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> ... Und dann steht dort
> "Ardenne, Manfred von", was ich (für D) so deute, dass "von"
> Bestandteil des Namens, aber *nicht* des Zunamens ist.
...
> Gehören "van" und Konsorten nun dort zum Zunamen oder nicht?
Ich vermute, das "van" gehört ebenso eindeutig zum Zunamen wie auch das
"von" in Deutschland. Es gehört jedenfalls eindeutig nicht zum Vornamen (und
auch nicht sonstwohin, insbesondere hat es keine in irgend einer Weise über
das Heißen hinausgehende Funktion!), also kann es nur zum Zunamen gehören.
Die Schreibweise in Deinem Beispiel soll wohl dazu führen, dass die Namen
nach dem signifikanteren, nominalen Teil sortiert werden, nicht nach dem
Vorsatz, der dem Ursprung nach nur eine Präposition, also ein
"Funktionswort" ist.
In der Praxis werden in Deutschland Namen mit "von" tatsächlich häufig nach
dem nominalen Teil des Namens, fast ebenso häufig aber auch nach der
Präposition einsortiert. Das ist meine empirische Erfahrung: Sehr oft muss
ich meinen Namen zweimal nennen, weil er entweder bei r oder bei v nicht
gefunden wird.
Gerade weil das "von" Bestandteil des Zunamens und nichts anderes ist, bin
ich inzwischen übrigens der Meinung, es wäre überhaupt das beste, man würde
das "von" an seinem Platz lassen und alle "von"-Namen eben bei v
einsortieren.
(Ein Nachteil wäre das allerdings für die, die einen Zunamen mit "von"
haben, diesen aber meist ohne das "von" benutzen. Sie werden dann wieder
nicht gefunden.)
Viele Grüße "von" Holger
Die Deutung ist Afaik falsch.
Es ist evtl. deswegen nicht unter "von" eingeordnet, weil dort sonst sehr
viele Namen sein könnten.
(Vergleiche "der"/"die" bei Auflistungen von Musikinterpreten etc.
Weitere Anmerkung:
"Herr Ardenne" als Anrede ist doch auch schlechter Stil, oder?
Christian
> Belgische und niederländische Namen enthalten verhältnismäßig
> häufig Bestandteile wie "de", "van", "ten" usw. zwischen Vor-
> und Zunamen. Sind diese unmittelbare Bestandteile des Zunamens?
Meine 2 Cent: Ich weiß, dass das in Belgien und in den Niederlanden
verschieden gehandhabt wird. Die einen schreiben das van klein, die anderen
groß. Ob das nun Auswirkungen auf die Zugehörigkeit zum Nachnamen und die
korrekte Versalienschreibweise hat, weiß ich nicht.
Joachim
Partikel wie "van", "de", "van der" usw. (sog. "Präfixe")
bilden auf jeden Fall Teile des Familiennamens,
die auf keinen Fall übergangen oder unterschlagen
werden dürfen - nicht nur unsere Adligen reagieren
darauf pikiert. Eine andere Frage ist, wie solche
Präfixe in alphabetischen Verzeichnissen (z.B.
Katalogen und Bibliografien) behandelt werden.
In Bibliothekskatalogen werden moderne
Personennamen aus westlichen Sprachen
für die Sortierung im allgemeinen
invertiert, d.h. aus "Peter Müller" wird
"Müller, Peter" und aus "Peter von Müller"
"Müller, Peter <von>" (die spitze Klammer
zeigt an, dass das Partikel "von" bei der
alphabetischen Sortierung übergangen wird).
Soweit die deutschen Namen. Da bei der Ansetzung von
Personennamen nach den "Regeln für die
alphabetische Katalogisierung in wissenschaftlichen
Bibliotheken (RAK-WB)" das sog.
"Staatsangehörigkeitsprinzip"
gilt, wird in deutschen Katalogen jede Person
nach den Regeln des Staates angesetzt, dessen
Staatsbürgerschaft sie besitzt. Das führt dann
dazu, dass ein Deutscher namens "Wernher von
Braun" als "Braun, Wernher <von>" angesetzt
wird, ist er aber US-Amerikaner, als "VonBraun,
Wernher" (in den angelsächsischen Ländern werden
die Präfixe stets zum Familiennamen gezogen).
