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Aussprache John

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Heinz Lohmann

unread,
Nov 24, 2012, 10:05:41 AM11/24/12
to
Gestern war der Geburtstag von John Rabe:
http://de.wikipedia.org/wiki/John_Rabe

Ich denke, die meisten (jüngeren) Deutschen sprechen den Namen heute
spontan englisch aus, also wie /dschon/.

Ich vermute aber, dass er eigentlich ein (nord-)deutscher Vorname ist
und deshalb (nord-)deutsch ausgesprochen werden muss, wie z.B. der
Familienname des Dichters Uwe Johnson.

Wer weiß da Näheres?

--
mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E
Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.

Detlef Meißner

unread,
Nov 24, 2012, 10:24:33 AM11/24/12
to
Heinz Lohmann schrieb:
> Gestern war der Geburtstag von John Rabe:
> http://de.wikipedia.org/wiki/John_Rabe
>
> Ich denke, die meisten (jüngeren) Deutschen sprechen den Namen heute
> spontan englisch aus, also wie /dschon/.

Nun, wenn jemand weiß, dass er Deutscher war, wird er ihn wohl deutsch
aussprechen.

> Ich vermute aber, dass er eigentlich ein (nord-)deutscher Vorname ist
> und deshalb (nord-)deutsch ausgesprochen werden muss, wie z.B. der
> Familienname des Dichters Uwe Johnson.
>
> Wer weiß da Näheres?

Wie John Rabe ausgesprochen wurde, konnte er wohl selbst entscheiden.
Aber die Herkunft des Namens kannst du z.B. hier erfahren:
http://www.beliebte-vornamen.de/13328-john.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/John

Detlef




Paul Ney

unread,
Nov 24, 2012, 12:10:14 PM11/24/12
to

"Heinz Lohmann" <go...@sofort-mail.de> schrieb am 24.11.2012 16:05 den
Newsbeitrag news:k8qno4$obi$1...@speranza.aioe.org

> Gestern war der Geburtstag von John Rabe:
> http://de.wikipedia.org/wiki/John_Rabe
>
> Ich denke, die meisten (jüngeren) Deutschen sprechen den Namen heute
> spontan englisch aus, also wie /dschon/.
>
> Ich vermute aber, dass er eigentlich ein (nord-)deutscher Vorname ist
> und deshalb (nord-)deutsch ausgesprochen werden muss, wie z.B. der
> Familienname des Dichters Uwe Johnson.
>
> Wer weiß da Näheres?

Jetzt bin ich überrascht, daß die Antwort nicht so einfach zu finden
ist. Fremdsprachliche Vornamen werden auch heute vergeben, manchmal
korrekt geschrieben, während die Aussprache unterschiedlich ;-) ist.
Laut Wiki ist John eine Kurzform von Johann(es).

Auf der Gedenkwebsite http://www.john-rabe.de habe ich auf Anhieb nichts
gefunden. Ob da eine chinesische Seite die Aussprache erläutert? Sicher
wurde er mal auch mit "Hi John, how do you do?" angesprochen...

MfG, PY [Paul_Ney/at/t-online.de]

Juergen Grosse

unread,
Nov 24, 2012, 12:27:25 PM11/24/12
to
Am 24.11.2012 16:05, schrieb Heinz Lohmann:

...
> Ich denke, die meisten (jüngeren) Deutschen sprechen den Namen heute
> spontan englisch aus, also wie /dschon/.

Nicht nur die, auch die Sprecher im Spielfilm und in der
Phoenix-Dokumentation über ihn, beides z. B. über Youtube zugänglich.
Zeitgenössische Tonaufnahmen fand ich leider nicht.

> Ich vermute aber, dass er eigentlich ein (nord-)deutscher Vorname
> ist und deshalb (nord-)deutsch ausgesprochen werden muss, wie z.B.
> der Familienname des Dichters Uwe Johnson.
...

Ich ginge einmal davon aus, dass seine Hamburger Spiel- und
Schulkameraden ihn deutsch /jo:n/ aussprachen. Wie er nun zur Zeit
seines Wirkens in Nanking ausgesprochen wurde, und wie er damals seinen
Namen selbst aussprach, weiß ich nicht. Ich vermute einmal, dass die
Umgangssprache unter den Ausländern in Nanking Englisch war.

