Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Weibliche Form von Fan

109 views
Skip to first unread message

Michael Pronay

unread,
Apr 9, 2003, 3:06:23 PM4/9/03
to
Ralf Kusmierz <m...@privacy.net> wrote:

> 1. Wie formuliert man den Begriff "Fan" unamerikan^W politisch
> correc^W^W auf deutsch, und

Anhänger.

> 2. wie nennt man die in ihrer weiblichen Erscheinungsform?

Anhängerin.

M.

Felix Neumann

unread,
Apr 9, 2003, 3:31:19 PM4/9/03
to
Ralf Kusmierz scripsit:


> 1. Wie formuliert man den Begriff "Fan" unamerikan^W politisch
> correc^W^W
> auf deutsch, und

Sagt man auf deutsch "Aficionado"? Der Fremdwörterduden hat's nicht,
aber ich glaube, es schon irgendwo in deutscher Literatur gelesen zu
haben, und zwar in jüngerer Zeit (dann wahrscheinlich bei Thomas Mann
oder Arno Schmidt, und bei beiden könnte ich es mir vorstellen).



> 2. wie nennt man die in ihrer weiblichen Erscheinungsform?

Aficionada.

-fn-

Michael Pronay

unread,
Apr 9, 2003, 3:36:58 PM4/9/03
to
Ralf Kusmierz <m...@privacy.net> wrote:

>> Anhänger.
>> Anhängerin.

> Gut, ich kann mir Situationen vorstellen, in denen es paßt:
> "Er ist ein Brahms-Anhänger." Nun, ja ...

Er ist Borussia-Anhänger.

> In anderen paßt es gewiß nicht:
> "Darf ich Ihnen meine Anhängerin vorstellen?"
>
> Unnu?

"Darf ich Ihnen meinen Fanclub/Anhängerverein/Damenflor
vorstellen?"
"Darf ich Ihnen mein Groupie vorstellen?"

Ansonsten ist - je nach Situation - "Bewunderin" oder sonstwas
möglich.

Da müsste man allerdings wissen, was an Dir so speziell ist, dass Di
einen weiblichen Fanclub hast.

M.

M.

Daniel Engelhardt

unread,
Apr 9, 2003, 3:42:20 PM4/9/03
to
Ralf Kusmierz <m...@privacy.net> writes:
> 1. Wie formuliert man den Begriff "Fan" unamerikan^W politisch correc^W^W
> auf deutsch, und

Ventilator oder Föhn. Letzterer könnte mit dem »fan« verwandt sein.

> 2. wie nennt man die in ihrer weiblichen Erscheinungsform?

Ventilatrix oder Föhnin vielleicht?

Weibliche Menschen, die derartige Geräte aus Liebe sammeln (gibt es
so etwas?), würde ich übrigens als Föhnliebhaberin oder auch (es
gefällt mir weniger) als Ventilatorfreundin bezeichnen.

Matthias Opatz

unread,
Apr 9, 2003, 3:43:06 PM4/9/03
to
Ralf Kusmierz schrieb:

> X-No-Archive: Yes

Am Rande: Kannst Du das nicht in den Header schreiben?

> Ich würde gerne von "mein Fan" sprechen, aber dafür einen gewählteren
> Begriff benutzen, der zugleich deutlich macht, daß es sich um eine Dame
> handelt (und kommt mir bitte! nicht mit Groupie ...).

Nicht jede Sprache hat für jeden Sachverhalt eine gleich lange Formulierung.
Mal ist die eine länger, mal die andere, ohne dass das was bedeutet (schau
nur mal die Wortungetüme in deutsch und russisch für /sights/ an).

Sag einfach: "Diese Dame /(oder Name)/ ist mein größter Fan."
Ja nach Sachverhalt passt auch Anhänger(in) oder Bewunderer.

Matthias

--
Nach der Schlacht von Leipzig sah man Pferde, denen drei, vier und noch
mehr Beine abgeschossen waren, herrenlos herumlaufen. [Galletti]

Andrew Davison

unread,
Apr 9, 2003, 4:31:31 PM4/9/03
to

Ralf Kusmierz <m...@privacy.net> wrote in message
news:b71ts5$a9ib8$1...@ID-109581.news.dfncis.de...
> X-No-Archive: Yes
>

Bin ich der einzige hier, Ralf, der deine Beiträge niemals lesen kann? Nur
das o.g. sehe ich, der Text kommt anscheinend als Anhang, den ich aber nicht
öffnen kann. Liegt das an meinem Scheiß-Outlook-Express vielleicht?:-)

Gruß
Andrew


Astrid Schleicher

unread,
Apr 9, 2003, 4:57:58 PM4/9/03
to
Ralf Kusmierz schrieb:

>Kusmierz-Anhängerin? :-/

>http://wortschatz.uni-leipzig.de/ findet folgende Synonyme: Anhänger,
>Freund, Gefolgsmann, Getreuer, Schwärmer, Sympathisant. Etwas wenig, MUSEN

>Als relativ treffend empfände ich "Liebhaber" iSv Dilettant
>in der ursprünglichen Bedeutung, aber "sie ist meine Liebhaberin" ist nun
>erst recht völlig unmöglich.

Ich finde "Bewunderin" eine nette Bezeichnung, die dabei neutral
bleibt.

Aber wenn Dir das so am Herzen liegt und offenbar so schwer zu fassen
ist, warum klärst Du nicht lieber mit der Betreffenden, was sie Dir
sein und wie sie darin bezeichnet werden möchte? Das Usenet scheint
mir da eher ungeeignet.

>Wenn überhaupt, ginge noch "ist eine
>Liebhaberin meiner $besondereEigenschaft".

Dann sag das doch.

>Was wäre ein Käpt'n-Blaubär-Fan auf deutsch (ohne Implikation devianter
>Verhaltensweisen)?

Je nachdem, wie es sich ausprägt: ein Käpt'n-Blaubär-Süchtiger,
Käpt'n-Blaubär-Sammler, Käpt'n-Blaubär-Anhänger, am besten vielleicht
einfach ein Freund von Käpt'n Blaubär.

