"The .NET Runtime is not a virtual machine (VM)
in the traditional sense. There is no ersatz CPU
'executing' the IL."
http://msdn.microsoft.com/library/welcome/dsmsdn/deepc08172000.htm
Es gibt schon lange den Germanizismus "ersatzkaffee". Vielleicht
ist "ersatz CPU" eine Ableitung davon.
Gruß, Roland
> > in the traditional sense. There is no ersatz CPU
> Es gibt schon lange den Germanizismus "ersatzkaffee". Vielleicht
Ist "ersatzkaffee" Kaffeeersatz?
Das Wort »ersatz« gab es im Englischen schon Ende des 19. Jh.
In meinem Dictionary steht unter dem Stichwort 'ersatz':
| adj. 1. serving as a substitute; synthetic; artificial:
| ersatz coffee made from grain. -- n. 2. an artificial substitute
| for something natural or genuine. [1870-75; < G Ersatz a substitute
| (der. of ersetzen to replace)]
Mein Fremdwörterbuch kennt übrigens den Ausdruck »Germanizismus«
nicht, sondern nur einen »Germanismus«.
Schöne Grüße,
Wolf
Keine Ahnung, ich kenne weder "Ersatzkaffee" noch "Kaffeeersatz" -
nur als englischer Germanizismus ...
Gruß, Roland
> Keine Ahnung, ich kenne weder "Ersatzkaffee" noch "Kaffeeersatz" -
> nur als englischer Germanizismus ...
Ich kenne Produkte, die von ihren Herstellern als
"Kaffeesurrogatextrakt" bezeichnet werden.
> Ich kenne Produkte, die von ihren Herstellern als
> "Kaffeesurrogatextrakt" bezeichnet werden.
15.50 Uhr, Kaffeetrinken-Zeit.
Da ist Dein Posting besser als jede Werbung.
Grüße
Matthias,
auf dem Weg in die Küche, Wasser kochen
P.S: Um doch ein wenig on topic zu bleiben: neben C*r*-Kaffee kenne
ich noch "Blümchen-Kaffee". Gibt es noch anderen "xxx-Kaffee", der
keiner ist?
>Um doch ein wenig on topic zu bleiben: neben C*r*-Kaffee kenne
>ich noch "Blümchen-Kaffee". Gibt es noch anderen "xxx-Kaffee", der
>keiner ist?
Ich kenn vor allem keinen "C*r*". Ich halte die Sternchen-Mode für
den wohl dümmsten aller sprachlichen Auswüchse des Usenets.
In der Sache: Ja, Feigenkaffee und Zichorienkaffee.
M
Blümchen-Kaffee ist, wie Blümchen-Tee, durchaus aus echtem Kaffee
gebraut, allerdings so dünn, dass man das Blümchendekor auf dem
Tassenboden sehen kann. Mir auch bekannt ist der Flieger-Tee: freie
Sicht bis zum Boden.
--
Tschö, wa!
Thorsten
Na dann im Klartext: Caro-Kaffee. Ist ein Zichorienkaffe und wird auf
der Verpackung als "Kaffeesurrogatextrakt" bezeichnet.
> Ich halte die Sternchen-Mode für den wohl dümmsten
> aller sprachlichen Auswüchse des Usenets.
Wie darstellen, um _keine_ Werbung zu machen, aber den Namen nicht zu
nennen?
> In der Sache: Ja, Feigenkaffee und Zichorienkaffee.
Habe ich gerade gefunden: http://www.guenzburger-nahrungsmittel.de/
Jede Menge an Kaffee-Surrogaten. Warum nennt man etwas "Kaffee", das
keiner ist? Lediglich Marketing?
Grüße
Matthias
BTW: "Margarine" - eine andere deutsche Erfindung aus Not- und
Kriegszeiten. Und wie heißt das Zeugs auswärts?
>> Ich halte die Sternchen-Mode für den wohl dümmsten aller
>> sprachlichen Auswüchse des Usenets.
>
>Wie darstellen, um _keine_ Werbung zu machen, aber den Namen nicht
>zu nennen?
Da ist ein Denkfehler im Schwange. Wenn wir darüber reden, ob Caro
Kaffee, Kaffeeersatz oder sonstwas ist, ist das _*keine wie immer
geartete Werbung*_ (dreimal fett unterstrichen). Das Usenet ist
quasi ein Gesprächsersatz (Ersatzgespräch? ;-), und im persönlichen
Gespräch käme wohl tatsächlich niemand auf die Idee, die Nennung
eines Markennamens mit Werbung gleichzusetzen oder irgendeine
Sprachevrrenkung einzubauen. Solang zu Du hier nicht "Leute kauft
Caro, schlägt Lavazza um Längen!" herumbrüllst, ist die schlichte
Nennung des (Marken-)Namens keine Werbung, that's it.
Zwischenbemerkung: Irgendwo im Markennamen Sternchen einzufügen ist
übrigens doppelt idiotisch (pardon, soll nicht gegen Dich gerichtet
sein): Zum einen verärgert man Mitleser aus anderen Kulturkreisen
oder Ländern, die mit Marken im bundesdeutschen Sprachgebrauch
nichts anfangen können, beträchtlich. Ich kann mir zur Mühe noch
vorstellen, was der "M*di*-M*arkt" ist, aber wenn ein Schweizer
meint, sowas bekäme er in der "*ig*o*" nicht, dann - pardon - gute
Nacht.
Zum zweiten ermuntern gerade die Sternchen zum Nachdenken, was
wirklich gemeint ist (denn jeder stolpert beim raschen Lesen zuerst
einmal drüber), und der Effekt - nämlich keine "Werbung" für den
Markennamen machen zu wollen - ist genau ins Gegenteil verkehrt, weil
sich der "rätselaufgelöste" Markenname erst recht
aufmerksamkeitsheischend ins Hirn schiebt.
Könntest Du mir da einigermaßen zustimmen?
>Warum nennt man etwas "Kaffee", das keiner ist? Lediglich Marketing?
Das hat vermutlich seine Wurzeln in weniger glücklichen, sprich
kriegerischen Tagen, da man für allerlei Dinge "Ersatzstoffe" gesucht
- und offenbar auch gefunden - hat. Der Sprachgebrauch von damals,
wohl auch quasi-offiziell verordnet, bliebt halt so nah wie möglich
am Original.
Michael
coppe...@compuserve.de wrote:
> BTW: "Margarine" - eine andere deutsche Erfindung aus Not- und
> Kriegszeiten. Und wie heißt das Zeugs auswärts?
Margarine ist keine deutsche Erfindung, sondern eine franzoesische. Sie
heisst AFAIK auf Franzoesisch und Englisch genauso.
- Sebastian
On Mon, 27 Nov 2000 13:06:07 +0100, Wolf Busch <tei...@web.de> wrote:
>Das Wort »ersatz« gab es im Englischen schon Ende des 19. Jh.
>In meinem Dictionary steht unter dem Stichwort 'ersatz':
[...]
ich hatte in meinem Englisch-Abi extra einen Satz konstruiert, in dem
ich "ersatz" verwenden konnte - was prompt als falsch angestrichen
wurde. Das Wort mag es ja geben, auch in der Bedeutung, aber üblich
ist es wohl nicht...
Gruß,
Michael
--
NVLLA DIES SINE LINEA J.Neudoerffer 1538
Michael Erskine, E-Mail: ers...@fbmev.de
WWW: http://homepages.muenchen.org/bm836197/
>"The .NET Runtime is not a virtual machine (VM)
>in the traditional sense. There is no ersatz CPU
>'executing' the IL."
"Ersatz" steht in jedem dickeren Webster.
Erstaunlicherweise auch in jedem Micro-Robert oder Larousse.
- Andi
>P.S: Um doch ein wenig on topic zu bleiben: neben C*r*-Kaffee kenne
>ich noch "Blümchen-Kaffee". Gibt es noch anderen "xxx-Kaffee", der
>keiner ist?
In den USA heisst C*r* "Pero" (das gleiche Produkt des gleichen Herstellers)
was leider ein schönes Wortspiel bei der Übersetzung von "Programming Perl"
ins Deutsche versaut hat. Vgl.
http://www.nestleswissexport.ch/index_caro.htm
http://www.internaturalfoods.com/pero.htm
Bambu (A. Vogel, Reformhäuser)
Das von mir bevorzugte Produkt von Migros (schweiz. Detailhandelskette)
trägt den schönen Namen "Cafino Cereal Bio Instant".
- Andi
>On Mon, 27 Nov 2000 13:06:07 +0100, Wolf Busch <tei...@web.de> wrote:
>>Das Wort »ersatz« gab es im Englischen schon Ende des 19. Jh.
>>In meinem Dictionary steht unter dem Stichwort 'ersatz':
>[...]
>ich hatte in meinem Englisch-Abi extra einen Satz konstruiert, in dem
>ich "ersatz" verwenden konnte - was prompt als falsch angestrichen
>wurde. Das Wort mag es ja geben, auch in der Bedeutung, aber üblich
>ist es wohl nicht...
Ähm, hierzu die Bauernregel:
Nicht alles, was der Lehrer anstreicht,
ist auch wirklich falsch.
