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Re: Aussprache Pers-ei-den? Hiat oder Diphthong?

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Hans

unread,
Aug 13, 2015, 12:43:01 PM8/13/15
to
Am 13.08.2015, 18:24 Uhr, schrieb Der Habakuk <hab...@linuxmail.org>:


[.....]
>
> Ich jedenfalls kenne Perseus als Diphthong, die Perse-iden aber mit
> e-i gesprochen, also mit Hiatus, wenn ich das richtig erinnere und
> nicht als ei, also als Diphthong.

Bei mir genau so....
>
> Oder bin ich nur einfach zu alt geworden? ;-)

Ob ich mit schlappen Siebzig schon "ZU" alt bin, kann ich nicht sagen...

Hans

Christina Kunze

unread,
Aug 13, 2015, 1:34:14 PM8/13/15
to
Am 13.08.2015 um 18:24 schrieb Der Habakuk:
> Hallo, ich habe gerade im TV (n24) einen Kurzbericht über
> Sternschnuppen gesehen, die wohl momentan gerade besonders häufig zu
> beobachten sind.
>
> Sowohl die Ansagerin als auch der "Fachmann" im Kurzbericht sprachen
> von Perseiden, wobei das 'ei' wie das in Hühnerei gesprochen wurde.
> Im Bericht wurde auf das Sternbild des Perseus verwiesen.

So wie in Seide? Örks.
Da muss man gar nicht 70 sein, um das in der Schule anders gelernt zu haben.

chr

Roland Franzius

unread,
Aug 13, 2015, 1:35:42 PM8/13/15
to
Am 13.08.2015 um 18:24 schrieb Der Habakuk:
> Hallo, ich habe gerade im TV (n24) einen Kurzbericht über
> Sternschnuppen gesehen, die wohl momentan gerade besonders häufig zu
> beobachten sind.
>
> Sowohl die Ansagerin als auch der "Fachmann" im Kurzbericht sprachen
> von Perseiden, wobei das 'ei' wie das in Hühnerei gesprochen wurde.
> Im Bericht wurde auf das Sternbild des Perseus verwiesen.
>
> Hat sich da in der Aussprache die letzten Jahrzehnte was verändert? So
> ähnlich wie -Sch-ournalisten zu -Tsch-ournalisten (find ich
> grausig!) mutiert sind?
>
> Ich jedenfalls kenne Perseus als Diphthong, die Perse-iden aber mit
> e-i gesprochen, also mit Hiatus, wenn ich das richtig erinnere und
> nicht als ei, also als Diphthong.
>
> Oder bin ich nur einfach zu alt geworden? ;-)


Die neugriechische Aussprache ew für eu und der Lautwert des Vokals y
als eine i-Form spricht gegen die deutsch Aussprache von Zeus und
Perseus, das Versmaß eher dafür. Man ist im Zweifel.

Mit der Nachsilbe -ide jedenfalls, griech. für Abkömmling, kann man in
Ruhe alt werden, sie wird mit Vokalauslaut nicht kontrahiert, eher wird
der Vokal weggelassen wie bei Achills Vater Peleus -> Pelide, was auch
eher für eine korrektere Form "Perside" spräche. Aber die
Zusammensetzung von Worten und die Kontraktionsregeln sind schwierig und
ähnlich wie im Deutschen in den Sprachen der Verwaltung, der Kirche, der
Kunstprosa und Poesie relativ frei variierbar.

--

Roland Franzius

Sepp Neuper

unread,
Aug 13, 2015, 3:56:22 PM8/13/15
to
Der Habakuk <hab...@linuxmail.org> schrieb:

>Sowohl die Ansagerin als auch der "Fachmann" im Kurzbericht sprachen
>von Perseiden, wobei das 'ei' wie das in Hühnerei gesprochen wurde.
>Im Bericht wurde auf das Sternbild des Perseus verwiesen.

Wurde bei diesem "Fachmann" eingeblendet, was er von Beruf ist?

Und weil wir schon dabei sind ...... weitere Astro-Beispiele ohne Ei:
Cepheiden
Plejaden

Servus, Sepp

Detlef Meißner

unread,
Aug 13, 2015, 4:18:45 PM8/13/15
to
Am 13.08.2015 um 18:24 schrieb Der Habakuk:
> Hallo, ich habe gerade im TV (n24) einen Kurzbericht über
> Sternschnuppen gesehen, die wohl momentan gerade besonders häufig zu
> beobachten sind.
>
> Sowohl die Ansagerin als auch der "Fachmann" im Kurzbericht sprachen
> von Perseiden, wobei das 'ei' wie das in Hühnerei gesprochen wurde.
> Im Bericht wurde auf das Sternbild des Perseus verwiesen.
>
Heute in der Tagesschau: Perse-iden.

Es gibt einfach zu viel Menschen in den Medien, die den Text, den sie
vortragen, vorher nicht analysieren. Sie glauben, einfaches Vorlesen
reichte.
Reicht ja auch, wenn man Ahnung hat.

Detlef

horst-d.winzler

unread,
Aug 13, 2015, 4:31:59 PM8/13/15
to
Am 13.08.2015 um 22:22 schrieb Rüdiger Silberer:
> So ist es, ich bin deutlich unter 70 unter finde diese Aussprache sehr
> merkwürzig.
>

Diese Aussprache ist schlicht falsch. Siehe wiki, dort steht es richtig:
Perseiden [pɛrseˈiːdn̩]

--
mfg hdw

Ewald Pfau

unread,
Aug 13, 2015, 5:35:44 PM8/13/15
to
Sepp Neuper <Sepp_...@web.de>:

> Und weil wir schon dabei sind ...... weitere Astro-Beispiele ohne Ei:
> Cepheiden
> Plejaden

Es gäbete da die zwei Pünktchen auf e und i, genau für diese Fälle. Warum
benutzt die kaum jemand?

ë
ï (im dem Fall also Perseïden)

Und wenn Sprecher immer noch Texte von alten Schreibmaschinen ablesen, dann
kann man immer noch für den Hausgebrauch nach Art von TeX notieren, "e; "i,
oder so (also Perse"iden). Das fällt dermaßen auf, dass schon bösartig wäre,
das zu ignorieren.

Aber gut, so etwas verblasst leicht in einem Umfeld, wo um das Kapital-ß
jederzeit ein Wirbel veranstaltet werden kann.

Volker Gringmuth

unread,
Aug 14, 2015, 2:11:24 AM8/14/15
to
Der Habakuk wrote:

> Sowohl die Ansagerin als auch der "Fachmann" im Kurzbericht sprachen
> von Perseiden, wobei das 'ei' wie das in Hühnerei gesprochen wurde.

Ich beschäftige mich etwa seit meinem zehnten Lebensjahr mit Astronomie und
kenne nur Perse-iden.

Nicht allzuweit vom Perseus entfernt, im Sternbild des Cepheus, steht der
Stern δ Cephei, der einer speziellen Klasse veränderlicher Sterne den Namen
gab, den Cepheiden. Ich hoffe, da macht niemand Ze-fai-den oder Ke-fai-den
draus.


vG

Detlef Meißner

unread,
Aug 14, 2015, 2:59:16 AM8/14/15
to
Am 14.08.2015 um 06:16 schrieb Wolfgang Schwanke:
> Detlef Meiÿner <unge...@mailinator.com>
> wrote in news:d34cd4...@mid.individual.net:
>
>> Heute in der Tagesschau: Perse-iden.
>
> Wie jetzt, das ist doch richtig.
>
Ja. Es gibt also noch Menschen, die das richtig sprechen.
Das wollte ich nur mal erwähnt haben.

