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Winnetou-Verbot , oder die stille Wiederkehr der DDR

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Manfred

unread,
Aug 29, 2022, 2:32:51 AM8/29/22
to
Hubertus Knabe, Gastautor /
Winnetou oder die stille Wiederkehr der DDR

Karl Mays Winnetou ist mal wieder ein Politikum. Zensiert wurde
er zuletzt in der DDR. Im Westen war das bislang unvorstellbar
- das ist jetzt vorbei. Eine Erinnerung.

Geschichte wiederholt sich nicht? Manchmal vielleicht doch. Die
Entscheidung des Ravensburger Verlages, die Auslieferung von
zwei Kinderbüchern zum neuen Kinofilm „Der junge Häuptling
Winnetou“ zu stoppen, erinnert jedenfalls stark an eine Zeit,
als die Geschichte des Apachenführers in Deutschland schon ein-
mal nicht gedruckt werden durfte: In der DDR konnte auf Veran-
lassung der SED fast vier Jahrzehnte lang kein einziges Buch
von Karl May erscheinen. (....)

Zur Begründung teilte ein Sprecher auf Anfrage mit: „Bei den
genannten Winnetou-Titeln sind wir nach Abwägung verschiedener
Argumente zu der Überzeugung gelangt, dass angesichts der ge-
schichtlichen Wirklichkeit, der Unterdrückung der indigenen
Bevölkerung, hier ein romantisierendes BiId mit vielen Kli-
schees gezeichnet wird.“ Der Stoff sei weit entfernt von dem,
wie es der indigenen Bevölkerung tatsächlich ergangen sei.

So ähnlich hatten auch die Kulturfunktionäre in der DDR argu-
mentiert. Als der Karl-May-Verlag in Radebeul nach dem Krieg
beantragte, mehrere Bücher des erfolgreichsten deutschsprachi-
gen Schriftstellers neu aufzulegen, urteilte das Sächsische
Volksbildungsministerium 1948 in einer internen Stellungnahme:

„Eine Karl-May-Produktion ist vom Standpunkt der Volkserziehung
grundsätzlich abzulehnen. Sie verführt die Jugend zur kritik-
losen Anhimmelung aller billigen Räuberromantik und trübt
ihren Blick für die Auseinandersetzungen mit dem wirklichen
Leben.“ Die Zentralverwaltung für Volksbildung in Ost-Berlin
entschied daraufhin: „Keine Karl-May-Produktion!“ (...)

Das alles ist jetzt mehr als drei Jahrzehnte her. Wohl kaum
ein Ostdeutscher hätte sich damals vorstellen können, dass
eines Tages ein westdeutscher Verlag die Geschichte von
Winnetou auf den Index setzen würde. (....)
MEHR:
https://www.achgut.com/artikel/winnetou_oder_die_stille_wiederkehr_der_ddr

IMO, ich zitiere:

"Eine Karl-May-Produktion ist vom Standpunkt der Volkser-
ziehung grundsätzlich abzulehnen. Sie verführt die Jugend
zur kritiklosen Anhimmelung aller billigen Räuberromantik
und trübt ihren Blick für die Auseinandersetzungen mit
dem wirklichen Leben.“

Die "Volkserziehung", in wirklich allen deutschen Diktaturen"
Immer mit Unterstützung der Hofschranzen-/-Presse/-Medien.

So wurden und werden Deutsche Untertanen geprägt.
Demokratie bleibt in Deutschland ein "Neuland".


PS.
"Die stille Wiederkehr der DDR", das reimt sich.


F. W.

unread,
Aug 29, 2022, 2:55:13 AM8/29/22
to
Am 29.08.2022 um 08:32 schrieb Manfred:

> Karl Mays Winnetou ist mal wieder ein Politikum. Zensiert wurde er
> zuletzt in der DDR. Im Westen war das bislang unvorstellbar - das ist
> jetzt vorbei. Eine Erinnerung.

Wenn die Sonne tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.

Will heißen: in hysterischen Zeiten kann jeder Wicht einen Volkssturm im
Wasserglas auslösen und sich genüsslich die Hose reiben.

Das Problem ist die Zeit, nicht ihre Auswirkungen. Das Kümmern um
anderer Leute Probleme in fernen Ländern hat seit 2015 hier ein Ausmaß
ohne gleichen angenommen.

Man glaubt, ein guter Mensch zu sein, wenn man sich um die kümmert, um
die sich bisher niemand kümmerte. Und dass alle Menschen gut sind. Und
dass die Probleme anderer Menschen in fremden Ländern selbstverständlich
durch uns ausgelöst wurden.

Auch wenn die vermeintliche Ursache derart lange her ist, dass selbst
die Enkel der Täter schon alt oder tot sind. Und dass moderne Probleme
aus der alten Zeit stammen, obwohl schon seit Generationen Milliarden in
die Lösung dieser Probleme investiert werden.

Bald wird es böse sein, von Inländern überhaupt noch zu reden. Sich um
sie zu kümmern ist ja bereits böse.

FW

Siegfrid Breuer

unread,
Aug 29, 2022, 10:02:06 AM8/29/22
to
hara-kiri....@mail1a.de (Manfred) schrieb:

> Winnetou oder die stille Wiederkehr der DDR

<https://debeste.de/upload/3e4c418c923e754e0b816b113eef19b12614.jpg>

--
> Wenn man bloed im Kopf ist, dann ist alles egal.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[weissagt Ottmar Ohlemacher 2008 das Motto der Mehrheit der Buerger in
<http://al.howardknight.net/?&MSGI=%3C1aoyopdvid5p3$.f0d0xr5u941l$.dlg@40tude.net%3E>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
und immer nur ARD+ZDF gucken: <https://www.youtube.com/watch?v=W2l2kNQhtlQ>

Hans-R. Biermann

unread,
Aug 29, 2022, 3:25:50 PM8/29/22
to
Manfred schrieb am Montag, 29. August 2022 um 08:32:51 UTC+2:

> Winnetou oder die stille Wiederkehr der DDR
>
> Karl Mays Winnetou ist mal wieder ein Politikum. Zensiert wurde
> er zuletzt in der DDR. Im Westen war das bislang unvorstellbar
> - das ist jetzt vorbei. Eine Erinnerung.

Naja, der Karl-May-Verlag hatte auch jahrzehntelang an den
Manuskripten Karl Mays herumgepfuscht - FR

Detlef Meißner

unread,
Aug 29, 2022, 3:53:09 PM8/29/22
to
Ob's dadurch besser wurde?

Seine Bücher sind oft schwer zu ertragen, literarisch sicherlich nicht
von besonders hohem Niveau. Deshalb eher als Trivialliteratur zu
betrachten.
Aber er hat den damaligen Zeitgeist getroffen, und der Verlag hat eifrig
weiter das Feuer geschürt und einen Kult um Karl May getrieben bzw. ihn
unterstützt.

Was wir aktuell haben, ist kein Verbot, sondern vorauseilender Gehorsam
bzw. die Angst vor einem Shitstorm eines Verlages.

Nun, mit vorauseilendem Gehorsam fängt es meist an.

Und gern werden dann so Fragen wie "zeige mir mal die Stelle, wo das
verboten wird!" gestellt.

Der Mut, sich gegen den Zeitgeist einer sich elitär gebenden Gruppe zu
stellen, ist deutlich im Schwinden begriffen.

Noch ist "Winnetou" als Buch und Film nicht verboten, wie teilweise
behauptet wird. Aber was nicht ist, kann ja noch werden - auf der
nächsten Runde der Wokisten.

Detlef


René Marquardt

unread,
Aug 29, 2022, 6:29:19 PM8/29/22
to
On Monday, August 29, 2022 at 2:53:09 PM UTC-5, Detlef Meißner wrote:
> Am 29.08.2022 um 21:25 schrieb Hans-R. Biermann:
> > Manfred schrieb am Montag, 29. August 2022 um 08:32:51 UTC+2:
> >
> >> Winnetou oder die stille Wiederkehr der DDR
> >>
> >> Karl Mays Winnetou ist mal wieder ein Politikum. Zensiert wurde
> >> er zuletzt in der DDR. Im Westen war das bislang unvorstellbar
> >> - das ist jetzt vorbei. Eine Erinnerung.
> >
> > Naja, der Karl-May-Verlag hatte auch jahrzehntelang an den
> > Manuskripten Karl Mays herumgepfuscht - FR
> Ob's dadurch besser wurde?

"Ja, die rote Nation liegt im Sterben!" ist nun vielleicht nicht gerade der Satz,
den man in einem in der DDR gedruckten Werk gleich in den ersten
paar Zeilen lassen will, wenn man seinen Posten als Verleger behalten moechte.

> Seine Bücher sind oft schwer zu ertragen, literarisch sicherlich nicht
> von besonders hohem Niveau. Deshalb eher als Trivialliteratur zu
> betrachten.
> Aber er hat den damaligen Zeitgeist getroffen, und der Verlag hat eifrig
> weiter das Feuer geschürt und einen Kult um Karl May getrieben bzw. ihn
> unterstützt.

Ich kann nur immer wieder sagen, wer an Karl May Gefallen findet, der soll
gefaelligst Friedrich Gerstaecker lesen (von dem May fleissig abgeschrieben hat),
denn der war tatsaechlich in den von ihm beschriebenen Weltgegenden und
hat vieles auch selbst erlebt, wovon er, uebrigens auch auf literarisch
hoeherem Niveau, in seinen Werken schrieb.

> Was wir aktuell haben, ist kein Verbot, sondern vorauseilender Gehorsam
> bzw. die Angst vor einem Shitstorm eines Verlages.

Ist irgendwie wie mit der Layla. Das Werk selbst lohnt sich nicht, eines
vorgeblichen Verbotes wegen sich zu echauffieren, aber irgendwo
faengts halt immer an.

Erst zum Schutze des Kindeswohls, dann, die weisse alte Frau des
Deutschen Indianervereins zu beruhigen (kein Witz. man fragte tatsachlich
eine Carmen Kwasny, Vorsitzende der Native American Association of Germany,
um ihre Meinung), und irgendwann gehts dann wieder mit dem gesunden
Volksempfinden los, dass sich empoert.

wolfgang s

unread,
Aug 30, 2022, 1:03:12 AM8/30/22
to
René Marquardt <k98m...@gmail.com> Schrieb in der Nachricht:

> Ist irgendwie wie mit der Layla. Das Werk
> selbst lohnt sich nicht, eines vorgeblichen
> Verbotes wegen sich zu echauffieren, aber
> irgendwo faengts halt immer an.

> Erst zum Schutze des Kindeswohls, dann,
> die weisse alte Frau des Deutschen
> Indianervereins zu beruhigen [... ]
> und irgendwann gehts dann wieder mit dem
> gesunden Volksempfinden los, dass sich empoert.

Beide Vorgänge zeigen erneut, dass die Woken nicht ach-so-progressiv sind, sondern reaktionäre Spießer.

--


Christina Kunze

unread,
Aug 30, 2022, 1:14:08 AM8/30/22
to
Am 29.08.2022 um 21:25 schrieb Hans-R. Biermann:
Aber hast Du mal in die O-Texte reingesehen?
Sehr geschwätzig und zeilenschindend, unglaublich pathetisch, sehr
sächsische Rechtschreibung (mir ist permanentes "Muse" statt "Muße" in
Erinnerung, Verwechslung von "Referenz" und "Reverenz"), jedenfalls in
den ersten Kolportageromanen, deren Anlage und Figurenführung ich besser
fand als in den Wildwestbüchern - solange ich sie eben ausgehalten habe.


chr

F. W.

unread,
Aug 30, 2022, 1:20:30 AM8/30/22
to
Am 29.08.2022 um 16:01 schrieb Siegfrid Breuer:

> hara-kiri....@mail1a.de (Manfred) schrieb:
>
>> Winnetou oder die stille Wiederkehr der DDR
>
> <https://debeste.de/upload/3e4c418c923e754e0b816b113eef19b12614.jpg>
>

Mit Kleinigkeiten zur Weltrevolution...

FW

wolfgang s

unread,
Aug 30, 2022, 2:55:54 AM8/30/22
to
Detlef Meißner <unge...@mailinator.com> Schrieb in der Nachricht:

> Was wir aktuell haben, ist kein Verbot,
> sondern vorauseilender Gehorsam
> bzw. die Angst vor einem Shitstorm eines
> Verlages.

Man fragt sich, warum die das machen. Die schaden sich doch selbst, denn die Produktionskosten sind in den Sand gesetzt und führen zu betrieblichem Verlust. Den Film einfach trotzdem zu veröffentlichen würde das vermeiden und ihnen vermutlich einen fetten Gewinn bescheren.

Sind die Woken so mächtig dass man vor ihrer Rache mehr Angst hat als vor finanziellem Verlust?

Oder sitzen Leute dieses Schlages im Verlag und treffen selbst die Entscheidungen, koste es was es wolle?

Letzteres kommt mir ehrlich gesagt plausibler vor. Das wäre ziemlich schlimm.

> Noch ist "Winnetou" als Buch und Film nicht verboten

Um das Old-Shatterhand-Thema wäre es doch schade.

https://youtu.be/xgSZR_92fqI

--


Lars Gebauer

unread,
Aug 30, 2022, 5:22:40 AM8/30/22
to
Am 30.08.2022 um 08:55 schrieb wolfgang s:
> Detlef Meißner <unge...@mailinator.com> Schrieb in der Nachricht:
>> Was wir aktuell haben, ist kein Verbot,
>> sondern vorauseilender Gehorsam
>> bzw. die Angst vor einem Shitstorm eines
>> Verlages.
>
> Man fragt sich, warum die das machen. Die schaden sich doch selbst, denn die Produktionskosten sind in den Sand gesetzt und führen zu betrieblichem Verlust. Den Film einfach trotzdem zu veröffentlichen würde das vermeiden und ihnen vermutlich einen fetten Gewinn bescheren.
>
> Sind die Woken so mächtig dass man vor ihrer Rache mehr Angst hat als vor finanziellem Verlust?

Mächtig hin, mächtig her. Wahrscheinlich glaubt man einfach nur, sich
einem vermeintlichen oder tatsächlichen Zeitgeist anpassen zu müssen.

