blessuren
vielleicht verhindern kann mit dem Risiko zusätzlicher Verletzungen?

Message has been deleted

Walter Janné

unread,
Jun 11, 2005, 5:33:33 AM6/11/05
to
Elke Bock schrieb:

>Walter Janné <schrottc...@nurfuerspam.de> schrieb:
>
>>Patrick Kibies schrieb:
>>> Beim Radwandern im Wald brauche ich
>>>sicherlich auch einen Helm.
>>
>>Warum?
>
>Och, wenn die Affen erst mal anfangen, mit Kokosnüssen zu
>werfen...
>
>
>SCNR.

Sachma...was habt ihr für komische Wälder da im Osten?

Walter
--
Es stimmt, daß Geld nicht glücklich macht.
Aber man meint immer das Geld der anderen.

Message has been deleted

Patrick Kibies

unread,
Jun 11, 2005, 9:00:20 AM6/11/05
to
Klaus Mueller meinte

> Patrick Kibies <linux...@web.de> wrote:
>
>> Klaus Mueller meinte
>>
>> > Patrick Kibies <linux...@web.de> wrote:
>> >
>> >> Thomas Voigt meinte


>> >>
>> >> > Patrick Kibies wrote:
>> >> >> Ich bezweifel, dass im Falle eines Sturzes ein
>> >> >> Helm unter normalen Umständen Verletzungen verschlimmern kann.
>> >> >

>> >> > Jehova!
>> >> > Du bist neu hier, oder?
>> >>
>> >> Ich lese schon eine Weile mit und mir ist durchaus bewusst wie das
>> >> Thema "Helm" hier gesehen wird.<ballett> Jehova, Jehova</ballett>


>> >>
>> >> >> Bei einem Beispiel steckte ein Schotterstein vollständig im Helm,
>> >> >> dieser wäre sicher auch durch eine Schädeldecke gedrungen.
>> >> >

>> >> > Aber sicher. Deshalb sind die Kinder vor 20 Jahren ja auch wie die
>> >> > Fliegen an Schottersteinen gestorben.
>> >>
>> >> SO habe ich das nicht gesagt, aber das ist ein Risiko vor dem man sich
>> >> schützen kann und sollte. Erstickungsunfälle durch Fahrradhelme auf
>> >> Klettergerüsten sind jedenfalls kein Argument gegen Fahrradhelme beim
>> >> Fahrradfahren.
>> >
>> > Aber wie wäre es mit der Steigerung des Risikos schwerer
>> > Halswirbelsäulenverletzungen und Kiefertrümmerbrüche im Tausch gegen
>>
>>
>> wie erklärst du die? Die HWS-Verletzung ist noch nachvollziehbar --> Helm
>> polstert nach vorne auf, Kopf wird bei aufprall in den Nacken
>> geschleudert. Warum erhöht sich das Risiko für Kiefertrümmerbrüche
>> (besonders bei Integralhelmen)?
>
> Wir sprachen hier doch primär von Fahrradhelmen. Was passiert bei einem
> Aufprall auf der vorderen Helmkante? Du hast es schon richtig
> beschrieben, der Kopf wird nach hinten abgeknickt. Und womit trifft er
> dann den Boden? Mit dem Kinn, und zwar heftig.
>>
>> > eine etwas geringere Wahrscheinlichkeit für Kopfplatzwunden?
>> >
>> > Otternasen, Lerchenzungen, >>

>> Römerkram? Nein Danke.
>

Hamsterbrand?

> Was bitte hat Hamsterbrand mit Römern zu tun?


besser?

> Klaus

Patrick Kibies

unread,
Jun 11, 2005, 9:09:03 AM6/11/05
to
Walter Janné meinte

> Patrick Kibies schrieb:
>
>>Stephan Gerlach meinte
>>
>>> Patrick Kibies schrieb:
>>>
>>>> Es macht
>>>> meines Erachtens schon Sinn den Schädel unter 'ne Styromütze zu packen.
>>>
>>> Dann sei konsequent und mache das nicht nur beim Radfahren.
>>
>>Beim Radfahren bin ich einem erhöhten Risiko ausgesetzt.
>
> Warum? Und welchem?

Weil Radfahren naturgemäß schneller und mit technischem Gerät geschieht.

