Ich bin nicht sicher, wie ich meinen Namen schreiben soll. Das ist
eigentlich ein russischer Name. Ich bin gewoehnt, ihn mit "-ow" (Peregudow)
zu schreiben, aber man hat mir vor Kurzem gesagt, dass es nicht ganz richtig
ist, denn die Deutschen lesen "-ow" wie [o]. Deswegen zweifle ich daran, ob
ich "-ow", "-ov" oder sogar auch "-off" verwenden soll. Was koennt ihr mir
empfehlen?
Ja, es waere auch interssant, wie in verschidenen deutschen Massenmedien die
russischen Namen solcher Art geschrieben werden (z.B. der Name von unserem
Ministerpraesidenten Kassjano<w/v?>).
Ich würde zu Peregudow raten.
Schau Dir mal <http://russland-deutschland.de/links/ru-pol-d-abc.html>
an.
Ortsnamen, z. B. in Berlin und Brandenburg, die auf -ow enden, werden
aber tatsächlich so ausgesprochen, als ob sie auf -o endeten. Das müssen
aber auch die Deutschen, die in diese Gegend ziehen, erst lernen.
Diese Ortnamen gehen auf slawische Bezeichnungen zurück. Manchmal wurde
die Endung in -au abgeändert, z. B. Spandau.
Ralf
> Gruess euch!
Zdravstvujte!
> Ich bin nicht sicher, wie ich meinen Namen schreiben soll. Das ist
> eigentlich ein russischer Name. Ich bin gewoehnt, ihn mit "-ow" (Peregudow)
> zu schreiben, aber man hat mir vor Kurzem gesagt, dass es nicht ganz richtig
> ist, denn die Deutschen lesen "-ow" wie [o]. Deswegen zweifle ich daran, ob
> ich "-ow", "-ov" oder sogar auch "-off" verwenden soll. Was koennt ihr mir
> empfehlen?
Also, das mit der Aussprache [o] gilt wohl v.a. für Ostdeutschland
(gemeint eure ehemaligen Verbündeten in der Ex-DDR): Dort gibt es
viele Ortsnamen slawischer Herkunft auf -ow, die allesamt als [-o]
ausgesprochen werden, z.B. Stadtteile von Berlin wie "Pankow", "Treptow"
usw.
Wie weit die Kenntnis dieser speziellen Aussprache in ganz
Deutschland verbreitet ist - und zwar auch für weniger bekannte
Ortschaften -, müssen dir die anderen Poster aus Deutschland sagen.
In Österreich und der Schweiz sind diese Kenntnisse nur unter Kennern
verbreitet. Alle anderen Leute würden <-ow> natürlich als "russisch"
erkennen und entsprechend als [-of] lesen.
Damit sind wir bei den Personennamen. Ich denke, es hat sich im
gesamten deutschen Sprachraum die Kenntnis verbreitet, dass russische
Personennamen häufig auf <-ow> enden; das wird dann eben als [-of]
ausgesprochen.
Also: Die Schreibung dieser Namen mit <-ow> ist durchaus üblich.
Nur bei eingedeutschen Russen wie z.B. dem russischen (?) Sänger Iwan
Rebroff kann man auch <-off> lesen; bei echten Russen kommt das wohl nicht
vor; ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass Michail Sergejewitsch
Gorbatschow jemals anders geschrieben wurde; allenfalls, in besonders
gut unterrichteten Kreisen, sogar <Gorbatschew>.
Do svidanja
Christian
--
Posted from pop-zh-16-2-dialup-151.freesurf.ch [194.230.216.151]
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>Ich bin nicht sicher, wie ich meinen Namen schreiben soll. Das ist
>eigentlich ein russischer Name. Ich bin gewoehnt, ihn mit "-ow" (Peregudow)
>zu schreiben, aber man hat mir vor Kurzem gesagt, dass es nicht ganz richtig
>ist, denn die Deutschen lesen "-ow" wie [o]. Deswegen zweifle ich daran, ob
>ich "-ow", "-ov" oder sogar auch "-off" verwenden soll. Was koennt ihr mir
>empfehlen?
Auf jeden Fall "-ow". Zwar gibt es auch einige Leute, die unbedingt
"-ov" schreiben wollen, weil sie meinen, es wäre internationaler. Aber
ein freundlicher Hinweis auf Beispiele sollte reichen, um den Unfug
abzustellen ...
>Ja, es waere auch interssant, wie in verschidenen deutschen Massenmedien die
>russischen Namen solcher Art geschrieben werden (z.B. der Name von unserem
>Ministerpraesidenten Kassjano<w/v?>).
Leider greift die "-ov"-Unsitte immer weiter um sich; besonders in den
Gebrauchten Ländern, wo es sehr viel weniger Kontakt zur russischen
Sprache gab, grassiert das. Interessantes kann man dabei immer wieder
in Zeitungen entdecken: Oft kommt dort die gleiche Person in zwei
verschiedenen Schreibweisen vor.
--
Gruß
Mathias +++ m...@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
In und um Berlin und östlich davon gibt es viele Ortsnamen auf -ow, die
"-oh" ausgesprochen werden, Auch Nachnamen von Deutschen, von denen ich
annehme, dass sie aus solchen Gegenden stammen, z.B. Karl Krolow, Vicco
von Bülow usw. "Man" weiss aber auch weit weg von Berlin ungefähr,
welche Namen das sind, und man kann die ziemlich gut von russischen
Namen auf -ow, -ew, -ov, -ev, -off oder was immer unterscheiden.
Die Aussprache auf "-oh" ist abseits dieser Gebiete die ungewöhnliche,
russische Namen auf -ow sind häufiger.
Nach Gefühl (ich hab seeehr wenig Ahnung von Russisch):
o Bei russischen Namen ist heute im Deutschen -ow üblich.
o Die Schreibweise mit -off wirkt auf mich etwas antiquiert (aber bei
der Malakoff-Torte möchte ich nicht darauf verzichten). So heissen
Leute, deren Vorfahren vor 100 oder mehr Jahren in den deutschen
Sprachraum eingewandert sind und bei denen die eingedeutsche
Schreibweise damals von Standesämtern festgeschrieben wurde[1].
Viele Namen von berühmten Leuten, die die vor 20 oder mehr Jahren
mit -off oder -eff geschreiben wurden, schreibt man heute mit -ow
oder -ev. (Rimski-Korsakoff, Prokofieff, etc.)
o Die Endung -ov sieht mir etwas französisch aus, und -oudov noch
viel mehr. Bei einem Herrn Peregoudov würde ich annehmen, dass die
Muttersprache (oder die Zweitsprache neben dem Russischen)
Französisch ist.
[1] Ich kenne eine Frau namens Baïkoff, deren Grosseltern sich vor ca.
