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Kerzen loeschen

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Christina Kunze

unread,
Jan 16, 2012, 11:29:09 AM1/16/12
to

Vorhin habe ich mich gerade bemüht, eine unauffällige Formulierung fürs
Kerzeauspusten zu finden.

Dabei kam mir "Kerzen löschen" falsch vor (ich hab's trotzdem
geschrieben und werde mich bei Bedarf mit totum pro parte rausreden).

Aber wie sagt man das auf Hochdeutsch: Kerze ausblasen? Dann kommen am
Ende irgendwelche Carstens und schreiben ihrem undefinierbaren
Schaf-Stier-Schwein war Schweinisches zwischen die Hörner.
Auspusten? Kindersprache, oder?

chr

Matthias Opatz

unread,
Jan 16, 2012, 11:39:51 AM1/16/12
to
Christina Kunze gab zur Kenntnis:

> Dabei kam mir "Kerzen löschen" falsch vor

Warum?

Natürlich gibt es außer ausblasen noch andere Möglichkeiten, Kerzen
zu löschen, aber das Ausblasen ist die übliche. Bei "kerzen löschen"
denke ich an Ausblasen, slange der Kontext nicht anderes nahelegt.

> Aber wie sagt man das auf Hochdeutsch: Kerze ausblasen?

Hier ist "Licht löschen" sogar dann üblich, wenn die Betätigung eines
Schalters gemeint ist. Natürlich kommt die Metapher von der Kerze, aber
sie ist MUSEN so gängig, dass dabei kaum mehr jemand an Kerzen denkt.

Aber "Kerzen ausblasen" empfinde ich auch als völlig unauffällig.

Matthias

--
Nach der Schlacht von Leipzig sah man Pferde, denen 3, 4 und noch mehr
Beine abgeschossen waren, herrenlos herumlaufen. Prof. Galletti
Wer zum Kuckuck ist dieser Galletti? ==> <http://www.galletti.de/>
== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==

Henning Sponbiel

unread,
Jan 16, 2012, 3:30:15 PM1/16/12
to
On Mon, 16 Jan 2012 17:29:09 +0100, Christina Kunze wrote:

>Vorhin habe ich mich gerade bemüht, eine unauffällige Formulierung fürs
>Kerzeauspusten zu finden.

Warum? Es passt doch.


>Dabei kam mir "Kerzen löschen" falsch vor (ich hab's trotzdem
>geschrieben und werde mich bei Bedarf mit totum pro parte rausreden).
>
>Aber wie sagt man das auf Hochdeutsch: Kerze ausblasen? Dann kommen am
>Ende irgendwelche Carstens und schreiben ihrem undefinierbaren
>Schaf-Stier-Schwein war Schweinisches zwischen die Hörner.

Im Zusammenhang mit einer brennenden Kerze? Eher nicht.


>Auspusten? Kindersprache, oder?

Pusten würde ich eher bei Personen verwenden, die nicht so kräftig sind.
Blasen bei Erwachsenen. Weil die mehr Puste haben. ;-)


Henning

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 16, 2012, 3:42:11 PM1/16/12
to
On 16 Jan., 21:30, Henning Sponbiel <sponb...@gmx.net> wrote:
> On Mon, 16 Jan 2012 17:29:09 +0100, Christina Kunze wrote:
> >Vorhin habe ich mich gerade bemüht, eine unauffällige Formulierung fürs
> >Kerzeauspusten zu finden.
>
> Warum? Es passt doch.

Das Wort "loeschen" will dann was sagen?

Kerzenlicht mit einem Kinderfeuerwehrauto,
dessen Wassertank und mit dem kleinen
Wasserschlauch bei Betaetigung einer Pum
-pe ausloeschen?

Loeschpapier gibt's auch noch, aber nicht
fuer Kerzen, glaube ich.

K.L.

Message has been deleted

Frank Toennes

unread,
Jan 16, 2012, 4:45:02 PM1/16/12
to
Am 16. Januar 2012 schrieb Karl-Ludwig Diehl:

>>> Vorhin habe ich mich gerade bemüht, eine unauffällige Formulierung fürs
>>> Kerzeauspusten zu finden.
>> Warum? Es passt doch.
> Das Wort "loeschen" will dann was sagen?

Dass durch Ausblasen die brennenden Daempfe der Kerze unter den
Entzuendungspunkt abgekuehlt und zusaetzlich verweht werden und
deshalb die Kerze *erlischt*?


--
ft

Ewald Pfau

unread,
Jan 16, 2012, 4:49:01 PM1/16/12
to
Christina Kunze <ku...@revesz.de>:
>
> Vorhin habe ich mich gerade bemüht, eine unauffällige Formulierung fürs
> Kerzeauspusten zu finden.

Kenne hierfür auch ausdämpfen.

Horst Thaler

unread,
Jan 16, 2012, 4:53:34 PM1/16/12
to
Am Mon, 16 Jan 2012 17:29:09 +0100 schrieb Christina Kunze:

> Vorhin habe ich mich gerade bemüht, eine unauffällige Formulierung fürs
> Kerzeauspusten zu finden.

Nimm das ganz simple "die Kerze ausmachen".

Schönen Gruß
Horst

Stephen Hust

unread,
Jan 16, 2012, 5:16:08 PM1/16/12
to
Aber es gibt Kerzenlöscher oder Löschhütchen:

<http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6schh%C3%BCtchen>

--
Steve

My e-mail address works as is.

Markus Loch

unread,
Jan 16, 2012, 5:49:49 PM1/16/12
to
Ist eigentlich die Übersetzung "blasen" für englisch "to blow"
in dem hier diskutierten Zusammenhang so richtig?
Oder ist das -nur mal so ins Unreine gefragt- ein falscher Freund?

Gruss
Markus

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 16, 2012, 6:54:42 PM1/16/12
to
On 16 Jan., 23:16, Stephen Hust <shNOS...@a1.net> wrote:
Es gibt sicher noch mehr Loeschmittel fuer
Kerzen: "Mir fehlen die Worte!"

K.L.



Lothar Frings

unread,
Jan 17, 2012, 3:02:46 AM1/17/12
to
Christina Kunze tat kund:

> Vorhin habe ich mich gerade bemüht, eine unauffällige Formulierung fürs
> Kerzeauspusten zu finden.
>
> Dabei kam mir "Kerzen löschen" falsch vor (ich hab's trotzdem
> geschrieben und werde mich bei Bedarf mit totum pro parte rausreden).

"Kerzen löschen" ist m. E. stilistisch "höher"
als "ausblasen" und lenkt das Augenmerk mehr
auf die Kerzem selbst.

>
> Aber wie sagt man das auf Hochdeutsch: Kerze ausblasen?

Natürlich.

> Dann kommen am
> Ende irgendwelche Carstens und schreiben ihrem undefinierbaren
> Schaf-Stier-Schwein war Schweinisches zwischen die Hörner.

Na und? Irgendwas ist immer.

Holger Freese

unread,
Jan 17, 2012, 6:17:28 AM1/17/12
to

Stefan Ram schrieb:
>
> (Im übrigen erinnert mich Deine Frage wieder an meine Frage
> nach der Phraseologie. Man bräuchte mal ein Wörterbuch, das
> zu jedem Verb die gängigsten Ergänzungen [z.B. »löschen«:
> Subjekt: »Kerzen, »Flammen«, »Verlangen«, »Durst«, ...]
> anführt, bestenfalls mit jeweiliger Bedeutung. Das wäre auch
> für Fremdsprachler nützlich.)

Aber so was gibt's doch längst. In meinem Bücherregal stehen z.B.
mehrere Ausgaben des "Duden Deutsches Universalwörterbuch", das
Duden-Stilwörterbuch und "Wahrig Deutsch als Fremdsprache". Es gibt
auch ganz brauchbare Online-Kollokationswörterbücher. Aber das war
schon mal Thema hier, glaube ich.

Gruß,

Ho

Horst Thaler

unread,
Jan 17, 2012, 6:35:14 AM1/17/12
to
Am 16 Jan 2012 21:42:06 GMT schrieb Stefan Ram:

> (Im übrigen erinnert mich Deine Frage wieder an meine Frage
> nach der Phraseologie. Man bräuchte mal ein Wörterbuch, das
> zu jedem Verb die gängigsten Ergänzungen [z.B. »löschen«:
> Subjekt: »Kerzen, »Flammen«, »Verlangen«, »Durst«, ...]
^^^ Objekt

> anführt, bestenfalls mit jeweiliger Bedeutung. Das wäre auch
> für Fremdsprachler nützlich.)