Von mir erlebt: Pedalabbruch (selbst gefahren) --> Sturz in eine Wiese,
-->Kopf und Helm haben weder den Boden noch sonstwas berührt, die Hände
wurden durch Handschuhe vor dem Stacheldrahtzaun geschützt.

Gabelbruch(Bekannter): hat sich 1a Überschlagen war aber zum Glück
unverletzt, am Helm war Abrieb festzustellen, der sonst wahrscheinlich eine
Schürfung der Kopfhaut verursacht hätte.

Als ich noch auf 20" unterwegs war bin ich in einen Dornenbusch gesemmelt.
Die Dornen steckten größtenteils im Helm und nicht in der Kopfhaut. Der
Sonnenbrille sei gedankt, dass kein Auge verletzt wurde.


>>Vor allem wenn ich
>>schnell mal ne Treppe runterfahre...
>
> Eine Treppe fährt man nicht hinunter. Außer man kann es - dann braucht
> man keinen Helm.

Eine Treppe fährt man herunter. Natürlich nur wenn man es kann, aber da muss
man ersteinmal hinkommen.


>> Beim Radwandern im Wald brauche ich
>>sicherlich auch einen Helm.
>
> Warum?

Öhh so langsam gehen mir die Argumente aus...

>>
>>> Z.B. wenn man 'ne Treppe schnell runterrennt, kann man sich auch
>>> ganz schön hinlegen. Oder beim Wandern im Wald.
>>
>>Bindest du dich an, weil du von einer Bordsteinkante fallen kannst,
>>bindest du dich an wenn du in 120m Höhe an einer Antennenplattform
>>arbeitest?
>
> Der Vergleich hinkt und ist Unfug.

stimmt

>>
>>Setzt du einen Helm auf wenn du sagen wir zur Kirmes gehst
>
> Nein. Genauso wenig wie beim Radfahren. Er ist unnötig.

Es könnte dir doch jemand ein Bierglas über den Schädel ziehen oder?

--> Das soll nicht heißen, dass ich mit einem Helm zur Kirmes gehe, ich
meide diese Veranstaltungen sowieso


>> und setzt du
>>einen Helm auf wenn du in einer Zeche anfährst?
>
> Ja, aber keinen Radhelm, der wäre da unnütz.


Warum? Der Grubenhelm ist Lampenhalter und Anstoßkappe, warum kann ein
Radhelm das nicht erfüllen?

> Was wolltest Du gleich noch sagen mit diesen Fragen?

Das Risiken geeignete(!) Schutzmaßnahmen erfordern.

Falk Tannhäuser

unread,
Jun 11, 2005, 6:12:03 AM6/11/05
to
Walter Janné wrote:
> Elke Bock schrieb:
>>Walter Janné <schrottc...@nurfuerspam.de> schrieb:
>>>Patrick Kibies schrieb:
>>>>Beim Radwandern im Wald brauche ich
>>>>sicherlich auch einen Helm.
>>>
>>>Warum?
>>
>>Och, wenn die Affen erst mal anfangen, mit Kokosnüssen zu
>>werfen...
>>
>>SCNR.
>
> Sachma...was habt ihr für komische Wälder da im Osten?

Hast recht - eher als Affen trifft man Elche, Wölfe und
Bären und eine größere Gefahr als von Kokosnüssen geht
von vergessenen russischen Plutoniumkoffern aus. Demzufolge
sollte man sich nie ohne entsicherte Kalaschnikow auf
Radtour in den Wald begeben, auch sollte der Uryz aus Blei
statt aus Styropor sein.

MfG
Falk, ein emigrierter Ossi

Patrick Kibies

unread,
Jun 11, 2005, 9:11:15 AM6/11/05
to
Wolfgang Strobl meinte

Nein, beim $Tretrollerfahren auch nicht, obwohl da das STURZrisiko
wesentlich größer ist, aber Stürze ME nach nicht so gefährlich sind. Die
anderen Unnfälle lassen sich auf diesen 1kg "Gefährten" super durch
absteigen und stehenbleiben vermeiden, mach mir das mal mit einem Fahrrad
vor!

Patrick Kibies

unread,
Jun 11, 2005, 9:15:50 AM6/11/05
to
H.- J. Kronemeyer meinte

> Patrick Kibies <linux...@web.de> schrieb:
>
>> a) rational --> ich stelle mir ein Szenario vor. Das Zwillingspaar A und
>> B ist auf dem Fahrrad unterwegs. A trägt einen Helm b nicht. Beide fahren
>> mit einer Geschwindigkeit von 36km/h vor eine Laterne.
>
> Schau dir doch einmal diese Studie der Uniklinik Münster an:
> http://www.egms.de/en/meetings/dgnc2004/04dgnc0134.shtml

Danke für den Link! Sehr aufschlussreich!