Liebe Grüße
Astrid

David Kastrup

unread,
Apr 9, 2003, 5:19:16 PM4/9/03
to
"Andrew Davison" <nomorespam...@hotmail.com> writes:

Jein. OLE hat einen herzlich dämlichen Bug, den Ralf aber nicht
versehentlich, sondern mit voller Absicht ausnutzt, um seine Postings
für OLE-Benutzer unlesbar zu gestalten. Er stellt sich damit auf eine
Ebene mit Microsoft, die auch bewußt Webseiten für andere Browser
sabotieren.

--
David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum

Mark Trettin

unread,
Apr 9, 2003, 5:27:30 PM4/9/03
to
Hai,

* Andrew Davison <nomorespam...@hotmail.com> schrieb:


> Ralf Kusmierz <m...@privacy.net> wrote in message

>> X-No-Archive: Yes
>
> Bin ich der einzige hier, Ralf, der deine Beiträge niemals lesen kann?

Kaum.

> Nur das o.g. sehe ich, der Text kommt anscheinend als Anhang,

Hier wäre »scheinbar« wohl passender. :-)

> den ich aber nicht öffnen kann. Liegt das an meinem
> Scheiß-Outlook-Express vielleicht?:-)

Ja. Ralf setzt »begin blub« am Anfang seines Postings. M$ ist der
Meinung, dass dies einen UUencodetes Attachment einleiten würde. Das
ist leider so nicht korrekt.

Siehe auch <URL:http://www.wschmidhuber.de/oeprob/>. IIRC kannst Du das
"Attachment" mit <CTRl>-<F3> sichtbar machen. Die richtige Newsgroup
für weitere Fragen ist <URL:news:de.comm.software.outlook-express>, die
ich aber nicht lese.

Deshalb setze ich mal ein gepflegtes Followup-To: poster

Bis dann

Mark
--
Mark Trettin ------- *Aachen* -- Wo ist das? ------> N: 50°46' O: 06°05'
BOFH excuse #295:

The Token fell out of the ring. Call us when you find it.

Michael Pronay

unread,
Apr 9, 2003, 5:32:21 PM4/9/03
to
"Andrew Davison" <nomorespam...@hotmail.com> wrote:

> Bin ich der einzige hier, Ralf, der deine Beiträge niemals lesen
> kann? Nur das o.g. sehe ich, der Text kommt anscheinend als
> Anhang, den ich aber nicht öffnen kann.

Kannst Du doch. Probier mal [Strg]+[F3].

M.

Oliver Cromm

unread,
Apr 9, 2003, 5:50:30 PM4/9/03
to
Quoth Ralf Kusmierz:

> Was wäre ein Käpt'n-Blaubär-Fan auf deutsch (ohne Implikation
> devianter Verhaltensweisen)?

K.-B.-Begeisterter?
--
Oliver Cromm
oc|cult - a secret organization that worships the deity "OC"
(Wiley's dictionary)

Lars Bräsicke

unread,
Apr 9, 2003, 5:52:04 PM4/9/03
to
Andrew Davison schrieb:

Nein, es liegt klar an Ralf.
Deutschsprachige Usenet-Beiträgen beginnen normalerweise nicht mit "begin
...".
Tun sie es doch, so weil der Schreiberling OjE-Benutzer wie mich und dich
nicht als Leser haben will.
Irgendwie befördert er sich so ja quasi automatisch ins Killfile. Naja, soll
er mit seinen weiblichen Fans doch bleiben, wo der Pfeffer wächst!;-)

Lars


Sebastian Koppehel

unread,
Apr 9, 2003, 6:02:10 PM4/9/03
to
Ralf Kusmierz schrieb:

> begin quoting, Michael Pronay schrieb:


>
>> "Darf ich Ihnen mein Groupie vorstellen?"
>

> O bitte nicht - ich verstehe unter "Groupie" eine Dame, der i. a. ein
> weitestgehend sexuelles Interesse an dem Objekt der Begierde unterstellt
> wird, das von einschlägigen Kult-Trägern auch weidlich ausgenutzt wird.

Allerdings ist das Wort i. allg. männlich.

- Sebastian

--
Others have critisized the limited vegetarian menu. What vegetarians
are doing at an authentic German restaurant I do not know.

(Restaurantkritik)

Tamas Zichy

unread,
Apr 9, 2003, 8:52:04 PM4/9/03
to
["begin" Einleitungswort bei Ralf]

"Lars Bräsicke" <lars.br...@rftonline.net> schrieb:

> > Bin ich der einzige hier, Ralf, der deine Beiträge niemals lesen
kann?

> Nein, es liegt klar an Ralf. [...]


> Tun sie es doch, so weil der Schreiberling OjE-Benutzer wie mich und
dich
> nicht als Leser haben will.
> Irgendwie befördert er sich so ja quasi automatisch ins Killfile.
Naja, soll
> er mit seinen weiblichen Fans doch bleiben, wo der Pfeffer
wächst!;-)

Fully ACK.

Irgendwie sein Pech, wenn mancher OE-Leser seine vielleicht wertvollen
Beiträge deswegen nicht lesen kann. Die Typen mit diesem "begin.."
landen sowieso bei mir ins Nirvana. Das Usenet soll nicht
software-diskriminierend sein.

lg,
Tamas

Christina Kunze

unread,
Apr 10, 2003, 2:04:51 AM4/10/03
to
"Astrid Schleicher" <astrid.s...@gmx.de> schrieb
Ralf Kusmierz schrieb:

>>Was wäre ein Käpt'n-Blaubär-Fan auf deutsch (ohne Implikation devianter
>>Verhaltensweisen)?
>
>Je nachdem, wie es sich ausprägt: ein Käpt'n-Blaubär-Süchtiger,
>Käpt'n-Blaubär-Sammler, Käpt'n-Blaubär-Anhänger, am besten vielleicht
>einfach ein Freund von Käpt'n Blaubär.