Gruß
pcr
--
Peter Ringeisen | p...@gmx.de | Amberg, Bavaria (Germany) | http://www.ringeisen.de |
"Remarkable bird, the Norwegian Blue, beautiful plumage, innit?" (Monty Python) |
[Sternchen als Buchstabenersatz sind bäh]
> Könntest Du mir da einigermaßen zustimmen?
ACK.
> >Warum nennt man etwas "Kaffee", das keiner ist? Lediglich
> >Marketing?
>
> Das hat vermutlich seine Wurzeln in weniger glücklichen, sprich
> kriegerischen Tagen, da man für allerlei Dinge "Ersatzstoffe"
> gesucht - und offenbar auch gefunden - hat. Der Sprachgebrauch
> von damals, wohl auch quasi-offiziell verordnet, bliebt halt so nah
> wie möglich am Original.
Ich dachte eher daran, daß man versuchte, Leuten, die es sich
*eigentlich* [mit Sternchen ;-)] nicht leisten konnten (Bohnenkaffee
war IIRC lange Zeit Luxus), ein Ersatz-Produkt zu verkaufen, das das
_Gefühl_ von Luxus vermittelte.
Damit dieser Kundenkreis sein Gesicht wahren konnte, nannte man den
Ersatz "xyz-Kaffee" - und auch im Arbeiterhaushalt konnte man morgens
auf einmal Kaffee machen.
Grüße
Matthias
Wörter aus dem Deutschen wie zum Beispiel Ersatz, aber auch Blitzkrieg,
Weltanschauung, Leitmotiv, Weltgeist, Gemutlichkeit (ohne Umlaut!) usw.
hört man nun mal nicht an jeder Straßenecke von Liverpool oder Chicago,
wohl aber immer wieder mal in den Redaktionsstuben angesehener Zeitungen
im angelsächsischen Raum. Sie haben dort das Flair von "Bildungssprache",
ähnlich wie bei uns einige aus dem Französischen stammende Fremdwörter.
Auch bei uns redet keiner am Stammtisch von "Ranküne", "Esprit",
"Nonchalance" etc. Dennoch würde kein Lehrer in Frankreich je diese Wörter
einem Deutschlernenden als Fehler in einem deutschensprachigen Text
anstreichen. Was ist bei uns anders? Wir haben offenbar ein Problem mit
uns selbst und deshalb auch eines mit unserer Sprache.
Gruß von
Armin Saam
t...@cli.de (Thorsten Nitz) schrieb am 27.11.00:
> Blümchen-Kaffee ist, wie Blümchen-Tee, durchaus aus echtem Kaffee
> gebraut, allerdings so dünn, dass man das Blümchendekor auf dem
> Tassenboden sehen kann. Mir auch bekannt ist der Flieger-Tee: freie
> Sicht bis zum Boden.
Berühmt-berüchtigt: Schwerter-Kaffee.
Kaffee, der so dünn ist, dass man die Signatur des Porzellanherstellers
unter dem Tassenboden beim Blick in die Tasse noch erkennen kann... ;-)
--
Tschues
Ulf WWW: http://kram.ulfhinze.de/
> Ich kenn vor allem keinen "C*r*". Ich halte die Sternchen-Mode für
> den wohl dümmsten aller sprachlichen Auswüchse des Usenets.
Ich würde es verwenden, wenn ich etwas über
Personen oder Marken schreibe und nicht will,
daß mein Text bei Eingabe des Namens als
Suchwort in einer Suchmaschine gefunden wird.
Etwa, wenn es eine
Marke ist, bei der häufig Abmahnungen wegen
Markenrechtsverletzung erfolgen oder bei der
Verwendung der Namen diesbezüglich bekannter
nervöser Anwälte oder in ähnlichen Situationen.
Das ist nicht der eigentliche Sinn.
> Zwischenbemerkung: Irgendwo im Markennamen Sternchen einzufügen ist
> übrigens doppelt idiotisch (pardon, soll nicht gegen Dich gerichtet
> sein): Zum einen verärgert man Mitleser aus anderen Kulturkreisen
> oder Ländern, die mit Marken im bundesdeutschen Sprachgebrauch
> nichts anfangen können, beträchtlich. Ich kann mir zur Mühe noch
> vorstellen, was der "M*di*-M*arkt" ist, aber wenn ein Schweizer
> meint, sowas bekäme er in der "*ig*o*" nicht, dann - pardon - gute
> Nacht.
Es gibt eine sinnvolle Einsatzmöglichkeit für die Sternchen,
nämlich wenn man kritisch über bekannte Markenprodukte oder
Personen schreiben will, ohne später von deren Rechtsabteilung
besucht zu werden.
Durch das Auslassen einiger Buchstaben können die entsprechenden
Beiträge z.B. nicht mehr ganz so leicht über Deja gefunden werden.
Mäßig sinnvoll ist der scherzhafte Einsatz bei Worten wie
B*e*e*e*d (Bielefeld), die durch die Auslassungen einen neuen Sinn
oder zumindest ein interessantes Äußeres bekommen.
Unsinnig ist der Einsatz von Sternchen um einen Beitrag
unleserlich zu machen.
th¡lo
--
"Hier ist der Schrottplatz am Ende des Universums, die letzte Tanke vor
dem Abgrund, die Höhle der Finsternis, hier ist die Gruft. Hier werden
Trolle und Elche eingewiesen, die durch jedes andere gesellschaftliche
Netz gefallen sind, Parias des Usenet." -- Axel Woelke erklärt dag°
>> Ich kenn vor allem keinen "C*r*". Ich halte die Sternchen-Mode für
>> den wohl dümmsten aller sprachlichen Auswüchse des Usenets.
>
>Ich würde es verwenden, wenn ich etwas über
>Personen oder Marken schreibe und nicht will,
>daß mein Text bei Eingabe des Namens als
>Suchwort in einer Suchmaschine gefunden wird.
>Etwa, wenn es eine
>Marke ist, bei der häufig Abmahnungen wegen
>Markenrechtsverletzung erfolgen oder bei der
>Verwendung der Namen diesbezüglich bekannter
>nervöser Anwälte oder in ähnlichen Situationen.
Eine gesprächsweise Erwähnung einer Marke - auch im Usenet - kann
niemals eine Markenrechtsverletzung begründen.
Wenn Du mit Suchmaschinen nicht gefunden werden willst, schreib
"X-No-Archive: yes" in Dein Posting.
Ich bleib dabei: Sternchen in Markennamen sind das Dümmste, das ich
im Usenet kennengelernt habe.
Michael
>
> Das von mir bevorzugte Produkt von Migros (schweiz. Detailhandelskette)
> trägt den schönen Namen "Cafino Cereal Bio Instant".
Was ist eine "Detailhandelskette"? Das Wort kenne ich nicht aus D.
Ralf
> In folgendem Text von Microsoft fand ich einem mir
> bisher unbekannten Germanizismus. (Oder ist es nur
> ein mir bisher unbekanntes englisches Wort.)
>
> "The .NET Runtime is not a virtual machine (VM)
> in the traditional sense. There is no ersatz CPU
> 'executing' the IL."
Das Wort "ersatz" ist nicht neu, wird im Englischen aber etwas anders
verwendet als der "Ersatz" im Deutschen. Vor knapp drei Wochen war es
"Word of the Day" bei Merriam-Webster, daher zitiere ich einfach mal ...
----->
ersatz \AIR-sahts or AIR-zahts\ (adjective)
: being a usually artificial and inferior substitute or imitation
Example sentence:
My pooch looked at his doggie burger, then at me, and his sad eyes
seemed to say, "Why are you serving me this ersatz hamburger instead
of the real thing?"
Did you know?
"Ersatz" can be traced back in English to 1875, but it really
came into prominence during World War I. Borrowed from German, where
"Ersatz" is a noun meaning "substitute," the word was frequently
applied as an adjective in English to items like "coffee" (from
acorns), "sugar" (from sawdust), and "flour" (from potatoes) --
ersatz products inflicted by the privations of war. By the time
the Second World War came around, bringing with it a resurgence
of the word along with more substitute products, "ersatz" was
wholly entrenched in the language.
<-----
Tschüs,
Christian
>"ersatz" was wholly entrenched in the language.
Könntest Du mir "entrenched" erklären?
Michael
Einzelhandelskette.
Wahrscheinlich würde man das Wort im Duden-Taschenbuch
"Wie sagt man in der Schweiz" finden.
In der Schweiz werden relativ viele französchische
Fremd/Lehnwörter benutzt, die in Deutschland aufgesetzt,
altmodisch oder aber angeberisch wirken. Ein Grossist ist vielleicht ein
Engros-Händler (-gros kommt auch im Namen der erwähnten Kette vor),
Tante Emma vom Laden nebenan eine Detaillistin (en détail), ein
Briefumschlag ein Couvert, eine obere Grenze eine Limite usw.
Aus einem (konstruierten) Hausaufsatz "Mein schönstes Ferienerlebnis"
schweizerischer Prägung:
Wir mussten an der Barriere[1] warten und kamen fast zu spät. Wir rannten
über das Trottoir[2] auf den Perron[3], erwischten gerade noch den letzten
Waggon[4] fanden auch ein freies Coupé[5]. Als der Kondukteur[6] aber unsere
Billete[7] sehen wollte...
[1] Schranke, [2] Gehsteig, [3] Bahnsteig, [4] Wagen, [5] Abteil,
[6] Schaffner, [7] Fahrkarte. [4] und [5] werden wohl immer seltener
benutzt, die anderen fast auschliesslich.
