Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Polizei und verschiedene Synonyme

164 views
Skip to first unread message

Christina Kunze

unread,
Dec 15, 2021, 3:24:07 PM12/15/21
to
Liebe Vielbelesene,

fällt Euch zufällig ein älteres umgangssprachliches Wort für Polizisten
/Gendarmen (lieber letzteres) ein, gern so aus dem ersten Drittel des
20. Jahrhunderts?

DWDS hat nur Synonyme wie Polyp, Bulle, die kommen mir alle viel zu neu
vor.
Meine Oma hat Schupo gesagt, aber das kann ich nicht einordnen.

Wo gehört "Büttel" hin?

chr

Ulf Kutzner

unread,
Dec 15, 2021, 3:26:56 PM12/15/21
to
Christina Kunze schrieb am Mittwoch, 15. Dezember 2021 um 21:24:07 UTC+1:
> Liebe Vielbelesene,

Zu diesem P2 sind sonst keine Verbvorben geläufig, auch
nicht ohne viel-.

> fällt Euch zufällig ein älteres umgangssprachliches Wort für Polizisten
> /Gendarmen (lieber letzteres) ein, gern so aus dem ersten Drittel des
> 20. Jahrhunderts?
>
> DWDS hat nur Synonyme wie Polyp, Bulle, die kommen mir alle viel zu neu
> vor.

Ordnungshüter.

> Meine Oma hat Schupo gesagt, aber das kann ich nicht einordnen.
>
> Wo gehört "Büttel" hin?

In die Nähe der Schergenämter, aber weiter nördlich.

Johannes Leckebusch

unread,
Dec 15, 2021, 3:30:41 PM12/15/21
to
Schutzpolizei/Schutzpolizist. Kenne ich noch, steht auch in meinem Duden:

1Schu|po, die; -: Kurzwort für Schutzpolizei: Was die S. macht, das ist
doch meist Mist, das sind eben keine Kriminalisten! (Fallada, Jeder 254).

© 2000 Dudenverlag

2Schu|po, der; -s, -s (veraltet): Kurzwort für Schutzpolizist: ein S.
kontrollierte die Ausweise; ...und sechzehn -s fuhren vor und schafften
mit Punktrollern Ordnung (Grass, Hundejahre 229); der Dieb wurde von
zwei -s abgeführt.

© 2000 Dudenverlag

>
> Wo gehört "Büttel" hin?

Das habe ich früher auch gehört, konnte jetzt nicht erklären, steht aber
auch im Duden:

Büt|tel, der; -s, - [mhd. bütel, ahd. butil, zu bieten in der alten
Bed. bekannt machen, wissen lassen]: 1. (veraltet) Gerichtsbote,
Häscher. 2. (veraltend abwertend) Ordnungshüter; Polizist o.Ä.: Zum
ersten Mal ... war ich den -n dankbar (Lynen, Kentaurenfährte 302). 3.
(abwertend) jmd., der diensteifrig das ausführt, was eine Obrigkeit, ein
Vorgesetzter [von ihm] verlangt: ich bin doch nicht dein B.! Ü Selbst
dann ... bliebe der Sport ... ein B., von jedem Staat nach Belieben zu
benutzen (Westd. Zeitung 11.5. 84, 2); Mit den Bütteln des Kapitalismus
redet man nicht, auf die schießt man (Spiegel 53, 1979, 34).

© 2000 Dudenverlag

--
Johannes Leckebusch - AR3

https://johannes-leckebusch.de/
https://johannes-leckebusch.de/Fotogalerien/index.html
https://foto.ungruen.de/index2.html
https://flickr.com/photos/johannes_leckebusch/

Detlef Meißner

unread,
Dec 15, 2021, 3:46:28 PM12/15/21
to
Am 15.12.2021 um 21:24 schrieb Christina Kunze:
Schupo ist doch ganz gut. Oder Schutzmann.
Polente.

Es gab eine Zeit, da sagte man auch bei uns Bobby,

> Wo gehört "Büttel" hin?

Ist abwertend.

Detlef

Manfred Hoß

unread,
Dec 15, 2021, 4:13:26 PM12/15/21
to
Am Wed, 15 Dec 2021 21:24:02 +0100 schrieb Christina Kunze:

> Liebe Vielbelesene,
>
> fällt Euch zufällig ein älteres umgangssprachliches Wort für Polizisten
> /Gendarmen (lieber letzteres) ein, gern so aus dem ersten Drittel des
> 20. Jahrhunderts?

Da will ich als Vielwörterbücherhabender mal nicht so sein und dir unter
die Arme greifen, indem ich aus Heinrich Klenz' "Schelten-Wörterbuch. Die
Berufs-, besonders Handwerkerschelten und Verwandtes" zitiere. Das Buch
erschien 1910. Die Erklärungen zu den einzelnen Begriffe lasse ich weg; bei
Bedarf reiche ich sie nach.

*Polizist,* auch *Polizeiagent* und *Polizeibeamte, Gerichtsdiener, Rats-*
*oder Stadtdiener, Stadtsoldat*
Achtgroschenjunge, Auge des Gesetzes, Balcholem, Behelmter, Bekert,
Bindfaden, Blauer, Blauer Jagdhund, Blaue Kalitte, Blaukopp, Blaumasl,
Blaustrumpf, Bochur, Bolgermann, Büttel, Clauditchen, Derfen-Schmuch,
Fänger, Fauler, Fausthammer, Flecklisbube, Fleischmann, Flurmichel,
Fuchsschwanz, Geheimer, Gleditchen, Greifer, Hadatsch, Haltefest, Häscher,
Heimlicher, Hilgen Engel, Hüter der Ordnung, Iltis, Kalitte, Kapdon,
Karten, Kiewisch, Klammhaken, Klette, Kniper, Kommstracks, Kreuzritter,
Krewt, Kuderer, Kundenfänger, Lampe, Laterne, Leisetreter, Lockspitzel,
Maikäfer, Meese/Meise, Meester Fix, Mohrrübe, Mondschein, Moschel, Möse,
Nakleiß, Niescher/Nüscher, Nuntius, Oberzinker, Ölberger, Ordensmann,
Packan, Pallopete, Pannemann, Panner, Peihzaddik/Pezaddik, Pezet,
Philister, Plempe, Polente, Police/Polise, Polipee, Poliquetsch,
Polizeispitzel, Polyp, Putz/Butz, Putzemann, Quelve, Quetsch, Raup(e),
Rosenhauer, Rothkopf, Sbirre, Schanl, Schauter, Scherge, Schienkel,
Schlamasser, Schmierer, Schmiermichel, Schmutzlappen, Schmutzmann,
Schnurrbart, Schnurre, Schubtreiber, Schurke, Schuster, Schuter,
Sechsknepper/Sechsknöppler, Sitte, Sohn (od. Wächter) der heiligen
Hermandad, Spanner/Spenz, Spitzel, Stadtmeese/Stadtmeise, Stichkudig,
Stieglitz, Stipp in de Göte/Stipp in 't Götje, Stockamsel, Straßenputzer,
Urach, Verdeckter, Verwalter des Amts des Erzengels Gabriel, Wastl,
Zaddekim, Zänkerer, Zenserer

> DWDS hat nur Synonyme wie Polyp, Bulle, die kommen mir alle viel zu neu
> vor.

Das oben genannte Wörterbuch kennt "Bulle" nicht, aber "Polyp" und meint
dazu:

Polyp (Studentensprache, Kluge S. 18, auch Kundensprch., bei Ostwald; wegen
der Fangarme des 'Vielfußes', aber mit Anklang an 'Polizei'; nach dem
Richtigen Berliner in Berlin nur für einen nichtuniformierten Polizei-
beamten).

> Meine Oma hat Schupo gesagt, aber das kann ich nicht einordnen.
>
> Wo gehört "Büttel" hin?

Das oben erwähnte Wörterbuch meint dazu:

Büttel (eigtl. Gerichtsdien., zu '[ge]bieten', s. Kluges Etym. Wörterb.).

Gruß
Manfred.

Christina Kunze

unread,
Dec 15, 2021, 4:21:06 PM12/15/21
to
Am 15.12.2021 um 21:26 schrieb Ulf Kutzner:
> Christina Kunze schrieb am Mittwoch, 15. Dezember 2021 um 21:24:07 UTC+1:
>> Liebe Vielbelesene,
>
> Zu diesem P2 sind sonst keine Verbvorben geläufig, auch
> nicht ohne viel-.

Was genau willst Du hiermit sagen?
Die Sprache lebt, und sollte es das Wort vorher nicht gegeben haben (was
es ohne "viel-" ja wohl auf alle Fälle tat), so existiert es spätestens,
seit ich es vorhin aufgeschrieben habe.

Danke für Deine Vorschläge.

Ich versuche, ein deutsches Wort für "kakastollas" zu finden, das sind
die ungarischen Gendarmen in der Zwischenkriegszeit, sie hatten
Hahnenfedern an den Hüten.
https://i.pinimg.com/564x/54/13/ed/5413ed7a605f29fc32f521a998c20f4c.jpg

chr

Christina Kunze

unread,
Dec 15, 2021, 4:28:17 PM12/15/21
to
Am 15.12.2021 um 22:13 schrieb Manfred Hoß:
> Am Wed, 15 Dec 2021 21:24:02 +0100 schrieb Christina Kunze:
>
>> Liebe Vielbelesene,
>>
>> fällt Euch zufällig ein älteres umgangssprachliches Wort für Polizisten
>> /Gendarmen (lieber letzteres) ein, gern so aus dem ersten Drittel des
>> 20. Jahrhunderts?
>
> Da will ich als Vielwörterbücherhabender mal nicht so sein und dir unter
> die Arme greifen, indem ich aus Heinrich Klenz' "Schelten-Wörterbuch.

Schon der Hinweis war Gold wert. Vielleicht sollte ich immer erstmal
einen Blick hinter mich ins Wörterbuchregal werfen und mich nicht gleich
aufs Internet verlassen.

> Gruß
> Manfred.

Ulf Kutzner

unread,
Dec 15, 2021, 4:33:18 PM12/15/21
to
Christina Kunze schrieb am Mittwoch, 15. Dezember 2021 um 22:21:06 UTC+1:
> Am 15.12.2021 um 21:26 schrieb Ulf Kutzner:
> > Christina Kunze schrieb am Mittwoch, 15. Dezember 2021 um 21:24:07 UTC+1:
> >> Liebe Vielbelesene,
> >
> > Zu diesem P2 sind sonst keine Verbvorben geläufig, auch
> > nicht ohne viel-.
> Was genau willst Du hiermit sagen?

Ich finde P2 ohne weitere Verbformen zumeist bemerkenswert.

> Die Sprache lebt, und sollte es das Wort vorher nicht gegeben haben (was
> es ohne "viel-" ja wohl auf alle Fälle tat), so existiert es spätestens,
> seit ich es vorhin aufgeschrieben habe.

Ich habe Dir nicht vorgeworfen, Du hättest den Begriff ersonnen.

> Danke für Deine Vorschläge.
>
> Ich versuche, ein deutsches Wort für "kakastollas" zu finden, das sind
> die ungarischen Gendarmen in der Zwischenkriegszeit, sie hatten
> Hahnenfedern an den Hüten.
> https://i.pinimg.com/564x/54/13/ed/5413ed7a605f29fc32f521a998c20f4c.jpg

Nanü, finde das Wort in den Wikis nicht, hätten Vokale oder einer davon
akzentuiert werden sollen?

Thomas Schade

unread,
Dec 15, 2021, 4:55:43 PM12/15/21
to
On 15.12.2021 21:24 (CET), Christina Kunze wrote:
> Liebe Vielbelesene,
>
> fällt Euch zufällig ein älteres umgangssprachliches Wort für Polizisten
> /Gendarmen (lieber letzteres) ein, gern so aus dem ersten Drittel des
> 20. Jahrhunderts?

Da fällt mir als erstes die 'Polente' ein.


Ciao
Toscha
--
Tonic ohne Alkohol ist Ginlos.

