> Herkunft des Wortes "Fut"
Pfeifers »Etymologisches Wörterbuch des Deutschen« erklärt unter
»Fotze«:
| Spätmhd /fotze, futze/ ist affektisch geminderte Intensivbildung zu
| gleichbed. mhd. /vut/, das mit anord. isl. /fuð/ und (aus dem
| Skandinav. entlehntem?) engl. (mundartlich) /fud/ wohl zur Wurzel von
| /faul/ (s. d.) gehört und eigentl. 'das Stinkende' bedeutet.
Gerd
> Hallo Gerd,
>
> herzlichen Dank zu deinem Auszug, damit kann ich meine Theorie, die
> Abstammung des Wörts "Fut" erkläre sich aus einer Kürzung von
> "Futteral", verwerfen. Auch wenn es wesentlich romantischer wäre.
Wenn du jetzt noch irgendwie eine Brücke zu einem
dreibuchstabigen Fluss- und Meeresbewohner, der
bereits einen mehrtägigen Aufenthalt in der Sonne
unter eben jener hinter sich hat, schlägst, stinkts und passts.
Gruß
Andreas
>| Spätmhd /fotze, futze/ ist affektisch geminderte Intensivbildung zu
>| gleichbed. mhd. /vut/, das mit anord. isl. /fuð/ und (aus dem
>| Skandinav. entlehntem?) engl. (mundartlich) /fud/ wohl zur Wurzel von
>| /faul/ (s. d.) gehört und eigentl. 'das Stinkende' bedeutet.
^^^^^^^^^^^^^
Ich wollte doch schon sagen, dass ich "de Fott" nur als andere
Körperöffnung kenne, aus der übelrichendes kommt :-)
David
--
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> Gerd Thieme schrieb:
>> | Spätmhd /fotze, futze/ ist affektisch geminderte Intensivbildung zu
>> | gleichbed. mhd. /vut/, das mit anord. isl. /fuð/ und (aus dem
>> | Skandinav. entlehntem?) engl. (mundartlich) /fud/ wohl zur Wurzel von
>> | /faul/ (s. d.) gehört und eigentl. 'das Stinkende' bedeutet.
> ^^^^^^^^^^^^^
> Ich wollte doch schon sagen, dass ich "de Fott" nur als andere
> Körperöffnung kenne, aus der übelrichendes kommt :-)
Ich kannte das Wort mangels rheinischer Einbettung zwar nur in der
Zusammensetzung "Hundsfott", aber immerhin weiß ich jetzt wenigstens,
was das bedeutet ;-)
--
Space - the final frontier
Ich kenne nun den "Futtigel" ausgesprochen "Futischel", wird ab und zu
noch für Kinder oder Erwachsene benutzt. Ich nahm immer an, das haette
mehr mit Futter oder so was zu tun.
Nur jetzt, nachdem ich mal wieder im Duden nachgeschaut habe, finde ich
dort:
*Fötzel* (schweiz. für Lump, Taugenichts).
Also ein Verwandter des Futtischel. :-)
cj
lat. futuere ist das vornehmliche und vulgäre Wort für "beischlafen",
daraus auch "Fututio", "Fututor", u. ä.
Das Wort müsste schon über tausend Jahre alt sein,
sonst hätten sich nicht Nebenformen gebildet,
die den Stammlaut U durch ein O vertauschten.
Schönen Gruß.
> wie bereits im Subject angekündigt interessiere ich mich für die
> Herkunft des Wortes "Fut" als umgangssprachlicher, mancherorts als eher
> vulgär aufgefasster Bezeichner für die primären weiblichen
> Geschlechtsorgane (insbesondere der Vagina). Der Begriff ist nachweislich
> schon seit dem 19. Jahrhundert in Gebrauch,
Das Wort ist wesentlich älter (13. Jh. laut Kluge), in Schwänken aus
dem 16. Jh. habe ich es einige Male gelesen, z. B. bei Valentin Schumann
(Nachtbüchlein, 1559):
| Die braut sprach: 'Mein lieber Hiernwurst, wz suchst du?' Er sagt
| guot teütsch: 'Ich such die fudt.'
> er erhielt sogar Eingang in die Literatur (siehe z.B. Mutzenbacher[1]).
Die Fußnote[1] kam hier leider nicht an. War das ein Versehen oder
praktizierter Jugendschutz? ;)
[1] Passenden Kalauer à la "wie heißt 'Fußnote' eigentlich auf
englisch?" bitte selbst einfügen.
> Ich habe einen Verdacht auf die Herkunft, eine Webrecherche brachte
> dazu jedoch keine Bestätigung.
Von "Futteral", das Du dann erwähnt hast, kann es sich schon deshalb
nicht ableiten, weil "Futteral" deutlich jünger ist (15. Jh.). Kluge
(Etym. Wb. der dt. Sprache, 24. Aufl. 2002, s. v. Fotze) behandelt
die Etymologie dieses Wortes recht ausführlich, anders als Pfeifer
führt er es auf indogerm. *pu- (dick, aufgeblasen) zurück.
Schöne Grüße,
Wolf
Dann frage ich mich, woher die "Fotzmolle" kommt. Das ist der Spalt,
der sich in alten Doppelbetten zwischen den Matratzen gebildet hat und
der -da es dort am wärmsten war- durchaus als Synonym für "warmes
Bett" gelten konnte.
--
Viele Grüße
Gerald Fix
Tschuldigung, hab zu schnell in die Tasten g'haun
> Ich kenne nun den "Futtigel" ausgesprochen "Futischel", wird ab und zu
> noch für Kinder oder Erwachsene benutzt. Ich nahm immer an, das hätte
> mehr mit Futter oder so was zu tun.
Ursprünglich, oder wie auch immer. Man bezeichnet damit auch
Plagegeister, stechende Insekten, die jetzt genau biologisch zu
klassifizieren, doch etwas schwierig würde.
In den meisten Fallen eben plagend, weil sie Blut saugen.
Nun könnte man durch den Igel auf Egel und Blut kommen. Blutegel sind
auch Blutsauger.
Was auch immer genau hinter dem Ausdruck steht, :-?
alles spekulativ.
cj
> Dann frage ich mich, woher die "Fotzmolle" kommt. Das ist der Spalt,
> der sich in alten Doppelbetten zwischen den Matratzen gebildet hat
> und der -da es dort am wärmsten war- durchaus als Synonym für "warmes
> Bett" gelten konnte.
Eher nicht. Ich kenne diese "Besucherritze" nämlich auch als
"Furzmulde". "Fotzmolle" dürfte das Gleiche auf Dialekt (Kölsch?) sein.
Klaus
Nein, schwäbisch. Ich bin mir sicher, dass es nicht von Furz kommt.
> "Fotzmolle" dürfte das Gleiche auf Dialekt (Kölsch?) sein.
Kölsch ganz sicher nicht.
Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
private homepage: http://www.fotoralf.de
manual cameras and photo galleries - updated April 29, 2004
Contarex - Kiev 60 - Horizon 202 - P6 mount lenses
> Klaus Gebhardt <gib-mi...@online.de> wrote:
>
>> "Fotzmolle" dürfte das Gleiche auf Dialekt (Kölsch?) sein.
>
> Kölsch ganz sicher nicht.
Dem habe ich als Nicht-Kölner freilich nichts
entgegenzusetzen. War ja auch nur eine vage Mutmaßung.
(Wenngleich es in eurer Gegend so herrliche Ausdrücke wie
bspw. "Föttcheföhler" gibt. - Immer wieder gern gehört!) :)
Klaus
Ich kann als Referenz für diesen Ausdruck nur meinen "kasseläner"
Vater aufführen. Aber die klangliche Übereinstimmung ist schon
evident, findest du nicht?
