Diese beiden Formen sind laut Duden Band 9 gleichgestellt. Wird
das allgemein so empfunden? F�r mich klingt der zweite Fall
altert�mlich bis b�rokratisch.
Meiner Meinung scheint sich canoo anzuschlie�en - unter
Genitivattribut hei�t es dort, es werde in der Regel
nachgestellt (die Romane der Schriftstellerin). Eine Ausnahme
bestehe bei artikellosen Namen (Frau M�llers neuer Wagen).
Oder ist er doch h�bsch, der neue Wagen der Frau M�ller?
__
Viele Gr��e
Gerald Fix
Da sich seit Stunden keiner deinereiner erbarmt hat, beehr ich dich
mal... Halt, hiergeblieben! Jetzt noch weglaufen giltet nich!
> Diese beiden Formen sind laut Duden Band 9 gleichgestellt. Wird
> das allgemein so empfunden? F�r mich klingt der zweite Fall
> altert�mlich bis b�rokratisch.
Kannichnichfinden. Ich meine: Nicht meine Meinung.
> Meiner Meinung scheint sich canoo anzuschlie�en - unter
> Genitivattribut hei�t es dort, es werde in der Regel
> nachgestellt (die Romane der Schriftstellerin). Eine Ausnahme
> bestehe bei artikellosen Namen (Frau M�llers neuer Wagen).
>
> Oder ist er doch h�bsch, der neue Wagen der Frau M�ller?
Ich sehr keinen Unterschied zwischen dem Beitrag des Herrn Fix, dem
Beitrag von Herrn Fix und dem Fix'schen Beitrag, und mit Herrn Fix'
Beitrag hab ich auch keine Probleme, aber "der fixoide Beitrag" w�r
schon etwas schr�g.
Wenn ich nat�rlich sagte: Der Beitrag von das Fix", w�r das schon ne
andere Baustelle... ;-)
Scherz beiseite: Die Einsch�tzung dar�ber, was als Formulierung
�blich/un�blich, modern/antiquiert, formell/informell, fachsprachlich
/gemeinsprachlich oder positiv/negativ besetzt ist, geht bei
verschiedenen Sprechern oft erstaunlich weit auseinander. Da werden
h�ufig eigene Einsch�tzungen und Erfahrungen �bergeneralisiert. So
weit, dass ich, ehrlich gesagt, keine deiner obigen Einsch�tzungen als
b�rokratisch oder veraltet nachvollziehen kann.
F.
--
Genitiv ins Wasser, es ist Dativ
...ebensowenig wie mit des Herrn Fix Beitrag.
Wollte ich noch in der Aufz�hlung erg�nzt haben.
F.
Ohne Apostroph?
Ja, weil es auch "des Herrn Foxi Beitrag" hie�e, mit ohne Apo's Tropf.
Die Genitivendung hat schon der "Herr" mitgekriegt, und doppelt
gemoppelt g�ltet nicht.
Anders ist es bei "Hern Fix' Beitrag", der ein verk�rzter "Herrn Fixens
Beitrag" ist, welche Variante wir ausgeschrieben �brigns auch noch nicht
hatten.
Helmut
--
Nach dera Zei'n kimmt nix mehr
>>> ...ebensowenig wie mit des Herrn Fix Beitrag.
>>> Wollte ich noch in der Aufz�hlung erg�nzt haben.
>>
>> Ohne Apostroph?
>
>Ja, weil es auch "des Herrn Foxi Beitrag" hie�e, mit ohne Apo's Tropf.
>Die Genitivendung hat schon der "Herr" mitgekriegt, und doppelt
>gemoppelt g�ltet nicht.
Gut, auch wenn es f�r mich etwas schief klingt - wenn es nicht
um Namen geht, kenne ich diese Wendung eher. Aber die Begr�ndung
kann ich nicht nachvollziehen, schlie�lich wird auch in Herrn
Richters Beitrag doppelt gemoppelt.
Darum wollte ich auch gebeten haben*.
Jetzt fehlen noch:
Herrn Fixens Beitrag
Und:
Herrn Fix sein Beitrag
Wenn ich mir unschlüssig bin, ob in einer bestimten Runde, ein
Ausdruck sprachlich angemessen ist, suche ich nach einer Umstellung.
Etwa:
Ich möchte noch etwas zu dem letzten Beitrag sagen. Herr Fix sagte
darin, daß ...
Oder
Herr Fix hat in seinem Beitrag angesprochen, daß ..
Oder
Im x. Punkt seines Beitrags formulierte Herr Fix, daß ...
Gruß
Gunhild
*Dazu eröffne ich lieber jetzt einen eigenen Thread.
> On 31 Okt., 02:26, Frank Husel <nom...@invalid.com> wrote:
>>> Ich sehr keinen Unterschied zwischen dem Beitrag des Herrn Fix, dem
>>> Beitrag von Herrn Fix und dem Fix'schen Beitrag, und mit Herrn Fix'
>>> Beitrag hab ich auch keine Probleme, ...
>>
>> ...ebensowenig wie mit des Herrn Fix Beitrag.
>> Wollte ich noch in der Aufz�hlung erg�nzt haben*.
>
> Darum wollte ich auch gebeten haben*.
>
> Jetzt fehlen noch:
> Herrn Fixens Beitrag
> Und:
> Herrn Fix sein Beitrag
Ich biete "Dem Herrn Fix sein Beitrag".
Da "Nicht viel, aber daf�r wenig." Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
Lieber Ratten im Keller als Verwandte in der Wohnung.
Nein, wird nicht, denn:
der Herr
des Herrn
dem Herrn
den Herrn
Wenn mit Artikel, dann wird die Kasusendung beim ersten Wort
drangeh�ngt, und die Sache hat sich.
Den Kasus, der durch den artikellosen "Herrn" ausgedr�ckt werden soll,
kann man nicht eindeutig erkennen, deshalb wird er durch Anf�gung der
Genitivendung beim Richter in "Herrn Richters" als Genitiv markiert.
Fr�her [tm], als auch an Namen noch regelm��ig Kasusendungen anhingen,
h�tte man Herrn Fixen (Dativ) auf Herrn Fixens (genitiv) Anfrage obige
Auskunft gerne ertheilt.
... was aber so ausgesprochen wird:
"Den Herrn Fix sein Beitrag"!
Und wobei "Den Herr Fix seinen Beitrag" gemeint wurde.
Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
Gibt es intelligente Windeln f�r Klugschei�er?
Nicht zu vergessen: Den Herrn Fix ihr Beitrag
Gruß
Gunild
Danke!
