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Taste, Taster, Schalter

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Michael Kalina

unread,
Oct 26, 2001, 4:53:10 AM10/26/01
to
Liebe Leute!

Wo genau ist, bitteschön, der Unterschied zwischen einer Taste und einem
Taster? Wann verwende ich welchen der beiden Begriffe korrekt? Und warum
kann ich in manchen Fällen statt Taster nicht den mir viel lieberen
Schalter verwenden?

MfG MDK


Andreas Karrer

unread,
Oct 26, 2001, 5:11:27 AM10/26/01
to
Michael Kalina <michae...@hotmail.com> wrote:

Bei einem Schalter sind zwei stabile Zustände im Spiel: Ein/Aus,
Hell/Dunkel usw. Eine Taste (z.B. eine Klingeltaste) hat nur einen
stabilen Zustand, "Aus"; sie ist nur "Ein", während sie betätigt wird,
und das ist kein stabiler Zustand.

"Der Taster" wird von manchen als Synonym für "die Taste" verwendet,
andere (auch ich und Duden) verstehen darunter eher ein Abtastgerät
oder eine Person, die tastet.

- Andi

Michael Kalina

unread,
Oct 26, 2001, 7:34:03 AM10/26/01
to
"Andreas Karrer" schrieb fachkundig:

> "Der Taster" wird von manchen als Synonym für "die Taste" verwendet,
> andere (auch ich und Duden) verstehen darunter eher ein Abtastgerät
> oder eine Person, die tastet.

Das habe ich mir auch gedacht (vielleicht nicht gerade die Person, aber
das Gerät auf jeden Fall!). Jetzt steht aber in der Wiener U-Bahn auf
der Türe "Im Notfall Türnottaster betätigen...". Mit dem einen stabilen
Zustand, den du gemeint hast, könnte das ja hinkommen (Taste oben: zu,
gedrückt: offen), doch warum schreiben die U-Bahn-Fritzen dann nicht
Taste hin?

MfG MDK


Yvonne Steiner

unread,
Oct 26, 2001, 7:41:39 AM10/26/01
to
> From: "Michael Kalina" <michae...@hotmail.com>

> Das habe ich mir auch gedacht (vielleicht nicht gerade die Person, aber
> das Gerät auf jeden Fall!). Jetzt steht aber in der Wiener U-Bahn auf
> der Türe "Im Notfall Türnottaster betätigen...". Mit dem einen stabilen
> Zustand, den du gemeint hast, könnte das ja hinkommen (Taste oben: zu,
> gedrückt: offen), doch warum schreiben die U-Bahn-Fritzen dann nicht
> Taste hin?

Ist der "Taster" vielleicht ein Austriazismus?

ys

Milan Theurl

unread,
Oct 26, 2001, 7:57:30 AM10/26/01
to
"Yvonne Steiner" <y...@mac.com> schrieb im Newsbeitrag
news:B7FF1893.23268%y...@mac.com...

Ich kenne das Wort Taster noch von früher, als ich als Kind einen
Elektronikbaukasten hatte. Da gab es so ein kleines Metallstück das als
Taster verwendet wurde. Die Verbindung bestand immer nur so lang, wie man
draufdrückte. Also kein Schalter. Das war ein deutscher Bausatz, also kein
Austriazismus.
Für mich ist alles auf einer Tastatur auf jeden Fall eine Taste. Bei
einzelnen Knöpfen kann man meiner Ansicht nach beides verwenden. Vielleicht
ist das Wort Taster ja nur etwas altmodische.
Taster gibt es wohl auch im Sinn von Scanner.

> ys

Milan


Thorsten Nitz

unread,
Oct 26, 2001, 8:00:09 AM10/26/01
to
Yvonne Steiner schrieb:

>
> > From: "Michael Kalina" <michae...@hotmail.com>
>
> > Das habe ich mir auch gedacht (vielleicht nicht gerade die Person, aber
> > das Gerät auf jeden Fall!). Jetzt steht aber in der Wiener U-Bahn auf
> > der Türe "Im Notfall Türnottaster betätigen...". Mit dem einen stabilen
> > Zustand, den du gemeint hast, könnte das ja hinkommen

Nein. Notaus-Schalter verriegeln, wenn man sie drückt. Es sind also
Schalter.

> > (Taste oben: zu,
> > gedrückt: offen), doch warum schreiben die U-Bahn-Fritzen dann nicht
> > Taste hin?

Keine Ahnung.

> Ist der "Taster" vielleicht ein Austriazismus?

Nein, das sagt man hier in Westdeutschland auch. Ich vermute, dass
"Taster" von Leuten gesagt wird, denen "Taste" mißhagt und denen
"Tastschalter" zu lang ist.

--
Tschö, wa!
Thorsten

Dirk Stoecker

unread,
Oct 26, 2001, 8:10:24 AM10/26/01
to
On Fri, 26 Oct 2001, Andreas Karrer wrote:

> > Wo genau ist, bitteschön, der Unterschied zwischen einer Taste und einem
> > Taster? Wann verwende ich welchen der beiden Begriffe korrekt? Und warum
> > kann ich in manchen Fällen statt Taster nicht den mir viel lieberen
> > Schalter verwenden?
>
> Bei einem Schalter sind zwei stabile Zustände im Spiel: Ein/Aus,
> Hell/Dunkel usw. Eine Taste (z.B. eine Klingeltaste) hat nur einen
> stabilen Zustand, "Aus"; sie ist nur "Ein", während sie betätigt wird,
> und das ist kein stabiler Zustand.