Matthias Opatz

unread,
Dec 15, 2021, 4:56:25 PM12/15/21
to
Dies schrieb Detlef Meißner:

> Schupo ist doch ganz gut. Oder Schutzmann.

Schutzmann ist gut. Alt und salopp, aber nicht herablassend.

Matthias

Helmut Richter

unread,
Dec 15, 2021, 5:00:54 PM12/15/21
to
On Wed, 15 Dec 2021, Detlef Meißner wrote:

> Am 15.12.2021 um 21:24 schrieb Christina Kunze:
> > Liebe Vielbelesene,
> >
> > fällt Euch zufällig ein älteres umgangssprachliches Wort für Polizisten
> > /Gendarmen (lieber letzteres) ein, gern so aus dem ersten Drittel des
> > 20. Jahrhunderts?

Damals habe ich noch nicht gelebt; vielleicht Hans-R. Biermann fragen, der
überblickt das ganze Jahrhundert.

> > DWDS hat nur Synonyme wie Polyp, Bulle, die kommen mir alle viel zu neu
> > vor.
> > Meine Oma hat Schupo gesagt, aber das kann ich nicht einordnen.
>
> Schupo ist doch ganz gut. Oder Schutzmann.

Die zwei sind mit auch als erste eingefallen. Sie waren in den 1950er
Jahren noch gebräuchlich und sind wertneutral bis anerkennend (Slogan war
damals oder kurz danach „dein Freund und Helfer“).

> Polente.

Das ist schon weniger wertneutral. Mit der Polente möchte man nicht zu tun
haben, vielleicht weil man was ausgefressen hat.

> Es gab eine Zeit, da sagte man auch bei uns Bobby,
>
> > Wo gehört "Büttel" hin?
>
> Ist abwertend.

So sehe ich das auch. Nicht ganz so schlimm wie Scherge, aber doch abwertend.

--
Helmut Richter

Detlef Meißner

unread,
Dec 15, 2021, 5:05:17 PM12/15/21
to

Am 15.12.2021 um 23:00 schrieb Helmut Richter:
> On Wed, 15 Dec 2021, Detlef Meißner wrote:
>
>> Am 15.12.2021 um 21:24 schrieb Christina Kunze:
>>> Liebe Vielbelesene,
>>>
>>> fällt Euch zufällig ein älteres umgangssprachliches Wort für Polizisten
>>> /Gendarmen (lieber letzteres) ein, gern so aus dem ersten Drittel des
>>> 20. Jahrhunderts?
>
> Damals habe ich noch nicht gelebt; vielleicht Hans-R. Biermann fragen, der
> überblickt das ganze Jahrhundert.
>
>>> DWDS hat nur Synonyme wie Polyp, Bulle, die kommen mir alle viel zu neu
>>> vor.
>>> Meine Oma hat Schupo gesagt, aber das kann ich nicht einordnen.
>>
>> Schupo ist doch ganz gut. Oder Schutzmann.
>
> Die zwei sind mit auch als erste eingefallen. Sie waren in den 1950er
> Jahren noch gebräuchlich und sind wertneutral bis anerkennend (Slogan war
> damals oder kurz danach „dein Freund und Helfer“).
>
>> Polente.
>
> Das ist schon weniger wertneutral. Mit der Polente möchte man nicht zu tun
> haben, vielleicht weil man was ausgefressen hat.
>
"Die Polente kommt" haben wir als Kinder gerufen, wenn ein Schupo im
Anmarsch war und wir mal wieder ein Feuerchen gemacht hatten.

Das war übrigens einer unserer Lieblingsbeschäftigungen - das Feuer.

Detlef

Manfred Hoß

unread,
Dec 15, 2021, 5:11:52 PM12/15/21
to
Steht in deinem Regal - in dem sich offensichtlich nur ein Wörterbuch
befindet ;-) - auch "Der deutsche Wortschatz nach Sachgruppen" von Franz
Dornseiff in der Ausgabe von 1934? Dort heißt es:

19. Sittlichkeit. Recht.

[...]

29. Polizei. Vollziehungsbeamte. ...

einschreiten.

Amt. Behörde. Gericht. Hermandad. Obrigkeit. Polizei. Stadtrat. Verwaltung.

Amtsperson. Bannwart. Büttel. Detektiv. Förster. Gerichtsbote. Gerichtsdie-
ner, -halter. Gerichtsvollzieher. Liktor. Pandur. Pedell. Polizeispion.
Polizist. Profoß. Ratsdiener. Sbirre. Schultheiß. Schupo. Schutzmann.
Stockmeister. Vogt. Weibel.

Arm, Auge des Gesetzes (Schillers Glocke), der Gerechtigkeit. August, blan-
ker, windiger (=scharf), mit der Latte. Berittener. Blechreiter. der Blaue
(Jagdhund). Bolgermann. blauangestrichenes Abführmittel. Blitzableiter.
Benga (zigeun.). Butz (vermummtes Gespenst). Charengero (zigeun. Schwert-
träger). Fänger. Ficker (der hin- und herläuft). Fußlatscher. Gauzer. Ge-
heimer. Gewittertulpe (Helmspitze als Blitzableiter). Greifer. die Grünen.
Fauler (=verräterisch). Gendarm. Hadatsch (Hartschier?). Häscher. Hascher.
Heimlicher. Hemann (weil er "Heh!" ruft). die Herren. Husche(r) (franz.
huissier). Iltis. Karte (franz. garde). Klempners Karl. Klette. Klammhaken.
Kommstracks. Kapdon (neuhebr. Aufpasser). Klisto (zigeun. Reiter). Lampe.
Lattenseppel. Licht. Konstabler. Krause (berl.). Kreuzritter. Laterne.
Landski (schweiz.). Landjäger. Mauschel (hebr. Herrscher). Mohrrübe (wegen
der Helmspitze). Mondschein. Nevele (hebr. Leiche). Oberzinker. Ordensmann.
Ölberger. Peizaddik (P[olizei]) + hebr. gerecht). Pezet (P[oli]z[ei]). Po-
lizei. Polizee. Pallopeten. Pallopen. Polente. Polenne. Poliquetsch. Polyp
(student.). Protscher (rhein.). Quetsch. Raupe. Schanl (wien.). Scherge.
Schin (hebr. sch als Anfangsbuchstabe von Schutzmann, Schandarm). Schien-
dalled (dasselbe + Dalles). Schlamasse. Schmiere (hebr. Beaufsichtigung).
Schucker. Schofer, Schauder, Schopper, Schapper, Schuder (hebr. angestell-
ter Schreiber). Schnorrfisel. Schmutzlappen (bayr.). Schurke. Selo (zigeun.
Fangschnur). Spanner. Spinatwächter. Spitzel. die Sitte. Teckel. Udel
(hamburg. Eule). Verdeckter. Wastl. Zänker. Zenserer (Zensur). Zarucker.

Gruß
Manfred.

Quinn C

unread,
Dec 15, 2021, 5:23:44 PM12/15/21
to
* Manfred Hoß:

> Das oben genannte Wörterbuch kennt "Bulle" nicht, aber "Polyp" und meint
> dazu:
>
> Polyp (Studentensprache, Kluge S. 18, auch Kundensprch., bei Ostwald; wegen
> der Fangarme des 'Vielfußes', aber mit Anklang an 'Polizei'; nach dem
> Richtigen Berliner in Berlin nur für einen nichtuniformierten Polizei-
> beamten).

Was ist denn der "Richtige Berliner" in diesem Zusammenhang?

--
Wenn Sie mit irgendjemand anderem außer viel von ihnen, sind Sie
ganz in Gefahr.
-- SPAMPOESIE

Quinn C

unread,
Dec 15, 2021, 5:23:46 PM12/15/21
to
* Helmut Richter:
Die Obrigkeit, wenn sie die kleinen Leute unterdrückt, so kenne ich das.

--
Good day.
Did You Get The Last Email We Sent You?
(das ist der ganze Inhalt)
-- SPAMPOESIE

Bernd Schwegmann

unread,
Dec 15, 2021, 5:52:33 PM12/15/21
to
Am 15.12.21 um 21:24 schrieb Christina Kunze:
austriakisch: die Höh. (Zitat HvD)


BS+

Bernd Schwegmann

unread,
Dec 15, 2021, 5:55:12 PM12/15/21
to
Am 15.12.21 um 21:24 schrieb Christina Kunze:
Ich hab noch 1:


Kieberer. ebenfalls HvD.


BS+

Stefan Schmitz

unread,
Dec 15, 2021, 6:29:54 PM12/15/21
to
Am 15.12.2021 um 22:33 schrieb Ulf Kutzner:
> Christina Kunze schrieb am Mittwoch, 15. Dezember 2021 um 22:21:06 UTC+1:
>> Am 15.12.2021 um 21:26 schrieb Ulf Kutzner:
>>> Christina Kunze schrieb am Mittwoch, 15. Dezember 2021 um 21:24:07 UTC+1:
>>>> Liebe Vielbelesene,
>>>
>>> Zu diesem P2 sind sonst keine Verbvorben geläufig, auch
>>> nicht ohne viel-.
>> Was genau willst Du hiermit sagen?
>
> Ich finde P2 ohne weitere Verbformen zumeist bemerkenswert.

Eigentlich nicht so verwunderlich, dass manche Formen im Lauf der Zeit
verschwinden.

DWDS hat zur Etymologie:
belesen Part.adj. ‘durch vieles Lesen gut unterrichtet, gebildet’ (17.
Jh.), zu belesen ‘durchlesen, gründlich lesen’ (17. Jh.)

Lars Gebauer

unread,
Dec 16, 2021, 1:30:08 AM12/16/21
to
Am 16.12.2021 um 03:39 schrieb wolfgang sch:
> Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote in news:spdit4$f1i$1...@solani.org:
>> Meine Oma hat Schupo gesagt, aber das kann ich nicht einordnen.
>
> Gehört zum Dreiklang
>
> Schupo = Schutzpolizei
> Kripo = Kriminalpolizei
> Bepo = Bereitschaftspolizei

Trapo = Transportpolizei (DDR-typisch)

Siehe auch Stapo/Gestapo.

Orpo = Ordnungspolizei

> Dazu passend: "Vopo" für "Volkspolizei" soll ein Westwort sein, und in
> der DDR selbst nicht üblich gewesen sein?

Vopo war zumindest in "meiner" DDR völlig unüblich.

Was ist mit "Stupo" für "Stumm-Polizei"? DDR-Erfindung oder auch in
Westberlin gebräuchlich?

>> Wo gehört "Büttel" hin?
>
> Empfinde ich als ungefähr gleichbedeutend mit "Lakai", mit der Polizei
> hat das Wort eigentlich nicht direkt zu tun.

Im Mittelalter waren die Büttel die Vorläufer der Polizei. Stadtknechte,
die im Auftrag des Rates für Ordnung sorgten.

--
هرگز گربه خود را مجبور به معاشرت با انسان‌ها، سگ‌ها یا سایر گربه‌ها نکنید

Peter Veith

unread,
Dec 16, 2021, 1:41:11 AM12/16/21
to
Am 16.12.2021 um 07:31 schrieb Lars Gebauer:

> Am 16.12.2021 um 03:39 schrieb wolfgang sch:
>> Schupo = Schutzpolizei
>> Kripo = Kriminalpolizei
>> Bepo = Bereitschaftspolizei
>
> Trapo = Transportpolizei (DDR-typisch)
>
> Siehe auch Stapo/Gestapo.
> Orpo = Ordnungspolizei
>
>> Dazu passend: "Vopo" für "Volkspolizei" soll ein Westwort sein, und in
>> der DDR selbst nicht üblich gewesen sein?
>
> Vopo war zumindest in "meiner" DDR völlig unüblich.

Dafür war tatsächlich gebräuchlich:
GrePo = Grenzpolizei

> Was ist mit "Stupo" für "Stumm-Polizei"? DDR-Erfindung oder auch in
> Westberlin gebräuchlich?

