> Woher kommt eigentlich die Redewendung »Das geht mir auf den Sack.«?
Keine Ahnung, aber wenn du statt "Sack" z. B. "Wecker", "Keks" oder
"Geist" einsetzt, ändert sich MUSEN nichts an der Bedeutung.
Wobei die Variante mit dem "Keks" die Vermutung nahelegt, daß zumindest
diese beiden Varianten eine etymologisch nicht besonders rational
begründete Herkunft haben ...
Wirsing!
ltrebing
--
The first time you'll get a Microsoft product that doesn't suck will be
the day they start producing vacuum cleaners.
Lars Trebing | http://www.ltrebing.de/ | mailto:ltre...@ltrebing.de
> Aber da sie auch durchaus von (jungen) Frauen verwendet wird, bin
> ich nicht mehr so sicher.
Da jungen Frauen ein solches durchaus nicht nur auf den Sack, sondern
auch auf die Eier gehen kann, ohne daß die fälligen Stöcke angehängt
würden, kann man wohl von einer Loslösung aus einem ursprünglich
sexuellen Kontext sprechen, den frau heute beim Sprechen nicht mehr
reflektiert.
Welchen Ursprung haben einklich "auf den Keks" oder "auf den Zeiger" in
diesem Zusammenhang? ("Zeiger" ließe sich latürnich auch sexuell
stehvermissen ... ach nein, das paßt hier nicht ...)
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Im Vatikan gibt es zwei Päpste pro Quadratkilometer.
.. aber deren Inhalte.
> kann man wohl von einer Loslösung aus
> einem ursprünglich sexuellen Kontext sprechen,
> den frau heute beim Sprechen nicht mehr
> reflektiert.
Kürzlich verlautbarte Hella von Sinnen, dass ihr "etwas auf die Säcke
geht". Sie meinte damit ihre Tränensäcke (die zwar nicht als
Krankheitsbild, aber doch als Bestandteil ihres Körpers vorhanden sind).
> Welchen Ursprung haben einklich "auf den Keks"
> oder "auf den Zeiger" in diesem Zusammenhang?
Und was ist mit 'Senkel'?
/Hannes
--
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de
Wenn Sie im Stehen pinkeln, sollen sie es meinzwegen ruhig sagen.
BTW: Die Redewendung hat eigentlich die Bedeutung, das einem etwas an
die empfindlichen Hoden geht.
mfg
Heinz Lohmann
Tanshui, Taiwan
25.13N 121.29E
--
"How do you feel about women's rights?"
"I like either side of them."
- Groucho Marx
"Das geht mir auf die Eier" hat mithin bei (nicht zu alten) Frauen eine
deutlich entspannendere Wirkung, als bei Männern.
Während für die i.A. nur gilt: "Geteilter Ärger ist halber Ärger.", stehen
Frauen doch ganz andere Verteilungsgrößenordnungen zur Verfügung.
CvN
scnr
--
_,,,,,,_ "Ich bin nur der Experte ____
\| o|o|/ für höchst langweilige |o|o |
X| _|_|X Gesteinsformationen." X|_|_ |X
|__|_| MIST |_|__|
> BTW: Die Redewendung hat eigentlich die Bedeutung, das einem etwas an
> die empfindlichen Hoden geht.
Eine Bildung, die sich in anderen Sprachen auch findet.
Spanisch: "No me toques los cojones/huevos!" - "Berühr
mir nicht die Eier!"
--
Philipp Boerker - Mixed-signals ICs Design Engineer
Infineon Technologies AG, COM ANS, MchB/KU II, R.910906
Rosenheimer Str. 116 81669 Muenchen
phone: +49 89 234 54 725 fax: +49 89 234 85 664
> Wenn Sie im Stehen pinkeln, sollen sie es meinzwegen ruhig sagen.
^
Wen sprichst du denn hier an?
(Ist "meinzwegen" umgangssprachlich, oder gehört es zur gleichen Gruppe
wie "einklich"?)
> BTW: Die Redewendung hat eigentlich die Bedeutung, das einem etwas an
^
(!)
> die empfindlichen Hoden geht.
Yvonne Steiner
Also in etwa: "Geh mir nicht *an* den Sack/die Eier!"
Marvelös. Da muss ich mir merken.
P.S.: Was ist denn der Unterschied zwischen cojones und huevos?
mfg
Heinz Lohmann
--
Tanshui, Taiwan
25.13N 121.29E
Pardon. Es war noch früh am Morgen:
Korrektur:
sie,
dass
Antwort: ja (MUSEN)
Und nichts für ungut wegen der Schlamperei mit den Tipppfehlern,
mfg
Heinz Lohmann
Tanshui, Taiwan
25.13N 121.29E
--
"Anyone who says he can see through women is missing a lot."
- Groucho Marx
Huevos sind die (Hühner)-eier. Ich mutmaße daß cojones die Hoden sind.
--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Mögen alle Wesen glücklich sein!
| | | |_| | Mögen sie frei sein von Gier, Haß, Verblendung und
| | | _ | Leiden."
|_|a |_| |_|a (Buddhistischer Gruß)
> > > Spanisch: "No me toques los cojones/huevos!" - "Berühr
> > > mir nicht die Eier!"
> >
> > Also in etwa: "Geh mir nicht *an* den Sack/die Eier!"
> >
> > Marvelös. Da muss ich mir merken.
> > P.S.: Was ist denn der Unterschied zwischen cojones und huevos?
>
> Huevos sind die (Hühner)-eier. Ich mutmaße daß cojones die Hoden
> sind.
"huevos" sind in der Hauptbedeutung tatsächlich "Eier",
mit der gleichen Nebenbedeutung wie im Deutschen. "cojón"
bedeutet "Hoden", ist aber vulgär. Ordentlich wäre
"testículo". Insofern hat "cojones" keine richtige
Übersetzung, da es im Deutschen m.W. kein Wort gibt, das
explizit nur "Hoden", aber mit vulgärer Konnotation
bedeutete. Die Spanier schaffen es übrigens noch, von
"cojón" das Adjektiv "cojonudo" abzuleiten, wofür es dann
im Deutschen entgültig keine Entsprechung mehr gibt.
Das Spanische ist übrigens besonders reich an Sprichworten
mit Geschlechtsteilen. Was die besagten Testiculi angeht,
mag ich besonders: "Hace un frío que pela los huevos"
"Es herrscht eine Kälte (=es ist kalt), die einem die
Eier enthaart!" :)
> Yvonne Steiner schrieb:
> >Heinz Lohmann <lese...@despammed.com> wrote:
> >
> >> Wenn Sie im Stehen pinkeln, sollen sie es meinzwegen ruhig sagen.
> > ^
> >Wen sprichst du denn hier an?
> Pardon. Es war noch früh am Morgen:
> Korrektur:
> sie,
[...]
> Und nichts für ungut wegen der Schlamperei
Aber nicht doch! Solch nette Fehler machen hier doch einfach Spass.
Yvonne Steiner
> Das Spanische ist übrigens besonders reich an Sprichworten
> mit Geschlechtsteilen. Was die besagten Testiculi angeht,
> mag ich besonders: "Hace un frío que pela los huevos"
> "Es herrscht eine Kälte (=es ist kalt), die einem die
> Eier enthaart!" :)
^^^^
Die haben aber keine Haare; das wäre höchstens der Hodensack und der
heisst: Skrotum (span. escroto)
Aber, steht hier in der span. Redensart denn ein Wort für "enthaaren"?
Yvonne Steiner
> > "Hace un frío que pela los huevos"
> > "Es herrscht eine Kälte (=es ist kalt), die einem die
> > Eier enthaart!" :)
> ^^^^
> Die haben aber keine Haare; das wäre höchstens der Hodensack und der
> heisst: Skrotum (span. escroto)
Pars pro toto...
> Aber, steht hier in der span. Redensart denn ein Wort für "enthaaren"?
Ja, "pela", Infinitiv "pelar".