100 Jahren in der Gegend von Neuenburg (französischsprachige
Schweiz) niederliessen. Ihre Eltern kamen vor 50 oder so Jahren
nach Zürich, wo man auf dem Kreisbüro (Einwohnermeldeamt) offenbar
keine Schreibmaschine mit I-Trema besass. Sie hatte ziemliche Mühe,
sogar heute, wo Zürcher Amtsstuben sogar Entsorgungsmerkblätter in
kyrillischen Schriften publizieren, ihre zwei i-Punkte auf der
Identitätskarte (Personalausweis) eintragen zu lassen.
- Andi
Also in der CH kann man seinen Namen nicht einfach nach Belieben abändern.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass dies in D anders ist. Oder doch?
Yvonne Steiner
> Von: "Christian Seidl" <se...@indoger.unizh.ch>
> Organisation: Mailgate.ORG Server - http://www.Mailgate.ORG
> Newsgroups: de.etc.sprache.deutsch
> Datum: Wed, 19 Dec 2001 22:07:36 +0000 (UTC)
> Betreff: Re: off/ov/ow
Iwan Rebroff heißt mit richtigem Namen Hans Rolf Rippert und ist aus Berlin.
Meine Quelle ist folgender Artikel, letzte Zeile:
http://www2.tagesspiegel.de/archiv/2001/10/24/ak-ku-559436.html
Gruß
Gerhard
>Iwan Rebroff heißt mit richtigem Namen Hans Rolf Rippert und ist aus Berlin.
Dimitroff (Bulgare)
> Ich bin nicht sicher, wie ich meinen Namen schreiben soll. Das ist
> eigentlich ein russischer Name. Ich bin gewoehnt, ihn mit "-ow" (Peregudow)
> zu schreiben, aber man hat mir vor Kurzem gesagt, dass es nicht ganz richtig
> ist, denn die Deutschen lesen "-ow" wie [o]. Deswegen zweifle ich daran, ob
> ich "-ow", "-ov" oder sogar auch "-off" verwenden soll. Was koennt ihr mir
> empfehlen?
Auf deutsch -ow. Auf englisch kenne ich am ehesten -ov, auf franzoesisch
traditionell -off.
Hier gabs auch schon mal einen Thread zur Umschrift russischer Namen.
Die englische Umschrift oder das, was die Leute dafuer halten, breitet
sich aus. Aber wo gibt es kein Denglisch? (Schlimmes Beispiel: Der
Buchtitel "Doktor Shivago", ich glaub ein Fischer-Taschenbuch. Aber ueber
stimmlos und stimmhaft koennen ja auch Austral- und Borealgermanen
geteilter Meinung sein.)
Dass die Endungen von Rudow oder Pankow anders ausgesprochen werden,
sollte dich nicht stoeren.
Gruss, Martin
Ich schlie?e mich dem allgemeinen Tenor an und pladiere fur "-ow" (und
"-u-" mittendrin, also genauso, wie Du ihn schon bisher schreibst).
"-ov" birgt m. E. die Gefahr in sich, mit langem "o" gesprochen zu
werden wie die Vokale in den paar Silben mit "v" im Auslaut, die mir
gerade einfallen (Luv, Stov-chen, Autoklav, ...?)
"-off" sollte besser dem Rinderfilet Stroganoff vorbehalten bleiben.
Ob z. B. bei der amtlichen Erfassung im Melderegister uberhaupt
Spielraum besteht, ist fraglich, denn ich nehme an, dass dort eine
entsprechende Vorschrift besteht, wahrscheinlich auf Basis der
einschlagigen Norm DIN 1460 "Umschrift kyrillischer Alphabete slawischer
Sprachen" (aktuelle Ausgabe April 1982). Die habe ich allerdings nicht
vorliegen, deswegen kann ich sie zum vorliegenden Problem nicht
kosultieren. Wer von Euch aber heute Nachmittag an einer
Universitatsbibliothek mit Normenauslegestelle vorbeikommt, kann ja mal
kurz reinschauen. :-)
Gru?,
Michael
Ich würde das gar nicht als "Unsitte" bezeichnen, sondern nur als (noch)
weniger gebräuchlich. Das russische "B" schreit doch von seiner
Aussprache (w bzw. f) förmlich nach einer Transkription durch "v".
CU
Thomas
--
"Wagner's music is better than it sounds."
-- Mark Twain
>Ich würde das gar nicht als "Unsitte" bezeichnen, sondern nur als (noch)
>weniger gebräuchlich. Das russische "B" schreit doch von seiner
>Aussprache (w bzw. f) förmlich nach einer Transkription durch "v".
Kann ich nicht nachvollziehen. Einfache Beispiele sind Wasser und
Wässerchen --> Woda & Wodka. Das gleiche gilt für Wladimir
(irgendwelche Trottel schreiben im Deutschen ab und an Vladimir; das w
ist aber stimmhaft, weshalb das stimmlose v nicht in Betracht kommt).
> Also in der CH kann man seinen Namen nicht einfach nach Belieben
> abändern. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass dies in D anders
> ist. Oder doch?
Ein russischer Kommilitone von mir hat seinen Nachnamen kürzlich von
Kharkhourin auf Harhourin abändern lassen, weil die Aussprache so
richtiger ist. Geht also wohl.
--
Wolfgang Mederle
wolfgang...@stud.uni-muenchen.de
http://www.mederle.de/
ICQ# 1435333
Doctor?
> ich glaub ein Fischer-Taschenbuch. Aber ueber
> stimmlos und stimmhaft koennen ja auch Austral- und Borealgermanen
> geteilter Meinung sein.)
--
Jürgen Kozlik
Manchmal wurde
> die Endung in -au abgeändert, z. B. Spandau.
Bernau. Udn das soll von Bernow kommen (1 Bernau gibt's auch in Obb.,
vgl. die Hl. Agnes von Bernau)?
FR
>Stov-chen
ö
>uberhaupt
ü
>einschlagigen
ä
>Universitatsbibliothek
ä
>Gru?,
ß
Da ist wohl mit dem charset wieder was schiefgelaufen...
'tschuldigung!
Michael
> o Die Endung -ov sieht mir etwas franz?sisch aus, und -oudov noch
Du meinst wohl den Namen, der in "%from" steht? Das ist die englische
Variante von meinen Namen, nicht die deutsche. Und "_ou_dov" ist es, weil
"Pereg_u_dov" auf Englisch nicht besonders gut klingt: [ju]. Ich glaube,
"ou" wird sicher als [u] ausgespochen.
> Muttersprache (oder die Zweitsprache neben dem Russischen)
> Franz?sisch ist.
Ich kann gar nicht franzoesisch. :-)
Jetzt bin ich sicher, dass "Peregudow" richtig ist, und kann es meinem
Phonetik-Lehrer nachweisen.