Umgekehrt ist in der CH die eingedeutschte Schreibweise von
französischen Wörtern (Sosse, Kuvert, Schofför, Portemonee, Majonäse,
schick usw.) nicht comme il faut, sie gilt als banausenhaft und unelegant,
als nicht sehr chic. Gerade im Nahrungsmittelsektor wird das gern
vermieden; sogar der Herr Näschtle aus dem Schwabenland hat sich ein
Aigu zugelegt :-)
- Andi
In Österreich: [1] wird nicht verwendet und [6], [7] gelten als veraltet!
--
_____ _ _ mailto: halbritter_at_acornusers.org
|__ __|| | | |
| | | |_| | The Acorn User Group Austria (AUGA) is at:
| | | _ |
|_|a |_| |_|a http://members.aon.at/auga
Obwohl es eigentlich viel banausenhafter ist »chic« statt »schick«
zu schreiben. Denn selbstverständlich haben die Franzosen dieses
Wort aus dem Deutschen in ihre Sprache übernommen und nicht etwa
umgekehrt. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. kam es dann in der
französischen Schreibweise »chic« wieder nach Deutschland zurück.
Vielleicht sieht es ja »chicer« aus als das deutsche »schick«. ;-)
Schöne Grüße,
Wolf
> Eine gesprächsweise Erwähnung einer Marke - auch im Usenet - kann
> niemals eine Markenrechtsverletzung begründen.
Es gibt Usenet-zu-Web-Übergänge, die Postings unter einer
URL veröffentlichen. Und es gibt Rechtsprechung nach
der jede Veröffentlichung im Web "geschäftsmäßig" ist
und somit eine Markenrechtsverletzung darstellen kann.
z.B. die inzwischen nicht mehr gültige URL
http://www.newsgate.ch/ch/de.etc.sprache.deutsch/msg23160.html
enthielt
Newsgroup: de.etc.sprache.deutsch:
From: pro...@chello.at (Michael Pronay);
Subject: Re: Su*hard (was: Tuppe*wa*e (R));
Date: Thu, 26 Oct 2000 11:19:46 GMT; ...
...
(Dabei ich jetzt gleich mal eines mit 2 Marken
im Subject erwischt, die Sternchen habe ich jetzt
eben nachträglich eingesetzt.)
(Ob die nun das "X-Archive-no: yes" beachten? Sie archivieren
ja nicht, sondern zeigen es nur vorübergehend als
Web-Seite an.)
Eine Usenet-Veröffentlichung ist eben etwas Anderes
als eine mündlich Mitteilung in einem Gespräch in einem
kleinen, begrenzten Personenkreis.
Das Wort "Flair" läßt aufhorchen, es paßt nicht in diesem Zusammenhang zu
Englisch. Die Beziehung zur eigenen Sprache ist im großen und ganzen in
englischsprachigen Ländern anders als in Deutschland. Daß man “in den
Redaktionsstuben angesehener Zeitungen”, wie Du schreibst, eine
“Bildungssprache” anstrebt, wage ich zu bezweifeln.
In Großbritannien, wo es anscheinend viele Leser mit Geschmack in bezug auf
die Sprache gibt, geht es bei den _angesehenen_ Zeitungen um Inhalte, mit
denen sich die Leser oft recht intensiv auseinandersetzen. Die Schönheit der
Sprache ergibt sich aus präzise ausgedrückten Gedanken, sorgfältig gewählten
Worten und treffend formulierten Sätzen. Effekthascherei und Flair, wie wir
sie in Deutschland kennen, sind verpönt. Mit Fremdwörtern geht man äußerst
vorsichtig um.
In den USA ist die Situation zwar etwas anders, aber auch dort erlebten
manche deutschen Modewörter nur eine kurze Popularität, unter Eierköpfen.
Weiland pflegten amerikanische Studenten an langen Abenden in den Wohnheimen
stundenlang über Weltschmerz, Weltanschauung und Weltansicht zu diskutieren.
Zuerst schien Martin Heidegger und dann Herbert Markuse in aller Munde zu
sein. Dabei zerbrach man sich den Kopf darüber, was das Sein eigentlich sein
könnte. Hauptsächlich in den 30er Jahren, aber auch in späteren Jahrzehnten,
besprach man leidenschaftlich die Thesen von Sigmund Freud unter häufiger
Anwendung des Wortes Angst, das man "Äängst" aussprach.
Jedes Wort in Deiner Liste hat eine eigene und, wie ich meine, recht
beschränkte Geschichte. Blitzkrieg kommt meistens in Geschichtsbüchern,
Gemutlichkeit (ohne ü) in Reiseberichten und Weltgeist fast gar nicht vor.
Millionen, die Englisch als Muttersprache sprechen, haben keinen blassen
Schimmer, was Ersatz heißt. Dem Wort haftet der Geruch von Muckefuck an, den
sogar mancher Teilnehmer in dieser Nachrichtengruppe nicht kennt. Zu meinem
großen Erstaunen.
Was Fremdwörter angeht, ist Englisch mit einer Muschel zu vergleichen, in
die ein Sandkörnchen hineingeraten ist. Die Muschel schleimt und schleimt,
bis das kratzige Ding nicht mehr reibt und einen bequemen Platz gefunden
hat. Es gibt ein zeitgenössisches Wort mit Flair, das die Situation gut
beschreibt, aber mir im Moment nicht einfällt. Ach, jetzt weiß ich's
wieder... Fremdwörter sind im Englischen megaout.
Schönen Gruß,-----WB.
Schoenes Bild von der Muschel. Aber da fallen mir spontan der aficionado
und der latte ein. Adaequate englische Uebersetzungen gibt's wohl nicht
(fan, devotee - milk coffee trifft's nicht so richtig).
Luidger
--
Luidger Roeckrath, LL.M.
- beruflich: www.jura.uni-muenchen.de/Institute/Zivilrecht/Canaris/
- privat: www.lrz-muenchen.de/~Roeckrath | www.Steinmandl.de
[Bergsteigen, Klettern, Hochtouren in den Ostalpen - auch mit Bahn&Bus]
> Warum nennt man Kamillentee "Tee", obwohl kein Tee drin ist?
> (Die Engländer unterscheiden zwischen "tea" = schwarzem oder
> grünen Tee und "infusion" = Kräutertee).
Ich dachte bis jetzt immer, Tee wäre der Gattungbegriff für ein heißes
Wasser mit einem Tropfen Milch ... und natürlich dem Grünzeug, das den
(Tee?)-Geschmack gibt.
Naja, wieder was gelernt.
Aber Infusion ... nee, das erinnert mich zu sehr an Einlauf.
Grüße
Matthias
> Könntest Du mir "entrenched" erklären?
Heißt laut Langenscheidt soviel wie "verwurzelt". Aber gemeint ist in
diesem Zusammenhang wohl, dass das Wort >ersatz< während des 2.
Weltkriegs endgültig ein (mehr oder minder <g>) fester Bestandteil der
englischen Sprache wurde.
Tschüs,
Christian
>
>Naja, wieder was gelernt.
>
>Aber Infusion ... nee, das erinnert mich zu sehr an Einlauf.
>
Aber geh!
Sind doch leicht zu unterscheiden:
Für die Infusion muss ein neues Loch gemacht werden.
Reinhard
--
Als der Philosoph ins Bad stieg,
entdeckte er die Gesetze des Auftriebs.
Dass er rein wurde,
ist nicht überliefert.
Hm, ist das nun ein Vorzug oder ein Nachteil?
Wenn's im Deutschen so wäre würde man wohl sagen,
die Deutschen sind nicht weltoffen, oder so ähnlich.
Schönen Tag noch
Rüdiger
Wenn Du genau hinsiehst, dann bemerkst Du, daß man es nicht
Kaffee nennt. Sondern es ist ein "Extrakt" aus einem "Kaffesurrogat".
Schönen Tag noch
Rüdiger
> Aus einem (konstruierten) Hausaufsatz "Mein schönstes
> Ferienerlebnis" schweizerischer Prägung:
>
> Wir mussten an der Barriere[1] warten und kamen fast zu spät. Wir
> rannten über das Trottoir[2] auf den Perron[3], erwischten gerade
> noch den letzten Waggon[4] fanden auch ein freies Coupé[5]. Als
> der Kondukteur[6] aber unsere Billete[7] sehen wollte...
>
> [2] Gehsteig
Wenn ich mich recht entsinne, hat meine Vater als alter Berliner[1]
früher nie den Ausdruck "Gehweg" oder "Bürgersteig" benutzt; er sagte
immer "Trottwa".
Mittlerweile hat er sich dem - hessischen - Gruppenzwang gebeugt ...
Grüße
Matthias
[1] Nein, nicht das Backwerk
> > Jede Menge an Kaffee-Surrogaten. Warum nennt man etwas "Kaffee",
> > das keiner ist? Lediglich Marketing?
>
> Wenn Du genau hinsiehst, dann bemerkst Du, daß man es nicht
> Kaffee nennt. Sondern es ist ein "Extrakt" aus einem
> "Kaffesurrogat".
Na ja ... das steht zumindest im Großgedruckten auf der Packung.
In der Werbung war dagegen immer von "Caro-Kaffee ... der Landkaffee"
zu hören. Nix mit "Ersatz", "Surrogat" oder "Extrakt".