Detlef

Gunhild Simon

unread,
Aug 14, 2015, 3:34:49 AM8/14/15
to
Die Perseiden sind ein Meteorstrom im August, also
ein jährlich auftretendes Maximum an Sternschnuppen,
wie weniger gut erlebbaren Leoniden im November.

Leoniden kann man nicht als Diphthong aussprechen.
Daraus kann man ableiten, daß es sich bei -iden um eine
eigenständige Endung handelt.
Aussprache:
Perseiden [pɛrseˈiːdn̩], wie das Onlinelexikon sagt.

Hier ein paar eindrucksvolle Bilderdes Sternschnuppenschauers:
https://de.wikipedia.org/wiki/Perseiden#/media/File:Labeled-perseids.jpg

Gruß
Gunhild

Sepp Neuper

unread,
Aug 14, 2015, 5:58:11 PM8/14/15
to
Ewald Pfau <ande...@gmx.net> schrieb:

>Es gäbete da die zwei Pünktchen auf e und i, genau für diese Fälle. Warum
>benutzt die kaum jemand?
>

>ï (im dem Fall also Perseïden)

Weil es sinnlos wäre?
Diese Buchstaben gehören nicht zur deutschen Schriftsprache,
deshalb dürften wohl 99% der deutschen Bevölkerung nichts
damit anzufangen wissen.
Außerem habe ich keine Ahnung, wie ich die Dinger auf meiner
Tastatur zustande bringe.

Servus, Sepp

Manfred Hoß

unread,
Aug 15, 2015, 12:28:36 AM8/15/15
to
Am Fri, 14 Aug 2015 23:58:10 +0200 schrieb Sepp Neuper:

> Ewald Pfau <ande...@gmx.net> schrieb:
>
>>Es gäbete da die zwei Pünktchen auf e und i, genau für diese Fälle. Warum
>>benutzt die kaum jemand?
>>
>>ë
>>ï (im dem Fall also Perseïden)
>
> Weil es sinnlos wäre?
> Diese Buchstaben gehören nicht zur deutschen Schriftsprache,
> deshalb dürften wohl 99% der deutschen Bevölkerung nichts
> damit anzufangen wissen.

Ich schätze mal, dass mehr als 1 % der Deutschen die Automarke Citroën
kennen und ihnen daher auch die Bedeutung der Pünktchen (Trema genannt)
bekannt ist.

> Außerem habe ich keine Ahnung, wie ich die Dinger auf meiner
> Tastatur zustande bringe.

Du kannst mal Ferdinand Piëch fragen, vielleicht weiß er es. Ich für meinen
Teil habe in der Windows-Zeichentabelle nachgesehen und das ë durch das
gleichzeitige Drücken der Alt-Taste und 0235 auf dem Ziffernblock erzeugt.

Gruß
Manfred.

Diedrich Ehlerding

unread,
Aug 15, 2015, 2:31:44 AM8/15/15
to
Manfred Hoß meinte:

> Ich schätze mal, dass mehr als 1 % der Deutschen die Automarke Citroën
> kennen

Ja; aber ...

> und ihnen daher auch die Bedeutung der Pünktchen (Trema genannt)
> bekannt ist.

... das glaube ich nicht. Viel eher wird sowas für eine Verrücktheit der
Werbefuzzis gehalten (à la "Häagen Dazs")

>
>> Außerem habe ich keine Ahnung, wie ich die Dinger auf meiner
>> Tastatur zustande bringe.
>
> Du kannst mal Ferdinand Piëch fragen, vielleicht weiß er es. Ich für
> meinen Teil habe in der Windows-Zeichentabelle nachgesehen und das ë
> durch das gleichzeitige Drücken der Alt-Taste und 0235 auf dem
> Ziffernblock erzeugt.

Bei mir geht das mit [Compose]"i bzw. [Compose]"e

Diedrih
>
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Volker Gringmuth

unread,
Aug 15, 2015, 2:57:50 AM8/15/15
to
Manfred Hoß wrote:

> und das ë durch das gleichzeitige Drücken der Alt-Taste und 0235 auf dem
> Ziffernblock erzeugt.

Soweit ich weiß, gibt es auch für Windows ein Tool, das die geniale
Erfindung der Compose-Taste nachbildet.

Dann drückst du einfach nacheinander <Compose> " e und mußt dir nie wieder
abstruse Ziffernfolgen merken.

X-basierte Systeme haben das schon eingebaut.


vG

Detlef Meißner

unread,
Aug 15, 2015, 3:23:21 AM8/15/15
to
Am 15.08.2015 um 06:28 schrieb Manfred Hoß:
> Am Fri, 14 Aug 2015 23:58:10 +0200 schrieb Sepp Neuper:
>
>> Ewald Pfau <ande...@gmx.net> schrieb:
>>
>>> Es gäbete da die zwei Pünktchen auf e und i, genau für diese Fälle. Warum
>>> benutzt die kaum jemand?
>>>
>>> ë
>>> ï (im dem Fall also Perseïden)
>>
>> Weil es sinnlos wäre?
>> Diese Buchstaben gehören nicht zur deutschen Schriftsprache,
>> deshalb dürften wohl 99% der deutschen Bevölkerung nichts
>> damit anzufangen wissen.
>
> Ich schätze mal, dass mehr als 1 % der Deutschen die Automarke Citroën
> kennen und ihnen daher auch die Bedeutung der Pünktchen (Trema genannt)
> bekannt ist.

Dann sind es eben 5%.
Zu meiner Jugendzeit wurde lange darüber diskutiert, wie denn das nun
auszusprechen wäre. Die meisten sagten damals Citrön. Und diese
Aussprache kannst du heute auch noch finden.

Detlef

Sepp Neuper

unread,
Aug 15, 2015, 3:51:40 AM8/15/15
to
Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> schrieb:

>Ich schätze mal, dass mehr als 1 % der Deutschen die Automarke Citroën
>kennen und ihnen daher auch die Bedeutung der Pünktchen (Trema genannt)
>bekannt ist.

Etwas zu sehen und etwas zu sehen und wissen was es bedeutet
sind zwei verschiedene Dinge.

>> Außerem habe ich keine Ahnung, wie ich die Dinger auf meiner
>> Tastatur zustande bringe.

>Du kannst mal Ferdinand Piëch fragen, vielleicht weiß er es. Ich für meinen
>Teil habe in der Windows-Zeichentabelle nachgesehen und das ë durch das
>gleichzeitige Drücken der Alt-Taste und 0235 auf dem Ziffernblock erzeugt.

Siehst du, da haben wir's schon:
Meine Tastatur hat keinen Ziffernblock und mit den Zifferntasten der
ersten Reihe funktioniert es nicht. Offenbar kann ich diese Buchstaben
also gar nicht schreiben - selbst wenn ich wollte.