Veith
--
Maulkorb- und Maskenpflicht ergänzen sich trefflich.
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com

Lars Gebauer

unread,
Dec 16, 2021, 2:10:20 AM12/16/21
to
Am 16.12.2021 um 07:41 schrieb Peter Veith:
> Am 16.12.2021 um 07:31 schrieb Lars Gebauer:
>> Am 16.12.2021 um 03:39 schrieb wolfgang sch:
>>> Dazu passend: "Vopo" für "Volkspolizei" soll ein Westwort sein, und in
>>> der DDR selbst nicht üblich gewesen sein?
>>
>> Vopo war zumindest in "meiner" DDR völlig unüblich.
>
> Dafür war tatsächlich gebräuchlich:
> GrePo = Grenzpolizei

Auch das war in "meiner" DDR unüblich. Vielleicht in den 50ern - aber
jedenfalls nicht zu meiner Zeit ('61 geboren).

Peter Veith

unread,
Dec 16, 2021, 2:15:55 AM12/16/21
to
Am 16.12.2021 um 08:11 schrieb Lars Gebauer:

> Am 16.12.2021 um 07:41 schrieb Peter Veith:
>> Dafür war tatsächlich gebräuchlich:
>> GrePo = Grenzpolizei
>
> Auch das war in "meiner" DDR unüblich. Vielleicht in den 50ern - aber
> jedenfalls nicht zu meiner Zeit ('61 geboren).

Ja, da gab es auch keine GrenzPOLIZEI mehr.

Als diese Diskussion vor Urzeiten in dafd lief, hatte ich extra in
zeitgenössische Literatur geschaut. Dort wurde der Begriff unverkrampft
verwendet.

Der Begriff ist genauso historisch wie Stupo / Stumm-Polizei.

Veith
--
Ich gehe davon aus, daß die Reisefreiheit und Freizügigkeit der DDR
von 1985, die der BRD von 2025 deutlich übertreffen wird.
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com

Lars Gebauer

unread,
Dec 16, 2021, 2:26:43 AM12/16/21
to
Am 16.12.2021 um 08:15 schrieb Peter Veith:
> Am 16.12.2021 um 08:11 schrieb Lars Gebauer:
>> Am 16.12.2021 um 07:41 schrieb Peter Veith:
>>> Dafür war tatsächlich gebräuchlich:
>>> GrePo = Grenzpolizei
>>
>> Auch das war in "meiner" DDR unüblich. Vielleicht in den 50ern - aber
>> jedenfalls nicht zu meiner Zeit ('61 geboren).
>
> Ja, da gab es auch keine GrenzPOLIZEI mehr.

Ja, genau das wird der Grund gewesen sein. Die Grenzer waren für mich
(und mein Umfeld) Soldaten - keine Polizisten. Es dauerte soagr ziemlich
lange bis ich begriff, daß NVA und GT ja doch zwei verschiedene Läden waren.

> Als diese Diskussion vor Urzeiten in dafd lief, hatte ich extra in
> zeitgenössische Literatur geschaut. Dort wurde der Begriff unverkrampft
> verwendet.
>
> Der Begriff ist genauso historisch wie Stupo / Stumm-Polizei.

Deutsche Grenzpolizei - schon klar. Aber das war für meine Generation
schon lange Geschichte.

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 16, 2021, 2:30:40 AM12/16/21
to
Am Wed, 15 Dec 2021 21:24:02 +0100 schrieb Christina Kunze:

"Schupo" ist ein Kürzel für "Schutzpolizist" und stammt aus der Zeit, wo
Dinge wie "Verkehrspolizei" und "Schutzpolizei" noch voneinander getrennt
waren.

Der "Schupo" war der Wachtmeister (auch so ein altertümliches Wort!), der
auf der Straße Streife ging. Im Gegensatz zum "Polyp" oder "Bullen" war das
auch nicht abwertend gemeint, sondern durchaus respektvoll.

In Köln war der Begriff bis in die 70er/80er Jahre noch absolut gängig.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 16, 2021, 2:34:21 AM12/16/21
to
Am Wed, 15 Dec 2021 22:21:01 +0100 schrieb Christina Kunze:

> Ich versuche, ein deutsches Wort für "kakastollas" zu finden, das sind
> die ungarischen Gendarmen in der Zwischenkriegszeit, sie hatten
> Hahnenfedern an den Hüten.
> https://i.pinimg.com/564x/54/13/ed/5413ed7a605f29fc32f521a998c20f4c.jpg

Da wäre das deutsche Gegenstück wohl der "Schappo", so wurden die deutschen
Polizisten bis 1945 wegen ihrer typischen hohen Hüte ("Chapeau") genannt.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 16, 2021, 2:36:37 AM12/16/21
to
Am 15 Dec 2021 21:21:28 GMT schrieb Stefan Ram:

> Falls sie bestimmte Farben tragen (veraltet): "Grüner",
> "Blauer" (Berlin, Hamburg 1924).

In Köln "Blöh" (von franz. "Bleue", aus der Zeit, wo die Polizei noch blau
trug).

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 16, 2021, 2:40:05 AM12/16/21
to
Am Thu, 16 Dec 2021 02:39:29 -0000 (UTC) schrieb wolfgang sch:

> Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote in news:spdit4$f1i$1...@solani.org:
>
>> fällt Euch zufällig ein älteres umgangssprachliches Wort für Polizisten
>> /Gendarmen (lieber letzteres) ein, gern so aus dem ersten Drittel des
>> 20. Jahrhunderts?
>
> Schutzmann
>
>> Meine Oma hat Schupo gesagt, aber das kann ich nicht einordnen.
>
> Gehört zum Dreiklang
>
> Schupo = Schutzpolizei
> Kripo = Kriminalpolizei
> Bepo = Bereitschaftspolizei

Bapo = Bahnpolizei (in der BRD, die ging später mit dem Bundesgrenzschutz
in der Bundespolizei auf).

Grüße,

Frank

Lars Gebauer

unread,
Dec 16, 2021, 2:48:12 AM12/16/21
to
Am 16.12.2021 um 08:30 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Der "Schupo" war der Wachtmeister (auch so ein altertümliches Wort!),

Wachtmeister ist keineswegs altertümlich. Der Wachtmeister ist als
Dienstgrad auch heute noch weit verbreitet.

Bertel Lund Hansen

unread,
Dec 16, 2021, 3:12:08 AM12/16/21
to
Den 16.12.2021 kl. 08.15 skrev Peter Veith:

> Der Begriff ist genauso historisch wie Stupo / Stumm-Polizei.

Was ist "Stumm-Polizei"?

--
Bertel

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 16, 2021, 3:27:13 AM12/16/21
to
Am Thu, 16 Dec 2021 08:49:23 +0100 schrieb Lars Gebauer:

> Am 16.12.2021 um 08:30 schrieb Frank Hucklenbroich:
>> Der "Schupo" war der Wachtmeister (auch so ein altertümliches Wort!),
>
> Wachtmeister ist keineswegs altertümlich. Der Wachtmeister ist als
> Dienstgrad auch heute noch weit verbreitet.

In Deutschland wurde er in den 1980er Jahren abgeschafft:

https://dewiki.de/Lexikon/Wachtmeister

Und als Anrede für einen Polizisten kommt er mit heute altertümlich vor.

Grüße,

Frank

Diedrich Ehlerding

unread,
Dec 16, 2021, 3:28:25 AM12/16/21
to
Christina Kunze meinte:

> fällt Euch zufällig ein älteres umgangssprachliches Wort für
> Polizisten /Gendarmen (lieber letzteres) ein, gern so aus dem ersten
> Drittel des 20. Jahrhunderts?
>
> DWDS hat nur Synonyme wie Polyp, Bulle, die kommen mir alle viel zu
> neu vor.

Die sind alle pejorativ konnotiert; suchst du sowas?

> Meine Oma hat Schupo gesagt, aber das kann ich nicht einordnen.

In meiner Kinderzeit, ~1960 war "Schutzmann" gängig, auch
"Wachtmeister", aber nicht pejorativ.

> Wo gehört "Büttel" hin?

Halte ich für sehr deutlich älter und für stark pejorativ.
--
gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 16, 2021, 3:31:25 AM12/16/21
to
Am Thu, 16 Dec 2021 08:27:54 +0100 schrieb Lars Gebauer:

> Am 16.12.2021 um 08:15 schrieb Peter Veith:
>> Am 16.12.2021 um 08:11 schrieb Lars Gebauer:
>>> Am 16.12.2021 um 07:41 schrieb Peter Veith:
>>>> Dafür war tatsächlich gebräuchlich:
>>>> GrePo = Grenzpolizei
>>>
>>> Auch das war in "meiner" DDR unüblich. Vielleicht in den 50ern - aber
>>> jedenfalls nicht zu meiner Zeit ('61 geboren).
>>
>> Ja, da gab es auch keine GrenzPOLIZEI mehr.
>
> Ja, genau das wird der Grund gewesen sein. Die Grenzer waren für mich
> (und mein Umfeld) Soldaten - keine Polizisten.

Das war im Westen anders. Als Kind fuhr ich mit meinen Eltern öfters am
Wochende nach Belgien, Zeitschiene mitte 70er bis frühe 80er Jahre. Da gab
es noch Grenzkontrollen, von beiden Seiten. Das waren aber immer Polizisten
(gut, "Bundesgrenzschutz" in der BRD, und der Zoll, aber die trugen
Polizeiuniformen und hatten nichts militärisches an sich). Ähnlich an der
Grenze zur Schweiz, auch da gab es die "Grenzwachen" und den Zoll
(letzteren habe ich als recht penibel in Erinnerung, man durfte z.B.
Lebensmittel nur in streng begrenzter Menge einführen).

Grüße,

Frank

Ulf Kutzner

unread,
Dec 16, 2021, 3:31:39 AM12/16/21
to
Frank Hucklenbroich schrieb am Donnerstag, 16. Dezember 2021 um 08:30:40 UTC+1:
> Am Wed, 15 Dec 2021 21:24:02 +0100 schrieb Christina Kunze:

> > Meine Oma hat Schupo gesagt, aber das kann ich nicht einordnen.
> "Schupo" ist ein Kürzel für "Schutzpolizist" und stammt aus der Zeit, wo
> Dinge wie "Verkehrspolizei" und "Schutzpolizei" noch voneinander getrennt
> waren.
>
> Der "Schupo" war der Wachtmeister (auch so ein altertümliches Wort!)

Werden eher spärlich besoldet und sind verhältnismäßig sparsam ausgebildet.
Bei der Justiz findet man auch heute noch welche.

Die Länderpolizeien wollen mittlerweile Abitur, damit kommen die Anwärter
in eine andere Laufbahn.

Detlef Meißner

unread,
Dec 16, 2021, 3:33:30 AM12/16/21
to
Trägt sie das denn heute nicht? :-)

Detlef

Lars Gebauer

unread,
Dec 16, 2021, 3:39:51 AM12/16/21
to
Am 16.12.2021 um 09:27 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Thu, 16 Dec 2021 08:49:23 +0100 schrieb Lars Gebauer:
>> Am 16.12.2021 um 08:30 schrieb Frank Hucklenbroich:
>>> Der "Schupo" war der Wachtmeister (auch so ein altertümliches Wort!),
>>
>> Wachtmeister ist keineswegs altertümlich. Der Wachtmeister ist als
>> Dienstgrad auch heute noch weit verbreitet.
>
> In Deutschland wurde er in den 1980er Jahren abgeschafft:

Nichtsdestotrotz kannst Du Dich auch heute noch in Niedersachsen und
anderen Ländern als Justizwachtmeister bewerben:

https://justizportal.niedersachsen.de/startseite/karriere/justiz_als_arbeitgeber/berufe_bei_gerichten_und_staatsanwaltschaften/justizwachtmeisterinjustizwachtmeister-158770.html

> Und als Anrede für einen Polizisten kommt er mit heute altertümlich vor.

Ich würfe es eher veraltet oder mittlerweile ungebräuchlich nennen.
Altertümlich ist für mich etwas, was nochmal deutlich älter ist.

