ich bin dabei die folgende Email an einem Professor zu schreiben, der
für die Planung der Prüfungen an unserer Hochschule verantwortlich
ist. Irgendwie die von mir geschriebene Email gefällt mir nicht und
habe keine Idee, wie ich sie besser formulieren soll. Für jede
Verbesserung meiner Email werde ich euch ewig dankbar sein.
Hier Paar Infos, damit Ihr die Email besser verstehen könnt:
1. Wenn ich jetzt diese Doppeltprüfung "in mündlicher Form" nicht
bestehe, werde ich exmatrikuliert (das weiß der Prof. Mayer, weil
Anspruch auf mündliche Prüfung bedeutet der letzte Versuch)
2. Die Prüfungstermine für das laufende Semester sind noch nicht
bekanntgegeben
3. Frau Nies ist unsere Dozentin für den Teil Rechnungswesen und macht
die obengenannte mündliche Prüfung mit der Hilfe des anderen Dozenten,
der für den zweiten Teil verantwortlich ist
4. Der Prof. Mayer ist nett :-)
Und hier die Email:
Sehr geehrter Herr Professor Dr. Mayer,
gemäß §31 (2) Prüfungsordnung bin ich für die mündliche Form der
Prüfungsleistung Finanzierung/Rechnungswesen IBA 3. Semester im
laufenden Semester angemeldet.
Wegen des Termins der mündlichen Prüfung meinte Frau Nies, dass ich
mich an Sie wenden soll. Erfahrungsgemäß finden die schwierigen
Doppeltklausuren ganz am Anfang des Prüfungszeitraumes statt. Kann ich
hoffen, dass die mündliche Form solcher Prüfungen auch ganz am Anfang
stattfinden? Denn mein Studium hängt von dieser Prüfung ab und daher
wäre es für mich ganz sonnvoll als alle erste diese mündliche Prüfung
zu machen.
mfg
........
Danke im Voraus
D
> Sehr geehrter Herr Professor Dr. Mayer,
besser ohne Dr.
> Kann ich
> hoffen, dass die mündliche Form solcher Prüfungen auch ganz am
Anfang
> stattfinden?
'stattfindet' wegen 'Form' (sing.)
> Denn mein Studium hängt von dieser Prüfung ab und daher
> wäre es für mich ganz sonnvoll
Tippfehler; 'ganz' kann man weglassen
> als alle erste diese mündliche Prüfung
> zu machen.
'als allererstes' oder 'als Allererste' (=erste Kandidatin der
Gruppe)?
Elke
bestimmt wirst du gleich noch mehr Verbesserungsvorschläge bekommen. Von mir
kommen hier nur wenige (sieht mir zu sehr nach VWL/BWL aus, um mich weit aus
dem Fenster zu lehnen). Übrigens: E-Mail, nicht Email. Aber das steht ja
nicht in deiner noch nicht geschriebenen E-Mail. ;)
On 4 May 2003 06:29:37 -0700, Darius Avesta wrote:
> Sehr geehrter Herr Professor Dr. Mayer,
Sehr geehrter Prof. Mayer,
> gemäß §31 (2) Prüfungsordnung bin ich für die mündliche Form der
> Prüfungsleistung Finanzierung/Rechnungswesen IBA 3. Semester im
> laufenden Semester angemeldet.
>
> Wegen des Termins der mündlichen Prüfung meinte Frau Nies, dass ich
> mich an Sie wenden soll. Erfahrungsgemäß finden die schwierigen
wenden solle
> Doppeltklausuren ganz am Anfang des Prüfungszeitraumes statt. Kann ich
Doppeltklausuren? Heißen die so? Sonst evtl. "Doppelklausuren"
> hoffen, dass die mündliche Form solcher Prüfungen auch ganz am Anfang
> stattfinden?
Die Form findet nicht statt.
"Kann ich hoffen (hmmm), dass die Prüfungen auch in mündlicher Form am
Anfang des Semesters stattfinden?"