Das ist hübsch. Unser Pfarrer sagt seit neustem auch nicht mehr Jünger zu
den Jüngern, sondern "Jesu Freunde". Vielleicht könnte man ja mal
"Jesus-Fans" anregen.

chr


Sonja Fritzke

unread,
Apr 10, 2003, 4:03:52 AM4/10/03
to
> >>Was wäre ein Käpt'n-Blaubär-Fan auf deutsch (ohne Implikation devianter
> >>Verhaltensweisen)?
> >
> >Je nachdem, wie es sich ausprägt: ein Käpt'n-Blaubär-Süchtiger,
> >Käpt'n-Blaubär-Sammler, Käpt'n-Blaubär-Anhänger, am besten vielleicht
> >einfach ein Freund von Käpt'n Blaubär.
>
> Das ist hübsch. Unser Pfarrer sagt seit neustem auch nicht mehr Jünger zu
> den Jüngern, sondern "Jesu Freunde". Vielleicht könnte man ja mal
> "Jesus-Fans" anregen.

Naja, Jesus Freaks gibt es ja schon.

Sonja


Ralf Heinrich Arning

unread,
Apr 10, 2003, 4:12:51 AM4/10/03
to
Michael Pronay <pro...@gmx.at> wrote:

> Da müsste man allerdings wissen, was an Dir so speziell ist, dass Di
> einen weiblichen Fanclub hast.

"begin quoting"

Ein andrer Ralf
--
It is easier to get into something than to get out of it.
Donald Rumsfeld

Matthias Opatz

unread,
Apr 10, 2003, 5:09:59 AM4/10/03
to
Sonja Fritzke schrieb:

>> Das ist hübsch. Unser Pfarrer sagt seit neustem auch nicht mehr Jünger zu
>> den Jüngern, sondern "Jesu Freunde". Vielleicht könnte man ja mal
>> "Jesus-Fans" anregen.
>
> Naja, Jesus Freaks gibt es ja schon.

Im Unterschied zu "Jesu Freunde" und "Jesus-Fans" ist "Jesus Freaks" aber
kein Deutsch, selbst dann nicht, wenn man "Freaks" für Deutsch hält. ;o)

Matthias Opatz

unread,
Apr 10, 2003, 5:10:00 AM4/10/03
to
Ralf Kusmierz schrieb:
> Sebastian Koppehel schrieb:

>> Allerdings ist das Wort i. allg. männlich.
>

> Nicht sächlich, wie mein Rechtschreibduden behauptet?

Tatsächlich, Duden hält es für ein Neutrum.
Das geht aber mMn am tatsächlichen Sprachgebrauch vorbei.

Wolf Busch

unread,
Apr 10, 2003, 5:21:22 AM4/10/03
to
Ralf Heinrich Arning schrieb:


> Michael Pronay <pro...@gmx.at> wrote:
>
> > Da müsste man allerdings wissen, was an Dir so speziell ist, dass Di
> > einen weiblichen Fanclub hast.
>
> "begin quoting"

Also eine Begin-quoting-Enthusiastin? ;-)

Schöne Grüße,
Wolf


Steffen Buehler

unread,
Apr 10, 2003, 5:22:47 AM4/10/03
to
Ralf Kusmierz wrote:
> Sebastian Koppehel schrieb:
>
> [Groupie]

>
> > Allerdings ist das Wort i. allg. männlich.
>
> Nicht sächlich, wie mein Rechtschreibduden behauptet?

Behauptet auch Wahrig, obwohl er es im Fremdwörterbuch wiederum zusätzlich
maskulin erlaubt. Ich persönlich habe es immer nur männlich gekannt; da
allerdings Groupies meist in der Mehrzahl auftreten, fiel mir's bislang
nicht auf. Aber ein Satz wie "Robert Plant mußte zunächst ein Groupie
rausschmeißen, bevor er sich dem Interview widmen konnte" hätte mich
auf jeden Fall befremdet, zumindest grammatisch.

Viele Grüße
Steffen

Matthias Opatz

unread,
Apr 10, 2003, 6:43:35 AM4/10/03
to
Wolf Busch schrieb:
> Ralf Heinrich Arning schrieb:

>> Michael Pronay wrote:
>>
>>> Da müsste man allerdings wissen, was an Dir so speziell ist, dass Di
>>> einen weiblichen Fanclub hast.
>>
>> "begin quoting"
>
> Also eine Begin-quoting-Enthusiastin? ;-)

Sie mag einfach keine Schwätzer.
Ralf Kusmierz fasst sich immer so schön kurz (jedenfalls auf ihrem OE).

Michael Pronay

unread,
Apr 10, 2003, 8:30:41 AM4/10/03
to
Matthias Opatz <use0...@onlinehome.de> wrote:

> Das geht aber mMn am tatsächlichen Sprachgebrauch vorbei.

An *Deinem* vielleicht. Hier in AT kenne ich ausschließlich das
neutrale Genus.

M.

Daniel Engelhardt

unread,
Apr 10, 2003, 10:06:57 AM4/10/03
to
Ralf Kusmierz <m...@privacy.net> writes:
> Das Gerät heißt übrigens Fön.

Nein, der Fön wurde wegreformiert.

Damit wäre auch endgültig das Phänomen der Föhnkrankheit vollständig
geklärt; es sind die Schmerzen, die entstehen, wenn man seinen
elektrischen Haartrockner falsch anwendet.

Helmut Richter

unread,
Apr 10, 2003, 10:33:13 AM4/10/03
to
In article <b73282$5vg$1...@lnews.rz.hu-berlin.de>, Christina Kunze wrote:

> Das ist hübsch. Unser Pfarrer sagt seit neustem auch nicht mehr Jünger zu
> den Jüngern,

Das halte ich für berechtigt. Das Wort "Jünger" ist im Deutschen
ausgestorben; es wird nur noch für die Jünger Jesu verwendet. Ist es
wirklich etwas so Außergewöhnliches, dass es ein spezielles Wort
rechtfertigt?

Den Fall, dass ein Wort ausstirbt, sich aber im religiösen Bereich
länger hält, gibt es öfter: Huld, Fleisch (wie es etwa Paulus in
seinen Briefen verwendet). Man hat dann die Wahl, es zu einem
Fachbegriff zu ernennen und weiterzuverwenden, oder es durch ein
gebräuchliches Wort zu ersetzen. Den ersteren Weg würde ich
bevorzugen, wenn das Wort schon immer eine spezielle Bedeutung hatte,
die der Interessierte sich aneignen musste, den zweiten, wenn es
früher ein Alltagswort war. Bei "Jünger" würde ich den letzteren Fall
vermuten.