Denkbar wäre auch ein Brückenschlag von der Fotze zur Ritze.
Eine Molle kenne ich allerdings aus einem völlig anderen
Zusammenhang. Nämlich als Bierbauch oder als Bier(pulle) schlechthin.
Klaus
[Köln]
> (Wenngleich es in eurer Gegend so herrliche Ausdrücke wie
> bspw. "Föttcheföhler" gibt. - Immer wieder gern gehört!) :)
Bitte erklären! Gefällt sogar einem Ostrand-Süddeutsch sprechenden.
P
Ein "Föttchesföhler" - so heißt es wohl korrekterweise - ist wörtlich
ein "Fötzchen-Fummler". Eine genaue Erklärung überlasse ich aber lieber
Ralf. Ich hab mich schliesslich bei ihm schon mal in die Nesseln
gesetzt. :)
Ich erlaube mir allerdings, vorab auf
http://www6.dw-world.de/de/1094.php zu verweisen.
Klaus
Wenn du Interesse an solchen mundartlichen Ferkeleien hast,
dürfte auch der ebenfalls im rheinischen Raum angesiedelte
"Büdelbützer" deinen Geschmack treffen. Aber auch darauf
gehe ich jetzt nicht näher ein... :)
Die "Futt" bezeichnet im Kölner Raum gegenüber dem sonst üblichen
Verständnis das menschliche Hinterteil.
Ein Föttchesföhler ist demnach also ein "Arschgrabscher".
K.
> Klaus Gebhardt <gib-mi...@online.de> wrote:
>
>> Berichtigung:
>>
>> Die "Futt"...
> Berichtigung: Fott
>
> Ralf
Ahso!
K.
--
"Russian soldiers! The German people are no Schweinehunds!
If you surrender, you will be treated well!" (Call of Duty)
> "Klaus Gebhardt" <gib-mi...@online.de> schrieb:
>
>> Ich erlaube mir allerdings, vorab auf
>> http://www6.dw-world.de/de/1094.php zu verweisen.
>
> Hast Du es denn geschafft, den genannten Titel an zu hören?
> Ich wollte einen Kommentar schreiben, um den Redakteur darauf hin zu
> weisen, aber das Kommentar schreiben (besser gesagt: das Kommentar an
> nehmen) funktioniert sichtlich nicht.
Meinen Kommentar (Hinweis auf kaputten Link) habe ich gerade mit Erfolg
abgesetzt. Aber das Anhören funktioniert bei mir definitiv auch nicht:
HTTP 400 - Ungültige Anforderung
Gruß, Klaus
> Klaus Gebhardt schrieb:
>
>> Aber das Anhören funktioniert bei mir definitiv auch nicht:
>> HTTP 400 - Ungültige Anforderung
>
> Bei mir gehts: "Futt -- Föttchesföhler". Sehr spannend :-)
Ja, danke, mit dem Opera Browser bei mir jetzt auch. (Mein IE scheint
mit den Popups nicht klarzukommen, trotz dem ich sie explizit zulasse.
Typische SP2-Krankheit.)
Die Klangbeispiele sind in der Tat recht nett. Kölsch für Ausländer...
Klaus
> Nein, schwäbisch. Ich bin mir sicher, dass es nicht von Furz kommt.
Es kommt davon: Furz, süddt. auch Fatz oder Fotz.
Volker
> Ist das eine Neuschreibkrankheit?
Klarer Fall von Gegenreformation.
>> Ja, danke, mit dem Opera Browser bei mir jetzt auch. (Mein IE
>> scheint
> ^^^^^^^^^^^^^^^^
Diese Hervorhebung möchtest du mir jetzt bitte erklären. Ich bin mir
keiner Schuld bewusst. Wäre dir der Ausdruck "Opernstöberer" genehm? :)
>> mit den Popups nicht klarzukommen, trotz dem ich sie explizit
>> zulasse.
> ^^^^^^^^^
>
>> Typische SP2-Krankheit.)
>
> Ist das eine Neuschreibkrankheit?
*händereib* Ich wusste, dass diese meine Formulierung nicht ohne
Reaktionen bleiben würde, he he. Ich kenn doch meine
desd-Pappenheimer... :)
Du störst dich also an meinem "trotz dem"? Das ist doch nur eine ugs.
Kurzform von "trotz dem Umstand, dass...". Und schon uralt.
Aber von mir aus - für die Jünger der reinen Lehre: s/trotz
dem/obgleich.
Klaus
--
np: dawn penn - you don't love me
> Yvonne Steiner schrieb:
>
> > Da in "Opera Browser" das letztes Teilwort also unverkennbar englisch
> > ist,
>
> Nö.
Hast du das nicht etwas ausführlicher?
--
Yvonne Steiner
> Da in "Opera Browser" das letztes Teilwort also unverkennbar englisch
> ist,
Nö.
Matthias
--
Wer hätte bei Karls des Großen Tode denken können, daß 500 Jahre
nachher der Papst ihn als Kaiser krönen würde. Prof. Galletti
*** Wer zum Kuckuck ist Prof. Galletti? => http://www.galletti.de **
-- Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen --
> Aber hättest du bei einem "Opera-Browser"
> nicht auch ein schales Gefühl?
Nö, nur bei "Opera Browser".
> Wie bei einer "IKEA-Küche"?
Nö, nur bei "IKEA Küche".
> Matthias Opatz schrieb:
>
> > Yvonne Steiner schrieb:
> >
> >
> >>Da in "Opera Browser" das letzte Teilwort also unverkennbar englisch
> >>ist,
> >
> >
> > Nö.
>
> Stimmt. _Beide_ Teilwörter sind unverkennbar englisch.
Es ist erstens unfair, meine Anmerkung derart aus einem klar
umschriebenen Zusammenhang gerissen zu haben und zweitens ist
"Opera" nicht ein unverkennbar englisches Wort.
--
Yvonne Steiner
Stimmt natürlich. Allein für sich genommen sehe ich "Opera" als
italienisches Wort, aber da es nun einmal auch das englische Wort für
Oper ist, sehe ich in der Kombination "Opera Browser" _zwei_ englische
Wörter.
Eigentlich sollte mein Kommentar auch eher Deine Position unterstützen;-)
Timo
> Klaus Gebhardt schrieb:
>
>>>> Ja, danke, mit dem Opera Browser bei mir jetzt auch. (Mein IE
>>>> scheint
>>> ^^^^^^^^^^^^^^^^
>>
>> Diese Hervorhebung möchtest du mir jetzt bitte erklären. Ich bin mir
>> keiner Schuld bewusst. Wäre dir der Ausdruck "Opernstöberer"
>> genehm? :)
>
> Er bat elliptisch um Durchkopplung:
> <http://de.wikipedia.org/wiki/Durchkopplung>
Hmm. Ja. (In obigem Falle halte ich einen Bindestrich aber für
unangemessen, da es sich bei "Opera" um einen Eigennamen handelt.
Bestenfalls also liesse ich mich noch zu einem ==> "Opera" Browser <==
überreden...)
Klaus
--
np: Eels - Novocaine for the soul
*** Live-Radio www.couleur3.ch ***
> Yvonne Steiner wrote:
>
> > Matthias Opatz <spam-c...@onlinehome.de> wrote:
> >
> >> Yvonne Steiner schrieb:
> >>
> >> > Da in "Opera Browser" das letzte Teilwort also unverkennbar
> >> > englisch ist,
> >>
> >> Nö.
> >
> > Hast du das nicht etwas ausführlicher?
>
> Wie ist denn das deutsche Wort für /browser/?
Genau um dieser Frage zuvorzukommen - wusste ich doch, dass sie sonst
kommen würde - hatte ich den Satz geschrieben: "Erst wenn der Browser
dereinst zum Brauser wird, dann ..."
