Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Kevelar ?

20 views
Skip to first unread message

Carsten Strobeck

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
Hallo NG.

Es ist mir geraten worden, doch besser Kevelar als Leine für einen Cody
zu verwenden. Ist das ok? Was hat das für Vor- o. Nachteile ?

mfg
Carsten "Newbie" Strobeck

Lutz 8er

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
Hallo Carsten,

>Es ist mir geraten worden, doch besser Kevelar als Leine für einen Cody
>zu verwenden. Ist das ok? Was hat das für Vor- o. Nachteile ?

Kevlar würde ich nicht empfehlen, aus dem
einfachen Grunde, Kevlarschnüre haben keine Reckung ( 1 - 2 % ), das heißt,
wenn eine Böe kommt , hat der Cody keine möglichkeit zu reagieren.
Ich würde eine Polyesterschnur ( 8 - 10 % Dehnung haben im Schnitt alle
Polyesterschnüre ) empfehlen :
z.b. für einen Z 35 = 100 daN, Z 50 = 300 daN
Z 70 = 650 daN
die Angaben sind ein bißchen überdimensioniert, aber es macht nichts, da der
Cody ein Arbeitsdrachen ist, er muß an der Schnur arbeiten
Ausserdem ist die Kevlarschnur (Schneideschnur, Schmelzpunkt bei ca. 800 Grad,
Polyesterschnur Schmelzpunkt bei ca. 200 Grad ) bei den Einleinerfliegern
unbeliebt, sollten die Drachen sich mal verheddern würdest Du unweigerlich den
anderen Drachen abschneiden.
Ausserdem ist Kevlar in den Verhältnis zu den anderen teurer geworden.
bis dann 8er Lutz


Jochen Mueller

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
Hallo Lutz!


> z.b. für einen Z 35 = 100 daN, Z 50 = 300 daN
> Z 70 = 650 daN

Da Du Dich ja scheinbar gut auskennst mit der Schnurwahl für Einleiner, habe ich
auch direkt eine Frage (wer auch immer die beantworten mag):
Welche Bruchlast sollte die Schnur für einen Sled mit den Maßen ca. 2 x 3 m
aufweisen?

Da fällt mir noch was ein: Für welchen Windbereich würdest Du solch einen Sled
(Icarex, 6er Stangen) vermuten?

Ciao,

Jochen

******************************************
"Sturmfreie Bude":
1. Wuppertaler Indoor-Drachentag!
http://drachen.wtal.de/kitepage/indoor.htm
******************************************

Carsten Strobeck

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
Hallo Lutz,

> wenn eine Böe kommt , hat der Cody keine möglichkeit zu reagieren.

Hmm, sehe ich ein.

> Ich würde eine Polyesterschnur ( 8 - 10 % Dehnung haben im Schnitt alle
> Polyesterschnüre ) empfehlen :

Mit Polyester meinst du Dyneema ?

> Ausserdem ist die Kevlarschnur (Schneideschnur, Schmelzpunkt bei ca. 800 Grad,
> Polyesterschnur Schmelzpunkt bei ca. 200 Grad ) bei den Einleinerfliegern
> unbeliebt, sollten die Drachen sich mal verheddern würdest Du unweigerlich den
> anderen Drachen abschneiden.

Ist das nicht gerade ein Vorteil für mich? Mein Cody würde bei einer
solchen Aktion ja unbeschadet stehen bleiben?

> Ausserdem ist Kevlar in den Verhältnis zu den anderen teurer geworden.

sind aber nur ca. 10,-DM mehr die ich ausgeben müsste ...

mfg
Carsten

Thomas-Michael Rudolph

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
On 06 Apr 2000 08:14:35 GMT, lut...@aol.com (Lutz 8er) wrote:

>Ausserdem ist die Kevlarschnur (Schneideschnur, Schmelzpunkt bei ca. 800 Grad,

Sagen wir lieber 450 Grad.

>Polyesterschnur Schmelzpunkt bei ca. 200 Grad ) bei den Einleinerfliegern
>unbeliebt, sollten die Drachen sich mal verheddern würdest Du unweigerlich den
>anderen Drachen abschneiden.

Den Thread hatten wir schon mal.
Wenn Du einen sehr großen Drachen hast, fliege lieber Kevlar, weil, wenn
dein Drachen von jemand anderes abgeschnitten wird (z.B. von einem
Kinderdrachen mit einer Angelschnur) und irgendwas wird beschädigt
(Autos) oder gar jemand verletzt, bist Du der Dumme (natürlich neben dem
Verletzten oder Geschädigten).

Gruss

Thomas
*******************************************************
tmr's kite site of life: http://home.snafu.de/thomiru/
*******************************************************

Lutz 8er

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
Hallo Jochen

>immer die beantworten mag):
>Welche Bruchlast sollte die Schnur für einen Sled mit den Maßen ca. 2 x 3 m
>aufweisen?

Gaaaanz einfach ( und das jetzt für alle Einleiner )
Man nehme das Grundmaß des Einleiners Beispiel Sled 2 x 3 = 6 qm x 15 = 90
daN
Aus Sicherheitsgründen x 2 = 180 daN.
So berechne ich immer welche Leine ich benutze
so liege ich immer auf der sicheren Seite, und hatte bis Dato noch keinen
Leinenabriss.

>Da fällt mir noch was ein: Für welchen Windbereich würdest Du solch einen
>Sled
>(Icarex, 6er Stangen) vermuten?

Der Sleddrachen hat einen breiten Windbereich, er fliegt von ca. 1 bft. bis
6 bft.
bis dann 8er Lutz

Lutz 8er

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
Hallo Carsten,

>Mit Polyester meinst du Dyneema ?

Nein, ich meine keine Dyneema, ich meine eine einfache Polyester.


>
>Ist das nicht gerade ein Vorteil für mich? Mein Cody würde bei einer
>solchen Aktion ja unbeschadet stehen bleiben?
>

Klar wäre es für Dich zum Vorteil, aber wir fliegen ja schliesslich Fairplay
:-) auf der Wiese. Wenn man den Drachen dementsprechend richtig händelt, kommt
es selten zu einen Crash, wenn ja, gehen beide Drachenpiloten mit ihren
Schnüren aufeinander zu, und der Knotenpunkt kommt Dir dann entgegengelaufen
und man kann es gemeinsam entzetteln, und dann würden beide Drachen den Schaden
unbeschadet überstehen.
Wenn eine Polyesterschnur auf eine Polyesterschnur trifft ( unter Zug )
schmilzt die Schnur durch, trifft Kevlar auf Polyester schneidet Kevlar die
Polyester durch., und wie gesagt ist auf viele Drachenfeste auch vom
Veranstalter die Kevlar unbeliebt
bis dann 8er Lutz


Lutz 8er

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
Hallo Thomas,

>Wenn Du einen sehr großen Drachen hast, fliege lieber Kevlar, weil, wenn
>dein Drachen von jemand anderes abgeschnitten wird (z.B. von einem
>Kinderdrachen mit einer Angelschnur) und irgendwas wird beschädigt

1.Wie Du weisst, fliege ich sehr grosse Drachen
fliege immer Polyesterschnüre , einmal wegen der Dehnung in der Schnur und weil
die im Querschnitt dicker sind und ich einen besseren Griff dann an der Schnur
habe
2. Bevor ich einen Grossdrachen fliege, schaue ich im Umfeld ( aus
Sicherheitsgründen ) ob es zu Probleme kommen könnte.
Bis dann 8er Lutz.

Marc Schnau

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
Moin Moin,

bei der Dyn hast Du den gleichen Nachteil wie bei Kevlar, noch weniger Reck.
Ausserdem ist der Schmelzpunkt von Dyn der niedrigste ueberhaupt, da kappt Dich
jeder andere Kindersled von 50 cm Groesse.

Mein Votum ist dringlichst Polyester, schliesse mich da dem Lutz an. Kevlar ist
ausserdem meiner Meinung nach unverschaemt (das ist jetzt nicht in irgendeiner
Art und Weise auch irgendwen persoenlich gemeint!!!!!!!!) es sei denn Du willst
allein auf weiter Flur fliegen. Du schneidest wirklich alles was fliegt vom
Himmel. Weiterer Nachteil, Kevlar verwittert sehr stark (UV-Strahlung) und ist
aeusserst empfindlich gegen verschmutzung durch z.B. feinen Sand.

Polyester nimmt selbst harte, kurze Boeen prima auf, verwittert kaum und Du
kannst mit dem Restgeld noch jemendem ein Essen spendieren :-))

gruss

marc

Hprinzler

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
Im Artikel <20000406061244...@ng-fz1.aol.com>, lut...@aol.com
(Lutz 8er) schreibt:

>2. Bevor ich einen Grossdrachen fliege, schaue ich im Umfeld ( aus
>Sicherheitsgründen ) ob es zu Probleme kommen könnte.
>Bis dann 8er Lutz.