> Die Verbindung zwischen einem Namen als Genitivattribut und einem
> Bezugswort mit Artikel ist dann geboten, wenn ein Vergleich vorgenommen
> wird: der Antrag Frau Meiers ist berechtig, der Antrag Frau M�llers mu�
> noch gepr�ft werden.
Hmm? Das klingt aber sehr gestelzt um nicht zu sagen falsch.
Warum nicht einfach so: Frau Meiers Antrag ist berechtigt, ...
oder aber: Der Antrag von Frau Meier ist ...?
Oder ist dir das zu wenig Standard?
--
Yvonne Steiner
> Die Verbindung zwischen einem Namen als Genitivattribut und einem
> Bezugswort mit Artikel ist dann geboten, wenn ein Vergleich vorgenommen
> wird: der Antrag Frau Meiers ist berechtig, der Antrag Frau M�llers mu�
> noch gepr�ft werden.
Hmm? Das klingt aber sehr gestelzt, um nicht zu sagen falsch.
> Yvonne Steiner <yste...@swissonline.ch> wrote:
>
> > Ralf Heinrich Arning <rha...@t-online.de> wrote:
> >
> > > Die Verbindung zwischen einem Namen als Genitivattribut und einem
> > > Bezugswort mit Artikel ist dann geboten, wenn ein Vergleich vorgenommen
> > > wird: der Antrag Frau Meiers ist berechtig, der Antrag Frau M�llers mu�
> > > noch gepr�ft werden.
> >
> > Hmm? Das klingt aber sehr gestelzt, um nicht zu sagen falsch.
>
> Wenn man es klingen l��t, magst Du recht haben. Schreiben kann man es
> MUSEN durchaus.
Auch geschriebene Sprache soll klingen; gut klingen!
> > Warum nicht einfach so: Frau Meiers Antrag ist berechtigt, ...
>
> Wenn man einen Unterschied betonen will (wie ich schrieb), ist das nicht
> so gut. Wenn man spricht kann man nat�rlich "Meiers" betonen.
>
> > oder aber: Der Antrag von Frau Meier ist ...?
> >
> > Oder ist dir das zu wenig Standard?
>
> K�nnen wir nicht wenigstens ein bi�chen den Genitiv retten?
Man kann's auch �bertreiben.
--
Yvonne Steiner
>> Frau Meiers Antrag - der Antrag der Frau Meier
>>
>> Diese beiden Formen sind laut Duden Band 9 gleichgestellt.
>
>Wo steht das da so? In welchem Kapitel?
Es steht beim Genitivattribut - nicht w�rtlich, aber ich habe es
so verstanden (genau: 1.3.3 Genitivus possesivus).
> > oder aber: Der Antrag von Frau Meier ist ...?
>
> > Oder ist dir das zu wenig Standard?
>
> Können wir nicht wenigstens ein bißchen den Genitiv retten?
Rettest du den Genitiv auch in: "der König von Preußen"?
Ch.
>H�ufig ist das schon. Das stimmt. Die Frage ist nur, welche der
>M�glichkeiten man f�r welchen Zweck am besten verwendet. Und da
>erscheinen sie mir nicht gleichwertig zu sein.
Mir auch nicht. Tats�chlich scheint mir die Form "der Antrag der
Frau Meier" haups�chlich dazu zu dienen, den Namen ungebeugt zu
lassen.
> > > Können wir nicht wenigstens ein bißchen den Genitiv retten?
>
> > Rettest du den Genitiv auch in: "der König von Preußen"?
>
> Ich bin doch keine Monarchist!
Dabei gilt doch: Die Monarchie in ihrem Lauf / halten weder Ochs' noch
Esel auf.
> Aber im Ernst: Die Fälle sind unterschiedlich. Abgesehen davon, daß
> solche Titel eine feste Formel darstellen,
Immerhin zeigen die aber, dass der Ersatz des Genitivs durch eine
Präposition schon recht alt ist.
> denen vielleicht sogar eine
> staatsrechtliche Überlegung zugrunde liegt,
Das gilt doch wohl eher für die Frage, ob ein Land oder dessen
Bewohner gemeint sind, man denke an den Streit über die Frage, ob es
"Kaiser von Deutschland" oder "Kaiser der Deutschen" hätte heißen
sollen.
> ist ein Land oder ein Staat
> keine natürliche Person, die etwas produziert hat.
Dem entnehme ich, dass du den Genitiv nur unter gewissen
Voraussetzungen retten willst. Da wären wir ja einig.
> "Die Stadtpräsidentin Zürichs" klingt MUSEN nicht so gut wie "die
> Stadtpräsidentin in Zürich" oder "... von Zürich".
Das ist auch für MUSE so, doch ist "... in Zürich" für mich unmöglich;
das klingt für mich merkwürdigerweise wie unidiomatisch aus dem
Norwegischen übersetzt ("ordfører i Oslo").
> Dagegen habe ich
> keine Probleme mit "das Büro Frau Mauchs".
Das geht für MUSE aber sowas von gar nicht.
> "Das Büro von Frau Mauch"
> klingt für mich umgangsprachlich.
Da ist sich MUSE nicht so sicher. Völlig klar dürfte sein: "das Büro
von (Frau) Stadtpräsidentin Mauch". Hingegen geht "das Büro der (Frau)
Stadtpräsidentin Mauch" nicht, "das Büro der (Frau) Stadtpräsidentin"
sehr wohl.
> Die Variante, die wohl am häufigsten
> eingesetzt werden kann, ist "Frau Mauchs Büro".
ACK.
> Es muß mit dem Titel oder der Funktionsbezeichnung zusammenhängen. "In
> den Straßen Zürichs" ist MUSEN wieder problemlos.
Oder "in Zürichs Straßen". Wobei aber auch ohne umgangssprachliche
Konnotation geht: "in den Straßen von Zürich" (es hieß ja auch "die
Straßen von San Francisco").
Dabei spielen zumindest Semantik und Umfang (Länge) des Attributs eine
Rolle. Von der Voran- bzw. Nachstellung ganz zu schweigen. Und
natürlich die Frage, ob man Standarddeutsch der Gegenwart oder der
Vergangenheit verwenden will.
Ch.
> Dieter Bruegmann beliebte zu schreiben :
>>
>> Ich biete "Dem Herrn Fix sein Beitrag".
>
> ... was aber so ausgesprochen wird:
> "Den Herrn Fix sein Beitrag"!
Im Dialekt-Original ja, aber bei �bernahme in die allgemeine
Umgangssprache dann doch oft wieder zu "dem" normalisiert.
