eRockit

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Ulli Horlacher

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Oct 21, 2021, 9:28:18 AMOct 21
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https://www.heise.de/tests/Siebenmeilenstiefel-Das-Human-Hybrid-E-Bike-eRockit-im-Fahrbericht-6216853.html

Das eRockit ist ein Pedelec (...) mit 90 km/h
(...)
Das eRockit ist das einzige Fahrrad der Welt, mit dem Sie auf der Autobahn
fahren dürfen


--
+ Ulli Horlacher + fram...@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +

Klaus Mueller

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Oct 21, 2021, 9:47:26 AMOct 21
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Ulli Horlacher <fram...@tandem-fahren.de> wrote:
>
> https://www.heise.de/tests/Siebenmeilenstiefel-Das-Human-Hybrid-E-Bike-eRockit-im-Fahrbericht-6216853.html
>
> Das eRockit ist ein Pedelec (...) mit 90 km/h
> (...)
> Das eRockit ist das einzige Fahrrad der Welt, mit dem Sie auf der Autobahn
> fahren dürfen

Fahrrad?


Jörg "Yadgar" Bleimann

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Oct 21, 2021, 9:51:35 AMOct 21
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Hi(gh)!

On 21.10.21 15:23, Ulli Horlacher wrote:
>
> https://www.heise.de/tests/Siebenmeilenstiefel-Das-Human-Hybrid-E-Bike-eRockit-im-Fahrbericht-6216853.html
>
> Das eRockit ist ein Pedelec (...) mit 90 km/h
> (...)
> Das eRockit ist das einzige Fahrrad der Welt, mit dem Sie auf der Autobahn
> fahren dürfen

Niemand hat die Absicht, ein Motorrad zu bauen...

Tretmobile, die so schnell sind, dass man einen Integralhelm braucht
(und dann bitte auch sonst vernünftige Motorradklamotten!), sind ein
Widerspruch in sich - in so einer Kluft (bzw. auch schon nur mit
Integralhelm) ist man beim Treten ziemlich schnell überhitzt!

Dann lieber einen schicken Hochleistungs-Elektro-Motorroller, der darf
dann auch gerne schneller als 90 km/h sein, damit Autobahn nicht nur so
gerade eben geht, sondern halbwegs Spaß macht! Und dann "Absolute
Beginners" von David Bowie auf den Ohren...

Und das sage ich als notorischer Kfz-Verächter!

Bis bald im Khyberspace!

Yadgar

Jörg "Yadgar" Bleimann

unread,
Oct 21, 2021, 9:56:51 AMOct 21
to
On 21.10.21 15:23, Ulli Horlacher wrote:
>
> https://www.heise.de/tests/Siebenmeilenstiefel-Das-Human-Hybrid-E-Bike-eRockit-im-Fahrbericht-6216853.html
>
> Das eRockit ist ein Pedelec (...) mit 90 km/h
> (...)
> Das eRockit ist das einzige Fahrrad der Welt, mit dem Sie auf der Autobahn
> fahren dürfen
>
>

Pfffff!

Der Citroen 2CV ist der einzige Kleinwagen der Welt, mit dem Sie auch in
Afghanistan eine gute Figur machen!

Ulli Horlacher

unread,
Oct 21, 2021, 10:57:44 AMOct 21
to
Fahrrad. Steht doch da. DU kannst fragen! :-)

Sepp Ruf

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Oct 21, 2021, 11:08:45 AMOct 21
to
Am 21.10.21 um 15:47 schrieb Klaus Mueller:
Da speit der Ueberholende ja in die Lueftung!

> Fahrrad?

Was bist Du nur so intolerant!?!

Apropos schwachsinnige Clickbeet-Titel und -Texte:
<https://twnews.ch/ch-news/skuriller-unfall-bei-bachelor-kandidatin-nadine-mercedes-wahrend-sex-von-einem-velo-angefahren>

Hans CraueI

unread,
Oct 21, 2021, 7:45:56 PMOct 21
to
Klaus Mueller schrieb
Die Fahrrad-Technik schreitet halt voran. Mit welcher sachlichen
Begründung soll denn 25 km/h Obergrenze für das Fahrrad sein? Das
wäre doch reine Willkür.

Und bedenke: Damit kann man dann auch Radwege an Autobahnen
fordern.

Hans

Chr. Maercker

unread,
Oct 22, 2021, 2:09:32 AMOct 22
to
Ulli Horlacher wrote:
>> Fahrrad?
>
> Fahrrad. Steht doch da. DU kannst fragen! :-)

Nur wenn es langsam fährt:
"Unangestrengt und fast ganz aufrecht sitzend pedalierend lassen wir
rasch den Tacho 25 km/h passieren, die Grenze, bis zu der ein Pedelec
noch als Fahrrad gilt."


--


CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.

