möchte dieses Jahr meine Drachentasche noch um einen echten 0-Wind-Flieger
erweitern. Mangels Wiesen oder Hallenkontakten bitte ich um Ratschläge, denn
testen konnte ich bisher noch keinen.
Meine Vorstellungen gehen in Richtung Amazing (LevelOne), Ozone (Prism),
vielleicht auch noch Geenie (HQ). Natürlich bin ich auch für alles andere
offen, nur den Vapor gibt der Geldbeutel nicht her. Wenn alle Stränge
reißen, dann könnte auch noch ein Skyflex (Robbe) in Frage kommen .(Nur hält
bei dem der Akku nicht allzu lange durch)
Nachdem ich bereits über 2 Leichtwinddrachen, die ab 0,5 angegeben sind
verfüge, interessiert mich natürlich, ob da zum Indoordrachen noch ein
Unterschied besteht und wie es um die Trickflugeigenschaften bestellt ist.
Vielleicht kann mir jemand ein paar Tips geben und mir die Entscheidung
etwas einfacher machen.
Viele Grüße
Uwe
Uwe Low schrieb:
> Hallo NG,
>
> möchte dieses Jahr meine Drachentasche noch um einen echten 0-Wind-Flieger
> erweitern. Mangels Wiesen oder Hallenkontakten bitte ich um Ratschläge, denn
> testen konnte ich bisher noch keinen.
Hallo Uwe,
dann werde ich Dir mal meine Erfahrungen mitteilen: Da hier schon einige Termine
stattfanden und ich mich dafür ausgerüstet habe sind mittlerweile einige Modele
in meiner Tasche gelandet.
>
>
> Meine Vorstellungen gehen in Richtung Amazing (LevelOne)
Keine Erfahrungen, nie geflogen...
> , Ozone (Prism),
Fliegt an der unteren Windgrenze und bis ca. 1 Bft. super, als reiner
Indoordrachen sollte man doch einigermaßen Kondition mitbringen: um das Teil
ohne Wind oder in der Halle zu bewegen ist doch einige Laufarbeit nötig. Aber
wie gesagt: im unteren Windbereich absolut zu empfehlen.
> vielleicht auch noch Geenie (HQ).
Bin ich mal in der ersten Version geflogen und hat mich nicht so sehr
begeistert. Fliegt recht nervös, ist für die Halle auch nicht unbedingt effektiv
einzustzen, an der unteren Windgrenze vor der Halle klappt´s ganz gut...
> Natürlich bin ich auch für alles andere
> offen, nur den Vapor gibt der Geldbeutel nicht her.
Hmm, hab ich zwei Stück von (ich weiß, Angeber... ;-)) )... Für die Halle ist
auch recht viel Arbeit notwendig. Der Vapor fühlt sich mit etwas längeren Leinen
wohler, und das geben die meisten Hallen nicht her. Leider hat aber nicht jeder
den Golfplatz vor der Tür, auf dem man so ein Kunstwerk mal draußen fliegen
könnte. Ich habe immer Bedenken beim Bodenkontakt die dünnen Mylarflächen zu
beschädigen.
> Wenn alle Stränge
> reißen, dann könnte auch noch ein Skyflex (Robbe) in Frage kommen .(Nur hält
> bei dem der Akku nicht allzu lange durch)
So lange der Akku hält macht es aber Spaß, sollte nur absolut windstill sein.
Aber wieder zu den Indoordrachen:
Prism 3D ist auch nicht verkehrt, komme ich in der Halle aber nicht so gut mit
zurecht.
Mein Favorit ist der Innerspace von Tim Benson: sehr effektiv in der Halle,
schön zu tricksen und trotz der Größe mit geringem Aufwand sehr dynamisch zu
bewegen, robust genug um bei leichtesten Winden auch draußen geflogen zu werden.
Mit einfachem Design viel erreicht. Dadurch, das "Schnickschnack" fehlt auch
sehr leicht gebaut (ca. 120 g). Ist preislich auch etwas höher angesiedelt, aber
sein Geld absolut wert. Meiner Meinung nach *der* Indoor-Drachen, zumindest von
allen, die ich bisher geflogen bin.
Eine günstige Möglichkeit wäre noch der Wren (weiß im Moment nicht von welcher
Firma der stammt). Ist auch mit sehr geringem Aufwand zu fliegen und im Preis um
180 DM auch bezahlbar. Wäre so mein Tip als günstige Alternative.
>
>
> Nachdem ich bereits über 2 Leichtwinddrachen, die ab 0,5 angegeben sind
> verfüge, interessiert mich natürlich, ob da zum Indoordrachen noch ein
> Unterschied besteht und wie es um die Trickflugeigenschaften bestellt ist.
