http://www.mittelschulvorbereitung.ch/content/GD/GR60DiserSaz.doc.pdf
:))))
-Andreas
> (durch Zufall gefunden)
>
> http://www.mittelschulvorbereitung.ch/content/GD/GR60DiserSaz.doc.pdf
:)
| Verwende nie keine doppelte Verneinung.
Heißt es nicht "Verwende nie keine doppelte Verneinung nicht"?
Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Köstlich!
Das wäre eine dreifache Verneinung, wenn ich richtig gezählt habe.
Viele Grüße
Martina
Den letzten Satz verstehe ich nicht:
"Auch Dreckfehler sollten nicht vorkommen."
Viele Grüße
Martina
> http://www.mittelschulvorbereitung.ch/content/GD/GR60DiserSaz.doc.pdf
Einverstanden, bis auf drei Dinge:
1. Der Titel - Es muß "fünf Feller" heißen, sonst fe_lt der Witz.
2. Der Untertitel sollte ruhig von eingeschalteten Ironiedetektoren
ausgehen. Wenn mir gleich geraten wird, etwas offensichtlich nicht
ernst Gemeintes nicht ernst zu nehmen, vergeht mir die Lust zum
Weiterlesen.
3. Die Bildunterschrift unterm Loriot zerstört den Gag vollständig. Im
Original lautet sie: "Reine Dachshaarpinsel sind zwar empfindlich,
aber bei feinen Arbeiten sauberer im Strich." - jedenfalls nach
meinem Bildungsstand.
v'Oberlehrer'G
Jo.
In diesem Satz stecken sogar zwei Hämmer drin:
"Bitte, schreiben sie das Anredepronomen in der Höflichkeitsform groß!"
Das mit dem "sie" ist ja klar.
Aber das "Bitte <Komma>" riecht schon stark nach überwiegender Lektüre
englischer Texte:
"Please, go and ask him first!"
Deswegen, schleicht sich da im (Web-)Journalismus klammheimlich ein
neuer Stil-Hammer ein:
"Genau genommen, ist es auch nicht zu erwarten dass sich da groß was
ändern wird."
Yes, strictly speaking , no big changes are going to be expected. Oh
no. :)
Zumindest noch nicht in 2007.:)
-Andreas
> Den letzten Satz verstehe ich nicht:
>
> "Auch Dreckfehler sollten nicht vorkommen."
Hinweis: Er könnte auch lauten:
"Auch Drackfehler sollten nicht vorkommen."
>>| Verwende nie keine doppelte Verneinung.
>>
>> Heißt es nicht "Verwende nie keine doppelte Verneinung nicht"?
>
> Das wäre eine dreifache Verneinung, wenn ich richtig gezählt habe.
Ist steigerbar. Wir möchten aber nicht so weit gehen, davon abzuraten,
niemals unter keinen Umständen auf die Ablehnung keiner mehrfachen
Verneinung nicht zu verzichten!
vG
Nix "Oberlehrer".
Da gibts ein fettes FACK.
Ich hatte null Plan, was dieser Cartoon da sollte. (zuvor)
-Andreas
Eben. Damit ist der Forderung Genüge getan.
Druckfühler
> Ralf Kusmierz schrieb:
>
>>Wenn du die Regeln lernen würdest, würdest du wissen, dass der
>>Wenn-Satz ?würdelos? ist.
>
> Warum im irrealen Bedingungssatz keine Konstruktion mit "würde"?
>
> Das versteh ich auch nicht.
Das halte ich auch fuer falsch. Vielleicht hatte jemand die englischen
Regeln im Kopf.
Auch der Satz mit den dem "ck" in Fremdwoertern ist Loetzinn. Erstens ist
das "o" in "Vokal" lang, und zweitens muss man "suck my dick, fucker" mit
genau drei "ck" nach kurzen Vokalen schreiben.
Jan
> Heinz Lohmann wrote:
>> Warum im irrealen Bedingungssatz keine Konstruktion mit "würde"?
>>
>> Das versteh ich auch nicht.
>
> Das halte ich auch fuer falsch. Vielleicht hatte jemand die englischen
> Regeln im Kopf.
Nein, nur den schönen Konjunktiv nicht vergessen. Während in der
gesprochenen Sprache der Satz "Wenn es nicht regnen würde, würde ich zu
Fuß gehen" mehr oder weniger Standard ist, scheint mir schriftlich "Wenn
es nicht regnete, ginge ich zu Fuß.
Außerdem bezieht sich die englische Regel "No 'would' in the if-clause"
tatsächlich nur auf den Nebensatz, im Deutschen läßt sich das "würde"
ganz vermeiden.