Ein Schalter kann auch mehr als zwei Zustaende haben.

Es gibt Tasten (oder Taster) die auch mehr als zwei Zustaende haben.
Und in dem Fall wuerde ich persoenlich immer Taster statt Taste verwenden,
was ich aber nicht begruenden kann (als Beispiel ein Morsetaster hat die
Zustaende "lang", "kurz" und "aus" - linke Stellung, rechte Stellung,
Mittelstellung).

> "Der Taster" wird von manchen als Synonym für "die Taste" verwendet,
> andere (auch ich und Duden) verstehen darunter eher ein Abtastgerät
> oder eine Person, die tastet.

Vielleicht ist Taste das Bauteil und Taster das gesamte Geraet? Oder Taste
wird verwendet, wenn man davon mehrere hat (wie bei der Tastatur) und
Taster eher, wenn es ein Einzelstueck ist?

Und eine(n) Lichttaste(r), der das Licht anschaltet (wie in fast jedem
Treppenhaus) wuerde ich zum Beispiel auch Schalter nennen. Das mit dem
stabilen Zustand wuerde ich also nicht auf die(den) Taste(r), sondern auf
das Ergebnis das Vorganges beziehen.

Ich weiss allerdings nicht, wie das das "offizielle" Sprachgefuehl
einschaetzt.

Ciao
__
____ _ _ ____ _ _ _ _ ____
| | | | | | \ / | | | the cool Gremlin from Bischofswerda
| __ | ____| | \/ | | | WWW: http://www.dstoecker.de/
| | | | | | | | PGP key available on www page.
|____| _|_ |____| _|_ _|_ |____| I hope AMIGA never stops making fun!

Sebastian Koppehel

unread,
Oct 26, 2001, 8:18:29 AM10/26/01
to
Michael Kalina schrieb:

> "Andreas Karrer" schrieb fachkundig:
>> "Der Taster" wird von manchen als Synonym für "die Taste" verwendet,
>> andere (auch ich und Duden) verstehen darunter eher ein Abtastgerät
>> oder eine Person, die tastet.

MUSEN bezeichnet "Taster" tendenziell nur das Bauteil, "Taste" die
damit gebaute Einrichtung. Man drückt eine Taste, aber man kauft einen
Taster im Elektronik-Fachgeschäft. Wenn die Taste nicht Teil einer
Tastatur ist, würde ich dazu tendieren, sie einfach "Knopf" zu nennen.

> Das habe ich mir auch gedacht (vielleicht nicht gerade die Person, aber
> das Gerät auf jeden Fall!). Jetzt steht aber in der Wiener U-Bahn auf
> der Türe "Im Notfall Türnottaster betätigen...". Mit dem einen stabilen
> Zustand, den du gemeint hast, könnte das ja hinkommen

Only one way to find out...

- Sebastian

--
Fünf Bitten betreffs Betreffs:

http://www.bastisoft.de/misc/betreff.html

Yvonne Steiner

unread,
Oct 26, 2001, 8:28:32 AM10/26/01
to
> From: "Milan Theurl" <milan....@uibk.ac.at>


> Vielleicht ist das Wort Taster ja nur etwas altmodische.
> Taster gibt es wohl auch im Sinn von Scanner.

to grope = (be)tasten
to scan = abtasten

Demnach wäre hier "Abtaster" das passendere Wort

Yvonne Steiner

Boris Gerlach

unread,
Oct 26, 2001, 9:17:27 AM10/26/01
to
> > Bei einem Schalter sind zwei stabile Zustände im Spiel: Ein/Aus,
> > Hell/Dunkel usw. Eine Taste (z.B. eine Klingeltaste) hat nur einen
> > stabilen Zustand, "Aus"; sie ist nur "Ein", während sie betätigt wird,
> > und das ist kein stabiler Zustand.

Ack.
Das ist genau die Definition von Taster und Schalter. egal wieviel
Zustände sie haben.

> was ich aber nicht begruenden kann (als Beispiel ein Morsetaster hat die
> Zustaende "lang", "kurz" und "aus" - linke Stellung, rechte Stellung,
> Mittelstellung).

Immer Morsetaste _nie_ Morsetaster.
Es gibt mechanische Morsetasten da entscheidet der Funker wie lange der
Stromkreis geschlossen bleibt mit seiner Hand wenn er die Taste
betätigt.
Die hier oben erwähnte Taste hat 3 Zustände verharrt aber in idle immer
in der Mittelstellung "aus". Es gibt den Zustand lang und kurz nicht.
Stattdessen werden mit Multivibratoren je nachdem ob die Taste nach
links
oder rechts gedrückt wird voreingestellte lange oder kurze
Zeichensequenzen ausgelöst.Diese elektronischen Morsetasten werden auch
El-Bug's genannt.

Es gibt mMn keinen technischen Unterschied zwischen Taste und Taster.
Es gibt manchmal mehrere Begriffe für ein Ding.

Strassenbahn, Elektrische, Tram, Trambahn ...



> Vielleicht ist Taste das Bauteil und Taster das gesamte Geraet? Oder Taste
> wird verwendet, wenn man davon mehrere hat (wie bei der Tastatur) und
> Taster eher, wenn es ein Einzelstueck ist?