> sondern "Jesu Freunde". Vielleicht könnte man ja mal "Jesus-Fans"
> anregen.

Diese beiden Vorschläge (einer ernstgemeint, einer weniger) halte ich
für schlecht. Es war, wenn ich die Evangelien richtig verstehe, weder
ein Verhältnis von gleichberechtigten Freunden, noch das von einem
Star zu einer Horde von Bewunderern, sondern eben von einem Meister
und seinen Jüngern. Da es das Wort "Jünger" nun mal nicht mehr gibt,
trifft wohl "Schüler" am besten.

Helmut Richter

Sonja Fritzke

unread,
Apr 10, 2003, 10:58:16 AM4/10/03
to

"Martin Gerdes" <martin...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:au0b9vsomo58pdvca...@4ax.com...
> a28...@mail.lrz-muenchen.de (Helmut Richter) schrieb:

>
> >In article <b73282$5vg$1...@lnews.rz.hu-berlin.de>, Christina Kunze wrote:
>
> >> Das ist hübsch. Unser Pfarrer sagt seit neustem auch nicht mehr Jünger
zu
> >> den Jüngern,
>
> >Das halte ich für berechtigt. Das Wort "Jünger" ist im Deutschen
> >ausgestorben; es wird nur noch für die Jünger Jesu verwendet.
>
> Google kennt immerhin 2280 Petrijünger, 2220 Floriansjünger und noch 29
> Hubertusjünger.
>

Und ob es Sinn macht, Worte zu "streichen", nur weil sie nicht mehr
gebräuchlich sind, ist noch so eine Frage. Klar verändert sich Sprache, aber
will ich irgendwann denglisch sprechen? Nein.
Wo solche Worte noch in Gebrauch sind und verstanden werden, darf man doch
sicher einen "Bereichswortschatz" erhalten. Es gibt halt Ausdrücke, die nur
in speziellen Gruppen verstanden werden. So ist Jünger halt ein Wort aus dem
Großbereich Religion. Als Beispiel für andere Worte in anderen Bereichen
fällt mir ein, dass ich nie zuvor "plenken" gehört habe, bevor ich ins
Usenet kam. Darf ich jetzt "plenken" streichen, weil es nicht gebräuchlich
ist, weil es halt nicht zum allgemeinen Wortschatz gehört?
Und kann man das Wort Jünger einfach durch Freunde/Fans/Schüler ersetzen?
Trifft eins der drei die Bedeutung?

Sonja


Sonja Fritzke

unread,
Apr 10, 2003, 11:00:16 AM4/10/03
to
> >1. Wie formuliert man den Begriff "Fan" unamerikan^W politisch correc^W^W
> > auf deutsch
>
> Lüfter?

Nicht Fächer?


Matthias Opatz

unread,
Apr 10, 2003, 11:52:45 AM4/10/03
to
Helmut Richter schrieb:

> Das Wort "Jünger" ist im Deutschen
> ausgestorben; es wird nur noch für die Jünger Jesu verwendet.

Das halte ich für ein Gerücht.

Claudia Bartsch

unread,
Apr 10, 2003, 12:49:28 PM4/10/03
to

Ralf Kusmierz wrote:


> Was wäre ein Käpt'n-Blaubär-Fan auf deutsch (ohne Implikation devianter
> Verhaltensweisen)?

Käpt'n-Blaubär-Gutfinder.
:-)

-c-

tobias b koehler

unread,
Apr 10, 2003, 1:46:53 PM4/10/03
to

Daniel Engelhardt schrieb:

> Ralf Kusmierz <m...@privacy.net> writes:

>>Das Gerät heißt übrigens Fön.

> Nein, der Fön wurde wegreformiert.

Dass sich die rechtschreibreform auch auf eingetragene waren-
zeichen erstreckt, wäre mir neu (das wäre ja noch schöner: wir
reformieren Persil zu Persiel und Mercedes zu Merzedes).

FOEN® ist ein warenzeichen der AEG Hausgeräte GmbH, einem
tochterunternehmen der Electrolux-gruppe, für haartrockner. Auch
heute werden die haartrockner dieser firma unter der bezeichnung
FOEN verkauft. Haartrockner anderer firmen werden aus marken-
rechtlichen gründen nicht als Fön und auch nicht als Föhn
bezeichnet (auch wenn ich jetzt nicht weiß, ob AEG Hausgeräte
dagegen markenrechtlich etwas unternehmen könnte).

--
tobias benjamin köhler ____________________________ t...@uncia.de
_________ ______________ ______________ ______________ __>_____
========H|H============H|H============H|H============H|=H=====`)
------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^o-o--o-o=

Gerhard Killesreiter

unread,
Apr 10, 2003, 4:41:13 PM4/10/03
to
Rüdiger Silberer <Argentum...@T-Online.de> writes:

> Tamas Zichy schrieb:

> >Irgendwie sein Pech, wenn mancher OE-Leser seine vielleicht
> >wertvollen Beiträge deswegen nicht lesen kann. Die Typen mit diesem
> >"begin.." landen sowieso bei mir ins Nirvana. Das Usenet soll nicht
> >software-diskriminierend sein.
>

> Ich glaube andersrum wird ein Schuh draus. OjE ist
> usenet-diskriminierend.

Das ist zwar richtig. RK ist wg. Verwendung einer nicht ihm
gehörenden, nicht gelesenen Adresse (m...@privacy.net) allerdings auch
ein Fall für den Filter.

Gruß,
Gerhard, followup-to: poster

Andrew Davison

unread,
Apr 10, 2003, 5:17:50 PM4/10/03
to
On Thu, 10 Apr 2003 22:05:18 +0200, Rüdiger Silberer wrote:

> Tamas Zichy schrieb:

> Ich glaube andersrum wird ein Schuh draus. OjE ist
> usenet-diskriminierend.

Das ist aber nicht die Schuld einzelner OE-Benutzer, also warum werden wir
bestraft (wenn es überhaupt als Strafe gilt, auf Ralfs wertvolle Beiträge
verzichten zu müssen...)?

Gruß
Andrew

Helmut Richter

unread,
Apr 10, 2003, 5:26:42 PM4/10/03
to
In article <b74ibu$e20$06$1...@news.t-online.com>, Rüdiger Silberer wrote:

> Helmut Richter schrieb:
> [..]