--
GUGELFAHRT, f., mutwilliges treiben, l�rmende lustbarkeit
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
>> Dieter Bruegmann beliebte zu schreiben :
>>>
>>> Ich biete "Dem Herrn Fix sein Beitrag".
>>
>> ... was aber so ausgesprochen wird:
>> "Den Herrn Fix sein Beitrag"!
>
> Im Dialekt-Original ja, aber bei �bernahme in die allgemeine
> Umgangssprache dann doch oft wieder zu "dem" normalisiert.
Der, wo "den Herrn Fix sein Beitrach" sacht, der wei� jarnicht, dat man
dat "den" "dem" schreibt.
Aber jemand wie ich, der gelegentlich sowas wie "dem Herrn Fix sein
Beitrag" sagt, wei�, wie man es schreiben w�rde, wenn ich es je
schreiben w�rde, was ich nicht tue, au�er in Beitr�gen wie diesen, �h,
diesem.
--
gugelfug, m., sp�sze, unfug
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
>>>> ... was aber so ausgesprochen wird:
>>>> "Den Herrn Fix sein Beitrag"!
>>>
>>> Im Dialekt-Original ja, aber bei �bernahme in die allgemeine
>>> Umgangssprache dann doch oft wieder zu "dem" normalisiert.
>>
>> Der, wo "den Herrn Fix sein Beitrach" sacht, der wei� jarnicht, dat
>> man dat "den" "dem" schreibt.
>
> Aber jemand wie ich, der gelegentlich sowas wie "dem Herrn Fix sein
> Beitrag" sagt, wei�, wie man es schreiben w�rde, wenn ich es je
> schreiben w�rde, was ich nicht tue, au�er in Beitr�gen wie diesen, �h,
> diesem.
Himmelfix noamoi, diesem Agrumen muss ich mich beugen, wenn auch
thr�nenden Auges.
> Christian Seidl <se...@indoger.unizh.ch> wrote:
>
>> On 1 Nov., 20:30, rha1...@t-online.de (Ralf Heinrich Arning) wrote:
>>
>>> Aber im Ernst: Die F�lle sind unterschiedlich. Abgesehen davon, da�
>>> solche Titel eine feste Formel darstellen,
>>
>> Immerhin zeigen die aber, dass der Ersatz des Genitivs durch eine
>> Pr�position schon recht alt ist.
>
> Wenn es denn prinzipiell ein Ersatz ist und die Konstruktion nicht
> zun�chst eine eigene Funktion hatte.
Ich vermute, beides: eine urspr�nglich eigenst�ndige Konstruktion, die
sp�ter so h�ufig f�r den Genitiv einspringen mu�te, da� sie fast alle
seine Funktionen angenommen hat.
>>> "Die Stadtpr�sidentin Z�richs" klingt MUSEN nicht so gut wie "die
>>> Stadtpr�sidentin in Z�rich" oder "... von Z�rich".
>>
>> Das ist auch f�r MUSE so, doch ist "... in Z�rich" f�r mich unm�glich;
>> das klingt f�r mich merkw�rdigerweise wie unidiomatisch aus dem
>> Norwegischen �bersetzt ("ordf�rer i Oslo").
>
> Ich kann kein Norwegisch. Das kann nicht der Grund sein.
> Ich halte diese Version f�r un�blich, aber nicht unm�glich.
Ich fand sie auch recht auff�llig. Ich w�rde sie wohl nur verwenden,
wenn der Titel aus Tradition genau so hei�t, ansonsten scheint sie mir
veraltet. Das gilt nat�rlich nicht f�r Aussagen wie "Sie ist
Stadtpr�sidentin in Z�rich", wo das "in" seine prim�r lokale Funktion
beibeh�lt. das geht aber auch nicht immer, z.B. nicht: "Sie ist
Kanzlerin in Deutschland."
>> V�llig klar d�rfte sein: "das B�ro
>> von (Frau) Stadtpr�sidentin Mauch". Hingegen geht "das B�ro der (Frau)
>> Stadtpr�sidentin Mauch" nicht,
>
> Ich halte den Satz
> "Im B�ro der Stadtpr�sidentin Mauch h�ngen neue Bilder an der Wand."
> f�r sowas von unauff�llig!
Finde ich auch.
>> "das B�ro der (Frau) Stadtpr�sidentin"
>> sehr wohl.
>
> Das geht nat�rlich auch. Es gibt wohl eine Tendenz, besonders lange
> Genitivattribute zu vermeiden. Was einem zu lang erscheint, ist dann
> Geschmacksache.
>>
>>> Die Variante, die wohl am h�ufigsten
>>> eingesetzt werden kann, ist "Frau Mauchs B�ro".
>>
>> ACK.
>>
>>> Es mu� mit dem Titel oder der Funktionsbezeichnung zusammenh�ngen. "In
>>> den Stra�en Z�richs" ist MUSEN wieder problemlos.
>>
>> Oder "in Z�richs Stra�en".
>
> Wenn es etwas pathetisch klingen soll, geht es.
In einem Gespr�ch geht das schon gar nicht mehr, nur schriftdeutsch.
--
er (Tristan) hiez im ein t�renkleit
an der stete machen:
von wunderl�chen sachen
einen roc selts�n getan
und eine gugelen daran
H. V. FREIBERG Tristan
> Oliver Cromm <lispa...@yahoo.de> wrote:
> > [...]
> Genau das hatte ich auszudr�cken versucht.
> > [...]
> Genau so war das gemeint.
>
>> das geht aber auch nicht immer, z.B. nicht: "Sie ist
>> Kanzlerin in Deutschland."
>
> Das liegt daran, da� Kanzler ein seltener Titel f�r Regierungschefs ist.
Stimmt, zumindest ist das wohl ein Grund. Der Titel "chanceli�re" klingt
mir immer noch exotisch sch�n (kein Attribut, das einem bei der Tr�gerin
einf�llt).
Das umgekehrte, wenn der Titel zu h�ufig ist, ist auch nicht gut: "Er
ist Pr�sident in Amerika" - "Pr�sident von was?"
>>>> Oder "in Z�richs Stra�en".
>>>
>>> Wenn es etwas pathetisch klingen soll, geht es.
>>
>> In einem Gespr�ch geht das schon gar nicht mehr, nur schriftdeutsch.
>
> In einer Rede ginge es u. U. auch.
Das hatte ich urspr�nglich sogar geschrieben, aber dann weggek�rzt.
Diese Einigkeit zwischen uns ist ja unheimlich. Heute schon Fieber
gemessen?
