"Ich war duschen". Was ist das fuer eine grammatische Form -
sein + Infinitiv ? Sowas habe ich aber im Sprachkurs nicht gelernt.
Gruss
--
Nan-shan Chen get...@get.uni-paderborn.de
n84...@pbhrzx.uni-paderborn.de private: ro...@slim.ms.sub.org
>Hi,
>"Ich war duschen". Was ist das fuer eine grammatische Form -
>sein + Infinitiv ? Sowas habe ich aber im Sprachkurs nicht gelernt.
Ich bin erst schwimmen gewesen, dann bin ich duschen gegangen, danach war ich
essen.
Ich bin einkaufen. Lass mich erst zur Ruhe kommen.
Ich weiss nicht, was das fuer 'ne Form ist, aber ich benutze sie ohne Probleme.
Michael
Das ist ueberhaupt keine Form. Der Ausdruck kommt wohl daher, dass man
zum Duschen unter die Dusche geht. Also: Ich war unter der Dusche - Ich
war beim Duschen - Ich war duschen; Ich war beim Essen - Ich war essen;
Ich war im Schwimmbad - Ich war beim Schwimmen - Ich war schwimmen usw.
--
Gruss
Marko
--------------------------------------------------------------
Marko Erdnuess - EDV-Uebersetzungen - Localisation - Manuals
v/f +49.8165.66430 - v +49.172.8985368 - priv +49.8165.66724
INet:erdn...@cube.net - CI$:100143,2127 - BTX:0816566430-0001
Hirtenweg 43b - 85375 Neufahrn bei Freising - BR Deutschland
--------------------------------------------------------------
: >Hi,
: >"Ich war duschen". Was ist das fuer eine grammatische Form -
: >sein + Infinitiv ? Sowas habe ich aber im Sprachkurs nicht gelernt.
: Ich bin erst schwimmen gewesen, dann bin ich duschen gegangen, danach war ich
^^^^^^^^
: essen.
Für mich klingt in der Formulierung »Ich bin duschen« immer
noch ein »gegangen« mit. Allerdings hat sich wohl bei Formen
wie »Ich bin schwimmen gewesen« die Verwendung von sein etwas
verselbständigt. Das liegt vielleicht auch daran, daß sein den
Verben der Bewegung nahesteht.
Im Prinzip haben wir also hier die Verwendung von Verben der Bewegung
als Hilfsverben. Insofern ist »I was taking a shower« mehr eine
sinngemäße Übersetzung, denn es handelt sich nicht wirklich um eine
Verlaufsform.
--
Ulf Andrick
u...@strix.ruessel.sub.org
> "Ich war duschen". Was ist das fuer eine grammatische Form -
> sein + Infinitiv ? Sowas habe ich aber im Sprachkurs nicht gelernt.
Ich vermute mal, daß es sich hierbei um eine eliptische Konstruktion
handelt, wobei die lange Form etweder ein meist unpassendes
Plusquamperfekt sein müsste, (Naemlich: ich war duschen gewesen) oder es
fehlt lediglich eine Praeposition.
cj
____________________________
UUCP: cj...@tonne.mayn.sub.de
Chan-jo Jun, Wuerzburg
____________________________
## CrossPoint v3.02 ##
>n84...@pbhrzx.uni-paderborn.de meinte am 10.02.95
>zum Thema "Ich war duschen =? I was taking a shower":
>> "Ich war duschen". Was ist das fuer eine grammatische Form -
>> sein + Infinitiv ? Sowas habe ich aber im Sprachkurs nicht gelernt.
>Ich vermute mal, daß es sich hierbei um eine eliptische Konstruktion
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>handelt, wobei die lange Form etweder ein meist unpassendes
>Plusquamperfekt sein müsste, (Naemlich: ich war duschen gewesen) oder es
>fehlt lediglich eine Praeposition.
Kannst Du bitte mal erklaeren, was eine "eliptische Konstruktion" heisst?
: Das ist ueberhaupt keine Form. Der Ausdruck kommt wohl daher, dass man
: zum Duschen unter die Dusche geht. Also: Ich war unter der Dusche - Ich
: war beim Duschen - Ich war duschen; Ich war beim Essen - Ich war essen;
: Ich war im Schwimmbad - Ich war beim Schwimmen - Ich war schwimmen usw.
