Wie spricht man/ihr 'Ungarn' (das Wort und seine Ableitungen aus?
Regional verschieden?
a) Ungarn, ungarisch... (wohl eher nicht, oder?)
b) Ung-garn, ung-garisch...
c) Un-garn, Un-garisch...
--
Armin
Wie ungern, also c).
--
mfg
Heinz Lohmann
Taipei, Taiwan
25°05'N 121°32'E
Der gute Ton steht dort um eine Oktave niedriger.
- Georg Christoph Lichtenberg
Wie engl. hungry, also b)
(anders als in Taiwan ;-) )
Max
--
Dr. Lorenz Sichelschmidt
Department of Linguistics, University of Bielefeld
POB 100131, D-33501 Bielefeld, Germany
FON +521-106-5313 --- FAX +521-106-6447
>Wie spricht man/ihr 'Ungarn' (das Wort und seine Ableitungen aus?
>Regional verschieden?
Mit nasalem n, also so wie in "lungern".
So wie beispielsweise in "ungenügend" spreche ich es nie aus (eine
Hamburger Freundin spricht es so, aber sie stammt auch eigentlich aus
Dortmund, so daß ich nicht weiß, ob es regional oder vielleicht nur eine
private Besonderheit ist).
chr
Mein Duden Aussprachewörterbuch hat Un-garn.
Mein alter Siebs har Ung-garn, auch so das Wb. der deutschen Aussprache vom
VEB Bibl. Inst. Leipzig.
Poul Erik Jørgensen
> Mein Duden Aussprachewörterbuch hat Un-garn.
> Mein alter Siebs har Ung-garn, auch so das Wb. der deutschen Aussprache
> vom VEB Bibl. Inst. Leipzig.
Interessant. Es ist eher selten, dass sich (G)WDA und Siebs gegen den Duden
einig sind. Ich schließe mich den beiden an.
Wie ist es mit Tango? (MUSEN auch velarer Nasal + g)
Gruß
Holger
Ein nasales n. Hört hört.
SCNR
Holger
> Hallo,
>
> > Mein Duden Aussprachewörterbuch hat Un-garn.
> > Mein alter Siebs har Ung-garn, auch so das Wb. der deutschen Aussprache
> > vom VEB Bibl. Inst. Leipzig.
>
> Interessant. Es ist eher selten, dass sich (G)WDA und Siebs gegen den Duden
> einig sind. Ich schließe mich den beiden an.
Ist die nichtvelare Aussprache für den Duden gesichert? Oder war der
nur unfähig, einen velaren Nasal zu reproduzieren? Schließe mich
ebenfalls an: das [g] wird artikuliert; davor einen Nasal zu
artikulieren, der nicht velar ist, ist MUSEN ein starkes Stück:
wer tut denn *sowas*?
> Wie ist es mit Tango? (MUSEN auch velarer Nasal + g)
ACK.
Christian
--
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>
> Ist die nichtvelare Aussprache für den Duden gesichert? Oder war der
> nur unfähig, einen velaren Nasal zu reproduzieren? Schließe mich
> ebenfalls an: das [g] wird artikuliert; davor einen Nasal zu
> artikulieren, der nicht velar ist, ist MUSEN ein starkes Stück:
> wer tut denn *sowas*?
Das kannst Du auch und tust das sicher auch gelegentlich:
eingreifen, hingehen, ungenügend, ...
Gerade bei "Ungarn" gelingt mir sogar der fließende Übergang vom
dentalen zum velaren Nasal.
Ralf
> > Ist die nichtvelare Aussprache für den Duden gesichert? Oder war der
> > nur unfähig, einen velaren Nasal zu reproduzieren? Schließe mich
> > ebenfalls an: das [g] wird artikuliert; davor einen Nasal zu
> > artikulieren, der nicht velar ist, ist MUSEN ein starkes Stück:
> > wer tut denn *sowas*?
>
> Das kannst Du auch und tust das sicher auch gelegentlich:
> eingreifen, hingehen, ungenügend, ...
