Am Wed, 08 May 2013 19:39:16 +0200 schrieb Markus Loch:
> Am 07.05.2013 13:33, schrieb Andreas Karrer:
>> Etymologisches W�rterbuch (nach Pfeifer)
>>
>> Tram , ferner: Tram
>> Trambahn f. auf Schienen fahrende Pferdebahn, dann Stra�enbahn, auch
>> (und �lter) Tram f., Entlehnung (um 1870) von gleichbed. engl. tram,
>> ^^^^^^^^^^
>> Kurzform f�r tram-car Stra�enbahnwagen bzw. tramroad, tramway
>> Schienenweg. Engl. tram Schienenstrang, Gleisanlage (aus Ei
>>
>> Die Kurzform Tram gabs also offenbar im Englsichen schon, als das Wort
>> entlehnt wurde.
>>
>
> Bei dem Weg:
>
> Das Wort Tram in der Bedeutung "Strassenbahn" ist zwar aus dem
> Englischen entlehnt, es gibt aber auch Reflexe des Wortes in den
> schweizerischen Mundarten.
Im "Variantenw�rterbuch der deutschen Sprache" steht:
"*Tram�* CH das; -s, -s/D-nordost (Berlin)/s�dost die; -, -s <aus engl.
/tram, tramway/ 'Stra�enbahn[linie]'>; -> BIM A-ost (bes. Wien), -> Tramway
A-ost/s�dost, -> Stra�enbahn A D, -> Trambahn CH-zentral (bes. Luzern)
D-s�dost >Schienenfahrzeug des �ffentlichen Nahverkehrs<: /Um 7 Uhr/
/rattern wir mit Tram Nr. 14 vom Aeschenplatz nach St. Jakob hinaus/
(Schmidt, Wanderung 10; CH); /Nach 28 Jahren f�hrt im Westteil der Stadt/
/erstmals wieder eine Tram/ (Welt 10.10.1995; D-nordost) - In A selten. In
A, D-nordost (Berlin)/s�dost Femininum, in CH Neutrum"
> "Tram" bedeutete im Englischen urspr�nglich kurzer, dicker
> Querbalken, beispielsweise einer Deckenkonstruktion. Es ist
> urverwandt mit "Tree" oder deutsch "Trog", "Teer" und der
> letzten Silbe in "Holunder".
Friedrich Kluge, "Etymologisches W�rterbuch der deutschen Sprache", 25.
Auflage:
"*Trambahn* /Sf/ (k�rzer *Tram* /f.|n./) /erw. reg./ (19. Jh.). Umgeformt
aus �lterem /Tramway/, das aus dem Englischen entlehnt ist. Dessen Herkunft
ist nicht ausreichend klar; vermutlich ist der erste Bestandteil das mndd.
/trame, treme,/ mndl. /trame/ 'Balken'."
> Gibt es rezente Reflexe des Wortes "Tram" in anderen
> deutschsprachigen Mundarten?
Im "Variantenw�rterbuch" steht:
"*Tram�* A D-s�dost der; -(e)s, -e/Tr�me; >vierkantiges, massives, langes
St�ck [Bau]holz, Balken<: /... tats�chlich schlummern in den gro�en alten/
/St�dten, gut verborgen hinter Putz und Mauern, ganze W�lder in Form/
/uralter Holzbalken und Tr�me/ (Arbeitsgemeinschaft ProHolz Austria 6/2002,
Internet; A)"
Gru�
Manfred.