Wie kann ich Gummireifen sehr lange lagern (viele viele Jahre)? Habe
gehört das es Weichmacher im Gummi gibt und das sie langsam ausdünsten
damit der Reifen hart und brüchig wird. Wie kann ich sie für sehr
lange "konservieren"? Habe gehört dass man Talkum brauchen kann.
Welche meinen man sollte die Dinger mit Siliconespray besprühen und
dann im Keller auf 2 Fixpunkte aufhängen. Würde es helfen wenn man die
Reifen ganz luftdicht in einer Polyethylenfolie einschweisst?? Weiss
leider schon das Polyethylen nicht ganz luftdicht ist aber vielleicht
gibt es ne Variante mit ner Alubeschichtigung.
Was haltet Ihr vom Zeugs??
Gruss, der lucas
In flüssigem Stickstoff.
Dann aber nicht fallen lassen!
Michael
--
Zeige mir einen perfekten Radweg, und ich zeige Dir, welche
Mängel Du übersehen hast.
[Wolfgang Strobl in de.rec.fahrrad]
Einspruch. Reifen sind aus Komposit-Materialien mit unterschiedlichen
thermischen Ausdehnungskoeffizienten zusammgesetzt. Ein Tieftemperatur-
Einfrieren würde IMHO zu grossen Spannungen führen.
Ich würde daher sagen: kurz oberhalb der Glastemperatur des
verwendeten Gummis in einer hoch-reinen Argon-Atmosphäre und Ausschluss
jeglicher Strahlung.
Es ist immer wieder schön, wenn man was sinnvolles beitragen kann,
Oliver
>Hallo Alle,
>
>Wie kann ich Gummireifen sehr lange lagern (viele viele Jahre)? Habe
>gehört das es Weichmacher im Gummi gibt und das sie langsam ausdünsten
>damit der Reifen hart und brüchig wird. Wie kann ich sie für sehr
>lange "konservieren"? Habe gehört dass man Talkum brauchen kann.
Ich kenn mich zwar nicht besonders aus bei den Reifen, aber:
LUftdicht verpacken, am besten mit Sikaflex(?) abgedichteter
Metallkoffer mit möglichst wenig freiem Raum. Damit sättigt sich
dieser Raum mit den Verdunstungsstoffen aus dem Reifen und es wird
eine weitere Verdunstung hintangehalten (da gibt es etwas mit dem
Partialdruck, wenn dann dieser Raum gesättigt ist, kann nichts mehr
raus aus dem Reifen.
Gleichzeitig wird der Sauerstoff verbraucht (wegen Oxydationsprozessen
in den Reifen), kann kein neuer dazu, damit steht die Oxydation.
Wennst des Guten mehr tun willst, kannst den Koffer vor dem
Verschließen mit Stickstoff fluten.
Bei sehr langer Lagerung würde ich denken, dass es am besten wäre, man
würde die Ritzen zulöten.
Dann musst noch die ideale Lage für den Reifen finden, damit er keine
Eindellungen bekommt...
Liebe Grüße
Hannes
Weil man denn den Diffuzionsprozess (bei -194°C) bremst?? Oder wie? :-)
Lucas
Ganau......so habe ich es mir auch vorgestellt. Aber, würde es nicht
besser sein, wenn man einen grossen Luftdruck im Koffer hat?? Dann
sollten die Weichmacher eher im Reifen stecken bleiben oder wie??
Jegliche Vorschläge mit Stickstoff sind im Praxis nicht machbar,
deshalb brauche ich eher mehr handliche Lösungen. Wäre die Lösung das
einpacken von Reifen, dann würde ich es natürlich einzeln tun, damit
man das grosse Paket nicht ständig öffnen muss und damit den Raum mit
frischer Luft füllen muss (unfreiwillig).
der lucas
Ok, genehmigt! Die Auflagepunkte sollten immer wieder gewechselt werden. Am
besten wäre wohl eine gravitationsfreie Lagerung.
> Es ist immer wieder schön, wenn man was sinnvolles beitragen kann,
Genau!
