Ich habe früher auch oft Limey (sp?, Raum MS) gehört, was wahrscheinlich
leicht abwertend ist. Jetzt frage ich mich, ob diese Bezeichnung weiter
bekannt ist und woher sie stammt.
mfg
Heinz Lohmann
Tanshui, Taiwan
25.13N 121.29E
--
Information is not knowledge. Knowledge is not wisdom. Wisdom is not
truth. Truth is not beauty. Beauty is not love. Love is not music.
Music is the best. F.Z. 1940-1993
> Ich habe früher auch oft Limey (sp?, Raum MS) gehört, was
> wahrscheinlich leicht abwertend ist.
"Limey" steht meiner Beobachtung nach auf dem Niveau von "Yankee" oder
"Ami" und ist in den englischsprachigen Ländern wohl verbreitet.
> Jetzt frage ich mich, ob diese Bezeichnung weiter bekannt ist und
> woher sie stammt.
Das American Heritage Dictionary sagt
http://www.bartleby.com/61/37/L0173700.html
Slang 1. A British sailor. 2. An English person.
ETYMOLOGY:
Short for lime juicer (from the use of lime juice on British warships
in order to prevent scurvy).
http://www.bartleby.com/61/83/T0258300.html
NOUN:
Inflected forms: pl. tom·mies
Chiefly British A British soldier.
ETYMOLOGY:
Short for Tommy Atkins, from Thomas Atkins, a name often used on
sample forms.
>leicht abwertend ist. Jetzt frage ich mich, ob diese Bezeichnung weiter
>bekannt ist und woher sie stammt.
Inselaffen ist recht geläufig.
(gleiche Kategorie wie Spaghetti- oder Stangenbrotfresser)
--
Gruß
Mathias +++ m...@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
+++ Willst Du früh zur Arbeitsstelle: +++
+++ nimm' die S-Bahn - pünktlich - schnelle! +++
Auch die Männer?
*lol*
Andreas
> >
> > Das ist so, als wenn man alle Deutschen Erika nennen würde. :)
>
> Auch die Männer?
Die heißen Otto....
> http://www.bartleby.com/61/37/L0173700.html
>
> Slang 1. A British sailor. 2. An English person.
Ein schottischer Seemann wäre demzufolge ein Limey, ein schottischer
Schneider hingegen nicht (ein englischer Schneider wiederum ist ein Limey).
Matthias
--
Maria Theresia hatte bei ihrer Thronbesteigung viele Feinde; die
Preussen, die Russen und die Österreicher. Prof. Galletti
** Wer zum Kuckuck ist Galletti? => http://www.galletti.de/ **
## Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Adresse löschen ##
... Normalverbraucher?
Vinzent.
> Früher war sicher "Tommy" eine gängige Bezeichnung für Engländer
"Tommy" habe ich zwar nie gehört, kenne jedoch neben "Engländer" auch
"Franzose" als landläufige Bezeichnung für verstellbare
Schraubenschlüssel mit doppelseitigem Maul und Verstellspindel.
Jens
>Früher war sicher "Tommy" eine gängige Bezeichnung für Engländer bzw.
>englische Soldaten. Ob sie es heute auch noch ist, weiß ich nicht.
>Eventuell schwindet sie, weil die englischen Soldaten überwiegend aus
>Deutschland abgezogen sind.
>
>Ich habe früher auch oft Limey (sp?, Raum MS) gehört, was wahrscheinlich
>leicht abwertend ist. Jetzt frage ich mich, ob diese Bezeichnung weiter
>bekannt ist und woher sie stammt.
>
Ich habe beides schon gehört.
"Tommy" bezieht sich MUSEN ausschließlich auf britische Soldaten,
nicht Zivilisten.
Wo: in BaWü und (W)B.
Wer: ältere Männer, Kriegsteilnehmer
"Limey" habe ich nur im Zusammenhang "Limeyland" für britisch
beeinflusste Länder ausserhalb Europas (z.B. Südafrika) gehört.
Wo: in (W)B
Wer: Testingenieur, von Auslandseinsatz zurück
Woher diese Ausdrücke kommen, kann ich nicht sagen,
wahrscheinlich aus Großbritannien selbst.
--
Helga
Mein Bruder hat mal an einen nicht mehr benutzten
Wohnungseingang (zwei Wohnungen zusammengelegt) ein Schild
gehängt "Hier wohnen Lieschen Müller und Otto Normalverbaucher".
Er hat da mal einen ausländischen Mitbürger getroffen, der
irgendeine Form von Umfrage machen sollte und verzweifelt die
Klingel suchte.
Gruß,
Achim
> Mein Bruder hat mal an einen nicht mehr benutzten
> Wohnungseingang (zwei Wohnungen zusammengelegt) ein Schild
> gehängt "Hier wohnen Lieschen Müller und Otto Normalverbaucher".
Eines Sommers hängte mein Stiefvater (damals ca. 75 Jahre alt) ein
Schild an die Haustür "Hier wohnen Hans und Erna Hempel in der
Sommerfwrische" (das "fw" sollte ein weiches Berliner "f" darstellen).
> Er hat da mal einen ausländischen Mitbürger getroffen, der
> irgendeine Form von Umfrage machen sollte und verzweifelt die
> Klingel suchte.
Der verzweifelte Dorfbriefträger war sehr glücklich, im Garten doch auf
meine Mutter zu treffen. "Ich dachte schon, sie wohnen nicht mehr hier!"
Jens
Beziehungsweise "Fritz", oder im Falle der Russen, "Iwan".
>On Thu, 22 Jan 2004 23:17:18 +0800, Heinz Lohmann
><lese...@despammed.com> wrote:
>
>>leicht abwertend ist. Jetzt frage ich mich, ob diese Bezeichnung weiter
>>bekannt ist und woher sie stammt.
>
>Inselaffen ist recht geläufig.
>(gleiche Kategorie wie Spaghetti- oder Stangenbrotfresser)
In B durch Radio, ja (es gab einen Moderator, der immer mit
"Inselaffe" gefrotzelt wurde).
Als Übersetzung für "Limey" passt es mAn nicht so recht, da der
"Inselaffe" die Herkunftsinsel betont, der "Limey" aber einer
ist, der irgendwo im Empire/Commonwealth herumfährt (zur See) und
an irgendeiner Ecke der Welt landet, die eben gerade *nicht* "die
Insel" ist.
--
Helga
> Peter Bruells schrieb:
>> http://www.bartleby.com/61/37/L0173700.html
>>
>> Slang 1. A British sailor. 2. An English person.
> Ein schottischer Seemann wäre demzufolge ein Limey, ein
> schottischer Schneider hingegen nicht (ein englischer Schneider
> wiederum ist ein Limey).
Nach dem "Oxford Dictionary of English" (Second Edition)
| *Limey* ... a British person
und nach "The Chambers Dictionary" (Ninth Edition)
| *limey* ... (/N Am sl/) a British sailor or ship ... any British
| person
wäre auch der schottische Schneider ein Limey.