Gruß, Michael
> Dort steht:
>| Im Fall eines Genitiv’s wird nie ein Apostroph gesetzt.
>
> Hm, hm. Je, nun.
Du hast recht - es hätte besser "eine's Genitiv's" heißen sollen.
vG
> Vielleicht brauche ich Dir das nicht zu sagen, aber ich meinte den Inhalt
> des Satzes, nicht seine Form.
Was hast Du dagegen einzuwenden? Willst Du den Leuten um jeden Preis den
Carlo's-Apostroph unterjubeln?
> Malte Milatz schrieb:
>
>> Vielleicht brauche ich Dir das nicht zu sagen, aber ich meinte den Inhalt
>> des Satzes, nicht seine Form.
>
> Was hast Du dagegen einzuwenden? Willst Du den Leuten um jeden Preis den
> Carlo's-Apostroph unterjubeln?
Nun, auch ich möchte nicht auf den Fritz-Genitiv verzichten.
--
Oliver C.
Ich war auch etwas enttäuscht, als es tatsächlich vier Fehler waren. ;-)
Aber um diese Witz ging es hier nicht. Es soll hier nur angemahnt werden,
die just in dem Satz selber gemachten Rechtschreib- und Grammatikfehler zu
vermeiden. Inhaltliche Fehler stören heute keinen mehr.
> 2. Der Untertitel sollte ruhig von eingeschalteten Ironiedetektoren
> ausgehen. Wenn mir gleich geraten wird, etwas offensichtlich nicht
> ernst Gemeintes nicht ernst zu nehmen, vergeht mir die Lust zum
> Weiterlesen.
Du musst allerdings bedenken, an was für eine Zielgruppe diese Seite
gerichtet sein mag. Sie scheint ja offenbar Übungscharakter zu haben und
wenn die Teilnehmer das Gefühl haben sollen, integriert zu sein, also
dazuzugehören, setzt man halt den kleinsten gemeinsamen Nen-^w^w^w - du
weißt, was ich meine. Und siehe da, was verrät uns bereits die URL? "*.ch"
*duck*
Ernsthaft: Ich fühle mich auch davon abgestoßen, wenn ich, seien es jetzt
Schriftwerke, seien es Fernsehsendungen, für so primitiv gehalten werde,
dass man mir jeden Witz erklären aus, nur damit ich mitlachen und mich
überlegen fühlen kann. Aber um dich und mich geht es hier offenbar nicht.
> 3. Die Bildunterschrift unterm Loriot zerstört den Gag vollständig. Im
> Original lautet sie: "Reine Dachshaarpinsel sind zwar empfindlich,
> aber bei feinen Arbeiten sauberer im Strich." - jedenfalls nach
> meinem Bildungsstand.
Ich erinnere mich noch an eine Geburtstagssendung, in der Günther Jauch am
Beispiel dieser Zeichnung mit der von dir angegebenen Unterschrift die Art
von Loriots Humor auf den Punkt gebracht hat. Wie eben schon angedeutet:
Womöglich ging es demjenigen, der die Seite erstellt hat, gar nicht um
diese Tiefgründigkeit des Humors. Ob er das Niveau berechtigterweise so
niedrig ansetzt und ob er das Original selbst überhaupt verstanden hat, sei
freilich dahingestellt.
Gruß,
Tobias
> Malte Milatz schrieb:
>
>> Vielleicht brauche ich Dir das nicht zu sagen, aber ich meinte den Inhalt
>> des Satzes, nicht seine Form.
>
> Was hast Du dagegen einzuwenden? Willst Du den Leuten um jeden Preis den
> Carlo's-Apostroph unterjubeln?
Nun, auch ich möchte nicht auf den Fritz-Genitiv verzichten. Also
vielleicht:
Im Falle eines Genitiv's gehört kein Apostroph vor das s.
--
Oliver C.
:-)
Alles klar, vielen Dank!
Gruß Martina
> 5. Wenn du so schriebest, hielten dich viele für verschroben.
Oder viele dächten, du habest dich verschrieben.
>
> Ich denke, da gibt es noch einige andere heute eher ungebräuchliche
> Konjunktivformen.
Aber ist die intendierte Form u.U. "wenn du die Regeln gelernt
hättest"? Das macht auch den Hauptsatz würdelos ;-)
Gruß,
Achim
/me war einfach zu faul, das zu (ASCII-)vertexten. Dann hätte ich
selbstverständlich den das Ganze in eine ungewollte Richtung lenkenden -
von mir natürlich sehr wohl bemerkten - kleingedruckten Text
rausgenommen.
