sprechen sich Soldaten heute in der Bundeswehr in Gegenwart
von Zivilisten mit "Kamerad Huckebein" oder "Kamerad $Rang"
oder noch ganz anders an?
Wie war das in der Wehrmacht?
Und sind SS-ler (irgendwer schrieb, die geh�rten zur Wehrmacht)
eher Kameraden oder eher Genossen?
K�nnte es sein, dass irgendwer von denen die Anrede
"Bruder" benutzt hat?
chr
> sprechen sich Soldaten heute in der Bundeswehr in Gegenwart
> von Zivilisten mit "Kamerad Huckebein" oder "Kamerad $Rang"
> oder noch ganz anders an?
Entweder Herr/Frau + Dienstgrad oder einfach mit Herr/Frau + Name.
--
Diedrich
> Guten Abend allerseits,
>
> sprechen sich Soldaten heute in der Bundeswehr in Gegenwart
> von Zivilisten mit "Kamerad Huckebein" oder "Kamerad $Rang"
> oder noch ganz anders an?
>
> Wie war das in der Wehrmacht?
>
> Und sind SS-ler (irgendwer schrieb, die gehörten zur Wehrmacht)
Sie waren keine Wehrmachtsangehörige (capital W), aber faktisch Teil
der Wehrmacht (lower case w).
> eher Kameraden oder eher Genossen?
Kameraden. Genossen gab es nur unter Kommunisten. Peh Gehs nur unter
NSDAP-Angehörigen, und auch dann nur, wenn sie sonst keinen Rang hatten.
> Könnte es sein, dass irgendwer von denen die Anrede
> "Bruder" benutzt hat?
Kann nicht ausgeschlossen werden.
Btw, die Waffen-SS "celebrated diversity" before anybody knew that word.
--
I invented a microwave crematory. Way faster, but as it turns out you
have to punch holes in them first. Found that out the hard way.
>> sprechen sich Soldaten heute in der Bundeswehr in Gegenwart
>> von Zivilisten mit "Kamerad Huckebein" oder "Kamerad $Rang"
>> oder noch ganz anders an?
>
>Entweder Herr/Frau + Dienstgrad oder einfach mit Herr/Frau + Name.
Dienstgrad und Name geht doch auch, zumindest von oben nach unten?
"Gefreiter Dirks, nennen Sie das geputzte Schuhe!?"
Einigerma�en gleichrangige Soldaten sprechen sich heute auch in
Gegenwart von Zivilisten mit dem Vornamen an, wenn sie sich kennen.
--
Viele Gr��e
Gerald Fix
Drum frage ich ja Kompetenzen wie Dich.
>
>> K�nnte es sein, dass irgendwer von denen die Anrede
>> "Bruder" benutzt hat?
>
> Feldkaplan willste nicht h�ren?
:-)
chr
> Und sind SS-ler (irgendwer schrieb, die gehᅵrten zur Wehrmacht)
Dann schrieb irgendwer cshlaf. Die SS (= SchutzStaffel) war zwar
ausgerᅵstet wie die Wehrmacht, aber eine Organisationsgruppe der
Partei. Dadurch konnte sie die Parteiziele brutalstmᅵglich durchsetzen
und war nicht an soldatische "Tugenden" gebunden.
Da Didi
--
Dieter Brᅵgmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de
ᅵ * Gichtkunst +45% * Fratzkati +46,14 * Reichsflugscheiben -2,44$ * W
> Dienstgrad und Name geht doch auch, zumindest von oben nach unten?
Stimmt, ja.
--
Diedrich
>
> Genossen? Clown jefrühstückt?
>
Mach mir den Flori!
Joachim
Allgemeine SS != Waffen-SS. Das sollte und muss man zumal in der zweiten
Kriegshᅵlfte unterscheiden, womit nicht impliziert werden soll, dass die
Waffen-SS Teil der Wehrmacht gewesen sei. Es gibt in der Tat
unterschiede, auch wenn sich diese *teilweise* nivellierten, als IIRC
seit 1942 Wehrpflichtige zur Waffen-SS eingezogen wurden. Gleichzeitig
ist nicht zu ᅵbersehen, dass die Waffen-SS auch das Wachpersonal der KL
stellte und es durchaus Austausch zwischen Fronttruppe und
Lagermannschaften gab.
Im alltäglichen Sprachgebrauch weiß ich das nicht, in Feldpostbriefen
findet man "Kameraden" häufig.
>> Wie war das in der Wehrmacht?
>>
>> Und sind SS-ler (irgendwer schrieb, die gehörten zur Wehrmacht)
Da dürfte es gerade bei den Mannschaften wenig Unterschiede zur
Wehrmacht gegeben haben, wobei Waffen-SS != Allgemeine SS, siehe
Parallelposting.
> Sie waren keine Wehrmachtsangehörige (capital W), aber faktisch Teil der
> Wehrmacht (lower case w).
Das ist theoretisch wie faktisch falsch, auch wenn die Grenzen im
Kriegsverlauf fließender wurden. Von Erscheinungen des letzten
Kriegsjahres wie den Volksgrenadierdivisionen mal abgesehen und den
Folgen davon, dass Himmler seit Ende Juli 1944 als Befehlshaber des
Ersatzheeres amtierte.
>
>> eher Kameraden oder eher Genossen?
>
> Kameraden. Genossen gab es nur unter Kommunisten. Peh Gehs nur unter
> NSDAP-Angehörigen, und auch dann nur, wenn sie sonst keinen Rang hatten.
Auch das ist falsch. Der Begriff "Genosse" war im Nationalsozialismus
durchaus gebräuchlich, siehe eben Pg., aber auch "Volksgenosse". Und Pg.
war keineswegs nur Anrede für niedere Chargen, sondern bis in die
höchsten Ränge üblich. In Schreiben reden sich Gauleiter untereinander
als "Lieber Pg." XY, an, in amtlichen Schreiben fällt das Pg. ebenfalls
nicht unter den Tisch, etwa bei Staatssekretären oder Ministern.
>> Könnte es sein, dass irgendwer von denen die Anrede
>> "Bruder" benutzt hat?
Ist mir noch nie untergekommen. In Feldpostbriefen, die sich nah an der
Alltagssprache bewegen, sicher nicht. Von Ordensleuten, die an andere
Ordensleute schrieben, mal abgesehen ;-)
> > Genossen? Clown jefrühstückt?
>
> Mach mir den Flori!
Hat Pense Jucken im Mett? FR
Welche Ordensleute?
Ich lese gerade den Briefwechsel zw. Ernst Jünger und Fr. Hielscher.