Aber es nützt einfach alles nicht, man kann's (bei mir!) halt einfach
nicht lassen, trotzdem noch weiterzubohren. ;-)
--
Yvonne Steiner
>> Nein, schwäbisch. Ich bin mir sicher, dass es nicht von Furz kommt.
>
>Es kommt davon: Furz, süddt. auch Fatz oder Fotz.
Das ist -allerhöchstens- in der Pfalz möglich, aber nicht im
Schwäbischen oder Bairischen.
--
Viele Grüße
Gerald Fix
> Michael Farensen schrieb:
>
> > Klaus Gebhardt schrieb:
> >
> >>>> Ja, danke, mit dem Opera Browser bei mir jetzt auch. (Mein IE
> >>>> scheint
> >>> ^^^^^^^^^^^^^^^^
> >>
> >> Diese Hervorhebung möchtest du mir jetzt bitte erklären. Ich bin mir
> >> keiner Schuld bewusst. Wäre dir der Ausdruck "Opernstöberer"
> >> genehm? :)
> >
> > Er bat elliptisch um Durchkopplung:
> > <http://de.wikipedia.org/wiki/Durchkopplung>
>
> Hmm. Ja. (In obigem Falle halte ich einen Bindestrich aber für
> unangemessen, da es sich bei "Opera" um einen Eigennamen handelt.
> Bestenfalls also liesse ich mich noch zu einem ==> "Opera" Browser <==
> überreden...)
Du hast unter der oben angegebenen Wikipedia-Adresse wohl nicht alles
gelesen.
Da steht nämlich u. a.
| Für aus dem Englischen übernommene Wörter gilt:
| Ist das letzte Teilwort ein deutsches Wort, dann ist das gesamte
| Wort ein deutsches Wort und folgt uneingeschränkt den deutschen
| Rechtschreibregeln.
Da in "Opera Browser" das letzte Teilwort also unverkennbar englisch
ist, so ist die Durchkoppelung hier nicht Pflicht.
Erst wenn der Browser dereinst zum Brauser wird, dann ...
--
Yvonne Steiner
>>> Ja, danke, mit dem Opera Browser bei mir jetzt auch. (Mein IE
>>> scheint
>> ^^^^^^^^^^^^^^^^
>
> Diese Hervorhebung möchtest du mir jetzt bitte erklären. Ich bin mir
> keiner Schuld bewusst. Wäre dir der Ausdruck "Opernstöberer" genehm? :)
Er bat elliptisch um Durchkopplung:
<http://de.wikipedia.org/wiki/Durchkopplung>
Michael
--
Mal geht es dir schlecht - dann geht's dir wieder gut;
ich jedenfalls trag jetzt immer einen Hut.
Kannst Du einen Dativ Plural bilden? Wie lautet er?
> Yvonne Steiner schrieb:
>
>
>>Da in "Opera Browser" das letztes Teilwort also unverkennbar englisch
>>ist,
>
>
> Nö.
Stimmt. _Beide_ Teilwörter sind unverkennbar englisch.
Timo
> In obigem Falle halte ich einen Bindestrich aber für
> unangemessen, da es sich bei "Opera" um einen Eigennamen handelt.
Das spielt keine Rolle. Nicht die geringste.
> Michael Farensen schrieb:
>
> > Klaus Gebhardt schrieb:
> >
> >>>> Ja, danke, mit dem Opera Browser bei mir jetzt auch. (Mein IE
> >>>> scheint
> >>> ^^^^^^^^^^^^^^^^
> >>
> >> Diese Hervorhebung möchtest du mir jetzt bitte erklären. Ich bin mir
> >> keiner Schuld bewusst. Wäre dir der Ausdruck "Opernstöberer"
> >> genehm? :)
> >
> > Er bat elliptisch um Durchkopplung:
> > <http://de.wikipedia.org/wiki/Durchkopplung>
>
> Hmm. Ja. (In obigem Falle halte ich einen Bindestrich aber für
> unangemessen, da es sich bei "Opera" um einen Eigennamen handelt.
> Bestenfalls also liesse ich mich noch zu einem ==> "Opera" Browser <==
> überreden...)
Du hast unter der oben angegebenen Wikipedia-Adresse wohl nicht alles
gelesen.
Da steht nämlich u. a.
| Für aus dem Englischen übernommene Wörter gilt:
| Ist das letzte Teilwort ein deutsches Wort, dann ist das gesamte
| Wort ein deutsches Wort und folgt uneingeschränkt den deutschen
| Rechtschreibregeln.
Da in "Opera Browser" das letztes Teilwort also unverkennbar englisch
> Yvonne Steiner wrote:
>
> > Matthias Opatz <spam-c...@onlinehome.de> wrote:
> >
> >> Yvonne Steiner schrieb:
> >>
> >> > Da in "Opera Browser" das letzte Teilwort also unverkennbar
> >> > englisch ist,
> >>
> >> Nö.
> >
> > Hast du das nicht etwas ausführlicher?
>
> Wie ist denn das deutsche Wort für /browser/?
Genau um dieser Frage zuvorzukommen - wusste ich doch, dass sie sonst
kommen würde - hatte ich den Satz geschrieben: "Erst wenn der Browser
dereinst zum Brauser wird, dann ..."
Aber es nützt einfach alles nichts, man kann's (bei mir!) halt einfach
> Klaus Gebhardt wrote:
>
>> In obigem Falle halte ich einen Bindestrich aber für
>> unangemessen, da es sich bei "Opera" um einen Eigennamen handelt.
>
> Was hat der Eigennamenstatus mit der Durchkoppelung zu schaffen? Du
> kannst mit Eigennamen auch zusammensetzen. Beispielsweise so:
> Klaus-Gebhardt-Platz, Gebhardtstraße.
Na gut, die Sache mit dem Eigennamen war möglicherweise ein Schuss in
den Ofen. Ich kann auch nicht wirklich begründen, warum ich einen
Bindestrich beim Opera Browser für fehl am Platze halte. Ist einfach
nur eine Gefühlssache.
Einen Mercedes Geländewagen würde ich aber zum Beispiel auch niemals
mit einem Bindestrich akzeptieren. Ebensowenig einen Porsche Rennwagen
oder einen AMD Prozessor.
Vielleicht hilft ja erstmal ein s/Eigenname/Markenname.
> Klaus Gebhardt schrieb:
[Opera Browser]
>> In obigem Falle halte ich einen Bindestrich aber für
>> unangemessen, da es sich bei "Opera" um einen Eigennamen handelt.
>
> Das spielt keine Rolle. Nicht die geringste.
Okay. Vergiss den Eigennamen. Aber hättest du bei einem "Opera-Browser"
nicht auch ein schales Gefühl? Wie bei einer "IKEA-Küche"?
Ich jedenfalls kann mich in obigen Fällen für einen Bindestrich nicht
erwärmen.
> In obigem Falle halte ich einen Bindestrich aber für
> unangemessen, da es sich bei "Opera" um einen Eigennamen handelt.
Was hat der Eigennamenstatus mit der Durchkoppelung zu schaffen? Du
kannst mit Eigennamen auch zusammensetzen. Beispielsweise so:
Klaus-Gebhardt-Platz, Gebhardtstraße.
Gerd
> Yvonne Steiner schrieb:
>
> > Timo von Burg <tvb...@bluemail.ch> wrote:
> >>Stimmt. _Beide_ Teilwörter sind unverkennbar englisch.
> >
> > Es ist erstens unfair, meine Anmerkung derart aus einem klar
> > umschriebenen Zusammenhang gerissen zu haben und zweitens ist
> > "Opera" nicht ein unverkennbar englisches Wort.