-Andreas
>Was ja nun kain Proplehm ist:
Bei dir schon!
Ich find es ja nett, dass du es abgetippt hast. Danke. Aber dein
dusseliges X-No-Archive: yes verhindert das Lesen bei Google.
Spielst du Schach? Die denken immer ein paar Züge voraus.
Wenn es den URL nicht mehr gibt, gibt es womöglich _nur_ noch das
Usenet-Posting.
Deswegen hier nachstehend noch 1x Fullquote des Textes:
-quote-
Die folgenden Richtlinien für ein korrektes Deutsch sind mit Vorsicht
zu genießen. Verbessere!
Verwende nie keine doppelte Verneinung.
Jedes Pronomen muss mit ihrem Beziehungswort übereinstimmen.
Achte auf den richtigen Gebrauch vom Genitiv.
Verwechsle dem Akkusativ nicht mit den Dativ.
Setze keine, unnötigen Kommas.
Verben muss mit ihren Subjekten übereinstimmen.
Diese üblen Satzfetzen.
Vergiss nicht, Infinitive immer mit "zu" bilden.
Vermeide überflüssige Binde-Striche
Korrekte Ortografie ist unerlässlich.
Im deutschen schreibt man alle nomen groß.
In Fremdwörtern hat es auch nach einem kurzen Vockal kein "ck".
Lies das, was du geschrieben hast, noch einmal durch, um zu sehen, ob
du vergessen hast.
Generell sollten Fremdwörter nur sehr restriktiv verwendet werden.
Denke immer wider daran, dass "wieder" "noch einmal" und dass "wider"
"gegen" bedeutet.
Die Vorsilbe "ent-" hat nicht endfernt etwas mit "Ende" zu tun.
Dass "dass" mit zwei "s" ist eine Konjunktion, während dass "das" mit
einem "s" ein Artikel, ein
Relativpronomen oder sogar ein Demonstrativpronomen sein kann.
Dialektausdrücke in einem schriftdeutschen Text wirken manchmal
narrisch verruckt.
Verwende doch keine vulgären Ausdrücke, du Arsch!
Bitte, schreiben sie das Anredepronomen in der Höflichkeitsform groß!
Im Fall eines Genitiv's wird nie ein Apostroph gesetzt.
Hast du das Fragezeichen wirklich nicht vergessen.
Unsere Lehrerin sagte immer: Vor und nach der direkten Rede müsst ihr
Anführungszeichen setzen.
Wenn du die Regeln lernen würdest, würdest du wissen, dass der
Wenn-Satz "würdelos" ist.
Fermeite tise fillen fermeitparen souplöten Rektsreipefeller.
Auch Dreckfehler sollten nicht vorkommen.
"
-/quote-
>Was hast Du dagegen einzuwenden? Willst Du den Leuten um jeden Preis den
>Carlo's-Apostroph unterjubeln?
Himmelherrgottnochmal, nun laßt doch endlich meinen Apostroph in Ruhe!
Seit Jahren wird schon auf ihm herumgeritten, und dann wird er auch
noch an die falsche Stelle gesetzt! Sollte ich einmal eine Taverne
eröffnen, dann glaubt doch jeder, der Apostroph gehöre vor das "s",
obwohl er dahinter muß - und ihr seid alle schuld daran.
Gruß
Carlos
Allerdings.
Empfohlene Lektüre hierzu:
Bastian Sick - Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (II)
"Der traurige Konjunktiv".
(ich hab das Hörbuch, CD1 Track 9)
-Andreas
Abgetippt? Es gibt doch auch Copy-and-paste (TM).
> Während in der gesprochenen Sprache der Satz "Wenn es nicht
> regnen würde, würde ich zu Fuß gehen" mehr oder weniger Standard
> ist, scheint mir schriftlich "Wenn es nicht regnete, ginge ich
> zu Fuß.
Dieser Satz trotz halber Anführungszeichen kräftig schräg.
M.
Naja, wenn Du nicht nur den Seiltänzer-Leser, sondern das ganze Pro-
gramm des Seiltänzers des luftgetrockneten Ziegelsteins hast, dann
kannst Du den Inhalt des pdf-Files auch als Text ausgeben.
--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | Sprache ist eine Haushaltserfindung, und wir dürfen
| | | |_| | nicht erwarten, daß sie sehr weit über die Grenzen
| | | _ | der Alltagserfahrung hinausreicht.
|_|a |_| |_|a (Wilkinson)
>> Abgetippt? Es gibt doch auch Copy-and-paste (TM).
