Das Geheimnis von Offenbarung 23

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Jun 12, 2006, 10:06:00 AM6/12/06
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Das Geheimnis von Offenbarung 23

"Offenbarung 23. Die Wahrheit ist unsterblich"
von Jan Gaspard

301 Seiten - Lłbbe, Dezember 2005
Amazon.de Verkaufsrang 19.923

Amazon Kundenrezensionen Bewertungen (5 = bestens, 1 = schlechtest)

17.11.05: 5 "Dieses Buch wird die Welt verSndern!!!"
21.11.05: 1 "schlechteste Buch, da ich in den letzten Jahren gelesen habe"
24.11.05: 5 "nur wSrmstens empfehlen. Sehr sch÷n!"
24.11.05: 5 "Man wird NSchte lang mit anderen dieses Buch wund diskutieren!"
24.11.05: 5 "300 Seiten Spannung pur"
24.11.05: 5 "bin total begeistert."
02.01.06: 1 "Niveau eines Schulaufsatzes...nie ein roter Faden zu erkennen"
12.01.06: 1 "łber łbliche Weltverschw÷rungen hinaus ins absolut LScherliche"
15.01.06: 5 "ungew÷hnlichste Buch der letzten Jahre"
22.01.06: 5 "offenbart sich echtes Meisterwerk."
24.01.06: 5 "Ein deutscher Autor łbertrifft sie alle."
02.02.06: 1 "Nee. Nein. Aua. Au Weh. Hilfe."
05.02.06: 5 "Kunstwerk auf der absoluten H÷he der Zeit"

Nach dem ich bereits Rezensionen der O23 CDs hier schrieb soll auch das Buch
einen Kommentar bekommen. Ich wollte abwarten was andere dazu sagen. Aber
ausser vier Lesern bei Amazon ist mir nichts begegnet. Die sind recht
eindeutig. Sie sind nicht von mir oder mir bekannten Personen geschrieben.
Im Gegensatz zu Gaspards Wirken dort, man schaue nur auf das Datum im
November.


Gnadenlose Werbung

Die Hoerspielreihe und besonders das Buch zu "Offenbarung 23" hat Anfang
2006 etwas Aufmerksamkeit in den Medien bekommen. Grund war die Nennung
des Familiennamens des Hackers Tron, sowohl im Buch als auch bei Wikipedia.
Es war nicht ganz klar warum Wikipedia, entgegen dem mehrfachen Wunsch der
Eltern, dies tat. Man beharrte bei Wikimedia Berlin auf der Rechtslage und
bekam dies vom Landgericht auch bestaetigt.

Warum der Name im Buch genannt wurde, das war deutlich klarer. In einem
Interview auf der Buchmesse im Herbst 2005 sagte Lars Peter Lueg ueber sein
Produkt: "...alles ist sehr gut recherchiert. Da ist sehr viel Potential
drin, dass es da auch Aerger gibt mit einigen Grosskonzernen oder
Privatpersonen." Interviewer darauf: "Was besseres kann einem eigentlich
immer nicht passieren fuer die Publicity."

Da Grosskonzerne nicht genannt wurden und Trons Name der einzige Realname
war, war damit klar auf was man hoffte. Waehrend Trons Eltern Geld und
Nerven vor Gericht verloren erhoehte sich die Bekanntheit und damit der
Absatz des Buches. Vielleicht war das auch die Motivation fuer Wikipedia.
Ein gut informierter Anwalt, Ewald T. Riethmłller, schrieb dazu am
21.05.2006 oeffentlich:

"Ich bin - so glaube ich - sehr gut informiert, was in Wikipedia in der
Tron Diskussion gelaufen ist. Da gab es einen Herrn der sinngemS
schrieb: "...fłr 300 Euro Gerichts- und Anwaltskosten k÷nnen wir mit
dem Hochspielen der Sache Tron Werbung - im Wert von 30.000 Euro - fłr
Wikipedia machen.""

Ob es bei Luebbe mehr Buchabsatz und bei Wikipedia wirklich mehr User und
mehr Spendengelder gab bleibt offen. Wenn es so war zahlten den Preis andere.
Mit Entsetzen schrieb eine Wikipedianerin ueber ihren Kontakt mit Trons
Mutter, dass diese "einem Nervenzusammenbruch nahe ist und nur noch weinend
zu Haus sitzt."

Werbung statt Recherche

Wer von Trons Geschichte etwas Ahnung hat und es schafft das Buch zu Ende
zu lesen, findet kaum Hinweise auf eine Recherche. Ausser dem Familienname
ist nahezu alles falsch. Weder hatte Tron blonde Haare, noch sprach er
Berliner Akzent (S. 9). Auch hatte er nie eine "Gefaengnisstrafe reumuetig
auf sich genommen" (S. 136), denn er bekam Bewaehrung. Nahezu nichts an
historischen Ereignissen ist richtig wiedergegeben.

Auch im Zeitablauf mangelts: Am 18.10.98 sagt wer ueber Karl Koch "wird
mittlerweile ein Film gedreht" (S. 39). Dabei war er bereits fertig und
Tron hatte ihn schon gesehen. Im Buch (S. 269) erfolgte die Beerdigung vor
dem 1.11.98, in der Realitaet aber danach. Und Sarajevo liegt nicht in
Kroatien, wie auf Seite 248 impliziert.

Auf Seite 176 wird beschrieben, dass ein antiker Papyrus oefters aufgerollt
und wieder verstaut wird. Jedem Konservator laesst schon der Gedanke daran
die Haare zu Berg stehen. Ich hatte mal mit einem nur 500 Jahre altem
Pergament gearbeitet. Es war steif wie ein Brett, man haette damit den
Tee servieren koennen. Das "aufrollen" eines immer zerbrechlichen antiken
Papyrus ist ein laengerer Prozess der nur von erfahrenen Spezialisten
durchgefuehrt wird und in manchen Faellen sogar mehrere Jahre dauert.