Ach, ja?

SCNR ;-)

Trotzdem, sei mir gewunken. Wir sehen uns wahrscheinlich auf Fanö wieder.
Grüß mir die alte Heimat und jage beim Darchenfest nicht soviele Ottern im
Zentrum.

Bis dann

Harald.
Translation: SCNR - sorry, could not resist - tschuldige, konnte es mir nicht
verkneifen


Thomas-Michael Rudolph

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
On 06 Apr 2000 10:12:44 GMT, lut...@aol.com (Lutz 8er) wrote:

Hallo Lutz,

>1.Wie Du weisst, fliege ich sehr grosse Drachen

Klar weiß ich das.

>fliege immer Polyesterschnüre , einmal wegen der Dehnung in der Schnur und weil
>die im Querschnitt dicker sind und ich einen besseren Griff dann an der Schnur
>habe

Ja , auch ok.

>2. Bevor ich einen Grossdrachen fliege, schaue ich im Umfeld ( aus
>Sicherheitsgründen ) ob es zu Probleme kommen könnte.

Sehr gut.
Ich selber fliege keine so großen Drachen, daher hab ich auch in dieser
Hinsicht keine Probleme. Wie gesagt, wir hatten schon mal dieses Thema
und mein Argument hab ich vom Uwe Gryzbeck. Ich fand das seinerzeit (und
auch heute noch) sehr überzeugend und professionell gedacht - nämlich
kein unnötiges Risiko einzugehen.

>Bis dann 8er Lutz.

Ostern in Warnemünde ?

lothar meyer

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to

Marc Schnau wrote:

> ....Du schneidest wirklich alles was fliegt vom
> Himmel....

nicht nur vom Himmel, im Zweifelsfall auch vom Körper (Finger zB). Habe mal auf
einem Drachenfest eine Dame kennengelernt, die einen echten *Schmiss*, also eine
tiefe Narbe über beide Waden hatte (es war im Sommer...), auf meine Frage, was ihr
da passiert sei, bekam ich die Antwort: Kevlaer....

Ansonsten, wenn man das weiß und berücksichtigt (also zB Handschuhe trägt) UND wenn
eben niemand sonst mit seinen Drachen in der Nähe ist, dem man was abschnippeln
könnte, mag ich Kevlaer eigentlich wegen des Gewichtes im Verhältnis zur
Belastbarkeit sehr. Schön für einsame Strandabende mit Deltas im Schmusewind...

Im Übrigen sind mir die Leute auch nicht gerade sympathisch, die einem erklären,
dass Sie Kevlaer fliegen, damit ihnen der Drachen nicht abgeschnitten wird (was
bedeutet: umgekehrt nehmen die das anscheinend hin)

Lothar

Stefan Trcek

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
On Thu, 06 Apr 2000 11:13:23 +0200, Carsten Strobeck
<car...@strobeck.de> wrote:

> Ist das nicht gerade ein Vorteil für mich? Mein Cody würde bei einer
> solchen Aktion ja unbeschadet stehen bleiben?

Hallo Carsten

Stell Dir mal vor (und bei uns ist das häufig Realität), der Wind
dreht gerade mal wieder um 90 Grad, sehr oft begleitet mit deutlichen
Schwankungen in der Intensität. Manche Drachen merken das aufgrund der
Größe und Konstruktion sofort und fliegen ohne Umschweife an ihren
neuen Platz, andere brauchen halt Zeit oder fallen fast oder ganz
runter. Oder eine Böe bläst rein und so'n Delta kann das nicht ab und
fliegt für einige Minuten nicht mehr vernünftig. Wie immer sind die
Drachen eng gesteckt, weil ja nicht ultimat Platz auf der Wiese ist
(und man auch gern zusammen ist).

An sich ist das kein Problem, man entwirrt halt wieder. Willst Du bei
jeder Gelegenheit Deinem Nachbarn den Drachen abschneiden?

Stefan


Carsten Strobeck

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
Hallo.

> nicht nur vom Himmel, im Zweifelsfall auch vom Körper (Finger zB). Habe mal auf
> einem Drachenfest eine Dame kennengelernt, die einen echten *Schmiss*, also eine
> tiefe Narbe über beide Waden hatte (es war im Sommer...), auf meine Frage, was ihr
> da passiert sei, bekam ich die Antwort: Kevlaer....

Kann das mit Polyester nicht passieren ?

> Im Übrigen sind mir die Leute auch nicht gerade sympathisch, die einem erklären,
> dass Sie Kevlaer fliegen, damit ihnen der Drachen nicht abgeschnitten wird (was
> bedeutet: umgekehrt nehmen die das anscheinend hin)

Hmm. Ich hab nur daran gedacht, was passiert wenn der Cody
abgeschnitten wird und dann jemanden verletzt. Das war mir wichtiger
als jemandem eine neue Schnur kaufen zu müssen ...

Ich hab mir beide Sorten bestellt und werde Kevelar wohl nur verwenden,
wenn ich alleine fliege...

mfg
Carsten

Gerd Bott

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
Marc Schnau schrieb:

>
> Moin Moin,
>
> bei der Dyn hast Du den gleichen Nachteil wie bei Kevlar, noch weniger Reck.
> Ausserdem ist der Schmelzpunkt von Dyn der niedrigste ueberhaupt, da kappt Dich
> jeder andere Kindersled von 50 cm Groesse.
>
> Mein Votum ist dringlichst Polyester, schliesse mich da dem Lutz an. Kevlar ist
> ausserdem meiner Meinung nach unverschaemt (das ist jetzt nicht in irgendeiner
> Art und Weise auch irgendwen persoenlich gemeint!!!!!!!!)


Hallo Marc und alle anderen Kevlarhasser,

es ist zwar richtig das mit Polyesterfliegen an sich komfortabeler ist
allerdinds gibt es auch Grenzfälle: z.B. das Thermiksegeln mit
Person-Roller oder ähnliches und einigen 100m Schnur draussen, das
funktioniert nur mit Kevlar oder dünner Dynneemaschnur.

Aus diesem Grund finde ich die Lösung die auf holländischen
Drachenfesten praktiziert einfach am angenehmsten
Tagsüber Kevlarverbot und ab 18 Uhr und zum Nachtfliegen Kevlar erlaubt
um dann adäquat auf der Thermik reiten zu können. Und nochwas es ist
einfach Quatsch das Kevlar alles senst wenn ich es drauf anlege fetze
ich Dir mit einer pissdünnen Dacronschnur jede Polyesterschnur durch und
die meisten denen ein Drachen abreißt beherzigen schlichtweg nicht die
Regel nacvh einem gestrickten Pullover in der Leine durch wegnehmen von
Druck und verkleinern des Winkels zwischen den Schnüren die Gefahr zu
mindern.

Ganz gefährlich halte ich diesem Zusammenhang sorglose Zeitgenossen die
Ihren Drachen anbinden und dann auf ein Bier verschwinden und im Falle
eines Falles nicht parat sind.

Ich weiß nicht werter Marc was an dem sachgerechten Einsatz von kevlar
unverschämt sein soll, das finde ich nur in der Art wie du hier jetzt
die Nutzer dieser diffamierst und versuchst Sie als Deppen da stehen zu
lassen, das machst du auch durch den Satz :das hab ich nicht persönlich
gemeint nicht besser.


Gerd
ein Rheinländer der eigentlich nichts sagen wollte aber es sich doch
nicht verkneifen konnte.

Thomas-Michael Rudolph

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
On Thu, 06 Apr 2000 19:57:14 +0200, Gerd Bott <G.B...@t-online.de>
wrote:

>Ganz gefährlich halte ich diesem Zusammenhang sorglose Zeitgenossen die
>Ihren Drachen anbinden und dann auf ein Bier verschwinden und im Falle
>eines Falles nicht parat sind.

Das ist das Hauptproblem.

Und noch was anderes:
Vom Flugtechnischen her gesehen sind "Gummischnüre" Müll.

1. Man hat keine echte Kontrolle mehr über den Drachen, d.h. ich zerre
unten an der Leine, um den Drachen zu einer Lageänderung zu bewegen,
aber es passiert nix - nur die Leine wird länger.
2. Auftrieb wird nicht mehr direkt in Höhe umgesetzt.

Die Notwendigkeit einer elastischen Schnur ist mir auch nach dem Posting
von Lutz noch nicht richtig klar geworden:
ich zitiere noch mal:
-----------


Kevlar würde ich nicht empfehlen, aus dem
einfachen Grunde, Kevlarschnüre haben keine Reckung ( 1 - 2 % ), das
heißt,

wenn eine Böe kommt , hat der Cody keine möglichkeit zu reagieren.

______
Ich würde behaupten , das Gegenteil ist der Fall. Nur an einer steifen
Schnur kann bei Böen der Drachen reagieren, bei weichen Schnüren
reagiert eben nur die Schnur.
Ich habe sogar manchmal den Eindruck, daß an weichen Schnüren die
Drachen unruhiger stehen (Roloplan).