Vielen Dank!
> > Leider greift die "-ov"-Unsitte immer weiter um sich; besonders in den
> > Gebrauchten Ländern, wo es sehr viel weniger Kontakt zur russischen
> > Sprache gab, grassiert das.
>
> Ich würde das gar nicht als "Unsitte" bezeichnen, sondern nur als (noch)
> weniger gebräuchlich. Das russische "B" schreit doch von seiner
> Aussprache (w bzw. f) förmlich nach einer Transkription durch "v".
Ja, wenn man das Russ. transliteriert, dann benutzt man am besten
das tschech. Alphabet.
Ansonsten wird jetzt oftmals die Transpription der Library of Congress
verwendet. Und deutsche phonet. Umschrift. Aber das geht auch bei der
FAZ oftmals völlig durcheinander.
FR
> > o Die Endung -ov sieht mir etwas franz?sisch aus, und -oudov noch
> Du meinst wohl den Namen, der in "%from" steht? Das ist die englische
> Variante von meinen Namen, nicht die deutsche. Und "_ou_dov" ist es, weil
> "Pereg_u_dov" auf Englisch nicht besonders gut klingt: [ju].
Ach, denk dir einfach Amis. Viele von denen vermeiden die Jotierung, wo
immer es geht. ;)
> Ich glaube,
> "ou" wird sicher als [u] ausgespochen.
"Perrigaudof" ;-)
Poka
Thomas
Das würde ich mit v genauso aussprechen. Auch Vassilij, Viktor und
vopros.
> Das gleiche gilt für Wladimir
Da sehe ich immerhin das Problem ein.
> (irgendwelche Trottel schreiben im Deutschen ab und an Vladimir; das w
> ist aber stimmhaft, weshalb das stimmlose v nicht in Betracht kommt).
Dann spricht man es eben stimmhaft aus. Ich sage ja auch nicht "Fase",
wenn ich "Vase" lese. ;)
CU
Tho"Vladikavkaz oder Wladikawkas?"mas
> "Perrigaudof" ;-)
Oh, meine Guete!.. :-)
Kyrillischer Buchstabe//Aussprachenahe Transkription//DIN 1460
<...>
B//w//v
<...>
>> Das gleiche gilt für Wladimir
>Da sehe ich immerhin das Problem ein.
Keine Regel ohne Ausnahme?
>Tho"Vladikavkaz oder Wladikawkas?"mas
Letzteres ist geläufiger.
>Bernau. Udn das soll von Bernow kommen (1 Bernau gibt's auch in Obb.,
>vgl. die Hl. Agnes von Bernau)?
Wobei sich beide Nester in der Betonung unterscheiden: In Bayern wohl
auf der ersten Silbe, bei Berlin auf der letzten.
> o Die Schreibweise mit -off wirkt auf mich etwas antiquiert (aber bei
> der Malakoff-Torte möchte ich nicht darauf verzichten). So heissen
> Leute, deren Vorfahren vor 100 oder mehr Jahren in den deutschen
> Sprachraum eingewandert sind und bei denen die eingedeutsche
> Schreibweise damals von Standesämtern festgeschrieben wurde[1].
> Viele Namen von berühmten Leuten, die die vor 20 oder mehr Jahren
> mit -off oder -eff geschreiben wurden, schreibt man heute mit -ow
> oder -ev. (Rimski-Korsakoff, Prokofieff, etc.)
In der Praxis werden sie mal so, mal anders geschrieben, je nach
Autor und Lust und Laune.
In der Elektrotechnik gibt es den Begriff des Tschebyscheff-Filters.
Man kann sich ausmalen, wieviele verschiedene Schreibweisen dafür
existieren. Erst recht, wenn man internationale Fachliteratur bemüht.
--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de
> Auf jeden Fall "-ow". Zwar gibt es auch einige Leute, die unbedingt
> "-ov" schreiben wollen, weil sie meinen, es wäre internationaler.
Es ist eine Frage, welche Umschrift man verwenden will. Und ja, ich
bevorzuge eine saubere Transliteration gegenüber einer volkstümelnden
Transkription. So oder so, <-ow> oder <-ov> ist nur ein kleiner
Teil davon, und die Tabellen stehen im Duden.
> > "Die" Deutschen nicht.
> Verzeihung. Aber warum passt der bestimmte Atikel hierzu nicht?
Mit dem bestimmten Artikel drückst du in diesem Falle aus, dass alle
Deutschen gemeint sind. Da aber diese spezielle Aussprache wohl im
hintersten Herrgottswinkel von Oberbayern wohl nicht bekannt ist,
kommt nur eine "Teilmenge" aller Deutschen in Frage. Darum steht dann
kein Artikel.
> Und noch 'ne Frage. Wie ist es richtiger: "Er ist ein Deutscher" oder "Er
> ist Deutscher"?
Standardsprachlich korrekt: "Er ist Deutscher." Aber ich gebe zu, die
Sache ist kompliziert:
- Er ist Student/Russe/Feuerwehrhauptmann/Dichter.
Aber:
- Er ist ein Feigling/Blödmann/Depp/Trottel/Klugscheißer.
Christian
--
Posted from pop-be-15-1-dialup-174.freesurf.ch [194.230.14.174]
> "Martin Gerdes" <martin...@gmx.de> ???????/???????? ? ????????
> ?????????: news:i5242ugvg8hv7tlku...@4ax.com...
[Die Deutschen lesen 'ow' ohne 'w']
>> "Die" Deutschen nicht.
> Verzeihung. Aber warum passt der bestimmte Atikel hierzu nicht?
Er paßt, nur bedeutet das dann, daß alle Deutschen - möglicherweise
mit Ausnahmen - so machen.
> Und noch 'ne Frage. Wie ist es richtiger: "Er ist ein Deutscher" oder "Er
> ist Deutscher"?
Beides ist richtig und bedeutet im Prinzip das gleiche. Es gibt eine
Bedeutungsnuance: Der erste Satz gibt eher die Zugehörigkeit zu der
Gruppe der Deutschen an, der zweite die Eigenschaft einer Person,
deutscher Nationalität zu sein.
- Sebastian
Ist doch gut so. Wäre dir "Pyeregoodov" lieber? ;-)
> > "Perrigaudof" ;-)
> Oh, meine Guete!.. :-)
Naja, wenn man "ou" für Englischsprachige einbaut, muss man mit so etwas
rechnen. ;)
CU
Thomas
--
"They that can give up essential liberty to obtain a little temporary
safety deserve neither liberty nor safety."
-- Benjamin Franklin, 1759
Jedenfalls bei Sprachen.
> >Tho"Vladikavkaz oder Wladikawkas?"mas
>
> Letzteres ist geläufiger.
