aus der Zeit, dass ich allfällig dort mitgelesen habe, entsinne ich mich der
beiläufigen Erwähnung, das Gespann habe ohne Fahrer um die 100 kg gegabt (an
einem Guylaine). Einmal längs durch Afrika. Hui!
>> muss das Gerät schulterbar bleiben.
> Den Ehrgeiz habe ich ablegen müssen
Das ist einfach eine andere Kategorie.
> etwa 10 kg Photozeug. Dann geht das mit der Tragbarkeit über längere
> Strecken schlicht nicht mehr.
Ooch bitte, soviel Last hab ich ja schon in der Tasche, wenn ich mit einer
Kanne Milch und 10 Eiern den kleinen Nachschub ausfasse. Soll ich die
jedesmal vorher ausräumen? Und wenn es etwas mehr sein darf, sind da 20 kg
drin und an Low-Ridern nochmal soviel.
Dafür braucht es doch wohl keinen Anhänger?
Hier eine schwäbische Bastlerei mit Adaption von Ortliebs, speziell für
Fotozeugs, wovon erstmal die Stativhalterung passabel ausschaut (kenne ich
aber nur per Blick via Browser und die Firma ansonsten nicht):
<
http://www.koenig-photobags.de/stativhalterung.phtml>
- bzw. im Duo mit Halterung für Riesen-Tele:
<
http://www.koenig-photobags.de/transportloesung-fuer-ornithologen.phtml>
Ok, mein kleines Stativ (mini-Slik) verdrückt sich stattdessen unauffällig,
weil klein genug, sonst irgendwo, was den Gebrauchswert enorm hebt, indem
man es ganz unnützerweise mitnehmen kann und zufällig dann dabei hat, wenn
man genaugenommen nie daran gedacht hätte, solche Teile gezielt mitzunehmen.
> Das Abkoppeln des Hängers und das getrennte Heben von Radl und
> Hänger z. B. über über einen Graben ist ja aber nach wie vor möglich.
Seh ich ein.
****
>> Was macht man wohl hier mit einem Irgendwas-Achser hintendran:
>> <
http://ear.at/velo/s/SDIM0975.jpg>? Nein, fahren kann man da nicht.
>
> Doch, nur das Geländer ist im Weg - ebenjenes Geländer könnte man dann halt
> ggf. /den Erfordernissen anpassen/. ;-)
>
> Nee, Spatz beiseite, dort würde ich halt einfach eine andere Strecke
> wählen.
Das war einfach Neugier, welche Strecke der Weg einschlägt. Muss mich hier
mal zwischendurch der Elektrik bedienen (mit dabei hab ich so ein Spielzeug
eher nicht, solange man sich diesen Luxus erlauben kann):
<
http://www.gmap-pedometer.com/?r=5303027>
Der Wanderweg ist leider nicht eingetragen, da kann man nur einen geraden
Strich ziehen. Das Foto ist gleich von dem Stück von der Bundesstraße weg,
parallel dem Bach. Neben dem Geländer geht es ziemlich subito zu diesem
hinunter.
Weil's so schön war, den Elektrischen gleich nochmal:
http://www.gmap-pedometer.com/?r=5303037
Hier kann man ohne weiteres einen Anhänger dranhaben, und dann isses egal,
ob das Gespann eine oder drei Spuren zieht (solche Anekdoten könnte ich zwar
nun eine Menge ausbreiten, so bremse ich mich nun besser ein) - in dem
Fall war das die historische Verbindung der Orte Passail und Weiz, Wahnsinn,
was die Leute da auf sich genommen haben für eigentlich recht triviale
Ortsverbindungen; Ende des 19. Jh. wurde dann durch die Schlucht des
Weizbachs die Weizklamm hineingesprengt - von dort sind die Straßen bis
hinauf zu der markierten Linie auf der Karte eingezeichnet.
Aber das ist alles so die Gegend, wo sich diverses Gesockse aus dem
(motorisch gesehen) nahen Graz irgendwann extrem unbeliebt gemacht hatte,
wie mir durch die Blume mitgeteilt wird: freundlicherweise wird auch noch
auf recht vielen Forststraßen ausdrücklich hingewiesen, dass Fahrradgebrauch
da unerwünscht ist.
Das wird sich gruppendynamisch durchaus erklären lassen - die Linie, hinter
welcher der brave Urbanneurotiker die Wildnis wähnt ist leicht auszumachen
und ziemlich präzise bis dorthin wird an bezaubernden Wochenenden die
Landschaft geflutet, als urbanes Wohnzimmer mit Kind & Kegel & Blechbüchse.
Das sind die einen solchen, und die anderen solchen, die es weiter drängt,
werden sich in diesem Licht als Pioniere profilieren wollen. Eigentlich
kindisch, ansonsten ganz normal: Gegenidentität. Dass aber da noch ganz
andere Nachbarn wären, dafür ist hinwiederum in dieser Art Fixierung auf
eine Polarität kein Platz. Ganz normal also, als Zustand urbaner Neurose -
die Prägung ist sich selbst der beste Schutz, indem sie die dafür nötige
Ignoranz generiert.
Nun ja.
> Ja, sowas ist mit Vorsicht zu genießen. Man sollte *sehr* aufpassen, wo und
> wie man neue Spuren setzt. Es könnte irreparabel sein.
Vielleicht aber auch, zumindest schwer reparabel, in den Köpfen der Nachbarn
vor Ort. Aber bevor ich nun drauf abfliege, wie die Epoche der
Motorisierung ihrerseits ebenfalls ihre eigene sich selbst schützende
Ignoranz generiert, alleine im Kopf, auf dass sich niemehr etwas ändern soll
dürfen, brems ich mich auch da besser ein.