> Denn mein Studium hängt von dieser Prüfung ab und daher
> wäre es für mich ganz sonnvoll als alle erste diese mündliche Prüfung
> zu machen.
Mein Studium hängt von dieser Prüfung ab, und daher wäre es für mich
sinnvoll, sie als (aller-)erste abzulegen.
CU
Thomas
> bestimmt wirst du gleich noch mehr Verbesserungsvorschläge bekommen. Von mir
> kommen hier nur wenige (sieht mir zu sehr nach VWL/BWL aus, um mich weit aus
> dem Fenster zu lehnen). Übrigens: E-Mail, nicht Email. Aber das steht ja
> nicht in deiner noch nicht geschriebenen E-Mail. ;)
ich dachte in moderner Rwechtschreibung schreibt man Email!
danke für die Korrektur.
Darius
> ich dachte in moderner Rwechtschreibung schreibt man Email!
Das tut man tatsächlich, wenn man diese Badewannen- und
Miele-Waschmaschinen-Beschichtung meint.
CU
Thomas
> Sehr geehrter Herr Professor Dr. Mayer,
Da der Brief sicherlich einen Kopf mit Titel, Namen und Anschrift des
Professors hat, nur:
Sehr geehrter Herr Professor,
...
Gruß Walter
Richtig! In der Anrede benutzt man entweder den Namen oder den Titel,
niemals aber beides; und den Titel nur, wenn er es verdient, herausgehoben
zu werden. Also:
Entweder: Sehr geehrter Herr Dr. Mayer,
Oder: Sehr geehrter Herr Professor
(Hier besser das zweite)
Nur so richtig ist:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister
und :
Sehr geehrter Herr Minister,
....
Zuviel des Gutes wäre :
Sehr geehrter Herr Hausmeister,
Gruß
Armin
> Entweder: Sehr geehrter Herr Dr. Mayer,
> Oder: Sehr geehrter Herr Professor
> (Hier besser das zweite)
Was heißt besser?
Wenn Herr Dr. Mayer Professor ist, halte ich das erste für ausgeschlossen
(ausgenomen, die Tatsache wäre mir nicht bekannt, dann wäre es aber nicht
minder eine Unhöflichkeit, bestenfalls eine leichter entschuldbare).
Matthias
--
Es ist eine üble Gewohnheit, abends im Bette zu lesen; denn
man hat Beispiele, daß mehrere Leute, die abends ihr Licht
auszulöschen vergaßen, am Morgen, wenn sie aufwachten,
verbrannt waren. [Prof. Galletti]
...
> Richtig! In der Anrede benutzt man entweder den Namen oder den Titel,
> niemals aber beides; und den Titel nur, wenn er es verdient, herausgehoben
> zu werden. Also:
Das ist so nicht ganz richtig, beim Bundeskanzler kann man ja davon
ausgehen, dass es nur einen gibt, bzw. dass aus dem Zusammenhang meist
eindeutig hervorgeht, welcher Bundeskanzler (BRD oder A) gemeint ist,
bei Professoren ist dies hingegen nicht unbedingt der Fall.
> Entweder: Sehr geehrter Herr Dr. Mayer,
Das wäre gegenüber Prof. Dr. Mayer dann und nur dann korrekt, wenn der
Schreibende selber Professor ist.
> Oder: Sehr geehrter Herr Professor
> (Hier besser das zweite)
...
Nein, "Sehr geehrter Herr Professor [in der Briefanrede immer
ausgeschrieben] Mayer," ist die zu bevorzugende Form.
Tschüs, Jürgen
>
> Nein, "Sehr geehrter Herr Professor [in der Briefanrede immer
> ausgeschrieben] Mayer," ist die zu bevorzugende Form.
>
Seit wann und warum?
Gruß Walter
Briefanschrift:
Herrn Professor
Dr. med. Alfons Huber
Straße
Ort ...
