> 1. Wie formuliert man den Begriff "Fan" unamerikan^W politisch
> correc^W^W auf deutsch, und
Anhänger.
> 2. wie nennt man die in ihrer weiblichen Erscheinungsform?
Anhängerin.
M.
Sagt man auf deutsch "Aficionado"? Der Fremdwörterduden hat's nicht,
aber ich glaube, es schon irgendwo in deutscher Literatur gelesen zu
haben, und zwar in jüngerer Zeit (dann wahrscheinlich bei Thomas Mann
oder Arno Schmidt, und bei beiden könnte ich es mir vorstellen).
> 2. wie nennt man die in ihrer weiblichen Erscheinungsform?
Aficionada.
-fn-
>> Anhänger.
>> Anhängerin.
> Gut, ich kann mir Situationen vorstellen, in denen es paßt:
> "Er ist ein Brahms-Anhänger." Nun, ja ...
Er ist Borussia-Anhänger.
> In anderen paßt es gewiß nicht:
> "Darf ich Ihnen meine Anhängerin vorstellen?"
>
> Unnu?
"Darf ich Ihnen meinen Fanclub/Anhängerverein/Damenflor
vorstellen?"
"Darf ich Ihnen mein Groupie vorstellen?"
Ansonsten ist - je nach Situation - "Bewunderin" oder sonstwas
möglich.
Da müsste man allerdings wissen, was an Dir so speziell ist, dass Di
einen weiblichen Fanclub hast.
M.
M.
Ventilator oder Föhn. Letzterer könnte mit dem »fan« verwandt sein.
> 2. wie nennt man die in ihrer weiblichen Erscheinungsform?
Ventilatrix oder Föhnin vielleicht?
Weibliche Menschen, die derartige Geräte aus Liebe sammeln (gibt es
so etwas?), würde ich übrigens als Föhnliebhaberin oder auch (es
gefällt mir weniger) als Ventilatorfreundin bezeichnen.
> X-No-Archive: Yes
Am Rande: Kannst Du das nicht in den Header schreiben?
> Ich würde gerne von "mein Fan" sprechen, aber dafür einen gewählteren
> Begriff benutzen, der zugleich deutlich macht, daß es sich um eine Dame
> handelt (und kommt mir bitte! nicht mit Groupie ...).
Nicht jede Sprache hat für jeden Sachverhalt eine gleich lange Formulierung.
Mal ist die eine länger, mal die andere, ohne dass das was bedeutet (schau
nur mal die Wortungetüme in deutsch und russisch für /sights/ an).
Sag einfach: "Diese Dame /(oder Name)/ ist mein größter Fan."
Ja nach Sachverhalt passt auch Anhänger(in) oder Bewunderer.
Matthias
--
Nach der Schlacht von Leipzig sah man Pferde, denen drei, vier und noch
mehr Beine abgeschossen waren, herrenlos herumlaufen. [Galletti]
Bin ich der einzige hier, Ralf, der deine Beiträge niemals lesen kann? Nur
das o.g. sehe ich, der Text kommt anscheinend als Anhang, den ich aber nicht
öffnen kann. Liegt das an meinem Scheiß-Outlook-Express vielleicht?:-)
Gruß
Andrew
>Kusmierz-Anhängerin? :-/
>http://wortschatz.uni-leipzig.de/ findet folgende Synonyme: Anhänger,
>Freund, Gefolgsmann, Getreuer, Schwärmer, Sympathisant. Etwas wenig, MUSEN
>Als relativ treffend empfände ich "Liebhaber" iSv Dilettant
>in der ursprünglichen Bedeutung, aber "sie ist meine Liebhaberin" ist nun
>erst recht völlig unmöglich.
Ich finde "Bewunderin" eine nette Bezeichnung, die dabei neutral
bleibt.
Aber wenn Dir das so am Herzen liegt und offenbar so schwer zu fassen
ist, warum klärst Du nicht lieber mit der Betreffenden, was sie Dir
sein und wie sie darin bezeichnet werden möchte? Das Usenet scheint
mir da eher ungeeignet.
>Wenn überhaupt, ginge noch "ist eine
>Liebhaberin meiner $besondereEigenschaft".
Dann sag das doch.
>Was wäre ein Käpt'n-Blaubär-Fan auf deutsch (ohne Implikation devianter
>Verhaltensweisen)?
Je nachdem, wie es sich ausprägt: ein Käpt'n-Blaubär-Süchtiger,
Käpt'n-Blaubär-Sammler, Käpt'n-Blaubär-Anhänger, am besten vielleicht
einfach ein Freund von Käpt'n Blaubär.
