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älteres Rennrad umbauen/aufrüsten

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Friedhelm Bergmann

unread,
Nov 1, 2005, 3:24:20 PM11/1/05
to
Hallo NG,

mir ist ein gebrauchtes Rennrad angeboten worden. Das Rad ist
schätzungsweise 15 Jahre alt, der jetzige Besitzer hat es auch gebraucht
erworben und ist mit diesem Rad dann ca. 1 Jahr gefahren und hat es
dann an den Nagel gehängt. Er kann deshalb keine genaueren Angaben zu
Alter und Laufleistung machen.
Jetzt steht es zum Verkauf.
Ich möchte es hauptsächlich dazu nutzen um meine Fitness zu verbessern.
Eventuell dient es auch als Einstiegsdroge um später mal auf was
besseres umzusteigen.
Hier ein paar Daten.
Der Hersteller ist "Westerheide" (zu dem ich im Netz nicht viel finden
konnte).
Gemuffter Stahlrahmen und eine Rahmenschaltung von Suntour. Vorne zwei
Kettenblätter und hinten sechs Ritzel.
Die Laufräder haben erkennbaren Seitenschlag.
Über die Naben kann ich nichts weiter sagen, da keine Beschriftung mehr
vorhanden.
Soweit die Bestandsaufnahme.
Bis auf die Rahmenhöhe, Stahlrahmen entspricht das Rad eher nicht meinen
Vorstellungen. Ich müsste also umbauen.
Als da wären, Kettenblatt vorne von 2 auf 3, hinten hätte ich gerne 8
oder 9 Ritzel. Rahmenschaltung behagt mir nicht, deshalb würde ich gerne
die Schaltung auf auf kombinierte Schalt/Bremshebel umbauen.
Und das alles auf Basis der 105er von Shimano.

Jetzt meine Fragen(n) an euch:
Ist so ein Umbau mit heutigen aktuellen Serienteilen überhaupt möglich,
oder muss ich damit rechnen keine passenden mehr Teile zu bekommen.
Läßt sich so ein Umbau überhaupt in einem wirtschaftlich vertretbaren
Rahmen abwickeln und wenn ja, mit welchen Kosten müsste ich ungefähr
rechnen.
All das sind die drängensten Fragen, die mir so durch den Kopf gehen und
hoffe dabei inständig, das ihr mir bei meiner Entscheidungsfindung
weiterhelfen könnt.

MfG
Friedhelm

Florian Ladwig

unread,
Nov 1, 2005, 3:48:06 PM11/1/05
to
Friedhelm Bergmann <friedhelm...@arcor.de> schrieb:

>Der Hersteller ist "Westerheide" (zu dem ich im Netz nicht viel finden
>konnte).

Westerheide war mal ein ordentlicher deutscher Markenhersteller, davon
dürfte vor 15 Jahren nur noch der Name übriggeblieben sein, was nichts
Gutes für die Qualität des Rades bedeuten sollte.

>Ist so ein Umbau mit heutigen aktuellen Serienteilen überhaupt möglich,

Ja.

>oder muss ich damit rechnen keine passenden mehr Teile zu bekommen.

Nein.

>Läßt sich so ein Umbau überhaupt in einem wirtschaftlich vertretbaren
>Rahmen abwickeln

Nein.

>und wenn ja, mit welchen Kosten müsste ich ungefähr
>rechnen.

Mehr, als wenn Du ein komplettes Rad im Stück kaufst.

>All das sind die drängensten Fragen, die mir so durch den Kopf gehen und
>hoffe dabei inständig, das ihr mir bei meiner Entscheidungsfindung
>weiterhelfen könnt.

Bitte.

--
Dieses Dokument wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und gilt ohne
Unterschrift und Siegel. Alle Angaben ohne Gewähr. Wir stellen die Normalität
augenblicklich wieder her, sobald wir wissen was eigentlich normal ist.
florian...@gmx.de http://www.floimnetz.de

Richard Blume

unread,
Nov 1, 2005, 4:07:54 PM11/1/05
to
Moin,

Friedhelm Bergmann <friedhelm...@arcor.de> schrub:

> Ich möchte es hauptsächlich dazu nutzen um meine Fitness zu
> verbessern.

Dann musst Du es nicht umbauen :) Je schwerer das Rad desto fitter der
Fahrer :)

> Gemuffter Stahlrahmen und eine Rahmenschaltung von Suntour.

Schon okay...

> Vorne
> zwei Kettenblätter und hinten sechs Ritzel.
> Die Laufräder haben erkennbaren Seitenschlag.

Kein grosses Problem mit etwas Erfahrung und einem Zentrierschlüssel,
aber...

> Bis auf die Rahmenhöhe, Stahlrahmen entspricht das Rad eher nicht
> meinen Vorstellungen. Ich müsste also umbauen.
> Als da wären, Kettenblatt vorne von 2 auf 3, hinten hätte ich
> gerne 8 oder 9 Ritzel.

Ist Quatsch. Lass die Kurbel, Umwerfer und Schaltwerk und besorg Dir Suntour
Lenkerendschalter denn...

> Rahmenschaltung behagt mir nicht, deshalb
> würde ich gerne die Schaltung auf auf kombinierte
> Schalt/Bremshebel umbauen.
> Und das alles auf Basis der 105er von Shimano.

Wenn Du meinst- ist aber nicht billig.

> Jetzt meine Fragen(n) an euch:
> Ist so ein Umbau mit heutigen aktuellen Serienteilen überhaupt
> möglich,

Schon...

> oder muss ich damit rechnen keine passenden mehr Teile
> zu bekommen. Läßt sich so ein Umbau überhaupt in einem
> wirtschaftlich vertretbaren Rahmen abwickeln

Jein. Wenn Dir das Rad sehr gefällt, kannst DU es machen, aber sonst...

> welchen Kosten müsste ich ungefähr rechnen.

It depends- gebrauchte Teile kaufen ist erheblich billiger natürlich. Mal
gucken:

Schaltbremsgriffe: rund 150 Euro, Kette 20 Euro, Kassette 40 Euro, Laufräder
9fach ab 120 Euro (WHR 550), Schaltwerk ab 30 Euro, Umwerfer ab 20 Euro,
Lenker ab 20 Euro, Lenkerband 10 Euro, Kurbel ab 70 Euro, Kleinteile und
Werkzeug nach Bedarf, evtl. Kosten für Hinterbau weiten lassen, Reifen und
Schläche- so um die 600 Euro würde ich sagen. Für das Geld kriegst Du auch
schon ein ziemlich schönes gebrauchtes Rennrad mit weniger Gewicht und
weniger Alter...

Und beim Lernen verbraucht man einiges an Lehrgeld bis man tatsächlich ein
gutes Resultat kriegt.

> All das sind die drängensten Fragen, die mir so durch den Kopf
> gehen und hoffe dabei inständig, das ihr mir bei meiner
> Entscheidungsfindung weiterhelfen könnt.

Leider nein.

Wenns Dich inspiriert, ich schraube sehr gerne und komme mittlerweile zu
brauchbaren Ergebnissen bei relativ erträglichem Geldverbauch- der Weg dahin
war allerdings steinig und teuer: http://www.radbasteln.de

Und, bevor Du Dich jetzt auch daranmachst ein Vitus aufzubauen: sowas
braucht einen erfahrenen Fahrer mit wenig Gewicht, der Rahmen ist
windelweich und verträgt keine Fahrfehler ebensowenig wie er mehr als 80
Kilo gerne trägt... :) Kurz gesagt: es braucht ziemlich viel Abenteuerlust,
einiges an Wissen und Kompromissbereitschaft, alte Profirennmaschinen im
Alltag zu fahren. Nur als Warnung- ansonten: viel Erfolg und Spass, eine
selbst aufgebaute und getunte Maschine gehört mit zum schönsten, was man als
Radfahrer erleben kann.

cu,
Richard

Friedhelm Bergmann

unread,
Nov 1, 2005, 4:18:51 PM11/1/05
to
Florian Ladwig schrieb:

> Friedhelm Bergmann <friedhelm...@arcor.de> schrieb:
>
>
>>Der Hersteller ist "Westerheide" (zu dem ich im Netz nicht viel finden
>>konnte).
>
>
> Westerheide war mal ein ordentlicher deutscher Markenhersteller, davon
> dürfte vor 15 Jahren nur noch der Name übriggeblieben sein, was nichts
> Gutes für die Qualität des Rades bedeuten sollte.

Na das ist ja wenig erfreulich. Hatte ich doch gehofft mit einem
gemufften Stahlrahmen nicht sooo schlecht zu liegen.


>
>
>>Ist so ein Umbau mit heutigen aktuellen Serienteilen überhaupt möglich,
>
>
> Ja.
>
>
>>oder muss ich damit rechnen keine passenden mehr Teile zu bekommen.
>
>
> Nein.

Mir klingeln da die Worte eines Fahrradhändlers im Ohr der für seinen
alten RR Rahmen auch keine Teile mehr bekommen konnte.
Deshalb vorsichtshalber die Nachfrage.


>
>
>>Läßt sich so ein Umbau überhaupt in einem wirtschaftlich vertretbaren
>>Rahmen abwickeln
>
>
> Nein.
>
>
>>und wenn ja, mit welchen Kosten müsste ich ungefähr
>>rechnen.
>
>
> Mehr, als wenn Du ein komplettes Rad im Stück kaufst.

Dann kann ich das Projekt wohl besser Canceln. Nur mein Problem ist, das
ich nicht auf einem so hohen Niveau einsteigen möchte. Ich habe
keinerlei Erfahrung mit RR und möchte eigentlich erstmal testen, ob es
mir überhaupt zusagt.
Nicht das ich nach einem Jahr sage, ne das ist nichts für mich und habe
dann einen Rennboliden für über 2500 Euro im Keller stehen.

Also, wie am besten einsteigen?


>
>
>>All das sind die drängensten Fragen, die mir so durch den Kopf gehen und
>>hoffe dabei inständig, das ihr mir bei meiner Entscheidungsfindung
>>weiterhelfen könnt.
>
>
> Bitte.

Ja Danke, wenn auch nicht sehr ermutigend :-(

Gruß
Friedhelm

Daniel Roedding

unread,
Nov 1, 2005, 4:21:21 PM11/1/05
to
Friedhelm Bergmann schrieb:

> Läßt sich so ein Umbau überhaupt in einem wirtschaftlich vertretbaren
> Rahmen abwickeln und wenn ja, mit welchen Kosten müsste ich ungefähr
> rechnen.

"Wirtschaftlich" ist IMHO allenfalls folgendes:

- neuer Laufradsatz, ab ca. 100 Euro
- neue Bereifung (vermutlich ja wohl auch erforderlich), ca. 50 Euro
- neues Schaltwerk hinten und Kassette 9fach, ab ca. 40 Euro
- Lenkerendschalthebel, ca. 40 Euro

Dann hast Du 2*9 und läßt den Antrieb vorn wie er ist. Wenn Du
hinten ein MTB-Schaltwerk nimmst kannst Du auch MTB-Kassetten
verwenden. Das entschärft vielleicht das Problem des Dir
fehlenden dritten Kettenblattes. In Kombination mit Lenkerendhebeln
solltest Du beim Schaltwerk darauf achten, daß es *nicht* invers
schaltet ("Paradox").

Daniel

Günther Schwarz

unread,
Nov 1, 2005, 4:37:49 PM11/1/05
to
Friedhelm Bergmann hatte geschrieben:

> Florian Ladwig schrieb:
>> Friedhelm Bergmann <friedhelm...@arcor.de> schrieb:

>>>Läßt sich so ein Umbau überhaupt in einem wirtschaftlich vertretbaren
>>>Rahmen abwickeln

>> Nein.

ACK, wenn sich die Räder nicht mehr zentrieren lassen, ist das ein
Totalschaden. Umbau und Aufbau sind hier Liebhaberei.

> Dann kann ich das Projekt wohl besser Canceln. Nur mein Problem ist,
> das ich nicht auf einem so hohen Niveau einsteigen möchte. Ich habe
> keinerlei Erfahrung mit RR und möchte eigentlich erstmal testen, ob es
> mir überhaupt zusagt.

Wenn der Rahmen paßt und das Rad umsonst bis sehr günstig ist, spricht
IMHO nichts dagegen, erst einmal ein paar tausend Kilometer damit
abzuspulen. Evt. wirst du bergiges Gelände zum Anfang besser meiden, da
die klassischen Übersetzungen eher auf der langen Seite sind. Wichtiger
als Details von Antrieb und Schaltung ist ein passender Sattel. Den
kannst du aber beim späteren Kauf eines besseren Rads mitnehmen.

> Nicht das ich nach einem Jahr sage, ne das ist nichts für mich und
> habe dann einen Rennboliden für über 2500 Euro im Keller stehen.

Das soll öfter vorkommen und erklärt zwanglos den Gebrauchtmarkt für
praktisch neuwertige Rennräder ;-)

> Also, wie am besten einsteigen?

Fahren, fahren und fahren. Das Rad ist erst einmal nicht so wichtig.

Günther

Richard Blume

unread,
Nov 1, 2005, 4:42:47 PM11/1/05
to
Moin,

Günther Schwarz <st...@gmx.de> schrub:

>> Also, wie am besten einsteigen?
>
> Fahren, fahren und fahren. Das Rad ist erst einmal nicht so
> wichtig.

Naja, ein wirklich schönes Rad verführt eher zumWeitermachen als ein
schlechtes ;) Ansonsten stimmt das natürlich. Im Winter ist Radfahren
übrigens mindestens so schön wie im Sommer- nur anders. Da kommt bei
geschlossener Schneedecke und leise rieselnden Flocken das schwere aber
stabile Winterrad (Mountainbike) zu Ehren :)

cu,
Richard

Richard Blume

unread,
Nov 1, 2005, 4:50:09 PM11/1/05
to
Moin,

Friedhelm Bergmann <friedhelm...@arcor.de> schrub:

> Na das ist ja wenig erfreulich. Hatte ich doch gehofft mit einem


> gemufften Stahlrahmen nicht sooo schlecht zu liegen.

Sowas ist auch nicht verkehrt, aber es gibt fantastisch gute und lausig
schlechte gemuffte Stahlrahmen :) Wie gross und schwer bist Du denn?

> Mir klingeln da die Worte eines Fahrradhändlers im Ohr der für
> seinen alten RR Rahmen auch keine Teile mehr bekommen konnte.
> Deshalb vorsichtshalber die Nachfrage.

Bei französischen Rennrädern ist Vorsicht geboten wegen teilweise
eigenwilliger Gewinde und Abmessungen, aber bei einem 15 Jahre alten
deutschen Rad? :)


>> Mehr, als wenn Du ein komplettes Rad im Stück kaufst.
>
> Dann kann ich das Projekt wohl besser Canceln. Nur mein Problem
> ist, das ich nicht auf einem so hohen Niveau einsteigen möchte.
> Ich habe keinerlei Erfahrung mit RR und möchte eigentlich erstmal
> testen, ob es mir überhaupt zusagt.

Kürzlich fragte hier in der NG jemand nach einem gebrauchten Renner, ich
riet ihm zu einem Koga Myata das er bei Ebay kaufte, ich weiss nciht, wie
zufriden er jetzt nach mehreren Wochen ist- Mirko. wie isses?

> Nicht das ich nach einem Jahr sage, ne das ist nichts für mich
> und habe dann einen Rennboliden für über 2500 Euro im Keller
> stehen.

Sowas kannst Du eh nicht in den Keller stellen, sowas hängt man sich übers
Sofa. Bei mir hängen 4 Räder im Wohnzimmer, der Rest steht in Küche und
Schlafzimmer.

> Also, wie am besten einsteigen?

Bei Ebay ein mittelgutes Gebrauchtes holen? Falls Du Tipps und Beratung
willst, ohne Gewehr per Mail. Adresse geht.

cu,
Richard

Florian Ladwig

unread,
Nov 1, 2005, 5:05:20 PM11/1/05
to
Friedhelm Bergmann <friedhelm...@arcor.de> schrieb:

>Florian Ladwig schrieb:
>> Friedhelm Bergmann <friedhelm...@arcor.de> schrieb:
>>
>>>Der Hersteller ist "Westerheide" (zu dem ich im Netz nicht viel finden
>>>konnte).
>>
>> Westerheide war mal ein ordentlicher deutscher Markenhersteller, davon
>> dürfte vor 15 Jahren nur noch der Name übriggeblieben sein, was nichts
>> Gutes für die Qualität des Rades bedeuten sollte.
>
>Na das ist ja wenig erfreulich.