Nein. Das ist bestimmt falsch.

> Und eine(n) Lichttaste(r), der das Licht anschaltet (wie in fast jedem
> Treppenhaus) wuerde ich zum Beispiel auch Schalter nennen. Das mit dem
> stabilen Zustand wuerde ich also nicht auf die(den) Taste(r), sondern auf
> das Ergebnis das Vorganges beziehen.

Mit dem Treppenlicht ist es anders.
Es gibt Treppenlichtschalter da wird das Licht angeschaltet und geht
erst wieder aus wenn der Schalter nochmals bewegt wird nämlich in die
andere Stellung "aus". An diesem Schalter befindet sich die Netzspannung
direkt.
Das gibts auch als Wechselschaltung. Man schaltet unten an und oben aus.

Es gibt 2. Treppenlichttaster (-tasten) die mit 6V oder 12V ein Relais
ansteuern welches dann durch eine Verzögerungsschaltung eine definierte
Zeit
das Licht anschalten und danach wieder abfallen und so das Licht
automatisch ausgeht.

Und es gibt die schwäbische Kellerbeleuchtung, doch das ist noch was
anderes.
;-)


Ich sag auch immer Taste nie Taster weil ein Taster sich zB an der
Wand entlang tastet.

Ich sag auch nicht Partei neuen Typhus, sondern Partei neuen Anthrax ;-)

Gruss
Boris

Dirk Stoecker

unread,
Oct 26, 2001, 1:01:10 PM10/26/01
to
Hi,

> Immer Morsetaste _nie_ Morsetaster.

Ich werde mal meinen Vater als Fachmann befragen. Der war selbst Funker.
Ich durfte als Horchfunker leider nicht selbst morsen, sondern nur
zuhoeren :-)

> > Und eine(n) Lichttaste(r), der das Licht anschaltet (wie in fast jedem
> > Treppenhaus) wuerde ich zum Beispiel auch Schalter nennen. Das mit dem
> > stabilen Zustand wuerde ich also nicht auf die(den) Taste(r), sondern auf
> > das Ergebnis das Vorganges beziehen.
>
> Mit dem Treppenlicht ist es anders.
> Es gibt Treppenlichtschalter da wird das Licht angeschaltet und geht
> erst wieder aus wenn der Schalter nochmals bewegt wird nämlich in die
> andere Stellung "aus". An diesem Schalter befindet sich die Netzspannung
> direkt.
> Das gibts auch als Wechselschaltung. Man schaltet unten an und oben aus.
>
> Es gibt 2. Treppenlichttaster (-tasten) die mit 6V oder 12V ein Relais
> ansteuern welches dann durch eine Verzögerungsschaltung eine definierte
> Zeit das Licht anschalten und danach wieder abfallen und so das Licht
> automatisch ausgeht.

Und damit hast Du genau die Schaltung ausgelassen, auf die ich mich bezog.
Zwei oder mehr Taster zum Anschalten des Lichts ueber ein normales
Halterelais. Ein Druck, das Licht geht an und noch einer und es geht
wieder aus. Die Anschaltzeit ist dabei nur von der Halbarkeit der Lampen
begrenzt. Den Taster mit Zeitschaltuhr wuerde ich trotzdem als Schalter
bezeichnen.
Wer sagt schon "Taste mal das Licht an!"?

P.S. Die meisten Licht-Taster werden wohl eher mit 220V als 6 oder 12V
betrieben.

Boris Gerlach

unread,
Oct 26, 2001, 3:15:25 PM10/26/01
to
Dirk Stoecker wrote:
>
> Hi,
>
> > Immer Morsetaste _nie_ Morsetaster.
>
> Ich werde mal meinen Vater als Fachmann befragen. Der war selbst Funker.
> Ich durfte als Horchfunker leider nicht selbst morsen, sondern nur
> zuhoeren :-)

Als OM wird er mich bestätigen.
Ich bin gespannt und QRV.

> Und damit hast Du genau die Schaltung ausgelassen, auf die ich mich bezog.
> Zwei oder mehr Taster zum Anschalten des Lichts ueber ein normales
> Halterelais. Ein Druck, das Licht geht an und noch einer und es geht
> wieder aus. Die Anschaltzeit ist dabei nur von der Halbarkeit der Lampen
> begrenzt. Den Taster mit Zeitschaltuhr wuerde ich trotzdem als Schalter
> bezeichnen.
> Wer sagt schon "Taste mal das Licht an!"?

So wäre es korrekt in diesem von Dir genannten Fall.

Wer sagt schon richtig Glühlampe statt falsch Glühbirne.
Die Glüh"lampe" ist das was leuchtet und die "Leuchte" ist das was die
Leute im "Lampenladen" als "Lampe" kaufen.

Glühbirne ist eigentlich technisch immer falsch.
Welche Lampe sieht heut noch so aus wie eine Birne?
Sagst Du Neonbirne? ;-)


> P.S. Die meisten Licht-Taster werden wohl eher mit 220V als 6 oder 12V
> betrieben.