Und weiter:
3. Die vielbeschworene Reckung ist keine echte Elastizität (über die
z.B. Gummibänder oder Federn verfügen), d.h. das Seil kehrt bei
Belastung nicht auf das Ursprungsmaß zurück, sondern wird jedesmal ein
klein bißchen länger. Und irgendwann ist dann Schluß mit Reck, die
Belastbarkeit der Leine ist drastisch gesunken und dann reißt sie eben.

Früher, als die Drachen noch *richtig* arbeiten mußten
(Wetterbeobachtung), waren Klavierdraht und bei kleineren Drachen
Hanf-Seile angesagt.

Das soll jetzt kein Plädoyer für die ausschließliche Benutzung von
Kevlar sein, sondern nur für den unverkrampften und unhysterischen
Umgang damit.

Verletzen kann man sich an jeder Schnur, wer keine Handschuhe benutzt
hat selber schuld.

Und schneiden kann jede Schnur, wenn sie nur dünn genug, belastbar genug
und genügend Dampf drauf hat. Bestes Beispiel sind Nylonschnüre, mit den
man Angeln, Rasen mähen oder andere Drachen abschneiden kann.

Gruss

Thomas

(der in den letzten zehn Jahren höchstens zwei Drachen abgeschnitten hat
- unabsichtlich und ohne Kevlar. Meisten sind andere in meine Leine
geflogen ;-)) ))

Jochen Mueller

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
Hallo NG!


> da passiert sei, bekam ich die Antwort: Kevlaer....

Nur einmal zur Richtigstellung: KEVLAR heißt das Produkt und wird auch so geschrieben
und stammt aus dem Hause Du Pont! Info`s: http://www.dupont.com/afs/kfeatures.htm


Mit freundlichen Grüßen,

Jochen Müller
Systemadministrator Prozeßleittechnik KP

DuPont Performance Coatings
Herberts GmbH & Co. KG
Abt. TBE/221
Märkische Strasse 243
D- 42281 Wuppertal

Tel.: +(49) 202 529 6260
Fax: +(49) 202 529 6260
eMail: Jochen_...@wuppertal.herberts.de
http://www.dupont.com/coatings/d/

kinter-romahn

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
Thomas spricht mir aus der Seele.
Auch ich möchte mich hiermit als bekennender Kevlar-Flieger outen. Mir sind
die Sicherheitsreserven dabei besonders wichtig. Außer beim absoluten
Leichtwindfliegen, für das ich immer die dünnste mögliche Schnur wähle,
dimenisoniere ich sonst meine Kevlar-Schnur wie die vergleichbare
Polyester-Schnur, nämlich mit dem gleichen Durchmesser, nicht mit der
gleichen Reißfestigkeit. Damit ist meine Schnur zwar vielfach
überdimensioniert, aber leichter zu händeln und ich schneide auch niemanden
ab.
Außerdem habe ich ab 1,5 mm Durchmesser aufwärts überwiegend gemantelte
Kevlar-Schnüre, die erst recht niemand weh tun. Polyesterschnüre altern
meiner Meinung nach mindestens genauso wie die Kevlar-Schnüre und werden von
mir fast nur dann eingesetzt, wenn ein Kevlar-Verbot herrscht.
Von wegen der Elastizität kann ich nur sagen, wenn man den Drachen hoch
genug fliegt, entsteht durch den Winddruck (und Gewicht) an jeder Schnur ein
"Bauch". Wenn eine plötzliche Böe kommt, muß sie diesen Bauch erst mal aus
der Schnur ziehen bevor sie massiv auf den Drachen wirkt und damit ist der
Effekt auf den Drachen auch schon ausreichend gemildert.
Mit windigen Grüßen
Achim Kinter
E-Mail: kinter...@t-online.de
Thomas-Michael Rudolph <tho...@berlin.snafu.de> schrieb in im Newsbeitrag:
m3nqessu5854trnka...@4ax.com...

Thomas-Michael Rudolph

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
On 06 Apr 2000 09:52:30 GMT, lut...@aol.com (Lutz 8er) wrote:

>>Welche Bruchlast sollte die Schnur für einen Sled mit den Maßen ca. 2 x 3 m
>>aufweisen?
>
>Gaaaanz einfach ( und das jetzt für alle Einleiner )
>Man nehme das Grundmaß des Einleiners Beispiel Sled 2 x 3 = 6 qm x 15 = 90
>daN
>Aus Sicherheitsgründen x 2 = 180 daN.

Diese Regel kann man bei Windstärken ab 3 Bft. benutzen.
Bei weniger Wind (und den haben wir eigentlich immer, wenn man nicht an
der Küste wohnt) bekommt man mit dieser Regel keinen Drachen hoch.
Die Zugkraft auf die Leine wird oft überschätzt. Häng mal eine
Federwaage in die Leine.
Das Problem sind eigentlich die Knoten und andere Verbindungsstellen,
das Alter der Schnur (keine Reckmöglichkeit mehr = ausgeleiert) und
angescheuerte Schwachstellen in der Leine.
Also Spleißen und Sleeven statt Knoten, die Schnur regelmäßig auf
Schwachstellen untersuchen und eine Polyesterschnur bei regelmäßigem
Gebrauch bei viel Wind nach drei Jahren ein paar Belastbarkeitsklassen
tiefer einstufen.

Ich wähle die Leinen nach den Windverhältnissen. Bei wenig Wind häng ich
meinen 6qm-Leichtwind-Rokkaku problemlos auch an eine 40kp-Kevlar.

Wer das Flächengewicht seines Drachen und die derzeitige Windstärke
kennt, kann sich ausrechnen, wieviel der Drachen + Leine wiegen darf,
damit er Auftrieb erfährt. (http://home.snafu.de/thomiru/leichtw.htm ).

Gruss

Thomas

Marc Schnau

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
Im Artikel <38ECCFFA...@t-online.de>, Gerd Bott <G.B...@t-online.de>
schreibt:

>Hallo Marc und alle anderen Kevlarhasser,<

...

>Ich weiß nicht werter Marc was an dem sachgerechten Einsatz von kevlar
unverschämt sein soll, das finde ich nur in der Art wie du hier jetzt
die Nutzer dieser diffamierst und versuchst Sie als Deppen da stehen zu
lassen, das machst du auch durch den Satz :das hab ich nicht persönlich
gemeint nicht besser.<

darauf ernsthaft einzugehen ist mir jetzt aber wirklich zu doof. Habe selber
ca.1800 m Kevlar pur oder ummantelt liegen, welche ab und zu zum Einsatz
kommen.

Wenn Du meinst schimpfen zu muessen, dann lese bitte erstmal was ich
tatsaechlich schreibe. Klarf, ich habe schon so richtig ins Klo gegriffen, mit
Sicherheit nicht in diesem Thread. Und Schluss.

marc

Marc Schnau

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
Moin Moin,

na, ob der gute Carsten jetzt schlauer ist? Ich fuer meinen Teil habe
jedenfalls ein wenig den Eindruck in den letzten 15 Jahren viel verkehrt
gemacht zu haben ;-))

Fakt ist, das ich mit Poly nie Stress hatte, auch nicht mit riesen Klamotten (
und tatsaechlich blieben die trotz Reck auch in 300 m Hoehe noch
"ansprechbar"), mit Kevlar hatte ich schon Stress, jau auch als Taeter. Wobeui
die Gefahr besteht das man schnell zum Taeter wird, wenn jemand seinen (in
sechs harten Monaten, mit viel teurem Tuch gebauten) SuperDuperEdeleinleiner in
die eigene Leine manoevriert.

Ich denke wir werden schon vorsicht genug umeinander tanzen.

Die Sonne scheint, Wind genug, leider leider muss ich jetzt(09:14 Uhr) einen
Cody einfliegen. :-))))))))))

einen schoenen Tga wuenscht Euch

marc

Jochen Mueller

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
Hi Thomas!


> (http://home.snafu.de/thomiru/leichtw.htm ).

Sicher mit der URL???

Gruß,

Ralf Wombacher

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
Hallo Jochen,
habe dir URL ausprobiert

Jochen Mueller schrieb:


>
> Hi Thomas!
>
> > (http://home.snafu.de/thomiru/leichtw.htm ).
>
> Sicher mit der URL???

http://home.snafu.de/thomiru/Leichtw.htm

der Verwendete Server unterscheidet zwischen einem L und einem l

> Gruß,
>
> Jochen
>

Schönes Wochenende,

Ralf

Gerd Bott

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
Thomas-Michael Rudolph schrieb:

> Ich habe sogar manchmal den Eindruck, daß an weichen Schnüren die
> Drachen unruhiger stehen (Roloplan).

