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Nancy Faeser

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Stefan Schmitz

unread,
May 14, 2022, 5:02:56 AM5/14/22
to
Häufig fällt mir in den Medien auf, dass der Name der Innenministerin
wie die Waffe Phaser ausgesprochen wird.
Warum? Ist das ä in dem Namen so schwer zu artikulieren? Suggeriert der
Vorname, dass sie Britin oder Amerikanerin sei?

Bertel Lund Hansen

unread,
May 14, 2022, 5:28:01 AM5/14/22
to
Den 14.05.2022 kl. 11.02 skrev Stefan Schmitz:

> Häufig fällt mir in den Medien auf, dass der Name der Innenministerin
> wie die Waffe Phaser ausgesprochen wird.

Ich habe eben sechs Youtube-Videos gesehen, wo sie präsentiert wird, und
in einem davon wird den Namen englisch ausgesprochen.

Als Ursula von der Leyen neulich gewählt worden war, wurde ihren Namen
im dänischen Fernsehen englisch ausgesprochen (von der Laien). Das
dauerte glücklicherweise nicht lange.

> Warum? Ist das ä in dem Namen so schwer zu artikulieren?

Vielleicht denken einige Deutsche englisch, selbst bei deutschen Namen?

--
Bertel

Bertel Lund Hansen

unread,
May 14, 2022, 5:28:58 AM5/14/22
to
Den 14.05.2022 kl. 11.27 skrev Bertel Lund Hansen:

> Vielleicht denken einige Deutsche englisch, selbst bei deutschen Namen?

... wozu "Nancy" natürlich inspiriert.

--
Bertel

Ulf Kutzner

unread,
May 14, 2022, 5:32:11 AM5/14/22
to
Bertel Lund Hansen schrieb am Samstag, 14. Mai 2022 um 11:28:01 UTC+2:

> Als Ursula von der Leyen neulich gewählt worden war, wurde ihren Namen
> im dänischen Fernsehen englisch ausgesprochen (von der Laien). Das
> dauerte glücklicherweise nicht lange.

Zumindest von der Lajen halte ich bis zum Beleg des Gegenteils für die bestmögliche Aussprache.

Wolfgang

unread,
May 14, 2022, 6:12:35 AM5/14/22
to
Im deutschen Fernsehen höre ich nur /fon der laien/, niemals /von.../.

Ciao,
Wolfgang

Bertel Lund Hansen

unread,
May 14, 2022, 6:24:55 AM5/14/22
to
Den 14.05.2022 kl. 12.12 skrev Wolfgang:

> Im deutschen Fernsehen höre ich nur /fon der laien/, niemals /von.../.

Entschuldigung. Man hörte "von der läjen".

--
Bertel

Heinz Lohmann

unread,
May 14, 2022, 11:34:23 AM5/14/22
to
Am 14.05.2022 um 17:02 schrieb Stefan Schmitz:
> Suggeriert der
> Vorname, dass sie Britin oder Amerikanerin sei?

??
... Amerikanerin ist.

Hat der Konkjunktiv I hier eine besondere Funktion?

--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.

Ulf Kutzner

unread,
May 14, 2022, 11:51:45 AM5/14/22
to
Mit der phonetischen Goldwaage müßten wir wohl auch das 'r' ausschließen.

Stefan Schmitz

unread,
May 14, 2022, 12:59:42 PM5/14/22
to
Am 14.05.2022 um 17:34 schrieb Heinz Lohmann:
> Am 14.05.2022 um 17:02 schrieb Stefan Schmitz:
>> Suggeriert der
>> Vorname, dass sie Britin oder Amerikanerin sei?
>
> ??
> ... Amerikanerin ist.
>
> Hat der Konkjunktiv I hier eine besondere Funktion?

Im Prinzip wie bei indirekter Rede.
Dort steht der Konjunktiv I für das, was jemand sagt/denkt/meint. Und da
Suggerieren zu einem Denken führt, halte ich hier den Konjunktiv I für
richtig.

Indikativ halte ich für falsch, weil sie ja Deutsche ist. Konjunktiv II
wäre eine Alternative.


Wie stehst du denn zu diesem inhaltlich ähnlichen Fall:
Sie ließ ihn in dem Glauben, sie ... Amerikanerin.

Thomas Hochstein

unread,
May 14, 2022, 2:15:05 PM5/14/22
to
Heinz Lohmann schrieb:

> Am 14.05.2022 um 17:02 schrieb Stefan Schmitz:
> > Suggeriert der
> > Vorname, dass sie Britin oder Amerikanerin sei?
>
> ??
> ... Amerikanerin ist.

Das wäre falsch.

Frank Hucklenbroich

unread,
May 14, 2022, 2:42:37 PM5/14/22
to
Ja, der Vor- und Nachname klingen eigentlich ziemlich amerikanisch.

Ich kenne jetzt sponatn keine Deutsche, die Nancy mit Vormamen heißt.

Nancy Reagan, Nancy Pelosi, Nancy Spungen...alles Amerikanerinnen.

Übrigens gibt es in der karibischen Literatur "Anancy"-Stories, kurz
"Nancy"-Stories genannt, über den Held "Anancy", eine clevere Spinne, die
viele Abenteuer besteht und als besonders listig gilt. Im Jamaika nennt man
Spinnen auch kurz "Nancy" ("There's a nancy on the ceiling!").

https://de.wikipedia.org/wiki/Anansi#:~:text=Anansi%2C%20Gott%20des%20Schabernacks%2C%20Gauner,Himmelsgottes%20Nyame%2C%20beziehungsweise%20dessen%20Diener.

Ob der Name etwas mit der Figur zu tun hat, weiß ich allerdings nicht.

Vermutlich ist es eher eine Kurzform von "Anastacia".

Grüße,

Frank

Bernd Schwegmann

unread,
May 14, 2022, 8:39:00 PM5/14/22
to
Am 14.05.22 um 11:02 schrieb Stefan Schmitz:
Wer hierzulande seiner Tochter den Vornamen Nancy antat, gehörte zur
Menge der Personen mit "Besatzungsschaden" oder heimgekehrter Expats.

Ich hab den Verdacht bereits einmal geäußert, daß du kein
Muttersprachler bist, allerdings mit 1a Deutschkenntnissen.

Mir ergeht es ähnlich, wenn US-Autoren, z.B. D.F. Wallace in seinen
Romanen aus dem Overflyland TV-Schauspieler mit deren Seriennamen
zitiert. Allen US-TV-Zuschauern waren diese Namen geläufig, Europäern
weniger.. Auch dem Kontext war nicht zu entnehmen, warum DFW zitierte.

Hier etwa Inge Meysel ,Tegtmeier(?) Wepper, Tappert e.a.

BS+

Arnulf Sopp

unread,
May 14, 2022, 9:28:36 PM5/14/22
to
Am Sun, 15 May 2022 02:38:56 +0200 schrieb Bernd Schwegmann:

> Wer hierzulande seiner Tochter den Vornamen Nancy antat, gehörte zur
> Menge der Personen mit "Besatzungsschaden" oder heimgekehrter Expats.

Pikanterweise setzt Wikipedia die Aussprache ihres Vornamens als bekannt
voraus, erläutert aber die des Nachnamens. Das finde ich lustig.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Faeser

Ich erinnere mich an einen Spruch ungefähr dieses Wortlauts: Kevin ist kein
Name, sondern eine Diagnose. Gemeint ist: Die Vergabe solcher vermeintlich
progressiver, tatsächlich aber verräterischer Namen ist nach Meinung einer
selbsternannten Elite der Ausweis proletarischer Abkunft. Die Statistik
widerspricht dieser Annahme nicht.

Nein, dazu habe ich keine Zahlen, aber als pensionierter Lehrer hatte ich
einen Sean, der sich [si:n] aussprechen ließ, sowie viele Cindys, Olivers
oder Chantals in meinen Klassen, die in fast allen Fällen einer einfachen,
nicht sehr privilegierten Familie angehörten.

Vom Jahrgang 1970, könnte Frau Faeser durchaus bereits zu den frühen Opfern
dieses Phänomens gehören, wenngleich die Beschreibung ihrer Familie als
Kind in Wikipedia diesem Klischee nicht entspricht.

Womit ich soeben zugegeben habe, dass es eigentlich eins ist.

Tschüs!
Arnulf

--
Ich will so gerne ein guter Nachbar sein wie ein schlechter Untertan.
Henry David Thoreau

Stefan Schmitz

unread,
May 15, 2022, 2:45:23 AM5/15/22
to
Am 15.05.2022 um 03:28 schrieb Arnulf Sopp:

> Pikanterweise setzt Wikipedia die Aussprache ihres Vornamens als bekannt
> voraus, erläutert aber die des Nachnamens. Das finde ich lustig.
> https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Faeser

Was sollte bei der Aussprache des Vornamens auch unklar sein?

Dass es beim Nachnamen erwähnt wird, liegt vermutlich daran, dass ihn
viele falsch aussprechen. Leider ist der als Beleg gebrachte
Radiobeitrag nicht mehr abrufbar. Wäre interessant zu wissen, ob und wie
die Aussprache dort thematisiert wurde.

> Ich erinnere mich an einen Spruch ungefähr dieses Wortlauts: Kevin ist kein
> Name, sondern eine Diagnose. Gemeint ist: Die Vergabe solcher vermeintlich
> progressiver, tatsächlich aber verräterischer Namen ist nach Meinung einer
> selbsternannten Elite der Ausweis proletarischer Abkunft. Die Statistik
> widerspricht dieser Annahme nicht.

Progressiv war der Name Kevin in dieser Generation gewiss nicht, sondern
Mode. Und der Auslöser dieser Welle sprach natürlich eher einfache
Menschen an.

Bei 50jährigen Kevins dürfte noch niemand den Namen als Diagnose
aufgefasst haben. Eher als Zeichen von Migrationshintergrund oder
Weltoffenheit der Eltern.

> Nein, dazu habe ich keine Zahlen, aber als pensionierter Lehrer hatte ich
> einen Sean, der sich [si:n] aussprechen ließ, sowie viele Cindys, Olivers
> oder Chantals in meinen Klassen, die in fast allen Fällen einer einfachen,
> nicht sehr privilegierten Familie angehörten.

Am Namen Oliver finde ich nun nichts, was irgendwie auf die soziale
Schicht hindeutet. Da gibt es ja auch etliche Promis, die so heißen.

Cindy klingt für mich nach DDR, wo ja englische Vornamen sehr beliebt
waren und teilweise durch eine der Aussprache angepasste Schreibweise
entstellt wurden. Mein erster Verdacht bei Frau Faeser war DDR-Herkunft.
Ein englischer Vorname, der im Westen gebräuchlich war und für mich nach
einfacher Herkunft klingt, ist Jennifer.

Chantal ist dagegen als Proll-Vorname bekannt geworden. Warum eigentlich?

> Vom Jahrgang 1970, könnte Frau Faeser durchaus bereits zu den frühen Opfern
> dieses Phänomens gehören, wenngleich die Beschreibung ihrer Familie als
> Kind in Wikipedia diesem Klischee nicht entspricht.

Solche Vornamensphänomene sind eigentlich eher kurzlebiger.

Namen, die ich vor 30 Jahren sehr schön fand, würde ich heute nicht mehr
verwenden wollen, weil sie sich zu sehr verbreitet haben und zum
Unterschicht-Indikator geworden sind. Heute finde ich klassische Namen
interessanter, die mir früher hässlich erschienen und bei den alten
Leuten häufig vorkamen, aber sich inzwischen von der Masse abheben.

Heinz Lohmann

unread,
May 15, 2022, 2:47:42 AM5/15/22
to
Sie ließ ihn in dem Glauben, sie .sei. Amerikanerin.

Nach diesem Beispiel kommt mir der Konjunktiv I auch im dass-Satz
plausibler vor.