Ätsch! Reingefallen! *Das* tu' ich eben nicht, ganz gewiss nicht
bei "eingreifen" und "ungenügend"; bei "hingehen" kann ich mir's
für meine Lautwerkzeuge knapp vorstellen. - Dieser Unterschied
hängt vielleicht deshalb zusammen, dass wir Sprecher aus dem
süddeutschen Sprachraum ja generell Mühe haben, Wörter schön
voneinander getrennt auszusprechen und z.B. statt des wohllautenden
Knacklautes (fast) immer "legato" artikulieren. Und eine Art
Wort- oder zumindest Morphemgrenze liegt in deinen Beispielen
ja auch vor.
Habe bei mir im Schrank noch einen alten Duden vom VEB
Bibl. Inst. Leipzig gefunden, von 1969. Der votiert auch fuer
Ung-garn, also b).
Um noch einen anderen Aspekt der Aussprache in die Diskussion
einzuwerfen: ungarisch mit Betonung auf der ersten Silbe.
Ich hab's Leute auch schon anders aussprechen hoeren (Betonung auf der
zweiten Silbe, mit gaaanz langem a!), aber es klingt irgendwie grausam...
Gruss,
Alex.
--
"'War' ist die Vergangenheitsform von 'sein'."
(unbekannt)
---------------------------------------------------------------------
Alexander Glintschert (al...@glintschert.de)
FreeMail-Tel.-Nr.: +49-180-50 52 54 09 50 48
> Um noch einen anderen Aspekt der Aussprache in die Diskussion
> einzuwerfen: ungarisch mit Betonung auf der ersten Silbe.
> Ich hab's Leute auch schon anders aussprechen hoeren
Das dürften wohl alte Kader der SED sein, die den Ungarn immer noch
gram sind wegen 1989.
> (Betonung auf der
> zweiten Silbe, mit gaaanz langem a!), aber es klingt irgendwie grausam...
Aber verständlich: wie "bulgarisch".
> "Ralf Heinrich Arning" <Ralf....@t-online.de> wrote in message
> news:1f64op5.1xr9r94kgcw6iN%Ralf....@t-online.de...
>
>
> > > Ist die nichtvelare Aussprache für den Duden gesichert? Oder war der
> > > nur unfähig, einen velaren Nasal zu reproduzieren? Schließe mich
> > > ebenfalls an: das [g] wird artikuliert; davor einen Nasal zu
> > > artikulieren, der nicht velar ist, ist MUSEN ein starkes Stück:
> > > wer tut denn *sowas*?
> >
> > Das kannst Du auch und tust das sicher auch gelegentlich:
> > eingreifen, hingehen, ungenügend, ...
>
> Ätsch! Reingefallen!
Gern geschehen! :-)
> *Das* tu' ich eben nicht, ganz gewiss nicht
> bei "eingreifen" und "ungenügend"; bei "hingehen" kann ich mir's
> für meine Lautwerkzeuge knapp vorstellen.
Ich bin aber sicher, Du könntest es lernen.
Verschluckst Du denn das "n" vor dem "g"? Oder bringst Du gerade noch
einen velaren Nasal zustande?
> - Dieser Unterschied
> hängt vielleicht deshalb zusammen, dass wir Sprecher aus dem
> süddeutschen Sprachraum ja generell Mühe haben, Wörter schön
> voneinander getrennt auszusprechen und z.B. statt des wohllautenden
> Knacklautes (fast) immer "legato" artikulieren. Und eine Art
> Wort- oder zumindest Morphemgrenze liegt in deinen Beispielen
> ja auch vor.
Du sprichst hier nichts, was an ein "g" erinnern könnte?
(Ich merke, meine früheren Schweizer Bezugspersonen leben schon sehr
lange nicht mehr hier.)
Ralf
Wähh!
Ich schreibe jetzt auf eine Seite hundertmal velar.
OK?
chr
Ich wuerde hier mal ein klares "sowohl als auch" einwerfen.