>>Da es das Wort "Jünger" nun mal nicht mehr gibt,
>>trifft wohl "Schüler" am besten.
>

> Ab wann ist denn ein Wort ausgestorben? Das heißt, wie alt müssen die
> Menschen sein die es nicht mehr kennen.

Endgültig ausgestorben ist es, wenn es keiner mehr kennt, außer denen, die
es extra zum (oder beim) Studium alter Literatur gelernt haben. Aber schon
wenn es auf keine neuen Situationen mehr angewandt wird, steht es auf der
Roten Liste. Ich wüsste keinen Kontext, in dem ich von jemandes "Jünger"
sprechen würde, außer solchen, wo das vor mir andere schon getan haben:
die Studenten und Doktoranden eines heutigen Professors würde ich als
seine "Schüler", nicht aber als seine "Jünger" bezeichnen. Damit habe ich
nicht mehr die Wahl, das Wort "Jünger" einfach so zu verwenden, sondern
nur noch die Wahl zwischen Fachwort und Archaismus.

Helmut Richter

Matthias Opatz

unread,
Apr 10, 2003, 6:37:40 PM4/10/03
to
Helmut Richter schrieb:

> Endgültig ausgestorben ist es, wenn es keiner mehr kennt, außer denen, die
> es extra zum (oder beim) Studium alter Literatur gelernt haben. Aber schon
> wenn es auf keine neuen Situationen mehr angewandt wird, steht es auf der
> Roten Liste. Ich wüsste keinen Kontext, in dem ich von jemandes "Jünger"
> sprechen würde, außer solchen, wo das vor mir andere schon getan haben:
> die Studenten und Doktoranden eines heutigen Professors würde ich als
> seine "Schüler", nicht aber als seine "Jünger" bezeichnen. Damit habe ich
> nicht mehr die Wahl, das Wort "Jünger" einfach so zu verwenden, sondern
> nur noch die Wahl zwischen Fachwort und Archaismus.

Jünger hat eine Ausdrucksnuancen, die Schüler nicht hat. Wir wollen doch
unsere Sprache nicht für ärmer erklären als sie ist. Gurgel einfach mal nach
<+"seine Jünger" -jesu -jesus>, und Du wirst staunen.

Astrid Schleicher

unread,
Apr 10, 2003, 6:36:32 PM4/10/03
to
Helmut Richter schrieb:

>Endgültig ausgestorben ist es, wenn es keiner mehr kennt, außer denen, die
>es extra zum (oder beim) Studium alter Literatur gelernt haben. Aber schon
>wenn es auf keine neuen Situationen mehr angewandt wird, steht es auf der
>Roten Liste. Ich wüsste keinen Kontext, in dem ich von jemandes "Jünger"
>sprechen würde, außer solchen, wo das vor mir andere schon getan haben:

Ich würde es genau dort verwenden, wo ich von Anhängern mit
missionarischem Eifer sprechen möchte.

Dazu gibt es immer wieder neue zeitgenössische Beispiele, mir fällt
nur gerade keines ein. Halt, eines doch: Manche hier gebaren sich wie
Jünger der NRS bzw. ARS.

Liebe Grüße
Astrid

Gerhard Killesreiter

unread,
Apr 10, 2003, 5:29:23 PM4/10/03
to
a28...@mail.lrz-muenchen.de (Helmut Richter) writes:

> In article <b74ibu$e20$06$1...@news.t-online.com>, Rüdiger Silberer wrote:
>
> > Helmut Richter schrieb:
> > [..]
> >>Da es das Wort "Jünger" nun mal nicht mehr gibt,
> >>trifft wohl "Schüler" am besten.
> >
> > Ab wann ist denn ein Wort ausgestorben? Das heißt, wie alt müssen die
> > Menschen sein die es nicht mehr kennen.
>
> Endgültig ausgestorben ist es, wenn es keiner mehr kennt, außer
> denen, die es extra zum (oder beim) Studium alter Literatur gelernt
> haben. Aber schon wenn es auf keine neuen Situationen mehr angewandt
> wird, steht es auf der Roten Liste. Ich wüsste keinen Kontext, in
> dem ich von jemandes "Jünger" sprechen würde, außer solchen, wo das
> vor mir andere schon getan haben: die Studenten und Doktoranden
> eines heutigen Professors würde ich als seine "Schüler", nicht aber
> als seine "Jünger" bezeichnen. Damit habe ich

Ich könnte mir schon vorstellen, von den Schülern eines Profs als
seinen Jüngern zu sprechen. Allerdings wär das nicht ernst gemeint und
auch nicht sonderlich schmeichelhaft.

Gruß,
Gerhard

Matthias Opatz

unread,
Apr 10, 2003, 6:47:25 PM4/10/03
to
Helmut Richter schrieb:

> Endgültig ausgestorben ist es, wenn es keiner mehr kennt, außer denen, die
> es extra zum (oder beim) Studium alter Literatur gelernt haben. Aber schon
> wenn es auf keine neuen Situationen mehr angewandt wird, steht es auf der
> Roten Liste. Ich wüsste keinen Kontext, in dem ich von jemandes "Jünger"
> sprechen würde, außer solchen, wo das vor mir andere schon getan haben:
> die Studenten und Doktoranden eines heutigen Professors würde ich als
> seine "Schüler", nicht aber als seine "Jünger" bezeichnen. Damit habe ich
> nicht mehr die Wahl, das Wort "Jünger" einfach so zu verwenden, sondern
> nur noch die Wahl zwischen Fachwort und Archaismus.

Jünger hat Ausdrucksnuancen, die Schüler nicht hat. Wir wollen doch

Volker Gringmuth

unread,
Apr 11, 2003, 2:36:25 AM4/11/03
to
Ralf Kusmierz (m...@privacy.net) wrote:

>> aus der Reihe Lüfter - Gebläse - Kompressor?)
> ^^^^^^^^^^
> "Verdichter" natürlich.
^^^^^
Ist "Natur" deutschen Ursprungs ...?


vG, scnr

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Jede Dummheit findet einen, der sie macht. (Tennessee Williams)

Ralf Heinrich Arning

unread,
Apr 11, 2003, 3:52:11 AM4/11/03
to
Astrid Schleicher <astrid.s...@gmx.de> wrote:

Luther hat "Jünger" nicht ironisch gemeint. Deine Verwendung greift
gerade ein altertümliches, nur noch im religiösen Zusammenhang
uneigentlich gebrauchtes Wort auf um spöttisch zu wirken. Zwischen
Deinem und Luthers Wortgebrauch besteht ein großer Unterschied.