Die Chinesen nennen ihn (aber das weißt du selbst besser als ich) '约翰'
('Yuēhàn'), was für die deutsche Aussprache spräche, nennten sie nicht
leider auch z. B. John Lennon so. Die Japaner schreiben beide Johns mit
(ihrem Äquivalent von) 'dsch-', während Koreaner und Russen
differenzieren und dem Deutschen ein 'j-' gönnen, was wieder ein
Körnchen für die deutsche Aussprache auf die Waagschale würfe.


Tschüs, Jürgen

Thomas Schade

unread,
Nov 24, 2012, 1:32:01 PM11/24/12
to
On 24.11.2012 16:05, Heinz Lohmann wrote:

> Gestern war der Geburtstag von John Rabe:
> http://de.wikipedia.org/wiki/John_Rabe
>
> Ich denke, die meisten (jüngeren) Deutschen sprechen den Namen heute
> spontan englisch aus, also wie /dschon/.

Ich fühle mich auch jung genug, das ohne weiteres Wissen englisch
auszusprechen.

> Ich vermute aber, dass er eigentlich ein (nord-)deutscher Vorname ist
> und deshalb (nord-)deutsch ausgesprochen werden muss, wie z.B. der
> Familienname des Dichters Uwe Johnson.

Oder Uwe John, beim Nachnamen wäre mir die englische Aussprache fremd.


Ciao
Toscha
--
Well I've searched and I've searched
To find the perfect life
A brand new car and a brand new suit
I even got me a little wife [Social Distortion]

Stephen Hust

unread,
Nov 24, 2012, 1:54:55 PM11/24/12
to
Thomas Schade <tos...@rrr.de> wrote:

> [...}
> Oder Uwe John, beim Nachnamen wäre mir die englische Aussprache
> fremd.

In Wien gibt's eine Johnstraße, benannt laut Wikipedia nach Franz von
John, österreichischem General und Kriegsminister. "John" spricht man
auch in diesem Fall deutsch aus.

--
Steve

My e-mail address works as is.

Oliver Cromm

unread,
Nov 26, 2012, 2:02:15 AM11/26/12
to
* Detlef Meißner:

> Heinz Lohmann schrieb:
>> Gestern war der Geburtstag von John Rabe:
>> http://de.wikipedia.org/wiki/John_Rabe
>>
>> Ich denke, die meisten (jüngeren) Deutschen sprechen den Namen heute
>> spontan englisch aus, also wie /dschon/.
>
> Nun, wenn jemand weiß, dass er Deutscher war, wird er ihn wohl deutsch
> aussprechen.

So einfach ist das nicht, ich kannte schon viele englische Johns,
bevor ich von der Existenz eines so geschriebenen deutschen
Vornamens erstmals erfahren habe.

Wie sprichst Du James Krüss' Vornamen aus?

--
OliverC

Detlef Meißner

unread,
Nov 26, 2012, 2:20:47 AM11/26/12
to
Oliver Cromm schrieb:
James.

Und wie du John Maynard?

Detlef

Heinz Lohmann

unread,
Nov 26, 2012, 7:35:31 AM11/26/12
to
Am 26.11.2012 15:02, schrieb Oliver Cromm:
> * Detlef Meiᅵner:
>
>> Heinz Lohmann schrieb:
>>> Gestern war der Geburtstag von John Rabe:
>>> http://de.wikipedia.org/wiki/John_Rabe
>>>
>>> Ich denke, die meisten (jᅵngeren) Deutschen sprechen den Namen heute
>>> spontan englisch aus, also wie /dschon/.
>>
>> Nun, wenn jemand weiᅵ, dass er Deutscher war, wird er ihn wohl deutsch
>> aussprechen.
>
> So einfach ist das nicht, ich kannte schon viele englische Johns,
> bevor ich von der Existenz eines so geschriebenen deutschen
> Vornamens erstmals erfahren habe.
>
> Wie sprichst Du James Krᅵss' Vornamen aus?
>

Es gibt im Niederdeutschen in der Gegend um Hamburg die Tendenz,
anlautendes J ᅵhnlich wie im Franzᅵsischen auszusprechen.
Dann hᅵtte man frᅵher den Namen in Hamburg auf Niederdeutsch ᅵhnlich wie
franzᅵsisch Jean ausgesprochen.

