Ich suche noch weitere Begriffe mit Angabe von Ort und Region.
Vielen Dank,
Martin Burkhardt
> Beim Fangen spielen gab es immer einen Ort (Baum, Wand, etc.) den man
> beruehren musste, um nicht mehr gefangen werden zu koennen. Bei mir
> (Frankfurt/M.) rief man "Hola", in Freiburg hiess es wohl
> "Stoeckleverband" und in Gelnhausen (bei Hanau) "Boot".
In meiner Kindheit (70er Jahre) nannten wir das in Köln immer Freio.
Könnte man auch Freijo oder Freiho schreiben.
Ob das noch aktuell ist weiß ich allerdings nicht.
Martin
In Oldenburg(Odb) hieß das "Müh". Wenn man die Finger kreuzte (und
die Fänger gewogen waren), durfte man "Fingermüh" sagen, um nicht
"getickt" zu werden.
--
Time flies like an arrow -- fruit flies like a banana. roman kawe
Why is 6 afraid of 7? Because 7 8 9.
!!Nicht meckern, ich bringe 'emacs und leafnode noch manieren bei...!!
>Ich suche noch weitere Begriffe mit Angabe von Ort und Region.
Wien: "Leo"
Gruß,
daPeda
Hallo,
in Bayern, speziell in Niederbayern ist das die "Baame" (sp?). Es wird vor
dem Spiel augemacht, war aktuell die Baame ist.
Grüße
Maria
Der allgemeine Ausdruck dafür ist 'Asyl'.
In Wien heißt es 'Leo', nach dem hl. Leopold ...
Im Waldviertel/NÖ (wo ich als Kind lebte) war ein anderer Ausdruck
üblich, der mir nicht mehr einfällt (wie heißt nur die Krankheit, wo
man immer alles vergißt? ;-)
--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders!"
| | | |_| | "Liebe ist auch nur eine Variante von Harndrang."
| | | _ | "Mancher greift sich an den Kopf und faßt ins Leere"
|_|a |_| |_|a (Graffiti)
>[...]
> Im Waldviertel/NÖ (wo ich als Kind lebte) war ein anderer Ausdruck
> üblich, der mir nicht mehr einfällt (wie heißt nur die Krankheit, wo
> man immer alles vergißt? ;-)
>
Kindheit.
Ein Knoten im Taschentuch hat damals geholfen.
--
Wolfgang Schill
Myriam
>In meiner Kindheit (70er Jahre) nannten wir das in Köln immer Freio.
>Könnte man auch Freijo oder Freiho schreiben.
ACK - ich hab das oft gehört oder gerufen, aber nie geschrieben gesehen.
>Ob das noch aktuell ist weiß ich allerdings nicht.
Naja - BAP hatte mal ein Lied über Kinder-Leid mit dem Titel oder Refrain,
aber die sind aus derselben Generation:
"Freio - he jilt et nit mieh! Ich benn em Freio, su woor et affjemaat. ..."
auf "X für 'e U", 1990.
Atschüss,
Paul
In Nellingen a. d. F. hieß das "Bote" oder vielleicht besser "Botte"
(weil mit kurzem "o" gesprochen).
> --
> Time flies like an arrow -- fruit flies like a banana. roman kawe
Der ist aber meines Wissens von Groucho Marx. Wer ist Roman Kawe?
Gruß
Til
Für Leute, die kein Kölsch verstehen:
Bei uns (Rheinland) hieß es:
"Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein."
Gruß: M.
Ob daher auch der Titel "Klippo" auf der Fischmob-CD "Power" kommt? Die
Scheibe ist übrigens eine Produktion mit viel Sprachwitz, daher garnich
ganz OT hier.
Gruß
Til
--
Sagittarius (Nov. 22--Dec. 21): Scientists at the Metropolis Institute
of Applied Geology will be happy to loan you the kryptonite - until they
discover what you want it for.
Der hochsprachliche Begriff dafür ist "Mal". In den seltenen Fällen, da
wir als Kinder ein Substantiv dafür gebrauchten, nannten wir das
altklügelnd auch so. Meistens sagten wir jedoch einfach "wer den Baum
(die Wand etc.) berührt, ist frei" und riefen im Spiel dann laut
"frei!". Region: odenwäldisches Fränkisch nahe der hessischen
Sprachgrenze.
--
Bernd Gramlich Quod scripsi, scripsi.
> (...)
>
> In Nellingen a. d. F. hieß das "Bote" oder vielleicht besser "Botte"
> (weil mit kurzem "o" gesprochen).
>
> (...)
"Botte", oder "Bodde" (von mir frei erfundene schwäbische Schreibweise), so
hieß es auch in der Gegend um Waiblingen (Sprachraum Stuttgart).
Jemand schrieb in einem vorherigen Beitrag, im Allgäu heißt es "gebannt",
das kenne ich auch aus der Gegend um Aalen, allerdings bei dem Spiel
"Schdeggele em Quadrat" (von mir frei erfundene schwäbische Schreibweise),
zu deutsch: "Stöckchen im Quadrat".
