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Re: Waterloo

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Oliver Jennrich

unread,
Dec 27, 2013, 3:50:36 PM12/27/13
to
Rüdiger Silberer <Use...@Silberer.net> writes:

> Welcher Depp hat eigentlich die Parole ausgegeben, daß man Waterloo
> unbedingt und auf jeden Fall immer englisch aussprechen müßte.

Abba. Wer sonst?

> An Weihnachten kam auf 3Sat die vierteilige Verfilmung der "Elenden" von
> Hugo. Die Helden des deutschen Synchronstudios haben entweder keine
> Ahnung wo Waterloo liegt oder sie sind einfach nur so doof.

Oder sie machen das, wofür man sie bezahlt: Sie synchronisieren den Film
in deutsche Umgangssprache. Daran kann ich wenig Verwerfliches
erkennen. Und spätestens seit dem Abba-Hit dürfte die englische
Aussprache umgangssprachlichen Charakter haben.

> Die Verfilmung eines französischen Romans in einer
> deutsch-französisch-amerikanischen Co-Produktion, aber Waterloo muß
> natürlich von den deutschen Synchronsprechern englisch ausgesprochen
> werden.

Flämisch wäre natürlich dichter am Original, aber ob [watəʀˈloː] von
jedem als der Ort der Schlacht erkannt würde?

--
Space - The final frontier
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Volker Gringmuth

unread,
Dec 27, 2013, 6:09:34 PM12/27/13
to
Oliver Jennrich wrote:

> > Welcher Depp hat eigentlich die Parole ausgegeben, daß man Waterloo
> > unbedingt und auf jeden Fall immer englisch aussprechen müßte.
>
> Abba. Wer sonst?

Die Briten jedenfalls wissen, daß das kein englischer Name ist, und sagen
vahterlowe. Oder wie immer sie das verschriftlichen.


vG

Oliver Jennrich

unread,
Dec 27, 2013, 6:14:50 PM12/27/13
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> writes:

> Oliver Jennrich <oliver....@gmx.net> schrieb:
>
>>> Die Verfilmung eines französischen Romans in einer
>>> deutsch-französisch-amerikanischen Co-Produktion, aber Waterloo muß
>>> natürlich von den deutschen Synchronsprechern englisch ausgesprochen
>>> werden.
>
>>Flämisch wäre natürlich dichter am Original, aber ob [wat???lo?] von
>>jedem als der Ort der Schlacht erkannt würde?
>
> Hierzustadt wohl.

Eher nicht. Die Ansage in der Stadtbahn [1] ist eben nicht die flämische
Aussprache, sondern die deutsche [2], inklusive der Betonung auf dem 'Water'
und nicht auf dem 'loo'.

"Wòderluh Steischen" wohl nur zu Messezeiten, da läuft
mindestens auf den Messelinien die englische Ansage mit.

> Aber vermutlich sind die Hannoveraner mal wieder die Ausnahme.

Das ohnehin. Wie ich heute feststellen konnte, war der Eintritt ins
Sprengel-Museum frei. Sehr lobenswert :-)


[1] Für die Puristen. Für alle anderen: U-Bahn.
[2] Die Dame sagt natürlich Vahtahloh, mit dem 'V' irgendwo zwischen
Vater und Wasser.

Thomas Schade

unread,
Dec 27, 2013, 6:16:58 PM12/27/13
to
On 28.12.2013 00:09, Volker Gringmuth wrote:
> Oliver Jennrich wrote:

>> > Welcher Depp hat eigentlich die Parole ausgegeben, da� man Waterloo
>> > unbedingt und auf jeden Fall immer englisch aussprechen m��te.
>>
>> Abba. Wer sonst?
>
> Die Briten jedenfalls wissen, da� das kein englischer Name ist, und sagen
> vahterlowe. Oder wie immer sie das verschriftlichen.

Der Brite zeigt sich in dieser Hinsicht gern gro�z�gig, vor allem wenn
er die Schlacht gewonnen hat.


Ciao
Toscha
--
und der haifisch der hat tr�nen und die laufen vom gesicht
doch der haifisch lebt im wasser so die tr�nen sieht man nicht
in der tiefe ist es einsam und so manche tr�ne flie�t
und so kommt es dass das wasser in den meeren salzig ist
[Rammstein: Haifisch]

Bertel Lund Hansen

unread,
Dec 27, 2013, 8:57:15 PM12/27/13
to
R�diger Silberer skrev:

> Welcher Depp hat eigentlich die Parole ausgegeben, da� man
> Waterloo unbedingt und auf jeden Fall immer englisch
> aussprechen m��te.

Das weiss ich nicht, aber auch im D�nischen wird es so
ausgesprochen. Und das ist nicht neu und nicht von Abba
inspiriert. So habe ich es als Kind gelernt. Und so sprechen
Leute es aus, obwohl sie wissen, wo Waterloo liegt, und obwohl
sie ein bi�chen von Hollandischer Aussprache wissen.

> An Weihnachten kam auf 3Sat die vierteilige Verfilmung der
> "Elenden" von Hugo. Die Helden des deutschen Synchronstudios
> haben entweder keine Ahnung wo Waterloo liegt oder sie sind
> einfach nur so doof.

Oder sie sprechen es aus wie alle anderen Deutschen?

--
Gru�
Bertel, D�nemark

Stephen Hust

unread,
Dec 27, 2013, 9:00:17 PM12/27/13
to
Aber welche Briten? Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, das so
gehört zu haben. Aber ich gebe zu, ich habe nicht jeden Tag mit Briten
zu tun. Außer vielleicht in Wörterbuchform:

Oxford Dictionaries: englisches "w" am Anfang, "lu:" zum Schluß (u: wie
in /too/).

<http://www.oxforddictionaries.com/definition/english/Waterloo-Battle-of>

Collins English Dictionary: wie bei den Oxford Dictionaries.

<http://www.collinsdictionary.com/dictionary/english/waterloo>

Penguin Concise Engish Dictionary: englisches "w" am Anfang, "looh" zum
Schluß (ooh wie in /boot/, /lute/ - Erklärung dieses Lautes aus dem
Penguin English Dictionary (Druckausgabe)).

(Manches auf dieser Seite wird nicht richtig angezeigt:)

<http://dictionary.penguin.co.uk/Indexes/Iostitle/W/..%5C..%5C..%5CUnits%5C51064.HTML>

The Kinks (englische Musikgruppe) singen auch englisches "w" und "lu:"
in "Waterloo Sunset":

<http://www.youtube.com/watch?v=fvDoDaCYrEY>

Die Briten in diesem Film sprechen auch englisches "w" und "lu:" - der
bei 1:17 hört man am klarsten.

<http://www.youtube.com/watch?v=d-ztkRwExoc>

Auch vom BBC-Sprecher englisches "w" und "lu:":

<http://www.youtube.com/watch?v=td9RO7ujnt0>

Hier geht's um die Schlacht: Der Sprecher sagt auch "w" und "lu:": bei
7:46, 18:19, 27:34 (ein anderer Sprecher), 31:29, 32:18, 34:40 (zweiter
Sprecher), 36:02, 39:17.

<http://www.youtube.com/watch?v=ORMZdp61LG4>

--
Steve

My e-mail address works as is.
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Arno

unread,
Dec 28, 2013, 2:40:00 AM12/28/13
to
Oliver Jennrich <oliver....@gmx.net> wrote:

> [1] F�r die Puristen. F�r alle anderen: U-Bahn.

Ihr sprecht von Berlin oder Hamburg?

--
Seit ... nutze ich:
1960: Diese Erde. 1963: Fahrr�der.
1985: Apple Computer. 1999: Das Internet
2012: Newsgroups..

Walter Schmid

unread,
Dec 28, 2013, 2:53:04 AM12/28/13
to
Am 27.12.2013 21:32, schrieb Rüdiger Silberer:
> Welcher Depp hat eigentlich die Parole ausgegeben, daß man Waterloo
> unbedingt und auf jeden Fall immer englisch aussprechen müßte.

Gegen die Sprachpantscher ABBA haben wir keine Chance.

Gruss

Walter

--
Ich fordere Buchstabensuppe mit Umlauten!