Auf dem Basar in Kairo beschien in einem Laden "fahles Licht" die Auslagen
und ueber den Ladenbesitzer (S.238): "Ich konnte mir sehr gut vorstellen,
dass dieser Mann rein gar nichts wusste von der modernen Welt ausserhalb
dieses Basars. Von Handys oder Computern hatte er bestimmt noch nie
gehoert." Sicher war der Autor nie in einem Basar in Kairo oder sonst
einer arabischen Grossstadt. Man verwendet Halogenstrahler oder spezielle
Leuchtstofflampen um die Farben zur Geltung zu bringen. Einen Basari
fraegt man eher wieviele Handys er in Benutzung hat, alles andere waere
schon fast eine Beleidigung.

Der Ladenbesitzer wird als koptischer Pater geschildert. Sollten die so
hinterwaeldlerisch sein? Der echte Tron besichtigte mal auf einer Aegypten
Reise ein koptisches Kloster in der Wueste zwischen Alexandria und Kairo.
Dort wurde er von einem Moench in ganz passablem Deutsch angesprochen. Bald
diskutierten sie ueber Commodore Computer und den C64 den der Moench besass
und sehr schaetzte. Am Ende bekam Tron auch noch seinen Segen. Der Moench
war Aegypter und hatte seine deutsch Grundkenntnisse vom Satelliten TV.
Soweit Tron ueber den von ihm immer behaupteten Naehrwert fremdsprachiger
Sat Programme.

In Trons realem Bekanntenkreis gab es tatsaechliche eine Person die wie die
Hauptperson des Romans hies, naemlich "Ian G." Der echte Ian war davon
ueberhaupt nicht begeistert. Er tipte auf Zufall und vermutete, dass "Ian G."
im Roman fuer "Jan Gaspard" stand, das Pseudonym des Autors. Nach der oben
beschriebenen Qualitaet der Recherche kann er damit eigentlich nur Recht
haben. Der "Ian G." im Roman ist ein Unsterblicher der bereits Promoter von
Jesus Christus war. Ja, wirklich, das Niveau ist nach unten offen.
Wahrscheinlich wusste der Autor, dass fuer die Antike die Buchstaben I und
J synonym waren und wird diese Aufloesung irgendwann praesentieren.

Literarische Qualitaet

Vom Stil ist O23 etwas an Shea und Wilsons "Illuminatus!" Trilogie
orientiert: Sex und extreme Gewalt garnieren eine Einfuehrung in die
schraegsten Geheimnisse der Menschheit. Der O23 Held, der Unsterbliche
"Ian G.", durchlebt mit gequetschten Hoden allerdings mehr Schrecken als
Wollust. Der Boese, konkret "der Teufel", ist ein ebenfalls unsterblicher
Baron mit Atributen aus der antisemitischen Mottenkiste der Nazizeit.
Wahrscheinlich eine sich nicht erfuellte Hoffnung auf ein Gerichtsverfahren
zur PR Steigerung.

"Illuminatus!" enthaelt ein paar Splitter aus der Realitaet, verwoben in
eine surreale Darstellung der Welt. Wilson und Sheas Werk wird auch als
"Operation Mindfuck" bezeichnet. Denn ein Jugendlicher, der sich darauf
einmal einlaesst, wird es danach nicht leicht haben die Verhaeltnisse in
der realen Welt noch sinnvoll zu beurteilen. Dies war wahrscheinlich die
Absicht der Autoren, denn zumindest Wilson haette deutlich relevanteres
produzieren koennen. Im Gegensatz zum Autor von O23. Aus Mangel an
Faehigkeit arbeitet er mit direkter Ueberzeugung, Typ Dampfwalze:

Seite 234:
Parish unterbrach meinen Vortrag. +Jedes Zeitalter erhob sein
wichtigstes Thema zum Sternengott? Verstehe ich das richtig?˝
+So ungefShr. Die Christen symbolisieren Christus mit dem Fisch, als
Zeichen seiner Reinheit. Christus wird auch als Lamm tituliert, daher
wurde aus dem Ackerbauern am Himmel der Widder, der dem Lamm vorausging
und dieses zeugte. Widder und Ackerbauer sind auch in einigen
berlieferungen identisch mit Mithras, dem Stiert÷ter - eben jener, der
das Zeitalter des Stiers beendete und eine neue Epoche einleitete.
Schon verwirrend, oder? Jede Epoche hat ihre Geschichte und ihr Wissen
in die Sterne gebracht. Aber fSllt dir etwas auf? Sie blieben immer in
der gleichen Systematik. Sie nahmen die Sternbilder, durch die die
Planeten wandern, benannten sie nach ihrem Gusto und erzShlten die
Geschichte der Menschheit aus ihrer jeweiligen Sicht. Aber nun pass auf:
Es gibt einen roten Faden. Eine unendliche Symmetrie der Geschichte.
Wir haben ja schon einmal darłber gesprochen, warum ich mal von Mithra
und mal von Mithras rede. Nun, der eine ist der r÷mische Mithras,
der andere sein Slterer persischer VorgSnger Mithra. Es kommt aber noch
verwirrender: Es gibt auch noch die Mitra, ohne >H< geschrieben. Und
auch diese Mitra ist eine G÷ttin; genau genommen war sie eine weibliche
Naturg÷ttin in Persien, deren Entstehungszeit bis in prShistorische
Dunkelheit zurłckreicht.
Der Name Mitra bedeutet hier >die erste, h÷chste Mutter<. Sie wurde
spSter gleichgesetzt mit der Astarte bei den Ph÷niziern, der Aphrodite
bei den Griechen, der Mylitta bei den Assyrern, der al-Lat beziehungsweise
Alitta bei den Arabern und der phrygischen Kybele, aus der auch die
r÷mische Magna Mater hervorging. Kapierst du was?˝
Parish nickte. +Ich ahne, worauf du hinauswillst.˝"

Zwei Buecher, ein Autor?

