> Gibt es eine bessere Bezeichnung für die
> Abfälle beim Bleistiftspitzen, ein Gegenstück
> zu "pencil shavings" im Englischen?
>
>
> http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/4725196263/
Bleistiftspäne?
<http://www.pcpraxis.de/index.php?option=com_pictures&task=view&id=5960>
Bleistiftschnitzel?
| Er war so frei, den Bleistift etwas zuzuspitzen, und von den rot
| lackierten Schnitzeln, die abfielen, bewahrte er drei oder vier
| fast ein ganzes Jahr lang in einer inneren Schublade seines
| Pultes auf [...]
|
(Thomas Mann, "Der Zauberberg", Abschnitt "Hippe", S. Fischer,
2004 (1924), S. 172.)
--
Steve
My e-mail address works as is.
> Bleistiftschnitzel?
Kinderschnitzel entstehen also auch beim Haare- oder Fingernägelschneiden.
vG
--
Diese Nachricht wurde mit freundlicher Unterstützung eines freilaufenden
Pinguins erstellt und ist garantiert frei von Microsoft-Viren.
-- <http://einklich.net> -- Ein Pinguin für jeden: <http://debian.org/> --
"Teilen Sie etwas Neues mit."
> Bleistiftschnitzel?
Der Tread mit den Schnitzeln und Steaks ist weiter unten.
Grüße,
Frank
> Gibt es eine bessere Bezeichnung f�r die
> Abf�lle beim Bleistiftspitzen, ein Gegenst�ck
> zu "pencil shavings" im Englischen?
Bleistiftkr�mel?
--
Gru�, Bertel
Krümel sind formlos. Es handelt sich holzbearbeitungstechnisch
gesehen um Hobelspäne.
Gruss
Walter
> >> Gibt es eine bessere Bezeichnung für die
> >> Abfälle beim Bleistiftspitzen, ein Gegenstück
> >> zu "pencil shavings" im Englischen?
>
> > Bleistiftkrümel?
>
> Krümel sind formlos. Es handelt sich holzbearbeitungstechnisch
> gesehen um Hobelspäne.
Man könnte den Vorgang aber auch als Schälen bezeichnen, analog zur
Herstellung von Schälfurnier, und damit wären es Schälspäne.
Übrigens sind hier die Umlaute und so erhalten geblieben, manchmal
werden sie wechemacht, unerklärlich - FR
>> > Bleistiftschnitzel?
>>
>> Kinderschnitzel entstehen also auch beim Haare- oder
>> Fingernägelschneiden.
>
> "Teilen Sie etwas Neues mit."
Bitte um Entschludrigung. Wann kam das zuletzt?
vG
--
"Man könnte ihn höchstens fragen, was das für eine blöde Idee war,
am Rand des Haifischbeckens Nasenbluten zu kriegen."
(David Kastrup über einen Anfängerthread in de.rec.musik.machen)
[Bezeichnung für die Abfälle beim Bleistiftspitzen.]
> Stephen Hust wrote:
>> Bleistiftschnitzel?
> Kinderschnitzel entstehen also auch beim Haare- oder
> Fingernägelschneiden.
Es fallen jedesmal Schweinsschnitzel an, wenn ich mein Schwein
spitze.
> Gibt es eine bessere Bezeichnung für die
> Abfälle beim Bleistiftspitzen, ein Gegenstück
> zu "pencil shavings" im Englischen?
In der Grundschule nannten wir das, was beim Anspitzen abfällt,
"die Anspitze".
> �brigens sind hier die Umlaute und so erhalten geblieben, manchmal
> werden sie wechemacht, unerkl�rlich - FR
Ist es nicht so, dass GG ein Problem hat mit nicht-quoted-printable?
Ciao
Toscha
--
Spontanit�t will gut �berlegt sein.
>Lothar Frings wrote:
>
>>> > Bleistiftschnitzel?
>>>
>>> Kinderschnitzel entstehen also auch beim Haare- oder
>>> Fingernägelschneiden.
>>
>> "Teilen Sie etwas Neues mit."
>
>Bitte um Entschludrigung. Wann kam das zuletzt?
Gefühlt? Nicht länger als ein paar Tage zurückliegend.