>>
>>
>
> Naja, wenn Du nicht nur den Seiltänzer-Leser, sondern das ganze Pro-
> gramm des Seiltänzers des luftgetrockneten Ziegelsteins hast, dann
> kannst Du den Inhalt des pdf-Files auch als Text ausgeben.
man pdftotext ;-)
Aber auch für die Mausdompteure: Selbst mein betagter Seiltänzer-Leser
Version 5 hat ein Mausknöpfchen, mit dem man Text in einem Dpkument
markieren und dann kopieren kann. Und bis auf die Überschriftszeile
funktioniert das auch (die ist möglicherwesie nicht als Text, sondern
als Bild eingefügt). Vielleicht solltest du doch mal die
Gebrauchsanweisung lesen?
Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
Das ist aber nicht das PRoblem an Deinen Beispielsätzen. Es sind (mit
Ausnahme des letzten) alles Alltagsthemen und sehr in der Nähe
gesprochener Sprache angesiedelt. Da machen so ungewöhnliche
Verbformen natürlich einen eigenartigen Eindruck, genauso wie
überhaupt ein Kondizionalsatzgefüge, denn ich würde auch nicht sagen
"Wenn du die Brötchen selbst backen würdest, würden sie besser
schmecken". Mal abgesehen davon, daß ich derartige Wiederholungen auch
in der gesprochenen Sprache vermeide, hieße es bei mir eher "Back die
Brötchen selbst, dann schmecken sie besser".
Aber nehmen wir doch den letzten Satz (ich glaube, es liegt an dem
Wort "verschroben", daß er so gar nicht umgangssprachlich wirkt): den
würde ich wahrscheinlich auch nicht so schreiben, sondern "Schriebest
du so, hielten ..." Ist doch, wenn es nicht gesprochene Sprache sein
soll, so absonderlich nicht.
chr
> 1. Wenn du die Brötchen selbst bükest, schmeckten sie besser.
> 2. Wenn ich dir beim Geschirrwaschen hülfe, danktest du mir sicher.
> 3. Wenn du im Lotto gewönnest, verschwendetest du bestimmt das Geld in
> kurzer Zeit.
> 4. Wenn er sich häufiger die Füße wüsche, röchen sie nicht so nach Käse.
> 5. Wenn du so schriebest, hielten dich viele für verschroben.
Wenn ich Pilze sötte, schölte mich meine Frau nicht.
- Daniel
> Aber nehmen wir doch den letzten Satz (ich glaube, es liegt an dem
> Wort "verschroben", daß er so gar nicht umgangssprachlich wirkt): den
> würde ich wahrscheinlich auch nicht so schreiben, sondern "Schriebest
> du so, hielten ..." Ist doch, wenn es nicht gesprochene Sprache sein
> soll, so absonderlich nicht.
Das geht mir genau anders: "verschroben" könntest Du aus meinem Munde
durchaus vernehmen, "schriebest" aber kaum. Deinen sonstigen
Ausführungen stimme ich zu: hypothetische Konditionalsätze sind im
Alltag selten - kontrafaktische interessanterweise viel häufiger ("wenn
Du die Brötchen selber gebacken hättest, (dann) hätten sie besser
geschmeckt.") Der Grund dürfte der sein, den Du anführst, ein
pragmatischer: man äußert meist besser einen konkreten Vorschlag als
eine Grundsatzerwägung, für die Vergangenheit geht das aber nicht.
--
Give a man a fish and you feed him for a day; teach him to use the 'Net
and he won't bother you for weeks.
ACK, ausnahmsweise mal in ganz gestelzt:
So langsam wird man dieser Anspielungen müde.=)
> >Seit Jahren wird schon auf ihm herumgeritten, und dann wird er auch
> >noch an die falsche Stelle gesetzt! Sollte ich einmal eine Taverne
> >eröffnen, dann glaubt doch jeder, der Apostroph gehöre vor das "s",
> >obwohl er dahinter muß - und ihr seid alle schuld daran.
> >
>
> Nenn den Laden doch "Bei Carlos"!
Das klingt nach muffiger Eckkneipe ...
-Andreas
> Nenn den Laden doch "Bei Carlos"!
Oder CarlosInn.
Jörn
>>http://webdoc.sub.gwdg.de/diss/2006/jang/jang.pdf
>>
> "... Anderer als der von mir angegebenen Hilfsmittel und
> Schriften habe Autoren entnommenen Stellen habe ich kenntlich gemacht.
> Die Abhandlung ist noch nicht veröffentlicht worden und noch nicht
> Gegenstand eines Promotionsverfahrens gewesen"
>
> Wie ist denn dieser Absatz zustandegekommen?