Doch, ich glaube schon, das es noch einen unterschied gibt. Die Angaben sind ja
auch immer etwas "gemogelt". Du mußt es Dir wohl so vorstellen, das dort, wo Du
mit dem Leichtwinddrachen anfängst zu pumpen und einige Schritte rückwärts zu
gehen, Du mit dem Indoordrachen immer noch wie angenagelt stehst und locker
Deine Figuren fliegst. Die Trickflugtauglichkeit ist Modellabhängig, aber bei
allen Indoordrachen als gut bis sehr gut einzustufen.
>
>
> Vielleicht kann mir jemand ein paar Tips geben und mir die Entscheidung
> etwas einfacher machen.
>
Na dann mal zu. Hoffe, das du hier die Info´s findest.
Gruß,
Michael
--
Die Master Of Disaster Homepage: http://beam.to/mod
Revolution, Trickflug, Bautips, Aktiv-Waage...
> Meine Vorstellungen gehen in Richtung Amazing (LevelOne), Ozone (Prism),
> vielleicht auch noch Geenie (HQ). Natürlich bin ich auch für alles andere
> offen, nur den Vapor gibt der Geldbeutel nicht her. Wenn alle Stränge
> reißen, dann könnte auch noch ein Skyflex (Robbe) in Frage kommen .(Nur hält
> bei dem der Akku nicht allzu lange durch)
Da Du ja mit den Level One Drachen ganz gut zurecht kommst, rate ich Dir, doch
einfach dabei zu bleiben. Der Amazing ist sein Geld wert - ich habe ihn auch und
bis jetzt noch nichts bereut. Der Wren ist auch von Level One (wird von
Cavaliers du Ciel genäht) und kostet nur knapp die Hälfte. Geflogen habe ich den
auch schon, bin aber nicht damit zurecht gekommen. Wenn Du allerdings Ralf Elias
fragst, wird er Dir wahrscheinlich nur positives berichten.
Zum Ozone kann ich Dir nichts sagen, aber der erfahrene Wettkampfpilot ABC sagte
mal, daß er den eigentlich nur Outdoor fliegt (Leichtwind).
Zum Innerspace von Benson kann ich Dir auch raten. Ein Bekannter von mir schwört
auf ihn (auch wenn er jetzt seit 5 Tagen einen Syncro hat). Wettkampfpilot XYZ
flog den Innerspace früher, ist aber auf den Amazing umgestiegen.
Der 3-D von Prism funktioniert in der Halle, man fängt aber schnell an zu
schwitzen.
Ach übrigens: Vom Amazing soll jetzt eine Variante mit Milar auf den Markt
kommen!
...und tschüß,
Jochen
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http://drachen.wtal.de/
* KITEPAGE
* DRACHENHOMEPAGE-CHRONIK
* FAQ de.rec.drachen
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> Der Wren ist auch von Level One (wird von
> Cavaliers du Ciel genäht) und kostet nur knapp die Hälfte. Geflogen habe ich den
> auch schon, bin aber nicht damit zurecht gekommen. Wenn Du allerdings Ralf Elias
> fragst, wird er Dir wahrscheinlich nur positives berichten.
Also, der Wren ist zumindest von Jeff Howard konstruiert, läßt Jeff
inzwischen bei Cavaliers du Ciel fertigen?
Ich fliege den Wren, Leine 7m 10kp, mein Händler flog ihn mit 5m und
fand das ok. Ruhiger Drachen, präzises Flugverhalten, geht beim
leichtesten Zug in die Luft (gut für den Nullwind-Novizen),
superflache und langsame Axel möglich. Bei leichtem Wind flattert die
Schleppkante, das ist für mich das Signal zum Einpacken, dann kann man
gut Prism 3D fliegen (nicht so präzise, vor allem in der
Nullwindeinstellung).
Schwer finde ich beim Wren den Ivy, weil dem Drachen schon die Masse
fehlt, er wenig gestreckt ist und das Gestänge ziemlich weich ist,
knackige Manöver sind kaum möglich bzw. sinnvoll. Man muß alle Manöver
sehr weich ausführen können, nix für Leinenzupfer und Grobmotoriker.