Natuerlich ist es eine Form.
sein + gerundiv
______________________________________________________________________________
email juergen...@student.uni-tuebingen.de * tis Email producedet buy
finger zxm...@hp17.zdv.uni-tuebingen.de * nativ germanic Sbeeker !
______________________________________________________________________________
: Kannst Du bitte mal erklaeren, was eine "eliptische Konstruktion" heisst?
Ellipse ist allgemein eine Auslassung von Satzteilen.
Moeglich, dass dieses Beispiel hilft.
Moeglich ist, dass dieses Beispiel hilft.
Was tun?
Was sollen wir tun?
Hansi
--
Hans-Christoph Wirth email: wi...@informatik.uni-wuerzburg.de
Veitshoechheim email: ha...@dianoia.mayn.sub.de
Tel/Fax +49-931-960543 AX.25: dg9nfe@db0fp.#bay.de
char*i="$ @V63:4\\@^\"";main(k){putchar(~*i++-'`')*!!(*(i+=k)^'^')&&main(-k);}
>
> >Ich vermute mal, daß es sich hierbei um eine elliptische Konstruktion
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> >handelt, wobei die lange Form etweder ein meist unpassendes
> >Plusquamperfekt sein müsste, (Naemlich: ich war duschen gewesen) oder es
> >fehlt lediglich eine Praeposition.
>
> Kannst Du bitte mal erklaeren, was eine "elliptische Konstruktion" heisst?
gerne.
Ellipse (griech. elleipsis = Auslassung, Mangel), in der Stilistik die
Weglassung minder wichtiger, aus dem Sinnzusammenhang leicht ersichtl.,
ergaenzbarer und fuer die vollstaendige syntakt. Konstruktion notwendiger
Wuerter innerhalb eines Satzes. [...] z.B. "Was (machen wir) nun?" oder
"Je schnelle (du kommst), um so besser (ist es)!"
Sonderform -> Aposiopese.
aus v. Wilpert. Sachwoerterbuch der Literatur.
ciao
chan-jo
>>Ich vermute mal, daß es sich hierbei um eine eliptische Konstruktion
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>Kannst Du bitte mal erklaeren, was eine "eliptische Konstruktion" heisst?
Das ist eine Form mit Auslassung (Elipse).
Gab's im Lateinischen oft. Da fehlte dann "esse" (== sein).
Michael
: : [was auch immer]
: Natuerlich ist es eine Form.
: sein + gerundiv
Ist dieser Begriff in diesem Zusammenhang in der deutschen Grammatik
etabliert? Im Lateinischen würde bei Verben der Bewegung (die in
einigen Bsp. hier vorkamen und mit denen ich diese Form in
Zusammenhang sehe) doch wohl Supin I stehen. »Er ging schwimmen«
hieße also »natatum venit«, wenn ich das richtig zusammenkriege.
Wie man »er war schwimmen« übersetzen würde, weiß ich nicht, aber
doch wohl kaum mit »natandus erat« (»er war zu schwimmen«, der
passivische Aspekt des Gerundivums paßt hier überhaupt nicht).
--
Ulf Andrick
u...@strix.ruessel.sub.org
Juergen> Marko Erdnuess (erdn...@cube.net) wrote: : Nan-shan Chen
Juergen> (n84...@pbhrzx.uni-paderborn.de) schrieb:
: > "Ich war duschen". Was ist das fuer eine grammatische Form -
: > sein + Infinitiv ? Sowas habe ich aber im Sprachkurs nicht gelernt.
: Das ist ueberhaupt keine Form. Der Ausdruck kommt wohl daher, dass man
: zum Duschen unter die Dusche geht. Also: Ich war unter der Dusche - Ich
: war beim Duschen - Ich war duschen; Ich war beim Essen - Ich war essen;
: Ich war im Schwimmbad - Ich war beim Schwimmen - Ich war schwimmen usw.
Juergen> Natuerlich ist es eine Form.