1) Vorgegebene Formulierung der Universität. Allerdings sollte einer
solchen das Promotionsrecht entzogen werden.
2) Eigener Formulierungsversuch. Allerdings sollte die Dissertation dann
nicht angenommen werden, da die Aussage nicht der vermutlich verlangten
entspricht.
Gruß
HR
--
sunt nova grata tria: medicus, meretrix, melodia
> Rüdiger Silberer schrieb:
[...]
>> Ich befürchte, daß diese Konjuktivformen über kurz oder lang aussterben
>> werden.
>
> Sic transit gloria linguae Germanorum.
Up up and away!
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://uiid.org/de/ad3jj8
Disclaimer: Diese Nachricht kann unsichtbare Smilies enthalten!
Hilfe, ich werde gesigt! (Stefan Hager in detebe)
> Würdest du denn so schreiben:
>
> 1. Wenn du die Brötchen selbst bükest, schmeckten sie besser.
> 2. Wenn ich dir beim Geschirrwaschen hülfe, danktest du mir sicher.
> 3. Wenn du im Lotto gewönnest, verschwendetest du bestimmt das Geld
> in kurzer Zeit.
> 4. Wenn er sich häufiger die Füße wüsche, röchen sie nicht so nach
> Käse.
> 5. Wenn du so schriebest, hielten dich viele für verschroben.
Die ersten drei Konditionalsätze klingen in meinen Ohren gekünstelt.
Das liegt aber nicht allein an den starken Konjunktivformen, sondern -
wie in <e9rdu2$eqa$1...@lnews.rz.hu-berlin.de> bereits angedeutet - am
Inhalt: Es geht um banale Alltagsaussagen, die man in gesprochener
Sprache kaum je hypotaktisch formuliert.
Am vierten und fünften Konditionalsatz störe ich mich überhaupt nicht.
Das ist völlig normales Schriftdeutsch.
Was mir jedoch grundsätzlich mißfällt, sind Deine "würdelosen"
Hauptsätze. In den Fällen 1, 2, 3 und 5 höre ich inhaltlich einen
nachzeitigen Sinn heraus und neige darum zum Konjunktiv mit "würde" im
Hauptsatz. Lediglich im Fall 4 empfinde ich den starken Konjunktiv im
Hauptsatz als richtig.
> Ich denke, da gibt es noch einige andere heute eher ungebräuchliche
> Konjunktivformen.
Konjunktive mit und ohne "würde" sind wie gesagt inhaltlich nicht
völlig gleichbedeutend. Das siehst Du am ehesten vielleicht an der
indirekten Rede der Vergangenheit. Insofern ist da durchaus noch Platz
für Nuancen, wenn auch nicht unbedingt für Fremdsprachler.
--
Bernd Gramlich Quod scripsi, scripsi.
> Heinz Lohmann wrote:
>
> > Würdest du denn so schreiben:
> >
[...] 1. - 3. Snip
> > 4. Wenn er sich häufiger die Füße wüsche, röchen sie nicht so nach
> > Käse.
[...] 5. Satz Snip
> Am vierten und fünften Konditionalsatz störe ich mich überhaupt nicht.
> Das ist völlig normales Schriftdeutsch.
Diesen vierten Satz fände ich allerdings stimmiger, wenn es da hiesse:
"Wenn er sich die Füße häufiger wüsche, röchen sie nicht so nach Käse".
Oder aber es müsste heissen: "Wenn er sich häufiger die Füße wüsche,
röchen er nicht so nach Käse". ;-)
--
Yvonne Steiner
> Heinz Lohmann wrote:
>
> > Würdest du denn so schreiben:
> >
[...] 1. - 3. Snip
> > 4. Wenn er sich häufiger die Füße wüsche, röchen sie nicht so nach
> > Käse.
[...] 5. Satz Snip
> Am vierten und fünften Konditionalsatz störe ich mich überhaupt nicht.
> Das ist völlig normales Schriftdeutsch.
Diesen vierten Satz fände ich allerdings stimmiger, wenn es da hiesse:
"Wenn er sich die Füße häufiger wüsche, röchen sie nicht so nach Käse".
Oder aber es müsste heissen: "Wenn er sich häufiger die Füße wüsche,
röche er nicht so nach Käse". ;-)
--
Yvonne Steiner
Ja, die Funktion ist allerdings nicht dieselbe. Aber auch deine Deutung
trifft nicht mehr zu:
> Das siehst Du am ehesten vielleicht an der
> indirekten Rede der Vergangenheit.