Schönen Gruß
Horst

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 17, 2012, 9:39:12 AM1/17/12
to
On 17 Jan., 09:02, Lothar Frings <Lothar.Fri...@gmx.de> wrote:
> Christina Kunze tat kund:
>
> > Vorhin habe ich mich gerade bemüht, eine unauffällige Formulierung fürs
> > Kerzeauspusten zu finden.
>
> > Dabei kam mir "Kerzen löschen" falsch vor (ich hab's trotzdem
> > geschrieben und werde mich bei Bedarf mit totum pro parte rausreden).
>
> "Kerzen löschen" ist m. E. stilistisch "höher"
> als "ausblasen" und lenkt das Augenmerk mehr
> auf die Kerzem selbst.

Das stilistisch Hoechstwertigste lautet dann wie?

K.L.

Oliver Cromm

unread,
Jan 17, 2012, 1:05:17 PM1/17/12
to
* Karl-Ludwig Diehl:

> On 16 Jan., 23:16, Stephen Hust <shNOS...@a1.net> wrote:
>>
>> Aber es gibt Kerzenlöscher oder Löschhütchen:
>>
>> <http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6schh%C3%BCtchen>

Genau an sowas denke ich zunächst, wenn man "löschen" sagt. Es
spielt wahrscheinlich eine Rolle, daß wir sowas zuhause hatten (im
Set mit einer Dochtschere).

> Es gibt sicher noch mehr Loeschmittel fuer
> Kerzen

Am elegantesten finde ich die Methode, mit der Hand einen
löschenden Luftzug zu erzeugen.

--
"Bother", said the Borg, as they assimilated Pooh.

Gunhild Simon

unread,
Jan 17, 2012, 1:30:25 PM1/17/12
to
On 17 Jan., 19:05, Oliver Cromm <lispamat...@crommatograph.info>
wrote:
Bei der kirchlichen Strömung der Anthropsophen, der CG
(Chistengemeinschaft), werden zu Beginn der Menschenweihehandlung
(Gottesdienst) die Altarkerzen von einem (erwachsenen) Ministranten
entzündet, der am Ende mit gleiche Feierlichkeit einen Kerzenlöscher
einsetzt, um das Ende des Gottesdiensts zu signalisieren.

Im protestantischen Gottesdienst bläst der Küster die Kerzen - auch
die (gelegentlich) feierlichen an den Bankreihen - aus, wenn es
geraten ist.

Ich verwende den Kerzenlöscher immer, wenn ich das Reizklima des
vermehrten - also weihnachtlichen - raucherzerugenden Ausblasens
vermeiden will.

Gruß
Gunhild

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 17, 2012, 1:50:14 PM1/17/12
to
On 17 Jan., 19:05, Oliver Cromm <lispamat...@crommatograph.info>
wrote:
> * Karl-Ludwig Diehl:

> > Es gibt sicher noch mehr Loeschmittel fuer
> > Kerzen
>
> Am elegantesten finde ich die Methode, mit der Hand einen
> löschenden Luftzug zu erzeugen.

Es gab mal einen Kandidaten bei "Wetten das",
der in kurzer Zeit durch Zuklappen einer Hand
sehr viele Kerzen zu loeschen imstande war.
Ich sah durch Zufall bei Bekannten die Sendung
mit. Beeindruckendes Verfahren. Viel Geschick.

K.L.


Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 17, 2012, 1:54:46 PM1/17/12
to
On 17 Jan., 19:30, Gunhild Simon <gunhild.si...@yahoo.de> wrote:
> On 17 Jan., 19:05, Oliver Cromm <lispamat...@crommatograph.info>
> wrote:
>
>
>
>
>
> > * Karl-Ludwig Diehl:

> > > Es gibt sicher noch mehr Loeschmittel fuer
> > > Kerzen
> > Am elegantesten finde ich die Methode, mit der Hand einen
> > löschenden Luftzug zu erzeugen.
>
> Bei der kirchlichen Strömung der Anthropsophen, der  CG
> (Chistengemeinschaft), werden zu Beginn der Menschenweihehandlung
> (Gottesdienst) die Altarkerzen von einem (erwachsenen) Ministranten
> entzündet, der am Ende mit gleiche Feierlichkeit einen Kerzenlöscher
> einsetzt, um das Ende des Gottesdiensts zu signalisieren.

Du schreibst "der CG", gibt es innerhalb dieser
Ausrichtung der Anthroposophen anders Orientierte
mit anderen Bezeichnungen?

Feierliches Anzuenden und Loeschen der Kerzen
ergibt ein schoenes Bild und ist wohl sehr verbreitet.

> Ich verwende den Kerzenlöscher immer, wenn ich das Reizklima des
> vermehrten - also weihnachtlichen - raucherzerugenden Ausblasens
> vermeiden will.

Der Luftmangel scheint dann ein rauchfreieres
Loeschen zu ermoeglichen.

K.L.


Volker Gringmuth

unread,
Jan 17, 2012, 2:39:50 PM1/17/12
to
Gunhild Simon wrote:

> raucherzerugenden

Was ein Raucher ist, ist bekannt.
Aber wie ugt man ihn, oder zerugt ihn gar?


vG

Christina Kunze

unread,
Jan 17, 2012, 2:40:43 PM1/17/12
to
Löschzangen.

chr

Volker Gringmuth

unread,
Jan 17, 2012, 2:41:56 PM1/17/12
to
Christina Kunze wrote:

> Vorhin habe ich mich gerade bemüht, eine unauffällige Formulierung fürs
> Kerzeauspusten zu finden.

Das Gegenteil zu „entzünden“ müßte doch einklich „bezünden“ lauten. Nur
würde ich die Bedeutungen andersrum verteilen. Ach, es ist ein Kreuz ...


vG

Christina Kunze

unread,
Jan 17, 2012, 2:42:26 PM1/17/12
to
Das Licht der Kerzen zum Erlöschen bringen.

chr

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 17, 2012, 2:57:44 PM1/17/12
to
Liest sich hochwertigst.

K.L.

Uwe Schickedanz

unread,
Jan 17, 2012, 3:07:07 PM1/17/12
to
On Tue, 17 Jan 2012 13:05:17 -0500, Oliver Cromm
<lispa...@crommatograph.info> wrote:

>Am elegantesten finde ich die Methode, mit der Hand einen
>löschenden Luftzug zu erzeugen.

Ich auch.
Doch der Grat zur Peinlichkeit ist schmal.

Gruß Uwe

--
Wenn man seine eigenen Gedanken entwickeln möchte, ist es eine gute
Idee, für jede Stunde, die man liest, mindestens zwei Stunden zu
schreiben. Es ist natürlich keine gute Idee, alles zu veröffentlichen.
Oliver Cromm in desd === http://www.sicherheitslampe.de ===

Uwe Schickedanz

unread,
Jan 17, 2012, 3:08:11 PM1/17/12
to
Das verwechselst Du. Kreuz war das Ding mit den Nägel, das mit dem
zünden der Scheiterhaufen.

Uwe Schickedanz

unread,
Jan 17, 2012, 3:09:45 PM1/17/12
to
On Tue, 17 Jan 2012 20:41:56 +0100, Volker Gringmuth
<vgrin...@gmx.net> wrote:

Das verwechselst Du. Kreuz war das Ding mit den Nägeln, das mit dem
Zünden der Scheiterhaufen.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 17, 2012, 3:00:56 PM1/17/12
to
Es gab frueher mal das Wort "anzuenden", was gut
mit "Licht anmachen" korresponieren will.

Der Ausmacher wurde die Kerze bezwingen
und ihren Schein niederringen, falls es ein
schweren Kampf ist.

K.L.

Manfred Hoß

unread,
Jan 17, 2012, 3:17:46 PM1/17/12
to
Am Tue, 17 Jan 2012 12:00:56 -0800 (PST) schrieb Karl-Ludwig Diehl:

> Es gab frueher mal das Wort "anzuenden", was gut
> mit "Licht anmachen" korresponieren will.

Bei der von dir gewählten Schreibweise lässt sich auch "anzu-enden" lesen,
wobei natürlich unklar bleibt, was damit gemeint sein könnte.

Gruß
Manfred.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 17, 2012, 3:44:01 PM1/17/12
to
Bei "um anzu-ecken" wird jemand anecken wollen,
bei "um anzu-enden" wird jemand ans Ende der Fah-
nenstange gelangen wollen, wie z.B. Martin Gerdes
in dsa.

K.L.

