Nun habe ich mich an Zeiten des Elektronik-Experimentierkastens erinnert.
Dort insbesondere an die Möglichkeit eines primitiven Radioempfängers ohne
Batterien. Dort wird ja die Energie der elektromagnetischen Wellen ohne
Unterstützung durch Aktivelemente in Bewegungsenergie (die Membran des
Kofphörers) umgewandelt.
Frage: Wäre es realistisch, Kleingeräte mit der Energie betreiben zu wollen,
die die Mitmenschen dank ihrer Handys oder nicht abgeschirmter
Elektrogeräte freundlicherweise zur Verfügung stellen?
--
"Verkaufst Du jemandem einen Fisch, wird er einen Tag lang satt sein.
Verkaufst Du ihm eine Angel, wirst Du einen guten Kunden verlieren." -
altes Ferrenghi-Sprichwort.
Peter Pradelski hat geschrieben:
> Frage: Wäre es realistisch, Kleingeräte mit der Energie
> betreiben zu wollen, die die Mitmenschen dank ihrer Handys
> oder nicht abgeschirmter Elektrogeräte freundlicherweise zur
> Verfügung stellen?
Eher unrealistisch. So ein Handy strahlt IMO gerade mal mit 1W
und das auch nur, wenn es sendet (was nur unterbrochen
funktioniert, also gepulst). Ist den Kleingerät so groß wie
eine Checkkarte und das Energiespendende Handy ist einen Meter
entfernt, kann dein Kleingerät nur noch geschätzt weniger als
1mW Energie 'ernten'. Das Wass Sendeleistung verteilt sich ja
gleichmäßig über den ganzen Raumwinkel. Bei anderen Sendern
siehts noch schlimmer aus. Ich kann hier z.B. einen
Radiosender empfangen, der in 200km Entfernung mit 1000 Watt
sendet. Von dem kommen bei mir also grob geschätzt noch
5mW/Quadratmeter an (und nur unter der Annahme, der Sender
würde nur in der Ebene Senden, realistisch dürften es noch ein
paar Zehnerpotenzen weniger sein).
Daß das mit dem E-Bastelkasten-Radio funktioniert liegt daran,
daß man zum hörbaren Betrieb eines Kopfhörers eben nur
wirklich wenig Leistung braucht. Dreh mal deine
Heim-HiFi-Anlage auf 1W Leistung auf, du wirst dich wundern,
wie Laut das ist. Noch verblüffender, wenn du sie nur auf 1mW
aufdrehst, dann sollte sie immer noch normale
Gesprächslautstärke liefern können. Aber schon eine winzige
Kontrolllampe oder ein LCD brauchen erheblich mehr Leistung um
für einen Menschen warnehmbar zu sein.
Andererseits wird das von dir angedachte Verfahren bei
verschiedenen Anlässen durchaus schon genutzt, Autoschlüssel
mit Funk und sowas. Stichwort Transponder. Da wird eine aktive
Elektronik auch nur durch Funk mit Energie versorgt,
allerdings von einer Sendeantenne ausgehend, die nur genau für
diesen Zweck optimiert ist und nicht besonders weit entfernt
angebracht ist.
CU Rollo
--
Hier entsteht in Kürze eine neue Sig-Präsenz.
Diese Idee hatte der gute alte Tesla auch schon, nur wollte er die
Weltausstellung in New York von Paris aus versorgen. (Oder wars
andersrum.) Naja jedenfalls hat er kein Geld dafür bekommen, schade
eigentlich.
Aber zu deiner Idee, dafür ist einfach zu wenig "Spannung" in der
Luft. ;)
bye
marcus
Technisch gesehen denke ich ja. Allerdings gibt es da glaube ich ein
Gesetz das genau das verbietet. Auch wird die Energieausbeute wohl relativ
mager sein, wesentlich mehr als eine Armbanduhr wird man damit wohl nicht
zum laufen bekommen.
> Technisch gesehen denke ich ja. Allerdings gibt es da glaube ich ein
> Gesetz das genau das verbietet.