Liebe Grüße
Astrid
Jein. OLE hat einen herzlich dämlichen Bug, den Ralf aber nicht
versehentlich, sondern mit voller Absicht ausnutzt, um seine Postings
für OLE-Benutzer unlesbar zu gestalten. Er stellt sich damit auf eine
Ebene mit Microsoft, die auch bewußt Webseiten für andere Browser
sabotieren.
--
David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
* Andrew Davison <nomorespam...@hotmail.com> schrieb:
> Ralf Kusmierz <m...@privacy.net> wrote in message
>> X-No-Archive: Yes
>
> Bin ich der einzige hier, Ralf, der deine Beiträge niemals lesen kann?
Kaum.
> Nur das o.g. sehe ich, der Text kommt anscheinend als Anhang,
Hier wäre »scheinbar« wohl passender. :-)
> den ich aber nicht öffnen kann. Liegt das an meinem
> Scheiß-Outlook-Express vielleicht?:-)
Ja. Ralf setzt »begin blub« am Anfang seines Postings. M$ ist der
Meinung, dass dies einen UUencodetes Attachment einleiten würde. Das
ist leider so nicht korrekt.
Siehe auch <URL:http://www.wschmidhuber.de/oeprob/>. IIRC kannst Du das
"Attachment" mit <CTRl>-<F3> sichtbar machen. Die richtige Newsgroup
für weitere Fragen ist <URL:news:de.comm.software.outlook-express>, die
ich aber nicht lese.
Deshalb setze ich mal ein gepflegtes Followup-To: poster
Bis dann
Mark
--
Mark Trettin ------- *Aachen* -- Wo ist das? ------> N: 50°46' O: 06°05'
BOFH excuse #295:
The Token fell out of the ring. Call us when you find it.
> Bin ich der einzige hier, Ralf, der deine Beiträge niemals lesen
> kann? Nur das o.g. sehe ich, der Text kommt anscheinend als
> Anhang, den ich aber nicht öffnen kann.
Kannst Du doch. Probier mal [Strg]+[F3].
M.
> Was wäre ein Käpt'n-Blaubär-Fan auf deutsch (ohne Implikation
> devianter Verhaltensweisen)?
K.-B.-Begeisterter?
--
Oliver Cromm
oc|cult - a secret organization that worships the deity "OC"
(Wiley's dictionary)
Nein, es liegt klar an Ralf.
Deutschsprachige Usenet-Beiträgen beginnen normalerweise nicht mit "begin
...".
Tun sie es doch, so weil der Schreiberling OjE-Benutzer wie mich und dich
nicht als Leser haben will.
Irgendwie befördert er sich so ja quasi automatisch ins Killfile. Naja, soll
er mit seinen weiblichen Fans doch bleiben, wo der Pfeffer wächst!;-)
Lars
> begin quoting, Michael Pronay schrieb:
>
>> "Darf ich Ihnen mein Groupie vorstellen?"
>
> O bitte nicht - ich verstehe unter "Groupie" eine Dame, der i. a. ein
> weitestgehend sexuelles Interesse an dem Objekt der Begierde unterstellt
> wird, das von einschlägigen Kult-Trägern auch weidlich ausgenutzt wird.
Allerdings ist das Wort i. allg. männlich.
- Sebastian
--
Others have critisized the limited vegetarian menu. What vegetarians
are doing at an authentic German restaurant I do not know.
(Restaurantkritik)
"Lars Bräsicke" <lars.br...@rftonline.net> schrieb:
> > Bin ich der einzige hier, Ralf, der deine Beiträge niemals lesen
kann?
> Nein, es liegt klar an Ralf. [...]
> Tun sie es doch, so weil der Schreiberling OjE-Benutzer wie mich und
dich
> nicht als Leser haben will.
> Irgendwie befördert er sich so ja quasi automatisch ins Killfile.
Naja, soll
> er mit seinen weiblichen Fans doch bleiben, wo der Pfeffer
wächst!;-)
Fully ACK.
Irgendwie sein Pech, wenn mancher OE-Leser seine vielleicht wertvollen
Beiträge deswegen nicht lesen kann. Die Typen mit diesem "begin.."
landen sowieso bei mir ins Nirvana. Das Usenet soll nicht
software-diskriminierend sein.
lg,
Tamas
>>Was wäre ein Käpt'n-Blaubär-Fan auf deutsch (ohne Implikation devianter
>>Verhaltensweisen)?
>
>Je nachdem, wie es sich ausprägt: ein Käpt'n-Blaubär-Süchtiger,
>Käpt'n-Blaubär-Sammler, Käpt'n-Blaubär-Anhänger, am besten vielleicht
>einfach ein Freund von Käpt'n Blaubär.