Wenn ich schnell rede, wird da wohl oft ein
eing-greifen, ung-genuegend, hing-gehen und auch Ung-garn
draus, aber fuer korrekt wuerde ich diese meine Aussprache nicht
halten. Spraeche ich bedacht sorgfaeltig, wuerde ich die Nasalierung
zu vermeiden suchen. Bei "Ungarn" sollte man am besten mal die Ungarn
fragen.
Viele Gruesse
Joerg
Bei mir nicht. Für ist auch kein Geschwindigkeitsvorteil ersichtlich.
> und auch Ung-garn draus,
Das spreche ich immer so aus.
> [...]Bei "Ungarn" sollte man am besten mal die Ungarn
> fragen.
Du würdest einen Deutschen fragen, ob du "Allemagne" richtig
aussprichst?
CU
Thomas
> Bei "Ungarn" sollte man am besten mal die Ungarn
> fragen.
Hallo Joerg,
da wirst du Trauer haben, denn die Ungarn selbst nennen ihr Land
Magyar, wobei das "gy" als "dj" gesprochen wird.
Apropos: Gregor Gysis Familienname muesste unter diesem Aspekt sicher
"Djschi" oder so ausgesprochen werden.
Gruss
G.O.
Von Vorteil wuerde ich nicht sprechen. Einen Grund kann ich nicht
angeben. Es passiert halt. Wie "eingntlich", was ja eigentlich auch
keinen Geschwindigkeitsvorteil bringt -- erst "einklich" wird echt
zweisilbig.
>
>> und auch Ung-garn draus,
>
>Das spreche ich immer so aus.
Bei "ungarisch" ist meine Wahrscheinlichkeit hoeher, auch bei
langsamer Sprechweise ung-garisch zu sagen. Wieder ohne Begruendung.
>
>> [...]Bei "Ungarn" sollte man am besten mal die Ungarn
>> fragen.
>
>Du würdest einen Deutschen fragen, ob du "Allemagne" richtig
>aussprichst?
Nein, nein, nicht mal einen Englaender, ob ich England richtig
aussspreche (so scheint mir die Analogie wiederhergestellt).
Das war mehr als Scherz gemeint.
Das mit den Magyaren, auf die
G.O. Tuhls hingewiesen hat, war mir aber tatsaechlich im Augenblick
des Schreibens nicht gegenwaertig. Schwaches Bild, das, wo's das
Wort ja schliesslich auch im Deutschen gibt.
Bei der Gelegenheit: Weiss jemand, wie wir die Magyaren da eigentlich
wirklich bezeichnen? Warum "Ungarn"?
Viele Gruesse
Joerg
Nein, sondern "Magyarország" (magyar = ungarisch, Ungar[in]; ország =
Land)
>wobei das "gy" als "dj" gesprochen wird.
In der Tat. Mein Musiklehrer wusste das allerdings nicht und sprach
folglich immer von "Gi-ör-gi Li-geeee-ti" (György Ligeti). Setzen,
sechs! Meinem Kunstlehrer hat es Gyo"zo" Vásárhelyi einfacher gemacht,
indem er sich rechtzeitig in Victor Vasarely umbenannte...
>Apropos: Gregor Gysis Familienname muesste unter diesem Aspekt sicher
>"Djschi" oder so ausgesprochen werden.
Keine Ahnung, woher der stammt - aus Ungarn sicher nicht. Der
Buchstabe(!) "gy" ist nämlich ein Konsonant, und der kann am Wortanfang
nicht vor einem weiteren Konsonanten stehen. (Solche Zungenbrecher sind
ja eher eine Stärke verschiedener slawischer Sprachen, und selbst da
zweifle ich, ob's sowas mit weichem d gibt.)
Gruß,
Michael
Oder "eingtlich" ohne das n vor dem t.
> >
> >> und auch Ung-garn draus,
> >
> >Das spreche ich immer so aus.
>
> Bei "ungarisch" ist meine Wahrscheinlichkeit hoeher, auch bei
> langsamer Sprechweise ung-garisch zu sagen. Wieder ohne Begruendung.