Peter Veith

unread,
Dec 16, 2021, 3:40:02 AM12/16/21
to
Am 16.12.2021 um 09:27 schrieb Frank Hucklenbroich:

> Am Thu, 16 Dec 2021 08:49:23 +0100 schrieb Lars Gebauer:
>> Wachtmeister ist keineswegs altertümlich. Der Wachtmeister ist als
>> Dienstgrad auch heute noch weit verbreitet.
>
> In Deutschland wurde er in den 1980er Jahren abgeschafft:
> https://dewiki.de/Lexikon/Wachtmeister

Teile leben weiter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Justizwachtmeister

> Und als Anrede für einen Polizisten kommt er mit heute altertümlich vor.

WIMRE war die Anrede auch eher der schnoddrigen Art:
"Na, Herr Wachtmeester, wie jeetz?!

Veith
--
"Die Wahrheit zu sagen, führt in sehr vielen Fällen zum politischen
Tod." Karl Lauterbach, 23.09.2021
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com

Diedrich Ehlerding

unread,
Dec 16, 2021, 3:45:16 AM12/16/21
to
Diedrich Ehlerding meinte:

>
> In meiner Kinderzeit, ~1960 war "Schutzmann" gängig, auch
> "Wachtmeister", aber nicht pejorativ.

Und wenns pejorativ sein soll: "Polente", aber als Sammelbegriff für die
Institution, nicht für den einzelnen Politisten.

Lars Gebauer

unread,
Dec 16, 2021, 3:55:23 AM12/16/21
to
Am 16.12.2021 um 09:31 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Thu, 16 Dec 2021 08:27:54 +0100 schrieb Lars Gebauer:
>> Am 16.12.2021 um 08:15 schrieb Peter Veith:
>>> Ja, da gab es auch keine GrenzPOLIZEI mehr.
>>
>> Ja, genau das wird der Grund gewesen sein. Die Grenzer waren für mich
>> (und mein Umfeld) Soldaten - keine Polizisten.
>
> Das war im Westen anders.

Offenbar nahm die Bundesrepublik die Sicherung ihrer Außengrenzen nicht
so richtig ernst. :)

> Als Kind fuhr ich mit meinen Eltern öfters am
> Wochende nach Belgien, Zeitschiene mitte 70er bis frühe 80er Jahre. Da gab
> es noch Grenzkontrollen, von beiden Seiten. Das waren aber immer Polizisten
> (gut, "Bundesgrenzschutz" in der BRD, und der Zoll, aber die trugen
> Polizeiuniformen und hatten nichts militärisches an sich).

Die PKE (Passkontrolleinheiten) an den GÜSt (Grenzübergangsstellen) der
DDR setzten sich aus Angehörigen des MfS (Ministerium für
Staatssicherheit), HA VI, zusammen. Diese allerdings trugen zur Tarnung
Uniformen der DDR-Grenztruppen.

Matthias Opatz

unread,
Dec 16, 2021, 4:24:34 AM12/16/21
to
Dies schrieb wolfgang sch:

> Gehört zum Dreiklang
>
> Schupo = Schutzpolizei
> Kripo = Kriminalpolizei
> Bepo = Bereitschaftspolizei

Trapo

Matthias

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 16, 2021, 5:14:52 AM12/16/21
to
Am Thu, 16 Dec 2021 09:43:19 +0100 schrieb Diedrich Ehlerding:

> Diedrich Ehlerding meinte:
>
>>
>> In meiner Kinderzeit, ~1960 war "Schutzmann" gängig, auch
>> "Wachtmeister", aber nicht pejorativ.
>
> Und wenns pejorativ sein soll: "Polente", aber als Sammelbegriff für die
> Institution, nicht für den einzelnen Politisten.

Hierzustadt fährt ein grün-weißer 2CV-herum, bei dem steht "Polente" auf
den Türen (2CV = "Ente"). Der scheint sogar einem Polizisten zu gehören,
jedenfalls ist der oft mit dabei, wenn die Polizei irgendwo "Tag der
offenen Tür" oder sowas hat.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 16, 2021, 5:16:18 AM12/16/21
to
Doch, mittlerweile wieder. Ich glaube Hamburg hat seinerzeit damit
angefangen, weil man eine martialischere Uniform nach US-Vorbild wollte.
Koksnase Schill war da maßgeblich dran beteiligt.

Grüße,

Frank

Lars Gebauer

unread,
Dec 16, 2021, 5:59:17 AM12/16/21
to
Am 16.12.2021 um 10:23 schrieb Peter Heirich:
> Lars Gebauer wrote:
>> Vopo war zumindest in "meiner" DDR völlig unüblich.
>
> In meiner DDR bekannt. Mehr Jugendsprache.

Die üblicherweise in meiner Heimatkleinstadt agierenden Polizisten waren
alle namentlich bekannt. Sogar die meisten der aus der Kreisstadt
kommenden Kripo-Leute.

Auch unter uns Jugedlichen wurden deren Namen benutzt. Oder deren
Spitznamen, sofern sie einen hatten. Da war einfach nur sehr wenig
Bedarf für eine pauschale Bezeichnung. Und wenn, dann war das "Grüne"
oder "Bullen" oder so. Mag ja sein, daß jemand auch mal Vopo gesagt hat.
Aber das war dann die absolute Ausnahme.

"Unser" ABV (Abschnittsbevollmächtigter) wurde "Hüts" genannt. Weil ihm
mal zur Kirmes jemand einen Thüringer Kloß ("Hüts") an den Kopf
geschmissen hatte nachdem er die Frechheit besaß, überhaupt und dann
auch noch in Uniform auf dem Saal zu erscheinen ...

Der ABV des Nachbardorfes war der "rote Grüne". Wegen seiner grünen
Uniform, die sehr gut zu seinen feuerroten Haaren passte.

>> Was ist mit "Stupo" für "Stumm-Polizei"? DDR-Erfindung oder auch in
>> Westberlin gebräuchlich?
>
> Ist mir bis heute unbekannt.

Stumm war mal Westberliner Polizeipräsident. Ich kannte den Begriff auch
nur aus Büchern oder Zeitungen.

HC Ahlmann

unread,
Dec 16, 2021, 7:42:58 AM12/16/21
to
Es sind Tschakos.
--
Munterbleiben
HC

Detlef Meißner

unread,
Dec 16, 2021, 7:58:06 AM12/16/21
to
Hört sich aber ähnlich an.
Da kann der Nichtfremsprachler schon mal was verwechseln.

Detlef

Quinn C

unread,
Dec 16, 2021, 8:37:19 AM12/16/21
to
* Lars Gebauer:

> Am 16.12.2021 um 03:39 schrieb wolfgang sch:
>> Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote in news:spdit4$f1i$1...@solani.org:
>>> Meine Oma hat Schupo gesagt, aber das kann ich nicht einordnen.
>>
>> Gehört zum Dreiklang
>>
>> Schupo = Schutzpolizei
>> Kripo = Kriminalpolizei
>> Bepo = Bereitschaftspolizei
>
> Trapo = Transportpolizei (DDR-typisch)
>
> Siehe auch Stapo/Gestapo.
>
> Orpo = Ordnungspolizei
>
>> Dazu passend: "Vopo" für "Volkspolizei" soll ein Westwort sein, und in
>> der DDR selbst nicht üblich gewesen sein?
>
> Vopo war zumindest in "meiner" DDR völlig unüblich.

Man vergesse mir der Popo nicht.

--
Um zu unserem neuen Sicherheits-System zu verbinden und
zum Schutz vor Betrug.
_klicken Sie hier_
-- SPAMPOESIE

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 16, 2021, 8:44:31 AM12/16/21
to
Du hast recht. Das war gemeint.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 16, 2021, 8:46:40 AM12/16/21
to
Ich kannte das eh nur aus Erzählungen von meinem Opa, daher war mir nicht
so ganz klar, wie sich das schreibt, und der "Chapeau" war da wohl ein
falscher Freund.

Grüße,

Frank

Detlef Meißner

unread,
Dec 16, 2021, 8:57:30 AM12/16/21
to
Klar, als Kind hört man viel und plappert das nach.

Detlef

Diedrich Ehlerding

unread,
Dec 16, 2021, 9:56:52 AM12/16/21
to
Lars Gebauer meinte:

> Offenbar nahm die Bundesrepublik die Sicherung ihrer Außengrenzen
> nicht so richtig ernst. :)

Nein, insofern war der erste Arbeiter-unbd-Bauern-Staat wirklich ein
anderes Niveau. Ich will nicht sagen "Weltniveau", so tief war der Rest
der Welt nicht gesunken. Altelfland brauchte seine Westgrenze nbicht
besonders zu sichen, und seine Ostgrenze auch nicht ... im Westen waren
Grenzverletzer nicht wirklich zu vefürchten, und im Osten kamen eh keine
(bzw. wenn, dann welche, gegen die auch ein paar Grenzpolizisten nichts
ausgerichtet hätten).

Ulf Kutzner

unread,
Dec 16, 2021, 11:19:41 AM12/16/21
to
Quinn C schrieb am Donnerstag, 16. Dezember 2021 um 14:37:19 UTC+1:
> * Lars Gebauer:
> > Am 16.12.2021 um 03:39 schrieb wolfgang sch:
> >> Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote in news:spdit4$f1i$1...@solani.org:
> >>> Meine Oma hat Schupo gesagt, aber das kann ich nicht einordnen.
> >>
> >> Gehört zum Dreiklang
> >>
> >> Schupo = Schutzpolizei
> >> Kripo = Kriminalpolizei
> >> Bepo = Bereitschaftspolizei
> >
> > Trapo = Transportpolizei (DDR-typisch)
> >
> > Siehe auch Stapo/Gestapo.
> >
> > Orpo = Ordnungspolizei
> >
> >> Dazu passend: "Vopo" für "Volkspolizei" soll ein Westwort sein, und in
> >> der DDR selbst nicht üblich gewesen sein?
> >
> > Vopo war zumindest in "meiner" DDR völlig unüblich.
> Man vergesse mir der Popo nicht.

Du senkst zuverlässig das Niveau.

Christina Kunze

unread,
Dec 16, 2021, 11:44:57 AM12/16/21
to
Am 15.12.2021 um 22:33 schrieb Ulf Kutzner:
> Christina Kunze schrieb am Mittwoch, 15. Dezember 2021 um 22:21:06 UTC+1:
>> Am 15.12.2021 um 21:26 schrieb Ulf Kutzner:
>>> Christina Kunze schrieb am Mittwoch, 15. Dezember 2021 um 21:24:07 UTC+1:
>>>> Liebe Vielbelesene,
>>>
>>> Zu diesem P2 sind sonst keine Verbvorben geläufig, auch
>>> nicht ohne viel-.
>> Was genau willst Du hiermit sagen?
>
> Ich finde P2 ohne weitere Verbformen zumeist bemerkenswert.

Da habe ich Deinen Satz falsch interpretiert, also ja.
>
>> Ich versuche, ein deutsches Wort für "kakastollas" zu finden, das sind
>> die ungarischen Gendarmen in der Zwischenkriegszeit, sie hatten
>> Hahnenfedern an den Hüten.
>> https://i.pinimg.com/564x/54/13/ed/5413ed7a605f29fc32f521a998c20f4c.jpg
>
> Nanü, finde das Wort in den Wikis nicht, hätten Vokale oder einer davon
> akzentuiert werden sollen?

Nein, kakas wie Hahn und toll wie Feder + -as wie "versehen mit".