Stimmt. Dass w geläufiger ist, hatte ich ja auch gleich geschrieben. Ich
wollte das v nur ein bisschen vor allzu großer Diffamierung schützen. ;)
CU
Thomas
--
A cynic is a person searching for an honest man, with a stolen
lantern.
-- Edgar A. Shoaff
> > o Die Endung -ov sieht mir etwas franz?sisch aus, und -oudov noch
> Du meinst wohl den Namen, der in "%from" steht? Das ist die englische
> Variante von meinen Namen, nicht die deutsche.
Nein, das ist eine französische Umschrift.
> Und "_ou_dov" ist es, weil "Pereg_u_dov" auf Englisch nicht
> besonders gut klingt: [ju].
In dieser Position ist es sicher kein /ju/. Ganz davon abgesehen
gibt es wohl keinen Buchstaben, der in allen Sprachen der Welt
gleich ausgesprochen wird, so dass eine Fehllesung durch naive
Sprecher anderer Sprachen nicht zu umgehen ist.
Ich rate davon ab, irreführende Schreibungen zu verwenden, um zu
versuchen, eine bestimmte Aussprache zu erzwingen. Sowas geht leicht
nach hinten los, siehe "Myanmar".
> Ich glaube, "ou" wird sicher als [u] ausgespochen.
<ou> kann im Englischen mindestens die Aussprachen /V/, /oU/, /O/,
/aU/, und /u/ haben. Ich wage nicht zu spekulieren, welche bei einem
unbekannten Wort an dieser Position am wahrscheinlichsten ist.
>bevorzuge eine saubere Transliteration gegenüber einer volkstümelnden
>Transkription.
Ich bevorzuge die vertraute Transkription. Volkstümelnd finde ich das
ganz und gar nicht; solche Behauptung finde ich albern.
>Stimmt. Dass w geläufiger ist, hatte ich ja auch gleich geschrieben. Ich
>wollte das v nur ein bisschen vor allzu großer Diffamierung schützen. ;)
Wie?! Nieder mit dem vau! Ersetzt es! ;-)
>1. slawisches -ow, später auf -au "verdeutscht" (e.g. Spandau)
>2. originär deutsches -au (e.g. Friedenau, Frohnau)
J-au! Wobei das Berliner Bernau ;-) etwas altes ist --> die
aufgebrachten Berliner haben irgnedwann um das 14. Jahrhundert den
Propbst zu Bernau erschlagen und kamen unter päbstlichen Bann. Heute
würde letzteres niemanden ernsthaft stören ;-)
"Thomas Gerlach" <ger...@informatik.uni-marburg.de> schrieb
> Dann spricht man es eben stimmhaft aus. Ich sage ja auch nicht "Fase",
> wenn ich "Vase" lese. ;)
>
> CU
> Tho"Vladikavkaz oder Wladikawkas?"mas
Dzaudzhikau!
(Die Rückbenennung in "Beherrsche den Kaukasus" war keine so tolle Idee,
eher sehr bezeichnend für Russlands Haltung gegen die Kaukasier. Da
bevorzuge ich doch die ossetische Variante. )
s sozialistitscheskom priwjetom,
Lars
> On Thu, 20 Dec 2001 22:14:28 +0100, Wolfgang Schwanke
> <BITTELOES...@snafu.de> wrote:
>
>>1. slawisches -ow, später auf -au "verdeutscht" (e.g. Spandau)
>>2. originär deutsches -au (e.g. Friedenau, Frohnau)
>
> J-au! Wobei das Berliner Bernau ;-) etwas altes ist --> die
> aufgebrachten Berliner haben irgnedwann um das 14. Jahrhundert den
> Propbst zu Bernau erschlagen und kamen unter päbstlichen Bann. Heute
> würde letzteres niemanden ernsthaft stören ;-)
Und ersteres? Kommt drauf an, ob sie ihn mögen...
"Angeber-Wessi mit Bierflasche erschlagen: Ganz Bernau freut sich, daß
er tot ist"
War IIRC die Schlagzeile auf der ersten Ausgabe der "Super". Ob's das
gleiche Bernau war, k. A.
- Sebastian
OK, aber dann sind alle "B"s weg. ;)
Ich hatte nicht vor, den Namen zu propagieren, und dass es da einige
doch sehr imperialistische gibt, ist mir auch schon aufgefallen. ;)
Wie kommt eigentlich Groznyj zu seinem Namen, und gibt es zehn Jahre
nach dem Ende der UdSSR Pervomajskoe (oder Pjerwomaiskoje oder
Pyervomayskoye oder...) noch?
spokojnoj no(ts)chi
Thomas
--
"I shot an arrow into the air, and it stuck."
-- Graffito in Los Angeles
Nö. Ersteres is Transkription nach Library of Congess, das andere
deutsche Umschrift.
Wlamimir heißt übrigens 'Beherrsche die Welt', Wladikawkas 'Beherrsche
den Kaukasus'.
In der letzten FAZ-Sonntagszeitung, Feuilleton, S. 30 unter dem
Rubrum 'Erinnerungen an den Sozialismus' ein ganz witzichter Beitrag
eines sicheren Jochen Schmidt: Wie ich einmal fast Russisch sprach'.
Ich werde mal meine Erinnerungen an den Unterrichtstag in der Produktion
(UTP) zu Papier bringen.
FR
> > o Die Schreibweise mit -off wirkt auf mich etwas antiquiert (aber bei
> > der Malakoff-Torte möchte ich nicht darauf verzichten). So heissen
> > Leute, deren Vorfahren vor 100 oder mehr Jahren in den deutschen
> > Sprachraum eingewandert sind und bei denen die eingedeutsche
> > Schreibweise damals von Standesämtern festgeschrieben wurde[1].
> > Viele Namen von berühmten Leuten, die die vor 20 oder mehr Jahren
> > mit -off oder -eff geschreiben wurden, schreibt man heute mit -ow
> > oder -ev. (Rimski-Korsakoff, Prokofieff, etc.)
>
> In der Praxis werden sie mal so, mal anders geschrieben, je nach
> Autor und Lust und Laune.
>
> In der Elektrotechnik gibt es den Begriff des Tschebyscheff-Filters.
> Man kann sich ausmalen, wieviele verschiedene Schreibweisen dafür
> existieren. Erst recht, wenn man internationale Fachliteratur bemüht.
Wird nicht 'je' nach Zischlauten wie 'jo' gesprochen' Müßte also
Tschebyschoff-Filter heißen.
Ich wurde mal mit Näherungen nach Kolmogoroff gemartert. Der Mann war
übrigens bekannter Mathematiker und hatte sich in 1 Akademie-
Sitzung in Moskau mit 1 anderen Mathem. geohrfeigt. Dies wurde dem
großen Genossen Stalin hinterbracht, der nur murmelte: 'Bywajet' =
sowas kommt vor.