Klöten?
> Die Spanier schaffen es übrigens noch, von
> "cojón" das Adjektiv "cojonudo" abzuleiten, wofür
> es dann im Deutschen entgültig keine Entsprechung
> mehr gibt.
ACK.
> > da es im
> > Deutschen m.W. kein Wort gibt, das explizit nur
> > "Hoden", aber mit vulgärer Konnotation
> > bedeutete.
>
> Klöten?
Stimmt. Dabei würde mich mal interessieren, ob es sich
da um ein plattdeutsches Wort handelt, das, wie wohl andere
plattdeutsche Wörter, in die Vulgärsprache verbannt wurde.
Etymologisch dürfte es ja wohl mit "Klötzen" zusammen-
hängen.
Das ist nicht ganz richtig, denn dem niederdeutschen »Kloot«
entspricht das hochdeutsche »Kloß«. Die »Klöten« sind also »Klöße«.
Schöne Grüße,
Wolf
> Yvonne Steiner wrote:
>
> > > "Hace un frío que pela los huevos"
> > > "Es herrscht eine Kälte (=es ist kalt), die einem die
> > > Eier enthaart!" :)
> > ^^^^
> > Die haben aber keine Haare; das wäre höchstens der Hodensack und der
> > heisst: Skrotum (span. escroto)
>
> Pars pro toto...
Ich nehms eben genauer.
> > Aber, steht hier in der span. Redensart denn ein Wort für "enthaaren"?
>
> Ja, "pela", Infinitiv "pelar".
Ich dachte, das hiesse "schälen"; bin mir aber nicht sicher.
Aber es würde dann deben doch zu "Eier" passen.
Yvonne Steiner
> > > > "Hace un frío que pela los huevos"
> > > > "Es herrscht eine Kälte (=es ist kalt), die einem die
> > > > Eier enthaart!" :)
> > > ^^^^
> > > Die haben aber keine Haare; das wäre höchstens der Hodensack und der
> > > heisst: Skrotum (span. escroto)
> >
> > Pars pro toto...
>
> Ich nehms eben genauer.
Nun, der Spanier nicht. Ich kenne jedenfalls kein umgangssprachliches
spanisches Wort für "Skrotum", zumindest kein populäres.
> > > Aber, steht hier in der span. Redensart denn ein Wort für "enthaaren"?
> >
> > Ja, "pela", Infinitiv "pelar".
>
> Ich dachte, das hiesse "schälen"; bin mir aber nicht sicher.
Ist eine weitere Bedeutung. Etymologisch sind wahrscheinlich "pelo"
"Haar"
und "piel" "Haut" eh sehr verwandt.
> Philipp Boerker <philipp...@infineon.com> wrote:
[...]
>>> Aber, steht hier in der span. Redensart denn ein Wort für "enthaaren"?
>> Ja, "pela", Infinitiv "pelar".
> Ich dachte, das hiesse "schälen"; bin mir aber nicht sicher.
Es kann im Deutschen beides bedeuten. Da wir gerade bei der span.
Vulgärsprache sind: »pelársela« pop! == »s. e-n abwichsen« pop!
(aus dem PONS-Kompaktwörterbuch).
--
You have an unusual understanding of the problems of human relationships.
>* Yvonne Steiner <y...@swissonline.ch> writes:
>>> Ja, "pela", Infinitiv "pelar".
>> Ich dachte, das hiesse "schälen"; bin mir aber nicht sicher.
>Es kann im Deutschen beides bedeuten.
aber wenn es im Deutschen beides bedeuten kann, dann würde
ich die Variante übernehmen, die besser passt. Und "Eier
schälen" klingt für mich besser als "Eier enthaaren".
Gruß,
INge
[...]
>>>> Ja, "pela", Infinitiv "pelar".
>>> Ich dachte, das hiesse "schälen"; bin mir aber nicht sicher.
>> Es kann im Deutschen beides bedeuten.
> aber wenn es im Deutschen beides bedeuten kann, dann würde
> ich die Variante übernehmen, die besser passt. Und "Eier
> schälen" klingt für mich besser als "Eier enthaaren".
Guter Punkt. Eine bessere Übersetzung von »Hace un frío que pela los
huevos.« wäre dann z. B.: »Die Kälte schält einem die Eier ab.« (die
span. Konstruktion mit Relativsatz muss ja nicht unbedingt im Deutschen
wiedergegeben werden). Aber wer übersetzt solche Sätze schon schriftlich?
--
If you sow your wild oats, hope for a crop failure.
> * Inge Müller <inge-m...@freenet.de> writes:
>> aber wenn es im Deutschen beides bedeuten kann, dann würde
>> ich die Variante übernehmen, die besser passt. Und "Eier
>> schälen" klingt für mich besser als "Eier enthaaren".
>
> Guter Punkt. Eine bessere Übersetzung von »Hace un frío que pela los
> huevos.« wäre dann z. B.: »Die Kälte schält einem die Eier ab.«
Wieso "ab"? Schälst du dein Frühstücksei auch ab?
Das Bild passt doch eigentlich ganz gut: Die vorher warmen (gekochten ;-) )
Eier werden abgeschreckt und schälen sich dann praktisch von selbst. :)
CU
Thomas
> On Fri, 9 May 2003 21:04:02 +0200, Meinolf Sander wrote:
[...]
>> Guter Punkt. Eine bessere Übersetzung von »Hace un frío que pela los
>> huevos.« wäre dann z. B.: »Die Kälte schält einem die Eier ab.«
> Wieso "ab"? Schälst du dein Frühstücksei auch ab?
> Das Bild passt doch eigentlich ganz gut: Die vorher warmen
> (gekochten ;-) ) Eier werden abgeschreckt und schälen sich dann
> praktisch von selbst. :)
Ich wollte mit dem »ab« den langsamen (und für das betroffene Individuum
schmerzhaften) Verlauf des Schälens hervorheben ... Da ich in einer solchen
Situation wohl eher wortkarg wäre, würde ich auf die Verwendung des hier
hintangestellten Präfixes dann vermutlich verzichten. ;)
--
You recoil from the crude; you tend naturally toward the exquisite.
> Da jungen Frauen ein solches durchaus nicht nur auf den Sack, sondern
> auch auf die Eier gehen kann, ohne daß die fälligen Stöcke angehängt
> würden, kann man wohl von einer Loslösung aus einem ursprünglich
> sexuellen Kontext sprechen, den frau heute beim Sprechen nicht mehr
> reflektiert.
Auf englisch sagt man im Zuge der Gleichberechtigung "it's getting on my
tits".
Elke Philburn
Kennt vielleicht jemand die Bedeutung von "pendejo jerkoff"? Hab das
letztens in einem Film gehört bzw. in den Untertiteln gelesen.
Gruß
Björn Porschen
>> Da wir gerade bei der span.
>> Vulgärsprache sind: »pelársela« pop! == »s. e-n abwichsen« pop!
>> (aus dem PONS-Kompaktwörterbuch).
>
> Kennt vielleicht jemand die Bedeutung von "pendejo jerkoff"?
pendejo
+ idiot. In Mex. Spanish it is rather strong. You can't use that
word on TV.
http://www.notam02.no/~hcholm/altlang/ht/Spanish.html
jerk off (verb, transitive and intransitive)
+ masturbate Used as an alternative to 'jack off' in both senses.
http://www.notam02.no/~hcholm/altlang/ht/English.html
> Hab das letztens in einem Film gehört bzw. in den Untertiteln
> gelesen.
Vermutlich nichts nettes.
- Sebastian
Der Film war "Aliens" von James Cameron. Wird da von einer Latino-Soldatin
gegenüber ihrem Vorgesetzen Offizier gebraucht (der das allerdings nicht
mitbekommt). Könnte man das ungefähr so übersetzen: "Hol dir doch einen
runter du Arschloch"? Wobei ich finde, das das eine recht seltsame
Beleidigung ist.