Astrid Schleicher

unread,
Apr 11, 2003, 4:34:24 AM4/11/03
to
Ralf Heinrich Arning schrieb:

>Luther hat "Jünger" nicht ironisch gemeint. Deine Verwendung greift
>gerade ein altertümliches, nur noch im religiösen Zusammenhang
>uneigentlich gebrauchtes Wort auf um spöttisch zu wirken. Zwischen
>Deinem und Luthers Wortgebrauch besteht ein großer Unterschied.

Ja und? Ich gebrauche viele Wörter mal im eigentlichen Sinne und mal
scherzhaft-bildhaft.

Helmut schrieb: "Das Wort "Jünger" ist im Deutschen ausgestorben; es


wird nur noch für die Jünger Jesu verwendet."

Ich wollte darauf hinaus, daß durch eine solche abgewandelte Nutzung
dieser sonst veraltende Begriff auch im nichtreligösen Kontext
erhalten bleibt.

Liebe Grüße
Astrid

Yvonne Steiner

unread,
Apr 11, 2003, 5:02:49 AM4/11/03
to
Astrid Schleicher <astrid.s...@gmx.de> wrote:

> Helmut Richter schrieb:
>
[...]
> >... Ich wüsste keinen Kontext, in dem ich von jemandes "Jünger"

> >sprechen würde, außer solchen, wo das vor mir andere schon getan haben:
>
> Ich würde es genau dort verwenden, wo ich von Anhängern mit
> missionarischem Eifer sprechen möchte.
>
> Dazu gibt es immer wieder neue zeitgenössische Beispiele, mir fällt
> nur gerade keines ein. Halt, eines doch: Manche hier gebaren sich wie
> Jünger der NRS bzw. ARS.

Du verfällst hier allerdings dem Irrtum, dass ein "Jünger" immer einem
Menschen (Meister/Lehrer) folgt; also nicht ein Jünger seiner Lehre ist.

Yvonne Steiner

Helmut Richter

unread,
Apr 11, 2003, 5:04:33 AM4/11/03
to

> Ralf Heinrich Arning schrieb:

Aber eben nicht in seiner früheren Bedeutung. Und daher muss man das Wort
heute ändern, wenn man die Bedeutung erhalten will.

Helmut Richter

Yvonne Steiner

unread,
Apr 11, 2003, 5:25:49 AM4/11/03
to
Yvonne Steiner <y...@swissonline.ch> wrote:

Ups! - da steht (nach unglücklichem "cut and paste") ja genau das
Gegenteil da.

Darum hier noch meine Korrektur:

Du verfällst hier allerdings dem Irrtum, dass ein "Jünger" einer Lehre
folgt; der aber folgt immer einem Menschen -> seinem Meister/Lehrer.

Yvonne Steiner


Astrid Schleicher

unread,
Apr 11, 2003, 5:31:28 AM4/11/03
to
Helmut Richter schrieb:
>Astrid Schleicher wrote:

>> Helmut schrieb: "Das Wort "Jünger" ist im Deutschen ausgestorben; es
>> wird nur noch für die Jünger Jesu verwendet."
>>
>> Ich wollte darauf hinaus, daß durch eine solche abgewandelte Nutzung
>> dieser sonst veraltende Begriff auch im nichtreligösen Kontext
>> erhalten bleibt.
>
>Aber eben nicht in seiner früheren Bedeutung. Und daher muss man das Wort
>heute ändern, wenn man die Bedeutung erhalten will.

Wozu? Was wolltest Du ändern?

Die ursprüngliche Bedeutung ist uninteressant. Jetzt ergibt sich die
eine Bedeutung als die Jünger Jesu, die ja genauer in ihrer Beziehung
zu ihm beschrieben sind - Schüler eben, aber zugleich auch
Freundeskreis und schließlich Gesandte - und damit den Begriff
erklären. Und eben die ironische Verwendung als blinder Nacheiferer
von jemandem oder von etwas.

Liebe Grüße
Astrid

Volker Gringmuth

unread,
Apr 11, 2003, 8:12:14 AM4/11/03
to
Martin Gerdes (martin...@gmx.de) wrote:

> Klar doch. Das ist selbstverständlich ein heiliges römisches Wort
> deutscher Nation. Äh? Deutschen Lannndes?

Deutscher Geburt. "natio" kommt schließlich von "nasci".


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Mein Newsreader kürzt Deinen Namen in der Artikelübersicht auf 'Torsten Müll'.
Offensichtlich will er mir damit etwas mitteilen :-)"
(Peter J. Holzer in desd zu Torsten Müller)

Thomas Bliesener

unread,
Apr 11, 2003, 9:13:35 AM4/11/03
to
tobias b koehler schrieb:

> FOEN® ist ein warenzeichen der AEG Hausgeräte GmbH, einem
> tochterunternehmen der Electrolux-gruppe, für haartrockner.

Mir wird schwindelig beim Lesen.

Die AEG Hausgeräte GmbH stellt also hausgeräte her?
--
bli

Tamas Zichy

unread,
Apr 11, 2003, 8:36:38 PM4/11/03
to
[RK schreibt mit begin ..]

"Martin Gerdes" <martin...@gmx.de> schrieb:

> Der eine tut so, als könnte er den kleinen Tastendruck CTRL-F3 nicht
> finden, der absichtlich für OE verunstaltete Postings sichtbar
> macht,

Tja, das ist bei einem OE-User nicht das Problem. Aber wie soll man
mit Quoting antworten?

lg,
Tamas


Oliver Cromm

unread,
Apr 11, 2003, 10:27:09 PM4/11/03
to
On Thu, 10 Apr 2003 23:37:02 +0200, Ralf Kusmierz wrote:

>> (Ist "Fan" nicht "Gebläse",


>> aus der Reihe Lüfter - Gebläse - Kompressor?)
> ^^^^^^^^^^
> "Verdichter" natürlich.