FR
> >1. slawisches -ow, später auf -au "verdeutscht" (e.g. Spandau)
> >2. originär deutsches -au (e.g. Friedenau, Frohnau)
>
> J-au! Wobei das Berliner Bernau ;-) etwas altes ist --> die
> aufgebrachten Berliner haben irgnedwann um das 14. Jahrhundert den
> Propbst zu Bernau erschlagen und kamen unter päbstlichen Bann. Heute
> würde letzteres niemanden ernsthaft stören ;-)
Berliner Synonym für einen idiotischen Provinzler: Karl Arsch aus
Erkner.
FR
> > Tho"Vladikavkaz oder Wladikawkas?"mas
>
> Dzaudzhikau!
> (Die Rückbenennung in "Beherrsche den Kaukasus" war keine so tolle Idee,
> eher sehr bezeichnend für Russlands Haltung gegen die Kaukasier. Da
> bevorzuge ich doch die ossetische Variante. )
>
> s sozialistitscheskom priwjetom,
Zhelaju twojemu mnogije uspjechy w nowom godom!
Bin mir allerdinx nich sicher, ob ich den Präpositiv richtig gebildet
habe; is zu lange her. 'W nowom godje'?
FR
> > > Tho"Vladikavkaz oder Wladikawkas?"mas
> >
> > Dzaudzhikau!
>
> OK, aber dann sind alle "B"s weg. ;)
> Ich hatte nicht vor, den Namen zu propagieren, und dass es da einige
> doch sehr imperialistische gibt, ist mir auch schon aufgefallen. ;)
> Wie kommt eigentlich Groznyj zu seinem Namen, und gibt es zehn Jahre
> nach dem Ende der UdSSR Pervomajskoe (oder Pjerwomaiskoje oder
> Pyervomayskoye oder...) noch?
Mit Sicherheit. Was mich auch immer wundert ist, daß die Turksprachigen
die ihnen verabfolgten russ. Suffixe ihrer Nachnamen nicht abstreiben,
e.g. Alijew.
1993 war ich im ostpreuß. Klein-Beinuhnen und wir wollten von den
nunmehr mehrheitlich kasachstan-deutschen Einwohnern wissen, wie das,
früher der Familie Celsius gehörende, Gut jetzt hieße. Nach einigem
Grübeln kamen sie auf den Namen 'Erster Mai'. Nun ja.
> spokojnoj no(ts)chi
Heißt dat nich: S pokojnu notschju?
Eine friedliche Nacht: FR
> > der nur murmelte: 'Bywajet' =
> >[...]
> Bitte, bitte,
> sag uns doch was 'Bywajet' bedeutet.
Hatte docheschrieben: Sowas kommt vor.
FR
> Zhelaju twojemu mnogije uspjechy w nowom godom!
(Deutsche Transkription muss natürlich brav "schelaju" verwenden.)
> Bin mir allerdinx nich sicher, ob ich den Präpositiv richtig gebildet
> habe; is zu lange her.
Nee, -om ist Instrumental.
> 'W nowom godje'?
Hmm. Das Wörterbuch meint, da sein ein Lokativ fällig: w nowom godu.
"Florian Ritter" <flor...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9vtvnu$6bd$1...@unlisys.unlisys.net...
> "Lars Braesicke" <Lars.Br...@t-online.de> schreibt:
>
> Zhelaju twojemu mnogije uspjechy w nowom godom!
> Bin mir allerdinx nich sicher, ob ich den Präpositiv richtig gebildet
> habe; is zu lange her. 'W nowom godje'?
Schelaju _tebje_ mnogo uspechow w Nowom Godu!
"twojemu" wäre "deinem", du hast vielleicht sowas wie "dir" gemeint, oder?
Grüße aus Spandow :),
Roman
Nö. Auf "jo" liegt immer die Betonung (die ist aber bei Tschebyscheff
afaik vorn, und luchsche (besser) hat auch kein "jo" hinten), und wenn
es nach Zischlauten kommt, wird es wie "o" ausgesprochen
(Gorbatschow=Gorbachev). Ansonsten fallen mir zu Zischlauten spontan nur
die folgenden Regeln ein:
- Nach Zischlauten und ts wird unbetontes o zu e
- Nach g, k, kh und Zischlauten wird y zu i, ya zu a und yu zu u
CU
Thomas
Genau. ;)
> > spokojnoj no(ts)chi
>
> Heißt dat nich: S pokojnu notschju?
Ich glaube eher nicht, dass der Genitiv von "spokojnaya noch'" so
unregelmäßig gebildet wird. ;)
Dein "S" würde ja auch einen Instrumental verlangen, so dass das (mir
unbekannte) Adjektiv "pokojnyj" (bzw. pokojnaya) auch "pokojnoj" lauten
müsste. Und "ju" nach "tsch" klappt auch nicht. ;)
CU
Tho'"Pokovoj nochi" tunlichst vermeidend'mas
--
In a museum in Havana, there are two skulls of Christopher Columbus,
"one when he was a boy and one when he was a man."
-- Mark Twain
> - Er ist ein Feigling/Bl?dmann/Depp/Trottel/Klugschei?er.
Und das ist schon 'ne Eigenschaft, deswegen "ein".
>nach dem Ende der UdSSR Pervomajskoe (oder Pjerwomaiskoje oder
>Pyervomayskoye oder...) noch?
Allein an den drei Beispielen sieht man recht gut, daß die Variante
Pjerwomaiskoje der tatsächlichen Aussprache am nächsten kommt.
>"Angeber-Wessi mit Bierflasche erschlagen: Ganz Bernau freut sich, daß
>er tot ist"
>War IIRC die Schlagzeile auf der ersten Ausgabe der "Super". Ob's das
>gleiche Bernau war, k. A.
War's Bernau? Ist schon so lange her ... Der Unterschied ist aber
trotzdem deutlich: In dem einen Fall waren es aufgebrachte Berliner,
im anderen Fall haben die Leute selbst Hand angelegt ;-)
(Die zitierte Zeile war eines der überlsten journalistischen
Machwerke. Trotzdem besitzt sie Kultstatus.)
Keine. Außer dieser. ;-)
Gruß,
Michael
Wer schreibt denn den so?! Wohl die Leute, die seinen Vornamen "ßersch"
aussprechen.
chr
godu?
Mir ist so, als ginge der 6. Fall bei einsilbigen (sad, les - Gott,
sieht das aus!) auf -u.
chr
Jo.
> Mir ist so, als ginge der 6. Fall bei einsilbigen (sad, les - Gott,
> sieht das aus!) auf -u.
Das tut er nicht. Der Präpositiv bleibt auf -e, nur der Lokativ
unterscheidet sich bei einigen Wörtern vom Präpositiv. Ein mehrsilbiges
Wort: Bereg (Ufer): "Ya govoryu o berege", aber "ya stoyu na beregu".