Servus, Sepp

Detlef Meißner

unread,
Aug 15, 2015, 4:01:40 AM8/15/15
to
Am 15.08.2015 um 09:51 schrieb Sepp Neuper:
> Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> schrieb:
>
>> Ich schätze mal, dass mehr als 1 % der Deutschen die Automarke Citroën
>> kennen und ihnen daher auch die Bedeutung der Pünktchen (Trema genannt)
>> bekannt ist.
>
> Etwas zu sehen und etwas zu sehen und wissen was es bedeutet
> sind zwei verschiedene Dinge.

Wohl war! ;-)
>
>>> Außerem habe ich keine Ahnung, wie ich die Dinger auf meiner
>>> Tastatur zustande bringe.
>
>> Du kannst mal Ferdinand Piëch fragen, vielleicht weiß er es. Ich für meinen
>> Teil habe in der Windows-Zeichentabelle nachgesehen und das ë durch das
>> gleichzeitige Drücken der Alt-Taste und 0235 auf dem Ziffernblock erzeugt.
>
> Siehst du, da haben wir's schon:
> Meine Tastatur hat keinen Ziffernblock und mit den Zifferntasten der
> ersten Reihe funktioniert es nicht. Offenbar kann ich diese Buchstaben
> also gar nicht schreiben - selbst wenn ich wollte.
>

Aber, aber!
Aus Zeichentabelle einfügen.
ë

Detlef

Jakob Achterndiek

unread,
Aug 15, 2015, 5:27:17 AM8/15/15
to
Am 15.08.2015, 11:11 Uhr, schrieb Matthias Opatz <inv...@invalid.invalid>:

> Dies schrieb Manfred Hoß:
>> Ich schätze mal, dass mehr als 1 % der Deutschen die Automarke
>> Citroën kennen
>
> Hören tu ich selten etwas anderes als Zitrö:n.
> Am rande: Ich hab kein schlechtes Gewissen, es (im Deutschen)
> selber so zu sagen, /obwohl/ ich die Bedeutung der Pünktchen
> kenne.

Au Backe!!
Ein Citroën fahrender Kollege beleidigte bitter einen anderen,
der mit einem Mercedes Jahreswagen vorgefahren kam: »Mercedes
kaufen solche, die nicht wissen, wie man "Citroën" ausspricht.«

j/\a
--

Bertel Lund Hansen

unread,
Aug 15, 2015, 5:37:00 AM8/15/15
to
Volker Gringmuth skrev:

> Soweit ich weiß, gibt es auch für Windows ein Tool, das die geniale
> Erfindung der Compose-Taste nachbildet.

Mit einer dänischen Tastatur ist es ganz einfach. Ich drücke erst
die tote Taste ¨ und danach die erwünschte Buchstabe. So schreibe
ich die deutsche Buchstaben ä, ö und ü.

--
Bertel, Dänemark

Lars Bräsicke

unread,
Aug 15, 2015, 5:47:44 AM8/15/15
to
Die korrekte Aussprache von "Mercedes" ist allerdings erstaunlicherweise
noch unbekannter als die von "Citroën".

Bertel Lund Hansen

unread,
Aug 15, 2015, 6:11:34 AM8/15/15
to
Lars Bräsicke skrev:

> Die korrekte Aussprache von "Mercedes" ist allerdings
> erstaunlicherweise noch unbekannter als die von "Citroën".

Was bedeutet "korrekt"?

1. Genau wie der Name in der originalen Sprache ausgesprochen
wird.
2. So wie (hier) Deutsche es so deutsch wie möglich aussprechen?
3. Mit einer falschen 'originalen' Aussprache, die man glaubt
richtig ist.

Alle drei Möglichkeiten kommen vor, und ich kann nicht
entscheiden, welche die korrektere sei.

"Peugeot" hat im Dänischen sieben verschiedene Aussprachen.

Was ist bei "Citroën" denn eigentlich die richtige 1.-Aussprache?
Soll es Hollandisch ("sitrun") oder französisch ("sitroänn" mit O
wie in "trocken") ausgesprochen werden?

--
Bertel, Dänemark

Lars Bräsicke

unread,
Aug 15, 2015, 6:51:18 AM8/15/15
to
Am 15.08.2015 um 12:14 schrieb Bertel Lund Hansen:
> Lars Bräsicke skrev:
>
>> Die korrekte Aussprache von "Mercedes" ist allerdings
>> erstaunlicherweise noch unbekannter als die von "Citroën".
>
> Was bedeutet "korrekt"?

Eben.
Wer meint, [mErtse:d@s] als allgemein verbindlich annehmen zu können,
aber [sItrO.En] für die einzig korrekte Aussprache zu halten, begeht den
einen oder anderen Fehler.

> 1. Genau wie der Name in der originalen Sprache ausgesprochen
> wird.
> 2. So wie (hier) Deutsche es so deutsch wie möglich aussprechen?
> 3. Mit einer falschen 'originalen' Aussprache, die man glaubt
> richtig ist.

Im Beispiele Citroën [sItrO.eng] oder gar [sitrø.eng] durchaus zu vernehmen.

> Alle drei Möglichkeiten kommen vor, und ich kann nicht
> entscheiden, welche die korrektere sei.

Beim Fahrzeug Mercedes kommt eigtl. im Deutschen nur eine vor:
[mEr'tse:d@s].
Der Umstand, dass Mercedes ein spanisches Wort/-er Name ist, ist
gemeinhin völlig unbekannt oder verdrängt.
Niemand käme auf die Idee, den Namen spanisch oder französisch (da die
Namensgeberin gallisiert Mercédès hieß) auszusprechen.
Gleichwohl wäre eine von beiden die "richtige", urteilt man nach
denselben Maßstäben wie bei Citroën.

Sergio Gatti

unread,
Aug 15, 2015, 7:11:27 AM8/15/15
to
Am 15.08.2015 um 12:14 schrieb Bertel Lund Hansen:
> Lars Bräsicke skrev:
>
>> Die korrekte Aussprache von "Mercedes" ist allerdings
>> erstaunlicherweise noch unbekannter als die von "Citroën".
>
> Was bedeutet "korrekt"?
>
> 1. Genau wie der Name in der originalen Sprache ausgesprochen
> wird.
> 2. So wie (hier) Deutsche es so deutsch wie möglich aussprechen?
> 3. Mit einer falschen 'originalen' Aussprache, die man glaubt
> richtig ist.
>
> Alle drei Möglichkeiten kommen vor, und ich kann nicht
> entscheiden, welche die korrektere sei.

Genau. Das entscheiden von Fall zu Fall die Sprecher einer
Sprache für _ihre_ Sprache.



> "Peugeot" hat im Dänischen sieben verschiedene Aussprachen.
>
> Was ist bei "Citroën" denn eigentlich die richtige 1.-Aussprache?
> Soll es Hollandisch ("sitrun") oder französisch ("sitroänn" mit O
> wie in "trocken") ausgesprochen werden?

Da es sich um eine _französische_ Automarke handelt, kommt
die holländische Aussprache meiner Meinung nach nicht in
Betracht. Es sei denn, wir wollen Niederländisch sprechen.
Dann wäre die Aussprache maßgeblich, die die Niederländer
bevorzugen.