>
> Stimmt natürlich. Allein für sich genommen sehe ich "Opera" als
> italienisches Wort, aber da es nun einmal auch das englische Wort
> für Oper ist, sehe ich in der Kombination "Opera Browser"
> _zwei_ englische Wörter.
Für die Sache, also eine Schreibung ohne Bindestrich, ist aber nur das
_eine_ Wort massgeblich, nämlich das letzte; - es ist nun mal englisch
und nicht _deutsch_ (auch wenn andere hierzugruppe das nicht wahrhaben
wollen).
> Eigentlich sollte mein Kommentar auch eher Deine Position unterstützen;-)
Meiner, deine. :)
--
Yvonne Steiner
> Für die Sache, also eine Schreibung ohne Bindestrich, ist aber nur das
> _eine_ Wort massgeblich,
Zu meiner Schulzeit nannte man das Grundwort (das andere: Bestimmungswort).
> nämlich das letzte; - es ist nun mal englisch
Ja, auch.
> und nicht _deutsch_
Doch.
> (auch wenn der eine oder andere hierzugruppe das
> nicht wahrhaben will).
Wie nennst Du denn das Ding? Sag nicht Netzseitenbetrachter ...
Und du beugst es wie ein deutsches Wort. Die Frage harrt ja noch
deiner Antwort.
Welchen Browser_n_ schenkst Du dein Vertrauen? Gefällt Dir das Verhalten
diese Browser_s?
Deustche Wörter folgen deutschen Beugeregeln. Ausschließlich englische
Wörter bleiben in deutschem Kontext ungebeugt, Ausnahme: Plural (dann wird
der englische genommen). Beispiele
Wegen des "Independence Day" [nicht Day_s_] war schulfrei. Ich vertraue den
Londoner "Masters of Photography" [nicht Master_n_].
[Browser]
> Wie nennst Du denn das Ding? Sag nicht Netzseitenbetrachter ...
>
Ich bevorzuge prinzipiell die englischen Benennungen im WWW.
> Und du beugst es wie ein deutsches Wort. Die Frage harrt ja noch
> deiner Antwort.
Ich habe diese (gleich zu Begin - in weiser Vorsicht!) schon gegeben.
Ich zitiere:
| Erst wenn der Browser dereinst zum Brauser wird, dann ...
--> wird es ein deutsches Wort. Diese Folgerung dürfte aus dem Kontext
unmissverständlich zu entnehmen sein.
> Welchen Browser_n_ schenkst Du dein Vertrauen? Gefällt Dir das Verhalten
> diese Browser_s?
^^^^^ ^^^
Natürlich nicht. :)
> Deustche Wörter folgen deutschen Beugeregeln. Ausschließlich englische
> Wörter bleiben in deutschem Kontext ungebeugt,
> Ausnahme: Plural (dann wird
> der englische genommen).
Das weiss ich auch.
> Beispiele
[...]
--
Yvonne Steiner
> Yvonne Steiner schrieb:
>
> > Timo von Burg <tvb...@bluemail.ch> wrote:
> >>Stimmt. _Beide_ Teilwörter sind unverkennbar englisch.
> >
> > Es ist erstens unfair, meine Anmerkung derart aus einem klar
> > umschriebenen Zusammenhang gerissen zu haben und zweitens ist
> > "Opera" nicht ein unverkennbar englisches Wort.
>
> Stimmt natürlich. Allein für sich genommen sehe ich "Opera" als
> italienisches Wort, aber da es nun einmal auch das englische Wort
> für Oper ist, sehe ich in der Kombination "Opera Browser"
> _zwei_ englische Wörter.
Für die Sache, also eine Schreibung ohne Bindestrich, ist aber nur das
_eine_ Wort massgeblich, nämlich das letzte; - es ist nun mal englisch
und nicht _deutsch_ (auch wenn der eine oder andere hierzugruppe das
nicht wahrhaben
wollen).
> Eigentlich sollte mein Kommentar auch eher Deine Position unterstützen;-)
Meiner, deine. :)
--
Yvonne Steiner
[Browser]
> Wie nennst Du denn das Ding? Sag nicht Netzseitenbetrachter ...
>
Ich bevorzuge prinzipiell die englischen Benennungen im WWW.
> Und du beugst es wie ein deutsches Wort. Die Frage harrt ja noch
> deiner Antwort.
Ich habe diese (gleich zu Beginn - in weiser Voraussicht!) schon
gegeben. Ich zitiere:
| Erst wenn der Browser dereinst zum Brauser wird, dann ...
--> wird es ein deutsches Wort. Diese Folgerung dürfte aus dem Kontext
unmissverständlich zu entnehmen sein.
> Welchen Browser_n_ schenkst Du dein Vertrauen? Gefällt Dir das Verhalten
> diese Browser_s?
^^^^^ ^^^
Natürlich nicht. :)
> Deustche Wörter folgen deutschen Beugeregeln. Ausschließlich englische
> Wörter bleiben in deutschem Kontext ungebeugt,
> Ausnahme: Plural (dann wird
> der englische genommen).
Das weiss ich auch.
> Yvonne Steiner schrieb:
>
> > Ich habe diese (gleich zu Beginn - in weiser Voraussicht!) schon
> > gegeben. Ich zitiere:
> > | Erst wenn der Browser dereinst zum Brauser wird, dann ...
> >
> > --> wird es ein deutsches Wort. Diese Folgerung dürfte dem Kontext
> > unmissverständlich zu entnehmen sein.
>
> Sind also Friseur, Café, Jeans, Foul, Macho oder Cappuccino keine deutschen
> Wörter
Nein.
> (d. h. in der deutschen Sprache heimische Fremdwörter)?
Siehst du, du gibst die Definition ja schon selbst.
> Heißt es
> Deiner Meinung nach dann "Herren Friseur" (oder Herrenfrisör)
Weder noch. :)
Nun, hierzulande heisst das: "Herren Coiffeur" -- und schreibt sich auch
so -- zudem aber selbstverständlich auch noch "Herrencoiffeur".
Nur "Herren-Coiffeur", wie es - deinem Schema nach geschrieben werden
müsste (ist ja ein *deutsches Wort!) - das habe ich so noch nie gesehen.
--
Yvonne Steiner
> Ich habe diese (gleich zu Beginn - in weiser Voraussicht!) schon
> gegeben. Ich zitiere:
> | Erst wenn der Browser dereinst zum Brauser wird, dann ...
>
> --> wird es ein deutsches Wort. Diese Folgerung dürfte dem Kontext
> unmissverständlich zu entnehmen sein.
Sind also Friseur, Café, Jeans, Foul, Macho oder Cappuccino keine deutschen
Wörter (d. h. in der deutschen Sprache heimische Fremdwörter)? Heißt es
Deiner Meinung nach dann "Herren Friseur" (oder Herrenfrisör) und "Stürmer
Foul" (der Stürmerfaul)? Brauchen wir endlich Dschiens und Kapputschino?
[Browser]
> Wie nennst Du denn das Ding? Sag nicht Netzseitenbetrachter ...
>
Ich bevorzuge prinzipiell die englischen Benennungen im WWW.
> Und du beugst es wie ein deutsches Wort. Die Frage harrt ja noch
> deiner Antwort.
Ich habe diese (gleich zu Beginn - in weiser Voraussicht!) schon
gegeben. Ich zitiere:
| Erst wenn der Browser dereinst zum Brauser wird, dann ...
--> wird es ein deutsches Wort. Diese Folgerung dürfte dem Kontext
unmissverständlich zu entnehmen sein.
> Welchen Browser_n_ schenkst Du dein Vertrauen? Gefällt Dir das Verhalten
> diese Browser_s?
^^^^^ ^^^
Natürlich nicht. :)
> Deustche Wörter folgen deutschen Beugeregeln. Ausschließlich englische
> Wörter bleiben in deutschem Kontext ungebeugt,
> Ausnahme: Plural (dann wird
> der englische genommen).