MfG
Björn Porschen
Schon, aber "fick dich selber, du Arschloch" ist in amerikanischen Filmen so
selten nun auch wieder nicht.
CU
Thomas
Stimmt, das wäre wohl die bessere Übersetzung. Mit Übersetzen hab ich es
halt nicht so.
Björn
Thomas Gerlach schrieb:
> Schon, aber "fick dich selber, du Arschloch" ist in amerikanischen Filmen so
> selten nun auch wieder nicht.
Du meinst "*beep* yourself, you *beep*"? Oder ist das dann die
version fürs amerikanische fernsehen?
--
tobias benjamin köhler ____________________________ t...@uncia.de
_________ ______________ ______________ ______________ __>_____
========H|H============H|H============H|H============H|=H=====`)
------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^o-o--o-o=
> Auf englisch sagt man im Zuge der Gleichberechtigung "it's
> getting on my tits".
Ich kenn nur (und find's sehr schön): "I was off my tits" (etwa:
"Ich war völlig durch den Wind"). Auch von Männern gehört...
> >>>> Ja, "pela", Infinitiv "pelar".
> >>> Ich dachte, das hiesse "schälen"; bin mir aber nicht sicher.
> >> Es kann im Deutschen beides bedeuten.
> > aber wenn es im Deutschen beides bedeuten kann, dann würde
> > ich die Variante übernehmen, die besser passt. Und "Eier
> > schälen" klingt für mich besser als "Eier enthaaren".
>
> Guter Punkt. Eine bessere Übersetzung von »Hace un frío que pela los
> huevos.« wäre dann z. B.: »Die Kälte schält einem die Eier ab.«
Ist aber einfach nicht so! Ich habe mir das Sprichwort von
Spaniern erklären lassen und da wurde "pela" mit "quita los
pelos" (entfernt die Haare) erläutert.
> Elke Philburn wrote:
>
> > Auf englisch sagt man im Zuge der Gleichberechtigung "it's
> > getting on my tits".
>
> Ich kenn nur (und find's sehr schön): "I was off my tits" (etwa:
> "Ich war völlig durch den Wind"). Auch von Männern gehört...
Wenn wir in diesen Bereich gehen mussen :-) , wenn etwas kaputt ist,
kann es "tits up" sein (auch "belly up"). (Kann auch mit einer
Hand-Bewegung, Handfläche oben, Finger oben, machen, für zusätzlichen
Effekt! :)
Auf deutsch sagt man(n) auch: "Der hat doch 'ne Meise!"
> > > Gleichberechtigung "it's getting on my tits".
>
> > Ich kenn nur (und find's sehr schön): "I was off
> > my tits"
>
> Auf deutsch sagt man(n) auch: "Der hat doch 'ne Meise!"
Ich bezweifle, daß *diese* tits gemeint sind... ;)
> Hannes Petersen wrote:
>
>> > > Gleichberechtigung "it's getting on my tits".
>>
>> > Ich kenn nur (und find's sehr schön): "I was off
>> > my tits"
>>
>> Auf deutsch sagt man(n) auch: "Der hat doch 'ne Meise!"
>
> Ich bezweifle, daß *diese* tits gemeint sind... ;)
Es soll ja Amis geben, die die Aufschriften auf Hunde-Medikamenten
nicht ernsten Gesichtes lesen können, wenn da etwa wie "for bitches"
drauf steht.
Anyway, ist "Titte" eigtl. ein Anglizismus? Auf Hochdeutsch müßte es
ja wohl Zitze heißen, nicha?
- Sebastian
> Anyway, ist "Titte" eigtl. ein Anglizismus? Auf Hochdeutsch müßte es
> ja wohl Zitze heißen, nicha?
Bezweifel ich, ich denke das gibt es im Niederdeutschen als
"Titte". Die Lautverschiebung "t"->"z" ist ja nichts Unge-
wöhnliches ("vertellen" für "erzählen" etc.).
> ("vertellen" für "erzählen" etc.).
Im Alemannischen 'gemischt': verzellen, in etwa: [f@tsélla]
Grüße,
Helmut
Thomas Gerlach wrote:
> On Fri, 9 May 2003 21:04:02 +0200, Meinolf Sander wrote:
> > Guter Punkt. Eine bessere Übersetzung von »Hace un frío que pela los
> > huevos.« wäre dann z. B.: »Die Kälte schält einem die Eier ab.«
>
> Wieso "ab"? Schälst du dein Frühstücksei auch ab?
"Abschälen" kommt mir völlig falsch vor, ich assoziiere damit
die Entfernung der Eier durch Schälen: Rinde wird vom Baumstamm
abgeschält, der Baumstamm aber geschält.
Unabhängig davon würde ich das Entfernen der Eierschale
aber eh nicht "schälen" nennen. MUSEN schält man nur etwas,
wenn man eine mehr oder weniger biegsame Schale mit einem
Schneidwerkzeug entfernt, die eines Apfels oder einer Tomate
z.B. oder eben die Rinde des o.g. Baumstamms; das Entfernen
einer harten Schale mit den Fingern nenne ich, und so
schließt sich der Kreis zu "pelar", "pellen".
Und weiche Schale mit den Fingern entfernen, etwa die einer
Banane? Dazu fällt mir nur "abziehen" ein, "schälen" ist
das MUSEN jedenfalls auch nicht.
> Das Bild passt doch eigentlich ganz gut: Die vorher warmen (gekochten ;-) )
> Eier werden abgeschreckt und schälen sich dann praktisch von selbst. :)
Autsch.
Liebe Grüße,
Erik.
--
"Radfahrer pochen gerne dann auf viel Platz, wenn sie 'nur' andere damit
behindern, komischerweise brauchen sie aber kaum Platz, wenn es darum geht
sich irgendwo durch- oder reinzumogeln."
-- Alexander Doetsch in d.s.v.
>Unabhängig davon würde ich das Entfernen der Eierschale
>aber eh nicht "schälen" nennen. MUSEN schält man nur etwas,
>wenn man eine mehr oder weniger biegsame Schale mit einem
>Schneidwerkzeug entfernt, die eines Apfels oder einer Tomate
>z.B. oder eben die Rinde des o.g. Baumstamms; das Entfernen
>einer harten Schale mit den Fingern nenne ich, und so
>schließt sich der Kreis zu "pelar", "pellen".
>
>Und weiche Schale mit den Fingern entfernen, etwa die einer
>Banane? Dazu fällt mir nur "abziehen" ein, "schälen" ist
>das MUSEN jedenfalls auch nicht.
also ich schäle sowohl ein Ei (wenn es hartgekocht ist) oder
eine Banane. Nur der Baum wird bei mir nicht geschält,
sondern entrindet ;-)
Gruß,
INge
>Unabhängig davon würde ich das Entfernen der Eierschale
>aber eh nicht "schälen" nennen. MUSEN schält man nur etwas,
>wenn man eine mehr oder weniger biegsame Schale mit einem
>Schneidwerkzeug entfernt, die eines Apfels oder einer Tomate
>z.B. oder eben die Rinde des o.g. Baumstamms; das Entfernen
>einer harten Schale mit den Fingern nenne ich, und so
>schließt sich der Kreis zu "pelar", "pellen".
>
>Und weiche Schale mit den Fingern entfernen, etwa die einer
>Banane? Dazu fällt mir nur "abziehen" ein, "schälen" ist
>das MUSEN jedenfalls auch nicht.
also ich schäle sowohl ein Ei (wenn es hartgekocht ist) oder
ACK
> Unabhängig davon würde ich das Entfernen der Eierschale
> aber eh nicht "schälen" nennen. MUSEN schält man nur etwas,
> wenn man eine mehr oder weniger biegsame Schale mit einem
> Schneidwerkzeug entfernt, die eines Apfels oder einer Tomate
> z.B. oder eben die Rinde des o.g. Baumstamms; das Entfernen
> einer harten Schale mit den Fingern nenne ich, und so
> schließt sich der Kreis zu "pelar", "pellen".