"Tron - Tod eines Hackers" war das Sachbuch von Burkhard Schroeder von
Ende 1999. Es ging seitenweise ueber Chipkarten, Pay-TV und Gerichtsmedizin.
"Offenbarung 23" von Pseudonym "Jan Gaspard" ist ein Roman, der als
"Thriller" angepriesen wird. Er handelt von fiktiven Geheimgesellschaften,
Unsterblichen und einer Bootsfahrt nach Israel. Niemand kaeme zunaechst auf
die Idee da Aehnlichkeiten zu finden. Doch es gibt erstaunliche Paralellen:

Nach beiden Autoren begeht Tron Selbstmord. Bei O23 scheint es zunaechst
nicht so sicher, es wurde dort nur von einem der "Boesen" behauptet. Doch
in einer e-mail bestaetigte es mir der Autor. Das ist etwas verblueffend,
denn es entspricht nicht der Plottlinie von O23. Man hat den Eindruck es
waere zwangsweise in die Story hineingedrueckt worden.

Bei beiden Buechern fehlt ein Motiv fuer Selbstmord. Schroeder tut alles um
irgendwie Gruende fuer einen Selbstmord Trons finden. Was die
Ermittlungsgruppe des Landeskriminalamts Berlin nicht schaffte gelang ihm
aber auch nicht. Fuer die Anhaenger der Selbstmordhypothese bleibt es
letztlich unklar warum er es haette tun sollen. Ebenso bei O23. Dort wird
dies sogar zum Ueberplot. Raetsel ueber Tron sollen geloest werden um
seinen Tod zu verstehen. Die ganze Hoerspielreihe soll darauf aufbauen.

Beide behaupten Tron solle zum Mythos gemacht werden. Schroeder verschwieg
in seinem Buch was er nach Ende seiner Recherchen in einem Artikel schrieb:
Dass Tron bereits zu Lebzeiten in Fachkreisen als Genie und einer der besten
Hacker ueberhaupt galt. Statt dessen argumentierte er, Tron wollte durch
seinen Suizid beruehmt und zum Mythos werden. Spaeter behauptete er Trons
Freunde wollten Tron zum Mythos machen. In O23 ist es eine okkulte
Verschwoerergruppe, "die 7 Zwerge", die ihn zum Mythos, sogar zum Nachfolger
von Jesus Christus (!) machen wollen. Der Autor von O23 beschrieb sein Werk
am 25.01.2006 in de.org.ccc so: "Thema ist nicht Tron, sondern was andere
omin÷se Menschen aus Tron und seiner Geschichte machen wollen."

In O23 gibt es einen Jeep mit UN Bemalung (weiss mit schwarzen UN Buchstaben).
Darin sitzen ein paar Leute die die Beerdigung Trons beobachten. Das ist
tatsaechlich so passiert. Der Bereich der UN Ueberwachung Ex-Jugoslawiens
ist sehr weit von Istrien entfernt. Ein solcher Jeep wurde noch nie zuvor
in Zentral Istrien gesehen. Danach tauchte er wieder vor dem Lokal auf wo
die Beerdigungsgesellschaft sich getroffen hatte und beobachtete weiter.

Der Sinn war wohl einigen Trauergaesten klar zu machen: "Wir sind immer
ueberall, also halte die Klappe!" Die Atmosphaere war dadurch sehr
bedrueckend und ja, es hat gewirkt. Andy hat eine Videoaufnahme des Jeeps.
Da wir aber genug amtliche Infos hatten um den Suizid zu wiederlegen,
entschieden wir die Jeep Sache nicht zu veroeffentlichen. Es wurde auch
sonst nirgendwo bekannt gemacht. Hiermit wird es zum ersten mal erwaehnt.

Wie kam nun ein Autor, der nicht in der Lage war die oeffentlichen Quellen
zu verwerten, zu diesem unveroeffentlichten Detail? Auch hier deutet alles
wieder auf Burkhard Schroeder. Ihm wurde bei seinen Recherchen von dem Jeep
erzaehlt, verwertet hatte er es aber nicht. BurkS war auch die einzige
Person, die ausserdem nicht wusste, dass Tron immer nur Hochdeutsch sprach.
In O23 wurde er ja faelschlich mit Berliner Aktzent beschrieben (S. 9).

Ist also Burkhard Schroeder "Jan Gaspard"? Dienten die ganz offensichtlichen
Fehler in der Beschreibung Trons ("blonde Haare") nur dazu zu verbergen
wie gut informiert der Autor in Wirklichkeit war? Moeglich waere das schon.
Andere haben auch behauptet, dass Burks schon mehrere miteinander streitende
Iddentitaeten im Netz erschuf um damit Aufmerksamkeit zu erhalten. Wuerde
auch hier passen. Aber der Schreibstil von Burks ist anders. So lange es
keine Beweise fuer eine Iddentitaet gibt gehe zumindest ich von der
einfacheren und ueberzeugenderen Annahme aus, dass Burks den O23 Autor nur
unterstuetzte. Sicher nicht fuer lau, denn "Jan Gaspard" ist letztlich auch
nur auf einen schnellen Euro aus.