Heinz Lohmann

unread,
May 15, 2022, 2:53:57 AM5/15/22
to
Am 15.05.2022 um 09:28 schrieb Arnulf Sopp:
> Am Sun, 15 May 2022 02:38:56 +0200 schrieb Bernd Schwegmann:
>
>> Wer hierzulande seiner Tochter den Vornamen Nancy antat, gehörte zur
>> Menge der Personen mit "Besatzungsschaden" oder heimgekehrter Expats.
>
> Pikanterweise setzt Wikipedia die Aussprache ihres Vornamens als bekannt
> voraus, erläutert aber die des Nachnamens. Das finde ich lustig.
> https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Faeser
>

Das ist wohl das Ergebnis einer Diskussion auf der Diskussionsseite,
beginnend mit der ersten Frage:

"Wie spricht man ihren Namen aus? Mit Dehnungs-e (Faaser) oder "ae" wie
"ä" (Fäser)?"

<https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Nancy_Faeser#Aussprache>

Bertel Lund Hansen

unread,
May 15, 2022, 4:54:08 AM5/15/22
to
Den 15.05.2022 kl. 08.45 skrev Stefan Schmitz:

> Was sollte bei der Aussprache des Vornamens auch unklar sein?

Auf Deutsch weiss ich es nicht, aber auf Dänisch kommen zwei Aussprachen
vor: die englische und "nang-sü". So ist es bei mehreren englischen
Namen, wie z.B. Mary (ma-rü) und Brian (bri-an).

--
Bertel

Henning Sponbiel

unread,
May 15, 2022, 6:04:13 AM5/15/22
to
On Sun, 15 May 2022 02:38:56 +0200, Bernd Schwegmann wrote:

>Am 14.05.22 um 11:02 schrieb Stefan Schmitz:
>
>> Häufig fällt mir in den Medien auf, dass der Name der Innenministerin
>> wie die Waffe Phaser ausgesprochen wird.
>> Warum? Ist das ä in dem Namen so schwer zu artikulieren? Suggeriert der
>> Vorname, dass sie Britin oder Amerikanerin sei?
>
>
>Wer hierzulande seiner Tochter den Vornamen Nancy antat, gehörte zur
>Menge der Personen mit "Besatzungsschaden" oder heimgekehrter Expats.

Ich hatte eher den Eindruck, dass es sich um eine weibliche Entsprechung
von Kevin handelte.



Henning

Thomas Hochstein

unread,
May 15, 2022, 6:45:03 AM5/15/22
to
Henning Sponbiel schrieb:
Wäre das nicht eher Schantalle?

Detlef Meißner

unread,
May 15, 2022, 7:34:22 AM5/15/22
to
Am 15.05.2022 um 13:05 schrieb Markus Ermert:
> Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net> wrote:
>
>> Ich kenne jetzt sponatn keine Deutsche, die Nancy mit Vormamen heißt.
>
> Der Name war im Osten zeitweise recht verbreitet, ähnlich wie Cindy oder
> Sandy. Heute wird er mit geringerer Bildung assoziiert.

Oder Chantalle.

> Beides Faktoren, warum es kaum prominente deutsche Nancies gibt.

Wenn die Assoziation stimmt, dann ist das kein Wunder.

BTW: Letztens bei XY Ungelöst: Eine Kommissarin mit dem Vornamen Chantalle.

Detlef

Stefan Schmitz

unread,
May 15, 2022, 8:36:37 AM5/15/22
to
Am 15.05.2022 um 13:13 schrieb Markus Ermert:

> Was Du ansprichst, sind Fakten. So, wie ein Ludger mit allerhöchster
> Wahrscheinlichkeit aus dem Münsterland stammt und ein Beat aus der Schweiz.

Was außer dem Pseudonym eines Usenetters aus dem Münsterland bringt doch
auf die Idee bei Ludger? Die mir bekannten Ludgers stammen nicht von dort.

Wikipedia schreibt:
"Der Vorname Ludger ist vor allem in Westfalen, im Osnabrücker Land und
im Oldenburger Münsterland verbreitet."
Das ist schon ein wesentlich größeres Gebiet als von dir behauptet.

Ulf Kutzner

unread,
May 15, 2022, 9:05:54 AM5/15/22
to
Frank Hucklenbroich schrieb am Samstag, 14. Mai 2022 um 20:42:37 UTC+2:

> Nancy Reagan, Nancy Pelosi, Nancy Spungen...alles Amerikanerinnen.

Jedoch:

https://en.wikipedia.org/wiki/Nancy_Horner

Ulf Kutzner

unread,
May 15, 2022, 9:10:09 AM5/15/22
to
Arnulf Sopp schrieb am Sonntag, 15. Mai 2022 um 03:28:36 UTC+2:
> Am Sun, 15 May 2022 02:38:56 +0200 schrieb Bernd Schwegmann:
>
> > Wer hierzulande seiner Tochter den Vornamen Nancy antat, gehörte zur
> > Menge der Personen mit "Besatzungsschaden" oder heimgekehrter Expats.

> Pikanterweise setzt Wikipedia die Aussprache ihres Vornamens als bekannt
> voraus, erläutert aber die des Nachnamens. Das finde ich lustig.
> https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Faeser
>
> Ich erinnere mich an einen Spruch ungefähr dieses Wortlauts: Kevin ist kein
> Name, sondern eine Diagnose. Gemeint ist: Die Vergabe solcher vermeintlich
> progressiver, tatsächlich aber verräterischer Namen ist nach Meinung einer
> selbsternannten Elite der Ausweis proletarischer Abkunft. Die Statistik
> widerspricht dieser Annahme nicht.
>
> Nein, dazu habe ich keine Zahlen, aber als pensionierter Lehrer hatte ich
> einen Sean, der sich [si:n] aussprechen ließ, sowie viele Cindys, Olivers
> oder Chantals in meinen Klassen, die in fast allen Fällen einer einfachen,
> nicht sehr privilegierten Familie angehörten.

Dann lieber Egidius, Giselher oder doch wenigstens Wernher für
künftiges Oberschichtdasein.

Ulf Kutzner

unread,
May 15, 2022, 9:19:42 AM5/15/22
to
Stefan Schmitz schrieb am Sonntag, 15. Mai 2022 um 08:45:23 UTC+2:
> Am 15.05.2022 um 03:28 schrieb Arnulf Sopp:
>
> > Pikanterweise setzt Wikipedia die Aussprache ihres Vornamens als bekannt
> > voraus, erläutert aber die des Nachnamens. Das finde ich lustig.
> > https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Faeser
> Was sollte bei der Aussprache des Vornamens auch unklar sein?
>
> Dass es beim Nachnamen erwähnt wird, liegt vermutlich daran, dass ihn
> viele falsch aussprechen. Leider ist der als Beleg gebrachte
> Radiobeitrag nicht mehr abrufbar. Wäre interessant zu wissen, ob und wie
> die Aussprache dort thematisiert wurde.

> > Ich erinnere mich an einen Spruch ungefähr dieses Wortlauts: Kevin ist kein
> > Name, sondern eine Diagnose. Gemeint ist: Die Vergabe solcher vermeintlich
> > progressiver, tatsächlich aber verräterischer Namen ist nach Meinung einer
> > selbsternannten Elite der Ausweis proletarischer Abkunft. Die Statistik
> > widerspricht dieser Annahme nicht.

> Progressiv war der Name Kevin in dieser Generation gewiss nicht, sondern
> Mode.

Dann nenn es antitraditionalistisch.

Von dem hier
https://de.wikipedia.org/wiki/Kevin_von_Glendalough
werden viele deutsche Namensgeber nichts geahnt haben.

> Und der Auslöser dieser Welle sprach natürlich eher einfache
> Menschen an.
>
> Bei 50jährigen Kevins dürfte noch niemand den Namen als Diagnose
> aufgefasst haben. Eher als Zeichen von Migrationshintergrund oder
> Weltoffenheit der Eltern.

Der älteste hier wird bald 45:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kevin_Fehling

Zum einen wurde der Name gegen 1977 erst richtig beliebt bei Namensgebern,
zum anderen findet sich in
https://de.wikipedia.org/wiki/Kevin#Namenstr%C3%A4ger
nun auch nicht jeder, der sich keine überregionale Bekanntheit erarbeiten konnte.

> > Nein, dazu habe ich keine Zahlen, aber als pensionierter Lehrer hatte ich
> > einen Sean, der sich [si:n] aussprechen ließ, sowie viele Cindys, Olivers
> > oder Chantals in meinen Klassen, die in fast allen Fällen einer einfachen,
> > nicht sehr privilegierten Familie angehörten.
> Am Namen Oliver finde ich nun nichts, was irgendwie auf die soziale
> Schicht hindeutet. Da gibt es ja auch etliche Promis, die so heißen.

Aus fürnehmer deutschlandansässiger Familie?

Ulf Kutzner

unread,
May 15, 2022, 9:23:53 AM5/15/22
to
Zumindest für eine Marie-Chantal war der Aufstieg bis in allerhöchste Kreise möglich:
https://de.wikipedia.org/wiki/Marie-Chantal_von_Griechenland
https://es.wikipedia.org/wiki/Marie_Chantal_de_Grecia#Nacimiento

Christian Weisgerber

unread,
May 15, 2022, 9:30:06 AM5/15/22
to
On 2022-05-15, Markus Ermert <mspa...@gmail.com> wrote:

> Standesdünkel hat, wer sein Kind Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob
> Philipp Franz Joseph Sylvester nennt.

Übrigens bis auf „Karl“ alles ausländische Namen.

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de

Diedrich Ehlerding

unread,
May 15, 2022, 9:49:30 AM5/15/22
to
Christian Weisgerber meinte:

>> Standesdünkel hat, wer sein Kind Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann
>> Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester nennt.
>
> Übrigens bis auf „Karl“ alles ausländische Namen

Na ja, dem Kind einen urgermanische Namen zu geben ist ja nicht ganz
einfach. - Klaus, Peter, Michael, Jürgen, Hans und Paul fallen ebenfalls
schonmal aus; für die Mädchen kommen in diesem Fall Beate, Renate,
Sabine, Anne, Ilse, Liesbet und Dora ebensowenig in Frage
--
gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Detlef Meißner

unread,
May 15, 2022, 9:53:34 AM5/15/22
to
Am 15.05.2022 um 03:28 schrieb Arnulf Sopp:
> Am Sun, 15 May 2022 02:38:56 +0200 schrieb Bernd Schwegmann:
>
>> Wer hierzulande seiner Tochter den Vornamen Nancy antat, gehörte zur
>> Menge der Personen mit "Besatzungsschaden" oder heimgekehrter Expats.
>
> Pikanterweise setzt Wikipedia die Aussprache ihres Vornamens als bekannt
> voraus, erläutert aber die des Nachnamens. Das finde ich lustig.
> https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Faeser
>
> Ich erinnere mich an einen Spruch ungefähr dieses Wortlauts: Kevin ist kein
> Name, sondern eine Diagnose. Gemeint ist: Die Vergabe solcher vermeintlich
> progressiver, tatsächlich aber verräterischer Namen ist nach Meinung einer
> selbsternannten Elite der Ausweis proletarischer Abkunft. Die Statistik
> widerspricht dieser Annahme nicht.
>
> Nein, dazu habe ich keine Zahlen, aber als pensionierter Lehrer hatte ich
> einen Sean, der sich [si:n] aussprechen ließ, sowie viele Cindys, Olivers
> oder Chantals in meinen Klassen, die in fast allen Fällen einer einfachen,
> nicht sehr privilegierten Familie angehörten.