Das weiss ich auch.
[Browser]
> Wie nennst Du denn das Ding? Sag nicht Netzseitenbetrachter ...
>
Ich bevorzuge prinzipiell die englischen Benennungen im WWW.
> Und du beugst es wie ein deutsches Wort. Die Frage harrt ja noch
> deiner Antwort.
Ich habe diese (gleich zu Beginn - in weiser Vorsicht!) schon gegeben.
Ich zitiere:
| Erst wenn der Browser dereinst zum Brauser wird, dann ...
--> wird es ein deutsches Wort. Diese Folgerung dürfte aus dem Kontext
unmissverständlich zu entnehmen sein.
> Welchen Browser_n_ schenkst Du dein Vertrauen? Gefällt Dir das Verhalten
> diese Browser_s?
^^^^^ ^^^
Natürlich nicht. :)
> Deustche Wörter folgen deutschen Beugeregeln. Ausschließlich englische
> Wörter bleiben in deutschem Kontext ungebeugt,
> Ausnahme: Plural (dann wird
> der englische genommen).
Das weiss ich auch.
> Einen Mercedes Geländewagen würde ich aber zum Beispiel auch niemals
> mit einem Bindestrich akzeptieren. Ebensowenig einen Porsche Rennwagen
> oder einen AMD Prozessor.
In meinen Augen sind das alles eklatante Rechtschreibfehler.
Weil Du aber so sehr darauf beharrst, will ich ein paar Vermutungen
anstellen. 1. Du bist sehr viel jünger als ich. 2. Du liest wenig. 3. Du
interessierst Dich für Werbung.
Gerd
> Yvonne Steiner schrieb:
>
> > Timo von Burg <tvb...@bluemail.ch> wrote:
> >>Stimmt. _Beide_ Teilwörter sind unverkennbar englisch.
> >
> > Es ist erstens unfair, meine Anmerkung derart aus einem klar
> > umschriebenen Zusammenhang gerissen zu haben und zweitens ist
> > "Opera" nicht ein unverkennbar englisches Wort.
>
> Stimmt natürlich. Allein für sich genommen sehe ich "Opera" als
> italienisches Wort, aber da es nun einmal auch das englische Wort
> für Oper ist, sehe ich in der Kombination "Opera Browser"
> _zwei_ englische Wörter.
Für die Sache, also eine Schreibung ohne Bindestrich, ist aber nur das
_eine_ Wort massgeblich, nämlich das letzte; - es ist nun mal englisch
und nicht _deutsch_ (auch wenn der eine oder andere hierzugruppe das
nicht wahrhaben will).
ad 1.) mag sein
ad 2.) *lach*
ad 3.) mitnichten
Dreimal geraten - mindestens zweimal völlig daneben. Fazit:
Über-achzig-jährige stecken voller Vorurteile!
Klaus
Oh. Für mich ist es hingegen das einzige magische Quadrat, das mir auf
Anhieb einfällt.
> Und bei "arepo" verläßt mich mein Latrinum.
"Arepo" ist hier einfach als Eigenname gedacht. Ob es ihn jemals
irgendwo gab, steht auf einem anderen Blatt.
> v'SITVS VILATE INISSE TABERNIT'G
Zu meiner Zeit pflegte man zu sagen: "Sita usui late in, is ab erce
ines." (Gehört das jetzt eigentlich schon nach de.etc.sprache.klassisch,
oder wird man dort im Gegenteil für sowas gesteinigt?)
Gruß,
Michael
> Yvonne Steiner schrieb:
>
> >> (d. h. in der deutschen Sprache heimische Fremdwörter)?
> >
> > Siehst du, du gibst die Definition ja schon selbst.
>
> Irgendwo muss ein Fremdwort ja fremd sein.
Eben. Warum willst du also einige mit Gewalt als "deutsch" bezeichnen?
(Café, Jeans, Foul, Macho, Cappuccino)
> Doch nicht in der Quellsprache.
Nein, da nicht.
Nun, Matthias, ich denke, es bringt sicher nichts, in dieser Sache noch
weiter zu diskutieren. Ich werde mich nicht mit dir einigen können, dass
"Browser" ein deutsches Wort sei.
--
Yvonne Steiner
>
> Zu meiner Zeit pflegte man zu sagen: "Sita usui late in, is ab erce
> ines." (Gehört das jetzt eigentlich schon nach de.etc.sprache.klassisch,
> oder wird man dort im Gegenteil für sowas gesteinigt?)
Das ist in de.sci.theologie. In de.etc.sprache.klassisch wirst
du vom tarpejischen Felsen gestuerzt.
> SATOR
> AREPO
> TENET
> OPERA
> ROTAS
Hm, den kenne ich noch nicht.
Und bei "arepo" verläßt mich mein Latrinum.
v'SITVS VILATE INISSE TABERNIT'G
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Die meisten Leute werden einmal das, was sie später sind.
>> (d. h. in der deutschen Sprache heimische Fremdwörter)?
>
> Siehst du, du gibst die Definition ja schon selbst.
Irgendwo muss ein Fremdwort ja fremd sein. Doch nicht in der Quellsprache.
> Yvonne Steiner schrieb:
>
> >> (d. h. in der deutschen Sprache heimische Fremdwörter)?
> >
> > Siehst du, du gibst die Definition ja schon selbst.
>
> Irgendwo muss ein Fremdwort ja fremd sein.
Eben. Warum willst also einige mit Gewalt als "deutsch" bezeichnen?
(Café, Jeans, Foul, Macho, Cappuccino)
> Doch nicht in der Quellsprache.
> Nun, Matthias, ich denke, es bringt sicher nichts, in dieser Sache noch
> weiter zu diskutieren. Ich werde mich nicht mit dir einigen können, dass
> "Browser" ein deutsches Wort sei.
Ungeachtet dessen ist es eins. ;)
Mat"Muss-der-denn-immer-das-letzte-Wort-haben?"thias
Oder wir spielen Schillers "Handschuh", mit dem Delinquenten als
Ritter.
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten.
Aber alle Professoren können keinen herstellen. (Schopenhauer)
>> SATOR
>> AREPO
>> TENET
>> OPERA
>> ROTAS
>
> Hm, den kenne ich noch nicht.
> Und bei "arepo" verläßt mich mein Latrinum.
Das war ja auch "function follows form". Meist versucht man es mit "Der
Sämann hält die Räder nur mit Mühe"; der Text scheint aber trotz (wegen?)
seiner Rätselhaftigkeit im Mittelalter hochbeliebt gewesen zu sein, man
findet ihn in Kirchen, auf Bibeleinbänden und Münzen, usw.
S A T A N
A D A M A
T A B A T
A M A D A
N A T A S
Michael
--
Ich persönlich habe eine tiefe Abneigung gegen alle Religionen,
ganz besonders aber gegen den Islam.
- Elfriede Jelinek
> Am 03.12.2004 schrieb Klaus Gebhardt:
> [..]
>> Dreimal geraten - mindestens zweimal völlig daneben. Fazit:
>> Über-achzig-jährige stecken voller Vorurteile!
> ^^^^^^
>
> Ist das auch eine persönliche Note?
Ui ui. (Hätte ich doch bloß "sechzig" geschrieben!) 8)
Aber um noch mal auf meinen Mercedes Geländewagen zurückzukommen...
K.
> Klaus Gebhardt schrieb:
>
>> Aber hättest du bei einem "Opera-Browser"
>> nicht auch ein schales Gefühl?
>
> Nö, nur bei "Opera Browser".
>
>> Wie bei einer "IKEA-Küche"?
>
> Nö, nur bei "IKEA Küche".
