neulich sah ich in einer Zeitschrift ein Cartoon über die Sprache der
Jugend, der ungefähr so aussah:
Lehrerin: "Hello, I'm your new Englisch teacher. Which words do you already
know?"
Schüler: "go home lady, punk rock, skateboard, big mac, pussy, son of a
b**, sh**, assh***, "F***, M**f**," und noch mehr Wörter, die im Usenet
vielleicht nicht so angebracht sind.
Ist es denn wirklich so schlimm, daß sich im Laufe der Zeit Wörter dieser
Art durchgesetzt haben und öfters benutzt werden als die altbackenen
hochdeutschen Wörter? Und wie wird sich die deutsche Sprache entwickeln,
wenn sie so "im Konkurrenz" zur englischen steht und auch von ihr beeinflußt
wird?
Mich würde es interessieren, was ihr davon haltet und wie eure Meinungen
dazu sind.
Auf Antworten wartend,
Gruß,
Li
In einer sprachlichen Newsgroup - wo über den Gebrauch genau
dieser Wörter diskutiert werden soll - sind diese
selbstverständlich angebracht und völlig on-topic. Ich
ersuche daher um vollständige Schreibung der Wörter; unter
"M**f**" kann ich mir beim besten Willen nichts vorstellen.
>Ist es denn wirklich so schlimm, daß sich im Laufe der Zeit
>Wörter dieser Art durchgesetzt haben und öfters benutzt
>werden als die altbackenen hochdeutschen Wörter?
Kann es sein dass Du eine Karikatur mit einer Untersuchung
verwechselst, die einigermaßen nachprüfbare Inhalte bringt?
>Und wie wird sich die deutsche Sprache entwickeln, wenn sie
>so "im Konkurrenz" zur englischen steht und auch von ihr
>beeinflußt wird?
>Mich würde es interessieren, was ihr davon haltet und wie
>eure Meinungen dazu sind.
Deja.com ist Dein Freund. Das Thema keht alle paar Wochen
wieder. Sukkus der Diskussion: Für die einen bricht schon
längst das Abendland zusammen; die anderen halten die
Sprache für widerstandsfähig genug, alle paar Jahre ein paar
wechselnde Modewörter oder Anglizismen auszuhalten.
Michael
(Ich neige der zweiten Ansicht zu.)
Motherfucker.
--Volker
>Kann es sein dass Du eine Karikatur mit einer Untersuchung
>verwechselst, die einigermaßen nachprüfbare Inhalte bringt?
>
Hallo Michael,
"verwechseln" ist vielleicht nicht ganz das passende Wort dafür. Ich habe
lediglich versucht, diese Karikatur, wie du sie bezeichnest (es war eher ein
Comicstreifen) mit einer Untersuchung in Verbindung zu bringen, da beide
IMHO das Wesentliche der Thematik zum Vordruck bringen.
>
>Deja.com ist Dein Freund.
Danke für den Tip (bzw. Tipp nach der RSR)
>Sukkus der Diskussion: Für die einen bricht schon
>längst das Abendland zusammen; die anderen halten die
>Sprache für widerstandsfähig genug, alle paar Jahre ein >paar wechselnde
Modewörter oder Anglizismen auszuhalten.
>
Übrigens bin ich auch der Meinung, daß die Sprache widerstandsfähig genug
ist, um nicht ihre Wurzeln zu verlieren und ganz in der Welle der Modewörter
unterzutauchen. Ich wollte mir aber auch die Meinung anderer anhören, die
vielleicht der ersten Ansicht sind.
Gruß,
Li
Geht's da nicht mehr um englische vulg-Ausdrücke in der Jugendsprache und
nicht um Anglizismen/Lehnwörter (Usenet) an sich?
David
Martin Hensel
natürlich geht es auch um "englische vulg-Ausdrücke", vor allem in der
Jugendsprache. Ich habe dieses Cartoon auch nur als Beispiel, oder besser
als Anstoß für eine Diskussion genommen, da es IMHO letztendlich doch darauf
hinausläuft, daß immer mehr Ausdrücke aus dem Englischen übernommen werden.
Es waren auch "normale" Wörter wie Skateboard oder Big Mac dabei, die
inzwischen bei uns schon jeder in den Mund nimmt, weil sie gar nicht mehr
als importierte Wörter angesehen werden....
Gruß,
Li
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