Roland Franzius

unread,
Jan 17, 2012, 3:59:15 PM1/17/12
to
Am 17.01.2012 19:30, schrieb Gunhild Simon:
> On 17 Jan., 19:05, Oliver Cromm<lispamat...@crommatograph.info>
> wrote:
>> * Karl-Ludwig Diehl:
>>
>>> On 16 Jan., 23:16, Stephen Hust<shNOS...@a1.net> wrote:
>>
>>>> Aber es gibt Kerzenlöscher oder Löschhütchen
>>
>>>> <http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6schh%C3%BCtchen>
>>
>> Genau an sowas denke ich zunächst, wenn man "löschen" sagt. Es
>> spielt wahrscheinlich eine Rolle, daß wir sowas zuhause hatten (im
>> Set mit einer Dochtschere).
>>
>>> Es gibt sicher noch mehr Loeschmittel fuer
>>> Kerzen
>>
>> Am elegantesten finde ich die Methode, mit der Hand einen
>> löschenden Luftzug zu erzeugen.
>
> Bei der kirchlichen Strömung der Anthropsophen, der CG
> (Chistengemeinschaft), werden zu Beginn der Menschenweihehandlung
> (Gottesdienst) die Altarkerzen von einem (erwachsenen) Ministranten
> entzündet, der am Ende mit gleiche Feierlichkeit einen Kerzenlöscher
> einsetzt, um das Ende des Gottesdiensts zu signalisieren.
>
> Im protestantischen Gottesdienst bläst der Küster die Kerzen - auch
> die (gelegentlich) feierlichen an den Bankreihen - aus, wenn es
> geraten ist.

Was ratet ihr denn da?

>
> Ich verwende den Kerzenlöscher immer, wenn ich das Reizklima des
> vermehrten - also weihnachtlichen - raucherzerugenden Ausblasens
> vermeiden will.

Dafür hatte man ein zusammensteckbares Blasrohr, das war bei Deckenhöhen
um 4,80m auch nötig.

Die unteren Kerzen löschte man abgasarm mit befeuchtetem Daumen und
Zeigefinger.

Und das mit augeprägter Sangeskraft begabte Familienmitglied bewies ihr
Luftstoßvolumen durch Ausblasen selbst der höchsten Kerzen aus dem Stand.

--

Roland Franzius

Roland Franzius

unread,
Jan 17, 2012, 4:05:49 PM1/17/12
to
Tastenkombination mit Anschlag auf die Lücke E|R?

--

Roland Franzius

Volker Gringmuth

unread,
Jan 17, 2012, 4:06:49 PM1/17/12
to
Christina Kunze wrote:

> > Das stilistisch Hoechstwertigste lautet dann wie?
>
> Das Licht der Kerzen zum Erlöschen bringen.

Pah. Ich werfe

Des Dochtes zehrend Licht seiner Endlichkeit gemahnen

in die Runde.


vG

Volker Gringmuth

unread,
Jan 17, 2012, 4:08:58 PM1/17/12
to
Uwe Schickedanz wrote:

> Das verwechselst Du. Kreuz war das Ding mit den Nägeln, das mit dem
> Zünden der Scheiterhaufen.

Da verwexelste auch was, denn ein G’scheiter ist dieser Haufen nun wirklich
nicht.


vG

Roland Franzius

unread,
Jan 17, 2012, 4:12:20 PM1/17/12
to
Extinguieren klingt wesentlich distinguierter.

--

Roland Franzius

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 17, 2012, 4:34:08 PM1/17/12
to
On 17 Jan., 20:40, Christina Kunze <k...@revesz.de> wrote:
> Am 17.01.2012 00:54, schrieb Karl-Ludwig Diehl:
>
>
>
>
>
> > On 16 Jan., 23:16, Stephen Hust<shNOS...@a1.net>  wrote:

> >> Aber es gibt Kerzenlöscher oder Löschhütchen:
>
> >> <http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6schh%C3%BCtchen>
>
> > Es gibt sicher noch mehr Loeschmittel fuer
> > Kerzen: "Mir fehlen die Worte!"
>
> Löschzangen.

Damit also die Kerze "in die Zange nehmen"!

K.L.

Jakob Achterndiek

unread,
Jan 17, 2012, 4:37:14 PM1/17/12
to
Am 17.01.2012, 21:07 Uhr, schrieb Uwe Schickedanz
<Uwe_use...@nurfuerspam.de>:

> On Tue, 17 Jan 2012 13:05:17 -0500, Oliver Cromm
> <lispa...@crommatograph.info> wrote:
>> Am elegantesten finde ich die Methode, mit der Hand einen
>> löschenden Luftzug zu erzeugen.
>
> Ich auch.
> Doch der Grat zur Peinlichkeit ist schmal.

Brennende Ölquellen hat man, wie in "Lohn der Angst" vorausgesetzt,
früher oft mit Dynamit oder einfach TNT gelöscht. Man kann das an
Weihnachts- und anderen Kerzen imitieren: So dicht ran, daß der
Bart gerade noch nicht ankokelt, und dann ein kräftig beatmetes,
stimmloses "P" in die Flamme plodiert. - Spucken gilt nicht!

j/\a
--

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 17, 2012, 5:31:03 PM1/17/12
to
Fremdwoertlichkeit wirkt unsittlich im Ver-
haeltnis zum eigenen Gesprach.

K.L.



Ewald Pfau

unread,
Jan 17, 2012, 5:59:08 PM1/17/12
to
Christina Kunze <ku...@revesz.de>:

> Das Licht der Kerzen zum Erlöschen bringen.

Zuviel der Subversion.
"Die Flamme" sollte reichen.

Oliver Cromm

unread,
Jan 17, 2012, 6:13:11 PM1/17/12
to
* Volker Gringmuth:
Das mußt Du den fragen, der's gemacht hat:


/ŻŻŻŻŻŻ\
\ Ugh! /
|Ż\ _\____/
\| (_) /
\ _;_
/\| \
\/| \
\ `
| \
/ /
/ /_
`

--
Software gets slower, faster than hardware gets faster.
--Wirth's law
Message has been deleted

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 17, 2012, 5:33:30 PM1/17/12
to
Der Verzehrung des Wachses durch die Flamme
Einhalt gebieten, die unnuetz Helligkeit verbreitet.

Jetzt steht Dir ob des Staunens der Mund offen.

K.L.

Paul Ney

unread,
Jan 17, 2012, 8:07:47 PM1/17/12
to

"Christina Kunze" <ku...@revesz.de> schrieb am 16.01.2012 17:29 den
Newsbeitrag news:jf1j8n$fam$1...@news.albasani.net

> Vorhin habe ich mich gerade bemüht, eine unauffällige Formulierung fürs
> Kerzeauspusten zu finden.
>
> Dabei kam mir "Kerzen löschen" falsch vor (ich hab's trotzdem
> geschrieben und werde mich bei Bedarf mit totum pro parte rausreden).
>
> Aber wie sagt man das auf Hochdeutsch: Kerze ausblasen?

> Auspusten? Kindersprache, oder?

Ich würde das Thema je nach Anwendungsbereich betrachten, das könnte eine
Auswirkung aufs Vokabular haben.

Wo (große und viele) Kerzen einen Raum (u.U. nur ergänzend) beleuchten,
stehen sie nicht unbedingt griffbereit, da hat man diese langen Stangen
mit dem Löschhut. Also löscht man die Flamme. Das Anzünden besorgte man
ebenso mit langen Stangen mit der Flamme an der Spitze. (Dazu gibt es auch
alte Quellen.)

Die Kerzen auf der Geburtstagstorte muß man (traditionell) ausblasen oder
auspusten. Das soll man mit einem Atemzug ausführen können ;-) Manche
versuchen es mit einem kräftigen Pusten, was häufig nicht klappt. Den Kopf
langsam drehen und Lungenluft passend stetig blasen -- eine Lösung.

In manchen Lokalen gibt es Kerzen in Gläsern (auf Tischen). Die Weisung
"Kerzen ***" kommt da nach Dienstschluß, als Gast bleibt man in der Regel
nicht so lange. "macht mal die Kerzen aus" soll auch geben...

MfG, PY [Paul_Ney/at/t-online.de]

Steffen Buehler

unread,
Jan 18, 2012, 3:31:30 AM1/18/12
to
Markus Loch:
> Ist eigentlich die Übersetzung "blasen" für englisch "to blow"
> in dem hier diskutierten Zusammenhang so richtig?
> Oder ist das -nur mal so ins Unreine gefragt- ein falscher Freund?

Ja und nein.

"I blow out the candle" entspricht in der Tat dem "ich blase die
Kerze aus".

Es gibt aber im Englischen eine zweite Wendung, die ich persönlich
nur aus dem hübschen Liedchen "Don't fear the reaper" kenne: "The candle blew and then disappeared".

OED sagt uns hier "be moved or carried by the wind or other air
current". Dafür gibt es m. E. im Deutschen keine Entsprechung.
Hier würde ich es mit "die Kerze flackerte" versuchen, aber das ist's
nicht genau. Oder?