Für die Staaten mit niederländischer Sprache ist
die Grundregel im Prinzip dieselbe wie bei
deutschen Namen, d.h. die Präfixe werden
nachgestellt, aber - und jetzt kommen wir
endlich zu den belgischen Namen! - Belgien
bildet eine Ausnahme: Dort werden die
Partikel wiederum, wie in den angelsächsischen
Ländern, zum Familiennamen gezogen
http://www.christian-kirsch.de/rak/rak9.htm
("Regeln für Staaten mit niederländischer oder
flämischer Sprache")
Wenn mans genau machen wollte, müsste man also
eigentlich bei jedem niederländischen Namen
mit Präfix erst mal nachforschen, ob die
betreffende Person Niederländer, Belgier
oder sonst was ist (denn es gibt natürlich auch
deutsche, französische und britische Staatsbürger
mit niederländischen Partikeln im Namen!). Für die
bibliothekarische Praxis existiert allerdings eine
Normdatei der Namensansetzungen, in der die meisten
maßgeblichen Ansetzungen von Autorennamen enthalten
sind:
http://www.ddb.de/professionell/pnd.htm
Wichtiger als die richtige Ansetzung ist auf
jeden Fall ein ausreichendes Verweisungssystem:
Selbst wenn unklar bleibt, ob ein Präfix nun vor
oder hinter den Namen gehört, sollte man
beide Formen durch eine Verweisung verknüpfen,
und das sollte auch in Literaturverzeichnissen
ohne weiteres möglich sein.
M. Kranz
Wer erfindet solch eine absurde Regel (und zu welchem Zweck)?
Die primäre Aufgabe eines Katalogs besteht doch darin, daß der
gemeine Leser einen Autor findet, und nicht darin, daß der Autor
sich selbst an seiner Lieblingsposition findet. (Wäre das das Ziel,
dann müßte man auch noch lokale Sortierregeln berücksichtigen:
Der Tscheche Chvátal stünde dann zwischen "H" und "I", der Schwede
Öström hinter "Z", und so weiter.)
Uwe
>> [...] Da bei der Ansetzung von Personennamen nach den "Regeln
>> für die alphabetische Katalogisierung in wissenschaftlichen
>> Bibliotheken (RAK-WB)" das sog. "Staatsangehörigkeitsprinzip"
>> gilt, wird in deutschen Katalogen jede Person nach den Regeln des
>> Staates angesetzt, dessen Staatsbürgerschaft sie besitzt. Das
>> führt dann dazu, dass ein Deutscher namens "Wernher von Braun"
>> als "Braun, Wernher <von>" angesetzt wird, ist er aber
>> US-Amerikaner, als "VonBraun, Wernher" (in den angelsächsischen
>> Ländern werden die Präfixe stets zum Familiennamen gezogen).
>
>Wer erfindet solch eine absurde Regel (und zu welchem Zweck)?
>Die primäre Aufgabe eines Katalogs besteht doch darin, daß der
>gemeine Leser einen Autor findet, und nicht darin, daß der Autor
>sich selbst an seiner Lieblingsposition findet. (Wäre das das Ziel,
>dann müßte man auch noch lokale Sortierregeln berücksichtigen:
>Der Tscheche Chvátal stünde dann zwischen "H" und "I", der Schwede
>Öström hinter "Z", und so weiter.)
Das "Staatsangehörigkeitsprinzip" ist das Ergebnis
der "International Conference on Cataloguing Principles",
die 1961 von der "International Federation of Library
Associations (IFLA)" in Paris abgehalten wurde. Grundsätzlich
gibt es natürlich immer mehrere denkbare Möglichkeiten,
Personennamen anzusetzen: nach dem "Herkunftsprinzip",
dem "Staatsbürgerschaftsprinzip", dem "Nachschlagewerksprinzip"
oder dem "Sprachprinzip"
http://www.payer.de/grundlagenfe/fegscr03.htm
(Abschnitt 3.2.2., Abs. 3)
von denen das Staatsbürgerschaftsprinzip nicht unbedingt
die schlechteste, auch wenn es den Laien auf
den ersten Blick abstrus anmutet. Man braucht
sich nur zu vergegenwärtigen, dass
ein deutscher Leser den Satz "Von Goethe, von
Schiller, von Kleist, von Droste-Hülshoff zählen
zu den bedeutendsten deutschen Autoren, während
von Bismarck einer der bedeutendsten Politiker
des 19. Jahrhunderts war" ziemlich
merkwürdig finden würde, ein englischsprachiger
hingegen ähnlich merkwürdig den Satz "Quincey and
Mare are British authors, Passos and Vechten American
ones" (die betreffenden Autoren heißen
mit vollem Namen: Thomas de Quincey, Walter de
la Mare, John dos Passos und Carl van Vechten).