Thomas Schade

unread,
Dec 28, 2013, 3:12:03 AM12/28/13
to
On 27.12.2013 21:32, R�diger Silberer wrote:

> Welcher Depp hat eigentlich die Parole ausgegeben, da� man Waterloo
> unbedingt und auf jeden Fall immer englisch aussprechen m��te.

Wie so oft bei Begriffen aus anderen Sprachen d�rfte auch das eine Frage
der individuellen Sozialisation sein. Wer seine Jugend in den 60er
Jahren verbracht hat, d�rfte kaum an den Kinks und ihrem Hit 'Waterloo
Sunset' vorbeigekommen sein. Unmerkw�rdigerweise sprechen die das
nat�rlich englisch aus.

Und auch im schulischen Geschichtsunterricht haben ich das nie anders
gesprochen geh�rt. Eine Aussprache, die sich auf 'Vaterklo' reimte,
h�tten wir ganz sicher als Verballhornung empfunden.


Ciao
Toscha
--
But let me get to the point, let's roll another joint
And turn the radio loud, I'm too alone to be proud
[Tom Petty]

Klaus Dahlwitz

unread,
Dec 28, 2013, 3:15:07 AM12/28/13
to
Arno <ArnoSa...@web.de> schrieb:
> Oliver Jennrich <oliver....@gmx.net> wrote:
>
>> [1] Für die Puristen. Für alle anderen: U-Bahn.
>
> Ihr sprecht von Berlin oder Hamburg?

Berlin, Nürnberg oder Münschen; Hamburg und Norderstedt haben eine
Hochbahn.

Klaus
--
E-Mails sollten Text sein, Text und nur Text. Wenn Gott gewollt hätte, dass
E-Mail in HTML geschrieben würden, endeten Gebete traditionell mit </amen>.
Johann Hrebicek in tota.nachfolger

Joachim Pense

unread,
Dec 28, 2013, 3:42:39 AM12/28/13
to
Am 27.12.2013 21:50, schrieb Oliver Jennrich:
> Rüdiger Silberer <Use...@Silberer.net> writes:
>
>> Welcher Depp hat eigentlich die Parole ausgegeben, daß man Waterloo
>> unbedingt und auf jeden Fall immer englisch aussprechen müßte.
>
> Abba. Wer sonst?
>

Das hat man auch schon vor Abba so gehandhabt.

Joachim

Roland Franzius

unread,
Dec 28, 2013, 3:48:02 AM12/28/13
to
Am 28.12.2013 09:12, schrieb Thomas Schade:
> On 27.12.2013 21:32, R�diger Silberer wrote:
>
>> Welcher Depp hat eigentlich die Parole ausgegeben, da� man Waterloo
>> unbedingt und auf jeden Fall immer englisch aussprechen m��te.
>
> Wie so oft bei Begriffen aus anderen Sprachen d�rfte auch das eine Frage
> der individuellen Sozialisation sein. Wer seine Jugend in den 60er
> Jahren verbracht hat, d�rfte kaum an den Kinks und ihrem Hit 'Waterloo
> Sunset' vorbeigekommen sein. Unmerkw�rdigerweise sprechen die das
> nat�rlich englisch aus.
>
> Und auch im schulischen Geschichtsunterricht haben ich das nie anders
> gesprochen geh�rt. Eine Aussprache, die sich auf 'Vaterklo' reimte,
> h�tten wir ganz sicher als Verballhornung empfunden.

Auf einem hannoverschen Gymnasium unterschied man seinerzeit deutlich
zwischen Waterloo (Belgien), Waterlooplatz/s�ule (Hannover) und
Waterloostation/bridge (London) und den diversen Waterloos in Nordamerika.

Hannover als ehemaliger Mittelpunkt des gro�brittanisch-hannoverschen
Weltreiches bis zur Trennung nach Amtsantritt Victorias und Ernst
Augusts war nat�rlich lange ein echter Ausrei�er in der durch
provinzielle feuerzangenbowlenm��ige Mikrokosmen gepr�gten deutschen
Bildungslandschaft.

--

Roland Franzius

Thomas Schade

unread,
Dec 28, 2013, 3:52:10 AM12/28/13
to
On 28.12.2013 09:48, Roland Franzius wrote:
> Am 28.12.2013 09:12, schrieb Thomas Schade:

>>> Welcher Depp hat eigentlich die Parole ausgegeben, da� man Waterloo
>>> unbedingt und auf jeden Fall immer englisch aussprechen m��te.
>>
>> Wie so oft bei Begriffen aus anderen Sprachen d�rfte auch das eine Frage
>> der individuellen Sozialisation sein. Wer seine Jugend in den 60er
>> Jahren verbracht hat, d�rfte kaum an den Kinks und ihrem Hit 'Waterloo
>> Sunset' vorbeigekommen sein. Unmerkw�rdigerweise sprechen die das
>> nat�rlich englisch aus.
>>
>> Und auch im schulischen Geschichtsunterricht haben ich das nie anders
>> gesprochen geh�rt. Eine Aussprache, die sich auf 'Vaterklo' reimte,
>> h�tten wir ganz sicher als Verballhornung empfunden.
>
> Auf einem hannoverschen Gymnasium unterschied man seinerzeit deutlich
> zwischen Waterloo (Belgien), Waterlooplatz/s�ule (Hannover) und
> Waterloostation/bridge (London) und den diversen Waterloos in Nordamerika.

Die Breite des Bildungsspektrums an einem hannoverschen Gymnasiums macht
mich sprachlos. So kosmopolitisch war unsere Ausbildung nicht angelegt,
muss ich neidvoll zugestehen.


Ciao
Toscha
--
Denken Sie immer daran: jetzt sind die guten, alten Zeiten,
von denen Sie in zwanzig Jahren schw�rmen werden.

Roland Franzius

unread,
Dec 28, 2013, 3:52:44 AM12/28/13
to
Am 28.12.2013 09:15, schrieb Klaus Dahlwitz:
> Arno <ArnoSa...@web.de> schrieb:
>> Oliver Jennrich <oliver....@gmx.net> wrote:
>>
>>> [1] Für die Puristen. Für alle anderen: U-Bahn.
>>
>> Ihr sprecht von Berlin oder Hamburg?
>
> Berlin, Nürnberg oder Münschen; Hamburg und Norderstedt haben eine
> Hochbahn.

Aha, daher also das große U überall in Hamburg.

http://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahnhof_Volksdorf

--

Roland Franzius

Joachim Pense

unread,
Dec 28, 2013, 3:53:50 AM12/28/13
to
Am 27.12.2013 21:32, schrieb Rüdiger Silberer:
> Welcher Depp hat eigentlich die Parole ausgegeben, daß man Waterloo
> unbedingt und auf jeden Fall immer englisch aussprechen müßte.
>

Das liegt meiner Meinung nach einfach daran, dass das Wort wie ein
englisches aussieht, mit dem "Water" und dem doppelten o. Das Abba das
in ihrem englischen Songtext auch so gemacht haben, und dass ein Bahnhof
in London so heißt, hat diesem Missverständnis sicher nicht
entgegengewirkt.

Wilhelm Busch immerhin reimt "gleich steht er do" auf "Austerlitz und
Waterloo". Ich habe das, was ich für einen verkorksten Reim hielt, in
den späten 1960ern als Kind immer darauf zurückgeführt, dass die meisten
Deutschen zur Zeit von Wilhelm Busch noch kein Englisch konnten.

Joachim

Joachim Pense

unread,
Dec 28, 2013, 3:55:42 AM12/28/13
to
Am 28.12.2013 09:48, schrieb Roland Franzius:
>
> Hannover als ehemaliger Mittelpunkt des gro�brittanisch-hannoverschen
> Weltreiches bis zur Trennung nach Amtsantritt Victorias und Ernst
> Augusts war nat�rlich lange ein echter Ausrei�er in der durch
> provinzielle feuerzangenbowlenm��ige Mikrokosmen gepr�gten deutschen
> Bildungslandschaft.
>

War das vor oder nach der Kr�nung von Britta der Gro�en?