Die Angst, als der letzte anpassungsunfähige Dinosaurier zu sterben, ist
viel größer als die Angst vor eventuellen finanziellen Verlusten. Zumal
man ja diese Verluste meist nicht persönlich erleidet.

> Oder sitzen Leute dieses Schlages im Verlag und treffen selbst die Entscheidungen, koste es was es wolle?
>
> Letzteres kommt mir ehrlich gesagt plausibler vor. Das wäre ziemlich schlimm.

Aber auch völlig normal.

Denn auch in den Führungsetagen von Verlagen, Medienhäusern etc.pp.
finden laufende Generationenwechsel statt. Die Leute von heute in diesen
Etagen, sind einfach nicht mehr die Leute von früher.

Gehen wir doch der Einfachheit halber mal davon aus, daß man so im Alter
von ca. 40 Jahren eine kleine oder mittlere Führungsposition erreicht
hat. Dann sitzen jetzt dort die Leute, die so kurz nach 1980 geboren wurden.

Was sind das für Leute? Wie wurden die sozialisiert? Welche Welt kennen
die aus eigenem Erleben? Welche Rückschlüsse haben die daraus gezogen?
Kurz: Wie ticken die?

Wen man sich diese Fragen einigermaßen plausibel beantworten kann, wird
vieles verständlicher.

--
"Das Problem ist nicht, dass eine relativ kleine Gruppe von Verrückten
behauptet, dass zwei plus zwei fünf ergibt, dass es zwölf verschiedene
Geschlechter gibt oder dass man bei der Energieversorgung die Gesetze
der Thermodynamik ignorieren kann. Das Problem ist, daß sich die große
Gruppe der Normalos künstlich dumm stellt und den selben Quatsch
behauptet, weil sie von den Verrückten nicht als verrückt bezeichnet
werden wollen."
--Vince Ebert

wolfgang s

unread,
Aug 30, 2022, 5:35:28 AM8/30/22
to
Lars Gebauer <lgeb...@live.de> Schrieb in der Nachricht:

> Was sind das für Leute? Wie wurden die
> sozialisiert? Welche Welt kennen die aus
> eigenem Erleben? Welche Rückschlüsse
> haben die daraus gezogen?
> Kurz: Wie ticken die?

> Wen man sich diese Fragen einigermaßen
> plausibel beantworten kann, wird
> vieles verständlicher.

Ja klar das verstehe ich schon. Aber die Gesetze des Kapitalismus gelten unverändert und sind am Ende stärker: Mit Wokeness kann man kein Geld verdienen, sondern nur verlieren. Sie kann also nicht Politik eines Unternehmens sein, das überleben will.

Falls doch, wird es pleite gehen, und durch andere, unwoke Unternehmen ersetzt. Selbst falls die gesamte Firmenleitung und sämtliche Investoren zu blöd sind das zu verstehen (was ich mir schwer vorstellen kann), werden sie durch den Bankrott ihres Ladens gezwungen werden, damit aufzuhören.

Vielleicht ist nur noch nicht genug Zeit vergangen, dass diese Lernkurve wirkt.

--


Detlef Meißner

unread,
Aug 30, 2022, 6:05:46 AM8/30/22
to
Am 30.08.2022 um 00:29 schrieb René Marquardt:
> On Monday, August 29, 2022 at 2:53:09 PM UTC-5, Detlef Meißner wrote:

>> Seine Bücher sind oft schwer zu ertragen, literarisch sicherlich nicht
>> von besonders hohem Niveau. Deshalb eher als Trivialliteratur zu
>> betrachten.
>> Aber er hat den damaligen Zeitgeist getroffen, und der Verlag hat eifrig
>> weiter das Feuer geschürt und einen Kult um Karl May getrieben bzw. ihn
>> unterstützt.
>
> Ich kann nur immer wieder sagen, wer an Karl May Gefallen findet, der soll
> gefaelligst Friedrich Gerstaecker lesen (von dem May fleissig abgeschrieben hat),
> denn der war tatsaechlich in den von ihm beschriebenen Weltgegenden und
> hat vieles auch selbst erlebt, wovon er, uebrigens auch auf literarisch
> hoeherem Niveau, in seinen Werken schrieb.

Dann kannst du auch noch Joseph Conrad oder J.F. Cooper nennen.

Aber deren Bücher sind nicht schwülstig genug und halt auch auf höherem
Niveau, so dass deren Konsum etwas mühseliger ist.

>> Was wir aktuell haben, ist kein Verbot, sondern vorauseilender Gehorsam
>> bzw. die Angst vor einem Shitstorm eines Verlages.
>
> Ist irgendwie wie mit der Layla. Das Werk selbst lohnt sich nicht, eines
> vorgeblichen Verbotes wegen sich zu echauffieren, aber irgendwo
> faengts halt immer an.

Entweder so, oder es gibt die "Wachen", die nur darauf lauern, dass sie
etwas finden.
Die sind vergleichbar mit den Rentnern, die den ganzen Tag aus dem
Fenster schauen und Parksünder aufschreiben.

> Erst zum Schutze des Kindeswohls, dann, die weisse alte Frau des
> Deutschen Indianervereins zu beruhigen (kein Witz. man fragte tatsachlich
> eine Carmen Kwasny, Vorsitzende der Native American Association of Germany,
> um ihre Meinung), und irgendwann gehts dann wieder mit dem gesunden
> Volksempfinden los, dass sich empoert.

Wobei das Volk anderer Meinung ist. Aber das zählt nicht.

Wieder typisch. Die Wachen sprechen nicht für sich, sondern für "Opfer",
denen sie zu ihrem Recht verhelfen müssen, d.h. sie maßen sich etwas an,
was ihnen gar nicht zusteht. Auch eine Art von Aneignung.

Detlef


Detlef Meißner

unread,
Aug 30, 2022, 6:25:07 AM8/30/22
to
Am 30.08.2022 um 08:55 schrieb wolfgang s:
> Detlef Meißner <unge...@mailinator.com> Schrieb in der Nachricht:
>
> > Was wir aktuell haben, ist kein Verbot,
>> sondern vorauseilender Gehorsam
>> bzw. die Angst vor einem Shitstorm eines
>> Verlages.
>
> Man fragt sich, warum die das machen. Die schaden sich doch selbst, denn die Produktionskosten sind in den Sand gesetzt und führen zu betrieblichem Verlust. Den Film einfach trotzdem zu veröffentlichen würde das vermeiden und ihnen vermutlich einen fetten Gewinn bescheren.

Der Film läuft doch. Es geht nur um die ihn begleitenden Bücher.

> Sind die Woken so mächtig dass man vor ihrer Rache mehr Angst hat als vor finanziellem Verlust?

Es ist die pure Angst vor dem Verlust von Kunden.
Die "Macht" der Woken ist nicht so groß wie ihr öffentliches Geschrei.
Das täuscht halt.
Und wenn man jetzt Einsicht zeigt, dann wird einem verziehen bzw. der
Umsatz steigt: "Das ist doch der Verlag, der sich für die Rechte der
Indianer einsetzt!"

Ich las mal einen Artikel über Fehlverhalten und den Umgang damit. Dort
wurde empfohlen, das Verhalten, ob objektiv falsch oder nicht, reumütig
einzugestehen und um Verzeihung zu bitten. Damit käme man durch,
besonders in den USA.
Wir Deutschen neigen ja wohl eher zur LmaA-Haltung und bleiben bei
unserer Haltung.
Gefällt manchen aber nicht. Das ist dann die sture Haltung der alten
weißen Männer. Galt mal als edler Charakter.

> Oder sitzen Leute dieses Schlages im Verlag und treffen selbst die Entscheidungen, koste es was es wolle?

Wenn sie im Verlag sitzen, dann sind sie dumm oder naiv und hätten im
Vorfeld das alles bedenken müssen.
Allerdings, wenn man alles bedenken will, dann kann man sich so manche
Veröffentlichung gleich abschminken. Bedenkenträger gibt es schon genug!

Detlef

René Marquardt

unread,
Aug 30, 2022, 7:41:32 AM8/30/22
to
On Tuesday, August 30, 2022 at 5:25:07 AM UTC-5, Detlef Meißner wrote:

> Der Film läuft doch. Es geht nur um die ihn begleitenden Bücher.

Eh.
https://www.stern.de/kultur/film/winnetou-kinderfilm--suess---aber-mit-rassistischer-szene-32674980.html

Die "erschreckende, rassistische Szene": es fragt der weisse Junge den jungen Winnetou: "Schwitzen Indianer eigentlich?"

Ach, und wie putzig! Weiter unten im Artikel kommen die ollen "Kulturschaffenden" wieder ans Licht.
Da weiss ich doch, woher der Wind weht.

Detlef Meißner

unread,
Aug 30, 2022, 7:45:50 AM8/30/22
to
Am 30.08.2022 um 13:41 schrieb René Marquardt:
> On Tuesday, August 30, 2022 at 5:25:07 AM UTC-5, Detlef Meißner wrote:
>
>> Der Film läuft doch. Es geht nur um die ihn begleitenden Bücher.
>
> Eh.
> https://www.stern.de/kultur/film/winnetou-kinderfilm--suess---aber-mit-rassistischer-szene-32674980.html
>
> Die "erschreckende, rassistische Szene": es fragt der weisse Junge den jungen Winnetou: "Schwitzen Indianer eigentlich?"

Und eine andere Frage: "Können Schwarze einen Sonnenbrand bekommen?"

Ja, wie rassistisch ist das denn!

Detlef

wolfgang s

unread,
Aug 30, 2022, 7:46:28 AM8/30/22
to
Detlef Meißner <unge...@mailinator.com> Schrieb in der Nachricht:

> Der Film läuft doch.

Aso? Ich meine gelesen zu haben dass sie den Film nicht veröffentlichen?

> Es ist die pure Angst vor dem Verlust von Kunden.

Dann wären sie doof.

> Wenn sie im Verlag sitzen, dann sind sie
> dumm oder naiv und hätten im
> Vorfeld das alles bedenken müssen.

Das würde voraussetzen, dass woke Tabus in sich logisch und vorhersagbar wären. Sind sie aber nicht, auch nicht für andere Woke. Die Verdikte fallen willkürlich nach inkonsistenten Kriterien. Einer blökt zuerst, und die Herde blökt mit.

Das ist nämlich alles so beliebig dass man es auch 180 Grad drehen kann, weil es nur mit Verpackung und Suggestion funktioniert:

Winnetou ist Held eines antikilonialistischen Narrativs und eine genderqueere BIPOC! Pah! Zurückwoken ist ganz einfach.

Und deswegen ist eine denkbare Erklärung durchaus, dass solche Leute im Verlag sitzen.

--


Detlef Meißner

unread,
Aug 30, 2022, 7:55:38 AM8/30/22
to
Die meisten Woken sind ja nicht wach, sondern sie werden erst durch
andere erweckt, die ihnen sagen, was richtig ist, und dann geht's aber
richtig los.
Manche Menschen scheinen die Empörung zum Lebenszwck erhoben zu haben.
Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie sich besonders gut
fühlen, wenn sie Zustimmung in großem Maße erfahren. Da sind die
asozialen Medien gerade richtig.

Detlef

Hans-R. Biermann

unread,
Aug 30, 2022, 8:41:08 AM8/30/22
to
Christina Kunze schrieb am Dienstag, 30. August 2022 um 07:14:08 UTC+2:

>> Naja, der Karl-May-Verlag hatte auch jahrzehntelang an den
>> Manuskripten Karl Mays herumgepfuscht.

> Aber hast Du mal in die O-Texte reingesehen?
> Sehr geschwätzig und zeilenschindend, unglaublich pathetisch, sehr
> sächsische Rechtschreibung (mir ist permanentes "Muse" statt "Muße" in
> Erinnerung, Verwechslung von "Referenz" und "Reverenz"), jedenfalls in
> den ersten Kolportageromanen, deren Anlage und Figurenführung ich besser
> fand als in den Wildwestbüchern - solange ich sie eben ausgehalten habe.

Etliches zu Wesen, Werk und Wirkung Karl Mays hat Arno Schmidt (ASch) in
seinem Buch "Sitara und der Weg dorthin" zusammengetragen, aber auch
sehr zähe Lektüre - FR

Helmut Richter

unread,
Aug 30, 2022, 8:42:07 AM8/30/22
to
On Tue, 30 Aug 2022, René Marquardt wrote:

> On Tuesday, August 30, 2022 at 5:25:07 AM UTC-5, Detlef Meißner wrote:
>
> > Der Film läuft doch. Es geht nur um die ihn begleitenden Bücher.
>
> Die "erschreckende, rassistische Szene": es fragt der weisse Junge den jungen Winnetou: "Schwitzen Indianer eigentlich?"

Und zwar weil er selbst schwitzt, aber Winnetou nicht. Eine naheliegende
Frage für ein Kind, allerdings eine, die „aus wissenschaftlicher Sicht an
Dämlichkeit nicht zu überbieten ist“. Ach so, das fragende Kind war
Wissenschaftler. Dann hätte es die Antwort kennen müssen und hat nicht
etwa aus kindlicher Neugier gefragt, um mehr über den Freund zu erfahren,
bei dem so vielen fremd – und auch manches unerwartet vertraut ist.

Die Botschaft, die wirklich durch diese Kritik vermittelt werden soll, ist
leider: halt dich von Menschen von anderem ethnischen Hintergrund fern und
sprich nicht mit ihnen, sonst rutscht dir irgendwann eine Frage raus, die
„aus wissenschaftlicher Sicht an Dämlichkeit nicht zu überbieten ist“ und
dich in deinem Weißsein entlarvt. Obwohl man dir das ja schon an der
Hautfarbe ansieht.

--
Helmut Richter

René Marquardt

unread,
Aug 30, 2022, 10:01:37 AM8/30/22
to
Das daemliche ist, meine Frau zB stammt aus dem Hohen Norden, also laendliches New York,
und was fragte sie mich wiederholte Male hier in Texas? "Sag mal, schwitzt du denn nicht??"

Detlef Meißner

unread,
Aug 30, 2022, 10:48:02 AM8/30/22
to
Ist das jetzt (für die Woken) auch rassistisch?

Folgende Aussage ist allgemein bekannt: Schwarze haben einen größeren
Sch****.
Ist diese Aussage rassistisch?

Was ist mit der Aussage: Weiße haben einen kleineren ...?