>Wiewaswo?!? Schlauchreifen sind bei manchen Mopped-Kategorien
>_sowas_ von nicht ausgestorben, das kannsde Dir kaum vorstellen.
[ ] Du weißt, was Schlauchreifen sind.
F'up2 drf, Schlauchreifen für Outos und M#t#rr#d#r sind historisch, die
gab es Ende des 19., Anfang des 20. Jhdts.
--
Gerald
| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://drffaq.freezope.org |
| Für OE-Nutzer: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html |
*PLONK*
tv
>> [X] _FAHREN_ und fahren ist ein Unterschied.
>> [ ] Du kennst diesen Unterschied.
> Du kannst die implizite Frage auch einfach beantworten.
Du redest mit einem Motorradfahrer, der viel und eher "sportlich" fährt und
dementsprechenden Verschleiß bei Reifen mit weicher, maximal haftender
Gummimischung hat. Dagegen ist das bißchen Schlupf, was unsereins am Berg
dem Hinterreifen zumutet, so gut wie nichts - der dreht ein paar mal rechts
und weg ist das Gummi.
Gabriele
Dachte ich mir dann auch...
--
MfG/Best regards
helmut springer
Markus Merkl <mme...@gmx.de>:
>Dirk G. Straka wrote:
>> Selbst wenn - bei F*hrr*dern ist Grip ja wohl _sowas_ von
>> schietegool,
>
>[ ] Du bist schonmal mit'm (Renn-)Rad mit 'nem griplosen Reifen durch
>eine schlüpfrige Kurve geeiert.
Was um Himmels Willen ist ein "griploser Reifen"? %-)
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
> [ ] Du weißt, was Schlauchreifen sind.
Es ist ein alberner Krieg um Worte, aber wie würdest du einen
Reifen für ein KFZ bezeichnen, der eben nicht schlauchlos,
sondern mit einem Schlauch montiert wird? Als Reifen mit
Schlauch oder doch kürzer als Schlauchreifen?
> F'up2 drf, Schlauchreifen für Outos und M#t#rr#d#r sind historisch, die
> gab es Ende des 19., Anfang des 20. Jhdts.
Reifen mit Schlauch sind auch bei motorisierten Fahrzeugen
noch recht weit verbreitet und Stand der Technik.
Günther
>Am Thu, 20 May 2004 schrieb Gerald Eischer:
>
>> [ ] Du weißt, was Schlauchreifen sind.
>
>Es ist ein alberner Krieg um Worte,
Nein, das ist kein Krieg um Worte, Schlauchreifen sind Reifen, bei denen
der Schlauch in die Decke eingearbeitet ist. Schlauchreifen werden auf
die Felge aufgeklebt.
>aber wie würdest du einen
>Reifen für ein KFZ bezeichnen,
Von der Bauart her sind das Wulstreifen.
>der eben nicht schlauchlos,
>sondern mit einem Schlauch montiert wird? Als Reifen mit
>Schlauch
Ja.
>oder doch kürzer als Schlauchreifen?
Nein.
>> F'up2 drf, Schlauchreifen für Outos und M#t#rr#d#r sind historisch, die
>> gab es Ende des 19., Anfang des 20. Jhdts.
>
>Reifen mit Schlauch sind auch bei motorisierten Fahrzeugen
>noch recht weit verbreitet und Stand der Technik.
Reifen mit Schlauch != Schlauchreifen
>thus spoke Gerald Eischer:
>> [ ] Du weißt, was Schlauchreifen sind.
>
>ROTFLBTC. Du bist echt putzig.
Du weißt es also tatsächlich nicht.
>> Schlauchreifen für Outos und M#t#rr#d#r sind historisch, die
>> gab es Ende des 19., Anfang des 20. Jhdts.
>
>Weia. Du hast ja man genau _gar_ keine Ahnung.
Nichts wissen, aber groß das Maul aufreißen. Zufälligerweise habe ich
erst diese Woche einen Schlauchreifen auf eine Felge aufgekittet.