Es handelt sich also um nationale Konventionen
und Traditionen, die man lieber nicht über einen
internationalen Kamm scheren sollte. Das gilt
übrigens auch für die Sortierungsregeln in
alphabetischen Katalogen: Die von dir erwähnten
tschechischen und schwedischen Besonderheiten
findet man im jeweiligen Land ganz normal und
wendet sie an, während hierzulande allein die
26 Buchstaben des deutschen Alphabets und die
Ziffern 0 - 9 als Ordnungselemente gelten,
Umlaute und "ß" aufgelöst (ä = ae, ß = ss usw.)
werden und alle Sonderzeichen aus anderen Sprachen
- für die Ordnung! - unberücksichtigt bleiben.
Aber wie gesagt: So lange genügend
Verweisungen gemacht werden, spielt die
Entscheidung über die Ansetzungs-Prinzipien
eigentlich eine untergeordnete
Rolle. Und wenn alle Computer eines Tages mal
so intelligent sein sollten, dass sie auch Formen
"Van Vechten", "Van-Vechten" und "VanVechten"
selbstständig und auf Anhieb als identische
Suchelemente erkennen, können wir uns auch die
ganze Verweiserei ersparen. Schön wärs!
Also in den Niederlanden werde die Namen eigentlich immer nach dem
nominalen Teil sortiert. Du würdest damit eindeutig bei R auftauchen.
Im Telefonbuch steht jedenfalls das 'van', 'de', 'ter' usw. immer hinten
dran und der (oder die) Vorname(n) immer nur als Initialie(n). Also z.B.
ein Marco van Basten (um beim Sport zu bleiben) wuerde im Telefonbuch
als 'Basten M van' auftauchen.
Allerdings ändert das nichts daran, dass das 'van' eindeutig zum
Familiennamen gehört. Der oben gennante Herr würde somit formell mit
'Herr van Basten' und nicht 'Herr Basten' angesprochen werden.
Ob jetzt allerdings das 'van' groß oder klein geschrieben wird, da ist
mir keine Regel bekannt. Ich habe beide Schreibweisen schon gesehen (für
den selben Namen) allerdings häufiger die kleine Variante.
> Ob jetzt allerdings das 'van' groß oder klein geschrieben
> wird, da ist mir keine Regel bekannt. Ich habe
In den Niederlanden selbst?
> beide Schreibweisen schon gesehen (für den selben Namen)
> allerdings häufiger die kleine Variante.
Daraus schließe ich mal, dass ich niemandem auf die Füße
trete, wenn ich mich für eine der beiden Varianten
entscheide. Ich werd's mal klein schreiben.
> Allerdings ändert das nichts daran, dass das 'van' eindeutig zum
> Familiennamen gehört. Der oben gennante Herr würde somit formell mit
> 'Herr van Basten' und nicht 'Herr Basten' angesprochen werden.
> Ob jetzt allerdings das 'van' groß oder klein geschrieben wird, da
> ist mir keine Regel bekannt. Ich habe beide Schreibweisen schon
> gesehen (für den selben Namen) allerdings häufiger die kleine
> Variante.
Falls der Vorname dabeisteht, schreibt man "van" klein, andernfalls
groß. (So kenne ich es aus den Niederlanden. Ob es in Belgien genauso
ist, weiß ich nicht.)
--
Bernd Gramlich Quod scripsi, scripsi.
> Die primäre Aufgabe eines Katalogs besteht doch darin, daß der
> gemeine Leser einen Autor findet, und nicht darin, daß der Autor
> sich selbst an seiner Lieblingsposition findet. (Wäre das das Ziel,
> dann müßte man auch noch lokale Sortierregeln berücksichtigen:
> Der Tscheche Chvátal stünde dann zwischen "H" und "I", der Schwede
> Öström hinter "Z", und so weiter.)
Wenn Du einen Katalog baust, der von Nutzern aus mehreren Ländern in
mehreren Sprachen zu nutzen ist, dann gehört eben dies berücksichtigt.
Gruß, ULF
Fast. Sie heißen Thomas De Quincey, John Dos Passos, Carl Van Vechten, aber
Walter de la Mare.