Es gibt noch den Pro Wren (dt. Vertrieb?), etwas größer und mit
gewickelten Stäben - ich glaube Skinny - und 2.x-fachem Preis. Der
steht in den USA hoch im Kurs und soll erheblich besser fliegen, wenn
es ein Wren mit steifem Gestänge ist, dann wäre es mein Drachen.
Dejanews mit Newsgroup rec.kites sagt Dir mehr, da gab es schon öfter
Diskussionen zum Wren und Pro Wren.
Stefan
you wrote on Fri, 27 Aug 1999 20:22:09 +0200:
>Meine Vorstellungen gehen in Richtung Amazing (LevelOne), Ozone
>(Prism), vielleicht auch noch Geenie (HQ).
Amazing hab ich mal als Prototyp geflogen, braucht recht wenig Wind,
fühlte sich aber "schwer" an, war nicht so recht mein Fall. Ozone ist
für Indoor IMHO untauglich und auch ziemlich teuer für das, was er
leistet. Geenie: nervös, etwas in die Jahre gekommen, aber billig.
>Natürlich bin ich auch für alles andere
>offen, nur den Vapor gibt der Geldbeutel nicht her.
Den würde ich auch nicht für den Einstieg für Indoor empfehlen, weil
doch recht schwer und viel Laufaufwand. Preis ist natürlich auch
ziemlich hart.
Schade, wenn der Vapor zu teuer ist, dann ist natürlich den Synchro
erst recht nichts für Dich, aber vielleicht der Millenium von Dean
Jordan? Kostet ca. 450,- DM custom-made. Ich hab ihn und er ist
wirklich fast der Synchro, aber für ca. ein Drittel des Preises.
Ansonsten: Benson Innerspace, den haben aber viele, viele Leute :-(
FFPX Frederick
--
Create an OS that any fool can use and only fools *will* use it.
...., aber vielleicht der Millenium von Dean
>Jordan? Kostet ca. 450,- DM custom-made. Ich hab ihn und er ist
>wirklich fast der Synchro, aber für ca. ein Drittel des Preises.
>
>Ansonsten: Benson Innerspace, den haben aber viele, viele Leute :-(
>
Das mit dem Innerspace mag zwar sein, aber man kauft sich doch keinen anderen
Drachen um schlechter dran zu sein nur weil den IS viele Leute Fliegen :-))
Gruß,
Michael
--
Die Master Of Disaster Homepage: http://beam.to/mod
Revolution, Trickflug, Bautips, Aktiv-Waage,...
--
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NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de
Vorschlag: dieser Thread für die FAQ-Seiten?
> Vorschlag: dieser Thread für die FAQ-Seiten?
Hallo Hans,
guter Vorschlag! Allerdings fehlte das "FAQ" im Betreff!!! Bitte
drandenken!
--
Viele Grüße
Michael
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Michael Stegherr's Drachenseiten:
http://www.stud.tu-muenchen.de/~michael.stegherr/draindex.htm
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you wrote on 31 Aug 1999 08:35:27 +0100:
>>Ansonsten: Benson Innerspace, den haben aber viele, viele Leute :-(
>Das mit dem Innerspace mag zwar sein, aber man kauft sich doch keinen
>anderen Drachen um schlechter dran zu sein nur weil den IS viele
>Leute Fliegen :-))
Natürlich nicht, ich wollte es halt nur erwähnen. Auf
Indoor-Veranstaltungen sieht man kaum nen anderen Drachen als den IS
:-)
FFPX Frederick
--
Writing on toilet wall:
Some come here to sit and think,
some come here to shit and stink.
Jochen Mueller schrieb:
>
>
> Der 3-D von Prism funktioniert in der Halle, man fängt aber schnell an zu
> schwitzen.
>
Verdammt, ich als blutiger Anfaenger hab das Ding noch nicht einmal bei
<1 Bft draussen am Himmel gehalten (leicht darueber gehts natuerlich ;).
Gibts da etwas umfassendere Tuningtips was Waage und Standoffs angeht?
Hauke
Hallo Hauke, hallo NG,
zwei Dinge zum beachten:
-vieleicht steht der Drachen für geringen oder wenig Wind einfach zu steil, also
über die Waage etwas flacher stellen
-an den kurzen mitgelieferten Schnüren hat man natürlich auch entsprechend kurze
Lenkbewegungen und auf heftige Reaktionen an den Händen können die leichten Teile
schon mal abschmieren.
Leichtwind- und Indoorfliegen ist ein Thema für sich. Mit etwas Übung klappt das
schon.
