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Jugendsprache: cornern

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Heinz Lohmann

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Sep 8, 2016, 7:24:45 PM9/8/16
to
"Früher hieß es einfach "Abhängen". Heute klingt "Cornern" chilliger.
Der Trend kommt, wie so oft, aus den USA und ist ein preiswerter Ersatz
für einen Clubbesuch."

Das kannte ich noch nicht. Hier scheint es sich um echtes Jugenddeutsch
zu handeln:
http://media.ndr.de/download/podcasts/podcast2982/AU-20160908-1306-3300.mp3

--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.

Frank Hucklenbroich

unread,
Sep 9, 2016, 2:09:26 AM9/9/16
to
Am 9 Sep 2016 00:44:48 GMT schrieb Stefan Ram:

> Heinz Lohmann <go...@sofort-mail.de> writes:
>>"Früher hieß es einfach "Abhängen". Heute klingt "Cornern" chilliger.
>>Der Trend kommt, wie so oft, aus den USA und ist ein preiswerter Ersatz
>>für einen Clubbesuch."
>
> Ich habe jetzt nicht Deine Web-Information rezipiert,
> aber das klassische Englische "to corner" heißt eigentlich
> jemanden festzunageln:
>
> "At the close of the fight a small knot of defenders,
> six or seven, were cornered in the church, attempted to
> surrender, and were summarily executed.";
>
> Passionate Nation: The Epic History of Texas,
> James L. Haley (2006).

So kenne ich das auch, jemanden sprichwörtlich in eine Ecke drängen, aus
der er nicht mehr heraus kommt.

Oder umgangssprachlich, jemandem mit einer bestimmten Sache auf die Nerven
zu gehen und dabei nicht locker zu lassen:
"My boss cornered me again about this report, that was due yesterday".

> Ich könnte mir vorstellen, daß dieses neue "to corner"
> vielleicht von den Ecken (corners) eines Boxrings stammt,
> in denen die Opponenten in den Pausen etwas Entspannung
> suchen.

Eigentlich nicht, wer "gecornert" wird findet gerade keine Entspannung,
sondern steht massiv unter Druck und hat keine Möglichkeit zur Flucht.

Grüße,

Frank

Gunhild Simon

unread,
Sep 9, 2016, 2:25:44 AM9/9/16
to
Am Freitag, 9. September 2016 01:24:45 UTC+2 schrieb Heinz Lohmann:
> "Früher hieß es einfach "Abhängen". Heute klingt "Cornern" chilliger.
> Der Trend kommt, wie so oft, aus den USA und ist ein preiswerter Ersatz
> für einen Clubbesuch."
>
> Das kannte ich noch nicht. Hier scheint es sich um echtes Jugenddeutsch
> zu handeln:
> http://media.ndr.de/download/podcasts/podcast2982/AU-20160908-1306-3300.mp3


Interessant, ja.
Ich finde gut daran, daß das Cornern im Gegensatz zum Clubbesuch so preiswert ist. Die wachsende Anzahl von Kiosken könnte damit zusammenhängen.

Die in dem Beitrag beschriebene Lokalität "Beim grünen Jäger" - das ist beim "neuen Pferdemarkt", St. Pauli,fast noch Schanze, klitzekleiner Park mit Kiosk, bißchen (betreuter Jugend-?)Gastronomie, lauschig, obwohl mitten auf einer riesigen Kreuzung - scheint mir ein geeigneter Treffpunkt für sogar größere Treffen zu sein.

Und dazu der derzeit heiße Herbst mit warmen Abenden in Hamburg!

Gruß
Gunhild

Dr. Falstaff

unread,
Sep 9, 2016, 2:46:10 AM9/9/16
to
_______________________________________
/ Vorsicht beim Cornern einer Ratte und \
\ in der coffin corner! /
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\
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UooU\.'@@@@@@`.
\__/(@@@@@@@@@@)
(@@@@@@@@)
`YY~~~~YY'
|| ||

Bernd Schwegmann

unread,
Sep 9, 2016, 5:53:13 AM9/9/16
to
Am 09.09.2016 um 01:24 schrieb Heinz Lohmann:
> "Früher hieß es einfach "Abhängen". Heute klingt "Cornern" chilliger.
> Der Trend kommt, wie so oft, aus den USA und ist ein preiswerter Ersatz
> für einen Clubbesuch."
>
> Das kannte ich noch nicht. Hier scheint es sich um echtes Jugenddeutsch
> zu handeln:



Früher hieß das Eckensteher und nannte sich Nante.
Wie isses nur ßu fassen!?

Ist Zille ein Begriff?


BS*





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Sodomize NSA & GCHQ
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