Ich denke mal, du meinst das hier:
§317 StGB (Störung von Telekommunikationsanlagen)
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/stgb/__317.html
Marc
Begib dich in die Nähe einer Sendeantenne und stecke eine
Leuchtstoffröhre in die Erde. (Umkreis 1km)
IMHO gab es mal eine Kleingartenanlage, die auf diese Weise erleuchtet
wurde.
cu Frank(Dr.Luft)Müller
Im Fernfeld (ab pi-mal-Daumen 4 Lambda) geht mit "ziehen" und somit
"entziehen" eh' nichts (siehe Poyntingvektor, es gibt nur eine
bestimmte Leistung pro Flächeneinheit, egal wie man es dreht und
wendet) und im Nahfeld ("Trafoprinzip") interessiert die 1W Glühlampe
vom Kleingärtner den zig-KW Sender im Mittel- oder Langwellenbereich
(alle anderen sind > 4 Lambda alleine wegen dem Zaun drumherum)
nicht wirklich.
Gruß Oliver
--
Oliver Bartels + Erding, Germany + obar...@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
Das Siemens C5 (C-Netz hat 17W).
Im D-Netz sind maximal 4W erlaubt. Handys habe ich bis 3W gesehen. Die
modernen Handys ballern eh mehr in die Luft als notwendig, da durch
die kurze Antennen viel Strahlung unnötig in die Luft gejagt wird,
der Empfang ist auch schlechter. (nein ich bin nicht für jedes Handy
eine Yagi, sondern mehr für Antennen die z.B. sich durch das ganze
Gehäuse ziehe und nicht nur ein Knöpfchen sind)
Die 4Watt wurde im Auto genutzt, wo dann ein Verstärker (Boster;
Brenner) erlaubterweise hinter dem Handy angeschlossen wurde.
Die Handys regeln sich automatisch runter sodass sie effektiv
vielleicht mit 100mW senden.
Die EIRP-Leistung (Vergleich zu einfachen Rundstrahlern) ist
anmeldefrei auf 10Watt begrenzt. (Beim WLAN sind es glaube ich nur
noch 100mW) So ist die Belastung einer Fläche mit Strahlung auch noch
begrenzt.
Man könnte Elektrosmog schon als Energiequelle nutzen, für einzele
kleine elektronische low-current Bauteile mit minimalen Verbrauch
(z.B. bei Sendern, RFID oder Chipkarten). Mitlerweile dürfte es aber
kein Problem mehr sein Baterien zu bekommen, denn Varta z.B. fertig
extraflache Baterien (für Chipkartenanwendung), die dann bei diesen
Geräten mehr an der Selbstentladung leiden als am Verbrauch.
Sonst ist es normalerweise kaum möglich mit einer Rectenna nennenswerte
Mengen an Energie zu recyclen. Zu den Problemen gehören:
- Die Spannung ist für Gleichrichterdioden zunächst zu niedrig.
- Frequenzen und Intensitäten sind örtlich und zeitlich sehr
verschieden, oft nur kurze Impulse.
Der zufällige Elektrosmog ist meist zu schwach, manchmal aber auch so
stark dass er typische Brandlöcher in Leiterplatten (Abstand lambda/2)
bewirkt.
- Projekte zur globalen drahtlosen Energieübertragung könnten schwer
übersehbare Folgen haben.
> Frage: Wäre es realistisch, Kleingeräte mit der Energie betreiben zu wollen,
> die die Mitmenschen dank ihrer Handys oder nicht abgeschirmter
> Elektrogeräte freundlicherweise zur Verfügung stellen?
Wenn man nur einen winzigen Bruchteil der Sendeleistung einfängt
scheiden batteriegespeiste Sender als Quellen praktisch aus.
Niederfrequente Felder in der unmittelbaren Nähe von Starkstromleitungen
wären grundsätzlich "anzapfbar".
Der Betreiber hat dann die "Stromdiebe" angeklagt..
Arne Modersohn wrote:
Mit welcher Begründung?
Wenn dieser Mensch seinen Strom in die Gegend pulvert, wird sich kaum jemand
beschweren, dass er ihn auffängt. Wobei das kein Strom ist. Strom ist imho
immernoch durch q/t definiert. Wo soll der da etwas klauen. Ich würde das
eher im wortwörtlichen Sinn als Geschenk des Himmels auffassen.
Keep smiling
yanosz
Juergen Nieveler wrote:
> Jan Lühr <jlu...@gmx.net> wrote:
>
>>>> IMHO gab es mal eine Kleingartenanlage, die auf diese Weise
>>>> erleuchtet wurde.
>>>
>>> Der Betreiber hat dann die "Stromdiebe" angeklagt..
>>
>> Mit welcher Begründung?
>
> Diebstahl von Elektrizität. Ja, da gibt es extra ein Gesetz für.