F.H. hatte es geschafft, im ideologischen Amt der SS, dem "Ahnenerbe",
eine Widerstandszelle aufzubauen, konnte aber nicht verhindern, daß
der Chef des Amtes, Siewers, von den Amis aufgehängt wurde. Mir vieles
unverständlich - FR
Nicht mal, es war eher wildes Raten. In meinem Text kommt eine
Streife aus SS-Leuten, Pfeilkreuzlern, Hausmeister und Blockwart
in einen (Luftschutz-)Keller, und auf Ungarisch reden die SS-ler
und der Hausmeister sich gegenseitig mit "Bruder" an. Das kam
mir auf Dt. so unwahrscheinlich vor, dass ich geraten habe.
chr
Klar kann es, wird es auch sehr wahrscheinlich. Aber man muss,
finde ich, wenn man eine �bersetzungsentscheidung trifft,
das Drumherum kennen (bzw. mehr wissen, als man hinschreibt).
Deshalb lese ich parallel B�cher �ber die Ereignisse, die
im Hintergrund der Handlung stehen, und nach M�glichkeit
O-Ton-Berichte �ber dieselben oder �hnliche Ereignisse auf
Deutsch.
chr
Wenn nicht das deutsche Wort "Bruder" verwendet worden ist, sondern ein
ungarisches Wort, das zwar in erster Linie den entsprechenden
Verwandtschaftgrad bezeichnet, aber als Anrede unter Nichtverwandten in
deinem Kontext unauff�llig auf Muttersprachler des Ungarischen wirkt,
solltest du meiner �berzeugung nach nicht "Bruder" schreiben, weil man im
Deutschen eben nicht so sagt. Ansonsten w�rdest du nicht die Stilebene
wechseln, sondern das unterlassen, wof�r �bersetzer da sind. Was in der
Ausgangssprache nat�rlich wirkt, sollte auch in der Zielsprache nat�rlich
wirken.
Hemingway hat die Dialoge in "For Whom the Bell Tolls" in gedanklich aus dem
Spanischen �bersetztem, kompromisslos unnat�rlichem Englisch geschrieben.
Dazu geh�rt beispielweise das Pronomen "thou", das dem Spanischen "t�"
("du") entsprechen soll. Ich halte so etwas f�r Unsinn.
Gr��e,
Ekkehard
>> Und sind SS-ler (irgendwer schrieb, die geh�rten zur Wehrmacht)
>
> Das ist falsch.
>
>> eher Kameraden oder eher Genossen?
>
> F�r die Soldaten waren sie wohl keine Kameraden.
Weil die 'Soldaten', ich vermute du meinst damit Wehrmachtsangeh�rige,
bekanntlich alle edel und gut waren? Und sich somit von den ach so viel
b�seren SS-lern abgrenzen mussten?
Ciao
Toscha
--
Death before Dishonour
[The Exploited]
Nein, es ist das Wort f�r Bruder, das f�r Verwandte eher nicht
benutzt wird, aber z.B. in der Bibel da, wo es bei uns "Br�der
und Schwestern" hei�t. Da es sexusindifferent ist, reicht auf
Ungarisch ein Wort.
> aber als Anrede unter Nichtverwandten in
> deinem Kontext unauff�llig auf Muttersprachler des Ungarischen wirkt,
> solltest du meiner �berzeugung nach nicht "Bruder" schreiben, weil man im
> Deutschen eben nicht so sagt.
Da hast Du recht. Auch wenn sich Angeh�rige der betreffenden
Personengruppen auf Dt. nie so ansprechen und ich aber nach
gr�ndlichem �berlegen zu dem Schluss komme, dass es an der
Stelle nicht ironisch gemeint ist, muss ich mich anders
entscheiden.
> Ansonsten w�rdest du nicht die Stilebene
> wechseln, sondern das unterlassen, wof�r �bersetzer da sind. Was in der
> Ausgangssprache nat�rlich wirkt, sollte auch in der Zielsprache nat�rlich
> wirken.
Das ist "den Text zum Leser". Anders als Herr Schleiermacher bin
ich nicht der Ansicht, es ginge nur ganz das eine oder ganz das
andere, und jeder �bersetzer muss in jedem Text (und wahrscheinlich
sogar an jeder Stelle) wieder neu entscheiden, wieviel Fremdheit
er den LEsern zumuten will.
Die Auffassungen dar�ber gehen auseinander, und die Deine ist
eine von den h�ufiger vertretenen.
Gru�
Christina
>>>> Und sind SS-ler (irgendwer schrieb, die geh�rten zur Wehrmacht)
>>>
>>> Das ist falsch.
>>>
>>>> eher Kameraden oder eher Genossen?
>>>
>>> F�r die Soldaten waren sie wohl keine Kameraden.
>>
>> Weil die 'Soldaten', ich vermute du meinst damit Wehrmachtsangeh�rige,
>> bekanntlich alle edel und gut waren? Und sich somit von den ach so viel
>> b�seren SS-lern abgrenzen mussten?
>
> Als Soldaten werden normalerweise die Angeh�rigen der regul�ren Armee
> bezeichnet. Man k�nnt auch jeden der eine Waffe tr�gt so bezeichnen,
> oder jeden der Stiefel tr�gt. Hilfreich ist das aber nicht.
Waren denn nun die Mitarbeiter der Waffen-SS 'Soldaten' im
urspr�nglichen Sinn oder nicht? Ich empfand sie immer als solche, muss
mit der Einsch�tzung aber nicht richtig liegen.
> Und bekanntlich war das Verh�ltnis zwischen Wehrmacht und SS nicht das
> allerbeste.
Das mag sein, bekannt war mir das nicht. Es gibt jedenfalls ausreichend
Belege f�r gedeihliche Zusammenarbeit. Dass viele 'einfache' Soldaten
der Wehrmacht mit der SS nicht sympathisierten, steht auf einem anderen
Blatt. Aber viele sympathisierten ja nicht einmal mit der eigenen F�hrung.
> Ich w�re Dir auch noch dankbar, wenn Du Deine saudummen Unterstellungen,
> lassen k�nntest. Ich habe nichts geschrieben, womit Du so etwas
> rechtfertigen k�nntest.
Nein, hast du nicht. Ich habe lediglich das von dir Geschriebene nicht
verstanden. Es macht allerdings eine Diskussion nicht unbedingt leichter
wenn man den Gegen�ber nicht fragen darf, was er meint.
Ciao
Toscha
--
Peace sells ...
But who's buying?
[Megadeth]
>On 11.07.2009 00:37, Rüdiger Silberer wrote:
>> Am 10.07.2009 schrieb Thomas Schade:
>
>>>>> Und sind SS-ler (irgendwer schrieb, die gehörten zur Wehrmacht)
>>>>
>>>> Das ist falsch.
>>>>
>>>>> eher Kameraden oder eher Genossen?
>>>>
>>>> Für die Soldaten waren sie wohl keine Kameraden.
>>>
>>> Weil die 'Soldaten', ich vermute du meinst damit Wehrmachtsangehörige,
>>> bekanntlich alle edel und gut waren? Und sich somit von den ach so viel
>>> böseren SS-lern abgrenzen mussten?