--
binsaugnesseln, hummelsk�l, m�nchspfeffer, gugelk�pf, minbr�derm�ntz
FISCHART
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
> Oliver Cromm <lispa...@yahoo.de> wrote:
>
>> Das umgekehrte, wenn der Titel zu h�ufig ist, ist auch nicht gut: "Er
>> ist Pr�sident in Amerika" - "Pr�sident von was?"
>
> In diesem Fall ist "Amerika" das Problem, weil das Wort mehrdeutig ist.
Im Kontext selten, oft nur f�r Besserwisser.
Du kannst aber auch nehmen: "Er ist Pr�sident in den USA." Auch da w�rde
ich nachfragen: "Wie, Pr�sident? Pr�sident von GM, Pr�sident des
Taubenz�chterverbandes von S�dnevada oder was?"
> "Obama ist der Pr�sident in Washington" geht auch.
"Washington" schr�nkt die Referenz schon mal gewaltig ein, und "der
Pr�sident" macht es dann klar.
>> Diese Einigkeit zwischen uns ist ja unheimlich.
>
> Das legt sich schon wieder, kein Grund zur Beruhigung.
>
>> Heute schon Fieber gemessen?
>
> Nein, und selbst?
Auch nichts, aber man h�rt liest in den hiesigen Medien von nichts
anderem mehr als Grippe.
--
GUGELFUHR(E), f., scherz, spasz, narrheit,
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
> Nenne die Grippe nach einem Tier, und die Medien haben f�r ein bis zwei
> Jahre ein Thema.
Im Franz�sischen ist das Tier in den Medien schon g�nzlich tabu. Die
englischen mischen noch, tendieren aber immer st�rker zum offiziellen
Buchstaben-Zahlen-Salat.
> Gibt es eigentlich keine Vogelgrippe mehr?
Doch, aber der hat es wohl momentan die Ausbreitung versaut.
--
gugelgans, f., alberne gans, schelte:
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
> Aber der Versuch, bei dieser
> Grippe nicht mehr von Schweinen reden zu lassen, ist vor Monaten
> gescheitert.
Es geschehen eben doch noch Dinge, die einem Hoffnung machen.
Jļæ½rn
> Ralf Heinrich Arning schrieb:
>
>> Letzteres h�rt und liest man hier auch. Aber der Versuch, bei dieser
>> Grippe nicht mehr von Schweinen reden zu lassen, ist vor Monaten
>> gescheitert.
>
> Ist Ziegenpeter auch nicht mehr PC?
Das ist Mumps, newa?
Ich habe "Mumps" als Standardbezeichnung gelernt, "auch Ziegenpeter
genannt". Im richtigen Leben habe ich letzteres vielleicht nie geh�rt.
--
gugelfechten, vb., sich n�rrisch auff�hren, narren, fantasieren,
gauglen und gugelfechten ZWENGEL formularbuch (1568) 39b. --
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
>> Ist Ziegenpeter auch nicht mehr PC?
>
> Das ist Mumps, newa?
>
> Ich habe "Mumps" als Standardbezeichnung gelernt, "auch Ziegenpeter
> genannt". Im richtigen Leben habe ich letzteres vielleicht nie geh�rt.
Ziegenpeter -- ist das nicht der, mit dem Heidi im Bett liegt?
Paßt Obacht, Leuteln, heut sind die gefürchteten Possenreißer &
Schnurrpfeyffer wieder wirsch auf der Pirsch! FR, Esq.
> Ziegenpeter -- ist das nicht der, mit dem Heidi im Bett liegt?
Ich sachs euch, die Zensursula kommt gleich mit ihren Stoppschildern!
vG
> * Matthias Opatz <m...@privacy.net> wrote:
>
>> Ralf Heinrich Arning schrieb:
>>
>>> Letzteres hört und liest man hier auch. Aber der Versuch, bei dieser
>>> Grippe nicht mehr von Schweinen reden zu lassen, ist vor Monaten
>>> gescheitert.
>>
>> Ist Ziegenpeter auch nicht mehr PC?
>
> Das ist Mumps, newa?
>
> Ich habe "Mumps" als Standardbezeichnung gelernt, "auch Ziegenpeter
> genannt". Im richtigen Leben habe ich letzteres vielleicht nie gehört.
Die Ziegenpeter-Zone beginnt wahrscheinlich etwas nördlich von deiner
Herkunftsgegend in Hessen.
Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, er hat ein Buch über die Sinnlosigkeit des Lebens
geschrieben, aber, sagt er, die Drecksau von Verleger hat's nicht mehr bis
zur Buchmesse herausgebracht.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>
>> Ich habe "Mumps" als Standardbezeichnung gelernt, "auch Ziegenpeter
>> genannt". Im richtigen Leben habe ich letzteres vielleicht nie gehört.
>
> Die Ziegenpeter-Zone beginnt wahrscheinlich etwas nördlich von deiner
> Herkunftsgegend in Hessen.
Wieviel weiter nrödlich? Ich habe "Ziegenpeter" in freier Wildbahn weder in
Südniedersachsen noch in Hessen je gehört und schließe mich insoweit meinem
Vorvorredner vollinhaltlich an.
Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
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>> Ich habe "Mumps" als Standardbezeichnung gelernt, "auch Ziegenpeter
>> genannt". Im richtigen Leben habe ich letzteres vielleicht nie gehört.
>
> Die Ziegenpeter-Zone beginnt wahrscheinlich etwas nördlich von deiner
> Herkunftsgegend in Hessen.
Wieviel weiter nördlich? Ich habe "Ziegenpeter" in freier Wildbahn weder in
> Wolfram Heinrich meinte:
>
>>> Ich habe "Mumps" als Standardbezeichnung gelernt, "auch Ziegenpeter
>>> genannt". Im richtigen Leben habe ich letzteres vielleicht nie gehört.
>>
>> Die Ziegenpeter-Zone beginnt wahrscheinlich etwas nördlich von deiner
>> Herkunftsgegend in Hessen.
>
> Wieviel weiter nrödlich?
Was weiß denn ich?
Vielleicht meldet sich ja noch ein Ziegenpeter-Sprecher, notfalls der
Ritter.
Ciao
Wolfram
--
Verstehen wollen heißt, daß wir etwas zurückzuerobern versuchen, was wir
verloren haben.
