Das wort lautet 'Vigilinch' oder vielleicht auch so buchstabiert
Viegelinch.
Ist es vielleicht Viegelintsch,Wiegelinx buchstabiert?
Ich vermute dass, das Wort aus dem Plattdeutsch (Kiel,Hamburg)stammt
als eher wahrscheinlicher dann aus dem Hochdeutsch. Es ist mir nicht
gelungen das Wort in einem Wörtertbuch ausfindig zu machen.
Vielleicht ist es von dänischer Herkunft?
zur Bedeutung: ich meine das 'vigelinch gedreht' heisst so wie etwas
durch Tricks/Raffinesse erzielen.
Danke!!!
AR
> Das wort lautet 'Vigilinch' oder vielleicht auch so buchstabiert
> Viegelinch.
Das ostfriesische (=niederdeutsche) Wörterbuch von Byl/Brückmann sagt:
"vigelinsk (auch vigelant): arglistig, hinterhältig, durchtrieben,
gewandt, schlau."
Meine Großmutter benutzt das Wort auch, sie stammt aus ostfälischem
Sprachraum, folglich scheint es in weiten Teilen des nd. Sprachraums
vorhanden zu sein.
es gibt das französische Wort "vigilant,-e" mit der Bedeutung "wachsam,
aufmerksam". Ob die beiden Wörter zusammengehören, vermag ich aber nicht
zu beantworten.
Ich hoffe, dass ich ein wenig helfen konnte.
-helge
> > Das wort lautet 'Vigilinch' oder vielleicht auch so buchstabiert
> > Viegelinch.
>
> "vigelinsk (auch vigelant): arglistig, hinterhältig, durchtrieben,
> gewandt, schlau."
>
> es gibt das französische Wort "vigilant,-e" mit der Bedeutung "wachsam,
> aufmerksam".
Stammt aus lat. vigilant wachsam (v. Vigil Nachtwache).
Wird hier (großsächs. Sprachgebiet) teilweise verwendet, aber meist
'fichelant' ausgesprochen.
Grüße von
Wolfram
> Soll man vielleicht nach einer
> Verwandtschaft zu gefinkelt oder gewiegt suchen?
Nein, »vigilant« ist wohl die richtige Spur. »Vigilant« bedeutet
im Deutschen ja nicht nur »wachsam«, sondern auch »schlau«,
»aufgeweckt«, »pfiffig«. Das ist genau die Bedeutung, die das
plattdeutsche »vigeliensch« auch hat. Johannes Saß erklärt
»vigeliensch« in seinem Kleinen Plattdeutschen Wörterbuch mit
»pfiffig, hinterhältig«. Im DWB werden unter dem Stichwort
»vigilant« einige Mundartformen erwähnt, aber leider keine
niederdeutschen.
Schöne Grüße,
Wolf
> Ich möchte wissen woher ein Wort kommt, wo wie und von wem das benutzt
> wird und letzt endlich, wie man das buchstabiert.
>
> Das wort lautet 'Vigilinch' oder vielleicht auch so buchstabiert
> Viegelinch.
>
> zur Bedeutung: ich meine das 'vigelinch gedreht' heisst so wie etwas
> durch Tricks/Raffinesse erzielen.
>
Den Begriff kenne ich auch für eine Aufgabe, die mit Sorgfalt und
Fingerspitzengefühl erledigt werden muss um z.B. ein labiles
Gleichgewicht aufrecht zu erhalten.
Gruß, Harald
--
Der Eine spielt die Vigeline, der Andere den Brummelbass.