Damit du einmal siehst wie ein Schlauchreifen aussieht:
http://www.tufo.cz/index.php?lg=de&mn=1&id=54
Sicher? Fuer mich schauen die mehr nach Drahtreifen aus.
- anton
--
M. Anton Ertl Some things have to be seen to be believed
an...@mips.complang.tuwien.ac.at Most things have to be believed to be seen
http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/home.html
Ein Reifen mit Reibungskoeffizient nahe der Paarung Reifen-Eis.
Unabhängig vom befahrenen Untergrund.
HTH
Markus
Christian Kuhtz schreibt in "Rad Kaputt", Seite 18:
|Bis in die 50er Jahre waren Fahrradreifen ohne Drahteinlage ueblich -
|Wulstreifen.
Die Zeichnung zeigt einen deutlich groesseren Wulst als bei
Drahtreifen ueblich; die zugehoerigen Felgen haben einen Ueberhang, in
den sich die Reifen einhaken.
Ich glaube nicht, dass der Wulst bei Drahtreifen besondere Absicht war
(eher ein Artefakt der Herstellung), und viele Drahtreifenfelgen
hatten auch keine Haken.
Inzwischen duerften aber auch die meisten Drahtreifenfelgen wieder
Haken haben (zumindest auf Fahrraedern), sodass der Unterschied nicht
mehr so gross ist. Warum wurden die Wulstreifen eigentlich
abgeschafft?
Uebrigens habe ich bei der urspruenglichen Frage sofort an Wulstreifen
gedacht, ueber die Christian Kuhtz schon 1990 schrieb:
|Ersatz nur noch vom Muell. [Neu aus dem Ausland]
> Markus Merkl <mme...@gmx.de>:
>
> >[ ] Du bist schonmal mit'm (Renn-)Rad mit 'nem griplosen Reifen durch
> >eine schlüpfrige Kurve geeiert.
>
> Was um Himmels Willen ist ein "griploser Reifen"? %-)
Ein älterer Schwalbe Marathon... :-/
Im Ernst: Die ersten Modelle dieses Reifens habe ich insbesondere bei
Nässe in äußerst unangenehmer Erinnerung, und durch jahrelange Alterung,
womöglich unter reichlichem Ozon- und UV-Licht-Einfluß, wurde deren Grip
nicht besser :-}
Mathias
--
"Zumindest wir sehen nur selten einen "Macianer" mit MS Outlook Express
durch die Gruppen stolpern. Nein, die bewegen sich grazil und elegant
mit MacSOUP durch die Hierarchien des Usenets."
Ein T-Online-Teamie in t-online.programme.newsreader
|> Wennst des Guten mehr tun willst, kannst den Koffer vor dem
|> Verschließen mit Stickstoff fluten.
|> Dann musst noch die ideale Lage für den Reifen finden, damit er keine
|> Eindellungen bekommt...
Statt Stickstoff eine inerte Flüssigkeit mit gleicher Dichte wie
(im Mittel) der Reifen?
--
"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_bor...@despammed.com>
>> Ich kenn mich zwar nicht besonders aus bei den Reifen, aber:
>> LUftdicht verpacken, am besten mit Sikaflex(?) abgedichteter
>> Metallkoffer mit möglichst wenig freiem Raum. Damit sättigt sich
>> dieser Raum mit den Verdunstungsstoffen aus dem Reifen und es wird
>> eine weitere Verdunstung hintangehalten (da gibt es etwas mit dem
>> Partialdruck, wenn dann dieser Raum gesättigt ist, kann nichts mehr
>> raus aus dem Reifen.
>
>Ganau......so habe ich es mir auch vorgestellt. Aber, würde es nicht
>besser sein, wenn man einen grossen Luftdruck im Koffer hat?? Dann
>sollten die Weichmacher eher im Reifen stecken bleiben oder wie??
Großer Luftdruck hilft auch nichts, da sich ein Gleichgewicht zwischen
der Luft und den Weichmachern einstellt. Außerdem hast dann mehr
Sauerstoff drinnen, der reagiert unter Druck besser.