Und im Ernst: wer würde etwas kaufen, das eher nach dem
Medikamenten-GAU als nach Genuß beim Frühstück klingt?
Grüße
Matthias
>Es gibt Usenet-zu-Web-Übergänge, die Postings unter einer
>URL veröffentlichen. Und es gibt Rechtsprechung nach
>der jede Veröffentlichung im Web "geschäftsmäßig" ist
>und somit eine Markenrechtsverletzung darstellen kann.
Zum einen halte ich so ein Urteil für unhaltbar, weil damit etwa
keinerlei Produkttests mehr ins WWW gestellt werden dürften.
Zum anderen hat der Autor, der etwas ins Usenet stellt, doch nicht
zu verantworten, wenn irgendwer (deja oder sonstwer) diese Artikel
fürs Web aufbereitet und dort veröffentlicht, oder?
Grüße
Jörg.
--
Jörg Digmayer; joerg.d...@gmx.de
"Nein, du wirst nicht singen!"
> Zum einen halte ich so ein Urteil für unhaltbar, weil damit etwa
> keinerlei Produkttests mehr ins WWW gestellt werden dürften.
>
> Zum anderen hat der Autor, der etwas ins Usenet stellt, doch nicht
> zu verantworten, wenn irgendwer (deja oder sonstwer) diese Artikel
> fürs Web aufbereitet und dort veröffentlicht, oder?
Die Rechtssprechung ist für Laien manchmal unerwartet
oder überraschend. Gerade das Markenrecht kennt den
eigenartigen Begriff des "Störers", wobei man sehr
leicht zum Störer werden kann:
LG Frankfurt a. M. (Az. 3-11 O 98/99) verurteilte Personen
als Störer, die eine Marke in einem Metatag auf einer
HTML-Seite hatten. Sie müssen demnach verhindern, dass ihre
Website bei Eingabe der Marke "gefunden" wird.
Ein usenet-Artikel mit einer Marke wird ja auch bei Eingabe
dieser Marke gefunden - selbst im Web, also nicht nur über
deja, sondern teilweise auch über altavista.
Ich nehme an, es gibt rechtliche Gründe dafür, daß man
Warentests veröffentlichen darf. Wenn man aber keine Anwälte
und finanzielle Rücklagen wie die Warentest-Zeitschriften
hat, dann ist es verständlich, daß man versucht diesbezüglichen
Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen. Warentest-Zeitschriften
sind ja tatsächlich auch manchmal in Rechtsstreitigkeiten
verwickelt.
Zurück zu desd: Wie lautet der Plural von "Rechtsstreit"?
Wie wahr!
> Zurück zu desd: Wie lautet der Plural von "Rechtsstreit"?
Rechtsstreite.
Gruß aus Bremen
Ralf
>Vielleicht sieht es ja »chicer« aus als das deutsche »schick«.
"Chicer" geht definitif nicht. Entweder "chiquer" oder "schicker".
Michael
>Die Rechtssprechung ist für Laien manchmal unerwartet
>oder überraschend. Gerade das Markenrecht
Das _deutsche_ Markenrecht. Ich kenne sonst weltweit kein so
verkorkstes.
>kennt den eigenartigen Begriff des "Störers", wobei man sehr
>leicht zum Störer werden kann:
>LG Frankfurt a. M. (Az. 3-11 O 98/99) verurteilte Personen
>als Störer, die eine Marke in einem Metatag auf einer
>HTML-Seite hatten.
Sei so lieb und erklär einem Nichtprofi, was ein "Metatag auf einer
HTML-Seite" ist. Bis dahin gehe ich einmal davon aus, dass das nicht
unter das fällt, was man gemeinhin mit Usenet bezeichnet.
>Sie müssen demnach verhindern, dass ihre Website bei Eingabe der
>Marke "gefunden" wird.
>Ein usenet-Artikel mit einer Marke wird ja auch bei Eingabe
>dieser Marke gefunden - selbst im Web, also nicht nur über
>deja, sondern teilweise auch über altavista.
Das ist aber, pardon, so weit hergeholt, dass ich die Möglichkeit,
"Störer" im Sinne des deutschen Markenrechts zu sein (und deshalb
abgemahnt zu werden), weil ich Wörter wie "Suchard" oder "Michelin"
im Header von Postings verwende, glattweg für absolut
unwahrscheinlich halte.
Im übrigen fehlt - selbst in dem mir höchst unwahrscheinlichen Fall,
dass so etwas eintreffen könnte - der rechtliche Anknüpfunspunkt
eines Rechtsstreites in Deutschland. Man müsste mich also nach
österreichischem Recht belangen - und da würde jeder Rechtsanwalt ob
eines solchen Ansinnens nur verständnislos mit dem Kopf schütteln.
Michael
P.S.: Noch ein Argument: Es würde imvho absolut schwerfallen, das
Usenet als "kommerziell" zu bezeichnen.
>>>"ersatz" was wholly entrenched in the language.
>>
>>Könntest Du mir "entrenched" erklären?
>
>In meinem Lexikon steht "entrenched (übertragen) -
>eingewurzelt, verwurzel
Danke für die Hilfe. Ich bin bei trench (Schützengraben) ziemlich
angestanden.
Michael
> Sei so lieb und erklär einem Nichtprofi, was ein "Metatag auf einer
> HTML-Seite" ist. Bis dahin gehe ich einmal davon aus, dass das nicht
> unter das fällt, was man gemeinhin mit Usenet bezeichnet.
Ein Text auf der Seite, der normalerweise nicht mit angezeigt
wird und Informationen /über/ (daher das "Meta") den Inhalt
(oder andere Aspekte) der Seite enthält; er kann Suchmaschinen
dazu bringen diese Seite anzuzeigen, wenn das Suchwort im Tag
vorkommt.
> Das ist aber, pardon, so weit hergeholt, dass ich die Möglichkeit,
> "Störer" im Sinne des deutschen Markenrechts zu sein (und deshalb
> abgemahnt zu werden), weil ich Wörter wie "Suchard" oder "Michelin"
> im Header von Postings verwende, glattweg für absolut
> unwahrscheinlich halte.
Setze mal in ein usenet-Posting einen Verweis auf Personen,
die Programme unter dem Namen F**-**pl**er anbieten und warte
ab, was passiert. Lese vorher, z.B.:
http://www.afs-rechtsanwaelte.de/urteile83.htm
Der Unterschied zwischen usenet und web ist doch eher
gering: Du gibst einem Server eine Kennung (URL oder
Message-ID) und erhälst eine Seite (HTML oder Text)
als Antwort. In beiden Fällen existiert solch eine
Zuordnung (Veröffentlichung) einige Wochen bis Monate.
Warum eine Markenverletzung auf einer HTML-Seite im web
nun nicht mehr eine solche sein sollte, wenn sie in einem
Text-Posting im usenet liegt, ist nicht erkennbar.
Das Usenet ist kein rechtsfreier Raum.
> österreichischem Recht
Das mag anders sein, das kann ich nicht beurteilen.
> P.S.: Noch ein Argument: Es würde imvho absolut schwerfallen, das
> Usenet als "kommerziell" zu bezeichnen.
Das Urteil verwendet "geschäftsmäßig". Die Rechtssprechung
neigt teilweise dazu jede Veröffentlichung im Web so zu beurteilen.
Vgl. auch
http://www.fvm.de/journal/5_99/rechtsfragen_internet.htm
http://www.heise.de/ct/99/18/120/
(beim zweiten Link die letzten Absätze am Ende der Seite)
> > Fremdwörter sind im Englischen megaout.
>
> Hm, ist das nun ein Vorzug oder ein Nachteil?
> Wenn's im Deutschen so wäre würde man wohl sagen,
> die Deutschen sind nicht weltoffen, oder so ähnlich.
Letzteres würde man wohl (nur) dann hören, wenn es eine wie immer
geartete staatliche Instanz gäbe, die Fremdwörter zwangsgermanisieren
wollte. Gibt es glücklicherweise nicht. Das macht andererseits die
Bildung bzw. "Popularisierung" von Eindeutschungen schwerer.
Mag sein, dass man in den USA nichtenglische Begriffe derzeit als
unpopulär, unamerikanisch oder sonstwas empfindet; das gilt aber sicher
nicht generell. Anleihen aus z.B. dem Französischen mögen dort als
affektiert gelten; bei spanischen Wörtern dürfte es ein wenig anders
sein. Und Anleihen aus dem Lateinischen etwa wirken im Englischen
ohnehin weniger sperrig als im Deutschen ...
Tschüs,
Christian
>> ["Metatag auf einer HTML-Seite"]
>
>Ein Text auf der Seite, der normalerweise nicht mit angezeigt
>wird und Informationen /über/ (daher das "Meta") den Inhalt
>(oder andere Aspekte) der Seite enthält; er kann Suchmaschinen
>dazu bringen diese Seite anzuzeigen, wenn das Suchwort im Tag
>vorkommt.
Aha. Wie ich dachte: kein Usenet.
>> Das ist aber, pardon, so weit hergeholt, dass ich die
>> Möglichkeit, "Störer" im Sinne des deutschen Markenrechts zu
>> sein (und deshalb abgemahnt zu werden), weil ich Wörter wie
>> "Suchard" oder "Michelin" im Header von Postings verwende,
>> glattweg für absolut unwahrscheinlich halte.