>>
>> Als Soldaten werden normalerweise die Angehörigen der regulären Armee
>> bezeichnet. Man könnt auch jeden der eine Waffe trägt so bezeichnen,
>> oder jeden der Stiefel trägt. Hilfreich ist das aber nicht.
>
>Waren denn nun die Mitarbeiter der Waffen-SS 'Soldaten' im
>ursprünglichen Sinn oder nicht? Ich empfand sie immer als solche, muss
>mit der Einschätzung aber nicht richtig liegen.
>
>> Und bekanntlich war das Verhältnis zwischen Wehrmacht und SS nicht das
>> allerbeste.
>
>Das mag sein, bekannt war mir das nicht. Es gibt jedenfalls ausreichend
>Belege für gedeihliche Zusammenarbeit. Dass viele 'einfache' Soldaten
>der Wehrmacht mit der SS nicht sympathisierten, steht auf einem anderen
>Blatt. Aber viele sympathisierten ja nicht einmal mit der eigenen Führung.
>
Ich möchte allen, die sich rege an dieser Teildiskussion beteiligt
haben, wärmstens das Buch "Der Orden unter dem Totenkopf", ISBN-10:
3572013429 empfehlen.
Gruß Uwe
--
Wie spricht man denn das Leerzeichen mit Akut aus? "Hmp!" oder so?
vG o
L_
=== http://www.sicherheitslampe.de === OL
> Ich m�chte allen, die sich rege an dieser Teildiskussion beteiligt
> haben, w�rmstens das Buch "Der Orden unter dem Totenkopf", ISBN-10:
> 3572013429 empfehlen.
Von Heinz H�hne, erstmals 1967 bei Bertelsmann erschienen.
Schlie�e mich der Empfehlung an.
M.
> On Sat, 11 Jul 2009 11:25:05 +0200, Thomas Schade <tos...@rrr.de>
> wrote:
>
>> On 11.07.2009 00:37, Rᅵdiger Silberer wrote:
>>> Am 10.07.2009 schrieb Thomas Schade:
>>
>>>>>> Und sind SS-ler (irgendwer schrieb, die gehᅵrten zur Wehrmacht)
>>>>>
>>>>> Das ist falsch.
>>>>>
>>>>>> eher Kameraden oder eher Genossen?
>>>>>
>>>>> Fᅵr die Soldaten waren sie wohl keine Kameraden.
>>>>
>>>> Weil die 'Soldaten', ich vermute du meinst damit Wehrmachtsangehᅵrige,
>>>> bekanntlich alle edel und gut waren? Und sich somit von den ach so viel
>>>> bᅵseren SS-lern abgrenzen mussten?
>>>
>>> Als Soldaten werden normalerweise die Angehᅵrigen der regulᅵren Armee
>>> bezeichnet. Man kᅵnnt auch jeden der eine Waffe trᅵgt so bezeichnen,
>>> oder jeden der Stiefel trᅵgt. Hilfreich ist das aber nicht.
>>
>> Waren denn nun die Mitarbeiter der Waffen-SS 'Soldaten' im
>> ursprᅵnglichen Sinn oder nicht? Ich empfand sie immer als solche, muss
>> mit der Einschᅵtzung aber nicht richtig liegen.
>>
>>> Und bekanntlich war das Verhᅵltnis zwischen Wehrmacht und SS nicht das
>>> allerbeste.
>>
>> Das mag sein, bekannt war mir das nicht. Es gibt jedenfalls ausreichend
>> Belege fᅵr gedeihliche Zusammenarbeit. Dass viele 'einfache' Soldaten
>> der Wehrmacht mit der SS nicht sympathisierten, steht auf einem anderen
>> Blatt. Aber viele sympathisierten ja nicht einmal mit der eigenen Fᅵhrung.
>>
>
> Ich mᅵchte allen, die sich rege an dieser Teildiskussion beteiligt
> haben, wᅵrmstens das Buch "Der Orden unter dem Totenkopf", ISBN-10:
> 3572013429 empfehlen.
Dieses Buch wurde auch in der Sendung "Planet Wissen" vom 28.4.[1]
empfohlen.
Da Didi
Verfuᅵgenotetes:
================
[1] http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,,,,,,6500223B297F67B7E0440003BA5E08BC,,,,,,,,,,,,,,,.html
--
Dieter Brᅵgmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de
89 * Stᅵrung * Kaffeekasse +3,91ᅵ * HOUSTON: Wir haben ein Problem! *
> Das mag sein, bekannt war mir das nicht. Es gibt jedenfalls ausreichend
> Belege für gedeihliche Zusammenarbeit.
Eben.
> Dass viele 'einfache' Soldaten
> der Wehrmacht mit der SS nicht sympathisierten, steht auf einem anderen
> Blatt.
Und man müsste herausklamüsern, inwieweit und wie sehr "Wir waren
Wehrmacht, und die von der bösen Waffen-SS" Nachkriegsweißwascherei der
eigenen Weste war.
--
If I ever see a DeLorean I will go up to the owner and ask "Is that a
Scirocco?"
> >> Und sind SS-ler (irgendwer schrieb, die gehörten zur Wehrmacht)
>
> > Das ist falsch.
>
> >> eher Kameraden oder eher Genossen?
>
> > Für die Soldaten waren sie wohl keine Kameraden.
>
> Weil die 'Soldaten', ich vermute du meinst damit Wehrmachtsangehörige,
> bekanntlich alle edel und gut waren? Und sich somit von den ach so viel
> böseren SS-lern abgrenzen mussten?
In dem Bergwerk bei Tusla, in dem mein Vater etliche Jahre als
Gefangener war, grenzten sich Wehrmachts- und SS-Offz. allerdings
voneinander ab, aber nicht wg. edel oder böse, vielmehr wirkten
Konkurrenzdinge und beiderseits negative Erfahrungen mit den jeweils
anderen aus dem Krieg fort. Es wurde aber ohne Ansehen der Person
gesiezt und mit "Herr Kamerad" angeredet.
Übrigens wurden wir beim Wehrsport in der DDR (GST) von Vorgesetzten
auch mit "Kamerad" und Nachnamen angesprochen (sprecht mich doch
gelegentlich darauf an, daß ich eine leicht angesoffene Rede des GST-
Chefs der Univ. Gwd., Herold Busch [wie kommen schlichte Eltern
darauf, ihr Kind "Herold" zu nennen?], wiedergebe) - FR
> >>>> Gegen Kriegende wurden manchmal ganze Verbände von der Wehrmacht zur
> >>>> Waffen-SS "versetzt". Speziell nach dem 20. Juni 1944 stieg die
> >>>> Stellung Himmlers und der SS gegenüber der Wehrmacht stark an.
> >>> Warum das? Konnte in dem Verein irgendwer hellsehen?
> >> Offiziell nicht.
> >> Eine kämpfende Truppe erfordert es nun einmal, daß dort zwischen
> >> "richtigen Soldaten" und Wehrpflichtigen unterschieden wird, und von
> >> ersteren waren dann wohl irgendwann die schon reichlich viele
> >> verbraucht.