Juergen> sein + gerundiv
Hmm, Gerundiv = Infinitiv? Hab ich irgendwie anders in Erinnerung.
und tschues
Burkhard
--
Burkhard Knopf and when they say 'take of his body'
e-mail: I think I'll take from mine instead
kn...@tlaloc.in.tu-clausthal.de "Icicle" - Tori Amos
>n84...@pbhrzx.uni-paderborn.de meinte am 14.02.95
>zum Thema "Re: Ich war duschen =? I was taking a shower":
>Ellipse (griech. elleipsis = Auslassung, Mangel), in der Stilistik die
>Weglassung minder wichtiger, aus dem Sinnzusammenhang leicht ersichtl.,
>ergaenzbarer und fuer die vollstaendige syntakt. Konstruktion notwendiger
>Wuerter innerhalb eines Satzes. [...] z.B. "Was (machen wir) nun?" oder
>"Je schnelle (du kommst), um so besser (ist es)!"
>Sonderform -> Aposiopese.
>aus v. Wilpert. Sachwoerterbuch der Literatur.
Danke. Die Erklaerung einer elliptischen Konstruktion fuer
Ich war duschen.
koennte sich zwar durchsetzen, scheint mir nicht aber ganz plausibel.
(Kann man auch "zu sein" auslassen???) Ich habe eben auch im DUDEN
(mit grossem Umfang fuer Ellipse) und "Syntax der Deutschen Sprache"
(Jan van Dam) nachgeguckt.
Einige der Beispiele:
Grusse: Guten Tag! Gute Nacht! Mahlzeit!
Kurze Mitteilung: Keine Zeit! Still! Her mit dem Buch! Eintritt verboten!
Kommandos: Nicht hinauslehnen! Weg(ge)treten! das Gewehr ueber!
Ausrufe: Achtung! Unsinn! Ach wo! Na, und ob! Weg mit ihm!
Aufschriften: Abschied von der Freiheit, Griff nach dem Fernsehen
Anzeigen: Wohin in den Sommerferien?
Wuenche: Gott bewahre, Gebe Gott
Wetterbericht: zunehmende Bewoelkung
(aus Jan van Dam)
Hilfe! (=Ich brauche Hilfe!)
Feuer! (=Dort ist Feuer!)
Herein! (=Kommen Sie herein!)
Wunderbar! (=Das ist wunderbar!)
Willkommen! (=Seien Sie uns willkommen!)
Guten Tag (=Ich wuenche Ihnen einen guten Tag!)
Hunger! (=Ich habe Hunger!)
Geduld! (=habe Geduld!)
[Ich] Danke schoen.
[Ich] Komme sofort.
[Das] Wird erledigt.
Wozu [ist] diese grosse Muehe [erforderlich]?
Er will heute nach Frankfurt [fahren].
Sie ist noch nocht 16 Jahre [alt].
Lass das [sein]!
[Du kannst mich mal. Ich habe danach umgefragt. Die Leute haben's
verschieden ergaentzt. Gibt es denn eine "korrekte" Fortsetzung?]
Wenn du mich fragst, [dann antworte ich,] es war um 9 Uhr.
Welchem Ideal man auch huldigt, [ist hier gleichgueltig,] man muss .....
Hast [du] mich denn auch lieb? fragte sie. (H. Hesse)
...dass, das persoenlich Unbehagen, das ihm zugefuegt worden [war], (Musil)
Die Herren wuesste, dass er gegen die Welt hier oben manches auf dem Herzen
habe, sooft er es sich bereits davon heruntergeredet [habe]. (Th. Mann)
Stefan faehrt nach Italien, Ines an die Nordsee.
.........
(aus DUDEN 4)
Ich habe kein Beispiel von Elippse einer einzigen Praeposition bzw.
(Praeposition + Artikel) gefunden. Mann kann das Subjekt, Finitum,
..., sogar alles ausser dem Objekt ersparen nach den Beispielen.
Keine Suggestion aus denen, dass man nur "am" auslaesst. Es
handelt sich bestimmt nicht nur um Ellipse von "am", sondern auch
das Infinitiv, das folgt.
Ich war [am] Duschen.
Ich war [im] Kino. ????