>
>Jegliche Vorschläge mit Stickstoff sind im Praxis nicht machbar,
>deshalb brauche ich eher mehr handliche Lösungen. Wäre die Lösung das
>einpacken von Reifen, dann würde ich es natürlich einzeln tun, damit
>man das grosse Paket nicht ständig öffnen muss und damit den Raum mit
>frischer Luft füllen muss (unfreiwillig).
Wenn der freie Raum sehr klein ist, brauchst auch keinen Stickstoff,
den hast dann bald automatisch, wenn der Sauertoff verbraucht ist.
LG
Hannes
>|> Dann musst noch die ideale Lage für den Reifen finden, damit er keine
>|> Eindellungen bekommt...
>
>Statt Stickstoff eine inerte Flüssigkeit mit gleicher Dichte wie
>(im Mittel) der Reifen?
Wäre wahrscheinlich ideal, aber find eine inerte Flüssigkeit;-)
LG
Hannes
>Vielleicht weil man "Originalausstattung" in vielen Jahren gerne noch
>als Ersatzteil greifbar hat?
Selbst bei einwandfreien Oldtimern werden aktuelle
Reifen als Originalausstattung akzeptiert. Einzig
das Profildesing sollte einigermassen passen.
Gruss
Luigi, GGRR
> thus spoke Arno Welzel:
>
>>Dirk G. Straka wrote:
>>
>>>Wozu? Ich wüsste keinen aktuellen Reifen, der _so_ gut wäre,
>>>dass er über Jahrzehnte hinweg aufgehoben werden müsste, weil
>>>er nicht mehr verbessert werden könnte. Mal ganz abgesehen
>>
>>Vielleicht weil man "Originalausstattung" in vielen Jahren
>>gerne noch als Ersatzteil greifbar hat?
>
> Sorry, aber insbesondere in puncto Reifen würde ich das als
> absoluten Quatsch bezeichnen. Das wäre gerade so, als würde
> man 1000 l Vorkriegssprit bunkern, nur damit man immer den
> originalen, zeitgemässen fahren kann. Und ein paar Tanks
> genuiner Luft sollte man natürlich auch parat haben ...
Sehr sinniger Vergleich. Abgesehen davon ist es tatsächlich so, dass
manche Uralt-Motoren nicht unbedingt mit modernen Treibstoffen gut
laufen. Es ging auch nicht um Schmiermittel und Treibstoff, bei denen es
(meistens) wirklich egal ist. Wer weiss, ob man nicht-ERTRO-konforme
Reifen für einen restaurierten Oldtimer in 10 Jahren noch bekommt (um
mal beim Fahrrad zu bleiben)?
>>>davon, dass ein Vorrat, der bei halbwegs normaler Fahrerei für
>>>zehn Jahre reichen würde, sprich irgendwas um 30 Reifensätze,
>>>meine Lagerkapazitäten doch deutlich ausreizen würde ...
>>
>>3 Reifensätze pro Jahr? Entweder fährst Du wirklich viel oder
>>deine Reifen taugen nicht viel und sind nach ein paar tausend
>>km verschlissen.
>
>
> [X] _FAHREN_ und fahren ist ein Unterschied.
> [ ] Du kennst diesen Unterschied.
Wenn Du damit den Unterschied zwischen sportlicher Betätigung und
Alltags-Fahrradnutzung meinst - ok. Mir fehlen in der Tat
Erfahrungswerte aus dem Radsport-Bereich, da ich halt nur für die
regulären Wege zur Arbeit und Einkauf etc. auf meinem Alltags-Fahrrad
zurücklege (ganzjährig und bei jedem Wetter). Damit erreiche ich auch
keine 10000km pro Jahr, sondern bestenfalls 2000-3000. Das mache ich
auch nicht aus sportlichen Ambitionen, sondern aus schlichter
Notwendigkeit (wobei ich den Aspekt der besseren Fitness durch
körperliche Betätigung auch schätze). Dabei halten meine Reifen
mindestens 2-3 Jahre. Wenn Radsport auch bedeutet, jedes Jahr mindestens
2-3 (vermutlich auch nicht billige) Reifensätze zu kaufen, ist der Sport
zumindest nicht gerade günstig (aber das gilt wohl fast überall).