Dort ja. Aber das heißt dann eben nicht, dass
1. man jegliche Nachzeitigkeit zu kennzeichnen habe (das taten nicht mal
die ollen Römer, die ja ein außerordentlich feines Gefühl für Zeit-
stufen hatten)
2. jeder Kondizional *immer* eine Nachzeitigkeit bezeichne: So wie wir
mit der *Form* "Futurum I" auch (und vor allem) eine "Vermutung"
ausdrücken, ist die *Form* "Kondizional" meist nichts anderes als ein
Ersatz für die Form namens "Konjunktiv II".
> Insofern ist da durchaus noch Platz
> für Nuancen, wenn auch nicht unbedingt für Fremdsprachler.
Doch, doch. Wenn schon deutsch, dann richtig.
Ch.
--
Posted via Mailgate.ORG Server - http://www.Mailgate.ORG
> Diesen vierten Satz fände ich allerdings stimmiger, wenn es da hiesse:
> "Wenn er sich die Füße häufiger wüsche, röchen sie nicht so nach Käse".
>
> Oder aber es müsste heissen: "Wenn er sich häufiger die Füße wüsche,
> röche er nicht so nach Käse". ;-)
Richtig muss es heißen: "Wasch mal deine Käsesocken, du asozialer
Stinkstiefel!"
SCNR :-)
Gruß
P. W.
--
Latinitatem colamus!
>>> Während in der gesprochenen Sprache der Satz "Wenn es nicht
>>> regnen würde, würde ich zu Fuß gehen" mehr oder weniger Standard
>>> ist, scheint mir schriftlich "Wenn es nicht regnete, ginge ich
>>> zu Fuß.
>> Dieser Satz trotz halber Anführungszeichen kräftig schräg.
> Warum? Ich sag das so.
Kreisky hatte auch eine Vorliebe für Open-End-Sätze.
M.
> Horst Ruth schrieb:
>>> "... Anderer als der von mir angegebenen Hilfsmittel und
>>> Schriften habe
ich mich nicht bedient. Alle wörtlich oder sinngemäß den Schriften anderer
Autorinnen oder
>>> Autoren entnommenen Stellen habe ich kenntlich gemacht.
>>> Die Abhandlung ist noch nicht veröffentlicht worden und noch nicht
>>> Gegenstand eines Promotionsverfahrens gewesen"
>>>
>>> Wie ist denn dieser Absatz zustandegekommen?
>>
>>1) Vorgegebene Formulierung der Universität. Allerdings sollte einer
>>solchen das Promotionsrecht entzogen werden.
>
> Die Uni möchte ich sehen, die diese Formulierung vorgibt. Der erste Satz
> ist doch völlig verunglückt mit seinen 2 x "habe" und dem Rest von
> unfunktionalen Wörtern.
M.E. hat Herr (Frau?) Jang beim Abtippen eine Zeile übersprungen (s.o.).
Liebe KatharInnen und CarlosInnen!
Lasst uns unser Carlos geschlechtsneutral formulieren!
Helmut
--
Nåch dera Zei'n kimmt nix mehr
> Kreisky hatte auch eine Vorliebe für Open-End-Sätze.
>
Und Herbert Wehner. Ich weiß nicht, wie es bei Kreisky war, Herbert Wehner
hat erstaunlicherweise bei seinen teils wahnwitzigen Sätzen immer die Kurve
gekriegt - und man hat sie während des Hörens verstanden, nicht erst nach
sorgfältigem Studium des protokollierten Textes.
Ciao
Wolfram
--
Ich glaube, daß einige der größten Geister, die je gelebt haben, nicht halb
so viel gelesen haben und bei weitem nicht so viel wußten, als manche
unserer mittelmäßigen Gelehrten. Und mancher unserer mittelmäßigen
Gelehrten hätte ein größerer Mann werden können, wenn er nicht so viel
gelesen hätte.
LICHTENBERG
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
> Am Sat, 22 Jul 2006 12:47:03 +0200 schrieb Yvonne Steiner:
>
>> Diesen vierten Satz fände ich allerdings stimmiger, wenn es da hiesse:
>> "Wenn er sich die Füße häufiger wüsche, röchen sie nicht so nach Käse".
>>
>> Oder aber es müsste heissen: "Wenn er sich häufiger die Füße wüsche,
>> röche er nicht so nach Käse". ;-)
>
> Richtig muss es heißen: "Wasch mal deine Käsesocken, du asozialer
> Stinkstiefel!"
Die Socken allein tuns nicht. Oder sind die "Käsesocken" in Deinem
Idiolekt die Füße?
--
Oliver C.
>> Kreisky hatte auch eine Vorliebe für Open-End-Sätze.