Du kannst doch Ungarisch, oder? Hier ist der Eintrag im Értelmező Szótár:
<https://www.arcanum.com/en/online-kiadvanyok/Lexikonok-a-magyar-nyelv-ertelmezo-szotara-1BE8B/k-33922/kakastollas-33ADF/?list=eyJxdWVyeSI6ICJrYWthc3RvbGxhcyJ9>

<zitat>

I. Adjektiv. Ein <Hut, Tschako, Helm>, an dem als Schmuck oder
Unterscheidungsmerkmal eine Hahnenfeder angebracht ist. (vor 1945)
Hahnenfedriger Hut: Der Hut der Gendarmen, der mit Hahnenfedern
dekoriert war. [Beispielsatz] || a. Person, die einen derartigen Hut,
Tschako, Helm trägt. [Beispielsatz]

II. Substantiv (vor 1945) (Hahnenfedriger) Gendarm. [Beispiele]
</zitat>

chr

Christina Kunze

unread,
Dec 16, 2021, 11:48:52 AM12/16/21
to
Am 15.12.2021 um 23:11 schrieb Manfred Hoß:
> Am Wed, 15 Dec 2021 22:28:15 +0100 schrieb Christina Kunze:
>
>> Am 15.12.2021 um 22:13 schrieb Manfred Hoß:
>>> Am Wed, 15 Dec 2021 21:24:02 +0100 schrieb Christina Kunze:
>>>
>>>> Liebe Vielbelesene,
>>>>
>>>> fällt Euch zufällig ein älteres umgangssprachliches Wort für Polizisten
>>>> /Gendarmen (lieber letzteres) ein, gern so aus dem ersten Drittel des
>>>> 20. Jahrhunderts?
>>>
>>> Da will ich als Vielwörterbücherhabender mal nicht so sein und dir unter
>>> die Arme greifen, indem ich aus Heinrich Klenz' "Schelten-Wörterbuch.
>>
>> Schon der Hinweis war Gold wert. Vielleicht sollte ich immer erstmal
>> einen Blick hinter mich ins Wörterbuchregal werfen und mich nicht gleich
>> aufs Internet verlassen.
>
> Steht in deinem Regal - in dem sich offensichtlich nur ein Wörterbuch
> befindet ;-) - auch "Der deutsche Wortschatz nach Sachgruppen" von Franz
> Dornseiff in der Ausgabe von 1934? Dort heißt es:

Nee, da steht ja schon der Klenz, dann passt der Dornseiff nicht mehr
rein. Aber im Ernst: Den habe ich wirklich nicht.
Ich dachte immer, er werde im DWDS mit abgefragt, aber so eine große
Auswahl an Ausdrücken kommt dort längst nicht.

chr

Christina Kunze

unread,
Dec 16, 2021, 11:51:53 AM12/16/21
to
Am 16.12.2021 um 03:39 schrieb wolfgang sch:

> Dazu passend: "Vopo" für "Volkspolizei" soll ein Westwort sein, und in
> der DDR selbst nicht üblich gewesen sein?

Ich kann mich an Vopo nicht erinnern und habe das auch immer als fremden
Ausdruck wahrgenommen.

An die Jahrzehnte nach dem Krieg habe ich natürlich keine Erinnerung,
aber meine Großeltern haben es nicht gesagt.

chr

Hans-R. Biermann

unread,
Dec 16, 2021, 12:26:40 PM12/16/21
to
Christina Kunze schrieb am Mittwoch, 15. Dezember 2021 um 22:21:06 UTC+1:

> Ich versuche, ein deutsches Wort für "kakastollas" zu finden, das sind
> die ungarischen Gendarmen in der Zwischenkriegszeit, sie hatten
> Hahnenfedern an den Hüten.

Ende der 80er lebte ich unter Schwaben und es fielen mir die
"Feldschützen" gar lästig, die ehedem bestellte Äcker bewachen
sollten, nunmehr aber nur noch Strafzettel austeilten. Ob's die
F. noch gibt, weiß ich nicht - FR

Detlef Meißner

unread,
Dec 16, 2021, 12:33:57 PM12/16/21
to
Also ein Feldgendarm.

Detlef

Hartmut Ott

unread,
Dec 16, 2021, 12:58:28 PM12/16/21
to
Hej,


Am 16.12.21 um 09:39 schrieb Peter Veith:
> Am 16.12.2021 um 09:27 schrieb Frank Hucklenbroich:
>
>> Am Thu, 16 Dec 2021 08:49:23 +0100 schrieb Lars Gebauer:
>>> Wachtmeister ist keineswegs altertümlich. Der Wachtmeister ist als
>>> Dienstgrad auch heute noch weit verbreitet.
>>
>> In Deutschland wurde er in den 1980er Jahren abgeschafft:
>> https://dewiki.de/Lexikon/Wachtmeister
>
> Teile leben weiter:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Justizwachtmeister
>
>> Und als Anrede für einen Polizisten kommt er mit heute altertümlich vor.
>
> WIMRE war die Anrede auch eher der schnoddrigen Art:
> "Na, Herr Wachtmeester, wie jeetz?!


Hier früher eher nicht. Die bei Familientreffen mal immer wieder
erzählte Geschichte aus der Nachkriegszeit, wie mein Großvater von einem
Wachtmeister gefragt wird was er in der Milchkanne hat und seine Antwort
war "Nur mein Werkzeug, Herr Wachtmeister", worauf er mit seinem Rad
weiterfahren durfte, aber nach einigen Meter sich der Bügel von der
Kanne löste und und die auf das Pflaster fiel und auslief, worauf der
Wachmeister rief "Herr Niedhorn, ihr Werkzeug läuft aus".

In meiner Kindheit war der Begriff hier noch gebräuchlich.


--
--
mfg
Hartmut Ott

Henning Sponbiel

unread,
Dec 16, 2021, 12:58:41 PM12/16/21
to
Der Grund war ein anderer: "Ziel der Umstellung ist einerseits die
europaweit einheitliche Erkennbarkeit der Polizei ..."


https://de.wikipedia.org/wiki/Polizeiuniform_(Deutschland)#Bundesrepublik_Deutschland


Henning

Hans-R. Biermann

unread,
Dec 16, 2021, 1:00:33 PM12/16/21
to
Helmut Richter schrieb am Mittwoch, 15. Dezember 2021 um 23:00:54 UTC+1:
-
>>> fällt Euch zufällig ein älteres umgangssprachliches Wort für Polizisten
>>> /Gendarmen (lieber letzteres) ein, gern so aus dem ersten Drittel des
>>> 20. Jahrhunderts?

> Damals habe ich noch nicht gelebt; vielleicht Hans-R. Biermann fragen, der
> überblickt das ganze Jahrhundert.

Ich will hoffen, der Eindruck, hier versuchte sich jemand in Mucusproduktion,
drängt sich mir zu Unrecht auf.
Meines Vaters Habil.-Schrift war mathematik-historischen Inhalts, vorzugsweise
im XIX. Jhdt. angesiedelt, er ließ es mit Vorbedacht 1918 enden.
Nachdem die erste Auflage von 1.000 Expl. vergriffen war, ließ sich der
Urheber dazu bequatschen, das Thema bis 1933 fortzuführen (noch weiter
ging nicht, wegen zu gefährlich) und nahm dazu Kontakt mit exilierten,
vorzugsweise jüdischen Mathematikern in den USA auf, die fast alle
noch putzmunter waren und unverdrossen ihre Fehden aus den 20ern
gegeneinander im Schriftverkehr mit meinem Vater fortsetzten, was ihn
ziemlich Nerven kostete. Auch diese zweite, erweiterte Aufl. von 1.000
Stück war bald vergriffen und vor über 10 Jahren trat ein spezialisierter
US-Verlag (mit erstaunlich hohen Listenpreisen) an mich heran, das Werk
ins Englische übersetzt herausbringen zu dürfen. Der diesbezügl. Vertrag
wurde vor etwa 10 Jahren beidseits unterfertigt - und seitdem is a Ruah,
seit einigen Jahren werden auch meine per Mail gestellten Fragen nach dem
Fortgange des Projektes nicht mal mehr beantwortet.
Da ist wohl was faul, denke ich, doch, das tue ich - FR

Quinn C

unread,
Dec 16, 2021, 1:28:28 PM12/16/21
to
* Ulf Kutzner:
Du bist anscheinend mit der politischen Polizei nicht vertraut. Was sagt
uns das?

--
Sie konnen Ihre Postsendung in unserer Postabteilung personlich
kriegen. Vielen Dank! Deutsche Post AG.
He called it, and now Silver's a pop-culture star
-- SPAMPOESIE

Detlef Meißner

unread,
Dec 16, 2021, 1:35:57 PM12/16/21
to

Am 16.12.2021 um 19:28 schrieb Quinn C:
> * Ulf Kutzner:
>
>> Quinn C schrieb am Donnerstag, 16. Dezember 2021 um 14:37:19 UTC+1:
>>> * Lars Gebauer:
>>>> Am 16.12.2021 um 03:39 schrieb wolfgang sch:
>>>>> Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote in news:spdit4$f1i$1...@solani.org:
>>>>>> Meine Oma hat Schupo gesagt, aber das kann ich nicht einordnen.
>>>>>
>>>>> Gehört zum Dreiklang
>>>>>
>>>>> Schupo = Schutzpolizei
>>>>> Kripo = Kriminalpolizei
>>>>> Bepo = Bereitschaftspolizei
>>>>
>>>> Trapo = Transportpolizei (DDR-typisch)
>>>>
>>>> Siehe auch Stapo/Gestapo.
>>>>
>>>> Orpo = Ordnungspolizei
>>>>
>>>>> Dazu passend: "Vopo" für "Volkspolizei" soll ein Westwort sein, und in
>>>>> der DDR selbst nicht üblich gewesen sein?
>>>>
>>>> Vopo war zumindest in "meiner" DDR völlig unüblich.
>>> Man vergesse mir der Popo nicht.
>>
>> Du senkst zuverlässig das Niveau.
>
> Du bist anscheinend mit der politischen Polizei nicht vertraut. Was sagt
> uns das?

Dass er noch nichts mit denen zu tun hatte.

BTW: Ich auch nicht.

Detlef

Hans-R. Biermann

unread,
Dec 16, 2021, 1:59:23 PM12/16/21
to
Lars Gebauer schrieb am Donnerstag, 16. Dezember 2021 um 07:30:08 UTC+1:

>> Schupo = Schutzpolizei
>> Kripo = Kriminalpolizei
>> Bepo = Bereitschaftspolizei

> Trapo = Transportpolizei (DDR-typisch)

Gab's nach meiner Kenntnis auch im Reich.

> Siehe auch Stapo/Gestapo.

Vorher Popo, Politische Polizei

> Im Mittelalter waren die Büttel die Vorläufer der Polizei. Stadtknechte,
> die im Auftrag des Rates für Ordnung sorgten.

In der Zeit waren die Universitäten tabu für die jeweilige städtische
Polizei, Ordnungsaufgaben innerhalb der Univ. nahmen Pedelle wahr - FR

Hans-R. Biermann

unread,
Dec 16, 2021, 2:06:45 PM12/16/21
to
Lars Gebauer schrieb am Donnerstag, 16. Dezember 2021 um 08:10:20 UTC+1:

>>> Vopo war zumindest in "meiner" DDR völlig unüblich.

>> Dafür war tatsächlich gebräuchlich:
>> GrePo = Grenzpolizei

> Auch das war in "meiner" DDR unüblich. Vielleicht in den 50ern - aber
> jedenfalls nicht zu meiner Zeit ('61 geboren).

Ich kenne aus Ahrenshoop die Grenzpolizei seit früher Kindheit, sie wurde
aber nur Polizei genannt - der Strandzugang an deren Barackei wurde
Poizeiübergang genannt. Nach 1970 wurde eine für den kleinen Ort
gigantische Kaserne errichtet, in die die "Grenzbrigade Küste" einzog, deren
Angehörige hießen schlicht Grenzer - FR

Peter Veith

unread,
Dec 16, 2021, 2:07:57 PM12/16/21
to
Am 16.12.2021 um 19:59 schrieb Hans-R. Biermann:

> Lars Gebauer schrieb am Donnerstag, 16. Dezember 2021 um 07:30:08 UTC+1:
>> Trapo = Transportpolizei (DDR-typisch)
>
> Gab's nach meiner Kenntnis auch im Reich.

Du meinst die "Eisenbahnpolizei"? "EiPo"? :)

>> Siehe auch Stapo/Gestapo.
>
> Vorher Popo, Politische Polizei

In der Weimarer Republik? "Achtung: Popo!"?

:-D

Veith
--
Verschwörungstheorien heißen jetzt Spoiler!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com

Hans-R. Biermann

unread,
Dec 16, 2021, 2:11:11 PM12/16/21
to
Frank Hucklenbroich schrieb am Donnerstag, 16. Dezember 2021 um 08:34:21 UTC+1:

>> Ich versuche, ein deutsches Wort für "kakastollas" zu finden, das sind
>> die ungarischen Gendarmen in der Zwischenkriegszeit, sie hatten
>> Hahnenfedern an den Hüten.