Ich schreibe nicht ohne Grund im Konjunktiv, ein paar Bilder mit
Detailaufnahmen wären hilfreich.

>Hatte ich doch gehofft mit einem
>gemufften Stahlrahmen nicht sooo schlecht zu liegen.

Eine Muffe ist eine Muffe ist eine Muffe, daraus kann man kein
Qualitätsurteil ableiten.

>>>oder muss ich damit rechnen keine passenden mehr Teile zu bekommen.
>>
>> Nein.
>
>Mir klingeln da die Worte eines Fahrradhändlers im Ohr der für seinen
>alten RR Rahmen auch keine Teile mehr bekommen konnte.

Das hängt vom individuellen Einzelfall ab.

>Deshalb vorsichtshalber die Nachfrage.

Ich prognostiere mal: Gabel 1"-Gewinde, Rohre 1" und 1 1/8",
Schellenumwerfer, BSA-Tretlager, alles kein Problem, nur den Hinterbau
müsste man aufweiten (lassen). Das Bremsmaß sollte man vorher checken.

>>>und wenn ja, mit welchen Kosten müsste ich ungefähr
>>>rechnen.
>>
>> Mehr, als wenn Du ein komplettes Rad im Stück kaufst.
>
>Dann kann ich das Projekt wohl besser Canceln.

Du hast die Ansprüche gestellt. Wenn man die Teile günstig ersteht und
alle anfallenden Arbeiten in Eigenregie durchführt, kann das schon
hinkommen, aber wenn man mittendrin feststellt, daß man nicht klarkommt
und einem Händler die Baustelle abliefert, werden zumindest einige
Arbeitsstunden fällig.

>Nur mein Problem ist, das
>ich nicht auf einem so hohen Niveau einsteigen möchte.

Musst Du ja auch nicht, Kompletträder können erstaunlich preiswert
sein.

>Also, wie am besten einsteigen?

Möglichkeit 1: Einfach mal bei dem einen oder anderen Händler
vorbeisehen und gucken, was ein potentielles Objekt der Begierde kosten
könnte. Der Zeitpunkt ist nicht ungünstig, die Saison ist zuende, da
kann man schonmal einen Ladenhüter abstauben.

Möglichkeit 2: Ein gebrauchtes Rad erstehen, was allerdings etwas
Sachverstand oder einen guten Berater erfordert.

>Ja Danke, wenn auch nicht sehr ermutigend :-(

Besser das ist vorher klar, ehe man sich in ein abgrundtiefes
Bastelabenteuer stürzt.

Florian Ladwig

unread,
Nov 1, 2005, 5:05:21 PM11/1/05
to
"Daniel Roedding" <d...@roedding.de> schrieb:

>Friedhelm Bergmann schrieb:
>> Läßt sich so ein Umbau überhaupt in einem wirtschaftlich vertretbaren
>> Rahmen abwickeln und wenn ja, mit welchen Kosten müsste ich ungefähr
>> rechnen.
>
>"Wirtschaftlich" ist IMHO allenfalls folgendes:
>
>- neuer Laufradsatz, ab ca. 100 Euro
>- neue Bereifung (vermutlich ja wohl auch erforderlich), ca. 50 Euro
>- neues Schaltwerk hinten und Kassette 9fach, ab ca. 40 Euro
>- Lenkerendschalthebel, ca. 40 Euro

Von 6 nach 9 geht das so nur mit der Copperfield-Methode.

>Dann hast Du 2*9 und läßt den Antrieb vorn wie er ist.

Vorsicht vor falschen Fachleuten.

Daniel Roedding

unread,
Nov 1, 2005, 5:48:29 PM11/1/05
to
Florian Ladwig schrieb:

> Von 6 nach 9 geht das so nur mit der Copperfield-Methode.

Wo siehst Du das Problem? Hinten bleibt von der alten Schaltung
nix mehr übrig. Vorn bleibt als einziges Fragezeichen, daß man
sich den Abstand zwischen den beiden Blättern anschauen
müßte, ob da eine schmalere 9fach-Kette zwischenfallen kann.
Dem Umwerfer ist es egal, wenn 'ne schmalere Kätte
durchgefädelt wird. Und die Kettenlinie wird ja auch
erstmal nicht verändert.

> >Dann hast Du 2*9 und läßt den Antrieb vorn wie er ist.
> Vorsicht vor falschen Fachleuten.

Werde doch mal konkret, wo Du das Problem siehst.

Daniel

Florian Ladwig

unread,
Nov 1, 2005, 6:16:57 PM11/1/05
to
"Daniel Roedding" <d...@roedding.de> schrieb:

>Florian Ladwig schrieb:
>> Von 6 nach 9 geht das so nur mit der Copperfield-Methode.
>
>Wo siehst Du das Problem?

Weil 6fach Schraubkranz und 126mm Achsbreite bedeutet.

>Vorn bleibt als einziges Fragezeichen, daß man
>sich den Abstand zwischen den beiden Blättern anschauen
>müßte, ob da eine schmalere 9fach-Kette zwischenfallen kann.

Aha. Aber Du weißt, daß die Blätter noch brauchbar sind?

>> >Dann hast Du 2*9 und läßt den Antrieb vorn wie er ist.
>> Vorsicht vor falschen Fachleuten.
>
>Werde doch mal konkret, wo Du das Problem siehst.

Vielleicht hast Du eine wirklich gute Glaskugel, aber kennst Du den
Zustand dieses 15 Jahre alten Rades? Weißt Du, ob sich die Felgen noch
zentrieren lassen? Hast Du das OP einigermaßen genau gelesen? Wer
einfach '9fach-Kassette drauf' empfiehlt und 9fach Lenkerendhebel für
40FRZ kaufen will, sprüht nicht gerade vor Sachverstand.

Daniel Roedding

unread,
Nov 1, 2005, 6:39:50 PM11/1/05
to
Florian Ladwig schrieb:
> "Daniel Roedding" <d...@roedding.de> schrieb:

> >Wo siehst Du das Problem?
> Weil 6fach Schraubkranz und 126mm Achsbreite bedeutet.

Daß man für einen Umbau den Rahmen auf 130 mm wird
aufweiten müssen ist vermutlich der kritischste Teil der
ganzen Geschichte.

> Aha. Aber Du weißt, daß die Blätter noch brauchbar sind?

Nö, aber die werden im Zweifelsfall einen Standard-Lochkreis
haben und lassen sich dann einzeln ersetzen.

> Vielleicht hast Du eine wirklich gute Glaskugel, aber kennst Du den
> Zustand dieses 15 Jahre alten Rades? Weißt Du, ob sich die Felgen noch
> zentrieren lassen?

Meine kleine Aufzählung enthielt neue Laufräder, damit ist dieses
Thema vom Tisch - und auch das Schraubkranzproblem.

> Hast Du das OP einigermaßen genau gelesen? Wer
> einfach '9fach-Kassette drauf' empfiehlt und 9fach Lenkerendhebel für
> 40FRZ kaufen will, sprüht nicht gerade vor Sachverstand.

Die Lenkerendhebel deswegen, weil der OP a) von Rahmenschaltung
weg will und b) damit auch der ja nicht getauschte Suntour-Umwerfer
schaltbar ist. Ich hatte mir da durchaus schon was bei gedacht,
auch wenn's in dieser Aufzählung auf den ersten Blick vielleicht
etwas merkwürdig aussah.

Daniel

Mathias Böwe

unread,
Nov 1, 2005, 7:00:32 PM11/1/05
to
Richard Blume <ric...@radbasteln.de> wrote:

> Ist Quatsch. Lass die Kurbel, Umwerfer und Schaltwerk und besorg Dir Suntour
> Lenkerendschalter denn...

Aus Gründen der "Sortenreinheit"? AFAIR (CMIIW) waren die ganz alten
Suntour-Schaltungen (und 6fach impliziert ein reiferes Semester) nicht
gerastert, und im Friktionsbetrieb geht alles - und sollte leichter zu
beschaffen sein.

Mathias
--
inzwischen auch ohne signature

Andreas Stiasny

unread,
Nov 1, 2005, 8:39:29 PM11/1/05
to
Mathia...@t-online.de (Mathias Böwe) wrote:
> AFAIR (CMIIW) waren die ganz alten
> Suntour-Schaltungen (und 6fach impliziert ein reiferes Semester) nicht
> gerastert, und im Friktionsbetrieb geht alles - und sollte leichter zu
> beschaffen sein.

Vor 15 Jahren war Indexierung standard. Es gab gerasterte
6-fach-Rahmenschalthebel von Suntour. Wenn das Rad zwei oder drei
Jahre älter ist, sieht die Sache allerdings anders aus.


Andreas

--
Andreas Stiasny, 2500 Baden, Austria
http://radtouren.stiasny.priv.at

Jan Zoellner

unread,
Nov 2, 2005, 3:49:44 AM11/2/05
to
Hi,

Friedhelm Bergmann <friedhelm...@arcor.de> wrote:

> ...


>Soweit die Bestandsaufnahme.
>Bis auf die Rahmenhöhe, Stahlrahmen entspricht das Rad eher nicht meinen
>Vorstellungen. Ich müsste also umbauen.
>Als da wären, Kettenblatt vorne von 2 auf 3, hinten hätte ich gerne 8
>oder 9 Ritzel. Rahmenschaltung behagt mir nicht, deshalb würde ich gerne
>die Schaltung auf auf kombinierte Schalt/Bremshebel umbauen.
>Und das alles auf Basis der 105er von Shimano.

Ich hatte (und habe gerade wieder) einen ähnlichen Fall und kann Dir
im Konsens mit den anderen nur abraten, da was aufrüsten zu wollen.
Ich beobachte das gerade, weil ich ebenfalls ein altes Rennrad mit
Teilen aufbaue, die ich schon habe.

Wenn das Rad sehr billig angeboten wird, versuchs einfach erstmal
damit. Rahmenschaltung ist gar nicht *so* schlimm, wenn auch ne
integrierte Schaltung was sehr Feines ist.
Was ich dann allerdings noch machen würde: Modernere Bremsen (um die
20-40 € gebraucht), die bringen immense Fortschritte.

Ciao
Jan

Arno Welzel

unread,
Nov 2, 2005, 4:57:39 AM11/2/05
to
Daniel Roedding wrote:

> Florian Ladwig schrieb:
>
>>Von 6 nach 9 geht das so nur mit der Copperfield-Methode.
>
> Wo siehst Du das Problem? Hinten bleibt von der alten Schaltung

8/9-fach-Kassetten brauchen mehr Platz als 6-fach - man kommt nicht um
einen neuen Freilaufkörper herum, eher gleich eine neue Nabe. Die wird
mit 130 mm aber auch mehr Platz brauchen, als die alte Nabe, die
mutmasslich noch 126 mm Einbaumass hat. Bei einem alten Stahlramen mit
126 mm-Ausfallenden ginge das gerade noch so (manche 130 mm-Rennradnaben
haben entsprechen geformte Muttern, um die Nabe in einen schmaleren
Stahlrahmen hineinzubekommen) - schön ist es trotzdem nicht.

Ohne Änderung an Nabe und Rahmen wäre es möglich, auf Basis einer
9-fach-Kasette den 6-fach-Körper mit 8 Gängen zu bestücken und einen
9-fach-Schalthebel zu verwenden. Sheldon Brown hat dazu ein paar Ideen
beschrieben [1], [2], jeweils am Ende.


[1] http://arnowelzel.de/sheldonbrown/k7.html
[2] http://sheldonbrown.com/k7.html


--
Arno Welzel
http://arnowelzel.de
CD/DVD-Datenbank: http://arnowelzel.de/rwinfo/
EMail: use...@arnowelzel.de

Christoph Strauch

unread,
Nov 2, 2005, 5:18:11 AM11/2/05
to
Friedhelm Bergmann wrote:
> Florian Ladwig wrote:
[Umbau eines ollen Rennrades]

> Na das ist ja wenig erfreulich. Hatte ich doch gehofft mit einem
> gemufften Stahlrahmen nicht sooo schlecht zu liegen.
>>

[.]


> Mir klingeln da die Worte eines Fahrradhändlers im Ohr der für seinen
> alten RR Rahmen auch keine Teile mehr bekommen konnte.
> Deshalb vorsichtshalber die Nachfrage.

Was sollen denn das für Teile sein, die man nicht mehr bekommt? Wenn
nicht gerade frz. Gewinde im Spiel sind, gibt es keine Probleme.

>>> Läßt sich so ein Umbau überhaupt in einem wirtschaftlich vertretbaren
>>> Rahmen abwickeln
>>
>> Nein.
>>

> Dann kann ich das Projekt wohl besser Canceln. Nur mein Problem ist, das
> ich nicht auf einem so hohen Niveau einsteigen möchte. Ich habe
> keinerlei Erfahrung mit RR und möchte eigentlich erstmal testen, ob es
> mir überhaupt zusagt.

Schreib doch einfach mal, was du ungefähr bereit bist auszugeben. Alte
Rennräder werden zu Preisen gehandelt, die einem die Tränen in die Augen
treiben. Such dir fachkundige Beratung und nimm dir etwas Zeit

> Nicht das ich nach einem Jahr sage, ne das ist nichts für mich und habe
> dann einen Rennboliden für über 2500 Euro im Keller stehen.

> Also, wie am besten einsteigen?

Mit einem älteren hochwertigen Gebrauchtrad (s.o.). Auf neumodische
Gimmicks wie indexierende Schalthebel etc. verzichtest du erst mal, das
kostet nur Geld. Wenn du weisst, ob dir das Fahren überhaupt Spass
macht, merkst du auch schnell, was du braucht und wofür es sich lohnt
Geld auszugeben.

H.- J. Kronemeyer

unread,
Nov 2, 2005, 6:36:27 AM11/2/05
to
Friedhelm Bergmann <friedhelm...@arcor.de> schrieb:

Umbau oder nicht, vor der Entscheidung stand ich letztes Jahr auch.
Ich habe mich dann für was neues entschieden.

> Nicht das ich nach einem Jahr sage, ne das ist nichts für mich und habe
> dann einen Rennboliden für über 2500 Euro im Keller stehen.

Soviel muss man nicht ausgeben. 1500 reichen :-)
Wenn es weniger sein soll...
Gerade jetzt zum Saisonende kann man günstige Räder für den Einstieg
erwerben. Mal als Beispiel.
Canyon (www.canyon.de) reduziert gerade jetzt die Preise für Räder der
auslaufenden Saison und hat auch noch weitere Angebote aus den letzten
Jahren im Programm. Auf der Hauptseite von Canyon findest du einen
Link zum "Sparbuch". Ist eine PDF-Datei. Auf der Seite 28 findest du
das Roadlite Comp mit vernünfiger Ausstattung (Shimano 105er, 9-fach)
für 749,-- EUR. Räder mit der 9-fach 105er dürften jetzt auch langsam
günstiger werden, da Shimano die 105er gerade neu als 10-fach
herausgebracht hat.
Stevens (http://www.stevensbikes.de) hat als günstigstes Komplettrad
das Stelvio im Programm. Bereits mit der aktuellen 10-fach 105er.
Ansonsten dürften bei den Händlern noch so einiges aus der laufenden
Saison oder sogar noch aus den Vorjahren stehen. Dort sollte sich mit
etwas Verhandlungsgeschick auch noch was günstiges finden. Die Händler
möchten ja auch aktuelle Räder im Laden stehen haben und ihren
"Altbestand" loswerden.
Wenn das alte Rad noch fahrbereit ist (Laufräder kann man für wenig
Geld zentrieren lassen), dann würde ich an deiner Stelle erst einmal
damit fahren und ausprobieren, ob dir das überhaupt liegt. Was ist
denn da für Bereifung drauf? Schon Drahtreifen (Mantel und Schlauch
getrennt) oder sind es noch Schlauchreifen?
Ein Umbau wie du ihn vorhast, lohnt sich nicht. Dann müsste das schon
ein edler Stahlrahmen aus der Zeit sein.