> > Vielleicht war mein Zitat zu lang, aber eigentlich ging's mir um das
> > Datum.
>
> So, Deinetwegen muß ich mich jetzt bücken. Er ist nämlich gefallen.
Zugegeben, ich bin blöd: aber wer ist gefallen? FR
> > Weil die 'Soldaten', ich vermute du meinst damit Wehrmachtsangehörige,
> > bekanntlich alle edel und gut waren? Und sich somit von den ach so viel
> > böseren SS-lern abgrenzen mussten?
>
> Als Soldaten werden normalerweise die Angehörigen der regulären Armee
> bezeichnet. Man könnt auch jeden der eine Waffe trägt so bezeichnen,
> oder jeden der Stiefel trägt. Hilfreich ist das aber nicht.
>
> Und bekanntlich war das Verhältnis zwischen Wehrmacht und SS nicht das
> allerbeste.
Wie wahr. Und wie übrigens in der DDR auch das Verh. zw. Polizei &
Stasi.
> Ich wäre Dir auch noch dankbar, wenn Du Deine saudummen Unterstellungen,
> lassen könntest. Ich habe nichts geschrieben, womit Du so etwas
> rechtfertigen könntest.
Nu komm, Jung, nicht so dünnhäutig reagieren, Der Schade hat zwar
nicht alle Tassen im Schrank, aber das bewegt sich doch innerhalb der
tolle Ranzgrenze.
Herr Ritter
>> > Vielleicht war mein Zitat zu lang, aber eigentlich ging's mir um das
>> > Datum.
>>
>> So, Deinetwegen mu� ich mich jetzt b�cken. Er ist n�mlich gefallen.
>
> Zugegeben, ich bin bl�d: aber wer ist gefallen? FR
Der Groschen, wie man fr�her sagte?
Ciao
Toscha
--
Der Sport ist dazu da, dass man ges�nder stirbt,
und nicht dazu, dass man l�nger lebt.
[Ludwig Prokop]
> Übrigens wurden wir beim Wehrsport in der DDR (GST) von Vorgesetzten
> auch mit "Kamerad" und Nachnamen angesprochen
War "Genosse" nur speziellen Konstellationen vorbehalten?
Joachim
Genosse war die Anrede unter Angehörigen der SED. Später wurde das auf
die NVA bzw. die bewaffneten Organe ausgedehnt, nicht ohne daß es da
hin und wieder zu Negativreaktionen kam.
GSTler waren Kameraden.
> On Sun, 12 Jul 2009 23:22:42 +0200, Joachim Pense
> <sn...@pense-mainz.eu> wrote:
>
>>
>>War "Genosse" nur speziellen Konstellationen vorbehalten?
>
> Genosse war die Anrede unter Angehörigen der SED. Später wurde das auf
> die NVA bzw. die bewaffneten Organe ausgedehnt, nicht ohne daß es da
> hin und wieder zu Negativreaktionen kam.
>
Negativreaktionen von welcher Seite? Haben sich die Soldaten dagegen
beschwert, Genosse zu sagen? (Kann ich mir schlecht vorstellen). Oder die
SEDler? Gab es viele Offiziere/Unteroffiziere, die nicht in der Partei
waren?
Joachim
> �brigens wurden wir beim Wehrsport in der DDR (GST)
Darf ich freundlich um Aufdr�selung des K�rzels "GST" bitten?
M.
>>>> Vielleicht war mein Zitat zu lang, aber eigentlich ging's
>>>> mir um das Datum.
>>> So, Deinetwegen mu� ich mich jetzt b�cken. Er ist n�mlich
>>> gefallen.
>> Zugegeben, ich bin bl�d: aber wer ist gefallen? FR
> Der Groschen, wie man fr�her sagte?
Was denn sonst.
M.
> Flori <flor...@yahoo.com> wrote:
>
>> Übrigens wurden wir beim Wehrsport in der DDR (GST)
>
> Darf ich freundlich um Aufdröselung des Kürzels "GST" bitten?
>
Gesellschaft für Sport und Technik.
Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, besser ein Lendenscherz als gar kein Witz.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>
> Flori <flor...@yahoo.com> wrote:
>
>> Übrigens wurden wir beim Wehrsport in der DDR (GST)
>
> Darf ich freundlich um Aufdröselung des Kürzels "GST" bitten?
>
GST bezeichnet:
* die Gesellschaft für Sport und Technik der DDR
* den Grand Sports Tourer von Mercedes Benz, siehe Mercedes-Benz R-Klasse
* in mehreren Ländern eine Mehrwertsteuer, siehe Goods and Services Tax
* die in der Sowjetunion eingesetzten Flugboote des Typs Consolidated
Catalina
* gleisbogenabhängige Wagenkastensteuerung, im Eisenbahn-Bereich ein Synonym
für Neigetechnik
* in der Molekularbiologie gebräuchliche Abkürzung für
Glutathion-S-Transferase (EC-Nummer 2.5.1.18)
(So meint jedenfalls WP)
Joachim
>>>> �brigens wurden wir beim Wehrsport in der DDR (GST)
>>> Darf ich freundlich um Aufdr�selung des K�rzels "GST" bitten?
>> Gesellschaft f�r Sport und Technik.
> ... wo man allerlei exotischen Hobbys nachgehen konnte, wie
> Funken, Tauchen, Segelfliegen, Mehrmastsegeln - und preiswert
> und schnell zu einem Lkw-F�hrerschein kam. Das alles war an
> Lippenbekenntnisse zum Staat gekn�pft, die au�er dem Staat
> niemand ernstnahm.
Danke f�r Aufdr�selung und Erkl�rung.
M.
>>> Übrigens wurden wir beim Wehrsport in der DDR (GST)
>> Darf ich freundlich um Aufdröselung des Kürzels "GST" bitten?
> GST bezeichnet:
>
> * die Gesellschaft für Sport und Technik der DDR
> * den Grand Sports Tourer von Mercedes Benz, siehe Mercedes-Benz
> R-Klasse * in mehreren Ländern eine Mehrwertsteuer, siehe Goods
> and Services Tax * die in der Sowjetunion eingesetzten Flugboote
> des Typs Consolidated
> Catalina
> * gleisbogenabhängige Wagenkastensteuerung, im
> Eisenbahn-Bereich ein Synonym
> für Neigetechnik
> * in der Molekularbiologie gebräuchliche Abkürzung für
> Glutathion-S-Transferase (EC-Nummer 2.5.1.18)
>
> (So meint jedenfalls WP)
Ach.
M.
>Uwe Schickedanz (in de.etc.sprache.deutsch):
>
>> On Sun, 12 Jul 2009 23:22:42 +0200, Joachim Pense
>> <sn...@pense-mainz.eu> wrote:
>>
>
>>>
>>>War "Genosse" nur speziellen Konstellationen vorbehalten?