Aber nach "Webster's New World Dictionary" (Third College Edition)
wäre weder der schottische Seemann noch der schottische Schneider ein
Limey:
| *limey* ... *1* an English sailor or, sometimes, soldier *2* any
| Englishman
--
Steve
My e-mail address works as is.
>Stangenbrotfresser
Kenne ich lediglich als "Froschfresser" oder "Fröschle". ;-)
Gruß Uwe
--
Nun -- das Wesen der Dummheit
liegt in ihrem Mangel an Intelligenz.
Olaf Ulrich in desd
http://www.mc-kw-meerane.de
Schon klar gewesen, aber nicht lustig gefunden :P
>["Limey"]
>> Jetzt frage ich mich, ob diese Bezeichnung weiter bekannt ist und
>> woher sie stammt.
>
>Das American Heritage Dictionary sagt
>
>http://www.bartleby.com/61/37/L0173700.html
>
>Slang 1. A British sailor. 2. An English person.
>
>ETYMOLOGY:
>
>Short for lime juicer (from the use of lime juice on British warships
>in order to prevent scurvy).
Soweit ich weiß, schon bei den alten Teeclippern und so.
--
Tschüß!
Kirsten
> "René" <garbageju...@hotmail.com> wrote in
>> Wolfgang Schwanke wrote:
>>>
>>> Das ist so, als wenn man alle Deutschen Erika nennen würde. :)
>>
>> Beziehungsweise "Fritz", oder im Falle der Russen, "Iwan".
>
> Ich gewinne den Eindruck, dass niemand die Erika-Anspielung verstanden hat.
> Es geht um diese Dame: http://134.102.55.200/haupt/erika/
Ach doch, das hab ich schon verstanden.
> Erika Mustermann ist der prototypische Name für Beispielausweise
> und Beispielformulare in der deutschen BR. Er ist übrigens
> geschlechtsneutral (er, der Name).
Aber der Mann heißt doch wohl Max?
- Sebastian
--
Schwarzabeit bleibt - weil illegal - selbstverständlich verboten.
(Hamburger Abendblatt vom 20. Dezember 2003)
>> Stangenbrotfresser
>
> Kenne ich lediglich als "Froschfresser" oder "Fröschle". ;-)
Stangenbrotfresser ist pc für Froschfresser.
Gruß
Ste"und Fröschle für käsefressender Kapitulieraffe"fan
--
Ich grolle nicht
> Aber nach "Webster's New World Dictionary" (Third College Edition)
> wäre weder der schottische Seemann noch der schottische Schneider ein
> Limey:
>
> | *limey* ... *1* an English sailor or, sometimes, soldier *2* any
> | Englishman
Wie genau es Amerikaner mit der Geographie nehmen, zeigt ein
Ausschnitt aus Merriam-Webster Unabridged (Online-version):
Main Entry: ąen·glish
[...]
Function: adjective
Usage: usually capitalized
Etymology: Middle English, from Old English englisc, from Engle,
plural, Angles + -isc -ish
1 : of or from England : of the kind or style prevalent in England
[...]
2 : of, relating to, or characteristic of the English language
[...]
3 : BRITISH
Schaut man bei "british", findet man u.a.:
2 a : of, relating to, or characteristic of Great Britain or its
inhabitants b : of, relating to, or characteristic of the British
Commonwealth c : of, relating to, or characteristic of England
Allerdings wird der Begriff "englisch" auch im Deutschen oft für
"britisch" benutzt.
Tschüss
Jens
--
(Intentionally left blank.)
> "René" <garbageju...@hotmail.com> wrote in
> news:I3UPb.9799$3J3....@newssvr22.news.prodigy.com:
> Ich gewinne den Eindruck, dass niemand die Erika-Anspielung verstanden hat.
> Es geht um diese Dame: http://134.102.55.200/haupt/erika/
>
> Erika Mustermann ist der prototypische Name für Beispielausweise
> und Beispielformulare in der deutschen BR. Er ist übrigens
> geschlechtsneutral (er, der Name). Wenn das mit dem Tommy Atkins alles
> stimmt, ist das analog.
"Erika" ist geschlechtsneutral? Das halte ich für ein Gerücht. Das
Pendant zu "Erika Mustermann" ist "Max Mustermann".
> Wie genau es Amerikaner mit der Geographie nehmen, zeigt ein
> Ausschnitt aus Merriam-Webster Unabridged (Online-version):
> [...]
> Allerdings wird der Begriff "englisch" auch im Deutschen oft für
> "britisch" benutzt.
Auch Engländer benutzen "English" für "British":
| *England, English(man).* The incorrect use of these words as
| equivalents of /Great Britain/, /United Kingdom/, /British
| Empire/, /British/, /Briton/, is often resented by the Scotch,
| Irish, & Welsh; their susceptibilities are natural, but are not
| necessarily always to be deferred to. It must be remembered
| that no Englishman, & perhaps no Scot even, calls himself a
| Briton without a sneaking sense of the ludicrous. How should an
| Englishman utter the words /Great Britain/ with the glow of
| emotion that for him goes with /England/? he talks the /English/
| language; he has been taught /English/ history as one tale from
| Alfred to George V; he has known in his youth how many Frenchmen
| are a match for one /Englishman/; he has heard of the word of an
| /Englishman/ & of /English/ fair play, scorns certain things as
| /unEnglish/, & aspires to be an /English/ gentleman; he knows
| that /England/ expects every man to do his duty, & that to the
| foreigner his nation is the /Anglais/ & /Engländer/ & /Inglesi/;
| in the word /England/, not in /Britain/, all these things are
| implicit. The case is not so strong against /British/, since we
| can speak of the British Empire, the British army or navy or
| constitution, & British trade, without feeling the word
| inadequate; yet even it is unfit for many contexts; who speaks
| of a British gentleman, British home life, British tailoring, or
| British writers, or condemns with an 'unBritish'? on the other
| hand the British matron, the British parent, & the British
| public, have an unenviable notoriety. The attempt to forbid
| thirty millions of people the use of the only names that for
| them are in tune with patriotic emotion, or to compel them to
| stop & think whether they mean their country in a narrower or a
| wider sense each time they name it, is doomed to failure. The
| most that can be expected is that the provocative words should
| be abstained from on the more provocative occasions, & that when
| Scots & others are likely to be within earshot /Britain/ &
| /British/ should be inserted as tokens, but no more, of what is
| really meant.
(H.W. Fowler, "A Dictionary of Modern English Usage", 1926.)
| It might be good if /Briton/ could be confined to the popular
| Press. Where intra-British differences matter, as in sport, no
| shame or resentment is felt when things are called by their
| right names. In other conversational circumstances my own
| solution is to talk about /English/ history etc. and Englishmen
| unless a Scot or Welshman happens to be within earshot, when I
| consider switching. But I remember e.g. that the Armada was
| beaten without Scottish assistance.
(Kingsley Amis, "The King's English", 1997.)