Hᅵr mal hier, wie hier Ina Mᅵller singt:
http://youtu.be/VbcYCw7YiIo

oder wie Hannes Wader singt:
http://youtu.be/cTLuQXhYQDg

(Gedicht von Klaus Groth)
--
mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25ᅵ07'58"N 121ᅵ27'56"E

Jaakob Kind

unread,
Nov 26, 2012, 7:49:17 AM11/26/12
to
"Heinz Lohmann" <go...@sofort-mail.de> wrote in message
news:k8qno4$obi$1...@speranza.aioe.org...
> Gestern war der Geburtstag von John Rabe:
> http://de.wikipedia.org/wiki/John_Rabe
>
> Ich denke, die meisten (jᅵngeren) Deutschen sprechen den Namen heute
> spontan englisch aus, also wie /dschon/.
>
> Ich vermute aber, dass er eigentlich ein (nord-)deutscher Vorname ist und
> deshalb (nord-)deutsch ausgesprochen werden muss, wie z.B. der
> Familienname des Dichters Uwe Johnson.
>
> Wer weiᅵ da Nᅵheres?

Der Enkel spricht es hier englisch aus:
http://german.cri.cn/1800/2009/12/07/1s127596.htm

Aber das muss natᅵrlich nicht heiᅵen, dass die Eltern es so ausgesprochen
haben.

Viele Grᅵᅵe
Jaakob

Jaakob Kind

unread,
Nov 26, 2012, 7:56:00 AM11/26/12
to

"Oliver Cromm" <lispa...@crommatograph.info> wrote in message
news:20121126070214...@mid.crommatograph.info...
> Wie sprichst Du James Kr�ss' Vornamen aus?

Ich spreche ihn englisch aus, sehe aber den Zusammenhang zu John hier nicht.
Bei John habe ich mich auch schon gefragt, ob ich es deutsch aussprechen
soll (je nach Person nat�rlich, bei John Lennon frage ich mich das nicht),
bei James nie. Sollte ich mich das auch bei James fragen?

Viele Gr��e
Jaakob


Detlef Meißner

unread,
Nov 26, 2012, 8:32:35 AM11/26/12
to
Jaakob Kind schrieb:
>
> "Oliver Cromm" <lispa...@crommatograph.info> wrote in message
> news:20121126070214...@mid.crommatograph.info...
>> Wie sprichst Du James Krüss' Vornamen aus?
>
> Ich spreche ihn englisch aus, sehe aber den Zusammenhang zu John hier nicht.
> Bei John habe ich mich auch schon gefragt, ob ich es deutsch aussprechen
> soll (je nach Person natürlich, bei John Lennon frage ich mich das nicht),
> bei James nie. Sollte ich mich das auch bei James fragen?

Und wie ist das dann bei Nachnamen, z.B. beim Schauspieler Gottfried John?

Doch wohl eindeutig!

Detlef



Oliver Cromm

unread,
Nov 26, 2012, 1:13:25 PM11/26/12
to
* Jaakob Kind:

> "Oliver Cromm" <lispa...@crommatograph.info> wrote
>> Wie sprichst Du James Krüss' Vornamen aus?
>
> Ich spreche ihn englisch aus, sehe aber den Zusammenhang zu John hier nicht.
> Bei John habe ich mich auch schon gefragt, ob ich es deutsch aussprechen
> soll (je nach Person natürlich, bei John Lennon frage ich mich das nicht),
> bei James nie. Sollte ich mich das auch bei James fragen?

Wer weiß?

Du hast das vorangehende gelöscht, ich wiederhole daher und sage
es noch deutlicher: Den englischen, englisch ausgesprochenen Namen
"John" kenne ich in etwa, seit ich Englisch lerne, also seit dem
Alter von 8 Jahren. Der deutsch ausgesprochene Vorname "John" ist
mir erst viele Jahre später begegnet, sagen wir, mit 15. Es könnte
also doch sein, daß mir der deutsch ausgesprochene "James" zum
ersten Mal mit 50 begegnet und ich es bisher bloß nicht gewußt
habe.