Gruß,
Michael
--
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Revolution, Trickflug, Bautips, Aktiv-Waage...
> Verdammt, ich als blutiger Anfaenger hab das Ding noch nicht einmal bei
> <1 Bft draussen am Himmel gehalten (leicht darueber gehts natuerlich ;).
> Gibts da etwas umfassendere Tuningtips was Waage und Standoffs angeht?
1. Die inneren Standoffs auf die innerste Position (Richtung
Kielstab). Das macht ihn aber bei mehr Wind sehr nervös.
2. Flacher stellen. An dem durchgehenden Waageschenkel (der an oberer
und unterer Spreize außen angebracht ist) ist eine schwarze
Markierung. Den Turboschenkel ca. 5-10mm Richtung oberer Spreize
schieben.
Falls sich die Waageeinstellung bei Dir da gerne verstellt: ich habe
die Bucht durch eine doppelte Bucht ersetzt (das geht ohne einen
anderen Knoten zu lösen), seither verstellt sich die Waage nicht mehr
von alleine.
3. Die Halterungen der äußeren Standoffs an der unteren Spreize etwas
nach innen schieben, so daß die "Winglets" nicht so sehr nach außen
gestellt werden.
4. Bei <1 bft kann man ihn auch ohne obere Querspreize fliegen, ein
Fly-Away wird damit aber schwieriger, er legt sich schneller auf den
Bauch. Ich fliege meistens mit.
Sobald mehr Wind ist, zuerst die Standoff Korrektur (1: eine der
beiden mittleren Positionen, 3: Standoffhalterungen nach außen), bei
noch mehr Wind der innere Standoff ganz nach außen und die Waage
steiler stellen (schwarze Markierung oder etwas darunter). Andere
Piloten wählen vielleicht eine andere Reihenfolge.
<FAQ>
Q: Wie lernt man Nullwindfliegen?
A: Mit einem beliebigen Drachen an der unteren Windgrenze. Um bessere
(spielerische) Kontrolle zu über den Drachen zu gewinnen, kann man
folgende Übungen machen:
1. Bei gerade nocht ausreichend Wind geht man selber Halbwind-Kurs und
fliegt die Figuren, die man kann. Das übt das Gehen *und* das
gleichzeitige Drachenfliegen. Du wirst bemerken, daß Dir beim Gehen
das Drachenfliegen anfangs nicht besonders leicht fällt.
2. Man übt das "Hochpumpen" des Drachens an der unteren Windgrenze und
darunter. Dazu muß man beim Rückwärtsgehen schnelle, kurze Handzüge
nach hinten machen. Der Drachen steigt dann schneller, als mit einer
gleichförmigen Bewegung. Die Zugbewegung darf nicht so ungleichmäßig
werden, daß die Leinen locker werden. Faustregel: Die Hände bewegen
sich *nie* vorwärts, also nach einem Zug muß man schnell eine Schritt
rückwärts machen.
3. Bei ausreichend Wind sollte man möglichst schnell den Flyaway
lernen. Der Drachen muß dabei eine ausreichende Geschwindigkeit
behalten, sonst legt er sich auf den Bauch. Also nach dem Hochpumpen
noch unter Zugbewegung den Drachen nach unten fliegen (damit er nicht
stoppt) und erst dann mit dem Drachen vorwärts marschieren. Je
schneller der Drachen fliegt (und damit: je schneller man ihm folgen
muß), umso mehr Land gewinnt man (sozusagen Höhe laufen).
4. Nullwindfliegen braucht Konzentration und Kondition:
- Konzentration, weil der Drachen beschäftigt werden will; Ruhepausen,
wo man einfach den Wind reinblasen läßt, gibt es nicht.
- Kondition, weil man den Wind selber erzeugen muß und dabei auch
nocht die Konzentration leidet.
Also nicht zu lange am Stück üben.
</FAQ>
Stefan
Ups, da habe ich mich vertan! Der Wren kommt doch tatsächlich nicht aus dem Hause
Cavaliers du Ciel, sondern aus Ami-Land. Aber der Blitz von FSD wird bei CdC genäht!
>Ups, da habe ich mich vertan! Der Wren kommt doch tatsächlich nicht aus dem
Hause
>Cavaliers du Ciel, sondern aus Ami-Land. Aber der Blitz von FSD wird bei
CdC genäht!
jetzt stimmts wieder ;-)))
Tschau
Alfred
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