Auch in der Briefanschrift nicht abkürzen mit Prof.
Man adressiert ja auch nicht an den Bürgermeister mit Herrn Bgm. oder
dem Fleischermeister mit Herrn Fl.mstr. oder an den Oberregierungsrat
mit Hn. ORR Schmolke.
Das wäre einfach unhöflich.
In der Briefanrede:
Sehr geehrter Herr Professor Huber!
Sehr verehrte Frau Profesor Bayerle!
> Seit wann und warum?
Seit und weil das seit etwa 150 Jahren in allen Korrespondenzratgebern
so empfohlen wird und es daher guter Brauch geworden ist. Darum.
Etwas Anderes in dem Zusammenhang:
Man nenne weder im www noch im Usenet die richtigen Namen von Personen,
die nicht selbst dort unter ihrem Namen als Poster etc. aufgetreten
sind, und teile nicht allen Lesern weltweit Fakten oder Urteile über
solche nichtbeteiligten Personen mit, wie. z. B. was sie empfohlen haben
oder ob sie nett sind oder nicht. Das ist m. E. ein schlimmer Fauxpas.
Maiengrüße!
KH
> Sehr verehrte Frau Profesor Bayerle!
>
> Seit und weil das seit etwa 150 Jahren in allen Korrespondenzratgebern
> so empfohlen wird
Sammelst Du die? Jedenfalls stimmt das nicht.
Sonderformen der Anrede sind:
Sehr verehrter Herr Bundestagspräsident,
Sehr verehrter Herr Botschafter,
Hochwürdigster Herr Abt,
Sehr geehrter Herr Dekan,
....
In der Anschrift, soweit dienstlich, steht natürlich immer der Name der
Botschaft, des Klosters, der Fakultät. Denn es gibt dort jeweils nur einen
Botschafter, Abt, oder Dekan.
Folgerichtig galt das auch schon immer für die Inhaber eines Lehrstuhls
(Ordinariat).
Ok, heute sind nicht alle Professoren Ordinarien; kenne aber keinen, der
nicht auch so behandelt werden möchte ;).
> Etwas Anderes in dem Zusammenhang:
.....
Das betrifft doch wohl nicht mich?
Gruß Walter
Meiner Erfahrung nach: je süddeutscher, desto ausgeschrieben.
Mehreren Berliner und Hamburger Professoren, die ich dazu befragt habe, war
überhaupt nicht bekannt, daß es einen Unterschied in der Höflichkeit macht,
ob in der Anschrift Prof. oder Professor steht.
> In der Briefanrede:
>
> Sehr geehrter Herr Professor Huber!
Ich kenne das ohne Namen.
Und "alle Korrespondenzratgeber" glaube ich Dir auch nicht.
chr
[...]
> In der Briefanrede:
>
> Sehr geehrter Herr Professor Huber!
>
> Sehr verehrte Frau Profesor Bayerle!
>
>
> > Seit wann und warum?
>
> Seit und weil das seit etwa 150 Jahren in allen Korrespondenzratgebern
> so empfohlen wird und es daher guter Brauch geworden ist. Darum.
Da widerspreche ich Dir ganz entschieden. Lies mal im DUDEN 9 unter "Brief"
nach.
Nochmal: Nicht Titel und Name. Der Bundestagspräsident sagt:
"Das Wort hat der Herr Bundeskanzler" und nicht:
"Das Wort hat Bundeskanzler Schröder"
und erst recht nicht: "Das Wort hat der Herr Bundeskanzler Schröder."
Armin
Walter Hermann schrieb:
> Sonderformen der Anrede sind:
> Sehr verehrter Herr Bundestagspräsident,
> Sehr verehrter Herr Botschafter,
> Hochwürdigster Herr Abt,
> Sehr geehrter Herr Dekan,
Magnifizienz? (Rektor)
Spectabilis? (Dekan)
(So jedenfalls immer wieder in ansprachen an universitäten zu hören)
> Folgerichtig galt das auch schon immer für die Inhaber eines Lehrstuhls
> (Ordinariat).