Dürfen Weiße noch Beischlaf haben und mit wem?
Mal sehen, wann die ersten diesbezüglichen Rassengesetze kommen.

Detlef

René Marquardt

unread,
Aug 30, 2022, 11:16:16 AM8/30/22
to
On Tuesday, August 30, 2022 at 9:48:02 AM UTC-5, Detlef Meißner wrote:
> Am 30.08.2022 um 16:01 schrieb René Marquardt:
> > On Tuesday, August 30, 2022 at 7:42:07 AM UTC-5, Helmut Richter wrote:
> >> On Tue, 30 Aug 2022, René Marquardt wrote:
> >>
> >>> On Tuesday, August 30, 2022 at 5:25:07 AM UTC-5, Detlef Meißner wrote:
> >>>
> >>>> Der Film läuft doch. Es geht nur um die ihn begleitenden Bücher.
> >>>
> >>> Die "erschreckende, rassistische Szene": es fragt der weisse Junge den jungen Winnetou: "Schwitzen Indianer eigentlich?"
> >> Und zwar weil er selbst schwitzt, aber Winnetou nicht. Eine naheliegende
> >> Frage für ein Kind, allerdings eine, die „aus wissenschaftlicher Sicht an
> >> Dämlichkeit nicht zu überbieten ist“. Ach so, das fragende Kind war
> >> Wissenschaftler. Dann hätte es die Antwort kennen müssen und hat nicht
> >> etwa aus kindlicher Neugier gefragt, um mehr über den Freund zu erfahren,
> >> bei dem so vielen fremd – und auch manches unerwartet vertraut ist.
> >>
> >> Die Botschaft, die wirklich durch diese Kritik vermittelt werden soll, ist
> >> leider: halt dich von Menschen von anderem ethnischen Hintergrund fern und
> >> sprich nicht mit ihnen, sonst rutscht dir irgendwann eine Frage raus, die
> >> „aus wissenschaftlicher Sicht an Dämlichkeit nicht zu überbieten ist“ und
> >> dich in deinem Weißsein entlarvt. Obwohl man dir das ja schon an der
> >> Hautfarbe ansieht.
> >
> > Das daemliche ist, meine Frau zB stammt aus dem Hohen Norden, also laendliches New York,
> > und was fragte sie mich wiederholte Male hier in Texas? "Sag mal, schwitzt du denn nicht??"
> Ist das jetzt (für die Woken) auch rassistisch?

Fuer manche ist die blosse Erwaehnung von Afrika im Gespraech
mit einer Kenyanerin rassistisch.

> Folgende Aussage ist allgemein bekannt: Schwarze haben einen größeren
> Sch****.
> Ist diese Aussage rassistisch?

Leider eindeutig zu bejahen. Du triffst eine "allgemein bekannte"
Aussage ueber eine Gruppe von Menschen basierend auf ihrer
Hautfarbe. Was soll es denn sonst sein wenn nicht rassistisch?
Gilt genauso fuer "Asiaten sind alle so gut in Mathe".

> Was ist mit der Aussage: Weiße haben einen kleineren ...?
>
> Dürfen Weiße noch Beischlaf haben und mit wem?

Es gibt allerdings superwoke, die das bereits also rassistisch bezeichnen.
DIE alberne Begruendung spare ich mir LOL.

Detlef Meißner

unread,
Aug 30, 2022, 11:26:52 AM8/30/22
to
Und was ist, wenn Schwarze diese Aussage treffen?

> Gilt genauso fuer "Asiaten sind alle so gut in Mathe".

Ein bekanntes Beispiel.
Rassistisch ist es also auch dann, wenn etwas Positives zutrifft.

>> Was ist mit der Aussage: Weiße haben einen kleineren ...?
>>
>> Dürfen Weiße noch Beischlaf haben und mit wem?
>
> Es gibt allerdings superwoke, die das bereits also rassistisch bezeichnen.
> DIE alberne Begruendung spare ich mir LOL.

Neuer Mattel Artikel Masters of the Universe: die Superwoken. Ein
Pärchen wie Barbie und Ken.

Detlef

Antonia H.

unread,
Aug 30, 2022, 11:35:45 AM8/30/22
to
Am 30.08.2022 um 13:41 schrieb René Marquardt:
> On Tuesday, August 30, 2022 at 5:25:07 AM UTC-5, Detlef Meißner wrote:
>
>> Der Film läuft doch. Es geht nur um die ihn begleitenden Bücher.
>
> Eh.
> https://www.stern.de/kultur/film/winnetou-kinderfilm--suess---aber-mit-rassistischer-szene-32674980.html
>
> Die "erschreckende, rassistische Szene": es fragt der weisse Junge den jungen Winnetou: "Schwitzen Indianer eigentlich?"
>

Indianer haben keine Schmerzen!
Indianer schwitzen nicht!

A.

Lars Gebauer

unread,
Aug 30, 2022, 12:01:28 PM8/30/22
to
Am 30.08.2022 um 07:14 schrieb Christina Kunze:
> Am 29.08.2022 um 21:25 schrieb Hans-R. Biermann:
>> Naja, der Karl-May-Verlag hatte auch jahrzehntelang an den
>> Manuskripten Karl Mays herumgepfuscht - FR
>
> Aber hast Du mal in die O-Texte reingesehen?

Na klar. Wobei die historischen Ausgaben imho deutlich besser sind, als
aktuelle Ausgaben. Insbesondere, wenn man sie mit "heutigen Augen"
liest. Da sind schon einige Passagen drinne, die man /so/ heute nicht
mehr schreiben würde. Genau das macht den Reiz aus, man versteht einfach
besser, wie die Leute damals[tm] tickten.

> Sehr geschwätzig und zeilenschindend, unglaublich pathetisch, sehr
> sächsische Rechtschreibung (mir ist permanentes "Muse" statt "Muße" in
> Erinnerung, Verwechslung von "Referenz" und "Reverenz"), jedenfalls in
> den ersten Kolportageromanen, deren Anlage und Figurenführung ich besser
> fand als in den Wildwestbüchern

Iow: Ein Erfolgskonzept.

wolfgang s

unread,
Aug 30, 2022, 12:12:59 PM8/30/22
to
René Marquardt <k98m...@gmail.com> Schrieb in der Nachricht:

>> Folgende Aussage ist allgemein bekannt:
>> Schwarze haben einen größeren Sch****.
>> Ist diese Aussage rassistisch?

https://youtu.be/lOO0l2r3uJ4

Bitte nach Möglichkeit vor dem weiterlesen gucken.

> Leider eindeutig zu bejahen. Du triffst eine "allgemein bekannte"
> Aussage ueber eine Gruppe von Menschen basierend auf ihrer
> Hautfarbe. Was soll es denn sonst sein wenn nicht rassistisch?

Schwarze haben dunkle Haut. Rassistisch?

Schwarze bekommen mit geringerer Wahrscheinlichkeit Sonnenbrand als Weiße. Rassistisch?

Schwarze haben eine höhere/niedrigere Wahrscheinlichkeit als Weiße, an X zu erkranken. Rassistisch?

Verallgemeinert: Schwarze *) haben körperliches Merkmal Y.

Ich denke Aussagen diesen Typs sind per se nicht rassistisch, egal ob wahr oder falsch.

Wenn zusätzliche Umstände dazu kommen können sie es aber schnell werden, man sollte deshalb vorsichtig sein. Insbesondere die Absicht, in irgendeiner Weise ab- oder auch aufzuwerten, auszugrenzen usw. Böse wird es auch, wenn von Verallgemeinerungen (auch zutreffenden) auf den Einzelnen zurück geschlossen wird.

*) Insert any colour

--


Detlef Meißner

unread,
Aug 30, 2022, 12:15:35 PM8/30/22
to
Doch, doch, aber sie zeigen sie nicht.

Es muss heißen: Ein Indianer kennt keinen Schmerz.
Man erkennt deutlich, dass du nicht unter "Indianer" groß geworden bist.

> Indianer schwitzen nicht!
Das ist zu profan.

Detlef


Detlef Meißner

unread,
Aug 30, 2022, 12:20:00 PM8/30/22
to
Am 30.08.2022 um 18:12 schrieb wolfgang s:

> Ich denke Aussagen diesen Typs sind per se nicht rassistisch, egal ob wahr oder falsch.
>
> Wenn zusätzliche Umstände dazu kommen können sie es aber schnell werden, man sollte deshalb vorsichtig sein. Insbesondere die Absicht, in irgendeiner Weise ab- oder auch aufzuwerten, auszugrenzen usw.

Och, glaubst du denn, eine Frau würde "Sexismus" rufen, wenn man sie
aufwerten tut?

Detlef


René Marquardt

unread,
Aug 30, 2022, 12:27:17 PM8/30/22
to
On Tuesday, August 30, 2022 at 11:12:59 AM UTC-5, wolfgang s wrote:
> René Marquardt <k98m...@gmail.com> Schrieb in der Nachricht:
> >> Folgende Aussage ist allgemein bekannt:
> >> Schwarze haben einen größeren Sch****.
> >> Ist diese Aussage rassistisch?
> https://youtu.be/lOO0l2r3uJ4
>
> Bitte nach Möglichkeit vor dem weiterlesen gucken.
> > Leider eindeutig zu bejahen. Du triffst eine "allgemein bekannte"
> > Aussage ueber eine Gruppe von Menschen basierend auf ihrer
> > Hautfarbe. Was soll es denn sonst sein wenn nicht rassistisch?
> Schwarze haben dunkle Haut. Rassistisch?
>
> Schwarze bekommen mit geringerer Wahrscheinlichkeit Sonnenbrand als Weiße. Rassistisch?
>
> Schwarze haben eine höhere/niedrigere Wahrscheinlichkeit als Weiße, an X zu erkranken. Rassistisch?
>
> Verallgemeinert: Schwarze *) haben körperliches Merkmal Y.
>
> Ich denke Aussagen diesen Typs sind per se nicht rassistisch, egal ob wahr oder falsch.

Ach, was meinst du, wie weit das hier schon fort grassiert ist.
Nachdem vielerseits schon aufgegeben wurde, ja ja, ist ja gut,
es gibt keine Rassen und das auch zu behaupten, ist rassistisch,
und meinetwegen solls auch 57 Geschlechter geben, lasst mich
bloss in Ruhe mit dem Unsinn, melden sich mittlerweile die Fetten,
und behaupten, es wuerde gegen sie diskriminiert.
Wah, wieso sagt mir der Arzt, meine Knieschmerzen kommen von
meinen 500 Pfund Uebergewicht? Das ist doch Diskriminierung!

Manfred Hoß

unread,
Aug 30, 2022, 1:04:33 PM8/30/22
to
Am Tue, 30 Aug 2022 14:46:22 +0300 (GMT+03:00) schrieb wolfgang s:

> Das würde voraussetzen, dass woke Tabus in sich logisch und
> vorhersagbar wären. Sind sie aber nicht, auch nicht für andere
> Woke. Die Verdikte fallen willkürlich nach inkonsistenten
> Kriterien. Einer blökt zuerst, und die Herde blökt mit.

In dem Fall hat die Bild zuerst geblökt. Erstaunlich, wie viele mitblöken.

Gruß
Manfred.

Detlef Meißner

unread,
Aug 30, 2022, 1:14:17 PM8/30/22
to
So kann man das natürlich auch drehen. Wokismus halt.
Mir tun die Woken wirklich leid, wenn sie auch noch Contra bekommen.

Detlef


wolfgang s

unread,
Aug 30, 2022, 1:23:29 PM8/30/22
to
Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> Schrieb in der Nachricht:

> In dem Fall hat die Bild zuerst geblökt.

Woher weißt du das, schreibst du für die?

Und wofür ist es ein Argument? Kann die Blödzeitung nicht woke Verdikte erteilen?

--


Manfred Hoß

unread,
Aug 30, 2022, 1:37:28 PM8/30/22
to
Am Tue, 30 Aug 2022 20:23:25 +0300 (GMT+03:00) schrieb wolfgang s:

> Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> Schrieb in der Nachricht:
>
>> In dem Fall hat die Bild zuerst geblökt.
>
> Woher weißt du das, schreibst du für die?

Nein. Das weiß ich von https://scompler.com/winnetou/

Was Scompler ist und weshalb sie zu dem Thema einen Text veröffentlicht
haben, das steht auf der Internetseite:

"Disclaimer: Warum steht dieser Text auf der Seite von Scompler?
Wir sind ein strategisches Beratungsunternehmen für Kommunikation. Wir
haben lange auch Unternehmen in Sachen Krisenkommunikation beraten, vor
allem im Social Web, unter anderem die Deutsche Bahn ab dem Jahr 2010. Aus
diesem Projekt ist Scompler entstanden. Scompler ist ein „Content Command
Center“ ein strategisches Kommunikations-Management-System, das unter
anderem in Newsrooms eingesetzt. Es beinhaltet auch Medienbeobachtung. Und
wir beschäftigen uns stark mit dem Medienwandel und was das für die
Unternehmenskommunikation bedeutet. In diesem Zusammenhang sind solche
Vorkommnisse für uns und unsere Kunden relevant. Wir haben das Thema
untersucht, fanden es sehr interessant und wollten unsere Erkenntnisse der
Öffentlichkeit zur Verfügung stellen."

> Und wofür ist es ein Argument? Kann die Blödzeitung nicht
> woke Verdikte erteilen?

Die Bild hat ein antiwokes Verdikt erteilt. Wer jetzt mitblökt, das sind
die Antiwoken.

Gruß
Manfred.

Detlef Meißner

unread,
Aug 30, 2022, 1:38:41 PM8/30/22
to
Ich kann regelrecht die Schmerzen, die die Blöd bei Woken erzeugt, spüren.

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Aug 30, 2022, 1:50:41 PM8/30/22
to
Am 30.08.2022 um 19:37 schrieb Manfred Hoß:

> Die Bild hat ein antiwokes Verdikt erteilt. Wer jetzt mitblökt, das sind
> die Antiwoken.
>
Määääh!

Detlef


wolfgang s

unread,
Aug 30, 2022, 1:55:06 PM8/30/22
to
Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> Schrieb in der Nachricht:


>> Und wofür ist es ein Argument?
>> Kann die Blödzeitung nicht
>> woke Verdikte erteilen?