Joachim

Jens Müller

unread,
Dec 28, 2013, 4:16:26 AM12/28/13
to
Am 28.12.2013 09:48, schrieb Roland Franzius:
> Hannover als ehemaliger Mittelpunkt des gro�brittanisch-hannoverschen
> Weltreiches bis zur Trennung nach Amtsantritt Victorias und Ernst
> Augusts war nat�rlich lange ein echter Ausrei�er in der durch
> provinzielle feuerzangenbowlenm��ige Mikrokosmen gepr�gten deutschen
> Bildungslandschaft.

... und heutzutage laufen da nicht mal mehr in angemessener H�ufigkeit
Kinofilme in (englisch- oder sonst fremdsprachiger) Originalversion ...

Jakob Achterndiek

unread,
Dec 28, 2013, 4:27:25 AM12/28/13
to
Am 28.12.2013, 04:12 Uhr, schrieb Stephen Hust <shno...@a1.net>:

> On 12/27/2013 7:14 PM, Stefan Ram wrote:
>> Stephen Hust <shno...@a1.net> writes:
>>> Oxford Dictionaries: englisches "w" am Anfang,
>>> "lu:" zum Schluß (u: wie in /too/).
>> Sozusagen »Wasserklo« auf english.
>> Siebs gibt 1912 für das Deutsche /'wa:t@rlo:/
>> (wenn ich seine Lautschrift richtig verstehe),
>> Viëtor 1921 /wa:t@rlo:/ (darüber steht:
>> »Watercloset«).
>
> Möglicherweise kommt /loo/ von Waterloo:
> | perhaps modification of French /l'eau/ the water, or
> | perhaps from /Waterloo/, an early 20th-cent. trade
> | name for lavatory cisterns
> (The Penguin English Dictionary, 2nd Edition, 2003.)

Möglicherweise hat ja sogar die Wikipedia mal recht:
| Waterloo liegt somit unmittelbar an der niederländisch-
| französischen Sprachgrenze auf französischsprachiger
| Seite. Der Ortsname ist niederfränkischen Ursprungs
| und nimmt Bezug auf die wasserreiche sumpfige Gegend
| und eine alte Bezeichnung Lo(o) für Wald.

j/\a
--

Diedrich Ehlerding

unread,
Dec 28, 2013, 3:54:47 AM12/28/13
to
Martin Gerdes meinte:

> Obwohl hier ja am Wòderluh-Platz die Wòderluh-Säule steht, und wenn man
> dort (oder in den Wòderluh Beer Garden) mit der Stadtbahn hinwill, man
> an der Steischen Wòderluh (oder gleich "Wòderluh Steischen" -- Da ist
> mir doch was im Ohr?) aussteigen muß.

Ich höre hier zu Stadtbahn normalerweise die Ansage "Waterloo", weder
"Wåterlu" noch "Uåderlu". Mag sein, dass das zu Messezeiten zusätzlich so
angesagt wird; ich fahre dort nicht regelmäßig entlang.

Die Unsitte, deutsche Ortsnamen¹ englisch auszusprechen, weil man meint,
sich international geben zu müssen, ist (unabhängig von der AUssprache des
hierzustädtischen Biergartens) aber tatsächlich verbreitet und feiert
insonderheit bei der DieBahn fröhliche Urständ. Besonders schön finde ich
hier zu Bahnhof die englische Ansage, dass auf Gleis soundso bereitstehe,
der über "Berlin Spandau" und "Bööörlinn ßentrel ßtäischn" nach "Berlin
Ostgahnhof" fahre. Dito mit "Hamburg Harburg" und "Hämmbörg mäin
ßtäischn".

Diedrich


¹ja, ich weiß, dass Waterloo in Flandern liegt, das Prinzip ist aber
dasselbe

--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

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Diedrich Ehlerding

unread,
Dec 28, 2013, 5:20:07 AM12/28/13
to
Wolfgang Schwanke meinte:

> Ich find das durchaus sinnvoll, die Namen so auszusprechen wie der
> englische Muttersprachler sie kennt oder erwartet.

Das mag man so sehen, aber es ging mir um die gleichzeitige Verwendung von
"Berlin" und "Böörlinn" in einundderselben Ansage.

Diedrich

Thomas Schade

unread,
Dec 28, 2013, 5:31:09 AM12/28/13
to
On 28.12.2013 11:20, Diedrich Ehlerding wrote:
> Wolfgang Schwanke meinte:

>> Ich find das durchaus sinnvoll, die Namen so auszusprechen wie der
>> englische Muttersprachler sie kennt oder erwartet.
>
> Das mag man so sehen, aber es ging mir um die gleichzeitige Verwendung von
> "Berlin" und "B��rlinn" in einundderselben Ansage.

Das wirkt insgesamt nat�rlich etwas debil, aber zu '�entrel �t�ischn'
passt 'B���rlinn' einfach besser. Die Frage ist weniger warum 'B��rlinn'
sondern warum '�entrel �t�ischn'?


Ciao
Toscha
--
Too old to die young
And too young to die now.
[Brother Dege]
Message has been deleted

Volker Gringmuth

unread,
Dec 28, 2013, 5:40:14 AM12/28/13
to
Thomas Schade wrote:

> an einem hannoverschen Gymnasiums

Die Dativbildungen im Bairisch Platt erstaunen mich immer wieder.


vG

Thomas Schade

unread,
Dec 28, 2013, 5:46:10 AM12/28/13
to
Da k�nnen die ollen Bayern nix f�r, wenn ich eine Korrektur nicht bis zu
Ende durchf�hre.
Abgesehen davon spreche ich im eigentlichen Sinn sicher kein Bairisch.
Und 'Platt' kenne ich als Begriff nur f�r Dialekte weiter n�rdlich,
beginnend mit der Mundart im Westf�lischen. Darf ich hier also eine eher
scherzhafte Verwendung annehmen?


Ciao
Toscha
--
Flei� kann man vort�uschen,
aber faul muss man wirklich sein.

Klaus Dahlwitz

unread,
Dec 28, 2013, 5:51:26 AM12/28/13
to
Roland Franzius <roland....@uos.de> schrieb:
<http://home.arcor.de/dahlwitz/klostern.jpg>

Klaus
--
Tourist: Wo geht's hier zur U-Bahn?
Eingeborener: ... heisst hier Hochbahn!
Tourist: Wohin?
Eingeborener: ... Treppe 'runter.

Klaus Dahlwitz

unread,
Dec 28, 2013, 6:10:35 AM12/28/13
to
Diedrich Ehlerding <diedrich....@t-online.de> schrieb:
> Martin Gerdes meinte:
>
>> Obwohl hier ja am Wòderluh-Platz die Wòderluh-Säule steht, und wenn man
>> dort (oder in den Wòderluh Beer Garden) mit der Stadtbahn hinwill, man
>> an der Steischen Wòderluh (oder gleich "Wòderluh Steischen" -- Da ist
>> mir doch was im Ohr?) aussteigen muß.
>
> Ich höre hier zu Stadtbahn normalerweise die Ansage "Waterloo", weder
> "Wåterlu" noch "Uåderlu". Mag sein, dass das zu Messezeiten zusätzlich so
> angesagt wird; ich fahre dort nicht regelmäßig entlang.
>
> Die Unsitte, deutsche Ortsnamen¹ englisch auszusprechen, weil man meint,
> sich international geben zu müssen, ist (unabhängig von der AUssprache des
> hierzustädtischen Biergartens) aber tatsächlich verbreitet und feiert
> insonderheit bei der DieBahn fröhliche Urständ. Besonders schön finde ich
> hier zu Bahnhof die englische Ansage, dass auf Gleis soundso bereitstehe,
> der über "Berlin Spandau" und "Bööörlinn ßentrel ßtäischn" nach "Berlin
> Ostgahnhof" fahre. Dito mit "Hamburg Harburg" und "Hämmbörg mäin
> ßtäischn".