Viele Grüße
Steffen

Steffen Buehler

unread,
Jan 18, 2012, 3:40:00 AM1/18/12
to Uwe_use...@nurfuerspam.de
Uwe Schickedanz:
> On Tue, 17 Jan 2012 13:05:17 -0500, Oliver Cromm
> <lispa...@crommatograph.info> wrote:
>
> >Am elegantesten finde ich die Methode, mit der Hand einen
> >löschenden Luftzug zu erzeugen.
>
> Ich auch.
> Doch der Grat zur Peinlichkeit ist schmal.

Da, du böse Kerze! Nimm!

Aber, sprechend von Peinlichkeit: schenkt _niemals_, wirklich *_niemals_* Eurer Frau einen silbernen Kerzenlöscher zu Weihnachten!
Das toppt noch Spargelschäler und Warmhalteplatten. Launige Sprüche
gewisser Familienmitglieder sind Euch noch Jahre später sicher.

Und ja, ich hab ihn dann wieder umgetauscht.

Viele Grüße
Steffen

Matthias Opatz

unread,
Jan 18, 2012, 4:04:37 AM1/18/12
to
Steffen Buehler gab zur Kenntnis:

> Aber, sprechend von Peinlichkeit: schenkt _niemals_, wirklich *_niemals_* Eurer Frau einen silbernen Kerzenlöscher zu Weihnachten!
> Das toppt noch Spargelschäler und Warmhalteplatten. Launige Sprüche
> gewisser Familienmitglieder sind Euch noch Jahre später sicher.
>
> Und ja, ich hab ihn dann wieder umgetauscht.

Die Vielfalt der Kerzenlöscher
<http://www.google.de/search?q=kerzenl%F6scher&tbm=isch>
ist legendär.

Von welchem geht denn besondere Peinlichkeit aus?

Oder meinst Du einfach Nutzlosigkeit? Das lässt sich auch über
viele sehr übliche Weihnachtsgeschenke sagen.

Matthias

--
Nach der Schlacht von Leipzig sah man Pferde, denen 3, 4 und noch mehr
Beine abgeschossen waren, herrenlos herumlaufen. Prof. Galletti
Wer zum Kuckuck ist dieser Galletti? ==> <http://www.galletti.de/>
== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==

Helmut Richter

unread,
Jan 18, 2012, 4:19:32 AM1/18/12
to
On Tue, 17 Jan 2012, Stefan Ram wrote:

> Es gibt in den natürlichen Sprachen eine Leichtigkeit des
> Verschiebens des Objekts von einem Individuum auf etwas
> damit eineindeutig Verbundenes:
>
> »Dort können Sie Ihren Mantel aufhängen.«
> --> »Dort können Sie sich aufhängen.«

Das würde ich als milden Scherz auffassen, analog zu "ich bitte zu
platzen" oder ähnlichem.

> »Gehen Sie auf die Webseite mit der URI http://example.com.«
> --> »Gehen Sie auf die Webseite http://example.com.«

Es gibt sogar Leute, die "das ist Walter Müller" sagen anstelle des
korrekten "das ist der Herr mit dem Namen Walter Müller".

Ach seien wir doch exakt. So ein Satz wie

Ich habe zu Hause eine Übersetzung von "Krieg und Frieden".

sollte uns nicht vorkommen. Es ist gar keine Übersetzung als Vorgang,
sondern das Ergebnis der Übersetzung, die jemand anderer vorgenommen hat.
Und es ist auch nicht das Ergebnis selbst, sondern ein Abdruck davon. Es
ist aber auch nicht der Abdruck als Vorgang, sondern das Ergebnis des
Abdrucks. Richtig ist allenfalls

Ich habe zu Hause ein Exemplar des Ergebnisses der drucktechnischen
Vervielfältigung des Ergebnisses der Übersetzung des Textes von "Krieg
und Frieden".

--
Helmut Richter

Lothar Frings

unread,
Jan 18, 2012, 4:34:44 AM1/18/12
to
Matthias Opatz tat kund:

> Die Vielfalt der Kerzenlöscher
> <http://www.google.de/search?q=kerzenl%F6scher&tbm=isch>
> ist legendär.
>
> Von welchem geht denn besondere Peinlichkeit aus?

Als Geschenk für eine Frau vermutlich
von der Geburtszange (zweite Reihe, zweiter
von links).

>
> Oder meinst Du einfach Nutzlosigkeit? Das lässt sich auch über
> viele sehr übliche Weihnachtsgeschenke sagen.

Ich glaube, die Peinlichkeit geht eher
von der Nützlichkeit aus. Die berühmte
SOS-Kombination ist schließlich auch nützlich.

Lothar Frings

unread,
Jan 18, 2012, 5:05:52 AM1/18/12
to
Karl-Ludwig Diehl tat kund:

> Es gab mal einen Kandidaten bei "Wetten das",

Ist das die westfälische Version von
"Wollen wir auf das wetten"?

Steffen Buehler

unread,
Jan 18, 2012, 5:03:40 AM1/18/12
to
Lothar Frings:
> Matthias Opatz tat kund:

> > Oder meinst Du einfach Nutzlosigkeit? Das lässt sich auch über
> > viele sehr übliche Weihnachtsgeschenke sagen.

> Ich glaube, die Peinlichkeit geht eher
> von der Nützlichkeit aus. Die berühmte
> SOS-Kombination ist schließlich auch nützlich.

So ist es. Genau wie eben Spargelschäler und Warmhalteplatten. Oder
der Papierkorb, den ich auch mal untern Baum gelegt habe und der
ebenfalls keine weihnachtlichen Dankesgefühle auslöste.

Ananasschneider und elektrischer Kartenmischer sind auch nicht
gerade die Brüller. Kamen aber wenigstens nicht von mir.

Dabei ist so ein Kerzenlöscher doch gerade zu Weihnachten so
praktisch und formschön. Aber was schreibe ich ...

Viele Grüße
Steffen

Frank Hucklenbroich

unread,
Jan 18, 2012, 5:20:16 AM1/18/12
to
Am Wed, 18 Jan 2012 02:03:40 -0800 (PST) schrieb Steffen Buehler:

> Dabei ist so ein Kerzenlöscher doch gerade zu Weihnachten so
> praktisch und formschön. Aber was schreibe ich ...

Ja, so ein Ding habe ich auch (meine Frau bekam es vor Jahren mal von ihrem
damaligen Chef zu Weihnachten). Und bei den Adventskranzkerzen nutze ich
den auch, man kann damit schön Kerzen löschen ohne den flüssigen Wachs
rumzukleckern. Uns Spaß macht es obendrein - wenn man das Ding zu früh
wieder hochnimmt, entzündet sich die Kerze wieder. Das kommt dem
Forscherdrang und Spieltrieb durchaus entgegen.

Aber wie gesagt nur in der Adventszeit. Die restlichen 11 Monate liegt er
unbenutzt im Schrank.

Grüße,

Frank

Roland Franzius

unread,
Jan 18, 2012, 8:57:58 AM1/18/12
to
Kann laut LEO poetisch im Sinne von aufblühen vorkommen, also hier wohl
aufleuchten. Folgt aus der urspünglichen Bedeutung von blow=inflate:
aufblasen -> Form vergrößern. Gemeint dürfte wohl sein die Bildung der
leuchtenden Lichtkugel um die Kerze herum, die das Auge durch
Überstrahlung und Fehlakkomodation im Dunkeln wahrnimmt.

--

Roland Franzius

Roland Franzius

unread,
Jan 18, 2012, 9:01:57 AM1/18/12
to
Am 18.01.2012 10:04, schrieb Matthias Opatz:
> Steffen Buehler gab zur Kenntnis:
>
>> Aber, sprechend von Peinlichkeit: schenkt _niemals_, wirklich *_niemals_* Eurer Frau einen silbernen Kerzenlöscher zu Weihnachten!
>> Das toppt noch Spargelschäler und Warmhalteplatten. Launige Sprüche
>> gewisser Familienmitglieder sind Euch noch Jahre später sicher.
>>
>> Und ja, ich hab ihn dann wieder umgetauscht.
>
> Die Vielfalt der Kerzenlöscher
> <http://www.google.de/search?q=kerzenl%F6scher&tbm=isch>
> ist legendär.
>
> Von welchem geht denn besondere Peinlichkeit aus?
>
> Oder meinst Du einfach Nutzlosigkeit? Das lässt sich auch über
> viele sehr übliche Weihnachtsgeschenke sagen.

Man kann es bei der Verehrten auch mit einer Waage, einem Epilator oder
einem Badvorleger in Fußform versuchen, wenn man sich Ärger einhandeln will.

--

Roland Franzius

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 18, 2012, 9:03:47 AM1/18/12
to
Ich kenne mich mit diesen populaeren Sendungen
nicht aus. Mir fehlte die Geduld, solche Program-
me zu verfolgen.