>
Gruss
Gerhard
> Von: Wolfgang Schwanke <BITTELOES...@snafu.de>
> Organisation: disorganised
> Antworten an: wo...@snafu.de
> Newsgroups: de.etc.sprache.deutsch
> Datum: Sat, 8 Dec 2001 00:56:43 +0100
> Betreff: Re: Suche regionale Begriffe fuer das "Aus" beim Fangen spielen
>
> "M. Thomas" <myth...@gmx.net> wrote in news:9urd9p$k87$07$1@news.t-
> online.com:
> Ich hab keinen, aber ist euch mal aufgefallen, daß die Begriffe alle
> ziemlich komisch sind? "Stöckleverband" fand ich am besten, oder "Holla".
> "Klippo" is auch ziemlich ulkig (hab ich übrigens noch nie gehört, was nich
> heißen soll das gibt es nicht)
>
> "Stöckleverband" hängt nach meiner Meinung mit einem Spiel zusammen, bei dem
die Mitspieler Stöckchen weit wegwerfen, die dann wieder eingesammelt werden
müssen und wieder an einer festgelegten Stelle abgelegt werden müssen. "War
dies der Fall, rief einer "gebannt" oder "Stöckleverband". Mit Verstecken
spielen an sich hatte es nicht so viel zu tun, allerdings kann es natürlich
sein, dass mein Gedächtnis mir einen Streich spielt, oder regional
Vermischungen von verschiedenen Spielen, Regeln und Spielbegriffen
stattgefunden haben, in gewissem Sinn ein kultureller Austausch stattfand.
Gruss
Gerhard
>Der allgemeine Ausdruck dafür ist 'Asyl'.
>In Wien heißt es 'Leo', nach dem hl. Leopold ...
>Im Waldviertel/NÖ (wo ich als Kind lebte) war ein anderer Ausdruck
>üblich, der mir nicht mehr einfällt (wie heißt nur die Krankheit, wo
>man immer alles vergißt? ;-)
Das Wort heißt "Hugale", die Krankheit, äh, wer bist du eigentlich?
;-)
Reinhard
--
Aus konturlosem
Himmel fällt Schnee. Die Welt ist
ganz weiß und sehr still.
>> Beim Fangen spielen gab es immer einen Ort (Baum, Wand,
>> etc.) den man beruehren musste, um nicht mehr gefangen
>> werden zu koennen. Bei mir (Frankfurt/M.) rief man "Hola",
>> in Freiburg hiess es wohl "Stoeckleverband" und in Geln-
>> hausen (bei Hanau) "Boot".
>> Ich suche noch weitere Begriffe mit Angabe von Ort und
>> Region.
> Bei uns (Rheinland) hieß es:
> "Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein."
Bist du vielleicht im falschen Spiel?
Ich versuche mich gerade zu erinnern, wie das bei uns
(Siegerland) hieß. Ich glaube es nannte sich "Haus".
Gruß Dirk.
> > Bei uns (Rheinland) hieß es:
> > "Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein."
>
> Bist du vielleicht im falschen Spiel?
>
> Ich versuche mich gerade zu erinnern, wie das bei uns
> (Siegerland) hieß. Ich glaube es nannte sich "Haus".
Der Variationen waren viele. Diese: verstecken - suchen -
fangen. Der Eckstein war der `Freepoint´(Haus). Gruß: M.
> Ich suche noch weitere Begriffe mit Angabe von Ort und Region.
"Biet" ("Biit"? "Biht"? oder vielleicht "Biet"? "Beat" jedenfalls
bestimmt nicht ;-)).
Oft gehört / gerufen im Bereich westf. Münsterland, Westfalen.
Regards,
HHE
>> Ich versuche mich gerade zu erinnern, wie das bei uns
>> (Siegerland) hieß. Ich glaube es nannte sich "Haus".
> Der Variationen waren viele. Diese: verstecken - suchen -
> fangen. Der Eckstein war der `Freepoint´(Haus). Gruß: M.
~~~~~~~~~
Oh - neudeutsch, ist aber noch nicht lange her, oder?
Gruß Dirk.
> Beim Fangen spielen gab es immer einen Ort (Baum, Wand, etc.) den
> man beruehren musste, um nicht mehr gefangen werden zu koennen. [...]
> Ich suche noch weitere Begriffe mit Angabe von Ort und Region.
Drei-Aus; Kirrlach, Nordbaden. Fangen per Berührung ist "datschen", vor
dem Drei-Aus warten "Katzewach".
-fn-
> "Klippo" is auch ziemlich ulkig (hab ich übrigens noch nie gehört, was
nich
> heißen soll das gibt es nicht)
Klipp heißt es hier in Göttingen.
Johannes Buback
"Boot" ebenfalls in Dortmund, kann ich (Jg. 1965) jedenfalls aus eigener
Kindheit verbuergen. Bei Nachbarskindern (Jg. 1985) hiess das auf einmal
"Woop". Lautverschiebung?