Das Geheimnis von Offenbarung 23

Im Jahre 1967 veroeffentlichte Leonard C. Lewin in den USA ein Buch mit dem
Titel: "The Report From Iron Mountain: On the Possibility and Desirability
of Peace." Lewin schrieb im Vorwort der Report sei das Werk einer geheimen
Studiengruppe der US Regierung. Er habe das Manuskript von einem Mitglied
dieser Gruppe erhalten. Diese Person stimmte mit dem Report ueberein und
hielt diesen von allgemeinem Nutzen fuer die Gesellschaft. Der Report
forderte im wesentlichen eine Beibehaltung der Ruestungsausgaben und
hielt einen weltweiten Frieden fuer nicht wuenschenswert. Denn die
Faehigkeit zur Kriegsfuehrung sei essentiell fuer einen Staat (zumindest
die USA), seine Wirtschaft und Gesellschaft.

Es gab eine laengere Diskussion in den Medien, ob der Report echt sei und
seine Schlussfolgerungen richtig. Lewin behauptete dann 1972 alles sei
eine von ihm selbst geschriebene Satire. Er koenne dies auch beweisen, da
er spezielle Fehler in das Buch einbaute. Sicher ist jedenfalls, dass
Lewin mit dem Report einen Klassiker unter den Verschwoerungstheorien
veroeffentlichte. Ob der Autor von O23 je davon gehoert hatte darf man
bezweifeln. Burks kann man das aber schon zutrauen.

Wer Trons Geschichte kennt und es schafft O23 bis zum Ende zu lesen, der
wird tatsaechlich an eine Satire erinnert. Eine sehr schlechte Satire
zumindest. Haette der Autor seinen Realnamen verwendet, so haetten es die
meisten fuer ein Pseudo gehalten und das Buch fuer eine "Luegengeschichte".
Aber selbst die O23 Werbung bei Amazon geht deutlich ins satirische. Der
Pseudonyme Autor "Jan Gaspard" wurde so vorgestellt:

"Einer der verwegensten Rechercheure des 21. Jahrhunderts. Ein Mann mit
vielen Biografien. 64 verschiedene Visitenkarten geben seine
augenblickliche Existenz wieder. Er hat fłr Unternehmen von Axel Springer,
Leo Kirch, Rupert Murdoch, Ross Perot, Dick Cheney und vielen mehr
gearbeitet. Vier Bundeskanzler hat er pers÷nlich kennen gelernt. Einen hat
er fłr seinen Auftritt im Zirkel der mSchtigsten Wirtschaftsbosse der Welt
vorbereitet. Sein bisher gr÷ ter und wohl frechster Coup. Und keiner hat
geahnt, mit wem er es da eigentlich wirklich zu tun hatte. Keiner kannte
und kennt die wahre IdentitSt des Mannes mit dem Laptop. Des Mannes, der
wahrlich keine Geheimnisse kennt."

Der letzte Satz wurde von den meisten als peinlicher Fehler interpretiert.
Aber warum sollte der Verlag das dann bis heute, also bald ein Jahr lang,
so stehen lassen? Im Buch gibt es noch eine aehnliche Stelle. Auf Seite 78
steht der Satz: "Tron kannte keine Geheimnisse." Man kann ihn so
interpretieren, dass Tron nichts geheim halten wollte. Aber selbst das passt
nicht in die Story. Denn ganz O23 ist aufgebaut als eine Schnitzeljagd nach
Geheimnissen von Tron. Erfundene Geheimnisse eines erfundenen Tron natuerlich.

All das legt nahe, dass der Autor irgendwann, wahrscheinlich wenn sich
Folge 50 nicht mehr verkauft, das ganze Projekt O23 als Satire enthuellt.
Zuvor wird O23 neben "Illuminatus!" als Kultobjekt der Hackerszene
hochgejubelt. Um dann um so besser zeigen zu koennen wie laecherlich unreif
Hacker und ihre Verschwoerungstheorien doch sind. Nebenbei hat man damit
auch noch den echten Tron mit ins Reich der Satire verschoben: Alles Mythos,
nichts ist wahr und Burks hat das ja schon immer so gesagt.


--
www.tronland.net

## CrossPoint v3.12d R ##

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Tobias Topyla

unread,
Jun 13, 2006, 9:26:40 AM6/13/06
to
SEN...@argo.rhein-neckar.de wrote:
> "Offenbarung 23. Die Wahrheit ist unsterblich"
> von Jan Gaspard
>
> [...]

> Vom Stil ist O23 etwas an Shea und Wilsons "Illuminatus!" Trilogie
> orientiert: Sex und extreme Gewalt garnieren eine Einfuehrung in die
> schraegsten Geheimnisse der Menschheit. Der O23 Held, der Unsterbliche
> "Ian G.", durchlebt mit gequetschten Hoden allerdings mehr Schrecken als
> Wollust. Der Boese, konkret "der Teufel", ist ein ebenfalls unsterblicher
> Baron mit Atributen aus der antisemitischen Mottenkiste der Nazizeit.
> Wahrscheinlich eine sich nicht erfuellte Hoffnung auf ein Gerichtsverfahren
> zur PR Steigerung.

Danke - das reicht mir.