Ciao, Arno
--
Arno Welzel
http://arnowelzel.de
CD/DVD-Datenbank: http://arnowelzel.de/rwinfo/
EMail: usenet...@arnowelzel.de
[...]
> (meistens) wirklich egal ist. Wer weiss, ob man nicht-ERTRO-konforme
Argl... gemeint war natürlich ETRTO - ich werd's mir nie merken können ;-)
Ach ja - und F'up nach d.r.f
> Hi Martin,
>
> thus spoke Martin Appel:
> [...]
>> Da Du den Autovergleich herangezogen hast:
>
> Habe ich? *wunder* Wo denn bitte schön?
Fahrräder brauchen keinen Sprit.
> Aber, ok, ich will Dir Deinen Themenwexl nicht versauen und geh'
> einfach mal trotzdem drauf ein ...
>
>> Einen Vorkriegsbugatti will man ja auch nicht mit "Conti Winter
>> Contact" Niederquerschnittsreifen ausstatten.
>
> Warum nicht? Farbe zum Weisswandmalen gibt's an jeder Strassen-
> ecke. Wo ist das Problem? Und dass es nicht Niederquerschnitt
> sein muss, darüber müssen wir wohl kaum reden.
"Man hat schon welche aus geringerem Anlaß gevierteilt".
>> Beim Fahrrad gibts zwar nicht ganz so eine Typenvielfalt,
>
> F*hrr*d? Müssen jetzt auch schon die herhalten?
Dann schau mal, wo das Mail überall hin crossgeposted wurde. Ich habe das
Posting in "de.rec.fahhrad" gefunden -da wird gelegentlich über die
Dinger geredet. Und ja, die sind mit Gummireifen ausgestattet und vom
Verkehrsbundesamt als Fahrzeuge anerkannt. Gleichwertig zu Autos,
Motorrädern...
>> aber es gibt durchaus Formate, die sehr schwierig auf-
>> zutreiben sind.
>
> Selbst wenn - bei F*hrr*dern ist Grip ja wohl _sowas_ von
> schietegool, das willsde ja wohl kaum mi'm Mopped vergleichen,
[] Du bist schonmal Fahrrad gefahren. oder _GEFAHREN_ ?
> oder? IOW: Wenn ich einen Fahrradreifen für mein Jahrhundert-
> wendehollandrad zehn Jahre aufbewahren will, dann treibe ich bei
> weitem nicht so'n Zinnober wie bei einem Mopped, wo's mich mit
> einem Uraltreifen in der ersten Kurve auf die Papp'n haut, oder?
[] Du weißt, dass es auch bei Fahrrädern eine Art "Oldtimerszene gibt.
>> Schlauchreifen waren schon einmal fast ausgestorben
>
> Wiewaswo?!? Schlauchreifen sind bei manchen Mopped-Kategorien
> _sowas_ von nicht ausgestorben, das kannsde Dir kaum vorstellen.
Ich kann mir Sachen vorstellen, das kannst Du Dir gar nicht vorstellen...
:-)
> Vielleicht wäre es mal angebracht, dass unser lieber OP Lucas
> sich endlich mal dazu herablässt, eine Aussage über das Fahrzeug
> zu treffen, das er da mit ewig gestrigen Reifen versorgen will.
Das wiederum wäre wünschenswert! :-)
>> (Sie erleben gerade eine Renaissance, aber wer weiß, wie lange
>> das anhält) und für optisch korrekte 25mm oder 28mm Schlauch-
>> reifen für Vorkriegsrenner wird man bei A. Dugast schon richtig
>> Geld los. Insoferne ist die Frage schon legitim.
>
> Dann soll er A. Dugast fragen, wie der das macht.
Der macht einfach neue und verkauft sie. Aber das wird er nur tun,
solange der Markt dafür so groß ist, dass es sich wirtschaftlich lohnt.