Nicht nur bei Ortsnamen gibt sich Die Bahn gern international - so
entdeckte ich vor einigen Monaten in Hamburg Eppendorf ein
DB Mobility Center.
<http://www.bahn.de/p/view/service/vertriebswege/mobilitycenter/mobiliyc_hamburg.shtml>

Außerdem wurden hierzustadt 2005 einige Ämter, die für den Hafen
zuständig waren - u.a. "Strom und Hafenbau" - zur Hamburg Port Authority
(Hämmbörg ...) zusammengefasst.
<http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg_Port_Authority#Geschichte>

Mein "Nachbar" Flughafen Fuhlsbüttel - ursprünglich Flughafen Groß
Borstel - heisst jetzt "Hämmbörg Ehrport".
<http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9F_Borstel#Geschichte>

Stefan Froehlich

unread,
Dec 28, 2013, 6:29:56 AM12/28/13
to
On Sat, 28 Dec 2013 09:54:47 Diedrich Ehlerding wrote:
> Die Unsitte, deutsche Ortsnamen¹ englisch auszusprechen, weil man meint,
> sich international geben zu müssen, ist (unabhängig von der AUssprache
> des hierzustädtischen Biergartens) aber tatsächlich verbreitet

Wenn man gut genug Englisch spricht, ergibt sich das aber manchmal auch
einfach zwanglos von selbst - Waterloo wuerde ich wohl auch ohne ABBA ganz
instinktiv englisch aussprechen, ebenso wie das mit dem legendaeren Fucking
passieren kann. Bei der in meiner naeheren Umgebung liegenden Webgasse ist
mir erst nach zwei oder drei Jahren aufgefallen, dass das eigentlich eine
hoechst deutsche Bezeichnung sein soll...

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Rupfen im Dröhnen der Motoren - Stefan!
(Sloganizer)

Diedrich Ehlerding

unread,
Dec 28, 2013, 6:36:41 AM12/28/13
to
Klaus Dahlwitz meinte:

> Nicht nur bei Ortsnamen gibt sich Die Bahn gern international - so
> entdeckte ich vor einigen Monaten in Hamburg Eppendorf ein
> DB Mobility Center.
>
<http://www.bahn.de/p/view/service/vertriebswege/mobilitycenter/mobiliyc_hamburg.shtml>

Daraus:

| Lassen Sie sich in entspannter Atmosphäre von kompetenten Service-
| Mitarbeitern beraten oder wählen Sie selbst im Internet in aller Ruhe
| unter einer Vielzahl von DB Leistungen aus.

Da muss aber noch Schliff dran! Ganz spontan schlage ich mindestens mal
vor:

- in relaxter Atmosphäre
- von unserer Service-Crew consulten
- DB-Services

Aber wenn sich da ein Marketingdrouide ransetzt, geht da bestimmt noch
mehr.

Diedrich

Oliver Jennrich

unread,
Dec 28, 2013, 7:24:38 AM12/28/13
to
ArnoSa...@web.de (Arno) writes:

> Oliver Jennrich <oliver....@gmx.net> wrote:
>
>> [1] Für die Puristen. Für alle anderen: U-Bahn.
>
> Ihr sprecht von Berlin oder Hamburg?

Nein, von Hannover.

--
Space - The final frontier

Joachim Pense

unread,
Dec 28, 2013, 7:58:42 AM12/28/13
to
Am 28.12.2013 11:20, schrieb Diedrich Ehlerding:
> Wolfgang Schwanke meinte:
>
>> Ich find das durchaus sinnvoll, die Namen so auszusprechen wie der
>> englische Muttersprachler sie kennt oder erwartet.
>
> Das mag man so sehen, aber es ging mir um die gleichzeitige Verwendung von
> "Berlin" und "Böörlinn" in einundderselben Ansage.
>

Man sollte den Namen "Waterloo" jedenfalls so aussprechen, wie der
deutsche Muttersprachler ihn kennt und erwartet. Also "Woterlu".

Joachim

Joachim Pense

unread,
Dec 28, 2013, 8:02:27 AM12/28/13
to
Das bestreitet ja niemand, dass das -loo in Waterloo von Wald kommt
(hier bei Nieder-Olm haben wir auch ein "Lohwäldchen"). Es ging aber
darum, ob das englische Wort "loo" (deutsch: 'Klo') von "Waterloo" kommt.

Joachim

Andy Angerer

unread,
Dec 28, 2013, 8:12:34 AM12/28/13
to
Diedrich Ehlerding formulierte aufs eloquenteste:

> Die Unsitte, deutsche Ortsnamenᅵ englisch auszusprechen,

.... ist sehr schᅵn bei Ortsnamen wie Eising, Happing oder Pang.

--
Die andere Site
mit den anderen Links
www.angerer-bodenlos.de

Andy Angerer

unread,
Dec 28, 2013, 8:16:15 AM12/28/13
to
Diedrich Ehlerding formulierte aufs eloquenteste:

> Die Unsitte, deutsche Ortsnamenᅵ englisch auszusprechen, weil man meint,
> sich international geben zu mᅵssen, ist (unabhᅵngig von der AUssprache des
> hierzustᅵdtischen Biergartens)

Welchen meinst du da eigentlich?
Gibt es in dieser Stadt wirklich nur einen?

Thomas Schade

unread,
Dec 28, 2013, 8:10:21 AM12/28/13
to
On 28.12.2013 14:16, Andy Angerer wrote:
> Diedrich Ehlerding formulierte aufs eloquenteste:

>> Die Unsitte, deutsche Ortsnamen� englisch auszusprechen, weil man meint,
>> sich international geben zu m�ssen, ist (unabh�ngig von der AUssprache des
>> hierzust�dtischen Biergartens)
>
> Welchen meinst du da eigentlich?
> Gibt es in dieser Stadt wirklich nur einen?

Ich f�rchte, du �bersch�tzt die Biergartendichte in norddeutschen
Provinzhauptst�dten.


Ciao
Toscha
--
One hundred thousand sperm and you were the fastest?
[Vertical Limit]

Diedrich Ehlerding

unread,
Dec 28, 2013, 8:17:54 AM12/28/13
to
Andy Angerer meinte:

> Welchen meinst du da eigentlich?

Den hier: http://www.waterloo-biergarten.de/
(heißt so nach dem Platz, an desssen Ecke er liegt, nach dem auch die von
Martin Gerdes in die Diskussion gebrachte U-Bahn-Station liegt).

> Gibt es in dieser Stadt wirklich nur einen?

Nein, es gibt erfreulicherweise mehrere.

Diedrich

Roland Franzius

unread,
Dec 28, 2013, 9:46:13 AM12/28/13
to
Es könnte ja auch direkt vom Wasserklosett kommen, wobei regelgemäß dass
anlautende germanische k stumm bleibt.

Ob das nun englisch, belgisch oder in deutscher Gefangenschaft zustande
kam, im WWI dürfte das spülungslose WC eine kriegsausscheidende Rolle
gespielt haben.

--

Roland Franzius

Roland Franzius

unread,
Dec 28, 2013, 9:53:01 AM12/28/13
to
Am 28.12.2013 14:10, schrieb Thomas Schade:
> On 28.12.2013 14:16, Andy Angerer wrote:
>> Diedrich Ehlerding formulierte aufs eloquenteste:
>
>>> Die Unsitte, deutsche Ortsnamen� englisch auszusprechen, weil man meint,
>>> sich international geben zu m�ssen, ist (unabh�ngig von der AUssprache des
>>> hierzust�dtischen Biergartens)
>>
>> Welchen meinst du da eigentlich?
>> Gibt es in dieser Stadt wirklich nur einen?
>
> Ich f�rchte, du �bersch�tzt die Biergartendichte in norddeutschen
> Provinzhauptst�dten.

In Hannover ist der mittlere Abstand etwa 180m. Seit der Klimaerw�rmung
und dem Rauchverbot vor 10 Jahren sind Kneipen ohne Bierg�rten kaum noch
denkbar.

--

Roland Franzius

Thomas Schade

unread,
Dec 28, 2013, 9:55:35 AM12/28/13
to
Na toll, ein weiterer Mosaikstein im gefestigten Weltbild zertr�mmert.
Mannigfaltige Bierg�rten in H-Town, wo soll das noch hinf�hren ...?