Also wie diese hier:

- Jimi Blue
- Wilson Gonzales
- Cheyenne Savannah

Detlef

Quinn C

unread,
May 15, 2022, 10:32:36 AM5/15/22
to
* Stefan Schmitz:

> Am 15.05.2022 um 03:28 schrieb Arnulf Sopp:
>
>> Pikanterweise setzt Wikipedia die Aussprache ihres Vornamens als bekannt
>> voraus, erläutert aber die des Nachnamens. Das finde ich lustig.
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Faeser
>
> Was sollte bei der Aussprache des Vornamens auch unklar sein?
>
> Dass es beim Nachnamen erwähnt wird, liegt vermutlich daran, dass ihn
> viele falsch aussprechen. Leider ist der als Beleg gebrachte
> Radiobeitrag nicht mehr abrufbar.

Angesichts des genannten Datums nehme ich an, es handelt sich um dieses
Interview:
<https://www.deutschlandfunk.de/nancy-faeser-bundesinnenministerin-spd-rechtsextremismus-halle-hanau-waffenrecht-100.html>

> Wäre interessant zu wissen, ob und wie
> die Aussprache dort thematisiert wurde.

In obigem Beitrag gar nicht, aber sie wird deutlich vorgeführt.

>> Nein, dazu habe ich keine Zahlen, aber als pensionierter Lehrer hatte ich
>> einen Sean, der sich [si:n] aussprechen ließ, sowie viele Cindys, Olivers
>> oder Chantals in meinen Klassen, die in fast allen Fällen einer einfachen,
>> nicht sehr privilegierten Familie angehörten.
>
> Am Namen Oliver finde ich nun nichts, was irgendwie auf die soziale
> Schicht hindeutet. Da gibt es ja auch etliche Promis, die so heißen.

Wir hatten im Gymnasium bis zu drei Oliver in der Klasse, und das war
das gute Gymnasium in unserer Gegend, da war nicht viel Arbeiterklasse.

> Cindy klingt für mich nach DDR, wo ja englische Vornamen sehr beliebt
> waren und teilweise durch eine der Aussprache angepasste Schreibweise
> entstellt wurden. Mein erster Verdacht bei Frau Faeser war DDR-Herkunft.

Ihr Vater war Bürgermeister in der Stadt, wo sie auf dasselbe
obengenannte Gymnasium ging (Abitur 8 Jahre nach mir, daher habe ich sie
wohl nicht getroffen). Also wohl eher nicht.

Nancy erscheint mir eher als ein altbekannter englischer Vorname der Art
wie Alice und Jenny (was im 19. Jahrhundert beliebt war) denn als
Modename. Im Englischen ist es auch eher altbacken.

--
Sie benötigen einen Kredit zu beginnen, eine neue Geschäftskultur?
-- SPAMPOESIE

Quinn C

unread,
May 15, 2022, 10:38:19 AM5/15/22
to
* Markus Ermert:

> Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net> wrote:
>
>> Ich kenne jetzt sponatn keine Deutsche, die Nancy mit Vormamen heißt.
>
> Der Name war im Osten zeitweise recht verbreitet, ähnlich wie Cindy oder
> Sandy. Heute wird er mit geringerer Bildung assoziiert.
>
> Beides Faktoren, warum es kaum prominente deutsche Nancies gibt.

In den USA beliebt vor allem in den 1930ern bis 1950ern. Auch die Promis
stammen fast alle aus dieser Periode.

>> Nancy Reagan, Nancy Pelosi, Nancy Spungen...alles Amerikanerinnen.

Daß jemand Nancy Spungen vor Nancy Sinatra und Nancy Kerrigan einfällt,
illustriert die Diversität der Interessen - ich mußte sie nachschlagen.

> Nancy Beinlich, Nancy Lanzendörfer.

Ist das sehr beinlich, wenn ich die nicht kenne?

Henning Sponbiel

unread,
May 15, 2022, 10:40:25 AM5/15/22
to
Oder Nikolle? ;-)

Nee, ich habe bewusst "eine" und nicht "die" geschrieben.



Henning

Frank Hucklenbroich

unread,
May 15, 2022, 10:43:17 AM5/15/22
to
Am 15 May 2022 11:05:42 GMT schrieb Markus Ermert:

> Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net> wrote:
>
>> Ich kenne jetzt sponatn keine Deutsche, die Nancy mit Vormamen heißt.
>
> Der Name war im Osten zeitweise recht verbreitet, ähnlich wie Cindy oder
> Sandy. Heute wird er mit geringerer Bildung assoziiert.

Chantalle nicht zu vergessen.

Und Mike.

Im Westen später Kevin.

> Beides Faktoren, warum es kaum prominente deutsche Nancies gibt.
>
>> Nancy Reagan, Nancy Pelosi, Nancy Spungen...alles Amerikanerinnen.
>
> Nancy Beinlich, Nancy Lanzendörfer.

Kenne ich beide nicht.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
May 15, 2022, 10:48:38 AM5/15/22
to
Am Sun, 15 May 2022 10:38:28 -0400 schrieb Quinn C:

> * Markus Ermert:
>
>> Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net> wrote:
>>
>>> Ich kenne jetzt sponatn keine Deutsche, die Nancy mit Vormamen heißt.
>>
>> Der Name war im Osten zeitweise recht verbreitet, ähnlich wie Cindy oder
>> Sandy. Heute wird er mit geringerer Bildung assoziiert.
>>
>> Beides Faktoren, warum es kaum prominente deutsche Nancies gibt.
>
> In den USA beliebt vor allem in den 1930ern bis 1950ern. Auch die Promis
> stammen fast alle aus dieser Periode.
>
>>> Nancy Reagan, Nancy Pelosi, Nancy Spungen...alles Amerikanerinnen.
>
> Daß jemand Nancy Spungen vor Nancy Sinatra und Nancy Kerrigan einfällt,
> illustriert die Diversität der Interessen - ich mußte sie nachschlagen.

Die Freundin von Sid Vicous, die er in seinem New Yorker Hotelzimmer
angeblich dahingemeuchelt hat. Das ist Popkultur, es gab einen Film über
"Sid & Nancy", der es sogar geschafft hat, von den "Simpsons" parodiert zu
werden. Da wurde der Heroinkonsum familiengerecht durch Schokoladensucht
ersetzt, aber sonst war der sehr nah dran am Original, mit Lisa Simpson als
Nancy Spungen. Ohne die Mordszene freilich.

Ja, Nancy Sinatra kenne ich auch ("Those Boots were made for walking"),
Nancy Kerrigan sagt mir nichts.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
May 15, 2022, 10:53:02 AM5/15/22
to
Kennt die irgendwer, außer Google?

Badminton-Player?

Jetzt mal Hand aufs Herz, kann hier irgendwer irgendeinen prominenten
Badminton-Player nennen?

Ich tue mich ja schon mit Cricket-Spielern schwer, ich glaube, der
amtierende pakistanische Premierminister Imram Khan war einer.

Grüße,

Frank

Ulf Kutzner

unread,
May 15, 2022, 10:57:05 AM5/15/22
to
Christian Weisgerber schrieb am Sonntag, 15. Mai 2022 um 15:30:06 UTC+2:
> On 2022-05-15, Markus Ermert <mspa...@gmail.com> wrote:
>
> > Standesdünkel hat, wer sein Kind Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob
> > Philipp Franz Joseph Sylvester nennt.
>
> Übrigens bis auf „Karl“ alles ausländische Namen.

Sind jetzt Theodor, Maria, Nikolaus, Johann, Philipp, Franz und Joseph so viel ausländischer als Karl?

Ulf Kutzner

unread,
May 15, 2022, 10:59:23 AM5/15/22
to
Frank Hucklenbroich schrieb am Sonntag, 15. Mai 2022 um 16:53:02 UTC+2:
> Am Sun, 15 May 2022 06:05:52 -0700 (PDT) schrieb Ulf Kutzner:
>
> > Frank Hucklenbroich schrieb am Samstag, 14. Mai 2022 um 20:42:37 UTC+2:
> >
> >> Nancy Reagan, Nancy Pelosi, Nancy Spungen...alles Amerikanerinnen.
> >
> > Jedoch:
> >
> > https://en.wikipedia.org/wiki/Nancy_Horner
> Kennt die irgendwer, außer Google?
>
> Badminton-Player?

Wie auch immer. War halbwegs prominent und wohl ganz schottisch.

Quinn C

unread,
May 15, 2022, 11:04:55 AM5/15/22
to
* Frank Hucklenbroich:
Eiskunstläuferin, und wie ihr ein vom Ehemann der Konkurrentin bezahlter
Attentäter eine Eisenstange vor die Knie geschlagen hat, ist auch
Popkultur, inklusive Filmen - "I, Tonya" gerade erst von 2017, was
zeigt, wie lebendig die Erinnerung daran noch ist.

--
BITTE AUSFUILLEN DEIN DATAS AUS UNTEN.
-- SPAMPOESIE

Frank Hucklenbroich

unread,
May 15, 2022, 11:07:33 AM5/15/22
to
Am Sun, 15 May 2022 08:45:20 +0200 schrieb Stefan Schmitz:

> Progressiv war der Name Kevin in dieser Generation gewiss nicht, sondern
> Mode. Und der Auslöser dieser Welle sprach natürlich eher einfache
> Menschen an.

Da gab es zwei Filme/Serien: "Der mit dem Wolf tanzt" mit Kevin Kostner,
und die Kevin-allein-zuhaus-Reihe.

Beides irgendwann Anfang der 90er.

> Bei 50jährigen Kevins dürfte noch niemand den Namen als Diagnose
> aufgefasst haben. Eher als Zeichen von Migrationshintergrund oder
> Weltoffenheit der Eltern.

Ganz genau.

In den USA gibt es viele "schwarze" Namen nach einem ähnlichen Schema, da
heißen die Mädels dann "Chrystal" oder "Diamond", und die Männer "DelRoy"
oder "Fitzroy", was dann auch irgendwie edel klingen soll.

>> Nein, dazu habe ich keine Zahlen, aber als pensionierter Lehrer hatte ich
>> einen Sean, der sich [si:n] aussprechen ließ, sowie viele Cindys, Olivers
>> oder Chantals in meinen Klassen, die in fast allen Fällen einer einfachen,
>> nicht sehr privilegierten Familie angehörten.
>
> Am Namen Oliver finde ich nun nichts, was irgendwie auf die soziale
> Schicht hindeutet. Da gibt es ja auch etliche Promis, die so heißen.

Nö, das finde ich sehr neutral. Ich hatte einige Olivers als Schulkameraden
in der BRD in den 70ern, das war ein ganz normaler Name.

> Cindy klingt für mich nach DDR, wo ja englische Vornamen sehr beliebt
> waren und teilweise durch eine der Aussprache angepasste Schreibweise
> entstellt wurden.

Mike -> Maik

> Mein erster Verdacht bei Frau Faeser war DDR-Herkunft.
> Ein englischer Vorname, der im Westen gebräuchlich war und für mich nach
> einfacher Herkunft klingt, ist Jennifer.
>
> Chantal ist dagegen als Proll-Vorname bekannt geworden. Warum eigentlich?

Weil es französische Finesse vortäuscht. Ähnlich hier in Köln "Carmen". Es
gab da in meiner Kindheit den Spruch, wo eine Mutter ihre Tochter anschreit
"Carrmen, kumm us der Sood!" (Carmen, komm aus dem Matsch!).
Das wurde später ja auch von den "Höhnern" aufs Korn genommen:

"Dicke Mädchen haben schöne Namen
heißen Toska, Rosa oder Carmen"

Das assoziiert man mit unterschicht, wenn es deutsche Mädchen sind.

>> Vom Jahrgang 1970, könnte Frau Faeser durchaus bereits zu den frühen Opfern
>> dieses Phänomens gehören, wenngleich die Beschreibung ihrer Familie als
>> Kind in Wikipedia diesem Klischee nicht entspricht.
>
> Solche Vornamensphänomene sind eigentlich eher kurzlebiger.
>
> Namen, die ich vor 30 Jahren sehr schön fand, würde ich heute nicht mehr
> verwenden wollen, weil sie sich zu sehr verbreitet haben und zum
> Unterschicht-Indikator geworden sind.