>Stangenbrotfresser ist pc für Froschfresser.
Interessant. Wenn das pc ist, was ist denn dann non-pc für Inselaffen?
("Inselaffen ist recht geläufig.
(gleiche Kategorie wie Spaghetti- oder Stangenbrotfresser)")
>"Erika" ist geschlechtsneutral? Das halte ich für ein Gerücht. Das
>Pendant zu "Erika Mustermann" ist "Max Mustermann".
Und, von Mustermanns mal ganz abgesehen, ja wohl Erich.
--
Tschüß!
Kirsten
>Jens M. Felderhoff <j.m.f.d...@gmx.net> wrote:
>
>> Wie genau es Amerikaner mit der Geographie nehmen, zeigt ein
>> Ausschnitt aus Merriam-Webster Unabridged (Online-version):
>> [...]
>> Allerdings wird der Begriff "englisch" auch im Deutschen oft für
>> "britisch" benutzt.
>
>Auch Engländer benutzen "English" für "British":
im Gegensatz zu den Britinnen und Briten (*g*), die in Wales oder
Schottland zu Hause sind.
--
Tschüß!
Kirsten
> Stefan Seth schrieb:
>
>> Stangenbrotfresser ist pc für Froschfresser.
>
> Interessant.
Ich beliebte zu scherzen, Du hoffentlich auch. ;-)
> Wenn das pc ist, was ist denn dann non-pc für Inselaffen?
Saufnasenuntertan? Sir Harris?
> ("Inselaffen ist recht geläufig.
> (gleiche Kategorie wie Spaghetti- oder Stangenbrotfresser)")
Außer dem "Spaghettifresser" kannte ich davon nichts, in der Einteilung
würde ich Dir aber recht geben. Stangenbrotfresser ist vielleicht ein
Quentlein freundlicher als Froschfresser; ein ähnliches Verhältnis also
wie zwischen Spaghetti- und Makkaronifresser. ;-)
Gruß
Stefan
--
Gott erzählt verschwenderisch.
> "Erika" ist geschlechtsneutral? Das halte ich für ein Gerücht. Das
> Pendant zu "Erika Mustermann" ist "Max Mustermann".
Bei und heisst dieser Platzhalter "Felix Muster"
--
Yvonne Steiner
> "Limey" kenne ich nur aus der Literatur, im Gespräch hab ich diesen
> Ausdruck noch nicht gehört.
in der Marine ist es der gängige Ausdruck für Angehörige der Royal Navy.
dd
Welche anderen abwertenden Bezeichnungen für Ausländer sind denn noch
gängig?
Ich kenne z.B. noch "Käsefresser" für Holländer.
mfg
Heinz Lohmann
Tanshui, Taiwan
25.13N 121.29E
--
Information is not knowledge. Knowledge is not wisdom. Wisdom is not
truth. Truth is not beauty. Beauty is not love. Love is not music.
Music is the best. F.Z. 1940-1993
> Welche anderen abwertenden Bezeichnungen für Ausländer sind denn noch
> gängig?
>
> Ich kenne z.B. noch "Käsefresser" für Holländer.
"Kaeskoeppe" heisst das MUSEN meist.
Ansonsten wird gerne das klischeehafte Speisegericht als meist mild
abwertend benutzt.
> Welche anderen abwertenden Bezeichnungen für Ausländer sind denn noch
> gängig?
Müssen wir das unbedingt wissen?
:-(
--
Yvonne Steiner
>> Welche anderen abwertenden Bezeichnungen für Ausländer sind denn noch
>> gängig?
>>
>> Ich kenne z.B. noch "Käsefresser" für Holländer.
>
> "Kaeskoeppe" heisst das MUSEN meist.
Tulpenquäler.
Jens
> On Thu, 22 Jan 2004 23:17:18 +0800, Heinz Lohmann
> <lese...@despammed.com> wrote:
>
>> leicht abwertend ist. Jetzt frage ich mich, ob diese Bezeichnung weiter
>> bekannt ist und woher sie stammt.
>
> Inselaffen ist recht geläufig.
> (gleiche Kategorie wie Spaghetti- oder Stangenbrotfresser)
Und wir sind die Kartoffelfresser.
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://www.bruhaha.de
Der Rest deines Postings ist wirr,so dass ich ihn gelöscht habe! Nicht
böse sein. Ich habe nichts gegen dich, aber gegen deine Nebulosen!
[Hannelore Brigic, dswc, 15.3.2003]
>Und wir sind die Kartoffelfresser.
Ich dachte immer Krautfresser?
>> Und wir sind die Kartoffelfresser.
>
> Ich dachte immer Krautfresser?
Das eine schließt das andere ja nicht aus. Oder hast du noch nie
Kartoffeln mit Kraut gefre^H^H^Hgessen?
> >(gleiche Kategorie wie Spaghetti- oder Stangenbrotfresser)
>
> Welche anderen abwertenden Bezeichnungen für Ausländer sind denn noch
> gängig?
>
> Ich kenne z.B. noch "Käsefresser" für Holländer.
Käsefresser, Spaghettifresser, Kartoffelfresser, das zählt
meines Erachtens nicht, da weder der Verzehr von Käse, noch
von Kartoffeln oder Spaghetti negativ besetzt ist. Daß man
etwas hilflos von "Fressern" spricht, rettet die Beleidigung
letztlich nicht.
Treffender ist da schon "Käsköppe" für die Holländer.
>> (gleiche Kategorie wie Spaghetti- oder Stangenbrotfresser)
>
> Und wir sind die Kartoffelfresser.
Kommt auf die Betrachtungsweise an. Fuer Auslaender
ja, ebenso wie uns das Kraut anhaengt.
Lokal sind z.B. in Baden nur die Pfaelzer Kartoffelfresser,
Schwaben sind Spaetzlefresser, Franzosen sind Froschfresser.
Damit sind alle Nachbarn der Viertelesschlotzer essens- und
namensmaessig versorgt.
Wolfgang
Ob *du*, weiß ich nicht. Ob *unbedingt*, weiß ich auch nicht.
Ich hab hier einen Aufsatz liegen über Schimpfwörter im Deutschen, und
der Gutachter möchte, dass ich noch ein paar ethnische Beleidigungen
hineinbringe.
Darf *ich*?
:-)
P.S.: Was gibt's denn in der deutschsprachigen Schweiz an abwertenden
Bezeichnungen für die nächsten Nachbarn?
mfg
Heinz Lohmann
Tanshui, Taiwan
25.13N 121.29E
--
"Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana."
- Groucho Marx
Och cum oan man jist cry thum wankers or poofs.
Gey genial ken wat ick meine;-)
>Käsefresser, Spaghettifresser, Kartoffelfresser, das zählt
>meines Erachtens nicht, da weder der Verzehr von Käse, noch
>von Kartoffeln oder Spaghetti negativ besetzt ist. Daß man
>etwas hilflos von "Fressern" spricht, rettet die Beleidigung
>letztlich nicht.
