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Aussprache Jenny

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Heinz Lohmann

unread,
Feb 11, 2014, 8:49:17 PM2/11/14
to
Da heute (12. Februar) der 200. Geburtstag von Jenny Marx ist:

Ich hab den Namen spontan englisch ausgesprochen (dschenni), aber müsste
er nicht eigentlich mit dem deutschen Jot im Anlaut ausgesprochen werden?

Ein ähnliches Problem gibt es sicher (heute) auch mit Uwe Johnson und
Gottfried John, oder?

--
mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.

Lars Bräsicke

unread,
Feb 11, 2014, 9:24:20 PM2/11/14
to
Am 12.02.2014 02:49, schrieb Heinz Lohmann:
> Da heute (12. Februar) der 200. Geburtstag von Jenny Marx ist:
>
> Ich hab den Namen spontan englisch ausgesprochen (dschenni), aber müsste
> er nicht eigentlich mit dem deutschen Jot im Anlaut ausgesprochen werden?

In meiner (frühen) Jugend in der DDR gab es allerhand Leute mit
englischen Vornamen, also auch etliche Jennys, natürlich Dschennis.
Bei der Schullektüre über die gar wunderlichen Adventuren im englischen
Haushalte Marxens im schönen Soho war darum auch völlig klar, dass die
Frau des Hauses eben auch Dschenni hieß.

> Ein ähnliches Problem gibt es sicher (heute) auch mit Uwe Johnson und
> Gottfried John, oder?

Niemals nicht!

Stephen Hust

unread,
Feb 11, 2014, 9:37:28 PM2/11/14
to
On 2/11/2014 6:49 PM, Heinz Lohmann wrote:

> Da heute (12. Februar) der 200. Geburtstag von Jenny Marx ist:
>
> Ich hab den Namen spontan englisch ausgesprochen (dschenni), aber müsste
> er nicht eigentlich mit dem deutschen Jot im Anlaut ausgesprochen werden?
>
> Ein ähnliches Problem gibt es sicher (heute) auch mit Uwe Johnson und
> Gottfried John, oder?

Das habe ich mich schon bei "Frau Jenny Treibel" gefragt.

Nach Duden spricht man Jenny mit deutschem Jot aus, Jennifer hingegen
mit dsch.

Die e-Laute nach dem J sind nach Duden auch verschieden: Jenny mit e wie
e in Methan, Jennifer mit ɛ (E) wie ä in hätte.

Das j in Johnstraße (Wien) hätte ich wahrscheinlich englisch
ausgesprochen, wenn ich's nicht anders (mit dem deutschen Jot) gehört hätte.

--
Steve

My e-mail address works as is.

Werner Tann

unread,
Feb 12, 2014, 2:50:00 AM2/12/14
to
Stephen Hust <shno...@a1.net> schrieb:

>Das j in Johnstraße (Wien) hätte ich wahrscheinlich englisch
>ausgesprochen, wenn ich's nicht anders (mit dem deutschen Jot) gehört hätte.

Wenn das der General und Kriegsminister Franz von John (gest. 1876)
noch hören könnte, würde er Dir mit dem Säbel einen Scheitel ziehen.
:-)

Thomas Heier

unread,
Feb 12, 2014, 3:24:50 AM2/12/14
to
Heinz Lohmann <go...@sofort-mail.de> wrote:

> Ein ähnliches Problem gibt es sicher (heute) auch mit Uwe Johnson und
> Gottfried John, oder?

Ein Arbeitskollegen hatte den Nachnamen "John". Wer ihn nicht kannte hat
das pauschal englisch ausgesprochen. Er hat dann aer immer kurz darauf
hingewiesen, das sein Name deutsch auszusprechen sei und dann war alles
oaky.

--
Gruß aus Henstedt-Ulzburg, Deutschlands größtem Dorf (Schleswig-
Holstein, Kreis Segeberg). Urlaubsbilder: http://www.thomas-heier.de
Filme: http://www.youtube.com/user/thshDE?feature=mhum#g/u
Mein Flohmarkt: http://www.thomas-heier.de/flohmarkt/flohmarkt.html

Frank Hucklenbroich

unread,
Feb 12, 2014, 3:25:13 AM2/12/14
to
Am Wed, 12 Feb 2014 09:49:17 +0800 schrieb Heinz Lohmann:

> Da heute (12. Februar) der 200. Geburtstag von Jenny Marx ist:
>
> Ich hab den Namen spontan englisch ausgesprochen (dschenni), aber müsste
> er nicht eigentlich mit dem deutschen Jot im Anlaut ausgesprochen werden?

So würde ich es auch aussprechen.

> Ein ähnliches Problem gibt es sicher (heute) auch mit Uwe Johnson und
> Gottfried John, oder?

"Uwe Dschonnson" und "Gottfried John". Ich kann auch nicht genau erklären
warum, vermutlich aber weil "Johnson" ein recht typischer englischer
Nachname ist, "John" als englischer Nachname hingegen ungebräuchlich ist.
Deshalb spreche ich den "Johnson" english aus und den "John" (als
Nachnamen) deutsch.

Grüße,

Frank
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Jaakob Kind

unread,
Feb 12, 2014, 3:42:57 AM2/12/14
to


"Heinz Lohmann" <go...@sofort-mail.de> wrote in message
news:bm028s...@mid.individual.net...
> Da heute (12. Februar) der 200. Geburtstag von Jenny Marx ist:
>
> Ich hab den Namen spontan englisch ausgesprochen (dschenni), aber müsste
> er nicht eigentlich mit dem deutschen Jot im Anlaut ausgesprochen werden?

Wie Frau Marx ihren Vornamen ausgesprochen hat, weiß ich nicht. Ich weiß
aber, dass die Famile von Urs Jenny ihren Nachnamen deutsch ausspricht.
Den Vornamen würde ich spontan englisch aussprechen.

Viele Grüße
Jaakob

Jaakob Kind

unread,
Feb 12, 2014, 3:44:17 AM2/12/14
to

"Frank Hucklenbroich" <Hucklen...@aol.com> wrote in message
news:vykt7ip3hpe2.t...@40tude.net...
> Am Wed, 12 Feb 2014 09:49:17 +0800 schrieb Heinz Lohmann:
>
>> Da heute (12. Februar) der 200. Geburtstag von Jenny Marx ist:
>>
>> Ich hab den Namen spontan englisch ausgesprochen (dschenni), aber müsste
>> er nicht eigentlich mit dem deutschen Jot im Anlaut ausgesprochen werden?
>
> So würde ich es auch aussprechen.
>
>> Ein ähnliches Problem gibt es sicher (heute) auch mit Uwe Johnson und
>> Gottfried John, oder?
>
> "Uwe Dschonnson" und "Gottfried John".

Ich habe "Johnson" bisher nur deutsch ausgesprochen gehört und spreche den
Namen deshalb auch so.

Viele Grüße
Jaakob

Andreas Karrer

unread,
Feb 12, 2014, 3:51:18 AM2/12/14
to
* Heinz Lohmann <go...@sofort-mail.de>:
> Da heute (12. Februar) der 200. Geburtstag von Jenny Marx ist:
>
> Ich hab den Namen spontan englisch ausgesprochen (dschenni), aber müsste
> er nicht eigentlich mit dem deutschen Jot im Anlaut ausgesprochen werden?

Hättest du Jenny Gröllmann auch mit Dsch ausgescprochen? In der Schweiz
gibt es auch den Familiennamen Jenny, daher ist man eher an die
Ausprache mit Jot gewöhnt.

> Ein ähnliches Problem gibt es sicher (heute) auch mit Uwe Johnson und
> Gottfried John, oder?

Ja, ist halt so, man muss wissen, wie die Leute ihren Namen
ausgesprochen haben wollen. Ich seh das nicht so problematisch, ist ja
bei etlichen Namen so: Angela, Henri, Henriette, Jacqueline,
Beatrice, Viviane, Doreen, Josephine, Kerstin, Raymond. Bei Roger gibt
es sogar drei Varianten.

- Andi

Sabine Wittrock

unread,
Feb 12, 2014, 5:31:14 AM2/12/14
to
Hallo,

Am 12.02.2014 09:51, schrieb Andreas Karrer:

> Ja, ist halt so, man muss wissen, wie die Leute ihren Namen
> ausgesprochen haben wollen. Ich seh das nicht so problematisch, ist ja
> bei etlichen Namen so: Angela, Henri, Henriette, Jacqueline,
> Beatrice, Viviane, Doreen, Josephine, Kerstin, Raymond. Bei Roger gibt
> es sogar drei Varianten.

weiteres Beispiel: Bette Davies und Bette Midler.
Gruß
Sabine

Thomas Heier

unread,
Feb 12, 2014, 5:51:03 AM2/12/14
to
Stefan Ram <r...@zedat.fu-berlin.de> wrote:

> Aber ich finde Deine Art,
> es zu verwenden, echt eichig!