--
Who would know aught of art must learn and then take his ease.

horst-d.winzler

unread,
Nov 26, 2012, 1:28:13 PM11/26/12
to
Am 26.11.2012 19:13, schrieb Oliver Cromm:
> * Jaakob Kind:
>
>> "Oliver Cromm" <lispa...@crommatograph.info> wrote
>>> Wie sprichst Du James Krüss' Vornamen aus?

> ---- Es könnte
> also doch sein, daß mir der deutsch ausgesprochene "James" zum
> ersten Mal mit 50 begegnet und ich es bisher bloß nicht gewußt
> habe.
>

JAMES* das englisch ausgesprochen wäre schlicht falsch. ;-)

*Jugend,Aktivitäten,Medien-Erhebung Schweiz. Studie 2012
--
hdw

Heinz Lohmann

unread,
Nov 26, 2012, 7:27:23 PM11/26/12
to
Am 27.11.2012 02:13, schrieb Oliver Cromm:
> Du hast das vorangehende gelᅵscht, ich wiederhole daher und sage
> es noch deutlicher: Den englischen, englisch ausgesprochenen Namen
> "John" kenne ich in etwa, seit ich Englisch lerne, also seit dem
> Alter von 8 Jahren. Der deutsch ausgesprochene Vorname "John" ist
> mir erst viele Jahre spᅵter begegnet, sagen wir, mit 15. Es kᅵnnte
> also doch sein, daᅵ mir der deutsch ausgesprochene "James" zum
> ersten Mal mit 50 begegnet und ich es bisher bloᅵ nicht gewuᅵt
> habe.

Das heiᅵt, die deutsche Aussprache von James (Krᅵss?) ist dir irgendwann
begegnet, also /J-a-m-e-s/ mit anlautendem deutschen J?
In welchem Zusammenhang?
Ich habe immer /Dscheims/ Krᅵss gehᅵrt.

Vielleicht hat das alles mit der von mir schon oben erwᅵhnten
niederdeutschen Aussprache zu tun, die dann spᅵter verhochdeutscht oder
anglisiert wurde.

Neugierig.
--
mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25ᅵ07'58"N 121ᅵ27'56"E

Oliver Cromm

unread,
Nov 27, 2012, 1:10:13 PM11/27/12
to
* Heinz Lohmann:

> Es gibt im Niederdeutschen in der Gegend um Hamburg die Tendenz,
> anlautendes J ähnlich wie im Französischen auszusprechen.
> Dann hätte man früher den Namen in Hamburg auf Niederdeutsch ähnlich wie
> französisch Jean ausgesprochen.
>
> Hör mal hier, wie hier Ina Müller singt:
> http://youtu.be/VbcYCw7YiIo

Faszinierend, danke. Ohne Text verstehe ich wirklich nichts, so
auf Anhieb.

--
Manche Dinge sind vorgeschrieben, weil man sie braucht, andere
braucht man nur, weil sie vorgeschrieben sind.
-- Helmut Richter in de.etc.sprache.deutsch

Oliver Cromm

unread,
Nov 27, 2012, 1:10:13 PM11/27/12
to
* Heinz Lohmann:

> Am 27.11.2012 02:13, schrieb Oliver Cromm:
>> Du hast das vorangehende gelöscht, ich wiederhole daher und sage
>> es noch deutlicher: Den englischen, englisch ausgesprochenen Namen
>> "John" kenne ich in etwa, seit ich Englisch lerne, also seit dem
>> Alter von 8 Jahren. Der deutsch ausgesprochene Vorname "John" ist
>> mir erst viele Jahre später begegnet, sagen wir, mit 15. Es könnte
>> also doch sein, daß mir der deutsch ausgesprochene "James" zum
>> ersten Mal mit 50 begegnet und ich es bisher bloß nicht gewußt
>> habe.
>
> Das heißt, die deutsche Aussprache von James (Krüss?) ist dir irgendwann
> begegnet, also /J-a-m-e-s/ mit anlautendem deutschen J?

Sach mal, sprech ich Chinesisch? Ach, Heinz, Du bists's, dann
besser: Muß ich Chinesisch sprechen?

Aus "es könnte sein, daß mir X begegnet" folgt m.E. logisch "X ist
mir noch nicht begegnet".