Gruß
Heinz-Jürgen

Boris Glawe

unread,
Nov 2, 2005, 7:14:59 AM11/2/05
to

>
>>Also, wie am besten einsteigen?
>
>
> Fahren, fahren und fahren. Das Rad ist erst einmal nicht so wichtig.
>

100% ACK, mit fällt immer wieder auf, dass ich während Trainingsfahrten
stundenlang nicht an das Material denke, über das ich mir beim Kauf soviel
gedanken gemacht habe. Wenn die Technik nicht gerade versagt, tritt sie bei
diesem Sport vollkommen in den Hintergrund. Ein Fussballer denkt ja auch nicht
an das Material des Balls :-)

Noch ein Tip für den Einstieg: Wenn du noch untrainiert in Sachen Radfahren
bist, dann lass in den ersten paar Wochen die Finger weg von Bergen. Fahr
einfach immer mindestens 2, wenn möglich 4 Stunden bei gemäsigtem Puls zügig in
der Ebene oder nur leichte Steigungen. Ob das jetzt den besten Trainingseffekt
hat, das weiß ich nicht, aber es verhindert auf jeden Fall Frust und erhöht die
Chancen, dass man weitermacht. Ich habe hier irgendwo mal gelesen "wer schnell
fahren will, muss erst einmal lernen langsam zu fahren". Der Muskel bringt halt
über 4 Stunden hinweg nur eine bestimmte Leistung. Quält man sich unnötig, dann
ist diese Leistung nur unwesentlich höher. Geht man die Sache etwas langsamer
an, macht es mehr Spaß und die die Leistung steigert sich ebenfalls. Das soll
nicht heißen, dass man kurze Abschnitte nicht mal volles geben soll, mann muss
es danach nur wieder schaffen, den Puls zu beruhigen, ohne dass man weit unter
Schnitt fährt oder ganz anhält. Vor jeder Tour viiiiiel trinken (Ich trinke
meistens ca. 2 - 2.5 Liter Wasser) und esse 1-2 Scheiben Brot, damit man ein
paar Kohlenhydrate dabei hat. Am wichtigsten ist aber das Trinken. Ist das Blut
zu dickflüssig, wird das Radeln zur Qual.

Viel Erfolg

Grüße Boris

Thomas Voigt

unread,
Nov 2, 2005, 7:50:11 AM11/2/05
to
Jan Zoellner wrote:
> Hi,
>
> Friedhelm Bergmann <friedhelm...@arcor.de> wrote:
>
>>...
>>Soweit die Bestandsaufnahme.
>>Bis auf die Rahmenhöhe, Stahlrahmen entspricht das Rad eher nicht meinen
>>Vorstellungen. Ich müsste also umbauen.
>>Als da wären, Kettenblatt vorne von 2 auf 3, hinten hätte ich gerne 8
>>oder 9 Ritzel. Rahmenschaltung behagt mir nicht, deshalb würde ich gerne
>>die Schaltung auf auf kombinierte Schalt/Bremshebel umbauen.
>>Und das alles auf Basis der 105er von Shimano.
>
> Ich hatte (und habe gerade wieder) einen ähnlichen Fall und kann Dir
> im Konsens mit den anderen nur abraten, da was aufrüsten zu wollen.

Naja, mit Geduld bekommt man neuwertige aeltere Teile bei Ebay
hinterhergeworfen und kann das Rad damit aufruesten, da muss man aber
wissen was man tut. Ein altes Rad mit neuen Komponenten aus dem Laden
aufzuruesten ist allerdings wirtschaftlicher Unsinn.

tv

Florian Ladwig

unread,
Nov 2, 2005, 5:51:02 PM11/2/05
to
"Daniel Roedding" <d...@roedding.de> schrieb:

>Florian Ladwig schrieb:
>


>> Aha. Aber Du weißt, daß die Blätter noch brauchbar sind?
>
>Nö, aber die werden im Zweifelsfall einen Standard-Lochkreis
>haben und lassen sich dann einzeln ersetzen.

Weder das Eine noch das Andere ist sicher.

>Die Lenkerendhebel

Wie kommst Du auf 40 Euri?

>deswegen, weil der OP a) von Rahmenschaltung
>weg will und b)

Friedhelm STI-Hebel möchte.

Daniel Roedding

unread,
Nov 2, 2005, 6:02:47 PM11/2/05
to
Florian Ladwig schrieb:

> "Daniel Roedding" <d...@roedding.de> schrieb:
> >Florian Ladwig schrieb:
> >> Aha. Aber Du weißt, daß die Blätter noch brauchbar sind?
> >Nö, aber die werden im Zweifelsfall einen Standard-Lochkreis
> >haben und lassen sich dann einzeln ersetzen.
> Weder das Eine noch das Andere ist sicher.

Da hast Du sicher recht. Nur: das Problem stellt sich völlig
unabhängig von der Frage, ob man nun hinten den Antrieb umbaut
oder auch nicht. Verschleiß ist ein allgemeines Problem, was mit
jedem gebrauchten Fahrrad auftreten oder bereits vorhanden
sein kann.

> >Die Lenkerendhebel
> Wie kommst Du auf 40 Euri?

Neupreis DA-Hebel beim Blumenladen.

> >deswegen, weil der OP a) von Rahmenschaltung
> >weg will und b)
> Friedhelm STI-Hebel möchte.

Meine kleine Aufzählung bezog sich auf IMHO *wirtschaftliche*
Umbaumaßnahmen. STI-Hebel halte ich in diesem Zusammenhang
nicht für wirtschaftlich. Außerdem würde sich das Problem der
Umwerferansteuerung ergeben, d. h. den müßte man ggf.
auch noch austauschen. Da wäre dann zu prüfen, ob Schelle
oder Anlötversion, außerdem hängt da als Parameter wieder
die Kettenlinie hinter... also an diesem Eck möglichst nichts
ohne Not anpacken.

Daniel

Daniel Roedding

unread,
Nov 2, 2005, 6:10:01 PM11/2/05
to
Arno Welzel schrieb:

> 8/9-fach-Kassetten brauchen mehr Platz als 6-fach - man kommt nicht um
> einen neuen Freilaufkörper herum, eher gleich eine neue Nabe.

IMHO werden eh neue Laufräder fällig, dann zweckmäßigerweise
direkt auch neue Naben und "Upgrade" auf 130 mm.

Und das:

> Ohne Änderung an Nabe und Rahmen wäre es möglich, auf Basis einer
> 9-fach-Kasette den 6-fach-Körper mit 8 Gängen zu bestücken

halte ich für eher unwahrscheinlich, weil beim vorhandenen Altmaterial
ja wohl eher mit einem Schraubkranz als mit einer Kassette zu rechnen
ist.

Daniel

Jan Zoellner

unread,
Nov 3, 2005, 4:13:41 AM11/3/05
to
Thomas Voigt <tv_sp...@gmx.de> wrote:

>Naja, mit Geduld bekommt man neuwertige aeltere Teile bei Ebay

>hinterhergeworfen und kann das Rad damit aufruesten, #

Wenn man denn kein STI will. Da gibts gewisse Grundpreise, hab ich den
Eindruck.

Ciao
Jan

Thomas Voigt

unread,
Nov 3, 2005, 5:19:05 AM11/3/05
to

Stimmt. Eine Alternative sind neue Modolo Morphos, die gibt's (gab's?)
fuer 80 FRZ im Versand.

tv

Martin Klaiber

unread,
Nov 3, 2005, 8:48:29 AM11/3/05
to
Andreas Stiasny <and...@news2005.stiasny.priv.at> wrote:
> Mathia...@t-online.de (Mathias Böwe) wrote:

>> AFAIR (CMIIW) waren die ganz alten Suntour-Schaltungen (und 6fach
>> impliziert ein reiferes Semester) nicht gerastert, und im
>> Friktionsbetrieb geht alles - und sollte leichter zu beschaffen sein.

> Vor 15 Jahren war Indexierung standard. Es gab gerasterte
> 6-fach-Rahmenschalthebel von Suntour. Wenn das Rad zwei oder drei
> Jahre älter ist, sieht die Sache allerdings anders aus.

Ich habe noch zwei Paar 6fach-Daumenschalter aus verschiedenen
Jahrgängen von Suntour hier, die sind ebenfalls gerastert.

Martin

Martin Klaiber

unread,
Nov 3, 2005, 9:15:56 AM11/3/05
to
Friedhelm Bergmann <friedhelm...@arcor.de> wrote:

> Dann kann ich das Projekt wohl besser Canceln. Nur mein Problem ist, das
> ich nicht auf einem so hohen Niveau einsteigen möchte. Ich habe
> keinerlei Erfahrung mit RR und möchte eigentlich erstmal testen, ob es
> mir überhaupt zusagt.

So eine alte Rennradgurke ist vom Fahrgefühl her aber nicht vergleichbar
mit einem einigermaßen aktuellen oder zumindest hochwertigeren Rennrad.

Wobei ich zugegebenermaßen dieses Rad nicht kenne, aber meine Erfahrung
mit einfachen, älteren Rennrädern aus deutscher Produktion ist, dass es
sich eher um Tourenräder mit Rennlenker handelt. Bei älteren Rennrädern
aus Italien, etc. sieht das schon wieder ganz anders aus.

> Nicht das ich nach einem Jahr sage, ne das ist nichts für mich und habe
> dann einen Rennboliden für über 2500 Euro im Keller stehen.

Wie wär's mit einem Mittelweg? Es muss ja kein Neurad sein, aber auch
nicht so ein Uralt-Gebrauchtrad. Für 200 bis 500 EUR sollte es IMHO
möglich sein, ein Rad mit 7- oder 8fach STI zu bekommen. Für das Rad,
das Dir angeboten wurde, würde ich keine 50 EUR mehr ausgeben.

> Also, wie am besten einsteigen?

Die Saison ist vorbei, die Händler sollten wieder Zeit haben. Ich würde
mit einem Händler eine längere Probefahrt vereinbaren, vielleicht ist
es sogar möglich, das Rad für ein Wochenende auszuleihen. Achte darauf,
dass es Dir von den Rahmenmaßen her wirklich gut passt, und falls
möglich, dass die Sattelüberhöhung nicht zu extrem ist. Wenn Du bisher
keine Erfahrung mit Rennrädern hast, wird es Dir schwerfallen, längere
Zeit mit einem Rad zu fahren, bei dem der Lenker zehn (oder mehr) cm
tiefer liegt als der Sattel.

Vermeide Schnick-Schnack wie Carbongabeln und Aero-Laufräder. Das macht
das Rad nur sehr viel teurer und bringt Dir zur Zeit überhaupt nichts.
Wenn Du mal so gut bist, dass Du Wettbewerbe mitfährst, sieht es anders
aus, aber das dauert vermutlich noch ein Weilchen.

Martin

Gerald Eischer

unread,
Nov 3, 2005, 11:01:12 AM11/3/05
to
Martin Klaiber schrieb:

>
> Wobei ich zugegebenermaßen dieses Rad nicht kenne, aber meine Erfahrung
> mit einfachen, älteren Rennrädern aus deutscher Produktion ist, dass es
> sich eher um Tourenräder mit Rennlenker handelt. Bei älteren Rennrädern
> aus Italien, etc. sieht das schon wieder ganz anders aus.

Einfach zu unterscheiden: Passt zwischen Hinterreifen und Sattelrohr
mehr als ein Daumen, dann ist es kein Rennrad sondern eine Gurke :-]

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://drffaq.freezope.org |
| Für OE-Nutzer: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html |

Andreas Hollmann

unread,
Nov 3, 2005, 2:01:01 PM11/3/05
to
Christoph Strauch <cstr...@freenet.de> wrote:

> Mit einem älteren hochwertigen Gebrauchtrad (s.o.). Auf neumodische
> Gimmicks wie indexierende Schalthebel etc. verzichtest du erst mal, das
> kostet nur Geld. Wenn du weisst, ob dir das Fahren überhaupt Spass
> macht, merkst du auch schnell, was du braucht und wofür es sich lohnt
> Geld auszugeben.

Mit *der* Methode aber nicht.
Mit 'ner alten Schüssel mit flatterigem Stahlrahmen und
Unterrohrschalthebeln erfährst Du überhaupt nicht, was ein *modernes*
Rennrad ausmacht.
Ich habe genau diesen Umstieg gerade hinter mir und muß sagen, daß ich
mich vor lauter Spaß an dem neuen Rad überhaupt nicht mehr einkriege.
Habe seit Anfang 2005 bisher 8.500 km gefahren und im Winter fahre ich
durch! :-)

(Ist 'n Kinesis Superlight-Rahmen, Ultegra 2005 Gruppe, Mavic CXP33
Felgen und Ritchey Comp Anbauteile - also solide Hausmannskost)

Du mußt übrigens keine EUR 2.500,- ausgeben. Der Bereich mit dem
optimalen Preisleistungsbereich liegt zwischen EUR 1.000,- und EUR
1.500,- (mein Hobel hat EUR 1.300,- gekostet). Dafür kriegst Du einen
supersteifen Alurahmen, klassisch eingespeichte Laufräder und die neue
105er-Gruppe (2006er Modell) oder auch eine Ultegra. Gewicht liegt dabei
meistens etwas unter 9 kg.

Wenn Du nicht sicher bist, ob das Rennradfahren das Richtige für Dich
ist, nimm trotzdem ein hochwertiges Rad - das kannst Du ggf. später
besser verkaufen.

Andreas

--
Webseiten und Druckvorlagen: www.andreas-hollmann.de
-------------------------------------------------------------
Sportliche Radtouren aus Bielefeld: www.der-bergschreck.de

Mathias Böwe

unread,
Nov 3, 2005, 2:13:25 PM11/3/05
to
Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

> Einfach zu unterscheiden: Passt zwischen Hinterreifen und Sattelrohr
> mehr als ein Daumen, dann ist es kein Rennrad sondern eine Gurke :-]

Nun ja, es gibt Fahrräder, die zwar eindeutig kein Rennrad sind, aber
dennoch alles andere als eine Gurke. Mein Dickschiff gehört zu diesem
Typus.

Mathias
--
inzwischen auch ohne signature

Helmut Springer

unread,
Nov 3, 2005, 2:29:13 PM11/3/05
to
Andreas Hollmann <papie...@andreas-hollmann.de> wrote:
> Mit 'ner alten Schüssel mit flatterigem Stahlrahmen und
> Unterrohrschalthebeln erfährst Du überhaupt nicht, was ein
> *modernes* Rennrad ausmacht.

Hm. Ich bin als erstes Rennrad mit 75-80kg gut 1,5 Jahre einen 62cm
Aelle Rahmen gefahren, RX100 Bremshebel, SunTour GPX Bremsen,
indexierte Unterrohrschalthebel, 7fach UG hinten. Hat viel Spass
gemacht, nach 250km schwaebische Alb tat mir etwas die linke
Schulter weh, da ich mit rechts schaltete. Was habe ich falsch
gemacht?


> Ich habe genau diesen Umstieg gerade hinter mir und muß sagen, daß
> ich mich vor lauter Spaß an dem neuen Rad überhaupt nicht mehr
> einkriege.

Sei Dir ja gegoennt.


--
MfG/Best regards
helmut springer

Andreas Hollmann

unread,
Nov 4, 2005, 5:33:22 AM11/4/05
to
Helmut Springer <delta+...@lug-s.org> wrote:

> Hm. Ich bin als erstes Rennrad mit 75-80kg gut 1,5 Jahre einen 62cm
> Aelle Rahmen gefahren, RX100 Bremshebel, SunTour GPX Bremsen,
> indexierte Unterrohrschalthebel, 7fach UG hinten. Hat viel Spass
> gemacht, nach 250km schwaebische Alb tat mir etwas die linke
> Schulter weh, da ich mit rechts schaltete. Was habe ich falsch
> gemacht?

Nichts. Mit so einem ähnlichen Rad bin ich ja auch über 10 Jahre
herumgefahren und habe meinen Spaß gehabt. Aber ein aktuelles Rad ist
einfach eine ganz andere Klasse beim Fahren. Da kam mir mein Stahlrenner
wirklich wie eine alte Gurke vor.

Andreas

Helmut Springer

unread,
Nov 4, 2005, 10:59:50 AM11/4/05
to
Andreas Hollmann <papie...@andreas-hollmann.de> wrote:
> Aber ein aktuelles Rad ist einfach eine ganz andere Klasse beim
> Fahren.

Was ist da so unterschiedlich? Ich kann keinen Klassenunterschied
im Fahren feststellen...

Andreas Hollmann

unread,
Nov 5, 2005, 11:34:47 AM11/5/05
to
Helmut Springer <delta+...@lug-s.org> wrote:

> > Aber ein aktuelles Rad ist einfach eine ganz andere Klasse beim
> > Fahren.
>
> Was ist da so unterschiedlich? Ich kann keinen Klassenunterschied
> im Fahren feststellen...

Wenn ein oller Stahlhobel für Dich genauso gut fährt wie ein aktuelles
Rannrad, dann sei doch froh, denn Du kannst viel Geld sparen.

Ich merke da leider einen erheblichen Unterschied und bin deshalb um EUR
1.500,- ärmer geworden.