Meinen Buchstabendreher?

Volker Gringmuth

unread,
Feb 12, 2014, 6:12:09 AM2/12/14
to
Stephen Hust wrote:

> > Ein ähnliches Problem gibt es sicher (heute) auch mit Uwe Johnson und
> > Gottfried John, oder?
>
> Das habe ich mich schon bei "Frau Jenny Treibel" gefragt.

Spricht man sie Dschenni, schreibt man sie Trible.


vG

Jakob Achterndiek

unread,
Feb 12, 2014, 6:29:39 AM2/12/14
to
Am 12.02.2014, 02:49 Uhr, schrieb Heinz Lohmann <go...@sofort-mail.de>:

> Da heute (12. Februar) der 200. Geburtstag von Jenny Marx ist:
>
> Ich hab den Namen spontan englisch ausgesprochen (dschenni),
> aber müsste er nicht eigentlich mit dem deutschen Jot im Anlaut
> ausgesprochen werden?
> Ein ähnliches Problem gibt es sicher (heute) auch mit Uwe
> Johnson und Gottfried John, oder?

Die Verführung ist zwar groß, darum bist du ihr ja auch erlegen.
Sie ist umso größer, je mehr Leute Englisch als Kellnersprache
lernen, bevor sie richtig Deutsch können. Aber Jenny, John und
Johnson sollte man bei den genannten Personen und derengleichen
doch lieber nicht verenglishen.

j/\a
--


Heinz Lohmann

unread,
Feb 12, 2014, 6:31:10 AM2/12/14
to
Am 12.02.2014 16:51, schrieb Andreas Karrer:
> * Heinz Lohmann <go...@sofort-mail.de>:
>> Da heute (12. Februar) der 200. Geburtstag von Jenny Marx ist:
>>
>> Ich hab den Namen spontan englisch ausgesprochen (dschenni), aber müsste
>> er nicht eigentlich mit dem deutschen Jot im Anlaut ausgesprochen werden?
>
> Hättest du Jenny Gröllmann auch mit Dsch ausgescprochen? In der Schweiz
> gibt es auch den Familiennamen Jenny, daher ist man eher an die
> Ausprache mit Jot gewöhnt.


Wikipedia:

Johanna Bertha Julie Jenny Marx, geborene von Westphalen (* 12. Februar
1814 in Salzwedel; † 2. Dezember 1881 in London), war eine deutsche
Sozialistin und Ehefrau von Karl Marx.

Es war wohl nicht gerade ein englischer Modename.
Ich denke, "Julie" wurde auch deutsch (wie der Monat) ausgesprochen.
Oder französisch?


>> Ein ähnliches Problem gibt es sicher (heute) auch mit Uwe Johnson und
>> Gottfried John, oder?
>
> Ja, ist halt so, man muss wissen, wie die Leute ihren Namen
> ausgesprochen haben wollen. Ich seh das nicht so problematisch, ist ja
> bei etlichen Namen so: Angela, Henri, Henriette, Jacqueline,
> Beatrice, Viviane, Doreen, Josephine, Kerstin, Raymond. Bei Roger gibt
> es sogar drei Varianten.

Leider ist Uwe Johnson schon tot & man kann ihn nicht mehr fragen ...

Roland Franzius

unread,
Feb 12, 2014, 6:48:17 AM2/12/14
to
Am 12.02.2014 12:31, schrieb Heinz Lohmann:
>
> Leider ist Uwe Johnson schon tot & man kann ihn nicht mehr fragen ...

Na so schlimm ist es ja nun auch wieder nicht

http://www.youtube.com/watch?v=qztQ1yQR52Y

--

Roland Franzius

Heinz Lohmann

unread,
Feb 12, 2014, 7:59:33 AM2/12/14
to
In Norddeutschland wird Johannes plattdeutsch ähnlich wie "Dschehann"
ausgesprochen.

Ina Müller - Min Jehann
http://is.gd/QcC5fj

Jakob Achterndiek

unread,
Feb 12, 2014, 8:28:50 AM2/12/14
to
Am 12.02.2014, 13:59 Uhr, schrieb Heinz Lohmann <go...@sofort-mail.de>:

> Am 12.02.2014 19:48, schrieb Roland Franzius:
>> Am 12.02.2014 12:31, schrieb Heinz Lohmann:
>>>
>>> Leider ist Uwe Johnson schon tot & man kann ihn nicht mehr fragen ...
>>
>> Na so schlimm ist es ja nun auch wieder nicht
>>
>> http://www.youtube.com/watch?v=qztQ1yQR52Y
>>
> In Norddeutschland wird Johannes plattdeutsch ähnlich wie
> "Dschehann" ausgesprochen.

An den Ostseeküsten ohne das D am Anfang, einfach mit dem
stimmhaftem sch wie bei Genie und Himbeergelee. Mag sein,
daß die Ina das näher an der Weser schon halb englisch
gelernt hat.

> Ina Müller - Min Jehann
> http://is.gd/QcC5fj

Dascha ne scheune Schmonzete. ;)

j/\a
--

Heinz Lohmann

unread,
Feb 12, 2014, 9:51:34 AM2/12/14
to
Am 12.02.2014 21:28, schrieb Jakob Achterndiek:
>> In Norddeutschland wird Johannes plattdeutsch ähnlich wie
>> > "Dschehann" ausgesprochen.
> An den Ostseeküsten ohne das D am Anfang, einfach mit dem
> stimmhaftem sch wie bei Genie und Himbeergelee. Mag sein,
> daß die Ina das näher an der Weser schon halb englisch
> gelernt hat.
>

So hatte ich es auch gemeint ...

Stefan Schmitz

unread,
Feb 12, 2014, 9:52:41 AM2/12/14
to
Am Mittwoch, 12. Februar 2014 03:37:28 UTC+1 schrieb Stephen Hust:

> Das habe ich mich schon bei "Frau Jenny Treibel" gefragt.
>
> Nach Duden spricht man Jenny mit deutschem Jot aus, Jennifer hingegen
> mit dsch.

Was daran liegen könnte, dass Jenny erst heutzutage als von Jennifer abgeleitet
verstanden wird.
Die laut Wikipedia ursprüngliche Ableitung von Jane ist offenbar zu einer
Zeit nach Deutschland eingewandert, als "dsch" noch nichts in der Aussprache
verloren hatte.

Bärbel Nolden

unread,
Feb 12, 2014, 9:57:46 AM2/12/14
to

"Jakob Achterndiek" schrieb:
> Am 12.02.2014, 13:59 Uhr, schrieb Heinz Lohmann <go...@sofort-mail.de>:
>
>> In Norddeutschland wird Johannes plattdeutsch ähnlich wie
>> "Dschehann" ausgesprochen.
>
> An den Ostseeküsten ohne das D am Anfang, einfach mit dem
> stimmhaftem sch wie bei Genie und Himbeergelee.

In Köln wird aus Johannes Schäng - was aber wohl von Jean kommt.
Hier sind so einige Wörter aus dem Französischen eingekölscht worden:
z.B. Trottoir - gesprochen Trottowar - und Paraplui - gesprochen mit langem
Ü hinten.
Es gab hier in Viertel eine urkölsche Oma mit Namen Dubois, die sich selbst
so vorstellte: "Tach zesamme. Isch bin de Oma Dübowa." (alle Vokale kurz,
Betonung auf dem Ü).

Jennys - och dämm Marx sing Frow - hab ich hier bei den älteren zumeist mit
stimmhaftem Sch gehört, bei jüngeren mit nem D davor.

Bärbel

Lothar Frings

unread,
Feb 12, 2014, 10:14:09 AM2/12/14
to
Stefan Schmitz tat kund:

> Die laut Wikipedia ursprüngliche Ableitung von Jane ist offenbar zu einer
> Zeit nach Deutschland eingewandert, als "dsch" noch nichts in der Aussprache
> verloren hatte.

In der "Frommen Helene" nennt selbige ihren Diener
"Schang", was ich nach einigem Begrübeln hoffentlich
richtig mit "Jean" übersetze.