Nun gut. Sagen wir, ob man Obiges mit Bindestrich oder ohne schreibt,
ist dem persönlichen Geschmack überlassen. Darin bestätigt mich auch
http://www.ids-mannheim.de/reform/c3.html#P51: "Man kann einen
Bindestrich in Zusammensetzungen setzen, die als ersten Bestandteil
einen Eigennamen haben, der besonders hervorgehoben werden soll, oder
wenn der zweite Bestandteil bereits eine Zusammensetzung ist".
Man *kann*, muss aber nicht. Ich bevorzuge bei Zusammensetzungen aus
Marke und nachgestelltem Substantiv die Schreibung ohne Bindestrich.
http://www.deppenleerzeichen.de/hintergrund.php greift hier m.E. nicht.
Können wir uns auf diesen Kompromiss einigen? Auch bei Google halten
sich übrigens "Mercedes Geländewagen" und "Mercedes-Geländewagen" in
etwa die Waage. Gleiches bei "Opera(-)Browser" und "IKEA(-)Küche".
Klaus
> Nun gut. Sagen wir, ob man Obiges mit Bindestrich oder ohne
> schreibt, ist dem persönlichen Geschmack überlassen. Darin
> bestätigt mich auch
> http://www.ids-mannheim.de/reform/c3.html#P51: "Man kann einen
> Bindestrich in Zusammensetzungen setzen, die als ersten
> Bestandteil einen Eigennamen haben, der besonders hervorgehoben
> werden soll, oder wenn der zweite Bestandteil bereits eine
> Zusammensetzung ist".
>
> Man *kann*, muss aber nicht. Ich bevorzuge bei Zusammensetzungen
> aus Marke und nachgestelltem Substantiv die Schreibung ohne
> Bindestrich. http://www.deppenleerzeichen.de/hintergrund.php
> greift hier m.E. nicht.
Hmm. Warum Bindestriche bei "Albrecht-Dürer-Allee" verpflichtend,
bei "Goethe-Ausgabe" hingegen freigestellt sein soll, erschließt
sich mir nicht im mindesten. "Goethe Ausgabe" wäre sogar der
klassische Fall eines Teppenleerzeichens - wie im übrigen *alle*
Beispiele in § 51 mir ohne Bindestrich eindeutig falsch
erscheinen. Im übrigen: "Opel Vectra" passt, "Opel Geländewagen"
MUSEN überhaupt nicht.
M.
> Nun gut. Sagen wir, ob man Obiges mit Bindestrich oder ohne
> schreibt, ist dem persönlichen Geschmack überlassen. Darin
> bestätigt mich auch
> http://www.ids-mannheim.de/reform/c3.html#P51: "Man kann einen
> Bindestrich in Zusammensetzungen setzen, die als ersten
> Bestandteil einen Eigennamen haben, der besonders hervorgehoben
> werden soll, oder wenn der zweite Bestandteil bereits eine
> Zusammensetzung ist".
>
> Man *kann*, muss aber nicht. Ich bevorzuge bei Zusammensetzungen
> aus Marke und nachgestelltem Substantiv die Schreibung ohne
> Bindestrich. http://www.deppenleerzeichen.de/hintergrund.php
> greift hier m.E. nicht.
Hmm. Warum Bindestriche bei "Albrecht-Dürer-Allee" verpflichtend,
bei "Goethe-Ausgabe" hingegen freigestellt sein soll, erschließt
sich mir nicht im mindesten. "Goethe Ausgabe" wäre sogar der
klassische Fall eines Teppenleerzeichens - wie im übrigen *alle*
Beispiele in § 51 mir ohne Bindestrich eindeutig falsch
erscheinen. Im übrigen: "Opel Vectra" passt, "Opel Geländewagen"
MUSEN überhaupt nicht.
M.
P.S.: Ersuche freundlichst um rechtzeitige Anpassung des Subjects.
>> Nun gut. Sagen wir, ob man Obiges mit Bindestrich oder ohne
>> schreibt, ist dem persönlichen Geschmack überlassen. Darin
>> bestätigt mich auch
>> http://www.ids-mannheim.de/reform/c3.html#P51: "Man kann einen
>> Bindestrich in Zusammensetzungen setzen, die als ersten
>> Bestandteil einen Eigennamen haben, der besonders hervorgehoben
>> werden soll, oder wenn der zweite Bestandteil bereits eine
>> Zusammensetzung ist".
>>
>> Man *kann*, muss aber nicht.
Irrtum (dem auch ich aufgesessen bin): Die Wahlmöglichkeit besteht
zwischen *Zusammenschreibung* und Schreibung mit Bindestrich:
Goethe-Ausgabe vs. Goetheausgabe, Mekong-Delta vs. Mekongdelta.
M.
Wie überhaupt alles.
Hier geht es aber um richtiges Schreiben. Und gehört ein Bindestrich hin.
> Darin bestätigt mich auch
> http://www.ids-mannheim.de/reform/c3.html#P51: "Man kann einen
> Bindestrich in Zusammensetzungen setzen, die als ersten Bestandteil
> einen Eigennamen haben, der besonders hervorgehoben werden soll, oder
> wenn der zweite Bestandteil bereits eine Zusammensetzung ist".
Genau. Er ist die Alternative zur Zusammenschreibung (§ 47), nicht zur
Getrenntschreibung.
Matthias
> Hmm. Warum Bindestriche bei "Albrecht-Dürer-Allee" verpflichtend,
> bei "Goethe-Ausgabe" hingegen freigestellt sein soll, erschließt
> sich mir nicht im mindesten. "Goethe Ausgabe" wäre sogar der
> klassische Fall eines Teppenleerzeichens - wie im übrigen *alle*
> Beispiele in § 51 mir ohne Bindestrich eindeutig falsch
> erscheinen.
Gemeint ist, daß "Goetheausgabe" im Gegensatz zu "Albrechtdürerallee"
auch erlaubt ist -- der Interpretation, "Goethe Ausgabe" könne richtig
sein, steht § 37 entgegen ("Substantive [...] können mit Substantiven
Zusammensetzungen bilden. Man schreibt sie ebenso wie mehrteilige
Substantivierungen zusammen."); die angesprochene Regel fügt zu § 37.3
nur eine Ausnahme hinzu.
(http://www.ids-mannheim.de/reform/b4.html#P37)
-fn-
> Klaus Gebhardt schrieb:
>> Matthias Opatz schrieb:
>>> Klaus Gebhardt schrieb:
>>>
>>>> Aber hättest du bei einem "Opera-Browser"
>>>> nicht auch ein schales Gefühl?
>>>
>>> Nö, nur bei "Opera Browser".
>>>
>>>> Wie bei einer "IKEA-Küche"?
>>>
>>> Nö, nur bei "IKEA Küche".
>>
>> Nun gut. Sagen wir, ob man Obiges mit Bindestrich oder ohne
>> schreibt, ist dem persönlichen Geschmack überlassen.
>
> Wie überhaupt alles.
Immerhin.
> Hier geht es aber um richtiges Schreiben. Und gehört ein Bindestrich
> hin.
Bitte definiere "richtiges Schreiben". Richtig im Sinne von DUSEN, oder
richtig im Sinne von: "Amtliche Regelung schreibt bedingungslos vor,
dass, wenn schon nicht zusammen geschrieben wird, zwischen "Mercedes"
und "Geländewagen" ein Bindestrich zu setzen ist"?
In letzterem Fall erbitte ich eine klare, unstrittige Referenz. (All'
meine bisherigen Web-Fundstellen waren in der Frage nicht eindeutig.)
Ich für meinen Teil verweise währenddessen übrigens auf ein deutsches
Werbeplakat von 1909. Schon damals hieß es "Opel Doktorwagen".