> Da wäre das deutsche Gegenstück wohl der "Schappo", so wurden die deutschen
> Polizisten bis 1945 wegen ihrer typischen hohen Hüte ("Chapeau") genannt.

Meinest Du mit "Hut" den Tschako? Der war sowohl in Ost- wie Westberlin bis in
die zweite Hälfte der 60er Kopfbedeckung der Polizeien - FR

Ulf Kutzner

unread,
Dec 16, 2021, 3:03:16 PM12/16/21
to
Ich lernte u.a. zweierley:

In Krakau kam anno Tobak aein Student, der außerhalb des Universitätsgeländes über die
Stränge schlug, in den Universitätskarzer.

Hier [TM] hatte, deutlich später, sich die Polizei vor Tätigwerden auf dem
Universitätsgelände mit der Hochschulleitung abzustimmen. Unterblieb das,
hatte das auf die Rechtmäßigkeit des Einsatzes keinen Einfluß.

Stefan Schmitz

unread,
Dec 16, 2021, 3:05:11 PM12/16/21
to
Am 16.12.2021 um 19:28 schrieb Quinn C:
> * Ulf Kutzner:
>
>> Quinn C schrieb am Donnerstag, 16. Dezember 2021 um 14:37:19 UTC+1:
>>> * Lars Gebauer:
>>>> Am 16.12.2021 um 03:39 schrieb wolfgang sch:
>>>>> Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote in news:spdit4$f1i$1...@solani.org:
>>>>>> Meine Oma hat Schupo gesagt, aber das kann ich nicht einordnen.
>>>>>
>>>>> Gehört zum Dreiklang
>>>>>
>>>>> Schupo = Schutzpolizei
>>>>> Kripo = Kriminalpolizei
>>>>> Bepo = Bereitschaftspolizei
>>>>
>>>> Trapo = Transportpolizei (DDR-typisch)
>>>>
>>>> Siehe auch Stapo/Gestapo.
>>>>
>>>> Orpo = Ordnungspolizei
>>>>
>>>>> Dazu passend: "Vopo" für "Volkspolizei" soll ein Westwort sein, und in
>>>>> der DDR selbst nicht üblich gewesen sein?
>>>>
>>>> Vopo war zumindest in "meiner" DDR völlig unüblich.
>>> Man vergesse mir der Popo nicht.
>>
>> Du senkst zuverlässig das Niveau.
>
> Du bist anscheinend mit der politischen Polizei nicht vertraut. Was sagt
> uns das?

Wann und wo wurde die denn so abgekürzt?

Christina Kunze

unread,
Dec 16, 2021, 3:48:03 PM12/16/21
to
Am 15.12.2021 um 23:23 schrieb Quinn C:
> * Manfred Hoß:
>
>> Das oben genannte Wörterbuch kennt "Bulle" nicht, aber "Polyp" und meint
>> dazu:
>>
>> Polyp (Studentensprache, Kluge S. 18, auch Kundensprch., bei Ostwald; wegen
>> der Fangarme des 'Vielfußes', aber mit Anklang an 'Polizei'; nach dem
>> Richtigen Berliner in Berlin nur für einen nichtuniformierten Polizei-
>> beamten).
>
> Was ist denn der "Richtige Berliner" in diesem Zusammenhang?
>
Das Buch "Der richtige Berliner" von Walther Kiaulehn.

chr

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 17, 2021, 2:31:23 AM12/17/21
to
Ja, genau den meinte ich.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 17, 2021, 2:37:13 AM12/17/21
to
Am Thu, 16 Dec 2021 15:46:18 +0100 schrieb Diedrich Ehlerding:

> Lars Gebauer meinte:
>
>> Offenbar nahm die Bundesrepublik die Sicherung ihrer Außengrenzen
>> nicht so richtig ernst. :)
>
> Nein, insofern war der erste Arbeiter-unbd-Bauern-Staat wirklich ein
> anderes Niveau. Ich will nicht sagen "Weltniveau", so tief war der Rest
> der Welt nicht gesunken. Altelfland brauchte seine Westgrenze nbicht
> besonders zu sichen, und seine Ostgrenze auch nicht ... im Westen waren
> Grenzverletzer nicht wirklich zu vefürchten, und im Osten kamen eh keine
> (bzw. wenn, dann welche, gegen die auch ein paar Grenzpolizisten nichts
> ausgerichtet hätten).

Richtig. In Richtung Westen (Belgien, Niederlande,Luxemburg) hat vor allem
der Zoll kontrolliert, ob man nicht zu viel Zigaretten, Alkohol oder Kaffee
mit im Auto nach Deutschland bringt.

Noch Mitte der 80er Jahre gab es in Luxemburg direkt hinter der Grenze
riesige Läden, die ausschließlich Tabakerzeugnisse, Alkohol, Kaffee und Tee
verkauften, und das war dort deutlich günstiger als in Deutschland. Nur
waren die erlaubten Freimengen begrenzt, was so manchen dazu animierte, die
Sachen zu schmuggeln.

Grüße,

Frank

Hans-R. Biermann

unread,
Dec 17, 2021, 4:57:51 AM12/17/21
to
Ulf Kutzner schrieb am Donnerstag, 16. Dezember 2021 um 21:03:16 UTC+1:
> Hans-R. Biermann schrieb am Donnerstag, 16. Dezember 2021 um 19:59:23 UTC+1:
> > Lars Gebauer schrieb am Donnerstag, 16. Dezember 2021 um 07:30:08 UTC+1:
>
> > > Im Mittelalter waren die Büttel die Vorläufer der Polizei. Stadtknechte,
> > > die im Auftrag des Rates für Ordnung sorgten.
> >
> > In der Zeit waren die Universitäten tabu für die jeweilige städtische
> > Polizei, Ordnungsaufgaben innerhalb der Univ. nahmen Pedelle wahr
> Ich lernte u.a. zweierley:
>
> In Krakau kam anno Tobak aein Student, der außerhalb des Universitätsgeländes über die
> Stränge schlug, in den Universitätskarzer.

Das war wohl zu k.u.k-Zeiten.
Im Greifswalder Kasernement ganisonierte eine Kavallerie-Einheit, in der
leistete Otto von Bismarck sein Einjährig-Freiwilliges ab und hat dabei in den
Akten von Stadt und Univ. ein breite Spur hinterlassen, die Univ.-Archivar
Schröder gerne vor Interessierten ausbreitete. Der Mann hatte auch ein Ms.
über den noch existierenden Karzer (im Gebäude des Audimax) der Hohen
Schule hinterlassen, das dann jedoch unter anderem Namen in den 90ern
erschien. Ich wagte dies in meiner Rezension tadelnd anzumerken, was
dazu geführt hat, daß der Namensinhaber bis heute nicht mehr mit mir
spricht.

> Hier [TM] hatte, deutlich später, sich die Polizei vor Tätigwerden auf dem
> Universitätsgelände mit der Hochschulleitung abzustimmen. Unterblieb das,
> hatte das auf die Rechtmäßigkeit des Einsatzes keinen Einfluß.

Wäre es Dir wohl lästig, das "hier" etwas zu präzisieren? Krakauer Karzer?
Mainz? Was sonst?
In der DDR recherchierte unter Studikern klandestin die bekannte Stasi,
nahm auch Leutchen fest und vernahm sie in der Keisdienststelle.
Anschließend wurde der Fall meist an ein Disziplinargremium der
Univ. übergeben - FR

Hans-R. Biermann

unread,
Dec 17, 2021, 5:02:04 AM12/17/21
to
Christina Kunze schrieb am Donnerstag, 16. Dezember 2021 um 21:48:03 UTC+1:

>>> Polyp (Studentensprache, Kluge S. 18, auch Kundensprch., bei Ostwald; wegen
>>> der Fangarme des 'Vielfußes', aber mit Anklang an 'Polizei'; nach dem
>>> Richtigen Berliner in Berlin nur für einen nichtuniformierten Polizei-
>>> beamten).

>> Was ist denn der "Richtige Berliner" in diesem Zusammenhang?

> Das Buch "Der richtige Berliner" von Walther Kiaulehn.

In Berlin auch "Schampel" für Polizist, "Schampels" für Polizei bekannt,
wie auch "Schulle" ("Räuber und Schulle"), wohl beides von Gendarm.
In Sachsen "Plempe" für Polizei - FR

Detlef Meißner

unread,
Dec 17, 2021, 5:12:29 AM12/17/21
to
Wir sagten "Räuber und Schanze".

Detlef

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 17, 2021, 5:31:45 AM12/17/21
to
Bei uns "Räuber und Schanditz".

Grüße,

Frank

Detlef Meißner

unread,
Dec 17, 2021, 5:45:15 AM12/17/21
to
Manchmal sagten wir auch "Räuber und Schandeckel". Es wusste aber
niemand so recht, was Schanze sein sollte. Dass es aber "Räuber und
Polizist" bedeutete, wussten wir.

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Dec 17, 2021, 5:50:59 AM12/17/21
to
Am 17.12.2021 um 11:31 schrieb Frank Hucklenbroich:
https://www.koelsch-woerterbuch.de/schanditz-auf-deutsch-1225.html

Detlef

Ulf Kutzner

unread,
Dec 17, 2021, 5:55:30 AM12/17/21
to
Hans-R. Biermann schrieb am Freitag, 17. Dezember 2021 um 10:57:51 UTC+1:
> Ulf Kutzner schrieb am Donnerstag, 16. Dezember 2021 um 21:03:16 UTC+1:
> > Hans-R. Biermann schrieb am Donnerstag, 16. Dezember 2021 um 19:59:23 UTC+1:
> > > Lars Gebauer schrieb am Donnerstag, 16. Dezember 2021 um 07:30:08 UTC+1:
> >
> > > > Im Mittelalter waren die Büttel die Vorläufer der Polizei. Stadtknechte,
> > > > die im Auftrag des Rates für Ordnung sorgten.
> > >
> > > In der Zeit waren die Universitäten tabu für die jeweilige städtische
> > > Polizei, Ordnungsaufgaben innerhalb der Univ. nahmen Pedelle wahr
> > Ich lernte u.a. zweierley:
> >
> > In Krakau kam anno Tobak aein Student, der außerhalb des Universitätsgeländes über die
> > Stränge schlug, in den Universitätskarzer.

> Das war wohl zu k.u.k-Zeiten.

Nicht um deretwillen nennt man die Universität jagellonisch.

> Im Greifswalder Kasernement ganisonierte eine Kavallerie-Einheit, in der
> leistete Otto von Bismarck sein Einjährig-Freiwilliges ab und hat dabei in den
> Akten von Stadt und Univ. ein breite Spur hinterlassen, die Univ.-Archivar
> Schröder gerne vor Interessierten ausbreitete. Der Mann hatte auch ein Ms.
> über den noch existierenden Karzer (im Gebäude des Audimax) der Hohen
> Schule hinterlassen, das dann jedoch unter anderem Namen in den 90ern
> erschien. Ich wagte dies in meiner Rezension tadelnd anzumerken, was
> dazu geführt hat, daß der Namensinhaber bis heute nicht mehr mit mir
> spricht.

Ein Memorandums? Hatte sich Schröder übermäßig verstrickt?

> > Hier [TM] hatte, deutlich später, sich die Polizei vor Tätigwerden auf dem
> > Universitätsgelände mit der Hochschulleitung abzustimmen. Unterblieb das,
> > hatte das auf die Rechtmäßigkeit des Einsatzes keinen Einfluß.

> Wäre es Dir wohl lästig, das "hier" etwas zu präzisieren? Krakauer Karzer?
> Mainz? Was sonst?

Naja, hier [TM] haben wir keinen Krakauer Karzer, die Uni hier wurde
ja auch wiederbegründet, so daß die 50-Jahr-Feier nach der 500-Jah-Feier
abgehalten wurde. Es geht um Sachen wie Ordnungsstörung.