Das ist hübsch. Unser Pfarrer sagt seit neustem auch nicht mehr Jünger zu
den Jüngern, sondern "Jesu Freunde". Vielleicht könnte man ja mal
"Jesus-Fans" anregen.
chr
Naja, Jesus Freaks gibt es ja schon.
Sonja
> Da müsste man allerdings wissen, was an Dir so speziell ist, dass Di
> einen weiblichen Fanclub hast.
"begin quoting"
Ein andrer Ralf
--
It is easier to get into something than to get out of it.
Donald Rumsfeld
>> Das ist hübsch. Unser Pfarrer sagt seit neustem auch nicht mehr Jünger zu
>> den Jüngern, sondern "Jesu Freunde". Vielleicht könnte man ja mal
>> "Jesus-Fans" anregen.
>
> Naja, Jesus Freaks gibt es ja schon.
Im Unterschied zu "Jesu Freunde" und "Jesus-Fans" ist "Jesus Freaks" aber
kein Deutsch, selbst dann nicht, wenn man "Freaks" für Deutsch hält. ;o)
>> Allerdings ist das Wort i. allg. männlich.
>
> Nicht sächlich, wie mein Rechtschreibduden behauptet?
Tatsächlich, Duden hält es für ein Neutrum.
Das geht aber mMn am tatsächlichen Sprachgebrauch vorbei.
Also eine Begin-quoting-Enthusiastin? ;-)
Schöne Grüße,
Wolf
Behauptet auch Wahrig, obwohl er es im Fremdwörterbuch wiederum zusätzlich
maskulin erlaubt. Ich persönlich habe es immer nur männlich gekannt; da
allerdings Groupies meist in der Mehrzahl auftreten, fiel mir's bislang
nicht auf. Aber ein Satz wie "Robert Plant mußte zunächst ein Groupie
rausschmeißen, bevor er sich dem Interview widmen konnte" hätte mich
auf jeden Fall befremdet, zumindest grammatisch.
Viele Grüße
Steffen
Sie mag einfach keine Schwätzer.
Ralf Kusmierz fasst sich immer so schön kurz (jedenfalls auf ihrem OE).
> Das geht aber mMn am tatsächlichen Sprachgebrauch vorbei.
An *Deinem* vielleicht. Hier in AT kenne ich ausschließlich das
neutrale Genus.
M.
Nein, der Fön wurde wegreformiert.
Damit wäre auch endgültig das Phänomen der Föhnkrankheit vollständig
geklärt; es sind die Schmerzen, die entstehen, wenn man seinen
elektrischen Haartrockner falsch anwendet.
> Das ist hübsch. Unser Pfarrer sagt seit neustem auch nicht mehr Jünger zu
> den Jüngern,
Das halte ich für berechtigt. Das Wort "Jünger" ist im Deutschen
ausgestorben; es wird nur noch für die Jünger Jesu verwendet. Ist es
wirklich etwas so Außergewöhnliches, dass es ein spezielles Wort
rechtfertigt?
Den Fall, dass ein Wort ausstirbt, sich aber im religiösen Bereich
länger hält, gibt es öfter: Huld, Fleisch (wie es etwa Paulus in
seinen Briefen verwendet). Man hat dann die Wahl, es zu einem
Fachbegriff zu ernennen und weiterzuverwenden, oder es durch ein
gebräuchliches Wort zu ersetzen. Den ersteren Weg würde ich
bevorzugen, wenn das Wort schon immer eine spezielle Bedeutung hatte,
die der Interessierte sich aneignen musste, den zweiten, wenn es
früher ein Alltagswort war. Bei "Jünger" würde ich den letzteren Fall
vermuten.
> sondern "Jesu Freunde". Vielleicht könnte man ja mal "Jesus-Fans"
> anregen.
Diese beiden Vorschläge (einer ernstgemeint, einer weniger) halte ich
für schlecht. Es war, wenn ich die Evangelien richtig verstehe, weder
ein Verhältnis von gleichberechtigten Freunden, noch das von einem
Star zu einer Horde von Bewunderern, sondern eben von einem Meister
und seinen Jüngern. Da es das Wort "Jünger" nun mal nicht mehr gibt,
trifft wohl "Schüler" am besten.
Helmut Richter
Und ob es Sinn macht, Worte zu "streichen", nur weil sie nicht mehr
gebräuchlich sind, ist noch so eine Frage. Klar verändert sich Sprache, aber
will ich irgendwann denglisch sprechen? Nein.