> Die Bild hat ein antiwokes Verdikt erteilt.
> Wer jetzt mitblökt, das sind
die Antiwoken.

OK. Zuerst hatte ich dein Argument missverstanden als "Die Blödzeitung ist böse, und selbst die sind woke. Also ist woke cool"

Jetzt glaube ich verstanden zu haben: "Die Blödzeitung ist böse, und antiwoke. Also ist woke cool"

So oder so, ich kann beidem nicht folgen. Was die Blödzeitung oder sonstwer sagt, ist für meine Meinungsbildung irrelevant, und dasselbe rate ich dir.

Relevant für meine Meinung ist, dass Bewertung alter Literatur nach aktueller Political Correctness grundsätzlich Käse ist, und dass die Woken inkonsistent und offensichtlich minderintelligent sind.

--


Detlef Meißner

unread,
Aug 30, 2022, 1:59:56 PM8/30/22
to
Am 30.08.2022 um 19:55 schrieb wolfgang s:
> Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> Schrieb in der Nachricht:
>
>
>>> Und wofür ist es ein Argument?
>>> Kann die Blödzeitung nicht
>>> woke Verdikte erteilen?
>
>> Die Bild hat ein antiwokes Verdikt erteilt.
>> Wer jetzt mitblökt, das sind
> die Antiwoken.
>
> OK. Zuerst hatte ich dein Argument missverstanden als "Die Blödzeitung ist böse, und selbst die sind woke. Also ist woke cool"
>
> Jetzt glaube ich verstanden zu haben: "Die Blödzeitung ist böse, und antiwoke. Also ist woke cool"

Um cool zu sein, muss man offensichtlich woke sein oder sich zumindest
so bezeichnen.

Mal sehen, wie lange das anhält.

Detlef


Manfred Hoß

unread,
Aug 30, 2022, 2:20:59 PM8/30/22
to
Am Tue, 30 Aug 2022 20:55:02 +0300 (GMT+03:00) schrieb wolfgang s:

> Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> Schrieb in der Nachricht:
>
>
>>> Und wofür ist es ein Argument?
>>> Kann die Blödzeitung nicht
>>> woke Verdikte erteilen?
>
>> Die Bild hat ein antiwokes Verdikt erteilt.
>> Wer jetzt mitblökt, das sind
> die Antiwoken.
>
> OK. Zuerst hatte ich dein Argument missverstanden als
> "Die Blödzeitung ist böse, und selbst die sind woke.
> Also ist woke cool"

Das kommt davon, weil du in meine Texte Dinge hineinliest, die nicht darin
stehen.

> Jetzt glaube ich verstanden zu haben: "Die Blödzeitung
> ist böse, und antiwoke. Also ist woke cool"

Und erneut liest du in meine Texte Dinge hinein, die nicht darin stehen.

> So oder so, ich kann beidem nicht folgen. Was die Blödzeitung
> oder sonstwer sagt, ist für meine Meinungsbildung irrelevant,
> und dasselbe rate ich dir.

Der Shitstorm, der sich derzeit rund um den neuen Winnetou-Film und das
Begleitbuch abspielt, wurde von der Bild erst künstlich erzeugt. Dass du
dich überhaupt mit dem Thema beschäftigst, ist eine Folge davon, was die
Bild geschrieben hat.

> Relevant für meine Meinung ist, dass Bewertung alter Literatur
> nach aktueller Political Correctness grundsätzlich Käse ist,

Alte Literatur? Film und Begleitbuch sind von 2022.

> und dass die Woken inkonsistent und offensichtlich minderintelligent
> sind.

Das ist weniger Meinung, als vielmehr Vorurteil.

Gruß
Manfred.

Peter Veith

unread,
Aug 30, 2022, 2:44:22 PM8/30/22
to
Am 30.08.2022 um 07:20 schrieb F. W.:

> Am 29.08.2022 um 16:01 schrieb Siegfrid Breuer:
>> Manfred schrieb:
>>> Winnetou oder die stille Wiederkehr der DDR
>>
>> <https://debeste.de/upload/3e4c418c923e754e0b816b113eef19b12614.jpg>
>>
>
> Mit Kleinigkeiten zur Weltrevolution...

Die warme Stube wurde vergessen.

Veith
--
Richtig ist das, was offiziell beschlossen wurde.
http://www.DDR-Luftwaffe.de

Detlef Meißner

unread,
Aug 30, 2022, 2:47:30 PM8/30/22
to
Am 30.08.2022 um 20:20 schrieb Manfred Hoß:

> Der Shitstorm, der sich derzeit rund um den neuen Winnetou-Film und das
> Begleitbuch abspielt, wurde von der Bild erst künstlich erzeugt. Dass du
> dich überhaupt mit dem Thema beschäftigst, ist eine Folge davon, was die
> Bild geschrieben hat.

Warum sollte ein Shitstorm nicht auch einmal in die andere Richtung laufen?
Dann wissen die Woken auch mal, wie sich das anfühlt.

Detlef


wolfgang s

unread,
Aug 30, 2022, 2:48:50 PM8/30/22
to
Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> Schrieb in der Nachricht:

> Dass du dich überhaupt mit dem Thema
> beschäftigst, ist eine Folge davon, was die
> Bild geschrieben hat.

Es wurde mir auf meinem Schlauphon angezeigt. Verantwortlich dafür ist also zunächst die Redaktion des Nachrichten-Feeds, vermutlich Google. Es mag sein dass die dazu von Axel Springer seine Witwe angestiftet wurden, aber das ist in erster Näherung irrelevant für meine Meinung dazu. Es ist auch sonst unwichtig, sofern nicht gelogen, was gerade bei Bild schon vorkam.

> Alte Literatur? Film und Begleitbuch sind von 2022.

Es scheint mir, die Woken regen sich über Karl May insgesamt auf, der Film war nur ein Auslöser. Mein Schlauphon informiert mich jedenfalls, die ARD habe beschlossen keine Karl-May-Filme mehr zu senden. Fake News?

>> und dass die Woken inkonsistent und
>> offensichtlich minderintelligent sind.

> Das ist weniger Meinung, als vielmehr Vorurteil.

Es ist Erfahrung.

--


Manfred Hoß

unread,
Aug 30, 2022, 3:02:16 PM8/30/22
to
Am Tue, 30 Aug 2022 21:48:47 +0300 (GMT+03:00) schrieb wolfgang s:

> Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> Schrieb in der Nachricht:
>
>> Dass du dich überhaupt mit dem Thema
>> beschäftigst, ist eine Folge davon, was die
>> Bild geschrieben hat.
>
> Es wurde mir auf meinem Schlauphon angezeigt. Verantwortlich dafür ist
> also zunächst die Redaktion des Nachrichten-Feeds, vermutlich Google.

Wie viele Zwischenschritte zwischen der Bild und deinem Smartphone liegen,
interessiert mich nicht. Aber Ausgangspunkt des Ganzen war die Bild.

>> Alte Literatur? Film und Begleitbuch sind von 2022.
>
> Es scheint mir, die Woken regen sich über Karl May insgesamt auf, der
> Film war nur ein Auslöser. Mein Schlauphon informiert mich jedenfalls,
> die ARD habe beschlossen keine Karl-May-Filme mehr zu senden. Fake News?

Du hast offensichtlich den Artikel nur an-, aber nicht durchgelesen. Die
ARD wird darin erwähnt. Deine Frage ist daher bereits beantwortet.

Gruß
Manfred.

Lars Gebauer

unread,
Aug 30, 2022, 3:09:36 PM8/30/22
to
Am 30.08.2022 um 19:37 schrieb Manfred Hoß:
> Am Tue, 30 Aug 2022 20:23:25 +0300 (GMT+03:00) schrieb wolfgang s:
>> Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> Schrieb in der Nachricht:
>>> In dem Fall hat die Bild zuerst geblökt.
>>
>> Woher weißt du das, schreibst du für die?
>
> Nein. Das weiß ich von https://scompler.com/winnetou/

Das würde ich, ganz ehrlich und unter uns gesagt, nicht unbedingt so
freimütig zugeben.

> Was Scompler ist und weshalb sie zu dem Thema einen Text veröffentlicht
> haben, das steht auf der Internetseite:

Eben. Viele Quellen mögen diskutabel sein. Scompler nicht.

> "Disclaimer: Warum steht dieser Text auf der Seite von Scompler?
> Wir sind ein strategisches Beratungsunternehmen für Kommunikation. Wir
> haben lange auch Unternehmen in Sachen Krisenkommunikation beraten, vor
> allem im Social Web, unter anderem die Deutsche Bahn ab dem Jahr 2010. Aus
> diesem Projekt ist Scompler entstanden. Scompler ist ein „Content Command
> Center“ ein strategisches Kommunikations-Management-System, das unter
> anderem in Newsrooms eingesetzt. Es beinhaltet auch Medienbeobachtung. Und
> wir beschäftigen uns stark mit dem Medienwandel und was das für die
> Unternehmenskommunikation bedeutet. In diesem Zusammenhang sind solche
> Vorkommnisse für uns und unsere Kunden relevant. Wir haben das Thema
> untersucht, fanden es sehr interessant und wollten unsere Erkenntnisse der
> Öffentlichkeit zur Verfügung stellen."

Die werben ganz offen auf ihrer Webseite damit, daß sie nichts weiter
als Mietmäuler sind. Daß sie ihr Geld damit verdienen, Diskussionen in
die "richtige", d.h. gewünschte Richtung zu lenken.

Im Grunde also eine Art Gegenstück zu Russia Today oder ominösen
"Russen-Bots".

Sehr bequem für Leute, die zwar keine eigene Meinung haben aber trotzdem
die "richtige" Meinung vertreten wollen. Die können sich einfach und
kostenlos bei denen auf dem Wühltisch bedienen.

>> Und wofür ist es ein Argument? Kann die Blödzeitung nicht
>> woke Verdikte erteilen?
>
> Die Bild hat ein antiwokes Verdikt erteilt. Wer jetzt mitblökt, das sind
> die Antiwoken.

Da kann schon was dran sein. Die, die auf der anderen Seite mitblöken
sind die, die ihr bisschen Grips einfach an der Garderobe abgegeben haben.

Mir ist noch nicht so ganz klar, was davon eigentlich besser ist.

wolfgang s

unread,
Aug 30, 2022, 3:13:38 PM8/30/22
to
Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> Schrieb in der Nachricht:

> Aber Ausgangspunkt des Ganzen war die Bild.
> Du hast offensichtlich den Artikel nur an-, aber nicht durchgelesen. Die
> ARD wird darin erwähnt. Deine Frage ist daher bereits beantwortet.

Du leidest an einer déformation professionelle.

Welche deiner Kollegen das gemeldet haben ist mir schnuppe. Deren Meinung dazu ist mir auch schnuppe. Ob ein Ereignis stattgefunden hat oder nicht, ändert sich nicht dadurch wer es berichtet. Das gleiche gilt für meine Bewertung.

Genau deshalb sind Journalisten und ihre Meinungen ja so schnuppe. Dein Exkurs dazu war also argumentfreie Zeitverschwendung.
--


Manfred Hoß

unread,
Aug 30, 2022, 3:15:31 PM8/30/22
to
Am Tue, 30 Aug 2022 22:13:35 +0300 (GMT+03:00) schrieb wolfgang s:

> Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> Schrieb in der Nachricht:
>
>> Aber Ausgangspunkt des Ganzen war die Bild.
>> Du hast offensichtlich den Artikel nur an-, aber nicht durchgelesen. Die
>> ARD wird darin erwähnt. Deine Frage ist daher bereits beantwortet.
>
> Du leidest an einer déformation professionelle.
>
> Welche deiner Kollegen das gemeldet haben ist mir schnuppe.

Welche Kollegen meinst du?

Gruß
Manfred.

Thomas Schade

unread,
Aug 30, 2022, 4:07:29 PM8/30/22
to
On 30.08.2022 20:48 (CEST), wolfgang s wrote:

> Es scheint mir, die Woken regen sich über Karl May insgesamt auf, der Film war nur ein Auslöser. Mein Schlauphon informiert mich jedenfalls, die ARD habe beschlossen keine Karl-May-Filme mehr zu senden. Fake News?

Ja, was sonst. Die ARD hat keine Lizenzen mehr für die Filme und darf
sie deswegen nicht mehr senden. Und das seit 2019 schon nicht mehr. Das
hättest du leicht selbst herausfinden können, aber Stänkern ist
natürlich bequemer. Erst recht wenn die Fake-News auch noch ins Weltbild
passen.


Ciao
Toscha
--
How do you sleep at night knowing that there are some people in the
world who don't like you?
With no underwear in case they want to kiss my ass.
[Jim Carrey]

Detlef Meißner

unread,
Aug 30, 2022, 4:14:54 PM8/30/22
to
Am 30.08.2022 um 21:02 schrieb Manfred Hoß:
> Am Tue, 30 Aug 2022 21:48:47 +0300 (GMT+03:00) schrieb wolfgang s:
>
>> Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> Schrieb in der Nachricht:
>>
>>> Dass du dich überhaupt mit dem Thema
>>> beschäftigst, ist eine Folge davon, was die
>>> Bild geschrieben hat.
>>
>> Es wurde mir auf meinem Schlauphon angezeigt. Verantwortlich dafür ist
>> also zunächst die Redaktion des Nachrichten-Feeds, vermutlich Google.
>
> Wie viele Zwischenschritte zwischen der Bild und deinem Smartphone liegen,
> interessiert mich nicht. Aber Ausgangspunkt des Ganzen war die Bild.

Nicht das Zurückziehen der Bücher?

Detlef


Lars Gebauer

unread,
Aug 30, 2022, 4:44:01 PM8/30/22
to
Am 30.08.2022 um 22:07 schrieb Thomas Schade:
> On 30.08.2022 20:48 (CEST), wolfgang s wrote:
>> Es scheint mir, die Woken regen sich über Karl May insgesamt auf, der
>> Film war nur ein Auslöser. Mein Schlauphon informiert mich jedenfalls,
>> die ARD habe beschlossen keine Karl-May-Filme mehr zu senden. Fake News?
>
> Ja, was sonst. Die ARD hat keine Lizenzen mehr für die Filme und darf
> sie deswegen nicht mehr senden. Und das seit 2019 schon nicht mehr.