Nachdem das Stadion hinter Uni und FH neu errichtet wurde, sah man samstags
nach dem Mensabesuch schon mal zwei frühe Besucher eskortiert von einem Trupp
Landespolizei durch das Unigelände schlappen, was mindestens urkomisch
aussah.

> In der DDR recherchierte unter Studikern klandestin die bekannte Stasi,
> nahm auch Leutchen fest und vernahm sie in der Keisdienststelle.
> Anschließend wurde der Fall meist an ein Disziplinargremium der
> Univ. übergeben

Gibt es im postsowjetischen Raum noch heute. Wer beim Müpfen auffällt,
wird relegiert, von Uni oder Arbeitsstelle. Wie bereits erwähnt, kann auch
versäumte Teilnahme an freiwilligen Regierungsbejubelungskundgebungen
ausreichen.

Stefan Schmitz

unread,
Dec 17, 2021, 6:12:17 AM12/17/21
to
Am 17.12.2021 um 08:37 schrieb Frank Hucklenbroich:

> Noch Mitte der 80er Jahre gab es in Luxemburg direkt hinter der Grenze
> riesige Läden, die ausschließlich Tabakerzeugnisse, Alkohol, Kaffee und Tee
> verkauften, und das war dort deutlich günstiger als in Deutschland. Nur
> waren die erlaubten Freimengen begrenzt, was so manchen dazu animierte, die
> Sachen zu schmuggeln.

Komisches Geschäftsmodell. Hätten die überhaupt ohne Schmuggel
existieren können?

Wer sich an die Freimengen hielt, wird wohl nicht allein deswegen über
die Grenze gefahren sein. Dann hätten die Läden auch anderswo stehen können.

Oder bestand die Kundschaft hauptsächlich aus Anwohnern der deutschen
Seite in unmittelbarer Nähe, die mehrmals täglich ihre Freimengen
ausnutzten?

Man hätte auch einen Transporter auf deutscher Seite abstellen können
und immer wieder zu Fuß über die Grenze, dort jeweils die erlaubten
Mengen einkaufen und in den Transporter packen. Wäre das noch legal gewesen?

Detlef Meißner

unread,
Dec 17, 2021, 6:23:42 AM12/17/21
to
Am 17.12.2021 um 12:12 schrieb Stefan Schmitz:
> Am 17.12.2021 um 08:37 schrieb Frank Hucklenbroich:
>
>> Noch Mitte der 80er Jahre gab es in Luxemburg direkt hinter der Grenze
>> riesige Läden, die ausschließlich Tabakerzeugnisse, Alkohol, Kaffee und Tee
>> verkauften, und das war dort deutlich günstiger als in Deutschland. Nur
>> waren die erlaubten Freimengen begrenzt, was so manchen dazu animierte, die
>> Sachen zu schmuggeln.
>
> Komisches Geschäftsmodell. Hätten die überhaupt ohne Schmuggel
> existieren können?

Ja sicher.

> Wer sich an die Freimengen hielt, wird wohl nicht allein deswegen über
> die Grenze gefahren sein. Dann hätten die Läden auch anderswo stehen können.

Wenn man sowieso dort war, führ man halt mal rüber. Hat sich prinzipiell
immer gelohnt: Schokolade, Alkohol, Kaffee, Zigaretten ...

War doch nicht nur an dieser Grenze so.

Eintagesbesuche im Nachbarland war früher ein beliebtes Geschäftsmodell.
Und dann die sog. Butterschiffe.
>
> Oder bestand die Kundschaft hauptsächlich aus Anwohnern der deutschen
> Seite in unmittelbarer Nähe, die mehrmals täglich ihre Freimengen
> ausnutzten?

So einfach war das nicht. Die waren ja bekannt.

> Man hätte auch einen Transporter auf deutscher Seite abstellen können
> und immer wieder zu Fuß über die Grenze, dort jeweils die erlaubten
> Mengen einkaufen und in den Transporter packen. Wäre das noch legal gewesen?

Man hätte ... Aber warum hat man nicht?

Detlef

Stefan Schmitz

unread,
Dec 17, 2021, 6:52:57 AM12/17/21
to
Am 17.12.2021 um 12:23 schrieb Detlef Meißner:
> Am 17.12.2021 um 12:12 schrieb Stefan Schmitz:
>> Am 17.12.2021 um 08:37 schrieb Frank Hucklenbroich:
>>
>>> Noch Mitte der 80er Jahre gab es in Luxemburg direkt hinter der Grenze
>>> riesige Läden, die ausschließlich Tabakerzeugnisse, Alkohol, Kaffee und Tee
>>> verkauften, und das war dort deutlich günstiger als in Deutschland. Nur
>>> waren die erlaubten Freimengen begrenzt, was so manchen dazu animierte, die
>>> Sachen zu schmuggeln.
>>
>> Komisches Geschäftsmodell. Hätten die überhaupt ohne Schmuggel
>> existieren können?
>
> Ja sicher.
>
>> Wer sich an die Freimengen hielt, wird wohl nicht allein deswegen über
>> die Grenze gefahren sein. Dann hätten die Läden auch anderswo stehen können.
>
> Wenn man sowieso dort war, führ man halt mal rüber. Hat sich prinzipiell
> immer gelohnt: Schokolade, Alkohol, Kaffee, Zigaretten ...
>
> War doch nicht nur an dieser Grenze so.
>
> Eintagesbesuche im Nachbarland war früher ein beliebtes Geschäftsmodell.
> Und dann die sog. Butterschiffe.

Die machten aber nicht direkt hinter der Grenze Halt.

Jetzt ist mir klargeworden, wo vorhin mein Denkfehler war.
Ich hatte gedacht, solche Läden direkt an der Grenze würden primär von
denjenigen besucht, die gar nicht ins Land reinfahren. Aber dann sind da
ja auch diejenigen, die erst beim Verlassen des Landes auf die Idee
kommen, dass dort bestimmte Sachen besonders günstig sind. Oder die
keine Lust haben, im Landesinneren nach solchen Läden zu suchen, sondern
lieber da kaufen, wo sie eh auf dem Rückweg vorbeikommen.

Ulf Kutzner

unread,
Dec 17, 2021, 7:02:02 AM12/17/21
to
Stefan Schmitz schrieb am Freitag, 17. Dezember 2021 um 12:12:17 UTC+1:
> Am 17.12.2021 um 08:37 schrieb Frank Hucklenbroich:
>
> > Noch Mitte der 80er Jahre gab es in Luxemburg direkt hinter der Grenze
> > riesige Läden, die ausschließlich Tabakerzeugnisse, Alkohol, Kaffee und Tee
> > verkauften, und das war dort deutlich günstiger als in Deutschland. Nur
> > waren die erlaubten Freimengen begrenzt, was so manchen dazu animierte, die
> > Sachen zu schmuggeln.

> Komisches Geschäftsmodell. Hätten die überhaupt ohne Schmuggel
> existieren können?
>
> Wer sich an die Freimengen hielt, wird wohl nicht allein deswegen über
> die Grenze gefahren sein.

Bei einer Tankfüllung (diese Art von Verkaufsstellen fand noch keine Erwähnung)
war das oft so, man durfte sich aber nicht mit genau diesem freiherzig geäußerten
Motiv erwischen lassen.

Ulf Kutzner

unread,
Dec 17, 2021, 7:04:56 AM12/17/21
to
Es wurde mal von jemandem berichtet, daß bei ihm im Keller
akkumulierte Freimengen aus den letzten Jahresurlauben gefunden
wurden, die er nicht so schnell aufgebraucht hatte. Gab kostenträchtigen
Ärger.

Ulf Kutzner

unread,
Dec 17, 2021, 7:10:18 AM12/17/21
to
Christina Kunze schrieb am Donnerstag, 16. Dezember 2021 um 17:44:57 UTC+1:
> Am 15.12.2021 um 22:33 schrieb Ulf Kutzner:
> > Christina Kunze schrieb am Mittwoch, 15. Dezember 2021 um 22:21:06 UTC+1:

> >> Ich versuche, ein deutsches Wort für "kakastollas" zu finden, das sind
> >> die ungarischen Gendarmen in der Zwischenkriegszeit, sie hatten
> >> Hahnenfedern an den Hüten.
> >> https://i.pinimg.com/564x/54/13/ed/5413ed7a605f29fc32f521a998c20f4c.jpg
> >
> > Nanü, finde das Wort in den Wikis nicht, hätten Vokale oder einer davon
> > akzentuiert werden sollen?
>
> Nein, kakas wie Hahn und toll wie Feder + -as wie "versehen mit".
>
> Du kannst doch Ungarisch, oder?

Nicht so gut wie Du.

> Hier ist der Eintrag im Értelmező Szótár:
> <https://www.arcanum.com/en/online-kiadvanyok/Lexikonok-a-magyar-nyelv-ertelmezo-szotara-1BE8B/k-33922/kakastollas-33ADF/?list=eyJxdWVyeSI6ICJrYWthc3RvbGxhcyJ9>
>
> <zitat>
>
> I. Adjektiv. Ein <Hut, Tschako, Helm>, an dem als Schmuck oder
> Unterscheidungsmerkmal eine Hahnenfeder angebracht ist. (vor 1945)
> Hahnenfedriger Hut: Der Hut der Gendarmen, der mit Hahnenfedern
> dekoriert war. [Beispielsatz] || a. Person, die einen derartigen Hut,
> Tschako, Helm trägt. [Beispielsatz]
>
> II. Substantiv (vor 1945) (Hahnenfedriger) Gendarm. [Beispiele]
> </zitat>

Da hast Du ja die Übersetzung.

Wenn es für die Hahnenfedrigen bei WP keinen Eintrag gibt,
war das wohl eine inoffizielle Bezeichnung.

Ggf. findet sich in Deutschungarischen Aufzeichnungen aus jener
Zeit mehr, insbesondere wenn auch nach einem offiziellen
Begriff geforscht werden kann.

Detlef Meißner

unread,
Dec 17, 2021, 7:42:19 AM12/17/21
to
Am 17.12.2021 um 12:52 schrieb Stefan Schmitz:
> Am 17.12.2021 um 12:23 schrieb Detlef Meißner:
>> Am 17.12.2021 um 12:12 schrieb Stefan Schmitz:
>>> Am 17.12.2021 um 08:37 schrieb Frank Hucklenbroich:
>>>
>>>> Noch Mitte der 80er Jahre gab es in Luxemburg direkt hinter der Grenze
>>>> riesige Läden, die ausschließlich Tabakerzeugnisse, Alkohol, Kaffee und Tee
>>>> verkauften, und das war dort deutlich günstiger als in Deutschland. Nur
>>>> waren die erlaubten Freimengen begrenzt, was so manchen dazu animierte, die
>>>> Sachen zu schmuggeln.
>>>
>>> Komisches Geschäftsmodell. Hätten die überhaupt ohne Schmuggel
>>> existieren können?
>>
>> Ja sicher.
>>
>>> Wer sich an die Freimengen hielt, wird wohl nicht allein deswegen über
>>> die Grenze gefahren sein. Dann hätten die Läden auch anderswo stehen können.
>>
>> Wenn man sowieso dort war, führ man halt mal rüber. Hat sich prinzipiell
>> immer gelohnt: Schokolade, Alkohol, Kaffee, Zigaretten ...
>>
>> War doch nicht nur an dieser Grenze so.
>>
>> Eintagesbesuche im Nachbarland war früher ein beliebtes Geschäftsmodell.
>> Und dann die sog. Butterschiffe.
>
> Die machten aber nicht direkt hinter der Grenze Halt.

Wer, die Butterschiffe?

Nun, die mussten die deutschen Gewässer verlassen.

Ich habe mal ein Butterschiff erlebt, das zwar in den dänischen Hafen
eingelaufen ist, aber sofort wieder umdrehte.
Da gab es wohl bestimmte Regeln.