>>
>> Genosse war die Anrede unter Angehörigen der SED. Später wurde das auf
>> die NVA bzw. die bewaffneten Organe ausgedehnt, nicht ohne daß es da
>> hin und wieder zu Negativreaktionen kam.
>>
>
>Negativreaktionen von welcher Seite? Haben sich die Soldaten dagegen
>beschwert, Genosse zu sagen? (Kann ich mir schlecht vorstellen).
Ob Du Dir das vorstellen kannst, tut nichts zur Sache.
Es haben sich mitunter Soldaten "vermault" ("Bin kein Genosse."),
allerdings ohne damit etwas zu erreichen.
>Wolfram Heinrich schrieb:
>> Michael Pronay:
>>> Flori wrote:
>>>
>>>> Übrigens wurden wir beim Wehrsport in der DDR (GST)
>>>
>>> Darf ich freundlich um Aufdröselung des Kürzels "GST" bitten?
>>>
>> Gesellschaft für Sport und Technik.
>
>... wo man allerlei exotischen Hobbys nachgehen konnte, wie Funken,
>Tauchen, Segelfliegen, Mehrmastsegeln - und preiswert und schnell zu
>einem Lkw-Führerschein kam. Das alles war an Lippenbekenntnisse zum
>Staat geknüpft, die außer dem Staat niemand ernstnahm.
Ich war ja nun bei den Tauchern (TC Manta Zwickau) und Lippen- oder
sonstige Bekenntnisse waren da nicht nötig. Ich habe das ab dem 12ten
Lebensjahr gemacht, einmal in der Woche Training und ansonsten sehr
viel interessante Dinge.
> > Übrigens wurden wir beim Wehrsport in der DDR (GST) von Vorgesetzten
> > auch mit "Kamerad" und Nachnamen angesprochen
>
> War "Genosse" nur speziellen Konstellationen vorbehalten?
Ja, NVA, Polizei (bei der es auch gezogene Wehrpflichtige gab) &dgl.
FR
Kam vor, die wurde aber schnell jelernt, Befehle ssu vaweijern.
> Oder die SEDler? Gab es viele Offiziere/Unteroffiziere, die nicht in der Partei
> waren?
Bei den Unterführern waren wenige in der SED, bei den Offz. waren
Nichtmitglieder die rare Ausnahme - FR
> > Übrigens wurden wir beim Wehrsport in der DDR (GST)
>
> Darf ich freundlich um Aufdröselung des Kürzels "GST" bitten?
Gesellschaft für Sport & Technik, sonne Art DDR-HJ - FR
> > Darf ich freundlich um Aufdröselung des Kürzels "GST" bitten?
>
> GST bezeichnet:
>
> * die Gesellschaft für Sport und Technik der DDR
> * den Grand Sports Tourer von Mercedes Benz, siehe Mercedes-Benz R-Klasse
> * in mehreren Ländern eine Mehrwertsteuer, siehe Goods and Services Tax
> * die in der Sowjetunion eingesetzten Flugboote des Typs Consolidated
> Catalina
> * gleisbogenabhängige Wagenkastensteuerung, im Eisenbahn-Bereich ein Synonym
> für Neigetechnik
> * in der Molekularbiologie gebräuchliche Abkürzung für
> Glutathion-S-Transferase (EC-Nummer 2.5.1.18)
>
> (So meint jedenfalls WP)
Kamerad Pense meldet sich nach dem Appell beim Lagerleiter! FR
> >>> Übrigens wurden wir beim Wehrsport in der DDR (GST)
>
> >> Darf ich freundlich um Aufdröselung des Kürzels "GST" bitten?
>
> > Gesellschaft für Sport und Technik.
>
> ... wo man allerlei exotischen Hobbys nachgehen konnte, wie Funken,
> Tauchen, Segelfliegen, Mehrmastsegeln
Ich fürchte, auf das in Gwd.-Wieck liegende einzige Segelschulschiff
der GST kamen nur Marine-Offz.-Anwärter.
> und preiswert und schnell zu einem Lkw-Führerschein kam.
Daher kam auch mein Schein, allerdinx bei einer zivilen Fahrschule
erworben (die GST betrieb in Gwd. keine solche). Der Prüfer,
Unterltnt.: "Ick schage Ihnen für die Fahrlehrerausbildung vor."
Darauf habe ich aber verzichtet, ich hätte sechs Wochen in ein
entsprechendes Ausbildungslager - und vom Lagerleben hatte ich die
Schnauze pleng.
> Das alles war an Lippenbekenntnisse zum
> Staat geknüpft, die außer dem Staat niemand ernstnahm.
Hat bei der GST nie jemand nich von mir verlangt, im Gegenteil, ich
wurde in Ruhe gelassen weil ich in Wettkämpfen vorderste Plätze für
die Univ. einholte
> > sonne Art DDR-HJ
>
> Honeckerjugend?
Für Kamerad Gringmuth ist der Ausgang diese Woche gestrichen - FR
>>> sonne Art DDR-HJ
>>
>> Honeckerjugend?
>
> F�r Kamerad Gringmuth ist der Ausgang diese Woche gestrichen - FR
In mittelgr�n bitte.
vG
Oliver f�nde ich besser.
--
Spell checker (n.) One who gives examinations on witchcraft.
Herman Rubin in sci.lang
>>>> So, Deinetwegen mu� ich mich jetzt b�cken. Er ist n�mlich
>>>> gefallen.
>
>>> Zugegeben, ich bin bl�d: aber wer ist gefallen? FR
>
>> Der Groschen, wie man fr�her sagte?
>
> Was denn sonst.
Das kann nur Rittern beantworten.
Ciao
Toscha
--
Ambition is a poor excuse
for not having enough sense to be lazy.
>> sprechen sich Soldaten heute in der Bundeswehr in Gegenwart
>> von Zivilisten mit "Kamerad Huckebein" oder "Kamerad $Rang"
>> oder noch ganz anders an?
>
> Nein, weder in Gegenwart von Zivilisten, noch ohne.
> Von oben nach unten, meistens mit Herr + Name oder Herr + Dienstgrad
> oder Dienstgrad + Name oder nur NAME.
> Von unten nach oben so gut wie immer mit Herr + Dienstgrad.
In der Schweiz sind wir üblicherweise per Du, wobei es sehr üblich ist, dass
man sich den Nachnamen sagt, weil alle damit an der Uniform angeschrieben
sind.
Gruss
Roman
> sind:
Wenn mir recht ist, duzten sich die Offz. der kaiserl.-österr. Armee &
machten sich darüber lustig, daß die Preußen Sie zueinander sagten
(Quelle: Roda) - FR
Ich h�tte ja auf Grenzsicherungstruppen getippt,
aber was wei� ich Wessi schon ...
/Walter
> Nein, weder in Gegenwart von Zivilisten, noch ohne.