Und soll es
Ich war duschen [gegangen]. ?
sein? Eine "Ellipse", die eine Tempusverschiebung verursacht, waere
nicht gerade guenstig. Das macht man praktisch wahrscheinlich auch
nicht.
Was ich jetzt gerne wuesste ist, in welchem Kontext diese Konstruktion
normalerweise erscheint. Oder wird's eigenstaendig benutzt?
Ich war duschen, als Du ..... ???
Mir sind zwei Sachen wichtig:
1. Uebersetzung, Aequivalenz in anderen Sprachen.
2. Kategorisieren dieser Spracherscheinung.
Ich bin kein native speaker dieser Sprache. Uebrigens, woran
aus meinem Schreiben erkennt ihr, dass ich kein native speaker
bin?
In article <n84261.7...@pbhrzx.uni-paderborn.de> n84...@pbhrzx.uni-paderborn.de (Nan-shan Chen) writes:
cj...@tonne.mayn.sub.de (Chan-jo Jun) writes:
[...] (wirklich viel)
Ich war [am] Duschen.
Ich war [im] Kino. ????
Und soll es
Ich war duschen [gegangen]. ?
sein? Eine "Ellipse", die eine Tempusverschiebung verursacht, waere
nicht gerade guenstig. Das macht man praktisch wahrscheinlich auch
nicht.
Was ich jetzt gerne wuesste ist, in welchem Kontext diese Konstruktion
normalerweise erscheint. Oder wird's eigenstaendig benutzt?
Ich war duschen, als Du ..... ???
Ich finde ich war duschen bedeutet das selbe wie ich duschte.
Aber vom Stil her scheint mir ich duschte zu geschraubt, ich war
duschen eher umgangssprachlich.
Mir sind zwei Sachen wichtig:
1. Uebersetzung, Aequivalenz in anderen Sprachen.
2. Kategorisieren dieser Spracherscheinung.
Kategorisieren würde ich das so, das die normalan Vergangenheits-
formen in der Umgangssprache immer seltener werden. Stattdessen
lieber was mit Hilfsverben. Wie ich bin gegangen statt ich ging usw.
Ich bin kein native speaker dieser Sprache. Uebrigens, woran
aus meinem Schreiben erkennt ihr, dass ich kein native speaker
bin?
Du machst weniger Fehler wie ein durschnittlicher Deutscher.
^^^ ;-)
Gruss
Tschö Lutz
---
»Das ist vielleicht eine Schinderei«, sagte Arthur müde,
»das einzige Wort das sie kennen ist >Grunz<, und das können
sie nicht buchstabieren.«
: Ich bin kein native speaker dieser Sprache. Uebrigens, woran
: aus meinem Schreiben erkennt ihr, dass ich kein native speaker
: bin?
> "Ich war duschen". Was ist das fuer eine grammatische Form -
> sein + Infinitiv ? Sowas habe ich aber im Sprachkurs nicht gelernt.
^^^^^^^^^^^^^
Hallo,
nicht Dein Ausdruck, sondern der Inhalt verraet Dich :-)
ME>> "Ich war duschen". Was ist das fuer eine grammatische Form -
ME>> sein + Infinitiv ? Sowas habe ich aber im Sprachkurs nicht gelernt.
ME>Das ist ueberhaupt keine Form.
:-))))
Ich halte es eher für analog zu "ich gehe duschen/essen/schlafen", was auch im
Sprachkurs gelernt wird, aber m.W. nur mit Verben der Bewegung. Eine Bewegung
ist aber semantisch im Beispiel implizit enthalten, da es (mit) um eine
Erklärung geht, _wo_ man gewesen ist bzw. zwischendurch hingegangen ist. Ich
würde nämlich nicht sagen "ich war essen", wenn ich die ganze Zeit in der Küche
geblieben bin, sondern nur, wenn ich dazu weggegangen bin.
Ciao, OC
n84...@pbhrzx.uni-paderborn.de schrieb am 19.02.95 zum
Thema: "Re: Ich war duschen =? I was taking a shower":
[...]
> Ich bin kein native speaker dieser Sprache. Uebrigens, woran
> aus meinem Schreiben erkennt ihr, dass ich kein native speaker
> bin?