>
>Setze mal in ein usenet-Posting einen Verweis auf Personen,
>die Programme unter dem Namen F**-**pl**er anbieten und warte
>ab, was passiert. Lese vorher, z.B.:
Damit wir on-topic bleiben: Der Imperativ von "lesen" heißt "lies",
nicht "lese".
In der Sache denke ich nicht einmal im Traum daran, etwas zu tun, von
dem ich nicht einmal weiß, was "F**-**pl**er" überhaupt bedeuten
soll.
>http://www.afs-rechtsanwaelte.de/urteile83.htm
Sag mal Anette, hast Du eine juristische Ausbildung? Oder fällt Dir
der grundlegende Unterschied dieser Causa zu der hier diskutierten
nicht auf? Dort geht es darum, dass Microsoft sein Markenrecht am
Programm "Explorer" durch einen Dritten, der einen Link zu jemandem,
der den Markennamen Explorer rechtswidrig benützt, beeinträchtigt
sieht. Es scheint mir völlig klar, dass er da einen
Unterlassungsanspruch hat.
Wenn wir hier aber über die Aussprache von Suchard oder Michelin
diskutieren, kann - ich wiederhole mich - dadurch kein Markenrecht
beeinträchtigt sein. Ich biete ja hier keine Pronay-Suchard-Surrogat-
Schokolade an und Du keine getürkten Stegmann-Michelins - und wir
setzen auch keine Links auf Pages, die die Markenrechte der
Konditoren und Reifenschuster verletzen.
>Der Unterschied zwischen usenet und web ist doch eher
>gering [...]
Technisch magst Du Recht haben, in der Praxis bleib ich bei meiner
Auffassung, insbesondere aus juristischer Sicht.
>Das Usenet ist kein rechtsfreier Raum.
Freilich nicht. Aber die schlichte Nennung von Markennamen in der
Diskussion ist nun mal nicht einmal ansatzweise eine
Markenrechtsverletzung. Wenn ich aber schreiben würde "XY-Schokolade
ist zum Kotzen, macht Pickel und tötet den Wellensittich", dann ist
das freilich etwas anderes.
>> P.S.: Noch ein Argument: Es würde imvho absolut schwerfallen,
>> das Usenet als "kommerziell" zu bezeichnen.
>
>Das Urteil verwendet "geschäftsmäßig". Die Rechtssprechung
>neigt teilweise dazu jede Veröffentlichung im Web so zu
>beurteilen.
In dem von Dir genannten Fall nimmt aber die _markenrechtsverletzende
Softwarefirma_ am Wettbewerb teil:
| Der Klägerin ist zwar zuzugeben, daß ihr eigenes Handeln als
| Fachhochschule nicht als Teilhabe am geschäftlichen Verkehr zu
| werten ist. Nach dem weiten Mitstörerbegriff (...) nimmt sie
| beim Setzen eines Hyperlinks auf den "FTP-Explorer" jedoch
| dadurch am geschäftlichen Verkehr teil, daß sie fremden
| Wettbewerb, nämlich der FTPX-Corporation fördert.
Wird Dir langsam klar, was ich meine? Wenn ich hier über die
Aussprache von Suchard oder Michelin diskutiere, fördere ich
mitnichten fremden Wettbewerb, sondern allerhöchsten den eigenen.
>Vgl. auch
>http://www.fvm.de/journal/5_99/rechtsfragen_internet.htm
Sagt nichts anderes, als ich hier behaupte. Erstens ist die Newsgroup
keine Homepage, und zweitens setzen wir keine Links auf Seiten
fiktiver Markenrechts-Beeinträchtiger à la "www.schoko-
sueschaar.com".
>http://www.heise.de/ct/99/18/120/
>(beim zweiten Link die letzten Absätze am Ende der Seite)
Genau dasselbe.
Nach dem Durchlesen all dieser juristischen Argumente kann ich Dir
nur nachdrücklich versichern, liebe Anette, dass es nicht nur
vollständig gefahrlos ist, über Suchard und Michelin, insbesondere
deren Ausprache zu diskutieren, sondern ebenso gefahrlos, diese
Markennamen auch auszuschreiben.
Michael
Wer »chic« schick findet, schreibt auch: chicer, ein chices Hemd,
eine chice Hose usw.
> Entweder "chiquer"
Das ist natürlich am chiquesten. ;-)
> oder "schicker".
Nur so. In den gebeugten Formen sollte man die (pseudo)französische
Schreibung besser nicht verwenden.
Schöne Grüße,
Wolf
>Wer »chic« schick findet, schreibt auch: chicer, ein chices Hemd,
>eine chice Hose usw.
Nein. Ich hab mit "chic" kein wie immer geartetes Problem, aber
"chice(r)" - da wiederhole ich mich - geht schlichtweg überhaupt
nicht.
Wem nicht auffält, das "ce" europaweit (von gälischen Sprachen
abgesehen) nie und nimmer und nirgends als "ke" gesprochen wird
(sondern als "ße" oder "tse"), dem ist tatsächlich nicht zu helfen.
Michael
> anette_s...@gmx.de (Anette Stegmann) wrote:
> >> ["Metatag auf einer HTML-Seite"]
> >Ein Text auf der Seite, der normalerweise nicht mit angezeigt
> >wird und Informationen /über/ (daher das "Meta") den Inhalt
> Aha. Wie ich dachte: kein Usenet.
Jetzt fällt mir der passende Vergleich erst ein:
Ein Meta-Tag ist praktisch so etwas, wie eine
Kopfzeile eines Usenet-Artikels. wie z.B.:
User-Agent: Xnews/03.09.22
Ähnlich im Web ist das folgende Meta-Tag:
<meta name="GENERATOR" content="Microsoft FrontPage 4.0">
> Wenn wir hier aber über die Aussprache von Suchard oder Michelin
> diskutieren, kann - ich wiederhole mich - dadurch kein Markenrecht
> beeinträchtigt sein. Ich biete ja hier keine Pronay-Suchard-Surrogat-
> Schokolade an und Du keine getürkten Stegmann-Michelins - und wir
> setzen auch keine Links auf Pages, die die Markenrechte der
> Konditoren und Reifenschuster verletzen.
Ich halte es für möglich, daß Du Recht hast, ja sogar
für eher wahrscheinlich. Aber gerade weil ich keine juristische
Ausbildung habe, bin ich mir eben nicht ganz sicher.
> Freilich nicht. Aber die schlichte Nennung von Markennamen in der
> Diskussion ist nun mal nicht einmal ansatzweise eine
> Markenrechtsverletzung. Wenn ich aber schreiben würde "XY-Schokolade
> ist zum Kotzen, macht Pickel und tötet den Wellensittich", dann ist
> das freilich etwas anderes.
Ich glaube, daß Du damit Recht hast. Die Urteile zu Warenzeichen
haben mich aber verunsichert, da ich nicht genau weiß, wo die
Grenze liegt.
> keine Homepage, und zweitens setzen wir keine Links auf Seiten
> fiktiver Markenrechts-Beeinträchtiger à la "www.schoko-
> sueschaar.com".
Aber ich müßte jedenfalls bei Verwendung einer Marke
prüfen, ob ich damit eine rechtswidrige Störung begehe.
Wenn ich diesen Aufwand nicht betreiben will, dann
vermeide ich lieber die Nennung.
>> Wenn wir hier aber über die Aussprache von Suchard oder Michelin
>> diskutieren, kann - ich wiederhole mich - dadurch kein
>> Markenrecht beeinträchtigt sein. Ich biete ja hier keine
>> Pronay-Suchard-Surrogat- Schokolade an und Du keine getürkten
>> Stegmann-Michelins - und wir setzen auch keine Links auf Pages,
>> die die Markenrechte der Konditoren und Reifenschuster verletzen
>
>Ich halte es für möglich, daß Du Recht hast, ja sogar für eher
>wahrscheinlich.
Danke für die Blumen ... :-)
>Aber gerade weil ich keine juristische Ausbildung habe, bin ich mir
>eben nicht ganz sicher.
Macht nix, die hab ich dafür (den doctor iuris der Universität Wien).
>Ich glaube, daß Du damit Recht hast. Die Urteile zu Warenzeichen
>haben mich aber verunsichert, da ich nicht genau weiß, wo die
>Grenze liegt.
>>[...]
>Aber ich müßte jedenfalls bei Verwendung einer Marke prüfen, ob
>ich damit eine rechtswidrige Störung begehe. Wenn ich diesen
>Aufwand nicht betreiben will, dann vermeide ich lieber die
>Nennung.
Glaub mir: Wenn Du Deinen gesunden Menschenverstand benützt, reicht
das völlig aus. Das Reden (eigentlich recte: schreiben) über Marken
ist immer gestattet; problematisch kann's dann (und nur dann!)
werden, wenn man über die Marken ungerechtfertigt herzieht - sonst
nie.
Aber darf ich Dir einen Kompromiss anbieten, der allen hilft: den
Sternchen-Fans einerseits und uns Österreichern (und Schweizern)
andererseits, die wir oft mit lokalen deutschen Markennamen weniger
anfangen können: Wenn man einfach den Namen verdoppelt und die
Sternchen tauscht, dann weiß ich wenigstens, wovon die Rede ist, also
beipsielweise "jener Kaffee-Ersatz, der unter dem Markennamen C**o
vulgo *ar* bekannt ist".