> Von oben nach unten, meistens mit Herr + Name oder Herr + Dienstgrad
> oder Dienstgrad + Name oder nur NAME.
> Von unten nach oben so gut wie immer mit Herr + Dienstgrad.
>
> Von gleich zu gleich, meistens mit Vorname oder Nachname.
In der Marine war es bis Ende der 60er �blich, da� bei Offiziers von
oben nach unten nur mit dem Nachnamen angeredet wurde. Etwa um 1970 gab
es dann einen Erla�, ich glaube, er kam vom F�M, der befahl, da� auch
die untergebenen Offiziere zu Herren wurden.
--
Diedrich
> Am 13.07.2009 schrieb Oliver Cromm:
>
>> * Volker Gringmuth <vgrin...@gmx.net> wrote:
>>
>>> Flori <flor...@yahoo.com> wrote:
>>>
>>>>>> sonne Art DDR-HJ
>>>>>
>>>>> Honeckerjugend?
>>>>
>>>> F�r Kamerad Gringmuth ist der Ausgang diese Woche gestrichen - FR
>>>
>>> In mittelgr�n bitte.
>>
>> Oliver f�nde ich besser.
>
> Oliv ist so praktisch,
> Oliv ist so sch�n.
> Hast Du Oliv an,
> Kann Dich niemand mehr sehn.
Nur die ganzganz Alten unter uns k�nnen diesen Vers einem "K�nstler"
zuordnen.
Da Didi, zu doof, um ausm Bus zu kucken.
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de
Mit der Wartung der Cumputersysteme hat General Failures Adjutant
K�rnel Panic den indischen Cumputer-Guru Mahatma Fahtal Error
beauftragt.
> Flori schrieb:
>> On 13 Jul., 11:48, Michael Pronay <m...@privacy.net> wrote:
>>
>>>> Übrigens wurden wir beim Wehrsport in der DDR (GST)
>>> Darf ich freundlich um Aufdröselung des Kürzels "GST" bitten?
>>
>> Gesellschaft für Sport & Technik, sonne Art DDR-HJ - FR
>
> Ich hätte ja auf Grenzsicherungstruppen getippt,
> aber was weiß ich Wessi schon ...
Ich dachte zunächst auch die GSTD (Gemeinschaft der Sowjetischen
Truppen in Deutschland), die wir in Daun funktechnisch überwachen
durften, aber daß Flori bei denen Wehrsport getrieben haben soll,
kam mir denn doch etwas unwahrscheinlich vor. Obwohl... ;-)
mike
>>>>> So, Deinetwegen mu� ich mich jetzt b�cken. Er ist n�mlich
>>>>> gefallen.
>>>> Zugegeben, ich bin bl�d: aber wer ist gefallen? FR
>>> Der Groschen, wie man fr�her sagte?
>> Was denn sonst.
^
|
> Das kann nur Rittern beantworten.
Es war bewusst keine Frage.
M.
> Wenn mir recht ist, duzten sich die Offz. der kaiserl.-�sterr.
> Armee & machten sich dar�ber lustig, da� die Preu�en Sie
> zueinander sagten (Quelle: Roda) - FR
Das ist heute noch in der �sterreichischen Diplomatie �blich. Ein
Studienkollege aus der Zeit an der juridischen Fakult�t der Uni
Wien, Thomas Mayr-Harting, ergriff, wie das in (ehemals) adeligen
Kreisen nicht ganz un�blich ist, den Beruf des Diplomaten. Ich
erinnere mich noch, wie er seinerzeit das Prealabel (so hie�/hei�t
die Aufnahmspr�fung in den h�heren diplomatischen Dienst)
geschafft hatte, schmunzeld erz�hlte, dass er sich schon darauf
freue, irgendeinen Botschafter anzurufen und ihm zu sagen: "Du,
Herr Borschafter, so kannst des aber net machen!"
Tja, heute ist er �sterreichs Botschafter bei den Vereinten
Nationen und sitzt auch im Weltsicherheitsrat:
<http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Mayr-Harting>
Im "Standard" erschien im J�nner ein Kurzportrait unter dem
durchaus zutreffenden Titel "Brillanter Rhetoriker, leicht
zerstreut":
<http://derstandard.at/fs/1229975423045>
(Foto auch dabei)
M.
> Rüdiger Silberer (2009-07-14 0040):
>
>> Am 13.07.2009 schrieb Oliver Cromm:
>>
>>> * Volker Gringmuth <vgrin...@gmx.net> wrote:
>>>
>>>> Flori <flor...@yahoo.com> wrote:
>>>>
>>>>>>> sonne Art DDR-HJ
>>>>>>
>>>>>> Honeckerjugend?
>>>>>
>>>>> Für Kamerad Gringmuth ist der Ausgang diese Woche gestrichen - FR
>>>>
>>>> In mittelgrün bitte.
>>>
>>> Oliver fände ich besser.
>>
>> Oliv ist so praktisch,
>> Oliv ist so schön.
>> Hast Du Oliv an,
>> Kann Dich niemand mehr sehn.
>
> Nur die ganzganz Alten unter uns können diesen Vers einem "Künstler"
> zuordnen.
>
Interessant, ich bin zu jung. Kann jemand das auflösen?
Joachim
Ich bin nicht zu jung, aber anscheinend zu wenig mit altem deutschen
Liedgut vertraut. Google verrät mir, daß Mike Krüger der Künstler ist.
Ciao
Wolfram
--
Welche Plage, dieses Leben in Gesellschaft! Oft ist einer so
entgegenkommend, mir ein Feuer anzubieten, und ich muß, um ihm
entgegenzukommen, mir eine Zigarette aus der Tasche holen.
KARL KRAUS
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>
> Am Tue, 14 Jul 2009 12:24:09 +0200 schrieb Joachim Pense:
>
>> Dieter Bruegmann (in de.etc.sprache.deutsch):
>>
>>> R�diger Silberer (2009-07-14 0040):
>>>
>>>> Am 13.07.2009 schrieb Oliver Cromm:
>>>>
>>>>> * Volker Gringmuth <vgrin...@gmx.net> wrote:
>>>>>
>>>>>> Flori <flor...@yahoo.com> wrote:
>>>>>>
>>>>>>>>> sonne Art DDR-HJ
>>>>>>>>
>>>>>>>> Honeckerjugend?
>>>>>>>
>>>>>>> F�r Kamerad Gringmuth ist der Ausgang diese Woche gestrichen - FR
>>>>>>
>>>>>> In mittelgr�n bitte.
>>>>>
>>>>> Oliver f�nde ich besser.
>>>>
>>>> Oliv ist so praktisch,
>>>> Oliv ist so sch�n.
>>>> Hast Du Oliv an,
>>>> Kann Dich niemand mehr sehn.
>>>
>>> Nur die ganzganz Alten unter uns k�nnen diesen Vers einem "K�nstler"
>>> zuordnen.
>>>
>> Interessant, ich bin zu jung. Kann jemand das aufl�sen?