Bertel Lund Hansen

unread,
Aug 15, 2015, 9:01:32 AM8/15/15
to
Rüdiger Silberer skrev:

> Das dumme ist nur, daß das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Die
> wenigsten wissen um die richtige Aussprache des Namens, wenn sie nicht
> gerade Zitrön sagen, dann quetschen sie sich einen Nasal am Ende heraus.
> Das das Trema bedeutet die Buchstaben o und e getrennt zu sprechen
> wissen wohl die wenigsten.

Im Dänischen ist es nicht schwierig, O und E zu trennen, denn wir
sind nicht zu oe => ö gewöhnt, aber die Nasalierung am Ende ist
natürlich. Wir sagen "sitroÄNG".

--
Bertel, Dänemark

Lars Bräsicke

unread,
Aug 15, 2015, 9:02:25 AM8/15/15
to
Am 15.08.2015 um 14:30 schrieb Rüdiger Silberer:
> Am 15.08.2015 schrieb Lars Bräsicke:
>
>
>> Beim Fahrzeug Mercedes kommt eigtl. im Deutschen nur eine vor:
>> [mEr'tse:d@s].
>> Der Umstand, dass Mercedes ein spanisches Wort/-er Name ist, ist
>> gemeinhin völlig unbekannt oder verdrängt.
>> Niemand käme auf die Idee, den Namen spanisch oder französisch (da die
>> Namensgeberin gallisiert Mercédès hieß) auszusprechen.
>> Gleichwohl wäre eine von beiden die "richtige", urteilt man nach
>> denselben Maßstäben wie bei Citroën.
>
> Nein, die Herkunft des Namens spielt hier überhaupt keine Rolle. Es ist
> ein Automodell einer deutschen Firma und wird deshalb natürlich nach
> deutscher Lautung gesprochen.

Das "natürlich" ist natürlich Unsinn.
Die Automobile Touareg und Beetle spricht wohl niemand [tO?U?ar@k] oder
[be:tl@], ganz gleich, wie deutsch die Firma VW auch sei.

> Alles andere wäre affektiert oder sogar
> albern.

Was affektiert oder albern in einer Sprache ist, ist so leicht nicht
bestimmbar.

Detlef Meißner

unread,
Aug 15, 2015, 9:37:07 AM8/15/15
to
Ja, das sprachen bei uns auch die, die meinten, sie hätten von
Französisch eine Ahnung. Irgendwie musste da logischerweise ein Nasal rein.

Detlef

Bertel Lund Hansen

unread,
Aug 15, 2015, 9:47:50 AM8/15/15
to
Detlef Meißner skrev:

>> Im Dänischen ist es nicht schwierig, O und E zu trennen, denn wir
>> sind nicht zu oe => ö gewöhnt, aber die Nasalierung am Ende ist
>> natürlich. Wir sagen "sitroÄNG".

> Ja, das sprachen bei uns auch die, die meinten, sie hätten von
> Französisch eine Ahnung. Irgendwie musste da logischerweise ein Nasal rein.

Mit "natürlich" meinte ich, dass wir es so automatisch
aussprechen werden - französisch oder nicht.

--
Bertel, Dänemark

Stefan Schmitz

unread,
Aug 15, 2015, 11:32:21 AM8/15/15
to
Am Samstag, 15. August 2015 12:11:34 UTC+2 schrieb Bertel Lund Hansen:

> Was ist bei "Citroën" denn eigentlich die richtige 1.-Aussprache?
> Soll es Hollandisch ("sitrun") oder französisch ("sitroänn" mit O
> wie in "trocken") ausgesprochen werden?

Da die Niederländer selbst aktiv das Trema verwenden, würden sie nie 'sitrun'
sagen.

Bertel Lund Hansen

unread,
Aug 15, 2015, 12:16:07 PM8/15/15
to
Stefan Schmitz skrev:

> Da die Niederländer selbst aktiv das Trema verwenden, würden sie nie 'sitrun'
> sagen.

André Citroëns Vater war ein Holländer Namens Levie Citroen.

--
Bertel, Dänemark

Stefan Schmitz

unread,
Aug 15, 2015, 12:23:40 PM8/15/15
to
Am Samstag, 15. August 2015 18:16:07 UTC+2 schrieb Bertel Lund Hansen:
> Stefan Schmitz skrev:
>
> > Da die Niederländer selbst aktiv das Trema verwenden, würden sie nie 'sitrun'
> > sagen.
>
> André Citroëns Vater war ein Holländer Namens Levie Citroen.

Ist das Allgemeinwissen in NL?
Sonst gibt es keinen Grund, Citroën wie Citroen zu sprechen.

Jakob Achterndiek

unread,
Aug 15, 2015, 1:41:03 PM8/15/15
to
Am 15.08.2015, 17:00 Uhr, schrieb Martin Gerdes <martin...@gmx.de>:

> http://allchars.zwolnet.com/ mittlerweile sourceforge.net
>
> Jakob (!) meint allerdings, er bekomme es unter Win10 nicht zum Laufen.

Irgendwie noch nicht durchschaut: Der eingebaute Zeichenvorrat
wird richtig ausgegeben, aber die eigenen Makros nicht, weil
die auslösende Taste nicht mehr verzögert, sondern stantepede
ausgegeben wird.

j/\a
--

Andreas Karrer

unread,
Aug 15, 2015, 3:03:34 PM8/15/15
to
* Martin Gerdes <martin...@gmx.de>:
> Volker Gringmuth <vgrin...@gmx.net> schrieb:
>
>>> und das ë durch das gleichzeitige Drücken der Alt-Taste und 0235 auf dem
>>> Ziffernblock erzeugt.
>
>>Soweit ich weiß, gibt es auch für Windows ein Tool, das die geniale
>>Erfindung der Compose-Taste nachbildet.
>
> ALLCHARS
>
> http://allchars.zwolnet.com/ mittlerweile sourceforge.net

Allchars geht auch mit Compose-Taste?

> Jakob (!) meint allerdings, er bekomme es unter Win10 nicht zum Laufen.

Evtl. funktioniert wincompose, https://github.com/samhocevar/wincompose .
Verwende ich seit längerem dort, wo ich gezwungen bin, Windows zu
benutzen, weils exakt die gleichen Compose-Tasten-Sequenzen hat wie
unter X (und wie weiland der VT220).

- Andi

Andreas Karrer

unread,
Aug 15, 2015, 4:07:40 PM8/15/15
to
* Stefan Schmitz <ss...@gmx.de>:
> Am Samstag, 15. August 2015 18:16:07 UTC+2 schrieb Bertel Lund Hansen:
>> Stefan Schmitz skrev:
>>
>> > Da die Niederländer selbst aktiv das Trema verwenden, würden sie nie 'sitrun'
>> > sagen.
>>
>> André Citroëns Vater war ein Holländer Namens Levie Citroen.
>
> Ist das Allgemeinwissen in NL?

Kaum.

> Sonst gibt es keinen Grund, Citroën wie Citroen zu sprechen.