K.L.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 18, 2012, 9:10:58 AM1/18/12
to
On 18 Jan., 02:07, "Paul Ney" <Paul_...@t-online.de> wrote:
> Wo (große und viele) Kerzen einen Raum (u.U. nur ergänzend) beleuchten,
> stehen sie nicht unbedingt griffbereit, da hat man diese langen Stangen
> mit dem Löschhut. Also löscht man die Flamme. Das Anzünden besorgte man
> ebenso mit langen Stangen mit der Flamme an der Spitze. (Dazu gibt es auch
> alte Quellen.)

In grossen verspiegelten Saelen der Feudalzeit
hat man die Kronleuchter an Kabeln von der
Decke abgelassen, um auf sie neue Kerzen zu
stecken, diese anzuzuenden, auch um sie bei
Bedarf loeschen zu koennen. Lange Stangen
sind fuer manche dieser Aktivitaeten eine Alter-
native (anzuenden/loeschen). Dass man eine Lei-
ter holte, um neue Kerzen aufzustecken, wenn
der mit Kerzen zu bestueckende Kronleuchter
nicht am Kabel abzulassen ist, darf angenommen
werden.

Interessant waeren die Worte fuer diese Taetig-
keiten bei der Beleuchtungsinfrastruktur dieser
Zeiten.

K.L.



Lothar Frings

unread,
Jan 18, 2012, 9:45:06 AM1/18/12
to
Karl-Ludwig Diehl tat kund:
Ich habe die Sendung schon mal gesehen, nur
noch nie mit Gottschalk. Samstagabends
bin ich eigentlich immer weg. Aber ich wollte
auf etwas anderes hinaus, dafür muß man
sie nicht gesehen haben.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 18, 2012, 9:53:09 AM1/18/12
to
Auf was Du hinauswolltest, erschliesst sich mir
nicht.

K.L.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 18, 2012, 9:57:47 AM1/18/12
to
On 18 Jan., 11:03, Steffen Buehler <steffen.bueh...@mailinator.com>
wrote:

> Ananasschneider und elektrischer Kartenmischer sind auch nicht
> gerade die Brüller. Kamen aber wenigstens nicht von mir.

Der elektrische Kartenmischer fehlt mir noch
fuer meine Strassenkartensammlung der USA.
Diese staendig von Hand zu mischen, bis sich
die richtige findet, ist wirklich muehselig.

Wieso wird eigentlich "-selig" nicht mit zwei "e",
also "ee" geschrieben?

K.L.

Lothar Frings

unread,
Jan 18, 2012, 10:40:33 AM1/18/12
to
Steffen Buehler tat kund:

> So ist es. Genau wie eben Spargelschäler und Warmhalteplatten. Oder
> der Papierkorb, den ich auch mal untern Baum gelegt habe und der
> ebenfalls keine weihnachtlichen Dankesgefühle auslöste.
>
> Ananasschneider und elektrischer Kartenmischer sind auch nicht
> gerade die Brüller. Kamen aber wenigstens nicht von mir.

Manchml habe ich den Verdacht, Weihnachten
ist ein großangelegter jährlicher Beziehungstest,
zu dem neben ungewohnter Familienidylle auch
der Geschenkecheck gehört. Immerhin habe ich
diesmal etwas gelernt, nämlich daß das Ding,
das einer meiner Nichten verehrt wurde,
ein "Loop" sei und kein "Endlosschal", wie
ihr greiser Onkel mutmaßte.

Helmut Richter

unread,
Jan 18, 2012, 11:04:12 AM1/18/12
to
On Wed, 18 Jan 2012, Lothar Frings wrote:

> Manchml habe ich den Verdacht, Weihnachten
> ist ein großangelegter jährlicher Beziehungstest,
> zu dem neben ungewohnter Familienidylle auch
> der Geschenkecheck gehört. Immerhin habe ich
> diesmal etwas gelernt, nämlich daß das Ding,
> das einer meiner Nichten verehrt wurde,
> ein "Loop" sei und kein "Endlosschal", wie
> ihr greiser Onkel mutmaßte.

War der Endlosschal wenigstens Möbiussch?

--
Helmut Richter

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 18, 2012, 10:52:27 AM1/18/12
to
Das Wort Beziehungstest passt. Oft gehen
die Beziehungen an Weihnachten in die Brueche,
weil sich Spannungen aufbauen, usw.

"Loop" = "Endlosschal" loeste bei mir jetzt auch
eine intensive Lernphase aus. Bei langen und
flatternden Schals, im vornehmen offenen Wagen,
kam es schon mal vor, dass die elegante Dame
erwuergt wurde, wenn sich der Schal im Reifen
verfing. Eleganz hat ihren Preis.

K.L.

Lothar Frings

unread,
Jan 18, 2012, 11:20:37 AM1/18/12
to
Karl-Ludwig Diehl tat kund:

> Bei langen und
> flatternden Schals, im vornehmen offenen Wagen,
> kam es schon mal vor, dass die elegante Dame
> erwuergt wurde, wenn sich der Schal im Reifen
> verfing.

Es geht die Mär, irgendwo (Rußland?)
seien solche Schals nach einem derartigen
Vorfall verboten worden.

Gunhild Simon

unread,
Jan 18, 2012, 12:13:13 PM1/18/12
to
On 18 Jan., 15:57, Karl-Ludwig Diehl <spaceoff...@web.de> wrote:

> ... wirklich muehselig.
>
> Wieso wird eigentlich "-selig" nicht mit zwei "e",
> also "ee" geschrieben?

Weil es auf Mühsal, nicht "Mühseele" zurückzuführen ist. So erkennt
man es auch bei "trübselig - Trübsal".

Bei den anderen Komposita mit dem Suffix -sal ist dies weniger
ersichtlich: Schicksal, Rinnsal, Irrsal und Wirrsal ...

Ich fand dieses Thema mal untersuchenswert, und Dir, dem
unvoreingenommenen Stöberer, verrate ich auch die URL:
http://www.blog.institut1.de/2009/irrsal-und-wirrsal-das-ableitungssuffix-sal/

Gruß
Gunhid

Gunhild Simon

unread,
Jan 18, 2012, 12:24:26 PM1/18/12
to
In dieser Saison ist es - entgegen dem frühlingshaften Gebaren des
Winters - modern, sich den Schal sehr voluminös um den Hals zu
drapieren:
Dafür eignen sich diese Art zusammengenähter breiter Bänder aus
voluminösem Material besonders gut.

Man beachte: Erst kürzlich war das Gegenteil Trend:Langschals in
seidiger, schmaler Optik.

Das ist so wie mit den hüftigen Röcken: Wenn sie nicht mehr tiefer
rutschen können, kommt als neuester Schrei der Rock mit einer bis zum
Busen hochgezogenen Taille mit entspechend sitzendem Gürtel auf den
Markt = H& M..

Griuß
Gunhild

Gunhild Simon

unread,
Jan 18, 2012, 12:29:40 PM1/18/12
to
On 18 Jan., 11:20, Frank Hucklenbroich <Hucklenbroic...@aol.com>
wrote:
> ...ohne den flüssigen Wachs
> rumzukleckern.


Ist das rheinländisch?

Ich halte "Wachs" für ein Neutrum: das Wachs.
Das Verb "kleckern" würde ich hier mit "mit" verbinden: mit Wachs
rumkleckern.

Gruß
Gunhild

Thomas Schade

unread,
Jan 18, 2012, 1:00:57 PM1/18/12
to
On 18.01.2012 18:24, Gunhild Simon wrote:

> Das ist so wie mit den hüftigen Röcken: Wenn sie nicht mehr tiefer
> rutschen können, kommt als neuester Schrei der Rock mit einer bis zum
> Busen hochgezogenen Taille mit entspechend sitzendem Gürtel auf den
> Markt = H& M..

Da die bei den Burschen die Hosen auch nicht weiter rutschen können,
bzw. sollten, könnte man sich also langsam auf die Mode vorbereiten, bei
der die Hose in den Achselhöhlen kneift.


Ciao
Toscha
--
Some of them want to use you Some of them want to get used by you
Some of them want to abuse you Some of them want to be abused.
[Eurythmics]

Oliver Cromm

unread,
Jan 18, 2012, 1:16:35 PM1/18/12
to
* Lothar Frings:
Vielleicht eher die von "Watten dat?"

--
The generation of random numbers is too important to be left to
chance.
Robert R. Coveyou

Helmut Richter

unread,
Jan 18, 2012, 1:23:12 PM1/18/12
to
Schöner Artikel. Im Satz "“Die Erde aber war Irrsal und Wirrsal”, ein
Sprachgebrauch, der sogar der hebräischen Vorlage mehr entgegenkommt"
hätte man die hebräischen Vorlage ruhig nennen können -- schließlich wird
sie im Deutschen öfters als hebräisches Zitat verwendet: tohu wa bohu.