Ach so: "Na yuge", nicht "na yugu".
CU
Thomas
--
The gods gave man fire and he invented fire engines. They gave him
love and he invented marriage.
eben;-)
> Ich hatte nicht vor, den Namen zu propagieren, und dass es da einige
> doch sehr imperialistische gibt, ist mir auch schon aufgefallen. ;)
> Wie kommt eigentlich Groznyj zu seinem Namen, und gibt es zehn Jahre
Keine Ahnung, vermutlich nach Iwan Grosnyj (Iwan,dem Schrecklichen)?
Mittlerweile hat die Stadt den Namen auch ohne jenen Zaren redlich
verdient.
> nach dem Ende der UdSSR Pervomajskoe (oder Pjerwomaiskoje oder
> Pyervomayskoye oder...) noch?
Es gab sicher Dutzende und Aberdutzende Pjerwomajskojes, viele werden
immer noch so heißen.
Eher ein einfallsloser Name.
Am liebsten war mir der Ort "imeni 26 bakinskich kommissarow" ("benannt
nach 26 Bakuer Kommissaren"), ein wahres Meisterwerk
russisch-sowjetischer Namensgebung. Er liegt allerdings in
Aserbaidschan.
Lars
Das stimmt. Aber mit "zhelaju" ist Genitiv zu gebrauchen, also "mnogich
[besser: mnogo / bol`schich] uspechow"
Und noch: "twojemu" ist ein Possesivpronomen (mask. oder neutrum, dativ).
Also entweder "tebe" (personlich) oder "twojemu muzhu / bratu / rebjonku /
..."
MfG
Mikhail Rotstein
Nein. Die Transskription bezieht sich nur auf den Eigennamen "Shivago" und
ist richtig. "Doktor" wird als Titel durchaus in deutscher Sprache
geschrieben. Es ist ja ein deutschsprachiges Buch.
Der Teufel
--
Wolfram Teufel
Tel. +49 178 4634173
wolfram...@gmx.de
Es ist beides richtig. Es sind nur zwei unterschiedliche
Transskriptionssysteme, die man allerdings nicht miteinander vermischen
darf. Einmal stimmt "Peregoudov", zum anderen "Peregudow", nie aber
"Peregudov" oder "Peregoudow".
> >nach dem Ende der UdSSR Pervomajskoe (oder Pjerwomaiskoje oder
> >Pyervomayskoye oder...) noch?
>
> Allein an den drei Beispielen sieht man recht gut, daß die Variante
> Pjerwomaiskoje der tatsächlichen Aussprache am nächsten kommt.
[...]majskoje käme noch näher, nur wird unser Diphtong anders
umschrieben...
Gruß, ULF
--
________________________________________________________________________
Ulf Kutzner Backhaushohl 46 D-55128 Mainz
________________________________________________________________________
byt' - sein.
byvat' - gelegentlich oder auch wiederholt vorhanden/anwesend/verfügbar
sein oder eben auch vorkommen.
Gruß & X-Post, ULF
> Mit Sicherheit. Was mich auch immer wundert ist, daß die Turksprachigen
> die ihnen verabfolgten russ. Suffixe ihrer Nachnamen nicht abstreiben,
> e.g. Alijew.
Mancherorts scheinen sich jetzt Formen auf 'o(g)ly' durchzusetzen...
Gruß, ULF
> o Die Endung -ov sieht mir etwas französisch aus,
Dabei schreiben die Franzosen aber -ev.
M.
> Auf englisch kenne ich am ehesten -ov, auf franzoesisch
> traditionell -off.
Nein, kein "-off", sondern "-ev". Google liefert 16 mal
"Gorbatchoff", dafür 7800 mal "Gorbatchev" - und letztere im
Gegensatz zu ersteren tatsächlich auf Französisch.
M.
In Dzaudzhikau/Wladikawkas/Ordzhonikidse, Ossetien leben keine Türken
sondern indoeuropäische (iranische) Osseten. Ihre Namen lassen sich
einfach ins Ossetische übersetzen: einfach -ow/-ew durch -ta ersetzen:
Aslanow > Aslanta
Herr Alijew ist allerdings Präsident von Aserbaidschan
Bei Turksprachen könnte es ähnliche Suffixe geben, -oglu z.B.,
Familiennamen auf -ow/-ew sind aber auch im Aserbaidschanischen noch die
Regel
Das es noch immer eine russische Namensform gibt, ist in der Tat
verwunderlich.
Kharzizar!
Lars
Könnte das am speziellen Namen liegen? Gorbatschow wird ja mit "jo"
geschrieben, also mit e (Gorbachev). Leider hat eine Suche nach
Chruschtschow (Khrushchev) das gleiche Problem. Es bleiben noch
Kolmogorow, Pawlow und viele andere mit vermutlich weit weniger
Ergebnissen als Gorbatschow.
CU
Thomas, nicht online
--
Don't let people drive you crazy when you know it's in walking
distance.
> Könnte das am speziellen Namen liegen? Gorbatschow wird ja mit
> "jo" geschrieben, also mit e (Gorbachev). Leider hat eine Suche
> nach Chruschtschow (Khrushchev) das gleiche Problem.
Keine Ahnung - ich kann nicht russisch. Aber Gotbatschow und
Chruschtschow waren die beiden, von denen ich gewusst habe, dass
sie in Frankreich mit -ev geschrieben werden.
M.
Sag das nicht. Im Französischen war die Umschrift -off durchaus nicht
unüblich.
Den Vodka und den Namen gibt es ja auch schon länger als die Perestrojka.
Gruß & X-Post, ULF
>> > Auf englisch kenne ich am ehesten -ov, auf franzoesisch
>> > traditionell -off.
>> Nein, kein "-off", sondern "-ev". Google liefert 16 mal
>> "Gorbatchoff", dafür 7800 mal "Gorbatchev" - und letztere im
>> Gegensatz zu ersteren tatsächlich auf Französisch.
> Sag das nicht. Im Französischen war die Umschrift -off durchaus
> nicht unüblich.
Aha - so üblich, dass Google nur einen einzigen Treffer auf
französisch auswirft.
> Den Vodka und den Namen gibt es ja auch schon länger als die
> Perestrojka.
Der Wodka schreibt sich nicht mit "tch", hat also da nix zu suchen.
Mit anderen Worten: Für Deine Behauptung
| Im Französischen war die Umschrift -off durchaus nicht unüblich.
gibt's nicht mal Indizien, egschweige denn Belege.
M.
> Mit anderen Worten: Für Deine Behauptung
>
> | Im Französischen war die Umschrift -off durchaus nicht unüblich.
>
> gibt's nicht mal Indizien, egschweige denn Belege.