Ich hatte eine Lisa-Nike in meiner Klasse :-)

> Heute finde ich klassische Namen
> interessanter, die mir früher hässlich erschienen und bei den alten
> Leuten häufig vorkamen, aber sich inzwischen von der Masse abheben.

Ja, man findet wieder Jungs die Ludwig heißen, oder Theodor.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
May 15, 2022, 11:09:49 AM5/15/22
to
Am 15 May 2022 11:13:57 GMT schrieb Markus Ermert:

> wolfgang s <s...@sig.nature> wrote:
>> Stefan Schmitz <ss...@gmx.de> wrote in news:t5q7i1$7kl$1...@dont-email.me:
>>
>>> Namen, die ich vor 30 Jahren sehr schön fand, würde ich heute nicht
>>> mehr verwenden wollen, weil sie sich zu sehr verbreitet haben und zum
>>> Unterschicht-Indikator geworden sind.
>>
>> Wofür sind eigentlich Standesdünkel und das Starten von
>> Politikerinnen-Fanboy-Threads ein Indikator? :)
>
> Standesdünkel hat, wer sein Kind Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob
> Philipp Franz Joseph Sylvester nennt.
>
> Was Du ansprichst, sind Fakten. So, wie ein Ludger mit allerhöchster
> Wahrscheinlichkeit aus dem Münsterland stammt und ein Beat aus der Schweiz.

"Beat" ist einer der typischsten deutschschweizer Namen, neben dem "Urs"
und dem "Reto". Bei den Mädels ist dann die "Regula" sehr beliebt.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
May 15, 2022, 11:14:18 AM5/15/22
to
Du bist kein Fussballfan?!

Das lag an dem hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kevin_Keegan

Exakt 1977 kam er als Spieler zum HSV, und hat da diverse Dinge gewonnen
(unter anderem den Ballon D'Or als Weltfussballer).

Spannend, wie schnell das sich in den Namenslisten durchgesetzt hat.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
May 15, 2022, 11:15:49 AM5/15/22
to
Schrieb hier nicht mal ein Ernst-Eitel mit?

Grüße,

Frank

Quinn C

unread,
May 15, 2022, 11:22:16 AM5/15/22
to
* Frank Hucklenbroich:

> Am Sun, 15 May 2022 08:45:20 +0200 schrieb Stefan Schmitz:
>
>> Chantal ist dagegen als Proll-Vorname bekannt geworden. Warum eigentlich?
>
> Weil es französische Finesse vortäuscht. Ähnlich hier in Köln "Carmen". Es
> gab da in meiner Kindheit den Spruch, wo eine Mutter ihre Tochter anschreit
> "Carrmen, kumm us der Sood!" (Carmen, komm aus dem Matsch!).

Mit "Carmen" kenne ich aus einem einiges älteren Humor-Buch, wohl im
Berlin der 1920er angesiedelt. "Carmen, Du Dreckschwein" rief die Mutter
da aus dem Fenster, WIMRE.

Ich fand nur überraschend, daß die Carmen in meinem Schuljahrgang blond
war. Sie hatte aber ein spanisches Elternteil.

--
Aufmerksamkeit,
ich bitte Sie um Nachsicht für ein dringendes Geschäft.
-- SPAMPOESIE

Thomas Hochstein

unread,
May 15, 2022, 11:30:03 AM5/15/22
to
Frank Hucklenbroich schrieb:

> Die Freundin von Sid Vicous,

Wer ist letzterer?

Thomas Hochstein

unread,
May 15, 2022, 11:45:04 AM5/15/22
to
Frank Hucklenbroich schrieb:

> Schrieb hier nicht mal ein Ernst-Eitel mit?

Zuletzt vor einem guten Monat (<t2htl8$17nv$1...@gioia.aioe.org>).

Bernd Schwegmann

unread,
May 15, 2022, 12:29:31 PM5/15/22
to
Am 14.05.22 um 11:02 schrieb Stefan Schmitz:

> Häufig fällt mir in den Medien auf, dass der Name der Innenministerin
> wie die Waffe Phaser ausgesprochen wird.
> Warum? Ist das ä in dem Namen so schwer zu artikulieren? Suggeriert der
> Vorname, dass sie Britin oder Amerikanerin sei?


Wer hierzulande seiner Tochter den Vornamen Nancy antat, gehörte zur
Menge der Personen mit "Besatzungsschaden" oder heimgekehrter Expats.

Ich hab den Verdacht bereits einmal geäußert, daß du kein
Muttersprachler bist, allerdings mit 1a Deutschkenntnissen.

Mir ergeht es ähnlich, wenn US-Autoren, z.B. D.F. Wallace in seinen
Romanen aus dem Overflyland TV-Schauspieler mit deren Seriennamen
zitiert. Allen US-TV-Zuschauern waren diese Namen geläufig, Europäern
weniger.. Auch dem Kontext war nicht zu entnehmen, warum DFW zitierte.

Hier etwa Inge Meysel ,Tegtmeier(?) Wepper, Tappert e.a.

BS+

wolfgang s

unread,
May 15, 2022, 12:29:39 PM5/15/22
to
Ulf Kutzner <Ulf.K...@web.de> wrote in
news:db45fbd6-0b70-4415...@googlegroups.com:

> Sind jetzt Theodor, Maria, Nikolaus, Johann, Philipp, Franz und Joseph
> so viel ausländischer als Karl?

Ja. Karl ist der einzige aus dieser Aufzählung mit germanischem
Ursprung.

--
Currently Listening: https://www.youtube.com/watch?v=qTBmgAOO0Nw

http://www.wschwanke.de/ usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de

Stefan Schmitz

unread,
May 15, 2022, 12:40:00 PM5/15/22
to
Am 15.05.2022 um 17:45 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am 15 May 2022 11:05:42 GMT schrieb Markus Ermert:
>
>> Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net> wrote:
>>
>>> Ich kenne jetzt sponatn keine Deutsche, die Nancy mit Vormamen heißt.
>>
>> Der Name war im Osten zeitweise recht verbreitet, ähnlich wie Cindy oder
>> Sandy. Heute wird er mit geringerer Bildung assoziiert.
>
> Chantalle nicht zu vergessen.
>
> Und Mike.

Mike habe ich nie so assoziiert. Durch Herrn Krüger ist das ein
quasideutscher Vorname geworden.
Einen zeitweisen Hype wie bei Kevin erkenne ich auch nicht im
Häufigkeitsverlauf https://www.beliebte-vornamen.de/5276-maik.htm

Stefan Schmitz

unread,
May 15, 2022, 12:50:42 PM5/15/22
to
Am 15.05.2022 um 18:35 schrieb wolfgang s:
> Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net> wrote
> in news:1gildp178jl6a$.17j0zbwl...@40tude.net:
>
>> Du bist kein Fussballfan?!
>>
>> Das lag an dem hier:
>>
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Kevin_Keegan
>>
>> Exakt 1977 kam er als Spieler zum HSV, und hat da diverse Dinge
>> gewonnen (unter anderem den Ballon D'Or als Weltfussballer).
>
> Ich bin kein Fußballfan und wusste trotzdem, dass dieser Kevin für die
> erste Kevin-Welle verantwortlich ist. Aber wer für die zweite in den
> 90ern?

Costner allein zu Haus.

Detlef Meißner

unread,
May 15, 2022, 1:01:16 PM5/15/22
to
Am 15.05.2022 um 17:50 schrieb Frank Hucklenbroich:

> Ja, Nancy Sinatra kenne ich auch ("Those Boots were made for walking"),
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> Nancy Kerrigan sagt mir nichts.

"These boots are made for walking"
https://www.youtube.com/watch?v=SbyAZQ45uww

Detlef

Stefan Schmitz

unread,
May 15, 2022, 1:07:16 PM5/15/22
to
Am 15.05.2022 um 18:09 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Sun, 15 May 2022 08:45:20 +0200 schrieb Stefan Schmitz:

>> Chantal ist dagegen als Proll-Vorname bekannt geworden. Warum eigentlich?
>
> Weil es französische Finesse vortäuscht.

Ach ja, stimmt. Wenn der französische Name gesprochen so gar nicht
französisch klingt.

> Ähnlich hier in Köln "Carmen".

Was täuscht das denn vor? Eine original spanische Aussprache wird wohl
eher nicht verlangt.

> Es
> gab da in meiner Kindheit den Spruch, wo eine Mutter ihre Tochter anschreit
> "Carrmen, kumm us der Sood!" (Carmen, komm aus dem Matsch!).
> Das wurde später ja auch von den "Höhnern" aufs Korn genommen:
>
> "Dicke Mädchen haben schöne Namen
> heißen Toska, Rosa oder Carmen"
>
> Das assoziiert man mit unterschicht, wenn es deutsche Mädchen sind.

Ich glaube, auch die Höhner hatten da eher die Oper im Kopf. (Wobei mir
Rosa nichts sagt.) Das ist das Gegenteil von Unterschicht.

Detlef Meißner

unread,
May 15, 2022, 1:19:47 PM5/15/22
to
Meinst du?

> (Wobei mir
> Rosa nichts sagt.) Das ist das Gegenteil von Unterschicht.
>
Dick verbindet man möglicherweise mit Unterschied.

Dicke Mädchen haben schöne Namen
Heißen Tosca, Rosa, oder Carmen
Dicke Mädchen machen mich verrückt
Dicke Mädchen hat der Himmel geschickt
Dicke Mädchen hab'n ein großes Herz für Männer
So 'ne Sumo-Frau wär eigentlich der Renner
https://www.songtexte.com/songtext/hohner/dicke-madchen-haben-schone-namen-33d880d1.html

Stefan Schmitz

unread,
May 15, 2022, 1:31:54 PM5/15/22
to
Am 15.05.2022 um 19:19 schrieb Detlef Meißner:
> Am 15.05.2022 um 19:07 schrieb Stefan Schmitz:
>> Am 15.05.2022 um 18:09 schrieb Frank Hucklenbroich:
>>> Am Sun, 15 May 2022 08:45:20 +0200 schrieb Stefan Schmitz:
>>
>>>> Chantal ist dagegen als Proll-Vorname bekannt geworden. Warum eigentlich?
>>>
>>> Weil es französische Finesse vortäuscht.
>>
>> Ach ja, stimmt. Wenn der französische Name gesprochen so gar nicht
>> französisch klingt.
>>
>>> Ähnlich hier in Köln "Carmen".
>>
>> Was täuscht das denn vor? Eine original spanische Aussprache wird wohl
>> eher nicht verlangt.
>>
>>> Es
>>> gab da in meiner Kindheit den Spruch, wo eine Mutter ihre Tochter anschreit
>>> "Carrmen, kumm us der Sood!" (Carmen, komm aus dem Matsch!).
>>> Das wurde später ja auch von den "Höhnern" aufs Korn genommen:
>>>
>>> "Dicke Mädchen haben schöne Namen
>>> heißen Toska, Rosa oder Carmen"
>>>
>>> Das assoziiert man mit unterschicht, wenn es deutsche Mädchen sind.
>>
>> Ich glaube, auch die Höhner hatten da eher die Oper im Kopf.
>
> Meinst du?

Na klar. Berühmte Operntitel, und Opernsängerinnen sind häufig dick.