Ich schätze gute Bücher, aber dieses werde ich mir garantiert nicht
kaufen. Das Thema ,,TRON" wurde bereits von Burkhard Schröder
fachlich gerecht vor acht Jahren behandelt. Alles was jetzt noch von
solchen Hobby-Intellektuellen wie Jan Gaspar veröffentlicht wird, ist
weit am Thema vorbei. Meine Unterstützung erfährt dieses Buch
zumindest nicht.

in...@jan-gaspard.net

unread,
Jun 13, 2006, 6:33:41 PM6/13/06
to
@Seneca: Oh, alter Mann, hinter jedem Baum lauert ein Verschwörer,
was? Schlecht recherchiert, aber er weiß um den UN-Jeep - was ja
keiner wissen dürfte? Wie passt das zusammen? Und am Ende soll alles
Satire sein? -- Es ist von mir so satirisch gemeint, wie Picasso seine
Bilder satirisch gemalt hat (ja, ja, ich weiß - wie kann ich es nur
wagen, mich mit Picasso zu vergleichen!? - Vielleicht weil er in einer
bestimmten Phase Stiere gemalt hat, so wie ich derzeit mit meinen
Worten). Und dann leichenfleddere ich auch noch "deinen" Tron!? Ja,
Tron war (ist) auch für mich ein Genie; und auch dir müsste
mittlerweile klar sein, dass auch dieses Buch, das du eigentlich
rezensieren wolltest, noch lange nicht die gesamte Geschichte ist, die
ich zu erzählen habe. Trons Selbstmord ist die Ausgangsthese, werden
wahrscheinlich die Gegenthesen folgen, oder? -- Und jetzt recherchiere
selbst einmal - steht ja sogar auf Tronland.net, da müsstest du das
mit den blonden Haaren eigentlich kennen: Wenn er aus Kroatien kam,
waren seine Haare stets geblichen - schon vergessen (ist erst 7 1/2
Jahre her)? Also nicht mit Steinen schmeißen, Glashausbesitzer. Und
wenn du schon am surfen bist, alter Verschwörer: Such mal nach nem
Landsmann von Tron(s Papa). Der wurde zwar deutlich älter als Boris,
starb aber unter genauso seltsamen Umständen - nach dem er drei Tage
verschütt war. War ähnlich begabt wie Tron, aufgrund der längeren
Wirkungszeit aber deutlich produktiver. Eigentlich hätte er drei
Nobelpreise bekommen müssen, gemessen an seinen Entdeckungen. Aber
seine Arbeiten wurden stets (von anderen honoren Herren mit
griechisch-humanistischem Background) geklaut -- alles sehr
erstaunliche Parallelen zum Fall Tron. Da wird es sicher zwar keinen
Zusammenhang geben, aber Duplizitäten (Zwillinge spielen bei O23 ja
eine übergroße Rolle, wie dir vielleicht aufgefallen sein wird)
liefern manchmal einen Schlüssel zur Wahrheit. Und bei dem alten toten
Kroaten sind die FBI-Akten vor einigen Jahren veröffentlich worden.
Frag mal im Hamburg nach; da habe ich sie einem Bruder zugeschickt! So,
alter Mann, kannst du endlich Chiffren lesen?

Ach ja: "Der Mann, der wahrlich keine Geheimnisse kennt." --
Oberflächlichkeit entlarvt sich selbst, wenn sie an Tiefsinn scheitert
und es zu Schwachsinn erklärt. Wenn jemand keine Geheimnisse kennt,
bedeutet es auch, dass es für ihn keine Geheimnisse gibt - weil er die
Wahrheit kennt. Jemand, der den Namen eines Rhetors wie Seneca trägt,
dürfte eine solche Feinheit eigentlich nicht entgehen. Aber der
"wahre" Seneca war ja auch der Lehrer und Erzieher des größten
Brandstifters der Antike - ob es da auch eine versteckte Bedeutung
gibt, alter Pyromane?

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hanna

unread,
Jun 14, 2006, 4:41:18 PM6/14/06
to
Oh mann, oh mann .... :-o

in...@jan-gaspard.net schrieb:

> Aber der
> "wahre" Seneca war ja auch der Lehrer und Erzieher des größten
> Brandstifters der Antike - ob es da auch eine versteckte Bedeutung
> gibt, alter Pyromane?

Es ist wirklich interessant, solch' investigativ ermittelnden
Journalisten
wie euch Beide beim inbrünstigen "Aneinandervorbeischiessen" erleben
zu dürfen.
Da weiss man ja wirklich, was man hat. *g* ;-p

Ach ja, @jan, Seneca ist kein Raketenbaron.
Und @Seneca, Jan ist auch kein Promoter Jesu.

Wenn man Gott einen Vornamen geben müsste,
würde eigendlich nur einer in Frage kommen: "Ewald".
Ts, ts ... ;-p

Boris' forever!
hanna.

Volker Birk

unread,
Jun 14, 2006, 5:34:20 PM6/14/06
to
hanna <han...@gmx.net> wrote:
> Wenn man Gott einen Vornamen geben müsste,
> würde eigendlich nur einer in Frage kommen: "Ewald".

Ich hätte jetzt "Elise" getippt.

Viele Grüße,
VB.
--
"If you want to play with a piece of windows software that makes you
click all over the place, there's always minesweeper."

Kyle Stedman about "Personal Firewalls" in c.s.f

Tobias Topyla

unread,
Jun 15, 2006, 8:29:01 AM6/15/06
to
Volker Birk wrote:

> hanna wrote:
> > Wenn man Gott einen Vornamen geben müsste,
> > würde eigendlich nur einer in Frage kommen: "Ewald".
>
> Ich hätte jetzt "Elise" getippt.

Gott hat keinen Namen in dem Sinne wie Ihr es meint - das ist nur
Einbildung. Gott ist "Mathematik", glaubt es oder tut es eben nicht. (-:

SEN...@argo.rhein-neckar.de

unread,
Jun 15, 2006, 2:55:00 PM6/15/06
to

Ohje Jan

> @Seneca: Oh, alter Mann, hinter jedem Baum lauert ein Verschwörer,
> was? Schlecht recherchiert, aber er weiß um den UN-Jeep - was ja
> keiner wissen dürfte? Wie passt das zusammen?

Ich wundere mich warum Burks sich nicht meldet. Immerhin habe ich ihn
gegen den Vorwurf, er koenne Jan Gaspard sein, in Schutz genommen. Dafuer
kann man doch etwas Dankbarkeit erwarten, oder?