Hallo thomas,

genau so ist das an einer weichen Schnur wackeln Roloplane wie
Lämmerscchwänze ich fliege diese Drachen nur mit Kevlar und wenn man
sich mit seinen Feldnachbarn abspricht dürfte das auch kein Problem
darstellen solange man mitten im vollen Feld fliegen muss.

Das soll jetzt kein Plädoyer für die ausschließliche Benutzung von
> Kevlar sein, sondern nur für den unverkrampften und unhysterischen
> Umgang damit.
>
> Verletzen kann man sich an jeder Schnur, wer keine Handschuhe benutzt
> hat selber schuld.


voll unterschreib



> Und schneiden kann jede Schnur, wenn sie nur dünn genug, belastbar genug
> und genügend Dampf drauf hat. Bestes Beispiel sind Nylonschnüre, mit den
> man Angeln, Rasen mähen oder andere Drachen abschneiden kann.


besonders eklig in diesem Zusammenhang sind die Schnürchen die auf
Drachenfesten mit den netten kleinen Kinderdrachen mitgeliefert werden
die sind tw. richtig gemeingefährlich und bevor ich mir von einem Ding
meinen Einleiner sensen lasse greife ich lieber zu erweiterten
Sicherheitsmaßnahmen sprich ummantelte Kevlarschnur.

bis dann

Gerd


Carsten Hoelter

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
Hallo NG.
Zum Thema Kevelar.
Wie toll man sich auf der Wiese absprechen kann habe ich letztes Jahr in
Damp gesehen.
Ich war so DUMM meine Centipede fliegen zu lassen.
Es dauerte keine 5 Minuten da dachte jemand man könnte ja auch mit seinem
Drachen an einer Kevelarschnurr spazieren gehen er achtete NATÜRLICH auf die
anderen Drachen.
Kurz und gut, er schnitt mir die letzten 20 Scheiben ab.
Als ich so naive war nachzufragen ob er nicht aufpassen könne.
Erntete ich zum Dank den Spruch. Dann musst du das dumme Ding hier nicht
fliegen lassen wenn ich Angst hätte das was Kaputt geht.
Es war noch ein sehr nettes Drachenfest !!
Also soviel zum Thema Rücksichtnahme auf der Wiese (Strand)

Gruß
Carsten
Carsten Strobeck <car...@strobeck.de> schrieb in im Newsbeitrag:
38EC36C7...@strobeck.de...
> Hallo NG.


>
> Es ist mir geraten worden, doch besser Kevelar als Leine für einen Cody
> zu verwenden. Ist das ok? Was hat das für Vor- o. Nachteile ?
>

> mfg
> Carsten "Newbie" Strobeck

Thomas-Michael Rudolph

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
On Fri, 07 Apr 2000 10:00:06 +0200, Jochen Mueller
<Jochen_...@wuppertal.herberts.de> wrote:

>Hi Thomas!
>
>
>> (http://home.snafu.de/thomiru/leichtw.htm ).
>
>Sicher mit der URL???

Nee, http://home.snafu.de/thomiru/Leichtw.htm

Gross- und Kleinschreibung sollte man bei Unix beachten :;-))

Carsten Strobeck

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
Hallo NG.

Und was haltet Ihr von Polyesterummantelter Kevlar-Schnur?

mfg
Carsten

Rainer Hosp

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to

Thomas-Michael Rudolph schrieb:


>
> On Thu, 06 Apr 2000 19:57:14 +0200, Gerd Bott <G.B...@t-online.de>
> wrote:

> Und weiter:
> 3. Die vielbeschworene Reckung ist keine echte Elastizität (über die
> z.B. Gummibänder oder Federn verfügen), d.h. das Seil kehrt bei
> Belastung nicht auf das Ursprungsmaß zurück, sondern wird jedesmal ein
> klein bißchen länger. Und irgendwann ist dann Schluß mit Reck, die
> Belastbarkeit der Leine ist drastisch gesunken und dann reißt sie eben.

Wenn das stimmen würde müßte bei meinen Einleinern schon öfter die Leine
gerissen sein. Und ich verwende an einem Drachen mit 10-12kg Leinenzug
nur eine 30kg Polyesterleine. Die hat bis jetzt immer gehalten.
Ich meine daß sich der Reck aus dem "Anlegen" der einzelnen Schnurfäden
gegeneinander und der Elastizität des Materials zusammensetzt. d.h. nach
dem "Einfliegen" spielt nur noch das Material die entscheidende Rolle.



> Früher, als die Drachen noch *richtig* arbeiten mußten
> (Wetterbeobachtung), waren Klavierdraht und bei kleineren Drachen
> Hanf-Seile angesagt.

Na ja, bei den Leinenlängen die an den meterologischen Drachen geflogen
wurde
verhält sich sogar Klavierdraht wie eine Feder, vor allem deswegen weil
damals eine sehr geringe Sicherheit an der Tagesordnung war. (Meines
Wissens nach waren Leinen- bzw. Drahtrisse an der Tagesordnung). Und
warum verwendet man dann heute keine dünnen, hochflexiblen Stahlseile
wenn das so gut war?

> Und schneiden kann jede Schnur, wenn sie nur dünn genug, belastbar genug
> und genügend Dampf drauf hat. Bestes Beispiel sind Nylonschnüre, mit den
> man Angeln, Rasen mähen oder andere Drachen abschneiden kann.

Tja Rasen mähen kann man mit Kevlar- oder auch Stahlseilen eben nur
schlecht, da sie viel zu steif und spröde sind und nach ein paar
lächerlichen Grashalmen schon aufgefasert oder abgebrochen sind.

Zum Abschluß noch der Hinweis: Mein Dopero in Orginalgröße (2*3m) fliegt
an einer 90kg T2 Leine einfach gut, obwohl die doch etwas
überdimensioniert scheint.


Rainer

Marc Schnau

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
Im Artikel <38EE36BD...@strobeck.de>, Carsten Strobeck
<car...@strobeck.de> schreibt:

>Und was haltet Ihr von Polyesterummantelter Kevlar-Schnur?

Schoenes Zeug, wenn es nur nicht so teuer waere. Nutze die gerne, hat einen
kleinen Nachteil, man sieht keine Fehler in der Kevlarflechtung. Meinem Freund
Pinkie ist letztes jahr in Altenbruch eine 6-Eck Box (gestreckt aufgebaut, alle
Felder 60 x 25cm) abgehauen. Diese hing an einer 170 kp Kevlar ummantelt. Okay,
die Boeen waren hart aber so hart auch wieder nicht. Apropos die gesamtflaeche
des Segel war 3,6 qm.

Denke das es ein Materialfehler war. hatten wir auch noch nicht.
Achso, die Box ist wieder da :-))

marc

Thomas-Michael Rudolph

unread,
Apr 8, 2000, 3:00:00 AM4/8/00
to
On Fri, 07 Apr 2000 22:35:25 +0200, Rainer Hosp
<hosp...@rz.fh-augsburg.de> wrote:

>> Und weiter:
>> 3. Die vielbeschworene Reckung ist keine echte Elastizität (über die
>> z.B. Gummibänder oder Federn verfügen), d.h. das Seil kehrt bei
>> Belastung nicht auf das Ursprungsmaß zurück, sondern wird jedesmal ein
>> klein bißchen länger. Und irgendwann ist dann Schluß mit Reck, die
>> Belastbarkeit der Leine ist drastisch gesunken und dann reißt sie eben.
>

>Wenn das stimmen würde ...

Ja, tut es.

> müßte bei meinen Einleinern schon öfter die Leine
>gerissen sein. Und ich verwende an einem Drachen mit 10-12kg Leinenzug
>nur eine 30kg Polyesterleine. Die hat bis jetzt immer gehalten.

Was ist das für ein Drachen mit 10-12kg Leinenzug? Bei welcher
Windstärke? Nachgemessen? Und nur eine 30 kg-Leine? Hört sich, mit
Verlaub, sehr unwahrscheinlich an oder Du hast bisher SEHR viel Glück
gehabt.

>Ich meine daß sich der Reck aus dem "Anlegen" der einzelnen Schnurfäden
>gegeneinander und der Elastizität des Materials zusammensetzt. d.h. nach
>dem "Einfliegen" spielt nur noch das Material die entscheidende Rolle.

Spielt sicher alles auch eine Rolle. Bei Beurteilung der Bruchlast einer
frischen Leine (und nur daruf können sich die Angaben beziehen) ist der
mögliche Reck sicher mit einkalkuliert, d.h. ohne Reck ist die Bruchlast
geringer.
Tatsache ist, daß Polyesterleinen eben nicht nach einer Dehnung auf das
Ursprungsmaß zurückkehren.