Lars Bräsicke

unread,
Feb 12, 2014, 10:26:52 AM2/12/14
to
Am 12.02.2014 12:31, schrieb Heinz Lohmann:

> Wikipedia:
>
> Johanna Bertha Julie Jenny Marx, geborene von Westphalen (* 12. Februar
> 1814 in Salzwedel; † 2. Dezember 1881 in London), war eine deutsche
> Sozialistin und Ehefrau von Karl Marx.
>
> Es war wohl nicht gerade ein englischer Modename.
> Ich denke, "Julie" wurde auch deutsch (wie der Monat) ausgesprochen.
> Oder französisch?
>

Gerade wegen "Julie Jenny" ist eine Aussprache beider Namen mit ʒ oder
dʒ naheliegend.
In der Familie Westphalen waren offenbar ausländische (frz., engl.)
Namen ohnehin häufig, wie sie ohnehin zu dieser Zeit en vogue waren.
Auch Jennys Kinder trugen tw. eindeutg englische Namen (Jenny Eveline
Francis, Jenny Julia Eleanor). Bei diesen würde ich daher eine
gesamt-engl. Aussprache annehmen - und damit rückwirkend auch annehmen,
dass deren Mutter ihren Namen ebenso aussprach.

Lars Bräsicke

unread,
Feb 12, 2014, 10:30:00 AM2/12/14
to
Am 12.02.2014 03:24, schrieb Lars Bräsicke:
> Am 12.02.2014 02:49, schrieb Heinz Lohmann:
>> Da heute (12. Februar) der 200. Geburtstag von Jenny Marx ist:
>>
>> Ich hab den Namen spontan englisch ausgesprochen (dschenni), aber müsste
>> er nicht eigentlich mit dem deutschen Jot im Anlaut ausgesprochen werden?
>
> In meiner (frühen) Jugend in der DDR gab es allerhand Leute mit
> englischen Vornamen, also auch etliche Jennys, natürlich Dschennis.
> Bei der Schullektüre über die gar wunderlichen Adventuren im englischen
> Haushalte Marxens im schönen Soho war darum auch völlig klar, dass die
> Frau des Hauses eben auch Dschenni hieß.

Wenn ich's recht bedenke war seinerzeit die Aussprache ohne d üblich:
Schenni mit stimmhaftem sch [ʒ]

Matthias Opatz

unread,
Feb 12, 2014, 12:07:01 PM2/12/14
to
Am Wed, 12 Feb 2014 03:24:20 +0100 schrieb Lars Bräsicke:

> In meiner (frühen) Jugend in der DDR gab es allerhand Leute mit
> englischen Vornamen, also auch etliche Jennys, natürlich Dschennis.

Ich kanne in meiner DDR-Jugend keine Jenny persönlich, aber eine Jeanette,
die wurde ebenso gesprochen, wie die Deutschlehrerein Jenny (Treibel)
aussprach: wie Genie.

Dafür kanne ich Namen wie Julia, Judith, Josefina, jessica - und alle
ganz normal mit Julius-J. So war es auch bei Eisschnellläuferin Jenny
Wolf gedacht, wie sie, als alle schon Dschenni sagten, mal erzählt hat.

Im Leipziger Duden ist die Aussprache wie Julius die erstgenannte; die
obige wird nach Österreich verortet, und Deine kommt gar nicht vor.
Vielleicht trügt Dich Deine Erunnerung.

Matthias


Juergen Grosse

unread,
Feb 12, 2014, 12:11:33 PM2/12/14
to
Am 12.02.2014 16:30, schrieb Lars Bräsicke:

...
>> Bei der Schullektüre über die gar wunderlichen Adventuren im
>> englischen Haushalte Marxens im schönen Soho war darum auch völlig
>> klar, dass die Frau des Hauses eben auch Dschenni hieß.
>
> Wenn ich's recht bedenke war seinerzeit die Aussprache ohne d üblich:
> Schenni mit stimmhaftem sch [ʒ]

Diese Aussprache ist auch mir die geläufigste. Ich hatte eine Großtante
Jenny (geb. Ende des 19. Jh.), die in der Familie nur [ˈʒɛniː] genannt
wurde. Sie verdankte ihren Namen der Schriftstellerin Eugenie Marlitt.

Ob auf ihrer Geburtsurkunde nun 'Jenny' oder 'Eugenie' stand, weiß ich
nicht, aber es gab nicht wenige Eugenien, die Jenny gerufen wurden.


Tschüs, Jürgen

Thomas Schade

unread,
Feb 12, 2014, 12:53:07 PM2/12/14
to
On 12.02.2014 18:07, Matthias Opatz wrote:

> Ich kanne in meiner DDR-Jugend keine Jenny persönlich, aber eine Jeanette,
> die wurde ebenso gesprochen, wie die Deutschlehrerein Jenny (Treibel)
> aussprach: wie Genie.
>
> Dafür kanne ich Namen wie Julia, Judith, Josefina, jessica - und alle
> ganz normal mit Julius-J.

Bis auf Jessica kenne ich das nicht anders, die aber kenne ich nur mit [ʒ].


Ciao
Toscha
--
Wenn Frauen die Welt regierten, gäbe es keine Kriege.
Nur ein paar eifersüchtige Länder, die nicht miteinander reden.

Juergen Grosse

unread,
Feb 12, 2014, 1:10:44 PM2/12/14
to
Am 12.02.2014 03:37, schrieb Stephen Hust:

...
> Nach Duden spricht man Jenny mit deutschem Jot aus, Jennifer
> hingegen mit dsch.

> Die e-Laute nach dem J sind nach Duden auch verschieden: Jenny mit e
> wie e in Methan, Jennifer mit ɛ (E) wie ä in hätte.
...

Vorsicht, der Online-Duden hat hier unterschiedliche Arten der
Ausspracheangabe. Bei 'Jennifer' wird der Wortanfang in IPA-Umschrift
wiedergegeben, erkenntlich an den eckigen Klammern.

Bei 'Jenny' hingegen haben wir es mit einer vereinfachten
Ausspracheangabe zu tun, sie beruht im Wesentlichen auf der normalen
deutschen Orthografie und kennzeichnet zusätzlich die betonte Silbe und
ihre Quantität durch einen unter den Vokal gesetzten Punkt (bei Kürze)
bzw. Strich (bei Länge), so wie es im gedruckten Duden direkt beim
Stichwort stattfindet.

Da es in der Standardlautung des Deutschen kein betontes kurzes [e]
gibt, ist klar, dass auch bei 'Jenny' der Laut [ɛ] gemeint ist.


Tschüs, Jürgen

Stephen Hust

unread,
Feb 12, 2014, 1:40:14 PM2/12/14
to
On 2/12/2014 11:10 AM, Juergen Grosse wrote:

> Vorsicht, der Online-Duden hat hier unterschiedliche Arten der
> Ausspracheangabe. Bei 'Jennifer' wird der Wortanfang in IPA-Umschrift
> wiedergegeben, erkenntlich an den eckigen Klammern.
>
> Bei 'Jenny' hingegen haben wir es mit einer vereinfachten
> Ausspracheangabe zu tun, sie beruht im Wesentlichen auf der normalen
> deutschen Orthografie und kennzeichnet zusätzlich die betonte Silbe und
> ihre Quantität durch einen unter den Vokal gesetzten Punkt (bei Kürze)
> bzw. Strich (bei Länge), so wie es im gedruckten Duden direkt beim
> Stichwort stattfindet.
>
> Da es in der Standardlautung des Deutschen kein betontes kurzes [e]
> gibt, ist klar, dass auch bei 'Jenny' der Laut [ɛ] gemeint ist.

Ah, danke. Das war mir nicht klar.

--
Steve

My e-mail address works as is.

Volker Gringmuth

unread,
Feb 12, 2014, 1:47:05 PM2/12/14
to
Lothar Frings wrote:

> was ich nach einigem Begrübeln hoffentlich
> richtig mit "Jean" übersetze.

Den ich als Kind wie Jeans ohne s las.
Aber Michael Jackson hatte das nicht von mir.


vG

Helmut Richter

unread,
Feb 12, 2014, 3:43:51 PM2/12/14
to
On Wed, 12 Feb 2014, Volker Gringmuth wrote:

> Lothar Frings wrote:
>
> > was ich nach einigem Begrübeln hoffentlich
> > richtig mit "Jean" übersetze.
>
> Den ich als Kind wie Jeans ohne s las.

Was richtig oder falsch sein kann, je nachdem, ob es sich um einen
französischen Herrn oder um eine englische Dame handelt:

--- Zitat http://en.wikipedia.org/wiki/Jean_%28male_given_name%29

On the European continent and in all French-speaking countries, Jean,
pronounced [ʒɑ̃], is a male name derived from the Old French Jehan. The
name ultimately derives from Hebrew. See John for more details. The female
equivalent is Jeanne, pronounced [ʒan], and derives from the Old French
Jehanne. Both the masculine and feminine versions mean "Yhwh has graced,"
or a similar variant.