Günther Schwarz

unread,
Nov 5, 2005, 12:31:33 PM11/5/05
to
Andreas Hollmann hatte geschrieben:

> Helmut Springer <delta+...@lug-s.org> wrote:
>
>> > Aber ein aktuelles Rad ist einfach eine ganz andere Klasse beim
>> > Fahren.
>>
>> Was ist da so unterschiedlich? Ich kann keinen Klassenunterschied
>> im Fahren feststellen...

Vermutlich ist dir schon aufgefallen, daß du damit hier eine
Minderheitenmeinung vertrittst. Das sei dir unbenommen, unterschreiben
würde ich es aber auch nicht.

> Wenn ein oller Stahlhobel für Dich genauso gut fährt wie ein aktuelles
> Rannrad, dann sei doch froh, denn Du kannst viel Geld sparen.
>
> Ich merke da leider einen erheblichen Unterschied und bin deshalb um
> EUR 1.500,- ärmer geworden.

Das wäre für ein aktuelles Rennrad mit einem schönen Stahlrahmen
ausgesprochen preiswert ;-)
Du kannst also froh und glücklich sein, daß für dich eine Aludose aus
chinesischer Massenproduktion ihren Zweck erfüllt.

Günther

Christoph Strauch

unread,
Nov 5, 2005, 12:38:35 PM11/5/05
to
papie...@andreas-hollmann.de (Andreas Hollmann) wrote:

> Christoph Strauch <cstr...@freenet.de> wrote:
>
>> Mit einem älteren hochwertigen Gebrauchtrad (s.o.). Auf neumodische
>> Gimmicks wie indexierende Schalthebel etc. verzichtest du erst mal, das
>> kostet nur Geld. Wenn du weisst, ob dir das Fahren überhaupt Spass
>> macht, merkst du auch schnell, was du braucht und wofür es sich lohnt
>> Geld auszugeben.
>
> Mit *der* Methode aber nicht.
> Mit 'ner alten Schüssel mit flatterigem Stahlrahmen und
> Unterrohrschalthebeln erfährst Du überhaupt nicht, was ein *modernes*
> Rennrad ausmacht.

Nein, aber du erfährst was Rennradfahren ausmacht.

> Ich habe genau diesen Umstieg gerade hinter mir und muß sagen, daß ich
> mich vor lauter Spaß an dem neuen Rad überhaupt nicht mehr einkriege.

Und ich kriege mich vor lauter Spass an meinen alten Stahlrahmen nicht mehr
ein.

> Habe seit Anfang 2005 bisher 8.500 km gefahren
> und im Winter fahre ich durch! :-)

Dito.

> (Ist 'n Kinesis Superlight-Rahmen, Ultegra 2005 Gruppe, Mavic CXP33
> Felgen und Ritchey Comp Anbauteile - also solide Hausmannskost)
>
> Du mußt übrigens keine EUR 2.500,- ausgeben. Der Bereich mit dem
> optimalen Preisleistungsbereich liegt zwischen EUR 1.000,- und EUR
> 1.500,- (mein Hobel hat EUR 1.300,- gekostet). Dafür kriegst Du einen
> supersteifen Alurahmen, klassisch eingespeichte Laufräder und die neue
> 105er-Gruppe (2006er Modell) oder auch eine Ultegra. Gewicht liegt dabei
> meistens etwas unter 9 kg.

Ich hatte verstanden, dass der OP bislang kein RR fährt. Da sind auch
1.3kEUR viel Geld. Mein Rat geht dahin, zunächst auf einem alten RR (nicht
da ursprünglich in Rede stehende) auszuprobieren, ob ihm der Sport Spass
macht, und danach zielgerichteter zu investieren. Das erste Rad kann man
fürs Wintertraining immer noch gebrauchen.

>
> Wenn Du nicht sicher bist, ob das Rennradfahren das Richtige für Dich
> ist, nimm trotzdem ein hochwertiges Rad - das kannst Du ggf. später
> besser verkaufen.

Allerdings ist ein erheblicher Wertverlust einzukalkulieren.

Christoph Strauch

unread,
Nov 5, 2005, 12:40:52 PM11/5/05
to
Helmut Springer <delta+...@lug-s.org> wrote:

> Andreas Hollmann <papie...@andreas-hollmann.de> wrote:
>> Mit 'ner alten Schüssel mit flatterigem Stahlrahmen und
>> Unterrohrschalthebeln erfährst Du überhaupt nicht, was ein
>> *modernes* Rennrad ausmacht.
>

> Hm. Ich bin als erstes Rennrad mit [.] 7fach UG hinten. [.] nach 250km

> schwaebische Alb tat mir etwas die linke
> Schulter weh, da ich mit rechts schaltete. Was habe ich falsch
> gemacht?

Das ist doch offensichtlich. Mit 5-fach hättest du weniger geschaltet und
dir hätte die Schulter nicht weh getan. ;-)

Christoph Strauch

unread,
Nov 5, 2005, 12:42:26 PM11/5/05
to
papie...@andreas-hollmann.de (Andreas Hollmann) wrote:

> Helmut Springer <delta+...@lug-s.org> wrote:
>
>> [Alte Stahlrenner]


>
> Mit so einem ähnlichen Rad bin ich ja auch über 10 Jahre
> herumgefahren und habe meinen Spaß gehabt. Aber ein aktuelles Rad ist
> einfach eine ganz andere Klasse beim Fahren. Da kam mir mein Stahlrenner
> wirklich wie eine alte Gurke vor.

Das bestreitet niemand. Die Frage ist, ob man die Freude am RR Fahren auch
auf älteren Rädern entdecken kann. Und da das vor 20 Jahren ging sehe ich
nicht, warum das heute nicht gehen soll.

Günther Schwarz

unread,
Nov 5, 2005, 12:53:55 PM11/5/05
to
Andreas Hollmann hatte geschrieben:

> Helmut Springer <delta+...@lug-s.org> wrote:
>
>> > Aber ein aktuelles Rad ist einfach eine ganz andere Klasse beim
>> > Fahren.
>>

Vermutlich ist dir schon aufgefallen, daß du damit hier eine


Minderheitenmeinung vertrittst. Das sei dir unbenommen, unterschreiben
würde ich es aber auch nicht.

>> Was ist da so unterschiedlich?

Dieses und jenes. Kleine Unterschiede in der Technik werden ja oft
ziemlich aufgeblasen. Große Unterschiede sehe ich eher, wenn mich so
ein Sackge^Wgroßer Sportler am Berg stehen läßt. Das hat aber wenig bis
nichts mit meinen Fahrrädern zu tun.

>> Ich kann keinen Klassenunterschied im Fahren feststellen...

Ich auch nicht.

> Wenn ein oller Stahlhobel für Dich genauso gut fährt wie ein aktuelles
> Rannrad, dann sei doch froh, denn Du kannst viel Geld sparen.
>
> Ich merke da leider einen erheblichen Unterschied und bin deshalb um
> EUR 1.500,- ärmer geworden.

Das wäre für ein aktuelles Rennrad mit einem schönen Stahlrahmen

Christoph Strauch

unread,
Nov 5, 2005, 12:57:39 PM11/5/05
to
Günther Schwarz <st...@gmx.de> wrote:

> Andreas Hollmann hatte geschrieben:
>
>> Helmut Springer <delta+...@lug-s.org> wrote:
>>
>>> > Aber ein aktuelles Rad ist einfach eine ganz andere Klasse beim
>>> > Fahren.
>
> Vermutlich ist dir schon aufgefallen, daß du damit hier eine
> Minderheitenmeinung vertrittst. Das sei dir unbenommen, unterschreiben
> würde ich es aber auch nicht.
>
>>> Was ist da so unterschiedlich?
>
> Dieses und jenes.

Wenn man den Messungen in Tour glauben darf ist die Steifigkeit doch
deutlich höher im Verhältnis zum Gewicht.

Friedhelm Bergmann

unread,
Nov 5, 2005, 12:59:38 PM11/5/05
to
Hallo zusmmen,

> Canyon (www.canyon.de) reduziert gerade jetzt die Preise für Räder der
> auslaufenden Saison und hat auch noch weitere Angebote aus den letzten
> Jahren im Programm. Auf der Hauptseite von Canyon findest du einen
> Link zum "Sparbuch". Ist eine PDF-Datei. Auf der Seite 28 findest du
> das Roadlite Comp mit vernünfiger Ausstattung (Shimano 105er, 9-fach)
> für 749,-- EUR.

Ich trau mich fast nicht zu fragen, aber an dieser Stelle muss ich noch
mal nachhacken, denn ich habe mir alle Postings und Links mal in Ruhe
angesehen.
Natürlich habe ich mir auch das Roadlite Comp von Canyon angesehen. In
meinen Augen ein super Preis. Voller Stolz habe ich das einem Kollegen
gezeigt, der auch Rennrad fährt.
Er hat mich darauf hingewiesen, dass das Rad keine Carbongabel hat :-(
Für ihn unverzichtbar, weil die Räder ohne Carbongabel "knüppelhart" sind.

Wie ist das, kann man das so stehen lassen, was mein Kollege da sagt,
oder ist das alles Quatsch mit der Dämpfung und dem Fahrgefühl?
Wäre ein Stahlrahmen in Bezug auf die Dämpfung dann doch die bessere Lösung?

Also, ein bischen Dämpfung wäre mir auch ganz lieb.

Wie sind da eure Erfahrungen? Ich möchte da aber keinen Glaubenskrieg
anzetteln!!!

Gruß
Friedhelm


Günther Schwarz

unread,
Nov 5, 2005, 1:25:02 PM11/5/05
to
Christoph Strauch hatte geschrieben:

> Günther Schwarz <st...@gmx.de> wrote:
>
>> Andreas Hollmann hatte geschrieben:

>>>> > Aber ein aktuelles Rad ist einfach eine ganz andere Klasse beim
>>>> > Fahren.

>>>> Was ist da so unterschiedlich?


>>
>> Dieses und jenes.
>
> Wenn man den Messungen in Tour glauben darf ist die Steifigkeit doch
> deutlich höher im Verhältnis zum Gewicht.

Das mag so sein. Die Frage bleibt, ob die in einem solchen Test
gemessenen Unterschiede eine "andere Klasse beim Fahren" begründen
können. Letztlich hilft hier keine ausufernde Diskussion im Usenet,
sondern nur und ausschließlich ausführliches Probefahren.
Ich wehre mich nur dagegen, daß das ältere Material von Andreas als
völlig unbrauchbar dargestellt wird. Das ist es gerade für einen
Anfänger sicherlich nicht. Ich wage zu behaupten, daß ein solcher
gerade überhaupt keine Unterschiede zwischen verschiedenen Rahmen
gleicher Geometrie feststellen wird.

Günther

Message has been deleted

Christoph Strauch

unread,
Nov 5, 2005, 2:00:58 PM11/5/05
to
Günther Schwarz <st...@gmx.de> wrote:

> Christoph Strauch hatte geschrieben:
>
>> Günther Schwarz <st...@gmx.de> wrote:
>>
>>> Andreas Hollmann hatte geschrieben:
>
>>>>> > Aber ein aktuelles Rad ist einfach eine ganz andere Klasse beim
>>>>> > Fahren.
>
>>>>> Was ist da so unterschiedlich?
>>>
>>> Dieses und jenes.
>>
>> Wenn man den Messungen in Tour glauben darf ist die Steifigkeit doch
>> deutlich höher im Verhältnis zum Gewicht.
>
> Das mag so sein. Die Frage bleibt, ob die in einem solchen Test
> gemessenen Unterschiede eine "andere Klasse beim Fahren" begründen
> können.

Kommt darauf an, wie man die Klassen bildet.

> Letztlich hilft hier keine ausufernde Diskussion im Usenet,
> sondern nur und ausschließlich ausführliches Probefahren.
> Ich wehre mich nur dagegen, daß das ältere Material von Andreas als
> völlig unbrauchbar dargestellt wird. Das ist es gerade für einen
> Anfänger sicherlich nicht.

Ich bin völlig bei dir, hatte aber Andreas' Aussage eher allgemeingültig
und nicht speziell für Anfänger verstanden.

Ich möchte aber noch ergänzen, dass auch falls Andreas recht hat mit seiner
Aussage über das Material, dies kein zwingender Grund ist, neues Material
zu fahren. Jedenfalls wenn man sich nicht im Wettkampf misst.

Friedhelm Bergmann

unread,
Nov 5, 2005, 2:13:51 PM11/5/05
to
Hallo Kristian

>>Er hat mich darauf hingewiesen, dass das Rad keine Carbongabel hat :-(
>>Für ihn unverzichtbar, weil die Räder ohne Carbongabel "knüppelhart" sind.
>
>
> ...und andere verteufeln die C-Gabeln weil sie (angeblich?) unvermutet
> brechen. Frag 10 Leute und du kriegst 12,8 Meinungen.

das habe ich befürchtet;-)

Über solchen
> Kleinkram kannst du dir später, wenn du nur noch RR fahren willst gedanken
> machen.

Ist das wirklich Kleinkram??
Ich mache mir im Vorfeld eigentlich wenig Gedanken über das RR. Aber
eins habe ich hier gelernt/herausgelesen, das die Basis, also der Rahmen
das wichtigste ist. Darauf kann man aufbauen und später schlechtere
Komponenten austauschen.


> Jede Gabel federt. Das hat zu reichen, Punkt.

mmh...


>
>
>>Wie sind da eure Erfahrungen? Ich möchte da aber keinen Glaubenskrieg
>>anzetteln!!!
>
>

> Waas wolltest du nicht? :)

einen Glaubenskrieg :-)

Gruß
Friedhelm

Günther Schwarz

unread,
Nov 5, 2005, 2:12:34 PM11/5/05
to
Christoph Strauch hatte geschrieben:

> Günther Schwarz <st...@gmx.de> wrote:
>
>> Christoph Strauch hatte geschrieben:
>>
>>> Günther Schwarz <st...@gmx.de> wrote:

>> Letztlich hilft hier keine ausufernde Diskussion im Usenet,
>> sondern nur und ausschließlich ausführliches Probefahren.
>> Ich wehre mich nur dagegen, daß das ältere Material von Andreas als
>> völlig unbrauchbar dargestellt wird. Das ist es gerade für einen
>> Anfänger sicherlich nicht.
>
> Ich bin völlig bei dir, hatte aber Andreas' Aussage eher
> allgemeingültig und nicht speziell für Anfänger verstanden.

Sie war aber an einen Anfänger gerichtet. Das ist irgendwo so, als würde
man den Eltern eines Grundschulkinds sagen, daß ein vernünftiger
Klavierunterricht nur und ausschließlich auf Steinway, Steinweg oder
Schimmel möglich sei. Und falls sie sich so ein Teil nicht leisten
können oder wollen, soll das Kind doch lieber Blockflöte lernen oder
zum Fußball gehen.



> Ich möchte aber noch ergänzen, dass auch falls Andreas recht hat mit
> seiner Aussage über das Material, dies kein zwingender Grund ist,
> neues Material zu fahren. Jedenfalls wenn man sich nicht im Wettkampf
> misst.

Sicherlich. Echte Spaßbremsen sind schlechte Laufräder, Rahmen mit
ausgeprägter Neigung zum Lenkerflattern und schlecht passende
Fahrräder. Das hat alles nicht besonders viel mit dem Baujahr zu tun.

Günther

Martin Schmachtel

unread,
Nov 5, 2005, 5:23:54 PM11/5/05
to
Günther Schwarz schrob:
> Andreas Hollmann hatte geschrieben:

>
>>> > Aber ein aktuelles Rad ist einfach eine ganz andere Klasse beim
>>> > Fahren.
>
> Vermutlich ist dir schon aufgefallen, daß du damit hier eine
> Minderheitenmeinung vertrittst. Das sei dir unbenommen, unterschreiben
> würde ich es aber auch nicht.

Das ist mir auch schon aufgefallen. Wenn man keinen 20 Jahre alten
Stahlrahmen faehrt, der sich schon vom hingucken verbiegt mit 5-fach
UG-Ritzeln, natuerlich von Unterrohrschalthebeln im Friktionsmodus
geschaltet, der gilt hier als verschwendungssuechtiges Opfer des
Marketings der Radindustrie ;)

Ich gehoere hier auch zu der Minderheit, die denkt, in den letzten 20
Jahren ist die Fahrradtechnik tatsaechlich verbessert worden. Ich habe
noch mein erstes Rennrad aus ca. 1992 und auch aktuelles Material - die
Unterschiede sind gewaltig.