>> Früher, als die Drachen noch *richtig* arbeiten mußten
>> (Wetterbeobachtung), waren Klavierdraht und bei kleineren Drachen
>> Hanf-Seile angesagt.
>
>Na ja, bei den Leinenlängen die an den meterologischen Drachen geflogen
>wurde
>verhält sich sogar Klavierdraht wie eine Feder, vor allem deswegen weil
>damals eine sehr geringe Sicherheit an der Tagesordnung war. (Meines
>Wissens nach waren Leinen- bzw. Drahtrisse an der Tagesordnung). Und
>warum verwendet man dann heute keine dünnen, hochflexiblen Stahlseile
>wenn das so gut war?

Willst Du das wirklich wissen oder war das jetzt bloß eine provokante
theoretische Frage ?
Ich tu mal so, als ob die Frage ernst gemeint war.

1. Niemand hat auf dem Drachenfeld eine Motorwinde zur Verfügung.
2. Elektrostatik
3. Verletzungsgefahr beim Handling
4. Kurzschlüße über Stromleitungen
usw., usw,
einfach mal ungeordnet, wie es mir gerade einfiel. Brauchst Du noch mehr
Gründe ?

>Zum Abschluß noch der Hinweis: Mein Dopero in Orginalgröße (2*3m) fliegt
>an einer 90kg T2 Leine einfach gut, obwohl die doch etwas
>überdimensioniert scheint.

Glaube ich Dir gerne. Aber eine Angabe ohne zugehörige
Windgeschwindigkeit ist für die Nachvollziehbarkeit wertlos.

Rainer Hosp

unread,
Apr 8, 2000, 3:00:00 AM4/8/00
to

Thomas-Michael Rudolph schrieb:


>
> On Fri, 07 Apr 2000 22:35:25 +0200, Rainer Hosp
> <hosp...@rz.fh-augsburg.de> wrote:
>
> >> Und weiter:
> >> 3. Die vielbeschworene Reckung ist keine echte Elastizität (über die
> >> z.B. Gummibänder oder Federn verfügen), d.h. das Seil kehrt bei
> >> Belastung nicht auf das Ursprungsmaß zurück, sondern wird jedesmal ein
> >> klein bißchen länger. Und irgendwann ist dann Schluß mit Reck, die
> >> Belastbarkeit der Leine ist drastisch gesunken und dann reißt sie eben.
> >
> >Wenn das stimmen würde ...
>
> Ja, tut es.
>
> > müßte bei meinen Einleinern schon öfter die Leine
> >gerissen sein. Und ich verwende an einem Drachen mit 10-12kg Leinenzug
> >nur eine 30kg Polyesterleine. Die hat bis jetzt immer gehalten.
>
> Was ist das für ein Drachen mit 10-12kg Leinenzug? Bei welcher
> Windstärke? Nachgemessen? Und nur eine 30 kg-Leine? Hört sich, mit
> Verlaub, sehr unwahrscheinlich an oder Du hast bisher SEHR viel Glück
> gehabt.

Es handelt sich um einen Sled mit nur ca. 1m² Fläche. Ab ca. 3
Windstärken steigt der Leinenzug kaum mehr an und liegt bei mit
Federwaage gemessenen 10-12kg. Das liegt wohl an der einreihigen Waage
die dem Ding ermöglicht sich selbst einzustellen.
Es handelt sich auch wirklich um eine 30kg-Leine die bei noch weniger
Wind gegen eine 10kg-Leine getauscht wird. Ich hatte auch schon mal eine
dickere Leine dran wegen der Sicherheit, brachte aber nichts da der Sled
dann kaum zu fliegen war (viel zu unruhig und steigt kaum).

> >Ich meine daß sich der Reck aus dem "Anlegen" der einzelnen Schnurfäden
> >gegeneinander und der Elastizität des Materials zusammensetzt. d.h. nach
> >dem "Einfliegen" spielt nur noch das Material die entscheidende Rolle.
>
> Spielt sicher alles auch eine Rolle. Bei Beurteilung der Bruchlast einer
> frischen Leine (und nur daruf können sich die Angaben beziehen) ist der
> mögliche Reck sicher mit einkalkuliert, d.h. ohne Reck ist die Bruchlast
> geringer.
> Tatsache ist, daß Polyesterleinen eben nicht nach einer Dehnung auf das
> Ursprungsmaß zurückkehren.

Ich empfehle Dir die Lektüre eines Buches in dem ein Zugversuch
beschrieben wird. Aus einem solchen Versuch kann ein
Spannung-Dehnung-Diagramm ermittelt werden. d.h. die Spannung in N pro
mm² wird über der Dehnung in % aufgetragen. Daraus folgt, daß bei einer
Leine immer die fast gleiche Belatbarkeit in N pro mm² herauskommt
(ausgenommen natürlich Alterungserscheinungen und Schwankungen des
Ausgangsmaterials). Lediglich die Dehnung in % ist bei neuen Leinen
durch den Reck größer und verschiebt daher die Kurve nach rechts, wobei
der Kurvenverlauf an sich gleich bleibt.
==> Reck und Bruchlast haben nichts miteinander zu tun.

Hast Du deine Polyesterleinen genau vermessen oder woran merkst Du, daß
Polyesterleinen nicht auf das Ursprungsmaß zurückgehen?

> >> Früher, als die Drachen noch *richtig* arbeiten mußten
> >> (Wetterbeobachtung), waren Klavierdraht und bei kleineren Drachen
> >> Hanf-Seile angesagt.
> >
> >Na ja, bei den Leinenlängen die an den meterologischen Drachen geflogen
> >wurde
> >verhält sich sogar Klavierdraht wie eine Feder, vor allem deswegen weil
> >damals eine sehr geringe Sicherheit an der Tagesordnung war. (Meines
> >Wissens nach waren Leinen- bzw. Drahtrisse an der Tagesordnung). Und
> >warum verwendet man dann heute keine dünnen, hochflexiblen Stahlseile
> >wenn das so gut war?
>
> Willst Du das wirklich wissen oder war das jetzt bloß eine provokante
> theoretische Frage ?
> Ich tu mal so, als ob die Frage ernst gemeint war.
>
> 1. Niemand hat auf dem Drachenfeld eine Motorwinde zur Verfügung.

Na bei den aufwendigen Konstruktionen einiger Drachenpiloten käm es auf
einen Motor (z.B. Akkuschrauber) auch nicht mehr an.

> 2. Elektrostatik

Na super wird doch durch einen Draht hervorragend abgeleitet, oder warum
haben einige
Autofahrer so ein komisches Ableitband unter ihren Wagen geschraubt?

> 3. Verletzungsgefahr beim Handling

Bestimmt auch nicht schlimmer als bei Kevlar (habe selber alte Kevlar
Lenkleinen).

> 4. Kurzschlüße über Stromleitungen

Ist mit allen anderen Leinen genauso gegeben.

> usw., usw,
> einfach mal ungeordnet, wie es mir gerade einfiel. Brauchst Du noch mehr
> Gründe ?

Warum nicht die jetzigen leuchten mir nämlich nicht ein.



> >Zum Abschluß noch der Hinweis: Mein Dopero in Orginalgröße (2*3m) fliegt
> >an einer 90kg T2 Leine einfach gut, obwohl die doch etwas
> >überdimensioniert scheint.
>
> Glaube ich Dir gerne. Aber eine Angabe ohne zugehörige
> Windgeschwindigkeit ist für die Nachvollziehbarkeit wertlos.

ca. 2-3 Windstärken (wenn das so weiter geht brauch ich doch noch ein
Messgerät dafür). Dabei zieht er wenn er im Zenit steht ca. 15kg
(gemessen), beim Hochstart max. 25kg (geschätzt, bei 15kg ist meine
Federwaage am Ende). Also wie man sieht meinte ich überdimensioniert für
die vorherrschenden Winde um Augsburg.

Gruß aus dem Süden

Rainer

Rainer Hosp

unread,
Apr 8, 2000, 3:00:00 AM4/8/00
to
Kleiner Nachtrag:

Unter http://www.ilimburg.nl/users/pe1few/ropes.htm#different
kann man etwas über die Vor- und Nachteile verschiedener Materialien für
Leinen erfahren. Demnach ist Polyester mit am besten in Bezug auf
Alterung.

Tschüs

Rainer

Thomas-Michael Rudolph

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to
On Sat, 08 Apr 2000 22:09:42 +0200, Rainer Hosp
<hosp...@rz.fh-augsburg.de> wrote:


>Ich empfehle Dir die Lektüre eines Buches in dem ein Zugversuch
>beschrieben wird. Aus einem solchen Versuch kann ein
>Spannung-Dehnung-Diagramm ermittelt werden. d.h. die Spannung in N pro
>mm² wird über der Dehnung in % aufgetragen. Daraus folgt, daß bei einer
>Leine immer die fast gleiche Belatbarkeit in N pro mm² herauskommt

>(ausgenommen natürlich Alterungserscheinungen ....

Und genau darum geht es. ;-))

>Hast Du deine Polyesterleinen genau vermessen oder woran merkst Du, daß
>Polyesterleinen nicht auf das Ursprungsmaß zurückgehen?