> Dabei ging es um Kopfverletzungen auch von Radfahrern. Allerdings
> nicht die harmloseren wie Commotio, Schramme oder Kopfplatzwunde mit
> denen jedes Provinzkrankenhaus fertig wird,

Aber eine Platzwunde ist auch nicht allzu angenehm...

> sondern eher um die Art
> von Verletzungen, die bei deinem Scenario auftreten würden. Das Fazit
> ist sehr interessant. Es machte bei der Schwere der Verletzungen
> überhaupt keinen Unterschied, ob der Radfahrer nun einen Helm auf
> hatte oder nicht und man kam zu dem Schluss, das die heutigen Systeme
> nicht schützen und bessere System entwickelt werden müssten.


Galt das jetzt für den Standradfahrradhelm oder für $Hightechprodukt?

> Wozu nun einen Helm aufsetzten, der eh nur kleinere Blessuren

die auch schon unangenehm sein können

> vielleicht verhindern kann mit dem Risiko zusätzlicher Verletzungen?

dann stellt sich die Frage, was wiederum wahrscheinlicher ist. Wenn
Fahrradhelme so gefährlich wären, wären sie verboten...

Patrick Kibies

unread,
Jun 11, 2005, 9:25:20 AM6/11/05
to
Wolfgang Paul meinte

> Patrick Kibies <linux...@web.de> wrote:
>
>> Ralf Bader meinte


>>
>> > Patrick Kibies wrote:
>> >
>> >> Ulrich Mindrup meinte
>> >>
>> >>> In Hessen hat mal wieder ein Fahrradhelm ein kleines Kind das Leben
>> >>> gekostet :-(
>> >>> http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,359877,00.htm
>> >>

>> >> Das Kind ist aber gestorben, weil der Helm nicht bestimmungsgemäß

>> >> genutzt wurde. In jeder Helmanleitung ist nachzulesen, dass man zum
>> >> Klettern diese Helme nicht verwenden darf.
>> >
>> > Du hast keine Ahnung vom Tun und Lassen vierjähriger Kinder. Daß diese
>> > ihre Salatschüsseln "bestimmungsgemäß" auf- und absetzen, ist reines
>>
>> Ich war mal selbst vierjährig...
>
> Ja -- nur leidest Du unter Gedächtnisschwund: Du weißt nämlich so gut
> wie nichts mehr davon, wie Du damals gefühlt und was Du gemacht hast!


Maybe, ist aber erst 14Jahre her und ähh, doch ich hatte so eine schicke
gelbe Styroschüssel, die mich jedenfalls nicht umgebracht hat, aber immer
hin den einen oder anderen Kratzer vermieden hat, also hatte ich unterm
Strich einen Gewinn durch den Deckel.

> Andere hingegen haben eigene Kinder (ggf. auch Enkelkinder) in *dem*
> Alter, die sie *weit genauer* beobachten als Du Dich selber damals!
>
>> > Wunschdenken weltfremder Theoretiker.
>>
>> danke. bin also weltfremd. klar.
>
> Du solltest zuende lesen: Du bist -- soweit Du Aussagen über das
> geforderte Verhalten von Kindern im betreffenden Alter machst --
> offenbar »weltfremder _Theoretiker_«.

ich wage zu beahaupten auch in diesem Alter bereits äußerst vorsichtig und
sicherheitsbewusst gehandelt zu haben. Was durchaus an der Erziehung durch
meine Eltern liegen kann. Jedenfalls bin ich erst in den letzten 1,5 Jahren
etwas unvorsichitger geworden, was ich aber nachwievor für vertretbar
halte, da ich mir schon häufig Gedanken über sicherheitsrelevante Aspekte
mache.

> Als »Theoretiker« kannst Du aber aber sicher eine Aufgabe über die
> Schutzwirkung von Fahrradhelmen lösen:
>
> Wenn eine Schutzwirkung nach der Norm mit 6 kg aus 150 cm Fallhöhe
> genannt wird, welche Fallhöhe ist dann bei einem Erwachsenen mit dem
> zwölffachen Gewicht von 72 kg Gewicht noch erreichbar? 12,5 cm?