Was ändert es, ob die ARD 2019 beschlossen hat, keine Karl-May-Filme
mehr zu senden (= keine Lizenzen mehr zu kaufen) oder dies erst 2022
tat? Nichts?

Klaus Pommerening

unread,
Sep 1, 2022, 2:50:00 PM9/1/22
to
Martin Gerdes konstatiert:
> [...]
> Mays Originaltexte sind mittlerweile gemeinfrei, denn er ist mehr als 70
> Jahre lang tot, die gedruckten Texte sind aber bewußt bearbeitet und
> somit nicht frei.

https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/primlit/

bietet alle Originaltexte. Gemeinfrei.
--
Klaus Pommerening
Aber ich klage die ganze sich "zivilisiert" nennende Menschheit an, daß
sie trotz aller Religionen und trotz einer achttausendjährigen
Weltgeschichte noch heutigen Tages nicht wissen will, daß dieses
Zivilisieren" nichts anderes als ein "Terrorisieren" ist! (Karl May)

Ulf Kutzner

unread,
Sep 2, 2022, 4:28:53 AM9/2/22
to
René Marquardt schrieb am Dienstag, 30. August 2022 um 00:29:19 UTC+2:

> Ich kann nur immer wieder sagen, wer an Karl May Gefallen findet, der soll
> gefaelligst Friedrich Gerstaecker lesen (von dem May fleissig abgeschrieben hat),
> denn der war tatsaechlich in den von ihm beschriebenen Weltgegenden und
> hat vieles auch selbst erlebt, wovon er, uebrigens auch auf literarisch
> hoeherem Niveau, in seinen Werken schrieb.

Warum aber genießt er nicht Mays Bekanntheit?

Ulf Kutzner

unread,
Sep 2, 2022, 4:32:19 AM9/2/22
to
René Marquardt schrieb am Dienstag, 30. August 2022 um 17:16:16 UTC+2:

> Fuer manche ist die blosse Erwaehnung von Afrika im Gespraech
> mit einer Kenyanerin rassistisch.

Afrikan war als russischer Vorname halbwegs gebräuchlich.

Ulf Kutzner

unread,
Sep 2, 2022, 4:33:46 AM9/2/22
to
Wirf den ersten Stein.

Es gibt jedoch eine kleine Bedingung.

Detlef Meißner

unread,
Sep 2, 2022, 4:43:49 AM9/2/22
to
Es fehlen die Helden bzw. der eine Held.

Detlef

René Marquardt

unread,
Sep 2, 2022, 6:42:45 AM9/2/22
to
Warum hat die BILD eine hoehere Auflage als "Frau und Hund" (die Zeitschrift für kursives Denken)?

Klaus Pommerening

unread,
Sep 3, 2022, 3:07:47 AM9/3/22
to
Martin Gerdes bedauert:
> Klaus Pommerening <pomm...@uni-mainz.de> schrieb:
>
>>> Mays Originaltexte sind mittlerweile gemeinfrei, denn er ist mehr als 70
>>> Jahre lang tot, die gedruckten Texte sind aber bewußt bearbeitet und
>>> somit nicht frei.
>
>> https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/primlit/
>> bietet alle Originaltexte. Gemeinfrei.
>
> Aber halt nicht gedruckt.

Dafür gibt's die historisch-kritische Ausgabe und viele Reprints.
Gedruckte Texte kosten dann natürlich etwas. Das ändert aber nichts
an der Gemeinfreiheit der Originaltexte.
--
Klaus Pommerening
Et in terra pax!

Ulf Kutzner

unread,
Sep 3, 2022, 3:26:06 AM9/3/22
to
Klaus Pommerening schrieb am Samstag, 3. September 2022 um 09:07:47 UTC+2:
> [...] Gerdes bedauert:
> > Klaus Pommerening <pomm...@uni-mainz.de> schrieb:
> >
> >>> Mays Originaltexte sind mittlerweile gemeinfrei, denn er ist mehr als 70
> >>> Jahre lang tot, die gedruckten Texte sind aber bewußt bearbeitet und
> >>> somit nicht frei.
> >
> >> https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/primlit/
> >> bietet alle Originaltexte. Gemeinfrei.
> >
> > Aber halt nicht gedruckt.
>
> Dafür gibt's die historisch-kritische Ausgabe und viele Reprints.
> Gedruckte Texte kosten dann natürlich etwas.

Sogar dann, wenn jemand dem Gerdes die Druckfunktion erklärt.

Detlef Meißner

unread,
Sep 3, 2022, 3:43:31 AM9/3/22
to
Das kostet (ihn) dann aber auch Geld - oder er druckt es bei seinem
Arbeitgeber aus.

Aber Druckwerke sind ja sowieso out, heutzutage nimmt man eBooks. Da
passen dann alle Werke Karl Mays lässig auf einen eBook-Reader.

Detlef

René Marquardt

unread,
Sep 3, 2022, 5:10:33 AM9/3/22
to
Richtig. Und die Buchs-Anw auf dem IchSprech verdaut klaglos
ePubs gleich welchen Ursprungs.

Detlef Meißner

unread,
Sep 3, 2022, 5:46:55 AM9/3/22
to
Auf so einem Teil lese ich keine Druckwerke jedweder Art.
Aber OK, als Ort einer Sammlung mag das angehen.
Früher ging's nach Metern im Bücherregal, heute nach Anzahl der
gespeicherten ePubs (oder Filme).

Detlef



René Marquardt

unread,
Sep 3, 2022, 7:39:04 AM9/3/22
to
i.O., Wirtschaftswunderkind.

Hans-R. Biermann

unread,
Sep 3, 2022, 12:27:57 PM9/3/22
to
Ulf Kutzner schrieb am Freitag, 2. September 2022 um 10:32:19 UTC+2:

>> Fuer manche ist die blosse Erwaehnung von Afrika im Gespraech
>> mit einer Kenyanerin rassistisch.

> Afrikan war als russischer Vorname halbwegs gebräuchlich.

Nicht vielleicht Afran?

FR

Ulf Kutzner

unread,
Sep 3, 2022, 12:31:40 PM9/3/22
to
Oder Aram, Alan, Aslan (in südlichen Randgebieten Rußlands)?

Nimm doch mal hin, daß ich meinte, was ich schrieb, wenn
es bei Dir schon nicht zum Gugeln oder zur WP-Recherche
reicht.

Hans-R. Biermann

unread,
Sep 4, 2022, 7:49:15 AM9/4/22
to
Ulf Kutzner schrieb am Samstag, 3. September 2022 um 18:31:40 UTC+2:

>>> Afrikan war als russischer Vorname halbwegs gebräuchlich.

>> Nicht vielleicht Afran?

> Oder Aram, Alan, Aslan (in südlichen Randgebieten Rußlands)?
>
> Nimm doch mal hin, daß ich meinte, was ich schrieb, wenn
> es bei Dir schon nicht zum Gugeln oder zur WP-Recherche
> reicht.

Absolventen der Meißner Fürstenschule St. Afra gründeten in
Leipzig die mir bekannte Korporation Afrania, von deren Namen
ausgehend ich auf "Afran" schloß. Dies war falsch, realiter war
die Heilige Afra ein Weib.
Immerhin ist mir aber ein Vorname "Afrikan" noch nie
untergekommen - FR

Ulf Kutzner

unread,
Sep 4, 2022, 8:10:19 AM9/4/22
to
Hans-R. Biermann schrieb am Sonntag, 4. September 2022 um 13:49:15 UTC+2:
> Ulf Kutzner schrieb am Samstag, 3. September 2022 um 18:31:40 UTC+2:
>
> >>> Afrikan war als russischer Vorname halbwegs gebräuchlich.
>
> >> Nicht vielleicht Afran?
>
> > Oder Aram, Alan, Aslan (in südlichen Randgebieten Rußlands)?
> >
> > Nimm doch mal hin, daß ich meinte, was ich schrieb, wenn
> > es bei Dir schon nicht zum Gugeln oder zur WP-Recherche
> > reicht.

> Absolventen der Meißner Fürstenschule St. Afra gründeten in
> Leipzig die mir bekannte Korporation Afrania,

Bis dahin ist es noch weit bis Rußland.

> von deren Namen
> ausgehend ich auf "Afran" schloß. Dies war falsch, realiter war
> die Heilige Afra ein Weib.

Der einzig genannte männliche Afra ist Iraner.
https://de.wikipedia.org/wiki/Afra_(Vorname)

> Immerhin ist mir aber ein Vorname "Afrikan" noch nie
> untergekommen

Du liest, wie gesagt, zu wenig WP. Und Turgenjew.

Hans-R. Biermann

unread,
Sep 5, 2022, 9:28:25 AM9/5/22
to
Ulf Kutzner schrieb am Sonntag, 4. September 2022 um 14:10:19 UTC+2:

>> Immerhin ist mir aber ein Vorname "Afrikan" noch nie
>> untergekommen

> Du liest, wie gesagt, zu wenig WP. Und Turgenjew.

Nun, lieber Junge, ich stehe als Alleingesellschafter eines
Unternehmens auch mitten im Erwerbsleben, newahr.
Immerhin las ich unlängst Gregor von Rezzori, Greisengemurmel,
kurz vor seinem Tode verfaßt. Darin äußert er, als er erstmalig den
Kölner Karneval erlebte, hätten ihn dessen Seltsamkeiten sehr
an die Vorgänge in Wien 1938 nach Einmarsch deutscher Truppen
erinnert - FR

René Marquardt

unread,
Sep 5, 2022, 11:34:18 AM9/5/22
to
On Monday, August 29, 2022 at 1:32:51 AM UTC-5, Manfred wrote:
> Hubertus Knabe, Gastautor /
> Winnetou oder die stille Wiederkehr der DDR
>
> Karl Mays Winnetou ist mal wieder ein Politikum. Zensiert wurde
> er zuletzt in der DDR. Im Westen war das bislang unvorstellbar
> - das ist jetzt vorbei. Eine Erinnerung.

https://www.lvz.de/medien/winnetou-ard-strahlt-keine-filme-der-saga-von-karl-may-mehr-aus-UFHT446PQ5BMHCZNFBUI3NJUA4.html

Stefan Schmitz

unread,
Sep 5, 2022, 1:09:19 PM9/5/22
to
Ist die LVZ immer so tendenziös, dass sie Überschriften wählt, die dem
Inhalt des Textes widersprechen ("will nicht" vs. Rechte ausgelaufen)?

Lars Gebauer

unread,
Sep 5, 2022, 2:17:03 PM9/5/22
to
Erkläre mal den praktischen Unterschied zwischen "will nicht" und "will
keine neuen Rechte erwerben".

Detlef Meißner

unread,
Sep 5, 2022, 2:52:16 PM9/5/22
to
Am 05.09.2022 um 20:16 schrieb Lars Gebauer:
> Am 05.09.2022 um 19:09 schrieb Stefan Schmitz:
>> Am 05.09.2022 um 17:34 schrieb René Marquardt:
>>> https://www.lvz.de/medien/winnetou-ard-strahlt-keine-filme-der-saga-von-karl-may-mehr-aus-UFHT446PQ5BMHCZNFBUI3NJUA4.html
>>
>> Ist die LVZ immer so tendenziös, dass sie Überschriften wählt, die dem
>> Inhalt des Textes widersprechen ("will nicht" vs. Rechte ausgelaufen)?
>
> Erkläre mal den praktischen Unterschied zwischen "will nicht" und "will
> keine neuen Rechte erwerben".

Das ZDF (und andere Sender) haben die Rechte noch. Im Sinne einer
sparsamen Haushaltsführung ist es Quatsch, wenn zwei Sender des ÖRR
dieselben Rechte kaufen.

Detlef

Ulf Kutzner

unread,
Sep 6, 2022, 7:32:15 AM9/6/22
to
Hans-R. Biermann schrieb am Sonntag, 4. September 2022 um 13:49:15 UTC+2:
> Ulf Kutzner schrieb am Samstag, 3. September 2022 um 18:31:40 UTC+2:
>
> >>> Afrikan war als russischer Vorname halbwegs gebräuchlich.
>
> >> Nicht vielleicht Afran?
>
> > Oder Aram, Alan, Aslan (in südlichen Randgebieten Rußlands)?
> >
> > Nimm doch mal hin, daß ich meinte, was ich schrieb, wenn
> > es bei Dir schon nicht zum Gugeln oder zur WP-Recherche
> > reicht.

> Absolventen der Meißner Fürstenschule St. Afra gründeten in
> Leipzig die mir bekannte Korporation Afrania, von deren Namen
> ausgehend ich auf "Afran" schloß. Dies war falsch, realiter war
> die Heilige Afra ein Weib.

Affrique übrigens ein Kerl.

https://fr.wikipedia.org/wiki/Saint-Affrique#Toponymie

Matthias Opatz

unread,
Sep 8, 2022, 8:07:53 AM9/8/22
to
Dies schrieb Manfred:

> Die "Volkserziehung", in wirklich allen deutschen Diktaturen"
> Immer mit Unterstützung der Hofschranzen-/-Presse/-Medien.

Ich vernehme in "den Medien" viel mehr kritische Stimmungen zu dem
Sachverhalt als Beifall. Aber dafür hast du bestimmt auch eine "Erklärung".

Matthias,
die Trollgruppe entfernend

Matthias Opatz

unread,
Sep 8, 2022, 8:11:41 AM9/8/22
to
Dies schrieb Detlef Meißner:

> Noch ist "Winnetou" als Buch und Film nicht verboten, wie teilweise
> behauptet wird.

Verboten sind sie nicht, die ARD zeigt sie aber schon nicht mehr.

Matthias

Detlef Meißner

unread,
Sep 8, 2022, 8:47:52 AM9/8/22
to
Und Bücherei nehmen regelmäßig Bücher aus ihrem Sortiment. Was will uns
das sagen?

WiMRE zeigt die ARD auch andere Filme (Edgar Wallace?) nicht mehr, weil
die Rechte abgelaufen sind.
Und ja, man hätte die 2019 sicherlich erneut kaufen können, aber
vielleicht brauchte man das Geld für Fußballübertragungen und die
diversen Gehaltserhöhungen.
So musste dann Winnetou dran glauben.

BTW: Es dürfte sich aber nicht nur um die Winnetoufilme handeln, sondern
auch um andere Karlchen-May-Verfilmungen.