Gruß Uwe
--
"Demokratie ist riskant. Das Volk kann sich ja auch irren."
Dieter Wiefelspütz, SPD
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Wenn "Kehricht" und "Spülicht" aussterben, dann wird sich "Spitzicht"
nicht durchsetzen lassen. Aber wie wär's mit "Anspitzel"? Das wäre
immerhin analog zu Häcksel, Schnitzel. (Gibt es davon mehr?)
j/\a
--
Der Name, den Th. Mann verwendet - Bleistiftschnitzel - läßt mehr auf
die Reste des mit dem Messer angespitzten Bleistifts schließen, denn
das ist eine Art Schnitzen.
Das Bild trifft genau die Sache.
Unter Spänen stellt man sich zwar zunächst mit dem Beil - oder geht
das mit der Axt? - der Länge nach fein geteilte Holzscheite vor zum
Anfachen des jungen Feuers.
Holzabfälle gibt es verschiedene: Beim Sägen entsteht Sägemehl. Beim
Hobeln fallen Späne. Ein Hobel ist von seiner Funktion her das Vorbild
des Anspitzers, stelle ich mir vor.
Hobelspäne werden wegen ihrer lockigen Form für die Gestaltung von
allerlei Kunsthandwerk zur Weihnachtszeit verwendet. Hobelspäne
erinnern in ihrer Gestalt und Erzeugung an diese dünnen buntgezackten
Bleistifthobelspäne.
Als Kind habe ich mit den buntgeränderten *Dingens* Blumen auf
Briefpapier zur Verzierung gestaltet. Da wurden einige Buntstifte
kurz. Aber damals schrieb man ja auch noch auf blaßblauem Briefpapier
mit passenden seidenpapiergefütterten Couverts.
Kurz - ich plädiere für *Späne* und lasse Hans Castorp mit dem
Taschenmesser schnitzen.
Gruß
Gunhild
So ein blödes Wort, wo Du sie doch abgespitzt hast. Also Abspitze.
Es sind Späne.
Liest denn hier kein professioneller Bleistiftanspitzer mit, ein Beamter?
Carsten
--
http://www.toonpool.com/user/8844/files/limosin_884525.jpg
> Ein Hobel ist von seiner Funktion her das Vorbild des Anspitzers,
> stelle ich mir vor.
Ich finde, da läßt sich eher an eine Drehbank denken: Rotierendes
Werkstück und seitlich angesetztes Messer.
> [..] - ich plädiere für *Späne* und lasse Hans Castorp mit dem
> Taschenmesser schnitzen.
Im geschilderten Fall gewiß, ja.
j/\a
--
Wahrscheinlich heißt das Bleistiftplisse, Buntstiftspitzkragen oder
Gabunpetticoat.
--
Roland Franzius
Schnipsel.
"Spitzicht" hört sich für mich übrigens nach Adjektiv an.
(Gefühlt: Wilhelm Busch)
/Walter
Gunhild, du hast den Bogen wirklich raus, alle Achtung. Jetzt ohne Scheiß.
Respekt, ein Messer, genau. Übrigens: diesen Hippe stell ich mir vor wie die
Japse aus drei Engel für Charlie: also ein ganz schön scharfer Feger. An den
Zauberg kann ich mich erinnern. Das mit dem Bleistiftspitzen ist ja während
einer Zeichenstunde?, also da hat man wohl so Messer dabei und parat, um die
ganzen Stifte anzuspitzen.Kann gut hinkommen. Man sagt ja auch immer, Mann
ist so ein akkustischer Typ, und das Wort zuzupitzen ist ja richtig
lautmalerisch, da sieht man förmlich jemanden, sich einen schnitzen .--
> Holzabfälle gibt es verschiedene: Beim Sägen entsteht Sägemehl.
Wie kommst du denn jetzt darauf??
Ansonsten, prima.
Hm. Und was fällt an, wenn man die Ohren spitzt?
F.
> Gibt es eine bessere Bezeichnung für die
> Abfälle beim Bleistiftspitzen, ein Gegenstück
> zu "pencil shavings" im Englischen?