Nein, dann bräuchte man ein spezielles 220V-220V Relais. Wozu?
Wenn man eh 220V Kabel bis zum "Taster" verlegt, der lt. Deiner
Version nichts anderes macht als ein Schalter, wäre das unnütz.
Es sind Sicherheitsaspekte (Niederspannung zum Tasten) und ökonomische
Fragen Klingeldraht ist billiger und braucht im Schacht weniger Platz.
>
Gruss
Boris

Boris Gerlach

unread,
Oct 26, 2001, 3:40:05 PM10/26/01
to
Ach so,

was mir noch einfällt:

Es ging eigentlich um Taste vs. Taster.

Wenn ich jetzt mal den, in der Dunkelheit,
tastenden Taster außen vor lasse, würde ich es so sehen:

Taste ist der Oberbegriff.

Während Taster MUSEN immer was mit Elektizität zu tun
haben, gibts zB. auch die Klaviertaste, Akkordeontaste...

Ergo:
Jeder Taster ist eine Taste
aber nicht jede Taste ist ein Taster.

Jetzt muss ich erstmal 10mal Toaster sagen
um dieses blöde Gefühl im Mund wieder loszuwerden.;-)

Gruss
Boris

Martin Braun

unread,
Oct 26, 2001, 6:48:06 PM10/26/01
to
"Thorsten Nitz" <t...@cli.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3BD95049...@cli.de...

> Notaus-Schalter verriegeln, wenn man sie drückt.

Was, bitteschön, ist ein Notaus?

Grüße,
Martin

Boris Gerlach

unread,
Oct 27, 2001, 1:00:31 AM10/27/01
to
Martin Braun wrote:

> Was, bitteschön, ist ein Notaus?

</Oberlehrermode on>

Das ist ein Taster, (kein Schalter, denn um den umzulegen benötigt
der in Notgeratene mehr Kraft als einen Taster zu betätigen)
der aussieht wie ein "Buzzer" im Fernsehn bei einer Quizsendung.
(thrööthh, der Kandidat erhält 5 Punkte)
Gross, rund (10cm Durchmesser), normalerweise in der Reizfarbe rot,
befestigt an elektrischen Labortischen zB. einer Lehrwerkstatt,
in der Nähe von drehenden und rotierenden Maschinenteilen,
an Rolltreppen, an, sich in der Öffentlichkeit befindenden ,
automatisch öffnenden oder schließenden Türen,
kurz an solchen Plätzen an denen durch Elektrizität für
unbedarfte Menschen Gefahr besteht.
Dieser kann betätigt werden und unterbricht sofort den jeweiligen
Stromkreis und stoppt somit zB. mechanische Bewegungen.
Fälle: Kinderfuß in der Rolltreppe, Haare in der Bohrspindel,
Kinderwagen verklemmt in der U-Bahntür, Stromschlag beim
elektrischen Laboraufbau usw.
Dieser Taster aktiviert die jeweilige Sicherheitsschaltung.
Im einfachsten Falle fällt ein Relais ab und unterbricht so
nach nur kurzem Druck dauerhaft den Stromkreis.
Das nochmalige Betätigen des Tasters führt zu keiner weiteren
Reaktion, einen Schalter könnte man theoretisch in die
aktive Position zurückschalten.

<Oberlehrermode off/>
Gruss
Boris

Volker Gringmuth

unread,
Oct 27, 2001, 3:20:10 AM10/27/01
to
Martin Braun (a950...@unet.univie.ac.at) wrote:

> Was, bitteschön, ist ein Notaus?

Ein NOT-AUS.
AUS-führlicher: Ein AUS-Schalter für den NOT-Fall.

(gebissen sind nur die Leute, die überall Angli(zi)smen vermuten und
"Notausgang" mit "hier ist kein Ausgang" zu übersetzen versuchen...)

vG

--
Volker Gringmuth http://www.volker-gringmuth.de

Alle Menschen werden als Originale geboren.
Die meisten sterben als Kopien.

Bernhard Walle

unread,
Oct 27, 2001, 4:48:06 AM10/27/01
to
On Sat, 27 Oct 2001 at 07:00 (CEST), Boris Gerlach wrote:
> Martin Braun wrote:
>
>> Was, bitteschön, ist ein Notaus?
>
[...]

> nach nur kurzem Druck dauerhaft den Stromkreis.
> Das nochmalige Betätigen des Tasters führt zu keiner weiteren
> Reaktion, einen Schalter könnte man theoretisch in die
> aktive Position zurückschalten.

Es gibt auch Notaus-Schalter, die man wieder "einschalten" kann.
Allerdings drückt man nicht darauf sondern zieht den Schalter
heraus. Findet man vielleicht nicht an Rolltreppen, aber an
Labortischen schon. Spreche da auch eigener Erfahrung ...


Gruß,
Bernhard

Jan Venghaus

unread,
Oct 27, 2001, 6:35:48 AM10/27/01
to

Bernhard Walle <Bernhar...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
slrn9tkt66.1cg...@320056352698-0001.dialin.t-online.de...

>
> Es gibt auch Notaus-Schalter, die man wieder "einschalten" kann.
> Allerdings drückt man nicht darauf sondern zieht den Schalter
> heraus. Findet man vielleicht nicht an Rolltreppen, aber an
> Labortischen schon. Spreche da auch eigener Erfahrung ...
>
Mit dem "Einschalten" wird aber nicht der Stromkreis zum weiteren
Betrieb (von Maschinen etc.) wieder geschlossen, sondern nur der
"Not-Aus" wieder in die Ausgangsstellung gebracht (bei elektronischen
Anlagen sagt man "resettet"). Das Wiedereinschalten nach dem "Reset"
erfolgt an anderer Stelle, normalerweise dem normalen Ein-Aus-Schalter.