Jan, hast du es von ihm? Was hatte er damals dazu gesagt? Hast du ihm
en Bier fuer ausgegeben?

>Und am Ende soll alles
> Satire sein? -- Es ist von mir so satirisch gemeint, wie Picasso seine
> Bilder satirisch gemalt hat

Aha, da du ueber Picasso auch Interpretationskompetenz hast (wie ueber
alles in diesem Universum), kann es also auch nach diesem Statement
Satire sein, richtig?

>(ja, ja, ich weiß - wie kann ich es nur
> wagen, mich mit Picasso zu vergleichen!? - Vielleicht weil er in einer
> bestimmten Phase Stiere gemalt hat, so wie ich derzeit mit meinen
> Worten). Und dann leichenfleddere ich auch noch "deinen" Tron!? Ja,
> Tron war (ist) auch für mich ein Genie; und auch dir müsste
> mittlerweile klar sein, dass auch dieses Buch, das du eigentlich
> rezensieren wolltest,

eigentlich? Kennst du wen der es intensiver rezensiert hat?

>noch lange nicht die gesamte Geschichte ist, die
> ich zu erzählen habe. Trons Selbstmord ist die Ausgangsthese, werden
> wahrscheinlich die Gegenthesen folgen, oder? -- Und jetzt recherchiere

Aha, nichts bleibt unbedingt so wie es am Anfang in O23 geschrieben
wurde. Interpretiere ich das richtig?


> selbst einmal - steht ja sogar auf Tronland.net, da müsstest du das
> mit den blonden Haaren eigentlich kennen: Wenn er aus Kroatien kam,
> waren seine Haare stets geblichen - schon vergessen (ist erst 7 1/2
> Jahre her)? Also nicht mit Steinen schmeißen, Glashausbesitzer. Und

Jan, das ist fast 30 Jahre her und bezog sich auf seine Kindheit.
Bei manchen Kindern wirkt die Sonnenstrahlung offenbar aufs Haar,
als Teenager schon nicht mehr. Lege dir mal so einen Kleinen zu und
bring ihn ans Mittelmeer. Oder Frage jemand dem du mehr glaubst.



> wenn du schon am surfen bist, alter Verschwörer: Such mal nach nem
> Landsmann von Tron(s Papa). Der wurde zwar deutlich älter als Boris,
> starb aber unter genauso seltsamen Umständen - nach dem er drei Tage
> verschütt war. War ähnlich begabt wie Tron, aufgrund der längeren
> Wirkungszeit aber deutlich produktiver. Eigentlich hätte er drei
> Nobelpreise bekommen müssen, gemessen an seinen Entdeckungen. Aber
> seine Arbeiten wurden stets (von anderen honoren Herren mit
> griechisch-humanistischem Background) geklaut -- alles sehr
> erstaunliche Parallelen zum Fall Tron. Da wird es sicher zwar keinen
> Zusammenhang geben, aber Duplizitäten (Zwillinge spielen bei O23 ja
> eine übergroße Rolle, wie dir vielleicht aufgefallen sein wird)
> liefern manchmal einen Schlüssel zur Wahrheit. Und bei dem alten toten
> Kroaten sind die FBI-Akten vor einigen Jahren veröffentlich worden.
> Frag mal im Hamburg nach; da habe ich sie einem Bruder zugeschickt! So,
> alter Mann, kannst du endlich Chiffren lesen?

Du meinst den Kroaten, dem zu Ehren ein ganzes Erdgasfeld am Polarkreis
zum Betrieb einer Harfe verwendet wurde? Eine Harfe auf der sicher keine
Engel spielen.

Ich habe (mit einer Ausnahme) noch nie Chiffren gelesen. Ueberlies
ich immer der EDV. Bin mir auch sicher dabei nichts relevantes
versaeumt zu haben. Bring andere zum dechiffrieren. Btw, kannte einen
der hat fast ein halbes Buch geschrieben nur ueber Chiffrierfehler
seiner Schueler. Sorry Jan, aber ich glaube dich haette er als
Schueler nicht genommen, zumindest nicht freiwillig ;)


> Ach ja: "Der Mann, der wahrlich keine Geheimnisse kennt." --
> Oberflächlichkeit entlarvt sich selbst, wenn sie an Tiefsinn scheitert
> und es zu Schwachsinn erklärt. Wenn jemand keine Geheimnisse kennt,
> bedeutet es auch, dass es für ihn keine Geheimnisse gibt - weil er die
> Wahrheit kennt. Jemand, der den Namen eines Rhetors wie Seneca trägt,
> dürfte eine solche Feinheit eigentlich nicht entgehen.

Sorry Jan, aber ich spreche die deutsche Sprache lange genug um soviel
Interpretation des Satzes zurueck zu weisen. Wenn du schreiben wolltest,
es gab fuer ihn keine Geheimnisse, dann hast du schlicht Mist gebaut.
Wie damals mit den Kaffeebohnen. Durch einen Fehler im Skript hattest
du sie geroestet ;)

Btw, deine Selbstvorstellung bei Amazon, hattest du da die gleiche
Intention?

>Aber der
> "wahre" Seneca war ja auch der Lehrer und Erzieher des größten
> Brandstifters der Antike - ob es da auch eine versteckte Bedeutung
> gibt, alter Pyromane?

Zum groessten Brandstifter wurde Nero erst durch Hollywood. Die antiken
Quellen sagen ueberzeugend, dass er gar nicht in der Stadt war. Ach,
sie sagen auch recht ueberzeugend wer es war. Ist eine brisante Geschichte.