Einverstanden?
Michael
> anfangen können: Wenn man einfach den Namen verdoppelt und die
> Sternchen tauscht, dann weiß ich wenigstens, wovon die Rede ist, also
> beipsielweise "jener Kaffee-Ersatz, der unter dem Markennamen C**o
> vulgo *ar* bekannt ist".
Gute Idee!
> >Vielleicht sieht es ja »chicer« aus als das deutsche »schick«.
>
> "Chicer" geht definitif nicht. Entweder "chiquer" oder "schicker".
^^^^^^^
Kreativ, aber ich sehe keinen Ausgangspunkt für diese Ableitung.
Wo soll das herkommen?
--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de
>> "Chicer" geht definitif nicht. Entweder "chiquer" oder "schicker".
> ^^^^^^^
>Kreativ, aber ich sehe keinen Ausgangspunkt für diese Ableitung.
>Wo soll das herkommen?
Aus der einzigen Möglichkeit, hier einen k-Laut nach französischer
Orthographie einzubauen, wenn man den Anlaut ebenfalls französisch
belassen möchte.
Michael
> >die Programme unter dem Namen F**-**pl**er anbieten und warte
> Lies?
Ja. Danke.
> Daß Du irgendeinen "..player" gemeint haben magst, kann ich
> mir noch erschließen - aber sonst?
Es ergibt sich dann aus der Lektüre des Textes unter
der dann folgenden URL.
> Wenn Du's Dich nicht zu schreiben traust, schreib's doch
> einfach nicht.
OK.
>>> Das ist aber, pardon, so weit hergeholt, dass ich die
>>> Möglichkeit, "Störer" im Sinne des deutschen Markenrechts zu
>>> sein (und deshalb abgemahnt zu werden), weil ich Wörter wie
>>> "Suchard" oder "Michelin" im Header von Postings verwende,
>>> glattweg für absolut unwahrscheinlich halte.
>
>Oh, nein! Man kann hier in Deutschland als Abmahner ein
>Heidengeld verdienen - egal, ob man nun beispielsweise
>Freiherr ist oder nicht - weil die Justiz ganz offenbar
>das Internet noch nicht in die richtige Schublade bekommt.
>(Siehe auch das m.E. krasse Fehlurteil "Compuserve/Somm").
Das aber doch wohl nicht rechtskräftig ist, was ich weiß.
>Nach gängiger Rechtsprechung gilt jegliche Betätigung im
>Usenet als "geschäftsmäßig" und unterliegt den relativ
>strengen Bestimmungen des Handelsrechts (im weitesten
>Sinne).
Nein, das stimmt so mit Sicherheit nicht. Sei so freundlich und lies
die zwei, drei juritischen Links, die Anette gepostet hat, und meine
Antworten darauf.
Ich bleibe dabei: die schlichte Nennung eines Markennamens wie
Suchard oder Michelin in einem Usenet-Posting kann - soferne nicht
andere Umstände hinzutreten (z.B. wenn die Marke verächtlich gemacht
wird) - _niemals_ eine markenrechtliche "Störung", auch nicht im
weiteren Sinne, darstellen.
Was anderes wäre es, wenn hier über Vorzüge und Nachteile des XYZ-
Explorers diskutiert würde (wobei ich auch gute Argumente dafür
sprechen, dass es dabei sich um keine "Störung" des Markenrechts
handelt). Tatsächlich gefährlich (und abmahnungsbedroht) war bisher
nur das Setzen von Links auf Seiten von markenrechtlichen "Störern".
Zumindest ist das mein Wissensstand. Wenn Du mehr weißt, her mit den
Links, immerhin soll mein Jusstudium nicht ganz umsonst gewesen sein.
Michael
> >> "Chicer" geht definitif nicht. Entweder "chiquer" oder "schicker".
> > ^^^^^^^
> >Wo soll das herkommen?
>
> Aus der einzigen Möglichkeit, hier einen k-Laut nach französischer
> Orthographie einzubauen,
Abenteuerlich, da »chique« als Ableitung von »chic« nicht französisch
ist.
> Wem nicht auffält, das "ce" europaweit (von gälischen Sprachen
> abgesehen) nie und nimmer und nirgends als "ke" gesprochen wird
> (sondern als "ße" oder "tse"), dem ist tatsächlich nicht zu helfen.
Das Problem, dass ein Wort auf -c endet und noch eine Flexionsendung
mit -e- oder -i- angehängt wird, tritt vereinzelt auch im Englischen
auf, und wird dort auch nicht durchgängig mit Einfügen eines -k-
beseitigt. Z.B. ist <arced> /Arkt/ neben <arcked> eine anerkannte
Bildung zu <arc>.
Übrigens gibt es in Europa eine Menge Sprachen, und ich würde mich
hüten so allgemeine Aussagen zu treffen.
>> >> "Chicer" geht definitif nicht. Entweder "chiquer" oder
>> >> "schicker".
>> > ^^^^^^^
>> >Wo soll das herkommen?
>>
>> Aus der einzigen Möglichkeit, hier einen k-Laut nach
>> französischer Orthographie einzubauen,
>
>Abenteuerlich, da »chique« als Ableitung von »chic« nicht
>französisch ist
Nonono, wer wird denn gleich! "Pique-nique" ist durchaus französisch
für Picknick, und ich halte weder den Friseur noch das Handy für
"abenteuerlich", nur weil's die Wörter in der Ursprungssprache nicht
gibt. Im übrigen gibt's im Französischen durchaus eng verwandte
Wörter, die auf -ic/-ique enden, wie z.B. pic/pique.
Michael
>Das Problem, dass ein Wort auf -c endet und noch eine
>Flexionsendung mit -e- oder -i- angehängt wird, tritt vereinzelt
>auch im Englischen auf, und wird dort auch nicht durchgängig mit
>Einfügen eines -k- beseitigt. Z.B. ist <arced> /Arkt/ neben
><arcked> eine anerkannte Bildung zu <arc>.
Hmm. Das glaub ich Dir mal, obwohl mein Langenscheidt weder arced
noch arcked kennt. Also korrigiere ich: "ce" wird _praktisch_ nie ke
gesprochen.
>Übrigens gibt es in Europa eine Menge Sprachen, und ich würde mich
>hüten so allgemeine Aussagen zu treffen.
Och, die Weiheit stammt aus dieser Gruppe, als auf meine Frage, in
welcher europäischen Sprache die Unterteilung des Euro "kent"
ausgesprochen werden würde, nach langer Pause einzig das Gälische
genannt wurde.
Michael
arcked is totally unknown in English - though arced, arcing are in use.
Paul
> >> "Chicer" geht definitif nicht. Entweder "chiquer" oder "schicker".
> > ^^^^^^^
> >Kreativ, aber ich sehe keinen Ausgangspunkt für diese Ableitung.
> >Wo soll das herkommen?
>
> Aus der einzigen Möglichkeit, hier einen k-Laut nach französischer
> Orthographie einzubauen, wenn man den Anlaut ebenfalls französisch
> belassen möchte.
Der Auslaut entspricht dann aber gar nicht der franz. Orthographie...
(nur in 'cuiller', und selbst das klingt anders).
Gruß, ULF
--
________________________________________________________________________
Ulf Kutzner Backhaushohl 46 D-55128 Mainz
________________________________________________________________________
> > Das Problem, dass ein Wort auf -c endet und noch eine Flexionsendung
> > mit -e- oder -i- angehängt wird, tritt vereinzelt auch im Englischen
> > auf, und wird dort auch nicht durchgängig mit Einfügen eines -k-
> > beseitigt. Z.B. ist <arced> /Arkt/ neben <arcked> eine anerkannte
> > Bildung zu <arc>.
>
> arcked is totally unknown in English - though arced, arcing are in use.
Die Herausgeber der Webster's New World und Random House Webster's
Wörterbücher führen die Formen mit und ohne eingeschobenem -k- als
alternative Schreibweisen auf.
Einmal fragte ich eine Gruppe von russischen Rundfunksprechern, von denen
einige blendend Englisch sprachen und sich auch in Deutschland auskannten,
warum sie englische und andere ausländische Familien- und Städtenamen in den
Sendungen derart russifizierten, daß der Nichteingeweihte diese überhaupt
nicht mehr erkennen konnte. "Eine andere Aussprache könnte man hier nicht
bringen," hieß es allgemein. Ein Russe, der eine französischsprachige Schule
besucht hatte, ergänzte: "Wenn ich in den russischen Nachrichten
französische Namen französisch aussprechen würde, würde man mich von Pskow
bis Wladiwostok auslachen." Eine Dame bemerkte augenzwinkernd: "Wir müssen
es den deutschen Kollegen überlassen, Bar-th-elona zu sagen."
Die Mentalität war mir nicht fremd. Was das Empfinden in den USA angeht,
glaube ich nicht, daß dort irgendetwas Aktives passiert, wenn man
nichtenglische Begriffe ablehnt. Die Ablehnung ist eine
Selbstverständlichkeit, die nicht überlegt wird und deshalb kein Thema ist.
Schönen Gruß,-----WB.
Ist ja kein Wunder, da daß Englische ja zum großen Teil
aus lateinischen Wörtern besteht.