Im französischen WP-Artikel zu André Citroën steht:

- Der Ururgrossvater hiess Roelof und war Südfrüchteverkäufer in
Holland. Unter der napoleonischen Besetzung mussten alle
Niederländer einen Nachnamen annehmen; er wählte, nach seinem Beruf,
"Limoen(e)man"

- Der Grossvater, Barend, änderte den Namen zu Limoenman-Citron und
später zu Citroen (ohne Trema)

- Der Vater, Levie Barend Citroen, *1842 in Amsterdam, zog 1873 nach
Paris

Ich habe leider nur die erste Ausgabe der Biographie "André Citroën"
von John Reynolds (1996), sie ist zu diesem Thema etwas sehr
schwärmerisch und plauderhaft:

- Levie Barend Citroen habe schon 1871 die französische
Staatsbürgerschaft angenommen. Er nannte sich "Louis-Bernard
Citroen", noch immer ohne Trema.

- Das Trema erscheint zuerst 1885 in den Aufnahmeakten des (heute noch
existiernden) Lycée Condorcet, das André besuchte. Diese Schule
besuchte auch der um ein Jahr ältere Louis Renault; ob sie sich dort
schon gekannt haben, ist Spekulation.

Die erweiterte Ausgabe von 2006 soll neue Informationen von der Familie
Citroën enthalten; ob auch zu diesem Thema, weiss ich nicht.


Wie auch immer: Zitrone ist nicht ganz falsch.

- Andi

Sergio Gatti

unread,
Aug 15, 2015, 4:42:56 PM8/15/15
to
Der Hauptpunkt bleibt: Ich habe keine Ahnung, wie
Niederländer die französische Automarke Citroën und wie ggf.
noch lebende niederländische Nachkommen von Levie Barend
Citroen ihren Familiennamen aussprechen, aber Deutsche,
Italiener, Russen, Chinesen usw. haben das Recht, eine
eigene Aussprache der französischen Automarke Citroën für
ihre jeweilige Sprache festzulegen.

Georg Wieser

unread,
Aug 15, 2015, 4:51:40 PM8/15/15
to
Am 13.08.2015 um 22:31 schrieb horst-d.winzler:
> Am 13.08.2015 um 22:22 schrieb Rüdiger Silberer:
>> Am 13.08.2015 schrieb Christina Kunze:
>>
>>> Am 13.08.2015 um 18:24 schrieb Der Habakuk:
>>>> Hallo, ich habe gerade im TV (n24) einen Kurzbericht über
>>>> Sternschnuppen gesehen, die wohl momentan gerade besonders häufig zu
>>>> beobachten sind.
>>>>
>>>> Sowohl die Ansagerin als auch der "Fachmann" im Kurzbericht sprachen
>>>> von Perseiden, wobei das 'ei' wie das in Hühnerei gesprochen wurde.
>>>> Im Bericht wurde auf das Sternbild des Perseus verwiesen.
>>>
>>> So wie in Seide? Örks.
>>> Da muss man gar nicht 70 sein, um das in der Schule anders gelernt zu
>>> haben.
>>
>> So ist es, ich bin deutlich unter 70 unter finde diese Aussprache sehr
>> merkwürzig.
>>
>
> Diese Aussprache ist schlicht falsch. Siehe wiki, dort steht es richtig:
> Perseiden [pɛrseˈiːdn̩]
>

Ich finde die Aussprache furchtbar aber da die Sch..dinger halt mal so
heißen, was ich auch in der Schule so gelernt habe, habe ich das auch
meinen Kindern so weitergegeben.

Was bin ich froh, daß dieses Problem bei den Leoniden nicht existiert :-)

Bei den Plejaden geht es dann schon wieder los.....

Sepp Neuper

unread,
Aug 15, 2015, 5:23:31 PM8/15/15
to
Lars Bräsicke <use...@braesicke.de> schrieb:

>Am 15.08.2015 um 14:30 schrieb Rüdiger Silberer:
>> Nein, die Herkunft des Namens spielt hier überhaupt keine Rolle. Es ist
>> ein Automodell einer deutschen Firma und wird deshalb natürlich nach
>> deutscher Lautung gesprochen.

>Das "natürlich" ist natürlich Unsinn.
>Die Automobile Touareg und Beetle spricht wohl niemand [tO?U?ar@k] oder
>[be:tl@], ganz gleich, wie deutsch die Firma VW auch sei.

Man kann eben nicht alles vergleichen.
Die Tuareg als nordafrikanischer Volksstamm sind den Deutschen
schon länger bekannt. Deshalb haben sie wohl keine Probleme
damit, diese Aussprache auch auf "Touareg" zu übertragen.
Vor 70 Jahren mag es bei manchen Deutschen wohl noch üblich
gewesen sein, englische Namen deutsch zu sprechen, aber heute
wohl eher nicht mehr.

Servus, Sepp

Bertel Lund Hansen

unread,
Aug 16, 2015, 4:34:07 AM8/16/15
to
Sergio Gatti skrev:

> Der Hauptpunkt bleibt: Ich habe keine Ahnung, wie
> Niederländer die französische Automarke Citroën und wie ggf.
> noch lebende niederländische Nachkommen von Levie Barend
> Citroen ihren Familiennamen aussprechen, aber Deutsche,
> Italiener, Russen, Chinesen usw. haben das Recht, eine
> eigene Aussprache der französischen Automarke Citroën für
> ihre jeweilige Sprache festzulegen.

Das habe ich ja auch nicht bestritten. Meine Beiträge
problematisierten eben das Wort "korrekt".

--
Bertel, Dänemark

Jakob Achterndiek

unread,
Aug 16, 2015, 5:48:39 AM8/16/15
to
Welche Taste vertritt dort die [Compose-Taste] ?

j/\a
--

Roland Franzius

unread,
Aug 16, 2015, 8:37:42 AM8/16/15
to
Die in Amsterdam ansässige Familie übernahm offenbar Ende des 18. Jh.
mit Roelof Raphael Jacob Citroen Limoenman, vielleicht nach spanischer
Sitte, den Namen der Mutter Limoenman und änderte ihn dann wohl in Citroen.

Als Westfale spricht man den Namen also korrekt als Zitroon, als
Niederländer vielleicht etwas dunkler aus, das Problem mit Trema auf dem
"e" im Namen ergab sich eindeutig in Paris und nicht hier, allenfalls
die fern der Börde Wohnenden, die Soest als Söst sprechen, hätten da ein
Problem.

--

Roland Franzius


Andreas Karrer

unread,
Aug 16, 2015, 10:43:48 AM8/16/15
to
* Jakob Achterndiek <achte...@buzemann.de>:

>> Evtl. funktioniert wincompose, https://github.com/samhocevar/wincompose .
>> Verwende ich seit längerem dort, wo ich gezwungen bin, Windows zu
>> benutzen, weils exakt die gleichen Compose-Tasten-Sequenzen hat wie
>> unter X (und wie weiland der VT220).
>
> Welche Taste vertritt dort die [Compose-Taste] ?

Wo ist "dort"? Der VT220 hatte eine Taste, die mit "Compose Character"
angeschrieben war, da vertritt niemand nichts.

Wenn "dort" wincompose ist: Kann man auswählen. Voreingestellt ist
die rechte "Alt"-Taste, das passt mir gut.