PETER HØEG: "FRÄULEIN SMILLAS GESPÜR FÜR SCHNEE", S. 39
> Am Mon, 09 Nov 2009 17:34:38 +0100 schrieb Diedrich Ehlerding:
>
> > Wolfram Heinrich meinte:
> >
> >>> Ich habe "Mumps" als Standardbezeichnung gelernt, "auch Ziegenpeter
> >>> genannt". Im richtigen Leben habe ich letzteres vielleicht nie geh�rt.
> >>
> >> Die Ziegenpeter-Zone beginnt wahrscheinlich etwas n�rdlich von deiner
> >> Herkunftsgegend in Hessen.
> >
> > Wieviel weiter nr�dlich?
>
> Was wei� denn ich?
>
> Vielleicht meldet sich ja noch ein Ziegenpeter-Sprecher, notfalls der
> Ritter.
Oder die Gebr�der Grimm:
| Ziegenpeter, m., entz�ndung der ohrspeicheldr�se des menschen, die
| auch an hausthieren wie ziegen und katzen auftritt; nach zs. f. d.
| phil. 1, 31 0 anscheinend urspr�nglich name des kobolds, der die
| krankheit angestiftet hat und in dem sie haust, wie Katzenveit;
| scheint nach den belegen von Sachsen ausgegangen zu sein;
******* *******************************
--
Yvonne Steiner
> Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>> Am Mon, 09 Nov 2009 17:34:38 +0100 schrieb Diedrich Ehlerding:
>>
>>> Wolfram Heinrich meinte:
>>>
>>>>> Ich habe "Mumps" als Standardbezeichnung gelernt, "auch Ziegenpeter
>>>>> genannt". Im richtigen Leben habe ich letzteres vielleicht nie gehört.
>>>>
>>>> Die Ziegenpeter-Zone beginnt wahrscheinlich etwas nördlich von deiner
>>>> Herkunftsgegend in Hessen.
>>>
>>> Wieviel weiter nrödlich?
>>
>> Was weiß denn ich?
>>
>> Vielleicht meldet sich ja noch ein Ziegenpeter-Sprecher, notfalls der
>> Ritter.
>
> Oder die Gebrüder Grimm:
>
> | Ziegenpeter, m., entzündung der ohrspeicheldrüse des menschen, die
> | auch an hausthieren wie ziegen und katzen auftritt; nach zs. f. d.
> | phil. 1, 31 0 anscheinend ursprünglich name des kobolds, der die
> | krankheit angestiftet hat und in dem sie haust, wie Katzenveit;
> | scheint nach den belegen von Sachsen ausgegangen zu sein;
> ******* *******************************
Von da ging das Wort aus. Wo aber ging es hin?
Ciao
Wolfram
--
Nach dem Fest
Über allen Schnitzeln ist Ruh'.
> Am 08.11.2009 schrieb Ralf Heinrich Arning:
>
>> Oliver Cromm <lispa...@yahoo.de> wrote:
>>
>>> * Ralf Heinrich Arning <rha...@t-online.de> wrote:
>>>
>>>> Nenne die Grippe nach einem Tier, und die Medien haben für ein bis zwei
>>>> Jahre ein Thema.
>>>
>>> Im Französischen ist das Tier in den Medien schon gänzlich tabu. Die
>>> englischen mischen noch, tendieren aber immer stärker zum offiziellen
>>> Buchstaben-Zahlen-Salat.
>>
>> Letzteres hört und liest man hier auch. Aber der Versuch, bei dieser
>> Grippe nicht mehr von Schweinen reden zu lassen, ist vor Monaten
>> gescheitert.
>
> Ich habe im Fernsehen oder Radio gehört, daß die Bezeichnung
> Schweinegrippe für Moslems unpassend oder unzumutbar wäre. Bei solchen
> Meldungen weiß ich nicht mehr, ist das Satire oder ernst gemeint.
Wahrscheinlich geht's der Merkel ähnlich. Wenn sie sich im Radio hört,
frägt sie sich wahrscheinlich auch oft, ob das jetzt von ihr ist oder ob
grad der Priol spricht.
Ciao
Wolfram
--
Wenn die Dreiecke eine Vorstellung von Gott hätten, würden sie ihm drei
Seiten geben.
MONTESQUIEU
Mumps klingt Scheiᅵe, das heeᅵt Zieschnbeetor!
Wolle
"Ich hab mal mit ner Mistgabel nen russischen Flieger runtergeholt."
"Echt?"
"Ja, von meiner Tochter!"
Wolle
Hᅵrt ihr Leute, lasst euch sagen:
ᅵber allerley Gesind, das das Herzeleid vertreibet, sollet ihr nicht klagen!
Wolle
Oder nicht der Priol, sondern der Pirol, der Minol-Pirol.
"Den Tele-Tip, der helfen soll, gibt Ihnen der Minol-Pirol." (O-Ton
DDR-Werbung "ttt - tausend tele tips")
Das muss die Merkeln eher kennen als den Priol.
Wolle
> Wolfram Heinrich schrieb:
>> Wahrscheinlich geht's der Merkel ähnlich. Wenn sie sich im Radio hört,
>> frägt sie sich wahrscheinlich auch oft, ob das jetzt von ihr ist oder ob
>> grad der Priol spricht.
>
> Oder nicht der Priol, sondern der Pirol, der Minol-Pirol.
> "Den Tele-Tip, der helfen soll, gibt Ihnen der Minol-Pirol." (O-Ton
> DDR-Werbung "ttt - tausend tele tips")
> Das muss die Merkeln eher kennen als den Priol.
>
Das vermute ich ja. Sie wird ihre eigenen Wortbeiträge kaum noch Priols
Parodien unterscheiden können.
Ciao
Wolfram
--
Wenn sich eine Frage überhaupt stellen läßt, so kann sie auch beantwortet
werden.
LUDWIG WITTGENSTEIN
> Wolfram Heinrich meinte:
>
>>> Ich habe "Mumps" als Standardbezeichnung gelernt, "auch Ziegenpeter
>>> genannt". Im richtigen Leben habe ich letzteres vielleicht nie gehört.
>>
>> Die Ziegenpeter-Zone beginnt wahrscheinlich etwas nördlich von deiner
>> Herkunftsgegend in Hessen.
>
> Wieviel weiter nrödlich? Ich habe "Ziegenpeter" in freier Wildbahn weder
> in Südniedersachsen noch in Hessen je gehört und schließe mich insoweit
> meinem Vorvorredner vollinhaltlich an.
Im Saarland kennt man den "Ziegenpeter" ebenso wie in der uns
umzingelnden Vorderpfalz.
mike
Und? Dann gegendemonstrieren wir eben mit Poppschildern und Bildern
ihrer häuslichen Fußballmannschaft! Mal sehen, wer den längeren hat
und wer den Kürzeren zieht -- ich geh schon mal Poppcorn besorgen...
mike
> * Wolfram Teufel wrote:
> > "Den Tele-Tip, der helfen soll, gibt Ihnen der Minol-Pirol."