> Ok, heute sind nicht alle Professoren Ordinarien; kenne aber keinen, der
> nicht auch so behandelt werden möchte ;).
Wenn ich Prof. XX persönlich kenne, möchte ich ihn auch persönlich
ansprechen. "Guten Tag, Herr Professor XX!" (mündlich) und "Sehr
geehrter Herr Professor XX ..." (brieflich)
--
tobias benjamin köhler ____________________________ t...@uncia.de
_________ ______________ ______________ ______________ __>_____
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Klaus Henkel schrieb:
> Man nenne weder im www noch im Usenet die richtigen Namen von Personen,
> die nicht selbst dort unter ihrem Namen als Poster etc. aufgetreten
> sind, und teile nicht allen Lesern weltweit Fakten oder Urteile über
> solche nichtbeteiligten Personen mit, wie. z. B. was sie empfohlen haben
> oder ob sie nett sind oder nicht. Das ist m. E. ein schlimmer Fauxpas.
Bei allgemein bekannten personen nicht immer zu vermeiden.
Wenn es um allgemeine sachverhalte geht, pflege ich zu anonymisieren.
Darius Avesta schrieb:
> ich dachte in moderner Rwechtschreibung schreibt man Email!
Kurz gesagt, ich emailliere jemanden .....
Das hieße aber, ihn wie einen Blechnapf behandeln.
> tobias benjamin köhler
Gruß jovo
Schreib einfach, wie Du bist, denn
> 4. Der Prof. Mayer ist nett :-)
Helge
> Wenn ich Prof. XX persönlich kenne, möchte ich ihn auch persönlich
> ansprechen.
Was _Du_ möchtest, steht aber nicht zur Debatte.
> "Guten Tag, Herr Professor XX!" (mündlich) und "Sehr
> geehrter Herr Professor XX ..." (brieflich)
Wenn Du Gelegenheit hast, mach mal ne Feldstudie zum persönlichen Gebrauch;
mündliche Anrede reicht.
Ich glaube, Du änderst dann Deine Meinung.
Gruß Walter
Stimmt. Wenn ein Professor von einem seiner Studenten mit "Herr Professor"
ohne Namen oder auch mit "Herr Professor $Name" angesprochen wird, fragt er
sich, was er dem Studenten denn wohl getan hat oder ob dieser ihn
verscheißern möchte. ;-)
CU
Tho"Ergebnisse von Feldstudien hängen von den Feldern ab"mas
>> Kurz gesagt, ich emailliere jemanden .....
> ^
>
> Das hieße aber, ihn wie einen Blechnapf behandeln.
Du hast's erfasst.
M.
Na, hörense mal, jab's da ernsthaft Zweifel? Hätte er allerdings den
Dativ benutzt, fänd' ich's brauchbar.
> M.
Gruß jovo
> >>> Kurz gesagt, ich emailliere jemanden .....
> >>
> >> Das hieße aber, ihn wie einen Blechnapf behandeln.
> >
> > Du hast's erfasst.
>
> Na, hörense mal, jab's da ernsthaft Zweifel?
Immahin will der OP an ihm schreiben.
ENGE, Steffen
Nu, dann musser ihn nich emaillieren, vielmehr ziselieren.
> Steffen
Gruß jovo
Ja, selbstverständlich.
> denn, wie Du richtig schreibst:
>
>>Tho"Ergebnisse von Feldstudien hängen von den Feldern ab"mas
>
> Wieviel verschiedene Felder kennst Du?
Ich kenne hauptsächlich "meine" Mathematik-, Informatik- und
Physikprofessoren. Einige (aber relativ wenige) aus verschiedenen anderen
Bereichen kommen hinzu.
Mein persönlicher - und wenig überraschender - Schluss daraus:
Anreden sollten zu dem Verhältnis passen, das man zum Adressaten hat.
CU
Thomas