Der Kober (Plural: »Köber« oder »Kober«) ist ein Korb. Das Wort
kann einen runden Handkorb bezeichnen (für Speisen), häufiger ist
aber ein länglicher Korb gemeint, der auf dem Rücken getragen wird.
Ein Kober ist aus Stroh, Bast oder Holzspänen geflochten, er kann
auch einen Deckel haben. Das Wort ist im Ostmitteldeutschen,
teilweise auch im Niederdeutschen beheimatet. Im Schwäbischen ist
»Kober« allerdings auch im Sinne von »Fischreuse« belegt, vermutlich
handelt es sich dabei um dasselbe Wort. Die Herkunft ist nicht ganz
klar, vielleicht gehört es zu »Koben« (vgl. Kluge), dann würde es
mit aengl. »cofa« (Gemach, Kammer, Versteck) und anord. »kofi«
(kleines Zimmer, Hütte) zusammenhängen und auf germ. *kubôn (Gemach,
Stall) zurückgehen. Dazu das DWB (s. v. Kober):
| [...] die bed. korb oder flechtwerk und hütte, häuschen (kasten)
| treffen sich oft in demselben worte [...]
Schöne Grüße,
Wolf
Nich zu verwechseln mit dem 'Köbes', d.i. der rheinische Kellner,
soll vom häufigen Vornamen Jakob kommen (wie Schani bei uns in Wien).
Und dann wär da noch der Koberer/die Koberin: eine Unterschlupf gewäh-
rende Gasthausperson im Kreise der Galeristen, Hehler und Dirnen.
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_____ _ _ reply to: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Es gibt in der Geschichte so manche glaubenlose
| | | |_| | Epoche, die sich im politischen Wahnsinn einen
| | | _ | Ersatz für religiösen Wahnsinn schafft."
|_|a |_| |_|a (Joachim Fernau)
Und "auskobern" bedeutet mMn soviel wie aushecken, ausbaldowern - FR