Zumindest für Spagetti stimmt das nicht ganz. In den 60-ern wurden
Gastarbeiter hauptsächlich als Italiener wahrgenommen (die Portugiesen
und Spanier schlug man einfach dazu) und solche Abartigkeiten wie
Spagetti hatten in deutschen Küchen nichts verloren. Das änderte sich
erst, als sich der deutsche Mittelstand Urlaubsreisen in den Süden
leisten konnte. Nun war es schick, von Pizza und Makkaroni zu
schwärmen.
WIMRE waren Makkaroni sogar vor den Spagetti populär - zumindest bei
uns Kindern, wegen des Schlürfens.
--
Viele Grüße
Gerald Fix
> >> Und wir sind die Kartoffelfresser.
> > Ich dachte immer Krautfresser?
> Das eine schließt das andere ja nicht aus. Oder hast du noch nie
> Kartoffeln mit Kraut gefre^H^H^Hgessen?
Auf alle Fälle hat das Kraut in deutschen Landen eine längere Geschichte
als die Kartoffel.
Abgesehen davon waren die berühmtesten Kartoffelesser Holländer.
Qno
--
»Zeitreisen sind kein physikalisches,
sondern ein juristisches Problem.«
Aus dem Kommentar zum »Gesetz über die Zeitschleifen (ZeSchG)«
http://www.urania-dresden.de/terrasse/zeschg.htm
Hallo Heinz, klar doch.
Also für Italiener kenn ich "Spaghettifresser", für Franzosen
"Langnasen", für Engländer "limy pricks", für Österreicher
"Schluchtenscheißer", für Chinesen "Schlitzaugen" und für Vietnamesen
"Fidschis". Letzteres war glaub ich in der Ex-DDR gebräuchlich. Alles
recht harmlos also ... :-)
Gruß, Rainer
Heinz Lohmann <lese...@despammed.com> schrieb:
> P.S.: Was gibt's denn in der deutschsprachigen Schweiz an
abwertenden
> Bezeichnungen für die nächsten Nachbarn?
Ich kenne zwar keine Bezeichnungen aus der Schweiz, wohl aber aus
Österreich. Diese Bezeichnungen sind alle eher abwertend:
Italiener: Itaker, Katzelmacher
Deutsche: Piefke, Flachlandindianer
Ex-Jugoslawien: Tschuschen
Niederländer: Gelbe Gefahr
Mit freundlichen Grüßen,
Uli (Graz)
> Niederländer: Gelbe Gefahr
Wieso gelb? Wegen der Nummernschilker am Auto?
Matthias
--
Nach der Hinrichtung Maria Stuarts erschien Elisabeth im Parlament, in
der einen Hand das Schnupftuch, in der andern die Thräne. Galletti
** Wer zum Kuckuck ist Prof. Galletti? => http://www.galletti.de/ **
### Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen ###
> Yvonne Steiner schrieb:
> >Heinz Lohmann <lese...@despammed.com> wrote:
> >
> >> Welche anderen abwertenden Bezeichnungen für Ausländer sind denn noch
> >> gängig?
> >
> >Müssen wir das unbedingt wissen?
[...]
> Ich hab hier einen Aufsatz liegen über Schimpfwörter im Deutschen, und
> der Gutachter möchte, dass ich noch ein paar ethnische Beleidigungen
> hineinbringe.
>
> Darf *ich*?
> :-)
Aber sicher doch. Meine Antwort resultierte doch einzig und allein aus
der gegenwärtigen, endlosen Diskussion betreffend PC.
> P.S.: Was gibt's denn in der deutschsprachigen Schweiz an abwertenden
> Bezeichnungen für die nächsten Nachbarn?
So richtig abwertende kenne ich keine; ich komme im Moment nur auf:
"Rüeblifrässer" (Karottenfresser) - für die Aargauer, aber ich weiss
nicht, warum sie so genannt werden.
"Mostinder" - für die Thurgauer (grosse Obstanbaugebiete)
"Katzenstrecker" - für die Luzerner (hat eine histor. Herkunft)
--
Yvonne Steiner
> Also für Italiener kenn ich "Spaghettifresser", für Franzosen
> "Langnasen", für Engländer "limy pricks", für Österreicher
> "Schluchtenscheißer", für Chinesen "Schlitzaugen" und für Vietnamesen
> "Fidschis". Letzteres war glaub ich in der Ex-DDR gebräuchlich. Alles
> recht harmlos also ... :-)
Du könntest auch hinzufügen, dass die Deutschen in F. so genannt werden
: boches, teutons, doryphores, schpountz, casques à pointes, chleuhs...
(Orthographie unsicher)
--
A+
Romer
> Wieso gelb? Wegen der Nummernschilker am Auto?
Du weißt doch, was die kriegen, wenn sie dreimal durch die Fahrprüfung
gefallen sind.
"Schwarze Schrift auf gelbem Grund - halte Abstand, bleib gesund!"
Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
private homepage: http://www.fotoralf.de
manual cameras and photo galleries - updated Apr. 11, 2003
Contarex - Kiev 60 - Horizon 202 - P6 mount lenses
> Niederländer: Gelbe Gefahr
Im Kreis Aachen hört man - wohl in Anspielung auf ihre sprichtwörtliche
"Devisenknappheit" im Ausland und die Tatsache, dass sie in etlichen
Gewerben (Bau, Spedition) mit ihren Dumpingpreisen den deutschen
Unternehmern arge Probleme bereiten - neuerdings öfter die Bezeichnung
"Hollacken".
Der Volksmund ist halt erfinderisch und eher PC-resistent.
>Ich kenne zwar keine Bezeichnungen aus der Schweiz,
Chaiberdüütsche.
Grüße
Jörg.
--
"Recht hat er, der Dingsbums!"
>>>> Und wir sind die Kartoffelfresser.
>>> Ich dachte immer Krautfresser?
>> Das eine schließt das andere ja nicht aus. Oder hast du noch nie
>> Kartoffeln mit Kraut gefre^H^H^Hgessen?
> Auf alle Fälle hat das Kraut in deutschen Landen eine längere Geschichte
> als die Kartoffel.
Das stimmt allerdings.
Mich hatte jedenfalls mal ein ehemaliger Kollege italienischer
Herkunft als "Kartoffelfresser" bezeichnet, nachdem ich ihn im Spaß
"Spaghettifresser" genannt hatte.
> Abgesehen davon waren die berühmtesten Kartoffelesser Holländer.
Die sitzen ja auch näher an Amerika als wir.
Und die berühmtesten Kartoffelspalter sind die Belgier?
>> P.S.: Was gibt's denn in der deutschsprachigen Schweiz an abwertenden
>> Bezeichnungen für die nächsten Nachbarn?
>
>So richtig abwertende kenne ich keine; ich komme im Moment nur auf:
>
[innerschweizer Regionalismen]
Ach, Yvonne, Du bist so gut zu uns ;-)
--
Helga
Meinst du das jetzt, weil ich die Deutschen ausgelassen habe?