Joachim Kromm

unread,
Jun 15, 2006, 3:26:08 PM6/15/06
to
Am 14 Jun 2006 23:34:20 +0200 schrieb Volker Birk:
> hanna <han...@gmx.net> wrote:
>> Wenn man Gott einen Vornamen geben müsste,
>> würde eigendlich nur einer in Frage kommen: "Ewald".
> Ich hätte jetzt "Elise" getippt.

Noe: _Eliza_

Gruss
Joachim
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in...@jan-gaspard.net

unread,
Jun 16, 2006, 4:21:17 AM6/16/06
to
SEN...@argo.rhein-neckar.de schrieb:

> Ich wundere mich warum Burks sich nicht meldet. Immerhin habe ich ihn
> gegen den Vorwurf, er koenne Jan Gaspard sein, in Schutz genommen. Dafuer
> kann man doch etwas Dankbarkeit erwarten, oder?

Burks ist nicht die Quelle. Definitiv. Auch nicht für den Jeep.

>
> Jan, das ist fast 30 Jahre her und bezog sich auf seine Kindheit.
> Bei manchen Kindern wirkt die Sonnenstrahlung offenbar aufs Haar,
> als Teenager schon nicht mehr. Lege dir mal so einen Kleinen zu und
> bring ihn ans Mittelmeer.

Ich habe insgesamt vier davon. Kleiner Tipp: Geh mal die Tronbilder,
die du greifen kannst, auch die aus seinen letzten Jahren, durch.
Fällt dir was auf?

>
> > Ach ja: "Der Mann, der wahrlich keine Geheimnisse kennt." --
> > Oberflächlichkeit entlarvt sich selbst, wenn sie an Tiefsinn scheitert
> > und es zu Schwachsinn erklärt. Wenn jemand keine Geheimnisse kennt,
> > bedeutet es auch, dass es für ihn keine Geheimnisse gibt - weil er die
> > Wahrheit kennt. Jemand, der den Namen eines Rhetors wie Seneca trägt,
> > dürfte eine solche Feinheit eigentlich nicht entgehen.
>
> Sorry Jan, aber ich spreche die deutsche Sprache lange genug um soviel
> Interpretation des Satzes zurueck zu weisen. Wenn du schreiben wolltest,
> es gab fuer ihn keine Geheimnisse, dann hast du schlicht Mist gebaut.
>

Du kennst die Dt.Sprache vielleicht lange genug - aber offensichtlich
nicht gut genug: "Ich kenne keine Angst", "Ich kenne keine Furcht" -
natürlich kenne ich Angst und Furcht, aber ich habe sie nicht. Genau
so ist es bei "Ich kenne keine Geheimnisse" - weil Geheimnisse keine
Bedeutung für mich als Geheimnis haben, weil sie offene Bücher sind
(hol dir ein Lektoratstestat; ich habe drei für diese Zeile).

Nero: Du kennst die Übersetzung der 666 (616)? Was ist nu besser:
Lehrer des größten Biedermanns und Brandstifters der Antike - oder
Lehrer des Antichristen, des personifizierten Bösen in dieser
(westlichen) Welt? Namen sind Symbole - und Seneca ist ein eindeutiges
Symbol (und du verhältst dich ja auch entsprechend diesem Symbol,
kleiner Baronchenbastler).

SEN...@argo.rhein-neckar.de

unread,
Jun 16, 2006, 3:35:00 PM6/16/06
to

> > Ich wundere mich warum Burks sich nicht meldet. Immerhin habe ich ihn
> > gegen den Vorwurf, er koenne Jan Gaspard sein, in Schutz genommen. Dafuer
> > kann man doch etwas Dankbarkeit erwarten, oder?
>
> Burks ist nicht die Quelle. Definitiv. Auch nicht für den Jeep.

Jan, das ueberzeugt mich nicht. Die Indizien sind recht eindeutig. Und sein
Wunsch, nicht mit O23 in Verbindung gebracht zu werden, ist verstaendlich.

> > > Ach ja: "Der Mann, der wahrlich keine Geheimnisse kennt." --
> > > Oberflächlichkeit entlarvt sich selbst, wenn sie an Tiefsinn scheitert
> > > und es zu Schwachsinn erklärt. Wenn jemand keine Geheimnisse kennt,
> > > bedeutet es auch, dass es für ihn keine Geheimnisse gibt - weil er die
> > > Wahrheit kennt. Jemand, der den Namen eines Rhetors wie Seneca trägt,
> > > dürfte eine solche Feinheit eigentlich nicht entgehen.
> >
> > Sorry Jan, aber ich spreche die deutsche Sprache lange genug um soviel
> > Interpretation des Satzes zurueck zu weisen. Wenn du schreiben wolltest,
> > es gab fuer ihn keine Geheimnisse, dann hast du schlicht Mist gebaut.
> >
>
> Du kennst die Dt.Sprache vielleicht lange genug - aber offensichtlich
> nicht gut genug: "Ich kenne keine Angst", "Ich kenne keine Furcht" -
> natürlich kenne ich Angst und Furcht, aber ich habe sie nicht. Genau
> so ist es bei "Ich kenne keine Geheimnisse" - weil Geheimnisse keine
> Bedeutung für mich als Geheimnis haben, weil sie offene Bücher sind
> (hol dir ein Lektoratstestat; ich habe drei für diese Zeile).

"Herr X wurde im CIA Hauptquartier tot aufgefunden. Aber er kannte
keine Geheimnisse." Muss man jetzt erst nachfragen ob er der Chef
oder der Gaertner war um den Sinn des Satzes zu verstehen?
Wenn dein Lektor dem zustimmt habe ich fast die Vermutung du bist an einer
Verschwoerung beteiligt: Die Postmoderne Ermordung der deutschen Sprache!
Nichts ist real, alles sind Chiffren und nur Papst Gaspard kann sie
richtig interpretieren. Wieviele Kaeufer hattest du denn bis jetzt?

in...@jan-gaspard.net

unread,
Jun 17, 2006, 5:43:56 AM6/17/06
to

SEN...@argo.rhein-neckar.de schrieb:

> Jan, das ueberzeugt mich nicht. Die Indizien sind recht eindeutig. Und sein
> Wunsch, nicht mit O23 in Verbindung gebracht zu werden, ist verstaendlich.