Wahrscheinlich, weil's so "richtig" ist. ;-)
> >> [...]Bei "Ungarn" sollte man am besten mal die Ungarn
> >> fragen.
> >
> >Du würdest einen Deutschen fragen, ob du "Allemagne" richtig
> >aussprichst?
>
> Nein, nein, nicht mal einen Englaender, ob ich England richtig
> aussspreche (so scheint mir die Analogie wiederhergestellt).
Nicht ganz, denn der benutzt das gleiche Wort, wenn er (ausschließlich)
von England spricht.
Nehmen wir den Franzosen, den man fragt, ob man "Frankreich" richtig
ausspricht.
> Bei der Gelegenheit: Weiss jemand, wie wir die Magyaren da eigentlich
> wirklich bezeichnen? Warum "Ungarn"?
Die Leute weilen im Hunnengarten.
CU
Thomas
--
" ... I told my doctor I got all the exercise I needed being a
pallbearer for all my friends who run and do exercises!"
-- Winston Churchill
> Bei "Ungarn" sollte man am besten mal die Ungarn
> fragen.
... wie sie "Magyar" aussprechen?
Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD auf den üblichen Servern
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
>
> >Apropos: Gregor Gysis Familienname muesste unter diesem Aspekt sicher
> >"Djschi" oder so ausgesprochen werden.
>
> Keine Ahnung, woher der stammt - aus Ungarn sicher nicht. Der
> Buchstabe(!) "gy" ist nämlich ein Konsonant, und der kann am Wortanfang
> nicht vor einem weiteren Konsonanten stehen. (Solche Zungenbrecher sind
> ja eher eine Stärke verschiedener slawischer Sprachen, und selbst da
> zweifle ich, ob's sowas mit weichem d gibt.)
Neiiin! Der ist ein Schweizer; nix Slawe!
Ch.
>Apropos: Gregor Gysis Familienname muesste unter diesem Aspekt sicher
>"Djschi" oder so ausgesprochen werden.
Sie müßten die Konsonantenhäufung am Anfang auflösen, so kann man das ja
nicht sprechen.
Früher kam da entweder ein Vokal vorn ran (wie in "iskola" - Schule aus
schola) oder einer dazwischen (fällt mir kein Beispiel ein), oder ein
Konsonant fiel aus (wie in "szent" - heilig aus sve(n)t).
Außerdem würde das "dj" zu "tsch" (Assimilation an das sch), bliebe
beispielsweise "etschi" - naja, das könnte man mit "öcsi" verknüpfen,
das heißt eigentlich "Brüderchen" oder auch "ey Alter".
chr
Oh Volk, ick hör dir etymogeln!
Die erste Erwähnung nennt sie "onogur" (vielleicht K. Porphyrogenetos,
das muß ich erstmal nachschlagen - was angeblich in einer Turksprache
"zehn Pfeile" bedeutet - das kann ich von hier aus auch nicht
nachprüfen). Daher sollen auch "hungarus" und "Ungar" kommen.
"magyar" ist ein zusammengesetztes Wort aus "ma" und "gyeri" (letzteres
nach Abfall des Stammauslautes und Vokalassimilation zu -gyar), die
beide in verschiedenen Sprachen (die erste könnte finnougrisch sein)
"Mensch" bedeuten.
chr
> >Apropos: Gregor Gysis Familienname muesste unter diesem Aspekt sicher
> >"Djschi" oder so ausgesprochen werden.
>
>
> Sie müßten die Konsonantenhäufung am Anfang auflösen, so kann man das ja
> nicht sprechen.
> Früher kam da entweder ein Vokal vorn ran (wie in "iskola" - Schule aus
> schola) oder einer dazwischen (fällt mir kein Beispiel ein), oder ein
> Konsonant fiel aus (wie in "szent" - heilig aus sve(n)t).