Wann schlagen Radfahrer bunjeemäßig senkrecht auf? Wobei ich dir dennoch
zustimme, dass die Testverfahren für Fahrradhelme unzureichend sind.
Seitliches Aufprallen auf den Boden dürfte schon wahrscheinlicher sein als
der genau senkrechte Einschlag. "Normale" weiterhin sollten Fahrradhelme
auch vor Kieferverletzungen schützen --> Integralhelme, da es
wahrscheinlicher ist auf Brust und Bauch rutschend mit dem Kinn vor einen
dicken Stein zu schlagen, als dass man mit dem Kopf vorran nahezu senkrecht
auf dem Boden aufschlägt.

> Wolfgang "Wolfbert" Paul

Patrick Kibies

unread,
Jun 11, 2005, 9:30:57 AM6/11/05
to
Elke Bock meinte

> Patrick Kibies <linux...@web.de> schrieb:
>
>>Elke Bock meinte
>>
>>> Patrick Kibies <linux...@web.de> schrieb:
>>>
>>>>Ich fahre sehr sicherheitsbewusst und fahre niemals ohne
>>>>Helm, schonmal garnicht abseits von Straßen. Auch mir haben Fahrradhelme
>>>>schon diverse Male "geholfen" (Laternentreffer --> Helm nahezu zerlegt
>>>>--> leichte Kopfschmerzen).
>>>
>>> Was bin ich froh, nicht gar so sehr sicherheitsbewußt zu
>>> fahren. Vermutlich ist es mir deshalb noch nie gelungen,
>>> eine Laterne zu "treffen". :-P
>>
>>man Fkuginsekt --> umschifft brille trifft auge.
>
> Ach, die Bremsen waren auch kaputt?

Nö, meine Bremsen sind immer top, ich bilde mir sogar ein Bremsen zu können,
aber manchmal gibt es Situationen in denen man Fehler macht, und welche in
denen mehr Begleitumstände bestehen als man abschätzen kann. Wie schon
irgendwo erwähnt, handelte es sich um einen asphaltierten Schulhof. Dort
war Kurz vorher Sand gelagert worden, der ein ausrutschen förderte. Wäre da
nicht die Laterne gewesen, wäre ich halt einfach so gestürzt. Das war auch
noch in der Zeit als ich noch auf ein 20" Rad passte.



> Na, jedenfalls scheint dein Sicherheitsbewußtsein noch
> ausbaufähig.

Immer, auch wenn es schon weiter ausgebaut wurde, in Sachen Farradfahren.

> Hoffentlich passiert das, bevor du anfängst,
> mit schnellen/schweren Kfz durch die Gegend zu gurken.

zu spät, schon geschehen, aber bisher Unfallfrei


> mfg, elke

Elke Bock

unread,
Jun 11, 2005, 6:33:25 AM6/11/05
to
Patrick Kibies <linux...@web.de> schrieb:

>Nein, beim $Tretrollerfahren auch nicht, obwohl da das STURZrisiko
>wesentlich größer ist, aber Stürze ME nach nicht so gefährlich sind. Die
>anderen Unnfälle lassen sich auf diesen 1kg "Gefährten" super durch
>absteigen und stehenbleiben vermeiden, mach mir das mal mit einem Fahrrad
>vor!

Deine Bremsen sind tatsächlich kaputt. :-o

Juergen Nickelsen

unread,
Jun 11, 2005, 5:50:17 AM6/11/05
to
"H.- J. Kronemeyer" <h-j.kro...@gmx.de> writes:

> Wozu nun einen Helm aufsetzten, der eh nur kleinere Blessuren
> vielleicht verhindern kann mit dem Risiko zusätzlicher Verletzungen?

Welches zusätzlichen Verletzungen koennen das sein? (Ich meine
natuerlich erwachsene Radfahrer, nicht Kinder auf dem Spielplatz).