>
>> Wenn dieser Mensch seinen Strom in die Gegend pulvert, wird sich kaum
>> jemand beschweren, dass er ihn auffängt.
>
> Der "Jemand" war in dem Fall ein Radiosender. Durch den "Stromdiebstahl"
> wurde der Empfang logischerweise gestört, da ein Teil der Sendeleistung
> "gestohlen" wurde.
Also mache ich mich strafbar, wenn ich direkt an einem Sendemasten wohne und
eine Ersatz-Leuchstoffröhre im Keller hat?
Wieso kann ein Mensch, der seine Energie Gott und der Welt zur Verfügung
stellt, klagen, wenn sie einer nutzt?
Keep smiling
yanosz
In dem genannten Beispiel (Leuchtstoffröhre ohne angeschlossene
Leitungen) greift der genannte Absatz aber nicht!
"mittels eines Leiters" ist die entscheidende Textstelle.
cu Frank(Dr.Luft)Müller
Ich denke aber mit Leiter im Sinne des Gesetzes ist Kupferdraht gemeint.
cu Frank(Dr.Luft)Müller
Frank Müller wrote:
Der Punkt ist einfach, dass Wellenenergie != Elektrische Energie ist. Also
kann Stromdiebstahl imho hier keine Anwendung finden.
Keep smiling
yanosz
> http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/stgb/__248c.html
>
> "(1) Wer einer elektrischen Anlage oder Einrichtung fremde
> elektrische Energie mittels eines Leiters entzieht, der zur
> ordnungsmäßigen Entnahme von Energie aus der Anlage oder Einrichtung
> nicht bestimmt ist, wird, wenn er die Handlung in der Absicht
> begeht, die elektrische Energie sich oder einem Dritten rechtswidrig
> zuzueignen, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit
> Geldstrafe bestraft.
[...]
> (4) Wird die in Absatz 1 bezeichnete Handlung in der Absicht
> begangen, einem anderen rechtswidrig Schaden zuzufügen, so ist die
> Strafe Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe. Die Tat
> wird nur auf Antrag verfolgt."
Wenn du beim "Energieraub" erwischt wirst kannst du ja immernoch
sagen, dass du dem Sender Schaden zufügen wolltest, dann ist die
Strafe geringer.
Ich bin ja kein Jurist, aber ist es sinnvoll, dass die Strafe höher
ist, wenn man dem Sender KEINEN Schaden zufügen wollte, oder habe ich
da was falsch verstanden?
Eine böse Absicht verringert die Strafe?
Mit verwirrten Grüßen
Björn
> Ich bin ja kein Jurist, aber ist es sinnvoll, dass die Strafe höher
> ist, wenn man dem Sender KEINEN Schaden zufügen wollte, oder habe ich
> da was falsch verstanden?
> Eine böse Absicht verringert die Strafe?
Wenn ich das jetzt richtig gelesen habe (meine juristische "Karriere" habe
ich vorzeitig beendet), dann kann man das vielleicht so erklären:
In Absatz 1 geht es darum, dass Strom gestohlen wird ("sich oder einem
Dritten rechtswidrig zuzueignen").
In Abstaz 4 ist die Absicht eine andere. Die Energie wird lediglich aus der
betroffenen Anlage abgeleitet, jedoch dann nicht in eine eigene Anlage oder
die eines Dritten geleitet.
Bei der rechtswidrigen Zueignung der Energie (Abstaz 1) entsteht dem
Schädiger (oder einem Dritten) ein direkter Vorteil durch den Gewinn an
Energie und dem Geschädigten ein Schaden durch den Verlust an Energie.
Wir nur entzogen (Absatz 4), bleibt es bei der Schädigung, aber der direkte
Vorteil für den Schädiger oder einen Dritten durch den Gewinn an Energie
fällt weg.
Der Schaden ist im ersten Fall also auch mit drin, nur wird er nicht
explizit erwähnt.
Denk ich mal so...
Peter Pradelski (nospam...@gmx.de) wrote about "Elektrosmog als Energiequelle?":
> Frage: Wäre es realistisch, Kleingeräte mit der Energie betreiben zu wollen,
> die die Mitmenschen dank ihrer Handys oder nicht abgeschirmter
> Elektrogeräte freundlicherweise zur Verfügung stellen?
Kommt auf die Definition von "Kleingerät" an..