Soweit mir bekannt ist, existiert das Problem, passende Reifen für
historische Fahrzeuge aufzutreiben, bei Motorrädern, Autos, Fahrrädern
allgemein. Kann recht ins Geld gehen oder sogar eine Restaurierung/den
Betrieb völlig verhindern.
>> > [X] _FAHREN_ und fahren ist ein Unterschied.
>> das eine ist falsch geschrieben.
>
> Nein, Du hast das eine fahren nur nicht verstanden.
[x] bitte unterwürfig um Aufklärung!
>> Die Anzahl im Jahr benötigter Reifen steigt nach meiner Erfahrung
>> mit der Anzahl der in Betrieb befindlichen Fahrräder:
>
> Interessiert keinen Menschen. F*hrr*der. Tze.
Nimmst Du die Scheuklappen zum Schlafen ab?
Martin
>thus spoke Gerald Eischer:
>> Zufälligerweise
>> habe ich erst diese Woche einen Schlauchreifen auf eine Felge
>> aufgekittet.
>
>man Kontext.
Mag sein, dass landläufig mit Schlauch zu montierende Reifen als
Schlauchreifen bezeichnet werden, korrekt ist dies jedoch nicht, da
der Begriff "Schlauchreifen" schon von einer Reifenbauart besetzt ist,
die vor 100 Jahren allgemein üblich war und heutzutage noch im
Radsport benutzt wird.
> Da Du den Autovergleich herangezogen hast: Einen Vorkriegsbugatti will
> man ja auch nicht mit "Conti Winter Contact" Niederquerschnittsreifen
> ausstatten. Beim Fahrrad gibts zwar nicht ganz so eine Typenvielfalt,
> aber es gibt durchaus Formate, die sehr schwierig aufzutreiben sind.
Nicht nur Formate. Wulstreifen gibt es nur noch vereinzelt (und die
letzten, die ich vor knapp 20 Jahren mal neu gekauft habe, waren extrem
miese Qualitaet). Und so ein schoenes Vorkriegstourenrad steht doch ganz
anders auf "Gleitschutzreifen" mit wilden Profilexperimenten, am besten
mit dem Namen des reifenherstellers als Teil des Profils (war immerhin bei
den Vredestein, die ich fuer mein Hollandrad vor dem Umbau auf 622 neu
gekauft habe, auch noch so).
Rainer "die letzten Wulstreifen, die ich zaehneknirschend beim Scheune
ausraeumen weggeschmissen habe, weil sich kein Abnehmer fand, waren mit
Sicherheit ueber 40 Jahre alt -- und nicht besonders gelagert; und intakt
(naja, etwas rissig, aber nichts wirklich stoerendes)" Rauschenberg
p.s.: Schwarz muessen sie sein. Alles andere altert rapide.
> Wer weiss, ob man nicht-ERTRO-konforme Reifen für einen restaurierten
> Oldtimer in 10 Jahren noch bekommt (um mal beim Fahrrad zu bleiben)?
Was ist ein "nicht-ERTRO-konformer Reifen"?
> Guenther Schwarz <st...@gmx.de> schrieb:
>
> >Am Thu, 20 May 2004 schrieb Gerald Eischer:
> >
> >> [ ] Du weißt, was Schlauchreifen sind.
> >
> >Es ist ein alberner Krieg um Worte,
>
> Nein, das ist kein Krieg um Worte, Schlauchreifen sind Reifen, bei denen
> der Schlauch in die Decke eingearbeitet ist. Schlauchreifen werden auf
> die Felge aufgeklebt.
>
> >aber wie würdest du einen
> >Reifen für ein KFZ bezeichnen,
>
> Von der Bauart her sind das Wulstreifen.
>
> >der eben nicht schlauchlos,
> >sondern mit einem Schlauch montiert wird?
Nein, das sind Drahtreifen. Wulstreifen haben keinen
Draht, d.h. sie sind z.B. problemlos faltbar. Vgl. z.B.
http://www.moeller-reifenservice.de/ww_oldtm_d.html (unterhalb von
"Baureihen und andere Bezeichnungen").
> Als Reifen mit
> >Schlauch
>
> Ja.