Nun, für uns Zürcher sind sie eben nicht _die nächsten Nachbarn_. ;-)
--
Yvonne Steiner
> "Ulrike Messerschmidt" <nos...@rfc2606.invalid> schrieb in
> de.etc.sprache.deutsch:
>
>
> >Ich kenne zwar keine Bezeichnungen aus der Schweiz,
>
> Chaiberdüütsche.
Das "r" muss raus - und eigentlich sind das zwei Wörter, die getrennt
gehörten.
Aber: ICH schreibs nicht hin. ;-)
--
Yvonne Steiner
>> Welche anderen abwertenden Bezeichnungen für Ausländer sind denn noch
>> gängig?
>
> Müssen wir das unbedingt wissen?
>
>: -(
Ja.
>> Chaiberdüütsche.
>
> Das "r" muss raus - und eigentlich sind das zwei Wörter, die getrennt
> gehörten.
Übersetzt das einer des Schwyzerdüütschen Kundigen mal ins Deutsche
("Chaibe[r}düütsche" meine ich, nicht deine Erläuterung)
Diedrich, sich fragend, ob er das jetzt nach desm umleiten müsste ;-)
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
>> Chaiberdüütsche.
>
> Das "r" muss raus - und eigentlich sind das zwei Wörter, die getrennt
> gehörten.
Übersetzt das ein des Schwyzerdüütschen Kundiger mal ins Deutsche
> Yvonne Steiner meinte:
>
>
> >> Chaiberdüütsche.
> >
> > Das "r" muss raus - und eigentlich sind das zwei Wörter, die getrennt
> > gehörten.
>
> Übersetzt das ein des Schwyzerdüütschen Kundiger mal ins Deutsche
> ("Chaibe[r}düütsche" meine ich, nicht deine Erläuterung)
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Aha, du glaubst also, es besser zu wissen. :-)
Lass dir aber dennoch sagen: Das kann man nicht ins Deutsche übersetzen.
> Diedrich, sich fragend, ob er das jetzt nach desm umleiten müsste ;-)
:I - Ich kann deinen Gedanken nicht folgen.
--
Yvonne Steiner
Matthias Opatz <spam-c...@onlinehome.de> schrieb:
>> Niederländer: Gelbe Gefahr
>
> Wieso gelb? Wegen der Nummernschilker am Auto?
Ja, genau das meinte ich.
Diese Bezeichnung hört man jedoch hier im Südosten Österreichs nicht,
wohl aber im Westen (Tirol, Vorarlberg, salzburg), wo man in der
Ferienzeit viele Fahrzeuge mit gelbem Kennzeichen sehen kann.
Mit freundlichen Grüßen aus Graz,
Uli
> ro...@himmel.com (Romer) schrieb:
>
> >Du könntest auch hinzufügen, dass die Deutschen in F. so genannt werden
> >: boches, teutons, doryphores, schpountz, casques à pointes, chleuhs...
> ^^
> Es hat was für sich, Bernard, wenn man vor Satzzeichen das Leerzeichen
> wegläßt, auch, wenns in Frankreich üblich ist.
>
> :-)
Dies hast Du mir schon mehrmals gesagt und jedesmals vergesse ich diese
typographische Regel im Deutschen.
--
A+
Romer
>> Übersetzt das ein des Schwyzerdüütschen Kundiger mal ins Deutsche
>> ("Chaibe[r}düütsche" meine ich, nicht deine Erläuterung)
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> Aha, du glaubst also, es besser zu wissen. :-)
Hm? Was weiß ich angeblich besser? Ich stehe auf der Leitung. Ich bin einfach
nur neugierug und frage, was "Chaibe[r}düütsche" bedeutet. "düütsche"
vermute ich ja noch zu verstehen, "Chaibe[r]" nicht.
>
> Lass dir aber dennoch sagen: Das kann man nicht ins Deutsche übersetzen.
Übersetzen oder erklären kann man alles, und sei es nur mit der Erläuterung
"Schimpfwort". Wenigstens die Komponenten dieses offenbaren Kompositums
wirst du doch übersetzen können; vielleicht auch noch darüber spekulieren,
warum diese Bezeichnung treffend für Deutsche sei, warum sie als Kompositum
pejorativ ist (wenn sich das nicht schon durch die Übersetzung von
"Chaibe[r]" erledigt.
>
>> Diedrich, sich fragend, ob er das jetzt nach desm umleiten müsste ;-)
>
> :I - Ich kann deinen Gedanken nicht folgen.
Tjam wenn man einen Scherz erklären muss, war er wohl nicht gut :-( Aber weil
du es bist: es ist einfach der zarte Hinweis darauf, dass, wie auch an
diesem Beispiel ersichtlich, die in der Schweiz gebräuchliche Sprache für
einen Binnengermanen nicht immer leicht verständlich ist - so schwer
verständlich sogar, dass ein Binnen- oder gar Borealgermane der Ansicht sein
könnte, das sei eigentlich eine Fremdsprache und gehörte deshalb nach
de.etc.sprache.misc.
Diedrich
Gruß Uwe
--
Nun -- das Wesen der Dummheit
liegt in ihrem Mangel an Intelligenz.
Olaf Ulrich in desd
http://www.mc-kw-meerane.de
Also für die Zürcher in Glattfelden oder für die rechtsrheinischen
in Rafz schon.
Die in der Schweiz überall übliche abwertende Bezeichnung für Deutsche
ist "Schwab". Völlig egal, ob der Schwab aus Flensburg, Görlitz,
Saarbrücken oder gar aus Schwaben kommt. Der Diminutiv auf -li ist hier
ausnahmsweise ungebräuchlich. Die kanonische Verstärkung ist
"Sauschwab", gern auch mit noch weiter verstärkenden Adjektiven (huere,
cheibe, verdammter, verreckter usw.) garniert.
Die übliche ironisierende, manchmal aber auch nur abwertende
Bezeichnung für Deutschland ist "grosser Kanton".
- Andi
>> Ach, Yvonne, Du bist so gut zu uns ;-)
>
>Meinst du das jetzt, weil ich die Deutschen ausgelassen habe?
>Nun, für uns Zürcher sind sie eben nicht _die nächsten Nachbarn_. ;-)
Ja, da haben wir Glück, daß wir die Aargauer dazwischen haben,
über die wir uns gemeinsam aufregen können, weil sie keine
Straßen wollen... ;-)
--
Helga
> Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>> ro...@himmel.com (Romer) schrieb:
>>
>>>dass die Deutschen in F. so genannt werden
>>>: boches, teutons, doryphores, schpountz, casques à pointes, chleuhs...
>> ^^
>> Es hat was für sich, Bernard, wenn man vor Satzzeichen das Leerzeichen
>> wegläßt, auch, wenns in Frankreich üblich ist.
>
> jedesmals vergesse ich diese typographische Regel im Deutschen.