Bernhard Walle

unread,
Oct 27, 2001, 7:47:05 AM10/27/01
to

*nachdenk* Ja, stimmt. Dadurch ist aber ein Notaus nicht zwingend
ein Taster, weil sich Taster ja nach dem Loslassen unmittelbar wieder in
ihre Ausgangsstellung zurücksetzen.

Also gibt es Notaus-Schalter und Notaus-Taster.


Gruß,
Bernhard

Boris Gerlach

unread,
Oct 27, 2001, 8:15:55 AM10/27/01
to
Bernhard Walle wrote:

> Also gibt es Notaus-Schalter und Notaus-Taster.

Ack.

- Notaustaste(r): Der rote Druckknopf an der Drehbank.

- Notausschalter: Die Notbremse einer (älteren?) Eisenbahn.
Mit dem Griff zum runterziehen.

BGE

Dirk Stoecker

unread,
Oct 27, 2001, 9:26:17 AM10/27/01
to
Hi,

> > Ich werde mal meinen Vater als Fachmann befragen. Der war selbst Funker.
> > Ich durfte als Horchfunker leider nicht selbst morsen, sondern nur
> > zuhoeren :-)
>
> Als OM wird er mich bestätigen.
> Ich bin gespannt und QRV.

Er hat Dich bestaetigt. Also Morsetaste. (QRV verstehe ich uebrigens auch
noch aus meiner CB-Zeit).

> > P.S. Die meisten Licht-Taster werden wohl eher mit 220V als 6 oder 12V
> > betrieben.
>
> Nein, dann bräuchte man ein spezielles 220V-220V Relais. Wozu?
> Wenn man eh 220V Kabel bis zum "Taster" verlegt, der lt. Deiner
> Version nichts anderes macht als ein Schalter, wäre das unnütz.

Er macht doch etwas anderes als ein Schalter. Wechselschaltungen mit mehr
als 2 Schaltern sind relativ aufwaendig. Mit Tastern laesst sich das
Problem einfach erledigen.

> Es sind Sicherheitsaspekte (Niederspannung zum Tasten) und ökonomische
> Fragen Klingeldraht ist billiger und braucht im Schacht weniger Platz.

Ist ein Argument, aber ich kenne nur wenige Beispiele, wo diese Licht-
Taster mit Niederspannung betrieben werden, dagegen einige 220V-Faelle.
Es mag allerdings sein das ich nicht repraesentativ bin.

Ich bin schliesslich auch Vermesser und kein Elektriker. :-)

Boris Gerlach

unread,
Oct 27, 2001, 10:17:33 AM10/27/01
to

> Er macht doch etwas anderes als ein Schalter. Wechselschaltungen mit mehr
> als 2 Schaltern sind relativ aufwaendig. Mit Tastern laesst sich das
> Problem einfach erledigen.

Ack. Es gibt tatsächlich beides. Und die Niederspannungsvariante
hab ich bisher _nur_ im Osten gesehen. Also: Ampelmännchen, grüner
Pfeil,
Niederspannungslichttaster.. ;-)

> > Es sind Sicherheitsaspekte (Niederspannung zum Tasten) und ökonomische
> > Fragen Klingeldraht ist billiger und braucht im Schacht weniger Platz.

Dazu kommt übrigens noch, dass ein Taste(r) der Niederspannung tastet
wesentlich länger hält als einer der bei 220V ständig Funken schlägt.
Je nachdem wie die tastende Person grad den Knopf erwischt.
Das passiert beim Relais nie. Das schaltet immer unter gleichen
Zuständen.

> Ich bin schliesslich auch Vermesser und kein Elektriker. :-)

Ich auch nicht. (Funker und Elektromechaniker ;-))

Aber jetzt wieder 'ne Frage _On Topic_

Vermesser, sind das nicht die, die einen Vormittag kommen,
5 Mal durchs dreibeinige xxxyyy schaun danach verschwinden
und mir 3 Wochen später eine Rechnung über 6800 DM schicken,
für die Vermessung meines Grundstücks? ;-)

Frage: Was ist dieses xxxyyy? (Irgendwas mit Prisma?)

Gruss
BGE

--

Linux is like Sex, it's better when it's free.
L.Torvalds

Tassilo Halbritter

unread,
Oct 27, 2001, 11:42:26 AM10/27/01
to
In article <3BDAC1FD...@t-online.de>, Boris Gerlach
<URL:mailto:DRSt...@t-online.de> wrote:

>
> Aber jetzt wieder 'ne Frage _On Topic_
>
> Vermesser, sind das nicht die, die einen Vormittag kommen,
> 5 Mal durchs dreibeinige xxxyyy schaun danach verschwinden
> und mir 3 Wochen später eine Rechnung über 6800 DM schicken,
> für die Vermessung meines Grundstücks? ;-)
>
> Frage: Was ist dieses xxxyyy? (Irgendwas mit Prisma?)