Natuerlich kann man mit nem alten Rennrad auch Spass haben, aber ich sehe
nicht ein, warum man mit ner alten Gurke in ein neues Hobby einsteigen soll,
und nicht mit was einigermassen modernem. Das kann ja auch was gebrauchtes
sein, das schon ein paar (<5) Jahre alt ist, da haelt sich der Wertverlust
doch stark in Grenzen.

>>> Was ist da so unterschiedlich?
>
> Dieses und jenes. Kleine Unterschiede in der Technik werden ja oft
> ziemlich aufgeblasen. Große Unterschiede sehe ich eher, wenn mich so

Ich finde, moderne Bremsen funktionieren erheblich besser als zumindest
die meisten alten und Schalt-Bremshebel sind extrem praktisch.
Die Rahmen sind auch bei weitem nicht mehr so schwabbelig wie frueher
und die Raeder sind auch ein bisschen leichter geworden (wobei das nicht
so furchtbar wichtig ist fuer einen Einsteiger).

Aber jeder wie er mag. Ich finde, die Unterschiede sind keineswegs nur
"klein".

ciaole
schmadde

Martin Schmachtel

unread,
Nov 5, 2005, 5:30:40 PM11/5/05
to
Friedhelm Bergmann schrob:

> Natürlich habe ich mir auch das Roadlite Comp von Canyon angesehen. In
> meinen Augen ein super Preis. Voller Stolz habe ich das einem Kollegen
> gezeigt, der auch Rennrad fährt.
> Er hat mich darauf hingewiesen, dass das Rad keine Carbongabel hat :-(
> Für ihn unverzichtbar, weil die Räder ohne Carbongabel "knüppelhart" sind.
>
> Wie ist das, kann man das so stehen lassen, was mein Kollege da sagt,
> oder ist das alles Quatsch mit der Dämpfung und dem Fahrgefühl?
> Wäre ein Stahlrahmen in Bezug auf die Dämpfung dann doch die bessere Lösung?

Da wird oft und erbittert darueber gestritten. Die Art und Weise, wie
Rahmen und Gabel konstruiert sind, hat vermutlich mehr Einfluss aufs
Fahrgefuehl als das verwendete Material. Ich habe zwei Rennraeder mit
Alurahmen und -Gabel, das eine faehrt sehr komfortabel, beim anderen
koennen laengere Strecken zur Tortour werden. Go figure. Die Reifen haben
uebrigens auch einen nicht unerheblichen Einfluss aufs Fahrgefuehl.

Ob das langfristig passt, kann man leider weder vom Papier, noch bei einer
Probefahrt feststellen - das muss man ueber einen laengeren Zeitraum
ausprobieren.

ciaole
schmadde

Gerald Eischer

unread,
Nov 5, 2005, 5:50:14 PM11/5/05
to
Friedhelm Bergmann schrieb:

>
> Er hat mich darauf hingewiesen, dass das Rad keine Carbongabel hat :-(
> Für ihn unverzichtbar, weil die Räder ohne Carbongabel "knüppelhart" sind.

Das ist so allgemein gesagt Blödsinn. Es gibt gut federnde Carbongabeln,
die meisten jedoch, auf jeden Fall die flächigen "Aero"-Gabeln, sind
extrem unnachgiebig.
Am besten federn Stahl- und Alu-Gabeln mit möglichst dünnen Gabelscheiden.

> Wäre ein Stahlrahmen in Bezug auf die Dämpfung dann doch die bessere Lösung?

Dämpfen tut Stahl so gut wie überhaupt nicht, was du meinst, ist federn
und das tut ein üblicher Rahmen in Diamantform ebenfalls nicht, egal aus
welchem Werkstoff.

Helmut Springer

unread,
Nov 5, 2005, 7:19:08 PM11/5/05
to
Andreas Hollmann <papie...@andreas-hollmann.de> wrote:
>> Was ist da so unterschiedlich? Ich kann keinen
>> Klassenunterschied im Fahren feststellen...
>
> Wenn ein oller Stahlhobel für Dich genauso gut fährt wie ein
> aktuelles Rannrad, dann sei doch froh, denn Du kannst viel Geld
> sparen.

Das mit dem "ollen Stahlhobel" ist so eine Sache. Der alte
Aelle-Rahmen war schwerer, aber mE fahrtechnisch nicht oller als der
derzeitige Zona-Rahmen...

Helmut Springer

unread,
Nov 5, 2005, 7:31:22 PM11/5/05
to
Martin Schmachtel <schm...@syscall.de> wrote:
> Das ist mir auch schon aufgefallen. Wenn man keinen 20 Jahre alten
> Stahlrahmen faehrt, der sich schon vom hingucken verbiegt mit
> 5-fach UG-Ritzeln, natuerlich von Unterrohrschalthebeln im
> Friktionsmodus geschaltet, der gilt hier als
> verschwendungssuechtiges Opfer des Marketings der Radindustrie ;)

Nein 8)

Wie gesagt hatte mein Aelle keine unangenehme Flexibilitaet fuer
mich, es waren indexierte 7fach, und die Schalthebel waren nicht
optimal. Allerdings ist der Nachfolger mit Lenkerendschalthebeln
und 7fach UG noch immer "altmodisch", wenn auch auf DuraAce-Niveau.


> Natuerlich kann man mit nem alten Rennrad auch Spass haben, aber
> ich sehe nicht ein, warum man mit ner alten Gurke in ein neues
> Hobby einsteigen soll, und nicht mit was einigermassen modernem.
> Das kann ja auch was gebrauchtes sein, das schon ein paar (<5)
> Jahre alt ist, da haelt sich der Wertverlust doch stark in
> Grenzen.

Ja. Jedenfalls gibt es keinen Grund, unbedingt besonders alt
anzufangen, wenn man bereit ist, mehr fuer aktuelleres auszugeben.


> Ich finde, moderne Bremsen funktionieren erheblich besser als
> zumindest die meisten alten

Hm, meine single pivot SunTour GPX sind mir lieber als dual-pivot
RX100. Die groessere Handkraft bringe ich problemlos auf, dazu gibt
es aber auch andere Meinungen. Dafuer sind sie problemlos bei einem
Schlag in der Felge...


>und Schalt-Bremshebel sind extrem praktisch.

Ich selber mag sich seitlich bewegende Bremshebel nicht. Ist aber
sicherlich eine der relevantesten Aenderungen der letzten 15 Jahrn
fuer viele, klar.


> Aber jeder wie er mag. Ich finde, die Unterschiede sind keineswegs
> nur "klein".

Sind sie nicht. Aber wie oft machen sie den Unterschied zwischen
"Rennradfahren gefaellt" und "Rennradfahren gefaellt nicht" aus?

Günther Schwarz

unread,
Nov 6, 2005, 5:15:29 AM11/6/05
to
Martin Schmachtel hatte geschrieben:

> Günther Schwarz schrob:
>> Andreas Hollmann hatte geschrieben:
>>
>>>> > Aber ein aktuelles Rad ist einfach eine ganz andere Klasse beim
>>>> > Fahren.
>>
>> Vermutlich ist dir schon aufgefallen, daß du damit hier eine
>> Minderheitenmeinung vertrittst. Das sei dir unbenommen,
>> unterschreiben würde ich es aber auch nicht.
>
> Das ist mir auch schon aufgefallen. Wenn man keinen 20 Jahre alten
> Stahlrahmen faehrt, der sich schon vom hingucken verbiegt mit 5-fach
> UG-Ritzeln, natuerlich von Unterrohrschalthebeln im Friktionsmodus
> geschaltet, der gilt hier als verschwendungssuechtiges Opfer des
> Marketings der Radindustrie ;)

Dazu wirst du erst, wenn du pauschal verkündest, daß man nur mit den
neuesten Sachen überhaupt Radfahren und dabei Spaß haben kann.



> Ich gehoere hier auch zu der Minderheit, die denkt, in den letzten 20
> Jahren ist die Fahrradtechnik tatsaechlich verbessert worden.

Also zumindest ich hatte das nicht bestritten. Ich bin auch gerade
dabei, für meine Bequemlichkeit $$$ auszugeben.

> Natuerlich kann man mit nem alten Rennrad auch Spass haben, aber ich
> sehe nicht ein, warum man mit ner alten Gurke in ein neues Hobby
> einsteigen soll, und nicht mit was einigermassen modernem.

Es ist nun mal so, daß Keller und Garagen voll sind mit Rennrädern, die
sich Leute mit guten Vorsätzen ("jetzt muß der Bauch weg") gekauft und
dann nach kurzer Zeit weggestellt haben. Nicht wegen der Technik,
sondern weil ihnen das Radfahren keinen Spaß macht. Erst Geld ausgeben
und dann ausprobieren ist für mich irgendwie falschrum. Zumindest, wenn
man die Möglichkeit hat, beispielsweise erst einmal mit dem Zweit- oder
Winterrad eines Bekannten zu fahren oder eben, wie im OP angedeutet,
für wenig Geld ein altes Rad zu erstehen.

>> Kleine Unterschiede in der Technik werden ja oft
>> ziemlich aufgeblasen. Große Unterschiede sehe ich eher, wenn mich so
>
> Ich finde, moderne Bremsen funktionieren erheblich besser als
> zumindest die meisten alten

Und wie beeinflussen jetzt die Bremsen den Fahrspaß beim Rennradfahren?
Als Sicherheitsaspekt lasse ich das noch gelten, aber ansonsten ist das
doch nur im Gebirge relevant. Bremsen ist doch eher zu vermeiden ;-)

> und Schalt-Bremshebel sind extrem praktisch.

Das bestreite ich nicht. Allerdings kann man auch ohne gut fahren und
hat dabei ganz nebenbei die zuverlässigere und unproblematischere
Schaltungstechnik. Ein Qualitäts-Rennrad der späten 80er oder frühen
90er mit einer der frühen Kassettennaben, Rahmenschaltern und
Seitenzugbremsen mit einem Gelenk ist vermutlich die wartungsärmste und
dauerhafteste Konstruktion, die bei Kettenschaltungsrädern jemals
angeboten wurde.

Günther

Friedhelm Bergmann

unread,
Nov 6, 2005, 5:23:47 AM11/6/05
to
Martin Schmachtel schrieb:

> Da wird oft und erbittert darueber gestritten. Die Art und Weise, wie
> Rahmen und Gabel konstruiert sind, hat vermutlich mehr Einfluss aufs
> Fahrgefuehl als das verwendete Material.

> Ich habe zwei Rennraeder mit
> Alurahmen und -Gabel, das eine faehrt sehr komfortabel, beim anderen
> koennen laengere Strecken zur Tortour werden.

Jetzt bin ich völlig verwirrt. Worauf begründet sich das denn?


> Die Reifen haben
> uebrigens auch einen nicht unerheblichen Einfluss aufs Fahrgefuehl.

Die Reifen, oder die Laufräder? Bei 8 bar kann ich mir nicht vorstellen,
dass die "Reifen" einen großen Einfluss haben.

>
> Ob das langfristig passt, kann man leider weder vom Papier, noch bei einer
> Probefahrt feststellen - das muss man ueber einen laengeren Zeitraum
> ausprobieren.

Na das macht die Sache für mich auch nicht gerade einfacher, bin ich
doch mehr der Theoretiker. Soll heissen, das ich mich normalerweise mit
der Geometrie und den einzelnen Komponenten des Rades auseinandersetze
um im Vorfeld schon mehr oder weniger selektieren zu können was zu mir
passt oder auch nicht.
In Bezug auf RR muss ich allerdings zugeben, das ich mir da bzgl. der
Geometrie überhaupt noch keine Gedanken gemacht habe, weil ich davon
ausgehe, das sich da die Geometrien nicht sehr stark unterscheiden.
Ich gehe dabei von relativ kurzen Radständen und steilen Sitz und
Lenkkopfwinkeln aus.
Deshalb glaube ich, das die Wahl des passenden Rahmens normal nicht
schwerfallen kann, weil m.M. nur die Rahmen und Oberrohrlänge passen muß.

Gruß
Friedhelm

Friedhelm Bergmann

unread,
Nov 6, 2005, 5:41:30 AM11/6/05
to
Hallo

Gerald Eischer schrieb:

> Das ist so allgemein gesagt Blödsinn. Es gibt gut federnde Carbongabeln,
> die meisten jedoch, auf jeden Fall die flächigen "Aero"-Gabeln, sind
> extrem unnachgiebig.

"Aero" Gabeln kenne ich nicht und kann deshalb dazu auch nicht sagen,
aber ist das mit den Carbon Gabeln dann eher ein Marketing Trick um dem
Verbraucher mal wieder das Geld aus der Tasche zu ziehen?


> Dämpfen tut Stahl so gut wie überhaupt nicht, was du meinst, ist federn
> und das tut ein üblicher Rahmen in Diamantform ebenfalls nicht, egal aus
> welchem Werkstoff.

Na aber irgendwoher habe ich das doch mit der Dämpfung. Ich glaube sogar
aus der drf.
Selbst im guten Fachhandel wird auf die Eigendämpfung oder auch Federung
des Stahlrahmens hingewiesen.
Wenn ich es mal auf den Trekingradbereich beziehen darf, so würde ich
mir jederzeit einen Stahlrahmen ohne gefederte Gabel kaufen. Bei einem
Alurahmen würde ich da sehrwahrscheinlich nicht drauf verzichten wollen.

Gruß
Friedhelm

H.- J. Kronemeyer

unread,
Nov 6, 2005, 6:29:51 AM11/6/05
to
Friedhelm Bergmann <friedhelm...@arcor.de> schrieb:

> Er hat mich darauf hingewiesen, dass das Rad keine Carbongabel hat :-(
> Für ihn unverzichtbar, weil die Räder ohne Carbongabel "knüppelhart" sind.

Das ist eher eine Glaubens- wie eine Technikfrage. Zumindest in dieser
Preisklasse ist eine Carbongarbel mehr Marketing als alles andere. Da
hat Canyon schon recht. Die meissten assoziieren mit Carbon eher
Gewichtsersparnis. In dieser Preisklasse werden allerdings keine
Vollcarbongabeln verbaut, das sind Gabeln mit Aluschaft. Da ist der
Unterschied zwischen Carbongabel oder Alugabel zu vernachlässigen und
wohl kaum zu spüren. Es gab einen interessanten Test in der Tour mit
verpackten Rahmen. Unterschiedliche Rahmen wurden mit den gleichen
Komponenten ausgestattet und die Tester sollten nun die Unterschiede
herausfinden. Es war ziemlich egal, ob nun Alu-, Carbon-, oder
Stahlrahmen gefahren wurden, die Tester merkten kaum einen
Unterschied. Du wirst als Einsteiger keinen Unterschied feststellen
und man kann später immer noch Komponenten, und dazu gehört auch die
Gabel, austauschen.


> Wie ist das, kann man das so stehen lassen, was mein Kollege da sagt,
> oder ist das alles Quatsch mit der Dämpfung und dem Fahrgefühl?

Nicht unbedingt, aber die Unterschiede sind marginal und in der
Preisklasse wirklich nur Marketing. Um die Unterschiede zu erfahren,
gehört schon viel Feingefühl und viel Erfahrung dazu. In
Radsportkreisen gibt es viel Voodoo. :-)
Mit dem Canyon hast du eine gute Grundlage und die Rahmengeometrie ist
schon für angenehmeres, komfortableres Fahren gedacht. Soweit man beim
Rennrad von komfortablen Fahren reden kann. ;-)

> Wäre ein Stahlrahmen in Bezug auf die Dämpfung dann doch die bessere Lösung?

Jein. Kommt auf den Rahmen an. Mein alter Stahlrahmen ist 25 Jahr alt
und war damals einer der besseren und galt schon als steif. Trotzdem
flext er im Wiegetritt. Das heisst aber auch, das man Energie, die man
auf der Strasse haben will, im Rahmen verschwindet. Mein aktueller
Alurahmen ist da steifer. Die Unterschiede sind war marginal und man
merkt es eigentlich nur, wenn man beide Rahmen nacheinander fährt,
aber der Alurahmen ist agiler und steifer. In der Rahmengeometrie gibt
es allerdings auch Unterschiede, die werden das Fahrverhalten auch
beeinflussen. Und ich gehe mal davon aus, das dein alter Stahlrahmen
nicht unbedingt zu den besseren gehört. Und aktuelle Stahlrahmen sind
nicht unbedingt billig. Da müsstest du schon ein gebrauchten, nicht
allzu alten Rahmen finden wenn du aktuelle Technik fahren willst.


> Also, ein bischen Dämpfung wäre mir auch ganz lieb.