Reicht es Dir, wenn Du auf dem Metroplan von Paris für diesen Deinen Satz
unter Malak- den Gegenbeweis findest?
Frohe Weihnachten, ULF
> Reicht es Dir, wenn Du auf dem Metroplan von Paris für diesen
> Deinen Satz unter Malak- den Gegenbeweis findest?
Eine zweite Fundstelle gegen ein paar tausend? Nein, reicht nicht.
M.
> Mit anderen Worten: Für Deine Behauptung
>
> | Im Französischen war die Umschrift -off durchaus nicht unüblich.
>
> gibt's nicht mal Indizien, egschweige denn Belege.
Sinnvollerweise sollte man dazu auch nach Namen suchen, die vor
längerer Zeit transkribiert wurden. Nach »Gorbatchoff« zu suchen
ist völlig unsinnig.
Bei »Romanoff« oder »Stroganoff« sieht das Bild schon anders aus.
--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de
Die Russen auch ...
chr
> > Zhelaju twojemu mnogije uspjechy w nowom godom!
>
> (Deutsche Transkription muss natürlich brav "schelaju" verwenden.)
Naja, da weiß aber niemand, daß es sich um 1 stimmhaftes 'sch' handelt.
Ich kann mich erinnern, daß ich, als Zhirinowskij zum ersten Mal in den
Nachrichten auftauchte, mit meinem Vater, der als ehem. Wehrmachts-Offz.
fließend russ. spricht, zum Zeitungskiosk fahren mußte, die Izwestija
einzusehen und die korrekte Schreibweise rauszubekommen; in dtsch. Ztg.
wurde er Schirinowskij geschrieben. Zhirina und schirina bedeuten aber
was unterschiedliches. Eine baltische Baronin, geb. Freiin von
D., Tochter des letzten Kanzlers einer balt. Ritterschaft, schrieb uns
übrigens in dem Zusammenhang: Haben Sie schon mal von einem Russen
gehört, der mit Vornamen Wolf heißt? Eine leicht antisemitische
Anspielung.
> > Bin mir allerdinx nich sicher, ob ich den Präpositiv richtig gebildet
> > habe; is zu lange her.
>
> Nee, -om ist Instrumental.
Sicher?
> > 'W nowom godje'?
> Hmm. Das Wörterbuch meint, da sein ein Lokativ fällig: w nowom godu.
Lokativ? Haben meine Russ.-Lehrer nichekannt.
Ganz witzig, daß das Russ. den partitiven Genitiv kennt, der abweichend
vom normalen Gen. gebildet wird: stokan wodku, weil es eine Teilmenge aus
der großen Menge Wässerchens ist. Im Dtsch. unüblich geworden: Ich
genieße eines Glases Wassers.
FR
> > Zhelaju twojemu mnogije uspjechy w nowom godom!
> > Bin mir allerdinx nich sicher, ob ich den Präpositiv richtig gebildet
> > habe; is zu lange her. 'W nowom godje'?
>
> Schelaju _tebje_ mnogo uspechow w Nowom Godu!
>
> "twojemu" wäre "deinem", du hast vielleicht sowas wie "dir" gemeint, oder?
Tja, also auch da habe ich geirrt. Richtig: ty, tebja, tebje, tebja
(weil belebt Akk. = Gen., richtig?), s toboi, o tebje?
FR
> > Wird nicht 'je' nach Zischlauten wie 'jo' gesprochen' Müßte also
> > Tschebyschoff-Filter heißen.
>
> Nö. Auf "jo" liegt immer die Betonung (die ist aber bei Tschebyscheff
> afaik vorn, und luchsche (besser)
besser = lutsche!
hat auch kein "jo" hinten), und wenn
> es nach Zischlauten kommt, wird es wie "o" ausgesprochen
> (Gorbatschow=Gorbachev). Ansonsten fallen mir zu Zischlauten spontan nur
> die folgenden Regeln ein:
> - Nach Zischlauten und ts wird unbetontes o zu e
Hä? Meinstu vielleicht o zu offenem a?
Wsewo (ich schreib's mal so, wiewohl es wsego geschrieben wird)
choroschewo (ditto; gesprochen 'charoschewo): FR
> > > spokojnoj no(ts)chi
> >
> > Heißt dat nich: S pokojnu notschju?
>
> Ich glaube eher nicht, dass der Genitiv von "spokojnaya noch'" so
> unregelmäßig gebildet wird. ;)
> Dein "S" würde ja auch einen Instrumental verlangen, so dass das (mir
> unbekannte) Adjektiv "pokojnyj" (bzw. pokojnaya) auch "pokojnoj" lauten
> müsste. Und "ju" nach "tsch" klappt auch nicht. ;)
'Pokojnyj' ist Adjektiv zu 'pokoj' = Frieden; man wünscht sich
eine friedliche Nacht, wie auch ich thue: FR
Ich weiß. ich bin im Russ, unvolkommen, mangelnder Übung wegen. Das
letzte Mal daß ich's anwenden konnte, war 1995 auf 1 Baustelle in
Kaliningrad, unserem Königsberg/Pr. Aber das falsche 'twojemu'
scheint Dir nich affefallen zu sein?
S nowym godom: FR
Hmmm?
FR
>Zhelaju twojemu mnogije uspjechy w nowom godom!
> > >Bin mir allerdinx nich sicher, ob ich den Präpositiv richtig gebildet
> > >habe; is zu lange her. 'W nowom godje'?
> >
> > godu?
>
> Jo.
>
> > Mir ist so, als ginge der 6. Fall bei einsilbigen (sad, les - Gott,
> > sieht das aus!) auf -u.
>
> Das tut er nicht. Der Präpositiv bleibt auf -e, nur der Lokativ
> unterscheidet sich bei einigen Wörtern vom Präpositiv. Ein mehrsilbiges
> Wort:
Bereg (Ufer): "Ya govoryu o berege",
Heißt es nicht: 'berega'? Ich frug nach dem Ufer? Non sense.
aber "ya stoyu na beregu".
> Ach so: "Na yuge", nicht "na yugu".
Nich kann deuten: im Süden, nach Süden?
Im übrigen habe ich die Erfahrung gemacht, daß die Russen im
Umgange auch nicht mehr voll flektieren; die Suffizes werden schlicht
verschluckt, die reden ja auch wie die Maschinengewehre. Bringstu als
Innostranjez auch nur 1 halbwegs korrekten russ. Satz zustande, glauben
die, du wärest perfekt und plappern dich zu, daß dir alles vergeht.
Immer gut gefahren mit: On / ona nastojaschtschij [hier Nationalität
nach Belieben einzusetzen] tschelowjek; dabei die Rechte schwer auf die
vom Tragen der Kalaschnikoff abgesenkte Schulter vertraulisch abzusenken.
DAS ist eine vertrauensbildende Maßnahme.
