Über Tips und Ideen zur weiteren thematischen Annäherung und
Erschließung freue ich mich.
Gruß,
Gunhild
Laut etymologischem Wörterbuch geht der Laut auf eine indogermanische
Wurzel zurück, die auch die Grundlage für lat. "duo" und griech. "dýo"
war, womit Verwandtschaft zu einer ganzen Reihe von Fremdwörtern
besteht, z.B. die mit der Vorsilbe "di" oder "dia".
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Christian Hackl
> - Es gibt auch solche, die sich fern dieser Etymologie bewegen, z. B.
> Zwerg, Zwang/zwingen(?)
Wenn ich dieser Assoziation folge, finde ich auch bei "Zwerg" und
"Zwang" diese Gespaltenheit. Der Zwerg steht zwischen kind und
Erwachsenem, der Zwang wird auch zwischen zwei Parteien ausgeübt.
Auch Zwerchfell hat eine Bedeutung, die man in dieser Richtung
auslegen kann: Es scheidet den Brustinhalt vom Bauchinhalt durch seine
Querlage, die ja im Körperlichen etwas Ausnahmsmäßiges
darstellt.Dennoch leitet sich das ursprüngliche Adjektiv zwerch
("überzwerch", überkreuz) von mhd. twerch ab, das zwar quer, verkehrt
bedeutet, jedoch etymologisch eher mit drechseln (verdreht)
zusammenhängen könnte.
Auch Zwetche/Zwetschge hat eine andere Quelle als die herkömmliche:
über Damaszenerpflaume, weil aus Syrien stammend. Allerdings steckt
auch darin die obige Lautentwicklung zu quer: Quetsche.
Schließlich noch eine Bemerkung zur Zwickmühle: Das Wort bezeichnet
nicht zwicken, sondern die zweifache Öffnung der Mühle.
Gruß,
Gunhild
> Zwirch und Zwabel zwudeln den Zwilch.
Zu meinen diesbezüglichen Erkenntnissen habe ich einen Beitrag auf
meiner Site verfasst:
(Zur Zwtesche habe ich vergessen Stellung zu nehmen. Hol ich
vielleicht nach, bevor man glaubt, es habe etwas mit der Form zu tun.)
Gruß,
Gunhild