- Andi

Klaus Wacker

unread,
Aug 18, 2015, 6:54:05 AM8/18/15
to
Bertel Lund Hansen <gade...@lundhansen.dk> wrote:
>
> "Peugeot" hat im Dänischen sieben verschiedene Aussprachen.

Ist Geu-ge-ott (alles deutsch ausgesprochen) auch eine davon? So habe
ich jedenfalls diesen Markennamen gelesen, da er mir erstmalig als
stilisierter Schriftzug ähnlich diesem:
<http://www.fahrzeugbilder.de/1200/peugeot-schriftzug-am-kuehler-eines-89913.jpg>
unterkam.


--
Klaus Wacker klaus.w...@t-online.de
51°29'7"N 7°25'7"E http://www.physik.tu-dortmund.de/~wacker

Volker Gringmuth

unread,
Aug 19, 2015, 2:42:16 AM8/19/15
to
Klaus Wacker wrote:

> > "Peugeot" hat im Dänischen sieben verschiedene Aussprachen.
>
> Ist Geu-ge-ott (alles deutsch ausgesprochen) auch eine davon?

Es wäre sehr ungewöhnlich, den Konsonanten ganz vorn als G auszusprechen.


vG

Andreas Karrer

unread,
Aug 19, 2015, 4:16:29 AM8/19/15
to
* Volker Gringmuth <vgrin...@gmx.net>:
Du musst schon das von Klaus angegebene Bild angucken:

http://www.fahrzeugbilder.de/1200/peugeot-schriftzug-am-kuehler-eines-89913.jpg

Dort sieht für mich der erste Buchstabe indertat am ehesten wie ein
Schreibschrift-G aus, jedenfalls nicht wie ein P. Auch das kleine g
zwischen u und e sieht sehr ungewohnt aus.


- Andi

Bertel Lund Hansen

unread,
Aug 19, 2015, 5:29:19 AM8/19/15
to
Klaus Wacker skrev:

>> "Peugeot" hat im Dänischen sieben verschiedene Aussprachen.

> Ist Geu-ge-ott (alles deutsch ausgesprochen) auch eine davon?

Nein.

> So habe ich jedenfalls diesen Markennamen gelesen, da er mir
> erstmalig als stilisierter Schriftzug ähnlich diesem:
> <http://www.fahrzeugbilder.de/1200/peugeot-schriftzug-am-kuehler-eines-89913.jpg>
> unterkam.

Ich auch, aber ich habe es nicht vorher gesehen.

--
Bertel, Dänemark

Stefan Froehlich

unread,
Aug 19, 2015, 6:10:44 AM8/19/15
to
On Wed, 19 Aug 2015 10:16:27 Andreas Karrer wrote:
> http://www.fahrzeugbilder.de/1200/peugeot-schriftzug-am-kuehler-eines-89913.jpg

> Dort sieht für mich der erste Buchstabe indertat am ehesten wie ein
> Schreibschrift-G aus, jedenfalls nicht wie ein P.

Es ist vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäß, liest sich für mich aber
doch deutlich eher als "P", denn als "G"; für ein G wäre die Grundlinie
viel zu weit nach oben verrutscht, während das P direkt aus
<https://www.grundschulmaterial.de/preview/Deutsch/Klasse%201/Schreiblehrg%C3%A4nge/Nachspurbilder/Schreibschrift%20LAS/LAS-P-gr-000015765-1.jpg>
ableitbar ist, bloss mit Umkehr der Schreibrichtung beim senkrechten Strich
und daraus folgend übergroßer Schleife auf der linken Seite.

(Was haben btw. Sonne und Mond im Grundschulmaterial zu suchen? Geben die
die Reihenfolge an, in der die Striche zu zeichnen sind?)

> Auch das kleine g zwischen u und e sieht sehr ungewohnt aus.

Durchaus, ist ja aber auch schon ein paar Jahrzehnte her und obendrein in
einem anderen Kulturkreis entstanden. Als ich Teenager war, konnte ich die
Schreibschrift "z" eines belgischen Schülers auch schlichtweg *nicht*
erkennen.

Servus,
Stefan

--
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Stefan soll mehr als Spaß machen!
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Jakob Achterndiek

unread,
Aug 19, 2015, 6:33:13 AM8/19/15
to
Am 19.08.2015, 11:17 Uhr, schrieb Matthias Opatz <inv...@invalid.invalid>:

> Dies schrieb Volker Gringmuth:
>> Es wäre sehr ungewöhnlich, den Konsonanten ganz vorn als G
>> auszusprechen.
>
> Hast Du das Bild (Quelle: der von Dir gesnippte Link) angesehen?

Da ist aber nur die Baskenmütze über der Initiale ein
bißchen schief aufs falsche Ohr gerutscht. Kann ja bei
so schnellen Autos mal vorkommen. :)

j/\a
--

Volker Gringmuth

unread,
Aug 19, 2015, 6:52:51 AM8/19/15
to
> Hast Du das Bild (Quelle: der von Dir gesnippte Link) angesehen?

Zugegebenermaßen nicht (note to self: künftig Postings mindestens bis zur
Hälfte lesen), aber es ändert nichts daran. Für mich ist das eindeutig ein P
in geschwungener Schreibschrift. Für ein G ist der Bauch viel zu weit oben.

Was ist das hier für dich?
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Das_gro%C3%9Fe_P.jpg


vG

Andreas Karrer

unread,
Aug 19, 2015, 7:51:26 AM8/19/15
to
* Volker Gringmuth <vgrin...@gmx.net>:
> Matthias Opatz wrote:
>
>> >>> "Peugeot" hat im Dänischen sieben verschiedene Aussprachen.
>> >>
>> >> Ist Geu-ge-ott (alles deutsch ausgesprochen) auch eine davon?
>> >
>> > Es wäre sehr ungewöhnlich, den Konsonanten ganz vorn als G
>> > auszusprechen.
>>
>> Hast Du das Bild (Quelle: der von Dir gesnippte Link) angesehen?
>
> Zugegebenermaßen nicht (note to self: künftig Postings mindestens bis zur
> Hälfte lesen), aber es ändert nichts daran. Für mich ist das eindeutig ein P
> in geschwungener Schreibschrift. Für ein G ist der Bauch viel zu weit oben.

Nönö, *eindeutig* ist da gar nichts.

Da du die Postings ja auch nach Empfehlung mehrere Mitleser nur zu
Hälfte liest, hier noch, was Klaus in der anderen Hälfte geschrieben
hat:

>> da er mir erstmalig als
>> stilisierter Schriftzug ähnlich diesem:
>> <http://www.fahrzeugbilder.de/1200/peugeot-schriftzug-am-kuehler-eines-89913.jpg>
>> unterkam.

*Wir* wissen natürlich alle, dass es keine Automarke namens Geugeot,
sondern nur eine namens Peugeot gibt. Deshalb erkennt man so ziemlich
alles, was aus nur halbwegs nach Buchstabe aussieht und von "eugeot"
gefolgt wird, als P. Aber einem ABC-Schützen kann man es sicher nicht
verübeln, wenn er dieses P als G liest.
Ein P mit einem deutlich grösseren Bauch rechts als bei dem im Bild.