"Pellen" wird in meinem sprachlichen Umfeld als piefkenesisch und davon
abgesehen völlig synonym mit "schälen" angesehen.
Servus!
M
> "Pellen" wird in meinem sprachlichen Umfeld als piefkenesisch und davon
> abgesehen völlig synonym mit "schälen" angesehen.
>
Wie sagt man auf austriakisch "Pellkartoffeln"?
Ralf
--
It is easier to get into something than to get out of it.
Donald Rumsfeld
>Michael J <wrlb...@yahoo.de> wrote:
>
>> "Pellen" wird in meinem sprachlichen Umfeld als piefkenesisch und davon
>> abgesehen völlig synonym mit "schälen" angesehen.
>>
>Wie sagt man auf austriakisch "Pellkartoffeln"?
>
Gar nicht, soweit ich weiß. Wir essen einfach Erdäpfel. Die ganz
jungen heißen Heurige, die können manchmal ungeschält bleiben.
Ansonsten hielte ich es für eine Art von Pleonasmus, bei Erdäpfeln zu
erwähnen, dass sie geschält sind.
Reinhard
--
Ich mag die Wirklichkeit.
Sie schmeckt nach Brot.
(Jean Anouilh)
> On Mon, 19 May 2003 17:09:18 +0200, Muell...@despammed.com (Ralf
> Heinrich Arning) wrote:
>>Wie sagt man auf austriakisch "Pellkartoffeln"?
> Gar nicht, soweit ich weiß. Wir essen einfach Erdäpfel. Die ganz
> jungen heißen Heurige, die können manchmal ungeschält bleiben.
> Ansonsten hielte ich es für eine Art von Pleonasmus, bei Erdäpfeln zu
> erwähnen, dass sie geschält sind.
Das Besondere an den Pellkartoffeln ist ja nicht, dass sie geschält
werden, sondern dass das erst nach dem Kochen geschieht. Das ist
eigentlich eine Selbstverständlichkeit, oder sollte es wenigstens
sein. Die Kartinenvariante "erst schälen, dann kochen", mit der man
für 200 Leute Kartoffeln auf den Tisch bringt, die noch heiß sind,
wenn auch geschmacklos, ist wirklich höchstens in der Kantine
entschuldbar. (De gustibus non est disputandum.)
Helmut Richter
> On Mon, 19 May 2003 17:09:18 +0200, Muell...@despammed.com (Ralf
> Heinrich Arning) wrote:
>
>>Wie sagt man auf austriakisch "Pellkartoffeln"?
>>
> Gar nicht, soweit ich weiß. Wir essen einfach Erdäpfel. Die ganz
> jungen heißen Heurige, die können manchmal ungeschält bleiben.
> Ansonsten hielte ich es für eine Art von Pleonasmus, bei Erdäpfeln zu
> erwähnen, dass sie geschält sind.
Pellen ist eben nicht synonym mit schälen, deswegen werden
Pellkartoffeln auch nicht geschält, sondern mit Schale gekocht und
dann ohne Messer (oder nur mit einem Messer als Kratzhilfe) gepellt.
Genauso werden gekochte Eier gepellt, da sich die Schale leicht von
Hand ablösen läßt, Mohrrüben, Äpfel oder Spargelstangen dagegen mit
einem Messer geschält.
- Sebastian
--
Wir ernten, was wir nicht gesät haben, und wir säen, was wir nicht ernten
werden.
(An einem Forsthaus)
>>Wie sagt man auf austriakisch "Pellkartoffeln"?
>>
> Gar nicht, soweit ich weiß. Wir essen einfach Erdäpfel. Die ganz
> jungen heißen Heurige, die können manchmal ungeschält bleiben.
> Ansonsten hielte ich es für eine Art von Pleonasmus, bei Erdäpfeln zu
> erwähnen, dass sie geschält sind.
Ich denke, mit "Pellkartoffeln" ist gemeint, dass sie in der Pelle
gegart werden und mit derselben auf den Tisch kommen; im Gegensatz zu
beispielsweise Salzkartoffeln.
Hierzulande (CH) wird "Pelle" ebenso wie in AT als sehr deutsch-deutsch
oder gar norddeutsch empfunden. Man nennt die Dinger hier mundartnah
"geschwellte Kartoffeln" oder Schalenkartoffeln.
- Andi
>Reinhard Gonaus schrieb:
>
>> On Mon, 19 May 2003 17:09:18 +0200, Muell...@despammed.com (Ralf
>> Heinrich Arning) wrote:
>>
>>>Wie sagt man auf austriakisch "Pellkartoffeln"?
>>>
>> Gar nicht, soweit ich weiß. Wir essen einfach Erdäpfel. Die ganz
>> jungen heißen Heurige, die können manchmal ungeschält bleiben.
>> Ansonsten hielte ich es für eine Art von Pleonasmus, bei Erdäpfeln zu
>> erwähnen, dass sie geschält sind.
>
>Pellen ist eben nicht synonym mit schälen, deswegen werden
>Pellkartoffeln auch nicht geschält, sondern mit Schale gekocht und
>dann ohne Messer (oder nur mit einem Messer als Kratzhilfe) gepellt.
Ah, jetzt weiß ich.
Das heißt bei uns "Erdäpfel mit Butter" und kommt entweder am
Karfreitag auf den Tisch, oder, wenn's die ersten Heurigen gibt, oder,
wenn die Mutter absolut keine Zeit zum Kochen hat. Also höchstens
dreimal in einem Jahr. Lohnt sich nicht, dafür einen eigenen Namen zu
erfinden.
>Genauso werden gekochte Eier gepellt, da sich die Schale leicht von
>Hand ablösen läßt, Mohrrüben, Äpfel oder Spargelstangen dagegen mit
>einem Messer geschält.
>
Was eine Schale hat, wird geschält, was eine Haut hat, zur Not auch,
der Rest wird geputzt. Spargel schäl ich eigentlich nur, weil das
Werkzeug Spargelschäler heißt. (Sonst würd ich ihn wahrscheinlich
putzen)
>In article <0l0icvkitbjikoccs...@4ax.com>, Reinhard Gonaus wrote:
>
>> On Mon, 19 May 2003 17:09:18 +0200, Muell...@despammed.com (Ralf
>> Heinrich Arning) wrote:
>
>>>Wie sagt man auf austriakisch "Pellkartoffeln"?
>
>> Gar nicht, soweit ich weiß. Wir essen einfach Erdäpfel. Die ganz
>> jungen heißen Heurige, die können manchmal ungeschält bleiben.
>> Ansonsten hielte ich es für eine Art von Pleonasmus, bei Erdäpfeln zu
>> erwähnen, dass sie geschält sind.
>
>Das Besondere an den Pellkartoffeln ist ja nicht, dass sie geschält
>werden, sondern dass das erst nach dem Kochen geschieht.
Das ist in der österreichischen Küche bei fast jeder Zubereitungsform
so. Insofern sind Pellkartoffeln bei uns so gewöhnlich, dass es nicht
mal einen eigenen Namen braucht. Vor dem "Kochen" schäle ich Erdäpfel
für Pommes und für Salzkartoffeln.
Letztere halte ich für Krankenkost. ;-)
Ich verwende auch nur die speckigen, festkochenden Sorten. Die andern
schmecken mir nicht.
>* Reinhard Gonaus <er...@aon.at>:
>
>>>Wie sagt man auf austriakisch "Pellkartoffeln"?
>>>
>> Gar nicht, soweit ich weiß. Wir essen einfach Erdäpfel. Die ganz
>> jungen heißen Heurige, die können manchmal ungeschält bleiben.
>> Ansonsten hielte ich es für eine Art von Pleonasmus, bei Erdäpfeln zu
>> erwähnen, dass sie geschält sind.
>
>Ich denke, mit "Pellkartoffeln" ist gemeint, dass sie in der Pelle
>gegart werden und mit derselben auf den Tisch kommen; im Gegensatz zu
>beispielsweise Salzkartoffeln.