--
Helmut Richter

Helmut Richter

unread,
Jan 18, 2012, 1:32:03 PM1/18/12
to
On Wed, 18 Jan 2012, Thomas Schade wrote:

> On 18.01.2012 18:24, Gunhild Simon wrote:
>
> > Das ist so wie mit den hüftigen Röcken: Wenn sie nicht mehr tiefer
> > rutschen können, kommt als neuester Schrei der Rock mit einer bis zum
> > Busen hochgezogenen Taille mit entspechend sitzendem Gürtel auf den
> > Markt = H& M..
>
> Da die bei den Burschen die Hosen auch nicht weiter rutschen können,
> bzw. sollten, könnte man sich also langsam auf die Mode vorbereiten, bei
> der die Hose in den Achselhöhlen kneift.

Wiewohl sonst modisch eher desinteressiert, möchte ich doch auf diesem
Wege meine tiefe Abscheu gegenüber derlei Abscheulichkeiten kundtun. Egal
ob Bursche oder Mädel, egal ob zu hoch oder zu tief. Nur hüftige Hosen bei
Mädels, die Hüften haben (was man daran sieht, dass darüber eine Taille
mit messbar weniger Querschnitt ist), haben einen gewissen Reiz, alles
andere ist dégoûtant.

--
Helmut Richter

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 18, 2012, 2:05:51 PM1/18/12
to
On 18 Jan., 19:23, Helmut Richter <hh...@web.de> wrote:
> On Wed, 18 Jan 2012, Gunhild Simon wrote:
> > On 18 Jan., 15:57, Karl-Ludwig Diehl <spaceoff...@web.de> wrote:
>
> > > ... wirklich muehselig.
>
> > > Wieso wird eigentlich "-selig" nicht mit zwei "e",
> > > also "ee" geschrieben?
>
> > Weil es auf Mühsal, nicht "Mühseele" zurückzuführen ist. So erkennt
> > man es auch bei "trübselig - Trübsal".
>
> > Bei den anderen Komposita mit dem Suffix -sal ist dies weniger
> > ersichtlich: Schicksal, Rinnsal, Irrsal und Wirrsal ...
>
> > Ich fand dieses Thema mal untersuchenswert, und Dir, dem
> > unvoreingenommenen Stöberer, verrate ich auch die URL:
> >http://www.blog.institut1.de/2009/irrsal-und-wirrsal-das-ableitungssu...
>
> Schöner Artikel. Im Satz "“Die Erde aber war Irrsal und Wirrsal”, ein
> Sprachgebrauch, der sogar der hebräischen Vorlage mehr entgegenkommt"
> hätte man die hebräischen Vorlage ruhig nennen können -- schließlich wird
> sie im Deutschen öfters als hebräisches Zitat verwendet: tohu wa bohu.

Ein "irrselig schlecht" waere vielleicht brauchbar.

K.L.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 18, 2012, 2:03:24 PM1/18/12
to
On 18 Jan., 19:16, Oliver Cromm <lispamat...@crommatograph.info>
wrote:
> * Lothar Frings:
>
> > Karl-Ludwig Diehl tat kund:
>
> >> Es gab mal einen Kandidaten bei "Wetten das",
>
> > Ist das die westfälische Version von
> > "Wollen wir auf das wetten"?
>
> Vielleicht eher die von "Watten dat?"

Du bringst es auf den/irgendeinen Punkt.

K.L.

Gunhild Simon

unread,
Jan 18, 2012, 2:11:52 PM1/18/12
to
Ich sehe das so:
Die Mädchen haben gelernt, es akzeptabel, besser normal zu finden, daß
ihre gutgepolsterten Hüften durch einen Bund oder Gürtel zerschnitten
werden, so daß sowohl ober- als auch unterhalb von Bund und Gürtel ein
mittlerweile akzeptierter Wulst entsteht.

Steht Mann auf gutgepolserten, runden Hüften, erlebt er eine höchst
bittere Sicht auf das Objekt seiner Begierde, das schändlichst
gezweiteilt ihm entgegenlacht.

Deshalb bin ich anderer Meinung:
Diesen hüftigen Schnitt können nur Magere überzeugend vertreten.

Ob's sexy ist?
Ich glaube, in diesem Alter distanziert man sich - gerade durch den
Bugy-Schnitt - von bürgerlichen Vorgaben.

Nur: Spätestens, wenn H&m dies einbeziehen, ist der darin ausgedrückte
Protest absurd.

PS: Ich glaube, die Mode ist schon zu lange im Trend, als daß
Heranwachsende eine andere als diese Sicht auf Hosen haben können.

Gruß
Gunhild

Reinhard Gonaus

unread,
Jan 18, 2012, 2:30:15 PM1/18/12
to
Weil's nix mit der Seele zu tun hat, sondern von einem alten Wort für
"glückbringend" abgeleitet ist.
http://www.heinrich-tischner.de/22-sp/2wo/wort/idg/deutsch/0kur
/s/selig.htm

Manfred Hoß

unread,
Jan 18, 2012, 3:07:40 PM1/18/12
to
Am Wed, 18 Jan 2012 10:19:32 +0100 schrieb Helmut Richter:

> Ich habe zu Hause ein Exemplar des Ergebnisses der drucktechnischen
> Vervielfältigung des Ergebnisses der Übersetzung des Textes von "Krieg
> und Frieden".

Bei einem eBuch lägst du mit "drucktechnisch" daneben.

Gruß
Manfred.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 18, 2012, 3:09:09 PM1/18/12
to
http://www.heinrich-tischner.de/22-sp/2wo/wort/idg/deutsch/0kur/s/sel...

Ja, gut. Darin las ich:

"< ahd. sālig 'heilbringend, glücklich, glückbringend,
beglückend, unversehrt, heilig, gesegnet, günstig'
< germ. *sēlaż 'gut, gütig, günstig, glücklich'
< japhet. *sël- 'günstig, in guter Stimmung'
< noach. *sël- 'in gutem Zustand'

Ein "irrselig" waere dann was?

Beziehungsweise: ein "muehseelig" waere dann was?

K.L.

Thomas Schade

unread,
Jan 18, 2012, 3:47:06 PM1/18/12
to
On 18.01.2012 20:11, Gunhild Simon wrote:
> On 18 Jan., 19:32, Helmut Richter <hh...@web.de> wrote:
>> On Wed, 18 Jan 2012, Thomas Schade wrote:

>> > > Das ist so wie mit den hüftigen Röcken: Wenn sie nicht mehr tiefer
>> > > rutschen können, kommt als neuester Schrei der Rock mit einer bis zum
>> > > Busen hochgezogenen Taille mit entspechend sitzendem Gürtel auf den
>> > > Markt = H& M..
>>
>> > Da die bei den Burschen die Hosen auch nicht weiter rutschen können,
>> > bzw. sollten, könnte man sich also langsam auf die Mode vorbereiten, bei
>> > der die Hose in den Achselhöhlen kneift.
>>
>> Wiewohl sonst modisch eher desinteressiert, möchte ich doch auf diesem
>> Wege meine tiefe Abscheu gegenüber derlei Abscheulichkeiten kundtun. Egal
>> ob Bursche oder Mädel, egal ob zu hoch oder zu tief. Nur hüftige Hosen bei
>> Mädels, die Hüften haben (was man daran sieht, dass darüber eine Taille
>> mit messbar weniger Querschnitt ist), haben einen gewissen Reiz, alles
>> andere ist dégoûtant.
>
>
> Ich sehe das so:
> Die Mädchen haben gelernt, es akzeptabel, besser normal zu finden, daß
> ihre gutgepolsterten Hüften durch einen Bund oder Gürtel zerschnitten
> werden, so daß sowohl ober- als auch unterhalb von Bund und Gürtel ein
> mittlerweile akzeptierter Wulst entsteht.

Bzgl. der Akzeptanz solcher Schwimmringe habe durchaus meine Zweifel.

[...]

> Nur: Spätestens, wenn H&m dies einbeziehen, ist der darin ausgedrückte
> Protest absurd.

Das gilt natürlich für jegliche Aspekte des bürgerlichen 'Rebellentums',
wenn sie erst mal Mode geworden sind, ist's mit dem Rebellentum vorbei.
Ging uns mit den Parkas doch nicht anders.