>
>
> http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/4725196263/
Die ganze Bandbreite der Materialwirtschaft ist in der Debatte m.E. noch
nicht erfaßt worden. Im Zuge des Anspitzens traditioneller Schreibstifte
entsteht neben Holzabfall auch Stiftabfall, je nach dem, woraus der
eigentliche Schreibstift besteht. Moderne Schreibutensilien sind mit einem
Schreibstift nachfüllbar und dafür es gibt auch sehr kleine Anspitzer.
Anno Dazumal war so mancher Bleistift tatsächlich aus Blei und ich frage
mich, ob Bleireste irgendwo abgeliefert werden mußten. Damals war Blei
auch militärisch wichtig -- Kugel-Herstellung.
MfG, PY
"Von Plinius ist überliefert, dass in der Antike auf Grund der
günstigen Abriebeigenschaften des Metalls reine Bleigriffel (lat.
stilus plumbeus) verwendet wurden.
Ab dem 12. Jahrhundert schrieb man mit Griffeln aus
Blei-Legierungen, an deren Spitze Silber aufgelötet war."
http://de.wikipedia.org/wiki/Bleistift
Gruss
Walter
Muschelkalk.
--
Roland Franzius
> > Ein Hobel ist von seiner Funktion her das Vorbild des Anspitzers,
> > stelle ich mir vor.
>
> Ich finde, da läßt sich eher an eine Drehbank denken
Die jedoch
1. der Werkmeister nur als Drehmaschine durchgehen läßt
2. bei Bearbeitung von Holz Drechselbank heißt.
> Rotierendes Werkst ck und seitlich angesetztes Messer.
Messer beim Drehen, ick gloobe meen Schwein feift. Drehmeissel heesst
det, Drehmeissel, da ha'ck schon einje von jekillt - FR
> >> Gibt es eine bessere Bezeichnung für die
> >> Abfälle beim Bleistiftspitzen, ein Gegenstück
> >> zu "pencil shavings" im Englischen?
>
> > In der Grundschule nannten wir das, was beim Anspitzen abfällt,
> > "die Anspitze".
>
> Wenn "Kehricht" und "Spülicht" aussterben, dann wird sich "Spitzicht"
> nicht durchsetzen lassen. Aber wie wär's mit "Anspitzel"? Das wäre
> immerhin analog zu Häcksel, Schnitzel. (Gibt es davon mehr?)
Ritzel
Kitzel
witzel
Spätzl
Gruss
Walter
> Walter Schmid <paulwalt...@vtxmail.ch> wrote in news:hvv095$ekk$1
> @news.albasani.net:
> Das hatte ich vor meinem Posting gelesen und in dem Bewusstsein
> geschrieben.
Eine ausführlichere Darstellung dieses Gedankenganges wäre sehr genehm.
> Mit Blei wurde schonmal geschrieben: ja
Danke. Diverse und nicht nur stiftförmige Schreib- bzw. Zeichen-Utensilien
aus diversen Legierungen hat es eigentlich auch gegeben.
> Der Vorgänger des heutigen Bleistifts war ein Stift mit einer Bleimine
> und Holzummantelung, den man anspitzen musste: nein
Wiki (siehe oben) weiß auch von Blei in Schilfsrohr...
MfG, PY
> Gibt es eine bessere Bezeichnung für die
> Abfälle beim Bleistiftspitzen, ein Gegenstück
> zu "pencil shavings" im Englischen?
Das nannten wir früher »Spitzerdreck«.
mike
> Wiki (siehe oben) weiß auch von Blei in Schilfsrohr...
Schilfrohr oder Schiffsrohr?
--
Oliver Cromm from this day forward
you will also be known as
Smilin' Samurai
<http://www.mess.be/inickgenwuname.php>
> > Wiki (siehe oben) weiß auch von Blei in Schilfsrohr...
>
> Schilfrohr oder Schiffsrohr?
Binse
Als Kinder haben wir dazu immer "Bleistiftspitzig" gesagt, aber das ist
bestimmt nicht korrekt.
Viele Grüße von Dani
Ziemlich prosaisch.
Außerdem deutet der Ausdruck auf schlechte Holzqualität hin.