> Und Herbert Wehner. Ich weiß nicht, wie es bei Kreisky war,
> Herbert Wehner hat erstaunlicherweise bei seinen teils
> wahnwitzigen Sätzen immer die Kurve gekriegt - und man hat sie
> während des Hörens verstanden, nicht erst nach sorgfältigem
> Studium des protokollierten Textes.
Die Kurve hat Kreisky bei seinen Schachtelsätzen nie gekriegt.
Verstanden hat man aber natürlich trotzdem, was er gemeint hat.
M.
> > "Auch Dreckfehler sollten nicht vorkommen."
>
> Hinweis: Er könnte auch lauten:
> "Auch Drackfehler sollten nicht vorkommen."
Druckfleher.
Nur: wird in der Schule so viel gedruckt?
Manfred
--
Ruhm beginnt doch erst dort, wo man von einer Sache weiß,
sie aber nicht kennt. (Musil)
Noch zwei Bemerkungen:
> In Fremdwörtern hat es auch nach einem kurzen Vockal kein "ck".
Auf diesen Satz paßt MUSEN die Regel:
> Dialektausdrücke in einem schriftdeutschen Text wirken manchmal
> narrisch verruckt.
Oder gibt es da andere Anischten?
> Generell sollten Fremdwörter nur sehr restriktiv verwendet werden.
Hier dachte ich zunächst, daß das ja nun nicht lustig ist, mit nur einem
Fremdwort im Satz. Dann entdeckte ich noch "generell"; das empfinde ich
also kaum als Fremdwort, es ist sicherlich keines, daß man um der
allgemeinen Verständlichkeit willen zu vermeiden bräuchte.
--
Oliver C.
> Am Sat, 22 Jul 2006 12:47:03 +0200 schrieb Yvonne Steiner:
>
>> Oder aber es müsste heissen: "Wenn er sich häufiger die Füße wüsche,
>> röche er nicht so nach Käse". ;-)
>
> Richtig muss es heißen: "Wasch mal deine Käsesocken, du asozialer
> Stinkstiefel!"
Die Socken allein tuns nicht. Oder sind "Käsesocken" bei Dir die Füße?
--
Oliver C.
In Berlin würde man sogar "Keesebeene" sagen.
> 21 Jul 2006 02:55:49 -0700 Lothar Frings schrieb:
>
>>> "Auch Dreckfehler sollten nicht vorkommen."
>>
>> Hinweis: Er könnte auch lauten:
>> "Auch Drackfehler sollten nicht vorkommen."
>
> Druckfleher.
>
> Nur: wird in der Schule so viel gedruckt?
Seitdem wir das papierlose Büro eingeführt haben, drucken wir so viel
wie nie zuvor. Oder wie beantwortest du deine E-Mails?
> Seitdem wir das papierlose Büro eingeführt haben, drucken wir so viel
> wie nie zuvor. Oder wie beantwortest du deine E-Mails?
Meinten Sie: archivierst
--
Oliver C.
> Den letzten Satz verstehe ich nicht:
>
> "Auch Dreckfehler sollten nicht vorkommen."
Die heißen ja auch nicht "Dreckfehler", sondern "Dreckfuhler".
Jörn
Nein, aber ich als Latinist geb' mich da gern ein wenig
bildungsbürgerlich.
> (Ja, darin steckt ein lateinisches Wort, das viele mit t schreiben und
> wenige mit c. Die Konditionen auf der Bank -- die auf die gleiche Wurzel
> zurückgehen -- habe ich noch nie mit z geschrieben gesehen, jedenfalls
> nicht von einem kompetenten Schreiber).
Mein Bankmensch soll mir gute Geldtipps geben; über lateinische
Etymologien
unterhalte ich mich mit anderen. Insofern ist der Bankmensch
exkulpiert.
Ch.
Hab ich jetzt gar nicht drüber nachgedacht. Vielleicht sollte ich
lieber weniger bildungsbürgertümeln.
chr
> Fändest du denn die Wenn-Sätze mit "würde" falsch? Das war ja wohl
> mit
> den "würdelosen Wenn-Sätzen gemeint.
Kommt drauf an. Bei "würde" in Haupt- und Nebensatz ergibt sich ja
eben so oft diese Wiederholung ums Komma rum, die finde ich
ausgesprochen häßlich.
In der Schriftsprache vermeide ich "würde" im Nebensatz, aber wenn ich
dann eine völlig ausgefallene Form nehmen müßte, würde ich sicher
umformulieren oder "würde" verwenden.