Und andererseits kennt Dein MacSoup anscheinend die französische Regel
nicht.
Oliver C.
> "Chaibe[r]"
Ich hab das immer als "Kälber" aufgefasst.
M.
[Cheibe Tüütsche]
> Übersetzen oder erklären kann man alles, und sei es nur mit der Erläuterung
> "Schimpfwort". Wenigstens die Komponenten dieses offenbaren Kompositums
> wirst du doch übersetzen können; vielleicht auch noch darüber spekulieren,
> warum diese Bezeichnung treffend für Deutsche sei, warum sie als Kompositum
> pejorativ ist (wenn sich das nicht schon durch die Übersetzung von
> "Chaibe[r]" erledigt.
Die Bezeichnung ist nicht typisch für Deutsche. Man kann ebensogut über
die "cheibe Österreicher", Italiener, Franzosen oder Liechtensteiner
schimpfen.
Ein Cheib (Chaib, Chäib, vgl. DWB unter "Keibe") ist ursprünglich ein
Kadaver.
Heute ist Cheib oder als Adjektiv cheibe im Schweizerdeutschen ein
Universalkraftwort, etwa wie die deutlich katholischeren "Sakrament"-
und "Kruzifix"-Ausdrücke im Bairischen.
Ein "dummer Cheib" ist also einfach ein Dummkopf. Ein "lieber Cheib"
ist jemand, der alles mit sich machen lässt. Man kann auch einen "Cheib"
haben, einen Alkoholrausch. Wenn irgendwo etwas faul ist, dann ist
"etwas cheibs los". usw.
Als Adjektiv lässt sich "cheibe" ebenso universell verwenden.
"En cheibe Seich" ist schon recht grob für etwas Unsinniges.
Ein "cheibe Meitli" ist ein durchtriebenes, schlaues Mädchen, hier
schon deutlich anerkennend. Mit weiteren Adjektiven ist "cheibe"
nicht mehr grob, sondern einfach eine Bekräfigung: "En cheibe guete
Wii", ein sehr guter Wein; "es isch cheibe schön gsii", es war
wunderschön.
Als Diminutiv ist es sogar als Kosewort zu gebrauchen. Wenn ein Kind
die Eltern durch eine kluge Antwort oder so etwas erstaunt, dann ist es
ein gescheites Cheibli.
Das Verb "cheiben" bedeutet "schnell rennen".
- Andi
> Yvonne Steiner meinte:f
>
>
> >> Übersetzt das ein des Schwyzerdüütschen Kundiger mal ins Deutsche
> >> ("Chaibe[r}düütsche" meine ich, nicht deine Erläuterung)
> > ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> > Aha, du glaubst also, es besser zu wissen. :-)
>
> Hm? Was weiß ich angeblich besser? Ich stehe auf der Leitung.
Pardon, vermutlich habe ich dich da missverstanden. Aber sei's drum, es
ist nicht so wichtig; mein Lachgesicht zeigt dir ja, dass nichts Böses
dahinter steckt.
> Ich bin einfach
> nur neugierug und frage, was "Chaibe[r}düütsche" bedeutet. "düütsche"
> vermute ich ja noch zu verstehen, "Chaibe[r]" nicht.
Also, es heisst: Di cheibe Tüütsche = die "cheibe" Deutschen -> wobei
"cheibe" nicht direkt übersetzbar, aber für alles Mögliche einsetzbar
ist.
än Cheib = ? - manche übersetzen es mit "Kerl"; trifft aber nicht
cheibe = rennen
cheibemäässig = überaus, unerhört
ä Cheiberei = ein Blödsinn, Unsinn, Unfug
als Adjektiv, bösartig: En cheibe Tubel; en cheibe Löli
lieb: En cheibe Schlaumeier; es cheibs Meiteli
> Übersetzen oder erklären kann man alles,
Hmm! Mir fehlen halt die Worte.
> und sei es nur mit der Erläuterung
> "Schimpfwort".
Massgebend ist immer der Ton, in dem man es sagt; es kann ein
Schimpfwort, aber ebenso ein nettes Kosewort sein.
> Wenigstens die Komponenten dieses offenbaren Kompositums
> wirst du doch übersetzen können; vielleicht auch noch darüber spekulieren,
> warum diese Bezeichnung treffend für Deutsche sei,
Ich habe nicht behauptet, dass es treffend für die Deutschen sei; das
Wort hast du ins Spiel gebracht. Es ist sehr "global" zu vergeben.
> warum sie als Kompositum
> pejorativ ist (wenn sich das nicht schon durch die Übersetzung von
> "Chaibe[r]" erledigt.
Nochmals: "chaibe" ist und bleibt nicht übersetzbar.
Uff! - Das isch jetz cheibe schwierig gsi.
--
Yvonne Steiner
Keine Ahnung, what jee meent!
mfg
Heinz Lohmann
Tanshui, Taiwan
25.13N 121.29E
--
Information is not knowledge. Knowledge is not wisdom. Wisdom is not
truth. Truth is not beauty. Beauty is not love. Love is not music.
Music is the best. F.Z. 1940-1993
>Es wundert mich, daß Du nicht nicht "Mackeroni" verwendest, wenn Du
>schon permanent von "Spagetti" schreibst.
Erfahrungsgemäß reicht es aus, Spagetti zu schreiben, um Reaktionen
von Altschreib-PClern zu provozieren. Mehr wäre unökonomisch.
--
Viele Grüße
Gerald Fix
[Niederländer: Gelbe Gefahr]
>Matthias Opatz <spam-c...@onlinehome.de> wrote:
>
>> Wieso gelb? Wegen der Nummernschilker am Auto?
>
>Du weißt doch, was die kriegen, wenn sie dreimal durch die Fahrprüfung
>gefallen sind.
>
Sie kriegen dreierlei:
1. Einen Wohnwagen ans Auto gehängt, damit sie nicht so schnell fahren
können.
2. Eine gelbe Nummerntafel, als Warnung für die anderen
Verkehrsteilnehmer.
3. Das Schild "NL" für "never learned"
:-)
Grüße
Christian
>>"Erika" ist geschlechtsneutral? Das halte ich für ein Gerücht. Das
>>Pendant zu "Erika Mustermann" ist "Max Mustermann".
>
>
> Und, von Mustermanns mal ganz abgesehen, ja wohl Erich.
Theoretisch ja. Praktisch heißt Herr Mustermann in
Formular-Ausfüll-Anleitungen, Personalausweismustern und
ähnlichen Dokumenten Max.
Gruß,
Achim
> Die übliche ironisierende, manchmal aber auch nur abwertende
> Bezeichnung für Deutschland ist "grosser Kanton".