>
> Außerdem würde das "dj" zu "tsch" (Assimilation an das sch), bliebe
> beispielsweise "etschi" - naja, das könnte man mit "öcsi" verknüpfen,
> das heißt eigentlich "Brüderchen" oder auch "ey Alter".
Gib dir keine Mühe: Es ist und bleibt, wie ich schon anderweitig
gesagt habe, ein Schweizer Name - auch wenn die das nicht gar
so gerne zugeben.
Ch.
> Sie müßten die Konsonantenhäufung am Anfang auflösen, so kann man das ja
> nicht sprechen.
Sieh da, wie die Finnen. Die lassen bevorzugt weg, z.B.: Strand -> Ranta.
Martin
Miss Verständnis! Keineswegs wollte ich Herrn Gysi slawische Abstammung
unterstellen ;-) Ich habe nur laut überlegt, in welcher Sprache ein
Wort mit derjenigen Lautkombination beginnen könnte, die im Ungarischen
"gys" geschrieben würde (anknüpfend an G. O. Tuhls' Posting).
Aber danke, dass Du mir Herrn Gysi als Erben Tells entdeckst!
Gruß,
Michael
> Miss Verständnis!
Wer ist das?
udo
--
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IMHO hat GG häufig genug auf ungarische Abstammung hingewiesen. Ein
postkommunistischer Globalist?
Gruß
G.O.
> Die erste Erwähnung nennt sie "onogur" (vielleicht K. Porphyrogenetos,
> das muß ich erstmal nachschlagen - was angeblich in einer Turksprache
> "zehn Pfeile" bedeutet - das kann ich von hier aus auch nicht
> nachprüfen). Daher sollen auch "hungarus" und "Ungar" kommen.
Hängt damit tschech. uher zusammen?
>
> "magyar" ist ein zusammengesetztes Wort aus "ma" und "gyeri" (letzteres
> nach Abfall des Stammauslautes und Vokalassimilation zu -gyar), die
> beide in verschiedenen Sprachen (die erste könnte finnougrisch sein)
> "Mensch" bedeuten.
Also Menschmensch?
Ralf
> IMHO hat GG häufig genug auf ungarische Abstammung hingewiesen.
Ja und? Das mag sogar stimmen ich hab keine Ahnung, Migration soll ja
auch früher gegeben haben. Marschall Mannerheim war auch Finne trotz
deutschem Namen. Aber der *Name* "Gysi" stammt eindeutig aus der
Schweiz.
M.
Die Kusine von Miss Lungen :-)
Gruß,
Michael
Schlechtes Beispiel, denn gerade hier lassen die Ungarn ungern etwas
weg:
Strand -> strand
Gruß,
Michael
Kommt "gyer(m)ek" dann auch von "gyeri"?
Gruß,
Michael
>> Wer ist das?
>
> Die Kusine von Miss Lungen :-)
Die war so schlau, dass sie sogar zur Miss Bildung gewählt wurde.
vG
--
Volker Gringmuth http://www.volker-gringmuth.de
"...für sich alleine ist das Instrument schon recht einseitig" - "Eigentlich ist
es sogar extrem vielsaitig." (J.Haensch und W.Krietsch in drmm über die Harfe)
[wilde Erklärungen, was im Ungarischen aus dem Namen Gysi würde]
>Gib dir keine Mühe: Es ist und bleibt, wie ich schon anderweitig
>gesagt habe, ein Schweizer Name - auch wenn die das nicht gar
>so gerne zugeben.
Hätte ich da etwa einen Grinser hinsetzen sollen? Ich dachte, der
Blödsinn disqualifiziert sich selber.
chr
chr
Die Übernahme ist zu neu (erster Nachweis 1904), und "str-" scheint auch
nicht *so* schwer sprechbar zu sein.
Obwohl: das Wort "strucc" (Strauß [der Vogel]) kommt als "ystrucz"
(1531), "uzturuc" (1541), "usztrucz" (1559) und ab Ende 17. Jh.
einheitlich als "strucc" vor.