Wolfram Jahn

unread,
Oct 22, 2021, 2:51:43 AMOct 22
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Am 22.10.21 um 01:45 schrieb Hans CraueI:

> Und bedenke: Damit kann man dann auch Radwege an Autobahnen
> fordern.
>
> Hans
>

Das ist eine sehr gute Idee.

Fangen wir. damit es schneller geht, mit ein paar Pop-Up-Radwegen an.

Anbieten würde sich der Berliner Stadtring und alle seine
Pendler-Anschlüsse, weil da ja immer Stau ist und es dann für alle
schneller ginge, wenn die Hälfte der Leute mit dem Rad führe.

Die linke Spur könnte man jeweils dafür verwenden, die nützt eh keinem,
weil die Outos da eh meist nur stehen oder bestenfalls im Schrittempo
vorankommen.

--
w

Wolfgang Strobl

unread,
Oct 22, 2021, 7:06:10 AMOct 22
to
Am Thu, 21 Oct 2021 23:45:54 -0000 (UTC) schrieb Hans CraueI
<crauel...@freenet.de>:

>Klaus Mueller schrieb
>
>> Ulli Horlacher <fram...@tandem-fahren.de> wrote:
>>> https://www.heise.de/tests/Siebenmeilenstiefel-Das-Human-Hybrid-E-Bike-eRockit-im-Fahrbericht-6216853.html
>>> Das eRockit ist ein Pedelec (...) mit 90 km/h
>>> (...)
>>> Das eRockit ist das einzige Fahrrad der Welt, mit dem Sie auf der Autobahn
>>> fahren dürfen
>>
>> Fahrrad?
>
>Die Fahrrad-Technik schreitet halt voran. Mit welcher sachlichen
>Begründung soll denn 25 km/h Obergrenze für das Fahrrad sein? Das
>wäre doch reine Willkür.

In der Tat. Die Pedelec-Zeloten werden allerdings einwenden, dass die
Obergrenze ja nur für die Motorleistung gelte. Dann wäre aber zu
erklären, was eigentlich rechtfertigt, eine faktisch kaum limitierte
Zugabe von Leistung auch dort zuzulassen, wo ein gesunder, aber
untrainierter Mensch aus eigener Kraft schon vom Rad fällt, weil kaum
jemand so langsam fahren kann.


Das durchschnittliches Gewicht von jemand, der zwischen 50 und 70 Jahre
alt ist, kann man 80 kg abschätzen.
(aus
<https://www.gbe-bund.de/gbe/pkg_isgbe5.prc_menu_olap?p_uid=gastd&p_aid=94929042&p_sprache=D&p_help=2&p_indnr=223&p_indsp=&p_ityp=H&p_fid=>
oder
<https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Gesundheitszustand-Relevantes-Verhalten/Tabellen/koerpermasse-maenner.html>

Damit ergibt sich mit einem 17kg-Fahrrad an einer 12%-Steigung für 25
km/h ein Leistungsbedarf von ziemlich genau einem Kilowatt.
Radrennprofis, die halb so alt sind und die Tour de France gewinnen
können, schaffen so etwas, kurzzeitig. Untrainierte Menschen
normalerweise nicht.


Wie aber die eBike-Medien für die Pedelecvariante inzwischen gerne
herauskrähen*), liegt dies durchaus im Bereich dessen, was Bosch- oder
Yamahamotoren ohne Tuning auch längere Zeit an Antriebsleistung liefern.
Und wer Rad fährt, kann ungefähr so etwas auch regelmäßig beobachten: wo
man trotz einiger Übung durch langjähriges Radfahren aus eigener Kraft
nur noch langsam und am eigenen Limit hochfahren kann, wird man mit
Pedelecs mit hohem Tempo überholt und an Haltung und Verhalten ohne
erkennbare Eigenleistung.

Wie ist das erklärlich?

Nehmen für die Altersgruppe wird ein Belastungslimit (Sollwert der
maximalen Leistung im Ergometertest) von 2 W / kg an für jemand, der
zwischen 50 und 70 Jahre alt ist, (Seite 21 aus
<http://ruhrsportwoche.de/fileadmin/Download/koerpleistungsfaehigkeit.pdf>

dann ergibt das eine kurzzeitige Maximalbelastung am Ende des
Stufentests von 160 W. Damit ergibt sich ohne Motor ein Tempo von nur
4,7 km/h. Das ist mit einer geeigneten Übersetzung durchaus machbar,
erfordert aber eine Feinmotorik, die durch Übung erworben werden muss.
Was übrigens auch erklärt, warum Leute, die anfällig für
Pedelecmarketing sind, weil sie diese nie erworben haben (Generation
Pedelec halt), oder weil sie mit der Zeit verloren gegangen ist (die
Generation davor), nicht nur halb so schwere Anstiege (6% unter gleichen
Bedingungen) für absolut unbewältigbar halten, sondern auch solche, die
nur ein Viertel so anspruchsvoll sind (3%). Mit 160 W käme man da mit
14 km/h hoch, für 8 km/h benötigte man nur noch 80 W. Die verlangt man
ja sogar Menschen ab, die in der Reha aufgepäppelt werden müssen, sofern
sie nicht spezifische Gelenkschäden haben.