>>
> Ich bin nicht zu jung, aber anscheinend zu wenig mit altem deutschen
> Liedgut vertraut. Google verr�t mir, da� Mike Kr�ger der K�nstler ist.
Ich habe mir damals fast jeden Mist auf Platte gekauft. Die LP "Mein
Gott, Walther" steht immer noch in meinem Plattenschrank.
Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de
wasser 75$ (-75,67%) * M�ller & L�denscheid +87 * Lachdecker -60% * At
> Rüdiger Silberer (2009-07-14 0040):
>> Am 13.07.2009 schrieb Oliver Cromm:
>>> Volker Gringmuth <vgrin...@gmx.net> wrote:
>>>> Flori <flor...@yahoo.com> wrote:
>>>>
>>>>> Für Kamerad Gringmuth ist der Ausgang diese Woche gestrichen - FR
>>>>
>>>> In mittelgrün bitte.
>>>
>>> Oliver fände ich besser.
>>
>> Oliv ist so praktisch,
>> Oliv ist so schön.
>> Hast Du Oliv an,
>> Kann Dich niemand mehr sehn.
>
> Nur die ganzganz Alten unter uns können diesen Vers einem "Künstler"
> zuordnen.
Es soll in der Tat schon verdiente Leute gegeben haben, die ihr
Bundesverdienstkreuz zurückgaben, weil es später auch bestimmten
anderen Zeitgenossen verliehen wurde. Halbe Supernasen könnten
durchaus ähnliches im Kultursektor auslösen, zumal Erich H. seine
Schalmei ja bereits von Udo L. wiederbekommen hat.
mike, fredübergreifend
> Am 14.07.2009 schrieb Wolfram Heinrich:
>
>> Ich bin nicht zu jung, aber anscheinend zu wenig mit altem deutschen
>> Liedgut vertraut. Google verrät mir, daß Mike Krüger der Künstler ist.
>
> Pfft, guugeln kann jeder.
Ich tu's nie wieder.
Ciao
Wolfram
--
Gibt es Sektoren, die Dich besonders interessieren? ...Oder bloß alles?
SAMUEL BECKETT
>Am Tue, 14 Jul 2009 14:12:50 +0200 schrieb Rüdiger Silberer:
>
>> Am 14.07.2009 schrieb Wolfram Heinrich:
>>
>>> Ich bin nicht zu jung, aber anscheinend zu wenig mit altem deutschen
>>> Liedgut vertraut. Google verrät mir, daß Mike Krüger der Künstler ist.
>>
>> Pfft, guugeln kann jeder.
>
>Ich tu's nie wieder.
Ich werde Dich daran erinnern.
Gruß Uwe
--
Wie spricht man denn das Leerzeichen mit Akut aus? "Hmp!" oder so?
vG o
L_
=== http://www.sicherheitslampe.de === OL
>"Gruppe der sowjetischen Truppen in Deutschland" scheint mir plausibler.
Was bei uns "GSSD" hieß - Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in
Deutschland.
> On Tue, 14 Jul 2009 15:25:51 +0200, Wolfram Heinrich
> <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>>Am Tue, 14 Jul 2009 14:12:50 +0200 schrieb Rüdiger Silberer:
>>
>>> Am 14.07.2009 schrieb Wolfram Heinrich:
>>>
>>>> Ich bin nicht zu jung, aber anscheinend zu wenig mit altem deutschen
>>>> Liedgut vertraut. Google verrät mir, daß Mike Krüger der Künstler ist.
>>>
>>> Pfft, guugeln kann jeder.
>>
>>Ich tu's nie wieder.
>
> Ich werde Dich daran erinnern.
>
Normalerweise werde ich ja geschimpft, weil ich nicht google, sondern
stattdessen hier direkt frage. "Hättste durch googeln leicht erfahren
können." Als wenn so was auch nur halb so amüsant wäre wie ein durch eine
blöde Frage losgetretener Thread hier.
Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, es ist immer gut, wenn man Latein kann. Dann, sagt
er, kann man sich alles übersetzen, auch wenn man es nicht versteht.
>>>> Der Groschen, wie man fr�her sagte?
>
>>> Was denn sonst.
> ^
> |
>
>> Das kann nur Rittern beantworten.
>
> Es war bewusst keine Frage.
Kann man so sehen, ja. :)
Gibt es eigentlich zur 'rhetorischen Frage' auch die 'rhetorische
Nichtfrage'?
Ciao
Toscha
--
Innocence is no excuse
[Saxon]
>>>>> Der Groschen, wie man fr�her sagte?
>>>> Was denn sonst.
>> ^
>> |
>>
>>> Das kann nur Rittern beantworten.
>> Es war bewusst keine Frage.
> Kann man so sehen, ja. :)
>
> Gibt es eigentlich zur 'rhetorischen Frage' auch die
> 'rhetorische Nichtfrage'?
Eben genau hier. Wobei ich im gegenst�ndlich Fall von
der Sprachmelodie ausgegangen bin, die eben keine Frage
impliziert.
M.
> Thomas Schade <tos...@rrr.de> wrote:
>
>>>>>> Der Groschen, wie man früher sagte?
>
>>>>> Was denn sonst.
>>> ^
>>> |
>>>
>>>> Das kann nur Rittern beantworten.
>
>>> Es war bewusst keine Frage.
>
>> Kann man so sehen, ja. :)
>>
>> Gibt es eigentlich zur 'rhetorischen Frage' auch die
>> 'rhetorische Nichtfrage'?
>
> Eben genau hier. Wobei ich im gegenständlich Fall von
> der Sprachmelodie ausgegangen bin, die eben keine Frage
> impliziert.
>
Eigentlich hätte man nach "Was denn sonst" sogar ein Ausrufezeichen setzen
müssen, wie in "Ja, lüg ich denn!" oder "Ja, bin ich denn blöd!" (Und wenn
es bloß wäre, um Witzbolde nicht zu schalen Bemerkungen zu provozieren.)
Ciao
Wolfram
--
Es ist besser, Deiche zu bauen, als darauf zu hoffen, daß die Flut
allmählich Vernunft annimmt.
HANS KASPER
> Am 14.07.2009 schrieb Michael Schumacher:
> "Gruppe der sowjetischen Truppen in Deutschland" scheint mir
> plausibler.
Ich weiß zwar nicht, warum jetzt genau "Gruppe" /plausibler/ als
"Gemeinschaft" sein sollte, aber unter letzterer wurde sie uns von
der Dauner EloKa-Befehlsschaft "ans Ohr" gelegt. Meine Lieblinge
waren der "Hotel-60-Alpha-18x4" (eine russ. FmAusbKp. aus Eberswalde)
und, ganz besonders, der "Yankee-30", der Generalstab Moskau-Zossen.
Und wenn ich bei denen spontan "xxx" hintereinander gemorst gehört
habe, kam zwar hinterher kein Porno, aber trotzdem ging binnen zwei
Minuten der Punk ab, und zwar bis ins NATO-Hauptquartier in Brüssel.