>> Darin bestätigt mich auch
>> http://www.ids-mannheim.de/reform/c3.html#P51: "Man kann einen
>> Bindestrich in Zusammensetzungen setzen, die als ersten Bestandteil
>> einen Eigennamen haben, der besonders hervorgehoben werden soll,
>> oder wenn der zweite Bestandteil bereits eine Zusammensetzung ist".
>
> Genau. Er ist die Alternative zur Zusammenschreibung (§ 47), nicht
> zur Getrenntschreibung.
Demnach wäre also DUSEN die einzig akzeptable Alternative zum
"Mercedes-Geländewagen" der "Mercedesgeländewagen"?
So langsam wird's hier immer haarstäubender!
KEG
> Bitte definiere "richtiges Schreiben". Richtig im Sinne von
> DUSEN, oder richtig im Sinne von: "Amtliche Regelung schreibt
> bedingungslos vor, dass, wenn schon nicht zusammen geschrieben
> wird, zwischen "Mercedes" und "Geländewagen" ein Bindestrich zu
> setzen ist"?
>
> In letzterem Fall erbitte ich eine klare, unstrittige Referenz.
> (All' meine bisherigen Web-Fundstellen waren in der Frage nicht
> eindeutig.)
Siehe Felix' Porsting.
> Ich für meinen Teil verweise währenddessen übrigens auf ein
> deutsches Werbeplakat von 1909. Schon damals hieß es "Opel
> Doktorwagen".
Werbesprache war noch nie rechtschreibkonform, abgesehen davon,
dass "Doktorwagen" eine Marke ist, und also die
Auseinanderchreibung gerechtfertigt ist.
M.
Schon klar, bin ja schon selber draufgekommen, dennoch danke für
die Ergänzung.
M.
[IKEA Küche]
>>> Nun gut. Sagen wir, ob man Obiges mit Bindestrich oder ohne
>>> schreibt, ist dem persönlichen Geschmack überlassen.
>>
>> Wie überhaupt alles.
>
> Immerhin.
>
>> Hier geht es aber um richtiges Schreiben. Und da gehört ein
>> Bindestrich hin.
>
> Bitte definiere "richtiges Schreiben". Richtig im Sinne von DUSEN,
Nein.
> oder
> richtig im Sinne von: "Amtliche Regelung
Ja, und auch die ARS ist so geregelt.
> schreibt bedingungslos vor,
> dass, wenn schon nicht zusammen geschrieben wird, zwischen "Mercedes"
> und "Geländewagen" ein Bindestrich zu setzen ist"?
>
> In letzterem Fall erbitte ich eine klare, unstrittige Referenz. (All'
> meine bisherigen Web-Fundstellen waren in der Frage nicht eindeutig.)
| Vorbemerkungen zur Schreibung mit Bindestrich
|
| Der Bindestrich bietet dem Schreibenden die Möglichkeit, anstelle der
| sonst bei Zusammensetzungen und Ableitungen üblichen Zusammenschreibung
| die einzelnen Bestandteile als solche zu kennzeichnen, sie gegeneinander
| abzusetzen und sie dadurch für den Lesenden hervorzuheben.
<http://www.ids-mannheim.de/reform/c1.html>
Das *ist* eindeutig.
> Ich für meinen Teil verweise währenddessen übrigens auf ein deutsches
> Werbeplakat von 1909. Schon damals hieß es "Opel Doktorwagen".
Werbeplakate sind so ungefähr das Gegenteil einer ernsthaften Referenz.
Du musst Dich entscheiden, was Du willst: Werbsprache oder gutes Deutsche.
>>> Darin bestätigt mich auch
>>> http://www.ids-mannheim.de/reform/c3.html#P51: "Man kann einen
>>> Bindestrich in Zusammensetzungen setzen, die als ersten Bestandteil
>>> einen Eigennamen haben, der besonders hervorgehoben werden soll,
>>> oder wenn der zweite Bestandteil bereits eine Zusammensetzung ist".
>>
>> Genau. Er ist die Alternative zur Zusammenschreibung (§ 47), nicht
>> zur Getrenntschreibung.
>
> Demnach wäre also DUSEN die einzig akzeptable Alternative zum
> "Mercedes-Geländewagen" der "Mercedesgeländewagen"?
Theoretisch ja. Praktisch würde ich die Bindestrichform vorziehen.
Es gibt aber auch Fälle, wo ich auch mal bedenkenlos weglasse
(Opelfahrer, Maggiwürze, Spalttablette, Dudenbenutzer).
> So langsam wird's hier immer haarstäubender!
Was in aller Welt ist an Mercedes-Geländewagen oder Opelfahrern
haarsträubend? MUSE sträubt ihr Haar bei Opel Fahrern und Opera Browsern.
[IKEA Küche]
>>> Nun gut. Sagen wir, ob man Obiges mit Bindestrich oder ohne
>>> schreibt, ist dem persönlichen Geschmack überlassen.
>>
>> Wie überhaupt alles.
>
> Immerhin.
>
>> Hier geht es aber um richtiges Schreiben. Und da gehört ein
>> Bindestrich hin.
>
> Bitte definiere "richtiges Schreiben". Richtig im Sinne von DUSEN,
Nein.
> oder
> richtig im Sinne von: "Amtliche Regelung
Ja, und auch die ARS ist so geregelt.
> schreibt bedingungslos vor,
> dass, wenn schon nicht zusammen geschrieben wird, zwischen "Mercedes"
> und "Geländewagen" ein Bindestrich zu setzen ist"?
>
> In letzterem Fall erbitte ich eine klare, unstrittige Referenz. (All'
> meine bisherigen Web-Fundstellen waren in der Frage nicht eindeutig.)
| Vorbemerkungen zur Schreibung mit Bindestrich
|
| Der Bindestrich bietet dem Schreibenden die Möglichkeit, anstelle der
| sonst bei Zusammensetzungen und Ableitungen üblichen Zusammenschreibung
| die einzelnen Bestandteile als solche zu kennzeichnen, sie gegeneinander
| abzusetzen und sie dadurch für den Lesenden hervorzuheben.
<http://www.ids-mannheim.de/reform/c1.html>
Das *ist* eindeutig.
> Ich für meinen Teil verweise währenddessen übrigens auf ein deutsches
> Werbeplakat von 1909. Schon damals hieß es "Opel Doktorwagen".
Werbeplakate sind so ungefähr das Gegenteil einer ernsthaften Referenz.
Du musst Dich entscheiden, was Du willst: Werbesprache oder gutes Deutsch.
>>> Darin bestätigt mich auch
>>> http://www.ids-mannheim.de/reform/c3.html#P51: "Man kann einen
>>> Bindestrich in Zusammensetzungen setzen, die als ersten Bestandteil
>>> einen Eigennamen haben, der besonders hervorgehoben werden soll,
>>> oder wenn der zweite Bestandteil bereits eine Zusammensetzung ist".
>>
>> Genau. Er ist die Alternative zur Zusammenschreibung (§ 47), nicht
>> zur Getrenntschreibung.
>
> Demnach wäre also DUSEN die einzig akzeptable Alternative zum
> "Mercedes-Geländewagen" der "Mercedesgeländewagen"?
Theoretisch ja. Praktisch würde ich die Bindestrichform vorziehen.
Es gibt aber auch Fälle, wo ich ihn auch mal bedenkenlos weglasse
(Opelfahrer, Maggiwürze, Spalttablette, Dudenbenutzer).
> So langsam wird's hier immer haarstäubender!
Was in aller Welt ist an Mercedes-Geländewagen oder Opelfahrern
haarsträubend? MUSE sträubt sein Haar bei Opel Fahrern und Opera Browsern.