Jean is cognate with English John, Gaelic Seán, Briton Yann, Spanish Juan,
Portuguese João, Italian Giovanni, German Johann(es) / Hans, Dutch Jan /
Johan / Johannes / Hans / Hebrew יוחנן and Arabic يوحنا.

--- http://en.wikipedia.org/wiki/Jean_%28female_given_name%29

Jean /ˈdʒiːn/ is a common female given name in English-speaking countries.
It is the Scottish form of Jane (and is sometimes pronounced that way). It
is sometimes spelt Jeaine. It is the equivalent of Johanna, Joanna,
Joanne, Jeanne, Jana, and Joan.

--
Helmut Richter

Manfred Hoß

unread,
Feb 12, 2014, 3:46:42 PM2/12/14
to
Am Wed, 12 Feb 2014 09:49:17 +0800 schrieb Heinz Lohmann:

> Da heute (12. Februar) der 200. Geburtstag von Jenny Marx ist:
>
> Ich hab den Namen spontan englisch ausgesprochen (dschenni), aber müsste
> er nicht eigentlich mit dem deutschen Jot im Anlaut ausgesprochen werden?
>
> Ein ähnliches Problem gibt es sicher (heute) auch mit Uwe Johnson und
> Gottfried John, oder?

Bei Johnson und John kenne ich nur die deutsche Aussprache.

Gruß
Manfred.

Andreas Karrer

unread,
Feb 12, 2014, 4:26:56 PM2/12/14
to
* Manfred Hoß <rostk...@arcor.de>:
Mag eine Altersfrage sein, aber ich habe "Präsident Johnson" bestimmt
tausendmal im Radio gehört, bevor ich, Jahre später im Gymnasium, etwas
von Uwe Johnson gelesen habe. Der Deutschlehrer musste auf die
Aussprache hinweisen, weil natürlich jeder Dschonsen gesagt hat.


- Andi
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Florian Ritter

unread,
Feb 12, 2014, 6:14:04 PM2/12/14
to
Am Mittwoch, 12. Februar 2014 12:31:10 UTC+1 schrieb Heinz Lohmann:

> Johanna Bertha Julie Jenny Marx, geborene von Westphalen (* 12. Februar
> 1814 in Salzwedel; † 2. Dezember 1881 in London), war eine deutsche
> Sozialistin und Ehefrau von Karl Marx.
> Es war wohl nicht gerade ein englischer Modename.
> Ich denke, "Julie" wurde auch deutsch (wie der Monat) ausgesprochen.
> Oder französisch?

Der Julie Voss, König Friedrich Wilhelm II. "zur linken Hand" angetraut,
Vorname wurde wie der Monat gesprochen.

> >> Ein ähnliches Problem gibt es sicher (heute) auch mit Uwe Johnson und
> >> Gottfried John, oder?

> Leider ist Uwe Johnson schon tot & man kann ihn nicht mehr fragen ...

Doch, kann man, er sprach sich mit deutschem Jot, nur in Neujork
nannte er sich in den von ihm besuchten irischen Bars Dschonsen.
Sein Großvater war übrigens aus Schweden nach Pommern gekommen.

FR

Heinz Lohmann

unread,
Feb 12, 2014, 7:07:02 PM2/12/14
to
Am 13.02.2014 07:00, schrieb Martin Gerdes:

> Das Trottwar ist der Bürgersteig meiner Kindheit -- und "Paraplü" findet
> sich bereits bei einem bekannten deutschen, unkölschen Dichter-Zeichner.

Im Plattdeutschen (MS) auch übliche Bezeichnung für den Regenschirm.

> Zum Thema: Ich habe so manchen Norddeutschen "Jonny" sagen hören, mit
> "J" wie "Julius".
>

Hier in den 1960ern schön englisch:
https://www.youtube.com/watch?v=NoDql1FQtJU

Andreas Karrer

unread,
Feb 12, 2014, 7:36:01 PM2/12/14
to
* Heinz Lohmann <go...@sofort-mail.de>:

> Hier in den 1960ern schön englisch:
> https://www.youtube.com/watch?v=NoDql1FQtJU

Oh, was für ein wunderhübscher Fund. Gestöhne, und das Jahre vor
Gainsbourg/Birkin.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46174593.html

- Andi

Heinz Lohmann

unread,
Feb 12, 2014, 7:42:59 PM2/12/14
to
Deutsche Qualitätsware!

Gunhild Simon

unread,
Feb 12, 2014, 11:25:31 PM2/12/14
to
Am Donnerstag, 13. Februar 2014 00:00:09 UTC+1 schrieb Martin Gerdes:
...
> Das Trottwar ist der Bürgersteig meiner Kindheit

.. auch der meinen - das war dem Mainzer Großvater
zu verdanken:
"Schang, schasse mer die Hinkel außem Schardäng-Gatte!"

> -- und "Paraplü" ...
Und das Plumeau - oder Plümo?

Gruß
Gunhild

Lothar Frings

unread,
Feb 13, 2014, 2:52:07 AM2/13/14
to
Martin Gerdes tat kund:

> Das Trottwar ist der Bürgersteig meiner Kindheit -- und "Paraplü" findet
> sich bereits bei einem bekannten deutschen, unkölschen Dichter-Zeichner.

Gesegnet seien er und es.

In einer Firma, wo ich mal arbeitete, sollte
bei einer Abendveranstaltung mit großem Tamtam
ein neues Gerät vorgestellt werden, aber erst
nach einigen warmen Worten.

Kollege: "Aber wenn die Leute kommen, sehen sie das doch."

Chef: "Dann stellen wir einfach einen Paraplü davor."

Wurde zum geflügelten Wort.

Bärbel Nolden

unread,
Feb 13, 2014, 4:46:24 AM2/13/14
to

"Gunhild Simon" schrieb:
>Am Donnerstag, 13. Februar 2014 00:00:09 UTC+1 schrieb Martin Gerdes:
>...
>> Das Trottwar ist der Bürgersteig meiner Kindheit.
>
>.. auch der meinen - das war dem Mainzer Großvater
>zu verdanken:
>"Schang, schasse mer die Hinkel außem Schardäng-Gatte!"

Mit R?

>> -- und "Paraplü" ...
>Und das Plumeau - oder Plümo?

In Köln Plümmo, kurzes, betontes Ü.
Schön auch: "Fisimatenten" (von visit ma tente).

Bärbel

Detlef Meißner

unread,
Feb 13, 2014, 5:35:37 AM2/13/14
to
Bärbel Nolden schrieb:

> Schön auch: "Fisimatenten" (von visit ma tente).

Visite bei deiner Tante? Ist sie krank? ;-)

Die Herkunft ist umstritten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fisimatenten

Detlef

Bärbel Nolden

unread,
Feb 13, 2014, 9:25:32 AM2/13/14
to

"Detlef Meißner" schrieb:
Visite deines Zeltes. Aber vielleicht war die Tante ja auch schon dort.
Die falsche Herleitung reichte uns Teenagern als Ermahnung, selbst als uns
noch nicht klar war, was im Zelt hätte abgehen können.

Bärbel

Roland Franzius

unread,
Feb 13, 2014, 10:27:32 AM2/13/14
to
Was dann wieder ein Mißverständnis ist, denn der schnell zum Ziel kommen
wollende preußische Liebhaber in Uniform sagte zum sich zierenden oder
auf Vorspiel bestehenden Gegenstand der Begierde seit jeher: Mach keine
Fisimatenten.

--

Roland Franzius

Stefan Schmitz

unread,
Feb 13, 2014, 10:38:46 AM2/13/14
to
Am Donnerstag, 13. Februar 2014 05:25:31 UTC+1 schrieb Gunhild Simon:
> Am Donnerstag, 13. Februar 2014 00:00:09 UTC+1 schrieb Martin Gerdes:

> > Das Trottwar ist der Bürgersteig meiner Kindheit

> .. auch der meinen - das war dem Mainzer Großvater
> zu verdanken:
> "Schang, schasse mer die Hinkel außem Schardäng-Gatte!"

Kommt das "schasse" auch vom französischen "chasser"?
Und was macht einen "Gatte" zum "Schardäng-Gatte"?

