Ein böser König hat tausend (1000) Flaschen Wein. Eine benachbarte
Fürstin plant, den schlechten Herrscher zu beseitigen, und schickt einen
Lakaien, den Wein zu vergiften. Des Königs Wachen fassen den Lakaien,
der lediglich Gelegenheit hatte, nur eine Flasche des Weins zu
vergiften. Die Wachen wissen zwar nicht, welche Flasche vergiftet ist,
aber sie habe herausbekommen, daß das Gift selbst millionenfach verdünnt
noch tödlich wirken wird. Außerdem tritt der Tod erst einen Monat nach
Genuß des Giftes ein.
Der König beschließt, einige seiner Gefangenen in seinen weitläufigen
Kerkern den Wein kosten zu lassen. Anstatt nun pro Flasche einen
Gefangenen (und damit insgsamt 1000 Gefangene) einzusetzen, weiß der
König, daß er mit 10 Gefangenen auskommen kann, um die vergiftete
Flasche zu finden, und den Rest des Weins in 5 Wochen genießen zu
können. Wie stellt er das an?
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Es ist IMHO etwas unbefriedigend motiviert, warum der König die
1000-Gefangene-Lösung verwirft, schließlich müßte in dem Fall nur ein
Gefangener sterben, aber wahrscheinlich muß er alle Teilnehmer an dem
Experiment töten, damit die Kunde vom Anschlag nicht nach außen dringt.
Erfreue Dich an Gesang - den kann man nicht so leicht vergiften
Michael
--
When the tongue or the pen is let loose in a phrenzy of passion,
it is the man, and not the subject, that becomes exhausted.
-- Thomas Paine, "On Usenet"
2 hoch 10 macht 1024. Jeder der 10 Gefangenen repräsentiert eine der 10
Bits. Die Flaschen werden durchnummeriert und die Nummer ins Binäre
übertragen. Jeder Gefangene bekommt nun einen Mix aus allen Flaschen in
denen sein Bit enthalten ist (Gefangener Nr. 1 enthält dann Wein aus allen
ungeraden Flaschen).
Nach den 4 Wochen ergeben die toten Gefangenen die Bitkombination und die
Flasche ist gefunden.
Ziemlich markaber - aber wirkungsvoll!
Volker
Man nehme 10 leere Gläser
Binaer
Flasche 1: 1 Tropfen in Glas 1 0000000001
Flasche 2: 1 Tropfen in Glas 2 0000000010
Flasche 3: 1 Tropfen in Glas 1 und 2 0000000011
usw.
Dann gebe man, falls Amnesty International grade wegschaut,
jedem Gefangenen ein Glas zu trinken.
Wenn 1 und 3 TOT --> Flasche 3 usw.
Falls Greenpeace wegschaut, nehme man Ratten oder Mäuse
Grüße
Alexander
[...]
>Der König beschließt, einige seiner Gefangenen in seinen weitläufigen
>Kerkern den Wein kosten zu lassen. Anstatt nun pro Flasche einen
>Gefangenen (und damit insgsamt 1000 Gefangene) einzusetzen, weiß der
>König, daß er mit 10 Gefangenen auskommen kann, um die vergiftete
>Flasche zu finden, und den Rest des Weins in 5 Wochen genießen zu
>können. Wie stellt er das an?
Das frage ich mich auch, denn in 5 Wochen dürfte der ganze Wein
verdorben sein wenn er ihn heute öffnet.
Joe
--
Wenn Sie Rubens Barrichello in das gleiche Flugzeug wie Sie selbst steigen
sehen würden, würden Sie wieder aussteigen?
Gratis spielen: http://www.joekoperski.de
> Das frage ich mich auch, denn in 5 Wochen dürfte der ganze Wein
> verdorben sein wenn er ihn heute öffnet.
Quark. Selbst bei Zimmertemperatur hält sich geöffneter und wieder
verkorkter Wein über 1 Monat, in des Königs kühlen Kerkerkellern erst
recht.
(Und zur Not tut´s auch eine Spritze durch den Korken.;-)
Moses
>Quark. Selbst bei Zimmertemperatur hält sich geöffneter und wieder
>verkorkter Wein über 1 Monat, in des Königs kühlen Kerkerkellern erst
>recht.
Von führenden Weinkennern bestätigt?
>Moses
Jesus
--
In sein ist out.
Gratis spielen: http://www.joekoperski.de
> Marko Renner <marko....@gmx.de> wrote...
>>Quark. Selbst bei Zimmertemperatur hält sich geöffneter und wieder
>>verkorkter Wein über 1 Monat, in des Königs kühlen Kerkerkellern erst
>>recht.
> Von führenden Weinkennern bestätigt?
Jahrelange Erfahrung.
Moses
Die offensichtliche Lösung über die Binärkodierung der Flaschen ist in
höchstem Maße "wackelig". Die Gefahren (für den König) bestehen in:
- Kann man die Flaschen wirklich zuverlässig mit einem den
Weinkellnern unvertrauten System beschriften (Doppelvergabe,
Auslassungen)?