>
Ich hab schon drauf hingewiesen. Erdäpfel in der Schale zu kochen, ist
bei uns der übliche Vorgang. So gesehen brauchen wir keine eigene
Bezeichnung für etwas, das anders praktisch nicht vorkommt.
> "Pellen" wird in meinem sprachlichen Umfeld als piefkenesisch und
> davon abgesehen völlig synonym mit "schälen" angesehen.
Im Piefkinesischen ist es aber ein großer Unterschied, ob man Kartoffeln
pellt (dann hat man sie nämlich mit der Schale gekocht und zieht danach
die Pelle ab) oder schält (das tut man nämlich mit rohen Kartoffeln,
die nachher ohne Schale gekocht werden).
Wurst kann man MUSEN nur pellen, nicht schälen.
Diedrich
--
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> Unabhängig davon würde ich das Entfernen der Eierschale
> aber eh nicht "schälen" nennen. MUSEN schält man nur etwas,
> wenn man eine mehr oder weniger biegsame Schale mit einem
> Schneidwerkzeug entfernt, die eines Apfels oder einer Tomate
> z.B. oder eben die Rinde des o.g. Baumstamms; das Entfernen
> einer harten Schale mit den Fingern nenne ich, und so
> schließt sich der Kreis zu "pelar", "pellen".
Pellen ist für mich ein regionales Synonym des standardsprachlichen
Schälens, am bekanntesten aber von den Pellkartoffeln. Bei Tomaten ziehe
ich die Haut nach Eintauchen in heißes Wasser mit den Fingern ab - aber
das kann ich auch unter Schälen subsumieren.
--
Oliver Cromm
Der imaginaere Mensch bekommt Oliver. Was tun Sie?
www.sloganizer.de
Gekochte Erdäpfel
--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Mögen alle Wesen glücklich sein!
| | | |_| | Mögen sie frei sein von Gier, Haß, Verblendung und
| | | _ | Leiden."
|_|a |_| |_|a (Buddhistischer Gruß)
> Pellen ist eben nicht synonym mit schälen, deswegen werden
> Pellkartoffeln auch nicht geschält, sondern mit Schale gekocht und
> dann ohne Messer (oder nur mit einem Messer als Kratzhilfe) gepellt.
> Genauso werden gekochte Eier gepellt, da sich die Schale leicht von
> Hand ablösen läßt, Mohrrüben, Äpfel oder Spargelstangen dagegen mit
> einem Messer geschält.
>
Nicht daß jetzt jemand von den Südlichtern auf die Idee kommt, die
Piefke würden rohe Eier schälen!
> Im Piefkinesischen ist es aber ein großer Unterschied, ob man Kartoffeln
> pellt (dann hat man sie nämlich mit der Schale gekocht und zieht danach
> die Pelle ab) oder schält (das tut man nämlich mit rohen Kartoffeln,
> die nachher ohne Schale gekocht werden).
Naja, Pellkartoffeln heißen zwar niemals schälkartoffeln, aber wenn sie
einmal auf dem Tisch stehen, sind "pellen" und "schälen" synonym.
Pellkartoffeln werden eben erst bei Tisch geschält (oder gepellt),
Salzkartoffeln vor dem Sieden (aber nicht gepellt).
Matthias
--
Die Kälte wächst gegen den Nordpol um 10 Grad, zuletzt hört sie
ganz auf. [Prof. Galletti]
> Pellen ist für mich ein regionales Synonym des standardsprachlichen
> Schälens, am bekanntesten aber von den Pellkartoffeln. Bei Tomaten ziehe
> ich die Haut nach Eintauchen in heißes Wasser mit den Fingern ab - aber
> das kann ich auch unter Schälen subsumieren.
Heißt das nicht passieren?
> Naja, Pellkartoffeln heißen zwar niemals schälkartoffeln, aber wenn
> sie einmal auf dem Tisch stehen, sind "pellen" und "schälen" synonym.
> Pellkartoffeln werden eben erst bei Tisch geschält (oder gepellt),
MUSEN werden sie da nur gepellt, nicht geschält.
> Salzkartoffeln vor dem Sieden (aber nicht gepellt).
Diedrich
>> Wie sagt man auf austriakisch "Pellkartoffeln"?
>>
>
> Gekochte Erdäpfel
Bei uns in Tirol auch 'Schelfala' (Betonung auf erster Silbe).
Grüße,
Helmut
Das ist, wenn Du die Tomaten die Maschen eines Siebes passieren läßt und
sieht am Ende sehr viel matschiger aus als das Pellen.
chr
> Ich hab schon drauf hingewiesen. Erdäpfel in der Schale zu kochen, ist
> bei uns der übliche Vorgang. So gesehen brauchen wir keine eigene
> Bezeichnung für etwas, das anders praktisch nicht vorkommt.
Das halte ich für ein Gerücht. Hier in Ösiland gibt es jede Menge
wohlschmeckende Gerichte, die ein Schälen roher Kartoffel erfordern.
Übrigens setzt sich auch hier "Kartoffel" gegenüber "Erdäpfel" immer
mehr durch. Den Ausdruck "Grundbirne" (regional Burgenland,
Oststeiermark) versteht kaum noch jemand.
Helmut Wollmersdorfer
--
http://www.wollmersdorfer.at
Name them and shame them http://www.bigbrotherawards.at/
http://www.vibe.at subscribe http://www.vibe.at/kontakt.html#internetz
http://quintessenz.at subscribe http://www.quintessenz.at/q/depesche
Nein. Die Paradeiser werden zuerst blanchiert und dann geschält.
[...]
> Den Ausdruck "Grundbirne" (regional Burgenland,
> Oststeiermark) versteht kaum noch jemand.
Von dort ins Slowenische und Kroatisch-Bosnisch-Serbische als
standardsprachlicher Ausdruck für Kartoffel übernommen:
krompir/krumpir.
Auch in Vorarlberg kenne manche (ältere bzw. nicht Stadt-)Menschen noch den
dialektalen Ausdruck 'Grump@r@' (erste Silbe betont, @ = Schwa-Laut, <
Grundbirne) für Kartoffel.
Grüße,
Helmut
> Oliver Cromm schrieb:
>
> > Pellen ist für mich ein regionales Synonym des standardsprachlichen
> > Schälens, am bekanntesten aber von den Pellkartoffeln. Bei Tomaten ziehe
> > ich die Haut nach Eintauchen in heißes Wasser mit den Fingern ab - aber
> > das kann ich auch unter Schälen subsumieren.
>
> Heißt das nicht passieren?
MUSE meint, daß Passieren das sei, was man danach mit der geschälten
Tomate machen kann: Durch ein Sieb drücken.
Gruß,
Gerhard
>> Genauso werden gekochte Eier gepellt, da sich die Schale leicht von
>> Hand ablösen läßt, Mohrrüben, Äpfel oder Spargelstangen dagegen mit
>> einem Messer geschält.
>>
>Nicht daß jetzt jemand von den Südlichtern auf die Idee kommt, die
>Piefke würden rohe Eier schälen!
>
Trau ich mich?
Womöglich werden die auch gepellt?
>Reinhard Gonaus wrote:
>
>> Ich hab schon drauf hingewiesen. Erdäpfel in der Schale zu kochen, ist
>> bei uns der übliche Vorgang. So gesehen brauchen wir keine eigene
>> Bezeichnung für etwas, das anders praktisch nicht vorkommt.
>
>Das halte ich für ein Gerücht. Hier in Ösiland gibt es jede Menge
>wohlschmeckende Gerichte, die ein Schälen roher Kartoffel erfordern.
Ja? Zum Beispiel?
>Übrigens setzt sich auch hier "Kartoffel" gegenüber "Erdäpfel" immer
>mehr durch. Den Ausdruck "Grundbirne" (regional Burgenland,
>Oststeiermark) versteht kaum noch jemand.