>
> >oder doch kürzer als Schlauchreifen?
>
> Nein.
Rainer "ansonsten Zustimmung" Rauschenberg
> an...@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl) schrieb:
>
> >"Gerald Eischer" <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
> >>Guenther Schwarz <st...@gmx.de> schrieb:
> >>>aber wie würdest du einen
> >>>Reifen für ein KFZ bezeichnen,
> >>
> >>Von der Bauart her sind das Wulstreifen.
> >
> >Sicher? Fuer mich schauen die mehr nach Drahtreifen aus.
>
> Der Draht befindet sich im Wulst, daher Drahtwulst genannt. IMO ist
> ein Drahtreifen eine Bauart des Wulstreifens.
Das ist im fahrradkontext unnoetig verwirrend, weil lange Zeit bei
Nichtrennraedern die beiden Bauformen Drahtreifen und Wulstreifen
koexistierten.
Rainer "aber vielleicht ist das auch nur wieder so eine oesterreichische
Lokalspezialitaet -- neulich hat mir erst einer wirr abgekuerzte Dekagramm
an den Kopp geschmissen" Rauschenberg
> Warum wurden die Wulstreifen eigentlich
> abgeschafft?
Gewicht? Zu hoher Mindestdruck fuer sichere Funktion (hab mal einen beim
Aus-dem-Hof-Fahren versehentlich ausgefelgt -- ca. 0,8 bar waren zu wenig
:-) )?
Genau das war der Grund bei Vierrädern: Ein Wulstreifen verträgt keine
größeren Querkräfte.
--
Dieses Dokument wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und gilt ohne
Unterschrift und Siegel. Alle Angaben ohne Gewähr. Wir stellen die Normalität
augenblicklich wieder her, sobald wir wissen was eigentlich normal ist.
florian...@gmx.de http://www.floimnetz.de
Ok - unglücklich ausgedrückt. Faktisch wird das wohl nicht geben, da man
prinzipiell jede Reifengrösse einfach ein der ETRTO-Schreibweise angeben
kann (z.B. 40-622). Worauf ich hinauswollte: Es mag Reifenformate geben,
die nur nur schwer aufzutreiben sind. x-559 und x-622 (nach ETRTO, z.B.
37-622 für ein Tourenrad oder 50-559 für ein MTB) recht gängig. Da aber
die alten Zoll-Abmessungen nicht direkt umrechenbar sind (ein
26x1,25-Reifen ist halt _nicht_ 31-559 und 27x-Reifen sind _grösser_ als
das, was man allgemein als "28-Zoll-Reifen" kennt), kann es bei sehr
alten Rädern durchaus Formate geben, für die es keine entprechenden
ETRTO-Grössen gibt.
Siehe auch http://sheldonbrown.com/tire-sizing.html
>"Gerald Eischer" <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>>
>>Der Draht befindet sich im Wulst, daher Drahtwulst genannt. IMO ist
>>ein Drahtreifen eine Bauart des Wulstreifens.
>
>Christian Kuhtz schreibt in "Rad Kaputt", Seite 18:
>
>|Bis in die 50er Jahre waren Fahrradreifen ohne Drahteinlage ueblich -
>|Wulstreifen.
Mit Draht bleibt es auch ein Wulst. Man müsste eigentlich von
Drahtwulstreifen sprechen.
>Die Zeichnung zeigt einen deutlich groesseren Wulst als bei
>Drahtreifen ueblich; die zugehoerigen Felgen haben einen Ueberhang, in
>den sich die Reifen einhaken.
So war es auch bei Wulstreifen für Kfz.
>Ich glaube nicht, dass der Wulst bei Drahtreifen besondere Absicht war
>(eher ein Artefakt der Herstellung),
Doch, der ist Absicht. Seine Aufgabe ist es, die Antriebs und Bremskräfte
auf die Felge zu übertragen. Bei schlauchlosen Reifen dient er auch
zur Abdichtung.