Ich hatte eigentlich durchweg furchtbar sprachkonservative
Deutschlehrer (von dem einen, der auf dem Weg zur Schule einen Umweg
machte, um nicht das Schild "Waren täglicher Bedarf" sehen zu müssen,
schrieb ich wohl schon einmal), vielleicht sind die Schuld daran.
chr
Wahrscheinlich analog zu 'Schreibfehler' ...
--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Leute die zur Entwicklung, Produktion oder Reparatur
| | | |_| | von Dingen nicht taugen gehen in Verkauf und Marke-
| | | _ | ting. Wenn sie auch dort versagen werden sie Journa-
|_|a |_| |_|a listen." (aus dem Internet)
> >> Schreibt man das Wort im Schweizerischen wirklich mit z?
>
> >Nein, aber ich als Latinist geb' mich da gern ein wenig
> >bildungsbürgerlich.
>
> Die passende Kenntnis dürfte allerdings derartig selten sein, daß man
> dem, der die etymologische Schreibweise hochhält, allzuleicht
> (fälschlich) furniertes Wissen nachsagt.
Meinetwegen. Aber die Wahrheit kann warten, denn sie hat ein langes
Leben vor sich.
> Schreibst Du denn auch "Litteratur"?
Wahlweise "Littérature" oder "Litteratür".
Ch.
> Warum eigentlich heißen Druckfeler Druckfeler? Normalerweise ist ja
> nicht der Druck felerhaft, sondern der Sazz.
Vielleicht, weil es für Karl Normalleser keinen Satz gibt. Was aus der
Druckerei kommt, enthält einen Fehler. Wer den zu verantworten hat,
interessiert allenfalls die vorgelagerte Schuldzuweisungsabteilung.
CU
Thomas, Zweideutigkeit stehenlassend
> Schreibst Du denn auch "Litteratur"?
Nur dann, wenn sie demolirt ist.
M.
Piet Klocke redet auch in so einer Art "Open-End-Sätzen" ;-)
SCNR,
Andreas
> 1. Der Titel - Es muß "fünf Feller" heißen, sonst fe_lt der Witz.
Erinnert mich an eine Meldung vor vielen Jahren, es war ein 1. April in den
späten 70ern, in der damals auflagenstarken "Jungen Welt". Auf (WIMRE) Seite
2 stand in der Ecke eine kleine Meldung, die sinngemäß lautete: "Wie jedes
Jahr haben wir zum 1. April auch in diesem Jahr wieder einen Aprilscherz
im Blatt. Es ist gut versteckt. Unter denen, die ihn zuerst finden und XXX
anrufen, verlosen wir ?Preise?."
Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
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Es erstaunt mich immer wieder, wie viele das glauben. Ein
hundsgewöhnlicher Seiltänzer-Leser tut's aber auch, man muss nur den
Cursor ändern (in der Symbolleiste ist neben der Hand eine
Schaltfläche "Auswählen" mit einem Pfeil) und dann geht's.
Viel Spaß,
Marc
> Sollte ich einmal eine Taverne
> eröffnen,
dann nenn ihn "Carlossen seine Taverne".
Und im Hintergrund läuft Johann Straußens opus 269?
Gruß
HR
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sunt nova grata tria: medicus, meretrix, melodia
Nicht etwa ein altes Video vom "Litterarischen Quartett"?
>>> Schreibst Du denn auch "Litteratur"?
>> Nur dann, wenn sie demolirt ist.
> Und im Hintergrund läuft Johann Straußens opus 269?
Könnte durchaus sein. Der erste Satz lautet übrigens "Wien wird
jetzt zur Großstadt demolirt."
M.
Danke, ich habe es schon gefunden. Selbst auf meinem Uralt-Acorn geht
das ...
> Carlos Duerschmidt schrieb:
>
>> Sollte ich einmal eine Taverne
>> eröffnen,
>
> dann nenn ihn "Carlossen seine Taverne".
>
Sire, geben Sie Getränkefreiheit!
Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, spontan sein ist gut, aber, sagt er, es will gut
überlegt sein.
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
Wer ist Piet Klocke?
Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, er glaubt nicht an Außerirdische. Er glaubt, sagt er,
nicht einmal an Irdische.
www.theodor-rieh.de
www.theodor-rieh.de/heinrich
www.madonnadellascala.it
>>> Nur dann, wenn sie demolirt ist.
>
>> Und im Hintergrund läuft Johann Straußens opus 269?
>
> Könnte durchaus sein. Der erste Satz lautet übrigens "Wien wird
> jetzt zur Großstadt demolirt."
Ebent; die Demolirerpolka feiert das Schleifen der Befestigung.
Des hoaßt net "Getränkefreiheit", des hoaßt "Freigetränke heit!"
Helmut
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Nåch dera Zei'n kimmt nix mehr