7 japanische Übersetzungen für englisch "fan" hier:
<http://www.jekai.org/entries/aa/00/ns/aa00ns03.htm>

--
Oliver Cromm
Der imaginaere Mensch bekommt Oliver. Was tun Sie?
www.sloganizer.de

Lars Trebing

unread,
Apr 12, 2003, 6:08:18 AM4/12/03
to
Matthias Opatz wrote:

> Sonja Fritzke schrieb:
>
>> Naja, Jesus Freaks gibt es ja schon.
>
> Im Unterschied zu "Jesu Freunde" und "Jesus-Fans" ist "Jesus Freaks"
> aber kein Deutsch, selbst dann nicht, wenn man "Freaks" für Deutsch
> hält. ;o)

Warum sollte einer denn nicht "Jesus" mit Vornamen und "Freaks" mit
Nachnamen heißen dürfen? Also ich halte das für völlig korrekt ... :)

Wirsing!
ltrebing

--
The first time you'll get a Microsoft product that doesn't suck will be
the day they start producing vacuum cleaners.

Lars Trebing | http://www.ltrebing.de/ | mailto:ltre...@ltrebing.de

Andrew Davison

unread,
Apr 12, 2003, 10:00:39 AM4/12/03
to

Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote in message
news:pfvc9vgu6nvolg4i2...@4ax.com...
> Andrew Davison <nospam-d...@hotmail.com> schrieb:

>
> >>>Irgendwie sein Pech, wenn mancher OE-Leser seine vielleicht wertvollen
> >>>Beiträge deswegen nicht lesen kann. Die Typen mit diesem "begin.."
> >>>landen sowieso bei mir ins Nirvana. Das Usenet soll nicht
> >>>software-diskriminierend sein.
>
> >Das ist aber nicht die Schuld einzelner OE-Benutzer, also warum werden
wir
> >bestraft (wenn es überhaupt als Strafe gilt, auf Ralfs wertvolle Beiträge
> >verzichten zu müssen...)?
>
> Der eine schreibt "begin" vor seine Meldungen, um OE-Nutzer
> auszutricksen, der andere verfälscht seine E-Mail-Adresse mit
> zusätzlichen Wörtern. Ich sehe zwischen beidem keinen grundsätzlichen
> Unterschied.

Ich "verfälsche" sie nur, um die Menge Spam, die mich täglich darum bittet,
meinen Schwanz vergrößern zu lassen (usw.), irgendwie zu begrenzen, nicht um
den persönlichen Kontakt mit mir zu verhindern. Die richtige Adresse lautet
dubli...@hotmail.com . Ganz einfach das "nospam-" entfernen, um mich zu
erreichen. Den vielen netten Leuten aus dieser NG, die mir schon persönlich
geschrieben haben (auch in Bezug auf dieses Thema), war das anscheinend
nicht zu schwierig. Trotzdem schreib ich in Zukunft immer einen Hinweis
unter meinen Namen.

Gruß,
Andrew

*"nospam-" von der E-Mail-Adresse entfernen, um mir zu schrieben.*


Gerhard Killesreiter

unread,
Apr 15, 2003, 6:38:21 PM4/15/03
to
"Andrew Davison" <nomorespam...@hotmail.com> writes:

> Ich "verfälsche" sie nur, um die Menge Spam, die mich täglich darum
> bittet, meinen Schwanz vergrößern zu lassen (usw.), irgendwie zu
> begrenzen, nicht um den persönlichen Kontakt mit mir zu verhindern.

Falsche Email-Adressen sind böse:
http://www.gerlo.de/falsche-email-adressen.html

Insbesondere bitte Punkt 3.) beachten.

> *"nospam-" von der E-Mail-Adresse entfernen, um mir zu schrieben.*

*Plonk*

Gruß,
Gerhard

Ulrich Faltmann

unread,
Apr 24, 2003, 9:40:08 AM4/24/03
to
> Ralf Kusmierz <m...@privacy.net> wrote:
>
> > 1. Wie formuliert man den Begriff "Fan" unamerikan^W politisch
> > correc^W^W auf deutsch, und

'Fan' ist eine Verkürzung von 'der/die Fanatische'. Da is nigs speziell
amerikanisch, außer eben daß es eine Vereinfachung ist, was der Deutsche
niemals von sich aus machen täte.

> > 2. wie nennt man die in ihrer weiblichen Erscheinungsform?

Eigentlich müßte 'die Fan' gehen. Ansonsten 'die Fanatische/Fanatisierte'.


Es gibt auch durchaus den thematischen Bezug zum Ventilator. Es handelt
sich bei Fans um blinde, oberflächliche Leute ohne Wurzelbewußtsein. Sie
lassen sich vom geringsten Lüftchen dahin wehen, wo der Lüfter sie haben
will. Es sind die von jeglicher Realität weg geblasenen. Unkritisch und
hörig. Götzengläubig.

Sebastian Koppehel

unread,
Apr 24, 2003, 10:04:58 AM4/24/03
to
Ulrich Faltmann schrieb:

>> Ralf Kusmierz <m...@privacy.net> wrote:
>>
>> > 1. Wie formuliert man den Begriff "Fan" unamerikan^W politisch
>> > correc^W^W auf deutsch, und
>
> 'Fan' ist eine Verkürzung von 'der/die Fanatische'. Da is nigs speziell
> amerikanisch, außer eben daß es eine Vereinfachung ist, was der Deutsche
> niemals von sich aus machen täte.

Und dann wäre da noch die Aussprache "Fenn".

- Sebastian

Olaf Skibbe

unread,
Apr 24, 2003, 10:26:40 AM4/24/03
to
On Thu, 24 Apr 2003 06:40:08 -0700, Ulrich Faltmann wrote:

> Es gibt auch durchaus den thematischen Bezug zum Ventilator. Es handelt
> sich bei Fans um blinde, oberflächliche Leute ohne Wurzelbewußtsein.

Was ist denn "Wurzelbewußtsein"? Sowas hätte ich eher bei Rüben vermutet.