- Andi

Volker Gringmuth

unread,
Aug 19, 2015, 8:06:44 AM8/19/15
to
Andreas Karrer wrote:

> Da du die Postings ja auch nach Empfehlung mehrere Mitleser nur zu
> Hälfte liest, hier noch, was Klaus in der anderen Hälfte geschrieben
> hat:

Habe ich mittlerweile gelesen und betrachtet. Das sollte mein „aber es
ändert nichts daran.“ ausdrücken :-)


vG

Oliver Cromm

unread,
Aug 19, 2015, 3:11:06 PM8/19/15
to
* Stefan Froehlich:

> On Wed, 19 Aug 2015 10:16:27 Andreas Karrer wrote:
>> http://www.fahrzeugbilder.de/1200/peugeot-schriftzug-am-kuehler-eines-89913.jpg
>
>> Dort sieht für mich der erste Buchstabe indertat am ehesten wie ein
>> Schreibschrift-G aus, jedenfalls nicht wie ein P.
>
> Es ist vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäß, liest sich für mich aber
> doch deutlich eher als "P", denn als "G"; für ein G wäre die Grundlinie
> viel zu weit nach oben verrutscht, während das P direkt aus
> <https://www.grundschulmaterial.de/preview/Deutsch/Klasse%201/Schreiblehrg%C3%A4nge/Nachspurbilder/Schreibschrift%20LAS/LAS-P-gr-000015765-1.jpg>
> ableitbar ist, bloss mit Umkehr der Schreibrichtung beim senkrechten Strich
> und daraus folgend übergroßer Schleife auf der linken Seite.

Ich bin imnmer noch nicht überzeugt. Mein Problem ist, daß der
rechte Bogen beim Peugeot-P einfach nicht aussieht wie ein
Bestandteil des eigentlichen Buchstabens, sondern ein Schnörkel,
der Ablauf (oder wie nennt man das Gegenteil des Ansatzes?), eine
Serife, wenn es Druckbuchstaben wären.

--
*Hardware* /n./ The parts of a computer that can be kicked

Stefan Froehlich

unread,
Aug 21, 2015, 3:58:05 PM8/21/15
to
On Fri, 21 Aug 2015 15:00:05 Martin Gerdes wrote:
> Stefan...@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) schrieb:
> >Als ich Teenager war, konnte ich die Schreibschrift-"z" eines
> >belgischen Schülers auch schlichtweg *nicht* erkennen.

> Wie sahen sie denn aus, die Schreibschrift-z des belgischen Schülers?

So:
<https://www.grundschulmaterial.de/thumbs/Deutsch/Klasse%201/Schreiblehrg%C3%A4nge/Nachspurbilder/Schreibschrift%20VAS/VAS-Z-kl-000015980.jpg>,
während wir nur und ausschließlich das:
<https://www.grundschulmaterial.de/preview/Deutsch/Klasse%201/Schreiblehrg%C3%A4nge/Nachspurbilder/Schreibschrift%20SAS/Sch-z%20klein-000015930-1.jpg>
gelernt hatten. Das kann man sich dann nicht einmal mehr logisch
erschließen.

Servus,
Stefan

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Jakob Achterndiek

unread,
Aug 21, 2015, 4:30:32 PM8/21/15
to
Am 21.08.2015, 21:58 Uhr, schrieb Stefan Froehlich
<Stefan...@froehlich.priv.at>:

> On Fri, 21 Aug 2015 15:00:05 Martin Gerdes wrote:
>> Stefan...@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) schrieb:
>>> Als ich Teenager war, konnte ich die Schreibschrift-"z" eines
>>> belgischen Schülers auch schlichtweg *nicht* erkennen.
>
>> Wie sahen sie denn aus, die Schreibschrift-z des belgischen Schülers?
>
> So:
> <https://www.grundschulmaterial.de/thumbs/Deutsch/Klasse%201/Schreiblehrg%C3%A4nge/Nachspurbilder/Schreibschrift%20VAS/VAS-Z-kl-000015980.jpg>,

Das entspricht sehr dem, was wir ab 1937 noch als Sütterlin-Schrift
gelernt haben und wad ganz ähnlich auch in alten Briefen als deutsche
Kurrentschrift überliefert ist.

j/\a
--

Stefan Froehlich

unread,
Aug 22, 2015, 1:43:58 AM8/22/15
to
On Fri, 21 Aug 2015 22:30:29 Jakob Achterndiek wrote:
> >> Wie sahen sie denn aus, die Schreibschrift-z des belgischen Schülers?

> > So:
> > <https://www.grundschulmaterial.de/thumbs/Deutsch/Klasse%201/Schreiblehrg%C3%A4nge/Nachspurbilder/Schreibschrift%20VAS/VAS-Z-kl-000015980.jpg>,

> Das entspricht sehr dem, was wir ab 1937 noch als Sütterlin-Schrift
> gelernt haben und wad ganz ähnlich auch in alten Briefen als deutsche
> Kurrentschrift überliefert ist.

Inzwischen kenne ich das Schriftbild gut genug, mit 14 war es für mich
aber in etwa so bedeutsam, wie ein willkürlich herausgepicktes Zeichen
der chinesischen Schrift :-)

Servus,
Stefan

--
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Stefan - Mit dem Stöpsel der Sympathie: Schwellen bis es jault!
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Jakob Achterndiek

unread,
Aug 22, 2015, 4:11:08 AM8/22/15
to
Am 22.08.2015, 07:43 Uhr, schrieb Stefan Froehlich
<Stefan...@froehlich.priv.at>:

> On Fri, 21 Aug 2015 22:30:29 Jakob Achterndiek wrote:
>>>> Wie sahen sie denn aus, die Schreibschrift-z des belgischen Schülers?
>
>>> So:
>>>
>> <https://www.grundschulmaterial.de/thumbs/Deutsch/Klasse%201/Schreiblehrg%C3%A4nge/Nachspurbilder/Schreibschrift%20VAS/VAS-Z-kl-000015980.jpg>,
>
>> Das entspricht sehr dem, was wir ab 1937 noch als Sütterlin-Schrift
>> gelernt haben und wad ganz ähnlich auch in alten Briefen als deutsche
>> Kurrentschrift überliefert ist.
>
> Inzwischen kenne ich das Schriftbild gut genug, mit 14 war es für mich
> aber in etwa so bedeutsam, wie ein willkürlich herausgepicktes Zeichen
> der chinesischen Schrift :-)

Mich wundert, daß es ein belgischer Mitschüler gewesen ist,
der so geschrieben hat. In welcher Sprache und mit welcher
Schrift hat er denn wohl von Haus aus geschrieben? Gehörte
das vielleicht irgendwie zu einer flämischen Tradition?

j/\a
--

Florian Ritter

unread,
Aug 22, 2015, 5:02:40 PM8/22/15
to
Am Freitag, 21. August 2015 22:30:32 UTC+2 schrieb Jakob Achterndiek:

> > <https://www.grundschulmaterial.de/thumbs/Deutsch/Klasse%201/Schreiblehrg%C3%A4nge/Nachspurbilder/Schreibschrift%20VAS/VAS-Z-kl-000015980.jpg>,

> Das entspricht sehr dem, was wir ab 1937 noch als Sütterlin-Schrift
> gelernt haben und wad ganz ähnlich auch in alten Briefen als deutsche
> Kurrentschrift überliefert ist.

