Gehört zwar eigentlich nicht so recht in
diese Gruppe, aber seis drum:
Die Grußformel "so long" ist seit
1835 nachzuweisen. Ähnlich wie beim
rätselhaften "o.k." sind sich die
Gelehrten über die Herkunft dieses
seltsamen Ausdrucks nicht
einig. Lt. Eric Partridge tippt
man entweder auf eine Verballhornung
des hebräischen "Selah"
(Gott sei mit Dir) oder aber, was er für die
wahrscheinlichste Erklärung hält, des
gleichfalls hebräischen "Shalom" = Frieden
(Partridge, Eric: A dictionary
of slang and unconventional English,
8. ed., 1984, S. 1108).
Aber, wie gesagt, Genaues weiß
man leider nicht. - Weitere Spekulationen
zu "so long" siehe hier
http://www.m-w.com/wftw/00apr/040600.htm
Es grüßt:
M. Kranz
--
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> Heide Joy <gin...@deltanet.com> wrote:
> >Kann mir jemand sagen, woher das im Englischen "so long: herkommt?
>
>
> Gehört zwar eigentlich nicht so recht in
> diese Gruppe, aber seis drum:
[Erklärung]
Da wir gerade dabei sind (vielleicht etwas OT):
Weiß jemand, seit wann "Hallo" als Begrüßung geläufig ist? (Ich las
irgendwo, seit Anfang 20.Jh. Falls das stimmt, gab es vergleichbare
Begrüßungsformeln zuvor?)
Ja, es hat sich wohl irgendwann im 20. Jh. als Begrüßung
durchgesetzt, vermutlich beeinflußt durch das engl. »hello«.
Das Wort »hallo« ist natürlich viel älter, es kommt vom ahd.
»halon« (holen). Ursprünglich war es der Zuruf an den Fährmann
(hol über!). Neben »hallo« gibt es auch die Variante »holla«.
Früher hat man mit »hallo« jemanden auf sich aufmerksam gemacht,
z. B. heißt es in einem Gedicht von G. A. Bürger:
| Hallo! Wach auf! du Fürst von Burgund!
| Dein Königsgeschmeide besudelt ein Hund;
oder in einem Roman von G. Freytag:
| Karl setzte die Hände an den Mund und johlte laut in den
| Wald hinein: »Hallo, Fräulein Lenore!«
Dieser Gebrauch des Wortes »hallo« ist ja auch heute noch
üblich (vgl. auch »ein großes Hallo machen« und ähnliche
Redensarten).
Früher hat man wohl die auch heute noch bekannten Grußformeln
wie »Guten Tag« oder »Grüß Gott« verwendet oder auch entsprechende
Varianten (Gott geb dir einen guten Morgen! Grüß dich Gott! Guten
Tag gebe Euch Gott! etc.).
Daneben gab es auch noch die speziellen Grußformeln bestimmter
Gruppen, beispielsweise der Jäger (Waidmannsheil!) oder
der Buchdrucker (Gott grüß die Kunst!).
Mit dem englischen »Hi!«, das auch hierzulande verwendet wird,
ist übrigens das deutsche »He!« bzw. »Hei!« verwandt.
Schöne Grüße,
Wolf
Tschüs
GFH
--
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>Da wir gerade dabei sind (vielleicht etwas OT):
>Weiß jemand, seit wann "Hallo" als Begrüßung geläufig ist? (Ich las
>irgendwo, seit Anfang 20.Jh. Falls das stimmt, gab es vergleichbare
>Begrüßungsformeln zuvor?)
OT ist das sicher nicht. "Hallo" als Begrüßung unter Anwesenden -
statt "Grüß Gott" bzw. "Guten Tag" - wird von meiner Mutter (60)
noch als sehr unhöflich empfunden, ich (29) seh das anders und
erlebe es auch als normale Begrüßung jeden Tag.
Grüße
Jörg.
--
Jörg Digmayer; joerg.d...@gmx.de
"Nein, du wirst nicht singen!"