--
Q: If you were young again, would you start writing TeX again or would
you use Microsoft Word, or another word processor?
A: I hope to die before I *have* to use Microsoft Word.
-- Harald Koenig asking Donald E. Knuth

Elke Bock

unread,
Jun 11, 2005, 6:43:31 AM6/11/05
to
Walter Janné <schrottc...@nurfuerspam.de> schrieb:

>Elke Bock schrieb:
>
>>Walter Janné <schrottc...@nurfuerspam.de> schrieb:
>>
>>>Patrick Kibies schrieb:
>>>> Beim Radwandern im Wald brauche ich
>>>>sicherlich auch einen Helm.
>>>
>>>Warum?
>>
>>Och, wenn die Affen erst mal anfangen, mit Kokosnüssen zu
>>werfen...
>>
>>
>>SCNR.
>
>Sachma...was habt ihr für komische Wälder da im Osten?

"Auf die Bäume, ihr Affen! Der Wald wird gefegt." war hier
jedenfalls mal ein Hit.


mfg, elke

Patrick Kibies

unread,
Jun 11, 2005, 6:55:05 AM6/11/05
to
Elke Bock meinte

Kann ja garnicht, mein Vorderhirn blockiert zuweilen beim Bremsen...

Walter Janné

unread,
Jun 11, 2005, 7:07:20 AM6/11/05
to
Elke Bock schrieb:

>Walter Janné <schrottc...@nurfuerspam.de> schrieb:
>
>>Elke Bock schrieb:
>>
>>>Walter Janné <schrottc...@nurfuerspam.de> schrieb:
>>>
>>>>Patrick Kibies schrieb:
>>>>> Beim Radwandern im Wald brauche ich
>>>>>sicherlich auch einen Helm.
>>>>
>>>>Warum?
>>>
>>>Och, wenn die Affen erst mal anfangen, mit Kokosnüssen zu
>>>werfen...
>>>
>>>
>>>SCNR.
>>
>>Sachma...was habt ihr für komische Wälder da im Osten?
>
>"Auf die Bäume, ihr Affen! Der Wald wird gefegt." war hier
>jedenfalls mal ein Hit.

Echt? Wann? Von wem?

Ich kenn nur "Du hast den Farbfilm vergessen".

Walter
--
Der größte Teil der Menschheit ist plemplem.
Der Rest ist entweder verbittert oder schlicht dumm.
(C. Bukowski)

Thomas Pröll

unread,
Jun 11, 2005, 7:09:27 AM6/11/05
to
On Sat, 11 Jun 2005 03:55:58 +0200, Patrick Kibies <linux...@web.de>
wrote:

> Thomas Pröll meinte
>
>> Dieser Ansatz is straight-forward, übersieht allerdings
>> wichtige medizinische Fakten und berücksichtigt keine wissenschaftlich
>> strukturierte Vorgehensweise.
>
> Wie müsste ich wissenschaftlich strukturiert vorgehen.


>
> a) rational --> ich stelle mir ein Szenario vor. Das Zwillingspaar A und
> B
> ist auf dem Fahrrad unterwegs. A trägt einen Helm b nicht. Beide fahren
> mit
> einer Geschwindigkeit von 36km/h vor eine Laterne.
>

> A wird zum einen einen matschigen Helm, zum Andern ziemliche
> Kopfschmerzen
> und höchstwahrscheinlich eine Gehirnerschütterung haben und auch eine
> lädierte HWS.
>
> B dürfte seinen Kopfinhalt sonstwo suchen können.Bei Stürzen mögen Helme
> nicht optimal schützen.Beim Auffahren auf ein Fahrzeug, dass mir die
> Vorfahrt nimmt oder wenn jemand verträumt vor die La-*täng*-terne fährt
> sollte ein gewisser Schutz gegeben sein,

Diese Aussage wäre möglicherweise richtig, wenn der Helm einen bedeutenden
Anteil der Energie aufnehmen könnte. Bei einigen Szenarien ist das klar
der Fall, bei anderen ist es klar nicht der Fall. Es ist eben ein
Unterschied, ob eine Fliege gegen den Helm knallt oder ein Komet.

Jetzt kann man nachschauen, wieviel Energie die Helme denn schlucken
müssen, um denn das EC-Prüfzeichen zu bekommen. Es ist erschreckend wenig,
verglichen mit der Energie, die bei einem Unfall frei wird. Es wäre, als
wollte man sich mit einer Zeitung gegen Messerstiche schützen.