Detlef Meißner

unread,
Feb 13, 2014, 12:07:35 PM2/13/14
to
Bärbel Nolden schrieb:
Ich kenne das Wort auch aus meiner Kindheit, kannte aber nicht die
Herleitung. Die kannte kaum jemand.
"Mach keine Fisimatenten!" hieß bei uns so viel wie "mach keinen Blödsinn!".
Und das bezog sich nicht auf Zelte. ;-)

Detlef

Thomas Schade

unread,
Feb 13, 2014, 1:23:29 PM2/13/14
to
On 13.02.2014 16:38, Stefan Schmitz wrote:
> Am Donnerstag, 13. Februar 2014 05:25:31 UTC+1 schrieb Gunhild Simon:
>> Am Donnerstag, 13. Februar 2014 00:00:09 UTC+1 schrieb Martin Gerdes:

>> > Das Trottwar ist der Bürgersteig meiner Kindheit
>
>> .. auch der meinen - das war dem Mainzer Großvater
>> zu verdanken:
>> "Schang, schasse mer die Hinkel außem Schardäng-Gatte!"
>
> Kommt das "schasse" auch vom französischen "chasser"?

Klar.

> Und was macht einen "Gatte" zum "Schardäng-Gatte"?

Der Garten, also 'jardin'.


Ciao
Toscha
--
Bildung ist, was übrig bleibt,
wenn wir das Gelernte vergessen haben.
[Marquis of Halifax]

Oliver Cromm

unread,
Feb 13, 2014, 1:27:41 PM2/13/14
to
* Thomas Schade:

> On 12.02.2014 18:07, Matthias Opatz wrote:
>
>> Ich kanne in meiner DDR-Jugend keine Jenny persönlich, aber eine Jeanette,
>> die wurde ebenso gesprochen, wie die Deutschlehrerein Jenny (Treibel)
>> aussprach: wie Genie.
>>
>> Dafür kanne ich Namen wie Julia, Judith, Josefina, jessica - und alle
>> ganz normal mit Julius-J.
>
> Bis auf Jessica kenne ich das nicht anders, die aber kenne ich nur mit [ʒ].

Also die Aussprache von Jenny oder Jessica mit [ʒ] ist mir ganz
neu, die kenne ich nur mit [j] oder mit [dʒ]. Den Namen Jessica
finde ich in englischer Aussprache sogar ganz hübsch, aber im
Gegensatz zu meinen deutschen Bekannten hier würde ich meine
Tochter nie so nennen, weil das von zu vielen Deutschen mit [j]
vorne massakriert wird, und das geht für mich gar nicht, das ist
ein anderer Name, das ist so, wie wenn man mich ungefragt
"Olivier" nennt (gefragt habe ich übrigens nichts dagegen).

Andererseits kenne ich Angela mit [ʒ] in der Mitte, das wiederum
anderen hier fremd war. Dafür gibt es eigentlich genausowenig
Grund wie bei obigen. [ʒ] ist richtig bei Namen wie Giselle, Jolie
oder Eugenie, weil das Frangssösisch ist, aber nicht bei
englischen j (Jenny, Jessica) oder italienischen g (Angela,
Giuseppe) (und schon gar nicht italienischen gh - aber lassen wir
das).

--
*Hardware* /n./ The parts of a computer that can be kicked

Thomas Schade

unread,
Feb 13, 2014, 1:33:53 PM2/13/14
to
On 13.02.2014 19:27, Oliver Cromm wrote:
> * Thomas Schade:
>> On 12.02.2014 18:07, Matthias Opatz wrote:

>>> Ich kanne in meiner DDR-Jugend keine Jenny persönlich, aber eine Jeanette,
>>> die wurde ebenso gesprochen, wie die Deutschlehrerein Jenny (Treibel)
>>> aussprach: wie Genie.
>>>
>>> Dafür kanne ich Namen wie Julia, Judith, Josefina, jessica - und alle
>>> ganz normal mit Julius-J.
>>
>> Bis auf Jessica kenne ich das nicht anders, die aber kenne ich nur mit [ʒ].
>
> Also die Aussprache von Jenny oder Jessica mit [ʒ] ist mir ganz
> neu, die kenne ich nur mit [j] oder mit [dʒ].

Ich muss mein 'nur' dahin gehend korrigieren, dass dort besser
'vorwiegend' hätte stehen sollen. Der Rest geht dann an [dʒ], während
mir [j] völlig fremd klingt.


Ciao
Toscha
--
The gods made heavy metal and they saw that it was good.
[Manowar]

Matthias Opatz

unread,
Feb 13, 2014, 2:00:38 PM2/13/14
to
Martin Gerdes:
> Matthias Opatz schrieb ...

... über eine Jeanette in der DR

> Wirklich mit e am Ende?

Ja. Da bin ich sicher (bei er Anzahl der n nicht).

Matthias

Matthias Opatz

unread,
Feb 13, 2014, 2:04:12 PM2/13/14
to
Andreas Karrer:

> Mag eine Altersfrage sein, aber ich habe "Präsident Johnson" bestimmt
> tausendmal im Radio gehört, bevor ich, Jahre später im Gymnasium, etwas
> von Uwe Johnson gelesen habe. Der Deutschlehrer musste auf die
> Aussprache hinweisen, weil natürlich jeder Dschonsen gesagt hat.

Der Text der Schulhymne der Schule unserer Kinder stammt von August von
Kotzebue. Töchterchen hat sich seinerzeit aber erstmal gewundert, wie ich
den ausspreche (in der Schule hatten sie das bis dahin nicht so gemacht).

Matthias

Jakob Achterndiek

unread,
Feb 13, 2014, 2:02:26 PM2/13/14
to
Am 13.02.2014, 20:04 Uhr, schrieb Matthias Opatz <inv...@invalid.invalid>:

> Der Text der Schulhymne der Schule unserer Kinder stammt
> von August von Kotzebue. Töchterchen hat sich seinerzeit
> aber erstmal gewundert, wie ich den ausspreche [..].

Das macht neugierig: Wie lautet oder wie beginnt die Hymne?
Wie sprichst du und wie sprechen die Schulleute den Dichter
aus?

j/\a
--

Oliver Cromm

unread,
Feb 13, 2014, 2:18:32 PM2/13/14
to
* Thomas Schade:

> On 13.02.2014 16:38, Stefan Schmitz wrote:
>
>> Und was macht einen "Gatte" zum "Schardäng-Gatte"?
>
> Der Garten, also 'jardin'.

Klar, aber warum muß man das verdoppeln? Man sagt ja auch nicht
"Restaurant-Gasthaus".

Roland Franzius

unread,
Feb 13, 2014, 2:26:36 PM2/13/14
to
Am 13.02.2014 20:18, schrieb Oliver Cromm:
> * Thomas Schade:
>
>> On 13.02.2014 16:38, Stefan Schmitz wrote:
>>
>>> Und was macht einen "Gatte" zum "Schardäng-Gatte"?
>>
>> Der Garten, also 'jardin'.
>
> Klar, aber warum muß man das verdoppeln? Man sagt ja auch nicht
> "Restaurant-Gasthaus".
>

Möglicherweise ist das Gatter gemeint. Aber ich kann nicht kurfalsch.

--

Roland Franzius

Thomas Schade

unread,
Feb 13, 2014, 2:37:10 PM2/13/14
to
On 13.02.2014 20:18, Oliver Cromm wrote:
> * Thomas Schade:

>>> Und was macht einen "Gatte" zum "Schardäng-Gatte"?
>>
>> Der Garten, also 'jardin'.
>
> Klar, aber warum muß man das verdoppeln? Man sagt ja auch nicht
> "Restaurant-Gasthaus".

Ach so, nein, für 'Gatte' habe ich auch keine Erklärung. Aber die war
auch zum Glück nicht verlangt.


Ciao
Toscha
--
Man kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln -
ein Auto braucht Liebe. [Walter Röhrl]

Matthias Opatz

unread,
Feb 13, 2014, 3:53:02 PM2/13/14
to
Jakob Achterndiek:
> Matthias Opatz:

>> Der Text der Schulhymne der Schule unserer Kinder stammt
>> von August von Kotzebue. Töchterchen hat sich seinerzeit
>> aber erstmal gewundert, wie ich den ausspreche [..].
>
> Das macht neugierig: Wie lautet oder wie beginnt die Hymne?

Es kann ja nicht immer so bleiben ...
<http://ingeb.org/Lieder/eskannja.html>

Aber nicht alle Strophen.

> Wie sprichst du

Kotzebu:

> und wie sprechen die Schulleute den Dichter
> aus?

Damals: Kotzebü:

Heute: Weiß ich nicht. Kann ich in Erfahrung bringen.

Matthias

Manfred Hoß

unread,
Feb 13, 2014, 3:51:33 PM2/13/14
to
Am Thu, 13 Feb 2014 20:04:12 +0100 schrieb Matthias Opatz:

> Der Text der Schulhymne der Schule unserer Kinder stammt von August von
> Kotzebue. Töchterchen hat sich seinerzeit aber erstmal gewundert, wie ich
> den ausspreche (in der Schule hatten sie das bis dahin nicht so gemacht).