Wenn es um winzigste Schaltströme geht, ist dies durchaus möglich, passive
RFIDs sind ein aktuelles Beispiel dafür: Das sind auf die entsprechende
Wellenlänge angepasste Dipole, welche die Feldenergie aufnehmen und
entweder selber wieder direkt abstrahlen (z.B. einige der heutigen
Diebstahlsicherungsetiketten) oder tatsächlich zum Betrieb einer mini-CPU
verwenden (z.B. die neuen RFIDs).
Alles andere (Uhren, PCs, etc.) ist unmöglich, wenn man nicht gerade neben
einem UKW-Sender oder Umspannkraftwerk sitzt: Die vom Sender abgestrahlte
Energie breitet sich gemäß des Antennenrichtdiagramms in den Raum aus,
d.h.: Die je Raumelement verbleibende Energie sinkt mindestens quadratisch
mit dem Abstand vom Sender. Wenn Du Dir jetzt vor Augen hältst, dass
bereits die Ausgangsleistung eines normalen Handys bei max. 1 Watt
(maximal! In der Praxis im Durchschnitt deutlich weniger), dann erkennt
man, dass Dein Vorhaben nicht funktionieren kann (und Elektrosmog-
Bürgerinitiativen oftmals ein wenig unter Realitätsverlust leiden).
Kai
--
Kai Rohrbacher, kai DECIMALPOINT rohrbacher AT maya DOT inka DOT de
(If you want to reply in private, please use this address)
No unsolicited commercial e-mail tolerated. Contravention will be
prosecuted.
Der Punkt ist: Selbst bei *gezielter* Anstrahlung wie bei Transponder-
Systemen und RFID kommt man kaum über wenige Meter Reichweite
hinaus, wenn überhaupt. Microcontroller machen bei den Standard-
Lösungen der üblichen Verdächtigen i.a. bereits ab 50cm schlapp.
Die üblichen Diodenstrecken wollen für eine effiziente Umsetzung
(quadratischer Bereich, U = sqrt(P R) ) eine *relativ* hohe Spannung
an der Sperrschicht sehen (>0,1V), selbst bei speziellen Zero Bias
Schottky Dioden). Ist die nicht da, dann werden die Teile ineffizient
(ungefähr U proportional P).
Letztendlich sagt sogar die Thermodynamik, dass es eine perfekte
Diode nicht geben kann, sonst ließe sich das thermische Rauschen
an einem Widerstand gleichrichten und in nützliche Leistung umwandeln.
Das würde zwar viele Energieprobleme lösen, ist aber eine klare
Verletzung des zweiten Hauptsatzes.
Nun könntest Du einwenden: "Dann setze ich halt einen Übertrager
als Impedanzwandler ein."
Frei nach Radio Eriwan: Im Prinzip ja (geht übrigens auch mit einem
L/C Glied), aber die *Güte* von Induktivitäten ist naturgemäß
begrenzt und dies macht einem in der Praxis einen Strich durch die
Rechnung. Die Thermodynamik ist immer und überall ...
Gruß Oliver
* hat sich lange genug mit Transpondern rumgeschlagen und
eine Erfindung patentiert bekommen, die jetzt die Japaner in
Massen verbauen, weil die deutsche Industrie zu deppert war. *
> > http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/stgb/ 248c.html
> >
> > "(1) Wer einer elektrischen Anlage oder Einrichtung fremde
> > elektrische Energie mittels eines Leiters entzieht, der zur
> > ordnungsm igen Entnahme von Energie aus der Anlage oder Einrichtung
> > nicht bestimmt ist, wird, wenn er die Handlung in der Absicht
> > begeht, die elektrische Energie sich oder einem Dritten rechtswidrig
> > zuzueignen, mit Freiheitsstrafe bis zu f nf Jahren oder mit
> > Geldstrafe bestraft.
>
> [...]
>
> > (4) Wird die in Absatz 1 bezeichnete Handlung in der Absicht
> > begangen, einem anderen rechtswidrig Schaden zuzuf gen, so ist die
> > Strafe Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe. Die Tat
> > wird nur auf Antrag verfolgt."
>
> Wenn du beim "Energieraub" erwischt wirst kannst du ja immernoch
> sagen, dass du dem Sender Schaden zuf gen wolltest, dann ist die
> Strafe geringer.
> Ich bin ja kein Jurist, aber ist es sinnvoll, dass die Strafe h her
> ist, wenn man dem Sender KEINEN Schaden zuf gen wollte, oder habe ich
> da was falsch verstanden?
> Eine b se Absicht verringert die Strafe?