Rennrad und Dämpfung wiederspricht sich. Dämpfung bedeutet
Energieverlust und den möchte man vermeiden. Die Arbeit aus den
Muskeln soll mit möglichst wenig Verlust auf der Strasse ankommen. Du
möchtest etwas Komfort. Nun, den erreicht man mit der Sitzposition,
der Reifenwahl, dem Sattel, dem passendem Rahmen. Die Sitzposition
lässt sich variieren von sportlich gestreckt bis aufrecht komfortabel.
Lenkerposition, Vorbaulänge und Vorbauwinkel spielen da eine Rolle.
Der Sattel muss zum Hintern passen. Ein unpassender Sattel ist eine
Qual. Die Reifenbreite und den Druck kann man variieren. Je breiter
und je weniger Druck, desto komfortabler wird es. Allerdings steigt
auch der Rollwiderstand. Der Rahmen muss natürlich passen. Canyon
fragt recht viele Körperdaten ab, um einen für dich passenden Rahmen
zu verbauen. Je nach Wunsch der Fahrweise (sportlich oder
komfortabel), wird mit der Vorbaulänge variiert, eventuell auch noch
mit dem Rahmen. Bereifung und Sattel sind eigentlich Standard. Den
Rest, die für dich angenehmste Position auf dem Rad musst du dann
schon selber herausfinden. Da du im Bekanntenkreis bereits Kontakt zu
jemanden mit hoffentlich etwas Erfahrung hast, wird er dir dabei auch
wohl behiflich sein. Ansonsten gibt es genügend Seiten im Netz, wo die
richtige Sitzposition, bzw. eine vernünftige Ausgangslage, erklärt
wird.

Gruß
Heinz-Jürgen

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Friedhelm Bergmann

unread,
Nov 6, 2005, 12:13:05 PM11/6/05
to

Hallo!
Christoph Strauch schrieb:

>> Mir klingeln da die Worte eines Fahrradhändlers im Ohr der für seinen
>> alten RR Rahmen auch keine Teile mehr bekommen konnte.
>> Deshalb vorsichtshalber die Nachfrage.
>
>
> Was sollen denn das für Teile sein, die man nicht mehr bekommt? Wenn
> nicht gerade frz. Gewinde im Spiel sind, gibt es keine Probleme.
>
Ich bin heute Nachmittag mal bei dem Fahrradhändler vorbeigefahren.
Es handelt sich bei dem Rahmen und einen "Colnago" der vollkommen
nackt im Schaufenster steht.
Welche Teile er jetzt konkret nicht mehr bekommen konnte kann ich nicht
sagen.

Gruß
Friedhelm

Gerald Eischer

unread,
Nov 6, 2005, 12:51:28 PM11/6/05
to
Friedhelm Bergmann schrieb:
> Christoph Strauch schrieb:

>
>>Was sollen denn das für Teile sein, die man nicht mehr bekommt? Wenn
>>nicht gerade frz. Gewinde im Spiel sind, gibt es keine Probleme.
>
> Ich bin heute Nachmittag mal bei dem Fahrradhändler vorbeigefahren.
> Es handelt sich bei dem Rahmen und einen "Colnago" der vollkommen
> nackt im Schaufenster steht.
> Welche Teile er jetzt konkret nicht mehr bekommen konnte kann ich nicht
> sagen.

Nun stellt sich erst recht die Frage, welche Teile das sein sollen. Die
Rahmen von Colnago sind nichts Exotisches.

Helmut Eidmann

unread,
Nov 6, 2005, 12:54:53 PM11/6/05
to
"Andreas Hollmann" schrieb:

> Wenn ein oller Stahlhobel für Dich genauso gut fährt wie ein aktuelles
> Rannrad, dann sei doch froh, denn Du kannst viel Geld sparen.
>
> Ich merke da leider einen erheblichen Unterschied und bin deshalb um EUR
> 1.500,- ärmer geworden.

Hm, ich bin eigentlich mit meinem Stahl-Oldie noch recht zufrieden (mal
davon abgesehen, dass es mir schwer fällt, darauf eine wirklich
befriedigende Sitzposition zu finden).
Aber ich habe mich gerade für eine Woche Frühjahrstraining auf Mallorca
angemeldet und da werde ich mir auch ein modernes Rennrad mieten. Bin
gespannt, ob ich nach meiner Rückkehr dann noch auf meinem alten 92er Rad
fahren mag.

Helmut


Gerald Eischer

unread,
Nov 6, 2005, 1:18:51 PM11/6/05
to
Friedhelm Bergmann schrieb:

>
> Gerald Eischer schrieb:
>
>>Das ist so allgemein gesagt Blödsinn. Es gibt gut federnde Carbongabeln,
>>die meisten jedoch, auf jeden Fall die flächigen "Aero"-Gabeln, sind
>>extrem unnachgiebig.
>
> "Aero" Gabeln kenne ich nicht

Das sind jene, angeblich aerodynamischeren Gabeln, die von der Seite
sehr breit aussehen.

> aber ist das mit den Carbon Gabeln dann eher ein Marketing Trick um dem
> Verbraucher mal wieder das Geld aus der Tasche zu ziehen?

Carbongabeln sind halt gerade in Mode, auch wenn sie in billigerer
Ausführung nicht leichter sind als Alu-Gabeln.


>>Dämpfen tut Stahl so gut wie überhaupt nicht, was du meinst, ist federn
>>und das tut ein üblicher Rahmen in Diamantform ebenfalls nicht, egal aus
>>welchem Werkstoff.
>
> Na aber irgendwoher habe ich das doch mit der Dämpfung. Ich glaube sogar
> aus der drf.

Dämpfung und Federung wird auch in drf gerne verwechselt.

> Selbst im guten Fachhandel wird auf die Eigendämpfung oder auch Federung
> des Stahlrahmens hingewiesen.

Händler reden viel, wenn der Tag lang ist. Die Eigendämpfung von Stahl
und die Federung eines Rahmens in üblicher Diamantbauweise kannst du
getrost vernachlässigen.

> Wenn ich es mal auf den Trekingradbereich beziehen darf, so würde ich
> mir jederzeit einen Stahlrahmen ohne gefederte Gabel kaufen. Bei einem
> Alurahmen würde ich da sehrwahrscheinlich nicht drauf verzichten wollen.

Warum? Das einzige, was am Stahlrahmen nennenswert federt, ist die nicht
wirklich starre Starrgabel, die lässt sich auch in Alu-Rahmen einbauen.

Friedhelm Bergmann

unread,
Nov 6, 2005, 1:45:23 PM11/6/05
to
Gerald Eischer schrieb:

>>
>>Ich bin heute Nachmittag mal bei dem Fahrradhändler vorbeigefahren.
>>Es handelt sich bei dem Rahmen und einen "Colnago" der vollkommen
>>nackt im Schaufenster steht.
>>Welche Teile er jetzt konkret nicht mehr bekommen konnte kann ich nicht
>>sagen.
>
>
> Nun stellt sich erst recht die Frage, welche Teile das sein sollen. Die
> Rahmen von Colnago sind nichts Exotisches.

Dann arbeitet der Fahrradhändler wohl mit allen (Verkaufs)Tricks
und darauf bin ich reingefallen :-(

Gruß
Friedhelm

Martin Schmachtel

unread,
Nov 6, 2005, 1:48:32 PM11/6/05
to
Günther Schwarz schrob:
> Martin Schmachtel hatte geschrieben:

>
>> Natuerlich kann man mit nem alten Rennrad auch Spass haben, aber ich
>> sehe nicht ein, warum man mit ner alten Gurke in ein neues Hobby
>> einsteigen soll, und nicht mit was einigermassen modernem.
>
> Es ist nun mal so, daß Keller und Garagen voll sind mit Rennrädern, die
> sich Leute mit guten Vorsätzen ("jetzt muß der Bauch weg") gekauft und
> dann nach kurzer Zeit weggestellt haben. Nicht wegen der Technik,

Man kann das Zeug ja auch wieder verkaufen. Hat man neu gekauft, wird man
einiges an Geld in den Sand setzen, der Kaeufer freut sich aber dann
eventuell. Man hat aber auch IMHO eine grosse Chance, dass das Radfahren
dann auch Spass macht, vor allem weil man keine voellig falsche Groesse
kauft. Andersherum, wenn das Radfahren gefaellt, und man kauft eine alte
Gurke, dann muss man auch erstmal Geld investieren (Reifen, evtl. Kette,
Ritzel und Bremsbelaege duerften meisten gewechselt werden muessen),
dass man dann bei Umstieg auf was besseres auch abschreiben kann.
Ich glaube, dass man unterm Strich mit einem jungen gebrauchten billiger
faehrt, relativ unabhaengig davon, ob man dann am Radfahren Spass hat oder
nicht.

> sondern weil ihnen das Radfahren keinen Spaß macht. Erst Geld ausgeben
> und dann ausprobieren ist für mich irgendwie falschrum. Zumindest, wenn

Ein bisschen Geld muss man ausgeben, da kommt man nicht dran vorbei. Und
was am Anfang billig aussieht muss nicht die guenstigste Alternative sein.

ciaole
schmadde

Martin Schmachtel

unread,
Nov 6, 2005, 1:52:23 PM11/6/05
to
Friedhelm Bergmann schrob:

> Christoph Strauch schrieb:


>>
>> Was sollen denn das für Teile sein, die man nicht mehr bekommt? Wenn
>> nicht gerade frz. Gewinde im Spiel sind, gibt es keine Probleme.
>>
> Ich bin heute Nachmittag mal bei dem Fahrradhändler vorbeigefahren.
> Es handelt sich bei dem Rahmen und einen "Colnago" der vollkommen
> nackt im Schaufenster steht.

Das waere natuerlich was, das waren immer schoene Raeder, jedenfalls die,
die nicht aussehen wie ein Kindergeburtstag. Aber einen nackten Rahmen
neu aufbauen, das wird nicht billiger als was neues, es sei denn man
bastelt selbst und hat eine gut gefuellte Bastelkiste.

> Welche Teile er jetzt konkret nicht mehr bekommen konnte kann ich nicht
> sagen.

Vermutlich hat der Rahmen 126mm Ausfallenden und dafuer bekommt man keine
guten neuen Hinterradnaben mehr (?). Das Problem laesst sich aber loesen.
Entweder aufweiten (waer aber irgendwie Frevel) oder auf ebay oder Tour-Forum
ne alte Nabe suchen.

ciaole
schmadde

Friedhelm Bergmann

unread,
Nov 6, 2005, 1:56:34 PM11/6/05
to
Gerald Eischer schrieb:

>>Wenn ich es mal auf den Trekingradbereich beziehen darf, so würde ich
>>mir jederzeit einen Stahlrahmen ohne gefederte Gabel kaufen. Bei einem
>>Alurahmen würde ich da sehrwahrscheinlich nicht drauf verzichten wollen.
>
>
> Warum? Das einzige, was am Stahlrahmen nennenswert federt, ist die nicht
> wirklich starre Starrgabel

Ich glaube Du hast recht, der Rahmen ist ein Schweißteil! Sehr fein
differenziert. Ist wohl mein Denkfehler.


> die lässt sich auch in Alu-Rahmen einbauen.

macht aber keiner, die bauen alle Federgabeln ein.
Andererseits, eine Starrgabel in einen Rahmen der
für eine Federgabel ausgelegt ist, einzubauen macht
auch keinen Sinn. Da passt die Geometrie ja wieder nicht.

Gruß
Friedhelm

Martin Schmachtel

unread,
Nov 6, 2005, 1:57:11 PM11/6/05
to
Friedhelm Bergmann schrob:

> Martin Schmachtel schrieb:
>
>> Da wird oft und erbittert darueber gestritten. Die Art und Weise, wie
>> Rahmen und Gabel konstruiert sind, hat vermutlich mehr Einfluss aufs
>> Fahrgefuehl als das verwendete Material.
>
>> Ich habe zwei Rennraeder mit
>> Alurahmen und -Gabel, das eine faehrt sehr komfortabel, beim anderen
>> koennen laengere Strecken zur Tortour werden.
>
> Jetzt bin ich völlig verwirrt. Worauf begründet sich das denn?

You tell me! Ich kanns Dir nur das Ergebnis sagen, nicht den Grund.
Ich haette ja Komponenten getauscht, um der Sache auf den Grund zu
gehen, aber das eine Rad hat 26", das andere 28.

>> Die Reifen haben
>> uebrigens auch einen nicht unerheblichen Einfluss aufs Fahrgefuehl.
>
> Die Reifen, oder die Laufräder? Bei 8 bar kann ich mir nicht vorstellen,
> dass die "Reifen" einen großen Einfluss haben.

Reifen sind sehr unterschiedlich in ihrer Konstruktion und breitere Reifen
sind bei gleichem Luftdruck unkomfortabler als schmale. Ich habe den Eindruck,
dass meine Ultra Gator Skin mit der stabilen Seitenwand besonders unkomfortabel
sind.

> Deshalb glaube ich, das die Wahl des passenden Rahmens normal nicht
> schwerfallen kann, weil m.M. nur die Rahmen und Oberrohrlänge passen muß.

Oberrohr- und Steuerrohrlaenge sind entscheidend. Warum bei Rennrahmen immer
die Sitzrohrlaenge als Rahmengroesse angegeben ist, die ja nicht so furchtbar
bedeutend fur die Auswahl der Rahmengroesse ist, habe ich nie verstanden.

ciaole
schmadde

Christoph Strauch

unread,
Nov 6, 2005, 2:07:08 PM11/6/05
to
Friedhelm Bergmann <friedhelm...@arcor.de> wrote:

Du kannst dem Händler sagen, ich entsorge den Rahmen gerne für ihn, sollte
er keine Teile dafür bekommen.

Günther Schwarz

unread,
Nov 6, 2005, 2:09:28 PM11/6/05
to
Klaus Mueller hatte geschrieben:

> Günther Schwarz <st...@gmx.de> wrote:

>> Ich bin auch gerade
>> dabei, für meine Bequemlichkeit $$$ auszugeben.
>

> In was investiest du? Falls du hier schon was geschrieben hast ist es
> mir völlig entgangen.

Das ist noch ein Geheimnis. Das blaue Wunder. Für dich allerdings
vermutlich uninteressant. Sobald es einigermaßen Form angenommen hat,
werde ich davon berichten. Soviel kann ich aber schon verraten: Völlig
frei von Schmidt, Magenwirth und Rohloff. Leider nicht völlig ohne
asiatische Teile. Und Herr K. ist ein großer Schatz, der das Unmögliche
möglich macht.

Günther

Friedhelm Bergmann

unread,
Nov 6, 2005, 2:30:28 PM11/6/05
to
H.- J. Kronemeyer schrieb:

> Das ist eher eine Glaubens- wie eine Technikfrage. Zumindest in dieser
> Preisklasse ist eine Carbongarbel mehr Marketing als alles andere. Da
> hat Canyon schon recht. Die meissten assoziieren mit Carbon eher
> Gewichtsersparnis.

Na ja, Gewichtsersparnis spielt da bei mir noch nicht die große Rolle.
Am effektivsten könnte ich bei mir mit der Gewichtseinsparung beginnen ;-)

> herausfinden. Es war ziemlich egal, ob nun Alu-, Carbon-, oder
> Stahlrahmen gefahren wurden, die Tester merkten kaum einen
> Unterschied. Du wirst als Einsteiger keinen Unterschied feststellen
> und man kann später immer noch Komponenten, und dazu gehört auch die
> Gabel, austauschen.

Gut zu wissen, das macht mir die Entscheidung ein wenig leichter.

>>Also, ein bischen Dämpfung wäre mir auch ganz lieb.
>
>
> Rennrad und Dämpfung wiederspricht sich. Dämpfung bedeutet
> Energieverlust und den möchte man vermeiden. Die Arbeit aus den
> Muskeln soll mit möglichst wenig Verlust auf der Strasse ankommen. Du
> möchtest etwas Komfort.

Ich glaube Dämpfung trifft den Kern, weil ich schon mal leichte Probleme
mit dem Schultergelenk habe käme mir ein bisschen Dämpfung wodurch auch
immer sehr gelegen.
Ob ein Reifendruck von 6 bar (den ich jetzt fahre)zu 8 bar die Dämfung
spürbar verändert kann ich nicht beurteilen.


> Der Sattel muss zum Hintern passen.

Jo, das ist wohl wahr.

> Ein unpassender Sattel ist eine Qual.