1. Am urdeutschen Namen :-)
2. An vielen seltsamen Wortzusammenstellungen, die so kein deutscher
Muttersprachler waehlen wuerde.
3. Typisch fuer Fremdsprachler sind Genusfehler.
(a)
> Danke. Die Erklaerung einer elliptischen Konstruktion fuer
> [...]
> koennte sich zwar durchsetzen, scheint mir ...
(b)
> ... "zu sein" ...
Der Infinitiv
(c)
> (Jan van Dam) nachgeguckt.
^^^
Wie man gucken schreibt, wissen die wenigsten Deutschen, leider.
(d)
> ... Ich habe danach umgefragt.
Das Verb "umfragen [nach]" gibt es im Deutschen eigentlich nicht, obwohl
die Konstruktion an sich wahrscheinlich korrekt ist. Trotzdem hoert sich
das fuer einen Deutschen fremd und aufgesetzt an.
Wir wuerden eher mit der reflexiven Wendung "sich umhoeren [nach]" oder
plumper mit "eine Umfrage machen" arbeiten.
(e)
> ... Die Leute haben's verschieden ergaentzt.
^^^^^^^
Solche Verbindungen zweier Worte sind im englischen Sprachraum typisch und
haeufig, werden aber im Deutschen - obwohl korrekt - sehr viel seltener
benutzt.
Nur fuer die 3. Person Singular Neutrum ("es") gibt es diese Form in der
gesprochenen Sprache haeufiger: "ist's", "hat's", "wird's", ....
Der Fehler bei "ergaenzt" faellt zwar auf, ist aber ein haeufiger Fehler
auch bei Muttersprachlern.
(f)
> Ich habe kein Beispiel von Elippse einer ...
(g)
> ... Mann kann das Subjekt...
Das passiert aber auch Deutschen inzwischen haeufiger.
(h)
> [man kann] ... ersparen nach den Beispielen.
Man kann sich etwas [er]sparen (reflexiv).
Ausserdem ist die Satzstellung ungewoehnlich: "nach den Beispielen" wird
normalerweise direkt vor oder hinter das Hilfsverb "koennen" gestellt oder
oder in einen Nebensatz verpackt, wenn es am Satzende stehen soll.
(i)
> Keine Suggestion aus denen, dass man ...
(j)
> Es handelt sich bestimmt nicht nur um Ellipse von ...
Das Auslassen des un- oder bestimmten Artikels im Singular ist im
Deutschen nicht ueblich. Im Plural "Ellipsen" steht kein Artikel.
(k)
> ... sondern auch das Infinitiv, das folgt.
{der,dem,den} Infinitiv, der folgt.
(l)
> Und soll es
>
> Ich war duschen [gegangen]. ?
>
> sein?
Nicht falsch, aber ungewoehnlich. Ein Deutscher wuerde statt "sein" eher
"heissen" sagen.
-cr
--
Christoph Rimek, Kiel, Germany (+49 431 18307) chr...@toppoint.de
(.....)
>> Ich bin kein native speaker dieser Sprache. Uebrigens, woran
>> aus meinem Schreiben erkennt ihr, dass ich kein native speaker
>> bin?
>
>1. Am urdeutschen Namen :-)
>2. An vielen seltsamen Wortzusammenstellungen, die so kein deutscher
> Muttersprachler waehlen wuerde.
>3. Typisch fuer Fremdsprachler sind Genusfehler.
>
Tja, mir ist der(? wenn ich "Punkt" im Sinne hab) zweite am schwierigsten,
was ich eigentlich von Euch erwartet hab'. Dazu gehoeren meines erachtens:
1. Wortauswahl.
2. Wortreihenfolge im Satz.
Als Erwachsener Fremdsprachler muss ich die Sprache leider sehr analytisch
lernen und benutzen. Es gibt keinen anderen Weg zum kurzzeitigem Erfolg.
Bekannte von mir koennen meinstens den Hund nicht ausgraben. Oder sie haben
vielleicht auch keine Lust, die ganze Zeit mit der Grammatik auseinander-
zusetzen.