>
> Und in welchem Dialekt reimt sich das?
Ach, das paßt schon. Heute würde es heißen
"Der Tele-Tip wird ihnen präsentiert von Minol",
ganz prosaisch.
>>> Die Ziegenpeter-Zone beginnt wahrscheinlich etwas nördlich von deiner
>>> Herkunftsgegend in Hessen.
>>
>> Wieviel weiter nrödlich? Ich habe "Ziegenpeter" in freier Wildbahn weder
>> in Südniedersachsen noch in Hessen je gehört und schließe mich insoweit
>> meinem Vorvorredner vollinhaltlich an.
>
> Im Saarland kennt man den "Ziegenpeter" ebenso wie in der uns
> umzingelnden Vorderpfalz.
Dann stimmt mein Weltbildd wieder - gewundert hatte ich mich vor allem über
die Vermutung "weiter nördlich".
In Südhesssen (gar nicht so weit weg von der Pfalz) habe ich "Ziegenpeter"
auch nie gehört.
>>> Die Ziegenpeter-Zone beginnt wahrscheinlich etwas nördlich von deiner
>>> Herkunftsgegend in Hessen.
>>
>> Wieviel weiter nrödlich? Ich habe "Ziegenpeter" in freier Wildbahn weder
>> in Südniedersachsen noch in Hessen je gehört und schließe mich insoweit
>> meinem Vorvorredner vollinhaltlich an.
>
> Im Saarland kennt man den "Ziegenpeter" ebenso wie in der uns
> umzingelnden Vorderpfalz.
Dann stimmt mein Weltbild wieder - gewundert hatte ich mich vor allem über
die Vermutung "weiter nördlich".
In Südhesssen (gar nicht so weit weg von der Pfalz) habe ich "Ziegenpeter"
auch nie gehört. Hier zu Thread gibt es nunmehr Meldungen aus Sachsen und
aus dem Saarland - hat Genosse Erich das nach Sachsen importiert?
> Michael Schumacher meinte:
>
>> Im Saarland kennt man den "Ziegenpeter" ebenso wie in der uns
>> umzingelnden Vorderpfalz.
>
> Dann stimmt mein Weltbild wieder - gewundert hatte ich mich vor allem �ber
> die Vermutung "weiter n�rdlich".
>
> In S�dhesssen (gar nicht so weit weg von der Pfalz) habe ich "Ziegenpeter"
> auch nie geh�rt. Hier zu Thread gibt es nunmehr Meldungen aus Sachsen und
> aus dem Saarland - hat Genosse Erich das nach Sachsen importiert?
Laut Grimm soll der Ausdruck aus Sachsen stammen. Dann m��te es
umgekehrt gewesen sein. Aber wer war der verantwortliche Anti-Honecker?
--
da kamen abermals in das Elsas uber die Zaberer steig ein volck, die
nante man auch die Engell�nder und gugeler B. HERTZOG
> Diedrich Ehlerding <diedrich....@t-online.de> wrote:
>> Michael Schumacher meinte:
>>
>>> Im Saarland kennt man den "Ziegenpeter" ebenso wie in der uns
>>> umzingelnden Vorderpfalz.
>>
>> Dann stimmt mein Weltbild wieder - gewundert hatte ich mich vor
>> allem über die Vermutung "weiter nördlich".
>>
>> In Südhesssen (gar nicht so weit weg von der Pfalz) habe ich
>> "Ziegenpeter" auch nie gehört. Hier zu Thread gibt es nunmehr
>> Meldungen aus Sachsen und aus dem Saarland - hat Genosse Erich
>> das nach Sachsen importiert?
>
> Laut Grimm soll der Ausdruck aus Sachsen stammen. Dann müßte es
> umgekehrt gewesen sein. Aber wer war der verantwortliche
> Anti-Honecker?
Unbekannt. Man weiß nur, daß Gorbatschow die beiden 1989 einander
vorgestellt hat... :-)
mike
Ernst gemeint, fürchte ich - jedenfalls hat man in Ägypten doch
mit dem (ganz wörtlich) Totschlagargument der *Schweine*-Grippe
die Schweinezucht der koptischen Christen "abgeschafft"
(indem man die Zuchtobjekte gekeult hat).
/Walter
> R�diger Silberer schrieb:
>
>> Ich habe im Fernsehen oder Radio geh�rt, da� die Bezeichnung
>> Schweinegrippe f�r Moslems unpassend oder unzumutbar w�re. Bei solchen
>> Meldungen wei� ich nicht mehr, ist das Satire oder ernst gemeint.
>
> Ernst gemeint, f�rchte ich - jedenfalls hat man in �gypten doch
> mit dem (ganz w�rtlich) Totschlagargument der *Schweine*-Grippe
> die Schweinezucht der koptischen Christen "abgeschafft"
> (indem man die Zuchtobjekte gekeult hat).
Was tun sie wohl n�chstes Jahr, wenn dann wieder mal nur die
Menschengrippe umgeht?
--
gugelfechten, vb., sich n�rrisch auff�hren, narren, fantasieren,
gauglen und gugelfechten ZWENGEL formularbuch (1568) 39b. --
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
> Am 08.11.2009 schrieb Ralf Heinrich Arning:
>
>> Oliver Cromm <lispa...@yahoo.de> wrote:
[Schweinegrippe]
>>> Im Franz�sischen ist das Tier in den Medien schon g�nzlich tabu. Die
>>> englischen mischen noch, tendieren aber immer st�rker zum offiziellen
>>> Buchstaben-Zahlen-Salat.
>>
>> Letzteres h�rt und liest man hier auch. Aber der Versuch, bei dieser
>> Grippe nicht mehr von Schweinen reden zu lassen, ist vor Monaten
>> gescheitert.
>
> Ich habe im Fernsehen oder Radio geh�rt, da� die Bezeichnung
> Schweinegrippe f�r Moslems unpassend oder unzumutbar w�re. Bei solchen
> Meldungen wei� ich nicht mehr, ist das Satire oder ernst gemeint.
Naja, das war vielleicht ein Grund. Ein anderer ist, da� manche Leute
dachten, man werde nun vom Schweinebraten krank, was der - f�r
nordamerikanische Verh�ltnisse sehr ausgepr�gten - Schweineindustrie in
Quebec einen Schrecken eingejagt haben d�rfte.