Nach meiner Erfahrungen korrelelieren ungebrochene Minen mit guter
Holzqualität bei Holzstiften.
Anspitzen kann mehr als andere Hilfstätigkeitenbeim Schreibgeschäft
geradezu haptische Freude oder zur Qual werden:
Während die einen immer wieder neue bunte Brösel mit Holzsplittern
gemischt raspeln,der Stiftkern immer wieder abbricht, bevor die Mine
überhaupt eine neue Spitze erhalten konnte, das umgebende Holz sich
hakelig und holprig dem Messer widersetzt, in seiner Struktur rauh und
faserig bleibt, prodziert ein guter Stift dagegen beim Anspitzen
geschmeidige Locken, wie beim geübten Kartoffelschälen der Großmütter,
die Minenspäne sind länglich, fein und konsistent. Das frisch
gehobelte Holz ist ein glatter Spitzkegel.
Die dezent dunkelgrünen Faberstifte - zusammen mit einem massiven
Metallspitzer - versprachen schon beim Kauf ein Anspitzvernrügen.
Ein weiteres Merkmal ist: Nur schlechte Stifte, die schon beim
Anspitzen abbrechen, verstopfen den Anspitzer so unangenehmen, daß man
erst ein Wekzeug braucht, um das Minenstückchen herauszupulen.
Gruß
Gunhild
Tschö
> Am 25.06.2010 schrieb Gunhild Simon:
>
> [Eine Ode an das Spitzen]
>
> Das hast Du sehr schön geschrieben, man spürt Deine Liebe zum
> Schreibgerät.
>
> Ganz wesentlich für einen reibungslosen Spitzvorgang ist allerdings ein
> hochwertiger Spitzer. Mit einem billigen Gerät wirst Du auch beim besten
> Bleistift nur abgebrochene Spitzen erhalten.
> Ich bevorzuge Spitzmaschinen mit Drehkurbel, man kann dort sogar
> einstellen wie spitz der Stift werden soll.
Die hatte sogar Commander Cliff Allister McLane am liebsten. Damit
drang er zu den entferntesten Planeten vor.
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
NP: Adolf Gondrell - Der Münchner im Himmel
Man überschätzt diese Geräte. Alles nur überteuerter Schickschnack. Dein
Commander hat heimlich ein Bügeleisen zu Hilfe genommen, das mit dem Spitzer
war nur Tick und Masche.
> Ich bevorzuge Spitzmaschinen mit Drehkurbel, man kann dort sogar
> einstellen wie spitz der Stift werden soll.
>
> Rüdi-bekennender Stifteliebhaber-ger
In zirka jedem zweiten Schweizer Schulzimmer steht ein Gerät vom
Hoflieferant Caran d'Ache:
Ich hab kürzlich aufm Dachboden bei meiner Mutter das nur unwesentlich
anders aussehende Vorgängermodell 455 gefunden, das mein Vater wohl in
den 40/50ern mal erworben hat. Tut immer noch, und wenn nicht, kriege
ich dafür noch Ersatzteile!
- Andi
>> Ich bevorzuge Spitzmaschinen mit Drehkurbel, man kann dort sogar
>> einstellen wie spitz der Stift werden soll.
>
> Die hatte sogar Commander Cliff Allister McLane am liebsten. Damit
> drang er zu den entferntesten Planeten vor.
Andere dafür lieber nehmen Preßstempelkaffeekanne.
vG
--
Die Pappnase adelt den Clown, sie ersetzt ihn nicht.
(David Kastrup in de.rec.musik.machen über eingebildetes Talent)
-- <http://einklich.net> -- Ein Pinguin für jeden: <http://debian.org/> --
>>> Ich bevorzuge Spitzmaschinen mit Drehkurbel, man kann dort sogar
>>> einstellen wie spitz der Stift werden soll.
>>
>> Die hatte sogar Commander Cliff Allister McLane am liebsten. Damit
>> drang er zu den entferntesten Planeten vor.
>
> Andere dafür lieber nehmen Preßstempelkaffeekanne.
Die war damals wohl noch nicht erfunden.
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
Ich hab gleich gemerkt, das ist ein Druckschmerz,
wenn man drauf drückt. (Lothar Matthäus)