Mein Vater pflegte Bewerbern auf ein Diss.-Thema Kopie eines
AvH-Autographen einzuhändigen. Die erste Hürde bestand
darin herauszufinden, in welcher Sprache der Text abgefaßt war -
es kamen neben Deutsch & Französisch auch andere in Frage.

FR

Stefan Froehlich

unread,
Aug 23, 2015, 7:02:16 AM8/23/15
to
On Sat, 22 Aug 2015 10:11:07 Jakob Achterndiek wrote:
> >> <https://www.grundschulmaterial.de/thumbs/Deutsch/Klasse%201/Schreiblehrg%C3%A4nge/Nachspurbilder/Schreibschrift%20VAS/VAS-Z-kl-000015980.jpg>,

> > Inzwischen kenne ich das Schriftbild gut genug, mit 14 war es
> > für mich aber in etwa so bedeutsam, wie ein willkürlich
> > herausgepicktes Zeichen der chinesischen Schrift :-)

> Mich wundert, daß es ein belgischer Mitschüler gewesen ist, der so
> geschrieben hat.

Es war kein *Mit*schüler, sondern bloss jemand, der mir auf einer
Klassenfahrt begegnet ist - er Teil einer belgischen Reisegruppe,
ich Teil meiner eigenen Schulklasse. Wir hatten einander nicht viel
zu sagen, denn wir konnten uns nur in brüchigem Englisch
verständigen. Aber dieses "z" ist mir in Erinnerung geblieben :-)

> In welcher Sprache und mit welcher Schrift hat er denn wohl von
> Haus aus geschrieben? Gehörte das vielleicht irgendwie zu einer
> flämischen Tradition?

Ich schätze, dass das damals in Belgien die gängige Schreibschrift
für Schüler gewesen ist, so wie das wohl auch wenigstens in Teilen
Deutschlands der Fall gewesen sein dürfte. Hierzulande hat man
damals halt nicht so geschrieben, und (an Martin): Schreibschrift
begegnete einem damals nur im eigenen Unterricht, wo auch sonst? Was
wir da nicht gelernt hatten, war für uns de facto nicht existent.

Servus,
Stefan

--
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Stefan - Das sollten wir vielleicht einmal vertiefen!
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Andreas Karrer

unread,
Aug 23, 2015, 9:07:47 AM8/23/15
to
* Jakob Achterndiek <achte...@buzemann.de>:
> Am 22.08.2015, 07:43 Uhr, schrieb Stefan Froehlich
><Stefan...@froehlich.priv.at>:
>
>> On Fri, 21 Aug 2015 22:30:29 Jakob Achterndiek wrote:
>>>>> Wie sahen sie denn aus, die Schreibschrift-z des belgischen Schülers?
>>
>>>> So:
>>>>
>>> <https://www.grundschulmaterial.de/thumbs/Deutsch/Klasse%201/Schreiblehrg%C3%A4nge/Nachspurbilder/Schreibschrift%20VAS/VAS-Z-kl-000015980.jpg>,

So schreibe ich das z. In der Schweiz ist dies das normale z in der
"Schnürlischrift" (verbundene Schrift). Wird nach wie vor so gelehrt,
aber wahrscheinlich gelegentlich durch eine
"Blockschrift-mit-Verbindungen" ersetzt, http://www.schulschrift.ch/

> Mich wundert, daß es ein belgischer Mitschüler gewesen ist,
> der so geschrieben hat. In welcher Sprache und mit welcher
> Schrift hat er denn wohl von Haus aus geschrieben? Gehörte
> das vielleicht irgendwie zu einer flämischen Tradition?

In Belgien gibt es bekanntlich nicht nur Flamen. Wenn ich mir die
Illustrationen zu

https://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89criture_ronde
https://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89criture_b%C3%A2tarde
https://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89criture_coul%C3%A9e

anschaue, scheint das auch in F ganz üblich (gewesen) zu sein. Wird
wohl auch heute so gelehrt:

http://www.comment-apprendre.fr/comment-apprendre-ecriture-cursive.html
http://tice33.ac-bordeaux.fr/Ecolien/OUTILS/Legested%C3%A9criturecursive/tabid/3946/language/fr-FR/Default.aspx
http://www.alechelledumonde.com/produits/affiche-ecriture-cursive-les-productions-dans-la-vraie-vie-id968.html

In Deutschland wird nach

https://de.wikipedia.org/wiki/Ausgangsschrift

offenbar seit mindestens 1941 ("Deutsche Normalschrift") ein z gelehrt,
das dem z der Blockschrift ähnelt (Huch, ein Nazi-z also!). Von den
späteren Schulschriften haben fast alle dieses z, aber die
"Vereinfachte Ausgangsschrift" von 1972 hat zwar Grossbuchstaben, die
weitestgehend den Blockschrift-Grossbuchstaben entsprechen, aber
andererseits dieses z mit Unterlänge. Es dürfte also auch in D eine
ganze Menge Anzahl nichtallzualter Leute geben, die ein solches z
schreiben.

- Andi

Detlef Meißner

unread,
Aug 23, 2015, 9:17:38 AM8/23/15
to
Am 23.08.2015 um 15:07 schrieb Andreas Karrer:

> ... Von den
> späteren Schulschriften haben fast alle dieses z, aber die
> "Vereinfachte Ausgangsschrift" von 1972 hat zwar Grossbuchstaben, die
> weitestgehend den Blockschrift-Grossbuchstaben entsprechen, aber
> andererseits dieses z mit Unterlänge. Es dürfte also auch in D eine
> ganze Menge Anzahl nichtallzualter Leute geben, die ein solches z
> schreiben.
>
Richtig.
Es wurde (wieder)eingeführt, weil beim Schreiben das z so undeutlich
geschrieben wurde, dass es häufig wie ein s aussah. In Bögen lässt es
sich leichter schreiben als Ecken auszuführen.
Außerdem ist es ein zusätzlicher Buchstabe mit Unterlänge, ein Wort
lässt sich dadurch besser lesen.
Ich selbst habe das bei einem alten Lehrer im 1. Schuljahr gelernt,
obwohl es eigentlich nicht mehr üblich war.

Detlef


Stefan Froehlich

unread,
Aug 23, 2015, 4:19:57 PM8/23/15
to
On Sun, 23 Aug 2015 22:00:02 Martin Gerdes wrote:
> >Hierzulande hat man damals halt nicht so geschrieben, und (an Martin):
> >Schreibschrift begegnete einem damals nur im eigenen Unterricht, wo auch
> >sonst? Was wir da nicht gelernt hatten, war für uns de facto nicht
> >existent.

> Mag schon sein, aber darauf mußt Du nun nicht auch noch stolz sein.

Ich bin nicht stolz darauf, es war schlicht und einfach so.

> Davon abgesehen ist es nicht schwierig, einen einzelnen unbekannten
> Buchstaben in einem sonst leserlichen Text richtig einzuordnen, [...]

Dass ich das Wort nicht gekannt habe (es war Französisch) und auch
kein Kontext vorhanden war, hat die Angelegenheit nicht wirklich
erleichtert.

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
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Stefan - Erscheinung des Erstaunlichen.
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