Ciao
Toscha
--
Denken Sie immer daran: jetzt sind die guten, alten Zeiten,
von denen Sie in zwanzig Jahren schw�rmen werden.
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Roland Franzius

unread,
Dec 28, 2013, 10:33:37 AM12/28/13
to
Am 28.12.2013 16:12, schrieb Stefan Ram:
> Diedrich Ehlerding <diedrich....@t-online.de> writes:
>> Die Unsitte, deutsche Ortsnamen� englisch auszusprechen, weil man meint,
>> sich international geben zu m�ssen,
>
> Ich h�tte Waterloo wahrscheinlich ebenfalls englisch ausgesprochen
> (wenn ich es mal ausgesprochen h�tte), weil ich - soweit ich mich
> erinnern kann - in meinem ganzen Leben immer die englische Aussprache
> geh�rt habe. (Geschichte und Erdkunde habe ich schon w�hrend der
> Schulzeit geistig ausgeblendet, denn ich empfand das als nutzloses
> Trivialwissen.) F�r mich ist das eben kein Ort, sondern ein Song.
>

So unterscheidet man offenbar heute Trivialwissen vom Quadrivium der
Hochkultur. Irgendwie gehts wohl den meisten wie dem K�fer auf der
Windschutzscheibe, man h�tte es kommen sehen k�nnen.

--

Roland Franzius

Diedrich Ehlerding

unread,
Dec 28, 2013, 10:35:51 AM12/28/13
to
Andy Angerer meinte:

> Die Unsitte, deutsche Ortsnamen¹ englisch auszusprechen,
>
> .... ist sehr schön bei Ortsnamen wie Eising, Happing oder Pang.

Ganz zu schweigen von Fucking.

Diedrich

Juergen Grosse

unread,
Dec 28, 2013, 11:10:52 AM12/28/13
to
Am 27.12.2013 21:50, schrieb Oliver Jennrich:

...
> Flämisch wäre natürlich dichter am Original, aber ob [watəʀˈloː] von
> jedem als der Ort der Schlacht erkannt würde?
...

Ich spräche es auf Niederländisch [ˈʋaːtərloː] aus, was sich vom
deutschen [ˈvɑːtɐloː] nur geringfügig unterschiede. Dabei hätte ich das
"Van Daale Groot woordenboek hedendaags Nederlands" und diese
<http://www.vrt.be/taal/waterloo> belgische Aussprachedatenbank auf
meiner Seite.


Tschüs, Jürgen

Florian Ritter

unread,
Dec 28, 2013, 12:54:02 PM12/28/13
to
Am Freitag, 27. Dezember 2013 21:32:32 UTC+1 schrieb Rüdiger Silberer:

> An Weihnachten kam auf 3Sat die vierteilige Verfilmung der "Elenden" von
> Hugo. Die Helden des deutschen Synchronstudios haben entweder keine
> Ahnung wo Waterloo liegt oder sie sind einfach nur so doof.
> Die Verfilmung eines französischen Romans in einer
> deutsch-französisch-amerikanischen Co-Produktion, aber Waterloo muß
> natürlich von den deutschen Synchronsprechern englisch ausgesprochen
> werden.

Wenn der Ort der finalen Schlacht der Napoleonischen Kriege gemeint ist, muß
es in deutscher Übersetzung natürlich "Belle Alliance" heißen - FR

Florian Ritter

unread,
Dec 28, 2013, 1:10:19 PM12/28/13
to
Am Samstag, 28. Dezember 2013 00:16:58 UTC+1 schrieb Thomas Schade:

> > Die Briten jedenfalls wissen, da� das kein englischer Name ist, und sagen
> > vahterlowe. Oder wie immer sie das verschriftlichen.

> Der Brite zeigt sich in dieser Hinsicht gern gro�z�gig, vor allem wenn
> er die Schlacht gewonnen hat.

Ich wollte es wäre Nacht oder die Preußen kämen.

Und sie kamen - FR

Florian Ritter

unread,
Dec 28, 2013, 1:17:33 PM12/28/13
to
Am Samstag, 28. Dezember 2013 15:46:13 UTC+1 schrieb Roland Franzius:

> > Das bestreitet ja niemand, dass das -loo in Waterloo von Wald kommt
> > (hier bei Nieder-Olm haben wir auch ein "Lohwäldchen"). Es ging aber
> > darum, ob das englische Wort "loo" (deutsch: 'Klo') von "Waterloo" kommt.

> Ob das nun englisch, belgisch oder in deutscher Gefangenschaft zustande
> kam, im WWI dürfte das spülungslose WC eine kriegsausscheidende Rolle
> gespielt haben.

Und zwar in der Ausführung als Donnerbalken - FR

Florian Ritter

unread,
Dec 28, 2013, 1:17:44 PM12/28/13
to
Am Samstag, 28. Dezember 2013 15:46:13 UTC+1 schrieb Roland Franzius:

> > Das bestreitet ja niemand, dass das -loo in Waterloo von Wald kommt
> > (hier bei Nieder-Olm haben wir auch ein "Lohwäldchen"). Es ging aber
> > darum, ob das englische Wort "loo" (deutsch: 'Klo') von "Waterloo" kommt.

> Ob das nun englisch, belgisch oder in deutscher Gefangenschaft zustande
> kam, im WWI dürfte das spülungslose WC eine kriegsausscheidende Rolle
> gespielt haben.

Andy Angerer

unread,
Dec 28, 2013, 1:41:00 PM12/28/13
to
Wolfgang Schwanke formulierte aufs eloquenteste:

> Andy Angerer <and...@angerer-bodenlos.de>
> wrote in news:bi80fe...@mid.individual.net:
>
>> Diedrich Ehlerding formulierte aufs eloquenteste:
>>
>>> Die Unsitte, deutsche Ortsnamenᅵ englisch auszusprechen,
>>
>> .... ist sehr schᅵn bei Ortsnamen wie Eising, Happing oder Pang.
>
> Und Speisen wie Brathering oder Knackwurst.

Der Brathering ist die nach dem Herrn Brathe benannte Ringstraᅵe in
Schexing, wie man weiᅵ.

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Kaiser_von_Schexing

Andy Angerer

unread,
Dec 28, 2013, 1:42:13 PM12/28/13
to
Diedrich Ehlerding formulierte aufs eloquenteste:

>> Die Unsitte, deutsche Ortsnamenᅵ englisch auszusprechen,
>>
>> .... ist sehr schᅵn bei Ortsnamen wie Eising, Happing oder Pang.
>
> Ganz zu schweigen von Fucking.

Da fᅵllts dann schon sehr schwer, es anders als englisch auszusprechen.

Andy Angerer

unread,
Dec 28, 2013, 1:44:11 PM12/28/13
to
Roland Franzius formulierte aufs eloquenteste:

> Am 28.12.2013 14:10, schrieb Thomas Schade:
>> On 28.12.2013 14:16, Andy Angerer wrote:
>>> Diedrich Ehlerding formulierte aufs eloquenteste:
>>
>>>> Die Unsitte, deutsche Ortsnamenᅵ englisch auszusprechen, weil man
>>>> meint, sich international geben zu mᅵssen, ist (unabhᅵngig von der
>>>> AUssprache des hierzustᅵdtischen Biergartens)
>>>
>>> Welchen meinst du da eigentlich?
>>> Gibt es in dieser Stadt wirklich nur einen?
>>
>> Ich fᅵrchte, du ᅵberschᅵtzt die Biergartendichte in norddeutschen
>> Provinzhauptstᅵdten.
>
> In Hannover ist der mittlere Abstand etwa 180m. Seit der Klimaerwᅵrmung
> und dem Rauchverbot vor 10 Jahren sind Kneipen ohne Biergᅵrten kaum noch
> denkbar.

Ich wuᅵte schon, warum ich, obwohl Raucher, fᅵr das Rauchverbot bin.

Andy Angerer

unread,
Dec 28, 2013, 1:51:29 PM12/28/13
to
Diedrich Ehlerding formulierte aufs eloquenteste:

> Den hier: http://www.waterloo-biergarten.de/

Gefᅵllt mir.
Sogar Franzi hams.

>> Gibt es in dieser Stadt wirklich nur einen?
>
> Nein, es gibt erfreulicherweise mehrere.

Inzwischen sah ich, daᅵ es sich um Hangov....ᅵhh.... Hannover handelt. Da
ist es wirklich erfreulich, wenn es mehrere gibt; der Ort soll ja eine mehr
als zweistellige Einwohnerzahl haben, hab ich gehᅵrt.