>> (Wobei mir
>> Rosa nichts sagt.) Das ist das Gegenteil von Unterschicht.
>>
> Dick verbindet man möglicherweise mit Unterschied.
>
> Dicke Mädchen haben schöne Namen
> Heißen Tosca, Rosa, oder Carmen
> Dicke Mädchen machen mich verrückt
> Dicke Mädchen hat der Himmel geschickt
> Dicke Mädchen hab'n ein großes Herz für Männer
> So 'ne Sumo-Frau wär eigentlich der Renner
> https://www.songtexte.com/songtext/hohner/dicke-madchen-haben-schone-namen-33d880d1.html

Noch ein Beleg: "Dicke Mädchen können besser singen"

Bernd Schwegmann

unread,
May 15, 2022, 2:01:14 PM5/15/22
to
Am 15.05.22 um 18:46 schrieb wolfgang s:
> Bernd Schwegmann <alb...@ewetel.net> wrote
> in news:jeco39...@mid.individual.net:
>
>> Mir ergeht es ähnlich, wenn US-Autoren, z.B. D.F. Wallace in seinen
>> Romanen aus dem Overflyland TV-Schauspieler mit deren Seriennamen
>> zitiert. Allen US-TV-Zuschauern waren diese Namen geläufig, Europäern
>> weniger..
>
> Populäre US TV-Serien waren auch bei uns zeitweise namensstiftend,
> zB "Sue-Ellen".
>
>> Hier etwa Inge Meysel ,Tegtmeier(?) Wepper, Tappert e.a.
>
> Tegtmeier war der Name einer Kunstfigur, der zugehörige Schauspieler
> hieß Jürgen von Manger. Die anderen in deiner Aufzählung sind dagegen
> Realnamen von Schauspielern.
>

Siehste: sonnige Kindheitstage, du hast gut aufgemerkt. Son Tinnef
bleibt hängen. Oder doch eher Lesefrüchte aus der Wiki?


BS+

Detlef Meißner

unread,
May 15, 2022, 2:19:08 PM5/15/22
to
Hast du den gesamten Text gelesen?

Die Carmen in der Oper (bzw.in der Novelle) ist nicht dick.

Detlef

Detlef Meißner

unread,
May 15, 2022, 2:21:49 PM5/15/22
to

Am 15.05.2022 um 18:46 schrieb wolfgang s:
> Bernd Schwegmann <alb...@ewetel.net> wrote
> in news:jeco39...@mid.individual.net:
>
>> Mir ergeht es ähnlich, wenn US-Autoren, z.B. D.F. Wallace in seinen
>> Romanen aus dem Overflyland TV-Schauspieler mit deren Seriennamen
>> zitiert. Allen US-TV-Zuschauern waren diese Namen geläufig, Europäern
>> weniger..
>
> Populäre US TV-Serien waren auch bei uns zeitweise namensstiftend,
> zB "Sue-Ellen".
>
>> Hier etwa Inge Meysel ,Tegtmeier(?) Wepper, Tappert e.a.
>
> Tegtmeier war der Name einer Kunstfigur, der zugehörige Schauspieler
> hieß Jürgen von Manger.

Genauer: Jürgen von Manger-König

Detlef

Christian Weisgerber

unread,
May 15, 2022, 2:30:06 PM5/15/22
to
On 2022-05-15, wolfgang s <s...@sig.nature> wrote:

> Seit dem Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert sind die populärsten
> Vornamen bei uns biblisch (dh vorwiegen hebräisch)

Aber gräzisiert, oder?

> oder anderweitig christlich.

Also insgesamt ein besonders schwerwiegender Fall von Bernds
„Besatzungsschaden“?

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de

Diedrich Ehlerding

unread,
May 15, 2022, 2:37:20 PM5/15/22
to
Christian Weisgerber meinte:

>> Seit dem Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert sind die populärsten
>> Vornamen bei uns biblisch (dh vorwiegen hebräisch)
>
> Aber gräzisiert, oder?

Oder gleich aus dem Griechischen (Klaus <- Nikolaos, Jürgen <- Georgios,
Peter <- Petros; eigentlich hieß er Simon oder Schimon).
--
gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Markus Loch

unread,
May 15, 2022, 4:08:44 PM5/15/22
to
Am 15.05.22 um 08:47 schrieb Heinz Lohmann:
>>
>> Wie stehst du denn zu diesem inhaltlich ähnlichen Fall:
>> Sie ließ ihn in dem Glauben, sie ... Amerikanerin.
>>
>
> Sie ließ ihn in dem Glauben, sie .sei. Amerikanerin.
>
> Nach diesem Beispiel kommt mir der Konjunktiv I auch im dass-Satz
> plausibler vor.


"Sie ließ ihn im dem Glauben, sie wäre Amerikanerin." falls man selber
das nicht glaubt.

Mit "sei" glaubt man das auch selber.

Gruss
Markus

Matthias Opatz

unread,
May 15, 2022, 4:24:37 PM5/15/22
to
Dies schrieb Frank Hucklenbroich:

> Ich kenne jetzt sponatn keine Deutsche, die Nancy mit Vormamen heißt.

Der Name war in den 70er und 80er Jahren in der DDR relativ beliebt.

Matthias

Thomas Hochstein

unread,
May 15, 2022, 4:30:04 PM5/15/22
to
Markus Loch schrieb:

> "Sie ließ ihn im dem Glauben, sie wäre Amerikanerin." falls man selber
> das nicht glaubt.

Äh ... nein.

> Mit "sei" glaubt man das auch selber.

Keineswegs.

Matthias Opatz

unread,
May 15, 2022, 4:49:35 PM5/15/22
to
Dies schrieb Matthias Opatz:

> Der Name war in den 70er und 80er Jahren in der DDR relativ beliebt.

Die Ostdeutschen, die man so findet, sind zwischen 1977 und 1981 geboren.

1977: <https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Kette>
1979: <https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Grimm>
1979: <https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Böhning>
1979: <https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Poser>
1981: <https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Salchow>
1981: <https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Hünger>

Gab es zu dieser Zeit irgendeine Sängerin oder einen Film oder Liedtitel
(wie das bei Mandy der Fall war) mit Nancy?

Reagan kam ja erst 1981 ins Weiße Haus, da waren die ostdeutschen
Nancymessen wahrscheinlich größtenteils schon gesungen.

Matthias

Matthias Opatz

unread,
May 15, 2022, 4:53:24 PM5/15/22
to
Dies schrieb Markus Ermert:

> Nancy Lanzendörfer

ist Jahrgang 1980 und passt auch genau in dieses Zeitfenster:
<1d1lcvl8v3t41.k...@40tude.net>

Matthias

Stefan Schmitz

unread,
May 15, 2022, 4:59:43 PM5/15/22
to
Am 15.05.2022 um 08:47 schrieb Heinz Lohmann:
> Am 15.05.2022 um 00:59 schrieb Stefan Schmitz:
>> Am 14.05.2022 um 17:34 schrieb Heinz Lohmann:
>>> Am 14.05.2022 um 17:02 schrieb Stefan Schmitz:
>>>> Suggeriert der
>>>> Vorname, dass sie Britin oder Amerikanerin sei?
>>>
>>> ??
>>> ... Amerikanerin ist.
>>>
>>> Hat der Konkjunktiv I hier eine besondere Funktion?
>>
>> Im Prinzip wie bei indirekter Rede.
>> Dort steht der Konjunktiv I für das, was jemand sagt/denkt/meint. Und da
>> Suggerieren zu einem Denken führt, halte ich hier den Konjunktiv I für
>> richtig.
>>
>> Indikativ halte ich für falsch, weil sie ja Deutsche ist. Konjunktiv II
>> wäre eine Alternative.
>>
>>
>> Wie stehst du denn zu diesem inhaltlich ähnlichen Fall:
>> Sie ließ ihn in dem Glauben, sie ... Amerikanerin.
>>
>
> Sie ließ ihn in dem Glauben, sie .sei. Amerikanerin.
>
> Nach diesem Beispiel kommt mir der Konjunktiv I auch im dass-Satz
> plausibler vor.

Dein Problem lag also an der dass-Konstruktion.

Da fällt mir auf, dass man dort problemlos den Indikativ verwenden kann.
Die Konstellation ohne dass kommt mir im Indikativ dagegen falsch vor.
(Vermutlich geht es dir auch so, und das war der Grund für deine
Irritation.)

Woran liegt es, dass die eine Konstruktion im Indikativ funktioniert,
die andere aber nicht?

Stefan Schmitz

unread,
May 15, 2022, 5:06:37 PM5/15/22
to
Am 15.05.2022 um 22:39 schrieb Markus Ermert:

> Maik. Und natürlich die sich reimenden Madlen und Doreen.

Als ich Madlen zum ersten Mal gelesen habe, konnte ich mir gar nichts
darunter vorstellen. Warum hat man sich nicht zum -ee- durchringen
können, damit die Aussprache erkennbar wird?

Mein Lieblings-DDR-Name ist Kessryn.

Matthias Opatz

unread,
May 15, 2022, 5:14:55 PM5/15/22
to
Dies schrieb Stefan Schmitz:

> Mein Lieblings-DDR-Name ist Kessryn.

Ist mir in freier Wildbahn nie begegnet.

Matthias

Helmut Richter

unread,
May 15, 2022, 5:41:31 PM5/15/22
to
On Sun, 15 May 2022, Stefan Schmitz wrote:

> Am 15.05.2022 um 22:39 schrieb Markus Ermert:
>
> > Maik. Und natürlich die sich reimenden Madlen und Doreen.
>
> Als ich Madlen zum ersten Mal gelesen habe,

Nämlich gerade eben hier. Ich habe es spontan bairisch gelesen, als falsch
geschriebenen Plural von „Madl“ (Mädchen); richtig wäre „Madln“.

--
Helmut Richter

Stefan Schmitz

unread,
May 15, 2022, 6:18:53 PM5/15/22
to
Am 15.05.2022 um 23:25 schrieb Markus Ermert:
> Stefan Schmitz <ss...@gmx.de> wrote:
>> Am 15.05.2022 um 22:39 schrieb Markus Ermert:
>>
>>> Maik. Und natürlich die sich reimenden Madlen und Doreen.
>>
>> Als ich Madlen zum ersten Mal gelesen habe, konnte ich mir gar nichts
>> darunter vorstellen. Warum hat man sich nicht zum -ee- durchringen
>> können, damit die Aussprache erkennbar wird?
>
> Das frage ich mich, seit ich ca. 1995 das Café Madlen in bzw. bei Berlin
> entdeckte. Der skurrile Name scheint dessen Entwicklung zu einer kleinen
> Kette nicht behindert zu haben.
>
> Erfahrungsgemäß ist vielen Namensträgerinnen nicht bewusst, was Madeleine
> ist oder wie Doreen in der Herkunftssprache ausgesprochen wird.

Bei ersterer hat man halt die Schreibweise an die Aussprache anzupassen
versucht, bei zweiterer dürfte die Herkunft gar nicht bekannt sein. Vor
dem Nachschlagen wusste ich nicht, dass das ein englischer Name ist.

> Typisch ostbrandenburgisch ist „Zindy, mit s“.

Einzeln kann ich mir beides vorstellen, aber wie geht beides zusammen?

Quinn C

unread,
May 15, 2022, 7:54:14 PM5/15/22
to
* Stefan Schmitz:
Weil das "dass" die abhängige Struktur klarmacht. "Sie ist Amerikanerin"
klingt ja nach Hauptsatz.

--
nach dem Tod meines Mannes habe ich mich entschlossen,
nicht wieder heiraten oder ein Kind bekommen außerhalb
meines ehelichen Wohnung.
-- SPAMPOESIE

Quinn C

unread,
May 15, 2022, 8:18:42 PM5/15/22
to
* Frank Hucklenbroich:

> Date: Sun, 15 May 2022 17:50:53 +0200
>
> Am Sun, 15 May 2022 10:38:28 -0400 schrieb Quinn C:
>
>> Daß jemand Nancy Spungen vor Nancy Sinatra und Nancy Kerrigan einfällt,
>> illustriert die Diversität der Interessen - ich mußte sie nachschlagen.
>
> Ja, Nancy Sinatra kenne ich auch ("Those Boots were made for walking"),
> Nancy Kerrigan sagt mir nichts.