Lustig finde ich nur, wenn altbekannte Fremdwörter mit
lateinischem Ursprung heute mit einer englischen Wurzel
versehen werden.
Weil ja alles was "in" aus dem Englischen oder Amerikanischen
kommen muß.
Nicht daß mich jemand hier falsch versteht, ich habe durchaus
nichts gegen die Verwendung englischer Fremdwörter, nur die
schon fast zwanghafte Ausrichtung jedes unbekannte Wort
zuerst auf eine englische Herkunft zu bringen, die stört mich.
Schönen Tag noch
Rüdiger
Da gebe ich Dir vollkommen recht.
Schönen Tag noch
Rüdiger
Wie wäre es denn man den Namen gesperrt schreibt
C A R O
wird das auch von Suchmaschinen gefunden?
Oder senkrecht?
C
A
R
O
Ich weiß nämlich auch nicht was F**-Player ist.
Schönen Tag noch
Rüdiger
Im Mittelfränkischen gibt's auch eine "Droddoar", wird heute
allerdings nur noch von älteren Menschen gesagt.
In meinem Heimatort Lichtenau gab es genaugenommen nur
"das Droddoar" ein ganz bestimmter Gehweg, alle anderen
waren Bürgersteige.
Heute weiß das kaum noch jemand.
Schönen Tag noch
Rüdiger
> Ich weiß nämlich auch nicht was F**-Player ist.
Gib doch mal die Suchbegriffe:
FTP, Explorer, Freiherr und Abmahnung
in die Suchmaschine Deiner Wahl ein.
Laß' Dich überraschen.
Matthias,
der vor dem Betreten des Usenet keine Ahnung hatte, worüber man sich
*wirklich* streiten kann.
> >> > Das Problem, dass ein Wort auf -c endet und noch eine Flexionsendung
> >> > mit -e- oder -i- angehängt wird, tritt vereinzelt auch im Englischen
> >> > auf, und wird dort auch nicht durchgängig mit Einfügen eines -k-
> >> > beseitigt. Z.B. ist <arced> /Arkt/ neben <arcked> eine anerkannte
> >> > Bildung zu <arc>.
> >>
> >> arcked is totally unknown in English - though arced, arcing are in use.
> >
> >Die Herausgeber der Webster's New World und Random House Webster's
> >Wörterbücher führen die Formen mit und ohne eingeschobenem -k- als
> >alternative Schreibweisen auf.
>
> Perhaps, but I don't recommend using the forms with <k> unless you want
> to look like an illiterate to the vast majority of your readers. ;-)
Auch in anderen Beispielen ist die Aussprache nur schwer am Schriftbild zu
erkennen, siehe 'buses, busing'. Gab es Bestrebungen, zur Verdeutlichung
der Stimmlosigkeit ein weiteres 's' einzufügen?
> I notice you put "eingeschobenem" in the dative. Is this the normal practice
> in German with coordinated prepositions taking different cases?
Kommt gelegentlich vor, in der vorstehenden Härte ist es aber
m.E. untunlich. Wenn, dann richtet sich der Kasusuch eher nach der zweiten
Präposition.
Gruß, ULF
X-Post
> > I notice you put "eingeschobenem" in the dative. Is this the normal practice
> > in German with coordinated prepositions taking different cases?
>
> Kommt gelegentlich vor, in der vorstehenden Härte ist es aber
> m.E. untunlich. Wenn, dann richtet sich der Kasusuch eher nach der zweiten
> Präposition.
Mal testen:
a) Mit und ohne eingeschobenem k
b) Mit und ohne eingeschobenes k
*grübel*
Also MUSEN kommt mir Variante b als die weniger gebräuchliche vor.
b.a.
F'Up 2 de.etc.sprache.deutsch
Das ist mit aus dem Herzen gesprochen. War beispielsweise das Wort
"Szenarium" vor 3 Jahren breiten Kreisen nicht geläufig, ist der Begriff
"scenario" heute zu einem Modewort geworden. Es wird selbst von Leuten in
den Mund genommen, die vermutlich Latein gepaukt haben. Oft weichen sie bei
der Pluralbildung inkonsequenterweise auf "Szenarien" aus anstatt bei
"scenarios" zu bleiben.
Gruß, Eberhard
> Einmal fragte ich eine Gruppe von russischen Rundfunksprechern, von denen
> einige blendend Englisch sprachen und sich auch in Deutschland auskannten,
> warum sie englische und andere ausländische Familien- und Städtenamen in den
> Sendungen derart russifizierten, daß der Nichteingeweihte diese überhaupt
> nicht mehr erkennen konnte. "Eine andere Aussprache könnte man hier nicht
> bringen," hieß es allgemein. Ein Russe, der eine französischsprachige Schule
> besucht hatte, ergänzte: "Wenn ich in den russischen Nachrichten
> französische Namen französisch aussprechen würde, würde man mich von Pskow
> bis Wladiwostok auslachen." Eine Dame bemerkte augenzwinkernd: "Wir müssen
> es den deutschen Kollegen überlassen, Bar-th-elona zu sagen."
Wobei es im deutschen Sprachgebrauch in dieser Hinsicht erhebliche
Unterschiede gibt. Rundfunk-Reporter, die "Parih" statt Paris oder
"Landen" statt London sagen, sind hierzulande extrem selten ;-) Auch
russische Orts- oder Personennamen werden hier meist "deutsch"
ausgesprochen -- oder zumindest auf eine Weise, die ein Russe nicht
unbedingt für russisch halten würde ...
Bei "wichtigen" westlichen Sprachen (en, fr, sp) wird aber in sehr
vielen Fällen die im jeweiligen Land übliche Aussprache gewählt. Was
geografische Bezeichnungen angeht, könnte es daran liegen, dass es etwa
zu zahlreichen Städtenamen gar keine deutschsprachigen Pendants gibt. A
propos Barcelona -- ist das "th" nicht kastilisch? Ich spreche kein
Katalanisch, meine aber, dort öfter ein stimmloses "s" (Bar-ss-elona)
gehört zu haben.
> Die Mentalität war mir nicht fremd. Was das Empfinden in den USA angeht,
> glaube ich nicht, daß dort irgendetwas Aktives passiert, wenn man
> nichtenglische Begriffe ablehnt. Die Ablehnung ist eine
> Selbstverständlichkeit, die nicht überlegt wird und deshalb kein Thema ist.
Es würde mich in der Tat erstaunen, wenn Amerikaner plötzlich anfingen,
"fremde" Orts- oder Personennamen in der jeweiligen Landessprache
auszusprechen. Das käme fast einer Revolution gleich <g>. Aber dann darf
man sich auch nicht wundern, wenn Ortsnamen wie "La Cañada Flintridge"
(in der Nähe von Los Angeles) von kaum jemandem, der nicht in der Gegend
wohnt, richtig ausgesprochen werden. La Känäda lässt grüßen :-)
Tschüs,
Christian
Man muß unterscheiden. "Paris" usw. hat sich schon in anderen Epochen
eingebürgert, in denen ein anderer Geist in deutschen Landen herrschte.
Lange vor der "Zeit der Lächerlich" (wie ich sie nenne), die in den letzten
Jahrzehnten in der deutschen Sprache zu beobachten ist.
> Bei "wichtigen" westlichen Sprachen (en, fr, sp) wird aber in sehr
> vielen Fällen die im jeweiligen Land übliche Aussprache gewählt. Was
> geografische Bezeichnungen angeht, könnte es daran liegen, dass es etwa
> zu zahlreichen Städtenamen gar keine deutschsprachigen Pendants gibt. A
> propos Barcelona -- ist das "th" nicht kastilisch? Ich spreche kein
> Katalanisch, meine aber, dort öfter ein stimmloses "s" (Bar-ss-elona)
> gehört zu haben.
Bei "wichtigen"? Ich bin immer noch nicht ganz dahintergekommen, was dabei
in deutschen Köpfen spukt, aber ich vermute, daß Arroganz und Vorurteile
eine Rolle spielen, wenn bestimmt wird, welche Sprache nachahmungswürdig
ist. Bei Russisch braucht man sich nicht zu bemühen, aber bei Französisch
ist Nachahmung angesagt.
> Es würde mich in der Tat erstaunen, wenn Amerikaner plötzlich anfingen,
> "fremde" Orts- oder Personennamen in der jeweiligen Landessprache
> auszusprechen. Das käme fast einer Revolution gleich <g>. Aber dann darf
> man sich auch nicht wundern, wenn Ortsnamen wie "La Cañada Flintridge"
> (in der Nähe von Los Angeles) von kaum jemandem, der nicht in der Gegend
> wohnt, richtig ausgesprochen werden. La Känäda lässt grüßen :-)
>
> Tschüs,
> Christian
Wenn es gerade keinen neuen Gruselfilm in der Videothek zum Ausleihen gibt
und ich trotzdem ein paar "Thrills" erleben möchte, befasse ich mich mit der
Sprachsituation in der Volksrepublik China und stelle mir dabei Deutschland
vor. In China muß selbstverständlich alles -- ausländische Namen,
geographische Bezeichnungen -- der chinesischen Sprache angepaßt werden.