Nach drei Tagen Rußland bin ich übrigens ganz git wieder drin.
Is'n Phänomen, aber is so. Obwohl die mir den Deutschen auf drei Meilen
ansehen. Das Bild des Deutschen bei den Russen, auch so 1 Problem.
Besserwisserisch, arrogant, perfekt, eklig & überlegen...
Der Deutsche hat den Affen erfunden, russ. Sprüchwort.
FR
> Es gab sicher Dutzende und Aberdutzende Pjerwomajskojes, viele werden
> immer noch so heißen.
> Eher ein einfallsloser Name.
> Am liebsten war mir der Ort "imeni 26 bakinskich kommissarow" ("benannt
> nach 26 Bakuer Kommissaren"), ein wahres Meisterwerk
> russisch-sowjetischer Namensgebung. Er liegt allerdings in
> Aserbaidschan.
Klaffe (pommersch gelifpelt) Beispiel. Und heißt immer noch so?
Frägt: FR
> Nein. Die Transskription bezieht sich nur auf den Eigennamen "Shivago" und
> ist richtig. "Doktor" wird als Titel durchaus in deutscher Sprache
> geschrieben. Es ist ja ein deutschsprachiges Buch.
Im seinem gesamten Werk hat Heimito von Doderer drauf bestanden, daß
es 'Doctor' hieß; der Verleger hat mitgespielt. Aber 'Doktor Schiwago'
1 deutschsprachiges Buch? Sicher? Pasternak hat das doch m.E. auf russ.
geschrieben (er war für das Ms. ja woll für den Lit.-Nobelpreis vor-
geschlagen, durfte ihn aber nicht annehmen).
FR
> Mit Sicherheit. Was mich auch immer wundert ist, daß die Turksprachigen
> > die ihnen verabfolgten russ. Suffixe ihrer Nachnamen nicht abstreiben,
> > e.g. Alijew.
>
> Mancherorts scheinen sich jetzt Formen auf 'o(g)ly' durchzusetzen...
Aber wohl nur sehr mancherorts.
Was bedeutet eigentlich das türk. Suffix -oglu?
FR
> > o Die Endung -ov sieht mir etwas französisch aus,
>
> Dabei schreiben die Franzosen aber -ev.
Hättestu geschwiegen, hätte man Dich auch weiterhin für 1 Russen
gehalten...
FR
> In Dzaudzhikau/Wladikawkas/Ordzhonikidse, Ossetien leben keine Türken
> sondern indoeuropäische (iranische) Osseten. Ihre Namen lassen sich
> einfach ins Ossetische übersetzen: einfach -ow/-ew durch -ta ersetzen:
> Aslanow > Aslanta
Hm, Aslan ist doch wohl 1 armenischer Name? Hieß nicht 1 Wiener Burg-
Schauspieler Aslan? Raoul Aslan? Der soll zu russ. Besatzungs-Offz., die
ihn hofierten, geäußert haben auf die Frage, ob denn Jesus Chr. nicht
der erste Kommunist gewesen wäre: Und wenn Sie mir jetzt noch zugeben,
daß er GOttes Sohn war, dann bin ich ganz der Ihre.
Hier in Berlin zum Thun gehabt mit 1 türk. Bauunternehmer namens Kazbek.
Am Kottbuser Tor mit dem Mann in 1 Rest. zusammengesessen und es kam 1
Mann an den Tisch, der sich mit Aslan vorstellte. Ich: da sind Sie wohl
Armenier? Diese meine Bemerckung wurde von den Türken so ganz & gar
nicht goutiert; es war etwa so, wie wenn ich einen Besprechungs-
Theilnehmer namens Kohn fragte, ob er Jude wäre. Kazbek (übrigens
1 Kaukaususgipfel und 1 in der ganzen Sowjetunion verbreitete
Zigarettenmarke) übrigens kurz nach dem Gespräch verschollen. Nachfrage
bei Türken ergab: er hätte die Grauen Wölfe beschissen, und das macht man
nicht ungestraft.
Ich versichere, solches nicht zu machen: FR
Aus dem Kapitel: Argumente die ziehen.
FR
> Der Deutsche hat den Affen erfunden, russ. SprЭchwort.
Hab nie so was gehoert, wie klingt es auf Russisch?
NS- bzw. DDR-Schreibweise war Sh., z.B. Woronesh, Shukow, usw.
Jean Poulain
Beileibe nicht, weil ja alle anständigen (SCNR) femininen und neutralen
Substantive nicht unter diese Beseeltheits-Regel fallen. ;)
CU
Thomas
Ich habe aber nichts zum Lutschen. ;-)
OK, langes u, ich weiß, Dann stimmt die Aussprache, aber die Schreibung
müsste immer noch "luchshe" (lutschsche: Leonid, Ul'yana, Chelovek,
Shura, Elena) sein.
> > - Nach Zischlauten und ts wird unbetontes o zu e
> Hä? Meinstu vielleicht o zu offenem a?
Nein. Ich meine, dass bspw. das Wort "solntse" (Sonne) eigentlich
"solntso" heißen müsste (es wird schließlich hart dekliniert), dass das
aber nicht möglich ist, solange es auf der ersten Silbe betont wird.
> Wsewo (ich schreib's mal so, wiewohl es wsego geschrieben wird)
> choroschewo (ditto; gesprochen 'charoschewo): FR
Spasibo i vsego dobrogo
Thomas
--
It is impossible to travel faster than light, and certainly not
desirable, as one's hat keeps blowing off.
-- Woody Allen
Nonsense stimmt. Ich meinte: "Ich spreche vom Ufer." Mir ist nichts
sinnvolleres eingefallen. ;-)
"Ich fragte nach dem Ufer" würde ich - mit nicht viel mehr Sinn - mit
"Ya sprosil o berege" übersetzen, bzw. mit "Ya sprashival o berege",
wenn ich immer wieder nachfragen musste.
Aber dazu kann Michael bestimmt mehr sagen.
> aber "ya stoyu na beregu".
> > Ach so: "Na yuge", nicht "na yugu".
> Nich kann deuten: im Süden, nach Süden?
Im Süden. "Nach Süden" sollte "na yug" sein. Auf "na" bei
Himmelsrichtungen hat unser OStFw immer großen Wert gelegt, also
keinesfalls "v yuge". ;)
CU
Thomas, der gestern nachgeschaut und gesehen hat, dass Lomonosov hier am
doch schon etwas älteren Haus ordnungsgemäß mit v geschrieben ist
> Nein. Die Transskription bezieht sich nur auf den Eigennamen "Shivago" und
> ist richtig.
Nein, Zhivago wäre richtig, aber das kann man dem deutschen Buchkäufern
wohl nicht zumuten. Und Schiwago war den Marktingleuten wohl zu popelig.
Gruß, Martin
--
Martin Rost