Ich bin nur nach der schlechten Erfahrung mit "John", den ich auch
für "selbstverständlich Englisch" hielt, vorsichtig.

"Jim" mit deutscher J-Aussprache habe ich jedenfalls schon mal
gehört, aber da war ich von der Authentizität nicht überzeugt.
Message has been deleted

Thomas Schade

unread,
Nov 27, 2012, 4:04:50 PM11/27/12
to
On 27.11.2012 20:52, Matthias Opatz wrote:
> Oliver Cromm gab zur Kenntnis:

>> Ich bin nur nach der schlechten Erfahrung mit "John", den ich auch
>> für "selbstverständlich Englisch" hielt, vorsichtig.
>>
>> "Jim" mit deutscher J-Aussprache habe ich jedenfalls schon mal
>> gehört, aber da war ich von der Authentizität nicht überzeugt.
>
> In der DDR wurden Jenny, Jessi[k|c]a, Julia, Josefine oder Judith
> meistenteils mit Julius-J gesprochen, aber Janine, Jennifer oder
> Jacqueline mit Jalousie-J*.

Das dürfte schwierig zu verstehen sein für die, Jalousie mit Julius-J
sprechen. Und das dürften nicht wenige sein.


Ciao
Toscha
--
This is no time to make new enemies.
[Voltaire, when asked on his deathbed to forswear Satan]

Heinz Lohmann

unread,
Nov 27, 2012, 9:38:14 PM11/27/12
to
Am 28.11.2012 02:10, schrieb Oliver Cromm:
> * Heinz Lohmann:
>
>> Es gibt im Niederdeutschen in der Gegend um Hamburg die Tendenz,
>> anlautendes J ähnlich wie im Französischen auszusprechen.
>> Dann hätte man früher den Namen in Hamburg auf Niederdeutsch ähnlich wie
>> französisch Jean ausgesprochen.
>>
>> Hör mal hier, wie hier Ina Müller singt:
>> http://youtu.be/VbcYCw7YiIo
>
> Faszinierend, danke. Ohne Text verstehe ich wirklich nichts, so
> auf Anhieb.
>

Ich hoffe, das J im Anlaut war hörbar.

Hier eine Version mit eingeblendetem Text:
http://youtu.be/3jWsqjVy3iQ

Der Text entspricht wohl genauer dem Gedicht von Groth.
soot = Brunnen
--
mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E

Diedrich Dirks

unread,
Nov 27, 2012, 10:38:05 PM11/27/12
to
Heinz Lohmann:

> Der Text entspricht wohl genauer dem Gedicht von Groth.
> soot = Brunnen

WWG, ich verstand unter Soot immer 'Schloot' - Graben (auf der Insel z.B
Schillschloot, Steenschloot).

--
Diedrich

Florian Ritter

unread,
Nov 28, 2012, 2:21:05 AM11/28/12
to
On 27 Nov., 22:04, Thomas Schade <tos...@rrr.de> wrote:

> > In der DDR wurden Jenny, Jessi[k|c]a, Julia, Josefine oder Judith
> > meistenteils mit Julius-J gesprochen, aber Janine, Jennifer oder
> > Jacqueline mit Jalousie-J*.
>
> Das dürfte schwierig zu verstehen sein für die, Jalousie mit Julius-J
> sprechen. Und das dürften nicht wenige sein.

Für die ist es ein Ort in Nordböhmen, kam mal im Zusammenhang mit der
Havarie einer Gaspipeline ins Gespräch - FR

Lothar Frings

unread,
Nov 28, 2012, 4:12:11 AM11/28/12
to
Matthias Opatz tat kund:

> In der DDR wurden Jenny, Jessi[k|c]a, Julia, Josefine oder Judith meistenteils
> mit Julius-J gesprochen, aber Janine, Jennifer oder Jacqueline mit Jalousie-J*.
> *) Was nicht jeder beherrschte. Wer nicht, nahm halt ein Schule-J.

Hätte ich bei Schanien und - besonders - Schacklien
auch gedacht, aber sagte tatsächlich jemand "Schennifer"?