Als ich in der Schule Englisch lernte, glaubte ich nicht an die Flexsion.
D.h. Die Flexion war mir nur eine Sache der Englischklausuren. Bis ich
eines Tages den Satz
"You son of bitches!" (Oder ~Ihr A.....OE...e")
im Fernsehen gehoert habe (Untertitel bei uns) und endlich richtig kapiert
hab. Wenn Plural sein muss, dann muss er eben sein. "Also so ernst
meinen sie's auch in so einem aufgeregtem Zustand", dachte ich. Der
Mechanismus ist also fest eingebaut udn man braucht keine Extraueberlegung
um zu declinieren. Ihr habt das Problem allerdings nicht. Meine Mutter-
sprache (Taiwanesisch/Chinesisch) wird dagegen TOTAL ohne Flexionen
gesprochen, was Euch kaum vorstellbar ist.
Deine Bemuehungen, aller exotischen Erscheinungen in meiner Post auszusuchen,
sind daher *SEHR* wichtig.
Wer Lust hat, versucht bitte, staendig in meiner Post Haare zu spalten.
Dafuer werde ich sehr dankbar sein und ich werde Euch irgendwann mal eins
ausgeben. :)
>(i)
>> Keine Suggestion aus denen, dass man ...
>
>(j)
>> Es handelt sich bestimmt nicht nur um Ellipse von ...
>
>Das Auslassen des un- oder bestimmten Artikels im Singular ist im
>Deutschen nicht ueblich. Im Plural "Ellipsen" steht kein Artikel.
Meinst Du, es koennte gut klappen, moeglichst einen Artikel einzusetzen,
wenn's sich um den Singular handelt? (ausser dem Gott) Ich habe aber
gerade bei "den Singular" ein komisches Gefuehl.... Soll es ein falsches
Gefuehl sein? "Einen Artikel" funktioniert auch nicht gut, oder?
>(l)
>> Und soll es
>>
>> Ich war duschen [gegangen]. ?
>>
>> sein?
>
>Nicht falsch, aber ungewoehnlich. Ein Deutscher wuerde statt "sein" eher
>"heissen" sagen.
Hehe... Besonders solche Dinge lernt man sehr wenig im Sprachkurs.
Prost!
--
/* Nan-shan Chen (MIT) get...@get.uni-paderborn.de
n84...@pbhrzx.uni-paderborn.de private: ro...@slim.ms.sub.org */
> Deine Bemuehungen, aller exotischen Erscheinungen in meiner Post auszusuchen,
> sind daher *SEHR* wichtig.
>
> Wer Lust hat, versucht bitte, staendig in meiner Post Haare zu spalten.
> Dafuer werde ich sehr dankbar sein und ich werde Euch irgendwann mal eins
> ausgeben. :)
Gut, wenn es Dich nicht stoert, wenn Leute Deine
Ausdrucksweise kritisieren, will ich dann auch ein bisschen
daran herummaekeln.
Besser waere fuer Deinen oben zitierten Satz : Deine
Bemuehungen, alle exotischen Erscheinungen in meiner Post zu
finden, sind daher sehr wichtig.
"... alle ... Erscheinungen" - antwortet auf die Frage wen
oder was.
Nach meinem Sprachgefuehl ist "finden" in Verbindung mit
"Bemuehungen" besser als "aussuchen". Das Ziel der
Taetigkeit ist ja das Finden, weniger das Aussuchen.
"Aussuchen" steht fuer mich im Gegensatz zu "suchen" naeher
bei "auswaehlen", also eine Auswahl treffen.
Ach ja, wenn Du Dich wirklich dankbar erweisen willst,
kannst Du mir bei Gelegenheit _einen_ ausgeben. Warum es
"einen ausgeben" heisst, ist wohl mit logischen Mitteln
nicht zu erklaeren.
Beste Gruesse
Helmut
---
> Helmut JAKOB, 66386 Sengscheid, Alter Weg 18, Tel./Fax 06894-80228
> PGP-Key auf Anfrage
>chr...@rimki.toppoint.de (Christoph Rimek) writes:
>(.....)