Wie kommst du darauf, dass ich dich von irgendetwas überzeugen wollte?
Du erinnerst mich an den Kommissar im Fall Tron; der fand die Indizien
auch immer ganz eindeutig; übersah aber, dass er nicht alle Indizien
wahrgenommen hatte (obwohl sie ganz nah vor seinen Augen vorbei
spaziert sind).


> "Herr X wurde im CIA Hauptquartier tot aufgefunden. Aber er kannte
> keine Geheimnisse." Muss man jetzt erst nachfragen ob er der Chef
> oder der Gaertner war um den Sinn des Satzes zu verstehen?
> Wenn dein Lektor dem zustimmt habe ich fast die Vermutung du bist an einer
> Verschwoerung beteiligt: Die Postmoderne Ermordung der deutschen Sprache!
> Nichts ist real, alles sind Chiffren und nur Papst Gaspard kann sie
> richtig interpretieren. Wieviele Kaeufer hattest du denn bis jetzt?

Der Kontext macht erst eine Bedeutung aus; ist es gesprochenes Wort,
die Betonung. Seneca, Seneca, nach zweitausend Jahren hast du sehr viel
verlernt. Und Sprache kann man nicht ermorden, nur nutzen. Manchmal
natürlich kann man auch drüber streiten. Mit besserwisserischen
Lehrern von antiken Biedermännern und Brandstiftern zum Beispiel (die
ja immer was zu streiten suchen). Aber ich verstehe das, Rabbi, steiten
im Sinne von Disput hat einen didaktischen Auftrag und schärft ja der
Verstand. Also, Danke für diese niedliche kleine Kontroverse.

Aber das mit der Realität und den Chiffren hast wirklich falsch
verstanden. Die Realität besteht aus Chiffren - jemand sagt was, und
meint was anderes; zwei Menschen schütteln sich vor Kameras die
Hände, und hassen sich eigentlich. Die Sonne scheint und die Menschen
sind glücklich. Chiffren, vonhin man schaut. Jemand nennt sich Seneca,
und entlarvt sich als ewig grantelnder Pädagoge - der erst eine
Namensnennung kritisiert, dann meine Recherchearbeit, dann meine
Sprache. Und dabei übersieht, dass er mit jedem seiner neuen Sätze
eine Chiffre seiner Motive offenbart.

Ich der Stellvertreter Gottes? -- Lies noch mal genau, wer Jan Gaspard
wirklich ist ;-)

hanna

unread,
Jun 18, 2006, 4:20:01 AM6/18/06
to

in...@jan-gaspard.net schrieb:

> Ich der Stellvertreter Gottes? -- Lies noch mal genau, wer Jan Gaspard
> wirklich ist ;-)

Auf jeden Fall 'n Weinfetischist, denn Kaffee war ja zu Deiner Zeit
noch nicht erfunden .... ;.p

Bau' auf, bau'auf .... ;-p


hanna.

in...@jan-gaspard.net

unread,
Jun 19, 2006, 2:46:31 AM6/19/06
to

hanna schrieb:

> Auf jeden Fall 'n Weinfetischist, denn Kaffee war ja zu Deiner Zeit
> noch nicht erfunden .... ;.p

Dann lies mal auf der Bestellung genau nach, wo der Wein herstammt ;-)

Mann muss ja auf dem Laufenden bleiben, was die Gegenseite so macht.
Ich empfehle übrigens den 1999er (schöne Zahl, gell?); schau dir mal
das nette Etikett dazu an...

Übrigens: Beim Kaffee ist das wie mit dem Aqua Ardens - wir trauen den
Jungs damals einfach zu wenig zu; und was wirklich wirklich gut war,
war schon immer ein großes, gut gehütetes Geheimnis oder tierisch
teuer.

Noch ein Übrigens: Der Trick mit dem Wasser in Wein verwandeln ist
einfacher als man glaubt (Jo ist da ja gnadenlos ehrlich; ihn liest nur
niemand richtig) - man muss die Biedermänner, Brandstifter und
Geizkrägen lediglich durchschauen können...

JG

hanna

unread,
Jun 19, 2006, 3:56:40 AM6/19/06
to

in...@jan-gaspard.net schrieb:

> - man muss die Biedermänner, Brandstifter und
> Geizkrägen lediglich durchschauen können...

Hey!!
Willst Du mir damit sagen, dass du Seneca's Rolle in der Offenbarung
überhaupt noch nicht begriffen hast? :-o
Du, der Mann, der keine Geheimnisse kennt?
Du, der mit den 64 Visitenkarten, die ein Chipimlantat für die
Öffnung
von 256 Türen beherbergen??
Dann, Jan, hast Du aber gewaltigen Nachholebedarf.
Denn --
Seneca *muss* man einfach verzeihen, das ist ein gottgegebenes
Naturgesetz!! ;-p

Ja, apropo verzeihen:
Wann, Jan, werd' ich erleben, dass Du dich bei Bori's Mutter
für deinen Fauxpas entschuldigst? :-o

hanna.

in...@jan-gaspard.net

unread,
Jun 19, 2006, 9:09:52 AM6/19/06
to

hanna schrieb:

> Ja, apropo verzeihen: Wann, Jan, werd' ich erleben, dass Du dich bei Bori's Mutter
> für deinen Fauxpas entschuldigst? :-o

Nach Ihrem Comming-out.

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