Deine Uhr geht ja deutlich vor. Dachte, ich hätte eine Antwort, aber es
war nur das Posting, auf das ich 45 Minuten früher geantwortet hatte.

--
Ihre zwei ankommenden Post wurden auf den schwebenden Status
wegen der neuen Verbesserung zu unserer Datenbank gespeichert.
-- SPAMPOESIE

Arnulf Sopp

unread,
May 15, 2022, 8:27:28 PM5/15/22
to
Am Sun, 15 May 2022 08:45:20 +0200 schrieb Stefan Schmitz:

> Chantal ist dagegen als Proll-Vorname bekannt geworden. Warum eigentlich?

Wer es war, kann ich nicht sagen, aber sie oder er sprach ihn erstmals als
"Schantalle" aus. Vielleicht war es Carolin Kebekus. Diese Aussprache ist
natürlich falsch. Vermutlich sollte dieser Fehler auf die mutmaßlichen
Fremdsprachenkenntnisse (bzw. deren Fehlen) der Eltern hinweisen.

Nach meiner Beobachtung war Chantal zuvor ein unverdächtiger, wenn auch
etwas pseudoelitärer Name gewesen. Wesentlich häufiger waren die ebenfalls
französischen Namen Yvonne und Nicole.

Tschüs!
Arnulf

--
Traurige Erkenntnis eines reumütigen Mannes:
Wenn wir uns auf Weiber legen,
ist es ihrer Leiber wegen.

Christina Kunze

unread,
May 16, 2022, 1:57:51 AM5/16/22
to
Nein, mit "sei" äußert man keine Meinung, der Konjunktiv zeigt einzig
die indirekte Rede an.

Bei "wäre" ist für mich nicht ausschlaggebend, was der Sprecher glaubt,
sondern, dass sie es nicht ist.

Aber solche Feinheiten werden nur von wenigen angewandt und
wahrgenommen, die häufigste Verwendung dürfte, zumal mündlich, hier
Konj. II sein.

chr

Christina Kunze

unread,
May 16, 2022, 1:59:38 AM5/16/22
to
Am 15.05.2022 um 22:49 schrieb Matthias Opatz:
> Dies schrieb Matthias Opatz:
>
>> Der Name war in den 70er und 80er Jahren in der DDR relativ beliebt.
>
> Die Ostdeutschen, die man so findet, sind zwischen 1977 und 1981 geboren.
> Ja, das passt. In meiner Altersklasse (Einschulung 1977) gab es noch
keine Nancys, aber zehn Jahre später kam der Name oft vor.

chr

Christina Kunze

unread,
May 16, 2022, 2:01:36 AM5/16/22
to
Meiner Ansicht nach daran, dass durch das einleitende "dass" schon
signalisiert ist, dass es sich um den Inhalt des vorhergehenden verbum
dicendi handelt, da "braucht" man keinen Konjunktiv.

Ich finde Konj. I. in dass-Sätzen auch häufig überzogen, es ist aber im
Prinzip richtig.

chr

Christina Kunze

unread,
May 16, 2022, 2:03:13 AM5/16/22
to
Na, es gab schon welche, die sich Catherine schrieben, aber sie wurden
Katrin gesprochen.
Hingegen gab es in meiner Klasse eine Jeanette, die Schannett gesprochen
wurde und ihren Namen bis zu ihrem Weggang nach der 8. Klasse nicht
korrekt schreiben konnte.

chr

Stefan Schmitz

unread,
May 16, 2022, 2:33:26 AM5/16/22
to
Am 16.05.2022 um 08:14 schrieb Markus Ermert:
> wolfgang s <s...@sig.nature> wrote:
>
> [Vorname Madlen]
>>
>> In Brandenburg eine unwahrscheinliche Assoziation. Wenn ich drüber
>> nachdenke hätte ich es "Madleen" geschrieben (wegen "Marleen"). Aber
>> das fehlende zweite e behindert für mich weder Lesefluss noch
>> Verständlichkeit.
>
> Ich hatte Madlen für einen seltenen Familiennamen gehalten. Auf ein langes
> ee und den Vornamen Madeleine wäre ich von selbst nie gekommen.

Mit ee wäre mir das klargeworden.

> Abgesehen davon müsste es ja, wenn schon, Madlän heißen.

Nee, geschlossenes e passt schon. So spricht man das aus, wenn man des
Französischen nicht mächtig ist.
Deine Version würde allerdings auch das Verständnis fördern, weil da
kein Schwa möglich ist.

Frank Hucklenbroich

unread,
May 16, 2022, 2:36:28 AM5/16/22
to
Am Sun, 15 May 2022 11:05:04 -0400 schrieb Quinn C:

> * Frank Hucklenbroich:
>
>> Am Sun, 15 May 2022 10:38:28 -0400 schrieb Quinn C:
>>
>>> * Markus Ermert:
>>>
>>>> Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net> wrote:
>>>>
>>>>> Ich kenne jetzt sponatn keine Deutsche, die Nancy mit Vormamen heißt.
>>>>
>>>> Der Name war im Osten zeitweise recht verbreitet, ähnlich wie Cindy oder
>>>> Sandy. Heute wird er mit geringerer Bildung assoziiert.
>>>>
>>>> Beides Faktoren, warum es kaum prominente deutsche Nancies gibt.
>>>
>>> In den USA beliebt vor allem in den 1930ern bis 1950ern. Auch die Promis
>>> stammen fast alle aus dieser Periode.
>>>
>>>>> Nancy Reagan, Nancy Pelosi, Nancy Spungen...alles Amerikanerinnen.
>>>
>>> Daß jemand Nancy Spungen vor Nancy Sinatra und Nancy Kerrigan einfällt,
>>> illustriert die Diversität der Interessen - ich mußte sie nachschlagen.
>>
>> Die Freundin von Sid Vicous, die er in seinem New Yorker Hotelzimmer
>> angeblich dahingemeuchelt hat. Das ist Popkultur, es gab einen Film über
>> "Sid & Nancy", der es sogar geschafft hat, von den "Simpsons" parodiert zu
>> werden. Da wurde der Heroinkonsum familiengerecht durch Schokoladensucht
>> ersetzt, aber sonst war der sehr nah dran am Original, mit Lisa Simpson als
>> Nancy Spungen. Ohne die Mordszene freilich.
>>
>> Ja, Nancy Sinatra kenne ich auch ("Those Boots were made for walking"),
>> Nancy Kerrigan sagt mir nichts.
>
> Eiskunstläuferin, und wie ihr ein vom Ehemann der Konkurrentin bezahlter
> Attentäter eine Eisenstange vor die Knie geschlagen hat, ist auch
> Popkultur, inklusive Filmen - "I, Tonya" gerade erst von 2017, was
> zeigt, wie lebendig die Erinnerung daran noch ist.

An dieses Attentat kann ich mich noch erinnern, Tonya Harding verbinde ich
damit, Nancy Kerrigan hatte ich irgendwie vergessen.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
May 16, 2022, 2:39:12 AM5/16/22
to
Am Sun, 15 May 2022 17:20:28 +0200 schrieb Thomas Hochstein:

> Frank Hucklenbroich schrieb:
>
>> Die Freundin von Sid Vicous,
>
> Wer ist letzterer?

Der Bassist der Punk Band "Sex Pistols". Er hat seine Freundin in einem New
Yorker Hotelzimmer erstochen, kam in Untersuchungshaft, wurde zeitweilig
freigelassen und hat sich dann einen "Goldenen Schuss" gesetzt mit Heroin,
daß ihm seine Mutter kaufte.

Kann man sich nicht ausdenken, so eine Story.

Es gibt einen Film darüber, "Sid & Nancy" von 1986.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
May 16, 2022, 2:41:23 AM5/16/22
to
Am Sun, 15 May 2022 23:06:33 +0200 schrieb Stefan Schmitz:

> Mein Lieblings-DDR-Name ist Kessryn.

Eindeutschung von "Kathrin"?

So rein vom Schriftbild her könnte das auch was Russisches sein.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
May 16, 2022, 2:44:10 AM5/16/22
to
Am Mon, 16 May 2022 05:55:06 -0000 (UTC) schrieb wolfgang s:

> Markus Ermert <mspa...@gmail.com> wrote
> in news:jed6ni...@mid.individual.net:
>
>>>> Der Name war im Osten zeitweise recht verbreitet, ähnlich wie Cindy
>
> Schonmal was von Cindy & Bert gehört?

"Der Hund von Baskerville" *grusel*

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
May 16, 2022, 2:46:47 AM5/16/22
to
Am Sun, 15 May 2022 16:35:16 -0000 (UTC) schrieb wolfgang s:

> Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net> wrote
> in news:1gildp178jl6a$.17j0zbwl...@40tude.net:
>
>> Du bist kein Fussballfan?!
>>
>> Das lag an dem hier:
>>
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Kevin_Keegan
>>
>> Exakt 1977 kam er als Spieler zum HSV, und hat da diverse Dinge
>> gewonnen (unter anderem den Ballon D'Or als Weltfussballer).
>
> Ich bin kein Fußballfan und wusste trotzdem, dass dieser Kevin für die
> erste Kevin-Welle verantwortlich ist. Aber wer für die zweite in den
> 90ern?

Die "Kevin allein zu Haus"-Filme und Costner, "der sich den Wolf tanzt".

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
May 16, 2022, 2:49:23 AM5/16/22
to
Am Sun, 15 May 2022 19:31:51 +0200 schrieb Stefan Schmitz:

> Am 15.05.2022 um 19:19 schrieb Detlef Meißner:
>> Am 15.05.2022 um 19:07 schrieb Stefan Schmitz:
>>> Am 15.05.2022 um 18:09 schrieb Frank Hucklenbroich:
>>>> Am Sun, 15 May 2022 08:45:20 +0200 schrieb Stefan Schmitz:
>>>
>>>>> Chantal ist dagegen als Proll-Vorname bekannt geworden. Warum eigentlich?
>>>>
>>>> Weil es französische Finesse vortäuscht.
>>>
>>> Ach ja, stimmt. Wenn der französische Name gesprochen so gar nicht
>>> französisch klingt.
>>>
>>>> Ähnlich hier in Köln "Carmen".
>>>
>>> Was täuscht das denn vor? Eine original spanische Aussprache wird wohl
>>> eher nicht verlangt.
>>>
>>>> Es
>>>> gab da in meiner Kindheit den Spruch, wo eine Mutter ihre Tochter anschreit
>>>> "Carrmen, kumm us der Sood!" (Carmen, komm aus dem Matsch!).
>>>> Das wurde später ja auch von den "Höhnern" aufs Korn genommen:
>>>>
>>>> "Dicke Mädchen haben schöne Namen
>>>> heißen Toska, Rosa oder Carmen"
>>>>
>>>> Das assoziiert man mit unterschicht, wenn es deutsche Mädchen sind.
>>>
>>> Ich glaube, auch die Höhner hatten da eher die Oper im Kopf.
>>
>> Meinst du?
>
> Na klar. Berühmte Operntitel, und Opernsängerinnen sind häufig dick.
>
>>> (Wobei mir
>>> Rosa nichts sagt.) Das ist das Gegenteil von Unterschicht.
>>>
>> Dick verbindet man möglicherweise mit Unterschied.
>>
>> Dicke Mädchen haben schöne Namen
>> Heißen Tosca, Rosa, oder Carmen
>> Dicke Mädchen machen mich verrückt
>> Dicke Mädchen hat der Himmel geschickt
>> Dicke Mädchen hab'n ein großes Herz für Männer
>> So 'ne Sumo-Frau wär eigentlich der Renner
>> https://www.songtexte.com/songtext/hohner/dicke-madchen-haben-schone-namen-33d880d1.html
>
> Noch ein Beleg: "Dicke Mädchen können besser singen"

Übrigens wurden hier in Köln die Tunnelbohrmaschinen (denen das Archiv zum
Opfer fiel) nach dem Lied Rosa, Tosca und Carmen genannt.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
May 16, 2022, 2:52:21 AM5/16/22
to
Am Mon, 16 May 2022 02:27:24 +0200 schrieb Arnulf Sopp:

> Am Sun, 15 May 2022 08:45:20 +0200 schrieb Stefan Schmitz:
>
>> Chantal ist dagegen als Proll-Vorname bekannt geworden. Warum eigentlich?
>
> Wer es war, kann ich nicht sagen, aber sie oder er sprach ihn erstmals als
> "Schantalle" aus. Vielleicht war es Carolin Kebekus.