Marius Svenkerud
:-)
Andreas, ahnend
Die Frage der Groß- oder Kleinschreibung
von Namenspräfixen mag zwar für den
Familienhistoriker oder Standesbeamten
von Interesse seinn, bei der Sortierung von Namen
in alphabetischen Verzeichnissen spielt sie,
soweit mir bekannt, nirgendwo eine Rolle. Und
während die Formen "Dos Passos",
"Van Vechten" und "de la Mare"
offenbar tatsächlich "amtlich"
sind, belehrt uns hinsichtlich
de Quincey das "Dictionary
of national biography":
"The De Quinceys were an old
familiy who took their name from the village
of Quincey in Normandy ... De Quincey himself
wrote his name 'de Quincey' and would have
catalogued it among the Q's." (Vol. 5, Craik
- Drake, Oxford, 1971, S. 835).
Belegt einmal mehr, wie wichtig feste
Regeln für die Ansetzung und Sortierung von
Namen sind, weil sonst jeder nach seinem
Gusto verfahren würde; das Resultat solcher
Praxis kann man im Internet besichtigen, wo
Namen mit die schwärzesten Löcher im allgemeinen
Chaos bilden.
> Das führt dann
> dazu, dass ein Deutscher namens "Wernher von
> Braun" als "Braun, Wernher <von>" angesetzt
> wird, ist er aber US-Amerikaner, als "VonBraun,
> Wernher" (in den angelsächsischen Ländern werden
> die Präfixe stets zum Familiennamen gezogen).
Das kann sogar so weit gehen, dass der Name und die
Präfixe vollkommen verschmelzen (van der Bilt ->
Vanderbilt).
--
tobias b köhler
dieser beitrag stellt nur meine persönliche meinung dar
this posting only expresses my personal opinion
:-)
Es gibt tatsaechlich belgische Namen. Die Schreiweise, bei der die
Woertchen "van" und "de"/"der"/"den" aneinander geschrieben werden, ist
typisch belgisch; echt belgisch, denn am Namen kann man nicht (mehr)
sehen, welche Sprache die Muttersprache ist. Der Name "van den Berg" hat
in den Niederlanden eigentlich keine Varianten (wenn man verzichtet auf
aeltere Formen wie Bergh/Berge/Berghe). In Belgien sind aber folgende
Varianten denkbar:
van den Berg [selten]
Van den Berg
Van Den Berg
Vanden Berg
Vandenberg
Deshalb ist es in Belgien auch sehr praktisch, dass man diese Namen alle
unter V einsortiert. Oft weiss man naemlich nicht, um welche Variante es
sich eigentlich handelt...
Gruesse,
Rian
--
Rian van der Borgt, Leuven/Löwen, Belgien.
email: rvdb...@xs4all.nl www: http://www.xs4all.nl/~rvdborgt/
"van" wird auch klein geschrieben, wenn nur der Anfangsbuchstabe des
Vornamens dabei steht.
>andernfalls
>groß. (So kenne ich es aus den Niederlanden. Ob es in Belgien genauso
>ist, weiß ich nicht.)
In Belgien schreibt man die Familienname immer gleich. In "van den Berg"
bleibt das "v" immer klein, in "Van den Berg" immer gross.
> Deshalb ist es in Belgien auch sehr praktisch, dass man
> diese Namen alle unter V einsortiert.
Praktisch? Warum solles praktisch sein, jeden zweiten
Namen (zugespitzt) unter demselben Buchstaben zu finden?
Unter dem es dann eher unübersichtlich zugeht?
Naja, vielleicht findest du es praktischer, Namen mehrmals nach zu
schlagen, z.B. unter:
Berg, A. Van Den
Berg, A. Vanden
Denberg, A. van
Vandenberg, A.
Wobei diese Namen dann natuerlich nicht bei einander stehen.
> > Deshalb ist es in Belgien auch sehr praktisch, dass man
> > diese Namen alle unter V einsortiert.
>
> Praktisch? Warum solles praktisch sein, jeden zweiten
> Namen (zugespitzt) unter demselben Buchstaben zu finden?
> Unter dem es dann eher unübersichtlich zugeht?
In Rians Beispiel ist das doch evident!
Ich fände es aber, wie gesagt, auch für uns eigentlich wünschenswert (auch
wenn das dank Matthias Kranz' erfreulich sachkundigen Erläuterungen fast
hinfällig ist), und zwar aus rein praktischen Gründen (und von denen bist Du
ja mit Deiner Datenbank auch ausgegangen), wenn van-, von-, zu-, usw. Namen
unter dem Vorsatz einsortiert würden. Sicher würde dann der Buchstabe v im
Telefonbuch etwas umfangreicher werden. Na und? Guck Dir mal die Buchstaben
m und s an!
