> Ich möchte mal fragen, ob es ein gehobeneres Wort für
> verarschen gibt.
Austricksen, verkohlen, veralbern, zum Narren halten ...
Matthias
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News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de
Reinhard Zwirner
Veräppeln und veralbern sind besonders nützlich, da man sie in der
gesprochenen Sprache auch dann noch verwenden kann, wenn man
versehentlich schon zu 'verarschen' angesetzt hat. ;-)
---
Andreas Tschager
Durch den Kakao ziehen, veralbern.
chr
> Christina Kunze <christi...@rz.hu-berlin.de> wrote:
>
> > >Ich möchte mal fragen, ob es ein gehobeneres Wort für verarschen gibt.
>
> > Durch den Kakao ziehen, veralbern.
>
> Die scheinen mir beide *nicht* 100%ig passend. Beide bedeuten etwa:
> "sich über etwas / jemanden lustig machen" = ihn auslachen (ob seiner
> Dummheit etc.).
>
> "Verarschen" bedeutet dagegen, jemanden hinters Licht führen = jemanden
> bewusst über einen Sachverhalt täuschen (z.B. beim Aprilscherz).
Ich kenne da ein ganz tolles Wort, ist aber leider nur in Bantusprache:
"okusisipika"
Ich habe ihn verarscht = onde mu sisipika
Verarsch mich nicht! = ino sisipikirandje!
Ich schrieb das jetzt, weil mir kein anderes deutsches Wort in den Sinn
kommt :-) und ich damals auch sehr, sehr lange brauchte, bis ich endlich
herausgefunden hatte, was dieses Bantuwort denn auf Deutsch bedeutete.
Nichts für ungut fürs OT
Yvonne Steiner
Bei "veralbern" stimme ich Dir zu, das liegt etwas daneben. Aber "durch
den KAkao ziehen" heißt für mich genau, jemanden hinters Licht zu
führen, ihn reinzulegen.
chr
> Christina Kunze <christi...@rz.hu-berlin.de> wrote:
>
> > >Ich möchte mal fragen, ob es ein gehobeneres Wort für verarschen gibt.
>
> > Durch den Kakao ziehen, veralbern.
>
> Die scheinen mir beide *nicht* 100%ig passend. Beide bedeuten etwa:
> "sich über etwas / jemanden lustig machen" = ihn auslachen (ob seiner
> Dummheit etc.).
>
> "Verarschen" bedeutet dagegen, jemanden hinters Licht führen = jemanden
> bewusst über einen Sachverhalt täuschen (z.B. beim Aprilscherz).
z.B. auch: "jemanden hereinlegen"
ys
Wenn der Benedikt nicht mit no-archive posten würde wäre es nicht
dem Zufall überlassen ihm eine Antwort schreiben zu können.
"Verar....." wird hier wirklich mehr im Sinne von "hinters Licht
führen, täuschen, hereinlegen" benutzt. "Er hat mich voll verar....."
bedeutet ja auch das man gelinkt wurde im Sinne von Vertrauen
ausnützen. Man kann wirklich sagen dass dieses Wort zwei Bedeutungen
haben kann. In diesem Sinne: "reinlegen, ausnützen"
Gruss
Leo
>Leo Stern <leo_...@hotmail.com> wrote:
>
>> Wenn der Benedikt nicht mit no-archive posten würde wäre es nicht
>> dem Zufall überlassen ihm eine Antwort schreiben zu können.
>
>Soll das irgedwie kritisch gemeint sein? Ich kann dir nicht folgen. Wer
>über einen normalen NNTP-Account News liest und schreibt, kann mich doch
>garantiert lesen...
Der ja, aber Leo über Google eben nicht.
--
Tilman Schmidt E-Mail: Tilman....@ePost.de
Bonn, Germany
- Undetected errors are handled as if no error occurred. (IBM) -
Andererseits: Wer im Usenet postet, tut das öffentlich. Ein Header,
der bestimmten Servern (in diesem Fall google) die Übernahme des
Artikels verbietet, ist da in gewisser Weise systemwidrig.
Deshalb einerseits ACK: Eine Optimierung für irgendwelche
Web2News-Gateways kann niemand verlangen; andererseits NAK: ein
Verzicht auf den Header "X-No-Archive: yes" ist keine Optimierung für
irgendwelche Web2News-Gateways, sondern Zulassen der normalen Nutzung
eines Beitrags, den man durch Einspeisung in das Usenet
ver-öffentlicht hat.
> Andererseits: Wer im Usenet postet, tut das öffentlich. Ein Header,
> der bestimmten Servern (in diesem Fall google) die Übernahme des
> Artikels verbietet, ist da in gewisser Weise systemwidrig.
Das ist überhaupt nicht systemwidrig! X-No-archive bedeutet: nicht
archivieren, nicht für dauerhaft aufheben und zugänglich machen.
Das usenet sind ja "tägliche mails", die nur ein paar tage leben und
dann verfallen.
Jens
Dank Tilmans Antwort kann ich Bene Antwort geben.
Es ergibt sich, dass gewisse, in sehr unregelmässigen
Abständen auftauchende Fragestellungen die Benutzung
ansonsten nicht frequentierter Newsgruppen (vulgo
Diskussionsforen) erfordern. Ausserdem gibt es die
"Gelegenheit", dass man an nicht ausschliesslich
selbstverfügbaren Equipement sitzt dass die Installation
beliebiger Software explizit negiert. Man kann das Usenet
auch für Gebiete des Lebens benutzen, die nicht nur
der persönlichen Rekreation dienen.