> Nach welcher Regel wird das Adjektiv "Berliner" eigentlich
> groß geschrieben?
| § 61: Ableitungen von geographischen Eigennamen auf -er schreibt
| man groß.
|
| Beispiele:
| die Berliner Bevölkerung, die Mecklenburger Landschaft, der
| Schweizer Käse, das St. Galler/Sankt Galler Kloster, das Bad
| Krozinger Kurgebiet, die New Yorker Kunstszene
Quelle: <http://www.ids-mannheim.de/reform/d3-3.html>
M.
>> Nö, nur bei "IKEA Küche".
>
> Nun gut. Sagen wir, ob man Obiges mit Bindestrich oder ohne schreibt,
> ist dem persönlichen Geschmack überlassen. Darin bestätigt mich auch
> http://www.ids-mannheim.de/reform/c3.html#P51: "Man kann einen
> Bindestrich in Zusammensetzungen setzen, die als ersten Bestandteil
> einen Eigennamen haben, der besonders hervorgehoben werden soll, oder
> wenn der zweite Bestandteil bereits eine Zusammensetzung ist".
Ich würde ihn schon setzen, "Ikeaküche" ist tatsächlich etwas schwerer
zu lesen.
--
Oliver C.
Du hast den richtigen Abschnitt gefunden, ihn aber falsch
interpretiert. Du hast gemeint, es gehe um Aus Ein Ander Schreibung
oder um Durch-Koppelung, aber es geht in dem Abschnitt um
Zusammenschreibung oder Bindestrich-Schreibung. Abgesehen davon ist die
Amtliche Regelung natürlich nicht eine "grammar" im Sinn von
Programmiersprachen, die eindeutig festlegt, welche Sätze wohlgeformt
sind und welche nicht. Was konzeptuell ein Substantiv ist, muss man
wissen, sonst kann man die Regeln nicht anwenden.
Dass es im Deutschen keine Substantive gibt, die aus mehreren, nicht
zusammengeschriebenen Substantiven bestehen, bleibt vermutlich
unerwähnt, weil es einfach vorausgesetzt wird. Im Deutschen werden
Zusammensetzungen von Substantiven nunmal zusammengeschrieben oder mit
Bindestrich gekoppelt; es heisst eben Buschwindröschen-Blütenblatt und
nicht "wood anemone petal". Ein paar hergelaufene Firmen wie Mercedes
oder Ikea ändern daran gar nichts.
> Ich für meinen Teil verweise währenddessen übrigens auf ein deutsches
> Werbeplakat von 1909. Schon damals hieß es "Opel Doktorwagen".
Um die Zeit waren Ausdrücke wie "Mercedeswagen" (zusammengeschrieben)
üblich. Wenn du den redaktionellen Text und den in Anzeigen von
Zeitungen damals vergleichst, wirst du feststellen, dass die
Reklametexter auch damals ganz absonderliche Brötchen buken.
Guckst du Kladderadatsch digital, da sind auch Anzeigen drin
(http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/digi/kladderadatsch.html),
immer nett die Kleinanzeigen für "Gummi-Waaren").
- Andi
"Geländewagen" ist eben eine Gattungsbezeichnung, "Vectra" ein
Eigenname. So wie in einem Kompositum der zweite Bestandteil das Genus
bestimmt, bestimmt hier der zweite Teil, ob überhaupt ein Kompositum
entsteht oder nicht. Auf der Scheidelinie liegt der "VW(-)Käfer" - hier
finde ich beides in Ordnung, auch wenn dieser "Käfer" nur im weitesten
Sinne als Gattungsbezeichnung durchgeht.
Für Gruppen aus Eigennamen gelten ganz offensichtlich andere Regeln,
denn nur "Sepp Maier" oder meinetwegen "Maier Sepp" sind richtig,
obwohl es doch entweder "Sepp-Maier" (ein bestimmter Angehöriger der
Maier-Familie) oder "Maier-Sepp" (ein bestimmter Träger dieses
Vornamens) heißen müsste.
Gruß,
Michael
Das hat wenig mit persönlichem Sprachempfinden oder einer amtlichen
Regelung zu tun, sondern mit der nach ARS wie NRS gleichen Art der
Bildung von Komposita, die nur durch Zusammenschreibung oder - in
bestimmten Fällen - das Setzen von Bindestrichen geschehen kann.
Die Umdeutung von "Mercedes" in ein - unflektiertes - Adjektiv, das
folglich unverbunden vor dem Substantiv stehen könnte, ist im Deutschen
nicht möglich (anders als im Englischen, das in Sachen Wortarten
bekanntlich liberaler ist).
> In letzterem Fall erbitte ich eine klare, unstrittige Referenz. (All'
> meine bisherigen Web-Fundstellen waren in der Frage nicht eindeutig.)
>
> Ich für meinen Teil verweise währenddessen übrigens auf ein deutsches
> Werbeplakat von 1909. Schon damals hieß es "Opel Doktorwagen".
Dass es so auf einem Werbeplakat stand, bedeutet nicht, dass es "so
hieß", also den damaligen Rechtschreibregeln entsprach. Wie wir alle
spätestens seit "unkaputtbar" und "Da werden Sie geholfen" wissen, nimmt
sich die Werbung einige Freiheiten im Gebrauch der Sprache -
unwahrscheinlich, dass diese Tendenz damals noch gar nicht bestand.
Dass es so auf einem Werbeplakat stand, bedeutet auch (oder erst recht)
nicht, dass es "schon damals" so hieß, also - die Richtigkeit nach
damaligen Maßstäben einmal vorausgesetzt - heute noch Gültigkeit hat.
>>> "Man kann einen
>>> Bindestrich in Zusammensetzungen setzen, die als ersten Bestandteil
>>> einen Eigennamen haben, der besonders hervorgehoben werden soll,
>>> oder wenn der zweite Bestandteil bereits eine Zusammensetzung ist".
>>
>> Genau. Er ist die Alternative zur Zusammenschreibung (§ 47), nicht
>> zur Getrenntschreibung.
>
> Demnach wäre also DUSEN die einzig akzeptable Alternative zum
> "Mercedes-Geländewagen" der "Mercedesgeländewagen"?
Die einzig *mögliche* Alternative - "akzeptabel" aber höchstens
orthographisch, stilistisch wohl eher nicht. Nachdem gleich beide
Kriterien der zitierten Regel erfüllt sind, liegt hier die Setzung eines
Bindestrichs äußerst nahe. Die Zusammenschreibung ohne Ab- und sonstige
Striche hat aber auch niemand vorgeschlagen, deswegen läuft Deine
Aufregung ...
> So langsam wird's hier immer haarstäubender!
... auch ziemlich ins Leere. Will man eine kompaktere Schreibweise für
"Geländewagen von Mercedes", dann schreibt man "Mercedes-Geländewagen",
basta. Wer sagt, dass es dazu überhaupt eine Alternative geben muss? Für
die meisten "normalen" Wörter existiert schließlich auch nur eine
Schreibung.
Gruß,
Michael
Netter Versuch - aber wenn man diese Umdeutung zum Adjektiv (die ich
gerade in einem anderen Beitrag rundweg ausgeschlossen habe) "in diesem
Fall" vornimmt, wie rechtfertigt man dann den Ausschluss derselben
Lesart (und folglich das Erfordernis eines Bindstrichs) in anderen
Fällen, etwa beim "Opel Werk"?
> Nicht nur aus Namen von Städten, sondern auch aus solchen von Ländern
> können großgeschriebene indeklinierte Adjektive gebildet werden:
(...)
> Vielleicht könnte man diese Regel dann auf "Opel" übertragen?
Diese Herkunftsbezeichnungen mögen zwar indeklinabel sein, aber
zumindest sind sie an ihrer Morphologie klar zu erkennen, was bei
Eigennamen wie vorangestellten Firmennamen nicht der Fall ist.
Gruß,
Michael