Nun ja, (vermutlich) Erkrankte absondern, um die definitiv
Gesunden zu sch�tzen, ist ein Standardverfahren bei Seuchen.
Und Keulen ist dann auch nur eine Art finale Quarant�ne.
/Walter
>> Jedenfalls kam Ziegenpeter bis ins M�nsterland. Wir waren im
>> Kindergarten stolz, da� wir eine Krankheit mit einem solchen Namen
>> gehabt hatten.
>> Von "Mumps" habe ich erst viel sp�ter erfahren; noch sp�ter, da� das nur
>> ein anderer Name f�r Ziegenpeter ist.
>
> Bei mir war es umgekehrt, wir hatten als Kinder Mumps. Ziegenpeter kam
> nur im Fernsehen vor und irgendwann viel sp�ter hab ich mitbekommen, da�
> beide W�rter die gleiche Krankheit bezeichnen.
Genauso ging's mir im Ruhrgebiet; da kannte ich Ziegenpeter nur aus
Kinderb�chern (K�stner?). Und dass das das Gleiche w�re wie Mumps, war
mir auch nicht bekannt. Die Rechtschreibkontrolle dieses NUAs wiederum
unterschl�ngelt Mumps, akzeptiert aber Ziegenpeter.
Ciao
Toscha
--
Frauen sind wie Tee:
Man soll sie ziehen lassen.
> Genauso ging's mir im Ruhrgebiet; da kannte ich Ziegenpeter nur aus
> Kinderbüchern (Kästner?). Und dass das das Gleiche wäre wie Mumps, war
> mir auch nicht bekannt. Die Rechtschreibkontrolle dieses NUAs wiederum
> unterschlängelt Mumps, akzeptiert aber Ziegenpeter.
>
Buh!
Ciao
Wolfram
--
Gerade Haltung kann unter Umständen nur ein Symptom der Lähmung sein.
STANISLAW JERZY LEC
> Ernst gemeint, fürchte ich - jedenfalls hat man in Ägypten doch
> mit dem (ganz wörtlich) Totschlagargument der *Schweine*-Grippe
> die Schweinezucht der koptischen Christen "abgeschafft"
> (indem man die Zuchtobjekte gekeult hat).
Und weil es vor ein paar Jahren Rinderwahn und Vogelgrippe
gab, sind jetzt alle Ägypter Vegetarier?
Dito. So eine alberne Krankheit wie "Ziegenpeter" hätt ich auch nicht
haben wollen.
Andreas
> Andreas H�feld schrieb:
>
>> So eine alberne Krankheit wie "Ziegenpeter" h�tt ich auch nicht
>> haben wollen.
Genau!
> Hab die erst mal, dann urteilste anders �ber albern.
Hatte er wahrscheinlich - in meiner Generation (Jg. 65) war das eine der
"Kinderkrankheiten", die jeder durchmachte (neben Masern, Windpocken,
Keuchhusten). Mumps hatte ich im Gegensatz zu den anderen drei so sp�t,
da� ich eine vage Erinnerung daran habe.
> Matthias,
> der bei "Mumps" immer an Plums(klo) gedacht hat
So ein Mumpitz!
> Jedenfalls kam Ziegenpeter bis ins Münsterland. Wir waren im
> Kindergarten stolz, daß wir eine Krankheit mit einem solchen Namen
> gehabt hatten.
Kann ich nachvollziehen. "Ziegenpeter" ist von heiterer Eleganz, während
"Mumps" doch ziemlich plumps einherschreitet.
Ciao
Wolfram
--
Nachtigall
Ich wollt', ich wär 'ne Nachtigall, / das wär' so scheen, das wär' so tall.
/ Ich könnt' dann fliegen, vieles seh'n, / Das wär' so tall, das wär' so
scheen.
>> Jedenfalls kam Ziegenpeter bis ins Münsterland. Wir waren im
>> Kindergarten stolz, daß wir eine Krankheit mit einem solchen Namen
>> gehabt hatten.
>
> Kann ich nachvollziehen. "Ziegenpeter" ist von heiterer Eleganz,
> während "Mumps" doch ziemlich plumps einherschreitet.
Allerdings, wenn man's hat, dann sieht man viel eher nach plumpem Mumps
aus denn nach heiter grasenden Ziegen- oder irgendwelchen anderen
Petern!
Helmut
--
Nach dera Zei'n kimmt nix mehr
Interessante Idee, m�sste vielleicht mal jemand nachpr�fen.
/Walter
Sicher ist Mumps das Wort, das vom Klang her besser zur Krankheit paßt.
Aber ein Scheißdreck wo einen schönen Namen hat ist doch gleich viel
netter.
Wo der Piefke sagt: "Ich habe sie durch meine unverfroren-galante
Beredsamkeit flachgelegt" sagt der Wiener "I hos mim Schmäh packt". Das
hört sich doch gleich viel angenehmer an.
Apropos: Wie tatert der Wiener sagen, wenn er das gleiche meint wie der
Berliner mit "Kackbratze"?
Ciao
Wolfram
--
Auch geistige Kastraten machen sich mit schriller Stimme bemerkbar.
STANISLAW JERZY LEC
>Wo der Piefke sagt: "Ich habe sie durch meine unverfroren-galante
>Beredsamkeit flachgelegt" sagt der Wiener "I hos mim Schmäh packt".
Ach, nicht "mit Worten öd und schal"?
>Apropos: Wie tatert der Wiener sagen, wenn er das gleiche meint wie der
>Berliner mit "Kackbratze"?
Hilf mir mal, was meint der Berliner damit? Obwohl, wenn ich's mir
recht überlege - nee, Du, laß mal. Ich will hier nur meine Kola
trinken...
Gruß Uwe
--
Wie spricht man denn das Leerzeichen mit Akut aus? "Hmp!" oder so?
vG o
L_
=== http://www.sicherheitslampe.de === OL
> On Thu, 12 Nov 2009 21:45:27 +0100, Wolfram Heinrich
> <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>>Apropos: Wie tatert der Wiener sagen, wenn er das gleiche meint wie der
>>Berliner mit "Kackbratze"?
>
> Hilf mir mal, was meint der Berliner damit? Obwohl, wenn ich's mir
> recht überlege - nee, Du, laß mal. Ich will hier nur meine Kola
> trinken...
>
Ich weiß nicht genau, was der Berliner damit meint, aber es hört sich nicht
so ganz wie ein Kompliment an.
Ciao
Wolfram
--
Trauring aber wahr.