Dem einen Aussprachewörterbuch zufolge wird Kotzebue auf der ersten Silbe
betont("Duden. Das Aussprachwörterbuch"), dem anderen zufolge auf der
zweiten (Paul Grunow, "Das kleine Aussprachewörterbuch"). Offensichtlich
gibt es hier keine einhellige Meinung. Immerhin stimmen die Autoren darin
überein, dass die letzte Silbe bu und nicht bü ist. Ich vermute mal stark,
dass du bei deiner Aussprache Grunow folgst.

Gruß
Manfred.
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Jakob Achterndiek

unread,
Feb 13, 2014, 4:56:00 PM2/13/14
to
Unter Literaturwissenschaftlern habe ich ihn NIE anders
als auf der ersten Silbe betont gehört, und mit ~bu am
Ende, keinesfalls ~bü. Seine Biographie ist übrigens ein
schönes Beispiel früherer deutsch-russischer Gemeinsamkeiten.
Sowas statt des stereotyp-dummen Putin-Bashings täte uns
heute wieder gut. Aber vielleicht würde er auch heute wieder
von einem christlichen Patrioten ermordet.

j/\a
--

Lothar Frings

unread,
Feb 13, 2014, 5:02:10 PM2/13/14
to
Matthias Opatz tat kund:

> Der Text der Schulhymne der Schule unserer Kinder stammt von August von
> Kotzebue.

Es gibt _Schul__hymnen_?

Oliver Cromm

unread,
Feb 13, 2014, 5:55:06 PM2/13/14
to
* Jakob Achterndiek:

> Am 13.02.2014, 21:51 Uhr, schrieb Manfred Hoß <rostk...@arcor.de>:
>
>> Am Thu, 13 Feb 2014 20:04:12 +0100 schrieb Matthias Opatz:
>>
>>> Der Text der Schulhymne der Schule unserer Kinder stammt von
>>> August von Kotzebue. Töchterchen hat sich seinerzeit aber
>>> erstmal gewundert, wie ich den ausspreche
>>
>> Dem einen Aussprachewörterbuch zufolge wird Kotzebue auf der
>> ersten Silbe betont("Duden. Das Aussprachwörterbuch"), dem
>> anderen zufolge auf der zweiten (Paul Grunow, "Das kleine
>> Aussprachewörterbuch"). Offensichtlich gibt es hier keine
>> einhellige Meinung. Immerhin stimmen die Autoren darin überein,
>> dass die letzte Silbe bu und nicht bü ist.
>
> Unter Literaturwissenschaftlern habe ich ihn NIE anders
> als auf der ersten Silbe betont gehört, und mit ~bu am
> Ende, keinesfalls ~bü.

Ich weiß bei etlichen Ortsnamen nicht, ob es sich um ein Umlaut-
oder Dehnungs-e handelt, aber "Kotzebue" mit "buu" hinten ist mir
völlig selbstverständlich. Muß ich als Kind aufgeschnappt haben,
vielleicht noch vor dem ersten Lesen.

Betonung auf der zweiten Silbe finde ich sehr exotisch, auf der
dritten und letzten Silbe hingegen halte ich für durchaus
vorstellbar. Ich frage mich, ob sich Manfred nicht nur verzählt
hat.

--
If the aeroplane industry had advanced at the same rate as the
computer industry, today's planes could circumnavigate the world
in ten seconds, be two inches long, and crash twice a day.
Peter Moylan in alt.usage.english

Oliver Cromm

unread,
Feb 13, 2014, 5:55:13 PM2/13/14
to
* Thomas Schade:

> On 13.02.2014 20:18, Oliver Cromm wrote:
>> * Thomas Schade:
>
>>>> Und was macht einen "Gatte" zum "Schardäng-Gatte"?
>>>
>>> Der Garten, also 'jardin'.
>>
>> Klar, aber warum muß man das verdoppeln? Man sagt ja auch nicht
>> "Restaurant-Gasthaus".
>
> Ach so, nein, für 'Gatte' habe ich auch keine Erklärung. Aber die war
> auch zum Glück nicht verlangt.

Ich hatte halt - wie Stefan wohl auch - vorausgesetzt, daß das
"Garten" heißt, da das bei uns in Südhessen so etwa klingt. Das
Gatter im Garten würde ich als "Gaddä im Gadde" wiedergeben.

----

Ce beau jardin fleurit en mai,
Mais en hiver
Jamais, jamais, jamais, jamais, jamais
N'est vert, n'est vert, n'est vert, n'est vert, n'est vert.

(Vladimir Nabokov)

--
The generation of random numbers is too important to be left to
chance.
Robert R. Coveyou

Heinz Lohmann

unread,
Feb 13, 2014, 8:03:49 PM2/13/14
to
Am 14.02.2014 02:27, schrieb Oliver Cromm:
> Andererseits kenne ich Angela mit [ʒ] in der Mitte, das wiederum
> anderen hier fremd war.

Und die Betonung? Ich war immer 'Angela gewohnt, aber später hörte ich
oft Ang'ela.

--
mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.

Juergen Grosse

unread,
Feb 13, 2014, 8:47:56 PM2/13/14
to
Am 13.02.2014 21:51, schrieb Manfred Hoß:

...
> Dem einen Aussprachewörterbuch zufolge wird Kotzebue auf der ersten
> Silbe betont("Duden. Das Aussprachwörterbuch"), dem anderen zufolge
> auf der zweiten (Paul Grunow, "Das kleine Aussprachewörterbuch").
> Offensichtlich gibt es hier keine einhellige Meinung. Immerhin
> stimmen die Autoren darin überein, dass die letzte Silbe bu und
> nicht bü ist. Ich vermute mal stark, dass du bei deiner Aussprache
> Grunow folgst.

Ist es möglich, dass Grunow die betonte Silbe durch einen Apostroph
_nach_ dem betonten Vokal kennzeichnet, der leicht mit dem _vor_ der
betonten Silbe stehenden IPA-Betonungszeichnen verwechselt werden kann?


Tschüs, Jürgen

Heinz Lohmann

unread,
Feb 13, 2014, 10:44:06 PM2/13/14
to
Am 14.02.2014 03:04, schrieb Matthias Opatz:
> Der Text der Schulhymne der Schule unserer Kinder stammt von August von
> Kotzebue. Töchterchen hat sich seinerzeit aber erstmal gewundert, wie ich
> den ausspreche (in der Schule hatten sie das bis dahin nicht so gemacht).

Egal wie die Kinder den sprechen, spontane Lacher gibt es bei dem Namen
bestimmt. So möchte bestimmt keins von den Kindern heißen ...

Den Ort in Alaska spricht man übrigens Kotzebue /ˈkoʊtsʌˌbjuː/ (lt. WP)

Heinz Lohmann

unread,
Feb 13, 2014, 10:55:17 PM2/13/14
to
Am 14.02.2014 06:55, schrieb Oliver Cromm:
> Betonung auf der zweiten Silbe finde ich sehr exotisch, auf der
> dritten und letzten Silbe hingegen halte ich für durchaus
> vorstellbar. Ich frage mich, ob sich Manfred nicht nur verzählt
> hat.

Ich denke, die letzte Silbe bekommt event. durch die Längung eine 2.,
leichtere Betonung, also ¹Kotse²bu:.

Egal wie die Kinder den sprechen, spontane Lacher gibt es bei dem Namen
bestimmt. So möchte bestimmt keins von den Kindern heißen ...

Lt Duden "Familiennamen" ist Kotzebue eine Herkunftsname zu dem
Ortsnamen Kossebau (Sachsen-Anhalt).

