Nun, die Schreibung 'oe' für 'ö' in meinem Namen eine zwar
seltene aber vorkommende und auch ohne weitere Erklärung
verständliche Variante. Die Aussprache eines 'a' als
offenes 'e' = [ԑ] wie in der ersten Silbe von österreichisch
'Jänner' erscheint mir im Kontext dieses romanisch anmutenden
Vornamens einigermaßen befremdlich. Es ist aber
nicht auszuschließen, dass es eine Sprache gibt, in welcher
der Name so ausgesprochen wird.
Eine Änderung der Schreibweise des Namens fände ich bei dieser
Fabienne-Fabiane tatsächlich überdenkenswert, denn offensichtlich
wird ihr Name anders geschrieben als gesprochen. Nicht mir zuliebe,
sondern weil das deutsche Laut-Buchstaben-System nun mal so
funktioniert. Sie ist allerdings bis jetzt auch so gut klar
gekommen und wird weiter wenig bis keine Probleme damit haben,
außer dass sie bei neuen Bekanntschaften halt immer wieder
sagen muss, dass sie sich anders schreibt als spricht, bzw.
umgekehrt.
Es ist wie gesagt im Kern ein Rechtschreibproblem. Da es sich
hier um den Personennamen einer realen Person handelt, kann
damit nicht umgegangen werden wie mit einem beliebigen anderen
Rechtschreibproblem. Und doch gibt es so etwas wie die 'falsche
Schreibung' eines Namens, zumal wenn eine 'richtige' zur
Verfügung stünde.
In einem muss ich Dir allerdings voll recht geben: Bei
Deinem Vorschlag, die Schreibung meines Namens ändern zu
lassen, bekam ich so ein merkwürdiges Gefühl, so als würde
jetzt auf einmal mit meinem Namen gespielt, als sei da alles
beliebig vertauschbar, als würde gewissermaßen meine Person als
solche in Frage gestellt. Es geht dabei nicht um ein mangelnde
Bereitschaft, mal über die Schreibweise meines Namens
nachzudenken - die habe ich tatsächlich mal geändert, nur
andersrum, von ö > oe , aus anderen Gründen als den heute
landläufigen Bizarrerien, um per gewollt kapriziöser
Schreibe einen bemüht-originellen Auftritt schon mit seinem
Namen hinzulegen - sondern dieses 'eigentlich solltest
du dich ja mit 'ö' schreiben, wie man es normalerweise macht,
wenn man so heißt', also dieses Bevormunden oder mir das Recht
absprechen Wollen, bei der Schreibweise meines Namens ein
Wörtchen mitzureden - ein unangenehmes Gefühl. So ähnlich muss
es dieser sich Fabiane schreibenden Fabienne auch mit mir
gegangen sein, so dass ich hier auch selbst zu spüren
bekommen habe, so geht es einfach nicht, so kann ich mit
einer anderen Person nicht umgehen.
Bliebe dennoch zu fragen: Wenn wir nun über diesen Namen dieser
Frau reden, welchen Status hat er dann bei dir: Wäre sie bei dir
als die vermutlich einzige Fabiane abgespeichert, die sich
Fabienne spricht, d.h. wenn du die Buchstabenfolge 'Fabiane'
liest, was hörst du dann in deinem inneren Ohr?