BTW: "strand" heißt Strandbad.
chr
> > Bei "Ungarn" sollte man am besten mal die Ungarn
> > fragen.
>
> Hallo Joerg,
> da wirst du Trauer haben, denn die Ungarn selbst nennen ihr Land
> Magyar, wobei das "gy" als "dj" gesprochen wird.
> Apropos: Gregor Gysis Familienname muesste unter diesem Aspekt sicher
> "Djschi" oder so ausgesprochen werden.
Mit der Muffe gebufft oder wie, oder wat?
Interessieren würde mich die Etymologie des Gysischen Familiennamens
doch schon. Jüdisch, ohne Frage. Kann mich noch an Gysis Mutter erinnern,
sie wurde 'Die Squaw' genannt, ihres Aussehens wegen, schwarzer
Knoten im Nacken. Sie war irgendwie im Kulturministerium der DDR für die
Auslandsreisen zuständig. Und das war 1 Schlüsselstellung: mehr als
Geld war in der DDR ein Ausreisevisum wert. In Ahrenshoop, der
Sommerfrische der ostzonalen Intellektuellen, hielt Frau Gysi im
Kurhaus förmlich hof. Und änderte nach der Wende 1990 ihr Exterieur
abrupt: trat, lt. Aussage meiner Aeltern, blond gefärbt auf.
Gysi Vater war übrigens rhetorisch 1 ziemliche Niete; hab ihn mal als
Staatssekratair für Kirchenfragen erlebt.
Kann aber auch sein, daß er sich nur der DDR-typischen Ungalanz
angepaßt hat.
Auch mal live erlebt den Ideologie-Fritzen des politischen Büros.
Kurt Hager, der übrigens Schwabe war, & der 1 Toast ausbringen wollte
& zu diesem Zwecke in seinen Anzugtaschen nach dem vorformulierten Text
suchte, den er dann ablas. Sehr trocken. FR
Jein. Ein 'strand(fürdo")' kann ebenso ein ganz gewöhnliches Freibad mit
Becken, aber ohne ein Körnchen S(tr)and sein.
Gruß,
Michael
RainR
--
macht hoch die Tür, das Tor macht weit
es kommt die Braut voll Herrlichkeit
sie hat gehurt, sie hat geklaut
streut Blumen für des Henkersbraut! "Subway to Sally"
Nein, dafür die Tante von Miss Geschick!
Gruß,
Michael
Ja, klar, aber dt. Strand ist doch nur das natürliche Ufer des
Meeres, oder? Und kein künstliches Bad, das wollte ich damit sagen.
Ein falscher Freund sozusagen.
chr
Auch an der deutschen Nordseeküste reden die nur mit Watt, aber nicht
mit Sandbänken gesegneten Badeorte und solche, die es werden wollen,
von "Grünstrand" (= grasbewachsener seeseitiger Hang des Deichs).
Da ist auch kein Sandkorn zu sehen.
Urlaubsprospekte nennen felsige Küsten "Felsstrand", und wenn da
ein bisschen Schotter, aber kein Sand rumliegt "Kiesstrand"..
(...)
>Aber danke, dass Du mir Herrn Gysi als Erben Tells entdeckst!
Honeckers Familie stammte uebrigens auch aus der Schweiz (Vater oder
Grossvater hiess noch Honegger).
Patrick Borer
Ach so. Aber mit "Strand -> strand" wollte ich die beiden Begriffe auch
keineswegs gleichsetzen, ebenso wie mein Vorposter "Strand -> ranta"
schrieb. "Ranta" geht nämlich auch über unseren Begriff von "Strand"
hinaus und wird für alles Mögliche verwendet, was irgendeine Grenze
zwischen Land und Wasser bezeichnet :-)
>Ein falscher Freund sozusagen.