U.a. bei der Verwendung von Polyesterleinen als Waageleinen.

>> 1. Niemand hat auf dem Drachenfeld eine Motorwinde zur Verfügung.
>
>Na bei den aufwendigen Konstruktionen einiger Drachenpiloten käm es auf
>einen Motor (z.B. Akkuschrauber) auch nicht mehr an.

Ein AKKUSCHRAUBER??? Zum Aufwickeln von Stahldraht???

>> 2. Elektrostatik
>
>Na super wird doch durch einen Draht hervorragend abgeleitet, oder warum
>haben einige
>Autofahrer so ein komisches Ableitband unter ihren Wagen geschraubt?

Ist nicht dein Ernst, oder ? ;-))

>> 3. Verletzungsgefahr beim Handling
>
>Bestimmt auch nicht schlimmer als bei Kevlar (habe selber alte Kevlar
>Lenkleinen).

Aargh ...

>> 4. Kurzschlüße über Stromleitungen
>
>Ist mit allen anderen Leinen genauso gegeben.

????

>> usw., usw,
>> einfach mal ungeordnet, wie es mir gerade einfiel. Brauchst Du noch mehr
>> Gründe ?
>
>Warum nicht die jetzigen leuchten mir nämlich nicht ein.

Sorry, soviel Unsinn auf einmal verkrafte ich nicht, um alles in Ruhe zu
beantworten. Setz Dich nochmal in einer ruhigen Stunde hin und überdenke
noch mal Deine Antworten.

Wirklich, dazu fällt mir nix mehr ein.

lothar meyer

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to

Thomas-Michael Rudolph wrote:

> .....Belatbarkeit in N pro mm² herauskommt


> >(ausgenommen natürlich Alterungserscheinungen ....
>
> Und genau darum geht es. ;-))

*naja* da fliegen ja wieder die Fetzen.
Ich habe mir gestern beim Einfliegen eines neuen Drachen mal diesen Thread und
die Kevlar/ Polyester-Diskussion durch den Kopf ziehen lassen und bin beim
Betrachten meiner Schnurkiste zum Ergebnis gekommen, dass ich meine Leinen
eigentlich ebenso einsetze wie meine Drachen; sprich ich schau mir an, was für
ein Wind herrscht, überlege mir, wozu ich Lust habe und was ich gerade für
sinnvoll halte. Da gibt´s so Tage, da passt irgendwie alles für einen Delta mit
Kevlar, dann ist wieder ne schwere Cyclone am Kastendrachen angesagt, und
gelegentlich fliege ich auch gerne mit ner Schnur, die ich vor ein paar Jahren
mal beim Ramschverkauf bei Karstadt gekauft habe und von der ich überhaupt
nicht weiss, was sie eigentlich ist. Sicherlich mag es da oft bessere Lösungen
geben, als die, auf die ich gerade komme, aber genau das ist ja der Reiz beim
Fliegen: Die schier unendliche Variationsmöglichkeit sämtlicher Kombinationen.
Da emfinde ich die Suche nach dem Optimum eher als schädlich, als Einschränkung
der Vielfalt.
Soll heißen: So wie es für jeden Wind einen Drachen gibt, gibts auch für jeden
Drachen eine Schnur, und schön ist es, wenn beides zusammen kommt. Am Schönsten
ist es (jedenfalls für mich) aber dann, wenn beides aus dem Bauch herauskommt
und es *irgendwie* stimmt.

Übrigens mal am Rande zum Thema Drahtschnüre: Habe gerade bei Ebay einen
*Drachenlenker* namens * Meister B* ersteigert, das ist eine ziemlich
verrücktes Teil zum Einhandfliegen von Lenkdrachen; witzigerweise sind die dazu
gehörenden Schnüre aus Draht.... werde mal in Travemünde versuchen, meine
alten Rainbow-Stunter damit zu fliegen... (anfassen erlaubt)

Lothar

Thomas-Michael Rudolph

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
On Sun, 09 Apr 2000 11:32:40 +0200, lothar meyer <meyk...@netsurf.de>
wrote:

>Soll heißen: So wie es für jeden Wind einen Drachen gibt, gibts auch für jeden

>Drachen eine Schnur ....

Oder noch einen drauf:
Für jeden Drachen bei verschiedenen Winden verschiedene Schnüre.

Michael Stegherr

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Thomas-Michael Rudolph schrieb:

> Oder noch einen drauf:
> Für jeden Drachen bei verschiedenen Winden verschiedene Schnüre.

oder:

Frühjahrs-, Sommer-, Herbst- und Winterschnüre

oder:

Montags-, Dienstags-, Mittwoch-, Donnerstags-, Freitags-, Samstags-,
Sonntagsschnüre

Verwendet Ihr Eure Sonntagsschnüre auch an Feiertagen, oder habt Ihr da
Extraschnüre im Vergleich zu den Normalschnüren?


Worum ging's eigentlich nochmal???


--
Viele Grüße
Michael

_______________________________________________________________________

Michael Stegherr's Drachenseiten (mit großer Drachen-Linkliste):
http://www.stud.tu-muenchen.de/~michael.stegherr/draindex.htm
_______________________________________________________________________

Thomas-Michael Rudolph

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
On Mon, 10 Apr 2000 08:09:30 +0200, Michael Stegherr
<michael....@gmx.de> wrote:

>Thomas-Michael Rudolph schrieb:
>
>> Oder noch einen drauf:
>> Für jeden Drachen bei verschiedenen Winden verschiedene Schnüre.
>
>oder:
>

>Frühjahrs-, Sommer-, Herbst- und Winterschnüre ....

Das war durchaus ernst gemeint.
Wo ist hier das Problem ?

Michael Stegherr

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Thomas-Michael Rudolph schrieb:

> Das war durchaus ernst gemeint.
> Wo ist hier das Problem ?

Welches Problem?

Gerd Bott

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Thomas-Michael Rudolph schrieb:

>
> On Mon, 10 Apr 2000 08:09:30 +0200, Michael Stegherr
> <michael....@gmx.de> wrote:
>
> >Thomas-Michael Rudolph schrieb:
> >
> >> Oder noch einen drauf:
> >> Für jeden Drachen bei verschiedenen Winden verschiedene Schnüre.

> Das war durchaus ernst gemeint.


> Wo ist hier das Problem ?


Hallo Thomas,

genau richtig es gibt nicht die alleTage alle Wetter alle Wind Schnur
für jeden Drachen, sowas klappt nur in der Werbung so nach dem Motto 3
Wetter ein Haarspray.

Wenn ich mir meine Schnurkiste so betrachte das teilt sich fein auf in:

Dünnste Kevlar und Dynnema für Thermikschnüffeln mit meinen
Roller-Drachen, die Rollen sind dann auch 300-500 m lang.
Dacronschnüre bis 65 daN für die Roloplane bei mittleren Wind.
Cyclone T 2 90-150 daN für die Vented Roloplane und Sode-Dakos bei
Fanř-Wind.
Polyester 90-150 daN für die Tetraeder bei weniger Wind
Polyester 180-350 daN für die Tetraeder bei viel Wind (Fanř und/oder
volle Ausbauformen)

ergänzt ducrh die eine oder andere Kevlarschnur als alternativ Schnur
für holländischen Feste oder zum Selbstschutz vor Aldi Schnüren oder
hochignoranten Lenkdrachenfliegern.

Selbst ein Röllchen stabilster Atlasdraht findet sich in meiner Kiste

bis denn

Gerd
der gestern wieder mal die richtige Schnur am richtigen Drachen im
korrektem Wind hatte, oder war ... ach was egal Hauptsache gut Drachen
geflogen.

Marc Schnau

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Im Artikel <38F1AD48...@t-online.de>, Gerd Bott <G.B...@t-online.de>
schreibt:

>Selbst ein Röllchen stabilster Atlasdraht findet sich in meiner Kiste
>

Moin Gerd,

koenntest Du uns bitte mal erzaehlen was Atlasdraht ist?

Vielen dank

marc

Rainer Hosp

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to

Thomas-Michael Rudolph schrieb:


>
> On Sat, 08 Apr 2000 22:09:42 +0200, Rainer Hosp
> <hosp...@rz.fh-augsburg.de> wrote:
>
> >Ich empfehle Dir die Lektüre eines Buches in dem ein Zugversuch
> >beschrieben wird. Aus einem solchen Versuch kann ein
> >Spannung-Dehnung-Diagramm ermittelt werden. d.h. die Spannung in N pro
> >mm² wird über der Dehnung in % aufgetragen. Daraus folgt, daß bei einer

> >Leine immer die fast gleiche Belatbarkeit in N pro mm² herauskommt


> >(ausgenommen natürlich Alterungserscheinungen ....
>
> Und genau darum geht es. ;-))

Ließ bitte meine Postings mal genauer durch wenn Du schon meckerst.
Wärst Du dem Link meines letzten Postings gefolgt hättest Du dort lesen
können, daß Polyester am UV- und Seewasserbeständigsten ist, ganz im
Gegensatz zu Kevlar.