Heinz Lohmann

unread,
Nov 28, 2012, 8:40:56 AM11/28/12
to
Am 28.11.2012 02:10, schrieb Oliver Cromm:
> * Heinz Lohmann:
>
>> Am 27.11.2012 02:13, schrieb Oliver Cromm:
>>> Du hast das vorangehende gelöscht, ich wiederhole daher und sage
>>> es noch deutlicher: Den englischen, englisch ausgesprochenen Namen
>>> "John" kenne ich in etwa, seit ich Englisch lerne, also seit dem
>>> Alter von 8 Jahren. Der deutsch ausgesprochene Vorname "John" ist
>>> mir erst viele Jahre später begegnet, sagen wir, mit 15. Es könnte
>>> also doch sein, daß mir der deutsch ausgesprochene "James" zum
>>> ersten Mal mit 50 begegnet und ich es bisher bloß nicht gewußt
>>> habe.
>>
>> Das heißt, die deutsche Aussprache von James (Krüss?) ist dir irgendwann
>> begegnet, also /J-a-m-e-s/ mit anlautendem deutschen J?
>
> Sach mal, sprech ich Chinesisch? Ach, Heinz, Du bists's, dann
> besser: Muß ich Chinesisch sprechen?

Nee. Latürnich nich!

> Aus "es könnte sein, daß mir X begegnet" folgt m.E. logisch "X ist
> mir noch nicht begegnet".

Oder im Futur I: ..., daß mir X begegnen wird.

Natürlich hast du recht. Asche auf mein Haupt. Das Präsens "begegnet"
bezieht sich auf die Zukunft.
Hoffentlich hast du noch ein paar Jahre bis zum Beginn des Greisenalters.

Wahrscheinlich hatte ich so früh am Morgen noch nicht genug Kaffee intus ...

--
mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E

Oliver Cromm

unread,
Nov 28, 2012, 1:02:01 PM11/28/12
to
* Heinz Lohmann:

> Am 28.11.2012 02:10, schrieb Oliver Cromm:
>> * Heinz Lohmann:
>>
>>> Hör mal hier, wie hier Ina Müller singt:
>>> http://youtu.be/VbcYCw7YiIo
>>
>> Faszinierend, danke. Ohne Text verstehe ich wirklich nichts, so
>> auf Anhieb.
>
> Ich hoffe, das J im Anlaut war hörbar.

Ja, klar, und das war mir nicht so bewußt. Obwohl ich es
eigentlich kennen sollte - geht nicht der Preßlufthammer-Bernhard
"schejden Tach" zur Baustelle?

--
Some things are taken away from you, some you leave behind-and
some you carry with you, world without end.
-- Robert C. Wilson, Vortex, p.31

Oliver Cromm

unread,
Nov 28, 2012, 1:02:01 PM11/28/12
to
* Matthias Opatz:

> Oliver Cromm gab zur Kenntnis:
>
>> Sach mal, sprech ich Chinesisch? Ach, Heinz, Du bists's, dann
>> besser: Muß ich Chinesisch sprechen?
>>
>> Aus "es könnte sein, daß mir X begegnet" folgt m.E. logisch "X ist
>> mir noch nicht begegnet".
>>
>> Ich bin nur nach der schlechten Erfahrung mit "John", den ich auch
>> für "selbstverständlich Englisch" hielt, vorsichtig.
>>
>> "Jim" mit deutscher J-Aussprache habe ich jedenfalls schon mal
>> gehört, aber da war ich von der Authentizität nicht überzeugt.
>
> In der DDR wurden Jenny, Jessi[k|c]a, Julia, Josefine oder Judith
> meistenteils mit Julius-J gesprochen, aber Janine, Jennifer oder
> Jacqueline mit Jalousie-J*.

So groß ist der Unterschied nicht, nur daß ich und die meisten in
meiner Umgebung Jenny, Jessica und Jennifer mit Dsch (stimmhaft
oder stimmlos, nach Fähigkeit, teils kommt Tsch heraus) sprechen.
Auch die anderen Aussprachen sind bekannt, wundern tut mich nur,
wie Lothar, die Schennifer.

> *) Was nicht jeder beherrschte. Wer nicht, nahm halt ein Schule-J. ;)

Auch das dürfte in großen Teilen Deutschlands so sein.