Konrad Beikircher hatte das auch mal im Programm.

Irgendwas mit "Wo es dem Schantall sing Schnall" zum Thema "Rheinischer
Genitiv", was hier voll on-topic ist ("Dem - sing"). Habe ich vor gefühlt
25 Jahren mal im "Senftöpfchen"-Theater gesehen.

Grüße,

Frank

Stefan Schmitz

unread,
May 16, 2022, 2:55:36 AM5/16/22
to
Am 16.05.2022 um 08:41 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Sun, 15 May 2022 23:06:33 +0200 schrieb Stefan Schmitz:
>
>> Mein Lieblings-DDR-Name ist Kessryn.
>
> Eindeutschung von "Kathrin"?

Catherine

> So rein vom Schriftbild her könnte das auch was Russisches sein.

In die Richtung habe ich auch zuerst gedacht. Aber als ich ihn mit
Betonung auf der ersten Silbe ausgesprochen habe, war es klar.

Detlef Meißner

unread,
May 16, 2022, 3:07:01 AM5/16/22
to
Am 16.05.2022 um 08:44 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Mon, 16 May 2022 05:55:06 -0000 (UTC) schrieb wolfgang s:
>> Markus Ermert <mspa...@gmail.com> wrote:

>>>>> Der Name war im Osten zeitweise recht verbreitet, ähnlich wie Cindy
>>
>> Schonmal was von Cindy & Bert gehört?
>
> "Der Hund von Baskerville" *grusel*
>
Dann nimm doch "Immer wieder sonntags". :-)
https://www.youtube.com/watch?v=P4a6lEx7noU

Detlef

Bärbel Nolden

unread,
May 16, 2022, 3:09:26 AM5/16/22
to
Am 16.05.2022 um 02:27 schrieb Arnulf Sopp:
> Am Sun, 15 May 2022 08:45:20 +0200 schrieb Stefan Schmitz:
>
>> Chantal ist dagegen als Proll-Vorname bekannt geworden. Warum eigentlich?
>
> Wer es war, kann ich nicht sagen, aber sie oder er sprach ihn erstmals als
> "Schantalle" aus. Vielleicht war es Carolin Kebekus. Diese Aussprache ist
> natürlich falsch. Vermutlich sollte dieser Fehler auf die mutmaßlichen
> Fremdsprachenkenntnisse (bzw. deren Fehlen) der Eltern hinweisen.
>
Das war Gabi Köster in "Die dümmste Praline der Welt".

Thomas Schade

unread,
May 16, 2022, 3:30:13 AM5/16/22
to
On 16.05.2022 08:39 (CEST), Frank Hucklenbroich wrote:

> Der Bassist der Punk Band "Sex Pistols". Er hat seine Freundin in einem New
> Yorker Hotelzimmer erstochen, kam in Untersuchungshaft, wurde zeitweilig
> freigelassen und hat sich dann einen "Goldenen Schuss" gesetzt mit Heroin,
> daß ihm seine Mutter kaufte.

Da ich einen Tippfehler für unwahrscheinlich halte, wie lautete der Satz
vor dem Umbau?


Ciao
Toscha
--
Lieber ein buntes Deutschland als eine braune Heimat.

Stefan Schmitz

unread,
May 16, 2022, 3:31:37 AM5/16/22
to
Am 16.05.2022 um 08:01 schrieb Christina Kunze:
> Am 15.05.2022 um 22:59 schrieb Stefan Schmitz:
>> Am 15.05.2022 um 08:47 schrieb Heinz Lohmann:
>
>>
>> Dein Problem lag also an der dass-Konstruktion.
>>
>> Da fällt mir auf, dass man dort problemlos den Indikativ verwenden
>> kann. Die Konstellation ohne dass kommt mir im Indikativ dagegen
>> falsch vor. (Vermutlich geht es dir auch so, und das war der Grund für
>> deine Irritation.)
>>
>> Woran liegt es, dass die eine Konstruktion im Indikativ funktioniert,
>> die andere aber nicht?
>
> Meiner Ansicht nach daran, dass durch das einleitende "dass" schon
> signalisiert ist, dass es sich um den Inhalt des vorhergehenden verbum
> dicendi handelt, da "braucht" man keinen Konjunktiv.

Und umgekehrt kann nur deswegen auf die dass-Konstruktion verzichtet
werden, weil der Konjunktiv das klärt?

Es ging um den Satz
"Sie ließ ihn in dem Glauben, sie sei Amerikanerin."
Der funktioniert nicht mit mit Indikativ.

Bei "Er glaubt, sie sei Amerikanerin" ist das anders.
"Er glaubt, sie ist Amerikanerin" geht problemlos.

Wieder anders:
"Der Name suggeriert, sie ist Amerikanerin" kam mir zunächst ganz falsch
vor, nach einer Weile klingt es nur noch merkwürdig.

Wie ist das zu erklären?

Stefan Schmitz

unread,
May 16, 2022, 3:40:27 AM5/16/22
to
Am 16.05.2022 um 09:30 schrieb Thomas Schade:
> On 16.05.2022 08:39 (CEST), Frank Hucklenbroich wrote:
>
>> Der Bassist der Punk Band "Sex Pistols". Er hat seine Freundin in
>> einem New
>> Yorker Hotelzimmer erstochen, kam in Untersuchungshaft, wurde zeitweilig
>> freigelassen und hat sich dann einen "Goldenen Schuss" gesetzt mit
>> Heroin,
>> daß ihm seine Mutter kaufte.
>
> Da ich einen Tippfehler für unwahrscheinlich halte, wie lautete der Satz
> vor dem Umbau?

Nach Umbau sieht mir das nicht aus.

Bei Frank ist mir das noch nicht aufgefallen, aber das-dass-Schwäche
findet man auch hierzugroup.

Christina Kunze

unread,
May 16, 2022, 4:00:17 AM5/16/22
to
Am 16.05.2022 um 09:31 schrieb Stefan Schmitz:
> Am 16.05.2022 um 08:01 schrieb Christina Kunze:
>> Am 15.05.2022 um 22:59 schrieb Stefan Schmitz:
>>> Am 15.05.2022 um 08:47 schrieb Heinz Lohmann:
>>
>>>
>>> Dein Problem lag also an der dass-Konstruktion.
>>>
>>> Da fällt mir auf, dass man dort problemlos den Indikativ verwenden
>>> kann. Die Konstellation ohne dass kommt mir im Indikativ dagegen
>>> falsch vor. (Vermutlich geht es dir auch so, und das war der Grund
>>> für deine Irritation.)
>>>
>>> Woran liegt es, dass die eine Konstruktion im Indikativ funktioniert,
>>> die andere aber nicht?
>>
>> Meiner Ansicht nach daran, dass durch das einleitende "dass" schon
>> signalisiert ist, dass es sich um den Inhalt des vorhergehenden verbum
>> dicendi handelt, da "braucht" man keinen Konjunktiv.
>
> Und umgekehrt kann nur deswegen auf die dass-Konstruktion verzichtet
> werden, weil der Konjunktiv das klärt?

Ja, meiner Meinung nach. Auch, wenn das Verb im vorangehenden Satzteil
ein Verb des Glaubens oder Meinens ist.

> Es ging um den Satz
> "Sie ließ ihn in dem Glauben, sie sei Amerikanerin."
> Der funktioniert nicht mit mit Indikativ.
>
"Lassen" ist ja auch kein Verb des Meinens, anders als:

> Bei "Er glaubt, sie sei Amerikanerin" ist das anders.
> "Er glaubt, sie ist Amerikanerin" geht problemlos.

Ich würde sagen: Ist problemlos verständlich, klappert aber stilistisch.
Mir fehlt hier der Konjunktiv.

> Wieder anders:
> "Der Name suggeriert, sie ist Amerikanerin" kam mir zunächst ganz falsch
> vor, nach einer Weile klingt es nur noch merkwürdig.

Der kommt mir immer noch ganz falsch vor. Das hat aber MUSEN auch etwas
mit dem vollkommenen Subjektwechsel zu tun.
Bei "XY suggeriert" erwarte ich einen dass-Satz und finde eine reine
Konjunktivkonstruktion falsch.
Kann sein, dass diese dass-lose Weise nur bei Verben mit bestimmten
Bedeutungen funktioniert: sagen, meinen, glauben.

chr


Ulf Kutzner

unread,
May 16, 2022, 4:21:04 AM5/16/22
to
Frank Hucklenbroich schrieb am Sonntag, 15. Mai 2022 um 17:07:33 UTC+2:
> Am Sun, 15 May 2022 08:45:20 +0200 schrieb Stefan Schmitz:
>
> > Progressiv war der Name Kevin in dieser Generation gewiss nicht, sondern
> > Mode. Und der Auslöser dieser Welle sprach natürlich eher einfache
> > Menschen an.

> Da gab es zwei Filme/Serien: "Der mit dem Wolf tanzt" mit Kevin Kostner,
> und die Kevin-allein-zuhaus-Reihe.

Eigentlich wird es der Popularität dieses Herrn angelastet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kevin_Keegan

> Beides irgendwann Anfang der 90er.

Die erste Welle in D war früher.

> > Bei 50jährigen Kevins dürfte noch niemand den Namen als Diagnose
> > aufgefasst haben. Eher als Zeichen von Migrationshintergrund oder
> > Weltoffenheit der Eltern.

> Ganz genau.

Wie gesagt, ab etwa 44 abwärts...

> In den USA gibt es viele "schwarze" Namen nach einem ähnlichen Schema, da
> heißen die Mädels dann "Chrystal" oder "Diamond", und die Männer "DelRoy"
> oder "Fitzroy", was dann auch irgendwie edel klingen soll.

In den Staaten kann man auch ziemlich beliebige Familiennamen zu Vornamen erheben,
wie etwas Washington.

FitzRoy war dereinst Familienname eines illegitimes Königssohns.

https://de.wikipedia.org/wiki/Duke_of_Grafton#Verleihung

Ulf Kutzner

unread,
May 16, 2022, 4:27:22 AM5/16/22
to
Frank Hucklenbroich schrieb am Sonntag, 15. Mai 2022 um 17:14:18 UTC+2:
> Am Sun, 15 May 2022 06:19:41 -0700 (PDT) schrieb Ulf Kutzner:
>
> > Stefan Schmitz schrieb am Sonntag, 15. Mai 2022 um 08:45:23 UTC+2:
> >> Am 15.05.2022 um 03:28 schrieb Arnulf Sopp:
> >>
> >>> Pikanterweise setzt Wikipedia die Aussprache ihres Vornamens als bekannt
> >>> voraus, erläutert aber die des Nachnamens. Das finde ich lustig.
> >>> https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Faeser

> >> Was sollte bei der Aussprache des Vornamens auch unklar sein?

Nänßi oder Nanßi…

Wie ich gerade lese, ist das eine Namensvariante von Anna. Verbindungen zu
Nanzig in Lothringen finde ich nicht.