Entspricht das der Verwendung von "Reich" im Elsass? "Die Kinder
sind ins Reich gefahren zu den Verwandten," erzählte uns mal ein
Winzer in der Gegend von Colmar. Ich glaube, die meinen den
Begriff ernst ;-o
Gruß,
Achim
> Wie genau es Amerikaner mit der Geographie nehmen, zeigt ein
> Ausschnitt aus Merriam-Webster Unabridged (Online-version):
Dazu braucht man sich ja nur das unter folgender Adresse zu findende
Bild anzusehen:
Obwohl ich es geahnt hatte, ich habe sicherheitshalber noch mal
draufgeschaut: Es ist genau der gleich Fauxpas, der schon an -zig
anderen Stellen (wahrscheilich hunderten Stellen, denn ich lese nur
wenige Gruppen) als Beleg angeführt wird, wann immer die vermeintliche
Ahnungslosigkeit des gemeinen Yankees in Sachen Ausland oder irgendwelche
anderen angenommenen geistigen Defizite zur Sprache kommen. Gibt es
eigentlich noch andere Indizien für diese These als diesen einmaligen
Aussetzer eines CNN-Praktikanten?
Matthias
--
Nach der Hinrichtung Maria Stuarts erschien Elisabeth im Parlament, in
der einen Hand das Schnupftuch, in der andern die Thräne. Galletti
** Wer zum Kuckuck ist Prof. Galletti? => http://www.galletti.de/ **
### Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen ###
>anderen angenommenen geistigen Defizite zur Sprache kommen. Gibt es
>eigentlich noch andere Indizien für diese These als diesen einmaligen
>Aussetzer eines CNN-Praktikanten?
Hmm. Michael Moore zitiert AFAIR irgendwelche Statistiken, nach denen
85% der Amerikaner den Irak nicht auf der Karte zeigen koennen.
Ansonsten: Good Ol' Germany duerfte so ziemlich das einzige Stueck
Europa sein, welches die Amerikaner mit relativ guter Treffsicherheit
einordnen koennen. Ja, eigene Erfahrung. Mittlerweile wissen die
Kollegen allerdings, wo die Schweiz liegt.
Vinzent.
>Obwohl ich es geahnt hatte, ich habe sicherheitshalber noch mal
>draufgeschaut: Es ist genau der gleich Fauxpas, der schon an -zig
>anderen Stellen (wahrscheilich hunderten Stellen, denn ich lese nur
>wenige Gruppen) als Beleg angeführt wird, wann immer die vermeintliche
>Ahnungslosigkeit des gemeinen Yankees in Sachen Ausland oder irgendwelche
>anderen angenommenen geistigen Defizite zur Sprache kommen. Gibt es
>eigentlich noch andere Indizien für diese These als diesen einmaligen
>Aussetzer eines CNN-Praktikanten?
Ich bin nicht sicher, ob die Geschichte stimmt (sie stammt wimre aus
dem Hohlspiegel): Ein amerikanischer Radiomoderator erklärte, die
Schweiz sei ein mehrsprachiges Land. Da sehe man zum Beispiel an einer
der größten Städte, die auf deutsch Luzern, auf französisch Lausanne
und auf italienisch Lugano heiße.
>Ich bin nicht sicher, ob die Geschichte stimmt (sie stammt wimre aus
>dem Hohlspiegel): Ein amerikanischer Radiomoderator erklärte, die
>Schweiz sei ein mehrsprachiges Land. Da sehe man zum Beispiel an einer
>der größten Städte, die auf deutsch Luzern, auf französisch Lausanne
>und auf italienisch Lugano heiße.
Und auf raetoromanisch?
SCNR,
Vin"Der war aber echt gut."zent.
>>Ich bin nicht sicher, ob die Geschichte stimmt (sie stammt wimre aus
>>dem Hohlspiegel): Ein amerikanischer Radiomoderator erklärte, die
>>Schweiz sei ein mehrsprachiges Land. Da sehe man zum Beispiel an einer
>>der größten Städte, die auf deutsch Luzern, auf französisch Lausanne
>>und auf italienisch Lugano heiße.
>
>Und auf raetoromanisch?
Sernf.
> Hmm. Michael Moore zitiert AFAIR irgendwelche Statistiken, nach denen
> 85% der Amerikaner den Irak nicht auf der Karte zeigen koennen.
Man reiche dem durchschnittlichen Deutschen eine physikalische
Karte für einen Raum so etwa zwischen Bosporus, Hindukusch und
Horn von Afrika und frage nach der Lage des Irak. Ich bin gespannt.
Gruß,
Achim
Tststs. Wennschon, dann S-chanf (die Sernf fliesst ausschliesslich
durch deutsches Sprachgebiet).
Die Story mit Luzern/Lausanne/Lugano ist wahrscheinlich nur
einigermassen gut erfunden.
Dass die Schweiz aber mit Schweden verwechselt wird, ist wirklich
häufig, und zwar auch bei Amis, die ihre Europatour gemacht haben.
Manchmal merkt man das auch nicht sofort: Jemand erzählt etwas
unspezifisch von Ferien an einem See, kann sich aber nicht an den Namen
der Ortschaft erinnern. Im weiteren Verlauf der Erzählung kommen dann
verdächtig häufig Volvos und Saabs vor.
- Andi
>Man reiche dem durchschnittlichen Deutschen eine physikalische
>Karte für einen Raum so etwa zwischen Bosporus, Hindukusch und
>Horn von Afrika und frage nach der Lage des Irak. Ich bin gespannt.
Zu meiner Zeit (Ende 80er) haetten das ca. 90% aller Schueler gewusst.
Auch ohne, dass wir das Ziel hatten, diese Gegend zum Todfeind zu
erklaeren und in Grund und Boden zu bombardieren.
Vinzent.
> Matthias Opatz wrote:
>
>>anderen angenommenen geistigen Defizite zur Sprache kommen. Gibt es
>>eigentlich noch andere Indizien für diese These als diesen einmaligen
>>Aussetzer eines CNN-Praktikanten?
>
> Hmm. Michael Moore zitiert AFAIR irgendwelche Statistiken,
Das ist ja noch schlimmer als "in der Bildzeitung stand" ...
> nach denen 85% der Amerikaner den Irak nicht auf der Karte zeigen
> koennen.
Dann bitte doch mal die durchschnittliche deutsche Erika Mustermann,
eine Karte mit den Bundesstaaten der USA zu beschriften, womöglich
noch mit Hauptstädten. Das dürfte ebenfalls zu originellen
geographischen Erkenntnissen führen. Wobei ich im übrigen Deutsche
kenne, von denen ich mir sehr gut vorstellen kann, daß sie
Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nicht auseinanderhalten
können.
- Sebastian
--
Schwarzarbeit bleibt - weil illegal - selbstverständlich verboten.
(Hamburger Abendblatt vom 20. Dezember 2003)
>Dann bitte doch mal die durchschnittliche deutsche Erika Mustermann,
>eine Karte mit den Bundesstaaten der USA zu beschriften, womöglich
>noch mit Hauptstädten.
Die einzelnen Bundesstaaten eines Landes und das Land selbst sind ein
gewisser Unterschied, findest Du nicht?