Wo solche Worte noch in Gebrauch sind und verstanden werden, darf man doch
sicher einen "Bereichswortschatz" erhalten. Es gibt halt Ausdrücke, die nur
in speziellen Gruppen verstanden werden. So ist Jünger halt ein Wort aus dem
Großbereich Religion. Als Beispiel für andere Worte in anderen Bereichen
fällt mir ein, dass ich nie zuvor "plenken" gehört habe, bevor ich ins
Usenet kam. Darf ich jetzt "plenken" streichen, weil es nicht gebräuchlich
ist, weil es halt nicht zum allgemeinen Wortschatz gehört?
Und kann man das Wort Jünger einfach durch Freunde/Fans/Schüler ersetzen?
Trifft eins der drei die Bedeutung?
Sonja
Nicht Fächer?
> Das Wort "Jünger" ist im Deutschen
> ausgestorben; es wird nur noch für die Jünger Jesu verwendet.
Das halte ich für ein Gerücht.
Ralf Kusmierz wrote:
> Was wäre ein Käpt'n-Blaubär-Fan auf deutsch (ohne Implikation devianter
> Verhaltensweisen)?
Käpt'n-Blaubär-Gutfinder.
:-)
-c-
Daniel Engelhardt schrieb:
> Ralf Kusmierz <m...@privacy.net> writes:
>>Das Gerät heißt übrigens Fön.
> Nein, der Fön wurde wegreformiert.
Dass sich die rechtschreibreform auch auf eingetragene waren-
zeichen erstreckt, wäre mir neu (das wäre ja noch schöner: wir
reformieren Persil zu Persiel und Mercedes zu Merzedes).
FOEN® ist ein warenzeichen der AEG Hausgeräte GmbH, einem
tochterunternehmen der Electrolux-gruppe, für haartrockner. Auch
heute werden die haartrockner dieser firma unter der bezeichnung
FOEN verkauft. Haartrockner anderer firmen werden aus marken-
rechtlichen gründen nicht als Fön und auch nicht als Föhn
bezeichnet (auch wenn ich jetzt nicht weiß, ob AEG Hausgeräte
dagegen markenrechtlich etwas unternehmen könnte).
--
tobias benjamin köhler ____________________________ t...@uncia.de
_________ ______________ ______________ ______________ __>_____
========H|H============H|H============H|H============H|=H=====`)
------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^o-o--o-o=
> Tamas Zichy schrieb:
> >Irgendwie sein Pech, wenn mancher OE-Leser seine vielleicht
> >wertvollen Beiträge deswegen nicht lesen kann. Die Typen mit diesem
> >"begin.." landen sowieso bei mir ins Nirvana. Das Usenet soll nicht
> >software-diskriminierend sein.
>
> Ich glaube andersrum wird ein Schuh draus. OjE ist
> usenet-diskriminierend.
Das ist zwar richtig. RK ist wg. Verwendung einer nicht ihm
gehörenden, nicht gelesenen Adresse (m...@privacy.net) allerdings auch
ein Fall für den Filter.
Gruß,
Gerhard, followup-to: poster
> Tamas Zichy schrieb:
> Ich glaube andersrum wird ein Schuh draus. OjE ist
> usenet-diskriminierend.
Das ist aber nicht die Schuld einzelner OE-Benutzer, also warum werden wir
bestraft (wenn es überhaupt als Strafe gilt, auf Ralfs wertvolle Beiträge
verzichten zu müssen...)?
Gruß
Andrew
> Helmut Richter schrieb:
> [..]
>>Da es das Wort "Jünger" nun mal nicht mehr gibt,
>>trifft wohl "Schüler" am besten.
>
> Ab wann ist denn ein Wort ausgestorben? Das heißt, wie alt müssen die
> Menschen sein die es nicht mehr kennen.
Endgültig ausgestorben ist es, wenn es keiner mehr kennt, außer denen, die
es extra zum (oder beim) Studium alter Literatur gelernt haben. Aber schon
wenn es auf keine neuen Situationen mehr angewandt wird, steht es auf der
Roten Liste. Ich wüsste keinen Kontext, in dem ich von jemandes "Jünger"
sprechen würde, außer solchen, wo das vor mir andere schon getan haben:
die Studenten und Doktoranden eines heutigen Professors würde ich als
seine "Schüler", nicht aber als seine "Jünger" bezeichnen. Damit habe ich
nicht mehr die Wahl, das Wort "Jünger" einfach so zu verwenden, sondern
nur noch die Wahl zwischen Fachwort und Archaismus.
Helmut Richter
> Endgültig ausgestorben ist es, wenn es keiner mehr kennt, außer denen, die
> es extra zum (oder beim) Studium alter Literatur gelernt haben. Aber schon
> wenn es auf keine neuen Situationen mehr angewandt wird, steht es auf der
> Roten Liste. Ich wüsste keinen Kontext, in dem ich von jemandes "Jünger"
> sprechen würde, außer solchen, wo das vor mir andere schon getan haben:
> die Studenten und Doktoranden eines heutigen Professors würde ich als
> seine "Schüler", nicht aber als seine "Jünger" bezeichnen. Damit habe ich
> nicht mehr die Wahl, das Wort "Jünger" einfach so zu verwenden, sondern
> nur noch die Wahl zwischen Fachwort und Archaismus.
Jünger hat eine Ausdrucksnuancen, die Schüler nicht hat. Wir wollen doch
unsere Sprache nicht für ärmer erklären als sie ist. Gurgel einfach mal nach
<+"seine Jünger" -jesu -jesus>, und Du wirst staunen.
>Endgültig ausgestorben ist es, wenn es keiner mehr kennt, außer denen, die
>es extra zum (oder beim) Studium alter Literatur gelernt haben. Aber schon
>wenn es auf keine neuen Situationen mehr angewandt wird, steht es auf der
>Roten Liste. Ich wüsste keinen Kontext, in dem ich von jemandes "Jünger"
>sprechen würde, außer solchen, wo das vor mir andere schon getan haben:
Ich würde es genau dort verwenden, wo ich von Anhängern mit
missionarischem Eifer sprechen möchte.
Dazu gibt es immer wieder neue zeitgenössische Beispiele, mir fällt
nur gerade keines ein. Halt, eines doch: Manche hier gebaren sich wie
Jünger der NRS bzw. ARS.
Liebe Grüße
Astrid
> In article <b74ibu$e20$06$1...@news.t-online.com>, Rüdiger Silberer wrote:
>
> > Helmut Richter schrieb:
> > [..]
> >>Da es das Wort "Jünger" nun mal nicht mehr gibt,
> >>trifft wohl "Schüler" am besten.
> >
> > Ab wann ist denn ein Wort ausgestorben? Das heißt, wie alt müssen die
> > Menschen sein die es nicht mehr kennen.
>
> Endgültig ausgestorben ist es, wenn es keiner mehr kennt, außer
> denen, die es extra zum (oder beim) Studium alter Literatur gelernt
> haben. Aber schon wenn es auf keine neuen Situationen mehr angewandt
> wird, steht es auf der Roten Liste. Ich wüsste keinen Kontext, in
> dem ich von jemandes "Jünger" sprechen würde, außer solchen, wo das
> vor mir andere schon getan haben: die Studenten und Doktoranden
> eines heutigen Professors würde ich als seine "Schüler", nicht aber
> als seine "Jünger" bezeichnen. Damit habe ich
Ich könnte mir schon vorstellen, von den Schülern eines Profs als
seinen Jüngern zu sprechen. Allerdings wär das nicht ernst gemeint und
auch nicht sonderlich schmeichelhaft.
Gruß,
Gerhard
> Endgültig ausgestorben ist es, wenn es keiner mehr kennt, außer denen, die
> es extra zum (oder beim) Studium alter Literatur gelernt haben. Aber schon
> wenn es auf keine neuen Situationen mehr angewandt wird, steht es auf der
> Roten Liste. Ich wüsste keinen Kontext, in dem ich von jemandes "Jünger"
> sprechen würde, außer solchen, wo das vor mir andere schon getan haben:
> die Studenten und Doktoranden eines heutigen Professors würde ich als
> seine "Schüler", nicht aber als seine "Jünger" bezeichnen. Damit habe ich
> nicht mehr die Wahl, das Wort "Jünger" einfach so zu verwenden, sondern
> nur noch die Wahl zwischen Fachwort und Archaismus.
Jünger hat Ausdrucksnuancen, die Schüler nicht hat. Wir wollen doch
>> aus der Reihe Lüfter - Gebläse - Kompressor?)
> ^^^^^^^^^^
> "Verdichter" natürlich.
^^^^^
Ist "Natur" deutschen Ursprungs ...?
vG, scnr
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Jede Dummheit findet einen, der sie macht. (Tennessee Williams)
Luther hat "Jünger" nicht ironisch gemeint. Deine Verwendung greift
gerade ein altertümliches, nur noch im religiösen Zusammenhang
uneigentlich gebrauchtes Wort auf um spöttisch zu wirken. Zwischen
Deinem und Luthers Wortgebrauch besteht ein großer Unterschied.
>Luther hat "Jünger" nicht ironisch gemeint. Deine Verwendung greift
>gerade ein altertümliches, nur noch im religiösen Zusammenhang
>uneigentlich gebrauchtes Wort auf um spöttisch zu wirken. Zwischen
>Deinem und Luthers Wortgebrauch besteht ein großer Unterschied.
Ja und? Ich gebrauche viele Wörter mal im eigentlichen Sinne und mal
scherzhaft-bildhaft.
Helmut schrieb: "Das Wort "Jünger" ist im Deutschen ausgestorben; es
wird nur noch für die Jünger Jesu verwendet."
Ich wollte darauf hinaus, daß durch eine solche abgewandelte Nutzung
dieser sonst veraltende Begriff auch im nichtreligösen Kontext
erhalten bleibt.
Liebe Grüße
Astrid
> Helmut Richter schrieb:
>
[...]
> >... Ich wüsste keinen Kontext, in dem ich von jemandes "Jünger"
> >sprechen würde, außer solchen, wo das vor mir andere schon getan haben:
>
> Ich würde es genau dort verwenden, wo ich von Anhängern mit
> missionarischem Eifer sprechen möchte.
>
> Dazu gibt es immer wieder neue zeitgenössische Beispiele, mir fällt
> nur gerade keines ein. Halt, eines doch: Manche hier gebaren sich wie
> Jünger der NRS bzw. ARS.
Du verfällst hier allerdings dem Irrtum, dass ein "Jünger" immer einem
Menschen (Meister/Lehrer) folgt; also nicht ein Jünger seiner Lehre ist.
Yvonne Steiner
> Ralf Heinrich Arning schrieb:
Aber eben nicht in seiner früheren Bedeutung. Und daher muss man das Wort
heute ändern, wenn man die Bedeutung erhalten will.
Helmut Richter
Ups! - da steht (nach unglücklichem "cut and paste") ja genau das
Gegenteil da.
Darum hier noch meine Korrektur:
Du verfällst hier allerdings dem Irrtum, dass ein "Jünger" einer Lehre
folgt; der aber folgt immer einem Menschen -> seinem Meister/Lehrer.
Yvonne Steiner
>> Helmut schrieb: "Das Wort "Jünger" ist im Deutschen ausgestorben; es
>> wird nur noch für die Jünger Jesu verwendet."
>>
>> Ich wollte darauf hinaus, daß durch eine solche abgewandelte Nutzung
>> dieser sonst veraltende Begriff auch im nichtreligösen Kontext
>> erhalten bleibt.
>
>Aber eben nicht in seiner früheren Bedeutung. Und daher muss man das Wort
>heute ändern, wenn man die Bedeutung erhalten will.
Wozu? Was wolltest Du ändern?
Die ursprüngliche Bedeutung ist uninteressant. Jetzt ergibt sich die
eine Bedeutung als die Jünger Jesu, die ja genauer in ihrer Beziehung
zu ihm beschrieben sind - Schüler eben, aber zugleich auch
Freundeskreis und schließlich Gesandte - und damit den Begriff
erklären. Und eben die ironische Verwendung als blinder Nacheiferer
von jemandem oder von etwas.
Liebe Grüße
Astrid
> Klar doch. Das ist selbstverständlich ein heiliges römisches Wort
> deutscher Nation. Äh? Deutschen Lannndes?
Deutscher Geburt. "natio" kommt schließlich von "nasci".
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Mein Newsreader kürzt Deinen Namen in der Artikelübersicht auf 'Torsten Müll'.
Offensichtlich will er mir damit etwas mitteilen :-)"
(Peter J. Holzer in desd zu Torsten Müller)
> FOEN® ist ein warenzeichen der AEG Hausgeräte GmbH, einem
> tochterunternehmen der Electrolux-gruppe, für haartrockner.
Mir wird schwindelig beim Lesen.
Die AEG Hausgeräte GmbH stellt also hausgeräte her?
--
bli
"Martin Gerdes" <martin...@gmx.de> schrieb:
> Der eine tut so, als könnte er den kleinen Tastendruck CTRL-F3 nicht
> finden, der absichtlich für OE verunstaltete Postings sichtbar
> macht,
Tja, das ist bei einem OE-User nicht das Problem. Aber wie soll man
mit Quoting antworten?
lg,
Tamas
>> (Ist "Fan" nicht "Gebläse",
>> aus der Reihe Lüfter - Gebläse - Kompressor?)
> ^^^^^^^^^^
> "Verdichter" natürlich.
7 japanische Übersetzungen für englisch "fan" hier:
<http://www.jekai.org/entries/aa/00/ns/aa00ns03.htm>
--
Oliver Cromm
Der imaginaere Mensch bekommt Oliver. Was tun Sie?
www.sloganizer.de
> Sonja Fritzke schrieb:
>
>> Naja, Jesus Freaks gibt es ja schon.
>
> Im Unterschied zu "Jesu Freunde" und "Jesus-Fans" ist "Jesus Freaks"
> aber kein Deutsch, selbst dann nicht, wenn man "Freaks" für Deutsch
> hält. ;o)
Warum sollte einer denn nicht "Jesus" mit Vornamen und "Freaks" mit
Nachnamen heißen dürfen? Also ich halte das für völlig korrekt ... :)
Wirsing!
ltrebing
--
The first time you'll get a Microsoft product that doesn't suck will be
the day they start producing vacuum cleaners.
Lars Trebing | http://www.ltrebing.de/ | mailto:ltre...@ltrebing.de
Ich "verfälsche" sie nur, um die Menge Spam, die mich täglich darum bittet,
meinen Schwanz vergrößern zu lassen (usw.), irgendwie zu begrenzen, nicht um
den persönlichen Kontakt mit mir zu verhindern. Die richtige Adresse lautet
dubli...@hotmail.com . Ganz einfach das "nospam-" entfernen, um mich zu
erreichen. Den vielen netten Leuten aus dieser NG, die mir schon persönlich
geschrieben haben (auch in Bezug auf dieses Thema), war das anscheinend
nicht zu schwierig. Trotzdem schreib ich in Zukunft immer einen Hinweis
unter meinen Namen.
Gruß,
Andrew
*"nospam-" von der E-Mail-Adresse entfernen, um mir zu schrieben.*
> Ich "verfälsche" sie nur, um die Menge Spam, die mich täglich darum
> bittet, meinen Schwanz vergrößern zu lassen (usw.), irgendwie zu
> begrenzen, nicht um den persönlichen Kontakt mit mir zu verhindern.
Falsche Email-Adressen sind böse:
http://www.gerlo.de/falsche-email-adressen.html
Insbesondere bitte Punkt 3.) beachten.
> *"nospam-" von der E-Mail-Adresse entfernen, um mir zu schrieben.*
*Plonk*
Gruß,
Gerhard
'Fan' ist eine Verkürzung von 'der/die Fanatische'. Da is nigs speziell
amerikanisch, außer eben daß es eine Vereinfachung ist, was der Deutsche
niemals von sich aus machen täte.
> > 2. wie nennt man die in ihrer weiblichen Erscheinungsform?
Eigentlich müßte 'die Fan' gehen. Ansonsten 'die Fanatische/Fanatisierte'.
Es gibt auch durchaus den thematischen Bezug zum Ventilator. Es handelt
sich bei Fans um blinde, oberflächliche Leute ohne Wurzelbewußtsein. Sie
lassen sich vom geringsten Lüftchen dahin wehen, wo der Lüfter sie haben
will. Es sind die von jeglicher Realität weg geblasenen. Unkritisch und
hörig. Götzengläubig.
>> Ralf Kusmierz <m...@privacy.net> wrote:
>>
>> > 1. Wie formuliert man den Begriff "Fan" unamerikan^W politisch
>> > correc^W^W auf deutsch, und
>
> 'Fan' ist eine Verkürzung von 'der/die Fanatische'. Da is nigs speziell
> amerikanisch, außer eben daß es eine Vereinfachung ist, was der Deutsche
> niemals von sich aus machen täte.
Und dann wäre da noch die Aussprache "Fenn".
- Sebastian
> Es gibt auch durchaus den thematischen Bezug zum Ventilator. Es handelt
> sich bei Fans um blinde, oberflächliche Leute ohne Wurzelbewußtsein.
Was ist denn "Wurzelbewußtsein"? Sowas hätte ich eher bei Rüben vermutet.
OS
> On Thu, 24 Apr 2003 06:40:08 -0700, Ulrich Faltmann wrote:
>
>> Es gibt auch durchaus den thematischen Bezug zum Ventilator. Es handelt
>> sich bei Fans um blinde, oberflächliche Leute ohne Wurzelbewußtsein.
>
> Was ist denn "Wurzelbewußtsein"?
Wahrscheinlich Pulpitis.
> > Es gibt auch durchaus den thematischen Bezug zum Ventilator. Es handelt
> > sich bei Fans um blinde, oberflächliche Leute ohne Wurzelbewußtsein.
>
> Was ist denn "Wurzelbewußtsein"? Sowas hätte ich eher bei Rüben vermutet.
Nun, was eine Wurzelbehandlung ist, das weißt Du wohl. Da wird an einer
Wurzel rummanipuliert.
Was 'bewußtlos' bedeutet ist auch klar. Nix wissen und so....
