Am Thu, 19 May 2016 23:15:54 -0700 (PDT) schrieb Ralf Joerres:
> Ich hab's jetzt nicht nachgesehen, aber der Buchstabe 'v' müsste
> bei Grimms eigentlich relativ spät in der Editionshistorie
> drangewesen sein, [...]
Die folgende Seite verrät dir, wann welcher Einzelband des Deutschen
Wörterbuchs erschienen ist:
http://dwb.uni-trier.de/de/das-woerterbuch/die-baende-des-dwb/
> Meine Vermutung war, dass das Wort 'sehr grob geschrotet'
> bedeutet. Der ein oder andere Internet-Hinweis deutet an, dass
> das Wort 'viereckig geschnitten' bedeutet, so als wenn man eine
> Kartoffel so "schält", dass daraus man mit wenigen Schnitten
> eine Art Quader herausschneidet, also mehr Abfall als nutzbare
> Kartoffelmenge produziert; oder dass es 'grob in vier Teile
> geschnitten' bedeuten könnte. Nicht unbedingt sehr überzeugend,
> aber Wörter nehmen manchmal seltsame Wege in der Sprachgeschichte.
*vierschrötig* mhd. /vierschrœtic/, äter /vierschrœte/ (ahd. /fiorscroti/),
wohl eigentl. >viereckig< (zu /Schrot/ >Abgehauenes<, z. B. >Block,
Klotz<), mhd. übertr. >grob, klotzig< /der vierschrötge Schlingel/
HvKleist, Zerbr. Krug 7. Auftr.;
(Quelle: Hermann Paul, "Deutsches Wörterbuch". - 10., überarbeitete und
erweiterte Auflage. - Tübingen : Niemeyer, 2002)
Gruß
Manfred.