Detlef


Peter Blancke

unread,
Sep 10, 2022, 6:06:21 AM9/10/22
to
Am 2022-09-05, Hans-R. Biermann <xylo...@gmail.com> schrieb:

> Immerhin las ich unlängst Gregor von Rezzori, Greisengemurmel,

Vermutlich die Ausgabe, in welcher auf das Setzen des
Kommasatzzeichens vollständig verzichtet wurde. Merkwürdige Lektur.

> Darin äußert er, als er erstmalig den Kölner Karneval erlebte,
> hätten ihn dessen Seltsamkeiten sehr an die Vorgänge in Wien 1938
> nach Einmarsch deutscher Truppen erinnert

Mir kommen recenter Bilder vor Augen, die eher an die Krankheit
"Epilepsia saltatoria" erinnern, mir recht sehr zuwider.

Gruß,

Peter Blancke

--
Hoc est enim verbum meum!

René Marquardt

unread,
Sep 10, 2022, 7:43:13 AM9/10/22
to
Sonst regt man sich immer ueber diese ewigen Wiederholungen oller
Kamellen auf.

Detlef Meißner

unread,
Sep 10, 2022, 8:32:57 AM9/10/22
to
Bedenke, es wächst regelmäßig eine neue Generation heran. Und irgendwann
kommt man in eine Alter, in dem einen die ollen Kamellen ganz neu
vorkommen. ;-)

Detlef

--
Petition gegen Gendersprache.
https://www.openpetition.de/petition/statistik/abkehr-von-der-gendersprache-in-politik-verwaltungen-bildung-und-gesetzgebung-jetzt


Ulrich D i e z

unread,
Sep 11, 2022, 10:29:23 AM9/11/22
to
Manfred schrieb:

> Hubertus Knabe, Gastautor /
> Winnetou oder die stille Wiederkehr der DDR
>
> Karl Mays Winnetou ist mal wieder ein Politikum. Zensiert wurde
> er zuletzt in der DDR. Im Westen war das bislang unvorstellbar
> - das ist jetzt vorbei. Eine Erinnerung.

Wieso Karl Mays Winnetou?

Ich dachte, es ging darum, dass sich erst in letzter Zeit jemand anderes
als Karl May, der schon lange tot ist, Geschichtchen ausgedacht hat, die
die Kindheit einer Winnetou-Gestalt zun Gegenstand haben.
Da ginge es dann nicht um Karl Mays Winnetou, sondern um den Winnetou der
Autor/inn/en dieser Geschichtchen neueren Datums.
Wozu man überhaupt neue Winnetou-Geschichten braucht, erschließt sich
mir nicht, aber das ist ein anderes Thema. Wenn es den Leuten Spaß macht...

Was mir aufstößt, mich aber nicht wirklich wundert, ist, dass man
offenbar nicht so recht daran glaubt, dass die Leute heutzutage noch
in der Lage sind, Realität und Fiktion auseinanderzuhalten.

Wer solche Bücher liest, weiß doch, dass es da nicht um Realität
sondern um Fiktion geht.

Mir ist aufgefallen, dass Geschichten aus Büchern, die man mir in meiner
Kindheit zu lesen gab, in neueren Auflagen geändert sind.
ZB Enid Blyton-Abenteuer-Serie: Da gibt es einen Band "Die Insel der
Abenteueer". In meinem Exemplar des Buches war der Übeltäter ein
starkpigmentierter Mitbürger namens Jojo, und es finden sich Sätze wie
"Die Kinder freuten sich, dass der böse schwarze Mann so heruntergeputzt
wurde."
In der Neuauflage, die ich mir kürzlich angeschaut habe, ist die
Geschichte verändert: Es ist kein Schwarzer namens Jojo, sondern
ein Mensch namens Joe. Kein schwarzer Mann mehr, aber immer noch
ein Mann. Böse Nicht-Männer gibts in diesen Geschichten immer noch
fast nicht, und vom Tenor her wird immer noch suggeriert, dass der
soziale Status dieses Menschen als angestellter Diener/Gehilfe es
rechtfertige, auf ihn herab zu schauen - in der redigierten Fassung
halt auf eine für politisch korrekt gehaltene Weise.
Und die lieben Kinderlein freuen sich auch nicht mehr sondern sind
immer ganz betroffen. Auch alle Ohrfeigen, die Kindern von Erwachsenen
als erzieherische Maßnahme verabreicht werden und dergleichen wurden
aus diesen Geschichten -äh- entfernt.

Wenn man diese alten Kindergeschichten auch als Dokumente des
Zeitgeistes und der Mentalität zu der Zeit, als sie geschrieben
wurden, betrachtet, ist das Geschichtsverfälschung, und die Kinder,
die diese veränderten Geschichten heute lesen, bekommen einen sehr
verzerrten Eindruck davon, wie die Leute zu den Zeiten, zu den diese
Geschichten spielen und geschrieben wurden, wirklich drauf waren.

Dann glauben sie vor lauter Nachkorrektur irgendwannn, in der
Geschichte wäre früher überall immer heile Welt gewesen.

Wenn der erzieherische Impetus heute ein anderer ist, sollte man
dem nicht Rechnung tragen indem man frühere Hässlichkeiten durch
Umschreiben wegleugnet, sondern, indem man etwas neues schreibt,
was dem heutigen Impetus entspricht.

Mit freundlichem Gruß

Ulrich

Ulrich D i e z

unread,
Sep 11, 2022, 10:41:59 AM9/11/22
to
Am 29.08.22 um 16:01 schrieb Siegfrid Breuer:

> hara-kiri....@mail1a.de (Manfred) schrieb:
>
>> Winnetou oder die stille Wiederkehr der DDR
>
> <https://debeste.de/upload/3e4c418c923e754e0b816b113eef19b12614.jpg>
>

Hab mir mal das jpg angeschaut.

Die Bezeichhnung "Mohrenkopf" statt zB "Schokokuss" für diese Speiße
ist mir schon als Kind seltsam vorgekommen. Irgendwie kannibalistische
Tendenz. Genauso seltsam und beklemmmend wie die Eigenat, zB zu Weihnachten
irgendwelche Nikolausfiguren oder sonstigen Männchen/Menschenfiguren aus
Lebkuchenteig oder ähnlichem zu backen und die zu verspeissen.
Oder Essen so anzurichten als ob da einen zB ein Gesicht anlachen würde
und auf diese Weise zu suggerieren, es solle etwas verspeisst werden,
was zum Zeitpunkt des Verspeistwerdens ein Bewusstsein hat.

Aber was ich wirklich übel finde, ist die Bezeichnung "Super Dickmann's".
Das ist ja wohl Body-Shaming und Männer-Diskriminierung pur!

Mit freundlichem Gruß

Ulrich

Ulrich D i e z

unread,
Sep 11, 2022, 11:03:53 AM9/11/22
to
René Marquardt schrieb:

> On Tuesday, August 30, 2022 at 5:25:07 AM UTC-5, Detlef Meißner wrote:
>
>> Der Film läuft doch. Es geht nur um die ihn begleitenden Bücher.
>
> Eh.
> https://www.stern.de/kultur/film/winnetou-kinderfilm--suess---aber-mit-rassistischer-szene-32674980.html
>
> Die "erschreckende, rassistische Szene": es fragt der weisse Junge den jungen Winnetou: "Schwitzen Indianer eigentlich?"

Rassismus bedeutet, die Rassenzugehörigkeit von Menschen -- was
für einem Rassebegriff dabei auch immer gehuldigt sein mag --
für ein Kriterium der Rechtsgüterabwägung zu halten.

Bei der Frage, ob Indianer schwitzen, geht es wohl nicht um
Rechtsgüterabwägung und wohl auch nicht um Rassismus.

Mit freundlichem Gruß

Ulrich

Detlef Meißner

unread,
Sep 11, 2022, 11:17:08 AM9/11/22
to
Am 11.09.2022 um 16:29 schrieb Ulrich D i e z:

> Was mir aufstößt, mich aber nicht wirklich wundert, ist, dass man
> offenbar nicht so recht daran glaubt, dass die Leute heutzutage noch
> in der Lage sind, Realität und Fiktion auseinanderzuhalten.

"Man" hält sie für dumm, weil "man" selbst dumm ist.
Und "man" will sie im "richtigen" Geiste erziehen.
>
> Wer solche Bücher liest, weiß doch, dass es da nicht um Realität
> sondern um Fiktion geht.

Dies Leute sind wahrscheinlich so blöd, dass sie das nicht unterscheiden
können.

Und wenn schon mal ein Böser sein muss (muss meist, heute mehr denn je),
dann sollte es ein "korrekter" Böser sein.
In den James-Bond-Filmen wechseln auch die Bösen regelmäßig, je nach
aktueller politischer Lage. In Ami-Filmen sowieso. Böse Frauen kommen
idR nicht vor, oder hinter ihnen steht ein noch böserer Mann.
>
> Mir ist aufgefallen, dass Geschichten aus Büchern, die man mir in meiner
> Kindheit zu lesen gab, in neueren Auflagen geändert sind.
> ZB Enid Blyton-Abenteuer-Serie: Da gibt es einen Band "Die Insel der
> Abenteueer". In meinem Exemplar des Buches war der Übeltäter ein
> starkpigmentierter Mitbürger namens Jojo, und es finden sich Sätze wie
> "Die Kinder freuten sich, dass der böse schwarze Mann so heruntergeputzt
> wurde."


Mal sehen, wann wird Tom Sawyer geändert?

> Wenn man diese alten Kindergeschichten auch als Dokumente des
> Zeitgeistes und der Mentalität zu der Zeit, als sie geschrieben
> wurden, betrachtet, ist das Geschichtsverfälschung, und die Kinder,
> die diese veränderten Geschichten heute lesen, bekommen einen sehr
> verzerrten Eindruck davon, wie die Leute zu den Zeiten, zu den diese
> Geschichten spielen und geschrieben wurden, wirklich drauf waren.

Eben.
Da könnte man ja auch die Nazi-Zeit umschreiben, was einige auch gern
wollen. Aber das sind wieder andere.
>
> Dann glauben sie vor lauter Nachkorrektur irgendwannn, in der
> Geschichte wäre früher überall immer heile Welt gewesen.

Und die Bücher werden langweilig.
>
> Wenn der erzieherische Impetus heute ein anderer ist, sollte man
> dem nicht Rechnung tragen indem man frühere Hässlichkeiten durch
> Umschreiben wegleugnet, sondern, indem man etwas neues schreibt,
> was dem heutigen Impetus entspricht.
>
Es geht aber den Woken nicht um den erzieherischen Wert, sondern um den
angeblichen Rassismus, der in den Büchern
vorkommt, dass die Bösen nur die Schwarzen sein können.
Die sollten mal die vollständige Ausgabe von Oliver Twist lesen. So viel
miese Charaktere auf einen Haufen! Kann aber sein, dass ein Jude
dazwischen war. Das geht dann aber auch nicht.

Einerseits will man den entsprechenden Anteil von Minderheiten an der
Bevölkerung abbilden, andererseits, wenn es um Negatives geht, negiert
man diesen Anteil.

Detlef Meißner

unread,
Sep 11, 2022, 11:21:05 AM9/11/22
to
Am 11.09.2022 um 16:42 schrieb Ulrich D i e z:
> Am 29.08.22 um 16:01 schrieb Siegfrid Breuer:
>
>> hara-kiri....@mail1a.de (Manfred) schrieb:
>>
>>> Winnetou oder die stille Wiederkehr der DDR
>>
>> <https://debeste.de/upload/3e4c418c923e754e0b816b113eef19b12614.jpg>
>>
>
> Hab mir mal das jpg angeschaut.
>
> Die Bezeichhnung "Mohrenkopf" statt zB "Schokokuss" für diese Speiße
> ist mir schon als Kind seltsam vorgekommen. Irgendwie kannibalistische
> Tendenz.

Nö.
Etwas Braunes, Rundes.

> Genauso seltsam und beklemmmend wie die Eigenat, zB zu Weihnachten
> irgendwelche Nikolausfiguren oder sonstigen Männchen/Menschenfiguren aus
> Lebkuchenteig oder ähnlichem zu backen und die zu verspeissen.
> Oder Essen so anzurichten als ob da einen zB ein Gesicht anlachen würde
> und auf diese Weise zu suggerieren, es solle etwas verspeisst werden,
> was zum Zeitpunkt des Verspeistwerdens ein Bewusstsein hat.

Dann hast du andere Assoziationen wie andere Menschen.
Macht ja nichts, nur darf man jetzt nicht verlangen, dass wegen der
eigen Empfindungen das alles verboten werden soll.
>
> Aber was ich wirklich übel finde, ist die Bezeichnung "Super Dickmann's".
> Das ist ja wohl Body-Shaming und Männer-Diskriminierung pur!

Nur, wenn man bösartig darüber denkt.

Wer weiß, woran du bei "Super-Woman" denkst? ;-)

Detlef Meißner

unread,
Sep 11, 2022, 11:24:59 AM9/11/22
to
Das mache mal den Woken klar!

Da für sie alle Menschen gleich sind, ist allein die Unterstellung, ein
Menschen könnte anders sein, Rassismus.

Man könnte auch Fragen, ob Indianer gut sehen können, denn ich habe in
den Winnetou-Filmen noch nie einen Indianer mit Brille gesehen.

Ulrich D i e z

unread,
Sep 11, 2022, 12:05:56 PM9/11/22
to
Detlef Meißner schrieb:

> Man könnte auch Fragen, ob Indianer gut sehen können, denn ich habe in
> den Winnetou-Filmen noch nie einen Indianer mit Brille gesehen.

Hast du genau genug hingeschaut?

Da alle Indianer gleich sind und auch im Alter nicht kurzsichtig werden -
diejenigen Indianer/innen, die ich persönlich kenne, sind da bestimmt
Ausnahmen -, ist das eine gute Frage. ;-)

In Kanada hat mir mal ein Indianer verraten, dass es in der Frage, ob
sie gut sehen, bei Indianern unter anderem sehr darauf ankommt, ob sie
gerade ihre Augen geöffnet oder geschlossen haben. Faszinierend.

Für Filmdrehs werden dem Schönheitsideal entsprechende Gestalten
gecastet. Brillentragende Indianer entsprechen nicht dem auf Indianer
bezogenen Schönheitsideal der Filmschaffenden.

