Am Sat, 24 Apr 2021 14:08:14 +0200 schrieb Juergen
<
schrei...@web.de>:
Es kommt wohl sehr auf die Situation an. In einer Situation, in der man
"Beteiligter" ist, gibt sich kein vernünftiger Mensch eine Blöße, indem
er eine Position vertritt, die erklärungsbedürftig ist. Aber es gibt ja
auch andere.
Konkret, wenn du in der Fussgängerzone auf einem Pedal rollernd
angehalten wirst, während links und rechts mit hohem Tempo Autos
vorbeifahren, ist es nicht zielführend, auf eine Provokation wie "...
Helm tragen Sie auch nicht??" anzuspringen.
Einem Polizisten hingegen, der lieber in der Grundschule oder auf dem
Marktplatz schlechte Vorträge über "sicheres Radfahren" hält als Streife
zu laufen, mal ein wenig über die Grundlagen der schließenden Statistik
zu erzählen, ist risikoärmer und nützlicher, vor allem, wenn Publikum da
ist. Man sollte dann aber seine Fakten parat haben. Wobei man sich nicht
auf Statistik zu beschränken braucht. "Sie haben da so einen
wunderschönen Helm an, obwohl sie hier nur am Tisch stehen und sich
festhalten können - ziehen sie den immer an, etwa wenn sie freihändig
eine Treppe hochsteigen? Oder die obligate Frage nach dem Autohelm. Hier
muss man unverfroren genug sein, die Strategien der Gegenseite zu
kopieren, etwa "... glauben sie ernsthaft, dass Kopfverletzungen bei
Unfällen im Auto gar nicht mehr vorkommen? Dann sollten sie mal einen
Unfallmediziner befragen ...".
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Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen