Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Native Americans

18 views
Skip to first unread message

U. Faigle

unread,
Aug 19, 1997, 3:00:00 AM8/19/97
to

Als Nachschub zu der Diskussion um die "political correctness"
moechte ich folgendes (gerade drei Wochen alte) Urlaubserlebnis
zum besten geben:

Wir hielten in einem Staedtchen im Norden des Bundesstaats New
York bei einer Pension, um ein Zimmer fuer die Nacht zu suchen.
Die (weisse) Inhaberin erklaerte uns, dass alle Zimmer besetzt
seien. Etwas ausserhalb gebe es allerdings "native Americans",
die auch bed-and-breakfast anboeten.

Wir haben dann selbige gesucht (und gefunden) und blieben dort
zur Nacht. Die indianische Wirtsfrau war sehr gespraechig und
hat uns viel ueber Indianer im heutigen Nordamerika erzaehlt.
Diese nannte sie durchweg "Indians". Das Wort "native Americans"
kenne ich nur aus dem Munde solcher, die es nicht sind.

Offenbar sind sich Indianer nicht bewusst, dass sie das Wort
"Indian" als Beleidigung empfinden.


U. Faigle


--

Dieter Bruegmann

unread,
Aug 20, 1997, 3:00:00 AM8/20/97
to

Joern Richts <ric...@frege.informatik.rwth---aachen.de> schrieb am 20 Aug
1997 11:03:00 +0200 etwas zum Thema "Re: Native Americans".

Und dies sei meine Antwort:

>Mein Collins-Dictionary bezeichnet die Indianer als "American
>Indians".

Ich habe damals in der Schule "Red Indians" gelernt. War das falsch oder
ist das auch eine gueltige Bezeichnung? (Moeglicherweise inzwischen nur
nicht mehr pc.)

--=20
Dieter Bruegmann, Berlin-Schoeneberg
Didis nicht uninteressanter Netzplatz: http://www.snafu.de/~dbrueg/

Cookie (selected by DiSiGe V1.1):
DEUTSCHE BANK - WIR SCHNEIDERN IHNEN EINEN BAUSPARVERTRAG!


Dirk Moebius

unread,
Aug 22, 1997, 3:00:00 AM8/22/97
to

fai...@math.utwente.nl (U. Faigle) writes:


> Als Nachschub zu der Diskussion um die "political correctness"
> moechte ich folgendes (gerade drei Wochen alte) Urlaubserlebnis
> zum besten geben:

> Offenbar sind sich Indianer nicht bewusst, dass sie das Wort
> "Indian" als Beleidigung empfinden.

Das ist auch immer eine Frage, *wer* *was* sagt.

Wenn ein Wessi zum Ossi Ossi sagt, ist das [mit hoher Wahrscheinlichkeit]
abwertend gemeint, wenn ein Ossi zum Ossi Ossi sagt, ist es eher ein
verbales Schulterklopfen.

Oder wie ein Bekannter mal formulierte:
"Ich bin 'ne Schwuchtel, ich darf auch Neger sagen".

--
Dirk Moebius ---------------------------------v------- pgp key on request -----
Fax +49 - 30 - 7002 - 3851 ALCATEL Mobile Communication Berlin
Phone +49 - 30 - 7002 - 3577 D-12099 Berlin, Colditzstr. 34
mailto:Dirk.M...@bln.sel.alcatel.de Alcanet moe...@bln.sel.alcatel.de

Stefan Rueckwald

unread,
Aug 24, 1997, 3:00:00 AM8/24/97
to

UF> Offenbar sind sich Indianer nicht bewusst, dass sie das Wort
UF> "Indian" als Beleidigung empfinden.
Kuerzlich wurde im Fernsehprogramm "Phoenix" die
30 Jahre alte Reportage "Tagebuch aus der neuen
Welt" wiederholt.

Es ging u.a. um die Weigerung einiger USA-Bundes-
staaten, Gerichtsurteile des Bundes zu vollziehen,
die die Schaffung "gemischter" Klassen weisser und
schwarzer Schueler anordneten.

Der Reporter zum (schwarzen) Rechtsanwalt:

"Wie ist denn die Stimmung unter den Negern in den USA ?"

Rechtsanwalt: (in deutscher Sprache)

"Die Stimmung unter den Negern ist natuerlich sehr
schlecht..."

Dies war nicht die einzige Szene dieser Art, der "Neger"
oder die "Negerkinder" zogen sich durch die ganze Sendung,
ohne dass sich jemand daran gestoert haette.

Heute angeschaut, wirkt dies nahezu unwirklich.

MfG Stefan

Dirk Bindmann

unread,
Aug 25, 1997, 3:00:00 AM8/25/97
to

Reinhold Aman <am...@sonic.net> schrieb im Beitrag
<34012D...@sonic.net>...

> In Kanada ist es praktisch verboten, das Wort "Eskimo" zu benutzen.
> Der offizielle Name ist jetzt "Inuit".

In Deutschland wird allgemein "Eskimo" gebraucht. Menschen, die sich für
die Arktis interessieren, sagen schon lange "Inuit". Dieser Name wurde
schon verwendet, als der Begriff "political correctness" noch gar nicht
existierte - seit den deutschen Übersetzungen der Grönlandbücher Fridtjof
Nansens und Knud Rasmussens.

Die Inuit mögen das Wort "Eskimo" nicht. Es ist ein indianisches
Schimpfwort (der Krij?) und bedeutet "Rohfleischesser". Ob es
ein Schimpfwort ist, darüber lässt sich streiten, denn die Inuit essen
tatsächlich rohes Fleisch. Jedenfalls fassen die Inuit "Eskimo" als
Schimpfwort auf. Grund genug, das Wort nicht zu benutzen. In Deutschland
allerdings ist "Eskimo" ein neutraler Volksname, und "Inuit" ist nicht
jedem bekannt.

"Inuit" ist nur die Pluralform: ein "inuk" (Mensch, Mann), viele "inuit".
Dementsprechend lautet die Sprachempfehlung der Konferenz arktischer
Völker "inuk/inuit". Diese Empfehlung wird von der kanadischen Regierung
respektiert. Für Deutsche, die die Arktis meist nur aus Büchern oder
Filmen kennen, ist es sicher zu viel verlangt, Inupik-Grammatik zu pauken,
nur um "political correct" zu sprechen. Außerdem sprechen einige Eskimos
auch Yupik, so dass selbst "inuk/inuit" nicht ganz politisch korrekt ist.
Man sollte die Korrektheit eben nicht übertreiben.

Herzliche Grüße
Dirk


--
wal...@t-online.de

The Saunterer says:
Living much out of doors, in the sun and wind,
will produce more air and sunshine in our thoughts.

le...@public.inp.uni-greifswald.de

unread,
Aug 26, 1997, 3:00:00 AM8/26/97
to

carste...@beg.gera.thur.de (Carsten Kruse) wrote:

> Jedenfalls wurde dort immer von den [si:juks] gesprochen. In Filmen mit
> westdeutscher Synchronisation hoere ich immer [su:], was sich ja an die
> Amiaussprache anlehnt. Frage: wo kommt das Buchstabenbild eigentlich
> her? (Also eher was fuer alt.usage.english?) Und: Wie kam es zu der
> unterschiedlichen Aussprache in Ost und West?

AFAIK kommt "Sioux" aus dem Französischen, müßte also in etwa [sju:]
gesprochen werden, womit die Amerikaner und damit die
Alt-Bundesrepublikaner diesmal die Nase vorn hätten :-(. Ich fürchte, daß
man in Babelsberg schlicht keine Ahnung hatte (haben wollte), daß man
falsch redet. Was dieses Wort nun heißt oder ob es an ein Sioux-Wort
angelehnt ist, weiß ich allerdings auch nicht. Vielleicht bedeutet es so
was wie "Wir sind Menschen und ihr anderen Abschaum", was ja die meisten
Stammesnamen in der jeweiligen Sprache aussagen.

Weiterhin verrät mir mein Gedächtnis, daß "Sioux" heute weniger als
Bezeichnung des Volkes benutzt wird, sondern die Sprachfamilie benennt,
zu der der Stammesverband der Lakota (womit meist die Sioux im engeren
Sinne gemeint sind) und noch einige andere Stämme gehören.

In drei Monden am Apachen-Paß,
Henry

-------------------==== Posted via Deja News ====-----------------------
http://www.dejanews.com/ Search, Read, Post to Usenet

Dr. Peter Kittel

unread,
Aug 26, 1997, 3:00:00 AM8/26/97
to

In article <MSGID_2=3A2426=2F3095_...@fidonet.org> s...@jademedia.org (Stefan Rueckwald) writes:
>
>UF> Offenbar sind sich Indianer nicht bewusst, dass sie das Wort
>UF> "Indian" als Beleidigung empfinden.
>
>Der Reporter zum (schwarzen) Rechtsanwalt:
>
>"Wie ist denn die Stimmung unter den Negern in den USA ?"
>
>Rechtsanwalt: (in deutscher Sprache)
>
> "Die Stimmung unter den Negern ist natuerlich sehr
> schlecht..."

Und ich bin mal hier in Deutschland mit jemandem ins Gespraech
gekommen, der darauf bestand, ein Zigeuner zu sein, und die ganze
Umschreiberei mit "Sinti und Roma" laecherlich fand, weil diese
beiden Staemme eben nicht die deutschen Zigeuner komplett
repraesentieren, es gibt noch jede Menge andere. Ich nehme mal
stark an, er gehoerte einem dieser anderen Staemme an.

--
Best Regards, Dr. Peter Kittel // http://www.pios.de of PIOS
Private Site in Frankfurt, Germany \X/ office: pet...@pios.de
This "combo" account will soon go away, please use the office one!

Oliver Gassner

unread,
Aug 27, 1997, 3:00:00 AM8/27/97
to

Burkhard Knopf (Burkhard Knopf <burkhar...@informatik.tu-clausthal.de>)
wrote/schrieb in de.etc.sprache.deutsch :

>>>>>> On Tue, 26 Aug 1997 22:12:46 -0700,
>>>>>> "Reinhold" == Reinhold Aman <am...@sonic.net> wrote:
>
> Reinhold> (b) Manipulatives, Verschleierung von Gefährlichem:
> [...0
> Reinhold> Ein Rauschgiftsüchtiger ist jetzt p.c. nur noch "chemically
> Reinhold> dependent". Etwa: "chemikalienabhängig". Kein Wort mehr
> Reinhold> von Heroin oder Kokain.
>
>Insofern stellt sich natürlich die Frage, welche Lebewesen nicht von
>Chemikalien (Sauerstoff, Wasser, Kohlendioxid, Stärke, ...) abhängig
>sind; anders ausgedrückt: diese Formulierung ist schlicht unbrauchbar!
>

"Abhaengig" ist ein Fachwort.

("Liberal im Sinne der Liberalen ist nicht nur liberal."
--V.v. Buelow)

And now for something completely different.
OG
--
"Das brachte mich dazu, nachzudenken, was ich falsch mache,
wenn ich mit Klonen von mir Probleme haette und habe ein
paar Sachen in meinem Leben geaendert :-)" - Wau Holland in dang
Literatur am Draht --> http://www.carpe.com/lit/


Susanne Krause

unread,
Aug 27, 1997, 3:00:00 AM8/27/97
to

Mathias Boelckow <mathias_...@compuserve.com> wrote:

> >Ein Rauschgiftsüchtiger ist jetzt p.c. nur noch "chemically dependent".
> >Etwa: "chemikalienabhängig". Kein Wort mehr von Heroin oder Kokain.
>
> Hier ist jetzt die Frage, ob der Begriff nur in der Einschränkung
> Heroin und Kokainsüchtiger verwendet wird. Dann ist es m.E. wirklich
> der falsche Begriff. Nimmt man ihn allerdings für alle Abhängigen
> stoffgebundener Drogen, also auch für Alkohol und
> Medikamentenabhängige ist es ein bedingt brauchbarer Oberbegiff.
> Bedingt brauchbar da auch die Nikotinabhängigen eigentlich in diesen
> Begiff fallen. Die Nikotinsucht ist aber aufgrund der ganz wesentlich
> geringeren Persönlichkeitsveränderung ein deutlich anderes Thema als
> alle o.g. Drogen, deren Probeme mehr oder weniger die gleichen sind.

Naja, ob die Persoenlichkeitsveraenderungen so viel geringer sind, wenn
jemand alle 20 Minuten rausrennen und sich eine Kippe in den Hals
stecken muss, sei mal dahingestellt. Oder hast Du mal einen Raucher
gesehen, der keine Zigaretten oder kein Feuer hat? Das wuerde ich schon
als Persoenlichkeitsveraenderung betrachten. Genauso wie die
Selbstverleugnung jederzeit aufhoeren zu koennen und die Argumente mit
den Opas, die trotz Rauchens ueber 90 geworden sind ...

IMHO liegen die Probleme der Persoenlichkeitsveraenderung primaer beim
illegalen Status der anderen Drogen.

Oder wie Allen Carr so schoen sagt: "Koennten sie sich vorstellen, dass
sich ein Dartspieler beim Turnier im Fernsehen einen Schuss setzt ansatt
nach einem gelungenen Wurf eine Zigarette anzustecken?" (sinngemaess
zitiert, ich habe das Buch "Endlich Nichtraucher" gerade an einen
Suechtigen verliehen ;-)

Liebe Gruesse,

Susie! (heute mal wieder politisch inkorrekt :-)

X-posted & F'up nach de.soc.drogen
--
You can drift, you can dream, even walk on water, anything you want
You can own everything you see, sell your soul for complete control
Is that really what you need?
(Pink Floyd)

Reinhard Gonaus

unread,
Aug 27, 1997, 3:00:00 AM8/27/97
to

On Tue, 26 Aug 1997 22:12:46 -0700, Reinhold Aman <am...@sonic.net>
wrote:

>
>Stimmt genau. Man muß zwischen zwei Arten von Euphemismen
>unterscheiden: (a) die harmlosen, lächerlichen und (b) die
>gefährlichen, manipulativen. Ich kann leider nur Beispiele aus Amerika
>zitieren, die eines Tages in Deutschland als weitere amerikanische
>Unsitte von den Sozialingenieuren (social engineers) importiert werden.
>
>(a) Lächerliches, Harmloses:
>"albino" ist jetzt p.c. "person with albinism"
>"non-white" ist jetzt p.c. "of color"
>"hyperactive" (z. B. ein unaufmerksamer Schüler) ist jetzt p.c.
>"suffering from attention deficit syndrome".


>
>(b) Manipulatives, Verschleierung von Gefährlichem:

>Über einen besoffenen Autofahrer, der andere totfährt, wird nicht
>berichtet, daß er ein "drunk driver" ist, sondern nur, daß er "unter dem
>Einfluß fuhr" : "He was charged with DUI" (= Driving Under the
>Influence). Der Alkohol wird verschwiegen.


>
>Ein Rauschgiftsüchtiger ist jetzt p.c. nur noch "chemically dependent".
>Etwa: "chemikalienabhängig". Kein Wort mehr von Heroin oder Kokain.
>

Ein amerikanischer Mailpartner hat mich erst kürzlich darüber belehrt,
dass man statt Behinderter (handicapped) Begabter (gifted) zu sagen
habe.

Reinhard


Carsten Kruse

unread,
Aug 27, 1997, 3:00:00 AM8/27/97
to

Reinhold Aman schrieb in einer Nachricht an All:

RA> Wenn ich deutsch rede, dann sage ich [si:juks]; wenn englisch,
RA> [su:]. Es kEme mir angeberisch vor, die englische Aussprache in
RA> einem deutschen Satz zu benntzen: "Das ist ein Sioux [su:]
RA> Indianer."
RA> Viele wnrden das nicht verstehen und fragen: "Was fnr ein
RA> Indianer?" (Sich rEuspern, den GesprEchspartner mitleidig ansehen,
RA> dann ganz gelehrt):
RA> "Ein [su:]. Wissen Sie, so spricht man [si:juks] nEmlich richtig
RA> aus."
:-))) Wenngleich auch ein :-/ dazugehoert, weil es ja eine ganze Reihe Leute
gibt, die wirklich nach jeder Gelegenheit gieren, sich so gelehrt
aufzuspielen...


Bye/7, Carsten [G'Car] E-Mail: c...@beg.gera.thur.de
--
... Those who think they know it all, often upset those of us who do.

Carsten Kruse

unread,
Aug 27, 1997, 3:00:00 AM8/27/97
to

Dirk Moebius schrieb in einer Nachricht an All:

DM> Das ist auch immer eine Frage, *wer* *was* sagt.

DM> Wenn ein Wessi zum Ossi Ossi sagt, ist das [mit hoher
DM> Wahrscheinlichkeit] abwertend gemeint, wenn ein Ossi zum Ossi Ossi
DM> sagt, ist es eher ein verbales Schulterklopfen.
Der Effekt ist noch schaerfer, wenn man das Wort "Zoni" verwendet. Wenn das
ein Bundi zu mir sagt, raste ich aus (ausser bei Kalki :-), wenn es aber ein
echter Zoni (kein Beuteldeutscher!) sagt, kommt man ins Traeumen und
Schwaermen: weisste noch, 1975 im U Fleku...

Bye/7, Carsten [G'Car] E-Mail: c...@beg.gera.thur.de
--

... Oh, very good Worf. Eat any good books lately?

Dirk Bindmann

unread,
Aug 27, 1997, 3:00:00 AM8/27/97
to

Oliver Gassner <fra...@usa.net> schrieb im Beitrag
<340dc1bf...@news.belwue.de>...

> [Es gibt von Orwell eien Hand vol Regeln zur Anti-Newspeak, d.h. wie man
> schreiben7reden _soll_ um eben nicht in die Manipilationsfalle zu gehen.
> Interesse?]

Ja.

le...@public.inp.uni-greifswald.de

unread,
Aug 28, 1997, 3:00:00 AM8/28/97
to

carste...@beg.gera.thur.de (Carsten Kruse) wrote:

> lp> AFAIK kommt "Sioux" aus dem Franz/sischen, mn#te also in etwa
> lp> [sju:] gesprochen werden, womit die Amerikaner und damit die
>Aaaaaah :-)
>
> lp> wollte), da# man falsch redet. Was dieses Wort nun hei#t oder ob es
> lp> an ein Sioux-Wort angelehnt ist, wei# ich allerdings auch nicht.
>Naja, oder aber sie wollten die Leuts nicht wegen des starken
>Auseinanderklaffens von Lautung und Schreibung verwirren?
>
> lp> Vielleicht bedeutet es so was wie "Wir sind Menschen und ihr
> lp> anderen Abschaum", was ja die meisten Stammesnamen in der
> lp> jeweiligen Sprache aussagen.
>:-))) Hat da jemand Ahnung?

Watt seid Ihr heute wieder albrig. *schmoll-wie-Sau*

So, ich geh' jetzt die Weltherrschaft an mich reißen,

Jochen Messner

unread,
Aug 28, 1997, 3:00:00 AM8/28/97
to

Oliver Gassner wrote:

> Ich wies bereits in einem anderen Thread daruf hin, dass Saetze wie "...
> Mitbruerger raus!" sich logisch selbst wiederlegen und wies auf dei Naehe
> zur Newspeak hin. (Das von manchen per Mail gewuenschte Orwell-Zitat zur
> anti-Newspeak suche ich raus...)
>

Vielleicht jetzt, aber auf Dauer fuehrt die Verwendung der Bezeichnung
"Mitbuerger" anstelle anderer Nomen, die irgendjemand abwertend
auffassen koennte, dazu, dass die "Mitbuerger" selbst ausgegrenzte
sind. (Man kennt das ja von den Bezeichnungen fuer bestimmte Amerikaner)

Gruss,
Jochen

Burkhard Knopf

unread,
Aug 28, 1997, 3:00:00 AM8/28/97
to

>>>>> On Thu, 28 Aug 1997 16:05:48 +0200,
>>>>> "Rolf" == Rolf Keller <Keller...@compuserve.com> wrote:

Rolf> kra...@studm.hrz.uni-siegen.de (Susanne Krause) wrote:
>>
>> Sind die "deutschen Juden" nicht eher analog zu den "deutschen
>> Christen" angesiedelt?

Rolf> Sicher nicht. Christ kann fast jeder sein oder werden, ein
Rolf> Europäer ebenso wie ein Neger. Jude nicht.

Warum nicht? Sicher ist richtig, dass die christlichen Kirchen einen
starken Hang haben, in aller Welt zu missionieren, aber das hindert
niemanden daran, Jude zu werden (schon gar nicht daran, es zu sein).

Und tschüs
Burkhard

Burkhard Knopf

unread,
Aug 28, 1997, 3:00:00 AM8/28/97
to

>>>>> On Thu, 28 Aug 1997 10:34:10 +0200,
>>>>> "Jochen" == Jochen Messner <mes...@mail.com> wrote:

Jochen> Burkhard Knopf wrote:
>>
> >>>> On Wed, 27 Aug 1997 11:39:05 +0200, "Jochen" == Jochen Messner
> >>>> <mes...@mail.com> wrote:
>>
>> Jochen> Deutsche Tuerken bzw. Serben (analog zu den deutschen
>> Jochen> Juden, die allerdings auch manchmal als juedische
>> Jochen> Mitbuerger bezeichnet werden).
>>
>> Diese Analogie kann ich nicht nachvollziehen. Hättest Du statt von
>> Türken und Serben beispielsweise von Kopten oder von Muslimen
>> geschrieben, wäre ich einverstanden, schließlich geht es dabei
>> ebenso um Religionen.

Jochen> Naja, dazu gab's hier schon 'mal ne Diskussion. Unter Juden
Jochen> werden eben nicht nur Leute juedischen Glaubens verstanden
Jochen> (obwohl es etwas verwirrend sein mag).

Ich vermute mal, du meinst nicht die Bewohner Judäas in der Antike (in
Unterscheidung zu den Bewohnern des Nordreichs). Allerdings fällt mir
sonst niemand ein. Oder ist das so was ähniches wie der "Saupreiß",
der ja ggf. selbst Bayer sein kann?

Jochen> Neuerdings scheint sich auch der Begriff "Moslems" zu einer
Jochen> Bezeichnung einer bestimmten Volksgruppe zu entwickeln,
Jochen> ohne den Glauben festzulegen (siehe Bosnien).

Das macht diese falschen Bezeichnungen erstens nicht korrekter,
zweitens führt das dazu, dass ich bis heute nicht weiß, welche
Bevölkerungsteile da eigentlich unterschieden werden (sollen).

Und tschüs
Burkhard

Burkhard Knopf

unread,
Aug 28, 1997, 3:00:00 AM8/28/97
to

>>>>> On Thu, 28 Aug 1997 01:50:29 -0700,

>>>>> "Reinhold" == Reinhold Aman <am...@sonic.net> wrote:

Reinhold> "Chemically dependent" bezieht sich nur auf die "hard
Reinhold> drugs", also Heroin, Kokain (als Pulver oder "crack/rock"),
Reinhold> Haschisch.

Was an Haschisch allerdings hart sein soll, müsste man wohl erst noch
klären.

Und tschüs
Burkhard

Udo Seyfarth

unread,
Aug 28, 1997, 3:00:00 AM8/28/97
to

Rolf Keller wrote:
> =

> kra...@studm.hrz.uni-siegen.de (Susanne Krause) wrote:
> >
> > Sind die "deutschen Juden" nicht eher analog zu den "deutschen Christ=
en"
> > angesiedelt?
> =

> Sicher nicht. Christ kann fast jeder sein oder werden, ein Europ=E4er


> ebenso wie ein Neger. Jude nicht.

Das stimmt nicht. Allerdings missionieren die Juden nicht.
Im alten jiddischen Witz ist die Antwort auf die Frage des Negers, der
Jude werden will nicht "Das geht nicht." sondern "Hast Du nicht
schon genug Probleme?"
Ansonsten (etwas salopp formuliert): Nachweisen, da=DF man j=FCdisch lebt=
,
wenn n=F6tig Beschneiden lassen und das "Ja" des Gemeindevorstandes
einholen.

Udo

Gerald Fix

unread,
Aug 28, 1997, 3:00:00 AM8/28/97
to

On Tue, 26 Aug 1997 22:26:30 -0700, Reinhold Aman <am...@sonic.net>
wrote:

>Mein Motto ist: "Fasse dich kurz und sei ehrlich", was die Sprache
>betrifft. Also, warum "serbischer Mitbürger" (19 Buchstaben) statt
>"Serbe" (5 Buchstaben)? Warum das lange und falsche "African American"
>statt "Negro" oder "Black"? Warum "at this point in time" statt "now"
>und warum "zu diesem Zeitpunkt" statt "dann"?

Wobei weniger der "serbische Mitbürger" stört, sondern der Mitbürger
an sich. Dessen Abstieg vom freien Bürger zum vereinnahmten Mitbürger
hat schon Henscheid beschrieben.

G.

Mathias Boelckow

unread,
Aug 28, 1997, 3:00:00 AM8/28/97
to

Reinhold Aman <am...@sonic.net> schrieb uns:

>Mathias Boelckow wrote:
>
>> Reinhold Aman <am...@sonic.net> schrieb uns:

>"Chemically dependent" bezieht sich nur auf die "hard drugs", also
>Heroin, Kokain (als Pulver oder "crack/rock"), Haschisch.

>Wer ab und zu eine Marijuanazigarette raucht, leidet nicht an
>"chemical dependency."

>Wie gesagt, nur die "hard drugs" sind damit gemeint. Kein Alkohol,
>Nikotin oder Medikamente.

Auch Hasch??? Da muß man ja wieder aufpassen beim übersetzten ;-) .
Bei uns unterscheidet man doch zwischen 'harten Drogen' wie eben
Kokain und Heroin und 'weichen Drogen' wie alle Cannabis Derivate,
also auch Hasch.
Besonders sinnvoll ist sicher beides nicht. Es gibt Medikamente die
wirken so stark wie Heroin und die werden auch in der gleichen Szene
gehandelt. Alkohol ist wiederum sehr schwer einzuordnen, da es in sehr
untschiedlichen Mengen verwendt wird, läßt sich aber auch als harte
Droge einsetzen.

Gruß, Mathias Bölckow

Peter Brülls

unread,
Aug 29, 1997, 3:00:00 AM8/29/97
to

Burkhard Knopf <burkhar...@informatik.tu-clausthal.de>:


> Warum nicht? Sicher ist richtig, dass die christlichen Kirchen einen
> starken Hang haben, in aller Welt zu missionieren, aber das hindert
> niemanden daran, Jude zu werden (schon gar nicht daran, es zu sein).

Weil es nicht ganz so einfach ist zum Judentum zu konvertieren wie zum
Christentum.


Matthias K. Reuss

unread,
Aug 29, 1997, 3:00:00 AM8/29/97
to

In article <5tvhlt$md2$4...@news01.btx.dtag.de>, geral...@t-online.de (Gerald Fix) wrote:
>On Sun, 24 Aug 1997 23:59:17 -0700, Reinhold Aman <am...@sonic.net>
>wrote:

>> Beispiel: neulich las ich in einer deutschen
>>Zeitung, daß man statt "Türken" jetzt "türkische Mitbürger" sagen soll.
>
>Das Problem, das sich aus dem deutschen Einbürgerungsrecht ergibt,
>scheint auch sprachlich keine leichte Lösung zu finden. Wie nennt man
>einen Menschen, der türkischer Staatsangehöriger ist, der aber, wie
>schon sein Vater, in Deutschland geboren wurde? Was ist ein Serbe, der
>in Deutschland als Sohn eines in Deutschland geborenen Serben mit 18
>Jahren die deutsche Staatsangehörigkeit annimmt? 18 Jahre Serbe, dann
>Deutscher? Immer Deutscher? Immer Serbe?
>
>Der Fußballspieler Krauss war Deutscher, wurde Österreicher und gab
>nach einigen Jahren die österreichische Staatsbürgerschaft wieder auf.
>Jetzt ist er wieder Deutscher.
>
>Angesichts des Auseinanderklaffens von Realität und Recht (und die
>Sprache scheint sich vollständig an das überkommene deutsche
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>Blutsrecht zu halten) sollten die bescheidenen Versuche, diesen
^^^^^^^^^^
>Menschen auch sprachlich gerecht zu werden, nicht zu einfach mit der
>p.c.-Walze plattgemacht werden.

Ich fürchte, hier greifst Du zur suggestiven Wirkung der Sprache.

Die Rufe nach einer Änderung des Staatsbürgerschaftsrechts werden zwar
immer wieder laut; ich kann jedoch nicht verstehen, was gegen das "ius
sanguinis" einzuwenden ist. Ist es etwa schlecht, nur weil es hier seit
einigen Generationen üblich ist? Andererseits würde das "ius solis" es
der Regierung ermöglichen, sich ihr Volk selbst zu suchen.

Gruß

Matthias Reuß

Michael Kauffmann

unread,
Aug 29, 1997, 3:00:00 AM8/29/97
to

Dirk Bindmann wrote:
>
> "Inuit" ist nur die Pluralform: ein "inuk" (Mensch, Mann), viele "inuit".
> Dementsprechend lautet die Sprachempfehlung der Konferenz arktischer
> Völker "inuk/inuit".

Immer wieder ist davon die Rede, dasz sich ein Volk in seiner eigenen
Sprache "Menschen" nennt, und immer wieder verstehe ich das nicht.

Als die Leute noch nicht wuszten, dasz sie entdeckt waren, haette es
sich zwar fuer einen Beobachter, der die Sprache zu erlernen versuchte,
so dargestellt.
Als sie dann aber von der Existenz anderer erfuhren, konnte zweierlei
geschehen:
Entweder sie verwendeten fuer diese den gleichen Begriff wie fuer sich
selbst. Dann haette er aber offenbar einfach "Menschen" bedeutet und
nicht das Volk bezeichnet.
Oder sie bezeichneten weiterhin nur sich selbst so. Dann waere es eben
der eigene Name des Volkes gewesen und die Deutung als "Menschen" ein
Uebersetzungsfehler.

Michael Kauffmann

Carsten Kruse

unread,
Aug 29, 1997, 3:00:00 AM8/29/97
to

le...@public.inp.uni-greifswald.de schrieb in einer Nachricht an All:

lp> Watt seid Ihr heute wieder albrig. *schmoll-wie-Sau*

lp> So, ich geh' jetzt die Weltherrschaft an mich rei#en,
lp> Henry
Sollte da nicht "Kater Karlo" stehen? :-)))))))))))))

Bye/7, Carsten [G'Car] E-Mail: c...@beg.gera.thur.de
--

... Now is the time for all good men to come to.

NadFaerber

unread,
Aug 31, 1997, 3:00:00 AM8/31/97
to

Zum Thema pc gibt es nur eines zu sagen :

Bloß, weil ich eine Mülltonne golden anstreiche, ist es
dennoch eine Mülltonne.

Was ich sagen möchte :
Bloß weil ich etwas anders bezeichne, wird die Situation
für die Betroffenen nicht besser.
Wenn ich einen Behinderten als einen 'Menschen, der sich
unkonvetionell bewegt ' bezeichne, ändert sich die Situation
für den Menschen gar nicht. Durch pc werden nur unschöne
Tatsachen verschleiert.

Nadine :-)

The good news is you're dying . The bad news is I'm alive .-Neurotic
Outsiders

Message has been deleted
Message has been deleted

Carsten Kruse

unread,
Aug 31, 1997, 3:00:00 AM8/31/97
to

Lothar Kordus schrieb in einer Nachricht an All:

LK> Aus dem Franzoesischen. Der Franzose, der dem Namen seine
LK> Schreibung verpasste, hoerte ihn wohl wie [sju:] und schrieb
LK> Siou. Plural nach franzoesischer Regel: Sioux. Voil'a!
C00l.
Interessant, dass die Amis die Aussprache beibehalten haben.

Bye/7, Carsten [G'Car] E-Mail: c...@beg.gera.thur.de
--

... No one can feel as helpless as the owner of a sick goldfish.

Carsten Kruse

unread,
Aug 31, 1997, 3:00:00 AM8/31/97
to

Gerd Hoeffken schrieb in einer Nachricht an All:

> eigentlich her? (Also eher was fuer alt.usage.english?) Und: Wie kam
> es zu der

GH> Sprich den Namen Sioux einfach mal franzoesisch aus, --dann hast
GH> Du's!
Danke! (Da ich die frz. Sprache so gut wie nicht kann, hatte ich keinerlei
Schimmer... :)

Bye/7, Carsten [G'Car] E-Mail: c...@beg.gera.thur.de
--

... Running a business is about 95% people and 5% economics.

GerdThieme

unread,
Aug 31, 1997, 3:00:00 AM8/31/97
to

In article <19970831095...@ladder02.news.aol.com>,
nadfa...@aol.com (NadFaerber) writes:

>Wenn ich einen Behinderten als einen 'Menschen, der sich
>unkonvetionell bewegt ' bezeichne, ändert sich die Situation
>für den Menschen gar nicht. Durch pc werden nur unschöne
>Tatsachen verschleiert.

Stimmt. Aber »Behinderter« ist auch nur ein Euphemismus für »Krüppel«
(oder »Idiot«). Inzwischen hat das Wort ja das übliche Schicksal solcher
Beschönigungen erlitten und ist prächtig zur Beschimpfung und
Verächtlichmachung geeignet.

Das wird auch den aktuellen und allen künftigen Krüppel-Synonymen so
gehen. Ich finde sie aber nützlich, denn wer sie ernstlich gebraucht outet
sich unwillkürlich als denkfaul.

Gerd
--
Spam-protected address, do not expect that unsolicited email will
pass the rejection filters (unless sent from a .ch or .de site)

Dr. Peter Kittel

unread,
Aug 31, 1997, 3:00:00 AM8/31/97
to

In article <6cqNl...@r-mss.link-r.de> M.SELL...@LINK-R.de (Meno Sellschopp) writes:
> Erwiderung auf : Gerald Fix alias gerald.fix vom : 26.08.97
>
> Ich verkürze auf diesen einen Satz:


> > Wie nennt man einen Menschen, der türkischer Staatsangehöriger ist,
> > der aber, wie schon sein Vater, in Deutschland geboren wurde?
>

> Warum sollte man den nicht einen in Deutschland geborenen und
> ansässigen Türken nennen?

Etwas kompliziert. Wie waere es mit "tuerkischem Wahldeutschem"?

--
Best Regards, Dr. Peter Kittel // http://www.pios.de

Private Site in Frankfurt, Germany \X/ office: pet...@pios.de

This account will soon go away, please use the office one.

NadFaerber

unread,
Sep 1, 1997, 3:00:00 AM9/1/97
to

>
>Also wie soll ich im Deutschen dieses Volk nun nennen? Ich habe mich
>entschieden sie so zu nennen, wie sie sich auch nennen: Kanaken!

Oh, Vorsicht :
Da gibt es empfindliche Gemüter im Usenet,
die zwar nicht wissen, daß einige Leute sich selbst so
nennen, aber bei der Bezeichnung gleich Nazi kreischen.
Also immer schön vorsichtig...

Wo wir gerade dabei sind :
Die Formulierung 'Ausländischer Mitbürger ' ist das
Paradox schlechthin, oder ?

Nadine

Rolf Keller

unread,
Sep 2, 1997, 3:00:00 AM9/2/97
to

wal...@t-online.de (Dirk Bindmann) wrote:
>
> Sicher kann jeder den jüdischen Glauben annehmen und in einer jüdischen
> Gemeinde mitwirken, ob er eine Mutter jüdischer Abstammung hat oder nicht.
> Die Zugehörigkeit zum jüdischen Volk kann man sich aber nicht aussuchen.
>
Zumindest früher war aber beides untrennnbar miteinander verbunden. Die
Juden verstanden sich als das von Gott auserwählte Volk. Heute nimmt man
das etwas weniger streng. Da aber jede Gemeinde völlig selbständig ist,
entscheidet praktisch wohl der örtliche Rabbiner, ob er einen aufnimmt.
Jeden nimmt er sicherlich nicht.

-- Rolf Keller


GerdThieme

unread,
Sep 2, 1997, 3:00:00 AM9/2/97
to

In article <wlg1ro1...@frege.informatik.rwth---aachen.de>, Joern
Richts <ric...@frege.informatik.rwth---aachen.de> writes:

>Dabei verkennst Du aber, wie sehr die Sprache das Denken und damit
>auch das Handeln beeinflusst (und darum geht es der PC).

Wunschdenken. Wenn es einen solchen Automatismus gäbe, würden sich die
PC-Verfechter den ganzen Tag kringeln ob des Unsinns, den sie verzapfen.

Sprachregelung kenn ich aus der Geschichte von den Nazis und aus der
Erfahrung von den Kommunisten. Erreicht haben sie genausowenig wie die
denkfaulen PC-Fanatiker, aber entlarvt haben sie sich damit in der gleichen
Weise.

Die wichtigste Lektion, die PC-Anhänger zu lernen haben, ist,
Andersdenkende zu tolerieren. Sie dürfen gern ihrem Hobby Sprachverhunzung
frönen, solange sie es niemandem vorzuschreiben versuchen.

Reinhold Aman

unread,
Sep 2, 1997, 3:00:00 AM9/2/97
to

Mit Verlaub werde ich jetzt auf mehrere Fragen und Kommentare eingehen,
dann bin ich still. (Übrigens benutze ich die Browser-Sprache "Western"
und "Latin 1", damit man alle Umlaute, Akzente und das scharfe "s"
richtig sieht.)

From: wal...@t-online.de (Dirk Bindmann)

Reinhold Aman <am...@sonic.net> schrieb im Beitrag
<34012D...@sonic.net>...

>> In Kanada ist es praktisch verboten, das Wort "Eskimo" zu benutzen.
>> Der offizielle Name ist jetzt "Inuit".

Dirk Bindmann (DB) schrieb:
In Deutschland wird allgemein "Eskimo" gebraucht. Menschen, die sich für
die Arktis interessieren, sagen schon lange "Inuit". Dieser Name wurde
schon verwendet, als der Begriff "political correctness" noch gar nicht
existierte - seit den deutschen Übersetzungen der Grönlandbücher
Fridtjof Nansens und Knud Rasmussens.

Reinhold Aman (RA) antwortet:
Fast alles, was Sie oben und unten schreiben, stimmt. Es ging eigentlich
nicht darum, daß das Wort "Inuit" ein neues Wort ist, sondern daß es aus
p.c. Gründen jetzt von der kanadischen Regierung vorgeschrieben wird,
und daß in den kanadischen Zeitungen, Radio- und Fernsehsendungen
"Eskimos" nicht mehr benutzt wird. Die meisten Kanadier sagen aber
trotzdem "Eskimos" oder "Esquimaux".

DB:
Die Inuit mögen das Wort "Eskimo" nicht. Es ist ein indianisches
Schimpfwort (der Krij?) und bedeutet "Rohfleischesser". Ob es
ein Schimpfwort ist, darüber lässt sich streiten, denn die Inuit essen
tatsächlich rohes Fleisch. Jedenfalls fassen die Inuit "Eskimo" als
Schimpfwort auf. Grund genug, das Wort nicht zu benutzen.

RA:
Die bisher oberflächliche Forschung meint, daß "Eskimo" von einer
Algonquin Sprache stammt, also von Indianern, die Nachbarn im Süden
waren. Die Indianer sahen das Essen von rohem Fleisch als eine
Normabweichung und nannten deshalb die rohfleischessenden Eskimos
"Rohfleischesser." Die Eskimos ließen sich diese "Beschimpfung" nicht
gefallen und nannten die Algonquin Indianer "Kinder einer Nisse" oder
"Laus-Ei Kinder", weil die Indianer angeblich verschmutztes Haar voller
Läuse hatten. Das klingt alles ganz plausibel, aber die neueste
Forschung (Random House Dictionary, 1997) bestreitet diese Etymologie
und meint, daß "Eskimo" vielleicht "snowshoe-netter" bedeutet (weil die
Eskimos ihre Schneeschuhe wie einen Tennisschläger flechten). Das Wort
soll zuerst eine Bezeichnung für die Micmac Indianer gewesen sein, das
später auf die Labrador Eskimos übertragen wurde. Wie die progressiven
Indianer vom eher erwähnten Wort "squaw" beleidigt sind, sind die
Eskimos wegen der angeblichen Bedeutung "Rohfleischesser" beleidigt --
grundlos in beiden Fällen. Sicher, die Eskimos können sich nennen, was
sie wollen, und die kanadischen Politiker können den "Inuit" Wählern
schön tun, aber es wird viele Jahrzehnte dauern, bis die Kanadier und
alle anderen das Wort "Inuit" statt "Eskimo" benutzen.

Ein Parallel-Beispiel: Angenommen, wir Bayern wollen einen anderen
Namen, weil "Bayer" mit zu vielen negativen Konnotationen verbunden ist
(Bier saufen, dumm, primitiv, grob usw.) und verlangen, daß wir ab jetzt
mit dem althochdeutschen Namen "Peigira" bezeichnet werden. Wie viele
würden uns "Peigira" nennen, ausser wahlstimmensüchtige Politiker und
ein paar feinfühlige p.c. Arschkriecher?

DB:
In Deutschland allerdings ist "Eskimo" ein neutraler Volksname, und
"Inuit" ist nicht jedem bekannt.

RA:
"Nicht jedem bekannt" ist, nichts für ungut, eine starke Untertreibung
(oder eine Litotes -- sehen Sie, mia Peigira samma gar need so dumm, mia
kemma sogar a bissl griechisch und Rhetorik). Ich bin mir sicher, daß
nicht 5% der Durchschnittsbürger wissen, was "Inuit" bedeutet. Will
jemand eine Rundfrage anstellen?

DB:
Man sollte die ["politische"] Korrektheit eben nicht übertreiben.

RA:
Genau. Jeder vernünftige Mensch stimmt Ihnen zu.

================================

From: Michael Kauffmann <mic...@photo.verm.tu-muenchen.de>

Dirk Bindmann wrote:

> "Inuit" ist nur die Pluralform: ein "inuk" (Mensch, Mann), viele "inuit".
> Dementsprechend lautet die Sprachempfehlung der Konferenz arktischer
> Völker "inuk/inuit".

MK:


Immer wieder ist davon die Rede, dasz sich ein Volk in seiner eigenen
Sprache "Menschen" nennt, und immer wieder verstehe ich das nicht.

RA:
Das ist weltweit so üblich, besonders bei den "primitiven" Völkern. Man
nennt das "Ethnozentrismus" = "wir sind die Besten, wir sind richtige
Menschen, und ihr anderen seid (fast) Tiere und könnt nicht einmal
richtig sprechen." Indem sich eine Gruppe als "Menschen" bezeichnet,
wertet sie andere Gruppen als "Nichtmenschen" oder "Tiere" ab.

Dazu gehört auch, daß man oft die Nachbarstämme oder -völker verspottet,
die nicht einmal wie (wir) Menschen sprechen können. Es ist bekannt, daß
das Wort für "deutsch" in slawischen Sprachen "stumm" bedeutet
(niemiecki, nemetskij usw.); wer stumm ist und keine Sprache hat, ist
halt kein Mensch, wie wir, die XYZ. Das machten schon die alten
Griechen, die ihre Nachbarn im Osten, die Perser, als "Barbaren"
bezeichneten, weil sie nicht die edle griechische Sprache gesprochen
haben, sondern "barbaros" waren, "solche, die in einer unverständlichen
Sprache stammelten". Die Tamilen sagen von ihren südindischen Nachbarn,
daß ihre Sprache "wie das Ratteln von Kokosnüssen" klingt. Ob in
Nordsibirien, Australien oder im südamerikanischen Dschungel, es gibt
viele Völker und ethnische Gruppen, deren Name wörtlich "Mensch/en"
bedeutet und aus den oben angeführten Gründen verwendet wird.

================================

From: Burkhard Knopf <burkhar...@informatik.tu-clausthal.de>
zu einem anderen Kommentar:

Ich vermute mal, du meinst nicht die Bewohner Judäas in der Antike (in
Unterscheidung zu den Bewohnern des Nordreichs). Allerdings fällt mir

sonst niemand ein. Oder ist das so was Ähniches wie der "Saupreiß",


der ja ggf. selbst Bayer sein kann?

RA:
Als Bayer und Verfasser vom "Bayrisch-österreichischen
Schimpfwörterbuch" (das ist keine Schleichwerbung, denn sonst hätte ich
erwähnt, daß es 1996 neu erschienen ist), weiß ich bestimmt, daß ein
Bayer nie ein "Saupreiß" sein kann. Er kann sich wie ein Saupreiß
benehmen, kleiden oder reden, aber kein echter Bayer (Niederbayer,
Oberbayer, Oberpfälzer) wird einen anderen Bayern als "Saupreiß"
bezeichnen. Man kann "Du türkischer Saupreiß!" sagen oder einen
Frankfurter, Kölner oder Friesen einen "Saupreiß" nennen, so unlogisch
es auch ist, aber einen bayrischen Saupreiß gibt's nicht.

================================

Zum langen Beitrag über Drogen, Abhängigkeit und
Persönlichkeitsveränderungen von
"Susie!"<kra...@studm.hrz.uni-siegen.de> (Susanne Krause) kann ich nur
sagen, daß ich von ihrem Wissen beeindruckt bin, aber nicht mitreden
kann, weil ich auf diesem Gebiet ignorant bin. Na, Susie!, da Sie so
viel über "chemikalienabhängig" wissen -- Sie sind doch hoffentlich
keine "Chemikerin", Sie Schlimme!

================================

From: Arno Schmitt <ar...@zedat.fu-berlin.de>

Warum "sogenannte Minoritäten"? Es es keine Minderheiten? Hält Du den
Begriff für falsch?

RA:
Nein. Ich wußte nicht, ob das gute deutsche Wort "Minderheit" schon
durch "Minorität" verdrängt wurde (wie "Selbstmord" durch "Suizid" von
den Mischmaschlern) und schrieb falscherweise "sogenannt." Mea culpa.

================================

From: HFHo...@t-online.de (Felix Hofmann)

On Tue, 26 Aug 1997 22:12:46 -0700, Reinhold Aman <am...@sonic.net>
wrote:

>Ein Rauschgiftsüchtiger ist jetzt p.c. nur noch "chemically dependent".
>Etwa: "chemikalienabhängig". Kein Wort mehr von Heroin oder Kokain.

FH:
Nun mal abesehen von der etwas ungewoehnlichen Bezeichnung
"chemikalienabhaengig", scheint mir dieser Ausdruck doch recht
treffend. Wie sollte man denn sonst die vielen "Wundermittel"
bezeichnen, die heute auf dem Markt sind, von den Tabletten bis zu den
sogenannten "Designerdrogen" (auch so ein Wort) wie Ecstasy oder
Crack. Im Grunde sind die Rauschgiftsüchtigen doch abhängig von einer
chemischen Substanz, ob sie nun aus natürlichen Rohstoffen oder
kuenstlich gewonnen wird.

RA:
Stimmt alles. Der Ausdruck ist treffend. Worum mir es ging am Anfang
dieser Diskussion steht oben: Hier sagt man nicht, er sei
"kokainsüchtig" oder sie "heroinsüchtig", sondern man verschönert und
verschleiert und verharmlost die rauhe Wirklichkeit, indem man sagt,
er/sie sei nur "chemikalienabhängig". (Bitte keine weiteren Kommentare
für mich von "Chemikern" und "Drogisten", ob nun Kokain und Heroin
wirklich so schlimm sind, Vergleiche zum Nikotin,
Persönlichkeitsveränderungen usw. Das Thema sollte die Sprache sein.)

Das Thema war Sprachverhunzung und Denkverseuchung durch Euphemismen und
"politically correct language" in den USA und deren Einzug in die
deutsche Sprache. Dazu noch zwei Beispiele, die zeigen, wie beide
Seiten versuchen, durch geschickte (oder hinterlistige) Wortwahl das
Volk zu verdummen und die Wirklichkeit zu verschönern. Vielleicht
gibt's schon Übersetzungen beider Ausdrücke im Deutschen?

"Pro-Life" (Für's Leben) und "Pro-Choice" (Für die Wahl). Beide Gruppen
sind fanatische Gegner und benutzen die positive Vorsilbe "pro" -- die
negativen Wörter "anti" und "abortion" werden vermieden.

"Pro-Life" ist _für_ das Leben [der Ungeborenen] und _gegen_ die
Abtreibung, aber die Gruppe nennt sich nicht "Anti-Abortion." -
"Pro-Life" klingt viel positiver.

"Pro-Choice" ist _für_ die _Abtreibung_, nennt sich aber nicht
"Pro-Abortion", sondern verschleiert die Tat: die Anhänger sind "für die
Wahl" [der Frau, abzutreiben oder nicht]. - "Pro-Choice" klingt viel
positiver und harmloser als "Pro-Abortion". Ich bin weder für noch gegen
die Abtreibung (deshalb bitte keine Antworten von Fanatikern), aber
meinem Denken und Sprachgefühl nach ist "Pro-Choice" ein sehr
hinterlistiger, manipulativer Ausdruck.

Viele Grüße,

-- Dr. Reinhold Aman

http://www.sonic.net/maledicta/
Mirror site in Dublin, Ireland, at:
http://www.ucd.ie/~artspgs/mal/

Burkhard Knopf

unread,
Sep 2, 1997, 3:00:00 AM9/2/97
to

>>>>> On Fri, 29 Aug 1997 12:08:10 +0200,

>>>>> "Jochen" == Jochen Messner <mes...@mail.com> wrote:

Jochen> Burkhard Knopf wrote:
>>
>> Jochen> Naja, dazu gab's hier schon 'mal ne Diskussion. Unter

>> Jochen> Juden werden eben nicht nur Leute juedischen Glaubens
>> Jochen> verstanden (obwohl es etwas verwirrend sein mag).


>>
>> Ich vermute mal, du meinst nicht die Bewohner Judäas in der Antike
>> (in Unterscheidung zu den Bewohnern des Nordreichs).

Jochen> Richtig vermutet!

>> Allerdings fällt mir sonst niemand ein.

Jochen> Nun, wenn Dir die Ideen ausgehen, musst Du Dich eben
Jochen> informieren. Ich schlage vor, Du liest ab und zu Zeitung,
Jochen> oder siehst fern.

Danke für die umfassende Antwort.
Erstens ist es relativ unwahrscheinlich, dass diese von Dir erwähnte
Diskussion irgendwann mal in einer Fernsehsendung auftaucht, die ich
sehen werde, oder in einer Zeitung, die ich lese. Zweitens werde ich
gerade dafür mir ein Fernsehgerät zulegen!

Und tschüs
Burkhard

Burkhard Knopf

unread,
Sep 2, 1997, 3:00:00 AM9/2/97
to

>>>>> On 31 Aug 97 11:43:11 GMT,
>>>>> "Carsten" == Carsten Kruse <carste...@beg.gera.thur.de> wrote:

Carsten> Lothar Kordus schrieb in einer Nachricht an All:


LK> Aus dem Franzoesischen. Der Franzose, der dem Namen seine
LK> Schreibung verpasste, hoerte ihn wohl wie [sju:] und schrieb
LK> Siou. Plural nach franzoesischer Regel: Sioux. Voil'a!

Carsten> C00l.
Carsten> Interessant, dass die Amis die Aussprache beibehalten haben.

Das ist weiter verbreitet, als Du vielleicht meinst: Namen wie
Chicago, Michigan haben das französische "ch" (ohne t-Laut) behalten,
Illinois hat am Ende ein stummes h usw.
Aber woher stammt eigentlich die m.E. merkwürdige Aussprache von
Arkansas, die ja so ganz von der des ähnlich geschriebenen Staates
Kansas (Zufall?) abweicht?

Und tschüs
Burkhard

Burkhard Knopf

unread,
Sep 2, 1997, 3:00:00 AM9/2/97
to

>>>>> On 28 Aug 1997 22:31:51 GMT,
>>>>> "Dirk" == Dirk Bindmann <wal...@t-online.de> wrote:

Dirk> Burkhard Knopf <burkhar...@informatik.tu-clausthal.de>
Dirk> schrieb im Beitrag
Dirk> <gfvi0qw...@centeotl.in.tu-clausthal.de>...

>> Rolf> Sicher nicht. Christ kann fast jeder sein oder werden, ein
>> Rolf> Europäer ebenso wie ein Neger. Jude nicht.


>>
>> Warum nicht? Sicher ist richtig, dass die christlichen Kirchen
>> einen starken Hang haben, in aller Welt zu missionieren, aber das
>> hindert niemanden daran, Jude zu werden (schon gar nicht daran, es
>> zu sein).

Dirk> Das Wort Jude hat ja zwei Bedeutungen:
Dirk> 1. Angehöriger eines semitischen Volkes,
Soweit so gut, aber seit der Zerstreuung durch die Zerstörung des
Tempels in Jerusalem eben historisch.

Dirk> dessen kulturelle Wurzeln das Alte Testament und die
Dirk> rabbinische Überlieferung sind.
Dirk> 2. Anhänger des jüdischen, "mosaischen" Glaubens.

Und wo ist da der Unterschied? Mal davon abgesehen, dass ich die
Bezeichnung "mosaisch" -- nicht nur wegen der Verwendung dieses Wortes
durch die Nationalsozialisten -- für unangebracht halte.

Was ist denn der jüdische Glaube, wenn man sowohl Schrift als auch
Überlieferung weglässt??

Dirk> Sicher kann jeder den jüdischen Glauben annehmen und in einer
Dirk> jüdischen Gemeinde mitwirken, ob er eine Mutter jüdischer
Dirk> Abstammung hat oder nicht.

Das Judesein ist übrigens keine Glaubensfrage (was vielleicht ein
stückweit die unterschiedliche Haltung von Christen und Juden
gegenüber Bewerbern erklärt) sondern eine des Einhaltens von Geboten,
die man in fortgesetztem Alter sicher schwerer erlernt und
verinnerlicht.
Ein Beispiel für die Probleme beim Einhalten von Geboten, die man
nicht bereist in der Kindheit gelebt hat, ist der assimilierte
römische Jude Saulus aus Tarsos, dessen Predigten man in Jerusalem
nicht hören wollte.

Dirk> Die Zugehörigkeit zum jüdischen Volk kann man sich aber nicht
Dirk> aussuchen.

Doch, man kann, lies mal die Geschichte über Ruth (falls ich mich
nicht im Namen irre). Im übrigen siehe oben.

Und tschüs
Burkhard

Roman Kawe

unread,
Sep 2, 1997, 3:00:00 AM9/2/97
to

NadFaerber wrote:
> Wo wir gerade dabei sind :
> Die Formulierung 'Ausl=E4ndischer Mitb=FCrger ' ist das
> Paradox schlechthin, oder ?
> =

> Nadine

Sollt man eigentlich denken. Hier ist das aber leider nicht so. Oder ist
ein auslaendischer Mitbuerger einer, der gerade in Spanien Urlaub macht?
-- =

roman kawe
++49 441 664 884
ofenerfelder strasse 2a, 26215 metjendorf
**** Any errors in spelling, tact, or fact are transmission errors.

Mathias Boelckow

unread,
Sep 2, 1997, 3:00:00 AM9/2/97
to

HFHo...@t-online.de (Felix Hofmann) schrieb uns:

>Also wie soll ich im Deutschen dieses Volk nun nennen? Ich habe mich
>entschieden sie so zu nennen, wie sie sich auch nennen: Kanaken!

Sicher, hier ist es einfach.
Da der Begriff Kanaken vor allem fälschlich für Leute aus der Türkei
und umliegenden Ländern sowie Schwarzen verwendet wird, kann man recht
einfach drauf eingehen, in dem man drauf hinweist, dass Kanaken
vermutlich eher südasiatisch bis maori aussehen müßten (wie sehen die
eigentlich aus) und es sich deshalb mit Sicherheit nicht um Kanaken
handelt.

Gruß, Mathias Bölckow

Jochen Messner

unread,
Sep 3, 1997, 3:00:00 AM9/3/97
to

Reinhold Aman wrote:
>
> From: HFHo...@t-online.de (Felix Hofmann)
>
> On Tue, 26 Aug 1997 22:12:46 -0700, Reinhold Aman <am...@sonic.net>
> wrote:
>
> >Ein Rauschgiftsüchtiger ist jetzt p.c. nur noch "chemically dependent".
> >Etwa: "chemikalienabhängig". Kein Wort mehr von Heroin oder Kokain.
>
> FH:
> Nun mal abesehen von der etwas ungewoehnlichen Bezeichnung
> "chemikalienabhaengig", scheint mir dieser Ausdruck doch recht
> treffend. Wie sollte man denn sonst die vielen "Wundermittel"
> bezeichnen, die heute auf dem Markt sind, von den Tabletten bis zu den
> sogenannten "Designerdrogen" (auch so ein Wort) wie Ecstasy oder
> Crack. Im Grunde sind die Rauschgiftsüchtigen doch abhängig von einer
> chemischen Substanz, ob sie nun aus natürlichen Rohstoffen oder
> kuenstlich gewonnen wird.
>
> RA:
> Stimmt alles. Der Ausdruck ist treffend.

Was immer der Ausdruck trifft, er trifft leider nicht das richtige! Mir
ist unklar, was er bedeuten soll. Schliesslich ist jeder von einer
Unzahl von chemikalien Abhaengig (man denke nur an die Stoffe in der
Nahrung oder an H2O, di Entzugserscheinungen fuehren in der Regel zum
Tod). Am ehesten koennte man "chemikalienabhaengig" noch sinnvoll mit
"drogenabhaengig" interpretieren. Warum also ein neues Wort?

Gruss,
Jochen

Gerhard Wiesenfeldt

unread,
Sep 3, 1997, 3:00:00 AM9/3/97
to

NadFaerber befleissigte sich in
<19970901202...@ladder01.news.aol.com>, uns folgendes zu
Gesicht zu bringen:


> Wo wir gerade dabei sind :

> Die Formulierung 'Ausländischer Mitbürger ' ist das
> Paradox schlechthin, oder ?
>

Das war einmal. Inzwischen hat sich im EN-deutsch [*] die Vorsilbe
"Mit" als abgemilderte Form der Vorsilbe "Nicht" eingebuergert (Etwa:
"Eigentlich eher doch nicht, zumindest nicht so ganz"). Wenn ein
EN-deutschsprechender Politiker oder Journalist von einem "Mitbuerger"
redet, meint er damit immer, dass es sich nicht um einen Buerger im
eigentlichen Sinne handelt. So wuerde der Satz "Ich rufe alle
Hamburger Buerger und Buergerinnen auf, ihre Stimme am 21. September
meiner Partei zu geben" mit "Mitbuerger und Mitbuergerinnen" nicht
funktionieren, weil diese eben das Buerger- und damit Wahlrecht nicht
besitzen.

In diesem Zusammenhang ist auch zu beobachten, dass man immer dann von
"Mitmenschen" redet, wenn man die Gruppe besonders diskriminieren
moechte (aeltere Mitmenschen usw.). Insofern ist mir die Bezeichnung
Mitbuerger dann doch noch etwas lieber...

Gerhard


[*] EN= Euphemistisches Neusprech, was etwas anderes ist als
PC-deutsch, aber durchaus mit ihm verwandt.

--
Meine Signatur wurde bei den letzten Haushaltsberatungen
zur Rettung des Standorts Deutschland eingespart.

Felix Hofmann

unread,
Sep 3, 1997, 3:00:00 AM9/3/97
to

Am Wed, 03 Sep 1997 11:40:33 +0200, schrieb Jochen Messner
<mes...@mail.com> :

>
... Schnitt

>Kann ein Buerger Deutschlands Auslaender (aus der sich eines Deutschen)
>sein? Buerger von Deutschland sind doch Buerger von Deutschland, oder
>nicht?
>
>Gruss,
>Jochen


... und was ist mit einem Auslandsdeutschen? Ist der nicht auch ein
Fremder, wenn er , sagen wir mal nach 15 Jahren, nach Deutschland
zurückkehrt, oder mal auf Urlaub in der Heimat ist?


Gruss

Felix

Michael Kauffmann

unread,
Sep 4, 1997, 3:00:00 AM9/4/97
to

Reinhold Aman wrote:
>
> Mit Verlaub werde ich jetzt auf mehrere Fragen und Kommentare eingehen,

Wodurch ich die Antwort auf meinen fast uebersehen haette, da ich solche
Threads nicht ganz lese. Einzelne Followups waeren doch vorzuziehen.

> ================================
>
> From: Michael Kauffmann <mic...@photo.verm.tu-muenchen.de>
>
> Dirk Bindmann wrote:
>
> > "Inuit" ist nur die Pluralform: ein "inuk" (Mensch, Mann), viele "inuit".
> > Dementsprechend lautet die Sprachempfehlung der Konferenz arktischer
> > Völker "inuk/inuit".
>
> MK:
> Immer wieder ist davon die Rede, dasz sich ein Volk in seiner eigenen
> Sprache "Menschen" nennt, und immer wieder verstehe ich das nicht.
>
> RA:
> Das ist weltweit so üblich, besonders bei den "primitiven" Völkern.

Die Ausfuehrungen waren recht interessant, paszten aber nicht zu meiner
Bemerkung. Ich fand es nicht unverstaendlich, warum die Voelker sich so
nennen, sondern ich finde schon die Aussage "Sie nennen sich selbst
Menschen" logisch unsinnig, wie ich auch erlaeutert hatte.

Michael Kauffmann

Peter Brülls

unread,
Sep 4, 1997, 3:00:00 AM9/4/97
to

Michael Kauffmann <mic...@photo.verm.tu-muenchen.de>:

> Reinhold Aman wrote:
>>

>> MK:
>> Immer wieder ist davon die Rede, dasz sich ein Volk in seiner eigenen
>> Sprache "Menschen" nennt, und immer wieder verstehe ich das nicht.

>> RA:
>> Das ist weltweit so üblich, besonders bei den "primitiven" Völkern.

> Die Ausfuehrungen waren recht interessant, paszten aber nicht zu


> meiner Bemerkung. Ich fand es nicht unverstaendlich, warum die
> Voelker sich so nennen, sondern ich finde schon die Aussage "Sie
> nennen sich selbst Menschen" logisch unsinnig, wie ich auch
> erlaeutert hatte.

Doch, daß paßt meiner Meinung nach schon. Der eigene Name für das
eigene Volk ist danach erst einmal begriffsidentisch mit »Mensch« --
alle andere sind Tiere.

An dieser Stelle sollte man auch nicht vergessen, daß die strenge
Trennung zwischen »denkenden« Menschen und »nichtdenkenen« Tieren eine
relativ neue Erfindung ist. Animististsche Kulturen schreiben Tieren
Denken und Sprache zu (jagen sie aber trotzdem), bestimmte
sklavenhaltende Kulturen sprachen dagegen ihren Sklaven Menschlichkeit
ab.


Burkhard Knopf

unread,
Sep 4, 1997, 3:00:00 AM9/4/97
to

>>>>> On Wed, 03 Sep 1997 13:00:55 +0200,


>>>>> "Jochen" == Jochen Messner <mes...@mail.com> wrote:

Jochen> Reinhold Aman wrote:
>>
>> From: HFHo...@t-online.de (Felix Hofmann)
>>
>> On Tue, 26 Aug 1997 22:12:46 -0700, Reinhold Aman <am...@sonic.net>
>> wrote:
>>
> Ein Rauschgiftsüchtiger ist jetzt p.c. nur noch "chemically
> dependent". Etwa: "chemikalienabhängig". Kein Wort mehr von
> Heroin oder Kokain.
>>
>> FH: Nun mal abesehen von der etwas ungewoehnlichen Bezeichnung
>> "chemikalienabhaengig", scheint mir dieser Ausdruck doch recht
>> treffend. Wie sollte man denn sonst die vielen "Wundermittel"
>> bezeichnen, die heute auf dem Markt sind, von den Tabletten bis zu
>> den sogenannten "Designerdrogen" (auch so ein Wort) wie Ecstasy
>> oder Crack. Im Grunde sind die Rauschgiftsüchtigen doch abhängig
>> von einer chemischen Substanz, ob sie nun aus natürlichen
>> Rohstoffen oder kuenstlich gewonnen wird.
>>
>> RA: Stimmt alles. Der Ausdruck ist treffend.

Jochen> Was immer der Ausdruck trifft, er trifft leider nicht das
Jochen> Richtige! Mir ist unklar, was er bedeuten soll. Schliesslich
Jochen> ist jeder von einer Unzahl von Chemikalien abhaengig (man
Jochen> denke nur an die Stoffe in der Nahrung oder an H2O, deren
Jochen> Entzugserscheinungen fuehren in der Regel zum Tod). Am
Jochen> ehesten koennte man "chemikalienabhaengig" noch sinnvoll als
Jochen> "drogenabhaengig" interpretieren. Warum also ein neues Wort?

Der Begriff Drogen passt auch nicht, denn dabei handelt es sich
ursprünglich lediglich um Getrocknetes, ohne notwendige Verbindung
zu Rauschzuständen. Außerdem gibt es eben eine Vielzahl von
Rauschmitteln, die nicht aus getrockneten Pflanzen gewonnen werden.
Womit wir eben wieder bei "rauschmittelabhängig" wären, oder eben
kürzer: rausch(gift)süchtig --
dabei immer daran denkend, dass die Eigenschaft einer Substanz, giftig
zu sein, eben durchweg eine Frage der Dosis ist.

Insofern ist auch eine Campagne "Keine Macht den Drogen" schon
sprachlich eine Entgleisung. Erstens geht es eben nicht um die
Verunglimpfung von Pfefferminztee oder dergleichen, zweitens
üben Rauschmittel, die hier wohl mit "Drogen" gemeint sein sollen
(_natürlich_ mit der Ausnahme der Mittel, an deren Vertrieb der Staat
mit speziellen Steuern beteiligt ist, nämlich Tabak und Alkohol),
keine Macht aus, allenfalls diejenigen, die an deren Verbreitung
verdienen (z.B. Pharmakonzerne).

und tschüs
Burkhard

Rolf Keller

unread,
Sep 4, 1997, 3:00:00 AM9/4/97
to

wal...@t-online.de (Dirk Bindmann) wrote:
>
> Zumindest von der jüdischen Gemeinde Berlins weiß ich, dass Nichtjuden
> aufgenommen wurden. Viele sind es nicht. Meist junge Leute, die dann
> wirklich versuchen, nach den jüdischen Traditionen zu leben.
>
Das ist interessant. Wenigstens sind es dann Gläubige. Wenn ich
im Fernsehen höre: "x-tausend Gläubige lauschten dem Pabst",
dann rufe ich immer dazwischen: "Kirchenmitglieder, junger Mann,
nicht Gläubige!".

-- Rolf Keller


Peter Brülls

unread,
Sep 4, 1997, 3:00:00 AM9/4/97
to

Burkhard Knopf <burkhar...@informatik.tu-clausthal.de>:


> Das kommt darauf an, wie man die Nichtdeutschen (im Sinne der
> Staatsbürgerschaft) nennt, die zur Wohnbevölkerung gehören und hier
> selbstverständlich auch Steuern zahlen. Kann man fleißige Steuerzahler
> als Nichtbürger bezeichnen, nur weil sie keinen deutschen Pass (wieder
> im Sinne der Staatsbürgerschaft verstanden, nicht jeder muss ja einen
> Pass haben) haben?

Man nennt sie dann Einwohner.


Jens Walter Heckmann

unread,
Sep 4, 1997, 3:00:00 AM9/4/97
to hjw, h...@ber.axime-is.fr

Am 4. September 1997 schrieb Christina Kunze:
>
> Eigentlich ist das keine neue Sache, hiessen doch schon in Athen die
> Auslaender, die keine Buergerrechte hatten, Metoiken. Mit-Bewohner.

Nicht ganz. Die Vorsilbe 'meta-' dient im Griechischen normalerweise
(und jedenfalls hier) zur Bezeichnung der Veraenderung (aehnlich der
deutschen betonten Vorsilbe "um-"), vgl. "Metamorphose" ("Um-Gestaltung"),
"Metathese" ("Um-Stellung" [von Lauten]), "Metempsychose" ("Um-Seelung",
d. h. Seelenwanderung), "Metonymie" ("Um-Benamung", Vertauschung
bedeutungsverwandter Begriffe), "Metapher" ("Um-Tragung", d. h.
Vertauschung) usw. Unserer Vorsilbe "mit-" entspricht im Griechischen
im allgemeinen die Vorsilbe 'syn-', z. B. "Symbiose" ("Mit-Leben"),
"Sympathie" ("Mit-Fuehlen") usw.

"Metoeke" bedeutet daher eigentlich "jemand, der um-gehaust hat",
d. h. jemand, der umgezogen ist. Im Deutschen wuerde man sagen
"ein Zugezogener" (im Koelschen sagt man "Imi"). Das Verb 'metoikeo'
ist im Griechischen das ganz normale Wort fuer "umziehen".

In Athen wurde dann der Begriff 'metoikos' fuer einen speziellen
Typ von Zugezogenen verwendet, naemlich solche, die einen
einheimischen Buerger als Betreuer hatten und ein jaehrliches
"Schutzgeld" an den Staat zahlten und zum Ausgleich dafuer einen
gewissen Schutz des athenischen Staates gegen willkuerliche
Uebergriffe genossen.

Jedenfalls ist es vom "Metoeken" zum "Mitbuerger" ein weiter Weg.

Jens W. Heckmann


U. Faigle

unread,
Sep 4, 1997, 3:00:00 AM9/4/97
to

Reinhold Aman (am...@sonic.net) wrote:


: Die bisher oberflächliche Forschung meint, daß "Eskimo" von einer


: Algonquin Sprache stammt, also von Indianern, die Nachbarn im Süden
: waren. Die Indianer sahen das Essen von rohem Fleisch als eine
: Normabweichung und nannten deshalb die rohfleischessenden Eskimos
: "Rohfleischesser." Die Eskimos ließen sich diese "Beschimpfung" nicht
: gefallen und nannten die Algonquin Indianer "Kinder einer Nisse" oder
: "Laus-Ei Kinder", weil die Indianer angeblich verschmutztes Haar voller
: Läuse hatten. Das klingt alles ganz plausibel, aber die neueste
: Forschung (Random House Dictionary, 1997) bestreitet diese Etymologie
: und meint, daß "Eskimo" vielleicht "snowshoe-netter" bedeutet (weil die
: Eskimos ihre Schneeschuhe wie einen Tennisschläger flechten). Das Wort
: soll zuerst eine Bezeichnung für die Micmac Indianer gewesen sein, das
: später auf die Labrador Eskimos übertragen wurde. Wie die progressiven
: Indianer vom eher erwähnten Wort "squaw" beleidigt sind, sind die
: Eskimos wegen der angeblichen Bedeutung "Rohfleischesser" beleidigt --
: grundlos in beiden Fällen. Sicher, die Eskimos können sich nennen, was
: sie wollen, und die kanadischen Politiker können den "Inuit" Wählern
: schön tun, aber es wird viele Jahrzehnte dauern, bis die Kanadier und
: alle anderen das Wort "Inuit" statt "Eskimo" benutzen.

Das erinnert mich an einen Vortrag, in dem ein Angehoeriger der Sinti
und Roma sich gegen den Begriff "Zigeuner" verwahrte, da dieser
angeblich "ziehender Gauner" bedeute und deshalb eine Beleidigung sei.

Natuerlich liegt der Ursprung von "Zigeuner" anders. Tatsaechlich ist
"ziehender Gauner" eine abgeleitete Beleidigung, die mit dem Wortklang
"Zigeuner" spielt.

Nichtsdestotrotz ist die Bezeichnung "Zigeuner" fast vollstaendig aus
der offiziellen Sprache verschwunden (zumindest wenn ich meine
Zeitungslektuere als repraesentativ anschauen darf). Geht es um
positive Berichterstattung, heisst es oft "Sinti und Roma". Bei
negativen Berichten lese ich oefters "Buerger rumaenischer
Nationalitaet" (in meinem Lokalblatt). Ein allgemein anerkanntes
neues, neutrales Wort fuer "Zigeuner" hat sich meines Wissens jedoch
noch nicht eingestellt.


U. Faigle

--

Reinhold Aman

unread,
Sep 4, 1997, 3:00:00 AM9/4/97
to

Michael Kauffmann wrote:

> Immer wieder ist davon die Rede, dasz sich ein Volk in seiner eigenen
> Sprache "Menschen" nennt, und immer wieder verstehe ich das nicht.

> Die Ausfuehrungen [ von R.A. ] waren recht interessant, paszten aber nicht zu

> meiner Bemerkung. Ich fand es nicht unverstaendlich, warum die Voelker sich
> so nennen, sondern ich finde schon die Aussage "Sie nennen sich selbst
> Menschen" logisch unsinnig, wie ich auch erlaeutert hatte.

Vielleicht reden wir voneinander vorbei, und ich misinterpretiere
Ihren/Deinen Satz: "Ich finde schon die Aussage 'Sie nennen sich selbst
Menschen' logisch unsinnig."

Ich verstehe wirklich nicht, was an diesem Satz "logisch unsinnig" sein
soll. Probieren wir's so:

Wir nennen uns selbst "Menschen".
We call ourselves "inuit" (wie englischsprechende Eskimos sagen
wuerden).

Was ist an diesen Saetzen unlogisch oder unsinnig?

Welcher Leser kann hier helfen?

-- Reinhold Aman

Gernot Zander

unread,
Sep 4, 1997, 3:00:00 AM9/4/97
to

Hi,

in de.etc.sprache.deutsch Jochen Messner <mes...@mail.com> wrote:
> Kann ein Buerger Deutschlands Auslaender (aus der sich eines Deutschen)
> sein? Buerger von Deutschland sind doch Buerger von Deutschland, oder
> nicht?

Nun, die Frage ist einfach, woran man es festmacht.
Da gäbe es die Möglichkeiten (ohne Wertung):
- Heimatland der Mutter oder des Vaters
- Staatsbürgerschaft bei der Geburt
- Staatsbürgerschaft heute
- Muttersprache
- Geburtsort
- Religion
- Wohnsitz
- Rasse

Dilemma: Als "Deutschen" wollen wir nur jemanden bezeichnen, dessen
Muttersprache, Staatsbürgerschaft und Herkunft der Eltern deutsch
sind (und möglichst auch noch Rasse, aber das lassen wir mal).
Dann mischt auch noch die Religion mit.
Als "Ausländer" gilt aber einer schon nicht mehr, wenn er entweder
deutsche Staatsbürgerschaft hat, hier geboren ist, hier lange
lebt oder ähnliches.
Dazwischen klafft eine Lücke, die wir durch "Deutscher türkischer
Abstammung" oder ähnliches mehr oder minder notdürftig zu
füllen versuchen.
Könnten wir über unseren Schatten springen und z.B. konsequent
nach dem (dauerhaften) Wohnsitz gehen... So, wie wir es bei
Stadt-Zugehörigkeiten auch machen, wer einige Zeit in
Berlin wohnt, ist irgendwann eben Berliner. Egal, wo er her-
kommt. Wegen meiner "Wahl-Berliner" -> "Wahl-Deutscher". Basta.

mfg.
Gernot

--
<hi...@scorpio.in-berlin.de> (Gernot Zander)
Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge.

Michael Kauffmann

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

NadFaerber wrote:
>
> Im Artikel <5umg5c$a...@news.Informatik.Uni-Oldenburg.DE>, Peter
> =?ISO-8859-1?Q?Br=FClls?= <p...@ecce-terram.de> schreibt:

>
> >bestimmte
> >sklavenhaltende Kulturen sprachen dagegen ihren Sklaven
> >Menschlichkeit ab.
>
> Anmerken möchte ich zur Unterstützung dieser Theorie, daß
> die alten Römer, als sie das erste Mal auf Schwarze stießen,
> diese für Tiere hielten.

Bei der ersten Begegnung, als vermutlich noch nicht einmal erkannt
wurde, dasz die Laute der gefundenen Wesen eine Sprache im menschlichen
Sinne waren, halte ich diesen Irrtum fuer verstaendlich. Man musz
bedenken, dasz die Roemer wirklich nicht wissen konnten, dasz es auch
Menschen mit anderer Hautfarbe gab.
Als Sklaven kann man sich aber nur Personen halten, die man als Menschen
betrachtet, auch, wenn man sie nicht so nennt. Das Verhaeltnis zu Tieren
ist doch ein wesentlich anderes.

Michael Kauffmann

NadFaerber

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Im Artikel <341043FB...@public.inp.uni-greifswald.de>, Henry Leyh
<le...@public.inp.uni-greifswald.de> schreibt:

>
>AFAIK hatten sich die Römer aber an "die aus dem Süden mit der
>komischen Farbe" bald gewöhnt. Bald wurden sie jedenfalls als - wenn
>auch exotische - Menschen angesehen, die keineswegs nur als Sklaven
>gebraucht wurden.

Mir fiel nur zu dem Thema ein altrömisches Schriftstück ein, welches
wir im Unterricht übersetzen mußten. Über den späteren Umgang weiß
ich nichts genaueres, aber haben die Römer nicht alle untergebenen
Völker als minderwertig angesehen und zum Teil versklavt ?

Nadine

"...und es ist unrecht über den Helden zu lächeln,
der mit der Todeswunde auf der Bühne liegt und eine Arie singt.
Wir liegen und sterben jahrelang."
Franz Kafka

Jochen Messner

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Susanne Krause wrote:
> Nikotin
> hingegen besitzt zwar eine Giftwirkung, berauscht aber dafuer nicht (was
> es damit besonders ueberfluessig macht ;-).

Auf mich haben staerkere Zigaretten eine gewisse Rauschwirkung, insofern
ist das Inhalieren von Tabakrauch auch ein Rauschmittel. Interessieren
wuerde mich noch, durch was diese Rauschwirkung hervorgerufen wird, wenn
nicht durch Nikotin?

Gruss,
Jochen

Michael Kauffmann

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Reinhold Aman wrote:
>
> Wir nennen uns selbst "Menschen".
> We call ourselves "inuit" (wie englischsprechende Eskimos sagen
> wuerden).
>
> Was ist an diesen Saetzen unlogisch oder unsinnig?

Jeder Satz fuer sich ist logisch. Der eine ist aber nicht die
Uebersetzung des anderen. Wenn der Eskimo sagt »We call ourselves
"inuit", but we do not call you "inuit"«, dann kann man das "inuit"
unmoeglich mit "Menschen" uebersetzen, es sei denn, man wollte dem
Eskimo vorwerfen, er betrachte Euroamerikaner nicht als Menschen.

Michael Kauffmann

Henry Leyh

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Michael Kauffmann wrote:

>
> NadFaerber wrote:
> >
> > Anmerken möchte ich zur Unterstützung dieser Theorie, daß
> > die alten Römer, als sie das erste Mal auf Schwarze stießen,
> > diese für Tiere hielten.
>
> Bei der ersten Begegnung, als vermutlich noch nicht einmal erkannt
> wurde, dasz die Laute der gefundenen Wesen eine Sprache im menschlichen
> Sinne waren, halte ich diesen Irrtum fuer verstaendlich. Man musz
> bedenken, dasz die Roemer wirklich nicht wissen konnten, dasz es auch
> Menschen mit anderer Hautfarbe gab.

AFAIK hatten sich die Römer aber an "die aus dem Süden mit der


komischen Farbe" bald gewöhnt. Bald wurden sie jedenfalls als - wenn
auch exotische - Menschen angesehen, die keineswegs nur als Sklaven
gebraucht wurden.

Gruß,
Henry

Julia A M Simon

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Hallo!

Reinhold Aman <am...@sonic.net> wrote:

[schnipp]

:> Mein Motto ist: "Fasse dich kurz und sei ehrlich", was die Sprache
:> betrifft. [...] Warum das lange und falsche "African American"
:> statt "Negro" oder "Black"?

Dazu eine Anekdote:

(Disclaimer: Ich weiss nicht, ob es sich um eine wahre Begebenheit handelt
oder um eine Urban legend und kann das auch nicht nachpruefen, weil ich
leider nicht mehr weiss, wann und wo ich das gelesen habe... :-( )

In den USA gibt es offenbar Organisationen oder Stiftungen, die Stipendien
an Leute "afrikanischer Abstammung" vergeben. Um so ein Stipendium hat sich
mal ein weisser Suedafrikaner, der in den USA studieren wollte, beworben,
weil er ja afrikanischer Abstammung ist (Familie lebt seit vielen
Generationen in Afrika) und, je nach Interpretation des Begriffs, sogar
"afrikanischer" ist als der durchschnittliche African American, weil dieser
ja in Amerika geboren wurde und seine Vorfahren Afrika vor vielen
Generationen verlassen haben.

Soweit ich mich entsinne, wurde seine Bewerbung zuerst mit der Begruendung
"falsche Hautfarbe" (natuerlich etwas blumiger ausgedrueckt :) abgelehnt,
aber vor Gericht wurde spaeter seine Argumentation anerkannt, dass er, der
ja (genau wie seine Eltern, Grosseltern usw.) immerhin in Afrika
aufgewachsen ist, *noch* afrikanischer sei als ein Afroamerikaner, dessen
Vorfahren seit soundsoviel Generationen in Amerika leben.


Noch einmal: Nein, ich weiss nicht, wann und wo sich das zugetragen hat.
Nagelt mich bloss nicht darauf fest. Ich weiss nicht einmal, ob es sich um
eine wahre Begebenheit handelt; aber es illustriert trotzdem ganz gut die
alte Weisheit, dass man durch Euphemismen leicht etwas ganz anderes sagen
kann als das, was man eigentlich sagen will. ;-)

mfg,
Julia 8-)

--
Julia Simon Hypp"a"aj"at"ar Sprachen-Freak vom Dienst

email: si...@cc.helsinki.fi, sil...@coli.uni-sb.de
snailmail: Akanapolku 2 L 401, 01370 Vantaa, Finland
homepage: http://www.lingsoft.fi/~simon

Where linguists gather, madness abounds ( - the story of my life)

Reinhard Gonaus

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

On 05 Sep 1997 16:25:00 +0200, Joern Richts
<ric...@frege.informatik.rwth---aachen.de> wrote:

>
>Sprache entwickelt sich nicht so logisch. Viel wahrscheinlicher
>erscheint mir die Moeglichkeit, dass sich eine Doppeldeutigkeit
>entwickelt, aehnlich wie bei `Kaiser' oder `Gott'. Einerseits
>bezeichnet `Kaiser' den Nachfolger Caesars (also den roemischen oder
>deutschen bzw. oestereichischen Kaiser), andererseits aber auch
>alle anderen Herrscher mit Kaiserrang.
>
>Ich frage mich, ob Tenno, Zar, oder Schah in ihren jeweiligen Sprachen
>die gleiche Doppeldeutigkeit aufweisen.
>
Beim Tenno weiß ich's nicht, aber beim Zar und beim Schah ist es
eindeutig so:
Zar ist wie Kaiser vom Namen Caesar abgeleitet, es steht auch der
selbe Herrschaftsanspruch dahinter, nämlich eine Neuauflage des
(christlichen) römischen Kaisertums zu sein.
Und der Schah heißt vollständig Schah-in-Schah, was soviel wie König
der Könige heißt.

Reinhard

Peter Brülls

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Michael Kauffmann <mic...@photo.verm.tu-muenchen.de>:

> Ja, wenn man noch keine anderen Menschen kennt, schon. Aber sobald
> man "entdeckt" ist, sehe ich zwei Moeglichkeiten: Der Begriff wird
> auch auf die Fremden angewandt, dann bedeutet er offenbar wirklich
> "Menschen", ist aber nicht der Name fuer das Volk. Oder er wird
> weiterhin nur auf das Volk angewandt, dann ist er aber nur der Name
> des Volkes und bedeutet nicht "Mensch".

Nur, wenn man sich und die anderen in die gleiche Klasse von
Lebenwesen einordnet.


Peter Brülls

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Michael Kauffmann <mic...@photo.verm.tu-muenchen.de>:

> Als Sklaven kann man sich aber nur Personen halten, die man als
> Menschen betrachtet, auch, wenn man sie nicht so nennt. Das
> Verhaeltnis zu Tieren ist doch ein wesentlich anderes.

Nach unserem Verständnis. Wir können sehr wohl mit Tieren - wenn auch
nur begrenzt - kommunizieren. Dennoch essen wir sie, was Veganern
sauer aufstößt.

Der menschliche Verstand ist ein wundervolles Ding: Selbst wenn sich
jemand bewegt wie ein Mensch, spricht wie ein Mensch und sich
artikuliert wie ein Mensch, kann man sich weigern, ihn als solchen
wahrzunehmen.


Oliver SIEKS

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Joern Richts wrote:

>
> Michael Kauffmann <mic...@photo.verm.tu-muenchen.de> writes:
>
> > > Der eigene Name für das
> > > eigene Volk ist danach erst einmal begriffsidentisch mit »Mensch« --
> > > alle andere sind Tiere.
> >
> > Ja, wenn man noch keine anderen Menschen kennt, schon. Aber sobald man
> > "entdeckt" ist, sehe ich zwei Moeglichkeiten: Der Begriff wird auch auf
> > die Fremden angewandt, dann bedeutet er offenbar wirklich "Menschen",
> > ist aber nicht der Name fuer das Volk. Oder er wird weiterhin nur auf
> > das Volk angewandt, dann ist er aber nur der Name des Volkes und
> > bedeutet nicht "Mensch".
>
> Sprache entwickelt sich nicht so logisch. Viel wahrscheinlicher
> erscheint mir die Moeglichkeit, dass sich eine Doppeldeutigkeit
> entwickelt, aehnlich wie bei `Kaiser' oder `Gott'. Einerseits
> bezeichnet `Kaiser' den Nachfolger Caesars (also den roemischen oder
> deutschen bzw. oestereichischen Kaiser), andererseits aber auch
> alle anderen Herrscher mit Kaiserrang.
>
> Ich frage mich, ob Tenno, Zar, oder Schah in ihren jeweiligen Sprachen
> die gleiche Doppeldeutigkeit aufweisen.
>

"Zar" zumindest kommt wie "Kaiser" vom Namen Caesar.

Viele Gruesse
Oliver

NadFaerber

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Im Artikel <gflo1d6...@trillian.in.tu-clausthal.de>, Burkhard Knopf
<burkhar...@informatik.tu-clausthal.de> schreibt:

>
>Selbstverständlich bedeutet "pro choice" nur, dass man ein wie auch
>immer geartetes Verbot der Abtreibung ablehnt. Es handelt sich also
>mitnichten um Leute, die dafür sind, dass mehr abgetrieben wird. (Ein
>Blick in die Statistiken, die allerdings nicht sehr umfassend sind --
>zum einen wegen der Dunkelziffer in Gesellschaften _mit_ Verbot, zum
>anderen wegen der fehlenden Notwendigkeit der Erfassung in solchen
>_ohne_ Verbot der Abtreibung -- zeigt, dass die Freigabe eben nicht zu
>einem massiven Anstieg der Abtreibungen führt.) Insofern ist man also
>_gegen_ Gesetze, die aus Abtreibungen Straftaten machen.
>
>

In den USA wird, so muß man anmerken, wesentlich mehr Wirbel
um die Abtreibung gemacht als hier. So werden Abtreibungskliniken
überfallen bzw. die Ärzte, die diese Abtreibungen durchführen bedroht
und ermordet. Kurzum : Die Organisationen müssen mehr verschleiern,
daß es bei ihnen darum geht, Frauen zu helfen, die abtreiben wollen
bzw. abgetrieben haben.

NadFaerber

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Im Artikel <5un3k0$k...@dinkel.civ.utwente.nl>, fai...@math.utwente.nl (U.
Faigle) schreibt:

> Ein allgemein anerkanntes
>neues, neutrales Wort fuer "Zigeuner" hat sich meines Wissens jedoch
>noch nicht eingestellt.

Nomaden ?

NadFaerber

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Im Artikel <wlrab3x...@frege.informatik.rwth---aachen.de>, Joern
Richts <ric...@frege.informatik.rwth---aachen.de> schreibt:

>
>> > Der eigene Name für das
>> > eigene Volk ist danach erst einmal begriffsidentisch mit »Mensch« --
>> > alle andere sind Tiere.

Das erklärt ein weiteres Kulturphänomen - den Kannibalismus.
Es werden praktisch keine Menschen getötet, sondern Tiere.

NadFaerber

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Im Artikel <5up4aj$4...@news.Informatik.Uni-Oldenburg.DE>, Peter
=?ISO-8859-1?Q?Br=FClls?= <p...@ecce-terram.de> schreibt:

>


>Nach unserem Verständnis. Wir können sehr wohl mit Tieren - wenn auch
>nur begrenzt - kommunizieren. Dennoch essen wir sie, was Veganern
>sauer aufstößt.

Naja, eigentlich schon einem Vegetarier. Der ißt ja schon keine Tieren
( einige nehmen gar keine tierischen Produkte zu sich ), mit der
Begründung, ihm täten die Tiere leid. Ich spreche aus Erfahrung, mir
geht es bei größeren Tieren auch so.

Ein Veganer dagegen nimmt keine tierischen Produkte zu sich oder
trägt sie ( Lederjacken oder Lederschuhe z.B ).

NadFaerber

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Im Artikel <5umi9j$d7i$1...@scorpio.in-berlin.de>, Gernot Zander
<hi...@scorpio.in-berlin.de> schreibt:

>Könnten wir über unseren Schatten springen und z.B. konsequent
>nach dem (dauerhaften) Wohnsitz gehen... So, wie wir es bei

Das wäre aber unlogisch, da nach internationalen Recht, jemand
nun mal Ausländer ist, der nicht im Land seiner Staatsangehörigkeit
lebt.

Ich möchte z.B. in ein paar Jahren in die USA gehen.
Wenn ich aber eine Greencard habe, bin ich noch lange nicht
Amerikanerin, sondern immer noch Deutsch, also Ausländerin.

Dirk Bindmann

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

> Jochen Messner <mes...@mail.com> schrieb:
>
> Kann ein Buerger Deutschlands Auslaender (aus der Sicht eines
> Deutschen) sein? Buerger von Deutschland sind doch keine
> Auslaender (in obigem Sinne).

Sogar Deutsche können in Deutschland Ausländer sein.

Ich wohne an der Grenze zu Sachsen. Von meinem Kaff fahre ich in 30
Minuten nach Leipzig. Vergangenes Jahr wollte ich mich dort in der
Uni-Bibliothek anmelden, weil das Lesen in der Deutschen Bücherei zu
umständlich ist. Einen Leserausweis bekam ich aber nicht. Wörtlich: "Sie
sind hier Ausländer."

Herzliche Grüße
Dirk

Dirk Bindmann

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Michael Kauffmann <mic...@photo.verm.tu-muenchen.de> schrieb im Beitrag
<340FD7...@photo.verm.tu-muenchen.de>...

> Als Sklaven kann man sich aber nur Personen halten, die man als Menschen
> betrachtet, auch, wenn man sie nicht so nennt. Das Verhaeltnis zu Tieren
> ist doch ein wesentlich anderes.

Vor vielen Jahren hat mir das mein Geschichtslehrer das so erklärt: Die
Römer betrachteten Sklaven nicht als Menschen, sondern als Werkzeuge. Die
"Klasse" der Werkzeuge gliederten sie in drei "Gattungen":

1. Werkzeuge in unserem Sinne
2. Werkzeuge, die arbeiten konnten: Tiere
3. Werkzeuge, die arbeiten und sprechen konnten: Sklaven

Herzliche Grüße
Dirk

Reinhold Aman

unread,
Sep 6, 1997, 3:00:00 AM9/6/97
to

WER IST NADINE FAERBER
UND WARUM TUT SIE UNS DAS AN?

Ein leicht heiterer Beitrag fuer Usenetzler(innen)

Newsgroups sind fuer mich ein neues, interessantes Gebiet, eine Art
Fernunterricht. Man liest Wichtiges und Bockmist ueber alle moeglichen
Gebiete. Beitraege wie z. B. ueber die griechischen "Zugereisten" oder
Mundartvarianten sind geschickt geschrieben und interessant. Andere
Beitraege sind schnell getippt, voellig unwichtig und strotzen von
Fehlern. Und dann gibt's die Erguesse von Nadine Faerber, eine
Sonderklasse.

Die Leser und Schreiber im Usenet kennen einander nicht, wissen nicht
wie sie aussehen, wie alt sie sind und welche Bildung und
Lebenserfahrung sie haben. Wer wie ich ueber einen Beitraegler
nachdenkt, weil seine oder ihre Mitteilungen besonders faszinierend oder
ausgesprochen doof sind, macht sich ueber die Schreiber Gedanken. Der
Leser hat aber wenige Anhaltspunkte dafuer, wer der Andere ist.

Was man auf dem Bildschirm liest, oder in einem handgeschriebenen oder
getippten Brief, reflektiert die Persoenlichkeit und Bildung des
Schreibers. Wir ziehen Rueckschluesse aus dem, wie und was die andere
Person schreibt. (Dass man sich stark irren kann, ist mir bewusst.) Wenn
jemand oft dumm daherredet und -schreibt, vermindert sich die Achtung
und der Respekt, den man anfangs fuer den Schreiber oder die Schreiberin
hatte. Andererseits freut man sich auf Beitraege von denen, die etwas zu
sagen haben, es klar ausdruecken und wenige Tippfehler machen.

Seit einigen Wochen weiss ich schon im voraus, dass die naechste
Antwort, Frage oder der Beitrag von Nadine Faerber garantiert wieder
ueberfluessig, falsch oder daemlich ist.

"Wer ist diese Person und warum schreibt sie immer so einen Mist?",
dachte ich mir schon oefters. "Weiss die denn nicht, dass sie sich fast
jedesmal blamiert?" - "Wie alt ist diese Frau bzw. dieses Maedchen?" Sie
schreibt naives Zeug und stellt naive Fragen wie eine 12jaehrige
Schuelerin, was mein erster Eindruck war. Doch neulich schrieb sie
davon, dass sie "ein altroemisches Schriftstueck" im Unterricht
uebersetzen musste. Also ist Nadine vielleicht im Gymnasium und lernt
Latein? Oder ist sie sogar eine Studentin an der Uni?

Heute frueh versuchte ich durch "Deja News" mehr ueber die
Interessengebiete dieses mysterioesen Wesens herauszufinden. Sie hat
bisher 568 Beitraege in 151 verschiedenen Newsgroups gepostet, meist je
einen Satz oder eine Frage. Stichproben zeigten, dass sie sich fuer
Hunde interessiert, fuer Punk, Musik, Medizin, Astronomie, "showbiz",
Buecher, Studium in den USA und vieles mehr. Aber, wie so oft, waren es
Fragen, die sie selbst in einem Woerterbuch oder im Brockhaus haette
nachschlagen koennen. Zum Beispiel fragte Nadine: "Wo ist das
Bewusstsein?"

Wenn ich, als alter Zyniker und Spoetter, so etwas lese, moechte ich
antworten: "Bestimmt nicht im Zeigefinger -- schau doch im Brockhaus
nach oder frag in der Bibliothek!"

In den letzten paar Tagen hat mich Nadinchen wirklich auf die Palme
getrieben mit ihren doofen Ein-Satz Beitraegen und Fragen. Als ich eine
davon beantwortete ("Wer um Gottes Willen, spricht denn so?"), indem ich
ihr antwortete, dass die letzten Sprecher vom Mittelhochdeutschen vor
600 Jahren gestorben sind, verteidigte sie Klaus und e-mailte mir: "Wie
gut, dass wenigstens Du perfekt bist. ;-)" Und ich hatte nicht einmal
ueber das fehlende Komma nach dem "Wer" gemeckert....

"Ganz im Gegenteil," schrieb ich ihm, "ich bin alles andere als
perfekt." Ich mache vielleicht Fehler in meinem Deutsch, das ich in den
letzten 40 Jahren kaum gesprochen und geschrieben habe, und ich bin
ignorant auf vielen Wissensgebieten. Doch das, was ich hier und in
anderen Sprach- und Kultur-Newsgroups beitrage, hat Hand und Fuss, ist
grammatisch und stilistisch (ziemlich) akkurat und wurde mehrmals auf
Tippfehler durchgelesen.

Im Gegensatz zu meiner Art von Beitraegen sind Nadinchens, die
anscheinend nicht einmal weiss, dass Mhd. nicht mehr gesprochen wird --
gehoert denn das nicht zum Grundwissen der Volksschueler? Fordert eine
solch naive oder daemliche Frage keine sarkastische Antwort heraus? Ich
meine, jeder stellt einmal eine dumme Frage oder sagt etwas Dummes oder
vertippt sich, aber bei Nadine ist das ueblich (usus, modus operandi).

Ihre naechsten drei Beitraege waren, wie ueblich, wieder so naiv oder
doof, dass ich mich entschloss, diesen Aufsatz zu verfassen. Ich
brauche einfach diese Katharsis.

1) Zum Thema Mundarten und wie vermurkste Mundarten viele
Dialektsprecher stoeren, schreibt sie frisch, froehlich und non
sequitur: "Das Schweizerdeutsch klingt irgendwie suess - finde ich."

Nadinchen: Erstens traegt Deine Bemerkung ueberhaupt nichts zu diesem
Thema bei. Zweitens gibt es verschiedene schweizerdeutsche Mundarten,
nicht nur ein Schweizerdeutsch. Drittens klingen manche dieser Dialekte
gar nicht "suess", sondern so rauh wie das Hollaendische (z.B. das
-ch-). Viertens ist es mir (uns) scheissegal, ob Du Schweizerdeutsch
suess findest oder nicht. Behalte doch diesen Kaese fuer Dich selbst.

2) Zum Thema, warum sich "primitive" Voelker 'Menschen' nennen, schreibt
Mamsell Faerber: "Das erklaert ein weiteres Kulturphaenomen - den
Kannibalismus. Es werden praktisch keine Menschen getoetet, sondern
Tiere."

Nadinchen: Erstens ist die Hauptcharakteristik eines Kannibalen, dass
er Menschen *frisst*, nicht *toetet*. Darum heisst ja er
"Menschenfresser", nicht "Menschentoeter". Zweitens werden Menschen
massenhaft getoetet, in Kriegen, von Terroristen und von Verbrechern,
von denen aeussert wenige Kannibalen sind. Drittens ist das ein
schlampiger Satz und Gedankenfetzen, nur so hingeworfen à la Faerber,
ohne weitere Erklaerung. Viertens essen Menschen andere Menschen aus
vielen Gruenden, nicht, weil sie Kannibalen sind und nicht nur, weil sie
die anderen als Tiere betrachten. Drei Beispiele: 1945-46 haben
Deutsche andere Deutsche getoetet, in Dosen verpackt, und dann das
Fleisch verkauft. Dieses Menschenfleisch wurde von verhungernden
Grosstaedtern verzehrt, die weder wilde Kannibalen waren, noch wussten,
dass sie Menschenfleisch assen. Beim Flugzeugabsturz in den Anden vor
ein paar Jahrzehnten haben ueberlebende Fluggaeste das Fleisch der toten
anderen Fluggaeste gegessen, um nicht zu verhungern. Und 1846 haben sich
die 47 Ueberlebenden der "Donner Party" in der Sierra Nevada (oestlich
von Sacramento) am Leben erhalten, weil sie das Fleisch der 40
erhungerten und erfrorenen Mitreisenden gegessen haben -- sogar das
Fleisch ihrer toten Kinder oder Eltern. Sie waren sich bestimmt bewusst,
dass sie Kannibalen waren, aber sie haben ihre verspeisten
Reisegefaehrten und Familienmitglieder weder getoetet noch als "Tiere"
betrachtet.

3) Zum Thema, ob es ein neutrales Wort fuer "Zigeuner" gibt, schlaegt
sie nonchalant vor: "Nomaden?"

Nadinchen, Nadinchen! Herrgottnocheinmal, bist Du wirklich so dumm oder
tust Du nur so? Oder willst Du mich gar in ein fruehes Grab jagen?

Erstens, wie jeder weiss oder wissen soll, der einen Komputer/Rechner
benutzen kann, oder wer einen Blick ins Woerterbuch wirft, sind Zigeuner
keine Nomaden, wenn auch manche noch im Pferdewagen oder im Mercedes 300
durch die Gegend ziehen. Zweitens sind Nomaden *wandernde
Hirtenvoelker*, besonders in Afrika (z.B. Tuareg) und Asien. Die
Zigeuner sind keine Hirten. Hast Du je schon deutsche Zigeuner gesehen,
die mit Kuh-, Ziegen- oder Schafherden in einem bestimmten Gebiet
umherziehen? Drittens (Woerterbuch!) kommt "Nomade" von einem
griechischen Wort, das etwa bedeutet: "der mit weidendem Vieh
umherzieht."

Von Nadines anderen Beitraegen will ich gar nicht sprechen, etwa die zum
Thema Vegetarier und ihre Einfuehrung in die Wirtschaftslehre via
BILD-Zeitung Preis.

Nadine, glaube mir, ich will Dir nicht wehtun, sondern Dir helfen, damit
Du Dich nicht dauernd blamierst. Wer weiss, und Gott verhuet, vielleicht
sitzt Du gelaehmt in einem Rollstuhl und es macht Dir eine Freude,
elektronisch hierdurch in alle Welt zu reisen. Diese Freude will ich Dir
nicht versauern mit meiner konstruktiven Kritik. Als langjaehriger
Sprachlehrer und Philologie-Professor will ich Dir nur helfen, wie ich
allen meinen Studenten geholfen habe. Deshalb mache ich Dir folgende
Vorschlaege.

Wenn Du etwas auf Deinem Bildschirm liest, das Dich interessiert, hau
nicht gleich gedankenlos einen Satz hin und ZACK!, ab ins Netz. Was Du
schreibst, kann jahrelang spaeter weltweit von Fremden gelesen werden,
die sich nur aus Deinen Beitraegen ein Bild von Dir machen koennen, die
aber nicht wissen, wie nett und huebsch und freundlich und suess und
klug Du in natura sein magst, weil sie Dich eben nur von Deinen Fragen
und Beitraegen her einschaetzen koennen. Dieser Eindruck ist, was mich
betrifft, nicht gut. Um das zu aendern, versuche bitte Folgendes:

1) Das Gehirn einschalten.
2) Den Beitrag auf dem Monitor gruendlich lesen.
3) In Woerterbuechern und Lexika nachschlagen, wenn Du ein Wort oder
einen Begriff nicht verstehst.
4) Nachdenken, ob Du zu dem speziellen Thema etwas weisst, was der
Schreiber nicht weiss, und wovon wir anderen etwas lernen koennen.
5) Wenn Dein Beitrag nur etwas ist, was Deine Freundin Gerda
Glockenschwengel in Buxtehude unheimlich interessiert, schick es ihr
lieber als e-mail.
6) Wenn es etwas Lehrhaftes oder allgemein fuer Fremde Interessantes
ist, tipp zuerst einen Entwurf.
7) Lese ihn sorgfaeltig durch. Passt der Beitrag wirklich zum Thema?
Ist die Grammatik in Ordnung? Rechtschreibung O.K.? Alle Fremdwoerter
richtig geschrieben? Hast Du alle Fremdwoerter und ausgefallenen Woerter
in Deinem Beitrag auch richtig verstanden und angewandt?
8) Wenn alles koscher zu sein scheint, mach eine Pause und trink 'ne
Tasse Tee oder ein Coke.
9) Lies nochmal Korrektur. Dein Beitrag kann noch so intelligent sein,
aber wenn er drei schlampige Tippfehler pro Abschnitt enthaelt, verliert
er viel an Wert (ausser fuer Halb-Analphabeten, Sprachschlamper und
"coole" Usenetbenutzer, die gegen die Sprachpolizei und uns Schulmeister
und Anal-Phabeten rebellieren).
10) Wirklich alles O.K.? Prima! Jetzt drueck auf die SEND Taste und
ZACK! lass Deinen Beitrag in alle Welt zischen.

Ich glaube bestimmt, wenn Du diesem Rezept folgst, wird Dein Ansehen
ungeheuer steigen. Reiche und huebsche Maenner werden Dich umschwaermen
(oder Frauen, wie dem auch sei), und Du kannst dann endlich nach Amerika
(wo Du laut Beitrag Nr. 456 studieren willst). Aber komm bitte nicht
hierher, noerdlich von San Franzisko. Ich leide oft an PES (VSS) und
koennte es Dir uebelnehmen, was Du mir mit Deinen Beitraegen angetan
hast.

Liebe Gruesse,

Dr. Reinhold Aman, Editor
Santa Rosa, CA 95402, USA

http://www.sonic.net/maledicta/
Mirror site in Dublin, Ireland, at:
http://www.ucd.ie/~artspgs/mal/

Felix Hofmann

unread,
Sep 6, 1997, 3:00:00 AM9/6/97
to

Am 5 Sep 1997 15:50:17 GMT, schrieb nadfa...@aol.com (NadFaerber) :

... Schnitt
>
>Also, für mich ist derjenige Ausländer, der keinen deutschen Paß hat.
>Wenn er oder sie eingebürgert wird, wird er o. sie Deutsche/r.
>Ganz einfach.
>
>Nadine
>

Wie war das mit den Buergern der DDR geregelt?
Wenn ich mich recht erinnere wurden sie in der Bundesrepublik von den
Behoerden nicht als Auslaender angesehen, obwohl sie keinen "deutschen"
Pass hatten, sondern bekamen ohne weiteres sofort den Pass der
Bundesrepublik.


Gruss

Felix

gwagner4

unread,
Sep 7, 1997, 3:00:00 AM9/7/97
to

Ich kann nicht glauben was Reinhold Aman hier schrieb. Ich hoffe, das ich
es nur falsch verstanden habe und es ein Joke war.

--
Gruß,
Gerd

Lan...@netcologne.de

NadFaerber

unread,
Sep 7, 1997, 3:00:00 AM9/7/97
to

>Ich kann nicht glauben was Reinhold Aman hier schrieb. Ich hoffe, das ich
>es nur falsch verstanden habe und es ein Joke war.
>
>

Er muß geistig gelähmt gewesen sein, als er dies schrieb.
Einen derartigen Mix aus Halbwahrheiten, Lügen und
Spekulationen bekommt nicht einmal die Bild-Zeitung
hin.

Peter Brülls

unread,
Sep 7, 1997, 3:00:00 AM9/7/97
to

"gwagner4" <Lan...@netcologne.de>:

> Ich kann nicht glauben was Reinhold Aman hier schrieb. Ich hoffe,
> das ich es nur falsch verstanden habe und es ein Joke war.

Wieso? Nadine Postings sind so wie er sie beschreibt und
kritisiert. Daß es sich dabei so sehr auf eine Person eingeschossen
hat, ist zwar sicherlich hart für der Person, aber ansonsten muß ich
ihm zu großen Teilen rechtgeben,

Es werden im Usenet viel zu viele dumme Fragen gestellt. Und erspart
mir das obligatorische »Dumme Fragen gibt es nicht.«


Susanne Krause

unread,
Sep 7, 1997, 3:00:00 AM9/7/97
to

Reinhold Aman <am...@sonic.net> wrote:

> WER IST NADINE FAERBER
> UND WARUM TUT SIE UNS DAS AN?

Das war aber ganz schoen gemein! *grins*

Wahrscheinlich handelt es sich wieder mal um eine Studie der Giessener
Psychologen ueber die Strapazierfaehigkeit der Netznutzer...

(Wer die nicht kennt, sollte mal in de.newusers.questions danach fragen
;-)

Liebe Gruesse,

Susie!

--
You can drift, you can dream, even walk on water, anything you want
You can own everything you see, sell your soul for complete control
Is that really what you need?
(Pink Floyd)

Jens Walter Heckmann

unread,
Sep 7, 1997, 3:00:00 AM9/7/97
to hjw, h...@ber.axime-is.fr

Am 7. September 1997 schrieb Reinhold Aman:


>
> WER IST NADINE FAERBER
> UND WARUM TUT SIE UNS DAS AN?

Dieses Posting ist in de.etc.sprache.deutsch vollkommen off-topic
(vgl. die Charta). Warum postest Du es nicht nach de.alt.flame, wenn
Du es schon durchaus posten zu muessen glaubst? :-(

Jens W. Heckmann


GerdThieme

unread,
Sep 7, 1997, 3:00:00 AM9/7/97
to

In article <341241...@sonic.net>, Reinhold Aman <am...@sonic.net> writes:

>"Wer ist diese Person und warum schreibt sie immer so einen Mist?",
>dachte ich mir schon oefters. "Weiss die denn nicht, dass sie sich fast
>jedesmal blamiert?" - "Wie alt ist diese Frau bzw. dieses Maedchen?" Sie
>schreibt naives Zeug und stellt naive Fragen wie eine 12jaehrige
>Schuelerin, was mein erster Eindruck war. Doch neulich schrieb sie
>davon, dass sie "ein altroemisches Schriftstueck" im Unterricht
>uebersetzen musste. Also ist Nadine vielleicht im Gymnasium und lernt
>Latein? Oder ist sie sogar eine Studentin an der Uni?

Nach dem, was sie selbst über sich veröffentlicht hat, ist sie Jahrgang
1975 und studiert VWL. Ich habe keine Ahnung, was VWL bedeutet, denn sie
schrieb dieses Kürzel mitten in englischem Text, so daß meine erste
Vermutung »Volkswirtschaftslehre« kaum zutreffen dürfte.

>Im Gegensatz zu meiner Art von Beitraegen sind Nadinchens

Irgendwie ist dieser Satz unvollständig. Macht aber nichts.

Ist es denn wirklich erstrebenswert, nur ausgefeilte Artikel zu haben?
Gewiss ist es ein Genuss, zu lesen, was (und wie) Jens Walter Heckmann
schreibt, um nur den einen zu nennen, der hier die fundiertesten Beiträge
liefert. Aber allein dürfte er sich ein wenig langweilen.

Mehr oder weniger naive Fragen geben anderen Gelegenheit, zu antworten.
Man kann auch kaum behaupten, daß d.e.s.d so überlaufen wäre, daß das
stören würde. Eher das Gegenteil ist der Fall. Nachdem der Spam gelöscht
ist, bleibt - von den jeweils aktuellen 2 oder 3 Endlos-Threads abgesehen -
oft nur sehr wenig übrig.

Um Reinhold Amans Spekulationen über Nadine Faerber fortzusetzen: Ich
stelle mir vor, sie ist bis jetzt ganz gut damit gefahren, andere durch
provozierende Fragen zum Reden zu animieren. Und ich sehe keinen Grund, ihr
das ausreden zu wollen.

Wer »dumme« Fragen lästig findet, muss sie ja nicht beantworten, oder?

>"Das Schweizerdeutsch klingt irgendwie suess - finde ich."

Möglicherweise gibt es in dieser Gruppe Leser, die sich für die Sympathien
und Antipathien zwischen den Sprechern verschiedener Dialekte
interessieren. Scheint mir gar nicht so off-topic zu sein, abgesehen von
der seltsamen Bezeichnung »süß«.

>Nadinchen: Erstens ist die Hauptcharakteristik eines Kannibalen, dass
>er Menschen *frisst*, nicht *toetet*. Darum heisst ja er

>"Menschenfresser", nicht "Menschentoeter". Zweitens ...

Präziser Sprachgebrauch ist nicht jedermanns Sache. Aber ich denke, man
kann Nadines mehrfachen Irrtum auch beheben, ohne sie bloßzustellen.
Abgesehen vom bereits angesprochenen Hunger-Kannibalismus wurden von
primitiven Völkern, soviel ich weiß, teils Verwandte, teils Kriegsgefangene
gegessen, um sich deren erstrebenswerte Eigenschaften oder was auch immer
einzuverleiben. Sie wurden also nicht als Tiere betrachtet, ganz im Gegenteil.

Das in christlich geprägten Kulturen zu beobachtende Ausschalten der
Tötungshemmung, auf das Nadine anspielt, ist möglicherweise nicht in allen
Kulturen erforderlich. Ein Zusammenhang mit Kannibalismus dürfte kaum bestehen.

> 8) Wenn alles koscher zu sein scheint, mach eine Pause und trink 'ne
>Tasse Tee oder ein Coke.

Wirklich bei jedem Artikelchen? Besser nicht. Nach einer Pause haben
Artikel die Tendenz, sich unmäßig aufzublähen. Man kann sie dann nur schwer
auf erträgliche Länge zurechtkürzen.

> 9) Lies nochmal Korrektur. Dein Beitrag kann noch so intelligent sein,
>aber wenn er drei schlampige Tippfehler pro Abschnitt enthaelt, verliert
>er viel an Wert (ausser fuer Halb-Analphabeten, Sprachschlamper und
>"coole" Usenetbenutzer, die gegen die Sprachpolizei und uns Schulmeister
>und Anal-Phabeten rebellieren).

Jetzt fühle ich mich angesprochen. Ich bekenne mich zur Sprachschlamperei.
Lockeren Umgang mit der Sprache finde ich erstrebenswert. Die Meinung der
Regelaufsteller interessiert mich nur dann, wenn ich aus irgendeinem Grunde
ängstlich vermeiden will, ein Komma zu viel oder zu wenig zu setzen. Solche
Arschkriecherei kommt aber mit den Jahren immer seltener vor. Auch an dem
greulich falschen Imperativ »lese« statt »lies« stoße ich mich
normalerweise nicht.

Ich denke, Gegenstand der Linguistik ist es, zu erforschen, wie gesprochen
und geschrieben wird, und die Sprachen möglichst treffend zu beschreiben.
Das gelingt manchmal recht brauchbar mit Regeln. Sind die Regeln gut, dann
können sie zur Kontrolle dienen, inwieweit etwas vom allgemeinen
Sprachgebrauch abweicht.

Oft genug werden wir Laien aber mit weltfremden Schreibtischprodukten
geplagt, beispielsweise mit der Behauptung, es gäbe im Deutschen ein
stimmhaftes s (regional möglicherweise, aber gewöhnlich nur bei
affektierter, tuntenhafter Sprechweise). Immer wieder sind es die
willkürlichen Sprachregelungsversuche, die den Ruf der Linguistik als
Wissenschaft beschädigen. Ausbaden müssen solche Dummheiten dann natürlich
auch die Schulmeister, sofern sie nicht über dem Stoff stehen, den sie lehren.

Kurz gesagt, Tippfehler und Sprachschnitzer stören die Kommunikation
wenig. Wer allzuviele macht, sollte vielleicht weniger trinken, ehe er sich
auf die Tasten wirft. Und es gibt weit schlimmeres als naive Fragen.

Gerd
--
Spam-protected address, do not expect that unsolicited email will
pass the rejection filters (unless sent from a .ch or .de site)

Reinhold Aman

unread,
Sep 7, 1997, 3:00:00 AM9/7/97
to

NadFaerber wrote:

> > Ich kann nicht glauben was Reinhold Aman hier schrieb (...)

> Er muß geistig gelähmt gewesen sein, als er dies schrieb.

> Nadine

Ach, für mich nicht mal das übliche :-) nach Deinem Namen?

Ganz im Gegenteil, Nadine, mein Geist war äußerst aktiv, angeregt von
Deiner faszinierenden Wißbegier. Gestern fand Deja News 568 Beiträge von
Dir, heute sind's schon 681.

Wer ist Nadine? Langsam entwickelt sich das Bild: durch Deja News
wissen wir jetzt, daß sie etwa 22 Jahre alt ist, eine Nichtbayerin,
Spanisch lernen wollte, das Abitur noch nicht abgeschlossen hat (?), und
Psychologie an der MIT oder der Uni München studieren will.

> Einen derartigen Mix aus Halbwahrheiten, Lügen und
> Spekulationen bekommt nicht einmal die Bild-Zeitung hin.

Bitte um Beispiele und Beweise von meinen angeblichen

a) Halbwahrheiten
b) Lügen
c) Spekulationen.

(Humorlose LeserInnen bitte jetzt wegklicken.)

Für solche Leser, die nicht todernst sind und nur auf die Charter
bestehen, noch ein paar wortwörtliche Fragen von Nadine, die jeder in
Deja News finden kann. Meine Antworten dazu in Großbuchstaben.

- Wie kann man chronische Exzeme (im Ohr) am besten behandeln?
OHR ABSCHNEIDEN UND AN VINCENT VAN GOGH DENKEN.

- Welches ist ca. der durchschnittliche IQ von Hunden?
100, AUF DER HUNDE-SKALA.

- Wer weiß wie Hunde sehen (...)?
MIT DEN AUGEN.

- Kann man Ammoniak als Feuerlöscher benutzen?
SICHER, ABER DAS STINKT FURCHTBAR.

- Warum besetzte China Tibet?
WARUM NICHT?

- Was zum Teufel ist der Unterschied zwischen Landes- und Hochverrat?
DIE WOERTER "LANDES" UND "HOCH".

- Why does have McDonald's different burgers?
WEIL DIE DURCHSCHNITTSBUERGER JEDEN MIST FRESSEN.

- Was wollte Dali mit seinen Bildern ausdrücken?
"ICH BIN EIN UNVERSTANDENES GENIE". ("SOY UN POCO LOCO".)

- Wie kann man Kunst einschließlich aller Spielarten am besten
definieren?
"KUNST" KOMMT VON "KOENNEN", NICHT "WOLLEN", SONST HIESSE SIE "WUNST".

- Was geschieht während einer Fettexplosion (in der Küche)?
KOECHIN KAPUTT.

- Wie laesst sich Schlagfertigkeit lernen bzw. ueben?
NACH BERLIN ZIEHEN.

- Ansonsten sind Supermärkte recht billig.
TOLLE EINSICHT! DARF ICH DIE MIR INS NOTIZBUCH SCHREIBEN?


-- Reinhold Aman :-) :-) :-)

Reinhold Aman

unread,
Sep 7, 1997, 3:00:00 AM9/7/97
to

GerdThieme wrote:

In article <341241...@sonic.net>, Reinhold Aman <am...@sonic.net>
writes:

> > Im Gegensatz zu meiner Art von Beitraegen sind Nadinchens.



> Irgendwie ist dieser Satz unvollständig. Macht aber nichts.

Der Satz klang mir selbst ungewoehnlich. Ich benutzte den Genitiv
statt:
"Im Gegensatz zu meiner Art von Beitraegen sind die von Nadinchen."

Was ich sagen wollte: "Der Gegensatz / das Gegenteil zu meinen Beträgen
sind Nadinchens (oder: die von Nadinchen)". Trotzdem ist dieser Satz
noch nicht perfekt, wie auch ich ....



> Ist es denn wirklich erstrebenswert, nur ausgefeilte Artikel zu haben?

Nein, bestimmt nicht. Mancher Beitrag oder manche Antwort kann sich auf
einen Satz oder ein Wort beschränken. Abwechslung ist immer gut: mal
kurz, mal lang; mal todernst, mal heiter.

> Mehr oder weniger naive Fragen geben anderen Gelegenheit, zu antworten.

Gewiß, was dem einen naiv oder dumm vorkommt, weil er das Thema kennt,
ist für einen anderen ein unbekanntes Gebiet. Gelegentliche naive
Fragen und Kommentare stören mich nicht, aber wenn eine Person an die
600 Fragen stellt, die tadellos im Lexikon erklärt sind oder die man
einfach mit ein paar Abschnitten nicht beantworten kann, weil sie zu
komplex (oder wirklich doof) sind, dann geht mir der Blutdruck rauf und
ich stöhne: "Warum stellst Du solche lächerliche Fragen?" Weitere
Beispiele ihrer Fragen sind in meiner Antwort an Frl. Faerber.

> Um Reinhold Amans Spekulationen über Nadine Faerber fortzusetzen: Ich
> stelle mir vor, sie ist bis jetzt ganz gut damit gefahren, andere durch
> provozierende Fragen zum Reden zu animieren. Und ich sehe keinen Grund, ihr
> das ausreden zu wollen.

Ob die meisten ihrer Fragen provozierend oder dämlich sind, darüber
wollen wir nicht streiten. Ich bin mir sicher, daß 90% ihrer Fragen
keinen zum Reden animierten (höchstens zum Fluchen), und daß 90% davon
ignoriert wurden. Lesen Sie/Lies bitte einmal 50-100 ihrer Fragen von
den 681 im Usenet (via Deja News). Ich weiß bestimmt, daß Sie/Du die
meisten nicht beantworten können/kannst oder wollen/willst.

> Präziser Sprachgebrauch ist nicht jedermanns Sache. Aber ich denke, man
> kann Nadines mehrfachen Irrtum auch beheben, ohne sie bloßzustellen.

Nachdem ich Dutzende von ihren 681 Beiträgen (Fragen) gelesen habe,
brauchte ich eine Katharsis. Es gibt ja viele "Nadinen" im Usenet und
WWW, beiderlei Geschlechts. Die Arme mußte halt als Sündenbock für
viele andere herhalten, die nicht viel besser sind. Wer aber 681 mal
mit dem Feuer spielt, kann sich die Finger verbrennen....

> Das in christlich geprägten Kulturen zu beobachtende Ausschalten der

> Tötungshemmung, auf das Nadine anspielt (...)

Zuviel der Ehr. Das klingt zwar wieder brutal, aber meines Erachtens
spielt Nadine auf nichts so Tiefsinninges an, denn das würde
voraussetzen, daß sie ausnahmsweise *gedacht* hat, bevor sie den Satz
tippte. Nadine tut das selten. Lesen Sie/Lies bitte ihr Zeug in Deja
News: fast alle ihrer Beiträge sind schnell hingeschmissene Sätze und
Fragen, ohne Anzeichen davon, daß ihr Hirn eingeschaltet war. Sie gibt
sogar zu, daß sie schnell tippt (und Fehler macht), damit sie "Zeit
sparen" kann. Und wozu? Damit sie zu anderen der etwa 150 Newsgroups
rasen kann, um dort weiteren Mist zu verzapfen?

Ich bitte, mich zu verstehen: Ich kenne Nadine nicht. Ich hasse sie
nicht. Sie tut mir wirklich leid, weil sie sich dauernd blamiert, ohne
daß sie sich dessen bewußt ist. Ich will ihr helfen. Was sie in den
anderen Newsgroups (Medizin, Biologie, UFO, Kochrezepte) treibt, ist mir
wurscht, aber wenn sie in dieser NG voller intelligenter Leser und
Schreiber ihren kindlichen Käse schreibt, dann protestiere ich.

> > 9) Lies nochmal Korrektur. Dein Beitrag kann noch so intelligent sein,
> > aber wenn er drei schlampige Tippfehler pro Abschnitt enthaelt, verliert
> > er viel an Wert (ausser fuer Halb-Analphabeten, Sprachschlamper und
> > "coole" Usenetbenutzer, die gegen die Sprachpolizei und uns Schulmeister
> > und Anal-Phabeten rebellieren).

> Jetzt fühle ich mich angesprochen. Ich bekenne mich zur Sprachschlamperei.
> Lockeren Umgang mit der Sprache finde ich erstrebenswert.

Darüber wollen wir uns nicht entzweien. Man kann's in beide Richtungen
hin übertreiben. Wenn's aber keine *Grund*regeln gäbe, hätten wir eine
sprachliche Anarchie und man könnte sich mit anderen nicht mehr
verständigen. Ein paar fehlende Beistriche oder Schreibvarianten
verhindern die Kommunikation nicht. Wie ich letztes Mal schrieb: man
schätzt einen Unbekannten danach ein, was und wie er (oder sie) schreibt
und projiziert automatisch das Geschriebene auf den Schreiber. Wenn der
Brief schlampig geschrieben ist, dazu auf billigem Papier und vielleicht
noch mit Marmeladespuren verschmiert, macht man sich (jedenfalls ich)
Gedanken, ob sich der Schreiber auch schlampig anzieht, schlampig
arbeitet, schlampig denkt, schlampig fährt usw.

Mit seiner Sprache, wie bei Wörterbüchern, kann man zwischen lockeren
und steifen Sprachregeln wählen. Die präskriptiven Wörterbücher
schreiben alles genau vor (Académie Française); die deskriptiven
beschreiben nur, was das Volk sagt (wie in den USA, wo fast alles o.k.
ist: schmuck, schmuk, shmuck, shmuk, shmok, schmock; word play,
word-play, wordplay). Ich bevorzuge steife Regeln, Sie/Du lockere.

> Kurz gesagt, Tippfehler und Sprachschnitzer stören die Kommunikation
> wenig. Wer allzuviele macht, sollte vielleicht weniger trinken, ehe er sich
> auf die Tasten wirft. Und es gibt weit schlimmeres als naive Fragen.

Genau. Etwa, wenn eine Sprachlehrerin fragen sollte:

"Na, Gerd, was bist Du für einer, sprachlich? Biste locker oder steif?"

MfG,

-- Reinhold

Arnulf Sopp

unread,
Sep 7, 1997, 3:00:00 AM9/7/97
to

Hallo NadFaerber und der Rest!

nadfaerber meinte am 08.09.97
in /de/etc/sprache/deutsch
zum Thema "Reinholchen ein L=FCgner ( war: Re: Wer ist Nadine Faerber? )":

> F=FCr alle :

Nein, bitte nicht f=FCr mich. In dieser Gruppe lese ich lieber andere
Sachen.

Ciao!

Arnulf

NadFaerber

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Im Artikel <341371...@sonic.net>, Reinhold Aman <am...@sonic.net> schreibt:

>man
>schätzt einen Unbekannten danach ein, was und wie er (oder sie) schreibt
>und projiziert automatisch das Geschriebene auf den Schreiber.

Da würde ich an Deiner Stelle mal ganz still sein. Im Gegensatz zu
Dir bin ich der deutschen Sprache noch mächtig.

NadFaerber

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Im Artikel <341371...@sonic.net>, Reinhold Aman <am...@sonic.net> schreibt:

>


>Zuviel der Ehr. Das klingt zwar wieder brutal, aber meines Erachtens
>spielt Nadine auf nichts so Tiefsinninges an, denn das würde
>voraussetzen, daß sie ausnahmsweise *gedacht* hat, bevor sie den Satz
>tippte. Nadine tut das selten. Lesen Sie/Lies bitte ihr Zeug in Deja
>News: fast alle ihrer Beiträge sind schnell hingeschmissene Sätze und
>Fragen, ohne Anzeichen davon, daß ihr Hirn eingeschaltet war. Sie gibt

Also Reinholchen, fange Du erst einmal an zu denken.
Du Reinholdchen, brauchtest entweder bei der Doktorarbeit
einen Ghostwriter (Du weißt was das ist Reinholdchen, oder ?)
oder Dein Professor hatte beim Lesen gerade eine Gehirnlähmung.

Reinholdchen, Du bist nichts weiter ein aufgeblähter, wichtigtuender
Klugscheißer. Soll ich Dir was sagen Reinholdchen : Deine
Meinung ist einen Schei.dreck wert, für mich und alle anderen hier.
Finde Dich damit ab, Reinholdchen, Du bist so interessant, wie ein
Reissack in China.

Überings : So etwas Wichtiges habe ich von Dir auch noch nicht
gelesen, Reinholdchen. Im Gegenteil, ich halte Dich sogar für
ziemlich leicht ersetzbar, Reinholchen, faß Dich mal an Deine eigene
Nase.

NadFaerber

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Im Artikel <341371...@sonic.net>, Reinhold Aman <am...@sonic.net> schreibt:

>r und


>Schreiber ihren kindlichen Käse schreibt, dann protestiere ich.
>
>

Dann verschwind doch Du Ar....
Jetzt bleibe ich erst recht, und wenn Du grün anläuft.

Als Du da von intelligenten Menschen gesprochen hast, hast Du doch
in erster Linie an Dich gedacht, nicht wahr Reinholdchen ? Falsch
gedacht, Du mußt sogar ziemlich dumm sein, so einen Thread zu
schreiben, Reinholdchen.

NadFaerber

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Im Artikel <34132E...@sonic.net>, Reinhold Aman <am...@sonic.net> schreibt:

>Ansonsten sind Supermärkte recht billig.
> TOLLE EINSICHT! DARF ICH DIE MIR INS NOTIZBUCH SCHREIBEN?
>
>
>

Mal wieder alles aus dem Zusammenhang gerissen...
Warum hast Du nicht mal die entsprechenden Fragen ganz
hingeschrieben ? Hattest Du vielleicht Angst, daß das einen Sinn
ergibt, dämliches Reinholdchen ?
Sicherlich, sonst hättest Du ja oben hingeschrieben, daß es oben
um Benzinpreise ging, nicht wahr, Du Lügner ?