Was meinstu? Theodolith?
Meßfernrohr?
Oder eine Lasermeßeinrichtung mit angeschlossenem Computer, die
gleich die Quadratmeter ausspuckt? Oder mit GPS-Empfänger, damit
Du gleich die Koordinaten Deines Grundstückes hast?
Jaja, die Landvermesser sind auch nimmer das, was sie zu Kafkas
Zeiten waren ...
Aber vermessen sind^Wtun sie noch!


--
_____ _ _ mailto: halbritter_at_acornusers.org
|__ __|| | | | "Mögen alle Wesen glücklich sein!
| | | |_| | Mögen sie frei sein von Gier, Haß, Verblendung und
| | | _ | Leiden."
|_|a |_| |_|a (Buddhistischer Gruß)

Michael Kalina

unread,
Oct 27, 2001, 12:33:13 PM10/27/01
to
> (gebissen sind nur die Leute, die überall Angli(zi)smen vermuten und
> "Notausgang" mit "hier ist kein Ausgang" zu übersetzen versuchen...)

LOL!!! ;-)

MDK


Boris Gerlach

unread,
Oct 27, 2001, 12:49:22 PM10/27/01
to
Tassilo Halbritter wrote:

> > Aber jetzt wieder 'ne Frage _On Topic_
> >
> > Vermesser, sind das nicht die, die einen Vormittag kommen,
> > 5 Mal durchs dreibeinige xxxyyy schaun danach verschwinden
> > und mir 3 Wochen später eine Rechnung über 6800 DM schicken,
> > für die Vermessung meines Grundstücks? ;-)
> >
> > Frage: Was ist dieses xxxyyy? (Irgendwas mit Prisma?)
>
> Was meinstu? Theodolith?
> Meßfernrohr?
> Oder eine Lasermeßeinrichtung mit angeschlossenem Computer, die
> gleich die Quadratmeter ausspuckt? Oder mit GPS-Empfänger, damit
> Du gleich die Koordinaten Deines Grundstückes hast?

Genau, Theodolith hieß dieses komische Gerät,
Mit Laser und GPS kannte ich noch nicht.
da brauchen die ja garnix mehr zu tun. ;-)

Bo"Beim nächsten Reinkarnation Vermesser bitte"ris

--

John Mercer

unread,
Oct 27, 2001, 4:53:33 PM10/27/01
to
Taster is eher ein technischer Begriff und wird mit Maschinen verwendet. Ich
denke dabei eher an einen Schalter. Eine Taste ist meist flach und eher in
elektronischen Geräten zu finden. Zum Beispiel, eine Computer-Tastatur
besteht aus Tasten und niemals aus Tastern
Gruß,
JM


"Michael Kalina" <michae...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:Wv9C7.135096$PV1.2...@news.chello.at...

Dirk Stoecker

unread,
Oct 28, 2001, 4:17:41 AM10/28/01
to
Hi Tassilo,

> > Aber jetzt wieder 'ne Frage _On Topic_
> >
> > Vermesser, sind das nicht die, die einen Vormittag kommen,
> > 5 Mal durchs dreibeinige xxxyyy schaun danach verschwinden
> > und mir 3 Wochen später eine Rechnung über 6800 DM schicken,
> > für die Vermessung meines Grundstücks? ;-)
> >
> > Frage: Was ist dieses xxxyyy? (Irgendwas mit Prisma?)
>
> Was meinstu? Theodolith?

Bitte ohne h. Theodolit (auch wenn gewisse Professoren das Ding immer
Thedolit nennen - aber das koennte auch ein Nuschelproblem sein :-)

> Meßfernrohr?
> Oder eine Lasermeßeinrichtung mit angeschlossenem Computer, die
> gleich die Quadratmeter ausspuckt? Oder mit GPS-Empfänger, damit
> Du gleich die Koordinaten Deines Grundstückes hast?

Hmm. Wie Du zu Recht umschreibst: Mit einem reinen Theodolit misst
heutzutage keiner mehr. Im allgemeinen handelt es sich um Tachymeter (also
Richtungs- und Strechenmeßgeraete auf optischer Basis). Dem Theodolit
fehlt die Streckenmeßmoeglichkeit (weil, gab es damals noch nicht :-)

Wenn man irgendwo eine Antenne und kein Geraet sieht (obwohl das auch
schon wieder anders aussehen kann), dann ist es i.allg. eine
GPS-Ausruestung zur Bestimmung einer Absolutkoordinate.
Man hat dann allerdings mitnichten gleich die richtigen Koordinaten fuer
das Grundstueck. Etwas Rechnung steckt dann noch dahinter (was aber wohl
eine Rechner machen wird).

Dann gibt es noch Kreiselkompasse, Nivelliere, Extensiometer, Lote, ...

Ja, zu Nagels Zeiten war alles besser (Wer Nagel nicht kennt ist selber
schuld .-)

Matthias Geier

unread,
Oct 28, 2001, 7:37:54 AM10/28/01
to
Michael Kalina schrieb:

>Liebe Leute!
>
>Wo genau ist, bitteschön, der Unterschied zwischen einer Taste und einem
>Taster? Wann verwende ich welchen der beiden Begriffe korrekt? Und warum
>kann ich in manchen Fällen statt Taster nicht den mir viel lieberen
>Schalter verwenden?

Ich verwende das Wort Taster nur, um eine Ausführung des Überbegriffes
Schalter von anderen Bauformen (wie zB Kippschalter, Wippschalter)
abzugrenzen.