>
Also, ich verwende (sprachlich) Kartoffelpuffer. Ansonsten sag ich
Erdäpfel. Erdäpfelpüree, -salat, -sterz, -auflauf, -suppe, -gulasch,
-brot, -teig, ...
>>Ich denke, mit "Pellkartoffeln" ist gemeint, dass sie in der Pelle
>>gegart werden und mit derselben auf den Tisch kommen; im Gegensatz zu
>>beispielsweise Salzkartoffeln.
>>
> Ich hab schon drauf hingewiesen. Erdäpfel in der Schale zu kochen, ist
> bei uns der übliche Vorgang. So gesehen brauchen wir keine eigene
> Bezeichnung für etwas, das anders praktisch nicht vorkommt.
Naja, man braucht ja einfach eine Bezeichnung für das Gericht, und
Fürst-Pückler-Kartoffeln wäre etwas sperrig. Bei den anderen
Zubereitungsarten mit Schale wird diese typischerweise nicht von jedem
Esser bei Tisch entfernt (sondern mitgegessen, wie bei jungen
Schalenkartoffeln auch).
Bei den mir geläufigen und von mir selbst angewandten
Kartoffelzubereitungen
a) Ofenkartoffeln (halbe K. mit Öl bepinselt auf Blech)
b) Geschwellte (Pell-K.)
c) Rösti
d) Kartoffelgratin
e) Bratkartoffeln
f) Kartoffelstock
g) Salzkartoffeln
wird bei a, d, f, g und oft auch e zuerst geschält, dann gegart.
c und je nachdem e sind atypisch, weil zweimal gegart.
Traditionellerweise isst man am Abend Geschwellte (mit Käse, Aufschnitt
usw), nimmt aber die doppelte Menge, und macht aus den übriggebliebenen
am nächsten Tag Rösti. Im bäuerlichen Leben ass man Rösti zum (zweiten)
Frühstück mit massenhaft Butter zu Kakao oder Kaffee. Brrr.
- Andi
> Von dort ins Slowenische und Kroatisch-Bosnisch-Serbische als
> standardsprachlicher Ausdruck für Kartoffel übernommen:
> krompir/krumpir.
Nahe der slowenischen Grenze im Südburgenland spricht man es auch eher
Krumpa(r)n oder Krompa(r)n aus.
Noch weniger bekannt ist "Bramburi" und dürfte über das Tschechische
"brambor" nach Ostösterreich gelangt sein. Vergleiche dazu auch
http://psb1.uibk.ac.at/retti/oewb/dat/32.html oder
http://www.janko.at/Wienerisch/Lexikon/b.htm
> On Mon, 19 May 2003 21:39:05 +0200, Helmut Wollmersdorfer
> <hel...@wollmersdorfer.at> wrote:
> >Das halte ich für ein Gerücht. Hier in Ösiland gibt es jede Menge
> >wohlschmeckende Gerichte, die ein Schälen roher Kartoffel erfordern.
> Ja? Zum Beispiel?
Bratkartoffel, Salzkartoffel (die übrigens mit Kümmel gewürzt werden),
Kartoffelsuppe, Kartoffelgulasch, Spritzerdäpfel, Erdäpfelpuffer,
Stroherdäpfel, Erdäpfelpüree, Erdäpfelkroketten, Waldviertler Knödel
> On Mon, 19 May 2003 20:16:36 +0200, Muell...@despammed.com (Ralf
> Heinrich Arning) wrote:
>
>>> Genauso werden gekochte Eier gepellt, da sich die Schale leicht von
>>> Hand ablösen läßt, Mohrrüben, Äpfel oder Spargelstangen dagegen mit
>>> einem Messer geschält.
>>>
>>Nicht daß jetzt jemand von den Südlichtern auf die Idee kommt, die
>>Piefke würden rohe Eier schälen!
>>
> Trau ich mich?
> Womöglich werden die auch gepellt?
Ich glaube, diesen Vorgang bezeichnet man als "ausblasen" :-)
> Bei den mir geläufigen und von mir selbst angewandten
> Kartoffelzubereitungen
> a) Ofenkartoffeln (halbe K. mit Öl bepinselt auf Blech)
> b) Geschwellte (Pell-K.)
> c) Rösti
> d) Kartoffelgratin
> e) Bratkartoffeln
> f) Kartoffelstock
> g) Salzkartoffeln
> wird bei a, d, f, g und oft auch e zuerst geschält, dann gegart.
Habe übrigens auch schon erlebt, wie rohe Kartoffeln in Scheiben
geschnitten und in der Pfanne gebraten wurden: ging. Ansonsten werden
hier Bratkartoffeln ausschließlich aus Pellkartoffeln hergestellt, es
sei denn, es handele sich um Reste vom Vortage.
> Traditionellerweise isst man am Abend Geschwellte (mit Käse, Aufschnitt
> usw), nimmt aber die doppelte Menge, und macht aus den übriggebliebenen
> am nächsten Tag Rösti. Im bäuerlichen Leben ass man Rösti zum (zweiten)
> Frühstück mit massenhaft Butter zu Kakao oder Kaffee. Brrr.
Gehe ich recht in der Annahme, daß "Rösti" kleine Kartoffeln sind, die
man ganz in der Pfanne röstet? Solche werden in Norddeutschland auch
gerne mit Zucker gemacht, bspw. zum Grünkohl.
> In meiner Studentenzeit pflegte ich Kartoffeln oft ohne Umstände in der
> Schale mit heißer Luft im Backofen zu rösten, welches Ergebnis mit zumeist
> hervorragend mundete (nach Entfernung der Schale, versteht sich).
Das ist sozusagen die Luxusvariante. Denn so 'nen ganzen Ofen für ein,
zwei Kartoffeln in Gang bringen - das kostet.
Andererseits schmeckt's ungleich besser. Wenn man die Schale ein bissel
einfettet, wird sie knusprig und kann sogar mitgegessen werden (hier in
England als "Jacket Potato" bekannt).
> Habe übrigens auch schon erlebt, wie rohe Kartoffeln in Scheiben
> geschnitten und in der Pfanne gebraten wurden: ging.
Ähnlich wie "Chips" oder "Potato Wedges" hier in England. Erfordert
allerdings auch eine Menge Fett, damit es richtig durchgart.
Elke Philburn
> Michael J meinte:
>
>> "Pellen" wird in meinem sprachlichen Umfeld als piefkenesisch und
>> davon abgesehen völlig synonym mit "schälen" angesehen.
>
> Im Piefkinesischen ist es aber ein großer Unterschied, ob man Kartoffeln
> pellt (dann hat man sie nämlich mit der Schale gekocht und zieht danach
> die Pelle ab) oder schält (das tut man nämlich mit rohen Kartoffeln,
> die nachher ohne Schale gekocht werden).
Dann habe ich in Hessen wohl Österreichisch gelernt... Ich tippe eher
auf norddeutsch für "pellen".
Ich bevorzuge zwar selbst Pellkartoffeln, aber Salzkartoffeln kann man
auch wohlschmeckend zubereiten, wenn man geeignete Kartoffeln hat, sie
dämpft (und nicht in viel Wasser kocht) und dazu frische Petersilie
gibt.
> Übrigens setzt sich auch hier "Kartoffel" gegenüber "Erdäpfel" immer
> mehr durch. Den Ausdruck "Grundbirne" (regional Burgenland,
> Oststeiermark) versteht kaum noch jemand.
"Grundbirne"? Das ist ja mal interessant, ist doch das Wort
"Birne" m.W. ein Plural von Plattdeutsch "Beer", also regional
nicht wirklich in Österreich zu erwarten, oder?
--
Philipp Boerker - Mixed-signals ICs Design Engineer
Infineon Technologies AG, COM ANS, MchB/KU II, R.910906
Rosenheimer Str. 116 81669 Muenchen
phone: +49 89 234 54 725 fax: +49 89 234 85 664
> >Das Besondere an den Pellkartoffeln ist ja nicht, dass sie geschält
> >werden, sondern dass das erst nach dem Kochen geschieht.