> >> Dass es beim Nachnamen erwähnt wird, liegt vermutlich daran, dass ihn
> >> viele falsch aussprechen. Leider ist der als Beleg gebrachte
> >> Radiobeitrag nicht mehr abrufbar. Wäre interessant zu wissen, ob und wie
> >> die Aussprache dort thematisiert wurde.
> >
> >>> Ich erinnere mich an einen Spruch ungefähr dieses Wortlauts: Kevin ist kein
> >>> Name, sondern eine Diagnose. Gemeint ist: Die Vergabe solcher vermeintlich
> >>> progressiver, tatsächlich aber verräterischer Namen ist nach Meinung einer
> >>> selbsternannten Elite der Ausweis proletarischer Abkunft. Die Statistik
> >>> widerspricht dieser Annahme nicht.
> >
> >> Progressiv war der Name Kevin in dieser Generation gewiss nicht, sondern
> >> Mode.
> >
> > Dann nenn es antitraditionalistisch.
> >
> > Von dem hier
> > https://de.wikipedia.org/wiki/Kevin_von_Glendalough
> > werden viele deutsche Namensgeber nichts geahnt haben.
> >
> >> Und der Auslöser dieser Welle sprach natürlich eher einfache
> >> Menschen an.
> >>
> >> Bei 50jährigen Kevins dürfte noch niemand den Namen als Diagnose
> >> aufgefasst haben. Eher als Zeichen von Migrationshintergrund oder
> >> Weltoffenheit der Eltern.
> >
> > Der älteste hier wird bald 45:
> > https://de.wikipedia.org/wiki/Kevin_Fehling
> >
> > Zum einen wurde der Name gegen 1977 erst richtig beliebt bei Namensgebern,
> > zum anderen findet sich in
> > https://de.wikipedia.org/wiki/Kevin#Namenstr%C3%A4ger
> > nun auch nicht jeder, der sich keine überregionale Bekanntheit erarbeiten konnte.
> Du bist kein Fussballfan?!
>
> Das lag an dem hier:
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Kevin_Keegan

Zu spät gesehen...

> Exakt 1977 kam er als Spieler zum HSV, und hat da diverse Dinge gewonnen
> (unter anderem den Ballon D'Or als Weltfussballer).
>
> Spannend, wie schnell das sich in den Namenslisten durchgesetzt hat.

Nein, ich meine, die ganzen anderen einheimischen Kevins, die nichts auf die Reihe brachten,
aber auch nicht als berühmte Straftäter in Erscheinung traten, bekamen eben keinen WP-Eintrag.

Ulf Kutzner

unread,
May 16, 2022, 4:34:15 AM5/16/22
to
wolfgang s schrieb am Sonntag, 15. Mai 2022 um 18:29:39 UTC+2:
> Ulf Kutzner <Ulf.K...@web.de> wrote in
> news:db45fbd6-0b70-4415...@googlegroups.com:

> > Sind jetzt Theodor, Maria, Nikolaus, Johann, Philipp, Franz und Joseph
> > so viel ausländischer als Karl?

> Ja. Karl ist der einzige aus dieser Aufzählung mit germanischem
> Ursprung.

Tatsächlich, heißt 'Kerl', Ċearl.

Charles von *karilaz (freier Kerl), belegt scheint nur eine Runenschriftvariante zu sein.

Vgl.
https://en.wikipedia.org/wiki/Cearl_of_Mercia
https://en.wikipedia.org/wiki/Charles

Hatte mich durch die Latinisierung verwirren lassen.

Stefan Schmitz

unread,
May 16, 2022, 4:40:45 AM5/16/22
to
Bis hierhin sieht das nach einer guten Erklärung für das Phänomen aus.

>> Wieder anders:
>> "Der Name suggeriert, sie ist Amerikanerin" kam mir zunächst ganz
>> falsch vor, nach einer Weile klingt es nur noch merkwürdig.
>
> Der kommt mir immer noch ganz falsch vor. Das hat aber MUSEN auch etwas
> mit dem vollkommenen Subjektwechsel zu tun.
> Bei "XY suggeriert" erwarte ich einen dass-Satz und finde eine reine
> Konjunktivkonstruktion falsch.

Aber da würde ich widersprechen. Mit Konjunktiv fände ich den Satz
völlig problemlos. Nur im Indikativ wird er seltsam bis ganz falsch.

> Kann sein, dass diese dass-lose Weise nur bei Verben mit bestimmten
> Bedeutungen funktioniert: sagen, meinen, glauben.

Irgend ein Aspekt fehlt da noch.

Ulf Kutzner

unread,
May 16, 2022, 4:44:42 AM5/16/22
to
Stefan Schmitz schrieb am Sonntag, 15. Mai 2022 um 19:07:16 UTC+2:
> Am 15.05.2022 um 18:09 schrieb Frank Hucklenbroich:
> > Am Sun, 15 May 2022 08:45:20 +0200 schrieb Stefan Schmitz:
>
> >> Chantal ist dagegen als Proll-Vorname bekannt geworden. Warum eigentlich?
> >
> > Weil es französische Finesse vortäuscht.

> Ach ja, stimmt. Wenn der französische Name gesprochen so gar nicht
> französisch klingt.

Ist die französische phonetische Anpassung des okzitanischen Worts für Eckstein.
Außerhalb der lothringischen Grenzregion zum Saarland aber bitte endsilbenbetont.

Johanna, also Jeanne-Françoise de Rabutin (geborene Frémyot), die später das Leben einer Heiligen führte.

Nach der ursprünglichen okzitanischen Namensform heißt ein Rohmilchbergkäse und (natürlich noch ursprünglicher)
die Gegend, aus der er stammt.

Ulf Kutzner

unread,
May 16, 2022, 4:50:03 AM5/16/22
to
Detlef Meißner schrieb am Sonntag, 15. Mai 2022 um 20:21:49 UTC+2:
> Am 15.05.2022 um 18:46 schrieb wolfgang s:

> > Tegtmeier war der Name einer Kunstfigur, der zugehörige Schauspieler
> > hieß Jürgen von Manger.

> Genauer: Jürgen

Noch genauer: Hans Jürgen Julius Emil Fritz

> von Manger-König

Hat Hans-Jürgen Hubert Dohrenkamp, der sich nun JvdL nennt, eigentlich
einer amtlichen Namensänderung unterzogen?

Ulf Kutzner

unread,
May 16, 2022, 4:52:42 AM5/16/22
to
Matthias Opatz schrieb am Sonntag, 15. Mai 2022 um 22:49:35 UTC+2:
> Dies schrieb Matthias Opatz:

> > Der Name war in den 70er und 80er Jahren in der DDR relativ beliebt.

> Die Ostdeutschen, die man so findet, sind zwischen 1977

Fällt mit dem Begin er ersten deutschen Kevin-Namensgebungswelle zusammen...

> und 1981 geboren.
>
> 1977: <https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Kette>
> 1979: <https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Grimm>
> 1979: <https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Böhning>
> 1979: <https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Poser>
> 1981: <https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Salchow>
> 1981: <https://de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Hünger>
>
> Gab es zu dieser Zeit irgendeine Sängerin oder einen Film oder Liedtitel
> (wie das bei Mandy der Fall war) mit Nancy?
>
> Reagan kam ja erst 1981 ins Weiße Haus, da waren die ostdeutschen
> Nancymessen wahrscheinlich größtenteils schon gesungen.

Und so groß wird der Vorbildeffekt dort nicht gewesen sein.

Gruß, ULF

Ulf Kutzner

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May 16, 2022, 4:54:58 AM5/16/22
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Stefan Schmitz schrieb am Sonntag, 15. Mai 2022 um 22:59:43 UTC+2:
> Am 15.05.2022 um 08:47 schrieb Heinz Lohmann:
> > Am 15.05.2022 um 00:59 schrieb Stefan Schmitz:
> >> Am 14.05.2022 um 17:34 schrieb Heinz Lohmann:
> >>> Am 14.05.2022 um 17:02 schrieb Stefan Schmitz:

> >>>> Suggeriert der
> >>>> Vorname, dass sie Britin oder Amerikanerin sei?
> >>>
> >>> ??
> >>> ... Amerikanerin ist.
> >>>
> >>> Hat der Konkjunktiv I hier eine besondere Funktion?
> >>
> >> Im Prinzip wie bei indirekter Rede.
> >> Dort steht der Konjunktiv I für das, was jemand sagt/denkt/meint. Und da
> >> Suggerieren zu einem Denken führt, halte ich hier den Konjunktiv I für
> >> richtig.
> >>
> >> Indikativ halte ich für falsch, weil sie ja Deutsche ist. Konjunktiv II
> >> wäre eine Alternative.
> >>
> >>
> >> Wie stehst du denn zu diesem inhaltlich ähnlichen Fall:
> >> Sie ließ ihn in dem Glauben, sie ... Amerikanerin.
> >>
> >
> > Sie ließ ihn in dem Glauben, sie .sei. Amerikanerin.
> >
> > Nach diesem Beispiel kommt mir der Konjunktiv I auch im dass-Satz
> > plausibler vor.
> Dein Problem lag also an der dass-Konstruktion.
>
> Da fällt mir auf, dass man dort problemlos den Indikativ verwenden kann.
> Die Konstellation ohne dass kommt mir im Indikativ dagegen falsch vor.
> (Vermutlich geht es dir auch so, und das war der Grund für deine
> Irritation.)
>
> Woran liegt es, dass die eine Konstruktion im Indikativ funktioniert,
> die andere aber nicht?

Leicht umändern: Sie sagt, sie ist Amerikanerin.

(Wenn ich da den Konjunktiv einsetze, erkennen die, die mich kennen, daß ich mich
durchaus nicht dafür verbürgen möchte.)

Ulf Kutzner

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May 16, 2022, 4:59:24 AM5/16/22
to
Frank Hucklenbroich schrieb am Montag, 16. Mai 2022 um 08:39:12 UTC+2:
> Am Sun, 15 May 2022 17:20:28 +0200 schrieb Thomas Hochstein:
>
> > Frank Hucklenbroich schrieb:
> >
> >> Die Freundin von Sid Vicous,
> >
> > Wer ist letzterer?
>
> Der Bassist der Punk Band "Sex Pistols".

Ursprünglich/bürgerlich John Simon Ritchie.

Ulf Kutzner

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May 16, 2022, 5:01:23 AM5/16/22
to
Stefan Schmitz schrieb am Montag, 16. Mai 2022 um 08:55:36 UTC+2:
> Am 16.05.2022 um 08:41 schrieb Frank Hucklenbroich:
> > Am Sun, 15 May 2022 23:06:33 +0200 schrieb Stefan Schmitz:
> >
> >> Mein Lieblings-DDR-Name ist Kessryn.
> >
> > Eindeutschung von "Kathrin"?

> Catherine

Da gibt es viele Schreibweisen zur Auswahl.
https://en.wikipedia.org/wiki/Katherine#English

Ulf Kutzner

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May 16, 2022, 5:05:07 AM5/16/22
to
Arnulf Sopp schrieb am Sonntag, 15. Mai 2022 um 03:28:36 UTC+2:

> Ich erinnere mich an einen Spruch ungefähr dieses Wortlauts: Kevin ist kein
> Name, sondern eine Diagnose. Gemeint ist: Die Vergabe solcher vermeintlich
> progressiver, tatsächlich aber verräterischer Namen ist nach Meinung einer
> selbsternannten Elite der Ausweis proletarischer Abkunft. Die Statistik
> widerspricht dieser Annahme nicht.
>
> Nein, dazu habe ich keine Zahlen, aber als pensionierter Lehrer hatte ich
> einen Sean, der sich [si:n] aussprechen ließ

Hm. Es sind ja viele Vokalisierungen im Angebot, aber die eigentlich nicht.
Zudem ist Zischlaut als Anlaut angebracht.

https://en.wikipedia.org/wiki/Sean
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