Für alle : Mit seinem letzten Posting hat Reinholchen selbst bewiesen,
daß er falsch zitiert, lügt und Halbwahrheiten verbreitet

NadFaerber

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Im Artikel <34132E...@sonic.net>, Reinhold Aman <am...@sonic.net> schreibt:

>- Wie kann man chronische Exzeme (im Ohr) am besten behandeln?


> OHR ABSCHNEIDEN UND AN VINCENT VAN GOGH DENKEN.

Zur Information an alle :
Es ging in dem Thread um Ekzeme im Allgemeinen.
Entschuldigung, daß ich dem Rahmen eine Frage stelle und das
ganze noch in einer Medizin-Newsgroup.
Überings Reinholdchen, Du hast Ekzeme falsch geschrieben.
Du legst doch immer so Wert auf korrekte Schreibweise, also
schäm Dich, Reinholchen.


>- Wer weiß wie Hunde sehen (...)?
> MIT DEN AUGEN.

Unvollständiges Zitieren zum Zwecke der Verfälschung. Es ging um die
Weite, Schärfe, Farbe ect.


>- Kann man Ammoniak als Feuerlöscher benutzen?
> SICHER, ABER DAS STINKT FURCHTBAR.
>
>- Warum besetzte China Tibet?
> WARUM NICHT?

Wichtigtuer Reinholdchen weiß es offensichtlich auch nicht.

>- Was zum Teufel ist der Unterschied zwischen Landes- und Hochverrat?
> DIE WOERTER "LANDES" UND "HOCH".

Wichtigtuer Reinholdchen hat keine Ahnung, muß sich aber aufblasen.

>- Was wollte Dali mit seinen Bildern ausdrücken?
> "ICH BIN EIN UNVERSTANDENES GENIE". ("SOY UN POCO LOCO".)
>
>- Wie kann man Kunst einschließlich aller Spielarten am besten
>definieren?
> "KUNST" KOMMT VON "KOENNEN", NICHT "WOLLEN", SONST HIESSE SIE "WUNST".

Wichtigtuer Reinholdchen hat wieder keine Ahnung (und das trotz
seiner angeblichen Intelligenz ! ), muß sich aber wieder aufblasen,
da er daran erinnern muß, daß es ihn gibt.

>- Was geschieht während einer Fettexplosion (in der Küche)?
> KOECHIN KAPUTT.

...chemische Frage nicht beantwortet. Unser Wichtigtuer scheint
ziemlich dumm zu sein. Zudem wurde nur der Header gepostet,
um das Posting zu verfälschen.

>- Wie laesst sich Schlagfertigkeit lernen bzw. ueben?
> NACH BERLIN ZIEHEN.

... oder Dir eins in die Fre..e hauen. Macht mehr Spaß.

>- Ansonsten sind Supermärkte recht billig.


> TOLLE EINSICHT! DARF ICH DIE MIR INS NOTIZBUCH SCHREIBEN?
>

Verfälschung des Kontextes durch Lügner Reinholdchen.
Es ging um günstige Benzinpreise.

Fazit :
Reinholchen ist ein Wichtigtuer und Lügner, der meint, die Leute
in dieser Newsgroup mit Halbwahrheiten, Lügen und Spekulationen
über den Tisch ziehen zu können.

Michael Kauffmann

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

NadFaerber wrote:
>
> Im Artikel <wlrab3x...@frege.informatik.rwth---aachen.de>, Joern
> Richts <ric...@frege.informatik.rwth---aachen.de> schreibt:
>
> >> > Der eigene Name für das
> >> > eigene Volk ist danach erst einmal begriffsidentisch mit »Mensch« --
> >> > alle andere sind Tiere.
>
> Das erklärt ein weiteres Kulturphänomen - den Kannibalismus.
> Es werden praktisch keine Menschen getötet, sondern Tiere.

Nach dem, was ich bisher darueber gehoert habe, gab es sehr wenige
Kannibalen, und darunter noch weniger, die andere gegessen haben.
Manche haben ihre eigenen Alten verspeist.

Michael Kauffmann

Michael Kauffmann

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Reinhold Aman wrote:
>
> WER IST NADINE FAERBER
> UND WARUM TUT SIE UNS DAS AN?
>
> Ein leicht heiterer Beitrag fuer Usenetzler(innen)

Die Vorfreude hat sich nicht erfuellt.



> Fragen, die sie selbst in einem Woerterbuch oder im Brockhaus haette
> nachschlagen koennen. Zum Beispiel fragte Nadine: "Wo ist das
> Bewusstsein?"

Ganz ausgezeichnetes Beispiel. Die Frage "Wo ist das Bewusztsein?" ist
in jedem Lexikon so erschoepfend beantwortet, dasz eine weitere
Unterhaltung darueber voellig ueberfluessig ist.

> In den letzten paar Tagen hat mich Nadinchen wirklich auf die Palme
> getrieben mit ihren doofen Ein-Satz Beitraegen und Fragen.

^ ^

Eine unwissende Ein-Satz-Frage ist mir viel lieber als in die Laenge
gezogene Erguesse.



> Um das zu aendern, versuche bitte Folgendes:

> 4) Nachdenken, ob Du zu dem speziellen Thema etwas weisst, was der


> Schreiber nicht weiss, und wovon wir anderen etwas lernen koennen.
> 5) Wenn Dein Beitrag nur etwas ist, was Deine Freundin Gerda
> Glockenschwengel in Buxtehude unheimlich interessiert, schick es ihr
> lieber als e-mail.

Das trifft insbesondere auf Belehrungen ueber richtiges Verhalten im
Netz zu. Allerdings hat die Veroeffentlichung den Vorteil, dasz bei
fragwuerdigen Vorwuerfen das Opfer nicht unnoetig an sich zweifelt,
sondern erfaehrt, wenn die Mehrheit nichts gegen es hat.

Um noch zu einem aehnlichen Thema zu kommen:
WER IST REINHOLD AMAN?
Einer, der ankuendigt, was fuer tolle Gedichte er hat, sie dann aber
trotz zahlreicher Anfragen nicht veroeffentlicht,
einer, der seine unabhaengigen Beitraege ohne erkennbaren Grund in ein
Posting packt und an irgendeiner Stelle in irgendeinem Thread plaziert
und dabei offenbar nur die erste Zeile des von ihm Besprochenen und die
darauffolgenden Erlaeuterungen nicht gelesen hat.

Michael Kauffmann

NadFaerber

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Im Artikel <5ur0gm$1gc$1...@news00.btx.dtag.de>, HFHo...@t-online.de (Felix
Hofmann) schreibt:

>Wie war das mit den Buergern der DDR geregelt?
>Wenn ich mich recht erinnere wurden sie in der Bundesrepublik von den
>Behoerden nicht als Auslaender angesehen, obwohl sie keinen "deutschen"
>Pass hatten, sondern bekamen ohne weiteres sofort den Pass der
>Bundesrepublik.
>
>

Sie hatten keinen bundesdeutschen Pass, wohl aber einen
deutschen Pass der ehemaligen DDR. Mit einem türkischen oder
marrokanischen Pass ist das wohl deswegen schlecht zu vergleichen.

Michael Kauffmann

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Reinhold Aman wrote:
>
> bestehen, noch ein paar wortwörtliche Fragen von Nadine, die jeder in
> Deja News finden kann. Meine Antworten dazu in Großbuchstaben.

Als ich diese Sammlung gelesen habe, erkannte ich auch, dasz da ein
ausgesprochen Beschraenkter am Werk war. Seine Dummheiten sind sogar
durch Groszbuchstaben markiert.



> - Wie kann man chronische Exzeme (im Ohr) am besten behandeln?
> OHR ABSCHNEIDEN UND AN VINCENT VAN GOGH DENKEN.

Wer gesundheitliche Probleme hat, ist selbst schuld und soll die
Oeffentlichkeit nicht damit belaestigen?



> - Wer weiß wie Hunde sehen (...)?
> MIT DEN AUGEN.

Dasz andere Lebewesen voellig anders sehen koennen als er es selbst
kennt, geht ueber des Schreibers Horozont.



> - Kann man Ammoniak als Feuerlöscher benutzen?
> SICHER, ABER DAS STINKT FURCHTBAR.

Ist immerhin eien Information, mit Scherz dabei. Allerdings wuerde ich
ihr nicht trauen.



> - Warum besetzte China Tibet?
> WARUM NICHT?
>

> - Was zum Teufel ist der Unterschied zwischen Landes- und Hochverrat?
> DIE WOERTER "LANDES" UND "HOCH".
>

> - Was geschieht während einer Fettexplosion (in der Küche)?
> KOECHIN KAPUTT.

Dasz man sich in anderen Wissensgabieten (Geschichte, Recht, Chemie)
ueber Details unterhalten kann, die ueber das hinausgehen, was er sich
weisz, ist dem Philologen unvorstellbar.

Michael Kauffmann

Henry Leyh

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

NadFaerber wrote:
>
> Im Artikel <341043FB...@public.inp.uni-greifswald.de>, Henry Leyh
> <le...@public.inp.uni-greifswald.de> schreibt:
>
> >
> >AFAIK hatten sich die Römer aber an "die aus dem Süden mit der
> >komischen Farbe" bald gewöhnt. Bald wurden sie jedenfalls als - wenn
> >auch exotische - Menschen angesehen, die keineswegs nur als Sklaven
> >gebraucht wurden.
>
> Mir fiel nur zu dem Thema ein altrömisches Schriftstück ein, welches
> wir im Unterricht übersetzen mußten. Über den späteren Umgang weiß
> ich nichts genaueres, aber haben die Römer nicht alle untergebenen
> Völker als minderwertig angesehen und zum Teil versklavt ?

Das glaub ich kaum (ich bin allerdings kein Historiker). Als schlaue
Leute wußten die Römer, daß so was nicht geht. Man hat die Völker der
eroberten Gebiete einfach eingebürgert, soweit die sich das gefallen
ließen. Und die meisten ließen das, da den einfachen Menschen ziemlich
egal war, ob sie ihre Abgaben an einen Augustus oder an König
Karlheinz liefern mußten. Darüber hinaus profitierten die meisten
sicherlich auch vom kulturellen Hochstand des Römischen Reiches.

Dumm lief es natürlich für die, die sich großartig wehrten und dann
den Kürzeren zogen, und für die, die ausgerechnet dann unterworfen
wurden, wenn mal gerade Skalven-Knappheit bestand. Von der Herkunft
(ethnisch wie gesellschaftlich) hing es dann weniger ab, ob jemand
versklavt wurde. Das sieht man daran, daß es genauso gut germanische
Sklaven gab wie auch griechische oder afrikanische.

Zu allem muß man natürlich sagen, daß das Römische Reich ja eine ganze
Weile bestand und jeder seiner Herrscher seine eigenen Ansichten
vertrat, wen man nun erobern und was man mit demjenigen dann machen
mußte.

Ich glaube, langsam sind wir etwas off-topic, oder?

Gruß,
Henry

Susanne Krause

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

NadFaerber <nadfa...@aol.com> wrote:

> Dann verschwind doch Du Ar....
> Jetzt bleibe ich erst recht, und wenn Du grün anläuft.
>
> Als Du da von intelligenten Menschen gesprochen hast, hast Du doch
> in erster Linie an Dich gedacht, nicht wahr Reinholdchen ? Falsch
> gedacht, Du mußt sogar ziemlich dumm sein, so einen Thread zu
> schreiben, Reinholdchen.

Ganz schlechter Stil. Wie die anderen 4 Postings von Dir zu diesem
Deinem Thema auch...

Erst (Gehirn) einschalten, dann (Usenetzugang) anmelden...

*PLONK*

Konrad

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Michael Kauffmann <mic...@photo.verm.tu-muenchen.de> wrote:

> > Fragen, die sie selbst in einem Woerterbuch oder im Brockhaus haette
> > nachschlagen koennen. Zum Beispiel fragte Nadine: "Wo ist das
> > Bewusstsein?"
>

> Ganz ausgezeichnetes Beispiel. Die Frage "Wo ist das Bewusztsein?" ist
> in jedem Lexikon so erschoepfend beantwortet, dasz eine weitere
> Unterhaltung darueber voellig ueberfluessig ist.

Vielleicht ist Nadine etwas kritischer dem Schulwissen gegenüber
eingestellt. Es ist natürlich leicht, einer Theorie zu folgen, die in
einem Buch steht. Daß etwas abgedruckt ist, heißt noch lange nicht, daß
es wahr ist. So fand ich unter anderem unter dem Begriff <Bewußtsein>:
"...gebunden an materielle Prozesse im zentralen Nevensystem...". Dem
kann ich persönlich nicht zustimmen. Vielleicht wollte Nadine eine
ähnlich Diskussion über dieses Thema?

Konrad

Michael Kauffmann

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Susanne Krause wrote:

>
> NadFaerber <nadfa...@aol.com> wrote:
>
> > Als Du da von intelligenten Menschen gesprochen hast, hast Du doch
> > in erster Linie an Dich gedacht, nicht wahr Reinholdchen ? Falsch
> > gedacht, Du mußt sogar ziemlich dumm sein, so einen Thread zu
> > schreiben, Reinholdchen.

> Ganz schlechter Stil. Wie die anderen 4 Postings von Dir zu diesem
> Deinem Thema auch...

Bei isolierter Betrachtung schon. Es ist aber nur eine Nachahmung von
R.A., der das mindestens zwanzigmal so lang durchzieht und ernst meint.
Auszerdem ist es sein Thema.

Michael Kauffmann

Henry Leyh

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Bis jetzt hielt ich Nadine für eine überaus neugierige und bisweilen
etwas vorlaute Schülerin, die sich mit Begeisterung des Internets
bedient und dabei manchmal vielleicht etwas unüberlegt (Alter
bedenken!) plappert, aber keinem wehtut und wohl auch kaum jemandem
auf den Kranz geht. Zumindest scheint sie die Antworten auf ihre
Postings wirklich zu lesen und sich auch einen Kopp darüber zu machen,
in dem IMO mehr drin ist als in dem des deutschen
Durchschnitts-Gymnasiasten.

Nach Deinem Kommentar überdenke ich das jetzt noch mal... So, fertig!
Komisch, meine Meinung hat sich nicht geändert.

Gruß,
Henry

Henry Leyh

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Wobei es durchaus eine enorme Ehre bedeuten konnte, aufgegessen zu
werden. Man schnabulierte die Kollegen (gefangene Feinde oder Opfer
aus den eigenen Reihen) ja nicht aus Hunger weg, sondern um deren
geistige und körperliche Kraft in sich aufzunehmen, weswegen auch kaum
komplette Menschen verspeist wurden, sondern nur die "wichtigen"
Organe, wie Herz, Hirn usw.

Gruß,
Henry

Peter Backhaus

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Susanne Krause wrote:
>
> NadFaerber <nadfa...@aol.com> wrote:
>
> > Dann verschwind doch Du Ar....
> > Jetzt bleibe ich erst recht, und wenn Du grün anläuft.
> >
> > Als Du da von intelligenten Menschen gesprochen hast, hast Du doch
> > in erster Linie an Dich gedacht, nicht wahr Reinholdchen ? Falsch
> > gedacht, Du mußt sogar ziemlich dumm sein, so einen Thread zu
> > schreiben, Reinholdchen.
> Ganz schlechter Stil. Wie die anderen 4 Postings von Dir zu diesem
> Deinem Thema auch...
>

Das stimmt zwar. Dennoch sind auch die persoenlichen Beleidigungen des
Doktors Reinhold, auch wenn sie vielleicht subtiler formuliert sind, im
Rahmen dieser Newsgroup VOELLIG UNANGEBRACHT. Bitte tragt Euren Streit
per e-mail aus und verschont uns mit Euren Ausfaellen! M.E. besteht fuer
dieses Thema kein öffentliches Interesse - mich jedenfalls haben die
Beitraege von NadFaerber nicht derartig gestoert, dass man sie dafuer
oeffentlich schulmeistern muesste.

Peter

Reinhard Gonaus

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

On 5 Sep 1997 13:37:26 GMT, wal...@t-online.de (Dirk Bindmann) wrote:

>Vor vielen Jahren hat mir das mein Geschichtslehrer das so erklärt: Die
>Römer betrachteten Sklaven nicht als Menschen, sondern als Werkzeuge. Die
>"Klasse" der Werkzeuge gliederten sie in drei "Gattungen":
>
>1. Werkzeuge in unserem Sinne
>2. Werkzeuge, die arbeiten konnten: Tiere
>3. Werkzeuge, die arbeiten und sprechen konnten: Sklaven
>
Das ist aber schon eine sehr ungenaue Erklärung, denn Sklaven konnten
immerhin:
persönlichen Besitz erwerben
sich selber freikaufen
frei gelassen werden

Reinhard


Michael Kauffmann

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Konrad wrote:
>
> Michael Kauffmann <mic...@photo.verm.tu-muenchen.de> wrote:
>
> > > Fragen, die sie selbst in einem Woerterbuch oder im Brockhaus haette
> > > nachschlagen koennen. Zum Beispiel fragte Nadine: "Wo ist das
> > > Bewusstsein?"
> >
> > Ganz ausgezeichnetes Beispiel. Die Frage "Wo ist das Bewusztsein?" ist
> > in jedem Lexikon so erschoepfend beantwortet, dasz eine weitere
> > Unterhaltung darueber voellig ueberfluessig ist.
>
> Vielleicht ist Nadine etwas kritischer dem Schulwissen gegenüber
> eingestellt.
> Daß etwas abgedruckt ist, heißt noch lange nicht, daß
> es wahr ist.

Anscheinend ist nicht deutlich geworden, dasz ich genau das ausdruecken
wollte.
Wobei ich gedacht haette, dasz sich ein serioeses Lexikon da nicht
einmal so konkret aeuszert.

Michael Kauffmann

NadFaerber

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Im Artikel <5untn4$vg1$1...@news01.btx.dtag.de>, wal...@t-online.de (Dirk
Bindmann) schreibt:

>Einen Leserausweis bekam ich aber nicht. Wörtlich: "Sie
>sind hier Ausländer."
>
>

Wie konnte denn das passieren ?

Mal ganz davon abgesehen, hätte ich die Angestellte an Deiner
Stelle bei der Polizei deswegen angezeigt.

It is loading more messages.
0 new messages