>
> Das ist in der österreichischen Küche bei fast jeder Zubereitungsform
> so. Insofern sind Pellkartoffeln bei uns so gewöhnlich, dass es nicht
> mal einen eigenen Namen braucht.
Hm, der eine sagt, sie wären in Österreich so gewöhnlich, daß es
keinen eigenen Namen für sie gäbe, der andere meint, daß sie
höchstens dreimal im Jahr auf den Tisch kämen und sich ein eigener
Name deshalb erübrige. Habt Ihr so ein Problem damit, zuzugeben,
daß Euch das schöne Wort "Pellkartoffeln" fehlt? :o)
> > Gekochte Erdäpfel
>
> Bei uns in Tirol auch 'Schelfala' (Betonung auf erster Silbe).
Ist "Schäufele" das Gleiche im Schwabenland?
> Naja, Pellkartoffeln heißen zwar niemals schälkartoffeln, aber wenn sie
> einmal auf dem Tisch stehen, sind "pellen" und "schälen" synonym.
> Pellkartoffeln werden eben erst bei Tisch geschält (oder gepellt),
> Salzkartoffeln vor dem Sieden (aber nicht gepellt).
... womit abseits aller kulinarischen Überlegungen der Unterschied
zwischen "schälen" und "pellen" geklärt wäre: "pellen" setzt eine
"Pelle", also eine Haut, voraus, und die hat die rohe Kartoffel nicht.
Dass darüberhinaus das Wörter "Pelle" und "pellen" norddeutsch sind,
führt dazu, dass in S-Dtl "pellen" auch dann durch "schälen" ersetzt
wird, wenn man es in N-Dtl verwendet hätte; "schälen" ist also der
Oberbegriff. Das Wort "Pellkartoffel" ist wohl weiter nach S
verbreitet als das Wort "pellen".
Ein Ei hat auch nicht gerade eine Pelle, aber der Schälvorgang ist
ähnlich: es gibt eine Solltrennstelle zwischen Schale und Inhalt.
Helmut Richter
> Gehe ich recht in der Annahme, daß "Rösti" kleine Kartoffeln sind, die
> man ganz in der Pfanne röstet? Solche werden in Norddeutschland auch
> gerne mit Zucker gemacht, bspw. zum Grünkohl.
Nö, ich hatte angenommen, dass "man" als kulinarische Exportprodukte
neben Schokolade und Fondue auch Rösti kennt.
Rösti sind etwa das, was entsteht, wenn man nach deiner
Bratkartoffelmethode die Pellkartoffeln nicht in Scheiben schneidet,
sondern schält und mit der Röstiraffel in Streifchen zerkleinert. Wird
in Fett und evtl. Speckwürfeln in der Pfanne gebraten. Durch die
Streifenform halten die Kartoffelteile besser zusammen als die
Bratkartoffelscheiben, sie verfilzen sozusagen, es entsteht eine Art
Kuchen, den man wie eine Omelette wendet und beidseitig anbrät.
Eine Röstiraffel (anderswo wohl -reibe oder Reibeisen) ist so etwas
wie eine grobe Käsereibe oder Bircherraffel, also ein etwa 12x30cm
grosses Blech mit scharfkantigen Löchern; produziert Streifen mit
halbmondförmigem Querschnitt von etwa 5x2mm.
- Andi
> Ein Ei hat auch nicht gerade eine Pelle, aber der Schälvorgang ist
> ähnlich: es gibt eine Solltrennstelle zwischen Schale und Inhalt.
Aber gerade "wie aus dem Ei gepellt" wird überall verstanden, auch in
Gegenden, wo man sonst nicht pellt.
- Andi
>
>Hm, der eine sagt, sie wären in Österreich so gewöhnlich, daß es
>keinen eigenen Namen für sie gäbe, der andere meint, daß sie
>höchstens dreimal im Jahr auf den Tisch kämen und sich ein eigener
>Name deshalb erübrige. Habt Ihr so ein Problem damit, zuzugeben,
>daß Euch das schöne Wort "Pellkartoffeln" fehlt? :o)
Also, mir fehlt's nicht.
>> Ja? Zum Beispiel?
>
>Bratkartoffel, Salzkartoffel (die übrigens mit Kümmel gewürzt werden),
>Kartoffelsuppe, Kartoffelgulasch, Spritzerdäpfel, Erdäpfelpuffer,
>Stroherdäpfel, Erdäpfelpüree, Erdäpfelkroketten, Waldviertler Knödel
>
Bratkartoffel: Erdäpfel in der Schale kochen, schälen, in Scheiben
schneiden, in der Pfanne braten, evtl. mit Zwiebeln, würzen, Sterz
dazu sagen.
Auch Erdäpfel für Waldviertler Knödel kochen alle Waldviertler
Köchinnen, die ich kenne, in der Schale, ansonsten ok.
> Bratkartoffel, Salzkartoffel (die übrigens mit Kümmel gewürzt werden),
> Kartoffelsuppe, Kartoffelgulasch, Spritzerdäpfel, Erdäpfelpuffer,
> Stroherdäpfel, Erdäpfelpüree, Erdäpfelkroketten, Waldviertler Knödel
Was sind Spritzerdäpfel und Stroherdäpfel?
Ralf
--
It is easier to get into something than to get out of it.
Donald Rumsfeld
> Andreas Karrer schrieb:
>
> > Bei den mir geläufigen und von mir selbst angewandten
> > Kartoffelzubereitungen
> > a) Ofenkartoffeln (halbe K. mit Öl bepinselt auf Blech)
> > b) Geschwellte (Pell-K.)
> > c) Rösti
> > d) Kartoffelgratin
> > e) Bratkartoffeln
> > f) Kartoffelstock
Was ist das?
> > g) Salzkartoffeln
> > wird bei a, d, f, g und oft auch e zuerst geschält, dann gegart.
>
> Habe übrigens auch schon erlebt, wie rohe Kartoffeln in Scheiben
> geschnitten und in der Pfanne gebraten wurden: ging. Ansonsten werden
> hier Bratkartoffeln ausschließlich aus Pellkartoffeln hergestellt,
Mir sind beide Varianten theoretisch und praktisch geläufig. Man findet
es auch in Kochbüchern.
> es sei denn, es handele sich um Reste vom Vortage.
Ja, dann nimmt man Salzkartoffeln.
>
> > Traditionellerweise isst man am Abend Geschwellte (mit Käse, Aufschnitt
> > usw), nimmt aber die doppelte Menge, und macht aus den übriggebliebenen
> > am nächsten Tag Rösti. Im bäuerlichen Leben ass man Rösti zum (zweiten)
> > Frühstück mit massenhaft Butter zu Kakao oder Kaffee. Brrr.
>
> Gehe ich recht in der Annahme, daß "Rösti" kleine Kartoffeln sind, die
> man ganz in der Pfanne röstet? Solche werden in Norddeutschland auch
> gerne mit Zucker gemacht, bspw. zum Grünkohl.
Nein. Für Rösti werden die Kartoffeln gerieben. Besonders lecker sind
Käserösti.
Grünkohl bevorzuge ich als Eintopf.
(Wie heißt noch mal das Gesetz, demzufolge ein Thread in den Bereich
Nahrungs- und Genußmittel in ihrer Zubereitung mündet?)
> Matthias Opatz meinte:
>
>
> > Naja, Pellkartoffeln heißen zwar niemals schälkartoffeln, aber wenn
> > sie einmal auf dem Tisch stehen, sind "pellen" und "schälen" synonym.
> > Pellkartoffeln werden eben erst bei Tisch geschält (oder gepellt),
>
> MUSEN werden sie da nur gepellt, nicht geschält.
MUSE stimmt zu. Sachsen-Thüringen ist vielleicht ein Sonderschälbereich.
>
> > Salzkartoffeln vor dem Sieden (aber nicht gepellt).