Schalter schalten (alles natürlich MUSEN, wie man hier so sagt). Das heißt,
irgendwas (zb eine elektrische Schaltung (oje, schon wieder was mit
schalten)) hat nach dem Schalten einen anderen Zustand als vorher. Der
Schalter selbst kann auch einen anderen Zustand annehmen (zB Kippschalter)
oder in den Ausgangszustand zurück"schnellen" (Taster).
Ich möchte bei dieser Gelegenheit die beiden wunderschönen Wörter
"monostabil" und "bistabil" erwähnen.

Aber irgendwann muss man ja das Ding auch wieder ausschalten. Zu diesem
Behufe bringt man den Kippschalter wieder in die Ausgangsstellung oder
drückt den Taster einfach nochmal.

Eine Taste ist kein Schalter!
Eigentlich ist eine Taste zwei Schalter. Wenn man eine Taste niederdrückt,
schaltet man irgendetwas ein (zB Klavierton), wenn man loslässt wieder aus.

mfg
Matthias

Boris Gerlach

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Oct 28, 2001, 9:48:45 AM10/28/01
to
Matthias Geier wrote:

>
> Eine Taste ist kein Schalter!

Ack.

> Eigentlich ist eine Taste zwei Schalter.

Nack. Eine Taste ist höchstens ein "kaputter halber" Schalter. ;-)

> Wenn man eine Taste niederdrückt,
> schaltet man irgendetwas ein (zB Klavierton), wenn man loslässt wieder aus.

Das stimmt nicht.
Der Ton beim Klavier geht von selber aus, das Sustain ,die Länge der
Zeit
des Schwingens der angestoßenen Klaviersaite eines Klaviertones,
ist nicht davon abhängig wie lang man die Taste gedrückt hält.
Deshalb ist der "Anschlag" beim Klavier so wichtig und nicht der
"Draufdrück".

Boris

Marc-Jano Knopp

unread,
Oct 28, 2001, 2:23:10 PM10/28/01
to
On 27 Oct 2001 07:20:10 GMT, Volker Gringmuth <news...@volker-gringmuth.de> wrote:
> Martin Braun (a950...@unet.univie.ac.at) wrote:
>> Was, bitteschön, ist ein Notaus?
> Ein NOT-AUS.
> AUS-führlicher: Ein AUS-Schalter für den NOT-Fall.
>
> (gebissen sind nur die Leute, die überall Angli(zi)smen vermuten und
> "Notausgang" mit "hier ist kein Ausgang" zu übersetzen versuchen...)

NOT AUS = EIN

Marc-Jano

Michael Pronay

unread,
Oct 28, 2001, 4:41:52 PM10/28/01
to
Boris....@alcatel.de (Boris Gerlach) wrote:

>Strassenbahn, Elektrische, Tram, Trambahn ...

Tramway!

M.

Michael Pronay

unread,
Oct 28, 2001, 4:47:09 PM10/28/01
to
michae...@hotmail.com (Michael Kalina) wrote:

>Wo genau ist, bitteschön, der Unterschied zwischen einer Taste und
>einem Taster?

Ersteres ist der einzige in AT übliche Sprachgebrauch, zweiteres
ist irgendeine Fachsprache, von der (Fach-)Trottel in AT geglaubt
haben, sie unbedingt im Publikumsbereich einführen zu müssen.
"Taster" stand z. B. jahrelang in der Badner Bahn (für Nichtwiener:
Eine Stadtbahn vom Wiener Zentrum nach Baden bei Wien)
angeschrieben, bis sich die Leut' so aufgeregt haben, dass das in
"Taste" geändert wurde. Noch ein typisches Exemplar wienerischen
Amtsdeutsch': "Fahrtreppe" statt "Rolltreppe".

>Wann verwende ich welchen der beiden Begriffe korrekt?

Vergiss es.

>Und warum kann ich in manchen Fällen statt Taster nicht den mir
>viel lieberen Schalter verwenden?

Weil Du keinen Schalter betätigst, sondern eine Taste.

M.

Christian Seidl

unread,
Oct 28, 2001, 5:59:18 PM10/28/01
to
"Michael Pronay" <pro...@gmx.at> wrote in message
news:9rhu2v$tlmgc$2...@ID-67468.news.dfncis.de...

> Boris....@alcatel.de (Boris Gerlach) wrote:
>
> >Strassenbahn, Elektrische, Tram, Trambahn ...
>
> Tramway!

Bim!

Ch.


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Marc-Jano Knopp

unread,
Oct 28, 2001, 6:08:30 PM10/28/01
to
On Fri, 26 Oct 2001 11:11:27 +0200, Andreas Karrer <Andreas...@Switzerland.org> wrote:
> Michael Kalina <michae...@hotmail.com> wrote:
>
>> Wo genau ist, bitteschön, der Unterschied zwischen einer Taste und einem
>> Taster?
[...]

> "Der Taster" wird von manchen als Synonym für "die Taste" verwendet,
> andere (auch ich und Duden) verstehen darunter eher ein Abtastgerät
> oder eine Person, die tastet.

Und die weibliche Person, die tastet, ist eine "Taste"?