>Wobei ich im übrigen Deutsche
>kenne, von denen ich mir sehr gut vorstellen kann, daß sie
>Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nicht auseinanderhalten
>können.
Ja. Add me. Die Frage ist, gehoere ich zu den fraglichen 15% oder zu
den 85%?
Vinzent.
> Dass die Schweiz aber mit Schweden verwechselt wird, ist wirklich
> häufig, und zwar auch bei Amis, die ihre Europatour gemacht haben.
Ich traf mal auf dem Stockholmer Fernsehturm einen, der
hinunterschaute und die Schönheit Kopenhagens pries. "And
tomorrow we're going to Stockholm." :-) Aber wenn ich im
Tagestakt eine Woche lang durch diverse Klein- und Mittelstaaten
eines mir unbekannten Kontinents geschleift werden würde, wäre
ich wohl vor solchen Verwexlungen auch nicht gefeit.
Gruß,
Achim
oder hätte ich "København" schreiben müssen dürfen sollen?
>http://internet.ls-la.net/pictures/CNN-map-of-Europe.html
Solange nicht links oberhalb von "Switzerland" "Iraq" steht, können
wir das IMHO tolerieren...
>Altschreib-PClern
Schreib das doch mal aus, egal, ob alt- oder neu-.
(Wobei ich weder das eine noch das andere bin.)
[schnipp]
Wenn ihr die Niederländer im Verkehr schon schlimm findet, was für Namen
gibt es denn eigentlich für die Belgier im Verkehr?
Neugierig,
Rian
--
Rian van der Borgt, Leuven/Löwen, Belgien.
e-mail: rvdb...@xs4all.be www: http://www.xs4all.be/~rvdborgt/
Fix Outlook Express: http://flash.to/oe-quotefix/
Fix Outlook: http://flash.to/outlook-quotefix/
Was ist in dem Fall "das andere"?
> Wenn ihr die Niederländer im Verkehr schon schlimm findet, was für Namen
> gibt es denn eigentlich für die Belgier im Verkehr?
Das Beschimpfen von Belgiern überlassen wir den Luxemburgern; das mag
damit zusammenhängen, dass sich Belgier seltener als Holländer[1]
überhaupt bis nach Winterberg oder sonstwohin vorwagen. ;-)
CU
Thomas
[1] Niederländer
>Gerald Fix <geral...@t-online.de> schrieb:
>
>>Altschreib-PClern
>
>Schreib das doch mal aus, egal, ob alt- oder neu-.
Ich werde mich hüten. Ich bin froh, dass ich das mit Abkürzung
einigermaßen verständlich hingekriegt habe.
Studenten der Betriebswirtschaft werden ab und zu als BWLer
bezeichnet. Ausschreiben lässt sich das auch nicht.
> Studenten
und Studierte
> der Betriebswirtschaft werden ab und zu als BWLer
> bezeichnet. Ausschreiben lässt sich das auch nicht.
Betriebswirtschaftler?
>rvdb...@xs4all.be (Rian van der Borgt) schrieb:
>
>
>>Wenn ihr die Niederländer im Verkehr schon schlimm findet, was für Namen
>>gibt es denn eigentlich für die Belgier im Verkehr?
>
>Ich glaube, es ist unzutreffend, hier von "ihr" zu sprechen. Es geht
>hier im wesentlichen um einen, der eine ärgerliche Intoleranz an den Tag
>legt und entsprechend Vorurteile kultiviert, eine Unsitte, die leider
>international verbreitet ist.
>
Hast ja Recht, natürlich sind es Vorurteile und deswegen pfui. Und die
Niederländer können sicher genau so gut oder schlecht autofahren wie
wir Ösis. Allerdings ist zumindest auf unseren Straßen schon zu
bemerken, dass Niederländer das Befahren von Bergen nicht ganz so
gewohnt sind wie die Bewohner der Alpenländer.
Grüße
Christian, der sicher keinen Niederländer beleidigen wollte.
> Wenn ihr die Niederländer im Verkehr schon schlimm findet, was für Namen
> gibt es denn eigentlich für die Belgier im Verkehr?
Ach was. Die fahren wenigstens voran.
Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
private homepage: http://www.fotoralf.de
manual cameras and photo galleries - updated Apr. 11, 2003
Contarex - Kiev 60 - Horizon 202 - P6 mount lenses
> Sebastian Koppehel wrote:
>
>>Dann bitte doch mal die durchschnittliche deutsche Erika Mustermann,
>>eine Karte mit den Bundesstaaten der USA zu beschriften, womöglich
>>noch mit Hauptstädten.
>
> Die einzelnen Bundesstaaten eines Landes und das Land selbst sind ein
> gewisser Unterschied, findest Du nicht?
Europäer brauchen über die große Landmasse Nordamerika nur zu wissen:
"Kanada, USA, Mexiko". Von Amerikanern verlangt man, die ganze
europäische Kleinstaaterei auswendig zu können - auch ein gewisser
Unterschied, meine ich.
>>Wobei ich im übrigen Deutsche
>>kenne, von denen ich mir sehr gut vorstellen kann, daß sie
>>Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nicht auseinanderhalten
>>können.
>
> Ja. Add me. Die Frage ist, gehoere ich zu den fraglichen 15% oder zu
> den 85%?
Ich wußte nicht, daß du überhaupt Amerikaner bist ...
>> der Betriebswirtschaft werden ab und zu als BWLer
>> bezeichnet. Ausschreiben lässt sich das auch nicht.
>
>Betriebswirtschaftler?
Und wo ist das L aus BWL? Selbstverständlich sind
Betriebswirtschaftler gemeint. Man kann die Abkürzung BWLer aber nicht
so einfach auflösen. Ich denke, darum ging es bei der ursprünglichen
Bitte, den PCler auszuschreiben.
> Wenn ihr die Niederländer im Verkehr schon schlimm findet, was für Namen
> gibt es denn eigentlich für die Belgier im Verkehr?
Belgier sind im deutschen Straßenverkehr im Gegensatz zu Niederländern
keine feste Größe. Hier in Hamburg bspw. kann man sich eigentlich nie
auf die Autobahn begeben, ohne einem Holländer zu begegnen. Belgier
sieht man viel seltener, und dann sind es meist Lastwagen. Warum das
so ist, weiß ich nicht, an der Bevölkerungszahl kann so ein großer
Unterschied eigentlich nicht liegen.
Im übrigen findet sie kaum einer schlimm. Man kann das wohl eher mit
den uncharmanten Interpretationen für deutsche Nummernschilder
vergleichen (http://www.scout.franken.de/phips/fun/autokennzeichen.html).
- Sebastian
>Altschreib-PClern
>> (Wobei ich weder das eine noch das andere bin.)
>
>Was ist in dem Fall "das andere"?
"PCler"
Jetzt frag aber bitte nicht, was das "eine" ist. :-)
> Ich denke, darum ging es bei der ursprünglichen
>Bitte, den PCler auszuschreiben.
Nö, ich wollte einfach den Ball im Spiel halten :P