Ciao
Toscha
--
Angewandte Geometrie:
Eine Pizza mit dem Radius z und der Dicke a hat das Volumen Pi*z*z*a

Christina Kunze

unread,
Jan 18, 2012, 5:03:01 PM1/18/12
to
Am 17.01.2012 22:34, schrieb Karl-Ludwig Diehl:
> On 17 Jan., 20:40, Christina Kunze<k...@revesz.de> wrote:
>> Am 17.01.2012 00:54, schrieb Karl-Ludwig Diehl:
>>
>>
>>
>>
>>
>>> On 16 Jan., 23:16, Stephen Hust<shNOS...@a1.net> wrote:
>
>>>> Aber es gibt Kerzenlöscher oder Löschhütchen:
>>
>>>> <http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6schh%C3%BCtchen>
>>
>>> Es gibt sicher noch mehr Loeschmittel fuer
>>> Kerzen: "Mir fehlen die Worte!"
>>
>> Löschzangen.
>
> Damit also die Kerze "in die Zange nehmen"!

Keine Bange, wir nehmen eine Zange,
und dann brennt die Flamme
wirklich nicht mehr lange.

chr

Christina Kunze

unread,
Jan 18, 2012, 5:04:49 PM1/18/12
to
Am 18.01.2012 09:31, schrieb Steffen Buehler:
> Markus Loch:
>> Ist eigentlich die Übersetzung "blasen" für englisch "to blow"
>> in dem hier diskutierten Zusammenhang so richtig?
>> Oder ist das -nur mal so ins Unreine gefragt- ein falscher Freund?
>
> Ja und nein.
>
> "I blow out the candle" entspricht in der Tat dem "ich blase die
> Kerze aus".
>
> Es gibt aber im Englischen eine zweite Wendung, die ich persönlich
> nur aus dem hübschen Liedchen "Don't fear the reaper" kenne: "The candle blew and then disappeared".
>
> OED sagt uns hier "be moved or carried by the wind or other air
> current". Dafür gibt es m. E. im Deutschen keine Entsprechung.
> Hier würde ich es mit "die Kerze flackerte" versuchen, aber das ist's
> nicht genau. Oder?

Sie blakte?

chr

Christina Kunze

unread,
Jan 18, 2012, 5:06:27 PM1/18/12
to
Am 18.01.2012 10:04, schrieb Matthias Opatz:
> Steffen Buehler gab zur Kenntnis:
>
>> Aber, sprechend von Peinlichkeit: schenkt _niemals_, wirklich *_niemals_* Eurer Frau einen silbernen Kerzenlöscher zu Weihnachten!
>
> Von welchem geht denn besondere Peinlichkeit aus?
>
> Oder meinst Du einfach Nutzlosigkeit? Das lässt sich auch über
> viele sehr übliche Weihnachtsgeschenke sagen.

So etwas kann sehr nützlich sein, wenn die obersten Kerzen am
Weihnachtsbaum weit oben stecken und mit Pusten kaum funkenfrei zu
löschen sind.

chr

Christina Kunze

unread,
Jan 18, 2012, 5:09:14 PM1/18/12
to
Am 18.01.2012 19:00, schrieb Thomas Schade:
> On 18.01.2012 18:24, Gunhild Simon wrote:
>
>> Das ist so wie mit den hüftigen Röcken: Wenn sie nicht mehr tiefer
>> rutschen können, kommt als neuester Schrei der Rock mit einer bis zum
>> Busen hochgezogenen Taille mit entspechend sitzendem Gürtel auf den
>> Markt = H& M..
>
> Da die bei den Burschen die Hosen auch nicht weiter rutschen können,
> bzw. sollten, könnte man sich also langsam auf die Mode vorbereiten, bei
> der die Hose in den Achselhöhlen kneift.
>
Auch ne ARt, zu große Hosen zu tragen, oder? Mit so einem Hosenträger
schräg rüber.
Sieht garantiert auch nicht unerotischer aus als diese Runterrutschteile.
chr

Matthias Opatz

unread,
Jan 18, 2012, 5:56:14 PM1/18/12
to
Christina Kunze gab zur Kenntnis:

> Keine Bange, wir nehmen eine Zange,
> und dann brennt die Flamme
> wirklich nicht mehr lange.

Nehmt ihr sowas? Der Geruch ausgeblasener Kerzen ist doch die
kostenlose Zugabe zum Lichterzauber.

Matthias

--
Nach der Schlacht von Leipzig sah man Pferde, denen 3, 4 und noch mehr
Beine abgeschossen waren, herrenlos herumlaufen. Prof. Galletti
Wer zum Kuckuck ist dieser Galletti? ==> <http://www.galletti.de/>
== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 18, 2012, 8:14:23 PM1/18/12
to
In Berlin und anderswo
macht man das so
die andern machen's nicht
zu Ende das Gedicht

K.L.

Steffen Buehler

unread,
Jan 19, 2012, 2:42:49 AM1/19/12
to ku...@revesz.de
Christina Kunze:
Wow. Das Wort hab ich ja schon ewig nicht mehr gehört. Aber es
trifft's genau. Laut Duden ist es /niederdeutsch für "schwelen,/
/rußen"/, könnte also in der Tat die Grundlage für das englische
Wort /to blow/ sein. Mein EtYDuDen (oder wie war das?) schweigt
sich über die Herkunft aus. Hat /blaken/ und /blasen/ dieselbe
Grundlage?

Viele Grüße
Steffen

Gunhild Simon

unread,
Jan 19, 2012, 3:31:04 AM1/19/12
to
On 19 Jan., 08:42, Steffen Buehler <steffen.bueh...@mailinator.com>
wrote:
Nein, nach Grimm hat es eher etwas mit englisch "black" , also
"rußgeschwärzrt, zu tun:
"blaken, nd. und nnl., und in keinem hochd. wörterbuch, wo man blachen
zu erwarten hätte (vgl. DWB black), sowol intr. ardere, uri, glühen,
als tr. urere, amburere, nach der lautverschiebung φλέγειν, φλογίζειν,
davon "

Ein Blaker ist ein gespiegelter Wandleuchter, der an seiner Wandseite
verrußte..
http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GB07730

In dem folgenden Satz sieht man den Zusammenhang zu "black":
"Der Blick fällt sofort auf die dunkel gebeizten fingerdicken Blaken
und auf ein handgeschnitztes Holzschindeldach." (Quelle:
donaukurier.de vom 08.12.2005)

Gruß
Gunhild

Reinhard Gonaus

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Jan 19, 2012, 4:16:27 AM1/19/12
to
Irrselig kenn ich nicht.
Mühselig hab ich immer als "Durch-Sich-Mühen-glücklich-Werden" verstanden

Frank Hucklenbroich

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Jan 19, 2012, 5:04:31 AM1/19/12
to
Am Wed, 18 Jan 2012 09:29:40 -0800 (PST) schrieb Gunhild Simon:

> On 18 Jan., 11:20, Frank Hucklenbroich <Hucklenbroic...@aol.com>
> wrote:
>> ...ohne den flüssigen Wachs
>> rumzukleckern.
>
>
> Ist das rheinländisch?

Möglicherweise, mir scheint es unauffällig.

> Ich halte "Wachs" für ein Neutrum: das Wachs.

Geht da nicht beides? "Gib mir mal den Bohnerwachs" scheint mir recht
normal. "Das Bohnerwachs" geht natürlich auch, ich würde aber eher zu "der"
tendieren. Ähnlich wie bei "Der Skiwachs".

Google findet auch eine Menge Treffer mit "Der Wachs". Was natürlich nicht
heißt, daß es richtig ist. Mag aber regional unterschiedlich sein (so wie
"die Cola" oder "das Cola").

> Das Verb "kleckern" würde ich hier mit "mit" verbinden: mit Wachs
> rumkleckern.

"Mit Wachs rumkleckern" geht natürlich auch, nur weiß man dann nicht,
welcher Wachs gemeint ist. Deshalb schrieb ich "den Wach (der ausgeblasenen
Kerze) rumkleckern" (indem man die Kerze auspustet und damit den Wachs auf
dem Tisch verteilt).

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

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Jan 19, 2012, 5:12:04 AM1/19/12
to
Am Wed, 18 Jan 2012 07:40:33 -0800 (PST) schrieb Lothar Frings:

> Immerhin habe ich
> diesmal etwas gelernt, nämlich daß das Ding,
> das einer meiner Nichten verehrt wurde,
> ein "Loop" sei und kein "Endlosschal", wie
> ihr greiser Onkel mutmaßte.

Ich habe das Ding als "Buff" kennengelernt, seit mein Sohn sowas zum
Skifahren anschaffte. Das scheint aber der Markenname zu sein. Wobei das
eher ein "Endlos-Halstuch" ist.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

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Jan 19, 2012, 5:13:04 AM1/19/12
to
Am Wed, 18 Jan 2012 08:20:37 -0800 (PST) schrieb Lothar Frings:

> Karl-Ludwig Diehl tat kund:
>
>> Bei langen und
>> flatternden Schals, im vornehmen offenen Wagen,
>> kam es schon mal vor, dass die elegante Dame
>> erwuergt wurde, wenn sich der Schal im Reifen
>> verfing.
>
> Es geht die Mär, irgendwo (Rußland?)
> seien solche Schals nach einem derartigen
> Vorfall verboten worden.