Ich habe mich jahrelang gequält, damit ist aber Schluß. Insoweit bin ich
optimistisch zumindestens den richtigen Sattel zu finden :-)


> Canyon fragt recht viele Körperdaten ab, um einen für dich passenden Rahmen
> zu verbauen. Je nach Wunsch der Fahrweise (sportlich oder
> komfortabel), wird mit der Vorbaulänge variiert, eventuell auch noch
> mit dem Rahmen. Bereifung und Sattel sind eigentlich Standard.

Das hört sich insgesammt ja gut an, obwohl ich eine gewisse Skepsis
gegenüber der Onlineversender habe, zumal ich ja auch nicht mal
probesitzen bzw. fahren kann. Und meinem Fahrradhändler brauche ich das
Rad natürlich auch nicht vorbeizubringen. Der weigert sich da ganz
beharrlich solche Räder zu warten.

> Rest, die für dich angenehmste Position auf dem Rad musst du dann
> schon selber herausfinden.

> Ansonsten gibt es genügend Seiten im Netz, wo die
> richtige Sitzposition, bzw. eine vernünftige Ausgangslage, erklärt
> wird.

mmh, da habe ich noch nicht nach gesucht, hat jemand zufällig einen Link
parat?

Gruß
Friedhelm

Friedhelm Bergmann

unread,
Nov 6, 2005, 2:35:57 PM11/6/05
to
Christoph Strauch schrieb:

> Du kannst dem Händler sagen, ich entsorge den Rahmen gerne für ihn, sollte
> er keine Teile dafür bekommen.

Na ich glaube, dafür liebt er ihn doch zu sehr...
Aber ich werde ihn bei Gelegenheit mal drauf ansprechen .-)

Gruß
Friedhelm

Gerald Eischer

unread,
Nov 6, 2005, 2:34:25 PM11/6/05
to
Martin Schmachtel schrieb:
> Friedhelm Bergmann schrob:

>
>>Welche Teile er jetzt konkret nicht mehr bekommen konnte kann ich nicht
>>sagen.
>
> Vermutlich hat der Rahmen 126mm Ausfallenden und dafuer bekommt man keine
> guten neuen Hinterradnaben mehr (?).

Phil Wood baute keine guten HR-Naben? ;-)

> Das Problem laesst sich aber loesen.
> Entweder aufweiten (waer aber irgendwie Frevel)

Warum Frevel?

> oder auf ebay oder Tour-Forum
> ne alte Nabe suchen.

Oder eine 8/9-fach-Nabe mit einem 7-fach-Kassettenkörper umbauen.

Günther Schwarz

unread,
Nov 6, 2005, 4:24:17 PM11/6/05
to
Martin Schmachtel hatte geschrieben:

> Günther Schwarz schrob:
>> Martin Schmachtel hatte geschrieben:
>>
>>> Natuerlich kann man mit nem alten Rennrad auch Spass haben, aber ich
>>> sehe nicht ein, warum man mit ner alten Gurke in ein neues Hobby
>>> einsteigen soll, und nicht mit was einigermassen modernem.
>>
>> Es ist nun mal so, daß Keller und Garagen voll sind mit Rennrädern,
>> die sich Leute mit guten Vorsätzen ("jetzt muß der Bauch weg")
>> gekauft und dann nach kurzer Zeit weggestellt haben. Nicht wegen der
>> Technik,
>
> Man kann das Zeug ja auch wieder verkaufen. Hat man neu gekauft, wird
> man einiges an Geld in den Sand setzen, der Kaeufer freut sich aber
> dann eventuell. Man hat aber auch IMHO eine grosse Chance, dass das
> Radfahren dann auch Spass macht,

Ich hatte schon angedeutet, daß der Spaßfaktor IMHO weitgehend
unabhängig vom Material ist. Da spielen andere Sachen eine viel größere
Rolle.

> vor allem weil man keine voellig falsche Groesse kauft.

Das ist für einen Anfänger aber nach einem Jahr Fahren deutlich
einfacher zu beurteilen als ohne jede Praxis nur aufgrund von Theorie
und gut gemeinten Ratschlägen.

> Andersherum, wenn das Radfahren gefaellt, und
> man kauft eine alte Gurke, dann muss man auch erstmal Geld investieren
> (Reifen, evtl. Kette, Ritzel und Bremsbelaege duerften meisten
> gewechselt werden muessen),

Wenn man die alten Reifen nicht weggeschmissen hat, kann man die vor dem
Verkauf doch wieder aufziehen und hat die neuen als Ersatz ;-)

> dass man dann bei Umstieg auf was besseres
> auch abschreiben kann. Ich glaube, dass man unterm Strich mit einem
> jungen gebrauchten billiger faehrt, relativ unabhaengig davon, ob man
> dann am Radfahren Spass hat oder nicht.

Du kannst davon ausgehen, daß bei einem gebrauchten Rad unabhängig vom
Alter Kette und Kassette immer am Ende sind. Wer investiert schon noch
in Verschleißteile, wenn er das Rad ohnehin bald verkaufen will.



>> sondern weil ihnen das Radfahren keinen Spaß macht. Erst Geld
>> ausgeben und dann ausprobieren ist für mich irgendwie falschrum.
>> Zumindest, wenn
>
> Ein bisschen Geld muss man ausgeben, da kommt man nicht dran vorbei.

Das kommt schon noch früh genug und spätestens im Klamottenladen.

Günther

Günther Schwarz

unread,
Nov 6, 2005, 4:24:42 PM11/6/05
to
Friedhelm Bergmann hatte geschrieben:

> H.- J. Kronemeyer schrieb:

>> Ansonsten gibt es genügend Seiten im Netz, wo die
>> richtige Sitzposition, bzw. eine vernünftige Ausgangslage, erklärt
>> wird.
> mmh, da habe ich noch nicht nach gesucht, hat jemand zufällig einen
> Link parat?

Falls es auf englisch sein darf:
<http://www.peterwhitecycles.com/fitting.htm>
Das gut passende Fahrrad zu finden ist IMHO deutlich wichtiger und
zugleich schwieriger als die Auswahl von Komponenten und Materialien.
Dazu kommt, daß sich die bevorzugte Position mit der Fahrpraxis und
Gewöhnung noch ändern kann. Beispielsweise werden viele zu Anfang einen
etwas höher eingestellter Lenker bevorzugen.

Günther

Helmut Springer

unread,
Nov 7, 2005, 5:05:11 AM11/7/05
to
H.- J. Kronemeyer <h-j.kro...@gmx.de> wrote:
> Trotzdem flext er im Wiegetritt. Das heisst aber auch, das man
> Energie, die man auf der Strasse haben will, im Rahmen
> verschwindet.

Gibt es dazu eigentlich gesichertes Wissen? Energie verschwindet
nicht: wenn der Rahmen "Reibung" darstellen wuerde, muesste Energie
in Waerme verwandelt werden, ein irreversibler Prozess.
Irreversible Prozesse nennenswerten Ausmassen duerfte kein Rahmen
dauerfest ueberstehen.

Helmut Springer

unread,
Nov 7, 2005, 5:17:46 AM11/7/05
to
Martin Schmachtel <schm...@syscall.de> wrote:
> Vermutlich hat der Rahmen 126mm Ausfallenden und dafuer bekommt
> man keine guten neuen Hinterradnaben mehr (?).

Wird jedenfalls mit 8/9/10fach Freilaufkoerper sehr knapp, sonst
koennte man einfach Distanzstuecke wechseln...

> Das Problem laesst sich aber loesen. Entweder aufweiten (waer
> aber irgendwie Frevel) oder auf ebay oder Tour-Forum ne alte Nabe
> suchen.

...was man mit jeder 7fach Naben machen kann. Zur Not die Achse
einer 135mm kuerzen, hin und wieder sieht man neue Deore DX o.ae.

Message has been deleted

Gerald Eischer

unread,
Nov 7, 2005, 5:25:34 AM11/7/05
to
Friedhelm Bergmann schrieb:
> Gerald Eischer schrieb:
>
>>Warum? Das einzige, was am Stahlrahmen nennenswert federt, ist die nicht
>>wirklich starre Starrgabel
>
> Ich glaube Du hast recht, der Rahmen ist ein Schweißteil!

Oder gelötet oder geklebt.

>>die lässt sich auch in Alu-Rahmen einbauen.
>
> macht aber keiner, die bauen alle Federgabeln ein.
> Andererseits, eine Starrgabel in einen Rahmen der
> für eine Federgabel ausgelegt ist, einzubauen macht
> auch keinen Sinn. Da passt die Geometrie ja wieder nicht.

Bei Simplon gibt es auf Wunsch auch eine Starrgabel, die an die
Rahmengeometrie angepasst ist. Ich glaube nicht, dass die die einzigen
sind, die sowas anbieten.

Helmut Springer

unread,
Nov 7, 2005, 5:40:48 AM11/7/05
to
Klaus Straubinger <KSN...@usenet.arcornews.de> wrote:
>> Gibt es dazu eigentlich gesichertes Wissen?
>
> Physik? ;-)

Dann leg' mal los.


>> Energie verschwindet nicht: wenn der Rahmen "Reibung" darstellen
>> wuerde, muesste Energie in Waerme verwandelt werden, ein
>> irreversibler Prozess.
>

> In der Tat. Das klingt doch sehr plausibel. Die Energieumwandlung
> ist irreversibel, die Rahmenverformung hoffentlich nicht.

Eine Feder dissipiert keine Energie. Wenn im Rahmen Energie als
Waerme dissipiert wird, sind das irreversible Rahmenverformungen.
Natuerlich kann Du sie durch "zurueckbiegen" aufheben, aber das sind
genau die Prozesse, die Ermuedungsbrueche hervorrufen.


> Warum nicht? Er hat doch eine hinreichend große Wärmeleitfähigkeit
> (na gut, bei Carbon kommt man ins Zweifeln) und Oberfläche, um die
> Abwärme bequem in der Umwelt zu verteilen. So viel Energieumsatz
> kommt da ja nicht zustande.

Wenn wir ueber Milliwatt reden, hat es auch keine relevanten
Auswirkungen auf die Fahreffiziens.

Helmut Springer

unread,
Nov 7, 2005, 5:44:13 AM11/7/05
to
Friedhelm Bergmann <friedhelm...@arcor.de> wrote:
> Selbst im guten Fachhandel wird auf die Eigendämpfung oder auch
> Federung des Stahlrahmens hingewiesen.

Ein konventioneller Diamantrahmen wird durch Stoesse von unten nur
aus Druck belastet: entweder ins Steuerrohr oder in den Hinterbau
(einen Tetraeder, daher koennen die Ketten/Sattelstreben auch so
duenn sein). Da federt oder daempft nichts nennenswert. Allerdings
klingt ein Rahmen mit grossvolumigen Rohren lauter/haerter...

Gerald Eischer

unread,
Nov 7, 2005, 6:03:13 AM11/7/05
to
Helmut Springer schrieb:

> Martin Schmachtel <schm...@syscall.de> wrote:
>
>>Vermutlich hat der Rahmen 126mm Ausfallenden und dafuer bekommt
>>man keine guten neuen Hinterradnaben mehr (?).
>
> Wird jedenfalls mit 8/9/10fach Freilaufkoerper sehr knapp,

Wie mir berichtet wurde, stehen die rechten Speichen dann fast senkrecht.

Andreas Hollmann

unread,
Nov 7, 2005, 7:20:56 AM11/7/05
to
Martin Schmachtel <schm...@syscall.de> wrote:

> Aber jeder wie er mag. Ich finde, die Unterschiede sind keineswegs nur
> "klein".

Oh wie schön - noch jemand, der die Unterschiede tatsächlich bemerkt.

Aber letztendlich geht es hier wohl weniger um die benutzte Technik,
sondern um eine Art "Elite-Denken".

Früher (zur Zeit der Stahlrahmen) mußte man sich in der Rennradtechnik
schon gut auskennen um ein gutes Rad zu bekommen. Die billigen
Massenräder waren Schrott, die Räder, bei denen ein Experte lange über
die Teile nachgedacht hatte, meistens erheblich besser - und das konnte
man auch beim fahren spüren.

Doch heute hat jeder popelige 150-EUR-Rahmen aus Fernost eine drastisch
bessere Steifigkeit als ein edler Stahlrahmen aus den 90er Jahren. Jeder
Anfänger, der in einen Laden geht und ahnungslos ein Rennrad mit
Taiwan-Rahmen und 105er Gruppe kauft, hat ein besseres Rad, als die
90er-Jahre-Stahlrahmen-Eperten-Fraktion jemals unter dem Hintern hatte.

Und das nehmen die dem Anfänger sehr übel!

Denn es kann nicht sein, daß jeder Idiot jetzt für EUR 1.000,- ein
besseres Rennrad kaufen kann, als sie! Denn dann wäre ja ihr
Expertenwissen überflüssig. Und das darf nicht sein!

Aber die Welt dreht sich weiter.
Auch ohne Stahlrahmen.

Und viele Leute haben ihren Spaß damit - viel mehr als früher :-)


Andreas

--
Webseiten und Druckvorlagen: www.andreas-hollmann.de
-------------------------------------------------------------
Sportliche Radtouren aus Bielefeld: www.der-bergschreck.de

Andreas Hollmann

unread,
Nov 7, 2005, 7:20:57 AM11/7/05
to
Günther Schwarz <st...@gmx.de> wrote:

> Und wie beeinflussen jetzt die Bremsen den Fahrspaß beim Rennradfahren?
> Als Sicherheitsaspekt lasse ich das noch gelten, aber ansonsten ist das
> doch nur im Gebirge relevant.

Ja genau. Und dort ist der Fahrspaß am größten!

Andreas Hollmann

unread,
Nov 7, 2005, 7:20:58 AM11/7/05
to
Günther Schwarz <st...@gmx.de> wrote:

> Ich hatte schon angedeutet, daß der Spaßfaktor IMHO weitgehend
> unabhängig vom Material ist. Da spielen andere Sachen eine viel größere
> Rolle.

Ja natürlich.
Der Spaß kommt über das, was man fühlt. Und bei modernen steifen Rahmen
fühlt sich das eben für mich besser, sicherer, leichter und beschwingter
an.

Woraus der Rahmen besteht, ist mir eigentlich egal. Nur daß zur Zeit
eben ein steifer Rahmen aus Aluminium preiwerter zu bekommen ist als
einer aus Stahl. Und warum soll ich mehr Geld für Stahl ausgeben - weil
andere aus diesem Material so eine Art Voodoo machen?

Andreas Hollmann

unread,
Nov 7, 2005, 7:20:59 AM11/7/05
to
Christoph Strauch <cstr...@freenet.de> wrote:

> Das bestreitet niemand. Die Frage ist, ob man die Freude am RR Fahren auch
> auf älteren Rädern entdecken kann. Und da das vor 20 Jahren ging sehe ich
> nicht, warum das heute nicht gehen soll.

Wo willst Du aber die Grenze ziehen?
Warum ausgerechnet vor 20 Jahren und nicht vor 50 Jahren, denn damals
haben Rennradfahrer auf ihren Rädern doch bestimmt auch Spaß gehabt?

Andreas Hollmann

unread,
Nov 7, 2005, 7:20:59 AM11/7/05
to
Christoph Strauch <cstr...@freenet.de> wrote:

> > Wenn Du nicht sicher bist, ob das Rennradfahren das Richtige für Dich
> > ist, nimm trotzdem ein hochwertiges Rad - das kannst Du ggf. später
> > besser verkaufen.
>
> Allerdings ist ein erheblicher Wertverlust einzukalkulieren.

Wenn man's im Herbst preiswert kauft, im Winter ausprobiert und ggf. im
nächsten Frühjahr bei ebay anbietet, wir der Wertverlust recht gering
ausfallen.

Message has been deleted

Helmut Springer

unread,
Nov 7, 2005, 8:01:32 AM11/7/05
to
Andreas Hollmann <papie...@andreas-hollmann.de> wrote:
> Aber letztendlich geht es hier wohl weniger um die benutzte
> Technik, sondern um eine Art "Elite-Denken".

Wer ist denn dermassen auf Deinem Ego rumgetrampelt, dass Du u.a.
mir das unterstellen musst, um Dich zu verteidigen, ohne angegriffen
worden zu sein?


> Doch heute hat jeder popelige 150-EUR-Rahmen aus Fernost eine
> drastisch bessere Steifigkeit als ein edler Stahlrahmen aus den
> 90er Jahren.

Und? Wenn fuer Dich Steifigkeit das Mass aller Dinge ist: fein.
Andere sehen das anders, und einige davon haben Vergleiche gefahren.