Ich verstehe sowieso nicht ganz, was der zitierte Paragraph im
Zusammenhang mit Radio-Sendeanlagen für einen Zweck haben soll. Das
Ziel der Senderbetreiber ist ja nicht, den Kunden Energie gegen Geld
zur Verfügung zu stellen (wie es bei Kraftwerksbetreibern der Fall
ist), sondern ihnen gegen Geld die Möglichkeit zu geben,
Radioprogramme hören zu können. Wenn ich also mit den Radiowellen eine
Leuchtstoffröhre betreibe, dann entziehe ich dem Betreiber zwar
Energie, aber erstens ist das keine elektrische Energie, und zweitens
würde der Betreiber diese Energie sonst ungenutzt in den Weltraum
abstrahlen. Und Radio hören kann ich mit der Leuchtstoffröhre auch
nicht.
Ich denke, der Paragraph ist für Kraftwerksbetreiber gemacht und soll
verhindern, daß sich Personen auf eigene Faust an das
Elektrizitätsnetz hängen, ohne für die entnommene Energie zu zahlen.
MfG,
Jürgen
P.S.: Ich habe mal gelesen, daß die MPG für ihr Radioteleskop auf dem
Effelsberg GEZ-Gebühren zahlen muß, weil es sich auch dabei um eine
Anlage handelt, "die zum Empfang von Radio- und Fernsehprogrammen
geeignet ist". Das paradoxe dabei ist, daß sich Radioastronomen durch
Funk und Fernsehen eher gestört fühlen, weil sie auf den
entsprechenden Frequenzbändern nicht sinnvoll das messen können, was
sie eigentlich messen wollen.
Juergen Nieveler wrote:
> Jan Lühr <jlu...@gmx.net> wrote:
>
>> Der Punkt ist einfach, dass Wellenenergie != Elektrische Energie ist.
>> Also kann Stromdiebstahl imho hier keine Anwendung finden.
>
> Falsch. Die Wellenenergie wird ja im Sender aus Strom erzeugt.
> Entziehst Du Wellenenergie, muß der Sender mehr Strom nutzen um seinen
> eigentlichen Sinn (Übertragung von Radiosendungen) erfüllen zu können.
>
> Das Gesetz wurde extra nach einem realen Fall von Stromdiebstahl via
> Radiowellen erlassen, also wird ein Richter woihl kaum deiner
> Argumentation folgen...
Wenn ich aber einen Schwingkreis eines Radios nutze, ist das Nutzen eines
angebotenen Dienstes? Recht kann so dämlich sein.
Keep smiling
yanosz
Weshalb sollte eine Leuchtstoffröhre eine 'enorm starke' Antenne
darstellen?
Viele Grüße,
Christian
>Weshalb sollte eine Leuchtstoffröhre eine 'enorm starke' Antenne
>darstellen?
Sie ist es natürlich nicht. Und selbst wenn, Antennen entziehen keine
Energie, sie können nur das nehmen, was vorhanden ist. So nah, dass
Effekte wie bei einem Transformator funktionieren, kommt man an einen
Sender nicht heran. Im Fernfeld haben wir den Poyntingvektor
S = E x H, welcher den Leistungsfluß pro Flächeneinheit beschreibt.
Das heisst: Mehr als das was der Poynting-Vektor bietet, ist im
Fernfeld einfach nicht da. Dieses "Angebot" kann eine Antenne
aufnehmen oder bleiben lassen, aber auch eine noch so tolle
"Saugschaltung" ändert die Maxwellschen Gesetze nicht.
Aber den $248c betrifft das ja alles garnicht, da gehts es nur um
Stromklau per Leitung.
Gruß Willi
* Peter Pradelski <nospam...@gmx.de> wrote:
>
> Immer wieder hört man Geschichten, wie sehr die Umwelt durch Elektrosmog
> belastet sei.
Gruss -DJ
--
Ncevy, Ncevy
Daniel Just wrote:
Aus Korea kam auch schon Kopfhörer mit Knochenleitung neben dem Ohr von
dem ich nie wieder etwas gehört habe.
Mir gefällt nicht, dass die technischen Einzelheiten nur in Koreanisch
zu lesen sind. Eine entscheidende Frage dürfte die zulässige
Sendeleistung der Basisstationen sein. Proteste gegen Sendeantennen mit
üblicher Leistung gibt es ja schon genug.
Einen echten Bedarf sehe ich solange nicht wie die Kosten für Gespräche
wesentlich höher als die Batteriekosten sind.
