Am 9 Sep 2016 00:44:48 GMT schrieb Stefan Ram:
> Heinz Lohmann <
go...@sofort-mail.de> writes:
>>"Früher hieß es einfach "Abhängen". Heute klingt "Cornern" chilliger.
>>Der Trend kommt, wie so oft, aus den USA und ist ein preiswerter Ersatz
>>für einen Clubbesuch."
>
> Ich habe jetzt nicht Deine Web-Information rezipiert,
> aber das klassische Englische "to corner" heißt eigentlich
> jemanden festzunageln:
>
> "At the close of the fight a small knot of defenders,
> six or seven, were cornered in the church, attempted to
> surrender, and were summarily executed.";
>
> Passionate Nation: The Epic History of Texas,
> James L. Haley (2006).
So kenne ich das auch, jemanden sprichwörtlich in eine Ecke drängen, aus
der er nicht mehr heraus kommt.
Oder umgangssprachlich, jemandem mit einer bestimmten Sache auf die Nerven
zu gehen und dabei nicht locker zu lassen:
"My boss cornered me again about this report, that was due yesterday".
> Ich könnte mir vorstellen, daß dieses neue "to corner"
> vielleicht von den Ecken (corners) eines Boxrings stammt,
> in denen die Opponenten in den Pausen etwas Entspannung
> suchen.
Eigentlich nicht, wer "gecornert" wird findet gerade keine Entspannung,
sondern steht massiv unter Druck und hat keine Möglichkeit zur Flucht.
Grüße,
Frank