- Kann man genau den richtigen Gefangenen auch aus den richtigen
Flaschen kosten lassen? Es sind immerhin 5 Proben aus jeder Flasche
nötig...
- Was ist, wenn innerhalb der 4 Wochen der eine oder andere der
"Meerschweinchen" aus ganz anderen Gründen stirbt als an der
Vergiftung? (Soll ja in Gefängnissen schon mal vorkommen....) Selbst
wenn man den "andersartigen" Tod erkennen würde, geht hierdurch die
Information verloren, ob dieser gefangene nicht vielleicht sonst an
dem Gift gestorben wäre.
Eine "robustere" Lösung besteht darin, jedem der (10) Gefangenen einen
SChluck aus 100 fortlaufenden Flaschen anzubieten.
Natürlich werden dadurch 99 Flaschen "sinnlos" vernichtet (Oder sogar
noch mehr ....)
mpeuser
(Ich bin beruflich überigens nicht Gefängniswärter sondern arbeite in
der Software-Qualitätssicherung...)
> - Kann man genau den richtigen Gefangenen auch aus den richtigen
> Flaschen kosten lassen?
Gläser, Tropfen...
> Es sind immerhin 5 Proben aus jeder Flasche nötig...
Nö. 1 bis 9. Bzw. 0 bis 9 wenn man sparsam ist ;-)
> - Was ist, wenn innerhalb der 4 Wochen der eine oder andere der
> "Meerschweinchen" aus ganz anderen Gründen stirbt als an der
> Vergiftung? (Soll ja in Gefängnissen schon mal vorkommen....) Selbst
> wenn man den "andersartigen" Tod erkennen würde, geht hierdurch die
> Information verloren, ob dieser gefangene nicht vielleicht sonst an
> dem Gift gestorben wäre.
Das Gift macht 5 Wochen lang unsterblich, danach wird man rot-grün
kariert und explodiert.
> Eine "robustere" Lösung besteht darin, jedem der (10) Gefangenen einen
> SChluck aus 100 fortlaufenden Flaschen anzubieten.
> Natürlich werden dadurch 99 Flaschen "sinnlos" vernichtet (Oder sogar
> noch mehr ....)
Alkoholverschwendung! Gehe in das Gefängnis. Begib dich direkt dorthin.
Gehe nicht über "Los". ;-)
Moses
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Hmmm.
Wenn ich der König wäre...
Lieber keine Experimente. Den Bestand an Weinflaschen geschickt
loswerden und lieber "neue" Flaschen kaufen.
Erst einmal muß der Weinkeller leer geräumt werden.
Also ne nette Party schmeißen und den Wein unter das Volk bringen.
Wenn dabei jemand vom Hocker fällt, hat er sich halt kaputt gesoffen.
Dann die Steuern erhöhen und von den Mehreinnamen den Weinkeller wieder
auffüllen.
Gruß, Klaus.
Das war nicht notwendigerweise die Alternative - die Flaschen werden
in "natürlicher" Weise irgendwie geordnet sein.
> Und welches Problem hast du mit welchen Weinkellnern?
Leute, die in einem Keller Wein ausschenken, sind für mich
Weinkell(n)er.... Während meiner Tätigkeit als Ausbilder musste ich
oft erleben, dass es auch für Abiturienten BEDEUTEND schwieriger ist,
irgendetwas im Binärsystem zu machen...
>
> > Es sind immerhin 5 Proben aus jeder Flasche nötig...
> Nö. 1 bis 9. Bzw. 0 bis 9 wenn man sparsam ist ;-)
Es sind "im Mittel" 5 Proben nötig; viel schlimmer noch, jeder
Gefangene muss (und nicht nur im Mittel aus 500 Flaschen kosten!
Das mit der Null würde ich nicht versuchen - sollte es sich bei
Flasche
00 0000 0000 um die Giftfglasche handeln, dann gibt es keine Tote. Das
ist total schlecht: o.B. heisst nicht gesund.....
>
> > - Was ist, wenn innerhalb der 4 Wochen der eine oder andere der
> > "Meerschweinchen" aus ganz anderen Gründen stirbt als an der
> > Vergiftung? (Soll ja in Gefängnissen schon mal vorkommen....) Selbst
> > wenn man den "andersartigen" Tod erkennen würde, geht hierdurch die
> > Information verloren, ob dieser gefangene nicht vielleicht sonst an
> > dem Gift gestorben wäre.
> Das Gift macht 5 Wochen lang unsterblich, danach wird man rot-grün
> kariert und explodiert.
Ja, das würde helfen.....
> > Eine "robustere" Lösung besteht darin, jedem der (10) Gefangenen einen
> > SChluck aus 100 fortlaufenden Flaschen anzubieten.
> > Natürlich werden dadurch 99 Flaschen "sinnlos" vernichtet (Oder sogar
> > noch mehr ....)
>
> Alkoholverschwendung! Gehe in das Gefängnis. Begib dich direkt dorthin.
> Gehe nicht über "Los". ;-)
>
> Moses
Was ist Denksport? Für eine Lösung ein Problem zu finden ;-)
Michael P