1. Gibt es irgendwo eine Sammlung dieser speziellen Grußformeln?
2. Gibt es eine Sprache, die in dieser Hinsicht eine ähnliche Vielfalt wie
das Deutsche aufweist?
Wäre toll, wenn jemand etwas darüber weiß.
Sascha
Das weiß ich nicht, aber eine solche Sammlung fände ich auch
interessant. Mir fallen noch folgende Grußformeln ein:
Petri Heil! (Angler)
Gut Naß! (Schwimmer)
Glück auf! (Bergleute)
Glück ab! (Flieger)
Gut Holz! (Kegler)
Gut Heil! (Turner)
Es gibt da sicherlich noch einige weitere.
> 2. Gibt es eine Sprache, die in dieser Hinsicht eine ähnliche Vielfalt wie
> das Deutsche aufweist?
In anderen Sprachen gibt es bestimmt auch entsprechende
Grußformeln. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das eine
deutsche Besonderheit ist.
Schöne Grüße,
Wolf
>
>1. Gibt es irgendwo eine Sammlung dieser speziellen Grußformeln?
>2. Gibt es eine Sprache, die in dieser Hinsicht eine ähnliche Vielfalt wie
>das Deutsche aufweist?
>
>Wäre toll, wenn jemand etwas darüber weiß.
>
Passt zwar vielleicht nicht exakt dazu, aber ich habe mal gelernt,
dass die vietnamesische Sprache über sieben Abstufungen verfügt,
einander "du" oder "Sie" zu sagen, je nach Intimitätsgrad der
Beziehung.
Reinhard
--
Vom Maronibrater trag ich hinweg
ein bisschen heimliche Wärme
für Manteltasche
und Magen.
--
_____ _ _ mailto: halbritter_at_acornusers.org
|__ __|| | | |
| | | |_| | The Acorn User Group Austria (AUGA) is at:
| | | _ |
|_|a |_| |_|a http://members.aon.at/auga
> 1. Gibt es irgendwo eine Sammlung dieser speziellen Grußformeln?
> 2. Gibt es eine Sprache, die in dieser Hinsicht eine ähnliche Vielfalt wie
> das Deutsche aufweist?
Das ist doch keine "Eigenschaft" der Sprache, sondern "Anwendung".
--
Udo Klasmeier
Stuttgart
Gruß, Roland
Ich glaube das wäre besser de.alt.folklore.urban-legends
aufgehoben.
Ich mach mal ein x-post und hol schon mal das Popcorn.
Ade
Rüdiger
fup2
Sascha
War der dabei? Wahrscheinlich nicht, also hat er's MUSEN nicht
berichtet, sondern erzählt.
Früher hat man sich für Dinge, deren Entstehung man sich nicht erklären
konnte, Mythen gebastelt, in denen Götter das betreffende Ding erfanden.
Heute nimmt man Menschen, aber eigentlich ist es dasselbe.
Will sagen: es kursieren mindestens fünf verschiedene Erklärungen für
die Herkunft von o.k.; jede von ihnen erhebt Anspruch darauf, als
einzige wahr zu sein, aber ich weiß nichts davon, daß es einer gelungen
wäre, das schlüssig nachzuweisen.
Christina
>Will sagen: es kursieren mindestens fünf verschiedene Erklärungen
>für die Herkunft von o.k.; jede von ihnen erhebt Anspruch darauf,
>als einzige wahr zu sein, aber ich weiß nichts davon, daß es einer
>gelungen wäre, das schlüssig nachzuweisen.
Das dürfte auch der aktuelle Stand der Diskussion sein. Dazu Gert
Raeithel, "Geschichte der nordamerikanischen Kultur" in 3 Bänden,
"Band 2. Vom Bürgerkrieg bis zum New Deal. 1860-1930",
Zweitausendeins, Frankfurt 1995, S. 406:
| /O. K./ soll 1839 in Boston aufgetaucht sein, als Ablürzung für ein
| falschgeschriebenes »oll korrekt«; die Spekulationen über die
| Herkunft füllen einen ganzen Aktenbock.
Michael