Gruß
Holger
Wieso mehrmals?
Wenn ich weiß, wie die Person heißt, finde ich unter
> Berg, A. Van Den
den A. Van Den Berg und unter
> Vandenberg, A.
den A. Vandenberg.
Wenn ich natürlich nicht genau weiß, wie jemand heißt, muß
ich u. U. auch in anderen Fällen mehrmals nachschlagen
(fiktiv: Jan Votos /oder/ Photos oder /Fotos/).
Nun, mein Absicht ist *etwas* anders.
Ich möchte weniger *sortieren* (per Stichwortsuche wird
jeder richtig geschriebene Name ohnehin gefunden) als
*kennzeichnen*, den Zunamen nämlich (in Versalien).
Nach den hier dargelegten möglichen Varianten hieße das:
Rian van der Borgt => Rian van der BORGT
Rian Van Der Borgt => Rian VAN DER BORGT
Rian Van der Borgt => Rian VAN der BORGT ??
> Wenn ich natürlich nicht genau weiß, wie jemand heißt, muß
> ich u. U. auch in anderen Fällen mehrmals nachschlagen
> (fiktiv: Jan Votos /oder/ Photos oder /Fotos/).
Oder, nicht ganz so fiktiv:
Maier, Mair, Mayer, Mayr, Meier, Meir, Meyer, Meyr
Zu Deinem Problem mit der Versalienschreibung der Zunamen: Ich empfehle Dir
in allen Fällen die Namen samt Zusätzen in Versalien zu schreiben. Denn in
diesem Punkt waren doch wohl alle Postings einig: Die Vorsätze gehören zum
Zunamen.
Also: Holger VON RAUCH und Rian VAN DER BORGT
Viele Grüße
Holger
Das mache ich nie. Manchmal sehe ich, dass andere das machen, aber mein
Name schreibt sich einfach nicht mit Grossbuchstaben, sondern wie im
Signatur.
> Nun, es gibt Zeitungen, die schreiben den Zunamen des
> Autors (oder des Leserbriefschreibers) in Großbuchstaben.
> Bei internationalen Zusammenstellungen werden Namen oft
> so geschrieben, wie sie bei der Nennung in der jeweiligen
> Sprache üblich sind (also: NAGY Imre - aber Theo BERG),
> und da wird auf diese Weise einfach der Zuname markiert.
Besonders in Frankreich ist das üblich. Rian hat aber gerade
darauf hingewiesen, dass damit nicht nur zusätzliche Information
geliefert wird, sondern unter Umständen auch Information verlorengeht.
Es gibt so schöne Nachnamen wie
Auf der Mauer
VandeVondele
Vonder Mühll
a Marca
dall'O
dell'Avo
denen die Versalienschreibweise übel bekommt. Von ausserauropäischen
Namen war dabei noch gar nicht die Rede.
- Andi
> >Zu Deinem Problem mit der Versalienschreibung der Zunamen: Ich empfehle
> >Dir in allen Fällen die Namen samt Zusätzen in Versalien zu schreiben.
> >Denn in diesem Punkt waren doch wohl alle Postings einig: Die Vorsätze
> >gehören zum Zunamen.
> >Also: Holger VON RAUCH und Rian VAN DER BORGT
>
> Das mache ich nie. Manchmal sehe ich, dass andere das machen, aber mein
> Name schreibt sich einfach nicht mit Grossbuchstaben, sondern wie im
> Signatur.
Ich schreibe meinen Namen auch nie so. Wenn man aber eine Datenbank mit
Namen macht, wie Matthias, und das Prinzip hat, Zunamen in Versalien zu
schreiben, dann finde ich, dass das eine annehmbare Lösung ist. Mein
Grundsatz ist dabei vielleicht der: Es gibt keinen Grund, Namen die aus
mehreren Teilen bestehen, anders zu behandeln als Namen, die aus einem Teil
bestehen.
Entsprechend meine ich, dass für so eine Datenbank auch die Namen, die
Andreas als Beispiele bringt, ruhig in Versalien geschrieben werden könnten.
Wenn hingegen aus der Datenbank etwa Briefanreden generiert werden sollen,
wäre es zweifellos besser, ganz auf die Versalien zu verzichten. Auch "Sehr
geehrter Herr SCHRÖDER, ..." ist nicht günstig.
Gruß,
Holger
Andreas