Andy Angerer

unread,
Dec 28, 2013, 1:54:10 PM12/28/13
to
Wolfgang Schwanke formulierte aufs eloquenteste:

> Andy Angerer <and...@angerer-bodenlos.de> wrote in
> news:bi80mb...@mid.individual.net:
>
>> Diedrich Ehlerding formulierte aufs eloquenteste:
>>
>>> Die Unsitte, deutsche Ortsnamenᅵ englisch auszusprechen, weil man
>>> meint, sich international geben zu mᅵssen, ist (unabhᅵngig von der
>>> AUssprache des hierzustᅵdtischen Biergartens)
>>
>> Welchen meinst du da eigentlich?
>> Gibt es in dieser Stadt wirklich nur einen?
>
> Biergᅵrten sind schon eher was Sᅵddeutsches.

Ich wuᅵte bisher nicht, daᅵ es sich um Hannover handelt.
Auᅵerdem vergᅵnn ich es sogar den Preussen, sich bei schᅵnem Wetter
raussetzen zu kᅵnnen. Gᅵtig wie ich bin.

Volker Gringmuth

unread,
Dec 28, 2013, 2:35:25 PM12/28/13
to
Thomas Schade wrote:

> Darf ich hier also eine eher
> scherzhafte Verwendung annehmen?

Ich kann es dir schlecht verbieten.

Geht zurück auf einen meiner Lateinlehrer, der jeden Lapsus dieser Art als
"$HERKUNFTSDORF_DES_ZU_BESCHULENDEN.er Platt" bezeichnete.


vG

Thomas Schade

unread,
Dec 28, 2013, 2:39:37 PM12/28/13
to
On 28.12.2013 20:35, Volker Gringmuth wrote:
> Thomas Schade wrote:

>> Darf ich hier also eine eher
>> scherzhafte Verwendung annehmen?
>
> Ich kann es dir schlecht verbieten.
>
> Geht zur�ck auf einen meiner Lateinlehrer, der jeden Lapsus dieser Art als
> "$HERKUNFTSDORF_DES_ZU_BESCHULENDEN.er Platt" bezeichnete.

'Morbus Heidenreichi', verstehe.


Ciao
Toscha
--
Man kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln -
ein Auto braucht Liebe. [Walter R�hrl]
Message has been deleted

Oliver Jennrich

unread,
Dec 28, 2013, 3:12:09 PM12/28/13
to
Andy Angerer <and...@angerer-bodenlos.de> writes:

> Wolfgang Schwanke formulierte aufs eloquenteste:
>
>> Andy Angerer <and...@angerer-bodenlos.de> wrote in
>> news:bi80mb...@mid.individual.net:
>>
>>> Diedrich Ehlerding formulierte aufs eloquenteste:
>>>
>>>> Die Unsitte, deutsche Ortsnamen¹ englisch auszusprechen, weil man
>>>> meint, sich international geben zu müssen, ist (unabhängig von der
>>>> AUssprache des hierzustädtischen Biergartens)
>>>
>>> Welchen meinst du da eigentlich?
>>> Gibt es in dieser Stadt wirklich nur einen?
>>
>> Biergärten sind schon eher was Süddeutsches.
>
> Ich wußte bisher nicht, daß es sich um Hannover handelt.
> Außerdem vergönn ich es sogar den Preussen,

Kgr. Hannover. Preußen nur beutehalber.

--
Space - The final frontier

Oliver Jennrich

unread,
Dec 28, 2013, 3:15:26 PM12/28/13
to
Juergen Grosse <gro...@hansenet.de> writes:

> Am 27.12.2013 21:50, schrieb Oliver Jennrich:
>
> ...
>> Flämisch wäre natürlich dichter am Original, aber ob [watəʀˈloː] von
>> jedem als der Ort der Schlacht erkannt würde?
> ...
>
> Ich spräche es auf Niederländisch [ˈʋaːtərloː] aus, was sich vom
> deutschen [ˈvɑːtɐloː] nur geringfügig unterschiede.

Hm. Ich hätte da wenigstens einen Nebenakzent auf dem lo: erwartet.

> Dabei hätte ich das "Van Daale Groot woordenboek hedendaags
> Nederlands" und diese <http://www.vrt.be/taal/waterloo> belgische
> Aussprachedatenbank auf meiner Seite.

Tja, da kann man mal sehen. Bzw. hören. Ich stehe korrigiert.
Message has been deleted

Oliver Jennrich

unread,
Dec 28, 2013, 4:21:43 PM12/28/13
to
Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> writes:

> Oliver Jennrich <oliver....@gmx.net>
> wrote in news:yg1fvpc...@ID-371.news.uni-berlin.de:
>
>>> Ich wußte bisher nicht, daß es sich um Hannover handelt.
>>> Außerdem vergönn ich es sogar den Preussen,
>>
>> Kgr. Hannover. Preußen nur beutehalber.
>
> Wenn du wirklich fundamentalistisch werden willst, dann musst du auf
> Sachsen oder evtl Ostfalen claimen.

> Die ganzen Duodezfürstentümer späterer Jahrhunderte sind ferner
> liefen.

Die reflexhafte Geringschätzung der Preußen durch die Bayern rührt doch
wohl von der Niederlage Österreichs (und den mit ihnen verbündeten
Bayern) im deutschen Krieg 1866 her.

Von mir aus. Nur war eben in diesem Krieg das Kgr. Hannover mit
Österreich verbündet (und hat im Gegensatz zu den Bayern auch mal eine
Schlacht gegen Preußen gewonnen). Von einem Bayern also herablassend als
'Preuße' bezeichnet zu werden, ist grober Undank.
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Klaus Dahlwitz

unread,
Dec 28, 2013, 5:31:03 PM12/28/13
to
Andy Angerer <and...@angerer-bodenlos.de> schrieb:
> Inzwischen sah ich, daß es sich um Hangov....ähh.... Hannover handelt. Da
> ist es wirklich erfreulich, wenn es mehrere gibt; der Ort soll ja eine mehr
> als zweistellige Einwohnerzahl haben, hab ich gehört.

Ich habe es gesehen - während der CeBIT.

Klaus
--
Hamburg, 1.12.13: Erbsenexplosion in Groß Borsteler Seniorenwohnung
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Helmut Richter

unread,
Dec 28, 2013, 6:13:38 PM12/28/13
to
On Sat, 28 Dec 2013, Oliver Jennrich wrote:

> Die reflexhafte Geringschätzung der Preußen durch die Bayern rührt doch
> wohl von der Niederlage Österreichs (und den mit ihnen verbündeten
> Bayern) im deutschen Krieg 1866 her.

Sie ist schon älter, wie ein Zitat von Aretin (1773-1824) aus dem Jahr 1810
zeigt (die "Nordlichter" hießen damals noch "Polarlichter"):

Die Norddeutschen (mit wenigen Ausnahmen) verachten und hassen die
Südteutschen, glauben sich weit vor ihnen voraus, und werden nie den
herzlichen, unbefangenen Sinn derselben zu erfassen und zu schätzen
wissen. Wenn es ihnen gelingt (wovor Gott sey) unsere üppige Lebensfülle mit
ihrer nördlichen Kälte und Steifheit zu ersticken, so ist unser Vaterland
unwiederbringlich zu Grunde gerichtet.

(http://www.deutschlandradio.de/archiv/dlr/sendungen/merkmal/264327/index.html)

Natürlich haben die Preußen mit ihrer einseitigen Betonung auf Militarismus
und auf Bürokratie die Nase in Deutschland vorn gehabt und sind im Gegensatz
zu Bayern eine Großmacht geworden. Und so waren sie halt auch in Bayern die
Lehrmeister der Nation, eine Rolle, die manche von ihnen offenbar nicht ungern
ausgefüllt haben -- und in welcher Schule sind denn schon alle Lehrer beliebt?