> Jetzt ist mir klargeworden, wo vorhin mein Denkfehler war.
> Ich hatte gedacht, solche Läden direkt an der Grenze würden primär von
> denjenigen besucht, die gar nicht ins Land reinfahren. Aber dann sind da
> ja auch diejenigen, die erst beim Verlassen des Landes auf die Idee
> kommen, dass dort bestimmte Sachen besonders günstig sind. Oder die
> keine Lust haben, im Landesinneren nach solchen Läden zu suchen, sondern
> lieber da kaufen, wo sie eh auf dem Rückweg vorbeikommen.

Für Kärtner und die Touristen dort war mal ein Markt auf der
italienischen Seite beliebt. Es gab "Ausflugsfahrten" dorthin (hatte
noch nicht jeder ein Auto. Und dieser Markt hatte natürlich nur die
Produkte, die nachgefragt waren. Auf Suche musste man da nicht gehen.

Detlef


Ulf Kutzner

unread,
Dec 17, 2021, 7:54:31 AM12/17/21
to
Detlef Meißner schrieb am Freitag, 17. Dezember 2021 um 13:42:19 UTC+1:

> Für Kärtner und die Touristen dort war mal ein Markt auf der
> italienischen Seite beliebt.

Kärtner ist ein recht seltener Familienname. Auch ist eine Kärtner Straße
für Ditzingen verzeichnet.

Detlef Meißner

unread,
Dec 17, 2021, 8:03:40 AM12/17/21
to
Es waren heute schon alle n verbraucht.

Detlef

Stefan Schmitz

unread,
Dec 17, 2021, 8:18:34 AM12/17/21
to
Weswegen? Bezogen sich die Freimengen etwa nicht auf die Einfuhr ins
Land, sondern auf den Besitz?

Ulf Kutzner

unread,
Dec 17, 2021, 8:25:25 AM12/17/21
to
Man wollte allfälligem Mißbrauch begegnen.

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 17, 2021, 8:52:20 AM12/17/21
to
Am Fri, 17 Dec 2021 12:12:14 +0100 schrieb Stefan Schmitz:

> Am 17.12.2021 um 08:37 schrieb Frank Hucklenbroich:
>
>> Noch Mitte der 80er Jahre gab es in Luxemburg direkt hinter der Grenze
>> riesige Läden, die ausschließlich Tabakerzeugnisse, Alkohol, Kaffee und Tee
>> verkauften, und das war dort deutlich günstiger als in Deutschland. Nur
>> waren die erlaubten Freimengen begrenzt, was so manchen dazu animierte, die
>> Sachen zu schmuggeln.
>
> Komisches Geschäftsmodell. Hätten die überhaupt ohne Schmuggel
> existieren können?

Die haben durch Leute existiert, die in Grenznähe wohnten.

> Wer sich an die Freimengen hielt, wird wohl nicht allein deswegen über
> die Grenze gefahren sein. Dann hätten die Läden auch anderswo stehen können.
>
> Oder bestand die Kundschaft hauptsächlich aus Anwohnern der deutschen
> Seite in unmittelbarer Nähe, die mehrmals täglich ihre Freimengen
> ausnutzten?

Mehrmals täglich sicher nicht. Die Freimengen waren auch nicht ganz klein,
eine Stange Zigaretten pro Erwachsenen war definitiv erlaubt (evtl. auch
2?), das weiß ich, weil mein Opa starker Raucher war und wir ihm da
schonmal was mitbrachten, wenn wir sowieso dort unterwegs waren. Ein oder
zwei Flaschen Spirituosen ging auch. Ein ein paar Kilo Kaffee. Für den
Eigenbedarf konnte man sich da durchaus gut eindecken, wenn man alle ein
bis zwei Wochen mal rüberfuhr. Da konnte man dann auch gleich volltanken,
den Benzin war dort zeitweise auch signifikant billiger.

> Man hätte auch einen Transporter auf deutscher Seite abstellen können
> und immer wieder zu Fuß über die Grenze, dort jeweils die erlaubten
> Mengen einkaufen und in den Transporter packen. Wäre das noch legal gewesen?

Nein, sicher nicht, mehr als einmal täglich konnte man die Freimengen nicht
ausnutzen.

Grüße,

Frank

Detlef Meißner

unread,
Dec 17, 2021, 8:57:32 AM12/17/21
to

Am 17.12.2021 um 14:52 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Fri, 17 Dec 2021 12:12:14 +0100 schrieb Stefan Schmitz:
>
>> Am 17.12.2021 um 08:37 schrieb Frank Hucklenbroich:
>>
>>> Noch Mitte der 80er Jahre gab es in Luxemburg direkt hinter der Grenze
>>> riesige Läden, die ausschließlich Tabakerzeugnisse, Alkohol, Kaffee und Tee
>>> verkauften, und das war dort deutlich günstiger als in Deutschland. Nur
>>> waren die erlaubten Freimengen begrenzt, was so manchen dazu animierte, die
>>> Sachen zu schmuggeln.
>>
>> Komisches Geschäftsmodell. Hätten die überhaupt ohne Schmuggel
>> existieren können?
>
> Die haben durch Leute existiert, die in Grenznähe wohnten.
>
>> Wer sich an die Freimengen hielt, wird wohl nicht allein deswegen über
>> die Grenze gefahren sein. Dann hätten die Läden auch anderswo stehen können.
>>
>> Oder bestand die Kundschaft hauptsächlich aus Anwohnern der deutschen
>> Seite in unmittelbarer Nähe, die mehrmals täglich ihre Freimengen
>> ausnutzten?
>
> Mehrmals täglich sicher nicht. Die Freimengen waren auch nicht ganz klein,
> eine Stange Zigaretten pro Erwachsenen war definitiv erlaubt (evtl. auch
> 2?), das weiß ich, weil mein Opa starker Raucher war und wir ihm da
> schonmal was mitbrachten, wenn wir sowieso dort unterwegs waren. Ein oder
> zwei Flaschen Spirituosen ging auch. Ein ein paar Kilo Kaffee. Für den
> Eigenbedarf konnte man sich da durchaus gut eindecken, wenn man alle ein
> bis zwei Wochen mal rüberfuhr. Da konnte man dann auch gleich volltanken,
> den Benzin war dort zeitweise auch signifikant billiger.

Und man fuhr natürlich mit vollbesetztem Wagen.
Wir saßen einmal mit 6 Leuten im Käfer. :-)

Und natürlich drauf achten, dass alle über 16 waren (bei den Zigaretten)

>> Man hätte auch einen Transporter auf deutscher Seite abstellen können
>> und immer wieder zu Fuß über die Grenze, dort jeweils die erlaubten
>> Mengen einkaufen und in den Transporter packen. Wäre das noch legal gewesen?
>
> Nein, sicher nicht, mehr als einmal täglich konnte man die Freimengen nicht
> ausnutzen.

Man hätte höchstens einen anderen Grenzübergang verwenden können.

Die Papiere der Grenzgänger wurden zwar regelmäßig überprüft, aber nicht
kopiert und gespeichert (wie in der DDR).

Detlef

Bertel Lund Hansen

unread,
Dec 17, 2021, 8:59:38 AM12/17/21
to
Den 17.12.2021 kl. 14.52 skrev Frank Hucklenbroich:

> Nein, sicher nicht, mehr als einmal täglich konnte man die Freimengen nicht
> ausnutzen.

Du meinst "durfte" statt "konnte".

Was du erklärte, passt auch ganz gut auf Dänen, die nach Deutschland
fuhren, um zu einkaufen.

--
Bertel

Quinn C

unread,
Dec 17, 2021, 9:08:00 AM12/17/21
to
* Bertel Lund Hansen:
Oder Kanadier in den USA. Die weitaus meisten Kanadier leben ja nicht
weiter als 100 km von der Grenze. Bei Tagesbesuchen gibt es freilich
überhaupt keine zollfreie Einfuhr; bei Besuchen von über 24 Stunden $200
Einkäufe, aber noch kein Alkohol oder Zigaretten.

--
Es wurde versucht, auf Ihr Konto von einem neuen verbinden Computer.
-- SPAMPOESIE

Detlef Meißner

unread,
Dec 17, 2021, 9:10:09 AM12/17/21
to
Vor allen Dingen Hochprozentiges.

Detlef

Stefan Schmitz

unread,
Dec 17, 2021, 9:37:42 AM12/17/21
to
Rechtsgrundlage? Wenn er den Kram wirklich aus den Jahresurlauben
gesammelt hat, lässt sich das doch durch unterschiedliches Alter
belegen. Wodurch konnte legales Handeln nachträglich strafwürdig werden?

Stefan Schmitz

unread,
Dec 17, 2021, 9:41:47 AM12/17/21
to
Am 17.12.2021 um 15:07 schrieb Quinn C:
> Bei Tagesbesuchen gibt es freilich
> überhaupt keine zollfreie Einfuhr; bei Besuchen von über 24 Stunden $200
> Einkäufe, aber noch kein Alkohol oder Zigaretten.

Und wie wird festgestellt, wie lange man drüben war?

Detlef Meißner

unread,
Dec 17, 2021, 10:25:04 AM12/17/21
to
Und wie stellst du das Alter fest? Am Geruch?

> Wodurch konnte legales Handeln nachträglich strafwürdig werden?

Indem man soviel davon hat, dass es nicht mehr als "zum persönlichen
Verzehr" deklariert werden kann.

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Dec 17, 2021, 10:26:13 AM12/17/21
to
Die erfassen bestimmt Daten.

Detlef

Reinhard Zwirner

unread,
Dec 17, 2021, 12:27:27 PM12/17/21
to
Frank Hucklenbroich schrieb:
Bei uns "Räuber und Schande".

Ciao

Reinhard

Quinn C

unread,
Dec 17, 2021, 12:52:35 PM12/17/21
to
* Stefan Schmitz:
Anhand des Einreisestempels, den die Amerikaner in den Paß tun. Ist
dieses Phänomen bei einigen schon gänzlich vergessen?

Es gibt vermutlich Systeme für Vielreisende, die diesen die vielen
Stempel ersparen; dann haben die Grenzer sicher elektronischen Zugriff
auf diese Daten.

--
Aufgrundder Überlastung aller Yahoo-Nutzer und die Entfernung
aller unbenutzten YahooAccounts, würde Yahoo haben, um Ihr Konto
zu schließen [...]
-- SPAMPOESIE

Ulf Kutzner

unread,
Dec 17, 2021, 12:56:02 PM12/17/21
to
Quinn C schrieb am Freitag, 17. Dezember 2021 um 18:52:35 UTC+1:
> * Stefan Schmitz:
> > Am 17.12.2021 um 15:07 schrieb Quinn C:
> >> Bei Tagesbesuchen gibt es freilich
> >> überhaupt keine zollfreie Einfuhr; bei Besuchen von über 24 Stunden $200
> >> Einkäufe, aber noch kein Alkohol oder Zigaretten.
> >
> > Und wie wird festgestellt, wie lange man drüben war?
> Anhand des Einreisestempels, den die Amerikaner in den Paß tun. Ist
> dieses Phänomen bei einigen schon gänzlich vergessen?

Womöglich ist die Paßpflicht da auch noch recht neu. Was machen
die Grenzer mit eigenen Staatsangehörigen, die ja durchaus auch
einmal im Nachbarland wohnen können?

Stefan Schmitz

unread,
Dec 17, 2021, 1:02:12 PM12/17/21
to
Am 17.12.2021 um 18:52 schrieb Quinn C:
> * Stefan Schmitz:
>
>> Am 17.12.2021 um 15:07 schrieb Quinn C:
>>> Bei Tagesbesuchen gibt es freilich
>>> überhaupt keine zollfreie Einfuhr; bei Besuchen von über 24 Stunden $200
>>> Einkäufe, aber noch kein Alkohol oder Zigaretten.
>>
>> Und wie wird festgestellt, wie lange man drüben war?
>
> Anhand des Einreisestempels, den die Amerikaner in den Paß tun. Ist
> dieses Phänomen bei einigen schon gänzlich vergessen?

Ich hätte nicht gedacht, dass das zwischen USA und Kanada nötig ist.
Gibt es keine grüne Grenze ohne Kontrollstelle?
Und machen die tatsächlich für jeden Tagesbesuch einen Stempel rein?
It is loading more messages.
0 new messages