Marc-Jano

Matthias Geier

unread,
Oct 29, 2001, 5:57:40 AM10/29/01
to
Boris Gerlach schrieb:

>Matthias Geier wrote:
>
>>
>> Eine Taste ist kein Schalter!
>
>Ack.
>
>> Eigentlich ist eine Taste zwei Schalter.
>
>Nack. Eine Taste ist höchstens ein "kaputter halber" Schalter. ;-)

Das hat schon auch was. (vgl. Nummerntasten beim Telefon)

>> Wenn man eine Taste niederdrückt,
>> schaltet man irgendetwas ein (zB Klavierton), wenn man loslässt wieder
>> aus.
>
>Das stimmt nicht.
>Der Ton beim Klavier geht von selber aus, das Sustain ,die Länge der
>Zeit
>des Schwingens der angestoßenen Klaviersaite eines Klaviertones,
>ist nicht davon abhängig wie lang man die Taste gedrückt hält.

Das stimmt schon! Es gibt nur sehr wenige Beispiele in der abendländischen
Klavierliteratur, in denen eine Klaviertaste so lange gedrückt gehalten
wird bis der Ton von selbst ausklingt (am ehesten in der Musik des 20sten
Jahrhunderts). Die meisten Töne - ich nehme an mehr als 99 % - werden
vorzeitig beendet, und zwar dadurch, dass man die Taste loslässt und
dadurch ein Filzstück (der sog. Dämpfer) auf die schwingende Saite gedrückt
wird.

>Deshalb ist der "Anschlag" beim Klavier so wichtig und nicht der
>"Draufdrück".

Da stimme ich dir zu. Die Lautstärke und Klangfarbe kann man nur mit dem
Anschlag beeinflussen. Wenn du allerdings dann die Taste loslässt, hört der
Ton auf.

Allerdings sollte ich noch erwähnen, dass es außer den 88 Tasten die man
mit den Fingern bedient auch noch andere Tasten gibt: die Pedale. Diese
sind definitionsgemäß eben auch Tasten.
Beispiel rechtes Pedal: wenn man es niederdrückt, werden sämtliche Dämpfer
von den Saiten abgehoben und alle Saiten können solange ausschwingen,
solange sie noch Energie haben. In diesem Fall klingt der Ton weiter, auch
wenn man die Taste mit der man ihn angeschlagen hat wieder loslässt.
Auch die anderen beiden Pedale haben interessante Funktionen, aber die
verrate ich jetzt nicht.

mfg
Matthias

Boris Gerlach

unread,
Oct 29, 2001, 6:59:38 AM10/29/01
to

Matthias Geier wrote:

> Das hat schon auch was. (vgl. Nummerntasten beim Telefon)

Stopp!

Beim Telefon gibts _Nummernschalter_ das sind diese lustigen
Runden Teile bei denen man die Wählscheibe noch betätigen muß,
drehen muß und dann wird je nach Ziffer eine definierte ca. 50 ms
lange Unterbrechung Puls/Pause erzeugt die dem Amt die gewählte
Ziffer/Zahl mitteilt.
Decadic dialing, Dezimalwahl.

Die MF-Wahl, die Du sicherlich meinst, hat in der Tat Tasten.
Ein Tastenfeld, (neudeutsch keypad) jedoch gibts hier auch
zweierlei Sorten.
Bei der einen Sorte wird der MF-Ton tatsächlich solange
gesendet, bis Du wieder losläßt.
In manchen Ländern aber auch hinter Nebestellenanlagen wird dieser Ton
jedoch vom Apparat oder der Nebenstelle nach einer (länderspezifischen)
Zeit abgeschaltet egal wie lang oder eben kurz Du draufdrückst. (80ms
ca.)

Das verhindert zu kurze Signalisierung bzw. zu lange Zuweisung und damit
keine Verfügbarkeit des MF Generators (in der Nebenstelle) oder Prellen
des Signals.


> >> Wenn man eine Taste niederdrückt,
> >> schaltet man irgendetwas ein (zB Klavierton), wenn man loslässt wieder
> >> aus.

Der Hammer der Klaviermechanik schlägt die Saite nur kurz an und wird
dann, egal ob Du die Saite abdämpfst oder nicht, von der Saite resp.
den 3 Saiten automatisch zurückgenommen damit die Saiten schwingen
können/könnten.
Es ist also ein klarer Tastvorgang. Das Du später beim Loslassen der
Taste
durch einen zweiten mechanischen Vorgang die Saite abdämpfst ist schon
wieder
eine andere Aktion.


> Auch die anderen beiden Pedale haben interessante Funktionen, aber die
> verrate ich jetzt nicht.

Nicht nötig ;-)

Boris

Michael Hemmer

unread,
Oct 29, 2001, 11:28:32 AM10/29/01
to
Volker Gringmuth schrieb in Nachricht
<9rdtfr.3...@news01.volker-gringmuth.de>...

>(gebissen sind nur die Leute, die überall Angli(zi)smen vermuten und
>"Notausgang" mit "hier ist kein Ausgang" zu übersetzen versuchen...)

Netter Gedanke, aber auch hier war das Leben schneller ;-)

Vor etlichen Jahren war an einer Stahltür, die von den Geschäftsräumen
eines Möbelmarktes zu einer Fluchttreppe im Freien führte, auf der
Außenseite folgende Beschriftung zu lesen:
"NO AUSGANG"
Das "T" hatte sich - wohl durch Witterungseinflüsse - abgelöst.

Gruß,

Michael


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