--
Helmut Richter
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Thomas Schade

unread,
Dec 28, 2013, 6:47:45 PM12/28/13
to
On 29.12.2013 00:43, R�diger Silberer wrote:
> Am 28.12.2013 schrieb Thomas Schade:
>> On 28.12.2013 09:48, Roland Franzius wrote:

>>>>> Welcher Depp hat eigentlich die Parole ausgegeben, da� man Waterloo
>>>>> unbedingt und auf jeden Fall immer englisch aussprechen m��te.
>>>>
>>>> Wie so oft bei Begriffen aus anderen Sprachen d�rfte auch das eine Frage
>>>> der individuellen Sozialisation sein. Wer seine Jugend in den 60er
>>>> Jahren verbracht hat, d�rfte kaum an den Kinks und ihrem Hit 'Waterloo
>>>> Sunset' vorbeigekommen sein. Unmerkw�rdigerweise sprechen die das
>>>> nat�rlich englisch aus.
>>>>
>>>> Und auch im schulischen Geschichtsunterricht haben ich das nie anders
>>>> gesprochen geh�rt. Eine Aussprache, die sich auf 'Vaterklo' reimte,
>>>> h�tten wir ganz sicher als Verballhornung empfunden.
>>>
>>> Auf einem hannoverschen Gymnasium unterschied man seinerzeit deutlich
>>> zwischen Waterloo (Belgien), Waterlooplatz/s�ule (Hannover) und
>>> Waterloostation/bridge (London) und den diversen Waterloos in Nordamerika.
>>
>> Die Breite des Bildungsspektrums an einem hannoverschen Gymnasiums macht
>> mich sprachlos. So kosmopolitisch war unsere Ausbildung nicht angelegt,
>> muss ich neidvoll zugestehen.
>
> Ich sehe darin keine Besonderheit, an unserem Gymnasium war das nicht
> anders.

Dann bewundere ich selbstredend auch dein Gymnasium und die dir
zugekommene Bildung. Ich selbst habe es leider nur zu Waterloo (Stadt in
Belgien, Schauplatz einer historischen Niederlage Napoleons) gebracht.
Weder die Waterloo-Station Londons, noch verschiedene Waterloos
Nordamerikas, geschweige denn Waterloo-Platz/-S�ule Hannovers waren
Bestandteil unseres Lehrplans.


Ciao
Toscha
--
Wir trinken wenig, aber oft und dann viel.
[Mike Kr�ger]

Joachim Pense

unread,
Dec 28, 2013, 8:39:49 PM12/28/13
to
Am 29.12.2013 00:23, schrieb Rüdiger Silberer:
> Am 28.12.2013 schrieb Joachim Pense:
>
>> Am 28.12.2013 11:20, schrieb Diedrich Ehlerding:
>>> Wolfgang Schwanke meinte:
>>>
>>>> Ich find das durchaus sinnvoll, die Namen so auszusprechen wie der
>>>> englische Muttersprachler sie kennt oder erwartet.
>>>
>>> Das mag man so sehen, aber es ging mir um die gleichzeitige Verwendung von
>>> "Berlin" und "Böörlinn" in einundderselben Ansage.
>>>
>>
>> Man sollte den Namen "Waterloo" jedenfalls so aussprechen, wie der
>> deutsche Muttersprachler ihn kennt und erwartet. Also "Woterlu".
>
> Welch ein Unsinn. Aus welchem Grunde denn? Der Ort heißt Waterloo, auf
> flämisch und auf deutsch. Aber dann ist man wohl nicht international
> genug.
>

Nein, der deutsche Muttersprachler kennt und erwartet ihn - aufgrund
eines Irrtums - anders.

Nebenbei liegt der Ort in der Wallonie.

Joachim

Volker Gringmuth

unread,
Dec 29, 2013, 2:48:47 AM12/29/13
to
Martin Gerdes wrote:

> Willst Du mit der Stadtbahn (Hallo Wolfgang!) dorthin

Also immerhin nicht mit der Ssitti Räilwäi (Hello Wolf's Walk).
Ist doch was.


vG

Volker Gringmuth

unread,
Dec 29, 2013, 2:49:40 AM12/29/13
to
Rüdiger Silberer wrote:

> Warum sind manche Menschen auf ihre mangelhafte Bildung auch noch stolz?

Es gibt sogar Leute, die sind stolz auf das Land, in dem sie geboren sind.
Wozu sie noch weniger Beitrag geleistet haben.


vG

Roland Franzius

unread,
Dec 29, 2013, 2:55:11 AM12/29/13
to
Wär jetzt rein statistisch mal interessant, was die deutsche Mutter mit
dem Begriff Waterloo so verbindet, Ehefrauen ehemals braunschweigischer
Jäger mal ausgenommen.

--

Roland Franzius

Roland Franzius

unread,
Dec 29, 2013, 3:16:34 AM12/29/13
to
Am 28.12.2013 10:16, schrieb Jens M�ller:
> Am 28.12.2013 09:48, schrieb Roland Franzius:
>> Hannover als ehemaliger Mittelpunkt des gro�brittanisch-hannoverschen
>> Weltreiches bis zur Trennung nach Amtsantritt Victorias und Ernst
>> Augusts war nat�rlich lange ein echter Ausrei�er in der durch
>> provinzielle feuerzangenbowlenm��ige Mikrokosmen gepr�gten deutschen
>> Bildungslandschaft.
>
> ... und heutzutage laufen da nicht mal mehr in angemessener H�ufigkeit
> Kinofilme in (englisch- oder sonst fremdsprachiger) Originalversion ...
>

Hannober ist ein Paradebeispiel der Niedergangs einer Kulturnation, die
Leibniz, Lichtenberg, Gau� und Grimm hatte, durch engagierte
Schulpolitiker.

Das begann mit Ernst August und der Vertreibung der G�ttinger Sieben ins
Preu�ische, dem Aufbau der G�ttinger Uni als Hort der Reaktion zwischen
1848 und 1945, der Vertreibung der G�ttinger Intlligenz 1933, der
Schlie�ung des Ratsgymnasiums durch den Rat der Stadt, welcher zwei
humanistische Gymnasien als zu teuer erschienen und zeigte sich zB in
den sechziger Jahren, als der Bauern- und Arbeiterlandtag eine Reform
der Eremitenverg�tung an nieders. Universit�ten beschloss.

Anschlie�end beendete derzeitiger Verteidigungsministerin Vater jegliche
Modernisierungs- und Demokratisierungsbem�hungen im Bildungswesen des
vom Vechtaer Landrat in Geiselhaft genommene arme Land bis die Republik
schlie�lich soweit herabsank, einen Osnabr�cker Studentenf�hrer zum
Bundespr�sidententen zu w�hlen.

Mittlerweile sieht das KWRG in Hannober aus wie ein heruntergekommene
Kaserne in Oberserbien. Die Toiletten im Untergeschoss erinnerten mich
jedenfalls an die Verrohrungen im Belgrader Hauptbahnhof anno 1963.

--

Roland Franzius
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Thomas Schade

unread,
Dec 29, 2013, 5:08:12 AM12/29/13
to
On 29.12.2013 09:16, Roland Franzius wrote:
> Am 28.12.2013 10:16, schrieb Jens M�ller:

>>> Hannover als ehemaliger Mittelpunkt des gro�brittanisch-hannoverschen
>>> Weltreiches bis zur Trennung nach Amtsantritt Victorias und Ernst
>>> Augusts war nat�rlich lange ein echter Ausrei�er in der durch
>>> provinzielle feuerzangenbowlenm��ige Mikrokosmen gepr�gten deutschen
>>> Bildungslandschaft.
>>
>> ... und heutzutage laufen da nicht mal mehr in angemessener H�ufigkeit
>> Kinofilme in (englisch- oder sonst fremdsprachiger) Originalversion ...
>>
>
> Hannober ist ein Paradebeispiel der Niedergangs einer Kulturnation, die
> Leibniz, Lichtenberg, Gau� und Grimm hatte, durch engagierte
> Schulpolitiker.

Sie haben offensichtlich ganze Arbeit geleistet.


Ciao
Toscha
--
Newton's third Law of Emotion:
For every male action there is a female overreaction.

Jakob Achterndiek

unread,
Dec 29, 2013, 6:11:45 AM12/29/13
to
Am 29.12.2013, 09:16 Uhr, schrieb Roland Franzius <roland....@uos.de>:

> Hannober ist ein Paradebeispiel [..] Belgrader Hauptbahnhof anno 1963.