Ja, man kann in der Wahl seiner Freunde nie vorsichtig genug sein :-)
Gruß,
Michael
> Ach so. Aber mit "Strand -> strand" wollte ich die beiden Begriffe auch
> keineswegs gleichsetzen, ebenso wie mein Vorposter "Strand -> ranta"
> schrieb. "Ranta" geht nämlich auch über unseren Begriff von "Strand"
> hinaus und wird für alles Mögliche verwendet, was irgendeine Grenze
> zwischen Land und Wasser bezeichnet :-)
Auf schwedisch auch, und daher ist das ja uebernommen. Aber Du hast recht,
es ging uns um die Lautabwandlungen, nicht um eventuelle
Bedeutungswandlungen.
Wenn ich so drueber nachdenke, verwende ich das deutsche Wort Strand auch
fuer alles Moegliche. Was gibts noch: Kueste, Ufer, ...
Gruss, Martin
>Honeckers Familie stammte uebrigens auch aus der Schweiz (Vater oder
>Grossvater hiess noch Honegger).
Also gar kein saarländischer Dachdecker?
--
Gruß
Mathias +++ m...@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
Das ändert natürlich alles!
--
Meno
> Mathias Hiller schreibt u.a.:
>> Also gar kein saarländischer Dachdecker?
>
> Das ändert natürlich alles!
Sicher. Überleg doch mal: Lenin kam auch aus der Schweiz. Zufall?
- Sebastian
--
Willkommen bei Siemens Gebäudetechnik, dem sympathischen Innovations-
und Weltmarktführer in der Sicherheitstechnik!
(Website)
>On Thu, 24 Jan 2002 04:03:15 GMT, pa.b...@bluewin.ch (Patrick Borer)
>wrote:
>
>>Honeckers Familie stammte uebrigens auch aus der Schweiz (Vater oder
>>Grossvater hiess noch Honegger).
>
>Also gar kein saarländischer Dachdecker?
Honeckers Vater oder Grossvater - ich weiss es nicht mehr so genau -
wanderte aus der Schweiz ins Saarland aus, las ich irgendwo, aber
frag' nicht nach der Quelle...
Patrick Borer
> >Also gar kein saarländischer Dachdecker?
>
> Honeckers Vater oder Grossvater - ich weiss es nicht mehr so genau -
> wanderte aus der Schweiz ins Saarland aus, las ich irgendwo, aber
> frag' nicht nach der Quelle...
Wer hats erfunden???
Die Schweizer.
:)
BGE
Und währr genaau? :-)
Gruß,
Michael
Michael Hemmer wrote:
>
> Boris Gerlach schrieb:
> >Wer hats erfunden???
> >Die Schweizer.
>
> Und währr genaau? :-)
Chickkola.
> Gruß,
BGE
Ich sehe schon: Du hast auch diese seltsame Halskchankcheit!
Gruß,
Michael
Wasndasnunwieder? Sind das "Rikchola-Kchröiterbonbons" von
und für Frauen?
Ch.
--
Posted via Mailgate.ORG Server - http://www.Mailgate.ORG
> Wasndasnunwieder? Sind das "Rikchola-Kchröiterbonbons" von
> und für Frauen?
Heißen die nicht "Rikchola Schwitzchr Kchräutchrzuckchr"?
vG
--
Volker Gringmuth http://www.volker-gringmuth.de
"SPAM ist Mehrzahl - wär's Einzahl, wär's kein SPAM."
(Harald Effenberg in dnq)
>>>Honeckers Familie stammte uebrigens auch aus der Schweiz (Vater oder
>>>Grossvater hiess noch Honegger).
>>
>>Also gar kein saarländischer Dachdecker?
>
>Honeckers Vater oder Grossvater - ich weiss es nicht mehr so genau -
>wanderte aus der Schweiz ins Saarland aus, las ich irgendwo, aber
>frag' nicht nach der Quelle...
Wenn es stimmt, ist es schon sehr lange her. Nach Jan N.
Lorenzens (übrigens nicht empfehlenswerter, kennt jemand eine
bessere?) Honecker-Biographie (rororo-Sachbuch 61181) lebte die
Familie Honecker schon seit mindestens 1700 in Wiebelskirchen.
--
Viele Grüße, Gerald Fix