Aber bleib' ruhig bei Deiner viel plausibleren "Gruppe" -- ich hab'
davon nämlich keinerlei Ahnung und mir die "Gemeinschaft" bloß mal
eben so ausgedacht... ;-)
mike, 4./940
Den Dank, Herr, schuldest du nicht, da dies eine dieser typischen
Halbinformationen ist, so wie etwa "Im Lebensborn hat man sich
aufopferungsvoll um junge Mütter gekümmert."
Was vergessen wurde zu sagen, ist, daß die GST ein Organisation war,
in der Jugendliche zu sog. "vormilitärischer Ausbildung" gezwungen
wurden. Diese war Bestandteil jeder Ausbildung, die sich an die 10.
Klasse anschloß,
Das lief so ab, daß man für ein paar Wochen in ein Lager gefahren und
uniformiert wurde und dann Marschieren, Schießen (mit KK-
Maschinenpistolen) und ähnlich nützliche DInge lernte. Ausbilder waren
oft abgewrackte Typen, die es noch nicht einmal in der NVA zu
irgendetwas gebracht hatten.
GST Einheiten wurden auch gern als unbezahlte Arbeitskräfte (z.B. in
der Landwirtschaft) eingesetzt. Aber das war man von den
"Kartoffeleinsätzen" der Schulzeit ohnehin gewöhnt und später, im
Berufsleben kehrte es unter dem Stichwort "sozialistische Hilfe"
wieder - man wurde ggf. einfach für ein paar Tage in eine LPG
abkommandiert.
Irgendwelche Leute mögen darüberhinaus noch freiwillig Mitglied dieser
paramilitärischen Organisation gewesen sein und haben dies gewiß bis
1989 in ihren Lebensläufen immer gern erwähnt.
> Eigentlich haette man nach "Was denn sonst" sogar ein
> Ausrufezeichen setzen muessen.
Stuempt.
M.
> * Volker Gringmuth <vgrin...@gmx.net> wrote:
>
>> Flori <flor...@yahoo.com> wrote:
>>
>>>>> sonne Art DDR-HJ
>>>>
>>>> Honeckerjugend?
>>>
>>> F�r Kamerad Gringmuth ist der Ausgang diese Woche gestrichen - FR
>>
>> In mittelgr�n bitte.
>
> Oliver f�nde ich besser.
Ich auch.
--
Space - The final frontier
>>>>> Was denn sonst.
>>> ^
>>> |
>>>
>>>> Das kann nur Rittern beantworten.
>
>>> Es war bewusst keine Frage.
>
>> Kann man so sehen, ja. :)
>>
>> Gibt es eigentlich zur 'rhetorischen Frage' auch die
>> 'rhetorische Nichtfrage'?
>
> Eben genau hier. Wobei ich im gegenst�ndlich Fall von
> der Sprachmelodie ausgegangen bin, die eben keine Frage
> impliziert.
Schon klar. Meine Frage zielte auch eher darauf ab, ob es eine zu
'rhetorische Frage' analoge Sprachfigur mit entsprechendem Namen gibt.
'Rhetorische Nichtfrage' erscheint mir arg laienhaft.
Ciao
Toscha
--
Ruth rode on my motorbike directly back of me.
I hit a bump at 65, and rode on ruthlessly.
> Es ist besser, Deiche zu bauen, als darauf zu hoffen, da� die Flut
> allm�hlich Vernunft annimmt.
> HANS KASPER
Wieso nur kommt mir deine Signatur so vertraut vor ... :)
Ciao
Toscha
--
Wie nennt man einen Auszubildenden beim Gyn�kologen?
Yvccrafgvsg
> On 14.07.2009 18:47, Wolfram Heinrich wrote:
>
>> Es ist besser, Deiche zu bauen, als darauf zu hoffen, daß die Flut
>> allmählich Vernunft annimmt.
>> HANS KASPER
>
> Wieso nur kommt mir deine Signatur so vertraut vor ... :)
>
Hab ich die von dir geklaut? Schau schnell mal nach, ob deine noch da
ist...
Ciao
Wolfram
--
Bankweisheit (deutsch)
Im Schein ist Wahrheit.
>>> Es ist besser, Deiche zu bauen, als darauf zu hoffen, da� die Flut
>>> allm�hlich Vernunft annimmt.
>>> HANS KASPER
>>
>> Wieso nur kommt mir deine Signatur so vertraut vor ... :)
>>
> Hab ich die von dir geklaut? Schau schnell mal nach, ob deine noch da
> ist...
Potzblitz ...
Ciao
Toscha
--
> On 14.07.2009 22:46, Wolfram Heinrich wrote:
>> Am Tue, 14 Jul 2009 22:23:03 +0200 schrieb Thomas Schade:
>
>>>> Es ist besser, Deiche zu bauen, als darauf zu hoffen, daß die Flut
>>>> allmählich Vernunft annimmt.
>>>> HANS KASPER
>>>
>>> Wieso nur kommt mir deine Signatur so vertraut vor ... :)
>>>
>> Hab ich die von dir geklaut? Schau schnell mal nach, ob deine noch da
>> ist...
>
> Potzblitz ...
>
Potz, sprach der Blitz und schlug krachend ein.
Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, er wär strenger Vegetarier. Er frißt bloß solche
Viecher, sagt er, die wo Pflanzen fressen.
> Potz, sprach der Blitz und schlug krachend ein.
Und wie! Heute abend, Fu�ballplatz, Steiermark:
<http://derstandard.at/fs/1246542204685>
M.
>Was vergessen wurde zu sagen, ist, da� die GST ein Organisation war,
>in der Jugendliche zu sog. "vormilit�rischer Ausbildung" gezwungen
>wurden. Diese war Bestandteil jeder Ausbildung, die sich an die 10.
>Klasse anschlo�,
Und es mussten alle Jungs hin, nicht nur die GST-Mitglieder.
Genauso, wie alle M�dchen (zumindest an der EOS und in der
Fachschule) einen DRK-Lehrgang, sozusagen die Sani plus
Katastrophenschutz, machen mussten, ganz egal, ob sie DRK-
Mitglieder waren (war ich nicht, hab deshalb nach dem
Sanit�terlehrgang kein Papier dar�ber bekommen), au�erdem
in der Schule auch Wehrunterricht hatten und immerhin eine
Art Pseudo-�bung absolvieren mussten.
chr
Hat sie ja m�glicherweise. Aber dann flie�t der Strom im Boden in alle
Richtungen vozugweise l�ngs der feuchten Oberfl�che ab und sucht sich
schon mal einen g�nstigen Weg �ber zwei Beine.
Als die Regel f�rs Gewitter auf der Wiese, hinhocken und F��e
zusammenhalten, dann fallen nur die K�he um; lernt man das nicht in der
Schule?
--
Roland Franzius