Manfred Hoß

unread,
Feb 14, 2014, 12:30:44 AM2/14/14
to
Am Thu, 13 Feb 2014 17:55:06 -0500 schrieb Oliver Cromm:

> * Jakob Achterndiek:
>
>> Am 13.02.2014, 21:51 Uhr, schrieb Manfred Hoß <rostk...@arcor.de>:
>>
>>> Am Thu, 13 Feb 2014 20:04:12 +0100 schrieb Matthias Opatz:
>>>
>>>> Der Text der Schulhymne der Schule unserer Kinder stammt von
>>>> August von Kotzebue. Töchterchen hat sich seinerzeit aber
>>>> erstmal gewundert, wie ich den ausspreche
>>>
>>> Dem einen Aussprachewörterbuch zufolge wird Kotzebue auf der
>>> ersten Silbe betont("Duden. Das Aussprachwörterbuch"), dem
>>> anderen zufolge auf der zweiten (Paul Grunow, "Das kleine
>>> Aussprachewörterbuch"). Offensichtlich gibt es hier keine
>>> einhellige Meinung. Immerhin stimmen die Autoren darin überein,
>>> dass die letzte Silbe bu und nicht bü ist.
>>
>> Unter Literaturwissenschaftlern habe ich ihn NIE anders
>> als auf der ersten Silbe betont gehört, und mit ~bu am
>> Ende, keinesfalls ~bü.
>
> Ich weiß bei etlichen Ortsnamen nicht, ob es sich um ein Umlaut-
> oder Dehnungs-e handelt, aber "Kotzebue" mit "buu" hinten ist mir
> völlig selbstverständlich. Muß ich als Kind aufgeschnappt haben,
> vielleicht noch vor dem ersten Lesen.
>
> Betonung auf der zweiten Silbe finde ich sehr exotisch, auf der
> dritten und letzten Silbe hingegen halte ich für durchaus
> vorstellbar. Ich frage mich, ob sich Manfred nicht nur verzählt
> hat.

Ich gestehe, ich habe den Eintrag bei Grunow falsch interpretiert, denn
dort steht "*Kotzebue* (Dichter): ko'tßebuh". Er setzt den Akzent aber
*hinter* den betonten Vokal und nicht, wie ich es erwartet hatte, davor.

Gruß
Manfred.

Manfred Hoß

unread,
Feb 14, 2014, 12:31:19 AM2/14/14
to
Stimmt. Siehe mein anderes Posting.

Gruß
Manfred.

Volker Gringmuth

unread,
Feb 14, 2014, 1:58:20 AM2/14/14
to
Lothar Frings wrote:

> > Der Text der Schulhymne der Schule unserer Kinder stammt von August von
> > Kotzebue.
>
> Es gibt _Schul__hymnen_?

Hat niemand behauptet. Aber eine scheint es zu geben.


vG

Jakob Achterndiek

unread,
Feb 14, 2014, 4:01:23 AM2/14/14
to
Am 13.02.2014, 19:27 Uhr, schrieb Oliver Cromm
<lispa...@crommatograph.info>:

> Andererseits kenne ich Angela mit [ʒ] in der Mitte, das wiederum
> anderen hier fremd war. Dafür gibt es eigentlich genausowenig
> Grund wie bei obigen.

In unserer Sippschaft gab es sogar eine angeheitarete (und genau
so geschriebene) Anschela. Ich habe nicht nachgefragt, wie es zu
der Schreibweise gekommen ist.

j/\a
--

Roland Franzius

unread,
Feb 14, 2014, 4:05:41 AM2/14/14
to
Seit wann wird "angeheiterte" genau so geschrieben?

--

Roland Franzius

Jakob Achterndiek

unread,
Feb 14, 2014, 4:26:32 AM2/14/14
to
Dieser Tippfehler, damals "verheitatet", verfolgt mich seit
meinem ersten maschinegeschriebenen¹ Lebenslauf. Dat is nu
all lang her und fordert ab und an eine neue Variation.

¹ Davor verlangte unsere Hohe Behörde den Lebenslauf noch
handgeschrieben auf einem Doppelbogen mit jeweils nur zur
linken Hälfte beschriebenen Seiten - uralter Kanzleibrauch,
der schon beim Schreiben ein Gefühl von allerunterthänigster
Ehrfurcht bewirkte.

j/\a
--

Roland Franzius

unread,
Feb 14, 2014, 4:55:55 AM2/14/14
to
Am 14.02.2014 10:26, schrieb Jakob Achterndiek:
> Am 14.02.2014, 10:05 Uhr, schrieb Roland Franzius <roland....@uos.de>:
>>>
>>> In unserer Sippschaft gab es sogar eine angeheitarete (und genau
>>> so geschriebene) Anschela. Ich habe nicht nachgefragt, wie es zu
>>> der Schreibweise gekommen ist.
>>
>> Seit wann wird "angeheiterte" genau so geschrieben?
>
> Dieser Tippfehler, damals "verheitatet", verfolgt mich seit
> meinem ersten maschinegeschriebenen¹ Lebenslauf. Dat is nu
> all lang her und fordert ab und an eine neue Variation.

Das Schreibhirn verfällt wahrscheinlich beim Auftauchen gewisser
Schlüsselworte in die damit einst verbundenen Erregungszustände.
Conf. Pawlow.

--

Roland Franzius

Frank Hucklenbroich

unread,
Feb 14, 2014, 5:07:33 AM2/14/14
to
Am Thu, 13 Feb 2014 22:56:00 +0100 schrieb Jakob Achterndiek:

> Unter Literaturwissenschaftlern habe ich ihn NIE anders
> als auf der ersten Silbe betont gehört, und mit ~bu am
> Ende, keinesfalls ~bü.

Ist das analog zum Niederländischen, wo ein "oe" auch als "u" ausgesprochen
wird?

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Feb 14, 2014, 5:08:24 AM2/14/14
to
Vor allen Dinge - hier in Deutschland? Ich hätte sowas nun eher in den USA
oder Japan erwartet.

Grüße,

Frank

Thomas Schade

unread,
Feb 14, 2014, 12:11:40 PM2/14/14
to
On 14.02.2014 02:03, Heinz Lohmann wrote:
> Am 14.02.2014 02:27, schrieb Oliver Cromm:

>> Andererseits kenne ich Angela mit [ʒ] in der Mitte, das wiederum
>> anderen hier fremd war.
>
> Und die Betonung? Ich war immer 'Angela gewohnt, aber später hörte ich
> oft Ang'ela.

Ich tendiere zu 'Angela, wobei aber das e nicht Schwa sondern als
'hörbares' e gesprochen wird. Das kann dann eventuell wie ein betontes e
klingen.


Ciao
Toscha
--
Forgive your enemy but remember the bastard’s name.
[Pearls of Scottish wisdom]

Oliver Cromm

unread,
Feb 14, 2014, 12:24:23 PM2/14/14
to
* Heinz Lohmann:

> Am 14.02.2014 02:27, schrieb Oliver Cromm:
>> Andererseits kenne ich Angela mit [ʒ] in der Mitte, das wiederum
>> anderen hier fremd war.
>
> Und die Betonung? Ich war immer 'Angela gewohnt, aber später hörte ich
> oft Ang'ela.

Wir hatten das wiederholt, unter anderem gab die Wahl einer
relativ bekannten Politikerin einen Anlaß.

Ich kenne von alters die Aussprachen /'anZela/ und /aN'ge:la/,
aber ich habe inzwischen gemerkelt, daß es eine dritte, womöglich
am weitesten verbreitete Aussprache /'aNgela/ gibt. Und
wahrscheinlich weitere Subvarianten wie /'aNela/ und /'andZela/.

--
A computer will do what you tell it to do, but that may be much
different from what you had in mind. - Joseph Weizenbaum

Volker Gringmuth

unread,
Feb 14, 2014, 1:39:09 PM2/14/14
to
Heinz Lohmann wrote:

> Ich hab den Namen spontan englisch ausgesprochen (dschenni), aber müsste
> er nicht eigentlich mit dem deutschen Jot im Anlaut ausgesprochen werden?

Schreiber dieses interviewte heute eine Jenny, die ihren Namen mit Julius-J
aussprach.


vG

Matthias Opatz

unread,
Feb 14, 2014, 7:28:00 PM2/14/14
to
Frank Hucklenbroich:
> Lothar Frings:
>> Matthias Opatz tat kund:

>>> Der Text der Schulhymne der Schule unserer Kinder stammt von August von
>>> Kotzebue.
>>
>> Es gibt _Schul__hymnen_?
>
> Vor allen Dinge - hier in Deutschland? Ich hätte sowas nun eher in den USA
> oder Japan erwartet.

Theretisch ist es keine Schulhymne (h. h. es gibt keine entsprechende
Anordnung), nur praktisch. Heißen tut das Ding Salzmannhymne (und die
Schule heißt Salzmannschule). Es erklingt bei festlichen Anlässen wie
Schulaufnahme, Jahreskonzert oder Zeugnisausgabe (Beispiele: [1]). Soll
jeder selbst entscheiden, ob er in diesem Zusammenhang meiner informellen
Einordnung "Schulhymne" folgt oder nicht.