OS

Andreas Kabel

unread,
Apr 24, 2003, 1:17:50 PM4/24/03
to
"Olaf Skibbe" <osk...@nexgo.de> writes:

> On Thu, 24 Apr 2003 06:40:08 -0700, Ulrich Faltmann wrote:
>
>> Es gibt auch durchaus den thematischen Bezug zum Ventilator. Es handelt
>> sich bei Fans um blinde, oberflächliche Leute ohne Wurzelbewußtsein.
>
> Was ist denn "Wurzelbewußtsein"?

Wahrscheinlich Pulpitis.

Ulrich Faltmann

unread,
Apr 24, 2003, 5:42:19 PM4/24/03
to
Grüß Gott Olaf,

> > Es gibt auch durchaus den thematischen Bezug zum Ventilator. Es handelt
> > sich bei Fans um blinde, oberflächliche Leute ohne Wurzelbewußtsein.
>
> Was ist denn "Wurzelbewußtsein"? Sowas hätte ich eher bei Rüben vermutet.

Nun, was eine Wurzelbehandlung ist, das weißt Du wohl. Da wird an einer
Wurzel rummanipuliert.

Was 'bewußtlos' bedeutet ist auch klar. Nix wissen und so....

Wenn jemand kein Wurzelbewußtsein hat, dann weiß er nicht, daß seine
Gechichte Wurzeln hat. Fest verankerte. Oder er weiß bzw. will nicht
wissen, wo die denn stecken. Mit solchen Leuten kannst Du im Prinzip
machen was Du willst, wenn Du´s drauf anlegst. Und die werden trotzdem
immer überzeugt den Satz nachschwätzen, "ich bin immer ich geblieben".

Mein Fachbuch führt zum Thema 'Fan' u.a folgendes Beispiel an:

Mt 13,3-6 Und er redete vieles zu ihnen in Gleichnissen und sprach:
Siehe, es ging ein Sämann aus, zu säen. Und indem er säte,
fiel einiges auf den Weg; da kamen die Vögel und fraßen's
auf. Einiges fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde
hatte, und ging bald auf, weil es keine tiefe Erde hatte.
Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und weil es keine
Wurzel hatte, verdorrte es.

Für die Unverständigen wird es dann nochmal genauer erklärt:

Mt 13,20-21 Bei dem aber auf felsigen Boden gesät ist, das ist, der
das Wort hört und es gleich mit Freuden aufnimmt; aber er
hat keine Wurzel in sich, sondern er ist wetterwendisch;
wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung erhebt um des Wortes
willen, so fällt er gleich ab.


Mit 'wetterwendisch' ist nichts anderes gemeint, als wenn wir sagen,
'der hängt sein Fähnlein in den Wind'. Ein typischer Fähn halt. Ich
gehe davon aus, daß 'Fahne' auch mit 'Fan' und 'fanatisch' sprachlich
zusammenhängt. Denk bloß mal daran, was ein echter Fußballfan ohne
seinen typischen Schal wäre, den er im Fahrtwind flattern lassen kann.

Interessant ist noch, wie es unsere Sprachstrategen schaffen, die ein
und dieselbe Bedeutung einmal positiv (hier als Fan) und bei Bedarf
negativ (Fanatiker) rüberzubringen. Wenn Du über eine Frau, die
eindeutige, klare und charakteristische körperliche Eigenschaften auf-
weist, die auf eine bestimmte Herkunft schließen lassen, sagst, sie sei
rassig, dann fühlt sie sich geschmeichelt. Es sei denn, Du bist an eine
Feministin geraten, da bist Du dann ruckzuck rassistisch. Und das ist
dann gleich sauschlecht.

Oder wenn jemand ein Themengebiet eingehend beherrscht, dann hat er
fundamentale Kenntnisse. Das klingt immer gut. Wenn aber sagen wir mal
ein Moslem seinen Glauben richtig ernst nimmt, dann wird er sofort
zum Fundamentalisten verdammt. Da sind uns die bloßen Fans doch lieber.
Oder hab ich da was falsch verstanden?

Herzliche Grüße
Uli

Johannes Volkmar

unread,
Apr 24, 2003, 6:45:09 PM4/24/03
to
Ulrich Faltmann wrote:

> Interessant ist noch, wie es unsere Sprachstrategen schaffen, die ein
> und dieselbe Bedeutung einmal positiv (hier als Fan) und bei Bedarf
> negativ (Fanatiker) rüberzubringen.

In diesem Falle handelt's sich wohl eher um Sprachtaktiker. Frage mich,
wie man fortwährend die Ebenen verwechseln kann.


> Herzliche Grüße
> Uli

Gruß zurück jovo

Tassilo Halbritter

unread,
Apr 25, 2003, 2:23:40 AM4/25/03
to
In article <20e86901.0304...@posting.google.com>, Ulrich Faltmann <URL:mailto:ulfal...@yahoo.de> wrote:

>
> Mit 'wetterwendisch' ist nichts anderes gemeint, als wenn wir sagen,
> 'der hängt sein Fähnlein in den Wind'. Ein typischer Fähn halt. Ich
> gehe davon aus, daß 'Fahne' auch mit 'Fan' und 'fanatisch' sprachlich
> zusammenhängt. Denk bloß mal daran, was ein echter Fußballfan ohne
> seinen typischen Schal wäre, den er im Fahrtwind flattern lassen kann.
>
> Interessant ist noch, wie es unsere Sprachstrategen schaffen, die ein
> und dieselbe Bedeutung einmal positiv (hier als Fan) und bei Bedarf
> negativ (Fanatiker) rüberzubringen.


Einspruch Euer Sprachguru! Weils wirklich interessant ist, kleiner
Ety-Exkurs:
Engl. fan (Fächer, Ventilator) und Fahne hängen schon zusammen. Dazu
gehören auch lat. pannus (Lappen) und gr. penos (Gewebe), Wurzel ist
idg. pan (Gewebe).
Fan (engl. f. Fanatiker) geht auf lat. fanaticus (von der Gottheit
ergriffen, rasend), zu lat. fanum = der Gottheit geweihter heiliger
Ort zurück. Vielleicht von lat. for = (auch) weissagen, besingen.
S.a. profanus = vor dem heiligen Bezirk liegend.
Auch unser Wort Ferien gehört in diese Familie.

--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben;
| | | |_| | man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken."
| | | _ | (Karl Kraus)
|_|a |_| |_|a

0 new messages