> b) empirisch --> Ich schaue mir die Folgen von Unfällen mit und ohne
> Helm an
> --> ich kann kein Blut sehn...
>
>> Also: Wo ist das Grundproblem? Was willst Du vor was schützen?
>> [ ] Skalp vor Blutungen

Wenn es Dir um Blutungen geht, müßte hier ein Kreuz sein. Und tatsächlich:
Platz- und Schürfwinden sowie Beulen kann der Helm IMHO auch abhalten.
Mit einer Platzwunde am Kopf blutet man meist recht heftig. Der Laie
spricht dann gerne von einer "schweren Kopfverletzung", die der Helm hätte
vermeiden können.

Ich bezeichne das hingegen als Bagatelle, die in wenigen Wochen nicht mehr
sichtbar ist. Ein Helm sollte mich denn bitteschön vor Tod und bleibenden
Gehirnschäden bewahren.

>> [ ] Schädelknochen vor Bruch
>> [x] Gehirn vor linearer Beschleuigung
>> [ ] Gehirn vor rotatorischer Beschleunigung

Holbourn zeigte bereits 1943 anhand von Tierversuchen, daß die lineare
Beschleunigung einem Primaten nicht viel ausmacht. Die selbe Energie als
Rotation führte zur Bewußtlosigkeit oder Tod.
Das ist in der Forschung altbekannt, dennoch stellt die Industrie die
Linearbeschleunigung in den Vordergrund. In England hat man 2001 mal
versucht, einen Helm speziell gegen Rotationsbeschleunigungen zu
entwickeln.
http://www.newscientist.com/article.ns?id=dn418
Wurde von der Industrie nicht angenommen, gibts nicht zu kaufen.

>> [x] Gehirn vor Eindringen von Objekten

Nur eine harte/zähe Schicht kann punktuelle Kraft flächig verteilen.
Bundeswehr-Helme, Bergsteigerhelme, Baustellenhelme machen das. Diese
harte Schicht fehlt bei modernen Radhelmen (früher gabs sowas).
Eine leichte, punktuelle Kraft, mit dem Daumen ausgeübt wird auch von
modernen Helmen verteilt. Ernsthafte Schläge führen jedoch zum Bruch des
Styropors, und die verteilende Wirkung ist dahin.

> wobei der Schutz der Knochen kaum zu realisieren ist. rotatorische
> Beschleunigung kann der Helm evtl. verstärken.

Ein Radhelm schützt also:
[x] Skalp vor Blutungen
[ ] Schädelknochen vor Bruch
[x] Gehirn vor leichter linearer Beschleuigung
[ ] Gehirn vor rotatorischer Beschleunigung
[ ] Gehirn vor Eindringen von Objekten

Ein Lebensretter sollte schützen:
[ ] Skalp vor Blutungen
[ ] Schädelknochen vor Bruch
[ ] Gehirn vor linearer Beschleuigung
[x] Gehirn vor rotatorischer Beschleunigung
[x] Gehirn vor Eindringen von Objekten

Der Helm schützt also gegen "ungefährliche Gefahren". Die echten Killer
kann er nicht stoppen.


Thomas

Walter Janné

unread,
Jun 11, 2005, 7:18:55 AM6/11/05
to
Patrick Kibies schrieb:

>Walter Janné meinte
>
>> Patrick Kibies schrieb:
>>
>>>Stephan Gerlach meinte
>>>
>>>> Patrick Kibies schrieb:
>>>>
>>>>> Es macht
>>>>> meines Erachtens schon Sinn den Schädel unter 'ne Styromütze zu packen.
>>>>
>>>> Dann sei konsequent und mache das nicht nur beim Radfahren.
>>>
>>>Beim Radfahren bin ich einem erhöhten Risiko ausgesetzt.
>>
>> Warum? Und welchem?
>
>Weil Radfahren naturgemäß schneller und mit technischem Gerät geschieht.

Das allein ist noch kein größeres Risiko.

>
>Von mir erlebt: Pedalabbruch (selbst gefahren) --> Sturz in eine Wiese,
>-->Kopf und Helm haben weder den Boden noch sonstwas berührt, die Hände
>wurden durch Handschuhe vor dem Stacheldrahtzaun geschützt.
>

>[...]


>Als ich noch auf 20" unterwegs war bin ich in einen Dornenbusch gesemmelt.
>Die Dornen steckten größtenteils im Helm und nicht in der Kopfhaut.

Ziemlich weicher Helm. Und der soll Dich schützen? Wenn den schon Dornen
stechen können?