Ich halte es für eine Mär, daß es in Rußland vornehme, offene Wagen gab
(außer Kutschen vielleicht).

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Jan 19, 2012, 5:14:40 AM1/19/12
to
Am Wed, 18 Jan 2012 19:00:57 +0100 schrieb Thomas Schade:

> On 18.01.2012 18:24, Gunhild Simon wrote:
>
>> Das ist so wie mit den hüftigen Röcken: Wenn sie nicht mehr tiefer
>> rutschen können, kommt als neuester Schrei der Rock mit einer bis zum
>> Busen hochgezogenen Taille mit entspechend sitzendem Gürtel auf den
>> Markt = H& M..
>
> Da die bei den Burschen die Hosen auch nicht weiter rutschen können,
> bzw. sollten, könnte man sich also langsam auf die Mode vorbereiten, bei
> der die Hose in den Achselhöhlen kneift.

Sowas tragen schlechte Boxer im Boxring. Schläge unter die Gürtellinie sind
ja bekanntlich verboten...

Grüße,

Frank

Helmut Richter

unread,
Jan 19, 2012, 6:17:24 AM1/19/12
to
On Wed, 18 Jan 2012, Helmut Richter wrote:

> War der Endlosschal wenigstens Möbiussch?

Es gibt doch nichts, was es nicht gibt:
http://www.lavendelhexe.net/?page_id=701

--
Helmut Richter

Stefan Froehlich

unread,
Jan 19, 2012, 7:35:11 AM1/19/12
to
On Thu, 19 Jan 2012 11:04:31 Frank Hucklenbroich wrote:
> > [der Wachs]
> > Ist das rheinländisch?
> > Ich halte "Wachs" für ein Neutrum: das Wachs.

> Geht da nicht beides? "Gib mir mal den Bohnerwachs" scheint mir recht
> normal. "Das Bohnerwachs" geht natürlich auch, ich würde aber eher zu
> "der" tendieren. Ähnlich wie bei "Der Skiwachs".

Mag regional unterschiedlich sein. Mir (als Wiener) dreht es jedenfalls bei
jedem "der Wachs" den Magen um, voellig unabhaengig von der Wortkombination.

Servus,
Stefan

--
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Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 19, 2012, 8:25:33 AM1/19/12
to
> Irrselig kenn ich nicht.
> Mühselig hab ich immer als "Durch-Sich-Mühen-glücklich-Werden" verstanden

Es geht mir mehr um das, was sich an Bedeutung
mit der Endsilbe eigentlich ergeben muss.
Dein "Durch-Sich-Mühen-glücklich-Werden"
fuer "muehselig" muesste dann auch fuer das
"Irrselige" aehnlich gelten. Es gibt genuegend
kuenstlerische Stroemungen, genauso das
Bloedeln, oder das Brainstorming, bei denen
in der freien Assoziation ein Zustand des
Gluecklichseins geschaffen ist, der zugleich
auf andere Weise nuetzt.

K.L.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Jan 19, 2012, 8:27:08 AM1/19/12
to
On 19 Jan., 11:13, Frank Hucklenbroich <Hucklenbroic...@aol.com>
wrote:
Wenn es einen eleganten Jugendstil in Russland
gab, wird es auch elegante offene Wagen gege-
ben haben, die motorgetrieben waren.

K.L.

Frank Hucklenbroich

unread,
Jan 19, 2012, 9:03:41 AM1/19/12
to
Da habe ich meine Zweifel. Schon vom Klima her ist Rußland nicht unbedingt
ein Land für Cabrios, und zu der Zeit als in den USA und England elegante
Cabrios gebaut wurden (so ab 1930 sage ich mal grob), herrschte in Rußland
der Kommunismus, da hat man sowas nicht gebaut. Da wurden dann eher LKW und
Panzer produziert, aber keine PKW für Privatleute.

In den 60er und 70er Jahren hat man dann Ami-Schlitten kopiert als
Staatskarossen (Google mal nach "Zil"), aber elegant ist anders.

Grüße,

Frank

Lothar Frings

unread,
Jan 19, 2012, 9:23:58 AM1/19/12
to
Frank Hucklenbroich tat kund:
Das Fragezeichen deutet an, daß ich mir beim Land
nicht sicher bin.

Matthias Opatz

unread,
Jan 19, 2012, 9:32:15 AM1/19/12
to
Frank Hucklenbroich gab zur Kenntnis:

> Schon vom Klima her ist Rußland nicht unbedingt
> ein Land für Cabrios

Wie kommst Du denn auf die Idee? Kontinentales Klima hat
zwar kalte Winter (kälter als hier), aber heiße Sommer (wärmer
als hier). Und im Winter fährt ja hier idR auch niemand offen.

Frank Hucklenbroich

unread,
Jan 19, 2012, 9:50:23 AM1/19/12
to
Am Thu, 19 Jan 2012 15:32:15 +0100 schrieb Matthias Opatz:

> Frank Hucklenbroich gab zur Kenntnis:
>
>> Schon vom Klima her ist Rußland nicht unbedingt
>> ein Land für Cabrios
>
> Wie kommst Du denn auf die Idee? Kontinentales Klima hat
> zwar kalte Winter (kälter als hier), aber heiße Sommer (wärmer
> als hier). Und im Winter fährt ja hier idR auch niemand offen.

Da hast Du natürlich auch wieder recht, da hatte ich gar nicht drünber
nachgedacht.

Trotzdem kenne ich kein einziges russisches Cabrio, von irgendwelchen
Präsidenten-Winke-Autos mal abgesehen.

Die Story mit dem Schal im Cabrio könnte übrigens auf Isadora Duncan
zurückgehen, die 1927 auf diese Art und Weise in Nizza ums Leben kam:
http://de.wikipedia.org/wiki/Isadora_Duncan
Das war ein französisches Auto.

Wobei eine junge Dame in der Schweiz es ihr 2010 gleichgetan hat:
http://www.bernerzeitung.ch/region/emmental/Junge-Kartfahrerin-wurde-durch-Schal-erwuergt/story/10069564

Von anderen Unfällen dieser Art habe ich auf die Schnelle nichts finden
können, bei modernen Autos dürfte das auch schwierig sein, da es keine
freistehenden Hinterachsen mehr gibt/geben darf (außer eben beim Kart).

Grüße,

Frank

Lothar Frings

unread,
Jan 19, 2012, 9:54:10 AM1/19/12
to
Frank Hucklenbroich tat kund:

> Die Story mit dem Schal im Cabrio könnte übrigens auf Isadora Duncan
> zurückgehen, die 1927 auf diese Art und Weise in Nizza ums Leben kam:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Isadora_Duncan

Ja, das war sie.

Andreas Scharrer

unread,
Jan 19, 2012, 10:07:16 AM1/19/12
to
Am 19.01.2012 13:35, schrieb Stefan Froehlich:

> On Thu, 19 Jan 2012 11:04:31 Frank Hucklenbroich wrote:
>>> [der Wachs]
>>> Ist das rheinländisch?
>>> Ich halte "Wachs" für ein Neutrum: das Wachs.
>
>> Geht da nicht beides? "Gib mir mal den Bohnerwachs" scheint mir recht
>> normal.

> Mag regional unterschiedlich sein. Mir (als Wiener) dreht es jedenfalls bei
> jedem "der Wachs" den Magen um, voellig unabhaengig von der Wortkombination.

Cola, Butter, Radio, ..., Wachs.
faql! :-)

Andreas.

Manfred Hoß

unread,
Jan 19, 2012, 10:31:36 AM1/19/12
to
"*blaken* /Vsw/ 'brennen, rußen, qualmen' /per. ndd./ (19. Jh.). Übernommen
aus dem Niederdeutschen (mndd. /blaken/, mndl. /blaken/) und trotz der
ersten späten Bezeugung ein altes Wort. Außergermanisch vergleichen sich
unter einem Ansatz ig. *bhleg- 'brennen' toch. AB /pälk-/ 'brennen,
leuchten' gr. /phlego/ 'ich brenne, leuchte', auch trans., l. /flagrare/
'brennen, lodern', nebst l. /flamma/ Flamme aus /*flag-ma/. Für das
Germanische wäre ein starkes Verb /**blek-a-/ vorauszusetzen, das aber
nicht bezeugt ist, /*blak-o-/ kann zu ihm ein Intensivum sein."
(Quelle: Friedrich Kluge, "Etymologisches Wörterbuch der deutschen
Sprache". 25. Auflage. - Berlin : de Gruyter, 2011).

Gruß
Manfred.
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