>
Das ja.
Darf ich raten?
Stroherdäpfel = Pommes Frites (in meinem Kochbuch steht auch noch
Strohkartoffeln)
Spritzerdäpfel = Herzoginkartoffeln (die heißen doch so, die im Ofen
gebackenen Rosetten aus Kartoffelbrei?)
-c-
Schweizerisch für Karoffelbrei. Das hab ich zumindest so hier in desd
gelernt. ;-)
-c-
[Kartoffelstock]
> Schweizerisch für Karoffelbrei. Das hab ich zumindest so hier in desd
> gelernt. ;-)
Wer kennt nicht Stocki, den leckersten Kartoffelpamp des letzten
Jahrtausends? Schmeckt prima, wenn der Magen so richtig knorrt!
http://makeashorterlink.com/?W294513A4
Grüße,
Helmut
> Bratkartoffel: Erdäpfel in der Schale kochen, schälen, in Scheiben
> schneiden, in der Pfanne braten, evtl. mit Zwiebeln, würzen, Sterz
> dazu sagen.
Eben, Bratkartoffel sind kein Sterz.
> Auch Erdäpfel für Waldviertler Knödel kochen alle Waldviertler
> Köchinnen, die ich kenne, in der Schale, ansonsten ok.
Die machen eben keine echten Waldviertler Knödel sondern gewöhnliche
Erdäpfelknödel.
http://www.herz-kreislauf.at/rezepte/rezepte_0902.htm
| Zubereitung Waldviertler Knödel
| Rohe Erdäpfel in Wasser reiben, in Leinentuch sehr gut auspressen.
> Was sind Spritzerdäpfel und Stroherdäpfel?
Spritzerdäpfel werden aus einer Kartoffelmasse mittels
[Spritz|Dressier][sack|beutel] auf einem Backblech zu Krapferl geformt
und im Backrohr gebacken. Eine Variante davon sind Briocheerdäpfel.
Stroherdäpfel werden wie Pommes zubereitet, sind aber ganz dünn
geschnitten.
>>>> f) Kartoffelstock
>>
>> Was ist das?
>
> Schweizerisch für Karoffelbrei. Das hab ich zumindest so hier in desd
> gelernt. ;-)
Der nochmal woanders wohl Kartoffelpüree heisst.
Um sachte wieder aus dem kulinarischen Bereich in den sprachlichen
hinüberzuleiten: Woher der "Stock" kommt, weiss ich nicht sicher;
wahrscheinlich, weil man den Brei lieber nicht allzu dünnflüssig mag,
also etwa wie beim Leim, der stockt, dick wird.
Nach Wahrig wurde diese Bedeutung von "stocken" zuerst in der Medizin
für das Gerinnen des Bluts verwendet und erst später allgemein für das
Dick- und Festwerden von Flüssigkeiten. Nach Kluge gibt es "stocken" in
dieser bedeutung schon seit dem 14. Jh., vermutet wird eine
Verwandschaft zum Stock: stocksteif werden, "aber die
Bedeutungsverhältnisse sind im einzelnen nicht ausreichend klar".
- Andi
> Reinhard Gonaus wrote:
>
>> Bratkartoffel: Erdäpfel in der Schale kochen, schälen, in Scheiben
>> schneiden, in der Pfanne braten, evtl. mit Zwiebeln, würzen, Sterz
>> dazu sagen.
>
> Eben, Bratkartoffel sind kein Sterz.
Sterz kenne ich nur vom Geflügel...
--
Oliver Cromm
Fatal exception in module gravitation.dll. Instable state of cosmos.
The universe will be restarted now. Any unsaved data will be lost.
(after an idea from "Boarder Lord" at www.heise.de)
Und ich nur als Polenta.
--
»Die Aussprache ist allerdings so eine Sache für sich. Wenn man es "normal"
liest, würde man es wohl "dei-suh-ki" aussprechen. Im Japanischen wird das
"U" allerdings nicht mitgesprochen, da hört es sich eher wie "dei-ski" an.«
-- Editorial der Daisuki, Ausgabe 1
> Sterz kenne ich nur vom Geflügel...
Diese Bedeutung dürfte auf DE-DE beschränkt sein.
In DE-AT ist damit meist eine bestimmte Speise gemeint:
http://members.aon.at/maiso/sterz.htm
> (Wie heißt noch mal das Gesetz, demzufolge ein Thread in den Bereich
> Nahrungs- und Genußmittel in ihrer Zubereitung mündet?)
Qno's Law.
Gruß,
Gerhard
> Helmut Weinberger wrote:
>
> > > Gekochte Erdäpfel
> >
> > Bei uns in Tirol auch 'Schelfala' (Betonung auf erster Silbe).
>
> Ist "Schäufele" das Gleiche im Schwabenland?
Schäufele sind hier in Baden das was woanders Kaßler heißt. So
ungefähr jedenfalls.
Gruß,
Gerhard
>Reinhard Gonaus wrote:
>
>> Bratkartoffel: Erdäpfel in der Schale kochen, schälen, in Scheiben
>> schneiden, in der Pfanne braten, evtl. mit Zwiebeln, würzen, Sterz
>> dazu sagen.
>
>Eben, Bratkartoffel sind kein Sterz.
>
Erzähl!
>> Auch Erdäpfel für Waldviertler Knödel kochen alle Waldviertler
>> Köchinnen, die ich kenne, in der Schale, ansonsten ok.
>
>Die machen eben keine echten Waldviertler Knödel sondern gewöhnliche
>Erdäpfelknödel.
>http://www.herz-kreislauf.at/rezepte/rezepte_0902.htm
>| Zubereitung Waldviertler Knödel
>| Rohe Erdäpfel in Wasser reiben, in Leinentuch sehr gut auspressen.
>
Da hast du Recht. Unachtsam gelesen und mit Scheuklappen gedacht.
Sorry.
Erdäpfel, die roh weiterverarbeitet werden, müssen natürlich zuvor
geschält werden. Das kommt halt in der Küche für alle Tage nur selten
vor, weil's relativ aufwendig ist.
>>
>> Eben, Bratkartoffel sind kein Sterz.
>
>Sterz kenne ich nur vom Geflügel...
Bei Wilhelm Busch auch bei Kerbtieren.
Hierzulande ist Sterz eine Masse aus einem homogenen Grundstoff, in
der Pfanne in kleinen Stücken ziemlich fettreich gebraten. Auch der
weltbekannte Kaiserschmarrn heißt mancherorts einfach Sterz.
> * Sebastian Koppehel <ba...@bastisoft.de>:
>
>> Gehe ich recht in der Annahme, daß "Rösti" kleine Kartoffeln sind, die
>> man ganz in der Pfanne röstet? Solche werden in Norddeutschland auch
>> gerne mit Zucker gemacht, bspw. zum Grünkohl.
>
> Nö, ich hatte angenommen, dass "man" als kulinarische Exportprodukte
> neben Schokolade und Fondue auch Rösti kennt.
"Man" kennt das vielleicht auch ...
> Rösti sind etwa das, was entsteht, wenn man nach deiner
> Bratkartoffelmethode die Pellkartoffeln nicht in Scheiben schneidet,
> sondern schält und mit der Röstiraffel in Streifchen zerkleinert. Wird
> in Fett und evtl. Speckwürfeln in der Pfanne gebraten. Durch die
> Streifenform halten die Kartoffelteile besser zusammen als die
> Bratkartoffelscheiben, sie verfilzen sozusagen, es entsteht eine Art
> Kuchen, den man wie eine Omelette wendet und beidseitig anbrät.
Ach so. Aber das kann man doch wohl auch mit rohen Kartoffeln machen,
oder? So jedenfalls beim Kartoffelpuffer - im Prinzip das gleiche, nur
mit Eiern, Zwiebel und etwas Mehl.
- Sebastian
--
Wir ernten, was wir nicht gesät haben, und wir säen, was wir nicht ernten
werden.
(An einem Forsthaus)