[1] https://www.google.de/search?as_q=Salzmannhymne&as_sitesearch=salzmannschule.de

Matthias

Florian Ritter

unread,
Feb 15, 2014, 11:23:53 AM2/15/14
to
Am Freitag, 14. Februar 2014 10:26:32 UTC+1 schrieb Jakob Achterndiek:

> ¹ Davor verlangte unsere Hohe Behörde den Lebenslauf noch
> handgeschrieben auf einem Doppelbogen mit jeweils nur zur
> linken Hälfte beschriebenen Seiten - uralter Kanzleibrauch

Und daher heißen die Bögen Kanzleipapier - FR

Christina Kunze

unread,
Feb 15, 2014, 2:50:17 PM2/15/14
to
Am 13.02.2014 20:00, schrieb Matthias Opatz:
> Martin Gerdes:
>> Matthias Opatz schrieb ...
>
> ... über eine Jeanette in der DR
>
>> Wirklich mit e am Ende?
>
> Ja. Da bin ich sicher (bei er Anzahl der n nicht).

Manche Eltern haben natürlich auch die französische Schreibung gewählt.
In meiner Klasse war auch eine Jeanette, die bis zur 10. Klasse Probleme
hatte, ihren eigenen Namen zu schreiben. (Bei ihr ist mir klar geworden,
was man einem Kind mit seinem Namen antun kann.)

chr

Christina Kunze

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Feb 15, 2014, 2:56:41 PM2/15/14
to
Wie spricht man eigentlich Deinen Nachnamen? Er sieht aus, als kämst Du
aus der Gegend, wo ORtsnamen mit Dehnungs-E wie Straehlen vorkommen.

chr

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Frank Hucklenbroich

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Feb 17, 2014, 5:29:54 AM2/17/14
to
Am Sat, 15 Feb 2014 20:56:41 +0100 schrieb Christina Kunze:

> Am 14.02.2014 11:07, schrieb Frank Hucklenbroich:
>> Am Thu, 13 Feb 2014 22:56:00 +0100 schrieb Jakob Achterndiek:
>>
>>> Unter Literaturwissenschaftlern habe ich ihn NIE anders
>>> als auf der ersten Silbe betont gehört, und mit ~bu am
>>> Ende, keinesfalls ~bü.
>>
>> Ist das analog zum Niederländischen, wo ein "oe" auch als "u" ausgesprochen
>> wird?
>
> Wie spricht man eigentlich Deinen Nachnamen?

Korrekt würde man "Hucklenbrooch" sagen. Ich spreche ihn aber so aus wie
man ihn schreibt (also "-breuch"), das steigert die Chancen, daß er korrekt
verstanden wird (sonst schreiben die Leute automatisch "Hucklenbruch", den
Namen gibt es hier auch).

> Er sieht aus, als kämst Du
> aus der Gegend, wo ORtsnamen mit Dehnungs-E wie Straehlen vorkommen.

Ich komme aus Köln, aber hier im Umland gibt es auch viele solche Namen,
Grevenbroich zum Beispiel.

Grüße,

Frank

Volker Gringmuth

unread,
Feb 17, 2014, 5:57:15 AM2/17/14
to
Frank Hucklenbroich wrote:

> Korrekt würde man "Hucklenbrooch" sagen. Ich spreche ihn aber so aus wie
> man ihn schreibt (also "-breuch"), das steigert die Chancen, daß er
> korrekt verstanden wird

Ich kenne jemanden mit Namensbestandteil Broch, der vor einigen
Generationen noch Broich geschrieben wurde, bis das jemand mit
ausreichender Nervquote darüber, als „Breuch“ angesprochen zu werden,
hat ändern lassen.


vG

Florian Ritter

unread,
Feb 17, 2014, 7:48:59 AM2/17/14
to
Am Montag, 17. Februar 2014 11:29:54 UTC+1 schrieb Frank Hucklenbroich:

> > Wie spricht man eigentlich Deinen Nachnamen?

> Korrekt würde man "Hucklenbrooch" sagen. Ich spreche ihn aber so aus wie
> man ihn schreibt (also "-breuch"), das steigert die Chancen, daß er korrekt
> verstanden wird (sonst schreiben die Leute automatisch "Hucklenbruch", den
> Namen gibt es hier auch).

Erstaunlich! Im Münsterland Coesfeld etwa als Cösfeld
auszusprechen, davon muß explizite abgeraten werden.

> Ich komme aus Köln, aber hier im Umland gibt es auch viele solche Namen,
> Grevenbroich zum Beispiel.

Das Grevenbreucher Tagblatt genießt weithin Ruhm - FR

Matthias Opatz

unread,
Feb 17, 2014, 8:20:48 AM2/17/14
to
Frank Hucklenbroich:
> Christina Kunze:

>> Wie spricht man eigentlich Deinen Nachnamen?
>
> Korrekt würde man "Hucklenbrooch" sagen. Ich spreche ihn aber so aus wie
> man ihn schreibt (also "-breuch"), das steigert die Chancen, daß er korrekt
> verstanden wird (sonst schreiben die Leute automatisch "Hucklenbruch", den
> Namen gibt es hier auch).

Verstehe ich nicht.

Warum sollte jemand Hucklenbruch schreiben, wenn Du Hucklenbrooch sagst?

Matthias

Frank Hucklenbroich

unread,
Feb 17, 2014, 8:23:54 AM2/17/14
to
Das wird "oo" wird meistens als ein "u" verstanden. Die Namensendung
"-bruch" ist recht häufig hier in der Gegend ("Hackenbruch",
"Thielenbruch", etc.). Da wird mein Name dann zu 95% mißverstanden. Namen
mit doppel-"o" gibt es hingegen fast keine hier.

Die Geschichte mit dem Dehnungs-oi ist doch recht speziell, das wissen auch
hier nur (noch?) wenige Leute. Vielleicht die Einwohner von Grevenbroich,
aber sonst ist das doch eher wenig bekannt und schon fast Spezialwissen.
Mein alter Schuldirektor, seines Zeichens "Dr." in Latein, der wies mich
als Schüler darauf hin, daß das ja eigentlich "Hucklenbrooch" heißen müßte.
Es war aber auch der einzige, an den ich mich erinnern kann.

Jedenfalls sprach schon mein Großvater den Namen als "Hucklenbreuch" aus,
und das habe ich dann wohl so mit übernommen.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Feb 17, 2014, 8:25:17 AM2/17/14
to
Am Mon, 17 Feb 2014 04:48:59 -0800 (PST) schrieb Florian Ritter:

> Am Montag, 17. Februar 2014 11:29:54 UTC+1 schrieb Frank Hucklenbroich:
>
>>> Wie spricht man eigentlich Deinen Nachnamen?
>
>> Korrekt würde man "Hucklenbrooch" sagen. Ich spreche ihn aber so aus wie
>> man ihn schreibt (also "-breuch"), das steigert die Chancen, daß er korrekt
>> verstanden wird (sonst schreiben die Leute automatisch "Hucklenbruch", den
>> Namen gibt es hier auch).
>
> Erstaunlich! Im Münsterland Coesfeld etwa als Cösfeld
> auszusprechen, davon muß explizite abgeraten werden.

Dagegen spricht man "Laboe" als "Labö" aus, wie ich ebendort gelernt habe
(ich hätte da eigentlich "Labo" oder gar "Labo-e" erwartet).

Grüße,

Frank

Helmut Richter

unread,
Feb 17, 2014, 8:43:40 AM2/17/14
to
On Mon, 17 Feb 2014, Frank Hucklenbroich wrote:

> Dagegen spricht man "Laboe" als "Labö" aus, wie ich ebendort gelernt habe
> (ich hätte da eigentlich "Labo" oder gar "Labo-e" erwartet).

Gibts alles drei für -oe: Itzehoo, Labö, Buchloe

--
Helmut Richter
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Oliver Cromm

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Feb 18, 2014, 12:33:26 PM2/18/14
to
* Rüdiger Silberer:

> Am 12.02.2014 schrieb Frank Hucklenbroich:
>
>> "Uwe Dschonnson" und "Gottfried John". Ich kann auch nicht genau erklären
>> warum, vermutlich aber weil "Johnson" ein recht typischer englischer
>> Nachname ist, "John" als englischer Nachname hingegen ungebräuchlich ist.
>> Deshalb spreche ich den "Johnson" english aus und den "John" (als
>> Nachnamen) deutsch.
>
> Meine Fresse, ich hätte nicht gedacht, daß das wirklich jemand tut. Die
> Frage habe ich als rein rhetorisch verstanden.

Bei so ausgeprägt deutschen Vornamen wie "Uwe" und "Gottfried"
würde ich bei aller Unsicherheit wahrscheinlich bei der deutschen
Aussprache landen, aber Kevin Johnson hat Pech. Und auch Oliver
Johnson oder John Johnson.

--
The nice thing about standards is that you have so many to choose
from; furthermore, if you do not like any of them, you can just
wait for next year's model.
Andrew Tanenbaum, _Computer Networks_ (1981), p. 168.
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