Eine brillante Philippika!

j/\a

ps.:
[Nur bei den Eremiten sind r und m in die falschen Lücken gerutscht.]
--

Roland Franzius

unread,
Dec 29, 2013, 6:22:01 AM12/29/13
to
Am 29.12.2013 12:11, schrieb Jakob Achterndiek:
> Am 29.12.2013, 09:16 Uhr, schrieb Roland Franzius <roland....@uos.de>:
>
>> Hannober ist ein Paradebeispiel [..] Belgrader Hauptbahnhof anno 1963.
>
> Eine brillante Philippika!

> ps.:
> [Nur bei den Eremiten sind r und m in die falschen Lücken gerutscht.]

Ich hätte das Exemplum ja nicht gebracht, wäre das nicht so des
Niedersächsischen Gesetzesgebers Original gewesen.

--

Roland Franzius

Klaus Pommerening

unread,
Dec 29, 2013, 6:59:54 AM12/29/13
to
Andy Angerer schwᅵrmte:
> Diedrich Ehlerding formulierte aufs eloquenteste:
>> Die Unsitte, deutsche Ortsnamenᅵ englisch auszusprechen,
> .... ist sehr schᅵn bei Ortsnamen wie Eising, Happing oder Pang.

Bei Tuningen ist mir das tatsᅵchlich schon passiert. Wenn auf der
A81 bei Bad Dᅵrrheim ein aufgemotzter Mᅵchtegern-Rennwagen an einem
vorbeirᅵhrt ...
--
Klaus Pommerening
Alemannisch fᅵr Anfᅵnger:
a mer dure = Das geht mir total am Arsch vorbei.

Jakob Achterndiek

unread,
Dec 29, 2013, 7:23:00 AM12/29/13
to
| Staunend liest's der anbetroffne ... .
[ Chr.M.]

j/\a
--

W. Jakobs

unread,
Dec 29, 2013, 7:56:42 AM12/29/13
to
Am 28.12.2013 10:27, schrieb Jakob Achterndiek:
> ....
> | Waterloo liegt somit unmittelbar an der niederländisch-
> | französischen Sprachgrenze auf französischsprachiger
> | Seite. Der Ortsname ist niederfränkischen Ursprungs
> | und nimmt Bezug auf die wasserreiche sumpfige Gegend
> | und eine alte Bezeichnung Lo(o) für Wald.


Davon wahrscheinlich auch Hohenlohe.
Auch Lohmann,Lohmeyer, Löhle etc. sind Wohnstättennamen.

(cf. lat. lucus)





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Lars Bräsicke

unread,
Dec 29, 2013, 8:40:09 AM12/29/13
to
Am 29.12.2013 10:41, schrieb Wolfgang Schwanke:
> Joachim Pense <sn...@pense-mainz.eu> wrote in
> news:bi9cr6...@mid.individual.net:
>
>> Nebenbei liegt der Ort in der Wallonie.
>
> Wie kommt es dann zu einem fl�mischen Namen? Es hei�t doch oft, die
> romanisch-germanische Sprachgrenze sei seit 1000 Jahren unver�ndert.

Der Ort kann den Namen ja auch schon 1000 Jahre haben.
Wichtig f�r Ortsnamen ist zudem ja nicht unbedingt das Gebrabbel seiner
Einwohner, sondern die Sprache der Herrschenden.

Andy Angerer

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Dec 29, 2013, 9:53:16 AM12/29/13
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Wolfgang Schwanke formulierte aufs eloquenteste:

> Andy Angerer <and...@angerer-bodenlos.de>
> wrote in news:bi8kfv...@mid.individual.net:
>
>>> Biergᅵrten sind schon eher was Sᅵddeutsches.
>>
>> Ich wuᅵte bisher nicht, daᅵ es sich um Hannover handelt.
>> Auᅵerdem vergᅵnn ich es sogar den Preussen, sich bei schᅵnem Wetter
>> raussetzen zu kᅵnnen. Gᅵtig wie ich bin.
>
> Ach es gibt in Preuᅵen jede Menge Gaststᅵtten, wo man sich bei schᅵnem
> Wetter raussetzen kann. Die sind nur nicht so bierzentriert.

"Was ist? Gehen wir in den Doornkaat-Garten?"
Wie gesagt; ich vergᅵnns Euch.

--
Die andere Site
mit den anderen Links
www.angerer-bodenlos.de

Andy Angerer

unread,
Dec 29, 2013, 9:53:57 AM12/29/13
to
Oliver Jennrich formulierte aufs eloquenteste:

> Andy Angerer <and...@angerer-bodenlos.de> writes:
>
>> Wolfgang Schwanke formulierte aufs eloquenteste:
>>
>>> Andy Angerer <and...@angerer-bodenlos.de> wrote in
>>> news:bi80mb...@mid.individual.net:
>>>
>>>> Diedrich Ehlerding formulierte aufs eloquenteste:
>>>>
>>>>> Die Unsitte, deutsche Ortsnamenᅵ englisch auszusprechen, weil man
>>>>> meint, sich international geben zu mᅵssen, ist (unabhᅵngig von der
>>>>> AUssprache des hierzustᅵdtischen Biergartens)
>>>>
>>>> Welchen meinst du da eigentlich?
>>>> Gibt es in dieser Stadt wirklich nur einen?
>>>
>>> Biergᅵrten sind schon eher was Sᅵddeutsches.
>>
>> Ich wuᅵte bisher nicht, daᅵ es sich um Hannover handelt.
>> Auᅵerdem vergᅵnn ich es sogar den Preussen,
>
> Kgr. Hannover. Preuᅵen nur beutehalber.

Alles nᅵrdlich von Ingolstadt....

Andy Angerer

unread,
Dec 29, 2013, 9:58:46 AM12/29/13
to
Wolfgang Schwanke formulierte aufs eloquenteste:

> Oliver Jennrich <oliver....@gmx.net>
> wrote in news:yg11u0w...@ID-371.news.uni-berlin.de:
>
>> Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> writes:
>>
>>> Oliver Jennrich <oliver....@gmx.net>
>>> wrote in news:yg1fvpc...@ID-371.news.uni-berlin.de:
>>>
>>>>> Ich wuᅵte bisher nicht, daᅵ es sich um Hannover handelt.
>>>>> Auᅵerdem vergᅵnn ich es sogar den Preussen,
>>>>
>>>> Kgr. Hannover. Preuᅵen nur beutehalber.
>>>
>>> Wenn du wirklich fundamentalistisch werden willst, dann musst du auf
>>> Sachsen oder evtl Ostfalen claimen.
>>
>>> Die ganzen Duodezfᅵrstentᅵmer spᅵterer Jahrhunderte sind ferner
>>> liefen.
>>
>> Die reflexhafte Geringschᅵtzung der Preuᅵen durch die Bayern rᅵhrt
>> doch wohl von der Niederlage ᅵsterreichs (und den mit ihnen
>> verbᅵndeten Bayern) im deutschen Krieg 1866 her.
>
> Ja, oder von dem ganzen Konglomerat der Ereignisse um 1871, welche
> Facette im Einzelnen wissense vermutlichs selbst nicht mehr. Hatte ja
> nochmal einen Reflex 1949.
>
>> Von mir aus. Nur war eben in diesem Krieg das Kgr. Hannover mit
>> ᅵsterreich verbᅵndet (und hat im Gegensatz zu den Bayern auch mal eine
>> Schlacht gegen Preuᅵen gewonnen). Von einem Bayern also herablassend
>> als 'Preuᅵe' bezeichnet zu werden, ist grober Undank.
>
> Das ist es auch, wenn die Bezeichnung zutreffend ist. Aber im Zweifel
> ist "Preuᅵe" im bayerischen Sprachgebrauch einfach ein Synonym fᅵr
> "Nichtbayer", und das kann man als unfreiwilliges Kompliment verstehen.

Genau; wei andanfois songma "Saubreissn".

Andy Angerer

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Dec 29, 2013, 10:02:00 AM12/29/13
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Martin Gerdes formulierte aufs eloquenteste:

> Ahem -- habe ich all das in jᅵngerer Vergangenheit denn nicht schon
> einmal geschrieben?

Ja.
Aber erst, nachdem meine Frage schon raus war.
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