> Jeder Anfänger, der in einen Laden geht und ahnungslos ein Rennrad
> mit Taiwan-Rahmen und 105er Gruppe kauft, hat ein besseres Rad,
> als die 90er-Jahre-Stahlrahmen-Eperten-Fraktion jemals unter dem
> Hintern hatte.

Das mag nach Deinen Messgroesse so sein, andere haben uU andere
Prioritaeten. Das gilt fuer Rahmen, Schalthebel, etc.


> Denn es kann nicht sein, daß jeder Idiot jetzt für EUR 1.000,- ein
> besseres Rennrad kaufen kann, als sie! Denn dann wäre ja ihr
> Expertenwissen überflüssig. Und das darf nicht sein!

Ich kann Dir versichern, dass weder jeder Idiot noch jeder "Experte"
ein fuer mich besseres Rennrad kaufen kann als ich.

Bernhard Agthe

unread,
Nov 7, 2005, 8:04:05 AM11/7/05
to
Hi,

> Doch heute hat jeder popelige 150-EUR-Rahmen aus Fernost eine drastisch
> bessere Steifigkeit als ein edler Stahlrahmen aus den 90er Jahren. Jeder
> Anfänger, der in einen Laden geht und ahnungslos ein Rennrad mit
> Taiwan-Rahmen und 105er Gruppe kauft, hat ein besseres Rad, als die
> 90er-Jahre-Stahlrahmen-Eperten-Fraktion jemals unter dem Hintern hatte.

Du schimpfst hier über Stahl-Rahmen - wenn Du mich fragst ist das ein
wenig pauschal. Die Frage des Materials hängt sicher vom Einsatzzweck ab
(für Trekking-Räder hat Stahl Vorteile - und wenn's nur die Tatsache ist
dass man den Rahmen selbst in Kasachstan schweißen lassen kann) als auch
von persönlichen Vorlieben und Erfahrungen.

Mit Rennrädern kenn ich mich nicht aus, aber ein guter Stahlrahmen mag
einem schlechten Alu-Rahmen durchaus ebenbürtig sein... Und - hast Du
schon mal einen dreißig oder vierzig Jahre alten Alu-Rahmen gesehen?
Derart alte Stahl-Rennräder sieht man immer mal wieder und sie tun für
den Besitzer gute Dienste (Weg zur Arbeit, etc).

Wie gesagt, ich finde jeder sollte für sich selbst entscheiden, welches
Material er / sie bevorzugt. Genau wie die Frage der Qualität - ich hab
in relativ kurzer Zeit (4 Jahre, 13 Mm) ein Alu-Rad zu Schrott gefahren
während mein Uralt-Zweitrad (Bridgestone, Stahl, 13 Jahre, mehr als 15
Mm) lediglich ein paar Abnutzungserscheinungen im Tretlager aufweist.

Ciao,

Berny Agthe

Helmut Springer

unread,
Nov 7, 2005, 8:10:22 AM11/7/05
to
Klaus Straubinger <KSN...@usenet.arcornews.de> wrote:
> Nicht? Einmal aus dem Ruhezustand ausgelenkt, federt sie also
> beliebig lange vor sich hin?
>
> Oder wird nicht doch die Bewegungsenergie gleichmäßig auf die
> beteiligten Teile (Atome, Moleküle) verteilt und tritt demnach als
> Wärme in Erscheinung?

So rein formal: wenn Du Dich nicht damit auskennst, warum behauptest
Du dann, dass sei klar?


>> Wenn im Rahmen Energie als Waerme dissipiert wird, sind das
>

> ... zu einem gewissen Teil ...
>
>> irreversible Rahmenverformungen.
>
> ... neben elastischen, reversiblen.

Welche elastischen, reversiblen Rahmenverformungen sollten
nennenswert Energie dissipieren koennen? Wir reden hier von
niederfrequenten Belastungen grosser Amplitude weit unter jeglicher
Eigenfrequenz des Systems und merklichen Energieumsaetzen, also
komm' nicht mit Phononenstreuung.


>> Wenn wir ueber Milliwatt reden, hat es auch keine relevanten
>> Auswirkungen auf die Fahreffiziens.
>

> Einige Watt sind immer noch problemlos zu verkraften für einen
> Heizkörper mit den Ausmaßen eines Fahrradrahmens.

Hast Du eine Vorstellung davon, was fuer Verformungen Du fuer
"einige Watt" Energiedissipation in einem Fahrradrahmen brauchst?

Christoph Strauch

unread,
Nov 7, 2005, 8:17:08 AM11/7/05
to
Andreas Hollmann wrote:

> Martin Schmachtel <schm...@syscall.de> wrote:

>> Aber jeder wie er mag. Ich finde, die Unterschiede sind keineswegs nur
>> "klein".

> Oh wie schön - noch jemand, der die Unterschiede tatsächlich bemerkt.

> Aber letztendlich geht es hier wohl weniger um die benutzte Technik,
> sondern um eine Art "Elite-Denken".

Also das kann ich aus keinem der Beiträge herauslesen.

> Früher (zur Zeit der Stahlrahmen) mußte man sich in der Rennradtechnik
> schon gut auskennen um ein gutes Rad zu bekommen. Die billigen
> Massenräder waren Schrott, die Räder, bei denen ein Experte lange über
> die Teile nachgedacht hatte, meistens erheblich besser - und das konnte
> man auch beim fahren spüren.

Ich denke nicht, dass das heute wesentlich anders ist.

> Doch heute hat jeder popelige 150-EUR-Rahmen aus Fernost eine drastisch
> bessere Steifigkeit als ein edler Stahlrahmen aus den 90er Jahren. Jeder
> Anfänger, der in einen Laden geht und ahnungslos ein Rennrad mit
> Taiwan-Rahmen und 105er Gruppe kauft, hat ein besseres Rad, als die
> 90er-Jahre-Stahlrahmen-Eperten-Fraktion jemals unter dem Hintern hatte.

> Und das nehmen die dem Anfänger sehr übel!

Nein ich gönne das jedem, Anfänger oder Fortgeschrittener, erlaube mir
aber weiterhin ein solches Rad nicht zu fahren. BTW ging es in diesem
Thread um preiswerten und versuchsweisen Einstieg in den Radsport. Da
halte ich z.B. ebay 8717138879 (beliebig herausgegriffen) für eine
Option. Die Behauptung, dass man mit derlei Rädern den Spass am RR
fahren nicht erfahren kann hast du bis jetzt nicht widerlegt. So und
jetzt zeig mir, was man für 102 EUR an Alurahmen mit STI bekommt.

Jan Zoellner

unread,
Nov 7, 2005, 8:55:59 AM11/7/05
to
Christoph Strauch <cstr...@freenet.de> wrote:

>Da halte ich z.B. ebay 8717138879 (beliebig herausgegriffen) für eine
>Option. Die Behauptung, dass man mit derlei Rädern den Spass am RR
>fahren nicht erfahren kann hast du bis jetzt nicht widerlegt. So und
>jetzt zeig mir, was man für 102 EUR

Allerdings hat Dein herausgegriffenes Beispiel eine ziemlich extreme
Rahmengröße. Das dürfte sich über den eingeschränkten
Interessentenkreis auch auf den Preis auswirken.

Ich hab BTW ziemlich lange eine sehr ähnliche Maschine (noch vor
ebay-Zeiten für DM 100 gekauft...) gefahren, aber da habe ich recht
zügig die maroden Bremsgriffe und die Bremsen ausgetauscht. Die Nabe
ist mir nach 10 MH einfach zerbröselt.
Soo einfach ist es also auch wieder nicht.

> an Alurahmen mit STI bekommt.

An Stahlrahmen mit STI schon gleich gar nicht. Your Point is?

Ciao
Jan

Christoph Strauch

unread,
Nov 7, 2005, 9:19:24 AM11/7/05
to
Jan Zoellner wrote:

> Christoph Strauch <cstr...@freenet.de> wrote:

>> Da halte ich z.B. ebay 8717138879 (beliebig herausgegriffen) für eine
>> Option. Die Behauptung, dass man mit derlei Rädern den Spass am RR
>> fahren nicht erfahren kann hast du bis jetzt nicht widerlegt. So und
>> jetzt zeig mir, was man für 102 EUR

> Allerdings hat Dein herausgegriffenes Beispiel eine ziemlich extreme
> Rahmengröße.

60cm ist genau richtig, was soll daran extrem sein? ;-)

> Das dürfte sich über den eingeschränkten
> Interessentenkreis auch auf den Preis auswirken.

Möglich. Allerdings ist in den gängigen Größen Angebot und Nachfrage
größer.

> Ich hab BTW ziemlich lange eine sehr ähnliche Maschine (noch vor
> ebay-Zeiten für DM 100 gekauft...) gefahren, aber da habe ich recht
> zügig die maroden Bremsgriffe

Marode Bremshebel? Du meinst die Griffgummis.

> und die Bremsen ausgetauscht. Die Nabe
> ist mir nach 10 MH einfach zerbröselt.

Wofür steht die Einheit MH und was meinst du mit zerbröseln?

Gerald Eischer

unread,
Nov 7, 2005, 10:12:19 AM11/7/05
to
Martin Schmachtel schrieb:
>
> Ich finde, moderne Bremsen funktionieren erheblich besser als zumindest
> die meisten alten

Die Doppelgelenk-Leichtbaubremsen der Sh*m*n* 9-fach-Gruppen waren ein
erheblicher Rückschritt gegenüber guten Seitenzugbremsen mit
Einfachgelenk. Derart schwammig waren vielleicht die Bremsen an
Billig-Rennrädern in den 80ern.
Nicht alles was neu ist, ist auch unbedingt besser.

Christoph Strauch

unread,
Nov 7, 2005, 10:44:27 AM11/7/05
to
Andreas Hollmann wrote:

> Christoph Strauch <cstr...@freenet.de> wrote:

>> Das bestreitet niemand. Die Frage ist, ob man die Freude am RR Fahren auch
>> auf älteren Rädern entdecken kann. Und da das vor 20 Jahren ging sehe ich
>> nicht, warum das heute nicht gehen soll.

> Wo willst Du aber die Grenze ziehen?

Ich will die Grenze da ziehen, wo man problemlos Ersatzteile,
insbesondere Verschleissteile, bekommt.

> Warum ausgerechnet vor 20 Jahren und nicht vor 50 Jahren, denn damals
> haben Rennradfahrer auf ihren Rädern doch bestimmt auch Spaß gehabt?

Welche Neuerungen der letzten 50 Jahre man dann braucht, soll jeder
selbst entscheiden.


Andreas Hollmann

unread,
Nov 7, 2005, 11:06:33 AM11/7/05
to
Helmut Springer <delta+...@lug-s.org> wrote:

> Und? Wenn fuer Dich Steifigkeit das Mass aller Dinge ist: fein.
> Andere sehen das anders, und einige davon haben Vergleiche gefahren.

Habe ich auch.

Interessant fand ich vor diesem Hintergrund auch den Rahmentest in der
Tour vor ein paar Monaten, wo mehrere Räder so verklebt und verpackt
waren, daß die Fahrer nicht wußten, was sie fuhren.

Keiner konnte bei dem mit dabei gewesenen Stahlrahmen einen höheren
Komfort feststellen.

Als ich mein neues Rennrad bekam, hatte ich mich nämlich schon darauf
eingestellt, daß der Komfort mit Alu-Rahmen und -Gabel nun nicht mehr
vorhanden sein würde - ich war aber bereit, dies für eine höhere
Steifigkeit in Kauf zu nehmen.

Und nach der ersten Probefahrt war ich angenehm überrascht, daß das neue
Rad auch nicht "härter" war als der alte Stahlrenner.


Abgesehen davon ist natürlich die Einteilung in Stahl- und Alurahmen
irreführend. Entscheiden ist ja nicht das Material, sondern der
Rohrdurchmesser. Würde man meinen 08/15 Kinesis Rahmen aus Stahlrohren
bauen, wäre er genauso steif (aber vermutlich ein ganzes Stück teurer).

Wenn ich hier also vom steifen Alurahmen schreibe, dann müßte das
eigentlich "Rahmen mit größerem Rohrdurchmesser" heißen.

Andreas

Helmut Springer

unread,
Nov 7, 2005, 11:52:58 AM11/7/05
to
Andreas Hollmann <papie...@andreas-hollmann.de> wrote:
> Keiner konnte bei dem mit dabei gewesenen Stahlrahmen einen
> höheren Komfort feststellen.

Wenn Du hier mitliest, weisst Du ja, dass das auch nicht zu erwarten
war...

Günther Schwarz

unread,
Nov 7, 2005, 1:52:26 PM11/7/05
to
Andreas Hollmann hatte geschrieben:

> Günther Schwarz <st...@gmx.de> wrote:
>
>> Und wie beeinflussen jetzt die Bremsen den Fahrspaß beim
>> Rennradfahren? Als Sicherheitsaspekt lasse ich das noch gelten, aber
>> ansonsten ist das doch nur im Gebirge relevant.
>
> Ja genau. Und dort ist der Fahrspaß am größten!

Da sind wir uns ja ausnahmsweise einmal einig. Allerdings hat nicht
jeder schöne Berge vor der Haustür. Das relativiert die Bedeutung der
Bremsanlage wieder. Ansonsten würden alle mit Sechskolbenzangen von
Sticha samt innenbelüfteter Scheibe rumfahren. Es ist sicherlich kein
Zufall, daß solcheart ausgestattete Räder aus der Schweiz kommen.

Günther

Günther Schwarz

unread,
Nov 7, 2005, 1:52:36 PM11/7/05
to
Andreas Hollmann hatte geschrieben:

> Günther Schwarz <st...@gmx.de> wrote:
>
>> Ich hatte schon angedeutet, daß der Spaßfaktor IMHO weitgehend
>> unabhängig vom Material ist. Da spielen andere Sachen eine viel
>> größere Rolle.
>
> Ja natürlich.
> Der Spaß kommt über das, was man fühlt. Und bei modernen steifen
> Rahmen fühlt sich das eben für mich besser, sicherer, leichter und
> beschwingter an.

Das ist schön für dich.



> Woraus der Rahmen besteht, ist mir eigentlich egal. Nur daß zur Zeit
> eben ein steifer Rahmen aus Aluminium preiwerter zu bekommen ist als
> einer aus Stahl. Und warum soll ich mehr Geld für Stahl ausgeben -
> weil andere aus diesem Material so eine Art Voodoo machen?

Niemand hat dir empfohlen, einen neuen Stahlrahmen zu kaufen. Und von
Voodoo war auch weit und breit nichts zu sehen. Allerdings hast du in
<1h5nqt8.1ow5jlqqr3z20N%papie...@andreas-hollmann.de> einen Popanz
von der bösen Verschwörung der neidgeplagten Stahlrahmenfahrer
aufgebaut. Es fragt sich also, wer hier eine Mission hat.

Günther

Günther Schwarz

unread,
Nov 7, 2005, 1:52:40 PM11/7/05
to
Andreas Hollmann hatte geschrieben:


> Und nach der ersten Probefahrt war ich angenehm überrascht, daß das
> neue Rad auch nicht "härter" war als der alte Stahlrenner.

Dagegen ist der alte Rahmen "weicher" als der neue und deshalb eine
furchtbare Spaßbremse. So langsam wird die Sache verwirrend ;-)

Günther

Martin Schmachtel

unread,
Nov 7, 2005, 3:36:34 PM11/7/05
to
Gerald Eischer schrob:
> Martin Schmachtel schrieb:
>> Friedhelm Bergmann schrob:
>>
>>>Welche Teile er jetzt konkret nicht mehr bekommen konnte kann ich nicht
>>>sagen.

>>
>> Vermutlich hat der Rahmen 126mm Ausfallenden und dafuer bekommt man keine
>> guten neuen Hinterradnaben mehr (?).
>
> Phil Wood baute keine guten HR-Naben? ;-)

Gibts die noch neu so? Wusste ich nicht (deshalb auch das Fragezeichen).
Aber erstens ist das doch eine gehobene Preisklasse und zweitens gehoert
in ein klassisches Colnago auch eine Campa-Nabe.

>> Das Problem laesst sich aber loesen.
>> Entweder aufweiten (waer aber irgendwie Frevel)
>

> Warum Frevel?

Einen beliebigen alten Stahlrahmen, den man noch fahren will, weitet
man einfach auf. Aber wenn der Zustand nicht grottig ist, dann ist der
Colnago ein Klassiker, den man nicht verschandeln darf. Das ist wie,
wenn du an einem Mercedes-Oldtimer anfaengst, an der Karosserie
rumzubasteln, damit akuelle Alufelgen reinpassen. Das tut man einfach
nicht.

ciaole
schmadde

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