Es mag sein, dass die Sache in der Nähe von Basisstationen gut
funktioniert, dort wo schon der Signalempfang schwach ist jedoch nicht.
Ich bin also aus verschiedenen Gründen skeptisch.
Eckard Blumschein
> Diese Idee hatte der gute alte Tesla auch schon, nur wollte er die
> Weltausstellung in New York von Paris aus versorgen. (Oder wars
> andersrum.) Naja jedenfalls hat er kein Geld dafür bekommen, schade
> eigentlich.
Er wollte die Weltausstellung in Paris mit Strom von den Niagarafällen
versorgen, und zwar mit Hilfe seiner "Tesla-Transformatoren"
(auch als Tesla-Spulen bekannt).
Ich würde ja zu gerne eines seiner "kleineren" Prototypen für dieses
Projekt mal in Aktion erleben, aber das machen wohl die empfindlichen
elektischen Geräte unserer Tage nicht mehr mit.
--
Dirk-Lüder Kreie http://www.nord-com.net/dkreie/
Die E-Mail-Adresse ist *genau* *so* korrekt: dlk-n...@deelkar.ath.cx
> Ich würde ja zu gerne eines seiner "kleineren" Prototypen für dieses
> Projekt mal in Aktion erleben, aber das machen wohl die empfindlichen
> elektischen Geräte unserer Tage nicht mehr mit.
Teslaspulen und Teslageneratoren sind ganz was anderes. Eine Teslaspule
sieht aus wie eine ganz normale Foliendrahtspule. Das (US) Militaer hatte
mal den Ueberbestand billig versteigert. Waehrend der Generator ein richig
grosses Geraet ist mit viel mehr Technik drin ist.
Es gibt ein Buch da sind die Geraete samt Bauanleitung genau beschrieben,
samt ein paar lustigen Experiemten (Plasmaschwert z.B., Plasmakanone
etc.). Im Titel irgendetwas mit Hochspannung.
> Teslaspulen und Teslageneratoren sind ganz was anderes. Eine Teslaspule
> sieht aus wie eine ganz normale Foliendrahtspule. Das (US) Militaer hatte
> mal den Ueberbestand billig versteigert. Waehrend der Generator ein richig
> grosses Geraet ist mit viel mehr Technik drin ist.
>
> Es gibt ein Buch da sind die Geraete samt Bauanleitung genau beschrieben,
> samt ein paar lustigen Experiemten (Plasmaschwert z.B., Plasmakanone
> etc.). Im Titel irgendetwas mit Hochspannung.
Einfach mal nach "Tesla Coil" bei Google suchen, da gibt es zig
Webringe, die sich mit dem einfachen Bau solcher Dinge beschäftigen.
Und das mit Hausmitteln, also z.B. aus einer Bohrmaschine einen
Frequenzgenerator bauen etc. Vorsicht, meist herscht
Verletzungsgefahr, wenn man keine Ahnung davon hat.
MFG, Till
--
http://www.abi03sgo.de
http://www.justmoments.de
ICQ: 89-270-125
> [Tesla-Geräte]
> Es gibt ein Buch da sind die Geraete samt Bauanleitung genau beschrieben,
> samt ein paar lustigen Experiemten (Plasmaschwert
^^^^^^^^^^^^^
"Die Macht ist mit mir!"
SCNR, Jonathan
> SCNR, Jonathan
SCNR², TriPhoenix ;)
Mit knapp 5000V in der Hand sollte man wissen womit man rumspielt.
Konkret bestand das Gerät aus einer Energieversogung aus Batterien
samt Hochspannungsgenerator und einer Funkenstrecke, die dann das
Plasma ausgebildet hat, welches magnetisch auf einen Stab eingefangen
wird.
Wenn es über 5000V betrieben wird reicht ein normales
BNC-Netswerkkabel RG-58 nicht mehr aus.
Das Teil ist verdammt gefährlich, da das Plasma energiereich genug ist
um knapp 1m zurückzulegen . (konkret waren die Funkenstrecken etwa
immer nur 2-5cm, wo dass Plasma dann zur nächsten Funkenstrecke
gewechselt ist, auf einer Art Drahtspirale)
Solche Sachen sind nicht für Kleine Kinder unter
Physik-Leistungskurs/Studium/ Lehrgang Hochspannungstechnik geeignet.
Die in der Nähe liegenden Computer sind von dieser starken Aufladung
auch nicht gerade begeistert. Enron hatte aber die klassische Axt und
Beil-Methode bevorzugt.