Wie spricht man den Namen Lloyd (zB Lloyd Webber(?)) aus
und woher kommt er?
Ich kenne den Buchstaben 'll' (elle) aus dem Spanischen
(auch italienischen?), aber nicht am Wortanfang.
Außerdem habe ich es noch nie mit "j" ausgesprochen gehört.
TIA,
Christian
> Wie spricht man den Namen Lloyd (zB Lloyd Webber(?)) aus
> und woher kommt er?
/loid/, wobei /oi/ denselben Laut wie /oy/ in /boy/ darstellen soll.
Der Name kommt aus dem Walisischen, von /Llwyd/, "grau(-haarig)".
Man kann sich die Aussprache hier anhören (Lautsprecher-Symbol
anklicken):
<http://www.m-w.com/cgi-
bin/dictionary?book=Dictionary&va=lloyd+webber>
oder
<http://makeashorterlink.com/?P56B21BA7>
--
Steve
My e-mail address works as is.
> Wie spricht man den Namen Lloyd (zB Lloyd Webber(?)) aus
Etwa so, als gäbe es das zweite L nicht :-)
> und woher kommt er?
Meines Wissens aus Wales bzw. der walisischen Sprache. Dass "Lloyd" auch
in vielen Firmennamen vorkommt, liegt allerdings vor allem an Edward
Lloyd. Das war der mit dem Café, der Versicherung und dem
Schiffsregister ...
Tschüs,
Christian
>> Wie spricht man den Namen Lloyd (zB Lloyd Webber(?)) aus
>
> Etwa so, als gäbe es das zweite L nicht :-)
>
>> und woher kommt er?
>
> Meines Wissens aus Wales
Danke an euch beide!
Christian
...
...
Im Englischen spricht man das Doppel-l wie ein normales 'l' aus. Anders
sieht es im Walsischen aus, hier beginnt 'Llwyd' mit einem lateralen
Frikativlaut. Darunter wirst du dir vermutlich nicht viel vorstellen
können, wenn ich dir sage, dass Zulu und Xhosa den gleichen Laut kennen
und ihn mit 'hl' wiedergeben, wird dies vermutlich auch nicht helfen.
Höre ihn dir einfach einmal an:
<http://www.personal.psu.edu/staff/e/j/ejp10/cymcanol/alphabyw/consonant-alone.html>.
Für englische Ohren klingt der Laut ungefähr wie 'fl' oder 'th', für
deutsche eher wie 'chl' (mit (i)ch-Laut). Um ihn korrekt zu sprechen,
kannst du von der Zungenstellung des 'l' ausgehen, die Zunge an der
Seite ein wenig fester seitlich an den Zahndamm drücken und dann ohne
Vibration der Stimmbänder Luft an der Enge vorbeiströmen lassen.
Tschüs,Jürgen
> Für englische Ohren klingt der Laut ungefähr wie 'fl' oder 'th', für
> deutsche eher wie 'chl' (mit (i)ch-Laut).
Ist "Floyd" dann der Versuch einer phonetischen Wiedergabe im
Englischen?
Gruß, Michael
> Christian Volk schrieb:
>> Wie spricht man den Namen Lloyd (zB Lloyd Webber(?)) aus
>> und woher kommt er?
> Im Englischen spricht man das Doppel-l wie ein normales 'l' aus.
> Anders sieht es im Walsischen aus, hier beginnt 'Llwyd' mit
> einem lateralen Frikativlaut.
> [...]
> Für englische Ohren klingt der Laut ungefähr wie 'fl' oder
> 'th' [...]
Der Name "Floyd" war ursprünglich eine Variante von "Lloyd":
| This form of the name results from an attempt to represent the
| sound of the Welsh initial /Ll-/ using traditional English
| pronunciation and orthography.
|
(Patrick Hanks and Flavia Hodges, "A Concise Dictionary of First
Names", Revised Edition, Oxford University Press, 1997.)
...
> Für englische Ohren klingt der Laut ungefähr wie 'fl' oder 'th', für
... ^^
Gemeint ist natürlich nicht 'th', sondern 'thl'.
Tschüs, Jürgen
Soweit ich weiss kommt der Name aus dem Walisischen. Das doppel "ll" steht
für ein stimmloses /l/. (Dabei stellt man einfach die Stimmbänder ab und
lässt die Luft an beiden Seiten der Zunge vorbeiströmen, falls das schwer
vorzustellen ist.) Inwie weit das auf den Eigennamen zutrifft, weiss ich
nicht.
Grüsse,
Dorothea
"Llwyd" würde man Walisisch /lluid/ sprechen
"Ll" ist ein stimmloses l, bei dem Luft seitlich neben der Zunge entweicht,
praktisch wie "tl" in "Atlas", nur ohne "t" und mit mehr Luft.
Lars
Nö.Lloyd ist Englisch, das diesen Laut nicht hat.
Llwyd wäre Walisisch
"Chl" /xl/ klingt nur in entfernter Annäherung ähnlich. In Wahrheit ist da
kein /x/
In allen keltischen Sprachen gibt es diesen Laut nicht, m.W. nur im
Walisischen. Daß es ein "urkeltischer" Laut sei, wüßte ich nicht zu sagen.
Dafür gibt es ihn jedoch z.B. auch in Isixhosa und Isizulu (dort "hl"
geschrieben)
Lomhlaba kawunoni madoda ... (= die Welt ist nie zufrieden, wenn man
CD-Booklet-Übersetzungen glauben darf :-) )
Lars