In dem Kinderbuch "Petah Eulengesicht" von Sigrid Heuck wird die
fiktive Geschichte eines Indianerjungen erzählt, der eine Brille
bekommt. Der Name erinnert sehr an "Peter", aber das ist eine andere
Baustelle.

Hab ich vor ca 35 Jahren gelesen - lag im Bücherschrank meiner
kleinen Nichten, und man muss ja schließlich wissen, womit Kinder
wie konfrontiert werden.

Solche Fiktion ist bestimmt kulturelle Aneignung.

Aber Sigrid Heuck war im Gegensatz zu Karl May eine Frau, die
es gut gemeint hat.

Die Annahme, ein Stück Fiktion bedeute, sich eine reale Kultur
anzueignen, lässt Schlüsse auf den Realitätsbezug und auf ein
eigenwilliges Verständnis für den Kulturbegriff bei denjenigen
zu, die dieser Annahme huldigen.

Mit freundlichem Gruß

Ulrich

Ulrich D i e z

unread,
Sep 11, 2022, 12:18:03 PM9/11/22
to
Detlef Meißner schrieb:

> Am 11.09.2022 um 16:42 schrieb Ulrich D i e z:

> Dann hast du andere Assoziationen wie andere Menschen.
> Macht ja nichts, nur darf man jetzt nicht verlangen, dass wegen der
> eigen Empfindungen das alles verboten werden soll.

Das verlange ich auch gar nicht.
Ich dachte, ich könnte hier in der Gruppentherapie mal
ansprechen, wie mir das vorkommt.
Ich kann jetzt auch schon viel besser damit umgehen. ;-)

Aber diese ganzen Tendenzen finde ich beunruhigend.

Bin da ein gebranntes Kind.

Eine meiner Schwestern hat während meiner Kindheit ab und
zu aus "brother" "Brot her!" gemacht und sich bei diesem
Ausruf angeschickt, in mich hinein zu beißen.

> Wer weiß, woran du bei "Super-Woman" denkst? ;-)

An gealterte Super-Girls.

Mit freundlichem Gruß

Ulrich

Detlef Meißner

unread,
Sep 11, 2022, 12:32:41 PM9/11/22
to
Am 11.09.2022 um 18:18 schrieb Ulrich D i e z:
> Detlef Meißner schrieb:
>
>> Am 11.09.2022 um 16:42 schrieb Ulrich D i e z:
>
>> Dann hast du andere Assoziationen wie andere Menschen.
>> Macht ja nichts, nur darf man jetzt nicht verlangen, dass wegen der
>> eigen Empfindungen das alles verboten werden soll.
>
> Das verlange ich auch gar nicht.

*Du* nicht, aber alle anderen, deren Empfindsamkeiten berücksichtigt
werden sollen. Wenn wir das machen, bleibt nicht mehr viel übrig. Dann
schreibt kaum noch jemand Bücher, weil er befürchten muss, dass der
Verlag sie ablehnt. Und selbst wenn dert Verlag streng kontrolliert,
geht er immer noch das Risiko ein, dass jemand ein Stelle findet, die
nicht woke ist.

> Ich dachte, ich könnte hier in der Gruppentherapie mal
> ansprechen, wie mir das vorkommt.
> Ich kann jetzt auch schon viel besser damit umgehen. ;-)

Stelle dir bei der Gesichtswurst, dem Schokoladennikolaus, dem
Osterhasen usw. jemanden vor, den du nicht magst - und dann beiße
hinein. :-)
Habe ich als Kind auch gemacht. Da war die Schokolade ganz schnell
verschwunden.
Apropos: Es muss doch bald wieder Weihnachtszeug zu kaufen geben....

> Aber diese ganzen Tendenzen finde ich beunruhigend.

Deshalb sollte man, wenn es irgendwie geht, sich dagegen wenden oder das
zumindest nicht mitmachen.

> Bin da ein gebranntes Kind.
>
> Eine meiner Schwestern hat während meiner Kindheit ab und
> zu aus "brother" "Brot her!" gemacht und sich bei diesem
> Ausruf angeschickt, in mich hinein zu beißen.

Aus liebe zum Anbeißen.
>
>> Wer weiß, woran du bei "Super-Woman" denkst? ;-)
>
> An gealterte Super-Girls.
>
Gute Antwort. :-)

Aber ob gealterte Super-Girls noch super sind?

Um der Wokeness Genüge zu tun, müssten wir auch noch über Super-Männer
sprechen.

Detlef Meißner

unread,
Sep 11, 2022, 12:39:58 PM9/11/22
to
Am 11.09.2022 um 18:06 schrieb Ulrich D i e z:
> Detlef Meißner schrieb:
>
>> Man könnte auch Fragen, ob Indianer gut sehen können, denn ich habe in
>> den Winnetou-Filmen noch nie einen Indianer mit Brille gesehen.
>
> Hast du genau genug hingeschaut?

Aber sicher!

Sie müssen auch nie aufs Klo.
Aber das kommt bei den Bleichgesichtern auch vor.
Ob das so gesund ist?
>
> Da alle Indianer gleich sind und auch im Alter nicht kurzsichtig werden -
> diejenigen Indianer/innen, die ich persönlich kenne, sind da bestimmt
> Ausnahmen -, ist das eine gute Frage. ;-)
>
> In Kanada hat mir mal ein Indianer verraten, dass es in der Frage, ob
> sie gut sehen, bei Indianern unter anderem sehr darauf ankommt, ob sie
> gerade ihre Augen geöffnet oder geschlossen haben. Faszinierend.
>
> Für Filmdrehs werden dem Schönheitsideal entsprechende Gestalten
> gecastet. Brillentragende Indianer entsprechen nicht dem auf Indianer
> bezogenen Schönheitsideal der Filmschaffenden.

"Adlerauge" ist ja auch kein besonders Ehrfurch einflößender Name für
einen Brillenträger.
>
> In dem Kinderbuch "Petah Eulengesicht" von Sigrid Heuck wird die
> fiktive Geschichte eines Indianerjungen erzählt, der eine Brille
> bekommt. Der Name erinnert sehr an "Peter", aber das ist eine andere
> Baustelle.
>
> Hab ich vor ca 35 Jahren gelesen - lag im Bücherschrank meiner
> kleinen Nichten, und man muss ja schließlich wissen, womit Kinder
> wie konfrontiert werden.
>
> Solche Fiktion ist bestimmt kulturelle Aneignung.

Das sowieso. Da verdient sich jemand auf Kosten anderer Kulturen eine
goldene Nase.

> Aber Sigrid Heuck war im Gegensatz zu Karl May eine Frau, die
> es gut gemeint hat.

Na dann ist's nicht so tragisch!

> Die Annahme, ein Stück Fiktion bedeute, sich eine reale Kultur
> anzueignen, lässt Schlüsse auf den Realitätsbezug und auf ein
> eigenwilliges Verständnis für den Kulturbegriff bei denjenigen
> zu, die dieser Annahme huldigen.
>
Dir, alter weißer Mann, steht darüber kein Urteil zu!

Siegfrid Breuer

unread,
Sep 11, 2022, 12:46:31 PM9/11/22
to
ud.usenetco...@web.de (Ulrich D i e z) schrieb:

>> Wer weiß, woran du bei "Super-Woman" denkst? ;-)
>
> An gealterte Super-Girls.

<https://debeste.de/upload/b280962ae414693ecd2f9ae61bf56fad6021.jpg> ?

--
> Weshalb soll das peinlich sein?
[fragt sich Ohlemacher in <hpb22z9ujh9b$.fblnpi6ovs3w$.d...@40tude.net>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
und immer nur ARD+ZDF gucken: <https://www.youtube.com/watch?v=W2l2kNQhtlQ>

Siegfrid Breuer

unread,
Sep 11, 2022, 12:46:31 PM9/11/22
to
unge...@mailinator.com (Detlef Meißner) schrieb:

> Apropos: Es muss doch bald wieder Weihnachtszeug zu kaufen geben....

Die werden noch am umverpacken sein:

<https://debeste.de/upload/24a551c2f925a9db5bc04b15494bcdea1282.jpg>

Was ist denn dieses Jahr angesagt:

<https://debeste.de/upload/3e5301b75aaaf0c0c034c154ac3b76be.jpg>

--
> Nun ist ja die Gruppe hier sowieso eine Muellgruppe,
> da kommt auf ein bischen mehr oder weniger Muell nicht an
[Ottmar Ohlemacher in <1kp8w648cx7sv.a...@40tude.net>

Ulf Kutzner

unread,
Sep 11, 2022, 12:58:56 PM9/11/22
to
Detlef Meißner schrieb am Sonntag, 11. September 2022 um 17:24:59 UTC+2:

> Man könnte auch Fragen, ob Indianer gut sehen können, denn ich habe in
> den Winnetou-Filmen noch nie einen Indianer mit Brille gesehen.

Das möchte nun sein, daß zu der Zeit* bei den Leuten
keine Brillen üblich waren.

*) Gemeint ist nicht das Drehjahr.

Detlef Meißner

unread,
Sep 11, 2022, 1:06:31 PM9/11/22
to
Mag sein, dass keine üblich waren, aber Weiße haben welche auf.

Auch Kaninchen und Hasen sieht man nicht mit Brillen.

René Marquardt

unread,
Sep 11, 2022, 1:29:05 PM9/11/22
to
On Sunday, September 11, 2022 at 12:06:31 PM UTC-5, Detlef Meißner wrote:
> Am 11.09.2022 um 18:58 schrieb Ulf Kutzner:
> > Detlef Meißner schrieb am Sonntag, 11. September 2022 um 17:24:59 UTC+2:
> >
> >> Man könnte auch Fragen, ob Indianer gut sehen können, denn ich habe in
> >> den Winnetou-Filmen noch nie einen Indianer mit Brille gesehen.
> >
> > Das möchte nun sein, daß zu der Zeit* bei den Leuten
> > keine Brillen üblich waren.
> >
> > *) Gemeint ist nicht das Drehjahr.
> Mag sein, dass keine üblich waren, aber Weiße haben welche auf.

Da hat man noch der Natur und Evolution freien Lauf gelassen:
wer beim Holzsammeln aus Versehen eine Klapperschlange aufhebt,
hat eben Pech gehabt und gibt seine kurzsichtigen Gene nicht weiter.

> Auch Kaninchen und Hasen sieht man nicht mit Brillen.
> Detlef

Ist Rindsleder wasserdicht? Haste schon mal ne Kuh mit nem Regenschirm gesehen?

Stephan Seitz

unread,
Sep 11, 2022, 1:58:05 PM9/11/22
to
In de.etc.sprache.deutsch Ulrich D i e z <ud.usenetco...@web.de> wrote:
> Die Bezeichhnung "Mohrenkopf" statt zB "Schokokuss" für diese Speiße
> ist mir schon als Kind seltsam vorgekommen. Irgendwie kannibalistische

Hier war es eher Negerkuß als Mohrenkopf, aber auf keinen Fall
seltsam. Der alte Witz mit der Dame im Restaurant, die einen Negerkuß
bestellt (der Wirt ruft dann: "Jimmy, gib der Dame einen Kuß"), ginge
mit Mohrenkopf auch gar nicht.

Aber wenn das für dich schon kannibalitsische Tendenzen sind, was
sagst du dann zu Amerikaner, Frankfurter, Wiener, etc?

Stephan

--
| Stephan Seitz E-Mail: stse+...@rootsland.net |
| If your life was a horse, you'd have to shoot it. |

Ulrich D i e z

unread,
Sep 11, 2022, 2:25:41 PM9/11/22
to
Detlef Meißner schrieb:

> *Du* nicht, aber alle anderen, deren Empfindsamkeiten berücksichtigt
> werden sollen. Wenn wir das machen, bleibt nicht mehr viel übrig.

Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

> Dann
> schreibt kaum noch jemand Bücher, weil er befürchten muss, dass der
> Verlag sie ablehnt. Und selbst wenn dert Verlag streng kontrolliert,
> geht er immer noch das Risiko ein, dass jemand ein Stelle findet, die
> nicht woke ist.

Man kann sich immer was ausdenken.

In manchen Kreisen finden sie anscheinend inzwischen Mathematikunterricht
rassistisch. Wenns danach ginge, dürfte man sich vielleicht nicht mehr
trauen, Mathematikbücher zu schreiben oder gar zu lesen.

Dismantling Racism in Mathematics Instruction:
<https://equitablemath.org/wp-content/uploads/sites/2/2020/11/1_STRIDE1.pdf>

„Rassistische“ Mathematik? – Projekt will die „Herrschaft der Weißen“ beenden:
<https://www.die-tagespost.de/kultur/rassistische-mathematik-projekt-will-die-herrschaft-der-weissen-beenden-art-216159>

Zitat aus letztgenannter Quelle:

| In einer Lektion werden beispielsweise „rassistische Verhaltensweisen“
| angeprangert: So sei es etwa zu vermeiden, dass man den „Fokus“ darauf
| lege, „die ‚richtige‘ Antwort zu bekommen“ oder von den Schülern zu
| fordern, „ihre Arbeit vorzuzeigen“. Weitere Abschnitte in dieser Lektion
| weisen die Lehrer warnend darauf hin, dass „die Kultur der weißen
| Vorherrschaft“ immer dann im Klassenzimmer auftauche, wenn Lehrer
| „Fehler als ein Problem behandeln, indem sie diese mit Falschheit
| gleichstellen“, weil dies „die Vorstellung von Vollkommenheit (dass
| Schüler keine Fehler machen sollten) und den Paternalismus (dass
| Lehrer oder andere Experten Fehler korrigieren können und sollten)
| verstärken“.
|
| Die Ordnung im Klassenzimmer abschaffen
|
| Eine einfache Art, die Kultur einer weißen Vorherrschaft zu beseitigen,
| sei dem Ratgeber zufolge, die Ordnung im Klassenzimmer abzuschaffen.
| So heißt es in dem Text: „Von den Schülern zu fordern, vor dem Sprechen
| die Hand zu heben, kann Paternalismus bestärken und zugleich den
| Prozess des Denkens, des Lernens und der Kommunikation unterbrechen“.
| Stattdessen werde dem Lehrer empfohlen, Mathematik mithilfe von
| „Storytelling“ (Geschichtenerzählen) zu vermitteln, wobei „Tanz, Musik,
| Lieder und andere kulturelle Arten der Kommunikation mit einbezogen
| werden“.
|
| Das Mathematik-Konzept befinde sich als „Ethnische Studien Mathematik“
| bereits an einigen Schulen in einem Vorbereitungsstadium, so etwa im
| US-Bundesstaat Seattle, wie das amerikanische Magazin Reason schon 2019
| mitteilte.