Es gibt keine fixe Geschwindigkeitsobergrenze für Fahrräder, ausser man
limitiert die Umstände, unter denen sie gefahren werden. Auch dann
nicht, wenn man Steherrennen
(https://de.wikipedia.org/wiki/Steherrennen) etc. ausklammert, bei denen
im Windschatten eines motorisierten Schrittmachers gefahren wird, oder
Fahrten, die keine Rundkurse sind. Wie schnell gefahren werden kann,
ergibt sich aus den Umständen, die sich aus Umgebung sowie körperlichen
Eigenschaften und Können der Person ergibt, die Rad fährt.

Insofern ist der verlinkte Artikel von Autobild, ahem Heise Auto, ein
Treppenwitz..

"Mit Pedalen wie an einem Fahrrad, aber mit 90 km/h so schnell wie ein
125er-Motorrad. Die Geschwindigkeit kann allein durch Pedalunterstützung
erreicht werden,..."

Gewiss doch: genauso, wie ich bei meinem 125er-Motorrad allein durch
Gasdrehgriffunterstützung die 90 km/h erreiche.

"Mit bis zu 16 kW unterstützt und der Elektroantrieb."

Das ist nicht nur ein Druckfehler, das ist in erster Linie albern.
Gerade mal zum Spaß mit Kreuzotter kalkuliert, für ein Quest und 90 km/h
ergäbe sich ein Leistungsbedarf von gut 1 kW. Mit 160 W führe es 41
km/h. Es gibt ein ganz nettes YT-Video, in dem jemand ein Quest mit
40-50 km/h mal auf der Landstraße, mal auf dem begleitenden Radweg fährt
- bei letzterem zumindest versucht, das durchzuhalten.

"Treten strengt aber nicht wirklich an: 'Das ist aber nicht stärker als
die Stufe eins beim Fitnessrad, wir wollen nicht, dass die Menschen
verschwitzt ins Büro kommen', erklärt CEO Andreas"

Gewiss doch. Ich argwöhne, dass es mehr Kraft kostet, das 120 kg-Trumm
unter Kontrolle zu behalten (meine 125er ist deutlich leichter), als
diese Fakekurbelei.


"Das eRockit ist wie ein 125er Leichtkraftrad eingestuft und darf daher
auch nicht auf dem Radweg fahren."

Das ist wirklich schade.


Alles in allem liest sich das wie eine feinsinnige Satire. Ich befürchte
aber ...




>
>Und bedenke: Damit kann man dann auch Radwege an Autobahnen
>fordern.

Das konnte schon man vor Jahrzehnten. Und bekam sie auch. Natürlich mit
radfahrerseitig scharfkantiger Leitplanke dazuwischen, aber das bekommt
man auf untergeordneten, wenig befahrenden Landstrassen gelegentlich
auch.


<https://www.google.de/maps/@50.7198036,7.1450358,3a,15y,68.36h,85.82t/data=!3m6!1e1!3m4!1sX-RtP_dbK3OwUQ2DbGlROA!2e0!7i13312!8i6656>

Das grüne Radwegweiserschild ist deutlich zu sehen. Etwa in Brückenmitte
findet man auf dieser Streetviewansicht aus 2008 auch einen Fußgänger.
Radfahrer habe ich keine gefunden.

<https://brouter.de/brouter-web/#map=17/50.71877/7.14369/cyclosm>

Ich habe diesen kombinierten Geh- und Radweg in den Jahren laange vor
2008 beim Durchprobieren der Routenmöglichkeiten ein paar mal auf dem
Weg zur Arbeit benutzt und mich gegruselt. Im Endeffekt bin ich später
dann über die Kennedybrücke und dort auf der Fahrbahn und damit gut
gefahren. Inwieweit das ein Verstoß gegen die dort geltende
Radwegbenutzungspflicht war, dürfte wohl eine Ermessensfrage und
inzwischen irrelevant sein. Kein Mensch stößt sich daran, wenn dort
jemand mit einem Mofa fährt und fast immer langsamer, als ich es damals
mit dem Fahrrad tat.



*) "ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's gänzlich ungeniert"
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Chr. Maercker

unread,
Oct 22, 2021, 4:17:57 PMOct 22
to
Hans CraueI wrote:
> Die Fahrrad-Technik schreitet halt voran. Mit welcher sachlichen
> Begründung soll denn 25 km/h Obergrenze für das Fahrrad sein? Das
> wäre doch reine Willkür.

Eddi Merckx schaffte WIMRE um die 110 km/h, mit Bio-Rad, etwas
Gravitationsunterstützung und evtl. ein paar Pillen. ;-)

> Und bedenke: Damit kann man dann auch Radwege an Autobahnen
> fordern.

ACK, wer nur 90 schafft, ist dort "Verkehrshindernis". Dafür können die
Randwege in den Städten dann weg ...
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