Ausserdem: wieso hat Bene nur in de.etc.sprache.deutsch ein
x-archive:no drin? Um den armen Junx von google etwas
Speicherplatz zu sparen?
Oder ist es etwa ehrenrührig, in d.e.s.d zu posten? Wenn das
so ist mache ich natürlich gleich einen Rückzieher und
erkläre hiermit, dass ich in d.e.s.d:
-nie etwas gelesen
-nie etwas gepostet
-nie etwas beantwort
-nie etwas profitiert
-nie etwas geflamed
habe. Alle diesbezüglichen Aussagen werden von mir
implizit und explodiert rejektiert.
Gruss
Leo
Hier in Württemberg hörte ich oft:
versäggln / verseggln
als etwas harmloserern Ausdruck.
Es gibt den Ausdruck "Du Seggl/Säggl" mMn von Du Sack.
Ein Buch welches sich lustig mit schwäbischen
Besonderheiten auseinandersetzt heißt zB.
"Der Schwobaseggl".
Mit Seggl wird einer bezeichnet, der sich
etwas blöde anstellt und wenn man einen
versegglt dann verarscht man ihn ein wenig.
Oder man kommt sich versegglt (verarscht) vor.
BGE
Trekkie wrote:
>
> Ich möchte mal fragen, ob es ein gehobeneres Wort für verarschen gibt. So
> wie für "Pinkeln" urinieren oder so. Wer kann mir helfen?
vergaggeiern
Die Hauptbedeutung von "verseggeln" ist MOSEN (Meim Obedeidnda
Schwäbisch-Empfenda Noch) "ausschimpfen".
Griaßle
Til
> > Ich möchte mal fragen, ob es ein gehobeneres Wort für verarschen gibt. So
> > wie für "Pinkeln" urinieren oder so. Wer kann mir helfen?
>
> vergaggeiern
Durch'n Kakao ziehen. Verklappsen. FR
> Hier in Württemberg hörte ich oft:
>
> versäggln / verseggln
>
> als etwas harmloserern Ausdruck.
>
> Es gibt den Ausdruck "Du Seggl/Säggl" mMn von Du Sack.
Im Zürichdeutschen ist "verseckeln" (in die Irre führen und hängen
lassen, reinlegen) eher vulgärer als "verarschen". "Du Seckel"
gibts auch, ein "Seckel" ist der Hodensack bzw. das komplette primäre
männliche Geschlechtsteil.
Beim Verb "seckeln" (rennen, laufen) denkt aber niemend mehr an sowas.
Auch Frauen können seckeln. Die nicht unerfolgreiche Läuferin Anita
Weyermann hat das Wort mit dem Rezept für Laufdisziplinen: "Gring abe u
seckle" (Kopf runter und losrennen) salonfähiger gemacht.
In anderen Dialekten spricht man ohne weiteres und ohne etwas Böses zu
denken vom Geldseckel. In Appenzell heisst der Finanzminister nach wie
vor Säckelmeister -- wahrscheinlich wurde der aber nur deswegen nicht
umbenannt, weil sowas das Touristenherz erfreut.
- Andi
"vergackeiern", in Anspielung auf das Huhn, dass gackert, aber kein Ei
gelegt hat, und so den Bauern <<foppt>>.
--
Tschö, wa!
Thorsten
Naja, dann will ich auch noch: "anschmieren"
Aber ich sage immer "vergesنكen", wenn das nicht gehoben genug ist?
Bernd
Thorsten Nitz wrote:
>
> Claudia Bartsch schrieb:
> > vergaggeiern
>
> "vergackeiern", in Anspielung auf das Huhn, dass gackert, aber kein Ei
> gelegt hat, und so den Bauern <<foppt>>.
Schon klar.
Aber sprechen tu ich's mit gg, nicht mit ck. Das ist wie bei "gucken".
Spricht auch keiner hart, das ck. Dafür aber das g. Seltsam, seltsam.
> >> vergaggeiern
> > Durch'n Kakao ziehen. Verklappsen.
>
> Naja, dann will ich auch noch: "anschmieren"
> Aber ich sage immer "vergesäßen", wenn das nicht gehoben genug ist?
Himmel, Gesäß und Nähgarn! - FR
für dumm verkaufen
Ich weiss nicht, ob diese Begriffe schon gefallen sind, aber..
vergackeiern
verhohnepipeln
Haben beide den Vorteil, daß man sich nach anfänglichem "Ver..." noch für
die härtere oder nettere Variante entscheiden kann. ;-)
bye
Thomas
[...]
> Aber ich sage immer "vergesäßen", wenn das nicht gehoben genug ist?
Das kömmt drauf an *wie hoch* Du's hebst!
SCNR :-)
Thomas
Besser spät als nie ... Jetzt erst ist mir noch ein schönes Verb
eingefallen, wenngleich etwas antiquiert: "Uzen" - hat MUSEN eine
Wiederbelebung verdient.
Gruß
Til
--
Leo (July 23 - Aug. 22): You know that rules weren't made for
people like you. Rules were made to exclude people like you.