> >Hast Du deine Polyesterleinen genau vermessen oder woran merkst Du, daß
> >Polyesterleinen nicht auf das Ursprungsmaß zurückgehen?
>
> U.a. bei der Verwendung von Polyesterleinen als Waageleinen.
>
> >> 1. Niemand hat auf dem Drachenfeld eine Motorwinde zur Verfügung.
> >
> >Na bei den aufwendigen Konstruktionen einiger Drachenpiloten käm es auf
> >einen Motor (z.B. Akkuschrauber) auch nicht mehr an.
>
> Ein AKKUSCHRAUBER??? Zum Aufwickeln von Stahldraht???

Ich habe nie davon gesprochen mit Stahldraht zu fliegen, sondern
vorgeschlagen dünne, hochflexible Stahlseile zu verwenden. Die gibt es
tatsächlich und man kann sie problemlos auf kleine Drachenspulen
wickeln.



> >> 2. Elektrostatik
> >
> >Na super wird doch durch einen Draht hervorragend abgeleitet, oder warum
> >haben einige
> >Autofahrer so ein komisches Ableitband unter ihren Wagen geschraubt?
>
> Ist nicht dein Ernst, oder ? ;-))
>
> >> 3. Verletzungsgefahr beim Handling
> >
> >Bestimmt auch nicht schlimmer als bei Kevlar (habe selber alte Kevlar
> >Lenkleinen).
>
> Aargh ...

Ich hab ja nicht gesagt ich fliege die Dinger noch. Die stammen einfach
noch aus vergangenen Zeiten und werden nur noch geflogen um anderen die
Leinen abzusäbeln (Achtung Scherz war an).



> >> 4. Kurzschlüße über Stromleitungen
> >
> >Ist mit allen anderen Leinen genauso gegeben.
>
> ????

Wieso die Fragezeichen. Oder willst Du behaupten die langst an eine
Kunststoffleine wenn sie über Stromleitungen hängt? Dürfte mit
Stahldraht infolge der hohen Stromdichte im Draht übrigens einen tollen
Effekt geben wenn er Funkensprühend durchschmilzt.

> >> usw., usw,
> >> einfach mal ungeordnet, wie es mir gerade einfiel. Brauchst Du noch mehr
> >> Gründe ?
> >
> >Warum nicht die jetzigen leuchten mir nämlich nicht ein.
>
> Sorry, soviel Unsinn auf einmal verkrafte ich nicht, um alles in Ruhe zu
> beantworten. Setz Dich nochmal in einer ruhigen Stunde hin und überdenke
> noch mal Deine Antworten.
>
> Wirklich, dazu fällt mir nix mehr ein.

Also das übliche. Wenn einem nix mehr einfällt wird man ausfallend.
Ich warte auf weitere Gründe die Dir noch einfallen.

Rainer

Gerd Bott

unread,
Apr 10, 2000, 3:00:00 AM4/10/00
to
Marc Schnau schrieb:

Hallo Marc,

Atlasdraht ist ein ca. 1,5 mm starker Kunstoffdraht der fast dehnfrei
ist und eigentlich dazu verwendet wird Foliengewächshäuser am weg
fliegen zu hindern oder um die Tücher von Energieschirmen in Glashäusern
zu öffen und zu schließen, wird auch gern in Baumschulen benutzt.
Da dieses Zeug sehr leicht und windschnittig ist benutze ich den gerne
für Flüge in Höhen ab 300m die auf einigen Drachenfesten möglich sind
ferner fällt der Draht durch seine gelbe Farbe gut auf.
Ist leider störrisch im Handling und nur im Sommer zu benutzen bei
niedrigen Temperaturen.wird das Zeug sehr steif.

bis denn

Gerd


Thomas-Michael Rudolph

unread,
Apr 11, 2000, 3:00:00 AM4/11/00
to
On Mon, 10 Apr 2000 22:50:09 +0200, Rainer Hosp
<hosp...@rz.fh-augsburg.de> wrote:

>Ließ bitte meine Postings mal genauer durch wenn Du schon meckerst.
>Wärst Du dem Link meines letzten Postings gefolgt hättest Du dort lesen
>können, daß Polyester am UV- und Seewasserbeständigsten ist, ganz im
>Gegensatz zu Kevlar.

Wen interessiert das. Ich habe über Alterung durch Gebrauch geschrieben
, Du redest von UV-Festigkeit usw.. Hat niemand hier bestritten.

>Ich habe nie davon gesprochen mit Stahldraht zu fliegen, sondern
>vorgeschlagen dünne, hochflexible Stahlseile zu verwenden. Die gibt es
>tatsächlich und man kann sie problemlos auf kleine Drachenspulen
>wickeln.

So einen Sophisten wie Dich habe ich ja noch lange nicht gehabt.
Hast Du sonst nichts zu tun?
Erst fragst Du provokant, warum man heute (wie Du auch sicher richtig
bemerkt hast) keine Stahlseile mehr benutzt, wenn sie so doch toll sind
(hab ich nie behauptet, wa nur eine kleine historische Anmerkung am
Rande).
Dann willst Du mir mit aller Macht den Gebrauch von Stahlseilen
schmackhaft machen. Vergiss es!

>> >> 4. Kurzschlüße über Stromleitungen
>> >
>> >Ist mit allen anderen Leinen genauso gegeben.
>>
>> ????
>
>Wieso die Fragezeichen. Oder willst Du behaupten die langst an eine
>Kunststoffleine wenn sie über Stromleitungen hängt? Dürfte mit
>Stahldraht infolge der hohen Stromdichte im Draht übrigens einen tollen
>Effekt geben wenn er Funkensprühend durchschmilzt.

Da Du so tust, als ob Du Ahnung von Elektrotechnik hättest (Verwendung
des Wortes *Stromdichte*), sollte Dir der Unterschied zwischen Leiter
und Nichtleiter irgendwie bekannt vorkommen.

>Also das übliche. Wenn einem nix mehr einfällt wird man ausfallend.

Man muß nicht auf jeden Schwachsinn eingehen. Die Zeit verbringe ich
lieber wie am Sonntag mit Drachenfliegen.
Außerdem hat dieser Thread keinen Nährwert mehr für Außenstehende, für
mich schon garnicht. Sinnlose Wortklauberei und Zeitverschwendung.

>Ich warte auf weitere Gründe die Dir noch einfallen.

Such Dir eine andere NG, wo Du abnerven kannst.
Oder liefere Beiträge mit Nährwert.

Tschüss und Schluss.

Michael Stegherr

unread,
Apr 11, 2000, 3:00:00 AM4/11/00
to
Thomas-Michael Rudolph schrieb:


> Wen interessiert das. Ich habe über Alterung durch Gebrauch geschrieben
> , Du redest von UV-Festigkeit usw.. Hat niemand hier bestritten.

Hallo TMR,

ich denke schon, dass die UV-Beständigkeit ein entscheidendes Kriterium
für die Gebrauchshaltbarkeit ist. Denk' doch mal an's Spinnakernylon. Da
wird die Alterung auch hauptsächlich durch UV-Einstrahlung beschleunigt,
zumindest wenn man von schonender Handhabung ausgeht.

> So einen Sophisten wie Dich habe ich ja noch lange nicht gehabt.
> Hast Du sonst nichts zu tun?

Du könntest ruhig mal sachlich bleiben! Was soll denn das hier?



> Da Du so tust, als ob Du Ahnung von Elektrotechnik hättest (Verwendung
> des Wortes *Stromdichte*), sollte Dir der Unterschied zwischen Leiter
> und Nichtleiter irgendwie bekannt vorkommen.

Willst Du damit sagen, dass es bei Drachenleinen irgend einen
Unterschied macht, welche Leine ich über die Hochspannungsleitung werfe?
Ich verstehe vielleicht nicht allzu viel von Elektrotechnik, aber ich
probier's auch mit einer nichtleitenden Leine nicht aus! Mir ist es
nämlich ziemlich egal, von welcher Stromstärke ich erschlagen werde.

> Such Dir eine andere NG, wo Du abnerven kannst.
> Oder liefere Beiträge mit Nährwert.

:-((((((((((((((((((((

Rainer Hosp

unread,
Apr 11, 2000, 3:00:00 AM4/11/00
to

Thomas-Michael Rudolph schrieb:

>
> Man muß nicht auf jeden Schwachsinn eingehen. Die Zeit verbringe ich
> lieber wie am Sonntag mit Drachenfliegen.
>
> Außerdem hat dieser Thread keinen Nährwert mehr für Außenstehende, für
> mich schon garnicht. Sinnlose Wortklauberei und Zeitverschwendung.

In diesen 2 Punkten bin ich ganz Deiner Meinung.

> Such Dir eine andere NG, wo Du abnerven kannst.
> Oder liefere Beiträge mit Nährwert.