--
People are not onions, as he so reasonably pointed out,
they stay under.
-- Margaret Atwood, Surfacing, p.104

Heinz Lohmann

unread,
Nov 28, 2012, 11:09:52 PM11/28/12
to
Am 29.11.2012 02:02, schrieb Oliver Cromm:
> * Heinz Lohmann:
>
>> Am 28.11.2012 02:10, schrieb Oliver Cromm:
>>> * Heinz Lohmann:
>>>
>>>> Hör mal hier, wie hier Ina Müller singt:
>>>> http://youtu.be/VbcYCw7YiIo
>>>
>>> Faszinierend, danke. Ohne Text verstehe ich wirklich nichts, so
>>> auf Anhieb.
>>
>> Ich hoffe, das J im Anlaut war hörbar.
>
> Ja, klar, und das war mir nicht so bewußt. Obwohl ich es
> eigentlich kennen sollte - geht nicht der Preßlufthammer-Bernhard
> "schejden Tach" zur Baustelle?
>

Den kenn ich nich, min Dschung.

Heinz Lohmann

unread,
Nov 28, 2012, 11:13:01 PM11/28/12
to
Am 29.11.2012 02:02, schrieb Oliver Cromm:
>> *) Was nicht jeder beherrschte. Wer nicht, nahm halt ein Schule-J.;)
> Auch das dürfte in großen Teilen Deutschlands so sein.

Im NDR Podcast "Frühstück bei Stefanie" spricht man immer vom
J-ungel-Kämp (mit deutschem Jott).

Vielleicht treiben wir uns auch in den falschen Volksschichten herum und
schaun ihm nicht wirklich aufs Maul.

--
mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25°07'58"N 121°27'56"E

Heinz Lohmann

unread,
Nov 28, 2012, 11:18:02 PM11/28/12
to
Am 29.11.2012 12:13, schrieb Heinz Lohmann:
> Am 29.11.2012 02:02, schrieb Oliver Cromm:
>>> *) Was nicht jeder beherrschte. Wer nicht, nahm halt ein Schule-J.;)
>> Auch das dürfte in großen Teilen Deutschlands so sein.
>
> Im NDR Podcast "Frühstück bei Stefanie" spricht man immer vom
> J-ungel-Kämp (mit deutschem Jott).
>
> Vielleicht treiben wir uns auch in den falschen Volksschichten herum und
> schaun ihm nicht wirklich aufs Maul.
>

Ergänzend dazu ein netter Link:
http://www.ndr.de/ndr2/start/fruehstueck_bei_stefanie/podcast/podcast2956.html

... und darunter die Folge "Falsch gedacht", in dem es aber nicht um
Aussprache geht.

Florian Ritter

unread,
Nov 29, 2012, 7:06:11 AM11/29/12
to
On 28 Nov., 19:02, Oliver Cromm <lispamat...@crommatograph.info>
wrote:

> > In der DDR wurden Jenny, Jessi[k|c]a, Julia, Josefine oder Judith
> > meistenteils mit Julius-J gesprochen, aber Janine, Jennifer oder
> > Jacqueline mit Jalousie-J*.
>
> So groß ist der Unterschied nicht, nur daß ich und die meisten in
> meiner Umgebung Jenny, Jessica und Jennifer mit Dsch (stimmhaft
> oder stimmlos, nach Fähigkeit, teils kommt Tsch heraus) sprechen.
> Auch die anderen Aussprachen sind bekannt, wundern tut mich nur,
> wie Lothar, die Schennifer.

Im Norden gibts etliche Hachnamen auf -johann: Grotjohann, Lütjohann
&c. Als sich mir ein Holsteiner als Dschungdschehann vorstellte mußte
ich sinnen, drauf zu kommen: Er hieß Jungjohann - FR

Roland Franzius

unread,
Nov 29, 2012, 7:33:24 AM11/29/12
to
Zeichentunneleffekt?
"Horden" und "Nachnamen"?

Die Namen stammen aus der Zeit der verodneten Nachnamensvergabe. Konnte
sich jeder einen aussuchen. Wer nicht bis zur Totleine vorsprach, bekam
einen vom Paster verpasst.

Jan und Klaas waren im Prinzip die einzigen unverdächtigen Vornamen in
jenen schlimmen Zeiten, so hieß praktisch einen jeden zweiten.

--

Roland Franzius
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