Johannes
> > Beim Fangen spielen gab es immer einen Ort (Baum, Wand, etc.) den man
> > beruehren musste, um nicht mehr gefangen werden zu koennen. Bei mir
> > (Frankfurt/M.) rief man "Hola", in Freiburg hiess es wohl "Stoeckleverban=
> d"
> > und in Gelnhausen (bei Hanau) "Boot".
> >=20
> > Ich suche noch weitere Begriffe mit Angabe von Ort und Region.
> >=20
> >=20
>
> Der allgemeine Ausdruck daf=FCr ist 'Asyl'.
> In Wien hei=DFt es 'Leo', nach dem hl. Leopold ...
In Berlin war es beim Versteckspiel, daß man gegen einen vorher
ausgemachten Fleck, vorzugsweise an einer Hauswand schlagen und
was rufen mußte; was weiß ich nich mehr.
Das Fangen hieß in Berlin 'Räuber und Schulle' (Schulle von Gendarm),
wozu ein Viereck aufgezeichnet wurde, das der Schulle nicht
betreten durfte. Irgendwas rufen mußte der Räuber dabei m.E.n. nich.
FR
> >Ich suche noch weitere Begriffe mit Angabe von Ort und Region.
>
> Wien: "Leo"
Interssant. Der Begriff "Leo" ist mir noch aus dem Sport (Fußball)
bekannt. Hier als Ausruf des Torwarts, wenn er seinen Abwehrspielern
klarmachen will, daß er den Ball sicher fangen wird und sie nicht
hinlangen sollen (z.B. bei einer Ecke oder sonstiger Hereingabe). Das
der Torwart hier "leo" schreit ist wohl ein Grund dafür, daß er laut
Reglement nicht "hab ihn" schreien darf. Warum er aber gerade Leo
sagt...?
Gruß, Tobi
--
++ signature under construction ++
"M. Burkhardt" wrote:
>
> Beim Fangen spielen gab es immer einen Ort (Baum, Wand, etc.) den man
> beruehren musste, um nicht mehr gefangen werden zu koennen. Bei mir
> (Frankfurt/M.) rief man "Hola", in Freiburg hiess es wohl "Stoeckleverband"
> und in Gelnhausen (bei Hanau) "Boot".
>
> Ich suche noch weitere Begriffe mit Angabe von Ort und Region.
Im Münchner Süden in den 70/80ern (vielleicht auch nur in meiner
Umgebung?) hieß der Punkt beim Verstecken ("Verstecksti") spielen
"Frei", wobei der sich versteckende Spieler "frei" gerufen hat, wenn er
den Punkt vor dem Sucher erreicht hat, während der Sucher "eins, zwei,
drei für Tobi" gerufen hat, oft auch noch mit einer Ortsangabe "auf dem
Baum" o.ä..
Beim Fangen ("Fangsti") hieß der Punkt und der zugehörige Ruf meist
"Ausrast", wobei spätestens ab dem Schuleintritt ein solcher Punkt "was
für Kinder" war und deshalb wegfiel. :-)
Meine Tochter hat von anderen Kindern
im Kindergarten dafür "Ausschluß" gelernt.
(südlich von Stuttgart)
Bei uns hieß das früher "frei".
--
Jürgen Kozlik
Das Stadionheft des SC Freiburg, "Heimspiel", hat eine Serie "Mein
Spieltag" mit (fiktiven) Interviews. Hier kommen so interessante
Gesprächspartner wie das Abstiegsgespenst, der Fußballgott, der
Unruheherd und letzthin auch der Leo zu Wort.
Zur Aufklärung, ob er aber über Oberammergau oder aber über
Unterammergau oder weiß der Teufel woher gekommen sei, konnte leider
selbst er nichts beitragen.
Gruß
Til
--
We can't have everything. Where would we put it?
>Beim Fangen spielen gab es immer einen Ort (Baum, Wand, etc.) den man
>beruehren musste, um nicht mehr gefangen werden zu koennen. Bei mir
>(Frankfurt/M.) rief man "Hola", in Freiburg hiess es wohl "Stoeckleverband"
>und in Gelnhausen (bei Hanau) "Boot".
>
>Ich suche noch weitere Begriffe mit Angabe von Ort und Region.
>
>
>Vielen Dank,
>
>Martin Burkhardt
>
Hallo !
In meiner Kindheit (Mitte der Sechziger) hieß das: WUPP
Ich glaube aber nicht, dass dies etwas mit meinem Wohnort WUPPertal zu
tun hatte.
Volker
> Ich suche noch weitere Begriffe mit Angabe von Ort und Region.
Bei uns damals einigten wir uns auf einen Ort und meinten, "Hier is
hoch!" Wenn ich mich recht erinnere, mußte, wer diesen Punkt in Anspruch
nehmen wollte, dabei auch "Hoch!" rufen.
Aus der Probstei.
Gruß
Ingo
--
Ingo Dierck, dierck & meyer mediengestaltung
mailto:ingo....@addcom.de