Wenn jemand kein Wurzelbewußtsein hat, dann weiß er nicht, daß seine
Gechichte Wurzeln hat. Fest verankerte. Oder er weiß bzw. will nicht
wissen, wo die denn stecken. Mit solchen Leuten kannst Du im Prinzip
machen was Du willst, wenn Du´s drauf anlegst. Und die werden trotzdem
immer überzeugt den Satz nachschwätzen, "ich bin immer ich geblieben".
Mein Fachbuch führt zum Thema 'Fan' u.a folgendes Beispiel an:
Mt 13,3-6 Und er redete vieles zu ihnen in Gleichnissen und sprach:
Siehe, es ging ein Sämann aus, zu säen. Und indem er säte,
fiel einiges auf den Weg; da kamen die Vögel und fraßen's
auf. Einiges fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde
hatte, und ging bald auf, weil es keine tiefe Erde hatte.
Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und weil es keine
Wurzel hatte, verdorrte es.
Für die Unverständigen wird es dann nochmal genauer erklärt:
Mt 13,20-21 Bei dem aber auf felsigen Boden gesät ist, das ist, der
das Wort hört und es gleich mit Freuden aufnimmt; aber er
hat keine Wurzel in sich, sondern er ist wetterwendisch;
wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung erhebt um des Wortes
willen, so fällt er gleich ab.
Mit 'wetterwendisch' ist nichts anderes gemeint, als wenn wir sagen,
'der hängt sein Fähnlein in den Wind'. Ein typischer Fähn halt. Ich
gehe davon aus, daß 'Fahne' auch mit 'Fan' und 'fanatisch' sprachlich
zusammenhängt. Denk bloß mal daran, was ein echter Fußballfan ohne
seinen typischen Schal wäre, den er im Fahrtwind flattern lassen kann.
Interessant ist noch, wie es unsere Sprachstrategen schaffen, die ein
und dieselbe Bedeutung einmal positiv (hier als Fan) und bei Bedarf
negativ (Fanatiker) rüberzubringen. Wenn Du über eine Frau, die
eindeutige, klare und charakteristische körperliche Eigenschaften auf-
weist, die auf eine bestimmte Herkunft schließen lassen, sagst, sie sei
rassig, dann fühlt sie sich geschmeichelt. Es sei denn, Du bist an eine
Feministin geraten, da bist Du dann ruckzuck rassistisch. Und das ist
dann gleich sauschlecht.
Oder wenn jemand ein Themengebiet eingehend beherrscht, dann hat er
fundamentale Kenntnisse. Das klingt immer gut. Wenn aber sagen wir mal
ein Moslem seinen Glauben richtig ernst nimmt, dann wird er sofort
zum Fundamentalisten verdammt. Da sind uns die bloßen Fans doch lieber.
Oder hab ich da was falsch verstanden?
Herzliche Grüße
Uli
> Interessant ist noch, wie es unsere Sprachstrategen schaffen, die ein
> und dieselbe Bedeutung einmal positiv (hier als Fan) und bei Bedarf
> negativ (Fanatiker) rüberzubringen.
In diesem Falle handelt's sich wohl eher um Sprachtaktiker. Frage mich,
wie man fortwährend die Ebenen verwechseln kann.
> Herzliche Grüße
> Uli
Gruß zurück jovo
>
> Mit 'wetterwendisch' ist nichts anderes gemeint, als wenn wir sagen,
> 'der hängt sein Fähnlein in den Wind'. Ein typischer Fähn halt. Ich
> gehe davon aus, daß 'Fahne' auch mit 'Fan' und 'fanatisch' sprachlich
> zusammenhängt. Denk bloß mal daran, was ein echter Fußballfan ohne
> seinen typischen Schal wäre, den er im Fahrtwind flattern lassen kann.
>
> Interessant ist noch, wie es unsere Sprachstrategen schaffen, die ein
> und dieselbe Bedeutung einmal positiv (hier als Fan) und bei Bedarf
> negativ (Fanatiker) rüberzubringen.
Einspruch Euer Sprachguru! Weils wirklich interessant ist, kleiner
Ety-Exkurs:
Engl. fan (Fächer, Ventilator) und Fahne hängen schon zusammen. Dazu
gehören auch lat. pannus (Lappen) und gr. penos (Gewebe), Wurzel ist
idg. pan (Gewebe).
Fan (engl. f. Fanatiker) geht auf lat. fanaticus (von der Gottheit
ergriffen, rasend), zu lat. fanum = der Gottheit geweihter heiliger
Ort zurück. Vielleicht von lat. for = (auch) weissagen, besingen.
S.a. profanus = vor dem heiligen Bezirk liegend.
Auch unser Wort Ferien gehört in diese Familie.
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_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben;
| | | |_| | man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken."
| | | _ | (Karl Kraus)
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