>>> Ich bin kein native speaker dieser Sprache. Uebrigens, woran
>>> aus meinem Schreiben erkennt ihr, dass ich kein native speaker
>>> bin?
>>
>>1. Am urdeutschen Namen :-)
>>2. An vielen seltsamen Wortzusammenstellungen, die so kein deutscher
>> Muttersprachler waehlen wuerde.
>>3. Typisch fuer Fremdsprachler sind Genusfehler.
>>
>Tja, mir ist der(? wenn ich "Punkt" im Sinne hab) zweite am schwierigsten,
>was ich eigentlich von Euch erwartet hab'. Dazu gehoeren meines erachtens:
> 1. Wortauswahl.
> 2. Wortreihenfolge im Satz.
>Als Erwachsener Fremdsprachler muss ich die Sprache leider sehr analytisch
>lernen und benutzen. Es gibt keinen anderen Weg zum kurzzeitigem Erfolg.
>Bekannte von mir koennen meinstens den Hund nicht ausgraben. Oder sie haben
Diese Redewendung ist mir unbekannt. Ich kenne zwar den Ausdruck "Da liegt der
Hund begraben", aber ihn auszugraben...?
>vielleicht auch keine Lust, die ganze Zeit mit der Grammatik auseinander-
>zusetzen.
sich mit ... auseinandersetzen
>Als ich in der Schule Englisch lernte, glaubte ich nicht an die Flexsion.
>D.h. Die Flexion war mir nur eine Sache der Englischklausuren. Bis ich
>eines Tages den Satz
> "You son of bitches!" (Oder ~Ihr A.....OE...e")
>im Fernsehen gehoert habe (Untertitel bei uns) und endlich richtig kapiert
>hab. Wenn Plural sein muss, dann muss er eben sein. "Also so ernst
>meinen sie's auch in so einem aufgeregtem Zustand", dachte ich. Der
>Mechanismus ist also fest eingebaut udn man braucht keine Extraueberlegung
>um zu declinieren. Ihr habt das Problem allerdings nicht. Meine Mutter-
^k
>sprache (Taiwanesisch/Chinesisch) wird dagegen TOTAL ohne Flexionen
>gesprochen, was Euch kaum vorstellbar ist.
Wenn man die Faelle alle durch Praepositionen oder Adjektive ersetzt, duerfte
das kein grosses Problem sein. Man beachte das Aussterben vom Genitiv ;-) im
Deutschen.
>Deine Bemuehungen, aller exotischen Erscheinungen in meiner Post auszusuchen,
^ohne "r" (Tippfehler?)
>sind daher *SEHR* wichtig.
"herauszusuchen" waere besser.
>Wer Lust hat, versucht bitte, staendig in meiner Post Haare zu spalten.
Schon dabei ;-)
>Dafuer werde ich sehr dankbar sein und ich werde Euch irgendwann mal eins
>ausgeben. :)
"einen ausgeben"
Solange Du mir keins auswischt ;-)
[...]
>Meinst Du, es koennte gut klappen, moeglichst einen Artikel einzusetzen,
>wenn's sich um den Singular handelt? (ausser dem Gott) Ich habe aber
Im allgemeinen schon.
Mit "Gott" ist das etwas komplizierter:
Gott sagte: der christliche Gott (da gibt es nur einen)
Der Gott sagte: sonst irgendein Gott (Annahme, es gibt mehrere)
Ach ja: wenn ein Adjektiv dabei steht, bekommt auch Gott seinen Artikel
(*der* christliche Gott)
>gerade bei "den Singular" ein komisches Gefuehl.... Soll es ein falsches
Der Singular vertraegt sich sogar sehr gut mit dem Artikel.
>Gefuehl sein? "Einen Artikel" funktioniert auch nicht gut, oder?
Funktioniert prima. Obwohl es in diesem Fall auch ohne Artikel gegangen waere,
dann waere es Plural (ein Artikel, zwei Artikel)
[...]
>Prost!
>--
>/* Nan-shan Chen (MIT) get...@get.uni-paderborn.de
> n84...@pbhrzx.uni-paderborn.de private: ro...@slim.ms.sub.org */
Ch. Eltschka
--> Irren ist gebildet, quod errat demonstrandum.