> Apropos: Wie tatert der Wiener sagen, wenn er das gleiche meint wie der
> Berliner mit "Kackbratze"?
Welche Berliner sagen denn das? Ich kenne das Wort nicht.
Für die vermutete Bedeutung werfe ich das wunderschöne
Wort "Grantscheam" in die Runde (nach Lautung, wahrscheinlich
ist der zweite Teil "Scherben", oder?).
chr
> "Wolfram Heinrich" <in...@theodor-rieh.de> schrieb
>
>> Apropos: Wie tatert der Wiener sagen, wenn er das gleiche meint wie der
>> Berliner mit "Kackbratze"?
>
> Welche Berliner sagen denn das?
Kurt Krömer.
http://www.youtube.com/watch?v=Efd5zpCfQvo
Ich kannte das Wort zuvor auch nicht.
Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, er mag Thunfisch furchtbar gerne. Das einzige, was
ihn stört, sagt er, wär der Geschmack. Der aber sehr.
> Wo der Piefke sagt: "Ich habe sie durch meine unverfroren-galante
> Beredsamkeit flachgelegt" sagt der Wiener "I hos mim Schm�h packt". Das
> h�rt sich doch gleich viel angenehmer an.
Wenn man dabei wie ich an "schm�hen" denkt, nein. Au�erdem: hast Du nach
dem Krieg schon mal wieder mit Piefkes gesprochen?
--
gugelfranz, m., sp�ttische bezeichnung eines m�nchs
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
> * Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>> Wo der Piefke sagt: "Ich habe sie durch meine unverfroren-galante
>> Beredsamkeit flachgelegt" sagt der Wiener "I hos mim Schmäh packt". Das
>> hört sich doch gleich viel angenehmer an.
>
> Wenn man dabei wie ich an "schmähen" denkt, nein. Außerdem: hast Du nach
> dem Krieg schon mal wieder mit Piefkes gesprochen?
>
Was ist eigentlich ein Piefke aus der Sicht eines Bayern? Und: Zählen die
Bayern aus der Sicht des Österreichers zu den Piefkes?
Joachim
> * Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>> Wo der Piefke sagt: "Ich habe sie durch meine unverfroren-galante
>> Beredsamkeit flachgelegt" sagt der Wiener "I hos mim Schmäh packt". Das
>> hört sich doch gleich viel angenehmer an.
>
> Wenn man dabei wie ich an "schmähen" denkt, nein. Außerdem: hast Du nach
> dem Krieg schon mal wieder mit Piefkes gesprochen?
Logisch. Ich habe nichts gegen Piefkes.
Ciao
Wolfram
--
Give him a fair trial and hang him.
AMERIKANISCHER SPRUCH
> Was ist eigentlich ein Piefke aus der Sicht eines Bayern? Und: Zählen die
> Bayern aus der Sicht des Österreichers zu den Piefkes?
>
Streng genommen sind auch schon die Franken und die Beuteschwaben (um
Augsburg rum und im Allgäu) Piefkes, aber meistens erklärt der Baier diese
Kolonialgebiete für undefiniert und läßt den Piefke erst jenseits der
weiß-blauen Grenzpfähle auftauchen.
Der strenggläubige Austriak zählt auch schon die Bayern zu den Piefkes, mit
liberaleren Österreichern kann man verhandeln und sich zu einem
Österreicher h. c. weihen lassen.
Ciao
Wolfram
--
Wenn ihr's nicht erfühlt, ihr werdet's nicht ergoogeln.
JAY DOUBLEYOU GOETHE
Keine Chance, ich hatte schon Mumps.
Andreas
> Am Thu, 12 Nov 2009 18:57:50 -0500 schrieb Oliver Cromm:
>
>> * Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>>
>>> Wo der Piefke sagt: "Ich habe sie durch meine unverfroren-galante
>>> Beredsamkeit flachgelegt" sagt der Wiener "I hos mim Schm�h packt". Das
>>> h�rt sich doch gleich viel angenehmer an.
>>
>> Wenn man dabei wie ich an "schm�hen" denkt, nein. Au�erdem: hast Du nach
>> dem Krieg schon mal wieder mit Piefkes gesprochen?
>
> Logisch. Ich habe nichts gegen Piefkes.
Und in den letzten Jahrzehnten sagt einer von denen noch
"unverfroren-galante Beredsamkeit"? Glaub ich nicht, das mu� aus einem
alten Film stammen. Die Piefkes, die ich kenne, w�rden eher von
irgendwas zwischen "solange bequatscht, bis" und "unwiderstehlichem
Charme" reden.
--
GOGELN, vb., flattern, sich (schwankend) hin und her bewegen, gaukelei
treiben, gesticulari. zur herkunft vgl. gogel, adj., und gaukeln, vb.;
in fast allen mundarten verbreitet, literarisch bis ins 17. jh. bezeugt;
s. auch gugeln und gageln.
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
> > Apropos: Wie tatert der Wiener sagen, wenn er das gleiche meint wie der
> > Berliner mit "Kackbratze"?
>
> Welche Berliner sagen denn das? Ich kenne das Wort nicht.
Vermutlich meint Heinrich "Kackpratze", Pratze für Pfote. Ich kenne
allerdinx nur "Kackstelzen" für Beine (von meinem Vater verwendet wenn
er meinte, in Landserjargon verfallen zu müssen).
> Für die vermutete Bedeutung werfe ich das wunderschöne
> Wort "Grantscheam" in die Runde (nach Lautung, wahrscheinlich
> ist der zweite Teil "Scherben", oder?).
Soll'n dis sein? Pestfetzen? FR
> >> Apropos: Wie tatert der Wiener sagen, wenn er das gleiche meint wie der
> >> Berliner mit "Kackbratze"?
>
> > Welche Berliner sagen denn das?
>
> Kurt Krömer.http://www.youtube.com/watch?v=Efd5zpCfQvo
So wie der spricht kein Berliner. In Ostberlin wurde eine gewisse
Hahnemann vorrätig gehalten, die sprach auch einen für Berlinerisch
ausgegebenen Phantasiedialekt - FR
> > Wo der Piefke sagt: "Ich habe sie durch meine unverfroren-galante
> > Beredsamkeit flachgelegt" sagt der Wiener "I hos mim Schmäh packt". Das
> > hört sich doch gleich viel angenehmer an.
>
> Wenn man dabei wie ich an "schmähen" denkt, nein. Außerdem: hast Du nach
> dem Krieg schon mal wieder mit Piefkes gesprochen?
Naja nun, in Heinrichs Kopf sieht's nu mal aus wie inner Drangtonne -
FR