> Der
>Sonnenbrille sei gedankt, dass kein Auge verletzt wurde.
>

Du scheinst einen merkwürdigen Fahrstil zu haben. Ich fahre seit über 30
jedes Jahr ca. 10.000 Kilometer (mit demm RR also ein wenig schneller
als mancher Torkelradler) und bisher ganze vier Unfälle von denen nur
einer selbstverschuldet war, weil ich beim Anhalten nicht schnell genug
aus den (noch neuen) Klickpedalen gekommen bin.

>
>>>Vor allem wenn ich
>>>schnell mal ne Treppe runterfahre...
>>
>> Eine Treppe fährt man nicht hinunter. Außer man kann es - dann braucht
>> man keinen Helm.
>
>Eine Treppe fährt man herunter. Natürlich nur wenn man es kann, aber da muss
>man ersteinmal hinkommen.

Eine Treppe ist für Fußgänger und nicht für Fahrräder. solltest ich die
Lust verspüren, eine Treppe hinunter zu _fahren_, würde ich mir
ernsthaft Gedanken machen...

>
>
>>> Beim Radwandern im Wald brauche ich
>>>sicherlich auch einen Helm.
>>
>> Warum?
>
>Öhh so langsam gehen mir die Argumente aus...

Bisher habe ich noch keine gelesen.

>
>>>
>>>> Z.B. wenn man 'ne Treppe schnell runterrennt, kann man sich auch
>>>> ganz schön hinlegen. Oder beim Wandern im Wald.
>>>
>>>Bindest du dich an, weil du von einer Bordsteinkante fallen kannst,
>>>bindest du dich an wenn du in 120m Höhe an einer Antennenplattform
>>>arbeitest?
>>
>> Der Vergleich hinkt und ist Unfug.
>
>stimmt
>
>>>
>>>Setzt du einen Helm auf wenn du sagen wir zur Kirmes gehst
>>
>> Nein. Genauso wenig wie beim Radfahren. Er ist unnötig.
>
>Es könnte dir doch jemand ein Bierglas über den Schädel ziehen oder?
>
>--> Das soll nicht heißen, dass ich mit einem Helm zur Kirmes gehe, ich
>meide diese Veranstaltungen sowieso
>
>
>>> und setzt du
>>>einen Helm auf wenn du in einer Zeche anfährst?
>>
>> Ja, aber keinen Radhelm, der wäre da unnütz.
>
>
>Warum? Der Grubenhelm ist Lampenhalter und Anstoßkappe, warum kann ein
>Radhelm das nicht erfüllen?

Schau Dir mal die Konstruktion beider Helme an.

>
>> Was wolltest Du gleich noch sagen mit diesen Fragen?
>
>Das Risiken geeignete(!) Schutzmaßnahmen erfordern.

Gut. Nur daß Radfahren kein größeres Risiko ist als zu Fuß gehen. Und da
trägst Du doch auch keinen Helm - oder doch? Beim Duschen? Beim
Treppensteigen? Beim Autofahren?

Walter
--
FTP-Server sind Systeme, in denen gecrackte, also nach Ueberwindung
des Vervielfaeltigungsschutzes kopierte, Software geladen ist.
(LG Braunschweig, Urteil vom 21.7.2003 - 6 KLs 1/03)

Walter Janné

unread,
Jun 11, 2005, 7:21:49 AM6/11/05
to
Patrick Kibies schrieb:

>dann stellt sich die Frage, was wiederum wahrscheinlicher ist. Wenn
>Fahrradhelme so gefährlich wären, wären sie verboten...

Hihi, lustige Schlußfolgerung...

Wenn Messer gefährlich wären...
Oder Äxte...
Oder Plastiktüten...
Oder Autos...

Walter
--
"F'up nach de.soc.netzkultur.umgangsformen -
bitte nicht wieder ignorieren."
"Doch, ignoriere ich, da mich so ein Dummgelaber ankotzt."
(R.Goldbach in defa)

Michael Buege

unread,
Jun 11, 2005, 8:06:37 AM6/11/05
to
Zitat Patrick Kibies:

> Walter Janné meinte
>
>> Patrick Kibies schrieb:
>>
>>>Stephan Gerlach meinte
>>>
>>>> Patrick Kibies schrieb:
>>>>
>>>>> Es macht
>>>>> meines Erachtens schon Sinn den Schädel unter 'ne Styromütze zu
>>>>> packen.
>>>>
>>>> Dann sei konsequent und mache das nicht nur beim Radfahren.
>>>
>>>Beim Radfahren bin ich einem erhöhten Risiko ausgesetzt.
>>
>> Warum? Und welchem?
>
> Weil Radfahren naturgemäß schneller und mit technischem Gerät
> geschieht.