Japanische Namen z.B., die in chinesischen Schriftzeichen geschrieben
werden, werden einfach chinesisch ausgesprochen, ohne jegliche Mühe
herauszubekommen, wie der Japaner seinen Namen eigentlich ausspricht. Kennst
Du die berühmten japanischen Städte Guangdao und Changqi? Nein? In
Deutschland heißen sie Hiroshima und Nagasaki. Bei Gedanken an Deutschland
in dem sprachlichen Zusammenhang kriege ich eine Gänsehaut.
Schönen Gruß,-----WB.
Ich hab aber auch schon oft genug "scenarios" gelesen.
Ein schönes Beispiel ist auch die "editischn", früher
sagte man ganz einfach edition dazu.
Oder, ich hab das schon mal geschrieben, die neue Firma
"Infineon". Obwohl das ein, nach Marketinggesichtspunkten,
frei erfundenes Wort für eine deutsche Firma ist, hört
man überall nur "infine_en". Seltsam.
Schönen Tag noch
Rüdiger
Ich frage mich schon lange, warum als Deutscher in sämtlichen Sprachen
präsent sein muß.
Es ist herrlich zu beobachten, wie seit einiger Zeit "Taiwan" von den
Nachrichtensprechern ausgesprochen wird.
Wenn man diesem Trend nicht folgt, wird man günstigstenfalls als
hinterwäldlerisch angesehen. Ich schlechtesten Fall ist man reaktionär
und teutschtümmelnd.
Schönen Tag noch
Rüdiger
>Ein schönes Beispiel ist auch die "editischn", früher sagte man
>ganz einfach edition dazu.
"Editischn"? Hab ich noch nie gehört. Meinst Du "edischn"?
M
>
>Wenn es gerade keinen neuen Gruselfilm in der Videothek zum Ausleihen
>gibt und ich trotzdem ein paar "Thrills" erleben möchte, befasse ich
>mich mit der Sprachsituation in der Volksrepublik China und stelle mir
>dabei Deutschland vor. In China muß selbstverständlich alles --
>ausländische Namen, geographische Bezeichnungen -- der chinesischen
>Sprache angepaßt werden. Japanische Namen z.B., die in chinesischen
>Schriftzeichen geschrieben werden, werden einfach chinesisch
>ausgesprochen, ohne jegliche Mühe herauszubekommen, wie der Japaner
>seinen Namen eigentlich ausspricht. Kennst Du die berühmten japanischen
>Städte Guangdao und Changqi? Nein? In Deutschland heißen sie Hiroshima
>und Nagasaki. Bei Gedanken an Deutschland in dem sprachlichen
>Zusammenhang kriege ich eine Gänsehaut.
>
Lustig ist in diesem Zusammenhang auch, daß die deutsche Bezeichnung
"Japan" von der chinesischen Aussprache der Zeichen kommt und nicht von der
japanischen (naja jedenfalls hört sich Japan auf Chinesisch so ähnlich an
wie auf Deutschland, aber auf japanisch heisst es anders, das geht dann
mehr in Richtung Nippon, leider kann ich das nicht alles korrekt
aufschreiben, aber im wesentlichen dürfte es so stimmen).
Gruss
Thomas
Diese Verhalten ist allerdings die unglaublichste
Form an dämlicher Anbiederung die man sich
vorstellen kann.
Schönen Tag noch
Rüdiger
Ja richtig, die meinte ich.
Schönen Tag noch
Rüdiger
> > Bei "wichtigen" westlichen Sprachen (en, fr, sp) wird aber in sehr
> > vielen Fällen die im jeweiligen Land übliche Aussprache gewählt.
[...]
> Bei "wichtigen"? Ich bin immer noch nicht ganz dahintergekommen, was dabei
> in deutschen Köpfen spukt, aber ich vermute, daß Arroganz und Vorurteile
> eine Rolle spielen, wenn bestimmt wird, welche Sprache nachahmungswürdig
> ist. Bei Russisch braucht man sich nicht zu bemühen, aber bei Französisch
> ist Nachahmung angesagt.
Den Begriff hatte ich bewusst in Anführungszeichen gesetzt. Ob Deine
Vermutungen bezüglich des Spuks in deutschen Köpfen richtig sind, vermag
ich nicht zu beurteilen. Gemeint waren jedenfalls Sprachen, die eine
gewisse Bedeutung als internationale Verkehrssprachen haben; dabei
fielen mir die drei genannten ein. Diese "Liste" mag man ändern oder
verlängern wollen.
> In China muß selbstverständlich alles -- ausländische Namen,
> geographische Bezeichnungen -- der chinesischen Sprache angepaßt werden.
> Japanische Namen z.B., die in chinesischen Schriftzeichen geschrieben
> werden, werden einfach chinesisch ausgesprochen, ohne jegliche Mühe
> herauszubekommen, wie der Japaner seinen Namen eigentlich ausspricht.
Die Situation in China kenne ich nicht, aber dieses Phänomen ist, wie im
Thread ja schon erwähnt, in anderen Ländern bzw. Sprachen ja auch zu
beobachten. Bei der "Übersetzung" in ein anderes Schriftsystem wird
dieser Effekt vermutlich noch verstärkt ...
Tschüs,
Christian
> > (Fränkfört, Cologne, Monaco di Baviera, ...)
> > Sowas würde einem Italiener (z. B.) nie einfallen, der sagt
> > auch "Milano", wenn er deutsch spricht.
>
> Diese Verhalten ist allerdings die unglaublichste
> Form an dämlicher Anbiederung die man sich
> vorstellen kann.
Es gibt bestimmt dämlichere <g>. Wenn ich z.B. Englisch spreche und mir
die englische Version eines Ortsnamens bekannt ist, warum soll ich sie
dann nicht benutzen? Ich sag' ja auch nicht "I'm from Deutschland" :-)
Tschüs,
Christian
Hm, warum denn eigentlich nicht?
Oder hast Du schon mal einen Amerikaner einen deutschen Ortsnamen
aussprechen hören? Auch wenn er, ausnahmsweise, einmal deutsch sprechen
sollte.
Er wird immer sagen: "wo bitte geht's nach Munich?"
In allen anderen Fällen ist das Ausland doch auch immer Vorbild.
Ade
Rüdiger
> Ich sag' ja auch nicht "I'm from Deutschland" :-)
>
> Hm, warum denn eigentlich nicht?
Weil ich dann englisch spreche <g>. Erstaunlich, dass ausgerechnet in
einem solchen Fall das sonst so oft kritisierte Denglisch oder Gerglish
"OK" sein soll ...
> Oder hast Du schon mal einen Amerikaner einen deutschen Ortsnamen
> aussprechen hören? Auch wenn er, ausnahmsweise, einmal deutsch sprechen
> sollte.
> Er wird immer sagen: "wo bitte geht's nach Munich?"
Nun bin ich aber kein Amerikaner. Doch auch wer die beiden Sprachen
derart mischt, wird in aller Regel rasch verstanden. Ich bevorzuge die
Version, die zu der jeweiligen Sprache passt -- sofern ich die englische
usw. Version des Ortsnamens kenne. Bei der Frage, wie Hamburg auf
russisch oder Köln auf griechisch heißt, müsst' ich eh passen :-)
Tschüs,
Christian
> Ogottogott!!
In der gleichen Zeile stand's aber auch richtig :-) Danke für die Info,
was die Aussprache des "c" angeht!
Tschüs,
Christian
"de guo" = Land der Moral. Ist wirklich gänsehauterzeugend.
Dann doch lieber "bo lan" - Welle der Orchideen = Polen
> Lustig ist in diesem Zusammenhang auch, daß die deutsche Bezeichnung
> "Japan" von der chinesischen Aussprache der Zeichen kommt
"ri ben"
> und nicht von der
> japanischen
"nippon"
>(naja jedenfalls hört sich Japan auf Chinesisch so ähnlich an
> wie auf Deutschland, aber auf japanisch heisst es anders,
"ri" = "nippon" = "Sonne"
> aber im wesentlichen dürfte es so stimmen).
mit Fuzzy-Logik, ja.
Roli
Nun im Grunde hast Du ja recht, wenn ich mit jemandem Englisch spreche,
dann spräche ich wohl auch Orts- oder Landesnamen englisch aus.
Ich wollte ja nur darauf aufmerksam machen, daß die so provinziellen
Deutschen sich hier oft anders verhalten als viele Ausländer.
Ade
Rüdiger
Die Verurteilung erfolgte wegen unlauteren Wettbewerbs, daß Markenrecht
war hier nicht begründend.
> Sie müssen demnach verhindern, dass ihre
> Website bei Eingabe der Marke "gefunden" wird.
Etwas undeutlich. Wettbewerber dürfen es nicht begünstigen, daß ihre
Seite bei Eingabe der fremden Marke gefunden wird. Allerdings kann das
in Zeiten der vergleichenden Werbung nicht ausgeschlossen werden, denn
die Suchmaschine würde auch Seiten liefern, auf denen ein Hersteller
Vergleichstests veröffentlicht.
> Ein usenet-Artikel mit einer Marke wird ja auch bei Eingabe
> dieser Marke gefunden - selbst im Web, also nicht nur über
> deja, sondern teilweise auch über altavista.
Stimmt, aber das verantwortet ja nun der Betreiber dieser Dienste und
nicht der Verfasser.
--
MfG HERBST
Ernst Herbst; Evestorf; Süderweg 14; D-30974 Wennigsen
Telefon +49 170/9963388
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