Diese Quelle ist allerdings mit Vorsicht zu geniessen.

ZB wird da Seattle für einen Bundesstaat gehalten.
Was weiss ich, was die noch alles verwechseln.
Als ich das letztemal dort war, war Seattle noch kein Bundesstaat,
sondern die größte Stadt, aber nicht Hauptstadt, des US-Bundesstaates
Washington.

Aber als ich gelesen hatte, dass dieses equitablemath-Elaborat
anscheinend befürwortet, Mathematik mithilfe von Musik und Tanz
zu vermitteln, fragte ich mich, wie die sich das genau vorstellen.
Wenn ein/e starkpigmentierte/r Mitschüler/in (d/w/m) vorrechnen
soll - klatscht das Lehrpersonal dann zweimal mit einem
Kopfnicken in Richtung Tafel in die Hände und zeigt mit den
Fingern auf die zu beschulende Entität und sagt: "Tanz, Neger!",
so, wie sie es in dem Film "Der Stern von Afrika" mit Roberto
Blanco gemacht haben als er da als junger Mann sein Filmdebut gab
und einen Diener spielte, der den Piloten die Betten machen und
die Stiefel putzen "durfte" und kurzerhand in "Matthias"
umbebannt war, weil sie seinen Namen nicht aussprechen konnten?

Ich halte es für grenzwertig, zu suggerieren, die Leute bräuchten
bei der -äh- Beschulung Extramethoden, weil sie es ansonsten
aufgrund ihres kulturellen Hintergrundes/ihrer Rassenzugehörigkeit
nicht packen würden. Das ist Diskriminierung.


In letzter Zeit denke ich öfter mal an Fahrenheit 451 von Ray Bradbury.
In dieser Geschichte ist es Hauptaufgabe der Feuerwehr, Bücher
aufzuspüren und zu verbrennen. Für Fußgängerei wird man festgenommen.
Manche denken vielleicht auch an 1984 und anbetrachts der Partizipalsprache,
derer sich manche Leute heutzutage befleissigen, auch an das Orwell'sche
Neusprech. Aber ich bin nicht so optimistisch, zu glauben, dass in
unseren Breiten derzeit jemand fähig wäre, einen Apparat aufzubauen,
der so gut kontrolliert funktioniert wie Ozeanien.

>> Ich dachte, ich könnte hier in der Gruppentherapie mal
>> ansprechen, wie mir das vorkommt.
>> Ich kann jetzt auch schon viel besser damit umgehen. ;-)
>
> Stelle dir bei der Gesichtswurst, dem Schokoladennikolaus, dem
> Osterhasen usw. jemanden vor, den du nicht magst - und dann beiße
> hinein. :-)

Igitt! So jemanden will ich nicht auch noch im Mund haben. ;-)

> Habe ich als Kind auch gemacht. Da war die Schokolade ganz schnell
> verschwunden.

Schokoloade ist ein ungesundes Lebensmittel. Davon habe ich als Kind
öfter mal Nasenbluten bekommen. Lag am Konkurrenzdruck mit denen,
denen ich von meiner nichts abgeben wollte. ;-)

> Apropos: Es muss doch bald wieder Weihnachtszeug zu kaufen geben....

Vosdicht, ungewollte Schleichwerbung!
ZB bei Norma gibts anscheinend schon seit Ende August.
Wird zumindest in de.rec.mampf kolportiert. Und passt zu dem hier:
<https://www.norma-online.de/de/sortiment/neu-im-sortiment-t-3903/lebkuchen-spezialitaeten-i-201482/>

>> Aber diese ganzen Tendenzen finde ich beunruhigend.
>
> Deshalb sollte man, wenn es irgendwie geht, sich dagegen wenden oder das
> zumindest nicht mitmachen.

Genau deswegen esse ich ja auch keine Männchenfiguren und richte
Mahlzeiten nicht so an als wenn es Gesichter wären und solche
Dinge. ;-)

>> Bin da ein gebranntes Kind.
>>
>> Eine meiner Schwestern hat während meiner Kindheit ab und
>> zu aus "brother" "Brot her!" gemacht und sich bei diesem
>> Ausruf angeschickt, in mich hinein zu beißen.
>
> Aus liebe zum Anbeißen.

Vermutlich mochte sie mich. ;-)

>>> Wer weiß, woran du bei "Super-Woman" denkst? ;-)
>>
>> An gealterte Super-Girls.
>>
> Gute Antwort. :-)
>
> Aber ob gealterte Super-Girls noch super sind?

Wieso nicht? Meine Omas waren auch super.

> Um der Wokeness Genüge zu tun, müssten wir auch noch über Super-Männer
> sprechen.

Und über Benzin-Frauen? Und Diesel-Diverse?

Wie wird eigentlich "Müllmann" gegendert?

Mit freundlichem Gruß

Ulrich

Ulrich D i e z

unread,
Sep 11, 2022, 2:32:19 PM9/11/22
to
Stephan Seitz schrieb:

> In de.etc.sprache.deutsch Ulrich D i e z <ud.usenetco...@web.de> wrote:
>> Die Bezeichhnung "Mohrenkopf" statt zB "Schokokuss" für diese Speiße
>> ist mir schon als Kind seltsam vorgekommen. Irgendwie kannibalistische
>
> Hier war es eher Negerkuß als Mohrenkopf, aber auf keinen Fall
> seltsam. Der alte Witz mit der Dame im Restaurant, die einen Negerkuß
> bestellt (der Wirt ruft dann: "Jimmy, gib der Dame einen Kuß"), ginge
> mit Mohrenkopf auch gar nicht.
>
> Aber wenn das für dich schon kannibalitsische Tendenzen sind, was
> sagst du dann zu Amerikaner, Frankfurter, Wiener, etc?

Auch beängstigend. Genauso wie "Bauernschinken".

Neulich hatte ich eine Dose Lyoner Wurst mit der Aufschrift
"Schwabenwurst" in der Hand - was hat es mich als Schwaben da
gegruselt... ;-)

Mit freundlichem Gruß

Ulrich

Ulrich D i e z

unread,
Sep 11, 2022, 2:43:41 PM9/11/22
to
Am 11.09.22 um 18:39 schrieb Detlef Meißner:

> "Adlerauge" ist ja auch kein besonders Ehrfurch einflößender Name für
> einen Brillenträger.

Mich haben sie in der Schule ab und zu "Vierauge" genannt. Das war
als Aufforderung gemeint, ihnen Ehrfurcht beizubringen.

Ich kenne "Falkenauge" - aus den Lederstrumpfgeschichten, aber das
ist ein Weißer.

> Dir, alter weißer Mann, steht darüber kein Urteil zu!

Wieso nicht?
Hättest du lieber einen Volksentscheid, so wie unter Pontius Pilatus?
Das endete dem Hörensagen nach mit der Kreuzigung eines Unschuldigen.
Bin mir nicht ganz sicher, aber der hiess, glaube ich, Brian.

Mit freundlichem Gruß

Ulrich

Detlef Meißner

unread,
Sep 11, 2022, 2:56:23 PM9/11/22
to
Am 11.09.2022 um 20:25 schrieb Ulrich D i e z:
> Detlef Meißner schrieb:
>
>> *Du* nicht, aber alle anderen, deren Empfindsamkeiten berücksichtigt
>> werden sollen. Wenn wir das machen, bleibt nicht mehr viel übrig.
>
> Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

Wer es allen recht machen will, macht es niemandem recht

BTW: Es allen recht machen wollen, kann zu psychischen Schäden führen.

>> Dann
>> schreibt kaum noch jemand Bücher, weil er befürchten muss, dass der
>> Verlag sie ablehnt. Und selbst wenn dert Verlag streng kontrolliert,
>> geht er immer noch das Risiko ein, dass jemand ein Stelle findet, die
>> nicht woke ist.
>
> Man kann sich immer was ausdenken.
>
> In manchen Kreisen finden sie anscheinend inzwischen Mathematikunterricht
> rassistisch. Wenns danach ginge, dürfte man sich vielleicht nicht mehr
> trauen, Mathematikbücher zu schreiben oder gar zu lesen.

Oder wir lassen das rechnen ganz und geben und woken Gedanken hin.
>
[...]

> | Das Mathematik-Konzept befinde sich als „Ethnische Studien Mathematik“
> | bereits an einigen Schulen in einem Vorbereitungsstadium, so etwa im
> | US-Bundesstaat Seattle, wie das amerikanische Magazin Reason schon 2019
> | mitteilte.
>
> Diese Quelle ist allerdings mit Vorsicht zu geniessen.

Je idiotischer, desto glaubhafter.
>
> ZB wird da Seattle für einen Bundesstaat gehalten.
> Was weiss ich, was die noch alles verwechseln.
> Als ich das letztemal dort war, war Seattle noch kein Bundesstaat,
> sondern die größte Stadt, aber nicht Hauptstadt, des US-Bundesstaates
> Washington.

Das beweist doch nur die Dummheit der Leute.
>
[...]

> Ich halte es für grenzwertig, zu suggerieren, die Leute bräuchten
> bei der -äh- Beschulung Extramethoden, weil sie es ansonsten
> aufgrund ihres kulturellen Hintergrundes/ihrer Rassenzugehörigkeit
> nicht packen würden. Das ist Diskriminierung.

Das merken diese Leute aber nicht.

> In letzter Zeit denke ich öfter mal an Fahrenheit 451 von Ray Bradbury.
> In dieser Geschichte ist es Hauptaufgabe der Feuerwehr, Bücher
> aufzuspüren und zu verbrennen. Für Fußgängerei wird man festgenommen.
> Manche denken vielleicht auch an 1984 und anbetrachts der Partizipalsprache,
> derer sich manche Leute heutzutage befleissigen, auch an das Orwell'sche
> Neusprech. Aber ich bin nicht so optimistisch, zu glauben, dass in
> unseren Breiten derzeit jemand fähig wäre, einen Apparat aufzubauen,
> der so gut kontrolliert funktioniert wie Ozeanien.

Es reicht ja schon, so etwas nur probiert wird.

>>> Ich dachte, ich könnte hier in der Gruppentherapie mal
>>> ansprechen, wie mir das vorkommt.
>>> Ich kann jetzt auch schon viel besser damit umgehen. ;-)
>>
>> Stelle dir bei der Gesichtswurst, dem Schokoladennikolaus, dem
>> Osterhasen usw. jemanden vor, den du nicht magst - und dann beiße
>> hinein. :-)
>
> Igitt! So jemanden will ich nicht auch noch im Mund haben. ;-)

Dann gib ihn (d)einem Hund zu fressen, aber ohne Silberpapier.
>
>> Habe ich als Kind auch gemacht. Da war die Schokolade ganz schnell
>> verschwunden.
>
> Schokoloade ist ein ungesundes Lebensmittel. Davon habe ich als Kind
> öfter mal Nasenbluten bekommen. Lag am Konkurrenzdruck mit denen,
> denen ich von meiner nichts abgeben wollte. ;-)

Ich mochte keine Schokoladen-Nikoläuse und -Osterhasen. Die schmeckten
mir nicht und dienten deshalb jahrelang bei mir im Bücherregal als
Dekoration.

>> Um der Wokeness Genüge zu tun, müssten wir auch noch über Super-Männer
>> sprechen.
>
> Und über Benzin-Frauen? Und Diesel-Diverse?
>
> Wie wird eigentlich "Müllmann" gegendert?

Wertstoffentsorgungsfachfrau.

Detlef Meißner

unread,
Sep 11, 2022, 3:23:58 PM9/11/22
to
Kinderschokolade!

Detlef Meißner

unread,
Sep 11, 2022, 3:26:40 PM9/11/22
to
Am 11.09.2022 um 20:43 schrieb Ulrich D i e z:
> Am 11.09.22 um 18:39 schrieb Detlef Meißner:
>
>> "Adlerauge" ist ja auch kein besonders Ehrfurch einflößender Name für
>> einen Brillenträger.
>
> Mich haben sie in der Schule ab und zu "Vierauge" genannt. Das war
> als Aufforderung gemeint, ihnen Ehrfurcht beizubringen.
>
> Ich kenne "Falkenauge" - aus den Lederstrumpfgeschichten, aber das
> ist ein Weißer.
>
>> Dir, alter weißer Mann, steht darüber kein Urteil zu!
>
> Wieso nicht?

Alten weißen Männern wird nichts mehr zugestanden. Sie vertreten eine
rassistisch-patriarchalische Denkweise und müssten im Prinzip sofort
eliminiert werden.

Ulrich D i e z

unread,
Sep 11, 2022, 4:28:23 PM9/11/22
to
Detlef Meißner schrieb:

> Alten weißen Männern wird nichts mehr zugestanden. Sie vertreten eine
> rassistisch-patriarchalische Denkweise und müssten im Prinzip sofort
> eliminiert werden.

[Ironie an.] Genau, und wenn man schon dabei ist, kann man auch
gleich mit dem ganzen radikalen weil anderer Ansicht seienden
Extremistenpack kurzen Prozess machen.
Schließlich hat man ja ein gutes Ziel vor Augen und der Zweck heiligt
bekanntlich die Mittel. [Ironie immer noch an. Oder auch nicht.]

Diese Leier kenne ich. Diejenigen, die solche Sprüche tun, haben
in der Regel nichts zu bieten, was mein Interesse an Zugeständnissen
ihrerseits wecken könnte. ;-)

Was mich am meisten nervt, ist, dass diese Leute sich dabei progressiv
dünken. Dabei ist das alles nicht neu. Früher landeten Alte, wenn sie
ausgedient hatten und nicht zur Oberschicht gehörten, halt bei Gnadenbrot
im Armenhaus bis sie dort an Tuberkulose starben, ohne dass man dazu mit
Vokabeln wie "Rassismus" oder "Patriarchat" um sich warf.

Ulrich
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