>Uebrigens habe ich bei der urspruenglichen Frage sofort an Wulstreifen
>gedacht, ueber die Christian Kuhtz schon 1990 schrieb:
>
>|Ersatz nur noch vom Muell. [Neu aus dem Ausland]
Das stimmt nicht. Einen Wulstreifen der Marke Semperit gibt es noch
zu kaufen. Vor ein paar Jahren habe ich einmal einen an einem Waffenrad
montiert.
>Nein, das sind Drahtreifen. Wulstreifen haben keinen
>Draht,
Aber Drahtreifen haben einen Wulst :-)
> "Erasmus Arms" <era...@arms.de> writes:
>
>> "Lucas Jensen" <lucas...@yahoo.dk> schrieb im Newsbeitrag
>> news:863ee340.0405...@posting.google.com...
>> > Wie kann ich Gummireifen sehr lange lagern (viele viele Jahre)?
>>
>> In flüssigem Stickstoff.
>
> Einspruch. Reifen sind aus Komposit-Materialien mit unterschiedlichen
> thermischen Ausdehnungskoeffizienten zusammgesetzt. Ein Tieftemperatur-
> Einfrieren würde IMHO zu grossen Spannungen führen.
>
> Ich würde daher sagen: kurz oberhalb der Glastemperatur des
> verwendeten Gummis in einer hoch-reinen Argon-Atmosphäre und Ausschluss
> jeglicher Strahlung.
>
> Es ist immer wieder schön, wenn man was sinnvolles beitragen kann,
> Oliver
Was ist das einfachste, zu Hause wàhrend mehreren Jahren zu sichern :
6N Argon oder LN2 ? Oder vielleicht Hochvakuum ?
> Was ist das einfachste, zu Hause wàhrend mehreren Jahren zu sichern :
> 6N Argon oder LN2 ? Oder vielleicht Hochvakuum ?
Auf die Frage antworte ich gerne:
Eindeutig Argon. Du brauchst nur eine Druckgas-Bombe aus
dem Labor-Bedarf und setzt dann dein Aufbewahrungsgefäß unter
leichten Überdruck. Kleine Leckagen werden auf Jahre
durch die Gasflasche ausgeglichen.
Fl. N2 und Hochvakuum braucht ein zusätliches,
angetriebenes Aggregat. Hochvakuum führt zur Verdampfung
von Gummi-Bestandteilen und ist notorisch fehleranfällig => bad thing!
Ciao,
Oliver
Wie soll der Wulst da helfen? Die uebertragbaren Kraefte haengen ab
von: der Kontaktflaeche, dem Druck, und dem Reibwert. Die sind alle
unabhaengig davon, ob ein Wulst da ist oder nicht.
Mal kurz rechnen, was so uebertragen werden kann (Annahme:
Ueberlappungshoehe=5mm (mal 2 Seiten), 8 bar Druck, Reibwert 0.2):
pi*0.622m*0.005m*2*800000Pa*0.2=3126N
Da ist die Reibung zwischen Fahrbahn und Reifen eher am Ende. Bei
niedrigen Druecken koennte es allerdings problematisch werden.
>"Gerald Eischer" <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>>
>>Doch, der ist Absicht. Seine Aufgabe ist es, die Antriebs und Bremskräfte
>>auf die Felge zu übertragen.
>
>Wie soll der Wulst da helfen?
Ich dachte hierbei vor allem an Kfz-Reifen.
>Die uebertragbaren Kraefte haengen ab
>von: der Kontaktflaeche, dem Druck, und dem Reibwert. Die sind alle
>unabhaengig davon, ob ein Wulst da ist oder nicht.
Bei Kfz-Reifen wird der Wulst richtiggehend auf das leicht konische
Felgenbett aufgepresst.
Ohne Wulst gings bei Fahrradreifen auch dann nicht, wenn kein Draht
nötig wäre. Die an der Stelle gefaltete Karkasse kann ja nicht mit
Radius 0 geknickt werden.
Klingt fuer mich nach einem Artefakt der Herstellung, nicht nach
besonderer Absicht. M.a.W., wenn die eine Methode haetten, die keinen
Wulst produziert und billiger ist, wuerden sie die verwenden.