Schneller als was?
Und was ist mit Autofahren?

> Von mir erlebt: Pedalabbruch (selbst gefahren) --> Sturz in eine
> Wiese, -->Kopf und Helm haben weder den Boden noch sonstwas berührt,
> die Hände wurden durch Handschuhe vor dem Stacheldrahtzaun geschützt.

Was willst du mit diesem Beispiel veranschaulichen?



> Gabelbruch(Bekannter): hat sich 1a Überschlagen war aber zum Glück
> unverletzt, am Helm war Abrieb festzustellen, der sonst wahrscheinlich
> eine Schürfung der Kopfhaut verursacht hätte.

Hat dein Bekannter eine Glatze?



> Als ich noch auf 20" unterwegs war bin ich in einen Dornenbusch
> gesemmelt. Die Dornen steckten größtenteils im Helm und nicht in der
> Kopfhaut. Der Sonnenbrille sei gedankt, dass kein Auge verletzt wurde.

Herrje, Dornen, Schottersteine ...
Nochmal, nicht alles was in Styropor stecken bleibt, tut das auch in
einem Kopf.
[...]

Immer wenn ich solche Schauergeschichten hoere oder lese, frage ich
mich, warum ca. 93 Prozent der Radfahrer nicht schon lange tot oder
Krueppel sind.

Michael
--
!Wichtiger Hinweis
----------------------
Fuer den sicheren und angenehmen Umgang mit dem Geraet,
lesen Sie bitte das Handbuch fuer sicheres und angenehmes Arbeiten.

Elke Bock

unread,
Jun 11, 2005, 8:25:50 AM6/11/05
to
Walter Janné <schrottc...@nurfuerspam.de> schrieb:

>Elke Bock schrieb:
>
>>Walter Janné <schrottc...@nurfuerspam.de> schrieb:

>>>Sachma...was habt ihr für komische Wälder da im Osten?
>>
>>"Auf die Bäume, ihr Affen! Der Wald wird gefegt." war hier
>>jedenfalls mal ein Hit.
>
>Echt? Wann? Von wem?

Hauf/Henkler AFAIR, und ich war noch Kind. Also ungefähr vor
30 Jahren. ;-)

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Falk Tannhäuser

unread,
Jun 11, 2005, 8:30:29 AM6/11/05
to
Walter Janné wrote:
> Elke Bock schrieb:
>>"Auf die Bäume, ihr Affen! Der Wald wird gefegt." war hier
>>jedenfalls mal ein Hit.
>
> Echt? Wann? Von wem?

Das unvergessene Duo Monika Hauff & Klaus-Dieter Henkler...
Hab ich jetzt 'n Westkaugummi gewonnen?

MfG
Falk

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Thorsten Günther

unread,
Jun 11, 2005, 9:36:02 AM6/11/05
to
On Sat, 11 Jun 2005 04:01:59 +0200 Patrick Kibies <linux...@web.de>
wrote:
> Thorsten Günther meinte
>> On Fri, 10 Jun 2005 16:24:30 +0200 Patrick Kibies <linux...@web.de>
>> wrote:
>>> Gerald Eischer meinte
>>
>>>> *prust* Du hast eine Schädeldecke aus Styropor?
>>>
>>> besser wäre es! Der Schädel ist nur minimal Verformbar, sagen wir einen
>>> Millimeter bis er bricht.
>>
>> Styropor in der Dicke von mehreren cm zerbreche ich im Gegensatz zu
>> handelsüblichen Schädeldecken mit einer Hand.

> Eben, der Helm soll ja auch geopfert werden!!

Also sollte man besser doch keine Schädeldecke aus Styropor haben? Ich
finde das jetzt - gelinde gesagt - etwas verwirrend.

> Wenn du Schädeldecke und Styropor stapelst und dann noch an Stelle von
> Scherkräften Druckkräfte wirken lässt hast du wohl schlechtere Chancen. Da
> wird die Styroschicht schon gut was an Energie aufnehmen.

Also sollte ich sicherheitshalber mehrere Fahrradhelme übereinander
tragen?

Thorstan

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