Hat der Thread vor meinen Postings einen Nährwert gehabt?
(Ich formuliere dies als Frage erwarte aber keine Antwort. Denn wenn ich
eine Feststellung treffen würde wärst Du eh wieder anderer Meinung)

bis bald bei einem anderen Thema

Rainer

Thomas-Michael Rudolph

unread,
Apr 12, 2000, 3:00:00 AM4/12/00
to
On Tue, 11 Apr 2000 11:26:56 +0200, Michael Stegherr
<michael....@gmx.de> wrote:

>ich denke schon, dass die UV-Beständigkeit ein entscheidendes Kriterium
>für die Gebrauchshaltbarkeit ist. Denk' doch mal an's Spinnakernylon.

Deswegen nimmt man ummanteltes Kevlar.


>
>> So einen Sophisten wie Dich habe ich ja noch lange nicht gehabt.
>> Hast Du sonst nichts zu tun?
>
>Du könntest ruhig mal sachlich bleiben! Was soll denn das hier?

Verwechsle bitte nicht Ursache und Wirkung.

>Willst Du damit sagen, dass es bei Drachenleinen irgend einen
>Unterschied macht, welche Leine ich über die Hochspannungsleitung werfe?

Allerdings.

Gruss

Thomas-Michael Rudolph

unread,
Apr 12, 2000, 3:00:00 AM4/12/00
to
On Wed, 12 Apr 2000 05:38:35 +0200, Thomas-Michael Rudolph
<tho...@berlin.snafu.de> wrote:

>>Willst Du damit sagen, dass es bei Drachenleinen irgend einen
>>Unterschied macht, welche Leine ich über die Hochspannungsleitung werfe?
>
>Allerdings.

Kleine Ergänzung:

Es gibt drei Sorten:
Bei der ersten knallt es sofort, bei der zweiten erst, wenn Du anfässt,
bei der dritten garnicht.

Wobei der dritte Fall von verschiedenen Parametern abhängt, die ich hier
garnicht erörtern möchte.
In jedem Fall: FINGER WEG, auch nicht in die Nähe kommen, und
Feuerwehr holen.

Heinrich Zinndorf-Linker

unread,
Apr 12, 2000, 3:00:00 AM4/12/00
to
Am 06 Apr 2000 10:04:39 GMT schrieb lut...@aol.com (Lutz 8er) :

>Klar wäre es für Dich zum Vorteil, aber wir fliegen ja schliesslich Fairplay
>:-) auf der Wiese. Wenn man den Drachen dementsprechend richtig händelt, kommt
>es selten zu einen Crash, wenn ja, gehen beide Drachenpiloten mit ihren
>Schnüren aufeinander zu, und der Knotenpunkt kommt Dir dann entgegengelaufen
>und man kann es gemeinsam entzetteln, und dann würden beide Drachen den Schaden
>unbeschadet überstehen.
>Wenn eine Polyesterschnur auf eine Polyesterschnur trifft ( unter Zug )
>schmilzt die Schnur durch, trifft Kevlar auf Polyester schneidet Kevlar die
>Polyester durch., und wie gesagt ist auf viele Drachenfeste auch vom
>Veranstalter die Kevlar unbeliebt

Nun, meine Erfahrung sagt mir, dass man zumindest, wenn man mal
laengere Leinen fliegen darf, zumindest in den unteren 100 Metern eine
Polyester verwenden sollte; weiter oben kann man dann
(sicherheitshalber eine oder zwei Laengen Kevlar einsetzen.

Bei zugstarken [und speziell wertvollen] Drachen des Typus "Siemens
Lufthaken", welchen auch ein Ruck nichts ausmacht [alles nur ne Frage
der Waage bzw. der Wahl der Drachen-Grundkonstruktion], habe ich gute
Erfahrungen mit einer 400er Polyester-ummantelten Kevlar-Fall gemacht.
Man hat da die Sicherheit, dass die eigene Leine nicht gerippt wird,
UND hat den Vorteil, dass auch bei Leinenkontakt normalerweise keine
Beschaedigung der Fremdleine auftritt (zumindest bei weitem keine so
starke, wie bei ner reinen Kevlarleine).

Ich weiss eben, dass ich Kevlar innen habe, und mache dann selbst
keine ruckartigen Zugbewegungen (obwohl die dann wegen der
Materialgleichheit der Aussenseite auch wieder nicht mehr machen
wuerden, was nicht auch bei einer reinen Polyester passieren wuerde).
Und falls der andere saegt, machts meiner Leine nix aus (und seiner
auch nicht, da sich dann dort der Abrieb auf eine gewisse Laenge
verteilt). Und wenn der andere ne Kevlar aufgespannt hat, frissts mir
hoechstens an ner Stelle die Ummantelung weg und die Grundleine bleibt
intakt; seiner Leine machts ja dann eh nichts aus).

Einige Nachteile der ummantelten Kevlars sind aber auch zu nennen:
- sie sind relativ starr und koennen sich kaum verwinden, was den
Einsatz von in der Zugklasse wieder recht teuren Wirbeln bedingt
- sie sind relativ schwierig im Handling (weil sie im Verhaeltnis zur
Belastbarkeit doch recht duenn sind); man hat also mehr Arbeit, wenn
der gute Vogel bei auffrischendem Wind wieder runter soll, und auf
einmal keine potentiellen Helfer mehr auf der Wiese sind, die kurz
vorher noch da waren.
- sie sind relativ teuer
- sie sind relativ schwer zu verbinden (Knoten sollte man auch bei ner
ummantelten Schnur vermeiden, obwohl die da schon recht robust sind
(sind ja schliesslich als Fall-Leine gemacht); Spleiss geht net, also
mit Auge und Blecheinlage (weiss grad net wie die Dinger heissen)
vernaehen und fuer die Optik ne Abwickung ueber den vernaehten Teil;
mit Karabinerhaken und/oder Schaekeln sollte man dann schon bestueckt
sein)
Ein grosser Vorteil wurde oben ja schon angesprochen (die
Kompatibilitaet zu anderen Leinen [Dyneema benutzt ja eh keiner bei
Einleinern, oder traut sich da wirklich einer?])
Ein anderer ist der relativ geringe Luftwiderstand, aehnlich dem einer
Kevlar gleicher Leistungsklasse.

Achje: mehr geschrieben als eigentlich beabsichtigt. Ich mach mal
Schluss fuer heute.

cu, HKZL (Heinrich Zinndorf-Linker)
--
mailto:hein...@zili.de
http://www.zili.de
ICQ#19731412

Carsten Strobeck

unread,
Apr 13, 2000, 3:00:00 AM4/13/00
to
Hallo.

Heinrich Zinndorf-Linker schrieb:

> Einige Nachteile der ummantelten Kevlars sind aber auch zu nennen:

> - sie sind relativ schwer zu verbinden (Knoten sollte man auch bei ner
> ummantelten Schnur vermeiden, obwohl die da schon recht robust sind
> (sind ja schliesslich als Fall-Leine gemacht); Spleiss geht net, also
> mit Auge und Blecheinlage (weiss grad net wie die Dinger heissen)
> vernaehen und fuer die Optik ne Abwickung ueber den vernaehten Teil;

> cu, HKZL (Heinrich Zinndorf-Linker)

Kann man denn eine 100kp ummantelte Kevelar Schnur noch knoten?
Oder sollte man diese auch schon vernähen ... ?

mfg
Carsten

Heinrich Zinndorf-Linker

unread,
Apr 14, 2000, 3:00:00 AM4/14/00
to
Am Thu, 13 Apr 2000 08:58:13 +0200 schrieb Carsten Strobeck
<car...@strobeck.de> :

>Kann man denn eine 100kp ummantelte Kevelar Schnur noch knoten?
>Oder sollte man diese auch schon vernähen ... ?

Vernaehen MUSS man NIE. Bei ner 100er Kevlar tuns auch Knoten, wenn
man die richtigen benutzt (die, die absolut verrutschfest sind und
zudem einen Leinenverlauf haben, wo moeglichst kein Knick in die Leine
kommt, also solche, wo in jeder Bucht mindestens zwei Faeden liegen.

Desweiteren hindert einen ja keiner daran, auch um einen ummantelte
Kevlar noch mla ne Schutzschnur vor dem Verknoten zu ziehen. Dann hat
man auch die freie Auswahl, was die verwendeten Knoten angeht.

Carsten Strobeck

unread,
Apr 14, 2000, 3:00:00 AM4/14/00
to
Hallo.

> Desweiteren hindert einen ja keiner daran, auch um einen ummantelte
> Kevlar noch mla ne Schutzschnur vor dem Verknoten zu ziehen. Dann hat
> man auch die freie Auswahl, was die verwendeten Knoten angeht.
> cu, HKZL (Heinrich Zinndorf-Linker)

Dann mach ich das mal :)

mfg
Carsten

0 new messages